Montag schon das Comité passiren.
3
gegen 24 Stimmen zum erstenmal verlesen.
Sie soll
(Eingesandt.)
Vielseitig aufgefordert und angegangen, die von mir in der Finanz⸗ Abtheilung gemachten Vorschläge, auf welche der verehrte Abgeord⸗ genommen, welche auch der Herr Finanz⸗Minister, in ihren Grundzügen sich angeeignet und wodurch derselbe ohne Erhöhung der Steuern noch der Kontra⸗ hofft bis zum Zusammentreten der begegnen zu
nete für Westfalen in
—
einer gestrigen Rede Bezug
hirung lästiger Staats⸗Anleihen Volksvertretung den Staatsbedürfnissen
nehme ich keinen Anstand, ohne indessen irgend einen Anspruch auf einen vollkommen ausgearbeiteten Plan den hier zu gebenden Andeu⸗ Skizzirung meiner Vorschläge zu
tungen zu vindiziren, eben nur eine geben.
Die Lage des Staats ist eine politisch⸗kritische, das Vertrauen, die Basis des bürgerlichen, namentlich aber des Geldverkehrs, ist gestört, und wenn seit Jahren der Kleinhandel unter dem Druck
cirkulirenden Mittel, gegenüber der in jüngster Menge neuer Werthe Eisenbahnanlagen, schwer und Mangel an Zutrauen zu dem Verkehr entzogen wurde, und Gewerbe eintreten. qguellen des Staats sind indessen der Art, wie dem angedeuteten indem einmal bei Zusammenrechnung
—
nächsten steht; weil ferner in dem Staatsschatze ein effektiver bestand in Gold und Silber von 15 ½ Millionen Thaler noch vor⸗ handen und trotz des mehrmonatlichen Ausfalles im vorigen Jahre
27
der Mahlsteuer
belassen hat.
Bei einem solchen in sder That nur höchst günstig und gesund zu nennenden Zustande des Staatshaushaltes und der Hülfsquellen des Volks erschien es nur für die Bedürfnisse nicht allein des Mo⸗ mentes, sondern der Zukunft von Wichtigkeit, die vorhandenen baaren Mittel des Staatsschatzes zu einem bleibenden Nutzen für das Ge⸗ sammtvolk zu erhalten und zur Dotation in edlem Metalle für ein National⸗Departement of ipue zu verwenden, d. h. zur Begründung einer Kasse, welche Papiergeld in kleinen Abschnitten von 1, 5 und 10 Rthlr. mit bankmäßiger Sicherheit emittiren kann, ohne irgendwie b) mit dem bestehenden Institute der Hauptbank zu kollidiren, durch die Elastizität einer vermehrten Papier⸗Currency den Staat einmal in den Stand setzt, durch eine zinsfreie schwebende Schuld momentan seinen Bedürfnissen zu genügen, ferner Lombard⸗Kassen zu dotiren, welche dem schwer gedrückten Handel und Gewerbe augen⸗
des Mangels der Zeit geschaffenen durch Landes⸗Meliorationen, Neubauten und gelitten, so mußte natürlich in einem Mo⸗ mente, wo das nicht ausreichende Tauschmittel durch Furcht vor Krieg zu den bestehenden Staatseinrichtungen, eine empfindliche Stockung für Handel Die preußischen Finanzen und die Hülfs⸗ daß sie einem Zustande vollkommen zu begegnen im Stande sind, der Staatsschulden sämmtlicher europäischer Staaten Preußen nur mit einem Prozent in der ganzen Summe betheiligt ist, und somit den ganz schuldenfreien Staaten am
der Hauptabschluß des Staats⸗Budgets für 1847 noch einen Ueberschuß von 1,200,000 Rthlr. gegen die Voranschläge
anzudeuten.
b) 15 c) 15
können, so
durch die baaren Mittel,
wogegen in gleichem Betrage
durch Bestände verschiedener
anweisungen einzuziehen. dann der Realisationsfond für
Baar⸗ ständen des Schatzes befindet,
einzuzahlen sind.
sein: a) die oben Anweisungen und ferner
1616161f
Geldmittel zu erhalten.
beizutragen, daß das Vertrauen wiederkehre, und mit diesem vor allem Anderen diejenigen Kontanten, welche heute den gewöhnlichen Kanä⸗ len, in welchen sie sich im geregelten Zustande des Staatslebens be⸗ wegen, entzogen sind, wiederum zurückzuführen. erlaube ich mir in kurzen Umrissen meinen Vorschlag in folgender Weise
Es werden bei der hiesigen H 8 a) 15 Millionen Thaler baar aus dem Staatsschatze, Staatsschuldscheine, Spezial⸗Hypotheken auf Domainen (Do⸗ .“ mainen⸗Pfandbriefeh, . wogegen die Bank der Regierung kleine Noten in einem solchen Be⸗ trage ausfertigt, wie das Bedürfniß und nicht mehr als das 1fache der baar deponirten edlen Metalle.
Die neuen Banknoten unter dem ¹ Noten der preuß. Hauptbank, nur mit einem verschiedenen Datum der Emission, stehen in keinem anderen Konnex zu dem Kapital der Bankeigner, als daß die Bank die Realisation bei ihrer Hauptkasse die ihr hinterlegt worden sind, übernimmt.
Die ad 2 der Dotations⸗Kapitale für das department of issue beregten Staatsschuldscheine zu beschaffen, dahin, aus den laut Kabinets⸗Ordre vom 31. März 1827. Haupt⸗Verwaltung der Staatsschulden deponirten 8,500,000 Rthlr., Kassenanweisungen emittirt worden sind, ferner aus Ueberweisung der bei der General⸗Staatskasse leider unter den Aktisbeständen durch frühere, schuldscheine zu halten, gemachte Börsen⸗Speculationen und endlich Spezialfonds zu fourniren, die laut obenberegtem Gesetze vom 31. März 1827 emittirten Kassen⸗ — Ich halte dies die Kassenanweisungen, welcher mit 3 Millionen abgesetzt ist, und welcher sich in den obenerwähnten Be⸗ flüssig gemacht wird, indem, Beweglichkeit der laut Gesetz vom 17. Januar 1820 fundirten unver⸗ zinslichen Staatsschuld von 11,242,347 Thlr., anweisungen ihren Ausdruck hat, zu erhalten, es nichts anderen be⸗ dürfen würde, als die Wiederherstellung seiner älteren Bestimmung, wonach in den Steuern Kassenanweisungen zu einem aliquoten
Es wird also, um der Sache näher — insofern die Staatsregierung die ganze Summe verlangt — Noten bis zum Belauf von 37,500,0 aber würden für die mittelbare Verwendung in
erwähnten 8,500,000 Rhlr. umzutauschende Kassen⸗ die 3 ½ Million Kassenbestände, welcher die General⸗Staatskasse ihre laufenden Ausgaben bedarf und für welche sie, wie erwähnt, die bei ihr sich befindenden Effekten zu dem Dotationsfond des department of issue hergiebt,
Diese 12 Millionen abgezogen
blickliche Hülfe gewähren können, und endlich das cirkulirende Mittels summe, werden der Regierung zu
pro tempore zu vermehren und dadurch in indirekter Weise dazu
Bekanntmachungen. [316] P 19 C 1 I a.
Der abwesende Dienstknecht Carl Wiedemann wird auf Ansuchen seiner Ehegattin Friederike, geb. Hilde⸗ brand, zu Flemsdorff bei Schwedt, welche behauptet, von seinem Aufenthalte aller angewandten Mühe un⸗ geachtet keine Nachricht erhalten zu haben, hierdurch aufgesordert, sich binnen drei Monaten, und spätestens in dem auf den 26. August d. J., Vormittags 12 Uhr, im Kammergerichte angesetzten Termine vor dem Kammergerichts⸗Rath von Roͤnne zu gestellen und die wegen böslicher Verlassung angestellte Ehescheidungs⸗ klage zu beantworten, widrigenfalls die bösliche Ver⸗ lassung für dargethan angenommen und auf Trennung der Ehe erkannt und der ausbleibende Ehegatte für den allein schuldigen Theil erklärt werden wird.
Berlin, den 24. März 1848.
Das Ehegericht des Koͤnigl. Preuß. Kammergerichts.
[1184] Nothwendiger Verkauf.
Das im Dt. Croneschen Kreise belegene sreie Allo⸗ dial⸗Rittergut Schrotz Nr. 352, landschaftlich abgeschätzt auf 31,199 Thlr. 22 Sgr. 6 Pf., soll Schulden halber in dem
am 30. Juni 1848, Vormittags 11 Uhr, vor dem Herrn Ober⸗Landesgerichts⸗Nath Roloff an hiesiger Gerichtsstelle anstehenden Termine im Wege der nothwendigen Subhastation verkauft werden.
Tare und Hypothekenschein sind in der Registratur
inzusehen.
Marienwerder, den 29. November 1847. b (ivil⸗Senat des Königl. Ober⸗Landesgerichts. [273] Oeffentliche Bekanntmachung.
Von dem unterzeichneten Vormundschaftsgericht wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die Verlags⸗Buchhandlung des verstorbenen Buchhändlers George Heinrich Wilhelm Ferdinand Dümmler unter der Firma „Ferdinand Dümmlersche Verlags⸗Buchhand⸗ lung“ am 18. Januar 1848 mit allen den Erben des gedachten Dümmler zustehenden Verlagsrechten, Verlags⸗ und Kommissions⸗Artikeln auf den Buchhändler Herrn Ernst Wilhelm Grube und Doctor philosophiae Herrn Julius Harrwitz eigenthümlich übergegangen ist, so wie, daß die Dümmlerschen Erben,
der Dr. medic. Herr Ferdinand Leberecht Dümmler,
die verehelichte Frau Gutsbesitzer Brandt, Wilhel⸗
mine Caroline, geb. Dümmler, und der minorenne
Ernst Ludwig Dümmler, seit dem genannten Tage aus der verkauften Buchhand⸗ lung ausgeschieden sind.
Berlin, den 6. März 1848. Königliches Vormundschaftsgericht. Abtheilung I. Pö Nothwendiger Verkauf.
Stadtgericht zu Berlin, den 5. April 18ñ48. Das dem Kaufmann Carl Johann Philipp Rudolph
erdinand Ludwig Langefeldt gehörige, in der Alexan⸗
rinenstraße Nr. 18, früher Feldstraße Nr. 13, belegene, im stadtgerichtlichen Hypothekenbuche von der Louisen⸗ stadt Vol. 18. Nr. 1174. verzeichnete Grundstück, ge⸗ richtlich abgeschätzt zu 16,153 Thlr. 23 Sgr. 6 Pf., soll am 6. November 1848, Vorm. 11 Uhr, an der Gerichtsstelle subhastirt werden. Taxe und Hy⸗ pothekenschein sind in der Registratur einzusehen
53
[315]
ordentlichen Bedürfnisse 25,500,000 Rthlr. belassen, wovon
auptbank deponirt:
Dies vorausgeschickt,
nen für eventuelle Rüstung und sein würden, dagegen 10 ½ Million Thaler aber von Provinzial⸗Lombard⸗ oder Diskonto⸗Kassen
welche dem momentan bedrückten schüsse auf nicht bankfähige Sicherheiten, Unterstützung gewähren und
Mobilmachung der Armee abzusetzen zur Unterstützung
zu verwenden sein, Handel und Gewerbe, durch Vor⸗
9—
dadurch den Erwerb der Arbeiter sichern sollen:
es erheischt, jedoch höchstens sein, nämlich:
gleichen Formulare wie die
so geht mein Vorschlag bei der
gelten um die Course der Staats⸗ dagegen aber
um deshalb für nöthig, als würde.
um die
—+—
und welche in Kassen⸗
Theil zu treten, die Bank können
900 Rthlr. ausfertigen, hiergegen Abschlag zu bringen
um flüssige
von der oben erwähnten Haupt⸗ ihrer Disposition auf die außer⸗ 15 Millio⸗
Ueber das Wie und das Geschäftswesen Leben tretenden Diskontokassen ist hier nicht der Ort sprechen, da das Ministerium, falligen Instructionsentwürfen bereits diesen Tagen zu
Dagegen d
keinesweges Wiederaufleben des Geschäftes konten bei der Bank so groß würde, ausreichen, sie von wie die Lombard⸗ und Diskonto⸗Institute unterstützt werden
Ist aber endlich davon die Staatsschuld durch die vorgeschlagenen so besteht dies in einer 10,500,000 Rthlr., welche Summe eben aber zur Unterstützung für Handel und Gewerbe auf hergegeben und beschafft werden soll, u stützen und zu
ganzen Nation z ind hr zu rechtfertigen, als
gewiß um so me den Privaten w Ausfälle aber in der sirenden Mittels sich sischen Volkes aber auch rung von Provinzial⸗Hülfskassen dem Vereinigten Landtage überwie⸗ senen 2,500,000 Rthlr., und die noch intakt vorhanden sind, nehmen im Stande sein werden, wogegen sich wohl keine Stimme im Lande erheben möchte. 8 So wird der zweite und letzte Vereinigte Landtag eben so wenig wals der erste dazu beigetragen haben, dem Lande weder neue Lasten und Steuern, noch neue Schulden Berlin, 12. April 1848.
ird dem S
dieser demnächst in's weiter zu wie äußerlich verlautet, mit den des⸗ beschäftigt ist und solche in
erwarten sind. ürfte schließlich noch zweier Momente zu erwähnen
1) daß die Realisation kleiner Noten erfahrungsmäßig mit einer Baardotation von 40 Prozent der Emission mehr als hinreichend gesichert, und daß die bestehenden Instructionen für die Hauptbank nicht ge⸗ ändert werden mögen, einmal, damit keine Privatrechte verletzt werden, dann aber auch, damit die Bank ihre bankmäßigen Sicherheiten eben ausschließlich fortfährt, zu diskontiren, und so das extraordinaire Bedürfniß, welches durch den Druck der Zeit und die politischen Ereignisse herbeigeführt ist und in den Diskontokassen seine Hülfe zu suchen hat,
Bedürfniß des Handels gesondert bleibt,
streng von dem gere⸗ was indessen für den Fall, wenn beim der Andrang von guten Dis⸗ daß ihre Mittel nicht Staats wegen aus dem Hülfsfond gleich
ausschließt, daß
Rede, in wie weit die preußische Operationen vermehrt wird, unverzinslichen Schuld von nur und ausschließlich f Zeit vorschußweise um so die Erwerbsfähigkeit der kräftigen. Eine solche Schuld ist sie binnen kurzer Frist von taate zurückgezahlt werden können, etwaige eigenen Verzinsung des zinslos beschafften cour⸗ decken werden, die künftigen Vertreter des preu⸗
von den im vorigen Jahre zur Doti⸗
schwebenden
zu ent⸗
aufgebürdet zu haben. C. A. Milde.
Allgemeiner Anzeiger
[318] Oeffentliche Vorladung.
Der Cafetier Martin Feldt aus Lindenruh bei Glo⸗ gau ist wegen Bankerutts zur Kriminal ⸗Untersuchung gezogen worden, hat sich aber der Verantwortung durch Entfernung entzogen. Derselbe wird deshalb zu seiner Vernehmung auf den 14. August 1848, Vormit⸗ tags um 9 Uhr, in unserem Geschäftslokal hierselbst, unter der Warnung hiermit öffentlich vorgeladen, daß bei seinem Ausbleiben mit der Untersuchung und Be⸗ weis⸗Aufnahme in contumaciam verfahren werden, er
V
seiner etwanigen Einwendungen gegen Zeugen und Do⸗ kumente, wie auch aller sich nicht etwa von selbst erge⸗ benden Vertheidigungsgründe, verlustig gehen, demnächst nach Ausmittelung des angeschuldigten Verbrechens auf die gesetzliche Strafe erkannt und das Urtel in sein zu⸗ rückgelassenes Vermögen und sonst, so viel es geschehen kann, sofort, an seiner Person aber, sobald man seiner habhaft wird, vollstreckt werden soll. Fraustadt, den 9. April 1848. Königl. Glogauer Inquisitoriat.
vvl
der Thüringischen Eisenbahn⸗Gesellschaft pro 15. April bis 15. Oktober 1848.
Züge.
I- in der Nichiung von Halle nach Eisenach. [ II. in der Richtung von Eisenach nach Hallc.
Personenzug Ankunft in Eisenach.7 »„ „
ab von Weimar 5 ½ Uhr Morgens 75¾
äab von Ersurt......
1 4 ¼ Uhr Morgens 4. Ankunft in Halle .... 8 ¼ » „
ab von Halle
II. Personenzug Ankunft in Eisenach..
7½ Uhr Morgens Mittags
ab von Eisenach. 5 ¼ Uhr Morgens Ankunft in Halle 1 „
ab von Halle. —
III. Güterzug Ankunft in Eisenach .. 3 ½ »
Uhr Morgens Nachmittags
ab von Eisenach. 11 Uhr Morgens Ankunft in Halle Nachmittags
IV. Personenzug öäöqFö1
Ankunft in Eisenach .. 7 ¼ »
Nachmittags Abends
ab von Eisenach ör Nachmittags Ankunft in Halle Abends
ab von Halle
Personenz g Ankunft in Erfurt.. 2
Uhr Abends
TITWI1I1 ab von Eisenach. 6. Uhr Abends Ankunft in Weimar 8¼ » „
Die speziellen Fahrpläne sind auf den verschiedenen Stationen der Bahn ausgehängt und sind daselbst zu haben. chen Eisenbahn⸗Gesellschaft.
Die Direction der Thüringis
Eisenbahn⸗Fahrpläne vom 15. April c. ab.
Von Berlin nach Cöthen (Halle, Leipzig) H2 . 8 u. früh, 1 U. Mitt., 3 U. Nachm. G 5 ¼ U. Nachm. bis Wittenberg. 1 4 5 U. früh von Wittenberg.
4 Von Berlin nach Magdeburg 5 ½ u. früh, 9 u. Vm., 5 U. Ab., 10 U. Ab. 6U. früh, 12 U. Mitt., 4 U. Nchm., 6 U. Ab. nach Potsdam:
5 ½, 9, 10, 12, 2, 3 ⅞, 5, 7 und 10 Uhr.
Die Differenz der mittleren Zeit gegen die Berliner beträgt:
üi 8 Fsheeshh
84
Von Cöthen nach Berlin 8 ½ U. früh, 1¼ Uu. Nchm., 3 U. Nchm. 7 ½ u. Abends bis Wittenberg. 5 ½ U. früh von Wittenberg. Von Magdeburg nach Berlin
von Potsdam: 7 ½, 10, 12, 2, 3 ½⅝, 5, 7, 8 ½ und 10 Uhr.
in Cöthen 6 Minuten, in Magdeburg 7 Minuten nach
8.
Berlin⸗Potsdam⸗Magdeburger [274 U] Eisenbahn.
Mit dem 15. Aprile. wird unser Sommer⸗ Fahrplan in Kraft tre⸗ ten, wonach die Züge von Berlin nach 2 Magdeburg um: 5 ½ Uhr Morgens, 9 Uhr Vormittags, 5 Uhr Nach⸗ — mittags, 10 Uhr Abends, gdeburg nach Berlin um: 12 uhr Mittags, 4 ⅞ Uhr Nachmittags, 6 Uhr Abends, b
6 Uhr Morgens,
—
von Berlin nach Potsdam um: 5 ½, 9, 10 und 12 Uhr Vormittags, 2, 3 ½, 6 10 Uhr Nachmittags und Abends, von Potsdam nach Berlin um: 7 ½, 10 und 12 Uhr Vormittags, 2, 3 ½, 5, 7, 8 ½ 10 Uhr Nachmittags und Abends abgehen werden.
Bis zum bewirkten Anschlusse unserer Bahn an die Magdeburg⸗Leipziger und Magdeburg⸗Halberstädter im Magdeburg⸗Leipziger Bahnhofe werden die auf 6 Uhr Morgens und 6 Ühr Abends angesetzten Züge von der Friedrichsstadt eine Viertelstunde später abgehen.
Potsdam, den 12. April 1848. 8
EEEIIEEE.4“
iederschlesisch⸗N Eisenbahn.
Bekanntmachung. Die in den §§. 33. 49. 78. und 85. des Betriebs⸗ Reglements vom 17. Juli 1846 für Passagiergepäck,
Güter, Vieh und Equipagen übernommene Garantie können wir in Gemäßheit der von uns wegen der Rück⸗ versicherung geschlossenen Verträge sortan nur mit der Einschränkung übernehmen, daß wir für diejenigen Schä⸗ den keine Garantie leisten, welche durch bewaffnete Macht, durch Kriegs⸗Ereignisse oder durch unrechtmäßige Ge⸗ walt bei bürgerlichen Unruhen entstehen. Die hierauf sich ergebende Modification der oben allegirten Bestim⸗ mungen des Betriebs⸗Reglements bringen wir hierdurch zur öffentlichen Kenntniß. 8 Berlin, den 5. April 1848. H1ö1n der Niederschlesisch⸗Märkischen Eisenbahn⸗Gesellschaft.
p. — 88 4 1 8 aon Literarische Anzeigen. Bei E. Anton in Halle ist erschienen und zu haben
bei E. S 38 Mittler in Berlin (Stechbahn Nr. 3) und Posen:
Pfaff, Dr. C., C nach seiner Entstehung und Bedeutung.
geh. Preis 15 Sgr.
Geschichte des Pfalzgrafen⸗Amtes gr. 8.
Von der als klassisch bekannten (bei Schropp Co. vorräthigen)
Reymannschen topographischen Spezial⸗Karte von Deutschland
272 b] 1 35 9 Bteern, 2 im Maßstabe von 1/200,000 der natürlichen Größe, werden in circa 14 Tagen nachstehende neue Blätter ausgegeben: Sect. 219. Heidelberg. — 220. Rothen⸗ burg. — 221. Ansbach. — 222. Amberg. — 29. Cör⸗ lin. — 31. Rittel. — 47. Kulm. — 18. Elbing. — 6. Hela. — Chorzellen. — Ostrolenka. — 62. Schneide⸗ mühl. — 9. Nendsburg. — Rastenburg. — 48. Grau⸗ denz. — 32. Marienwerder. — 49. Soldau. — 33. Osterode. — Allenburg. — Ortelsburg. — 80. Brzesz. — Goldapp. — 203. Neustadt. — 64. Thorn. — 162. Gießen. — Ferner sind von Sect. 61. 74. 91. 92. 110. neue Bearbeitungen erschienen. In Arbeit sind die noch fehlenden Blätter Ost⸗ und Westpreußens, Polens und Frankreichs. Die Offiziere aller deutschen Länder machen wir auf diese rühmlichst bekannte Militairkarte aufmerk⸗ sam. Netze dieser Karte (von welcher ganz Nord⸗ deutschland fertig ist) sind in allen Landkarten⸗ und Buchhandlungen Deutschlands gratis zu haben und werden Bestellungen von denselben angenommen; ein⸗ rkosten 15 Sgr. g. Flemming.
919 zur
Allgemeinen Preußischen Zeitung.
nland. Berlin. Protokolle der Landtags⸗Verhandlungen über die Wahlen für die deutsche National⸗Repräsentation. — Provinz Sach⸗ sen. Bekanntmachung des Ober⸗Präsidenten.
Deutsche Bundesstaaten. Königreich Bayern. München. Oeffentlichkeit der Sitzungen der Reichsräthe. — Gesetz über Verantwort⸗ lichkeit der Minister. — Musterung der Landwehr. — Adresse der Künst ler an König Ludwig. — Königreich Hannover. Gesetz⸗Abänderun⸗ gen. — Freie Stadt Frankfurt. Bericht über die Verhandlungen der XVII.
Oesterreichische Monarchie. Wien. Kabinetsschreiben an den Mi⸗ nister des Innern. — Preßburg. Ankunft des Kaisers und der Kaise⸗ rin. — Comité's für die Verbesserung des Unterrichts. — Triest. Die Stimmung daselbst. — Venedig. Mailand und Venedig.
Rußland und Polen. St. Et Die Cholera. rankreich. Paris. Ruhestörungen. — Verhaftungen. — Zuchtpoli⸗ zeiliche Erkenntnisse. 2
Italien. Genua. Rüstungen. — Eine französische Flotte erwartet. — EV ““
EEEE1114A““
Verhandelt auf dem Königlichen Schlosse zu Berlin am 6. April 1848.
Nachdem an den Landtags⸗Marschall des Königreichs Preußen, Herrn Ober⸗Burggrafen von Brünneck Excellenz, die Aufgabe ge⸗ langt war, die Wahl der dem Gesetze vom 3. April d. J. zusolge für die Provinz Preußen zu erwählenden 23 National⸗Vertreter, so wie de⸗ ren Stellvertreter, bei der deutschen National⸗ Versammlung zu ver⸗ anlassen, hatte derselbe zu diesem Zwecke die Abgeordneten der Pro⸗ vinz zu einer Sitzung für den heutigen Tag, Morgens 9 Uhr, auf⸗ gefordert, zu welcher sich auch sämmtliche nach dem Verzeichnisse hier anwesende Herren eingefunden hatten. Zur Erleichterung und Ver⸗ einfachung des Wahlgeschäftes hatte der Herr Marschall bereits am gestrigen Tage unter seinem Vorsitze eine Abtheilung gebildet, welche die von 34 Abgeordneten eingereichten Wahlzettel zusammenstellte und auf Grund derselben eine Kandidaten⸗Liste bildete, welche durch die heute noch eingereichten Wahlzettel vervollständigt wurde.
Hierbei erklärten die Abgeordneten von Donimierski, von Kos⸗ sowski, von Kalkstein und von Rautenberg, an den Wahlen keinen Theil nehmen zu wollen, und sprach der Erstgenannte den Wunsch aus: seine zu diesem Zwecke besonders formulirte Erklärung ins Pro tokoll aufzunehmen.
(Diese Erklärung der vier Abgeordneten lautet: Nach den be⸗ stehenden Gesetzen vom 5. Junt 1823 und 3. Februar 1847 nur be⸗ rechtigt, über innere Angelegenheiten den Beirath zu ertheilen, über⸗ haupt nur Vertreter und Wahrer ständischer Rechte, hielten sie sich nicht für kompetent, an den Wahlen Theil zu nehmen, vielmehr müßte nach ihrer Ueberzeugung diese für alle Bewohner der Provinz gleich wichtige Handlung nur von den wirklichen Volks⸗Vertretern ausgehen, die in kurzem zusammentreten werden.)
Die vervollständigte Kandidaten⸗Liste wurde nunmehr laut ver⸗ lesen, um jedem Mitgliede Gelegenheit zu geben, seine nun zu ferti⸗ genden näheren Vorschläge machen zu können, nachdem in Betreff der Kandidaten, welche nicht anwesend sind, von den Herren Ab⸗ geordneten, welche dieselben genau kennen, näherer Aufschluß gege⸗ ben war.
Die Herren Abgeordneten Schönlein und Panzer waren ersucht,
die von den Anwesenden gefertigten Wahlzettel zu sammeln, und wurden von diesen vierundachtzig zur Eröffnung gebracht, so daß biernach die Zahl der absoluten Majorität, welche die Versammlung für entscheidend gehalten wissen will, sich auf dreiundvierzig heraus⸗ stellt. Die Herren von Arnim, Röpell und von Platen unterzogen sich dem Geschäfte der definitiven Aufstellung der Wahl⸗Liste, wurden hierbei aber sehr bald, größerer Beförderung wegen, noch von eini⸗ gen Mitgliedern unterstützt und überreichten dann die vollständige Wahl⸗Liste. 1
Die Versammlung erklärte hierbei einstimmig, daß sie jedenfalls den jetzigen Minister des Innern, Herrn von Auerswald Excellenz, zum Vertreter beim deutschen Parlamente gewählt haben würde, wenn nicht die Rücksicht auf seine jetzige Unentbehrlichkeit in seinem hohen Amte dies verboten hätte.
Nach Inhalt der Wahl⸗Liste waren mit absoluter Majorität so⸗ gleich als National⸗Vertreter gewählt:
1) Der Herr Kommerzien⸗Rath Abegg in Danzig, Abg., mit 3 69 Stimmen, 2) Oberst von Auerswald⸗Faulen... 63 3) Ober⸗Präsident von Auerswald in Königsberg. 5 4) Landtags⸗Marschall von Brünneck⸗ Excellenz 6 Brämer⸗Ernst⸗ General von Below 7 Landrath von Bardeleben 53 Landschafts⸗Dir. Graf zu Dohna⸗ Wesselshöfen 82 72 Major Fischer, jetzt in Münster .. 76 Dr. Grübenau in Danzug 59 Stadtrath Goullon in Königsberg 50 Kommerzien⸗Rath Höne in Danzig 47 Professor Dr. Rosenkranz in Kö nigsberg ,7.2.76 Burgermeister Sperling in Königs⸗ Landschafts⸗Rath v. Strachowsky⸗ Gtbtt...... . Staats⸗Minister v. Schön Excellenz 48 Rittmeister a. D. von Saucken⸗ Tarputschhennn . 65 General⸗Landschafts⸗Rath von Saucken⸗Julienfelde.. 1.60 ¹
Um die Erwählung der noch fehlenden fünf Vertreter herbeizu⸗
führen, beschloß die Versammlung, daß diejenigen Kandidaten, welche
52
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67
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E“ mmen
nun zunächst die meisten Stimmen erhalten, genannt und dann über diese, je nachdem ihre Stimmenzahl war, der Reihe nach durch Auf⸗ stehen und Sitzenbleiben abgestimmt werden solle. Hiernach wurden auf diesem Wege mit sehr großer Majorität gewählt: 19) Der Herr Ober⸗Bürgermeister Philipps in Elbing, 20) » „ Landrath von Platen⸗Tillau, 21) » „ Dr. Kosch in Königsberg, Sa. 22) » „ Tribunals⸗Rath Ulrich in Königsb -82 „ Kriminal⸗Direktor von Neitschütz in Königsberg. Behufs Erwählung von 23 Stellvertretern wurde nun wiederum die Wahl⸗Liste verlesen, und bestimmte auch hier die Versammlung, daß durch Aufstehen und Sitzenbleiben abgestimmt, eine genaue Zäh⸗ lung aber jedesmal vorgenommen werden solle, damit je nach der höheren Stimmenzahl die Reihenfolge bestimmt werde, in welcher die Herren Stellvertreter einzutreten haben. Nach dieser Feststellung erfolgte die Wahl, Stellvertretern erwählt: -1) Herr Justiz⸗Kommissarius Tamnau in Königsberg mit 74 Stimmen, 2) Stadtrath Jebens in Danzig mit..... 73 Kreis⸗Richter Röpell in Konitz mit 72 „ Landschafts⸗Direktor von Hoverbeck⸗ Nickelsdorf mit.. ... 1 7 Stadtgerichts⸗Direktor Temme in Tilse Gutsbesitzer Riebold⸗Kanitzken mit Tribunals⸗Rath Simson in Königsberg “; Landschaf men mI. 6- 66 Justizrath Groddeck in Danzig mit. .66 Gymnasial⸗Direktor Lehmann in Ma⸗ rienwerder mit..... 66 Abgeordneter Weise in Thorn mit Kammergerichts⸗Assessor von Vegesack in Daͤnzig mttt . Zimmermeister Stadelmann in Barthen EE11“ 6 Landschafts⸗Rath Sacksen⸗Karschau mit 58 Ober⸗Landesgerichts⸗Rath Jarke in Königsberg mit. . , Rittergutsbesitzer von Henning⸗Plonkot Rittergutsbesitzer Hensche⸗Pogrimmen 18) Landschafts⸗Rath von Arnim⸗Koppers⸗ hagen mit... 161X“ 19) Rittergutsbesitzer von Brünneck⸗Jacobau Dr. Motherby⸗Arnsberg mit Justiz⸗Kommissarius Schwarz in In⸗ sterburg mit 48 Regierungs⸗Präsident Wallach in Kö⸗ nigsberg mit 15 Kommerzien⸗Rath Ja imnitkt
und es wurden zu
17)
20) 21) 22) 23) 46 „
. .„„„
Hiernach war der Wahlakt beendigt, welchem der Abgeordnete
Heinrich, der mit ansehnlicher Stimmenzahl auf der Kandidaten⸗Liste gestanden, durch seine bestimmte Ablehnung sich entzogen hatte. Nach erfolgter Vorlesung des Protokolls wurde dasselbe nach einigen nicht wesentlichen Bemerkungen, die sogleich ihre Erledigung fanden, von der Versammlung genehmigt, jedoch gestattet, daß ein vom Abgeordneten Sperling erhobener Protest wegen der beim Wahl⸗ Akte nicht übereinstimmenden Wahlform zum Protokoll genommen werde, welchem Proteste sich auch die Herren Heinrich und Dulk an⸗ schließen. Hiterauf erfolgte die Unterzeichnung dieser Verhandlung.
von Brünneck. von Donimierski. Raddatz. von Kalkstein. Schön. Wehr. Sperling. Weese. Siegfried. von Arnim. von Kall. M. Thiel. Kischke. von Meske. Röpell. Hooff. Selle. Timm. Heid. Wenghöffer. Weise. von Gordon. Henig, Minkley. Kunowski. Rie⸗ bold. Plagemann. Gröben. Schlenther. Pan⸗ nenberg. Graf zu Dohna⸗Wesselshöfen. von Kannewurff. A. von Saucken⸗Julienfelde. Frhr. von Saucken⸗Tarputschen. von Platen. Schickert. Stattmiller. Keum. Kunckel. Gleich. Schönlein. Bardeleben. Léöfevre. Frentzel⸗Beyme. Wächter. Wessel. Hasenwinkel. Bürger. Pultke. Grune waldt. Will. Abegg. Muhdel. Dulk. Forst⸗ reuter. Schlattel. von Zychlinski. Kunheim. Panzer. Riesen. Thiel. Greger. Reimer. Pie⸗ per. Mrongowius. Sacksen. Feldt. Heinrich. Hannemann. Schumann. Sperber. Urra. Stobbe. Jachmann. Meyhöffer. Hoverbeck. “
d. UI. 8
Gadegast. von Thiel.
§. 8 (gez.) Brämer.
— —
Anwesend:
Herr Graf Zech⸗Burkersrode, Marschall, Graf von der Asseburg⸗Meisdorf, Graf von der Schulenburg⸗Altenhausen, Landrath von Hanstein, Garke, von Byern, Landrath von Gustedt,
„ von Münchhausen,
von Bodungen, Graf von Helldorff, General⸗Feuer⸗Sozietäts⸗Direktor von Helldorff Landrath, Geheimer Rath von Leipziger, von Stammer, 8 Graf von der Asseburg, von Minnigerode, 8 Landrath Freiherr von Friesen, Neubauer, HlchH Forstrath von Wedell, von Schönberg, von Bodenhausen,
21) 22 23) 24) 26) 26) 27) 28) 29) 30) 38 32) 33) 34) 35) 36) 92 38) 39) 40) 41) 42) 43) 44) 45) 46) 47) 48) 49) 50) 591) 52) 53) 54) 55) 56) 57) 58) 59) 60) 61) 62) 63)
Herr Graf von Gneisenau,
„ Graf von Schulenburg⸗Emden,
„ Landrath von Pfannenberg,
„ ZIustiz⸗Kommissar Heyer, von Bismark, Landrath von Helldorff, Geheimer Rath Bertram, Rathmann Müller, Bürgermeister Schier, Stadtrath Schwarzbach,
. Keferstein, Magistrats⸗Assessor Lindner, Fabrikant Weiß, Bürgermeister Tölle, Kau’mann Coqui, Kayser,
Bürgermeister Zeising, Schilling, Schacht, Kaufmann Giese, Bürgermeister Douglas, Kaufmann Uthemann, Bürgermeister Eckardt, Ziegeleibesitzer Schulze, Bürgermeister Kersten, Schulze Petzold, 8 Hanisch, Gule, 2 Becker, Gutsbesitzer Dorenberg, Schmidt, Zachau, Hartmann, Möwes, Lorenz, s Vatteroth, Bürgermeister Schneider, „ Gier, Schulze Giesler, Gutsbesitzer Seltmann, von Schierstädt, von Bülzingslöwen, „ Graf von der Schulenburg⸗Vitzenburg,
In Folge des Allerhöchsten Propositions⸗Dekretes d. d. Pots⸗ dam, den 3ten d. M., war der heutige Tag zur Wahl der National⸗
Vertre
Sachsen bestimmt worden.
des kers die vo
Bundes⸗Versammlung seitens der Provinz Es hatten sich unter dem Vorsitz Provinzial⸗Landtags⸗ Marschalls, Herrn Grafen Zech⸗ Bur⸗ rode,
rverzeichneten Stände der Provinz Sachsen eingefunden.
ter bei der deutschen
Nach behufigem Vortrag des Vorsitzenden war die Versammlung
dahin Da
einverstanden: ß die Wahl durch Stimmzettel nach absoluter Majorität, jedoch
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nicht nach den einzelnen Ständen, sondern von der ganzen Ver⸗
sammlung ohne Ehe
ten G
Unterschied der Stände bewirkt werden solle. zur Wahl selbst geschritten wurde, erklärten die Abgeordne⸗
jesler und Lorenz, daß sie sich zu der jetzt vorzunehmenden Wahl
nicht für kompetent hielten und sich daher dabei nicht betheiligen wür⸗ den, und außerdem übergaben die Abgeordneten Seltmann, Becker und
Vatteroth die anliegende schriftliche Erklärung,
welche die Voraus⸗
setzungen und Bedingungen, unter welchen sie die Wahl vorzunehmen —
Willen
s sind, enthält.
Bei der hierauf erfolgten Wahl, an welcher sich
erhielt 1)
Man ging hierauf zur
einundsechzig Mitglieder betheiligten,
der General⸗Feuer⸗Sozietäts⸗Direktor Kammerherr von Helldorff zu Bedra, 52 Stimmen, der Dr. Zachariä von Lingenthal zu Groß⸗Kmelen, 47 Stim⸗ men, der Professor Dunker zu Halle, 46 Stimmen, der Dr. Schwetzschke zu Halle, 44 Stimmen, der Oberst von Willisen zu Aschersleben, 44 Stimmen, “ der Staats⸗Minister Graf Alvensleben zu Errleben, 41 Stim⸗ men, der Fabrikant, Ortsschulze Bolze zu Salzmünde, men, der Professor Par zu Magdeburg, 35 Stimmen, der Ober⸗Landesgerichts⸗Justiz⸗Kommissarius, Hofrath mann I. zu Naumburg, 33 Stimmen, der Fabrikant Degenkolb zu Eilenburg, 33 Stimmen, der Graf von der Schulenburg⸗Wolffsburg, 32 Stimmen, der Land⸗ und Stadtgerichts⸗Rath Immermann zu Groß⸗ Salza, 31 Stimmen.
Bei der darauf folgenden Wahl betheiligten sich
fünfundfunfzig Mitglieder
39 Stim⸗
Telle⸗
und erhielt: der Stadtrath, Geheime Kommerzienrath Wucherer zu Halle, 31 Stimmen. hG“ Hierauf stimmten zweiundvierzig Mitglieder und erhielt: der Bürgermeister und Justitiar Schier Stimmen, und von den hierauf . vierundvierzig Wählenden der Provinzial⸗Landtags⸗Marschall, Graf 39 Stimmen, der Gutsbesitze Zachau zu Bardeleben, 33 Stimmen, so daß sämmtliche Vorstehende mit absoluter Majorität ge⸗ wählt worden sind.
Zech⸗
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Vahl einer entsprechenden Anzahl vo -
zur Wahl Stellvertretern
über und wurden von
1)
2)
sechsundvierzig stimmenden Mitgliedern der Graf von Helldorff zu Wolmirstädt, mit 37 Stimmen, b der Justiz⸗Kommissar Heyer zu Halberstadt, mit 37 Stimmen,
der Dr. Löwe zu Kalbe, mit 34 Stimmen,
der Oberst Schlüsser zu Magdeburg, mit 33 Stimmen,
der Kaufmann Zuckschwerdt zu Magdeburg, mit 33 Stimmen, der Ober⸗Landesgerichts⸗Rath Weißenborn zu Halberstadt, mit
32 Stimmen,
der Direktor Niemeier zu Halle, mit 31 Stimmen, der Justizrath Eichapfel zu Weißenfels, mit 27 Stimmen,