an und es ging nach Krzizanowitz. Hier wurde der Katafalk geöffnet, der mit rothem Sammet und Goldborten umschlagene Sarg aus dem Kasten genommen und auf den würdig und 11u.* Le 28 wagen gesetzt, auf dem vor einigen Jahren der Vater es — zur Ruhestätte geführt wurde. Die Leiche wurde hier wiederu: ein⸗ g9 von den Lehrern der fürstlichen Herrschaft ertönte ein gesegnet und vorn zFir lichen Hesrschs. ee. a (rhebender Gesang. Nun bewegte sich der Zug in die ti he. V . aingen die hiesigen Bürgerschützen in Leichen⸗Parade mit gesenk⸗ tem Gewehr, und diesen folgten die vielen Geistlichen und Lehrer. Pann kam der Leichenwagen (vor dem das Reityferd des Fürsten ge⸗ führt wurde), von vier Pferden gezogen und von einem Theile der Bürgenschützen und den fürstlichen Förstern umgeben. Die mitge⸗ kommenen und in Krzizanowitz hinzugetretenen Trauergäste folgten dem Leichenwagen. In der Kirche wurde die Leiche nach üblicher Weise geweiht und einstweilen beigesetzt. Montag früh wird sie nach
Gratz gebracht, wohin auch von hier Viele fahren werden. 118
Oesterreich Wien, 21. Okt. (Oest. Bl.) Wenn wir recht un⸗ terrichtet worden sind, so hat Jellachich sein Hauptquartier von Rothneu⸗ siedl nach Zwölfaxing verlegt und seine Vorposten bis in die Gegend von Fischament ausgedehnt. Zwölfaxing liegt an der Straße von Schwe⸗ Gat nach Himberg. Besätigt sich dieses, so kann man gewiß sein, daß er sich, wenn die Nord⸗Armee im Marchfelde konzentrirt sein wird, mit derselben verbinden und in Ungarzn einrücken werde, ohne daß eine Belagerung oder ein Bombardement Wiens stattsinden wird. So wird die Strafe des Wortbruchs die Ungarn auf dem Fuße er⸗ esien, wenn sie dieser Vereinigung dreier Armeen nicht zuvorkemmen. Die Basteien der Stadt und die meisten Barrikaden in derselben sind von Vertheidigungskröften entblößt. Diese wurden alle an die äuße⸗ ven Linien gezogen. Am Glacis weiden harmlos Ochsen und Schafe. Am Universitätsplatze wird unter den Klängen fröhlicher Musik für das vierte Corps der mobilen Garden mit bestem Erfolge gewor⸗ ben. Die Läden der Stadt sind geöffnet, und wäre die Passage der Stadtthore für Wagen frei, so würde man von der bereits über zwei Drittheile des Stadtumfreises bewerkstellig⸗ ten Cernirung nicht viel verspüren. Viele glauben und hoffen noch immer auf eine friedliche Lösung dieses Knäuels; Andere wünschen sehnlichst nur die Entscheidung des Schwertes. der Reichetag und der Gemeinderath spielen eine Vermittlerrolle trotz einzelner heftiger Jorte, das Oberkommando der Nationalgarde schließt sich entschieden den kriegerischen Gesinnungen der Bevölkerung an. An Writeres, als Entfernung des Militairs aus der Umgebung Wiens wird nicht gedacht. Dieser rine Wunsch ist es, welcher mit uns Tag für Tag schlafen geht und wieder mit uns aufsteht. Ein telegraphischer Bericht von vorgestern 3 ¼ Uhr Rachmittags sagt: Bei Simme⸗ rung hat sich die Infanterie bis auf eine Compagnie mit ei⸗ ner Kanone zurückgezogen. Bis beinahe zum Ziegelosen ste⸗ hen unsere Wachtpoten, wo dann, auf Schußweite entfernt, auch die militatrischen Vedetten stehen. Unzählige Lendleute fommen von allen Richtungen nach Wien und beklagen sich hitter, daß ihnen das Kaiserliche Militair alle Lebensmittel wegnimmt, welche sie nach Wien bringen wollen. Vorgestern wurden viele in Jedlersborf am Spitz von der Reiterei angedalten und mußten sodann leer nach Wien gehen. Außerhalb Jed lersee und Jedle sdorf Bat sich auf der dortigen Anhöhe eine lange Reihe Ka⸗ vallerie gelagert. Außerhalb Florisdorf sieht man eine ungemein große Anzahl Packwagen und eine unbedentende Menge Kevalerie. Der größte Theil davon bewegt sich Florisdorf zu. Gestern Abend ist ein Theil der Armee des Windischgrätz in Florisdorf eingerückt. Ein Stück der Brücke, welche unsere Volkswehr augenblicklich den Wellen übergab, trennt die Besatzung von Florisdorf von Wien, und einige Schanzen, welche sofort aufgeworfen worden sind, verbieten den Uebergang.
Wir hoffen, daß man nicht durch die Bedrohung auf einem Punkte die Gefahr an anderen übersieht. Mehrere Wahl⸗Bezirke in Wien beabsichtigen, die Mandate ihrer geflüchteten Deputirten sofort als nichtig zu erklären und neue Wahlen vorzunehmen, ein Beschluß, wel⸗ chem wir nur unseren vollen Beifall schenken können, weil dadurch die Anwesenheit einer beschlußfähigen Anzahl um so seltener in Frage kommen wird. Ueber ein Plakat, nelches den Heranzug der Un⸗ garn anzeigt (s. das gestrige Blatt), herrschen verschiedene An⸗ sicten. Die Meisten glauben, daß der Inhalt sich so wenig besäti⸗ gen werde, als frühere Ankündigungen. Dem Gerüchte eines Mi⸗ msteriums Wir di chgrätz⸗Stadion widersprechen wir.
— Die Breslauer Zeitung berichtet unter Breslau, 23. Oktober, Nachmittags 4 Uhr: „Der wiener Postzug, welcher ge⸗
so eben erst angekommen und hat sich also 1
4 d
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stern eintreffen sollte, ist so um 24 Stunden verspätet. Der heute fällige Postzug ist ausgeblie⸗ ben, und wir sind daher mit den Nachrichten aus Wien immer noch mweinen vollen Tag im Rückstande. Auf dem so eben angrlangten Zuge befand sich kein Reisender aus Wien, wohl aber eine Person, weiche gestern, von Linz kommend, mit Lebensgefahr auf einem Kahne während des heftigsten Sturmes über die Donau setzte. Der Rei⸗ sende hat den Weg von Nußdorf nach Floriedorf zu Fuß zurücklegen müssen und ist Abends 9 Uhr aus Forisdorf weier gereist. Dieser Reisende erzählt, nach ihm gewordenen Mittheilungen, daß die Kai⸗ serlichen Truppen bei Kloster⸗Neudorf so eben eine Brücke zu schla⸗ gen beginnen. Abgeordnete der Studentenschaft sind mit Vermitte⸗ nngs Vorschlägen an den Kaiser gegangen. Es sollen die Kaiser⸗ liche Burg, so wie andere öffentliche Staate gebäude, mit Pulver ar⸗ gefüllt sein, und man soll die Absicht haben, bei dem ersten Kanonen⸗ schüfe gegen Wien diese Gebäude in die Luft zu sprengen. ut. 1 Ficen, aberm l auf Veranlassung Kossutg's sich vielleicht sein, daß dcge ürückgezogen haben. Bekannt dürfte es 8 Eö““ 66 verläßlicher Quelle ersuhren, nicht e. se 1131“ den Wienern erklärt haben, L“ 1 Grund icres Rückzuges, sondern es habe der Reichstag den Rückzug befohlen, um die Armee erst zu reorga⸗ nistren, 8 bekanntlich Zwistigkeiten wegen Ueberschreitung der Gränze unter den Lffizieren ausgebrochen waren. Dieser Befehl langte erst an. B Ungarn schon eingerückt waren, worauf denimnäͤchst der Rückzug erfolgte. Aber noch jetzt wollen sie auf den ersten Ruf nach Wien eilen. Dieser wird indeß nicht erfolgen, so bh Sicherheitsausschuß fungirt. Deshalb findet auf Veranlassu 86 8 Or. Schütte heute (am 23) eine Volksversammlung 8. tt. in welcher es darauf abgesehen sein soll, einen Hed. et . Eece. heitsausschuß zu konstituiren, welcher mit mehr Ehntschtevenbest der. faährt. Ein hier verbreitetes Gerücht, nach welchem die Ermordung dves Fürsten Windischgrätz mittelst Estafette nach Krakau berichifn worden, ist unwahr.
Boyern. Nürnberg, 21. Okt. (N. K.) Die Ministerial⸗ Entscheidung wegen einer General⸗Synode für die protestantische Kirche diesseits des Rheines ist erfolgt. Die Wahlen werden ausge⸗ schrieben. In jeder Pfarrei werden durch alle selbstständige, christ⸗
lich-gesinnte Mitglieder so viel weltliche Männer gewählt, als in der Ppfarrei Geistliche sind. Diese bilden mit den Geistlichen die Wahl⸗ männer der Distrikts⸗Synode und wählen in gesonderten Wahlen die Abgeordneten zur General⸗Synode, so daß die Geistlichen den geist⸗ lichen, die Weltlichen ihren weltlichen Abgeordneten zu bestimmen ha⸗
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ben. Bestätigung ist nicht erforderlich. Urlaub für Beamte soll ohne esonderen Grund nicht verweigert werden. Die Synodal⸗Commissaire
dürfen keine Petitionen mehr zurückhehalten. Sobald die Wahl voll⸗
endet ist, wird Tag und Ort der Einberufung der vereinigten Ge⸗ neral⸗Synode festgesetzt werden.
Saäachsen. Dresden, 24. Okt. (D. A. Z.) Bei der fort⸗ gesetzten Berathung über das Wahlgesetz bat die erste Kammer die Zehmenschen Anträge zu §§. 1 und 2 auf Eintheilung des Landes in 60 Wahlbezirke und auf gleiche Mitgliederzahl beider Kammern, jenen mit 22 gegen 15, diesen mit 25 gegen 12 Stimmen, angenommen, dagegen die von der Minontät der Deputation vorgeschlagene Tren⸗ nung der Wahlbezirke in stäadtische und ländliche mit 25 gegen 12 Stimmen abgeworfen. Der Antrag, die Wählbarkeit an einen vor⸗ hergehenden fünfjährigen Aufenthalt im Lande zu knüpfen, wurde mit 28 gegen 9 Stimmen angenommen. Bei §. 4 wurde die von der Minorität der Deputation bevorwortete Stimmberechtigung des Mili⸗ tairs gegen 4 Stimmen genehmigt. Eben so ein Amendement Ritter⸗ städt's, daß das Militair an seinem jemaligen Ausenthaltsorte zu stimmen habe. Schließlich wurde noch der Antrag des Herrn von Metsch, für die Stimmberechtigung das 25ste Jahr (der Entwurf beuntragte das 21ste) zu fordern, mit 21 gegen 15 Stimmen zum Beschluß erheben.
Dem Berichte über das Wahlgesetz der ersten Deputation der ersten Kammer ist eine interessante Statistik der Theilnahme beigefügt, welche das Volk für die Art und Weise der Gründung eines neuen Wahlsvostems kund⸗ gegeben hat. Petitionen, bezüglich der Prinzipien des Wahlgesetzes, sind nämlich überhaupt 164 eingegangen. Von diesen sprechen sich aus 00 Pe⸗ titionen für das Einkammer⸗System, 95 Petitionen für das Zweikammer System, 3 Petitionen für die Wahlgesetz⸗Reform im Allgemeinen. Die 66 Petitionen für das Einkammer⸗Spstem sind ausgegangen von 41 Va⸗ terlands⸗Vereinen, 4 Bürger⸗Vereinen, 1 ökonomischen Vereine (Kamenz), 2 Volks⸗Versammlungen (Wermsdorf, Tharand), 18 Gemeinden und einzelnen Personen. Da jedoch der Bezirks ⸗Vaterlandsverein zu Krimmitzschau kollektiv im Auftrage für andere 8G Vaterlandsver⸗- eine mit gezeichnet hat, so dürften diese 17 selbstständigen Vereine noch hinzuzurechnen sein, so daß sich ihre Zahl auf 58 erhöht. Die Unterzeichnungen zählen 1910 Einzelnamen, 11 Gemeinderäthe, 29 Ob⸗ männer und Ausschüsse; unter Hinzurechnung der von Seiten der Obmänner bin und wieder geschehenen Angabe der Mitgliederzahl ihrer Vereine würde die Unterschriftenzahl auf 12,522 für das Einkammer⸗Sostem sich erhöhen. Die 95 Petitionen für das Zweikammer⸗System kamen von 8 deutschen, constitutionellen und ökonomischen Vereinen, 3 von 72 Gemeinden, 84 Ein⸗ zelnen und Gemeinden. Die Unterschriftenzahl derselben berechnet sich auf 3421 in 331 Ortschaften, exel. der durch die Vereins⸗Vorstände gezeichneten Eingaben. Es bevorworten hiernächst 101 Petitionen die direkte Wahl, 8 Peti⸗ lionen die Wahlmännerwahl, 80 Petitionen die Herabsetzung des Alters der Wählbarkeit auf das 25ste Lebensjahr, 9 Petitionen diessalls die bloße Volljäh⸗ rigkeit, 15 Petitionen die Trennung in städtische und ländliche Bezirke, 3 Petitionen die Beibehaltung eines Census, 4 Petitionen die einjährige Pe⸗ riodizität der Versammlung, 5 Pelitionen die Annahme des Entwurfs ohne alle Diskussion, 1 Petition der israelitischen Gemeinde hier die Abänderung des §. 41 c. des Wahlgesetz⸗Entwurfs.
Die gestrige Sitzung der zweiten Kammer brachte die Berathung über den Tzschirnerschen Antrag: „die Staatsregierung zu ersuchen, durch das Kriegsministerium unverweilt an sämmtliche Ofsiziere der Armee einen Be⸗ fehl zu erlassen, daß sie sich aller und jeder Einwirkung auf die Soldaten hinsichtlich des Vereinsrechtes zu enthalten haben, dies auf ihr Ehrenwort zu verlangen und diejenigen, welche dies verweigern, zu veranlassen, ihren Abschied nachzusuchen.“ Abgreordneter Tzschirner erklärt, er habe nicht einen Major Worm, sondern einen Hauptmann Worm gemeint, es habe ein Irrthum staltgefunden. Sodann geht er auf seinen Antrag über. Be⸗ reits im Mai dieses Jahres sei den Soldaten durch eine Verordnung freigegeben worden, an allen Vereinen Theil zu nehmen. Aus den Berathungen der Kammer sei bekannt, daß nur das Kriegs⸗Ministerium berechtigt sein solle, eine Suspension vom Vereinsrechte zu verfügen, indem dieses nur den Ständen gegenüber verantwortlich sei. Wenn nun auch nicht direkt ge⸗ gen diese Verordnung gehandelt worden, so seien doch Fälle vorgekom⸗
men, daß die Offiziere den Soldaten den Rath gegeben, den Vaterlands⸗ Verein nicht zu besuchen. Die Stellung der Soldaten aber mache einen solchen Rath zu einem Vefehl. Folge entweder der Soldat seiner Ueber zeugung, so mache er sich mißliebig, oder folge er dem Rathe, so müsse er seine Ueberzeugung opfern. Entweder befänden sich die Offiziere nicht auf dem Standpunlte der Neuzeit, oder, woran er mehr glaube, seien sie der Meinung, daß durch das Besuchen der Vereine von Seiten der Soldaten die Subordination gefährdet werde. Daß dies aber der Fall nicht sei, gehe aus der Verordnung hervor. Und ein politisch ausgebildeter Soldat werde wissen, daß er gehorchen müsse. Nur ein mit politischer Bildung ausgerüsteter Militair werde mit Be geisterung für sein Vaterland kämpfen. Politische Ausbildung gewährten nun die Vereine, und es müsse daher deren Vereinsrecht geschützt werden. Wenn er das Ehrenwort verlange, so könne es scheinen, als komme er nit sich in Widerspruch, als wolle er eine besondere Ehre. Erhabe darunter das Manneswort gemeint. Das Militair lege aber anf dieses Wort einen besonderen Werth, und er sei überzeugt, wenn die Offiziere es gegeben, sie sich dann gewiß jeder Einmischung in das Vereinsrecht der Soldaten ent⸗ halten würden. Er wolle den Antrag als eine Ehren⸗- und Gewissenssache betrachtet wissen. Kriegs⸗Minister von Buttlar erwiedert: Der Hauptmann Worm habe nichts gethan als seinen Mannschaften anzurathen, nicht die Vereine mehr zu besuchen, weil Ideen von denselben unrichtig aufgefaßt worden seien. Dabei habe derselbe jedoch den Soldaten ausdrücklich er⸗ klärt, daß sie aber nicht gezwungen werden könnten, einen Verein zu meiden. Er könne nur dem Hauptmann Worm seine Billigung aus⸗ sprechen, da leider die Erfahrung gemacht worden wäre, daß Vereine sich zu Verführung der Soldaten herbeigelassen hätten.
Abgeordneter von Beschwitz sindet darin keine Verletzung des Ver einsrechts der Soldaten, wenn ihnen von den Oberen ein solcher Rath gegeben würde, zumal wenn er Vereine betreffe, deren Organe vor kurzer Zeit den Chef des Kriegs⸗Ministeriums so verdächtigt. Unser Heer sei einzig und allein stark durch seine musterhaste Disziplin, deren Erhal⸗ tung jeder Staatsbürger wünschen werde. Staats-Minister Georgi: Mit dem Zwecke des Antrags, den Soldaten das Vereinsrecht unbekümmert zu erhalten, sei er einverstanden, nicht mit dem Antrage selbst. Es würde wohl kaum eine Regierung geben, welche den Soldaten die politischen Rechte in solchem Maße gewährt, wie die sächsische. Die Regierung habe es gethan im begründeten Vertrauen auf den gesunden Sinn der Sol daten, und habe sich auch nicht varin irren lassen, wenn sie vernommen, daß von gewissen Seiten her darauf umgegangen worden, die Disziplin zu untergraben. Derselbe Geist und dieselben Ansichten, welche die Re⸗
gierung dahin geführt, würden sie auch ferner bei der Wahrung des verliehenen Vereinsrechtes der Soldaten
leiten. Möge die Kammer da⸗ her ihr Vertrauen schenken. Der Antrag drücke aber auch ein Miß⸗ trauen gegen den sächsischen Offizier⸗Stand aus, daß die Regierung nicht 2 8 8 h. 8 — theilen
fönne. Sei von einzelnen Offizieren etwas Derartiges geschehen, daß das Vereinsrecht
beeinträchtigt werde, so würde dies, wenn es zur Kenntniß der Regierung gelange, nicht ungeahndet bleiben. Der Antrag scheine aber auch zu weit zu gehen, irdem er jede Einwirkung beseitigen wolle. Wenn ein Offizier im kameradschaftlichen Verhältnisse seinen Unter⸗ gebenen einen solchen Nath ertheile, wozu ihn vielleicht die Mittheilungen der Soldaten, die einen Verein besuchten, veranlaßten, so werde da ein Ein⸗ fluß geübt, wie er bestehen könne und müsse. Noch weniger könne die Re⸗ gierung das im Antrag empfohlene Mittel billigen, nämlich die Angelegenheit zu einer Ehrensache zu machen. Es liege darin ein geistiger Despotismus. Die Kammer möge daher nicht für diesen Antrag stimmen.
6 Helbig, findet in dem Antrage kesnen geistigen Despo⸗ Ls seien schon viele Fälle vorgekommen, wo darauf ausgegangen 8e e sei, die Soldaten vom Besuche der Vereine abzuhalten. Es sei sogar ausdrücklich zugestanden worden, daß solche Abrathungen vor den versammelten Mannschaften vorgekommen. Dadurch würde das Ver einsrecht beeinträchtigt. Wenn das vorkomme, so fordere es das Recht, daß man ein Mittel anwende, welches als Schutzmauer den disziplinarischen
Verhältnissen gegenüber bestehe. Denn dergleichen Abrathungen wären für den Soldaten Gesetz. Gerade den Soldaten möge das Vereinsrecht unge⸗ schmälert bleiben, durch welches dieselben Gelegenheit hätten, sich auszubilden. Die meisten derselben seien aus der ärmsten Klasse hervorgegangen, von frühe⸗ ster Jugend an auf Arbeit angewiesen, sei ihnen zu ihrer Bildung keine Zeit übrig geblieben. Secretair Siegel schlägt vor, den Antrag getheilt zur Abstimmung zu bringen, indem für den ersten Theil desselben (bis zu den Worten „zu enthalten“) zu stimmen, für die Meisten es lein Bedenken ha⸗ ben fönnte. Abgeordneter Lincke meint, es handele sich hier um etwas Prinzipielles. Der Antrag werde der Reaction entgegenwirken, die sich bei Einzelnen des Offizierstandes zeige. Auch er habe Vertrauen zur Regie⸗ rung, daß sie das Vereinsrecht wahren werde; allein er zweifle daran, daß derselben immer die vorkommenden Eingriffe zu Ohren kommen würden. Die Reaction handle im Verborgenen.
Abgeordneter Neiche⸗Eisenstuck: Wenn den Vorgesetzten der Sol⸗ daten soölche ausdrückliche Versprechungen abgenommen wurden, müsse man da nicht auch dergleichen von Civil⸗Behörden verlangen, daß diese z. B. ibren Untergebenen den Besuch von republikanischen Vereinen zc. nicht adrathen dürften? Der Antrag sei nichts Anderes als eine Einführung des Steinschen in unsere Kammer. Abgeordn. Tzschirner bedauert, daß die Regierung zu seinem Antrag im Widerspruche stehe, es könne derselben das Vereinsrecht doch nicht so sehr am Herzen liegen. Der Redner moti⸗ virt sodann nochals seinen Antrag und bemerkt gegen den Abgeordneten Eisenstuck, daß die Civil⸗Personen viel freier seien und nicht eines so durchgreisenden Schutzes als die Soldaten bedürften. Er wolle kein Mißtrauen gegen die Offiziere anregen und glaube selbst, daß das gerügte Verfahren von ihnen wohlgemeint sei, es beruhe dies auf ihren Ansichten. Allein er könne nicht zugeben, daß jene Ansichten den Soldaten aufgedrängt würden. Der Untere so gut wie der Obere müsse seine eigene Ansicht ha⸗ ben können. Auch würde durch seinen Antrag kein Mißtrauen gegen die Offiziere hervorgerufen, es wurde vielmehr das Vertrauen der Soldaten zu denselben viel stärker werden, wenn ihnen die Freiheit der Meinung gelassen würde. Daß seim Antrag dem Steinschen ähnlich sehe, komme daher, daß er sich zu demselben durch ähnliche Verhältnisse bewogen gefühlt habe. Abg. Dr. Geißler: Weil die Regierung aus der ersten Hälfte des Antrags, die so weit unverfänglich sei, ein Mißtrauen gegen sich abgeleitet, könne er auch für dieselbe nicht stimmen. Staatsminister Georgi wiederholt, daß die Regierung mit dem Zwecke des Antrags einverstanden sei, sieht aber nicht die Nothwendigkeit zu derartigen Maßregeln ein. Das möge man der Re⸗ gierung überlassen, sie würde das Vertrauen verdienen durch ihre Haltung dem Militair gegenüber. Gewissenszwang könne die Regierung auch selbst bei Angelrgenheiten der Freiheit nicht befürworten. Abgeordn. Schenk ist gegen die Theilung des Antrags, so wie überhaupt gegen den ganzen Antrag. Abgeordn. Helbig vertheidigt nochmals seine früheren Aeuße⸗ rungen und bemerlt schließlich, der Soldat könne nicht mehr als eine Art Königliches Eigenthum betrachtet werden, sie würden nicht mehr als Aus⸗ statlung von Tochtern gebraucht werden können.
Abgeordneter Metzler: Es könne ein Antrag aus dem größten Patriotismus hervorgegangen und doch nicht skatthaft sein. Ueber die Fälle der Vergangenheit gehe er zur Tagesordnung über. Das Vereinsrecht sei eben seither noch nicht gesetzlich geordnet gewesen, aber die Zukunft sei ins Auge zu fassen, man müsse erwarten, in wie weit sich die Offiziere gegen das Gesetz in Opposition setzten. Die Offiziere hätten in der neueren Zeit die Verfassung beschworen. Wolle man diesem Stande noch ein neues Bindemittel aufbürden, so sei das eine rohe Beleidi⸗ gung. Es sei das eine gehässige Art und einer Präventiv⸗Maßregel gleich. Man solle abwarten, ob nach Emanation des Gesetzes die Offiziere sich der Vexrordnung widersetzten; dann werde man auch mit der größten Strenge verfahren. (Gelächter auf der Gallerie.) Man stoße den Ofsizierstand nicht von sich, in einer Zeit, wo wir dessen dringend bedürsen könnten. Nicht alle Leute, die mit dem Munde tapfer seien, seien es auch mit der That. Abgeordn. von Criegern: Die betreffenden Offiziere hätten Gebrauch gemacht von einer Freiheit, die jedem Staatsbürger zustehe. Ab⸗ geordn. von Nostiz hätte gewünscht, man wäre mit Stillschweigen über den Antrag hinweggegangen, er würde es mit Achselzucken gethan haben. Ab⸗ geordn. Tschirner hätte die Kammer bis jetzt mit dem 19ten oder 20sten Antrage behelligt, obgleich er immer von der Kostbarkeit der Zeit und Be⸗ schleunigung des jetzigen Landtages gesprochen; niemand hätte jedoch mehr zu dessen Verlängerung beigetragen, als gerade er. Die Reise nach Berlin sei nicht ohne Fruchte gewesen, es wäre etwas mit hinweggenommen worden.
Abgeordn. Evans: Der letzte Sprecher komme immer wieder auf Ber⸗ lin zurüͤck, diese Reise müsse für ihn großes Interesse haben, und es würde daher nichts helfen, als ihm zu Gefallen eine Beschreibung derselben her⸗ auszugeben. Der Redner spricht noch im Sinne des Abgeordneten Tzschir⸗ ner uvnd bemerkt unter Anderem, die gerügte Einwirkung auf das Vereins⸗ recht äußere sich auch dadurch, daß in neuerer Zeit der Dienst der Solda⸗ ten ein auffallend angestrengterer und längerer sei. Abgeordneter Reiche⸗ Eisenstuck findet es unbedenklich, für den ersten Theil des Antrags zu stiumen, meint aber, es nicht thun zu wollen, weil daraus neue Konsequen⸗- zen folgen würden. Es könnte vielleicht einmal ein Sections⸗Ingenieur an der Eisenbahn seinen Untergebenen abrathen, einen Vaterlands⸗Verein zu besuchen (Unruhe auf der Gallerie; Ordnungsruf des Präsidenten), dann würde er auch wieder für einen ähnlichen Antrag stimmen müssen. Abge⸗ ordneter Tzschirner gegen von Nostitz: Er sei nicht zum Schlafen, son⸗ dern zum Wachsein in der Kammer. Wenn man sage, daß er etwas aus Berlin mitgebracht habe, so sei das wahr, er habe etwas Gutes gelernt, Anderen waͤre es vielleicht auch gut, wenn sie auf Reisen gingen. Nachdem der Abgeordnete noch in längerer Rede für seinen Antrag gesprochen und Abgeordneter Lincke sich ihm augeschlossen, erwiedert noch Staats⸗Minister Georgi, und es wird sodann der erste Theil des Antrags mit 33 gegen 31 und der zweite Theil mit 53 gegen 11 Stimmen abgelehnt.
Darmstadt, 22. Okt. (Darmst.
Das Ministerium des Innern hat den sämmtlichen Regie⸗ in Nr. 60 des s Wachsamkeit und Thätig⸗ Vergehen empfohlen, welche durch Mißbrauch der Presse und bri Volks⸗Versammlungen unternom⸗
Hessen und bei Nhein. )
rungs⸗Kommissionen gelegentlich der Bekanntmachung Regierungs⸗Blattes noch besonders keit zur Ver ütung und Versolgung von
men werden. Es habe nicht verkannt, daß in einer Zeit des Ueber⸗ ganges, in Entwickelung öffentlicher Verhältnisse die Freiheit der Meinungs⸗Aeußerung bis zur Nachsicht gegen Unerlaubtes bei der oft schwer zu bestimmenden Gränze gestattet worden sei; jer och bemerkt, daß mehr und mehr eine Keckheit der schlimmsten Absichten an den Tag trete, bei welcher man sich wegen U berschreitung alles Maßes und der im Gesetz ausgesprochenen Strafbarkeit nicht täuschen könne. Dagegen solle alle Macht der Regierung gerichtet “ Man müsse daber in angemessener Weise sich Kenntniß von den Vorgän gen bei Volks⸗ Versammlungen ven schaffen , und geeignetenfalls die Thatsachen mittheilen, welche Einschreitung des Gerichts erfordern; auch der höchsten Behörde von allen für die öffentliche Ordnung be⸗ drohlichen Ereignissen bei solchen Gelegenheiten Anzeige machen, so wie dem Gang und dem Ergebniß der richterlichen Einschreitung mit Aufmerksamkeit folgen; endlich die Gerichte in der Ausführung ihrer Befehle kräftig unterstützen und in der Anwendung der dafür zu Ge bot stehenden Mittel nicht aus ängstlicher Besorgniß 8 deren Unzulänglichkeit zurückweichen, indem es keinesweges an Macht fehle, verbrecherische Unternehmungen niederzuhalten.
Sachsen⸗Weimar. Weimar, 21. 1 (Leigs. Z.) Heute früh sind die seit 11 Tagen hier gelegenen Reichstruyßen, an 2 Escadrons sächsischer leichter Gardereiter, 2 Batterie Artillerie, und ein Bataillon Schützen, so wie das altenburger Infanterie⸗ Bataillon, nach Buttstädt und Umgegend gezogen, nachdem sier vorgestern noch vor dem Großherzoge und dem Erbgroßherzoge die Revüe passirt und an den übrigen Tagen in die nahen Städte Marschkolonnen ge⸗ bildet hatten; nur eine Compagnie Schützen und eine Compagnie Altenburger sind als Garnison bis auf Weiteres hier geblieben. Die⸗ ses Corps hat sich in allen seinen einzelnen Theilen so ausgezeichnet brav benommen, daß die Quartierträger mit den Soldaten in wah⸗
rer Einigkeit und Zufriedenheit gelebt haben, ja, daß auch nicht eine
Rieichs⸗Kommissar von
einzige Unordnung vorgefallen ist. Die Bewohner Weimars baben
sie daher ungern scheiden sehen, um so mehr, als nach ihrem Ein⸗ marsch und nach Gefangennehmung des demokratischen Ausschusses von Jena eine fühlbare Ruhe eingetreten ist. Das Hauptquartier des trefflichen Obersten von Planitz ist jetzt in in der Stadt Butt⸗ städt.
Der im April d. J. vertagte Landtag wird am 23sten d. M. on neuem zusammentreten und sich in öffentlichen Sitzungen haupt⸗ ächlich mit einem neuen ständischen Wahlgesetze und mit mehreren eit seiner Vertagung erlassenen provisorischen Gesetzen beschäftigen.
Der Geheime Staatsrath Dr. von Wydenbrugk, welcher mehrere
Wochen hier im Ministerium thätig gewesen, hat sich seit ein paar Tagen nach Frankfurt zurückbegeben, um seinen Sitz in der Pauls⸗ kirche als Volksvertreter wiederum einzunehmen.
Sachsen⸗Gotha. Gotha, 18. Okt. (Leipz. Ztg.) vom Reichsverweser für die thüringischen Staaten ernannte Mühlensels hat heute von hier aus „an die Bewohner von Thüringen und Altenburg“ einen sehr ansprechenden, wohlmeinenden Aufruf erlassen. Der Schluß desselben lautet: „Mein Austrag ist offen wie meine Sprache. Die Einheit und Macht des deutschen Vaterlandes ist abhängig von der Stärke seiner Glieder; die Anarchie der Theile gefährdet die Freiheit und die Einigung des Ganzen. Die Unterstützung der Patrioten darf meiner Aufgabe nicht fehlen; jetzt oder nie wird die Einheit Dentschlands errungen; Son⸗ dergelüste müssen verstummen, damit der Ausbau der deutschen Frei⸗ heit und Einigung gelinge. Die Liebe zu ihr, die Ehre und Macht des Gesammtoaterlandes muß Alle vereinen. Darum wachet und seid rüstig!“
Der
Sachsen⸗Altenburg. Altenburg, 23. Okt. (D. A. Z.) Zur ungewöhnlichen Stunde heute Morgen riefen die Signalhörner der Schützen, rief Trommelwirbel unsere Reichstruppen zusammen. Zugleich gaben drei Alarmschüsse der auf den benachbarten Dörfern Uiegenden Kavallerie das Zeichen zum Einrücken in die Stadt. Unter dem bestürzten Volke gingen duntle Gerüchte von Verhaftung unserer drei Volksführer Erbe, Dölitzsch und Douagi. Es bestätigte sich in— dessen blos die Verhaftung des bekannten Dr. Douai, Verfassers des
republikanischen Volkskatechismus. Als derselbe von unserem Stadt⸗ richter unter starker militairischer Bedeckung nach dem Rathhause ge bracht wurde, machte das Volk einen Versuch zu dessen Befreiung, welcher aber von einer Abtheilung sächsischer Schützen zurückgewiesen wurde,. Dr. Douai ist bis jetzt, Nachmittags 3 Uhr, noch in Haft, wie verlautek, auf auswärtige Requisition. Das Volk ist, den obigen Versuch zu Befreiung desselben abgerechnet, bis jetzt ruhig geblieben. Die sächsischen Reichstruppen bewäyrten eine musterhafte Haltung. Schleswig⸗Holstein. Schleswig, 22. Okt. (Alt. Merk.) Die Landes⸗Versammlung hat gestern in einer Sitzung, die bis 1 Uhr des Nachts dauerte, folgende Beschlüsse gefaßt:
1. In Erwägung, daß die deutsche Centralgewalt die provisorische Regierung beauftragt hat, der Landesversammlung die Namen der Männer kundzugeben, welche eine gemeinsame Regierung der Herzogthümer Schles⸗ wig⸗Holstein zu bilden haben; I1. in Erwägung, daß die Landesversamm⸗ lung am 4. September d. J. den in den Artikel 150 des Staats⸗Grund⸗ gesetzes aufgenommen Beschluß gefaßt hat, daß jede Veränderung in der bestehenden Landes⸗Regierung der Zustimmung der Landesversammlung be⸗ darf; III. in endlicher Erwägung, daß durch den Reichs⸗Kommissarius Stedtmann die Modificationen gewisser Bedingungen des am 26, August d. J. zu Malmö abgeschlossenen und von der National⸗Versammlung, so
weit er ausführbar, anerkannten Waffenstillstands⸗Vertrages als noch in der Verwirklichung begriffen in Aussicht gestellt sind, und die Landesversamm⸗ ung durch ihre Zustimmung zu dieser Veränderung in der bestehenden Lan⸗ des⸗Regierung diese Modificationen zu fördern wünscht, beschließt die Lan⸗ esversammlung:
1) Sie genehmigt, daß die Mitglieder der provisorischen Regierung von ihrer bisherigen Stellung abtreten, und spricht denselben die dankbare An⸗ erkennung des Landes aus.
2) De Landes⸗Versammlung ertheilt in der Voraussetzung, daß die designirten Regierungs Mitglieder, namentlich der Herr Landvogt Boysen ꝛc., die Herzogliche Gewalt im Interesse des Landes und nach den bestehenden Rechten ausüben werden, ihre Zustimmung dazu, daß dieselben die gemein⸗
same Regierung der Herzogthümer Schleswig Holstein übernehmen. 3) Die Landes Versammlung beschließt, weil der Reichs⸗Kommissar Setedtmann solches als Wunsch und Verlangen der Reichsgewalt ausge⸗ sprochen hat, sich bis weiter zu vertagen, beauftragt jedoch das Büreau, sobald die Umstände solches nach dessen Ermessen ersorderlich machen, die Versammlung wieder einzuberufen und verlängert zu dem Behuf die Func⸗ tionen der Mitglieder des Büreau's bis auf den Zeitpunkt von acht Tagen nach dem Wiederzusammentritt der Versammlung. Die meisten dieser Beschlüsse, worüber einzeln theils mit Namensauf⸗ ruf abgestimmt wurde, wurden mit 80 gegen 19 Stimmen genehmigt.
Diese von der Versammlung angenommenen Anträge hatte die Ma⸗ jorität des von der Versammlung zu dem Behuf gewählten Comité's, be⸗ stehend aus Prehn, Balemann, Nathgen, Prof. Olshausen, Dr. Lorentzen, Sieindorf, von Prangen und Samwer, vorgeschlagen, bis auf das Motiv der Vertagung, welches Pastor Burchardi stellte. Die Minorität des Co mité's dagegen, Th. Olshausen, stellte als Bedingung des Eintritts der Regierung die Erklärung derselben auf, daß die Theiln hmer derselben die herzogliche Gewalt nach dem Staatsgrundgesetze ausüben wollten. Die Minorität beantragte ferner, daß die Versammlung sich nicht vertage.
Heute Morgen ist die provisorische Regierung abgetreten hat eine schöne Anusprache erlassen an die Mitbürger. Die neue ge⸗ meinsame Regierung der Herzogthümer Schleswig⸗Holstein ist von Stedtmann und Reedtz installirt und hat ihre erste Sitzung gehalten.
Schleswig, 23. Okt. (H. C.) Gestern Mittag ward auf Goktorf die neue Regierung von den Herren Stedtmann und Kam⸗ merherrn von Reedtz eingeführt. Eine Proclamation der abgegan⸗ genen provisorischen Regierung ward sofort an die Straßenecken an⸗ geklebt. Beseler und Reventlow haben, wie die übrigen beiden Ehrenmänner, unsere Stadt verlassin. Heute erscheint die Pro⸗ clamation der neuen gemeinsamen Regierung, so wie der Einlaß, worin 91 Gesetze der provisorischen Regierung bestätigt werden und unter diesen auch das Staatsgrundgesetz der Herzogthümer Schleswig⸗
Holstein.
Kiel, 22. Okt. (Alt. Merk.) Die Inspection der hiesigen, aus 4 Kanonenböten bestehenden Marine durch die Reichs⸗Kommis⸗ sare Teichert und Möhring fand vorgestern statt. Der herrschende Wind gab Gelegenheit, zugleich die Tüchtigkeit der Schiffe im Se⸗ geln zu beweisen. Es fand auch Anerkennung, daß die Seemannschaft bereits gut eingeübt war. Die Vortrefflichkeit des kieler Hafens scheint auf die Kommissare besonderen Eindruck gemacht zu haben. Man hört, daß der Bau noch mehrerer Kanonenböte und zweier grö⸗ ßeren Schiffe verfügt ist.
Die Schifffahrt ist hier wieder sehr lebhaft geworden, obgleich die dänischen Schiffe möglichst unseren Hafen noch meiden. Es sind auch leider einige Insulten gegen dänische Schiffer vorgekommen, de⸗ ren Wiederholung indeß, nach der strengen Bestrafung des ersten Falles, nicht mehr zu fürchten ist.
Altonag, 23. Okt. (H. C.) Seit dem Sonnabend befindet sich das dritte holsteinische Bataillon hier in Garnison.
und
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Oesterreich.
ziellen Berichk, kapitulirt, taillon Hrabowsky belagert war.
auch Artillerie, Munition ꝛc.
Amnestie, und werden mit einem Passe nach ih die Nichtösterreicher dagegen werden sämmtlich 1
Fraukreich. Paris, 22. Okt. Die Schluß⸗Abstimmungen in der gestrigen Sitzung der National⸗Versammlung über den vom Militair⸗ und Nationalgardendienst handelnden Art. 10, der Verfassung gestalteten sich
Präsident erklärte: „Man hat die Abstim⸗
mung durch Theilung über das Amendement des Herrn Deville verlangt, V welches bezweckt, im ersten Paragraphen des Artikels der Kommission die Worte: „„in Person““, und den zweiten Paragraphen: „„Die wiederherzustellen. Es wird nun zur
folgendermaßen: Der
Stellvertretung ist untersagt““, Abstimmung geschritten werden.“ Resultat: Zahl der Stimmenden 803; weiße Zettel dafür 140; blaue Zettel dagege dement war also verworfen. dement des Herrn Deslongrais, folgenden Inh Weise, so wie die Bedingungen, unter welchen
Das Skruti
zulässig, sich vom persönlichen Militairdienst oder vom Nationalgarde⸗ dienst loszumachen, sollen durch das Rekrutirungs⸗Gesetz bestimmt Die meisten Antragsteller von Amendements hatten sich
werden.“ vo riesem angeschlossen. Auch die Kommission trat sident erklärte, daß dasselbe auf den ersten T folgen würde. Es wurde Zahlreiche Stimmen riefen jedoch: sung.“ Der Präsident verlas jetzt
„Mit
sen, zum Weise, so wie die Bedingungen u. s. w. wurde in dieser † men. Zu dem solgenden Artikel 108, welcher l tung der Nationalgarde besondere Gesetze geordnet werden,“ schlug Pie satz vor: „Jedes Individuum, welches einem Ku Krieg als ein barbarisches und den göttlichen ü setzen widerstrebendes Prinzip verwirft, soll vo Militairberuf befreit sein.“ Eine Stimme rief: nahme zu Gunsten der Quäker.“ (Gelächter.)
bestreite es, daß der Militairstand ein normaler der Krieg? Eine Ausnahme, und das ist ein Menschheit. Die französische Revolntion hatte dies
(wie
gab keine republikanische Armee; die ganze Nation war zu ihrer Vertheidi⸗ 8—
gung unter den Waffen. Ich würde mein Amendem haben, wenn Sie die Stellvertretung aus Ihrem
Sie lassen aber diesen Köder für die Armee bestehen, und ich sage, Sie dürfen sie nicht zu etwas Ungerechtem, nicht zu einem Ausnahme⸗
Zusta d antreiben. Das Geräusch der Privatgespräche und der R
Die christliche Gesellschaft r
veranlassen den Redner, von der Tribüne herabzusteigen. „Der vorige Redner hat sich zu Gunsten seines Amendemelfts auf 8
das christtiche Prinzip berufen; Bemerkung machen: wenn die men hätte, würde sie jetzt muhamedanisch sein.“ lächter.) Pierre Leroux: „Ich bitte ums 2 lichen Sache.
Prinzip gesprochen, welches den Krieg ausschließ ment, nur schwach unterstützt, und der Artikel 108 geht unverändert durch. des Kapitel IX. der Verfassung wurden Fassung augenommen: „Art. 109. Die ist, ihrem Wesen nach, eine gehorchende. Corps darf berathen. zur Erhaltung der
wird die Fälle bestimmen, in welchen der Belag werden kann, und die Formen und Folgen dieser
Art. 112. Kein fremder Truppenkörper darf ohne vorherige Einwilli⸗ gung der National⸗-Versammlung auf sranzösisches Gebiet hereinge⸗
führt werden.“ Morgen wird die Versammlung
kuriren, welches die transitorischen und die auf die Reviston der Ver⸗
fassung bezüglichen Bestimmungen umfaßt. Es Artikel 113 bis 120 zu berathen.
worden. Dem Vernehmen nach, ist die Wahl des P lik vom 25. November auf den 10. Dezember
Auf Befehl des Kriegsministers ist jede Verabfolgung von Waffen g gung f
an die Nationalgarde eingestellt worden; die Departements, welche Perkussionegewehre hab Flinten mit Steinschlössern austauschen.
Der pariser Stadtrath hat beschlossen, du fekten welche Marrast als Maire von Paris für die schafft hatte.
Der Prokurator der Republik hat gegen andere Büreaumitglieder mehrerer Klubs geri
anhängig gemacht; auch wurden in den letzten Tagen drei dieser Klubs
kraft gerichtlicher Verfügung geschlossen.
Der Kriegs⸗Minister hat befohlen, gattungen im Artilleriedienste zu unterweisen; daher eine halbe Batterie beigegeben werden.
Ein Adjutant des Herzogs von Leuchtenberg ist von St. Peters⸗ burg hier angelangt, was man mit Eröffnungen der russischen Re⸗
gierung in Verbindung bringt.
Die Abwesenheit Ledru⸗Rollin's und Berges bei dem neulichen Bankett soll darin haben, daß ihr Begehren, Proudhon solle nicht dürfen, abgelehnt worden war.
Heute, Sonntag, ist weder Börse noch Nationalversammlung. Dagegen findet im Tuilerieenhofe eine große Revue vieler Legionen
der Nationalgarde vor ihrem Ober⸗Befehlshabe
Großbritanien und Irland. Lon gestern fand im Schlosse zu Lieutenants eine Geheimeraths⸗Sitzung statt,
Triest, 16 Okt. (A. Z.) Osoppo ist endlich in un⸗ seren Händen. Es hat vorgestern, nach gestern Abends ausgegebenem offi⸗ nachdem es 5 ½¾ Monate von einem Ba⸗
ö Die Besatzung rückt mit militairi⸗ schen Ehren aus, muß jedoch die Waffen im Dorfe Osoppo niederlegen, zurücklassen. Die österreichischen Sol⸗
daten und Freiwilligen (versteht sich, Italiener) erhalten, nach dem bereits vor längerer Zeit erlassenen Amnestie⸗Dekret, vollständige
absolute Majorität 402;
Der Präsident verlas nun ein Amen⸗
darauf fast einstimmig angenommen. den ganzen 107ten Artikel, der mit dem angenommenen Amendement also lautet: „Alle Franzo⸗ mit Vorbehalt der vom Gesetz angeordneten Ausnahmen, sind Militair⸗ und Nationalgarde⸗Dienst verpflichtet. Die Art und Zusammenstellung der beiden Paragraphen angenom⸗
und die Verfassung der Armee sollen durch
ich will ihm nur ei Welt das christliche Prinzip angenom⸗
S Es ist sehr seltsam, daß man eine so wichtige Frage durch Sarkasmen abzumachen sucht: ich habe nur von dem christlichen
wird mit großer Majorität verworfen,
öffentliche
Art. 110. Wenn die öffentliche Streitmacht Ordnung im Innern verwendet wird, schreitet sie nur auf Requisition der konstituirten Behörden ein und nach den von der gesetzgebenden Gewalt bestimmten Regeln. Art.
Der Art. 119, welcher lautete: „Gleich nach Anuahme der Verfassung wird die Nation zur Ernen⸗ nung des Präsidenten der Republik und die konstituirende National⸗ Versammlung zur Redigirung der organischen Gesetze schreiten, welche die Verfassung ergänzen sollen“, ist von der Kommission zurückgezogen
die 147,000 Metres Uniform⸗Tuch wieder verkaufen zu lassen,
die Truppen aller Waffen
anderer Mitglieder des
Dublin unter dem Vorsitz des Lord⸗ tag
11“ x2 eine Anzahl der kraft der Suspension der Habeas⸗Corpus⸗ 88e es Heusern Staatsgefangenen gegen Bürgschaft in Freiheit zu
8 üͤch wurden der Lordkanzler, der Befehlshaber der Truppen und der Erzbischof von Dublin als Lordrichter vereidigt. Heute früh — der Lord Clarendon mit Familie nach Kingstown ab, wo ein
ampfschiff bereit liegt, um ihn nach Holyhead zu bringen, von wo er auf der Eisenbahn sich nach London begeben wird. — Aus Clon⸗ mell wird unterm 19ten gemeldet, daß an diesem, wie am vorigen Verhandlungen gegen Meagher fortgedauert hatten. Nach versaüsten Zeugen⸗Verhöre hatte am 19ten Herrn Whiteside eine schöpfcn igungsrede gehalten, deren Schluß er jedoch wegen Er⸗ Jepsazg bis zum 20sten verschieben mußte. Mehrere Personen auf der Gallerie, welche Herrn Whiteside Beifall klatschten, wären beinahe auf Befehl des Oberrichters verhaftet worden. Die Times schreibt über die italienische Frage: „Der Waffen⸗ stillstand zwischen Oesterreich und uen sdufß n“ deser va. ab, und es ist in Turin ein neues Ministerium gebildet, von welchem man vermuthet, daß es kriegerischer sei als das bisherige. Der König von Sardinien wird wenigstens von einer Partei und von der italienischen Liga, welches eine Art freiwilliger Versammlung ist, die in seiner Hauptstadt berathet, gedrängt, die jetzige Krise der österreichischen Verhältnisse zu benutzen und jetzt oder nie die ge⸗ rühmte Emancipation Italiens durchzuführen. Daß der König jede Diversion zu seinen Gunsten und jedes Unglück des Feindes benutze, ist Kriegsrecht. Aber wenn Karl Albert den Kampf erneuert, so wird er dies thun auf seine eigene Gefahr. Es kann nicht erwartet werden, daß die Mächte, deren Vermittelung angeboten und theil⸗ weise auch angenommen wurde, diese Vermittelung in eine Beleidi⸗ gung verwandeln und die Schwäche einer Regierung, an deren Ein⸗ sicht sie sich wenden, mit Gewalt zwingen sollten. Diese Mächte sind bis jetzt ungebunden. Sie sind nicht verpflichtet, irgend eine Partei zu unterstützen; und sollten sie ihre Stellung so weit vergessen, daß sie eine bewaffnete Intervention anbieten, so würden sie auf das Recht der Vermittelung, auf welchem sie jetzt fußen, und welches die beste Aussicht auf einen endlichen Frieden bietet, verzichten.“
Nach dem Morning Herald wurde vorgestern eine Versamm⸗ lung abgehalten, worin über die Mittel berathen wurde, die Leiden der unbeschäftigten Armen während des Winters möglichst zu lindern. Der Vorsitzende bemerkte, daß jetzt in London 500 Männer zur Straßenreinigung verwendet würden, während 10,000 durchaus noth wendig seien, wenn man wirkliche Reinhaltung der Straßen bezwecke. Man rechne, daß etwa 80,000 Gesellen und 15,000 Arbeiter in London unbeschäftigt seien, könne man also Mittel auffinden, 10,000 davon zu beschäftigen, so würde nicht nur diesen selbst geholfen, son⸗ dern auch die Last der Armensteuer wesentlich erleichtert werden. n Rechts wegen vom Jenes Mittel aber sei gefunden, wenn jedes der 250,000 Häuser in
„Das ist eine Aus⸗ London monatlich eine Steuer von sechs Pence entrichte. Die Ver⸗ Pierre Leroux: „Ich sammlung beschloß, für Durchführung des angedeuteten Planes sofort Beruf sei. Was ist nach Kräften zu wirken. sehrwohlbegriffen; es eine große Versammlung halten, Präsidenten des kürzlich zu Brüss
rer Heimat entlassen; nach Ferrara gebracht.
nium ergab folgendes n 663. Das Amen⸗
alts : „Die Art und es für jeden Bürger
ihm bei. Der Prä⸗ heil des Artikels 107
Vorbehalt der Fas⸗
oben).“ Der Artikel
autet: „Die Einrich⸗ rre Leroux den Zu⸗
ltus angehört, der den nd menschlichen Ge⸗
wollen die Friedensfreunde hier um den Präsidenten und die Vice⸗ el stattgehabten Friedens⸗Kongresses zu empfangen, welche die dort vereinbarte Adresse an die Regierungen von Europa und Amerika dem britischen Ministerium in der Person Lord J. Russell's zu überreichen beabsichtigen. Der Versammlung in London sollen ähnliche zu Birmingham und Manchester folgen und später wird die Deputation sich zu gleichen Zwecken nach Paris und Frankfurt begeben. Ihre Mitglieder sind ein Belgier, ein Franzose, ein Holländer, ein Nord⸗Amerikaner. „Nach dem Wochen⸗Berichte der Bank hatte ihr Metall⸗Vorrath um 158,022 Pf. St. abgenommen, während ihr aktiver Noten⸗Um⸗ lauf um 858,205 Pf. St. gestiegen war. Lord Melbourne ist von einer ernstlichen Krankheit beinahe völlig hergestellt. Gestern wurden hier 5 Cholerafälle angemeldet. Zu Woolwich sind unter 40 Erkrankten 12 und zu Edinburg, Leith und Newhaven unter 138 Erkraukten 80 gestorben.
Schweiz. Bern, 21. Okt. (O. P. A. Z.) Jüngst ver⸗ kündeten alle Zeitungen: „der diplomatische Ritter von Neuwall ist in Bern angekommen, um den demokratischen Raveaux zu unterstützen“ während Herr von Neuwall dem Herrn Raveaux auf seiner zweiten Reise von der deutschen Centralregierung förmlich als Legationsrath zugetheilt worden ist und nur durch einen Abstecher nach Tyrol an der gleichzeitigen Ankunft mit Herrn Raveaux verhindert wurde. Außerdem geht aus den stenographischen Berichten der frankfurter Nationalversammlung hervor, daß Neuwall in politischer Beziehung den gleichen Standpunkt mit Raveaur einnimmt und sich besonders lebhaft für Abschaffung des Adels ausgesprochen hat. b
Der Vorort hat vermittelst Kreisschreibens an die Kantons⸗Be⸗ hörden strenge⸗Weisungen wegen der deutschen Flüchtlinge gegeben. Allen, welche am zweiten Einfall in Baden sich betheiligt haben, soll das Asyl entzogen, die übrigen unter polizeiliche Aufsicht gestellt werden. Zugleich theilt er ihnen (wie bereits erwähnt) das Gesuch der deut⸗
ent nicht vorgeschlagen Gesetz getilgt hätten;
will den Krieg nicht.“ uf nach Abstimmung Flocon:
ne sehr einfache
(Allgemeines Ge⸗ Vort in einer persön⸗
86 Das Amende⸗
Die letzten Artikel dann in folgender Streitmacht
Kein bewaffnetes
111. Ein Gesetz erungszustand erklärt Maßregel feststellen.
das Kapitel X. dis⸗
sind nur noch die
schen Reichs⸗Gesandtschaft mit, im Betretungsfall die Mörder Lich⸗ nowsky's und Auerswald's in Haft zu setzen.
Das gerichtliche Urtheil gegen einige Mitglieder des Central⸗ Ausschusses der Deutschen wegen eines Aufrufes an die Deutschen zur Gründung einer deutschen Republik, der im Monat Mai nach dem ersten Einfall in Baden erschien, ist nun offiziell bekannt ge⸗ macht. Nach diesem sind verurtheilt: 1) Johann Philipp Becker in Biel zu einjähriger, 2) Marr Daffner zu sechsmonatlicher, 3) Gustav Puhl, 4) Ernst Schüler und 5) Hartmann, Jeder zu dreimonatlicher Kantons Verweisung. Die zwei Ersteren haben Appellation bei dem Ober⸗Gericht eingelegt. Daffner hat im Solothurner Blatt erklärt, Becker habe seiner Zeit von sich aus als Präsident des Cen⸗ tral⸗Ausschusses diesen Aufruf verfaßt, ohne dem Comité irgend welche Mittheilung davon zu machen. Selbst der Secretair Hatte⸗ mer hat ihn unterzeichnet, ohne genaue Kenntniß davon zu haben. die Präsidenten und Daffner sei von jeher gegen einen bewaffneten Einfall in Deutschland chtliche Versolgungen gewesen. Damals wie jetzt sei seine Meinung, die Handwerker soll⸗
Flui ten einzeln in ihre Heimat gehen und dort republikanische Gesinnun⸗ gen und Ansichten im Volke verbreiten; das sei die wirksamste Pro⸗ paganda. Das ihn treffende Urtheil des Amtsgerichts von Biel halte er deswegen für ungerecht, und er habe Appellation ergriffen.
Es ist letzthin die Adresse mitgetheilt worden, welche die Linke der National⸗Versammlung durch fünf Abgeordnete nach Wien schickte. Nun erscheint auch eine Ansprache der deutschen Demokraten-Legion in der Schweiz und in Frankreich vom 16ten d. M. von Biel datirt an die Wiener.
Bei den Wahlen in den Nationalrath hat fast in allen Kanto⸗ nen die liberale Partei einen glänzenden Sieg errungen. Saee, . St. Gallen konnten die Konservativen keinen einzigen 4q Kan
ber. Bablbezirken * daten durchsetzen. In Luzern haben die lüberees i .88 brach⸗ 1 gesiegt; im 6ten wurde ein Konservativer gewähl — Druey ten es die Konservativen nur auf ein T dgen jipen; auch General will weder im Stände⸗, noch im Nationaimmehmen. Nächsten Soun⸗ Dufour hat erklärt, er könne keine vaeee Wahl statt. Es ist wahr⸗ indet in unserem Kanton die zweleesdann gewählt werden. Die
ß noch einige Konservallbe ulssnnee Peees
räsidenten der Repu⸗ verschoben.
Nationalgarden der en, sollen sie gegen
rch den Seine⸗Prä⸗
Nationalgarde ange⸗
jedem Regiment soll
ihren Grund gehabt daran Theil nehmen
r Changarnier statt. don, 21. Okt. Vor⸗
in welcher beschlossen scheinlich, da