1848 / 166 p. 2 (Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

Frankfurt a. M., 14. Okt. (O. P. A. Z.) Die Nr. 4 des

1 setzblattes enthält nachstehende Reichsgesetzblattes enthe

ff je Beschaffung von 5,250,000 Fl. (3,000,000 Rthlr.) für 5 Harine; vom 10. Oktober 1848. 1b

Der Reichsverweser, in Ausführung des Beschlusses der Reichs⸗ versammlung vom 14. Juni d. J. verordnet wie folgt: §. 1. Zum Zwecke der Begründung eines Anfangs für die deutsche Marine soll mittelst Umlage nach der bestehenden Bundesmatrikel vorläufig eine Summe von Fünf Millionen Zweihundertfunfzigtausend Gulden (Drei

Millionen Thaler) verfügbar gemacht werden. G 8 .2. Das der Finanzen ist mit der Vollzie⸗ dieser Verordnung beaustragt.

dung ancfart, den 10. Oktober 1848. Ber Reichsverweser Erzherzog Johann. Der Reichsminister der Finanzen von Beckerath.

Ferner folgende

Bekanntmachung des Reichs⸗Ministeriums der Finanzen, betreffend die Vertheilung der vorläufig für die deutsche Marine verfügbar zu machenden 5,250,000 Fl. (3,000,000 Thaler) auf B Staaten; vom 10. Oktober

Die gemäß der Verordnung des Reichsverwesers vom heutigen Tage zur Gründung einer deutschen Marine vorläufig verfügbar zu machende Summe von 5,250,000 Fl. (3,000,000 Thaler) ver⸗ theilt sich auf die einzelnen Staaten nach der unterm 3. Mai d. J. ergänzten Matrikel wie folgt:

Fl. Kr. Rihlr. pr. Crt. Sgr. Pf.

Oesterreich . .... 1,566,138 33 894,936 9 4

Preußen. 1,580,686 50 903,249 18 6

Königreich Sachsen ..... 198,198 49 113,256 44 1 14) Bayern ... 587,989 51 335,994 5 11 5) Hannover 215,599 12 123,199 16 2

Württemberg.. 230,482 26 134,704 7 6

165,165 41 94,380 11 10

Kurhessen 93,792 25 53,595 20

Großherzogthum Hessen. 102,320 5 58,468 18

Holstein und Lauenburg. 59,459 39 33,976 28

Luxemburg und Limburg 41,883 12 23,933 7

Braunschweig 34,618 4 19,782

Mecklenburg⸗Schwerin.. 59,129 19 33,788

Nassau 7. 50,007 3 28,575 15) Sachsen⸗Weimar... 33,198 18 18,970 16) Sachsen⸗Koburg⸗Gotha. 18,432 30 10,532 17) Sachsen⸗Meiningen⸗H... 18,994 3 10,853 18) Sachsen⸗Altenbuerg..... 16,219 16 9,268

9) Mecklenburg⸗Strelitz... 11,853 46 6,773 20) Oldenbuuug.. . 36,455 20,831 21) Anhalt⸗Deßuau ,785 4,997 22) Anhalt⸗Bernburg 6,118 3,496 23) Anhalt⸗Cöthen. 5,360 3,063 4) Schwarzb. Sondersh... 7,451 4,258

Schwarzb.⸗Rudolstadt. 8,908 5,090 Hohenz.⸗Hechingen. 1vvnr. ö 1,368 Liechtenstein 18““ 52 Hohenz.⸗Sigmaringen.. 5,873 3,356 Waldedl .88 8,568 18 4,896 Reuß 6. ’scS.... 7*½ 3,675 2,100 Reuß j. L.ü 8,622 4,927 Schaumburg-Lippe.... 1,981 Lippe. 414,90 6,801 Hessen⸗Homburg.. 3,y30. 1,887 Lübeck. 3 4 3,836 Frankfurt 8† 5 Bremen is iE Hamburg 88 1 1 12,250

Summa. 5,250,000 3,000,000 den 10. Oktober 1848. Das Reichs⸗Ministerium der Finanzen. vpon Beckerath. 8 Behaghel.

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Preußen. Berlin, 15. Okt. Se. Majestät der König waren heute Morgen um 9 Uhr mit Ihrer Majestät der Königin und mit den Prinzen des Königlichen Hauses auf der Eisenbahn von Potsdam hier eingetroffen und begaben sich, nachdem Allerhöchstdie⸗ selben zur Feier Ihres hentigen Geburtstages dem Gottesdienst in der hiesigen Domkirche beigewohnt hatten, nach dem im Thiergarten belegenen Schlosse Bellevue. Auf dem Bahnhofe, vor der Domkirche und in den Straßen, durch welche Se. Majestät fuhren, wurden Sie vielfach von dem jubelnden Zuruf des versammelten Volkes be⸗ grüßt. Vor dem Schlosse Bellevue war eine Compagnie Infanterie als Ehrenwache aufgestellt. Es hatten sich daselbst eine durch Be⸗ schluß der National⸗Versammlung abgeordnete Deputation, bestehend aus dem Präsidenten Grabow, den vier Vice⸗Präsidenten Phillips, Jonas, Waldeck und von Unruh und 25 durch das Loos gewählten Mitgliedern der National⸗Versammlung, eben so Deputationen des Magistrats und der Stadtvererdneten von Berlin und der hiesigen Bürgerwehr eingefunden; ferner waren zugegen die Mitglieder des Staats⸗Ministeriums, die Generalität, Deputationen der Afademie der W ssenschaften und der hiesigen Universttät, und die Präsidenten und Vorstetzer der anderen Königlichen Behörden. Se. Majestät der König empsingen zuerst die Glückwünsche der Deputation der National⸗ Versammlung und des Staats⸗Ministeriums. Der Präsident Gra⸗ bow hielt hierbei folgende Rede:

B; „Mazestät! . ie versammelten Vertreter Ihres freien und treuen Volkes, von demselben auf Allerhöchstihren 8 eeec um mit Ew. Ma⸗ jestät 5 große Verfassungswerk Preußens zu begründen, haben uns an dem heutigen bedeutungsvollen Tage, der dem Lande seinen Kö⸗ nig gab, beauftragt, Ew. Majestät zum erstenmale ihre ehrfurchts⸗ vollen Glückwünsche zu Allerhöchstihrem Geburtstage darzubringen.

Durchdrungen von dem Ernste der Gegenwart und im freudi⸗ gen Hiablick auf die große Zukunft unseres theueren Vaterlandes sprechen wir im Namen derer, welche uns entsendet haben, mit dem offenen und wahren Sinne, mit der ehrfurchtsvollsten Hingebun von Männern, welche Treue gegen ihren König und Treue 12 dae Volk nimmer zu trennen wissen, den innigsten Wunsch aus 88 Ew Majestät in thatkräftiger Rüstigkeit der heutige Tag zum Heil 8 Baterlandes, zum Segen Ihres Volkes noch viele Jahre wiederkehre und daß Allerhöchstdieselben Sich noch lange mit Ihrem Königlichen Hause der neuen Zeit erfreuen!

Möge es Ew. Majestät vergönnt sein, die Institutionen voll⸗ ständig in das Leben treten und gedeihen zu sehen, von denen wir gewiß sind, daß sie die Bande, welche die ruhmvollen Thaten Hohen⸗ zollernscher Fürsten zwischen Ew. Majestät und dem Volke geknüpft haben, fester und fester knüpfen werden.“

Hierauf erwiederte Se. Majestät in improvisirter Rede freund⸗ liche dankende Worte, und indem Sie dabei auf die Größe und

Aufgabe der Regierung und der g nur durch inniges Zusammen⸗

Schwierigkeit der gemeinschaftlichen National⸗Versammlung, deren Lösun wirken Beider möglich sein wünde, hinwiesen, drückten Allerhöch selben die größte Bereitwilligkeit aus, das begonnene Werk zu fördern und un endung zu führen.

Se. Majestät unterhielten Si geordneten und geruhten demnächst ten Behörden entgegenzunehmen. und der Stadtverordneten

Ihrerseits in diesem Sinne nter Gottes Beistand zur Voll⸗

ch hierauf mit allen einzelnen Ab⸗ die Glückwünsche der versammel⸗ Die Deputationen des Magistrats chten Ihm Adressen der städtischen Der Commandeur der Bürgerwehr, der Secretair der Akademie der Wissenschaften und der Prorektor der ten ihre Huldigung in gaben Se. Majestät ein huldreiche erfreut über die herzliche Theilnahme, kundgegeben wurde. Ihre Majestät die mit den Abgeordneten der National⸗Vers gen Anwesenden mit gewohnter Huld und

Berlin, 16. Okt. Die heute ausgegebene Nr. 46 der Gesetz⸗ it über die Publication des Reichsgesetzes, Falle gerichtlicher Anklagen gegen Mit⸗ chs⸗Versammlung.

on Gottes Gnaden, König von jermit zu wissen: Nachdem der der deutschen National⸗ 30. September 1848

Universität brach⸗ b Auf jede derselben Erwiederung und waren sichtlich welche Ihnen von allen Seiten Königin haben Sich gleichfalls ammlung und mit den übri⸗ Freundlichkeit unterhalten.

besonderen Anreden dar.

sammlung enthält das Pate betreffend das Verfahren im glieder der verfassunggebenden Rei

„Wir Friedrich Wilhelm, v Preußen zc. ꝛc. thun kund und fügen 9 Reichsverweser in Ausführung des Beschlusses Versammlung vom 29. September 1848 unterrn nachfolgendes Gesetz verkündet hat:

Artikel 1.

Ein Abgeordneter zur verfassunggebenden darf vom Augenblick der auf ihn gefallenen Wa vertreter von dem Augenblick an, wo das Mand erlischt, während der Dauer Reichsversammlung weder verhaftet noch i gezogen werden, mit alleiniger Ausnahme der Ergr. scher That.

Reichs⸗Versammlung hl an, ein Stell⸗ at seines Vorgängers der Sitzungen ohne Zustimmung der n strafrechtliche Untersuchung

eifung auf fri⸗

Artikel 2. alle ist der Reichs⸗Versammlung von der ben, und es steht ihr zu, zum Schluß der Sitzun⸗

In diesem letzteren F getroffenen Maßregel sofort Kenntniß zu ge⸗ die Aufhebung der Haft oder Untersuchung bis gen zu verfügen.

Artikel 3.

Dieselbe Befugniß steht der Reich Verhaftung oder Untersuchung zu, welche über einen Abgeordneten ahl bereits verhängt gewesen ist.

Artikel 4. irgend einer Zeit wegen seiner Ab⸗ lung, oder wegen der bei Aus⸗ tlich verfolgt oder g gezogen werden.

Versammlung in Betreff einer zur Zeit seiner W

Keein Abgeordneter darf zu stimmungen in der Reichs⸗Versamm übung seines Berufes gethanen Aeußerungen gerich sonst außerhalb der Versammlung zur W

Artikel 5.

Vorstehende Bestimmungen treten in Kraft mit dem Tage ihrer Verkündigung im Reichs⸗Gesetzblatte. t so bringen Wir dieses Gesetz hierdurch zur öffentlichen K . unter Unserer Höchsteigenhändigen Unterschrift un beigedrucktem Königlichen Insiege

Gegeben Bellevue, den 14. Oktober 1848.

Friedrich Wilhelm.

von Bonin.

von Pfuel. Eichmann. Hr. Graf von Dönhoff. Für den Minister der geistlichen ꝛc. A

von Ladenberg.“

ngelegenheiten.

Berlin, 16. Okt. gelegenheiten geh

In der letzten Zeit hat sich auf amtlichem Wege als durch Wunsch kundgegeben, chen⸗Angelegenheiten weltlichen und geistlichen übertragen werden möge. veränderte Stellung des Ministers d hat erneute Veranl Maaßregeln in das Auge zu fassen, w stehenden Veränderung der Beziehungen dem Staste für die evangelische Hierbei ergab sich zunächst, daß es

Aus dem Ministerium der geistlichen ꝛc. An⸗ Kittheilung zu.

n allen Theilen des L. die Presse vielfach und dringend der Verwaltung der evangelischen Kir⸗ einer von dem Ministerium getrennten, aus Mitgliedern zusammengesetzten, Behörde Dieser Wunsch, als dessen Motiv die er geistlichen Angelegenbeiten assung dargeboten, diejenigen elche in Folge der bevor⸗ zwischen den Religionsge⸗ Kirche ersorder⸗ nicht möglich assung so schnell, als Abschlusse zu bringen, theils i Feststellung der Trennung der weil jene Entwickelung von deren Lösung zu Kirche verbietet. verkannt werden, an den Staat verde, wenn

t uns folgende M andes sowohl

angeführt wird,

sellschaften und lich sein werden. sei, die Entwickelung einer selbstständigen es vielseitig gefordert worden ist, weil es zuvörderst noch der gesetzliche Kirche von dem Staate bedarf, theils einer Reihe sehr schwieriger Vorfragen abhängt, übereilen die gerechte Rücksicht auf die Zukunft der te konnte jedoch eben so wenig assung sich bioher so eng Zerfallens ausgesetzt sein 1 cltnisses unvorbereitet ger inen, daß es nothwendig sei, Verwaltung mit n könne, bis einigt haͤben werde. tniß der bestehenden

Auf der anderen Sei daß die Kirche, deren Verf angelehnt hat, der Gefahr des die Auflösung ihres bisherigen Verh sollte. Es wurde also die Ueberzeugung gewo einen Mittelpunkt zu schaffen, Hülfe der bestehenden Behör sich die Küche selbst über Diese Aufgaͤbe setzt vor Allem Zustände und Erfahrung voraus, nicht in dem gewünschten Maße in wurde erkannt, daß den verschiedene nügt sein werde, wenn die dem neren Kirchenverwaltung riums, und zwar zur Verme Chefs ergeben k selbsiständiger kollegi den. In diesem Sinne ist von er an Se. Majestät den König Vortr bei zugleich beantragt worden, zur Pflicht tung zu treffen, deren es bedarf, um über ihre Verfassung hältnisse, daß die Aller die Vereinbarung aften erfolgt

von welchem die kirchliche den so lange geführt werde ihre Verfassung ver himeichende Kenn welche eine neugebildete sich vereinigen kann.

n hier obwaltenden Rücksichten ge⸗ den Attribute der in⸗ heilung des Ministe⸗ welche sich in der

Minister zustehen angelische Abt idung der Kollisionen, önnten, unter dem Vorsitze des Direktors alischer Ausübung übertragen wür⸗ dem gegenwärtigen Ministe ag erstattet, und es ist da⸗ der gedachten Behörde aus⸗

unverzüglich der Kirche die freie Ent⸗

Person des derselben zu

höchste Entschließung erst über die veränderte Inzwischen schon jetzt zur Beseiti— chtung getroffen werden, daß in der kirchlichen Verwaltung, olksvertretung nicht stattfindet, anstatt ch Stimmenmehrheit nd die Konsistorien daß diese Mit⸗

in der Natur der Ver daaun erfolgen kann, Stellung der Religions⸗Gesellsch wird jedoch von Seiten des Ministe gung etwaniger Bedenke denjenigen Angelegenheiten Verantwortlichkeit gege der ihm zustehenden

der Abtheilung Beschluß gefaßt wird. in Kenntniß gesetzt worden. dazu beitragen werde,

u die Einri in denen eine

alleinigen Entscheidung na

Es läßt sich erwarten, vielfach laut gewordene Besorgnisse zu zerstrenen und einer verderblichen Spaltung vorzubeugen.

Sitzung vom 13. Oktober Die Sitzung wird um 11 Uhr

Oesterreich.

Reichstag. Vormittags. *

(A. Oest. u. W. Z.)

eröffnet. Pillersdorff verlangt in einer dringenden Angelegenheit das Wort. Er liest aus dem Constitutionellen Blatte in Böhmen die Aufforderung von 20 czechischen Deputirten, Palatzky und Rieger an der Spitze, sich am 20. Oktober in Brünn einzufin⸗ den, um über einen Reichstag sich zu besprechen. Er bringt im Na⸗ men vieler Deputirten einen euergischen Protest ein, stellt die Un⸗

gesetzlichkeit dieses Schrittes dar und macht die Urheber für alle Fol⸗ gen verantwortlich. (Lebhafte Acclamation.) Der Antrag wird ein⸗ stimmig und durch Acclamation der von ihren Sitzen sich erhebenden ganzen Versammlung angenommen. Er lautet: „Der hohe Reichs⸗ tag beschließt, mit Rücksicht auf die im Constitutionellen Blatte aus Böhmen vom 11ten d. M. enthaltene Aufforderung einiger böhmischen Reichtags⸗Abgeordneten: Der Reichstag hat auch unter den Ereignissen der letzten Tage seine Berathun⸗ gen mit Beobachtung aller legalen Formen nie unterbro⸗ chen. Er ist die einzige legale konstituirende und gesetzge⸗ bende Autorität, die überwiegende Mehrzahl hat, ihrer Pflichten ein⸗ gedenk, ihre Plätze nie verlassen und wird ihre Aufgabe, ohne sich durch irgend ein Hinderniß beirren zu lassen, ununterbrochen fort⸗ setzen. Der Reichstag hat alle abwesenden Mitglieder aufgefordert, ungesäumt mit ihren Verpflichtungen gegen ihre Kommittenten und

gegen die Gesammt⸗Monarchie nachzukommen. Diese Pflichten kön⸗

nen nur hier am Sitze des Reichstags erfüllt werden. Jeder Ver⸗ such von Abgeordneten oder anderen Individuen, sich an einem an⸗ deren Orte zu versammeln und Beschllisse zu fassen, welche nur dem Reichstag zustehen, ist ungesetzlich und ungültig. Der Reichstag er⸗ klärt daher auch jede Anfforderung zu diesem Zwecke als null und nichtig, protestirt vorhinein gegen alle allfälligen Beschlüsse und macht die Urheber und Tbeimehmer an denselben für alle Folgen verantwortlich. Das Ministerium wird aufgesordert, diesen Beschlüs⸗ sen sogleich die ausgedehnteste Publizität auf den geeigneten Wegen zu geben. Cavalcabo und Gleispach verlesen gestrige Protokolle, wesche nach einigen Verbesserungen angenommen werden. Die Wahl der beiden Vice⸗Prasidenten erfolgt. Das Skrutinium für den ersten

Vice⸗Präsidenten ergiebt bei 203 Stimmen 108 für Brestel. Die⸗

ser ist also zum ersten Vice⸗Präsidenten ernaunt. Nebstdem haben erhalten: Pillersdorf 57, Schuselka 22, Lasser 10. Die Wahl für den zweiten Vice⸗Präsidenten ergiebt keine absolute Majorität, sie wird daher auf den Abenb verschoben. De meisten Stimmen, 76, hatte Ambrosch. Von den auf 196 noch fehlenden bekam Pillersdorf 65, Lasser 39, Schuselka 12. Schuselka erstattet Bericht vom Ausschusse: Außerordentlich böswillige Gerüchte in den Provinzialblät⸗ tern, wo von Mord und Brandwuth in Wien gesprochen wird, veranlassen den Ausschuß, um jede Spaltung zu verhindern, diese Gerüchte offen zu widerlegen. Das brave Volk von Wien ist eine Sicherbeitswache für sich selbst, und deswegen ist es dem Sicherheits⸗ Ausschuß leicht, Sicherheit in Wien zu erhalten. Seit acht Tagen hat das Proleta⸗ riat Waffen, und es ist noch nichts in diesen aufgeregten Tagen vor⸗ gekommen, was in einer großen Stadt in ruhigen Tagen zu geschehen pflegt. Wir haben heute ein Plakat erlassen, wo wir alles Privat⸗

und Staats⸗Eigenthum unter den Schutz des Volkes stellen, dessen 8 Wahlspruch ist: „Heilig das Eigenthum.“ Es sind 200,000 Fl.

C. M. an die Gemeinde⸗Kassen Wiens erlassen worden, demit die brodlosen Leute, die jetzt alle unter Waffen stehen, unterstützt we den. Dieses Geld hat der Finanz⸗Minister von den zwei Mil⸗ lionen bewilligt, die dem mittellosen Gewerbsstande zugewee⸗ sen waren. Eine sehr schwierige Aufgabe war es für der Ausschuß, die Kampflust der Unseren zu beschwichtigen. V.

es mit unserer Stellung und unserer Vollmacht unvereinbar, Kampf zu unterstützen, da das hohe Haus eine friedliche Ausgleichung durch Se. Majestät herbeizuführen sucht. Wir sprechen unsere Po⸗

littk offen vor aller Welt aus. Ein Angriff von unserer Seite könnt

nur zu unserem Verderben führen. Dennoch treffen wir stets Vor⸗

fehrungen für den äußersten Fall. Von Steyermark sind 500 Be⸗ waffnete (Studenten, Garden, Arbeiter) angekommen; eben so von Salzburg 36 Studenten und 2 Professoren, die sich dem Reichstage zur Verfügung stellen. Aus Olmütz erhielten wir eine Adresse heute Nachts, worn die Volkswehr von Olmütz erklärt, daß sie keinen Augenblick Anstand nimmt, dem Aufrufe des Reichstages Folge zu leisten. Die Deputation, welche diese Adresse überbrachte, brachte auch eine Proclamation von Windischgrätz, die übrrall im Lande verbreitet ist, und worin Alles aufgefordert wird, um sich ruhig zu verhallen, daß der Gesetzlosigket in Wien durch die Militairmacht schon ein Ende gemacht werden werde, daß die Militairmacht nicht eine Verkürzung der constitutionellen Freihei⸗ ten, sondern eine Festigung derselben beabsichtige. Vom ollmützer Kreisamte ist ein Schreiben gekommen, daß der Kaiser sein Hoflager in Ollmütz aufzuschlagen beschlossen habe. Eine telegraphische De⸗ pesche berichtet, daß der Kaiser am 14. in Ollmütz eintreffen werde. iste telegraphische Depesche von Löhner: „Brünn ist ruhig. La⸗ zanski hat 200) Garden als Ehrenwache zum Kaiser nach Sellowez geschickt. Maier ist beim Kaiser.“ 2te telegraphische Depesche. von Lohner: „Ist der Reichstag noch vollzählig?“ Von Auereperg be⸗ kamen wir heute eine Zuschrift, worin er die Antwort dee Bans giebt, welche lautet: „In einem mir gewordenen Auftrage brachte mich meine militairische Operation nabe an die österreichische Gränze, dort erfuhr ich die Lage Wiens, und ich kenn dieselbe nicht anfgeben, da ich als österreichischer General meine Pflichten kenne.“ Vor einer halben Stunde kam eine Deputation aus dem ungarischen Lager, um ihr einen Geleitschein zu geben, in das Lager des Kommandirenden Auersperg gehen zu können, um Depeschen abzugeben. Wir haben ihr eine Bedeckung mitgegeben.“ Der Antrag in Betreff der 200,000 Gulden wird einstimmig angenom⸗ men. Ambrosch: „Selbst nach Krain sind üble Gerüchte gedrun⸗ gen, und sogar die Gesetzl'chkeit des Reichstages ist dort im Zwei⸗ fel, wie es aus einem Zeitungsblatte ersichtlich ist. Ich trage an, eine Proclamation an die Provinzen zu erlassen.“ Borrosch's Adresse soll zum Vortrage kommen, da diese, so wie Ambrosch's Antrag, noch nicht formulirt sind, wird die Sitzung auf 4 Uhr vertagt. Abendsitzung vom 13. Okt. Eröffnung 5 Uhr. Die Wahl des zweiten Vicepräsidenten findet statt, es ergiebt sich abermals keine absolute Majorität, die Wahl schwankt zwischen Pillersdorff und Am⸗ brosch. Ein zweites Skeutinium, bei dem 202 stimmen, ergiebt 159 für Pillersdorff. Er ist mithin Vickpräsident und verspricht in einer kurzen Rede Alles für die Volksfreiheit zu thun. Schuselka berichtet vom Ausschusse: „Vom Abgeordneten Löhner ist eine tele⸗ graphische Depesche angelangt. Er ist gestern 10 Uhr Nachts nach Selo⸗ witz gereist, aber man wollte daselbst den Erzherzog Franz Karl nicht wecken, indem man sagte, es sei ihm schon Alles bekannt. Des Morgens kam er vor den Kaiser, der eine schriftliche Antwort gab, deren In halt dem nicht kontrasignirten Manifeste 88s Schonbrunn gleich ist. Fürst Lobkowitz gab zweimal mündliche Auskunft. Auersperg und Jellachich werden nicht angreifen, sondern sich blos vertheidigen. Uerer Jellachich, der blos wegen Ungarn da sei, werde weiter sügt werden. Schriftliche Erklärung wurde verweigeit. Eine tele⸗ graphische Depesche ist angelangt, daß Wind ischgrätz heranrücke. Vom Ban Jellachich ist ein Offizier angelangt. Er hoffe, durch seinen früheren Brief beruhigend gewirkt zu haben. Er ist nur. für die Freiheit da, und sein Wirken in Ungarn zeige, daß er für die Gleich⸗

berechtigung aller Nationen kämpfe. Er werde sich zur Bekämpfung der Anarchie jeder gesetzlichen Macht zur Verfügung stellen. Er würde es bedauern, wenn bei Wien ein kroatisch⸗un neischer Kriegsschauplatz entstände. Der Ausschuß antwortet hierauf, daß in Wien weder Anarchie noch Ungesetzlichkeit herrsche und in Abwesenheit des Kai⸗ sers der Ausschuß die Ordnung aufrecht erhalte, welche vom Volke kräftig unterstützt wird. Der außerordentliche Zustand ist nur der, daß das Volk unter Waffen ist, weil eben zwei Heere vor seinen Mauern stehen. Um diesen außerordentlichen Zustand zu heben, be⸗ darf es nichts, als daß der Ban sich wegbegebe, denn der ihm ver⸗ haßte Zustand ist nur hervorgerufen, weil der Ban gegenwärtig ist. Auch der Reichstag will keinen kroatisch⸗ungarischen Schauplatz, und darum ersucht er den Ban, mit seinen Truppen wegzuziehrn. Gold⸗ mark will, daß man den Ban noch aufmerksam mache, daß sein Ge⸗ dächtniß kurz sei. Auf der einen Seite spricht er von der Volksfreiheit und von Freundschaft, und im selben Momente tritt er gegen die Volksfreiheit auf, indem er die Garde der Umgegend ohne Grund entwaffnet, eben so sich eine Art Brandschatzung erlaubt, indem er Einquartierungen befiehlt ꝛc. und in eben diesern Augenblicke abermals ein Angriff auf die St. Marxerliuie EA. Er wünscht dies in würdiger Sprache noch hinzugesetzt. chuselka ist gegen die Aufnahme des Ent⸗ waffnungspunktes, weil es immer Gründe giebt, die sich bei dem Marsche einer Armee vorschützen lassen. Allerdings ist es wahr, daß eben Angriffe auf mehrere Punkte der Linie geschehen, aber sie sind hervorgerufen durch die Kampfeslust der daselbst aufgestellten Bewaff⸗ neten. Der Ansschuß, im Vereine mit der besonnenen Legion, hat alles Mögliche gethan, um davon abzuhalten, aber derlei Vorposten⸗ gefechte kommen in allen feindlichen Lagern vor, und das edle Blut ist nur zu bedauern. Das Antwortschreiben, so wie Goldmark'’s Zusatz, werden angenommen. Borrosch verliest die von ihm beantragte und ihm zur Verfassung übertragene Adresse an den Kaiser in Betreff des Völker⸗ Kongresses. Nach eimiger Debatte wird die Adresse angenommen. Ee wird hierauf über die Art der Absendung debattirt. Einige wol⸗ len Borrosch, Andere 3, wieder Andere 5 Mitglieder senden, Gschnitzer will alle Nationalitäten vertreten haben. Pienkowski spricht es aus, daß Borrosch in Wien jetzt unentbehrlich sei. Er werden endlich 5 Mitglieder zur Deputation bestimmt. Dem Präsi dium ist die Ernennung der Mitglieder überlassen. Es bestimmt: Fischer, Wierzchlejski, Hagenauer, Herzog, Turko. Hierauf wird die Wahl⸗ des Secretairs vorgenommen. Die Stimmzettel werden abgegeben, und das Präsidium wird die Zählung überrnehmen. Die Sitzung wird um 8 Uhr aufgehoben, Eröffnung morgen 10 Uhr früh.

*

Wien, 13. Okt. (J. d. Oest. Lloy d.) Noch immer ist keine wesentliche Aenderung in dem Zustande unserer Stadt eingetreten; die Läden sind noch fortwährend geschlossen, Gewerbe⸗ sewohl wie Handels⸗Verkehr völlig gehemmt, da alle waffenfähigen Männer vom Gemeinderathe unter die Waffen gerufen wurden; und statt des sonst so fröhlich bewegten Straßenlebens sieht man jetzt nur ernst einher⸗ schreitende Gestalten, den Auedruck der Entschlossenheit und zum Theil der Erbitterung auf der Stirn und die blanke Waffe auf der Schul⸗ ter. Die in ruhigen Tagen so zahlreiche und graziös gepute Da⸗ menwelt unserer öffeutlichen Spaziergänge ist verschwunden, und nur hier und dort sieht man ein dem Anschein nach der höheren Klasse angehörendes Frauenzimmer, welches aber, näher besehen, in die Kategorie derjenigen weiblichen Wesen gehört, die sich als getreue Anhängerinnen der Emancipation und des Kommunismus für Na⸗ tional⸗Eigenthum erklärten.

Das Pflaster im Innern der Stadt ist noch von Distanz zu Distanz aufgerissen; au den strategisch bedeutenderen Orten, wie an den Ecken und Mündungen der Hauptstraßen, um die Universität, an den Thoren, bestehen die Barrikaden nicht allein fort, sondern werden von den dabei wachenden Arbeitern und Arbeiterinnen noch mehr ver⸗ stärkt, mit Dünger und Sand geschützt und ganz kunstgerecht ausge⸗ baut, so daß wir überzeugt sind, daß in keiner Stadt der Welt, selbst nicht in Paris, die Barrikaden⸗Kunstfertigkeit eine solche Höhe und Ausbildung erreicht hat, wie in dem gemüthlichen Wien. Zum Staunen aber sind die Befestigungen in den Vorstädten und an den Linien; hier sind die Barrikaden noch von Schanzen und Gräben unterstützt; es wurden förmliche Verhaue gebildet und einzelne Punkte, welche besonders dem Angriffe ausgesetzt sind, in eine Art improvisirter Forts umgewandelt. Die Stimmung der Bevölkerung entspricht die⸗ sen kriegerischen Rüstungen; besonders aber zeichnen sich, anßer den Akademikern, die bewaffneten Acbeiter und National⸗ Garde der Vorstädte aus. Es ist höchst anerkennenswerth, wie die Arbeiter die ungeheuren Strapazen des Wacht⸗ dienstes ununterbrochen schon seit fünf Tagen und fünf Nächten er⸗ tragen; wie sie in ihren dünnen Rocken, ohne Mäntel, im Regen und Wind unverdrossen auf den Wällen auf⸗ und abpatrouilliren, und trotz des Mangels, welchen sie nicht selten erleiden, zu keiner Drohung oder Gewaltthat schreiten, ja nicht einmal eine Forderung laut wer⸗ den lassen. Die Vorstädter⸗Garden aber und die an den Linien auf⸗ gest llten Legionaire zeigen eine so unbändige Kampflust, daß sie mit den Kroaten fast in beständigen Plänklergefecht n begriffen sind, und alles Parlamentiren, alle abmahnenden Adjutanten, die zu Pferde hin⸗ und herfliegen, können diesen von Stunde zu Stunde sich wiederholenden Ausbruch der Feindseligkeit nicht verhindern. Wird nun ein solches Plänklergefecht etwas bedeutender, so giebts gleich Lärm in der Stadt; Frommeln wirbeln, bewäaffnete Haufen eilen hinaus in die Vorstädte, Neugierige drängen sich in den Straßen, und die hier und dort schon geöffneten Läden schließen sich plötzlich; denn jede Nachricht von eini⸗ gen an den Linien gefallenen Schüssen wird mit Blitzesschnelle so entstellt und zu solcher Höhe gesteigert, daß es heißt: „die Kroͤaten greifen die Vorstädte an.“ Pie Kampfgier und die Volkswuth wurde gestern Nachmittag durch ein jammervolles und empörendes Schau⸗ spiel zu einer wahren Raserei gesteigert. Als nämlich die Truppen des General Auersperg den Schwarzenbergischen Garten und das Belvedere geräumt und Studenten und Bürger die militairisch so feste Position eingenommen hatten, fand man verscharrt in der Erde den Leichnam eines jungen Mannes, welcher auf die entsetzlichste und bar⸗ barischste Weise verstümmelt war, so daß wir vor Schauder und Entsetzen dem Leser dieses Bild nicht zu malen vermögen. Es soll ein Techniker gewesen sein, welcher ven polnischen Soldaten des Regiments Nassau (ein Regiment aus dem Tarnower Werbebezirk, dessen Bauern schon im Jahre 1840 an ihrem Adel ähnliche Gräuel begingen) gefangen und gemordet wurde. Der verstümmelte Leichnam wurde auf die Aula, dann durch die Straßen in den

Reichstag gebracht, „damit die Vertreter des Volkes sähen, mit wel⸗

chen Feinden man zu kämpfen habe.“ Das Volk und darunter viele Nationalgarden der sonst nicht gerade als besonders freisinnig

bekannten Viertel der inneren Stadt schwur mit erhobener Waffe,

die Thräne der Wuth im Auge, Mann für Mann Rache der That und ihrem Urheber!

Wie traurigen Eindruck dieses Schauspiel auf das Volk und die gesteigerte Bewegung des Gemüthes machte: so freudig und beruhi gend wirkten zwei andere Nachrichten, welche vom Reichstage aus mit unglaublicher Schnelle durch Stadt und Vorstädte sich verbreite⸗

ten: die erste meldete: „daß General Auersperg, welcher sich, wie

wir oben schon angegeben haben, zurückgezogen hatte, und zwar aus Mangel an Zufuhr und wegen der Feuchtigkeit des offenen Lagers, die

80

Die unerbittliche Nothwendigkeit, Ordnung und Ruhe in auf unerschütterliche die bestimmten Wünse

s hohen Reichstages zu unter⸗

Majestät sich um die schleuni tistischen Manifeste vom 5. O ckliche Anerkennung der chen Reichstages, sowie um die arn und Croatien auf Grund⸗ d der Rehabilitation

ist, veranlaßt. diesem verhängnißvollen Augenblicke machen es den Unterzeichneten zur Pflicht Voltes der dringendsten Erwägung de

ches gegen die Stadt zu unter⸗ hnung für seine Truppen zu⸗ die zweite war noch freudigerer Art, nämlich die ation, welche anzeigte, daß 40,000 Leitha, um augenblicklich nach Ungarn überhaupt Hand in Hand hochherzigen Wien, dessen Erhebung es seine (Siehe die Adresse der Ungarn.) Dieses wirkte Theil mancher noch ängstlichen Gemüther, achrichten aus Prag, die das Heranzie⸗ en meldeten, geschreckt, eine befürchteten. en das Hülfe⸗ Anerbieten Ungarns an⸗ wenn Fürst Windischgrätz auch wirklich ihres Umfanges schon vom öglich mit seinen 20 25,000 M. d Wiener wird aushalten kön⸗ tschlossen, beim ersten Kanonenschuß, fällt, aus der Stadt einen en den Rücken der Kroaten zu machen. schon die gehörigen militairischen Maßregeln zlibers montirt und eigene mobile Corps at auch diese Sache in die Hand genom⸗ Bewohner der Stadt und Vorstädte zur Ein Herr Sternau formirt ein mebiles aus fast lauter Fremden beste is und bewaffnete sich mit den Wimmer⸗ und Kärnthner⸗Vier⸗ a ein drittes Corps Legion und besteht aus den hier anwe⸗ Italiener nicht zurückgeblieben sind, ist sehr begreiflich. Nur eines ist zu be⸗ Wechsel des Kommando⸗ Einheit und Energie herrscht; Scherzer, ein vom Fach, fühlte schon am ersten gewachsen sei, und trat ab; aber auch er hielt sich nur 48 Stunden; mhaunser (auch als Literat vortheil⸗ efs wählten unglücklicherweise einen lcher bei der jetzt herrschenden Partei deshalb schon einige Jetzt schwankt die Wahl und Dr. Frank, Beide von allen Parteien Man erkennt aus diesem raschen Wechseln der as Schwierige unserer Wiederherstellang der ruhigen Entwickelung der arten, wenn der Feind entweder die Umgegend in österreichischen Boden zurückgezogen leicht schon der heutige, gewiß aber die Entscheidung bringen und Geschick die ehernen Würfel werfen. ähnte) Adresse des ungarischen Reichstages an st tuirenden Reichstag lantet: ligen Kampfe für die Freiheit und ihr hörten Verrath der reage⸗ dbrüchigen Söldlinge begriffen, ist von dem für die heldenmüthige Aufopferung des Armee des Ver⸗

bestimmteste Erkl nehmen, wenn m kommen lassen wolle: Meldung einer ung Ungarn bereit ständen bei Wien zu marschiren, gehen würde mit dem Rettung verdanke.“

berubigend auf einen großen welche besonders durch die N hen des Fürsten Windisch

ärung abgab, nichts Feindli an ihm Lebensmittel und

arischen Deput

Br n der a. 2 Bruck a 1) Der hohe Reichstag wolle bei Sr.

und unwiderrusliche Zurücknahme der ber d. J. und um nochmalige ausdrü⸗ des gegenwärtigen konstituirenden sogleiche Herstellung des Frieden lage der Gleichberechtigung aller 2 aller constitutionellen Rechte verwenden.

2) Se. Majestät veranlassen, alle unveran Krone sofort nnd für im

3) Se. Majestät um den sogleichen Zurü Gesammt⸗Ministeriums bitten und ein Ministerium als mit rem vollen Vertrauen des Volkes beehrt, darstellen. ät alle dem Vaterlande nach

Sou verainetät

ationalitäten un grätz gegen . S wortlichen Kabinets⸗ und Fa⸗ mer zu entfernen. .

cktriit des gegenwärtigen Löhner⸗Borrosch,

de⸗Rath hab milien⸗RNäthe de

und der Gemei genommen, dieser Tage kommen s Feinde befreit, da Jell nigten Angriff der Denn Letztere haben sich en welcher zwischen Ungarn massenhaften Ausfall geg diesem Zwecke werden auch sch Artillerie jeden K Der Gemeinder men und alle waffenfähige Bewaffnung verpflichtet.

Freicorps; ein an hend, bildete sich Gewehren der Nationalgarden des zu welchen man nennt sich die mobile Polen⸗ senden Polen.

und so wird, die Stadt zu

1) Kraft seiner Souverainet außen drohenden Gefahren baldigst beseitigen und so Verantwortlichkeitsgesetz erlassen.

5) Vom Kriege⸗Ministerinm fordern, liche Garnisonen innerhalb des Weichbildes von Wie anderen sogleich daraus entfernen.

6) Sogleich die unbedingte Unterste gewalten und Civilgerichte, au ges, aussprechen und demselben

Ungarn un gleich ein Minister⸗

dasselbe solle nur volksfreund⸗ belassen und alle

und Kroaten

llung des Militairs unter die Civil⸗ sgenommen im Falle des auswärtigen Krie⸗ alle constitutionellen Staatsbürgerre aber die Vorfälle des heutigen en und Thaten daran

7) Vom Kriegsminister verlangen, daß i Tages dem wegen seiner volksfreundlichen Gesinnung betheiligten Militair volle A

8) Se. Majestät bitten, daß er die Kriegsgese sche Maßnahmen in den italienischen Provinze marschall Radetzky den Befehlen des verantw nisteriums unterstelle.

9) Die Erklärung des Wien verhindern, weil dieses des Volkes führen müßte. danken die Unterzeichneten dem ho reits getroffenen zweckmäßigen und ve theilweise die oben ausgesprochenen Wüns

deres Freicorps, im Café Frangais mnestie ertheilt werde.

tze und andere terroristi⸗

me und den Feld⸗

kein Vertrauen ortlichen österreichischen Mi⸗

Daß auch die politischen Gründen dauern, daß im G neral Chefs nicht die gebörige braver Mann, aber kein Soldat Tage, daß er seiner folgte Hauptmann Brann, darauf wünschte haft bekannt); aber die Bezirks Anderen (Herrn Spitzhütel), we im Gerüchte des Schwarz⸗Gelt Stunden nach seiner zwischen Messenhauser geachtete Männer. Personen das und wir können die Dinge nur dann erwe der Stadt verlassen und sich vo hat oder geschlagen wird. der morgige Tag Kaiserstaates künftiges Die (gestern erw den österreichischen kon „Die ungarische Nation, im hei gutes Recht gegen den in der tionairen Camarilla und ihrer ei ankgefühl durchdrungen edlen, tapferen Wiens, wo Jellachich zu verhinder

Standrechtes und Belagerungszustandes in

u den traurigsten Repressalien von Seiten Kommando wegen gst press

8 hen Reichstage für die be⸗

ksfreundlichen Verfügungen, wele

Aufgabe nicht che des Volkes bereits erfüllt

Im Namen des Studenten⸗Ausschusses:

Moritz H abrofski, Vorsitzer.

Im Namen des Central⸗Ausschusses der wiener

Dv. Karl Tausenau, Schriftführer.“

man Herrn Mest Volks⸗Verei

sbthums steht und S 1

Wabhl gestürzt wurde. Bekanntmachung des Gemeinde⸗ Rathes. b Mitbürger!

Laut einer von Seiten dee Herrn Kommandirenden, GBrafen von

hohe Ministerium grlangten Zuschrift, hat der

Belvedere verlassen und mit seinen Trux⸗

Ban von Croa⸗

Schwankende und d Anersperg, gu. b99 S 1— Erstere seine bisherige Stellung im

pen sich nach Inzersdorf zurückgezogen, wo auch der Der Herr Kommandirende hat erklärt, bei der noch ge⸗ Aufregung nicht in die Ka⸗ ch den Herrn General⸗Major ause aufhalten wird, zur Verbindung zurückgelassen. daß die von den Truppen in den lben möchten ausgefolgt wer⸗ athe und dem National⸗ Kommandi⸗

tien lagert. gen das Militair in Wien herrschenden sernen zurückkehren zu können, welcher sich im Invalidenh

Mattauschek, Aufrechthaltung einer legalen ersucht, zu veranlassen, enen Effekten dense ige vom Gemeinde⸗R

hat derselbe Kasernen zurückgelast Weltgeschichte unerl den, worüber das Nöth Oberkommando Aerarial ⸗Gebäude, zurückgebliebenen des hohen Reichetags gestellt, und esfalls das Entsprechende eingel er Stadt Wien hat, wie a lässig eine friedliche Ausgleichung der o und sieht sich angewiesen, seine eine Bemühungen auf das ents in dieser Richtung un sein Bevollmächtigung und die mitunter stürmisch an ihn Maß egeln zu schreiten,

der jede Beunruhigung des Milit zrigsten Folgen führen könnten. in diesen Verhältnissen Boden zu Zohl und die Sicherheit

mit dasselbe die Verstärkung der Militair- n sich so glorreich erhoben hat.“ ie ungarische Nation erklärt vor Gott und der hrer eigenen Freiheit gleich achten en Wünschen der österreichischen zu ihrer heiligsten Pflicht machen wird. die Freiheit beider Natione ch jeden Traktat mit der Camari bekennt sich aber vor Gott und der Bundesgenossen und Bruder der österreichischen Nationen, und er⸗ vie gegenseitigen Interessen zur beiderseitigen Basis des Rechts, der Billigkeit und der freien Bruderhand. Un⸗

Personen un wird auch die meinderath d

eitet werden. r hohe Reichstag, unab⸗ bschwebenden Verhältnisse an⸗

Mitbürger dringend aufzufor⸗ chiedenste eingehen und ihn terstützen zu wollen, um so Stellung ihm nicht erlaub⸗ gestellten Anforderungen, zu

Insbesondere ist airs unbedingt zu unter-⸗ e mehr es

daß sie die und zu deren Auf⸗ Nationen, na

Die Gefahr Ungarn weist lla und ihren eidbrüchigen Welt zum tiefverpflichteten

Freiheit Oesterreichs i rechthaltung, gemäß d. ten beizutragen stets ist gemeinschaftlic entschieden von si dern, in in jeder Beziehung Freunde, treuen klärt sich unwandelbar geneigt, heit auf der breitesten Bruderliebe regeln zu w garn erklärt zugleich seinen w für die kräftigen Maßregeln zur tionairen Soldateska, terstützen; findet sich zu benachrichtigen, trotz der vorbemerkten M sei, gegen 13,000 Mann daß unser armes, vert den Militair mit einer

„Die ungarische Nation ersucht di kräftigst einschreiten zu wollen, und so wie Landes⸗Verräther erklären, der seine unheil eben so jeden Unterthan der

gewaltsamen einzugehen. jeder Angriff o lassen, da sie zu den tran den gesetzlichen Behörden gelingt, gewinnen, desto mehr wird auch für das T der Kommune gewirkt werden können.

Wien, den 78

ollen, und bietet hierzu ihre treue ank der hohen Reichs⸗Versammlung Verhinderung des Anmarsches einer reac bestimmt, die räuberischen Horden Jellachich's zu un⸗ flichtet, die hohe Reichs⸗Versammlung tegierung Kunde bekommen habe, daß mo Empörer Jellachich doch gelungen Verstärkung aus Oesterreich an sich zu ziehen, und auch von dem in Galizien stehen⸗

aber zugleich verpf daß die ungaris aßregeln es de Vom Gemeinderathe der Stadt Wien.

Das Ministerium des Innern hat im Einverständnisse mit dem Stelle eines provisorischen Ober⸗Komman⸗ und Umgebung Herru Steyermark, über dessen Stimmung ür die Bewegung 3000 Steyrer die meisten sind wohlbewaffnete Ein Corps von 6000 Mann hat sich im Rücken von Simiering, aufgestellt; auch sie wollen Wien trategischer Beziehung aber gewiß besser behalten würden. undsturm aufgeboten; Kanonenschüsse und Feuer Graf Wickeburg, welcher an- ch gegen Wien in seinen Handtungen und unverhofft alle diese Maßregeln nicht allein sondern leitet sie sogar mit großem

Steyermark stehende Militair hat sich gleichfalls zur und der Kommandirende unter⸗

ung der Civil⸗Behörde. Wien angekommen, und auch

athenes Vaterland Invasion bedroht wird.

e edlen Vertreter Oesterreichs wir jeden Ungar für volle Hand gegen die österreichischen

Reichstags⸗-Auoschusse die danten der Nationalgarde der Stadt Wien Wilhelm Messenhauser verliehen. man bisher sehr in ausgesprochen. (8 sind schon heute bier angekommen;

Zweifel war, hat sich ganz f

Freihrit Oesterreichs erhebt, den Artikel Gratz.)

Monarchie für einen Landes⸗ dem eidbrüchigen Werkzeuge,

rer Jellachich, das sich die Camarilla zur Unterdrückung Unterstützung treibt seine Horden „Es ist höchst seine räuberischen Hor ch selbst dies zu bedrohen beabsichtigt. er in diesem Falle unter ar fallen wird.

Jellachich, am Fuße des zu Hülfe eilen; es würde in s sein, wenn sie ihre Steyermark wird der L auf den Höhen dienen als Signale. fangs sich nicht freundli Worten aussprach, ha

nicht gemißzeill

gegen die Freiheit. on unseren tapferen Truppen esterreichs wirft, und

Die ungarische Nation ist dem Racheschwerte der Frei⸗ Doch hält es die ungarische Wien und Oester⸗ seiner wohl⸗

Kartätschen in den Kampf wahrscheinlich, daß er, v TT“” den auf das Gebiet jetzige Stellung fest überzeugt, daß heitssöͤhne Oesterreichs unrettb Nation für ihre heiligste Pflicht der Dankbarkeit gegen em Falle Jellachich nachzusagen und in dem Werke as edle Volk Oesterreichs zu unterstützen. Nation den Befehl an die unga⸗ sich auch wenden

reich, in dies verdienten Vernichtung d haben die Repräsentanten der ungarischen rische Armee ertheilt, Jellachich zu

Doch betheuert die ungarische Truppen den fliehenden hiermit nicht nur keine Gebietsverletzung diesem Falle die ungarische

igt und verhindert,

Disposition des Reichstags gestellt, wirft alle seine Schritte der Bestimmr von Marburg und Cilly sind Zuzüge in dort ist der Landsturm aufgeboten. Von Linz lauten die Nachrichten lmütz und Brünn. Was

verfolgen, wohin er Nation vor Gott und der Welt, daß, verfolgen be⸗ Oesterreichs beab⸗ Nation auch es zur Ehrenpflicht nicht ohne Unterstützung Möge die hohe Reichs

Feind nach Oesterreich zu müßigt wären, sichtigt würde, sondern daß in der Dankbarkeit die edlen Bewohner Wiens gegen den gemeinsamen Feind. aufrichtig gemeinte Erklärung mit gleicher Brud garische Nation erklärt, daß ihre Truppen Halt machen und sich nach Ungarn zurückwenden esterreichs dem kommandir tion die Weisung zukommen lassen, daß Feindes durch eigene Kräfte bewirkt und die zum Siege der gemeinschaftlichen Freiheit nich Regierung hat die strengsten B Nation vorrückt, ihre Verpflegung selbst auf dem uns Boden von Ungarn aus verabfolgt und dem die mindeste Last aufgebürdet werde. Pesth, den 10. Oktober 1848. Des ungarischen Reichstags⸗Oberhauses Vicepräsident: Siegmund von 2 Des Unterhauses erster Vicepräsident: Johann Palfv.“

Der Studenten⸗Ausschuß und die Wiener den Reichstag gerichtet:

„Hoher Reichstag! Blutige Ereignisse haben tionaire Politik des gegenwärtigen Ministeriums hat den tr en Wiens und feindselige Spaltungen in d Sneben vielleicht auf lange erschüttert

ebenfalls günstig für Wien; so Windischgrätz anbetrifft, so sind es demokratischen Central⸗Comité's Maßregeln ergriffen, r Nordbahn gegen Wien tung droht. n der medizinischen um im Falle eines blutigen

dem Triebe von Seiten d welche die Beförderung von Truppen auf de den Convois unabwendbare Vernich einschen Palais ist unter Directio

versammlung diese crliebe entgegen nehmen. Die un in dem nämlichen Augenblicke werden, wo die edlen Vertreter General der ungarischen Na⸗ die Entwaffnung des gemeinsamen Mitwirkung unserer Truppen öt mehr nöthig sei. daß, im Falle die ungarische heiligen österreichischen Volke Oesterreichs nicht Hochachtung und Bruderliebe.

unmöglich machen

Im Lichtenst Fakultät ein großes Spital errichtet, üir die Aufnahme der Verwundeten ordert zu patriotischen Gaben a

des tapferen 1 Kampfes f b zinische Fakultät f 1 n Leinwand, Charpie, Eis, Compots u. s. w. auf. .

efehle erlassen,

National⸗Versammlung. Sitzung vom ent Marrast. in den Nebengängen

indessen ruhig;

Frankreich. 13. Oktober. sind schwach besetzt. den Ministerwechsel. als habe diese Ministe Viele glauben noch die Verfassungs⸗ vorgerückt war. tikel 63, 64, 65

Alles unterhält sich Die Gemüther sind rialänderung

t recht daran. atte wieder aufgenommen, Dieser Artikel wird ebꝛ angenommen.

büel reine haben nachstehende Adresse an Uimstainden, Cese stattgefunden; die reac⸗ bis Artilel 62 1 aurigsten Bür⸗ vr ber W gerkrieg in den Straß rtitel 67, von der

reichischen Armee, deren brüderliches