nere Einrichtung derselben trennt derselbe aber auch in der un- der Verwaltung, ein Grundsatz, sich Eingang verschafft, sstände, so weit dieselben annoch zugleich die Zusage der Ver⸗ der Gleichheit vor dem Gesetz, in er⸗ Hinsichtlich der zweiten Beziehung be⸗ die hauptsächlichsten Grundsätze, auf lichen Rechtsstreitigkeiten, als ll, die Mündlichkeit und Oef⸗
zum größeren Theil der Fall iß, soll kollegialisch sein. teren Instanz die Rechtsp der seither nur bei den höh und hebt die privilegirten Geuäccht bestehen, so weit thunlich, auf, fassungs⸗Urkunde §. 55, von höhtem Grade erfüllt wird.
zeichnet der Gesetz⸗Entwurf als welche das Verfahren, sowohl in bürger auch im Strasprozesse, gebaut verden so
rent Schäffer) s
Beschlüsse berück
aber auch die P erwarten. —
lücklichste Erfolg zu Abgeordneten
gen, es mögen durch sei der g. endement des lben aufgefordet. dieselbe im Ja und das Resultat war,
eechte zu behandeln seien,
Es liegt noch und dieser wird zur Begrün⸗ Natur der Zehentrechte be⸗ öoͤßten Genauigkeit erhoben Verhältnisse nach dem ge⸗ olitische und Justiz⸗ Brundherrlichkeit betreffe, so
eren Behörden
daß die Zehent⸗ und seitdem
Was die C anderswo der Zinserbpacht; das und daß das Lehens⸗Verhältniß
Kudlichschen
eres, als was
Vogteirecht sei dur ofdekret regulirt,
vrivatrechtlich 1— „Proclamation“,
fentlichkeit.
8 „Die Deputation (Refe sie über die Zweckmäßigkeit, so wi den Gesetz⸗Entwurf beabsichtigt felhaft gewesen sei. Die Aufbelung der um so unbedenklicher, da die Grundsätze, übung der Rechtspflege gebaut werden soll welchen die Patrimonial⸗Gerich Garanticen habe finden wollen, Die Mündlichkeit, insbesondere aber die L pflege, seien Schutzmittel, welche schon dem dernd entgegentreten, Zweifel den ungemessensten Eine schnelle, zugleich welche durch die kollegialische Zus dem Volke am nächsten stehenden der Gründlichkeit und Zuverlässigk erwecken und gewinnen solle, eine die oben angedeuteten Grundsätze, Augenblick überzeugen könne, wie werde, wie die Richter des Landes ihre e Pflicht erfüllen, bei thätig in den Gang der pflege, welche als Endziel ih Sinn für Gesetz und Gesetzlich nicht zu tilgende Wurzel schl gegenwärtigen Gerichtsverfassung, stitute der Einzelrichter welche eben keine Zierde der Die Deputation Vorlage, so wie auch mit der erw verstanden, und die Kammer trat dieser Ansicht na batte einstimmig bei.
Bei der Berathung der („Die Königl. Landgerichte, Justizämter, gutsgerichte, nicht minder die sämmtlichen Einschluß der Munizipalgerichte der Städte, ig werden aufgehoben’“) einstimmig Verwaltung auch eine längere Diskussion herbei. ammer beschlossen: in der daß die Staats⸗ Prinzips der Tren⸗ erliche, die
entgegengesetzten ch nicht einen ei ird Abgeordneter Trecies zielt, daß in dem vierten Absatze des chte“ die Worte „gegen spätere Trecieski: Er werde leuchte wohl Jedem von selbst ein, an bis zur definitiven Uebernahme von Anspruch auf Entschädigung ha⸗
agt in ihrem Berichte, daß Nothwendigkeit der durch keinen Augenblick zwei⸗ richte erscheine
nem anderen, Amendement
Versammlung. ein Amendement, we Antrages na eingeschaltet werden, te machen, denn es onialgerichte von jetzt Staates dafür einen gerechten Amendement wird vielseitig unterstützt. Antrag geht dahin, Antrages nach dem Worte „ von Seiten der Unterthanen bisher estehenden Dienstbarkeiten“ eingeschaltet werden. führt zur Begründung seines Amendem vielleicht Jedem bekannt, schon un⸗
nzigen Unterstützer in der fki aufgefordert, en Umänderung, Patrimonial⸗Ge auf welche die künftige Aus⸗ einen Schutz gewährten, wenn man in selbiger auch darzubieten niemals vermocht hätte. effentlichkeit bei der Rechts⸗ Versuche der Willkür hin⸗ ber, wenn man nicht dem nicht gelingen
lches dahin zielt ch „Patrimonialgeri
Fntschädigung zu begründen.
zweiten Absatze des Lasten“ die Worte „gegen gleich⸗ auf den herrschaft⸗
Mahalski's daß in dem
Kudlich'schen eitige Aufhebung der lichen Grundstücken b Abgeordnete i fuhrt In Galizien seien, wie
deren Ausführung a Raum vergönnen wolle, aber sichere Rechtspflege, eine solche, ammensetzung der Gerichte für die die Ueberzeugung Rechtssachen gebaut werde auf Volk sich in jedem Recht und Gerechtigkeit gehandhabt ben so schwere wie erhabene st durch die Geschworenen und eine Rechts⸗ sich gestellt,
Behörden schon eit bei Behandlung der Rechtspflege, die bei welcher das
botleistungen Grundherren
er mache nur darauf aufmerksam, verschiedene Erlasse ausdrülich den Seiten der Gutsbesitzer anzu⸗
verblümten Style seien den worin sie aufgefordert chenkung spreche, fest zereine zur schnelleren Betrei⸗ drohte man sie
in den Weg gelegt wurden; Gubernial⸗ Präsidium durch boten habe, derlei Schenkungen von ogar Erlasse in dem bekannten die Kreis⸗Aemter zugemittelt worden, der ihnen von einer derlei S und den Behörden zu überliefern. bung dieser Angelegenheit in mit Bajonetten
nehmen, ja s Bauern durch wurden, Jeden,
welcher das Volk selb Gerechtigkeit mit eingreife res Strebens die Aufgabe keit mehr und mehr zu verbreiten und ssen, sei unverträglich mit der n mit dem In⸗ keit und Heimlichkeit, sich weisen.
Lemberg, Krakau ꝛc. allein die Grundherren ließen freiwillig und in den meisten abzuschaffen. Damit aber ne Deputation hierher⸗ Majestät unter Anderem auch gebe⸗ in Kaiserliches Patent im gan⸗ That wurde durch ein vom 17. und in demselben die Gutsbesitzer die Er selbst sei ge⸗ Dörfern mit einer Bevöl⸗ t geschenkt wurde. Robot im Lande publizirt Ministerial⸗Erlaß, Robot aufzuhören, die Dienst⸗ Kreis⸗Commissaire entsendet, diese Herren hatten nun nic wo der Grundherr nicht zugegen w hältnisse eigener Art waren, hatten sie etwas machten sie sich das Vergnügen, verkünden und ihnen zu sagen, Sr. Majestät zu verdanken haben, da di würden entschädigt werden. te überein, wo auf die Schenkungen vi Im Ministerial⸗Erlasse und in de nen Instruction sei angegeben, ß ben; von einem Entgelt sei je Skizze von dem empörenden
auseinanderzutreiben; durch solche Machinationen nicht abs⸗ e Entschädigung die Robot ganz habe man ei
agen zu las könne sich nicht eine de Schriftlich Gerechtigkeit seien, stets von Zwecke der Regierungs⸗ im Allgemeinen ein⸗ ch einer kurzen De⸗
Fällen auch ohn dies im ganzen Lande bekannt werde, ner Adresse an Se. e Aufhebung aller Robot durch e zen Lande bekannt gegeben werde. April l. J. datirtes Patent dieser Bitte wird ausdrücktich erwähnt, Bauern von dieser Verpflichtung sch genwärtig gewesen, kerung von beiläufig jedoch jenes Patent über die wurde — dies geschah erst am 15. M. daß vom 15. Mai an alle
erklärt sich daher mit dem ählten Form,
Folge gegeben, hreren Kreisen
on entbunden haben. einzelnen Paragraphen wurde §. 1 Justitiariate und Kammer⸗ Patrimonialgerichte, mit und das Universitäts⸗ angenommen. §
in der unteren
als den Bewohnern von 30. 30,000 Seelen alle Robo Aufhebung der ai — erschien ein
gericht zu Leipz („Die Rechtspflege wird von der Instanz getrennt“) f Bei diesem Paragrap ständischen Schrift Regierung die zur nung der Justiz von der Administrativ⸗Justiz betreffende Ge Diesem Beschlusse räth die an, nicht beizutreten, s möge die Staats⸗
welcher dekretirte, barkeiten jedoch zu verbleiben haben. um diese Angelegenheit nur an jenen Orten,
ührte dagegen hen hat die erste K die Voraussetzung aus vollständigen Durchführung des Verwaltung jedenfalls erford setzvorlage möglichst beschleunigen Deputation der zweiten Kammer ag zu genehmigen: es Administrativ⸗Justiz so⸗ setzes an die Justiz⸗Be⸗ ließ jedoch bei der Abstimmung den sich Staatsminister Dr. Schröter entschieden er⸗ em Beschlusse der ersten
hts zu thun; ar oder Pachtver⸗ nichtsdestoweniger chmals die Schenkung zu Henke einzig und allein der Gnade e Gutsherren auf Sta aus nicht mit dem Kaiserl. eler Grundherren hingewiesen s⸗Commissairen gegebe⸗ Servituten noch fortzubestehen ha⸗ Dies sei eine kurze
den Bauern no daß sie diese Gesch
Dies stimme durch
ondern dafür den Autr Regierung die sogenannte fort mit Publication des gegenwärti hörden überweisen. den Antrag ihrer Deputation, gegen Braun und der Regierungs⸗Kommissar Dr. klärten, fallen und trat gegen 10 Stimmen d
doch keine Rede darin. Treiben der galizischen Beamten⸗Herrschaft. aller Feudal⸗Lasten aus
Die Kammer
gesprochen werde, Dienstbarkeiten, gehoben werden; wenn man schon eine Reform nicht nur zu Gunsten des Landvolkes, Dieses Amendement wird genü⸗ Amendement eingebracht, wonach im Antrages nach dem Worte „Lasten“ das Worte „Geschäfts⸗ ürtigen Gesetz⸗
Weid⸗ und Holzrecht auf vornehme, so müsse sie radikal sein, sondern auch zu Gunsten des gend unterstützt. unlte des Kudlichschen "und in dem vierten Punkte nach dem Verkündigung des gegenwe unter Verantwortlichkeit des Staa⸗ Amendement zu begründen, durchaus nicht gegen Kudlich's ihn bis in die letzten Kon⸗
Justiz und bezeichnet als zur richtsbarkeit in Civilsachen, tiz⸗Behörden zugleich mit die freiwillige Gerichtsbarkeit einschließlich ingleichen der Grund⸗ und die Polizei⸗Straf⸗
Der §. 3 betrifft den Umfang der Rechtspflege gehörig: a. b. die Strafgerichtsbarkeit, überlassen werden soll c. der Erbtheilungs⸗ und Vormundschafts⸗, Hypothekensachen, d. die Kriminal⸗P hr durch das künftige Polizei⸗Strafgesetz anzuw e mit einem von der ersten mit Einschluß der Administra⸗ hesetzgebung zu bestimmenden
die streitige Ge
Neuwall hat das 1“ wobei den Jus
Wort „BPllichten führung“ die Worte Entwurfes im Namen, tes“ gesetzt werden.
bemerkt Neuwall: Antrag gerichtet, sequenzen durchzuführen. Klassen ausgedehnt werden. Pflicht der Obrigkeiten sei, weil dies ein Mandat sei, aben. Diese Ansicht sei ganz falsch, ndern der Obrigkeit als moralisch obald aber das obrigkeitliche Verhältniß aufhört, f diesem Mandate nachzukommen. er auch unpraktisch, un
„sogleich von
auf Kosten und Aufgefordert, di
Dieser sein Antrag sei sondern habe nur den Zweck, Das Prinzip der Gleichheit müsse ab
Man sei hier der Ansicht gewesen, daß es die Patrimonial⸗Gerichtsbarkeit fortzuführen, wovon die Mandanten sie noch nicht entbunden denn nicht dem Individuum, welches er Person wurde das Man⸗
olizei und e. gewalt in dem i den Umfange. Dieser Abschnitt wurd Kammer beschlossenen Zusatze zu a; „ tivsachen in der durch die künftige C Weise“, genehmig pfohlen, in der
Staatsregierung der Entwurf vorlegen, durch welchen den ben den Gerichten alle dieje richtsbarkeit rechtsgültig vorzunehmen, wärtigen Gesetz⸗Entwurfs nicht aufge Antrag wurde gegen 16 Nachdem sodann die §§. 4 Verfassung und Kollegialität) hatten, wurde die heutige Sitzung geschlossen.
Sachsen⸗Weimar. Ihre Königl. Hoheit di angekommen.
Am 6ten ge auf den Schloßplatz, aufgestellt hatte, und mit ihr auf den Exerzierplatz. die betreffende Bek dann ein dreimaliges, hoch ausgebracht.
Das Staats⸗Ministerium
Die Deputation hat hierbei der Kammer em⸗ ständischen Schrift zu beantragen: nächsten Stände⸗Versammlung einen 1 Notarien verstattet werde, ne⸗ gen der freiwilligen Ge⸗ welche §. 3 unter c des gegen⸗ führt sich befinden. der Kammer „5 und 6 der Vorlage (Neue Behörden⸗ fast einstimmig Annahme gefunden
es möge die
Gutsherr ist, so dat zu Theil.
die Pflicht weg, Standpunkte; es wäre ab keiten noch ferner zur Ausübun da dieselbe in der Regel mit
Taxen nur eine geringe daß sein Verhältniß gegenüber dem ist, wird er seine Pflicht so eifrig w dann die Obrigkeiten für Alles verantwor algerichte in ihrer jetzigen Lande wird ihnen gar nicht mehr cherheit hervorgerufen;
So viel vom rechtlichen Fite Hans un billig, wollte man die Obrig⸗ der Patrimonialgerichtsbarkeit anhalten, edeutenden Kosten verbunden ist und die Wenn der Beamte weiß, Gutsherrn ein unsicheres, schwankendes ie früher erfüllen, und wie will man Endlich ist es un⸗ Verfassung bestehen zu las⸗ gefolgt und dadurch wollen wir nun war⸗
16 Stimmen Entschädigung gewähren.
tlich machen? LVei Zt h machen? (Weim. Ztg.)
Weimar, 9. Aug. sin Karl von Preußen ist hier
möglich, die Patri sen, denn auf dem eine unangenehme Rechts⸗Unsi — 2 Gesetzlosigkeit
immer größere Fortschritte macht? einzugreifen, und von dem Augen
e Frau Prinzes
ßherzogliche Linien⸗Militair wo sich bereits die Bürgerwehr mit den Bür⸗ marschirte darauf gemeinschaftlich Viereck formirt,
gen Mittag rückte das Gro
Hier also ist es Pflicht des Staates, b blicke, wo dieser Gesetz⸗Entwurf angenom⸗ men wird, muß der Staat erklären, daß er die Gerichtsbarkeit erster In⸗ überall übernehme, daß in seinem Namen, auf seine Kosten und un⸗ einer Verantwortlichteit allein Recht gesprochen wird. (Beifall.) Dieser Strobach: Noch liegen acht Amen⸗ Er trage daher
Hier wurde ein großes Reichsverwesers verlesen und ihm cher Mannschaft wiederholtes Lebe⸗ Akt fand in Eisenach statt.
hat nachstehende Bekanntmachung
anntmachung des
Antrag finder lebhafte Unterstützung. von sämmtli
dements zu dem Kudlichschen Antrage darauf an, daß die weitere Verhandlung auf morgen vertagt werde.
llen Seiten: ja! ja!) Lohner: Er stelle die Bitte, das Präsidium möge, um eine gründliche Berathung möglich zu machen, bis morgen alle bisher unterstützten und die letzten acht Amendements in den Druck legen und morgen an die Mitglieder vertheilen lassen. Dieser Vorschlag wird zum Beschluß erhoben.
ac Dresden, 6. Aug. strigen Sitzung der zweiten Kammer bildete der Bericht der ersten Deputation über den Gesetz⸗Entwurf, die Umgestaltung der Unter⸗ Gerichte, so wie die dem Gerichts⸗Verfahren künftig unterzulegenden tg sütze e. de Tagesordnung. Der gedachte Gesetz⸗Entwurf verfolgt einen doppelten Z Er beschäftigt sich nicht blos mit der Umgestaltung pyeheh Z5. n zeichnet auch die hauptsächlichsten Grundsätze vor dem Verfahren in bürgerlichen Rechtsstreitigkei⸗ unterzulegen gedenkt. Gerichte völlig aufgehoben, und Rechtspflege auf den Staat, als von sel⸗ wieder zurückgeführt; die seitherigen König⸗ s aufgehoben und die Rechtspflege Instanz durch Königliche Bezirks⸗ ner Gerichtsstelle verwaltet werden. Diesen ahl der Bevölkerung zugewie⸗ Verfassung der Unter⸗Gerichte
Ministerium sieht sich durch mehrere
„Das Großhe 1 folgenden Erklärungen ver⸗
rzogliche Staats⸗ neuerdings an dasselbe
gerichtete Eingaben zu
esserungen in den Staats⸗Einrichtungen und Mißbräuchen im Allgemeinen Vorschriften, welche mit der jetzigen Rich⸗ hr im Einklang stehen, wird das Großher⸗ ältigen Prüfung unterziehen, und je nach dem Ergebniß dieser
sj
Alle Vorschläge zu Verb der Staats⸗Verwaltung, oder zur Beseitigung bestehender tung des Staatslebens nicht me zogliche Staats⸗Ministerium einer sorgf welcher Seite sie auch kommen mögen,
2 8 Sachsen. (D. A. Z.) In der ge⸗ zu Abstellung von
Hauptgrund dem Groß⸗
Staats ⸗ Ministerium den Antragstellern die Gründe schriftlich mit⸗ Antrages entweder überhaupt oder noch Staats⸗Ministerium alle im e an dasselbe gelangenden Beschwerden Ein⸗ ßherzoglicher Behörden gegen die Beschwerde⸗ welche sie als Vormünder, vor mit der gebührenden Sorgfalt untersuchen dem Beschwerdeführer Kenntniß geben che Staats⸗Ministerium nicht wie sie kürzlich gestellt worden der jenes die Rechte und Frei⸗ Verbot erlassen
herzoglichen im letzteren Falle zutheilen, welche der Ausfü zur Zeit entgegenstehen.
geordneten Instanzenzug zelner über das Verfa führer selbst oder diejenigen, zu vertreten haben, nach wie und von seiner Entschließung auch lassen. Dagegen kann sich das Großherzogli bewogen sinden, auf Anfragen zu antworten, sind, ob nicht die Staats⸗Regierung dieses heiten einer Klasse der Staatsbuͤrger beeinträchtigende
richte, sonder welche die Regierung ten, wie auch dem Strafprozesse, Beziehung werden die P sonach die Ausübung der bigem allein ausgehend, lichen Unter⸗Gerichte sollen ebenfall im ganzen Lande in Gerichte mit stets offe Bezirks⸗Gerichten
In ersterer Eben so wird das
atrimonial⸗
Ehegatten u. s. w.
——
soll eine größere Anz les bei der gegenwärtigen
habe? ob nicht der oder jener von einer Behörde innerhalb der Gränzen ihrer Amtsbefugnisse getroffenen Maßregel, wie man vermuthe, eine freiheits⸗ feindliche Absicht zu Grunde liege? u. dgl. m. Seine Zeit ist zu kostbar, um alle ungegründeten Vermuthungen und Verdächtigungen, an denen un⸗ sere Zeit so reich ist, zu widerlegen. Eben so wenig kann dasselbe auf Ein⸗ gaben von Einzelnen oder Vereinen Rücksicht nehmen, welche sich berufen fuͤhlen, die Rechte Dritter, von ihnen rechtlich nicht zu Vertretender, gegen angebliche Eingriffe der Behörden zu wahren, und sich deshalb überdies mit Uebergehung der nächsten Vorgesetzten dieser Behörden unmittelbar an das Großherzogliche Staats⸗Ministerium wenden. Wer eine Beschwerde über eine ihm widerfahrene ungerechte oder ungeeignete Behandlung vor⸗ zubringen hat, mag sich selbst oder durch einen legitimirten Bevollmäch⸗ tigten an die zuständige Behörde wenden, und es wird ihm der dem Sachverhalt entsprechende Bescheid werden. Nach diesen Grundsätzen werden auch die bereits vorliegenden Eingaben behandelt werden. In Uebereinstimmung damit wird hierdurch öffenilich bekannt gemacht, daß auf eine Eingabe r obigen Art angeordnet worden ist, daß die Admini⸗ strativ⸗ und Polizei⸗Behörden des Großherzogthums denjenigen, welche sich bei einer sie betreffenden Resolution derselben nicht ohne Weiteres beruhigen zu können vermeinen, auf deren Anfrage die Gründe der Resolution zu er⸗ offnen haben. Dem weiter gehenden Antrag, diese Behörden zu verpflich⸗ ten, mit ihren Resolutionen (immer und ohne Weiteres) zugleich die Gründe derselben zu eröffnen, konnte dagegen im Interesse der Abschneidung unno⸗ thiger Schreiberei und weil sich die Gründe des Beschlusses in den meisten Fällen von selbst ergeben, nicht gefügt werden.
Weimar, den 29. Juli 1848.
Großherzoglich sächsisches Staats⸗Ministerium.
von Watzdorf.“ b
Frankreich. Paris, 9. Aug. Das Journal des Débats wünscht, es möge die englische und französische Ver⸗ mittelung in Italien von Erfolg sein; auf diesem Wege würde viel Blut gespart, das Recht über die Gewalt gestellt, der Zeitraum, in welchem wir leben, geehrt und die Welt für Jahr⸗ hunderte mit Krieg und Schlachten verschont werden. Die Demo⸗ cratie pacifique dagegen predigt Krieg. Der Commerce greift das soziale Blatt deshalb sehr heftig an und sagt unter An⸗ derem: „Wir sollten unsere Mittel erschöpfen, um ein Volk zu retten,
welches gestern unter Verwünschungen die Intervention abwies, die es heute fordert! ein Volk, welches es genehm findet, seine Leute und sein Geld zu sparen, auf Kosten des Geldes und des Blutes Frank⸗ reichs!“ Das Bien public empfiehlt Frankreich, die Abstimmung der National⸗Versammlung vom 24. Mai nicht zu vergessen: „Die National⸗Versammlung ersucht die ausübende Gewalt, als Richtschnur ihres Benehmens die einmüthigen Wünsche der Versammlung zu be⸗ rücksichtigen, und zwar einen brüderlichen Bund mit Deutschland, die Wiederherstellung Polens und die Befreiung Italiens!“ Das
Avenir national sagt: „Die unvorsichtigen Aeußerungen der Italiener und ihre übertriebenen Ansprüche haben den italienischen Krieg zu einem National⸗Kriege für Deutschland gemacht, und man muß sich nicht wundern, daß von München aus Freiwillige zu den regelmäßigen Truppen gestoßen sind, welche von Wien abgeschickt wurden.“ Dieses Blatt schlägt die Etsch als Graänze zwischen Oesterreich und Italien vor, mit einer Territo⸗ rial⸗Regelung für Tyrol. „Wenn man“, meint es, „für den Oester⸗ reicher die Adda, für die Piemontesen die Piave⸗Gränze feststellte, dann würden beide Völker sich immer feindlich gegenüberstehen. Besser wäre dann der alte Zustand.“ Der Con stitutionnel tadelt Lamar⸗ tine, Bastide und Cavaignac, daß sie dem Könige von Sardinien nicht bei Zeiten zu Hülfe geeilt, und sagt: „Man begnügte sich, ein Schat⸗ tenbild von einem Kriegslager zu errichten, und bewies sich gegen den König Karl Albert kalt und mißtrauisch. Man hatte andere Freunde in Venedig, andere in der Lombardei, andere in Piemont. Die Streitkräfte, die man an den Alpen zusammenzog, wa⸗ ren nicht für Karl Albert und sein Heer, sondern für die Anhänger der italienischen Republik, für die Lieblinge unserer Re⸗
gierung bestimmt. Man erwartete den Sturz des Königs von Pie⸗
mont und die Geburt einiger Republiken, um durch Unterhandlung
oder Waffengewalt dann einzuschreiten. Diese Hoffnungen haben sich indessen nicht erfüllt, Karl Albert wurde durch keine Insurrection gestürzt, und Oesterreich hat diese Lauheit benutzt, um Italien mit Soldaten zu überschwemmen und seine alten Vortheile wieder zu ge⸗ winnen. Auf diese Weise ließ man den günstigen Augenblick vor⸗
überstreichen, auf diese Weise trat man sein Glück mit Füßen. Jetzt
will man unterhandeln! Aber ist es nicht zu spät? Stellen sich keine unübersteiglichen Hindernisse entgegen? Muß uns jede Inter⸗ vention nicht unfehlbar in einen europäischen Krieg stürzen? Die
Republik befindet sich, gestatte man uns den Vergleich, genau auf
demselben Wege, wie die Juli⸗Monarchie in der Angelegenheit der spanischen Heirathen. Sie befindet sich zwischen einem allgemeinen Kriege und einer unmöglichen Unterhandlung. Die Väter unserer Februar⸗Republik wollten eine Familie kleiner italienischer Republiken gründen, wie die gestürzte Monarchie sich von dem Wunsche hinreißen ließ, ein Herrschergeschlecht zu beschützen. Wann wird Frankreich eine Regierung besitzen, welche für sich selbst uneigennützig und lediglich in den Interes der Marschall Radetzky habe Mailand wieder eingenommen. (Auf den Boulevards riefen die Journal⸗Verkäufer vorgestern Abend schon: „Ra⸗ detzky in Mailand! Kauft! Mailand in Belagerungs⸗Zustand!
Kauft!“) Wie dem auch sei, man spricht von einer bewaffneten In⸗
tervention Frankreichs in Ital'en. Man spricht auch von einer ver⸗ mittelnden Unterhandlung, welche Frankreich und England zu Gunsten
der Unabhängigkeit der Italiener in Gemeinschaft unternehmen woll⸗ ten. Es waͤre ein großes Unglück für Frankreich und für Europa, wenn die bewaffnete Intervention nothwendig würde, denn sie wird wahrscheinlich einen allgemeinen Krieg entzünden. Nicht Oesterreichs Interessen allein sind bei diesem Kampfe gegen die italtenische Frei⸗ heit betheiligt. Die deutsche Einheit ist nunmehr proklamirt; Deutsch⸗ land ist auf diese Weise an die österreichische Sache gebunden; ein Theil der deutschen Staaten würde sogleich diese Sache „mit Eifer unterstützen; ganz Deutschland würde vielleicht, früher oder später, nach derselben Richtung mit fortgerissen werden. So viel ist gewiß, daß die Unterstützung Rußlands den österreichi⸗ schen Waffen gegen ein für die Wiedererlangung seiner Unabhängig⸗ keit kämpfendes Volk nicht fehlen würde. Wer kann wissen, was Frankreich ein solcher Krieg an Freiheit und Blut kosten könnte. We zweifelt, daß der Fortschritt der europäischen Nationen auf der Bahr der Civilisation dadurch sofort würde unterbrochen werden. Der gried ist überall die Bedingung für die Entwickelung der freien Institutio nen; der auswärtige wie der Bürgerkrieg hat die Diktatur zur un⸗ vermeidlichen Folge. Arbeit und Wohlstand folgen dem Schicksal de Freiheit; sie sind die Früchte des Friedens und gehen nur zu oft n
ihm zu Grunde.“ In der Union liest man: „Es wird uns versi⸗ chert, daß gestern Nachmittag ein Kabinets⸗Courier in der sardinischen Gesandtschaft angelangt sei, der die Nachricht überbringe, daß König Karl Albert die Lombardei geräumt und daß die Oesterreicher in Malland eingerückt seien, welches kapitulirt habe. König Karl Albert hätte sich an der Spitze von 45,000 Mann und mit 64 Kanonen in seine Staaten zurückgezogen, ohne in seinem Rückzuge beunruhigt worden zu sein.“ Man liest in hiesigen Zeitungen jetzt einen Brief, welchen Marschall Bugeaud an einen Italiener in Turin geschrieben, der ihn aufgefordert hatte, der piemontesischen Armee seine Dienste zu weihen, und worin er für das ihm geschenkte schmeichelhafte
sen des Landes handelt? Gestern verbreitete sich das Gerücht,
Vertrauen bestens dankt, auf die Aufforderung aber nicht eingeht. Von Zeit zu Zeit richtet die Democratie pacifique einen Zuruf an die deutsche Nation. Gestern that sie dies im Interesse der Venetiäaner und Lombarden. Frankreich, sagt sie darin, könne nicht glauben, daß die deutsche Nation aus der Wiederunterwerfung Venedigs und Mailands eine Nationalfrage werde machen wollen.
Der heutige Moniteur meldet: „Nach Briefen aus Mar⸗ tinique hatte sich in den ersten Tagen des Juli dort das Gerücht von der nahen Abberufung des General⸗Commissairs der Republik ver⸗ breitet und Aufregung verursacht. Dies Gerücht war unbegründet. Die vollziehende Gewalt denkt nicht daran, den Bürger Perrinon in den Functionen zu ersetzen, die er bisher zu⸗ vollkommener Zufrieden⸗ heit der Regierung der Republik ausgeführt hat.“
Man glaubt, daß Armand Marrast, der seinen Posten als Be⸗ richterstatter der Verfassungs⸗Kommission wieder angetreten hat, ge⸗ gen den 18. August der National⸗Versammlung den definitiven Ver⸗ fassungs⸗Entwurf werde vorlegen können. Man versichert, daß die Einleitung bedeutend abgeändert sei, und daß die Kommissien aus ihrem Entwurse mehrere Artifel streichen werde, welche von den Ab⸗ theilungen nicht gutgeheißen wurden. Viele Repräsentanten sollen ge⸗ gen Ende des Monats Urlaub nehmen wollen, um die Zeit der Jagd und der Weinlese auf dem Lande zuzubringen. Nach den Be⸗ schlüssen der Reglements⸗ Kommission soll der Verfassungs⸗Entwurf, nach erfolgter Abstimmung über sämmtliche Artikel, au die Verfas⸗ sungs⸗Kommission zupückgeschickt werden, und dieser sollen sich die funfze on Abgeordneten der Abtheilungen mit berathender Stimme an⸗
chließen. Innerhalb der Frist von fünf Tagen wird die Kommission in einem Berichte der National Versammlung die etwaigen Abände⸗ rungen vorschlagen, welche sie noch in dem Entwurfe sür rathsam er⸗
chtet. Nur diese Vorschläge der Kommission können dann noch Ge⸗ genstand einer Diskussion sein. Nach der Abstimmung über dieselben soll hierauf zur desinitiven Abstimmung über den Verfassungs⸗Entwurf als Ganz’s geschritten werden. Die Majorität der National⸗Versammlung soll beschlossen ha⸗ “ zu unterstützen, der bezwecken würde, jede Er⸗ örterung über den Bericht der Untersuchungs⸗Kommission hinsichtlich b Mai⸗ und Juni Ereignisse auf unbestimmte Zeit zu vertagen.
is zur Beendigung des Druckes der Aktenstücke werden iibrigens
noch 15 bis 20 Tage verfließen. .
Die Presse, das Journal Emil von Girardin's, ist seit vor⸗ gestern wieder erschienen. Sie hat ihre frühere Aufschrift durch fol⸗ gende Stelle eines Dekrets der provisorischen Regierung vom 2. Mai ersetzt: „Die Preßfreiheit ist das erste Bedürfniß eines freien Lan⸗
8 „877 Nor . 8 7 4 des“. Der Eingang ihres ersten Artikels lautet: „Ohne Motive
unterdrückt, erscheint die Presse wieder ohne Bedingungen. Das Interdikt, welches sie am Sonntage, den 25. Juni, traf,
ist heute, Sonntag 6. August, aufgehoben worden. Sie er⸗
1 S . 7 8* scheint wieder nach einer Suspension, die 42 Tage dauerte,
einer Suspension ohne Richterspruch, ohne Verurtheilung, einer Sus⸗
pension, die nur einen einzigen Zweck haben konnte: den Ruin und den Sturz eines Journals, dessen Unabhängigkeit keine Rücksicht je⸗ nals beugen konnte.“ Weiterhin heißt es, daß die Presse wieder erscheine, ohne Gnade nachgesucht, ohne eine Verpflichtung eingegan⸗
üs
en und ohne irgend einen Groll bewahrt zu haben. Ihre einzige
8 g2. 2 „ 27„ „ 1 — 217 C Rache für das ihr zugefügte Leid, welches 300 Familien so lange brodlos gemacht habe, solle darin bestehen, daß sie der vollziehen⸗
den Gewalt nach Kräften zur Besiegung der ernsten Schwierig⸗
keiten helfen werde, gegen welche dieselbe mühsam ankämpfe. „Wenn wir“, sagt Emil von Girardin unter Anderem, „das Regi⸗
ment des Säaͤbels als Despotismus schilderten, so stellten wir es in demselben Aufsatze als eine Wohlthat hin. Warum unterdrückte also der General Cavaignac die Presse? Doch lassen wir die Vergan⸗
genheit ruhen, berücksichtigen wir nur die Gegenwart und schauen wir in die Zakunft. Der Ernst der Umstände hat noch keinesweges
nachgelassen. Den Gefahren sind die Schwierigkeiten gefolgt; sie be⸗ stehen leider ganz und gar. Der Krieg herrscht nicht mehr in den Straßen, aber ist darum der Friede in die Gemüther zurückgekehrt? Die Arme sind entwaffnet, aber die Leidenschaften desto reger; das
Mißtrauen wächst, der Privathaß nimmt überhand, die gesellschaft⸗
lichen Wunden eitern immer tiefer; ein Fehler, ein Irrthum, eine Ueberraschung, eine Verwickelung, etwas Unvorhergesehenes können von neuem drohend über uns hereinbrechen. Die bestehende Staats⸗ gewalt hat zwar die Stärke für sich, die für sie wacht; aber sie hat das Elend gegen sich, das Alles überschwemmt. Auch die Juli⸗Regierung von 1830 hatte ihre April⸗, Juni⸗ und Maitage, aus denen sie dreimal siegreich hervorging, was aber durch— aus nicht hindert, daß sie bei dem vierten Aulaufe, am 24. Februar, stürzte. Dreimal entrann die Republik glücklich der Gefahr, im April,
Mai und Juni. Wird sie es auch zum viertenmale? Wir wollen es
wünschen; aber lasse man sich nicht durch zu großen Optimismus ein⸗
schlafern, verschanze man sich nicht allzu⸗ fest hinter einen verhängniß⸗
vollen Egoismus. Das einzige Mittel, sich vor den furchtbaren Fol⸗ gen eines 24. Februar zu retten, besteht darin, sich gegen einen so⸗
chen 24. Februar, der in dem Siege der rothen Repuvlik bestände,
fortwährend gerüstet zu halten, diesen Sieg als nahe bevorstehend zu betrachten und Alles aufzubieten, um ihn zu beschwören, damit man sich, was auch immer eintreffe, wenigstens keine Vorwürfe zu machen habe.“ Ein doppeltes Supplement zu dieser Nummer der Presse enthält Girardin's Petition an die National⸗Versammlung gegen die Suspen⸗ sion, ein Rechtsgutachten zu Gunsten des Journals, die Protestation der Eigenthümer und lange Auszüge aus Girardin's Gefängnißtage⸗ buch. Die Assemblée nationale ist ebenfalls vorgestern wieder erschienen. Auch sie versichert, daß die ihr widerfahrene Verfolgung sie weder muthlos gemacht, noch mit Groll erfüllt habe; ihr einziger politischer Gedanke und Wunsch sei das Wohl des Vaterlandes. Man glaubt, daß einige der neun anderen Journale, deren Suspension wie⸗ der aufgehoben ist, wie der Pore Duchesne und das Journal de la Canaille, von der ihnen bewilligten Freiheit, wieder zu er⸗ scheinen, keinen Gebrauch machen werden. Die Liberté und der
Lampion wurden vorgestern wieder ausgegeben. Mittelst eines nach⸗
träglichen Dekrets vom gestrigen Datum hat General Cavaignac auch noch die Suspension des von Proudhon redigirten Représentant du Peuple aufgehoben.
Die Gazette des Tribunaux veröffentlicht die Namensliste der 450 vorgestern in Havre eingeschifften Insurgenten. Es sollten ihrer 500 eingeschifft werden, aber es war in den Forts einige Ver⸗ wirrung eingerissen, und so ergab sich bei der Zählung an der ersten Station, daß nur 480 vorhanden waren. Außer Thomassin, der das Banket zu 25 Centimen projektirt hatte, finden sich wenig bekannte Namen auf der Liste.
Unter den Papieren des Generals Duvivier findet sich eine Proclamation, die der Verstorbene als Mitglied des Arbeits⸗Aus⸗ schusses der National⸗Versammlung entworfen, um die Grundsätze dieses Ausschusses vor aller Welt darzulegen.
Die Maurer⸗, Zimmer⸗, Anstreicher⸗ und sonstigen Bau⸗Gesellen, die sich jeden Morgen auf dem Stadthaus⸗, Greve⸗, und Cairo⸗ Plätzen zu versammeln pflegen, um Arbeit zu suchen, tragen darauf an, daß man auch ihrer „Börse“ ein anständiges Lokal mit Säulen⸗ gängen u. s. w. erbaue.
In der lyoner Vorstadt Croix Rousse kam es, nachdem der Klub
gegen drei angeblich nur von Aristo⸗ fgehetzt hatte, vom 1. bis 3. August Am ten ward eines dieser Kaffeehäuser lich ausgeplündert, und ohne das wanzig Verhaftungen vornahmen, Das Volk dringt auf und am 4ten sah man neuem Un⸗
Verhafteten. daß dort am 2. August ein Kom⸗ äflingen entdeckt wurde, welche auf Bona al in Besitz nehmen und den Oberst Dumontet in Haft halten wollten, bis die Regierung ihre 1 Der Plan ward verrathen, und
präsident Rajuret die Arbeiter kraten besuchte Kaffeehäust jeden Abend zu Auflä⸗b nach Einwerfung der Einschreiten der Truppen, wäre es zu noch ärgeren C Schließung der drei fuge entgegen. Aus Algier plott unter den marschiren, das Arsen so lange als Geisel Forderungen b Rädelsführer wur stin Czartorys Das Gesetzgebungs⸗ mit den Anträgen seines Verhaftung wegen S Der Polizei⸗Pr. welche die Hauptstadt vom durchreiten sollen. Von hier u Armee abgegangen. Louis Lucian — da Louis Bonaparte
bie 88 8½ %, der Lit. B. von 83 ½ bis 86 ℳ gestiegen. Berlin⸗Stettiner Actien besserten sich ebenfalls im Course; die Ein⸗ nahmen der Bahn haben sich durch den augenblicklichen Stillstand des Handels zwar sehr vermindert; jedoch glaubt man, daß die Eröffnung der Stargard⸗Posener Eisenbahn, so wie der für die Folge sich d 1 die Ostbahn bildende Verkehr, günstige Folgen haben wird. Actien sind von 85 bis 89 7%l bezahlt. Berlin⸗Hamburger, ohne Um⸗ sat, blieben aber in kleinen Partiren gesucht und stiegen von 62 bis 65 %. Eben so sind auch Halle⸗Thüringer von 51 bis 53 % bezahlt, ohne daß der Umsatz darin bedeutend gewesen wäre. Minden bleibt das Geschäft beschränkt und der Cours, je nachdem Aufträge eingehen, schwankend; in dieser Woche und bis heute sti gen sie von 75 bie 77 %, wozu heute nur Kleinigkeiten bezah wurden. Rheinische Eisenbahnen wollen sich nicht heben, was in den Mangel an Vertrauen der Verwaltung seinen alleinigen Grund hat es ist etwas a 56 ⅜½ % bezahlt, sie bleiben aber à 56 % offerirt Niederschlesisch⸗ Märkische haben sich von 69 bis 7 diese Bahn bessert sich mit ihren Einnahmen zwar nur langsam, imn deß betrug solche doch im ersten halben Jahre circa 3000 Rthlr. igen . Stargardt⸗Posen von 65 bis ’ bezahl Bergisch⸗Märkische von 59 bis 58 % gewichen. Krakau⸗Oberschlesische sehr gesucht und von 40 bis 45 % gestiegen. Auch in Kosel⸗Oderberg ist etwas a 48 ℳ gemacht. burg bleiben 2 85 % gesucht. 8 33 ℳ%% geboten.
Fenster gänz
rzessen gekommen. Kaffeehäuser, Rajuret war unter den vernimmt man,
Militair⸗Str
ewilligt haben w 1 den verhaftet.
ka ist von Dresden hier eingetroffen.
2 National⸗Versammlung hat sich Berichterstatters auf Wiederherstellung der einverstanden erklärt. äfekt hat berittene Polizei⸗Agenten eingeführt Einbruche der Nacht bis zum Morgen
Comité der % gehoben;
mehr, als im vorigen Jahre. W . 67 ¾1 % bezahlt. B nd von Straßburg sind viele Polen zur italienischen Breslau⸗Frei⸗ 8. Steele⸗Vohwinkel begehrt und 33 % gebot Sehr beträchtlich war in dieser Woche das Ge⸗ schäft in Friedrich-⸗Wilhelms⸗Nordbahn, und sind solche von 40 bis * — d Für Magdeburg⸗Wittenberge hat sich die Speculation vermindert, da es zweifelhaft bleibt, ob diese Bahn dem Staate überlassen werden wird. 1 nach schon eine große Anzahl Stimmen dagegen erhoben haben. Die nächste am 14üten d. M. stattfindende General⸗Versammlung wird ente Der Cours siel von 45 ⅛ auf 43 ½ %, hat sich Von fremden Actien waren
kapoleon ist als Kandidat für Korsika aufgetreten bekanntlich die auf ihn gefallene Wahl abge⸗
43 ½ % im Steigen geblieben. Berliner Börse.
12. Aug. Es zeigte sich in der heute abgelaufenen schäft an der Börse, und mit der Ausdeh⸗ ller Eisenbahn⸗Effekten und Ursachen der anbaltend
— Berlün, Es sollen sich dem Vernehme Woche ein sehr reges Ge nung der Umsätze sind auch die Course d Fonds abermals beträchtlich gestiegen.
Stimmung sind nicht schwer aufzufinden, wenn man wahr⸗ 1 Bestrebungen des Auslandes und Deutsch⸗ lands dabin gerichtet sind, den Frinden nach außen und nach innen Diese Ueberzeugung wirkt an unserer, wie an allen deutschen Börsen, kräftiger, als jede sinanzielle Abhülfe denn bis jetzt konnte von dieser Seite her an unserer Börse wenig⸗ auch würde jede Hülfe vergeblich gewesen sein, wenn nicht, wie in diesem Augenblick, die Unternehmungslust durch ertrauens angeregt worden wäre. lich hatten unsere Spekulanten diesmal ihren richtet, von wo die Berichte zwar größtentheils beruhigend, doch im Allgemeinen t sers lauteten.
scheidend dafür sein. . isf wieder bis 44 ½ % gehoben. Mecklenburger sehr begehrt, doch fanden sich keine Abgeber nimmt, wie die allseitigen blieb, nachdem Weniges à 31 bezahlt worden, 33 % vergeblich ge⸗ ; . ogfeostigen 2. ,s „ 8 1 ½ 5 — s si-. 2 g zu erhalten oder zu befestigen. In Eisenbahn⸗Prioritäts Actien hat sich wenig geän⸗ dert, das Geschäft darin war unbedeutend, die Course aber behaup teten sich fest. W echseln machten sich fast alle Course sehr knapp. Hamburg k. S. Wien 2 Mt. 86 ¾ % Geld ohne Brief notirt. furt a. M. und Pe Notiz übrig.
ens nichts geschehen 8 8. stens nichts geschehen, Devisen zu besseren Mt. 142 ⅞ % und k. S.
151 ½ %. London 6. 23 ⅛½ und Ebzen so fehlt Frank⸗ Breslau blieben zur
die Befestigung des V Blick nach Wien ge⸗
unbestimmt die günstigen Nachrichten und hohe Cours⸗Notirungen von dort eintrafen, da man auch gleich⸗ zeitig aus den Mittheilungen von London erfuhr, daß die italienische Angelegenheit durch friedliche Vermittelung Frankreichs und Englands beigelegt werden solle, endlich aber, weil man fortwährend von einer friedlichen Ausgleichung der dänischen Angelegenheit mit aller Zuver⸗ sicht spricht, so zeigte sich eine entschieden günstige Tendenz, 8 bis zum Schluß der heutigen Börse vollkommen behauptete. — die pariser Notirungen achtet man jetzt weniger, weil man weiß, daß solche mehr von der finanziellen als von der politischen Bewe abhängig sind; desto mehr gewinnt der Stand der Frankfurt a. M. Börse an Ansehen, und die Notirungen von dorther bestimmen schon darum den Gang unserer Börse, weil sie kurz vor Eröffnung dersel⸗ ben hier eintreffen. 1
Durch das Steigen der Eisenbahn⸗ preuß. Bank⸗Antheile günstiger, weil bei der Bank große S Actien deponirt lagen, deren Ablösung keine Verluste nach sich ziehen dürften, eine Besorgniß, die von vielen Seiten geh sie im Allgemeinen nicht in dem Maße, wie man darüber sprach, t hien. Der Cours der Bank⸗Antheile ist auch seit vorgestern von 85 bis 88 ℳ% gestiegen, und es machten sich die Ab⸗ geber lselbst zu der erhöhten Notiz sehr 1 schuldscheine behaupteten sich sehr fest, sind sogar etwas gestiegen und blieben heute 73 ¾ Geld. · muß es auffallen, daß es mit der Zeichnung zum freiwilligen kann weder an Baarmitteln zur Be⸗ iger an Vertrauen und gewiß nur hin und Dagegen müssen
Answärtige Börsen. Louisd'or 112 ½ Gld. Besterreichische Banknoten 88 bez. u. Gld.
Seehandlungs⸗
Breslau, Peoln. Papiergeld bez. und Geld. Staats⸗Schuldscheine, 3 ½ proz. 73 ½ — bez. u. Prämien⸗Scheine 2à 50 Rthlr. 88 ¾ Br.
4 proz. 93 ½ Br., Preuß. Bank⸗Antheil⸗Scheine 86 Gld. Poln. Pfandbriefe alte 4 proz. 88 ¼ u. Gld., do. Partial⸗Loose a 300 Fl. 64 Gld. Russ.⸗Poln. Schatz⸗Obligatio Oberschl. Litt. X. 3 ½ proz. 91 ¼ Gld., do. Breslau⸗Schweidnitz⸗Freiburg 4 proz. 85 bez. ez., do. Prior. 5 proz. 93 4proz. 40 Gld. riedrich⸗Wilhelme⸗
do. neue 4 praz. 88 ½ 89 Gld., do. a 500 Fl. nen 4proz. 62 bez.
Actien wird die Meinung für Niedersehl Märk 3 ½ proz 71 ½ b — 12 * 8* * mln . S22 . 2 Br., do. Ser. III. 5proz. 88 Br. Krakau⸗Oberschl. 4 proz. Nordbahn 4 proz. 4
Neisse⸗Brieg 45 ½ — + bez. u. — 43 bez. u.
Wechsel⸗ Amsterdam 2 M. 142 ¾ Gld. Hamburg a vista 151 ½ Gld.
egt wurde, wiewohl
gerechtfertigt erschien.
London 1 L. St. 3 M. 6.
Bei allen diesen . s a vista 99 ¾ Gld.
günstigen Mittheilungen nicht rascher fortschreitet.
theiligung, noch wen Met. 5proz. 82 ½ —- 84. 4proz. 68 —69 133— 138. Mail. 77—80.
B. A. 1115 — 1120.
Nordb. 108 ½ Livorno 71 ½ — 72. K. K. 16 % Gold Br.
Amsterdam Hamburg 169 B. Die Börse fest und steigend;
Gloggn. 98 —101. die Masse nicht augenfällig genug darthut, wie den Einzahlern für Pesth 71—7. 8 ihre baare Einlage ein 5 pCt. Zinsen tragender Staats⸗ techten der 3 prozentigen Staatsschuld⸗ hat unendlich in der Meinung, derselbe mit Verlust wieder zu verkau⸗ amnum fortzukom⸗
Augsburg 112 B. 1 . fremde Devisen und Gold flau da die Bank nicht kaufte, auch hieß es, daß unsere italienische Armce aarsendung mehr bedürfe.
Leipzig, B. A. 148 Br.
ein mit denselben 9 scheine behändigt wird. viele Theilnehmer veranlaßt, ihren Antheil, sei einer Beisteuer gleich zu erachten, fen; sie sind froh gewesen, men und auf diese Weise, Staats beigetragen zu haben. gleichen Aeußerungen zu vernehmen, täglich vorkommt, wo dergleichen Verlust⸗V leicht gelingt es uns durch diese Aeußerung, eine worin den Betheiligten gesagt wird, von an die Zinsen à 5 pCt. berechnet tionen emittirt werden.
Auf den dieswöchentlichen Geschäftsv wir zuvörderst bemerken, daß einzelne Eise ders faveur nahmen. städter, die von 95 bis 103 ⅛ gestiege seit der jüngsten Reaction zuerst den abei nur in kleinen Posten zu haben. sich in jedem Monate vermehrt, und da die „ betrug, so kann man für dies Jahr einen noch arten. Dieser Bahn steht hinsichts der bedeutenden die Frequenz steigt noch 112,000 Rthlr.
Dieser Mangel an Klarheit
mit einem bedeutenden ihrer Meinung nach, zu den Lasten des Wir haben Gelegenheit gehabt, der⸗ und wissen leider, daß es auch erkäufe stattfinden. Declaration hervor⸗ welchem Termin und wann die betreffenden
G Part. Oblig. 98 Br. 8 95 ¼ Br., 94 ¾ G.
Schles. 74 Br., 73 ⅛ G. Löbau⸗Zittau 21 Br. Magd.⸗Leipzig 173 Br. Berl. Ank Br., 88 G., do. B. 85 G. Altona⸗Kiel 88 ¾ Br., 87 ½ G. D Preuß. Bank⸗Antheile 86 ½ Br., 86 G.
Frankfurt a. M., 11. Aug. Das Geschäft in Staats⸗Effekten war heute von Bedeutung. Alle Gattungen derselben hielten sich vom Anfange an bis am Schluß der Böise willig begehrt, und man be⸗ zahlte dafür und zum Theil merklich höhere Preise als gestern. In er Umsatz unbedeutend. -
Chemn.⸗Riesa
erkehr zurückkommend, müssen nbahn⸗Actien ganz beson⸗ gdeburg⸗Halber⸗ n sind; diese Actien haben also Pari⸗Cours überschritten und Die Einnahmen haben Dividende im vorigen
Hierzu gehören zunächst Ma
u Nur Bexbacher und Pariser Post vom 9ten war bis am Nach der Börse waren 3 pCt.
Eisenbahn⸗Actien war Taunusbahn blieben höher. Schluß der Börse nicht eingetroffen. Span. und Eisenbahn⸗Aectien zu billigeren Preisen offerirt auf das Gerücht von niedrigen Coursen von Paris und Madrid.
Darmst. 50 Fl. L. 62 ⅞. 6 Baden 50 Fl. 46 ⅛. 46 ½. dito 35 Fl Sardin. 24 ½. 24 ½. 5
Jahre bereits höheren Ertrag erw Mehreinnahmen die Obers fortwährend und betr mehr als in demselbe Ertrag sich auf 6 Cours der Actien in dieser Woche bis beinahe den Cours erreicht, den sie vor den Februar⸗Ereignissen 96 % standen. Unter den in dieser Woche ansehn enbahnen gehören auch Potsdam⸗Magdeburger, Der Cours stieg rasch von uß der Notizen, noch Es ist keine Frage, daß nach Beseitigung der bedeutenden Verluste durch Speculationen der tung, welche sich indeß durch die besseren Zeitumstände hoffentlich vermindern werden, diese Eisenbahn gut frequent bleiben wird. Die Einnahmen bis Ende Juni c. betrugen 42,000 Rthlr. mehr, als im v. J.; im Juli c. zwar 2000 Rthlr. weniger, jedoch ist dabei zu tehl⸗ und Getraidetransport im Juli vorigen betrug und diesmal gar nichts dafür ein⸗ hr bedeutenden Ausfall erleidet durch den⸗ ie Berlin⸗Anhalter Eisenbahn, wes daß die Actien mehr, als es früher der Fall war, der Cours der
Met. 70 ¼. 69 ¼. dito 25 Fl. .277. 27 ¼. 3 proz. Span. 18 ½. 18 ½. Köln⸗Minden
chlesische zu Seite; ug in dem ersten halben Jahre c. n Zeitraume des vorigen Jahres, wo der Netto⸗ belief; unter solchen günstigen Aussichten i 92 % gestiegen, und haben solche
hess. 26 ½. 26 ½. Poln. 300 Fl. L. 88 G. Bexbach 69 ½.
do. 500 Fl. 64 ½. 63 ⅞. Friedr. Wilh. Nordbahn 41 ¾.
Paris, 10. Aug. Z proz. 43, 43. 75. Sproz. 70. 50. Nord⸗ n bahn 380, 378. 75. einnahmen, wo sieL lich gestiegenen Eis London, 9. Aug. für welche sich zahlreiche Käufer fanden. 42 bis 53 ½ %, es ist sogar heute, nach Schl 55 % bezahlt worden.
Zproz. Cons. p. C. u. a. Z. 86 ½. 3 ½poroz.
Art 1 3 2442 22 1 .
Ard. 14 ½. Zproz. 21 ½. Pass. 2 ½. 4proz. ostind. 69. Merx. 16 ⁄⅞. Engl. Fonds waren heute etwas niedriger. waren wenig Käufer. In Eisenbahn⸗Aectien war bei niedrigeren Prei⸗ sen wenig Geschäft.
Amsterdam, 10. Aug. Markts war, bei unbelangreichen Geschäften, im — In span. zeigten sich verschiedene Verkäu zu niedrigeren Preisen Oesterr. höher gefragt. Met.
Für fremde Fonds
früheren Verwal⸗ Die Stimmung des holländ. Fonds⸗ Allgemeinen sehr fest. in Folge dessen sie berädksichtigen, d 9a8e e, 84, 64 rnis gen.
igen, da 5proz. 6 J. 2 ½proz. Jahres an 16,000 Rthlr. see genommen ist. Einen se selben Umstand auch d
nicht befremden kann,
Holl. Integr. 43 ½, ½, 3proz. neue 50 , 51. Span. Ardoin
halb es auch b 8
do. 4proz. 75 ½.
Lit. A. ist dennoch von Stiegl. 74 ½.