— 1.“
verborgen wäre. Herr Dal Borgo weigerte sich dessen, well er niche dafar einstehen könnte, daß ohne sein Vorwissen Herr — e⸗ sich bei ihm verborgen hätte. Nach einigem Hin⸗ und devrr endlich der Geschäftsträger dem General, Grafen g er.h. seine Wohnung auf das sorgfältigste zu durchsuchen. sich er ev . wurde nicht vorgefunden. Der General 88 ieß 8 en Haus und die zunächst liegenden mit zahlreichen bewaffneten 7 „ b tellen. mit seiner Begleitung aufs neue, ließ sich aber diesmal bei dem bel⸗ güschin Geschaͤstesträger, Grafen von Hamal, der einen Theil desselben Hauses bewohnt, melden und richtete an ihn dieselbe Aufforderung, die er bei dem dänischen Diplomaten durchgesetzt hatte. Graf Hamal wies das Ansuchen, das diesmal von keiner Note unterstützt war, mit Nachdruck zurück, und der General entfernte sich. Nach einigen Stun⸗ den fam er aufs neue, händigte dem belgischen Geschäftsträger eine Npote desselben Inhaltes, wie die an Herrn Dal Borgo gerichtete, ein und erklärte, er würde seinen Auftrag durchzusetzen wissen. 8 Der Graf von Hamal, der das erste Stockwerk des Hauses be⸗ ohnt, hatte den General Vistahermosa an der Treppe empfangen, öffnete nun aber die in seine Appartements führende Hauptthür, hinter der er die belgische Flagge auf dem Flur ausgebreitet hatte, und fragte den General Vistahermosa, ob er für gut fände, die bel⸗ gische Flagge mit Füßen zu treten, um in die Wohnung des Vertre⸗ ters des Königs der Belgier einzudringen. Der Geschäftsträger
Freitag den 19. Mai.
1“ “] 8 E11“ “ 11“ “ I e3 .“
E““
rathschlagung verkauft: 8* ein Ehrenwo 8 F S 8 4 2 1 ¹ — 1 1 g8 s hrenwort gab, daß Herr Salamanca nicht bei ihm verborgen ges und im ersten Balkon daselbst 1 Rthlr.; ein Billet im Parterre, A 2 iein 888 H1.“ Im Laufe de stri vi Haus 1 22*. 8 bJö 1 2 fö s gestrigen Tages sah man vor vielen Häusern Im Schauspielhause. 67ste französische Abonnements⸗Vorstellung. ten, durch Bundesmittel in so kurzer Frist einschreiten zu können. Mit Ein paar Kriegsfahrzeuge, eine Hand voll Seesoldaten dürfen es wagen, z4b Bayern. München. Verhandlungen der Abgeordneten⸗K gor — * 2 . g geordneten⸗Kammer. 3 . Vorräthe wurden auf diese Weise aufgefunden, obgleich es scheint, vaudeville comique. machen, sich des fremden See⸗Angriffs zu erwehren. Unsere Nationalehre ist angetastet, der deutsche Gewerbfleiß bedroht! 2 gesetzt war, ist eingestellt worden. pPour ce soir, ne peut avoir lieu Bewerbung um Stipendien der von Seydlitzschen Stiftung öe*“*“” . 6 b Sey Bsc- S .
„ in — . 2 aufgehört. erstenmale: Das Salz der Ehe, dramatischer Scherz in 1 Akt, von Antrag zu stellen, daß zunächst durch einen Zusammentritt von Sachver⸗ machen
Das diplomatische Corps hält so eben eine gemeinschaftliche Be⸗ Zu dieser Vorstellung werden Billets zu folgenden Preisen E““ “ 8 8 8 8 vpeel. 1u ßischen Staats-A A4. 8 8. 10. Mai. Heute erfährt man, daß der belgische Ein Billet im Parquet, zur Tribüne und in den Logen des 11““ ei age 3 um 2 reu 2 t hen a at 527 nzeig er. Sais ad. ⸗ eschäͤftsträger gestern Nachmittag dem Grafen von Vistahermosa zweiten Ranges 20 Sgr.; ein Billet in den Logen des ersten Ran⸗ ö1“ b IIb 8 2 wäre. Darauf zog despanische General sich zurück, ohne die Wod 3 15 1 nung des belgischen 2e. zu 2 b Ben. ,. hen nn 83 Hallon des dritten Ranges 15 Sgr.; ein e4“*“ deutschen Namens und die Integrität deutschen Eigenthums auch auf dem Das kleine Dänemark verhöhnt das große, im Lichte seiner Freiheit, 8 mphitheater 7 ½⅜˖ Sgr. 3 1 I“ Meere zu wahren. Seine guten Absichten scheiterten an den Schwierigkei- im Bewußtsein seiner hohen Weltsendung doppelt mächtige Deutschland! Soldaten — 9* 3 . 8 8 82 8 8 8 8 1 „ g 1 „ V .₰ 4 E EEI1 1 b cher ö während andere die Häuser und selbst die Dä⸗ Jean, ou; les fruits de l'éducation, vaudeville en 3 parties, par Deutschland. wahrer Freude hat derselbe daher vernommen, daß in den Küstenstaaten deutsche Ströme zu sperren, unsere blühende Handelsmarine dem schmäh⸗ . Einige der geflüchteten Rebellen und Waffen⸗ M. Théaulon. La Carotte d'or, ou: le marchand de tabac, 1 1 Volk und Regierungen wetteifern, um Mittel und Wege ausfindig zu lichen, bereits gewagten Seeraub preiszugeben! daß die M 48 — Frankfurt. Frankfurt. Schreiben und Proclamation des Funsziger⸗ 1 2 t 1 aß die Mehrzahl aus der Stadt entkommen ist. 1 Pour cause d'indisposition de M. Villars la première re- Ausschusses. — Verhandlungen desselben. Da es aber unerläßlich erscheint, diesen ehrenhaften Bestrebungen zur Kann, darf ein großes, edles Volk Solches ertragen? ee Die Verlegung des Hofes nach Aranjuez, die auf den Sten fest⸗ présentation de: Mademoiselle Rose, qui avait 6té annoncée Abwehr des gegenwärtigen Nothstandes und zur Begründung künftiger In den Nord⸗ und Ostseestaaten antworteten unsere wackeren Brüder Sämmtliche progressistische Blätter haben in Folge der gegen Sonnabend, 20). Mai. Im S 1b Richtung zu geben, glaubt der Funfziger⸗Ausschuß seinem Berufe und der Sie ringen, Deutschland seetüchtig zu machen. Heiliger Eifer begei⸗ gressestisch 4 b. b ge 20. 8 m Sche elhause. 80ste Abonne⸗ 3 8 v FPer 9 3 S in E sie von dem General⸗Capitain verhängten Drohung zu erscheinen ments⸗Vorstellung: Der H. Lchgusgie haust, ö“ ihm auferlegten Pflicht zu entsprechen, wenn er sich hierdurch erlaubt, den stert die Wackeren. Sie scheuen kein Opfer, der Schmach ein Ende zu Hestern 2 b ; 1b 6 ee ecs 8. er Sa. Att, “ ständigen aus den Küstenstaaten SüS4 Brüder! Ganz Deutschland, das ganze Deutschland muß im gleichen Gestern Abend soll die Regierung auf den Ausbruch eines C. A. Görner. Und, zum erstenmale: Geistige Liebe, Lustspiel in 3 “ 1) eine Verständigung über die für den Augenblick zu ergreifenden BGeiste wirken.
Theater-Notizen.
9 Aufß. 2 . M-rh., 4 3
neuen Aafsbanben gefaßt gewesen sein. Während der Nacht zogen Abth., von Dr. Fr. Lederer. 8 SWW“ ganze Batasllone mit Artillerie durch die Straßen, und auch heute 8 mlmevrbmmgs⸗küäbses Ne 8 2) ein Gutachten von denselben entworfen werde über den am zweck⸗ Pens v auf hundert Schritte und mit allen Kriegs⸗ Königsstädtisches Theater. 8 EEEE11u“A“ E“ * e. 8 heißt, . 8 ““ Freitag, 19. Mai. Eulenspiegel, oder: Schabernack über Scha⸗ eisgieswes 85 Gutachten würde alsboa er hohen Bundes⸗Versammlung 8. Hände spanischen Behörden gefanen. 9 Gibraltar in 9. Se e mit Gesang in 4 Akten, von J. Nestroy. Da bei dem ersten dieser Gegenstände Gefahr im Verzuge liegt, wird — . Musik von A. Müller. eine solche Zusammenkunst so bald als irgend möglich stattfinden müssen. Sonnabend, 20. Mai. ßic
Gemeinsames Handeln thut noth, nur die gemeinsame Krast kann hel⸗
fen für die Gegenwart, kann helfen für die Zukunft.
Es gilt, eine deutsche Kriegsmarine zu gründen. Der Funfziger⸗Aus⸗
schuß wendet sich an das deutsche Volk, damit es unverweilt das große
erk fördern helfe. 8 Sachverständige aus allen deutschen Küstenstaaten werden am 31. Mai
in Hamburg darüber tagen.
1“ 8
Uichtamtlicher Theil.
Marie Anne, oder: Ein Weib aus “ v1“
hatte seine Uniform angelegt, und seine bewaffneten Diener standen
ihm zur Seite. Der General, Graf von Vistahermosa, zog sich da-
auf unverrichteter Dinge zurück. Noch in diesem Augenblick befindet sich eine zahlreiche Schaar von Sbirren an der Thür des Gesandt⸗ schafts⸗Hotels und in der Umgegenrdrd.
Freitag, 19.
Rossini.
Mai.
Taglioni.
Königliche Schauspiele.
8 Im Opernhause. Abonnement: Tell, große romantische Oper in 3 Abth. ni. Ballets von P. als Gastrolle.) Anfang 6 Uhr.
Mit
aufgehobenem Musik von (Herr Pecz: Arnold Melchthal,
dem Volke. Schauspiel in 5 Akten, von Börnstein. Sonntag, 21. Mai. (Neu einstudirt.) Der Posse mit Gesang in 3 Akten, von J. Nestroy.
1ö“ 1““ — .
Unbedeutende.
Rörse
Kerlinern
vom 18.
Eisenbahn- Actien.
Brief. Geld.
144¼ 142
Amsterdam do. 821111
Stamm-Aceltien.
2 Mt. 142
Kapital.
Hamburg 300 Mk. 300 Mk. 1
Kurz — 149 ⅔ 2 Mt. — 148 1
Die mit 3 ⅓
Der Reinertrag wird nach erfolgter Bekanntm. in der dazu bestimmten Rubrik ausgefüll! 3 ⅞ pCt. bez. Actien sind v. Staat gar
Börsen-Zins-
Rechnung.
8.
Tages-Cours.
Rein-Ertra 1842.
Prioritäts-Actien. Kapital
Tages-Cours.
Zinssuss.
Sämmtliche Prioritäts-Actien werden durch jährliche Verloosung a 100 pCt. amortis
3 Mt. 6 26 ½ 6 25 ½ 2 Mt. X“ 2 Mt. — 2 Mt. — 2 mnt 99 ½ h 8 Tage — 100 Tblc. (2 S 7 100 PFl. 2 Mt — 100 SRbi 3 wochen —
Pfandbries=c, Kommunal-Papiere und Geld Course.
Geld. Gem. 5* Brief.
Kur- u. Nm. Pfdbr. 3 ½
300 PFr. 150 PFl. 150 PFl. 100 Thlr.
Berl. Anhalt Lit. A. B. do. Hamburg V do. Stettin-Starg..
Augsburg
Breslau. do. Potsd.-Magd...
Magd.-Halberstadt .. do. Leipziger Halle-Thüringer Coln Mindem. . . .. . .. G9o9ox eene eeeeeb“ Düsseld. Elberfeld .. Steele - Vohwinkel. .. Niederschl. Märkisch. do. Zweigbahn Oberschl. Lit .. do. IIIZ Cosel- Oderberg. Breslau-Freiburg ... Krakau-Oberschl....
Leipzig in Courant im 14 Thlr. Fuss..
Frankfurt a. M Petersburg
Iländische Fonds 3
südd. W
Zt. Brief.
St. Schuld-Seh. 3 ½ 69
Seeh. Präm. Sch. — 78]2 Schlessche do. 3 88 —
K. u. Nm. Schuldv. 3 ½ do. Lt. B. gar. 40. 3 * —
Berl. Stadt-Obl. 3† Pr. Bk-Anth.-Sch. — 64 ½ 2
Geld. 87½
Gem.
Westpr. Pfandbr. 3
Groszh. Posen do. 4 do. do. 3 ½
Ostpr. Pfandbr. 3
Pomm. do. 3 ⅔
Friedrichsd'or. And. Goldm. à 5th. Quitlungs - Bogen. Disconto. 2 1 Berl. Anhalt. Lit. B. Stargard-Posen Berg. -Märk. Brieg-Neisse Magdeb.-Wittenb. ... Aachen-Mastricht ... Thür. Verbind.-Bahn
13 ¾
1 2
3 ½ e 2
Ausländische Fonds.
Russ Hamb. Cert Poln neue Pfdbr.
do. beilIope3 4.S. do. Part 500 Fl. do. do. 1. Anl. do. do. 300 FI do. Stiegl. 2. 4. A. 4 IIamb. Feuer-Cas. 3 98 do, do. 5. A. 4 do. Staats-Pr. Anl. Ausl. Quittungsbog. do. v. Rthsch. Lst. 5 1 — 84 Holl. 2 ½ Int. 2 ½ Ludw.-Bexbach 24 Fl. do. Poln. Schatz 0. 4 Kurhb. Pr. 0. 40 th. — E 116 do. do. Cert. L. A. 5 Sardin. do. 36 Fr. — Friedr.-Wilh.-Nordb. do. do. L. B. 200 PFl. — N. Bad. do. 35 Fl. — — Pol. a. Pfdbr. a. C. 4
50 ¹. 59 ½
3,500,000 8,000,000 4,824,000 4,000,000 1,700,000 2,300,000 9,000,000 13,000,000 4,500,000 1,151,200 1,527,000 1,100,000 10,000,000 1,500,000 4 1,429,700 3 ¼ 2,400,000 3 ⅓ 1,200,000 4 1,700,000 4 1,500,000
——
—,—
——⸗E=g=S=
2,500,000 5,000,000 4,000,000 1,100,000 4,500,000 2,750,000 5,600,000
8,525,000
90 60 30 20
90 8,000,000 80 8,000,000 80
**
10 8
57 G. Z“ 8
45
b
“
21
41 2 60½ à 59 bz. u. G. 45 ⅔ bz. u. G
29 ½ 2 ½ a 29 bz.
Schluss-Course von Cöln-Minden 59 G.
75 ½ a 74 bz. Ende 75 G.
Berl.-Anhalt 1,411,800 do. Hambur . 5,000,000 do. Potsd.-Magd. .. 2,367,200 do. do. .. . 800
Magdeb.-Leipziger .. 1,788,000
Halle-Thüringer .... 4,000,000
Cöln- Minden. 3,674,500
Rhein. v. Staat gar.. 1,492,800 7 do. 1. Priorität. . 2,487,250 do. Stamm-Prior. 1,2250,000
Düsseldorf-Elberfeld. 1,000,000
Niederschl. Märkisch. 4, 175,000
do. 3,500,000 III. Serie. 2,300,000 Zweigbahmn 152,000
. do. 148,000
Oberschlesische 1,276,600
Cosel-Oderberg 250,000
Steele-Vohwinkel. .. 325,000
Breslau-Freiburg. 100,000
“ 11“
nnennhe
Reinert. 1847.
Ausl. Stamm-Act.
Dresden-Görlitz .. Leipzig-Dresden Chemnitz-Risa Sächsisch-Bayerische Kiel-Altona Sp. Amsterd.-Rotterd. Fl. Mecklenburger Thlr.
4,500,000 4 3,000,000 4 6,000,000 4 2,050,000 4 6,500,000 4 4,300,000 4
von Preussischen Bank -Antheilen 61 G6. u. 63 4 60 u. 61 bz.
G Anfangs der Börse waren die Course in Folge Gerüchten aus Paris vom 15ten d. M. Am Schlufs der Börse indefs veröffentlichte unsere Regierung eine telegraphische Depesche aus Paris vom 16ten d. M., wonach sei. Alle Notirungen stiegen hierauf wieder eben so rasch und schlossen fest, wenn auch niedriger, als vorigen Posttag.
stark im Weichen; sie sprachen von
Absetzung des Ministeriums daselbst und brachten eine neue Liste. die Ruhe wiederhergestellt und der Kommunistenstreich mifsglückt,
Auswärtige Börsen. Wien, 16. Mai. Met. 5 proz. 65 ½, 64, 64 ÿ⅛. 4 proz. 56, 58. proz. 40, 42. Anl. 34: 104, 106. 39: 68, 69. Nordb. 7118 Gloggn. 73, 75, 72, 74. Mail. 49, 50. Livorno 50, 49 ⁄, 50. Pesth 48, 47, 48. B. A. 860, 880, 890, 860. 1 Wechsel. Amsterdam 150. Frankfurt 108. Augsburg 107 ½. Hamburg 164 Br. Paris 128.
Leipzig, 17. Mai. L. D. Part. Oblig. 90 Br. Lei 8 880 Br. L. Dr. E. A. 86 Br., 84 ½ G. szchs. Bayer. 2r.BrSächs. Schles. 60 Br. Chemn. Riesa 21 G. Löb. Zittau 67 G. „Modb. Leipz. 150 Br. Berl. Anh. A. 76 G., do. B.
.Altona⸗Kiel 77 ½ G. Dess. B. A. 80 Br., 78 ½ G. Pr.
B. A. 64 Br., 63 G.
22. Jrankfurt a. M., 16. Mai. Darmst. 50 Fl. L. 58.
16 ½. Poln. 300 8. L,9 Sardin. 19. 18. Span. 3proz. 16 ½. 8
We v e2 Friedr. Wilh. Nordbahn 29½. Geld. Augeb. (100 1 (100 Fl. Crt.) k. S. 101 ½ G., 2 M. 1001 8,Se 1012 Ge, Beimen hh 2hh . e, Bersn 990 Ru. Hanburg (109 Mt. Bco.) f. E. Gb6. 8494 CO h;) 95 Eö6e 105 Br.“ London ( 1*en. Fr.) k. S. 951 Ge. (250 Lir. Austr.) †. S. 98 G. Penis 88 . . . 22 G 4 Wie * 2 8 8 8 8 GD. 0 2
Diskonto 3 G. deen (in 20c 400 F. G. M.) f. G. 110 Br.
Paris, 15. Mai. bahn 535.
Amsterdam, 15. Mai. Eini 8 holländische Rechnung wirkten nachthestigs auf ersaufe⸗Aufträge für ten, die bei einigen Geschäften in Int. im Allgemeinen 8.5 7288 ger blieben. Alle fremden Fends theilten diese ungünstige Stin 87 8e ohne daß der Handel darin besonderes Leben zeigte. Holl Innaag, 41½, *%, ¼, 40 ⅛. 3proz. neue 47 ¼, 47. 4proz. ostind. 61 ½,) . V Span. Ard. 9 ½, 3. Gr. Pidcen 91, 5⁄. Zproz. dito 23. Coupons 6 , 88 —, s. 87 ½. 4proz. Hope 63. Wechsel. aris 56. Wien 70. Frkf. 97 ½. Lon 2, 2 11. 85, k. S. 11. 95. Hamb. 34 ½. peerc. 169. 6, schäden⸗ daß schd 2 ich
öproz. 14 ½ Pap. (n. d. wEEe“
London 11, 30.
7 a 27 ¼ Rthlr. Br. Heutiger Landmarkt:
8 Weizen Lastadie 6 1I“ Paradeplatz 16“ Weizen 40 a 42
Ritüböl in loco 92½ Br. und Geld. London,
S riger Woche ca. 17,000 B. Fproz. 44. 75. öproz. 66. 50. Nord⸗
nominell. Indigo⸗Auction. letzte Post Bericht gaben,
übrigen hen oder zu zurückzukaufen.
eire
Madrid, 10. Mai.
Ferdinands⸗Bank 90 G.
Roggen I Heu pr. Ctr. 10 a 16 ¼ Sgr. Stroh pr. Schock 3 Rthlr. 20 Sgr. a 4 Rthlr. Kartoffeln 15 Sgr. pr. Schffl. „Spiritus aus erster Hand zur Stelle und aus zweiter Hand ohne Fässer 24 ½˖ %, mit Fässern 25 % geboten.
13. Mai. und verminderter Begehr haben den liverpooler Markt gedrückt, und Preise amerikanischer Sorten sind ½ Pce. gewichen. Umsatz seit vo⸗ 1 Der hiesige Markt bleibt anhaltend sehr flau, bei fast gänzlich mangelnden Umsätzen, und Preise durchaus
Importeurs veranlaßt,
4176 K. wieder we 170 weggezogen K. in der Auction seloß det
Zproz. 24 ¼ E
———
Markt⸗Berichte. Stettin, 16. Mai. Roggen still, in loco 27 Rthlr. offerirt, 26½ Rthlr. wohl zu machen, 84pfd. pr. Juni/ Julim
Znsuhren. Roggen.
Gerste. “ 1 e Gerste 20 a 22
a 9 ¾ Rthlr. bez., pr. Sept. /Okt. 11 ¼ Rthlr.
Baumwoll
Die Verkaufung, über deren Anfang wir
ist unerwartet
bracht. Die unverkennbar flaue Stimmung der Käufer und das schlechte Resultat des Vorkaufs des Marke D. u. Co. haben die — entweder ihre Waare ganz wegzuzie⸗ einem Diskonto von 3 a 4 Pere. auf Februar⸗Cours
Es sind demnach von den aufgestellten 7377 K. 1486 K. zurückgekauft und nur 1715
auft. Später
as verkaufte Quantum im Ganzen auf 1800 K. a 1000 K. für Export,
7 8* 8 8
Pariser Wechsel 4. 24.
Hafer 16 a 17
baar (n. d. B. 21 ¾ G, Passive 5 ¾ Pap. (52
schwere W
Hafer. 0
2 —
26 a 28 Rthlr.
Termine ohne Geschäft.
e. Bedeutende Anfuhren
schon heute zu Ende ge⸗
ist noch Mehreres placirt
600 K. fü
sumo und 200 K. zum Wiederverkauf. Von dem neuen Bengal⸗In⸗ digo aus letzter (1847) Raccolte ist nur die Marke W S. u. Co. zum Aufruf gekommen, aber nur sehr wenig davon mit circa 4 Pece. Diskoͤnto verkauft. Die Marke J. u. RW., so wie die prachtvolle Serie D., Kishnaghur wurden ganz zurückgezogen. Wegen unerwar⸗ tet schneller Beendigung der Auction müssen wir uns vorbehalten, nächste Post ausführlichere Details vorzulegen.
Cochenille. Mittel und gute Honduras⸗ behauptet sich fest und ist mit 4 Sh. 3 Pere. a 4 Sh. 7 Pce. bezahlt, ord. suchsig klein 4 Sh. a 4 Sh. 2 Pre. In anderen Sorten seit voriger Post nichts gemacht. Gute Honduras⸗Zaccatille fehlt.
Lac Dye. B Mirzapore⸗ ist in Auction zu 1 Sh. ¼ Pece. a 1 Sh. 2 ½ Pee., B B 1 Sh. 1 Pre. a 1 Sh. 2 Pre. und 1 C zu 8 a 8 ½ Pce. begeben. Aus der Hand verlangt man für erste bei⸗ den Sorten jetzt 1 Sh. 3 Pce. — Saflor sst circa 15 Sh. ge⸗ wichen, mittel bis guter Bengal⸗ 4 Pfd. 7 Sh. 6 Pece. a 5 Pfd. 12 Sh. 6 Pce. bezahlt. — Cutch auf 20 a 21 Sh. gehalten. — Gambier 9 Sh. — Salpeter fest.
Zink. Die Woche begann mit einiger Frage zu 14 Pfd. a 14 Pfd. 10 Sh., schloß aber flauer zu 14 Pfd. 5 Sh. a 14 Pfd., wozu der Artikel heute nominell ist. Die Einfuhr im April war circa 1300 Tons. Ausklarirt wurden 280 Tons. Der Vorrath am 1sten d. wurde zu circa 2400 Tons angenommen.
Amsterdam, 15. Mai. Getraidemarkt. Weizen und Roggen an Konsumenten verkauft; von Weizen: 130pfd. weißbunt. poln. 360 Fl.; 128 pfd. alt. bunt. dito 330 Fl.; 126pfd. groning. 235 Fl.; 129pfd. norder. 250 Fl.; 132pfd. kubank. 230 Fl.; 131fd. dito 227 Fl.; 130pfd. gelder. 252 Fl.; 127pfd. bunt. poln. 318 Fl.; von Roggen: 120pfd. amer. 160 Fl.; 121 pfd. dän. 165 Fl.; 119pfd. odess. 162 Fl.; 122 pfd. dito 168 Fl. Gerste wie früher; 107pfd. saal. 158 Fl. Hafer wie früher; 89pfd. dick. 118 Fl. Buchwei⸗ zen flau und in Kleinigkeiten niedriger abgegeben; 120 //1122 pfd. holstein. 214 — 220 Fl. “ 1““
Kohlsaat verkauft: cromh. 56 ½ L.; auf 9 Faß im Sept. u. Okt. 62. Leinsaat ohne Handel. Rüböl gleich wie früher, auf Lieferung sehr angenehm; per 0 Woch. 36 ½ Fl.; effekt 35 Fl.; Sept. 34 ¾ Fl.; Okt. 35 Fl.; Nov. und Dez. 35 ¾ a . Leinöl per 6 Woch. 29 Fl.; effekt. 28 Fl. Hanföl per 6 Woch. 35 ½ Fl.; effekt. 34 ½ Fl. Rübkuchen 62 a 65 Fl. Leinkuchen 7 ½ a 9½ Fl.
——
Druck und Verlag der Deckerschen Geheimen Ober⸗Hofbuchdruckerei.
II11 ZBeeiilage
Dentschland.
Bayern. München, 14. Mai. (A. Z.) Der von dem König Otto von Griechenland abgesandte Minister Trikupis ist hier eingetroffen und hat unserem König das Beglückwünschungs⸗Schreiben seines Königlichen Herrn in feierlicher Audienz überreicht. Auch Sir Stratford Canning, welcher auf seiner Durchreise einige Tage sich hier aufhält, wurde vorgestern von Sr. Majestät empfangen und zur Königlichen Tafel geladen.
Die Verhandlung des Wahlgesetzes ist bis Montag verschoben, um den einzelnen Mitgliedern, die bei den eben so gedrängten als gehäuften Arbeiten der letzten Woche vollauf in Anspruch genommen waren, die nöthige Zeit zu lassen, den Bericht des Abgeordneten De⸗ kan Bauer über das Wahlgesetz reiflich erwägen und würdigen zu können. Herr Dekan Bauer zeigte an, daß die Summe von 327 Fl., Ergebniß der Sammlung unter den Mitgliedern der Kammer für ein dem zu früh dem Vaterland durch den Tod entrissenen Abgeordneten Pfarrer Emil Wagner zu errichtendes Denkmal, bereits an ihre Bestimmung abgegangen sei. Mit Wärme und in ehrenden Worten brachte der Redner, bei dem Dank für die Geber und Sammler dieser Summe, dem edlen Kämpfer für Freiheit und Recht einen allgemeinen Wiederhall sinden⸗ den Nachruf. In der hierauf folgenden geheimen Sitzung wurde zur Wahl der Mitglieder des ständischen Ausschusses geschritten, wel⸗ cher auch nach dem Schlusse des Landtags hier zu bleiben hat für Prüfung des Gesetzentwurfs über Abänderung der mit den jetzigen Zeitverhältnissen nicht mehr in Einklang stehenden Bestimmungen der Strafgesetze von 1813. Die Wahl fiel auf die Herren von Scheurl, von Habermann, Dümmler, von Lindenfels, Bürgermeister Kolb, Dekan Deininger, von Künsberg, Pfarrer Rammloser und Dr. Schwindl. Als Ersatzmänner wurden die Herren Zenger, Bestellmeyer und Neuffer gewählt. Zur Berathung der Gesetzentwürfe über die Initiative und die Kapital⸗ und Einkommen⸗Steuer waren die betreffenden Ausschüsse der Kammer der Abgeordneten sowohl gestern als heute versammelt, und es werden sonach auch diese Gegenstände in der Kammer noch zur Berathung kommen. Die Gesetzentwürfe über Ministerverant⸗ wortlichkeit und Bildung des Staatsgerichtshofes haben keine Aus⸗ sicht, von dem gegenwärtigen Landtage noch erledigt zu werden.
Vorgestern früh um zehn Uhr wurde in der hiesigen St. Lud⸗ wigsiuche für den im Kampf bei Schleswig gefallenen bayerischen
Infantenn⸗Lieutenant Waldmann ein feierliches Todten⸗Amt abge halten, welchem die Königl. Prinzen Luitpold und Adalbert und die Offiztercorps der Linie, Landwehr und der einzelnen Freicorps bei⸗ wohnten.
Zu Sammlungen für die deutsche Flotte hat sich hier gestern ein Verein gebildet, an dessen Ausschuß⸗Sitzung sich selbst Damen aus verschiedenen Ständen betheiligten. 6
Der Ministerial⸗Rath Hermann ist als Referent lüber das Ab⸗
lösungsgesetz zur Zeit noch hier geblieben, sein Kollege Fallmerayer dagegen vor mehreren Tagen schon von hier nach Frankfurt abgereist. Kengh der gestrigen Sitzung der Kammer der Abgeordneten wurde nachstehendes Schreiben an sämmtliche Mitglieder vertheilt: „Den Wunsch vieler Herren Abgeordneten: es möchten denselben jene bedeu⸗ tungsvollen Worte schriftlich mitgetheilt, werden, welche Se. Majestät der König Marimilian II. am 27. März l. J. bei Gelegenheit der Aufwartung der Kammer der Abgeordneten an diese richteten, hat der ergebenst Unterzeichnete Sr. Majestät dem Könige nicht vorent⸗ halten zu dürfen geglaubt, und es haben Allerhöchstdieselben diesem Wunsche allergnädigst zu willfahren geruht. Der ergebenst Unter⸗ zeichnete erkennt es als eine angenehme Pflicht, den sehr geehrten Mitgliedern der Kammer die ihm auf Allerhöchsten Befehl durch den Königl. Hofsecretair zugekommeuen Königlichen Worte mitzuthei⸗ len. München, den 13. Mai 1848. Ergebenster Kirchgeßner, I. Präsident.“
ü Dee Königlichen Worte lauten: cg habe nicht wohl mit jedem Einzelnen von Ihnen, meine Herren, sprechen können; Alle aber mö⸗ gen mit dem Gedanken von mir scheiden, daß ich das Interesse des Landes, dessen Vertreter Sie sind, für ein und dasselbe halte mit dem meinigen, — daß ich der Ueberzeugung bin, daß eine gesetzmä⸗ ßige, aber freie Bewegung demselben ein Bedürsniß ist. Jeder un⸗ ter Ihnen hat seine eigene Ansicht über das, was dem Staate frommt; in unser Aller Brust aber schlägt ein treues, bayerisches, deutsches Herz. Da unser Streben, unser Ziel nur eines ist, so werden wir uns auch über die Mittel verständigen, welche dahin führen. Die Epoche des Mißtrauens sei hinter uns, eine neue hat begonnen. Mein ernstes Bemühen ist es, das alte, so nöthige Vertrauen zwischen Kö⸗ nig und Nation wiederherzustellen; die Wahl meiner Minister sei Ihnen die erste Bürgschaft. So Gott will, wird die Basis meiner Regierung sein: Wahrheit, Ehrlichkeit, L ffenheit; so will ich regie⸗ ren, daß, wenn mich der Herr einst ruft, ich ruhig und getrost vor ihm werde erscheinen können. Den Augenblick, wo mir die Krone übertragen, warf ich mich auf die Knie und bat den Herrn, er möge mir beistehen in meinem schweren Amte, einen Funken seiner Leebe mir in die Seele senken, seines Lichtes, seiner Kraft.“
Frankfurt. Frankfurt a. M., 14. Mai. Der Funfziger⸗ Ausschuß hat nachstehende Schreiben und Proclamation in Betreff der deutschen Marine erlassen:
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1 K J. Schreiben des Funfziger Ausschusses an die Regierungen der deutschen Bundesstaaten, betreffend die deutsche 1n 3 Kriegsflotte.
Die Lage 86 Ma.. dänische Kriegsschiffe hart bedrängten deutschen Küsten an 2. c 12 Ostsee und die eingetretene Störung des deut⸗ schen Seechandels . Funfziger⸗Ausschuß wiederholt veranlaßt, sich über Maßregeln zu berathen, welche getroffen werden moͤchten, die Chre des
Der Funfziger⸗Ausschuß nimmt sich daher die Freiheit, im Falle der Bei stimmung zu seinem Vorschlage die Regierung zu ersuchen, durch einen Kommissar und durch geeignete Mitglieder der Comités, welche sich in den einzelnen Seestädten zum Behufe der Küstenvertheidigung bilden, einen Kon⸗ greß in einer Seestadt zu beschicken, um in vorgedachter Weise Berathung zu pflegen, sich zu verständigen und die Sachkunde Einzelner zum Gemein⸗ gut zu machen. Sehr zu wünschen wäre es, wenn die Kommission der Re⸗ gierungen dabei mit Vollmacht versehen würden, die Privat⸗Anstrengungen durch Staatsmittel unterstützen zu können, bis die maritime Wehrkraft Deutschlands zur Sache der Gesammtheit des Vaterlandes geworden sein wird.
Zur Vermeidung zeitraubender Berathungen über Zeit und Ort der Zusammenkunft erlaubt sich der Funfziger⸗Ausschuß, dazu wegen der Dring⸗ lichkeit der Sache schon den 31. Mai und die Stadt Hamburg als Ver⸗ sammlungsort in Vorschlag zu bringen, und hofft, daß derselbe die allge gemeine Beistimmung finden werde. Er glaubt ferner dem vaterländischen Gefühle Aller zu entsprechen, wenn er den Wunsch äußert, daß alle deutsche bewaffnete Fahrzeuge die schwarz⸗roth⸗goldene Flagge als Kriegsflagge zu der ihrigen machen. B 11ö16“
Der hohen Bundes⸗Versammlung ist von diesem Schreiben Kunde ge⸗ geben und dieselbe ersucht worden, iu Erwägung zu ziehen, den Bestrebun gen der Küstenstaaten durch Bundesmittel schleunigst zu Hülfe zu kommen.
Der Funsziger⸗Ausschuß ergreift mit Vergnügen diese Gelegenheit, die
Regierung seiner ausgezeichneten Hochachtung zu versichern. furt a. M., den 11. Mai 1848. Der Präsident des Funfziger⸗Ausschusses. 1 Soiron. Simon, Schriftführer. II.
Schreiben an die deutsche Bundes⸗Versammlung, denselben Gegenstand betreffend.
Die gewaltsame Störung deutschen Handels und deutscher Schifffahrt durch die Dänen hat den schon früher vielfach laut gewordenen Wunsch, neben dem Heerwesen auch eine deutsche Kriegsflotte erstehen zu sehen, mit neuer Kraft hervortreten lassen und in den zunächst bedrohten norddeutschen Uferstaaten viele vaterländisch gesinnte Männer zu selbstständiger Förderung dieses Wunsches veranlaßt. Der Funfziger⸗Ausschuß, von der hohen Wich⸗ tigkeit dieses Gegenstandes für Deutschlands Zukunft durchdrungen, hat demselben schon früher sein lebhaftes Interesse zugewandt und nunmehr, in der Ueberzeugung, daß die anerkennenswerthen Bestrebungen Einzelner ohne einheitliche Leitung und ohne die regste Theilnahme des ganzen deutschen Volks den gewünschten Erfolg nicht haben würden, auf den Antrag eines Mitgliedes beschlossen, die deutschen Regierungen und das deutsche Volk zu gemeinsamer Förderung des großen Zweckes aufzurufen.
Wenngleich die Bildung einer Achtung gebietenden deutschen Marine nicht auf einmal und ohne vielfache Vorbereitungen möglich erscheint, so liegt doch nach dem Erachten des Ausschusses in der Nothwendigkeit, Han⸗ del und Schifffahrt in kürzester Frist gegen Beeinträchtigung durch dänische Kriegsschiffe zu schützen, eine unabweisbare Aufforderung, sofort Hand ans Werk zu legen und unverzüglich wenigstens so viele, größtentheils kleinere
Deutsches Volk, unterstütze sie mit der That. 8 Wann hat Deutschland sein Gut gespart, so es die Ehre, die Unab⸗
hängigkeit des Vaterlandes galt?
Auch der Heller des Unvermögenden wird dankbar angenommen wer⸗
den. Reich und Arm muß gleichmäßig die Freude werden, zu Deutschlands Erhebung mitzuwirken!
Wenn das deutsche Volk will, werden bald schwarz⸗roth⸗goldene Flag⸗
gen auf deutschen Kriegsschiffen wehen, werden bald unsere Feinde uns ach⸗ ten zur See, wie auf dem festen Lande.
Voran, wackeres deutsches Volk, allüberall Deine Ehre zu wahren, all⸗
überall für die Entfaltung Deiner Machtherrlichkeit zu sorgen!
Frankfurt a. M., den 11. Mai 1848. Der Funfziger⸗Ausschuß. . Soiron. 8 Simon, Schriftführer.
Frankfurt a. M., 16. Mai. (Fr. J.) Protokoll der 33sten öffentlichen Sitzung des Funfziger⸗Ausschusses am 11. Mai, Nachmittags 4 Uhr, im Kaisersaale.
(Die Sitzung wird um 4 Uhr unter dem Vorsitze von Soiron bei Anwesenheit von 33 Mitgliedern eröffnet.)
Das Protokoll der Sitzung vom 10. Mai wird verlesen und nach Be⸗ richtigung von Wippermann und Reh angenommen.
Das Präsidium theilt folgende Eingänge mit; 1
Ein Schreiben des Bundestages vom heutigen Tage, welches in Folge der Anfrage des Funfziger⸗Ausschusses mittheilt, daß das am gestrigen Tage von Abegg mitgetheilte geheime Bundestags⸗Protokoll nebst dem Promemo⸗ ria des Großherzoglich hessischen Bundestags⸗Gesandten echt sei, dessen Mittheilung aber nur durch Mißbrauch von Vertrauen eines einzelnen Mit⸗
iedes erfolgt sein könne. M 3 Das Präsidium stellt zur Berathung, wie dieser Gegenstand behandelt erden solle. — t headen hierüber Kolb, Buhl, Jacoby, Freudentheil, Heck⸗ scher, Lehne, Stedtmann, Wippermann, Reh, Venedey, Wächter gesprochen haben, wird beschlossen: b 1) daß dieser Gegenstand getrennt von der Verhandlung über den
Abeggschen Antrag, betreffend den Bundes⸗Beschluß vom 8. Mai, verhandelt, 8 1 8 daß dieser erstgedachte Gegenstand nach erfolgtem Kommissions⸗Be⸗ richte in nächster Sitzung vor dem Abeggschen Antrag berathen, daß die Kommission nicht aus der für den Abeggschen Antrag er⸗ nannten Kommission, in Verbindung mit der früheren, das Trium⸗ virat betreffenden Kommission zusammengesetzt, vielmehr nur die ge⸗ dachte Kommission über den Abeggschen Antrag durch zwei Mitglie⸗ der verstärkt werden solle. “
Das Präsidium fährt in Mittheilung der Eingänge fort.
Ein Schreiben eines zu Karlsruhe niedergesetzten Ausschusses zum Zwecke von Geldsammlungen für Schleswig⸗Holstein von . für Beförderung an die provisorische Regierung von Schleswig⸗Holstein wird zu diesem Zwecke Herrn Schleiden übergeben.
Fahrzeuge auszurüsten, wie erforderlich sind, um die Blokade der deutschen Häfen und Ströme an der Nord⸗ und Ostsee unwirksam zu machen und den dänischen Seeräubereien ein Ziel zu setzen. Auf diese Weise wird zu gleich ein Stamm für die künftige deutsche Flotte gewonnen, deren rasche Vermehrung vom ganzen Volk um so kräftiger gefördert werden wird, wenn die schwarz⸗roth⸗goldene Flagge bei ihrem ersten Erscheinen auf der See zum Sieg vorangeleuchtet, Handel und Verkehr die frühere freie Bewegung wieder errungen hat. 8 1
Um nun diesen doppelten Zweck zu erreichen, ist es dem Ausschuß als das geeignetste Mittel erschienen, zum Zusammentritt sachkundiger Männer aufzufordern, welchen Regierungen und Volk gleichmäßig Vertrauen schen⸗ ken, und deren Aufgabe es sein würde, sich über die für den Augenblick zu ergreifenden Maßregeln zu verständigen und sodann ein Gutachten über den am zweckmäßigsten einzuschlagenden Weg zur Begründung einer deutschen Kriegsmarine auszuarbeiten und an die hohe Bundes⸗Versammlung ein⸗ usenden.
1 Mittelst des abschriftlich anliegenden Schreibens hat der Ausschuß die betreffenden hohen Regierungen aufgefordert, die in dieser Beziehung erfor⸗ derlichen Einleitungen zu treffen, und den 3lsten dieses Monats und die Stadt Hamburg als Zeit und Ort der Zusammenkunft in Vorschlag ge⸗ bracht.
Indem der Ausschuß nicht verfehlt, Einer hohen Bundes⸗Versammlung von diesem Beschlusse Kunde zu geben, und sich zugleich beehrt, eine Ab⸗ schrift des an das deutsche Volk erlassenen Aufrufs anzuschließen, glaubt er sich der Hoffnung hingeben zu dürfen, daß Hochdieselbe mit den hierin ausgesprochenen Ansichten und dem eingeschlagenen Wege einverstanden sein und auch Ihrerseits den großen Zweck, das gemeinsame deutsche Va⸗ lerland auch zur See wehrhaft zu machen, bereitwillig fördern werde. Der Ausschuß gestattet sich, dabei noch besonders darauf aufmerksam zu machen, daß es bei der Dringlichkeit schleuniger Abwehr der dä⸗ nischen Eingriffe in die deutschen Verkehrs⸗Verhältnisse im hohen Grade wünschenswerth sein würde, wenn die hohe Bundes⸗Versammlung dem beabsichtigten Kongreß seekundiger Männer einen Kredit von etwa einer halben Million Reichsthaler zu eröffnen geneigen möchte, um sofort die nö⸗ ihigsten Vorbereitungen treffen zu können. Er findet in der dankenswerthen Kraft, mit welcher der hohe Bundestag die schleswig⸗holneinische Sache für eine allgemeine deutsche erklärt und für die Säuberung deutschen Gebiets von den dänischen Truppen Sorge getragen hat, eine sichere Gewähr dafür, daß Hochderselbe nicht säumen werde, durch Bewilligung der erforderlichen Geldmittel die von dem Feinde zur See drohenden Gefahren eben so kräf tig und schleunig zurückzuweisen. 1 hö“
Mit diesen Bemerkungen verstellt der Ausschuß diese wichtige Angele genheit zur Erwägung der hohen Bundes⸗Versammlung und erbittet sich üͤber den gefaßten Beschluß eine bald gefällige Mittheilung.
Frankfurt a. M., den 11. Mai 1848.
Der Funßziger⸗Ausschuß. Soiron.
111“ An das deutsche Volk.
Brüder! Deutsche Kriegsflotten wiegten einst ihre Masten auf allen Meeren, schrieben fremden Königen Gesetze vor, verfügten selbst über die Kronen der Feinde deutscher Macht und Herrlichkeit.
Jetzt sind wir wehrlos auf der weltenverbindenden See, jetzt sind wir wehrlos selbst auf unseren heimatlichen Strömen!
Simon, Schriftführer.
Ihr wißt es, was mit gerechtem, heiligem Zorn jedes deutsche Herz 11444“ “ eS . e . 88 n e rmtrr n g
Schleiden’s Aufforderung, den Dank der Versammlung diesem Ver⸗ eine auszusprechen, wird einstimmig angenommen.
Sickau aus Lübeck zeigt die Wahlen der Republik Lübeck zur konsti⸗ tuirenden deutschen National-Versammlung an, den Ober⸗Appellations⸗ gerichts⸗Rath Wiederhold als Abgeordneten, den Professor Decke als Ersatzmann. (Zur Nachricht.)
Ein Protest des Stadt⸗Vorstandes von Birkenfeld vom 7. Mai gegen den Ausschluß des Fürstenthums Birkenfeld von den Wahlen zur deutschen konstituirenden Versammlung. (Geht an das Parlament.)
Die Kutscher Herlett und Schott in Koblenz beantragen, der Funf⸗ ziger⸗Ausschuß solle den Gasthofsbesitzern von Koblenz die Ausübung der Hauderei untersagen.
Stedtmann spricht sich über die Cumulation verschiedener Gewerbe aus und beantragt, dies Schreiben an die Kommission für das Wohl der Arbeiter zu verweisen.
Rüder erklärt dagegen, daß diese Kommission die Frage bereits all⸗ gemein berücksichtigt habe, und beantragt, das Schreiben zu den Akten zu legen.
8 Stedtmann erklärt sich hiermit einverstanden.
Der Baron Wiesenfeld in Lemberg macht verschiedene Vorschläge, durch eine andere Länder⸗Vertheilung einzelner Staaten Europa'’s und Asien's der übergroßen Bevölkerung Abzug zu verschaffen. (Geht an die konstituirende Versammlung.) Die Bundes⸗Versammlung theilt aus ihrem Protokolle der 49sten Sitzung einen Auszug mit, nach welchem die Großherzoglich lurem⸗ burgische Gesandtschaft anzeigt, daß der limburgische Abgeordnete rechtzeitg in der konstituirenden Versammlung erscheinen werde. (Zur Nachricht.)
Justizrath Hermanni zu Soest übersendet eine Druckschrift; Vor⸗ schläge zur Organisirung Deutschlands. (Wird aufgelegt.) Die Bundes⸗ Versammlung theilt einen Auszug ihres Protokolls der 45sten Sitzung vom 2. Mai mit, betreffend die Motive des Beschlusses, durch welchen der Durch⸗ zug der Polen durch Deutschland und deren Unterstützung auf die dem ei⸗ genen Staate angehörenden Polen beschränkt werden.
Nachdem über diese Angelegenheit Venedey, Reh, Abegg, Blum, Biedermann gesprochen, wird der Antrag auf Tagesordnung verworfen und beschlossen, dieselbe an die Kommission für auswärtige Angelegenheiten zu übergeben.
Stedtmann trägt die Ansicht der Kommission für Vorbereitung der konstituirenden Versammlung in Beziehung auf den Antrag von Freuden⸗ theil, diese Versammlung mit einer kirchlichen Handlung hierselbst zu eröff⸗ nen, dahin vor: daß der betreffende Eröffnungstag in allen Gemeinden Deutschlands durch einen Gottesdienst gefeiert werden soll. Freudentheil zieht seinen Antrag unter diesen Umständen zurück. Der Antrag der Kom⸗ mission wird einstimmig angenommen, worauf zur Tagesordnung überge⸗ gangen wird. —
Heckscher erstattet Namens der Kommission über die Marine⸗Verhält⸗ nisse Bericht. Zum Zweck der Errichtung einer deutschen Kriegsflotte bean⸗ tragt die Kommission:
1) ein Schreiben an die seegränzenden deutschen Regierungen, in wel⸗ chem diesen ein Kongreß zum 31. Mai in Hebaeh vorgeschlagen wird zur Verständigung über die momentan nöthigen Maßregeln und Entwersung eines Gutachtens zur Begründung einer deutschen Kriegs⸗Marine; bbb
2) ein Schreiben an den Bundestag, welches letzterem das e. mittheilt, weitere Vorschläge macht ind, den, Bundefstas anssmen; 1 Kongreß einen Kredit von einer halben Million Thaler zu⸗ „
889) eine Proclamation an das deutsche Volk, welche dieses zur Thätig
keit für die Kriegs⸗Marine auffordert. Se I Heckscher sügt den Antrag bei, daß eine Wrrbu. eheshen ernann