Unterthanen zu vermö⸗
ihre Tapfer⸗
id seine sicilianischen Zwistigkeiten aller Klassen Behauptung
on Neapel un Erledigung ls die Sicilianer
hätten, daß entschlossen seie
gearbeitet, de
Regierungs⸗ be sich mehr für eine und mehr für einen prochen. Sie habe sie noch
Aber über⸗ lung der mo⸗
einzuführenden n Rath angeboten. für eine rep als für einen aus g von Genua vorges zogs von T
form ihren guten monarchische, italienischen,
ublikanische 1 Prinzen ausges chlagen; eher ana gedacht. f die Anempfeh Admiral Parker angehe, Bucht von Neapel gesegelt, und auf die Vorgänge zwischen Graf Malmesbury ver⸗ beabsichtigt werde, a nochmals vom hanen in Sicilien downe lehnte
hn des Großher ihr Rath sich rungsform. Antriebe nach der britischen Flotte habe ar keinen Bezug. eantwortung der Frage, ob 's Geschwader gegen jede etw ider seine aufrührerischen Untert edition einschreiten solle. g dieser Frage als den Lord Stanley zog seinen üübergab eine Bill zur Unterdrü indem er bemerkte, daß die jetzige Bill, welcher eine besondere Klausel in Bezug wurde zum erstenmale verlesen und die z f den 10ten anberaumt. ause verlas der Spr Schreiben des
narchischen Regie er aus eigenem die Bewegung der
Neapel und Sie 1 bestimmte B
iral Parker Könige Ferdinan abzusendende Exp die Beantwortun ersprießlich ab. Lordkanzler Gesellschaften,
Lord Lans öffentlichen Interessen Antrag zurück. —
ckung gesetzwidriger Akte dem Etlöschen
Verlesung au 3 Im Unterh Sitzung ein ihm zugegangenes Irland folgenden Inhalts
„Sir! Ich erfülle
echer bei Eröffnung der Lord⸗Lieutenants von⸗
indem ich Sie benach⸗ Mitglied des Hauses der Anklage auf Hochverrath im Gefängniß von Kilmainham Ihr gehorsamer gez.) Clarendon.“ rerer Geschäfte und Beförder tspann sich hierauf eine w ey, Bruders de zu erklären, daß arlaments die Der Antrag⸗ zu deren Schutze
eine peinliche Pflicht, Smith O'Brien, ein gestern in Thurles unter verhaftet worden ist und sich jetzt
habe die Ehre zu sein, Sir,
ung einiger
Nach Beseitigung meh ichtige De⸗
Bills von lokalem Interesse en Antrag des Herrn Berkel liberalen Mitgliedes für Bristol, bei der Wahl der Mitglieder des P hler durch Ballotirung stimmung der Wähler dieselbe weder unenglisch, no es Grund⸗Eigen⸗ auf Veranlassung Achtung vor den
batte über den hardinge und zweckmäßig sei, Stimmen der Wä steller hielt die g ür nothwendig u Mannes unwür thums nicht zerstör der gegenwärtigen Ch industriellen Klassen, dadurch den Institutionen des L. werde, gestellt. Dieser Antrag auf den die radikale Partei im englisch durchzusetzen bemüht ist, fand, den lebhaftesten Widerstand. Die geheime Abstim tischen Constitution,
eheime Ab nd erklärte, daß und den rechtmäßigen Einfluß d Er habe den Antrag nicht artistenbewegung, sondern allein aus deren Rechte er vindizirt wissen wollte, d ßere Festigkeit gegeben den Wahlen, seit Jahren
andes eine grö geheime Abstimmung bei en Unterhause schon hnlich, bei Tories und W Lord John Russell erh mung, sagte er, sei unvert chts Geheimes in sich
ob sich zuerst räglich mit
früheren auf die Ausdehnung des nachgewiesen, immer Einer nur wähle; würde man lbstimmung einführen, so erhielte
eine despotische Gewalt über da
Herr Hume habe bei sei Wahlrechts hinzielenden erwachsenen Englän nun die geheime 2 der Männer Englands unberührt von den Meinungen des und dies wäre kein guter Zustand. Einschüchterung aber die geheime dürfe nicht ein großes Herr Cobden
ein Siebentel s Unterhaus, Bevölkerung, llerdings nicht, daß hlsystem charakteri⸗ helfen, und Mißbräuche willen Die jetzigen keinesweges sondern in Ver⸗ Herr Hanley der Letztere für den An⸗ das Argument Lord John inem Siebentel der engli⸗ die Herrschaft über das Unterhaus ge⸗ keit der vorgeschlagenen Reform beweise, Wahlrecht ausgeschlossen wären, ß sie zur Ausübung desselben nicht „so könnte man doch nicht zu⸗ glichen Individuen unter Die ganze Frage übri⸗ r Wählerschaft England vertrauen t unabhängig hinstelle, so habe daß die geheime arteitreiben
Er leugne a techung das jetzige Abstimmung Prinzip um einiger sprach für den Antrag.
wü de dagegen nichts
diese Reform nicht für sich, assenderen durch der Erste gegen, gte, wie gerade e Abstimmung e
Uebrigens sei anderen umf und Herr Muntz folgten, trag. Herr P. daß die geheim lichen Individuen die Nothwendig denn wenn sechs Siebentel jetzt vom och nur annehmen, da und wenn dies der Fall Ausübung des Wahlrechts tau Untauglichen gestellt darauf, ob man de Wenn man sie nich Herr Napier erklärte, ürde, da man dem P Nachdem Herr Villiers noch rfolgte die Abstimmung, ‚ daß der Antrag des Herrn also mit einer Majorität Die radikale
bindung mit
Wood zei
schen männ ben würde,
so könnte man d tauglich wären, geben, daß die zur die Kontrolle der gens beschränke sich wolle oder nicht. man eben kein Vertrauen. Abstimmung das Volk demoralisiren w zu großen Spielraum dadurch lasse. für den Antrag gesp das überraschende Berkeley mit 86 gegen 81, von 5 Stimmen, angenommen wurde. se unerwartete Abstimmung.
In der heutigen Sitzung des Unterh keley an, daß er mit Beginn der nächsten P Gesetz⸗Entwurf vorlegen werde, welcher zum Zweckh liedern die Stimmzettel einzuführen. hart wollte vom Ministerium wissen, welche Pa⸗ ve, wenn ein Konflikt zwischen den e en) und jetzigen Unterthanen des Köni Lord J. Russell erklärte, daß er auf eine könne und dürfe.
rochen hatte, e tesultat lieferte
·——
Partei be⸗ grüßte mit Jubel die s zeigte Herr Ber⸗ arlaments⸗Session einen abe, bei der Wahl Herr Urqu⸗ ei das Kabinet er⸗ hemaligen (siciliani⸗ gs von Neapel ausbräche. olche Frage nicht antworten
von Parlamentsg
reifen würde,
Niederlande.
Aus dem Haag, 9. Aug. (Köln. Ztg. Die zweite Kammer hat ei 82 g Ztg.)
— ne merkwürdige Art der Opposition adop⸗ Sie verwirft nicht, wie die erste Kammer, . erklärt sic Sie will das Gesetz über Abschaffung der Schlacht⸗ en so wenig wie dasjenige über eine Einkommen⸗ [sie behauptet, die Regierung habe sich nun einmal hlsystem zu reformiren, und dann stehe es blos ehenden Kammer zu, das alte Steuer⸗ Die Aufgabe der zweiten Kammer müsse wäh⸗ hres Daseins auf die Verfassungs⸗Revision Kabinet verharrt bei seinen Anträgen, und at und der König auf Seiten beider steht, Ausgang des Kampfes obwalten.
inkompetent. und Mahlsteuer eb er debattiren, wei men, das Wa dieser Refor u modifiziren. D ser letzten Tage i
vorgenomr
Nation für sich h so kann kein Zweifel über den
Schweiz.
über die neue Bundesver der Stadt Bern. 1t s waren im Ganzen 1146 von diesen gehöre
Ueber die Abstimmung vom ssung haben wir erst Nachrich⸗ r fast ganz wie in die an der Abstim⸗ n 1020 zu den Annehmenden,
Das Resultat wa
Zürich. E mung Theil nahmen,
542 126 zu den Verwerfenden. Das Patriziat hat geringen Antheil an der Abstimmung genommen, und die Hervorragendsten desselben haben verworfen, wie Tavel, Oberst Wurstenberger. Der Handwerkerstand hat mit geringen Ausnahmen für die Annahme votirt. Mit wenigen Ausnahmen erwartet der Verfassungsfreund auch ähnliche Re⸗ sultate von dem Lande her.
Zürich. (Eidg. Z.) Das Volk des Kantons Zürich hat die neue Bundesverfassung angenommen. Nur Eine Gemeinde (Zumikon und Wildberg) hat verworfen, viele haben sie einstimmig angenom⸗ men. Das Gesammt⸗Resultat der Abstimmung war: 25,061 Anneh⸗ mende und 2488 Verwerfende.
Solothurn. (E. Z.) Die Stadt Solothurn hat die neue
Bundes⸗Verfassung mit 361 gegen 162 Stimmen angenommen; 366 haben nicht gestimmt. Im Kanton erwartet man dasselbe Resultat.
Basel. (E. Z.) Der Große Rath hat mit 66 Stimmen ge⸗ gen 5 beschlossen, den neuen Bundes⸗ Entwurf der Bürgerschaft zur Annahme zu empfehlen. Die Diskussion war nach der Basler Zeitung nicht sehr umständlich und die Theilnahme ziemlich lau.
Von der Schweizergränze, 4. Aug. (M. J.) Ich kann Ihnen die zuversichtliche Nachricht geben, daß es in der Schweiz ganz ruhig ist. Die Regierung zeigt jetzt die größte Energie, um den Umtrieben gewisser Leute ein Ende zu machen. Das hat schon ihr kräftiges Auftreten gegen einen Haupt⸗Agitator, Pfarrer Ganter, bewiesen, welcher vor einigen Tagen, ich glaube in Thaingen, eine Versammlung halten wollte und dabei die Aufforderung zu einem Freischaarenzuge nach Baden beabsichtigte. Auf die Nachricht davon wurde sowohl diese Versammlung sogleich untersagt, als auch die Wohnung Ganter's auf das streugste untersucht.
Das hier gestern verbreitete Gerücht, daß die Königin Christine in la Granja auf Befehl des Minister⸗Präsidenten verhaftet worden wäre, hat sich, wie vorauszu⸗
Spanien. Madrid, 5. Aug.
sehen war, nicht bestätigt. Ein Bataillon Infanterie ist in voriger
„
Nacht von hier nach jenem Lustschlosse abgegangen, um einen Theil der Leibgarde der Königin dort abzulösen. Am 9ten werden in la Granja die großen Festlichkeiten stattfinden, welche zur Feier des Na⸗ menstages der Königin Christine angeordnet, dann aber in Folge der Unpäßlichkeit der regierenden Königin eingestellt worden waren. Das diplomatische Corps ist eingeladen worden, ihnen beizuwohnen.
Der Minister des Innern, Herr Sarlorius, ist dazu bestimmt worden, sich nach Sevilla zu begeben, um im Namen der Regierung der bevorstehenden Niederkunft der Infantin und der Taufe des neu⸗ geborenen Kindes beizuwohnen und die betreffenden Aktenstücke dar⸗ über aufzunehmen. (Espaüa.)
Es heißt, der Minister der auswärtigen Angelegenheiten, Mar⸗ quis von Pidal, hätte bereits seine Entlassung verlangt, und auch Herr Mon weigere sich, den ihm übertragenen Botschafterposten in Wien anzutreten. “ t
Vorgestern ist Herr Martinez de la Rosa, Botschafter am päpst⸗ lichen Stuhle, von hier nach Rom abgegangen. (Heraldo.)
Der Königlich niederländische Gesandte, Baron von Grovestins, hatte vorgestern die Ehre, dem Könige in la Granja das große Band des Ordens des niederländischen Löwen im Namen seines Souverains zu
überreichen. — Dem Heraldo schreibt man aus Bayonne unter dem 3lsten Fol⸗
gendes: „Es bleibt kein Zweifel übrig, daß die Montemolinisten
Beachtung wieder, für schwere Waare pr. Sept. /Okt. 25 Rthlr. zu Gerste ist sehr wenig zu
findet aber heute etwas mehr 7 Rthlr. gehalten, eute bezahlt, Frühjahr 30 Rthlr. bezahlt.
sehr vernachlässigt, in loco auf 26 a 2 von 88pfd. bedingen, pr.
pr. Schfl. h
543
Beilage zum Preußischen Staats-Anzeig
pomm. von 75/76 pfd. eine Kleinigkeit mehr Rthlr. gefordert, wozu Rthlr. gehalten, 15 Rthlr. und anderer zu kleine Kocherbsen Rthlr. gefordert, 30 Rthlr.
bemerkenswerthe Frage, gr.
haben, doch ohne 24 Rthlr. oder
zu 25 Rthlr. erlassen, über schwerlich dafür zu machen. keine Kauflust. Hafer, oder ein wenig mehr nur 14 Rthlr. käuflich. Erbsen wenig zu von ziemlich guter Qualität wurde 32 geboten, große Koch⸗ und Futtererbsen nicht angetragen.
Heutiger Lastadie⸗Landmarkt: Gaufphren.
Deutschland.
esterre — Reichstags⸗Verhandlungen: Oesterreichs zu Modena; Frage über die Belastung geistlicher Güter; ministerielle Erklärungen über die ungarisch ⸗croatischen und die deutsche Sache; Zollverhältnisse der Gränzbezirke; Kuüdlich's An⸗ trag über die Unterthänigkeitsverhältnisse in amendirter Form; die Amen⸗ dements zu Kudlich's Antrag.
Sachsen. Dr Kammer⸗Verhandlungen.
Sachsen⸗Weimar. Weimar. Ankunft der Prinzessin Karl von Preu⸗ Huldigung. — Bekanntmachung.
Ausland.
. Frankreichs Verhalten in den italienischen Ange⸗ legenheiten. — Nachrichten aus Martinique. — Die Verfassungs⸗Arkei⸗
dafür zu machen, preuß. Oecerreich.
Die Verhältnisse
Angelegenheiten
Preise Frankreich. Paris.
österreichischen Ministerium nichts dekannt worden; bevor jedoch Graf Batthiüny Wien verließ, habe er ꝛine Note zurückgelassen, worin er die Anfrage stellte: 1) Ob das österreichische Ministerium der pragmatischen Sanction in Betreff der Integrität der ungarischen Krone volle Geltung angedeihen lassen wolle? und 2) ob das gegenwärtige Ministerium in den jetzigen Zerwürfnissen mit den ungarischen Nebenländern mit Rücksicht auf die pragmatische Sanction die Rechte der Krone zu wahren gesonnen sei Das Ministerium habe rücksichtlich der ersten Frage geantwortet, daß die pragmatische Sanction in ihrem ganzen Umfange vom östenreichischen Mi⸗ nisterium nie bezweifelt worden und es beschlossen habe, ihre Geltung nach allen Richtungen hin aufrecht zu erhalten. Was den zweiten Punkt be⸗ treffe, habe er die Bemerkung gemacht, daß, so viel ihm die Ansprüche der Kroaten bekannt seien, dieselben keinesweges gesinnt seien, sich von der un⸗ garischen Krone loszureißen, und daß dieselben sich gleichfalls auf die pragmatische Sanction beziehen. Die Ueberzeugung, welche Partei diese pragmatische Sanction richtig auffasse, erfordere gründ⸗
28 a 31 Rthlr. 4. Der Berich u en. — Der Bericht der Untersuchungs⸗Kommission. — Wiederers Journale. — Vermischtes. 9 8 v“ * Eisenbahn⸗Verkehr. Düsseldorf⸗Elberfelder Eise
Mehlpreise unverändert, wie vor 7 Tagen g
Saamen. In Folge des flaueren Oelsaamen seit kurzem stiller. wurden mit 66 a 67 Rthlr. Rthlr. für Rübsen und Rapps Preisen fehlend. Kleesaamen und Thimothee ohne
ktes ist es auch mit Winter⸗Rübsen ist zu 67 a 70 auflust zu diesen Rthlr. gehalten. allen Umgang und nominell.
kleine Partieen zuletzt bezahlt, anzukommen, a Markt⸗Berichte.
Schlagleinsa
Breslau, 12. Aug. Weizen, weißer, 50, 53 bis 57 Sgr.; elber do. 48, 52 bis 55 Sgr.
Roggen 30, 33 bis 36 Sgr.
Hafer 15, 16 bis
Rapps 75 bis 76 Sgr.
Winter⸗Rips 70 b
Spiritus 9 ⅛ Br.
Rüböl 1000 Ctr. raffinirt a
Zink nichts gehandelt.
Wir hatten heute bedeutende zen um Einiges zurückging.
Posen, 11. Aug. Rthlr.; Roggen Sgr., auch 9 Pf.; Bu Sgr. 11 Pf., auch 24 Sgr.; 4 Rthlr. 15 Sgr.; Butter, d auch 1 Rthlr. 20 Sgr. zu 80 % Tralles 18 *
Deutschand.
HOesterreich. Wien. Reichstags⸗Sitzung vom 7. Aug. (Reichst. Bl.) Der Vice⸗Präsident zeigt zwei Interpellationen an und fordert die betreffenden Herren auf, dieselben vorzubringen. Brestl: Er erlaube sich, den Minister des Innern um einige Auf⸗ ärung zu bit Jener Paragraph in der Thronrede, welcher die Ver hältnisse Italiens berührt, laute folgendermaßen: ist nicht gegen die Freiheitsbestrebungen der italienischen Völker gerichtet, er hat den ernsten Zweck, unter vollständiger Anerkennung der Nationalitäten 8 Ehre der österreichischen Waffen gegenüber den italienischen Mächten zu Lehauften und die wichtigsten Interessen des Staates zu wahren.“ Bedauern habe er jedoch aus einem Bericht des F. M. L. Welden ersehen daß der General Lichtenstein mit einer Truppen⸗Abtheilung gegen Modena u dem Ende entsendet wurde, um den durch die Bewegung in Italien aus einem Reiche vertriebenen Herzog von Modena wieder in seine früheren Diese Wiedereinsetzung einer Regierung, welche, wie Jedem bekannt, das absolute Prinzip in einer solchen Weise auf die Spitze getrieben, daß jede andere dagegen als freisinnig erschien, und die nicht nur verstorbene, durchzuführen sprochenen Grundsatze geradezu im Widerspruch. daß gegen ein Land, feindseligen Schritten gegen die österreichis Weise eingeschritten werde;
i 73 Sgr.
ieferung a 11 Rthlr. begeben. se wie letzt gen
Zufuhren am Markte, daher Wei⸗
klärung zu bitten. „Der Krieg in Italien
4 Pf., auch 2 Pf.; Gerste 20 auch 17 Sgr. Kartoffeln 8
Weizen 1 Rthlr. 23 Sgr. 5 Pf., auch 28 Sgr. 11 er 15 Sgr. 7 Pf., 2 Sgr. 3 Pf.; Ctr. Heu zu 110 d., 4 Rthlr., auch 1 Rthlr. 15 Sgr., von 120 Quart
gr. 3 Pf.; Haf chweizen 20 Sgr. Stroh, das Schock zu 1200 Pf as Faß zu 8
Spiritus, pro Tonne Rechte einzusetzen.
im 2 — Er gäbe wohl gern zu, welches in Folge der jüngsten Zeitereignisse sich zu che Monarchie verleiten ließ, auf . . aber eine Regierung einzusetzen, mpathieen des Landes nicht besitzt, ist eine Sache, die für die A. es freisinnigen Staates, wozu er doch Oesterreich rechnet, eher eine Schmach ist. Er frage somit an, ob dieser Akt der Einsetzung eines frei⸗
Eisenbahn⸗Verkehr.
Magdeburg⸗Leipziger Eisen⸗ 11 h welche die Sy
Armee eines
Personen⸗Frequenz der 3
29. Juli c. wurden befördert... 375,664 Personen
Anstalten zu einem neuen Kampfe treffen, trotz der Niederlage, die sie erlitten haben. Diesesmal scheinen sie mit größerer Ordnung und Vorsicht zu Werke zu gehen. Die Verschmelzung der Montemolinisten mit den Revolutionairen ist eine vollendete Thatsache. Jedenfalls kündigen Letztere an, daß der Monat August nicht vorübergehen werde, ohne daß das Ergebniß ihrer Entwürfe zum Vorschein komme.“ Dasselbe Blatt meldet, daß am 1sten mehrere Compagnieen In⸗ fanterie und Kavallerie von Saragossa nach Nieder-Aragonien ab⸗ gingen, wo, nach ziemlich schwankenden Angaben, Cabrera aufgetreten sein soll. 1 Am 27sten v. M. wurde die spanische Festung Melilla an der afrikanischen Küste von den Marokkanern hart bedrängt. Der Kaiser selbst befand sich, wie man dem Heraldo schreibt, mit 120,000
Mann und 18,000 Reitern in der Entfernung von zwei Tagereisen von jenem Platze. 8 u.“ .
Markt⸗Berichte.
Königsberg, 10. Aug. Die Zufuhr war gering. Weizen 68 bis 69 Sgr. pr. Schffl., Roggen 33 bis 34 Sgr., große Gerste
23 Sgr., Hafer 18 Sgr., Kartoffeln 12 bis 13 Sgr.
Danzig, 10. Aug. An der Börse wurden folgende Partieen poln.
Weizen verkauft; gestern noch: 24 L. 129 ;fd. und 26 L. 130pfd. zu 440 Fl.; heute: 22 L. 129 — 130pfd. zu 440 Fl., 5 L. 129pfd. und 3 L. 130pfd. (holländ. Gewicht) zu 450 Fl., 9. L. 131 pfd. (h. G.) zu 455 Fl. und 9 L. 131 — 32 pfd. (h. G.) zu 480 Fl. preuß. Cour. die Last. 1“
Stettin, 9. Aug. Es läßt sich nicht wohl sagen, wie der Handel Deutschlands bei einer Fortsetzung des Krieges mit Dänemark sich ferner gestalten wird. Gewiß ist nur, daß es hier an Waaren fast aller Art, auch wenn alle Zufuhr von nun ab abgeschnitten wer⸗ den sollte, einstweilen nicht fehlen wird, und wird sich durch die Er- weiterung der Blokade auf Konjunkturen in solchen auch nur wenig rechnen lassen, da Umstände anderer Art dem vielfach entgegen⸗ wirken. Auf den Werth unserer Ausfuhrprodukte dagegen, wird die Fort⸗ dauer des jetzigen Zustandes jedenfalls mit nicht geringem Nachtheil weiterhin einwirken, wie es auch theilweise bisher schon der Fall war.
Seit Ende voriger Woche haben wir wieder viel Regen gehabt, doch auch viel Wind, und ist im Ganzen die Aerndte unserer Ge⸗ gend nur wenig dadurch aufgehalten, der Ertrag derselben an Körnern, von denen Manches verspillte, aber doch um etwas dadurch benach⸗ theiligt worden.
1 Uleber die Kartoffelkrankheit sind uns neuere Nachrichten nicht zugegangen, und glauben wir annehmen zu können, daß solche im Ganzen doch nur eine geringe Ausdehnung erlangt hat und irgend besondere Besorgnisse sich nicht daran knüpfen lassen. —
Getraide. Weizen in loco ist nur noch bei einzelnen kleinen Partieen zu haben, dennoch aber, in Folge der vermehrten Schwie⸗ rigkeit, Verschiffungen davon zu machen, weniger gefragt und zu 54 a 60 Rthlr. für 125⸗ bis 129/130pfd. gelbe Waare erlassen. An⸗ erbietungen ab vorpomm. Häfen finden unter den gegenwärtigen Um⸗
ständen keine Reflektanten mehr. Roggen war im Laufe der Woche
vom 30. Juli bis
1315 Personen au heitsfeindlichen Fürsten auf Befehl des Ministeriums vollzogen worden sei?
Der Minister des Innern, Doblhoff: erst Kenntniß von dieser Thatsache erlangt; nähere Aufklärung geben, doch sei dieser Schritt ohne Kenntniß des Mini⸗ s . Sobald er die nöthigen Aufklärungen erhalten werde werde er nicht anstehen, darüber weitere Mittheilungen zu machen; im Uebri- gen verweise er auf die Thronrede hin, wo sich das Ministerium über die ausgesprochen
verkehr...
s dem Zwischen 3 in Summa 394,177 Personen.
Auch er habe durch jenen Bericht er könne zwar darüber keine
8 Schweidnitz⸗Freiburger Eisenbahn. steriums geschehen.
Eisenbahn wurden Die Einnahme
Breslau⸗ Breslau⸗Schweidnitz⸗Freiburger cr. 26,386 Personen befoͤrdert.
im Monat Juli
Schuld⸗Instrumenten, es seien allerdings bloße e Wahrheit oder Un⸗ ungewissen Charakter Man erzähle sich von die voll der werthvollsten Ge⸗ nventarien nicht gleichlau⸗ ssen wahrscheinlich gelegt werden, und ohne t ermächtigt, Lasten jener Corporationen zu frommen alten Zeiten her gegrün⸗
Seit einiger Zeit zirkuliren Gerüchte von che Güter aufgenommen werden, hen ihm keine Beweise über ihr
Damit sie jedoch aus diesem sei ein näheres Eingehen nothw gewisser Corporati sie mit den ursprünglichen 88 setzlichen Versügungen mü
onengerrlld „ 12908 Rthlr. 25 Sgr. Equipagen und Güter⸗ 1097 Ctr. 82 Pfd.) Summa 20370 Rthlr. 21 Sgr.
1) an Pers 2) für Vieh⸗, Transport (102
welche über geistli Gerüchte, und es steh wahrheit zu heraustreten, den Schatzkammern genstände sind, daß tend sein dürften.
Ausweise üb der Behörde seien da nun die Besitzthümer ung der Menschheit von at kraft seines höchsten Souverainetätsrechtes ge⸗ der Noth von dieser Seite her sich Hülfe zu n, ob jene Geruͤchte gegrün⸗ inderungen in der Belastung der 1 berwacht werden, und ob und in welchem hoff: Kurz nachdem er ins und zwar habe
Nach den ge er die Gebahrungen vor diese Corporationen nich
Meteorologische Zeobachtungen.
Nach einmaliger Beobachtung.
aufzunehmen; Zwecken und zur Beglück det wurden und der Sta nöthigt sein kö verschaffen, so det oder nicht mer jener Corporatione Maße solche seit Ministerium getre das Stift St. Peter die Ermäc ieses Gesuch zurückgewiesen, er die Nothwendigkeit einer Belastung v zurückgewiesen worden, Interpellant
unte, im Falle th; frage er bei dem Ministerium an
336,80“ Par. 335,98 Par. Auellwärme —+ 14,9° n. +† 11 4+ 8,8“ R. + 10,5
seien, ob die Vereé n gehörig ü März stattfanden? Dobl ten, sei ihm ein so
897,19 1b + 10,0° n.
529 R. Flusswärme 0 R. Bodenwärme Ausdünstung iederschlag 0,419 Rb. Wärmewechsel + 15,1
lcher Fall vorgekommen, zu einer Belastung angesucht. und selbst als dieses
Dunstsättigung-
1 Gesuch mit Bele⸗ ersehen war, sei dasselbe aber
Wolkenzug.... 8 2 336,64 Par.. +† 12,00 n. + 9,60 k.. 75 pct. W.
Tagesmittel:
Versammlung nöthigen Ausweise den heute vorliegenden Antrag des Fir enstand auch behandle. D ein nahegelegenes Klo Doblhoff: Justiz⸗Minister Bach setzlichen Bestimmungen, wonach Corporationen keine Lasten ohne Ermächtigun Behörden aufgenommen werden können, no weglichen Güter betreffe, so sei allerdings daß die Integrität des Vermögens gewahrt un nommenen Inventarien übereinstimmen, dafür Corporationen ohnedies verantwortlich geme⸗ den Antrag des Finanz⸗Ministers, wodurch Mißbrauch vorgebeugt werden dürfte. (Bravo.)
nanz⸗Ministeriums, welches diesen Ge⸗ Was denn Wahres an dem Gerüchte ster eine Belastung von 80,000 JFl. aufzu⸗ Hierüber könne er keine weitere Aufklä⸗ macht darauf aufmerksam, daß jene ge⸗ auf die unbeweglichen Güter geistlicher g von Seiten der betreffenden ch aufrecht bestehen; was die be⸗ eine Belastung möglich; allein d diese Güter mit den über⸗ werden die Vorstände der
Auch er berufe sich auf h in Zukunft jedem derartigen
Königliche Schauspiele. ₰ bonnements⸗ Im Schauspielhause. öe
iel in 3 Akten, frei
nehmen beabsi
Montag, 14. Aug. rung geben.
Komm her! dramati Er muß aufs L s Bayard u
Vorstellung:
dem Französischen de Dienstag, 15. Aug. So machen es
g werden Billets zu folgenden Preisen ver⸗
85ste Abonnements⸗
Alle, Opera buͤffa in 2 Aufzügen, von
Vorstellung: A. W. Mozart. Zu dieser Vorstellun
in Billet im Parquet, Tribüne und in den Logen des
n des ersten R Billet im Parterre 15 Sgr.; ein
Billet in den Loge daselbst 1 Rthlr.; ein alkon des dritten Ranges
Sitzung vom 8. Aug. Es werden wieder Inter Sturm: Er erlaube sich die Anfrage an das Mi⸗ nister was es bezüglich der zwei mit Schiffe, die in Croatien in Beschlag genommen worden, ferner, welche Mittheilungen es über die Resultat suche des Erzherzogs Johann in den kroatisch⸗ „. Allerdings seien zw in Beschlag genommen worden, obwohl sie den zollamtlichen Genüge geleistet hatten. In den letzten Tagen des verflossenen M ihm dies bekannt worden, und er habe sogleich unter Eröffnung aller dar⸗ auf bezüglichen Umstände an das ungarische 3 stellt, die Freigebung jener Schiffe und die Verhütung ähnlicher V für die Zukunft zu veranlassen. Was die Verhandlungen zwischen den un⸗ arischen und kioatischen Abgeordneten und dem Erzherzog Johann betreffe, Mittheilungen zu machen, daß zu dem Ende Graf Batthiaͤni und Baron Jelachich Verhandlungen sei d
Reichstags pellationen angemeldet. nisterium des Innern,
d im ersten Bal in den Logen und Billet im Amphitheater
Eisen beladenen veranlaßt habe? rmittelungs⸗Ver⸗ ungarischen Zerwürsnissen ei Schiffe an der Drau Bestimmungen
machen könne? Doblhoff:
Ministerium das Ersuchen ge⸗
b Erfolg dieser
siche Erörterung über wichtige staatsrechtliche Verhältnisse; welche Erörterung bisher das Ministerium noch nicht in der Lage war, vor⸗ zunehmen, also auch nicht eine bestimmte Erklärung in irgend einer Rich⸗ tung abgeben könne. Das Ministerium glaubte jedoch den Wunsch festhal⸗ ten zu müssen, daß eine gütliche Beilegung dieser Wirren stattfinde, und daß Alles zur Verhinderung des Bürgerkrieges angewendet und alle Schritte bintangehalten werden, die dem Bestande der Gesammtmonarchie gefährlich sein köͤnnten. Das Ministerium gehe von dem Grundsatze aus, daß die Erhaltung des Friedens im Innern nur durch vollkommene Gleichberechti⸗ gung aller Nationalitäten aufrecht erhalten werden könne. (Bravo! Bravo!) Auf dies sei dem österreichischen Ministerium bis jetzt keine Antwort erfolgt; es wäre denn, daß die Reden, die der ungarische Finanz⸗ Minister in der Deputirten⸗Kammer hielt, als solche zu betrachten seien. „Erwarten Sie nicht, meine Herren“, fuhr er fort, „daß wir diesen Hand⸗ schuh, den uns der Finanz⸗Minister in Budapest hingeworfen, aufheben werden. Wir sehen darin keine Aufforderung zum ritterlichen Kampfe. Man bietet uns ein zweischneidiges Schwert, womit wir uns selbst zuerst blutig Lerwunden sollen, ehe es zum Angriff gegen den Gegner kömmt. Man hat uns mit Beschuldigungen und Verdächtigungen in jenen Reden überhäuft, auf diese müssen wir antworten, gegen diese uns verwahren. Man hat uns vor Allem Reaction vorgeworfen und das Streben die österreichischen Völker zur Willkürherrschaft und zum Absolutismus wieder zurückzuführen. Meine Herren! Wenn auch nur Einer unter Ihnen eine solche Besorgniß hegen sollte, sind wir bereit, unsere Stellen augenblicklich niederzulegen. (Stürmische Bravos.) Man hat ferner gesagt, daß wir planlos, charakterlos und ohne alle Politik sind; es würde mich zu weit führen, wenn ich mich in alle Widersprüche einlassen wollte, die in jener Rede enthalten sind. Ich will mich begnügen, Ihnen kurz meine Meinung und Ueberzeugung darüber zu sagen: In unseren Tagen wird die Polctik nicht auf den Ministerbänken, nicht auf der Rednerbühne gemacht, die Politik nimmt einen höheren Standpunkt ein; denn der Weltgeist macht sie. Der Welt⸗ geist ruft den Völkern zu: Ihr seid frei! und wieder im Besitz eurer angebor⸗ nen Rechte; daran müßt Ihr festhalten. Die gemachte Politik fällt; eine Politik, welche Bundesgenossen in der Ferne sucht, während sie die nächsten und natuürlichsten verläßt; eine Politik, welche einseitig, selbstsüchtig und un⸗ dankbar ist, kann nicht lange dauern, die trägt den Keim des Todes schon in sich. (Bravo, Bravo!) Man hat uns verdächtigt, daß wir die deutsche Sache verrathen; eine solche Anklage müssen wir geradezu Lügen strafen. Meine Herren! Wir sind Deutsche durch und durch! nicht blos, weil wir Deutsche sind, sondern weil wir ehrlich und gerecht sind, weil wir die Rechte jedes Volkes ehren, keinen Vorzug, keine Suprematie vor anderen Nationa⸗ litäten in Anspruch nehmen. Wir streben Alle nach einem Ziele, nach dem der Einigung aller österreichischen Völker, aber nicht durch Gewalt, sondern nach einer durch die Geschichte, durch die Nothwendigkeit und durch das Gefühl gebotenen Brüderlichkeit. (Lang anhaltender Beifallsruf.) So lange dies in Aussicht steht; so lange der Abgeordnete von der Weichsel dem Abgeordneten von den Küsten des Adriatischen Meeres die Hand reicht, werden wir unerschrocken dastehen und werden alle Gewitterwolken, mögen ste von Osten oder Westen drohen, nicht scheuen, und mögen sie wo immer Blitze schleudern, wir stehen unerschrocken; wir fürchten nichts. (Bravo, bravo!) In diesem Geiste glauben wir vorgehen zu müssen, in diesem Geiste glauben wir die deutsche Sache am besten zu wahren und ihr die größten Dienste zu erweisen. Zum Schluß muß ich noch bemerken, daß das Ministerium in einer eigenen Staatsschrift alle schwebenden Fragen gründlich auseinandersetzen und sodann der hohen Reichs⸗Versammlung vorlegen wird. (Der Minister setzt sich unter den lebhaftesten Beifalls⸗ bezeugungen des Hauses.) — Hein interpellirt den Finanz⸗Minister; er habe seine letzten freisinnigen Aeußerungen mit Vergnügen gehört; ohne im entferntesten Mißtrauen darein zu setzen, wolle er um Aufklärung bitten. Es stimmt nicht mit der Gleichberechtigung aller constitutionellen Staats⸗ bürger überein, daß noch heute einige Millionen Staatsbürger eigenen Aus⸗ nahme⸗Gesetzen der Besteuerung unterliegen, er meine die Bewohner der Gränzbezirke, wodurch dem Aufschwunge des Handels und der Industrie wesentlicher Abbruch geschieht, er frage nur den Herrn Finanz⸗Minister, was derselbe zu thun beabsichtige zur Erleichterung und Abhülfe. Der Finanz⸗ Minister: Der Zustand der Gränzbezirke liege in der Natur früherer Einrichtungen. In der Nähe der Gränze ist die Freiheit, fremde Waaren einbringen zu können, gegeben, wodurch nicht nur allein das Aerar beein⸗ trächtigt wird, sondern auch die Industrie des Inlandes. Man brachte also in früherer Zeit solche Maßregeln in Anwendung, die jedoch dem Zwecke nicht entsprechen. Um aber diese abzuändern, sei es unn von Wichtigkeit, damit die Industrie nicht erschüttert werde, die Zolltarife zu ändern, er werde den Tag mit Freuden begrüßen. Einstweilen werde er dafür sorgen, daß die Maßregeln, welche bezüglich hierüber im Strafgesetzbuche enthalten, erleichtert und mild gehandhabt werden. Hierauf wird vom Präsidenten Kudlich's verbesserter Antrag vorgebracht, er lautet: „Die hohe Reichs⸗ Versammlung wolle beschließen: 1) Daß die Einschränkung der persönlichen Freiheit durch das Band der Unterthänigkeit aufzuhören hat. 2) Daß Ro⸗ bot und Zehent, so wie alle anderen die Freiheit des bäuerlichen Grund⸗ besitzes beschränkenden, nicht privatrechtlichen, sondern aus dem Verhältnisse der Grundherrlichkeit, Bergherrlichkeit, Vogteiherrlichkeit, Schutzobrigkeit, Dorfobrigkeit und des Lehnsbandes entspringenden Lasten nicht mehrzu leisten sind. 3) Daß eine aus den Vertretern aller Provinzen gewählte Kommission mit Zuziehung des Ministeriums mit thunlichster Beschleunigung über die etwaige Entschädigung und über die Einführung der neuen Gerichtsverfassung Ge⸗ setz- Entwürfe ausznarbeiten habe. 4) Daß die Gerichtsbarkeit und poli⸗ tische Geschäftsführung bis zur Einführung der neuen Gerichtsverfassung von den Patrimonialgerichten inzwischen noch ausgeübt werden soll. 5) Daß darüber zur Beruhigung des Landvolkes eine feierliche Proclamation zu erlassen sei.“ Kudlich besteigt die Tribüne. Er habe den Antrag ur⸗ sprünglich im Prinzip im Ganzen gestellt, daß das Unterthänigkeits⸗Verhält niß aufgehoben werde, und seit der Zeit darum ihn geändert und spezielle Punkte angeregt, weil ihm Vorstellungen von manchen Seiten zugekommen, es könnte leicht die Herrschaft bei Auflösung des Verhältnisses auch die Patrimonialgerichte aufheben. Darum habe er den Antrag in zwei Theile gesondert, die ersten zwei Punkte betreffen das Prin⸗ zip, die beiden anderen Punkte enthalten die Bestimmung zur Zusammensetzung einer eigenen Kommission, um so viel mehr, da der Mi nister der Justiz einen eigenen Gesetz⸗Vorschlag hierüber binnen 8 Tagen einzubringen gedachte. Justiz⸗Minister Bach: Er müsse das Mißverständ⸗ niß berichtigen, als hätte er geäußert, ein Gesetz von so hoher Wichtigkeit binnen 8 Tagen vorbringen zu können, wohl war er der Ansicht, durch eine Kommission könne wohl ein Provisorium geschaffen werden, ein eigentlicher Gesetz⸗Vorschlag bedürfe jedoch reiflicher Erwägung. Kudlich: Meine Her⸗ ren! Die zwei ersten Punkte meines Antrags müssen wir aussprechen; das erleidet keinen Zweifel, und das einstimmige Erheben, die Begeisterung, ich möchte sagen, die welthistorische Begeisterung bei meinem ersten Antrag gilt mir als Beweis, daß Sie die Frage bereits längst reif halten; aber von vielen Seiten, von Seiten der Feinde der Volksfreiheit könnte man den Ein⸗ wurf machen, daß wir eine so wichtige Frage gleichsam im Sturm genommen, daß wir über eine so wichtige Frage mit Leicht⸗
sinn weggegangen; darum habe ich eine längere Zeit, als dafür
bestimmt war, verfließen lassen, damit auch diejenigen, welche mit
dem Gegenstande minder bekannt sind, Zeit gewinnen, damit bekannt zu werden. Daß wir das Prinzip aussprechen müssen, lehrt das Rechts efühl; für dessen Annahme spricht die Anerkennung der Menschenrechte. Alle kon⸗- stituirenden Versammlungen haben damit angefangen, daß sie die Menschen⸗
re . Mit dem Aussprechen des Prinzipes aber allein . ist dem Bauer nicht gedient; wir müssen ihn von den Lasten befreien,
welche das Mittelalter ihm aufgeburdet. Sklaven, sondern das drückende Bewußtsein, einen Herrn zu haben, das drückende Gefühl, für einen Anderen zu arbeiten. 1 wir ein Gesetz geben, welches nicht die Ordnung des Hauses, sondern das Wohl des ganzen Vaterlandes betrifft, das von der rasch dahinrollenden Zeit verlangt wird, und wollen wir den Forderungen der Zeit, abgesehen von den Forderungen des Rechtes, entsprechen, so müssen wir rasche Maß⸗ geln erg. Bei uns ist dieses um so nothwendiger, weil das öster⸗ reichische Volk auf einem unebenen Boden steht, und während der eine Fuß auf dem Boden der demokratischen Freiheit steht, ist der andere noch verstrickt in dem Schlinggewebe der Schmarotzerpflanzen der Knechtschaft. Wir müssen beide Füße auf den Rechtsboden setzen. nicht blos einen Neubau zu gründen, sondern auch die Ruinen wegzurãu⸗ deren t — Wir müssen ein neues Haus bauen, wohnlich für alle Klassen, nicht so wie das alte Haus, mit der prächtigen Fronte und dem Elende darin; wo, während einige im ersten und zweiten Stocke sich blähten und sich wohl thaten, das Volk elendiglich im Keller schmachtete. Wir müssen ein Haus bauen ohne Prunk, einladend durch seine it für Nachbarsch Es verdroß mich immer, daß man von der demokratischen Freiheit sprach, während die Provinz in Sklavenketten schmachtet. Meine Herren! Der Antrag ist dringend für die Freiheit von Oester⸗ — Wir müssen den Anforderungen Gehör geben, wenn wir nicht den Boden verleugnen sollen, auf dem wir stehen, wenn wir nicht einen Schlag bst 1 Die Gesetze der Freiheit und des Men⸗ henrechtes müssen aufhören, bloße Theorieen zu sein, müssen in Fleisch aussprechen, Die Politik fordert es
rechte anerkannt haben. Nicht die Last allein macht den
Es ist das erstemal, daß
regeln ergreifen.
Unsere Aufgabe ist,
men, deren Moderduft uns anweht.
Einfachheit für die Nachbarschaft.
egen uns selbst führen wollen.
das Recht gebietet es, das erleidet keinen Zweifel. ebenfalls; aber ich berufe mich hier bles auf die eiserne Nothwendigkeit, und es freut mich, daß sich hier die Forderung der Nothwendigkeit mit den Forderungen des Rechtes innig verbindet. Wir geben dem Unterthan n das er nicht schon hat, das nicht schon von der Wiege auf sein war. Oder können wir etwa dem Bauer sagen, dein 13. März fängt erst am 1. Ja⸗ Die Erhaltung des Staates beruhigendes Gesetz. in Wien begonnen, muß in den Provinzen vollführt werden. W daß in den Adern des ungari schen Bauern ein wilderes Blut rollt (Oho! Oho!), als in Ifst dort die Freigebung des Bauern von s begleitet gewesen? Wird Ungarn und Galizien unglücklich, frei sind? Wenn sie Schmerzen haben, so drückt sie der Man hat damals gesagt, Ungarn werde zu Grunde gehen, besitzer werden gegen die Magnaten und Bauern losbrechen, ihr Wiener det verhungern, denn die ungarischen B Wiener sind nicht verhungert, und Ungarn — deren Schmerzen, würde sich nicht zu beklagen haben wegen die Grundbesitzer würden sich
Die Erfahrung schen und galizi⸗ österreichischen. weil die Bauern Schuh wo anders. die kleinen Grund⸗
auern werden nicht arbeiten. hätte es sonst keine an- der Freiheit des nicht mehr ver⸗ solche Leute kommen eil es nichts mehr
Man hat gesagt, pflichtet halten, die Patrimonialgerichte zu erhalten; mir vor wie ein Kaufmann, der sein Geschäft schließt, w Die Grundherren müssen einen höheren Standpunkt einnehmen, Mandatare des Staates und dürfen nicht eher die Gerichtspflege als bis der Staat sein Mandat zurückn at den Namen der Leibeigenschaft weggenommen, Die späteren Regenten waren kei Ihr System war: muß man langsam weitergehen. d Gesetz; aber darauf wird Es wird sich darauf erheben Wenn wir die wer kann dann für Un⸗ geben, damit das gerechte andmannes und dem es verkündigt, daß bereits sident: Es liegen Antragsteller auf, sie zu Antrage Kudlich's bei⸗ er will die Entschädigungsfrage einer Aufbürdung neuer Lasten von Seiten n und anderer Reallasten, ller hl in manchen Provinzen schon auf⸗ wir müssen bestimmen, wie dasselbe ohne Ablösung stattfinden Der Präsident verliest nun das gaben ohne Ablösung von Seiten der Verpflichtete und eine Kommission aus Mitgliedern nach den verlangt, um zu bestimmen, sie vom Staate zu leisten wäre. gehöre dem Bauernstande an, er wisse, wo den Bauer der darum sei er lieber dafür, weniger zu reden und mehr zu handeln, um den Bauer bald von seinem Drucke be- Zzeife latschek will, daß das Unterthänigkeitsverhältniß die en in Naturalien und Urbarial⸗Giebigkeiten vom Tage der Kund- die Entschädigungsfrage aber den Provinziallandtagen re (theilweises Gezische), er wolle jedoch dem Antrage Kudlich's irken, er dachte an den ursprünglichen, zu allgemein gefaßten An- Amendement vorbrachte, mit dem heutigen verbesserten Antrage esorgniß, und er nehme somit seinen Antrag zurück. (Bravo.) räsidenten punktweise verlesen und von daß 1) die bisher bestandenen Folgen auf, und es wer⸗ die nöthigen Insti⸗
Kaiser Joseph aber das Wesen hat ne solche Freunde von
nicht aufgehört. Das Alte soll
überstürzenden Reformen. (Heiterkeit.) und wo es nicht bleiben kann, Wir geben heute ein auflösen sich der breite Dammbau der Freiheit stützen.
eine Einheit der Monarchie, wie sie dieselbe nie die Provinzial⸗Landtage überg Heute soll der Geist des R das Volk wisse, worauf es bauen kann.
Wort, das als Oelzweig hinfliegt in die Hütten Volke verkündigt: Gerechtigkeit und ein Punkt sich gebildet, mehrere Verbesserungs⸗
Meine Herren!
Maßregel an
glück stehen? eichstages sich kund
Frieden! daß wo die Freiheit sich krystallisirt. Der Pr qã Anträge vor, er fordere die Herren be eordneter: Im Prinzipe dem stimmend, gehe sein Antrag weiter, Kommission zuweisen, und zwar ohne der Bauern; die Einschränkung der Militairlaste sind nach dem Allerhöchsten Patente wo
Amendement, welches alle Ab⸗ n als aufgehoben erklärt 1 verschiedenen Provinzen welche Entschädigung und in welchem Maße Heimerl stimmt für Kudlich; auch er Schuh drückt,
Institutionen hervorzuruf
machung aufhi zuzuweisen wä nicht entgegenw trag, als er dieses schwinde seine Heimerl's Antrag wird nun vom P der Majorität unterstützt; er lautet dahin, Unterthänigkeits⸗Verhältnisse hören mit allen ihren den, damit dieselben nach un tutionen geschaffen. 2) Es und die Mitglieder nach den Gouvernements 3) Zur Beruhigung des trauens werden diese Bestimmungen bringt ebenfalls einen Verbesserungs⸗ übereinstimmend,
d nach aufhören können, werde hierzu eine eigene Kommission ernannt der Provinzen hierzu gewählt. Beschwichtigung ihres Miß⸗ zur Kenntniß gebracht. Antrag vor, dem Wesentlichsten mit in seinem zweiten Absatze und Zehent⸗
Landesvolkes,
vorangehenden Obereigenthums⸗ entspringenden der Kundmachung aufzuhören haben. Mitgliedern der Gou⸗ aben so lange fort⸗ Verpflichtungen diesel⸗ Dieselben hätten in bis zur gänzlichen Liqui⸗ Zimmer will, daß die die nicht mehr als 5 Metzen Grund⸗ haben. Die Lasten der en Grundsatz der Leib⸗ Der Präsident an den hohen
Unterthänigkeit,
Zur Entschädigu vernements bestimmt,
gungsfrage werde ein Ausschuß aus die Patrimonialgerichtsb bis nach völliger Liquidation aller ihrer ch den Staat auf die Gemeinden überge Waisengelder u. s. w.
Bezug der Depositen der Ein weiterer Antrag von
dation fortzubestehen. Lasten der Inleute und der Häuser, ohne weitere Entschädigung aufzuhören elche auf dem mittelalterlich t beruhen, werde man keinesweges anerkennen. verliest eine Eingabe, welche lautet: Reichstag den Antrag zu stellen, na keine Unterthanen, sondern ein souveraines
dieses anmaßende Wort für chek: Daß die heutige Angel Kammer beachtet wird, dafür sprich wird, dafür die vielen daran, daß der Bauer frei se Unter den Abgaben gie nigkeits⸗Verhältnisse entsp Er meine die ssion sowohl mit
besitz haben, Inleute insbesondere, w
„Wir erlauben uns, chdem eine constitutionelle Regierung Volk besitzt, so möge die cht mehr gebr
die Zukunft ni hochwichtige
egenheit als eine t die Sympathie, Verbesserungsanträge. i, daß das Unterth bt es jedoch viele, die aber eben ent⸗Abgaben.
ung und Entla
ältniß aufzuhebe.
dem Untertha⸗- d und nicht mehr Es möge sich st stung aller Pflich⸗
mit die Kommi