vwollendet werden
8 - Zertretung der wolle V g
lande müsse er wünschen, daß die Männer, die s Volkes stehen, noch recht lange wirkten. ( Regierung .-I. viesen s 1 da das deutsche Verfassungswerk in Fran⸗ furt hätte Süe 9 Er bezieht sich hierbei auf den Ravcaurschen spricht er sich noch über das Wahlgesetz selbst aus. Auch Interessen: Kapital und Arbeit. Besitz nnd So verstehe er die Monarchie auf brei⸗ fratischer Grundlage. Das biete das Dekret nicht. Eine Frac⸗
sigter nl. Cme Kammer, und dieser neige er sich zu. Er wolle lieber, daß die erste Kammer ganz verschwinde, als daß sie bei dem jetzigen Wahlgesetze
fortbestehe. (Fortsetzung folgt.)
Schleswig⸗Holstein. Schleswig, 19. Okt. (Börs. H.) Während der gestrigen Abend⸗Sitzung ging ein Schreiben des Reichs⸗ Kommissars Stedtmann an die Landes⸗Versammlung ein. In diesem Schreiben wird der Landes -Versammlung nachgerühmt, daß sie mit Eifer am Ausbau der Freiheit im Innern gearbeitet, daß sie treu am Recht festgehalten, daß sie unter den schwierigsten Verhaͤltnissen die Mäßigung und Besonnenheit des Handelns bewahrt habe; schließ⸗ ch wird von den Landesvertretern verlangt, den Interessen des Va⸗ terlandes auch noch das Opfer der Vertagung zu bringen. Die Sitzung, welche bis nach 1 Uhr dauerte, wurde im Uebrigen durch die Abstimmung über das Wahlgesetz und durch die Vorberathung über den aus der Bearbeitung einer Privat⸗Proposition hervorgegan⸗ genen Gesetz⸗Entwurf, „betreffend die Unterstützung der Wittwen und
Kinder der im Kriege gegen die Dänen gefallenen Deutschen, so wie
ergeben 14 jetzt an der 2 8 Pbhenthal⸗Püchau wünscht, daß die
Antrag. Ferner
Froletariat ꝛc. solle vertreten sein.
der Verwundeten und deren Familien“, ausgefüllt.
Ausschuß über mehrere
In der heutigen Sitzung berichtete zuvörderst der gestern bestellte ihm von der provisorischen Regierung mitge⸗
heilte Dokumente. Darauf erschienen die drei Departements⸗ Chefs
von Harbou, Jacobsen und Mommsen — Jensen ist noch von hier
abwesend eine kurze, aber bündige Anrede, Kollegen
— in der Versammlung. Herr von Harbou hielt in welcher er seine und seiner Gesinnung aussprach und ihrer Aller guten Willen betheuerte. Sie würden nichts thun, was dem Recht wider⸗ strebe, aber auch nichts zu thun unterlassen, was das Recht verlange. Bei der großen Schwierigkeit ihrer Aufgabe müßten sie die that⸗ räftige Mitwirkung aller edeln Kräfte im Volk in Anspruch nehmen. Insbesondere bat er für sich, der er nicht gleich seinen Kollegen Mitglied der Landesversammlung gewesen sei, um Wohlwollen und Zutrauen.
Eine Aeußerung in seinem Vortrag, daß die Gesetzgebung während der Function der jetzt ernannten Departements⸗Chefs werde ruhen müssen, und daß diese Zeit passend zur sorgfältigen Vorbereitung
größerer Reformarbeiten werde benutzt werden können, gab
“
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dem Ab⸗
geordneten Theodor Olshausen Veranlassung dazu, die Ver⸗
sammlung daran zu erinnern, daß das Ruhen der Gesetzgebung wäh⸗
rend eines Zeitraums von sechs Monaten unmöglich, die desfällige Bestimmung des malmöer Waffenstillstands⸗Vertrags auch selbst in Frankfurt für unausführbar erklärt worden sei, um in lebhaften Wor⸗ ten das Ehrgefühl der Landesversammlung aufzurufen. Es erschie⸗ nen hierauf sämmtliche vier Mitglieder der proisorischen Regierung
Graf
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erläßlich grünen Tisch, zwischen die vorläufigen Vice⸗Prä ldenten. Langer, stürmischer Beifall begrüßte ihn; er . sräsennn. öffnete sein Manuskript und las über eine Stunde lang vor. Er legte vor Allem Einheit ans Herz, zeigte mit Hülfe der Geschichte die Folgen der italienischen Zwiste, warnte vor Munizipal⸗Engherzig⸗ keit und Republikaniemus, hielt das deutsche Parlament als Muster hin, bestand dann nachdrücklich auf der Nothwendigkeit eines mächti⸗ gen norditalienischen Reiches und schloß mit Namensanführung der hervorragendsten Bundesversammlungs⸗Mitglieder, deren Verdienste er mit wenigen Worten bezeichnete. Nachdem die Sitzung geendigt hatte, verlas einer der Secretaire die Namen sämmtlicher Mitglieder, deren viele aufs wohlmeinendste bewillkommnet wurden, vor Allen Mamiani, der be⸗ kannte römische Ex⸗Minister, Perez der Sicilianer, Pier Angelo Fiorentino, die Grafen Casati und Borromeo, die beiden Kalabresen Romeo, die De⸗ putirten Venedigs und Brescia's und Fürst Canino. Hierauf wurde zur Wahl der Präsidenten und Vice⸗Präsidenten geschritten und fol⸗ gende Wahl bekannt gemacht. Präsidenten: Gioberti, Andrea Ro⸗ meo und Mamiani; Vice⸗Präsidenten: Canino und Perez. Noch war die Sitzung nicht zu Ende. Nach kurzer Pause erhob sich Mamiani, der Vielgefeierte, und improvisirte eine Rede, die einen ungeheuren Eindruck machte. Er warf seinen Landsleuten Verzagtheit, Uneinig⸗ keit, gehässige Anklagen vor, mit denen selbst Der nicht verschont worden sei, der sich und seine Söhne so vielen Beschwerden und Ge⸗ fahren preisgegeben, den das römische Parlament einstimmig als ersten Bürger Italiens erkannt habe (Karl Albert), und schloß mit einem Aufruf zu den Waffen, den einzigen Bundesgenossen eines Volkes, das auf Achtung Anspruch mache. Die Vindizirung des Königs wurde mit einem Beifallssturm aufgenommen, der nicht enden wollte. Auch Perez fühlte sich zur Rede begeistert. Er betheuerte, daß Sicilien dem übrigen Italien die Bruderhand reiche, daß 50,000 entschlossene Sicilianer bereit seien, in der lombardischen Ebene zu kämpfen, sobalb das hartbedrängte Land nur erst von dem Bourbon, dem österreichi⸗ schen Feldherrn, befreit sei. Hierauf forderte Gioberti nochmals zu einem „viva la Confederazione Italiana“ auf, und die Sitzung war
zu Ende.
Florenz, 6. Okt. (A. Z.) Vorgestern Abends wurde unsere Stadt durch Pöbel⸗Tumulte neuerdings beunruhigt. Leute aus dem gemeinsten Volke, wozu sich Livornesen und Flüchtlinge aus der Lom⸗ bardei gesellt hatten, versammelten sich auf der Piazza del Gran Duca, und suchten durch Geschrei und Toben eine Demonstration zu Gunsten der Republik zu veranlassen. Die herbeigeeilte bewaffnete Macht, aus Dragonern und Bürger⸗Militair bestehend, wurde ver⸗ höhnt und mit Steinen beworfen und zog sich in die Kasernen zurück, um Blutvergießen zu vermeiden. Auf den folgenden Tag war große Revolution angesagt; der allgemeine Unwille aber, welcher dieses abermalige nichtswürdige Attentat gegen Ordnung und Sicherheit her⸗ vorrief, die Erklärung der Civica, diesem Treiben endlich einmal ein Ende machen zu wollen, und eine energische Proclamation des Prä⸗ fekten, daß die Truppen Befehl hätten, nach dreimaliger Aufforderung
selbe geregelt zu werden.
“ nem ehemaligen Fürsten hängt und andererseits si 2 verlorenen Selbstständigkeit EEENLNLAA6A*
Markt⸗ Berichte.
Stettin, Freitag, 20. Okt. (Ostsee⸗Z.) Wir haben in dieser Woche mit Ausnahme des vorgestrigen Tages sehr nasses Wet⸗ ter gehabt; heute ist es kalt, bei bedecktem Himmel. Vielleicht ist es diesem unfreundlichen, nüchternen Charakter der vorgerückten Jahres⸗ zeit zuzuschreiben, wenn Ereignisse, wie die in Wien, welche in den Sommermonaten eine große Spannung hervorgerufen hätten, jetzt mit zwar aufmerksamem, aber kaltem Blicke verfolgt werden und al⸗ lem Anschein nach auf den Gang der Geschäfte nur einen sehr se⸗ 88 Einfluß äußern.
etraide. In den letzten acht Tagen sind ziemlich viel Schiffe,
namentlich britischer Flagge, neessnoffen. übe Larh he 1 mittelbar nach dem Eintreffen befrachtet worden; Stettin macht in diesem Herbst ein Exportgeschäft von ungewöhnlicher Bedeutung, gleichsam zum Ersatz für die lange Ruhe während der Blokade; da indeß die alten Vorräthe durch die Verschiffungen über Stralsund schon früh geräumt waren, so geht, wie nicht zu übersehen, fast Al⸗ les, was jetzt verschifft wird, auf Rechnung der neuen Aerndte, zu welcher diesmal freilich Schlesien ein starkes Kontingent geliefert hat, welches ohne die Hindernisse der Oderschifffahrt für unseren Markt noch viel schätzbarer sein würde.
Weizen. Die relative Größe des Vorraths, welcher sich hier gesammelt hatte, konnte bei dem gleichzeitigen Rückgang der engli⸗ schen Märkte natürlich nicht ohne deprimirende Wirkung auf die Preise bleiben, begegnete indeß, nachdem diese sich einmal in das richtige Verhältniß bequemt hatten, einer völlig entsprechenden Frage; es sind im Laufe dieser Woche in Ausführung englischer Ordres gegen 600. Wispel Weizen, darunter an 400 Wispel schlesischer, gekauft und nach Qualität mit 58 à 62 Rthlr. bezahlt worden, geringe Waare mit 55 à 57 Rthlr. Die Frage erstreckte sich jedoch nicht auf die bunten Sorten aus dem Großherzogthum Posen und aus Polen, namentlich da für letztere Stettin nicht der regelmäßige Verschiffungsort und man in England an den ausgearbeiteten danziger Weizen gewöhnt ist. Sollte sich indeß, wie es den Anschein hat, für die Folge ein größerer Antheil des polnischen Geschäfts als bisher bleibend nach Stettin wenden, so möchte die Anlegung von Luftdarren sich vielleicht mit der Zeit empfehlen. Für den Augenblick wird man, da die For⸗ derungen von 50 à 60 Rthlr. keine Käufer anlocken, mit den bunten vbsene den Weg direkter Verschiffung an auswärtige Märkte wählen müssen.
Roggen. Man scheint nun für Irland ziemlich komplett zu sein;
um nach Holland mit Raison zu verladen, müßte man mindestens einige
Thaler billiger kaufen können, und was die Platzspeculation betrifft,
so scheint der Gang der Preise dieemal weniger als sonst durch die⸗
Es ist daher im Allgemeinen flau mit
dem Artikel, und wenngleich es nicht gerade an Käufern fehlt, so
Das Abonnement beträgt: 2 Rthlr. für ¼ Jahr. 4 Rthlr. ⸗ ½ Jahr. 8 Rthlr. ⸗ 1 Jahr. in allen Theilen der Monarchie ohne Preis⸗Erhöhung. Bei einzelnen Nummern wird der Bogen mit 2 ½ Sgr. berechnet.
“
Berlin,
AInhalt.
Deutschland.
Bundes⸗Angelegenheiten. Frankfurt a. M. zen Adalbert von Preußen. 8
Oesterreich. Wien. Zustand der Stadt. — Das Heranrücken der ungarischen Armee angekündigt. — Adresse des Gemeinde⸗Rathes an den
Erzherzog Johann. — Adressen der National-Garde, Wehrmannschaften und des Gemeinde⸗Raths an den Kaiser. — Schreiben des Ober⸗ Kommandanten an den Fürsten Windischgrätz. — Die Reichs⸗Kommissäre nach Olmutz. — Gratz. Die Organisirung des Landsturms suspendirt. — Schreiben von Auersperg und Wickenburg. — Olmütz. Manifest
des Kaisers.
Bayern. München. Erzesse und Herstellung der Ruhe. — Passau. Proclamation der Reichs⸗Kommissäre.
Ausland.
Oesterreich. Karlowitz. Erklärung des Oberst Meyerhofer.
Frankreich. National⸗Versammlung. Entscheidung über das Militairdienst⸗System. — Paris. Lamoricière’'s Plan in Betreff der Stellvertretung im Militair. — Audienz des spanischen Gesandten.
Großbritanien und Irland. London. Graf Reventlow. — Der Prozeß in Clonmel. — Die Times über die wiener Ereignisse. — Nachrichten aus den Vereinigten Staaten.
Belgien. Brüssel. Einberufung der Kammern.
Italien. Neapel. Die sicilianischen Angelegenheiten. — Truppen⸗Märsche. — Florenz. Abdankung des Ministeriums.
Borsen⸗ und Handerls⸗Nachrichten. “
Ankunft des Prin⸗
Turin.
Beilage.
und her rennt, ruft auch
Werkstätten unserer Gewerbthätigkeit sind verödet, die zum Theil geöffneten Läden ohne Käufer und alle Adern unseres Verkehrs nach außen unterbunden. Die Menschen gehen zum Theil wie betäubt umher, weil sie sich schon Tage dem engen Kreise nur eines einzigen Gedankens bewegen; zum Theil voll Grimm im Herzen, weil sie sich ärgern über jenes langsame Hinwürgen so un⸗ erm ßlicher Kräfte; zum Theil voll banger Besorgniß um die Mitrel der physischen Existenz für die nächsten Tage. Der Gemrinde⸗Rath sieht mit Schrecken die bevorstebende “ Kassen, die unge⸗ heuren Kosten, welche sich die Stadt täglich aufbürdet, und die Un⸗ V möglichkeit, sich guten Kaufes aus dem Netze zu ziehen, welches er
anfangs selbst mit so vieler Mit
bemerkt; die
Bereitwitligkeit spinnen geholfen. trüber Ahnung sieht er, wie die Bewaffnung des ganzen Volkes ohne Unterschied eine Entwaffnung für die nachste Zukunft unmöglich macht; während eine friedliche Ausgleichung ohne dieselbe nicht ge⸗ hofft werden kann. Wie Göthe’'s Zauberlehrling, der rathlos hin er schon jetzt: 8 Die ich beschworen, die Geister, Nimmer werd' ich ihrer 4“ wendet, — trübe Blder. In Ollmütz ein zür⸗ Wien ein Volk, welches täglich mehr an Spann⸗ verlert; um Wien stündlich wachsende im Osten, von Ungarn her, erloschen
Wohin er sich auch nender Monarch; in kraft, Lust und Wertrauen Schaaren geübter Truppen; der Strahl der Hoffnung. v 8
„Der Reichstag in kaum in einer besseren Lage. Wie ein Da⸗ moklesscwert hängt bei jeder Abstimmung über seinem Haupte die Gefahr der Beschluß⸗Unfähigkeit, da die immer mehr zusammenschmel⸗ zende Zahl seiner Metglieder kaum um eines oder zwei die zum Be⸗ schluß nothige von 193 übersteigt und jedes Hinausgeben auch nur eines Deputirten eine ganze Verhandlung unnütz machen kann. Da⸗ bei ist ihm die Freudigkeit, t welcher er anfangs die V
die Energie, mi
stärkt und
Mittwoch den 25. Oktober
Monarchie, den größten Dienst erweisen. für die Gesammt⸗Interessen zu leben und zu sterben. uns! — Gott verläßt unsere gerechte Sache nicht.
.
Alle Post⸗Anstalten des In⸗ und Auslandes nehmen Bestellung auf dieses Blatt an, für Berlin die Expedition des Preuß. Staats⸗ Anzeigers: 8 Behren⸗Straße Rr. 57.
Das ungarische Heer ist bereit, Wiener! Vertrauet
Aus dem ungarischen Feldlager, den 19. Oktober 1848.
Dionvyvs Pazmandy, Versammlung. Lad. Csanvi, bevollmächtigter nis, bevollmächtigter Landes⸗Kommissär.
Präsident der ungarischen Nattonal⸗ Befehlshaber der ungarischen Armee. Landes⸗Kommissar. Sam. Bö⸗ Luzsensky Pal,
Moga,
Landes⸗Kommissär.“
Da man einen Angriff der Stadt von der Nordseite, von der Taborbrücke befürchtet, so werden dort die Posten bedeutend ver⸗ rirsige Barrikaden aufgeworfen.
In Brünn ist es, brieflichen ernsten Konflikte zwischen Militair und Arbeitern gekemmen ersteres, besiegt, werd in wacht.
Setten
Mittheilungen zufolge, zu einem und den Kasernen von der Nationalgarde be⸗
Von der steyerischen Gränze schreibt man vom 19ten: „Die
übertriebensten Gerüchte sind hier über scheinkich wird man dort nicht minder falsch über die terrichtet sein. Gestern wurde Mann der kroatischen Armee ausgeshrieben.“
Die Posten aus Preußen sind heute abermals
mering.
Der Gemeinderath der Stadt Wien hat in seiner
Wien in Ua lauf, und wahr⸗ Provenzen un⸗ Hier herrscht vollkommene Ruhe, eben so am Sem⸗ bei uns die Verproviantirung für 60,000 8—
8 ausgeblieber. Plenarsitzung
vom 18. Oktober die Absendung einer Leputation an Se. Maj staͤt
beschlossen, welche bereits am 19. d. M. abgegangen ist
und nach⸗
stehende Adresse zu überreichen hat:
Die Ereignisse des 6. Oklobers haben Ew. Haupt⸗ und Residenzstadt Wien zu verlassen, Ihrer Entfernung und stitutionell gesetzliche Mittheilung der
Ew. Majestät! 1 Majestät bewogen, Ihre ohne daß übr den Grund Ihre weitere Allerhöchste Willensmeinung eine con⸗ Stadt zugekommen wäre. Doch ist es die
8
von den Waffen Gebrauch zu machen, wirkte entmuthigend auf die Un⸗ ruhestifter — die Stadt blieb ruhig. Dieser Fall hat neuerdings den Beweis geliefert, wie unverhältnißmäßig klein hier, wie überall, die Anzahl der ewigen Feinde der Ruhe und Ordnung ist, und wie es nur eines Aufschwungs der gutgesinnten Bevölkerung bedarf, um ihnen augenblicklich das Spiel zu legen. Wegen Livorno's ist man ebenfalls wieder in Unruhe versetzt worden. Die Regierung hatte den Staatsrath Tartini zum Gouverneur dieser Stadt ernannt; als dieser jedoch dort anlangte, um seine Stelle einzunehmen, kam ihm eine Deputation entgegen, welche ihm rieth, umzukehren, weil seine Erscheinung zu einem neuen Aufstand Anlaß geben würde. Nach mehrstündigem Zaudern kehrte er nach Florenz zurück, worauf das Ministerium den Kammern erklärte, in Folge dieses Vorfalls habe die Regierung jeden Verkehr mit Livorno abgebrochen. Abends war
Volke⸗=⸗Versammlung in der livorneser Hauptkirche, wo beschlossen wurde, eine Deputation nach Florenz zu schicken, um sich zu verstän⸗ digen. Diese wurde vom Großherzog äußerst gnädig empfangen und ihr bewilligt, daß man dem Ministerium die ihm unterm 27. August ertheilte außerordentliche Machtvollkommenheit, als der Constitution zuwider, nehmen würde. Dagegen wurde die Anforderung, sich selbst den Gouverneur wählen zu dürfen, entschieden abgelehnt; eine äußerst günstige Aufnahme fand jedoch in Livorno die Wahl des populairen Montanelli. Dieser, Professor in Pisa, eine der Zier⸗ den Toscana's, zog als freiwilliger Gemeiner in den Krieg, wurde am 29. Mai bei Mantua schwer verwundet und für todt ge⸗ glaubt. Die Trauer um ihn war allgemein, allenthalben las man Todtenmessen für sein Seelenheil, alle Zeitungen brachten seinen Ne⸗ krolog, bis plötzlich ein Schreiben von ihm aus dem Spital in Man⸗ tua Alle mit Freude und Jubel erfüllte. Gleich darauf wurde er zum Deputirten erwählt, und als er nach viermonatlicher Kriegsge⸗ fangenschaft seinen Sitz in der Kammer einnahm, ernannte ihn diese zum Vicepräsidenten. Gott gebe, daß es ihm jetzt in seinem neuen Wirkungskreise gelinge, die in Livorno so nöthige Ruhe aufrechtzuer⸗ halten. Die letzten Ereignisse haben dieser Stadt tiefe Wunden ge⸗ schlagen; viele der wohlhabendsten und einflußreichsten Familien sind ausgewandert oder sind im Begriff, es zu thun.
In Pisa und Lucca liegen seit zwei Wochen Piemontesen in Gar⸗ nison; sie sind von der Bevölkerung gut empfangen worden, und an dem geraden Sinn der Mehrheit sind die Bemühungen der Hetzer gescheitert, welche ihr Möglichstes thaten, um solche als Fremde und Freiheitsunterdrücker zu verdächtigen. Im Lucchesischen ist das allge⸗ meine Tagesgespräch das Gerücht, als sollte der ehemalige Herzog von Lucca neuerdings als regierender Fürst zurückkehren. Das Her⸗ zogthum würde durch Pescia, Lunigiana, Massa und Carrara ver⸗ größert, dagegen Toscana in Sardinien, Sardinien durch das Par⸗ mesanische entschädigt werden. Dieses Gerücht findet mehr Anklang, als man glauben sollte, indem die Mehrzahl der Bewohner dieses Herzogthums, besonders das Landvolk, immer noch mit Liebe an sei⸗
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in der Sitzung. Der Präsident Beseler kündigte, selbst ergriffen, der Versammlung in einer ergreifenden Rede an, daß die Wirksam⸗ keit der provisorischen Regierung ihrem Ende nahe, womit er den Antrag verband, daß die Landesversammlung die provisorische Re⸗ gierung entlassen und zuͤgleich der Regierung, welche in Folge des Waffenstillstandes nach dem Willen der Centralgewalt das Land ver⸗ walten solle, ihre Zustimmung ertheilen möge. Er hob hervor, daß die Angelegenheit Schleswig⸗Holsteins eine europäische Frage ge⸗ worden sei, daß die provisorische Regierung auf die Gestaltun dieser Frage nach besten Kräften einzuwirken gesucht habe, das hierbei aber nicht durch die in solchen Verhältnissen natürlich uner⸗ hebliche materielle Macht des Landes, sondern nur vermittelst der Achtung etwas erreicht werden könne, welche das Land durch seine Haltung, namentlich durch die Uebereinstimmung zwischen der Regie⸗ rung, der Landesversammlung und dem Volke, einflöße. Er bezeich⸗ nete die zur Bildung einer neuen Regierung berufenen Personen als Männer, welche das Vertrauen des Landes verdienten und rechtfer⸗ tigen würden. Er sprach hinsichtlich der Zukunft und einer erfreu⸗ lichen Gestaltung derselben nicht blos Hoffnungen, sondern die be⸗ stimmteste Erwartung aus. Schließlich gab er den Wunsch zu er⸗ kennen, daß die Landes⸗Versammlung über den gestellten Antrag, wenn irgend thunlich, schon morgen beschließen möge. Als die Re⸗ gierungs⸗Mitglieder den Saal verließen, erhoben sich unwillkürlich sämmtliche Abgeordnete von ihren Sitzen. Später legte der De⸗ partements⸗Chef für das Innere noch einige Dokumente vor, na⸗ mentlich eine von dem Grafen Döhnhof am 13ten d. M. ausgestellte Akte, wodurch Preußen die fernere Ausführung des Waffenstillstan⸗ des dem Reichs⸗Commissair Stedtmann überträgt, und ein von dem Grafen Döhnhof preußischer⸗, dem Herrn von Reedtz dänischerseits am 12ten d. M. zu Berlin unterzeichnetes Protokoll, die Personen der neuen Regierung betreffend. Zum Schluß der Sitzung wählte die Landes⸗Versammlung zur Begutachtung des von der provisori⸗ schen Regierung gestellten Antrages einen neuen Ausschuß, indem die Zusammensetzung des gestern erwählten ungenügend schien. Durch die oberwähnten Vorgänge vielfach unterbrochen, wurde die zur Ta⸗ gesordnung stehende Schlußberathung über den Gesetzentwurf in Be⸗ treff der Verantwortlichkeit der Minister dennoch zu Ende gebracht.
“
Ausland.
1 Italten. Turin, 12. Okt. (A. Z.) Die erste Sitzung der Hage zorbereiteten Versammlung der Società federativa italiana fine nurgestern im Teatro Nazionale statt. Die Räume waren ver illr, die Reven entzückten, Sprecher und Hörer verließen die Vae ectumg mngenehmster Aufregung. Um 8 Uhr schritt Vincenzo Sumwant e Bühne, durch die Reihen der Socios, vor den un⸗
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Bekanntmachungen.
[654] g. t 4 SPE8681I1
Der nachfolgend naher bezeichnete Uhrmachergehülf Moses We ‚nstock, 1222 des . Diebstahls und verschiedener Unterschlagungen aneklagt worden, hat sich von seinem hiesigen Wohnorte entfernt und soll, da er sich auf dem Lande umhertreibt, auf das schleunigste zur Haft gebracht werden.
Jeder, wer von dem gegenwärtigen Aufenthaltsort des Entwichenen Kenntniß hat, wird aufgefordert, sol⸗ chen dem Gerichte oder der Polizei seines Wohnorts augenblicklich anzuzeigen, und diese Behörden und Gen⸗ darmen werden ersucht, auf den Entwichenen genau Acht zu haben und denselben im Betretungsfalle unter siche⸗ rem Geleite gefesselt nach Danzig gegen Erstattung der Geleits⸗ und Seseggegone, abliefern zu lassen. Danzig, den 17. Oktober 1848.
M zig öniglichꝛs Land⸗ und Stadtgericht.
“ Beschreibung der Person.
Größe: 5 Fuß. Haare: braun. Stirn: rund. Augen⸗ brauen; braun. Augen: braun. Nase: stark. Mund:
haben dieselben doch mit Erfolg auf billigere Preise bestanden; man bezahlt zuletzt, in loco 27 a 27 ½ Rthlr., pro Okt. 27 Rthlr., pro Frühjahr 30 ¼ Rthlr. Gerste. Es ist sowohl von Bruchwaare als von kleiner pom⸗ merscher ziemlich viel Vorrath, während die Frage nach Oderbruch⸗ gerste sehr nachgelassen hat; große pommersche Gerste war bis in die letzten Tage noch eher anzubringen, es will jetzt aber auch damit nicht mehr recht vorwärts. Preise nach Qualität und Gewicht 24 a 31 Rthlr. Forderung. — Pomm. Hafer ist mit 118 ¼ Thaler be⸗ zahlt. Für Erbsen sind einige kleine Ordres ausgeführt worden und namentlich große waren bis vor kurzem gesucht, doch ist es auch damit matter; man hält noch auf 38 a 48 Rthlr. nach Würde Heutiger Landmarkt:
Weizen Roggen Gerste
bekannt geworden, daß sich Ansicht ver⸗ auch bei Ew. Majestät Eingang ge⸗ funden hat, als ob in den Mauern Ihrer Haupt und Resi⸗ denzstadt Anarchie herrsche. Allerdings ist in Folge der Vorfälle des 6. Oktobers eine bedeutende Aufregung in Wien eingetreten, allein die Ener⸗ gie und der echte, erprobte Wille der Burger, welche in Gedanten der Frei⸗ 1 beit und der Gesevyllichkeit einig sind, härte hingereicht, die entstandene Be⸗ wegung wieder in das fruhere sriedliche Gelrise zurückzuleiten, wã⸗ ren nicht Ere gnisse eingetreten, deren mindestens zweiselhafte, of auch offenbar gefahrliche und bedrohliche Richtung eine Stimmung und Vorkehrungen hervorriefen, welche die Ruckkehr eines fricdlichen und versöh
. Zustandes hemmen mußten. Allem war die augenscheinliche drohende Stellung, welche der Kem⸗ mandirende Wiens, Graf Auersperg, im Belvedere und EEE“ “ bergischen Garten einnahm, wobei schweres Geschütz gegen rit Stadt. gern * tet, durch Ausstellung von Vedeiten eine vollkommen iriegerische Haltung genommen wurde, der Anlaß, daß die Bewaffnung auf die gesamm te wehn⸗- 1“ 3 hafte Bevölterung Wiens ausgedehnt werden mußte. Vemeblich waten Zeit intelligenten Bür⸗ pie Verhandlungen, welche mit dem Kommandirenden gepflogen wurden, um System verfluchen, wel⸗ ihn zu einem versöhnenden Schritt und Zurückkehr in die Kaserne zu ver-⸗ mögen. 8 8 1
Die Entwaffnung einzelner Nat onal⸗Garden, ja endlich sogar traurige
Vorfälle, welche Bürgern und Landleuten das Leben kosteten, mußten eine
Bewegung in die Hand nehmen zu wollen schien, schon völlig aus⸗ Wiens
tlich un Tl ül 1s gegangen, weil er selbst an dem Siege zu verzweifeln anfängt und mM 1 Her Hei nicht den Muth hat, nach Unten oder nach Oben zu brechrn. Jene
1 Halbheit, welche alle unsere bis jetzt gefallenen Ministerien charakte⸗ risirte und alle bis jetzt erlebten Krisen berbeiführte, jenes ewige Schachern mit allen Parteien, um es mit keiner zu verderben; jener bodenlose Mangel staatsmännischer Weisheit und mannkraftigen b lens, sie lasten wie ein Fluch lähmend und erdrückend auf der Ver⸗
den Bürgern
breitet und wahrscheinlich
Bekanntmachung. 5 Mittelst Allerhöchster Kabinets⸗Ordre vom 8. April d. J. (Ge se tz⸗ Sammlung Nr. 14) ist vorgeschrieben worden, doß für Sendun⸗ gen, deren Werth angegeben ist, außer dem Porto für das Gewicht, noch eine Assekuranz⸗Gebühr für den angegebenen Werth erhoben sammlung der Reitschule. werden soll. Ferner bestimmt die gedachte Allerhöchste Kabi⸗ „Wenn man die großartigen Bilder der unermeßlichsten und an⸗ nets⸗Ordre, daß ein Declarationszwang nicht mehr stattfindet, daß dauernden Kraftäußerung einer Bevölkerung von mehr als einer hal⸗ aber im Falle des Verlustes einer nicht deklarirten Geldsendung oder ben Million Menschen, Bdie großen Opfer, welche gebracht sind und einer Werthsendung, welche bisher dem Declarationszwange unterwor⸗ noch gebracht werden sich vor die Augen führt und dann in den Hafer Erbsen 8 fen war, kein Ersatz geleistet wird“. 1 1“ Reichssaal tritt und jenes fade Geschwätz auhört, welches. 2⁰0 Men⸗ 922888 26 8 28 24 a 26 16 17 36 40 Rthlr. 8 Nach dieser gesetzlichen Vorschrift hat die Post beim Verluste schen unter sich führen, denen das Geschick von 20 Millionen in die Samen. Von Riga sind bereits 2750 To. Säe⸗Leinsamen in nicht deklarirter Sendungen nur dann Ersatz zu leisten, wenn der Hände gelegt ist, so muß jeder e schamroth werden über sehr schöner Qual. angekommen und davon aus dem Schiff 7½ Rthlr. Werth derselben, die Tara abgerechnet, weniger besghogt, 88 52 seine Armuth an energt 18 “ gekauft, neuer pernauer 8½⅛ Rthlr. auf Lief. gefordert, alter memeler Thaler pro Pfund. In solchen Fällen wird eine 1he 1 üb⸗ gern, so murß ef L 8 8 g. Samen mit 4 ¼ Rthlr. pr. To. angetragen. Schlagleinsamen ist mit nicht erhoben, der Absender hat aber den Werth des Inhaltes glaub⸗ ches ein soiches Gesch scht erzoged-Gewerbe, auf Handel und Wandel 50 Rthlr. zu haben. haft natzuweisen, bevor Ersatz geleistet werden kann. “ 1565 v Butter unveränderlich; Preise die letzt notirten. Zufuhren treffen Werden Sendungen von geringerem Werthe Affeku 8 täglich ein und die Kauflust sehr schwach. Pfund von dem Absender freiwillig deklarirt, so wird die Assekuranz
Uichtamtlicher T Deutschland.
Zgundes-Angelegenheiten.
Frankfurt a. Mr, 21. Ott. (O. P. A. Z.) Se. Königl Hoheit der Prinz Adalbert von Preußen ist heute Vormittag hier angekommen und hat bald nachher Sr. Kaiserl. Hoheit dem Erz⸗ herzog⸗Reichsverweser seinen Besuch abgestattet. Auch Graf Ale⸗ rander Mensdorf, direkt aus dem Kaiserl. Hoflager zu Olmütz hier eingetroffen, hat sofort dem Erzherzog Johann seine Aufwartung gemacht.
ihira
mittel. Bart: braun. Zähne: gut. Kinn und Gesichts⸗ gewesene, dem Aron Müller aus Altmark für 13,000 biung. nnd. Gesägsöfatde: gefand. Staur: liin L, Elsgemn, n Zemeraofesh Xphr. 18 Sgr. Beso Kennz . f nebst Bedingun⸗ G perss nri 188 Verh ältnisse. 4 Pf. zufolge der nebst Hypothekenschein und Bedingun⸗ vac es Jogr. eg 8e. Uhr⸗ geden III. Hans 1 iehr,” achergehülfe. Sprache: deutsch. Geburtsort: Danzig. milic schtsst⸗ irt Fruͤherer Anfenthaltsont: Alist. Graben 394. zig an ordentlicher Gerichtsstelle resubhastirt werden. [6532 Bekanntmachung. Das im Elbinger Kreise gelegene Rittergut Hans⸗ 1998 5.n sehsftüch abgeschätzt auf 19,688 Thlr. Sgr. 9 Pf., soll in not iger 1 6 1 hwendiger Subhastation ver am 28. April 1849, Vormitt. 10 Uhr vor dem Herrn Ober⸗Landesgerichts⸗Rat klach vh-de-S enhrerhebanse ehme F818 “ die Taxe und Hypothekenschein kü Registratur eingesehen ““ Marienwerder, den 28. September 1848. Civil-Senat des Königl. Ober⸗Landesgerichts. [623] Nothwendiger Verkauf. Land⸗ und Stadtgericht Marienburg. Das dem Bürgermeister C. F. W. Pudor gehörig
Nothwendiger Verkauf. Stadtgericht zu Berlin, den 15. Mai 1848.
Das dem Schiffbaumeister Friedrich Wilhelm Kamm⸗ holz gehörige, hierselbst am Schiffbauerdamm Nr. 28 und 29 belegene, im Hypothekenbuche von der Frie⸗ drichs⸗Wilhelmsstadt Vol. 10. Nr. 204. verzeichnete Grundstück, gerichtlich abgeschätzt zu 8145 Thlr. 5 Sgr. 7 ½ Pf., soll
am 13. Dezember 1848, Vorm. 11 Uhr, an der Gerichtsselle subhastirt werden. Taxe und Hy⸗ pothekenschein sind in der Registratur einzusehen.
Die unbekannten Real⸗Prätendenten werden hierdurch unter der Verwarnung der Präklusion öffentlich vorgeladen.
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bietet uns das Bild eines stilstebenden Uhrwerkes. täglich steigende Erbitterung hervorrufen. Spiritus hat sich in dieser Woche nicht wesentlich verändert und Gebüht von dem deklarirten Werthe erhoben und im Verlustfalle eingelassen. Die Räume des Hauptzollamtes stehen fortan dem Croatien, Freiherr von Jellachich, den österreischen Boden betrat und seine — . . 8 28 u“ — e e. Ende der vorigen Woche wurde dieser Artikel mit 1 Rthlr. 11 Sgr. Bellin, den 21. Oktober 1848. Aen Stadtverpslegung ist bei dem Hauptzollamte Permauers singe⸗ langen vermochte. Zi 83. 1 . “ 35 verstümmelte Leichname sand man im Schwarzenbergschen Garten, der EEE“ gesperrt. Die abwärts kommenden Schiffe werden in Stein zurück⸗ 1 1 8 Diese offen feindseligen Maßregeln drängten die Bevölterung Wiens nicht mehr käuflich. Bestes Kokusnußöl ist zu 18 Rthlr. angeboten —8 Waar ss häuft 8 “ 8— aarenmassen angehäuft, wa “ Faht käg⸗ Straßen gelegenen ö 8 1 Gebote der Norhwendigkeit und der Rothwehr auferlegt waren. Fast täg⸗ in loco mit 13 ½ Rthlr. reines Geld bezahlt, auf Lieferung aus dem 5 . Sebit⸗ “ b 1 zahlt, auf Lieferung aus Möchte doch Kräften, einem offenen Kampfe vorzubeugen und die Erbitierung der Be⸗ 9 ½ d raune Leber S i sammeln sich an allen Straßen⸗ Ver behauptete seinen Standpunkt 9z Rthlr. Brauner berger Leberthran Abends 6 Uhr. So eber so sich ganz unmöglich zu machen. g. 8 . . rung der Stadt zu fürchten sei, eine Besorgniß, welche ss Sleints ee⸗ 8 q. J 28 ßung und Aushungerung Von schottischem Thran ist eine Kleinigkeit angekommen, doch noch worin die Feldherren der ungarischen AUrmee melden, daß sie mit ihrer er 1 durch die großen Requisitionen der angehäuften Truppenmassen nur zu sehr Spiritus aus erster Hand zur Stelle 23 ⅔ % und bei Kleinig⸗ 1“ sich 2ul. Kroft vielleicht ihre Lebenserhaltung zu er⸗ Eine Erweiterung 8 3agif Schtheit derselben hegte. Jedoch er b fehlte, anfangs Zweifel an der Echtheit derselben hegte. Jedoch er⸗ garde mobil gemacht und in das von Graf Auersperg im Belvedere ver⸗ im 68sten Jahre verstorbene schwachsinnige unverehe⸗ ng, Purc, 9. nö . Nortroffen 35,000 Mann, im Nachtreffen 1 ücke eermiakeit immer unerträglicher. Die Ungewißheit über ungarische Armee in ihrem Vortreffen 36, 656 1I“ “ Auch in dirse enden drückende Einförmigkeit imme üͤg gewiß ungaris Ruhe einer belagerten Stadt zu finden sei. — Auch in diesen drückender selbst, betreffend, werden auf den Antrag des Kurators, Wie eine finstere, un⸗ e Die faßbare, dämonische Macht, deren Wesen, deren Absichten, Simmering stehen, wo einem Verhältnisse zu der Lage, zu der Aufregung stimmten, in welche Wien lassene Vermögen der gedachten Kurandin aus irgend der Bajonette und Kanonen; es zieht sich immer enger und enger . pell⸗ str 8 Allem die Zustandes angestrebt, so sind vor Morgens 9 Uhr, in hiesiger Amtsstube anberaumten erblichen und unsere gemeinsame Pflicht, unsere angepriesene gesetzlich constitutionelle Frei⸗ 1 igen. e “ gaOrdnung ber⸗ Brudern zu Hülfe eilt und mit seiner ganzen Kraft gegen die Ruckkehr a bürgerliche 8 4 ³½,8 erscheinenden von der Masse ausgeschlossen und über 8 8 8 affn, Sntsamteit des is erstumm iner Bewe aum gemach n zr theit berzustellen sich ann am Ge⸗ ih versamhee .X Bewegung — s . der freien Zufuhren und Handels⸗Verbindungen der Stadt Wien sowohl Freiheit herzustellen
C öbe 8 de 8 ““ 5 vom Starrkrampfe befangen. Nur einzelne Zuckungen benekunden, War bisher ein Aufgeben der defensiven Stellung der Bürgerschaft wurde nun schon seit einigen Tagen regelmäßig mit 23 ¾ % in loco letzterer von der Post erstattet, insofern von dieser nicht nachgewiese Handels⸗Publ kum offen; allein Oede und Stille herrscht in seinen Weise unter den Mauern Wiens nahm. 1 8 8 1 1— 2 29 Amt. und 1 Rthlr. 11 Sgr. 6 Pf. bez., jetzt ist zu 1 Rthlr. 14 Sgr. G. General⸗Post gen I Cic b rer Mast Enbvasft. führt. — Die Waarenzufuhr aus allen Richtungen stockt. Die Glogg⸗ Es traten neuerlich und in größerer Masse En affnungen der Nalio⸗ 8 b 8 55 „ Wiener⸗Neustädteskanal war das Grab mehrerer Unglücklichen, die dem Mi⸗ Fettwaaren. Baumöl, Gallipoly 15 ¾ Rthlr. unverst., Malaga Zehjalten. Der ganze Frachttransport ist aufgehoben, selbst die Post G ehalten. Güne 1 1 d möcht hl unter diesem Preis kaufen sei Leinöl ise in eine Stellung, und möchte wohl unter diesem Preise zu kaufen sein. einöl ist mit EEEE1 f bei Wien 3 e 1 z namentlich in Cilli, Mürzzuschlag und selbst in Enzersdorf bei Wie Gebole de Ralhchenn öden von Ganen besetten Linien Vorpostengefechte, C 8 1 1 2 t bald der Hauch iffe „Friedr der Große“ 13 d 8 8 2 ⅞ bez., feine „2. rech 8“ Au E“ M“ ö völkerung zu mäßigen, um einen noch zu hoffenden friedlichen Ausgang 8 8 ; ber⸗Kommandanten der 4 “ 20 Rthlr. pr. Cassa, blanker berger, wovon nur 10 To. noch am ecken zahlreiche Gruppen vor einer vom Ober⸗Kommandanter Nun gesellte sich zu allem Fruͤheren die d 1 11“ Die rocl tion ist unterzeichnet durch den gehemmten Verkehr zwischen der Stadt und ihrer Umgebung und nicht am Markt. Archangeler und Robbenthran nur wie zuletzt ge⸗ Armee Wien zu Hülfe eilen. Diese Proclamation is zeich 8 1 898 gerechtfertigt war. lich wie ein elektrisch⸗belebender Schlag für unsere Bevölkerung, be- keiten auch 24 % bez., aus zweiter Hand ohne Faß 23 ¾ %, pr 8e. eib 3 27 8 9 8 23 8 %, pr. kämpfern der defensiven Maßregeln bis an ihre letzte 1 * n “ . DEEE“ icitä er Schrif ter⸗ Oesterreich. Wien, 21. Okt. Das J. d. Oest. Ll. sagt unterm kannten mehrere Mitglieder die Authenticität der Schrift und Unte 8 1b seene Lager verlegt wurde. Der Courier erzählte ferner, daß die lassene Lage 8 *8842 1 1“ 3 W“ BVöEq1ö“ üir 8000 irregulaire Truppen. Heute Abend — 8 b die nächste Zukunft lastet wie ein Alp auf allen Gemüthern, lähmend 15,000 zähle, worunter nur 800 g Trupp b Verhaäͤltnissen hat sich der eiprobte Sinn der Bürger Wiens für Aufrecht⸗ Dr. jur. Schumann hiersebst, bei der Ungewißheit über 8 ha deren dann eine Schlacht stattfinden dürste. Kräfte unbekannt, versetzt worden war. Bürgern Wiens einem Rechtsgrunde Ansprüche zu haben glauben, hier⸗ derbande mit dem Volke Oesterreichs verknüpft, nur die constitutionelle Gürte „Stad t ist. s 8 aurdes waren, und nicht E“ seitigen, welche der Anlaß des gegenwaͤrtigen Zustandes ware Termine unter Production der darüber redenden Ori⸗ gewichen; das strahlende Auge, aus welchem Kampflust und Thaten⸗ au jeben, jetzt die Fluren Der Burger allein ist im Stande, eine Sobald störende seink⸗ 1 ird, das, aus Ungarn vertrieben, jetzt die Flure 8 F jenes kroatische Heer verfolgen wird, das, w diese den Rechten gemäß verfügt werden soll. 8 8 wie man sie sonst nie in dem lebhaften Wien kannte und freien Handels⸗Ve E 88 8 eschlossen. haf der Freiheit des uns verbrüderten Volkes, als der Se und der Pesgehne 9 8
daß das innere Leben nicht entschwunden ist. Gleichwie bei der und eine Rückkehr zu ihrer erwerblichen Beschäftigung nicht räthlich, so Mundsperre, wird nur die nothdürftigste Nahrung zwischen den Zähnen mußte dieselbe als u möglich sich herausstellen, als auch der. egreeb ⁵ 52 2 4 s der deklari Jerth den gemeinen Werth der ch, ohne Faß bez., pr. Frühj. ist 222 mit Faß zu notiren. werden kann, G der dellatirte Werth 8 herrscht in Stellung auf so unerwartete Weise unten M. 8 Metalle. Für schottisches Roheisen stellte sich mehr Frage ein. Sache übersteigt. Hallen. Die Bezüge beschränken sich lediglich auf Kaffee, Zucker, Keine Proclamation meldete den Eindruck seines Anmarsches, anewe. Reis und andere Consumtionsartikel; zum Behufe der ununterbroche⸗ chende Antworten waren Alles, was selbst der Reichstag von ihm zu er⸗ und 1 Rthlr. 15 Sgr. gefordert; span. Blei ist b8 b . . ; span. ei ist unverändert auf 6 ½ ; s. Bri in, f 8 2. 8 1 8 ’ 2 92 1 8 8 gard en n . en Umgebung ein, furchtbar a 6 ⅔ Rthlr. gehalten; für Banca⸗Zinn wird 30 Rthlr. gefordert. nitzer Bahn die Taborstraße, die ungarische Gränze sind gänzlich nalgarden in deren noch zur Residenz gehörigen Umg g furch 8 ahn, „ . 2 ; 2 . 9— litair in die Hände gefallen waren. 8 hat sich abermals gebessert und ist unter 15 Rthlr. unverst. pr. Cassa 9 mmt keine Frachtstücke. Dagegen befinden sich in den an den — übernimmt keine Frachtstuchk⸗ 5 in der ihr die umfassendsten Rüstungen von dem eisernen 9 a 9 ½ Rthlr. bez., über 9 Rthlr. will man nicht anlegen. Palmöl 1 on 8 R 1 der Fall sein soll. des Friedens und der Eintracht und fielen Opfer auf beiden Seiten. Der Gemeinderath bemuhte sich nach 9v U 9 5 ; 3 etri ingen!“ v-51”1 e rtud 2. ufl⸗ Süpeethr Leben in das große Getriebe bringe b - Speiseöl ist noch fortwährend zu 23 Rthlr. käͤuflich. Südseethran 1 durch die Vermittelung des Reichstages nicht durch einen blutigen Kampf „ II Besorgniß, daß eine Einschlie⸗ Platze, unter 23 Rthlr. nicht zu haben. 3 Kronenthran 29 ½ Rthlr. Nationalgarde, Herrn Messenhauser, angeschlagenen Proclamation, 8 1 o Moga, Csanyi und Percel. Der Eindruck ist natür⸗ “ * gtelcget von Paszmandy, B.ge⸗ Gsaig Die Stadt mußte sich auf das Aeußerste gefaßt machen, die Bürger sich sonders für die kampflustige Jugend. Ein “ * halten, durch bgpae 99¼ 292½ 8 elcher, w Siegel darunter . 8 181 ““ selbe dem Reichstags⸗Ausschuß, welcher, wei dis 8ege⸗de dönafte war die näͤchste unabwendbare Folge dieser nur zu wahrsgeinaeal⸗ „ unnezeraamvna Befürchtungen. Dies war die Veranlassung, daß ein Theil der Nalional⸗ 655 Ediktal Ladung 2¹ 5 68—4q — vbn 3 d die Ausse Couriers selbst beseitig⸗ 1— Sachen, die Kuratel über die am zssten v. M. 20sten über den Zustand der Stadt: „Unsere Zustände sind leider noch schrift von Pazmandy⸗ und 8 Aussagen des Couriers selbst beseitig 8 bat wurde., digt wird, daß in seinen Mauern Anarchie 1 immer dieselben und werden von Tag zu⸗ Tag gerade durch diese ten die anfänglichen Zweifel. Wenn nun Wien bes Fen. eeba- d in, Wien die Oidnung und lichte Sophie Justine Friederike Probst in Schoningen, herrsche, so kann nur erwiedert werden, F S . Tochter des weiland Ackermanns Andreas Probst da⸗ 1 8 . 9 1 8 2 -. Versicherung die Ungarn in Fischament ein . 5 ae Fäll 1u 8 edankens, jede Regung der Thatkraft, jedes ent⸗ noch sollen nach seiner Versicherung EI1“ —2— EEE““ 11A1““ und es sind, wenige Fälle jeden Flug 86 8e be dh Furcht tr ff und morgen in der Frühe würden sie bei Schwechat und haltung der gesellschaftlichen Ordnung s des 8 igend die Erben und den Schuldenbestand alle diejenigen, schiedene Wesohl der Freuge b 8 3 1. 8 3 ausgenommen, keine Störungen derselben vorgeko „ b 8 Hläubi 3 binter⸗ 2 8 8 . 84 . . welche ais Erben oder als luunegen an dacs haaten schließt uns immer fester und fester in ihre eiser⸗ oben erwähnte Proclamation e. hunderten durch die innigsten Bru⸗ nen Arme die von Westen, Norden und Süden herbeieilende Gewalt „Die ungarische Nation ist seit Nehchasshen eunon Wird die Zurückführung eines von vewünschten frierlichen FEr . 7. 5 5 6 8 88 2 . 8 1 9 8 0 Ew. Majestaät 8 eun 8 „ ⸗ mitoͤfentlich ausgeforder olge indem zu gaf Die erste wilde Be Freiheit, welche die Völker der Monarchie in den Waeeage⸗ sich “ nicht minder als von Ursachen zu be⸗ nnerstag den 21. Dezember d. J., 1 8 — 2 1„ ate befestig e diese Ban och mehr. Es i 8 . 1— geisterung, welche am 6ten und 7ten die Jugend und die Männer und die der Monarch bestätigte, befecstig e dirse ... Hwc miat 1 z bahnen, welche fuür alle Folge die Visascer inal⸗Urkunden in Pers der durch legitimirte Bevoll in den Kampf und unter die Waffen C heit zu vertheidigen. Es erklart die es das ungarische Heer, daß es seinen minder die Grundle öeee. Ereignisse zu bieten vermögen. ginal⸗Ur Person oder durch legitimirte Bevoll⸗ 8 86 - 4 2 . “ I“ G 48 1 1 . gefährdeten österreichischen vekiibe . mächtigte an⸗ und auszuführen, widrigenfalls die Nicht⸗ drang leuchtete, schaut matt und düster in die nächste Zukunft; 8 „³ it d zustellen, sie im Sinne der Freiheit auszudeheg. Ordnung, sondern auch 8 8 . 8 S 1 8 56 herz b reibung de en, 2 Waffe 9 8 Bürger das Waffen⸗Getümmel und Trommelgewirbel der Straßen Oesterreichs verwustet. vir sind e süche Elemente mit G walt der Waffen ich 8 Bürgers Das demnächstige Präklusiv⸗Dekret soll nur feindlichen Jellachichschen Armaee richtsbrette affigirt werden. 1 822 8 v. 2 si Uslar, am 18. Oktober 1848. eterrie n⸗. nur in den Städten gesunkener Größe oder in verlassenen Residenzen 8 Königlich Hannoversches Amt. “
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