— —
eigenes Leben zur Rettung
in London anlangte, wieder einige
EE
1 je bei Feuer⸗ oder Wasser⸗Gefahren ihr Soldaten und Arbeiter, „ . A zbritanien und Irland. London, 28. Okt. Lord ö am Sonntag von seinem Landsitz Brougham⸗Hall in Lo⸗ ist von hier nach Frankreich abgereist; er will Zeit auf seinem dortigen Landsitz bei Cannes zubringen und auf dem Wege dahin ein paar Tage in Paris verweilen.
Aus Irland wird gemeldet, daß den Staate gefangenen zu Clonmel amtlich eröffnet worden sei, die Königin habe die vom Ge⸗ richt über sie verhängte Tod esstrafe in lebenslängliche Transportation Vor dem Assisenhofe zu Dublin ist der Prozeß gegen den Eigenthümer und Herausgeber der N ation, Duffy, dessen Ent⸗ weichungsplan scheiterte, vorgestern eröffnet worden. Die auf Felonie lautende Anklage ward der Jury vorgelegt, und dieselbe sollte nun zunächst darüber entscheiden, ob Grund zu dem Anklageverfahren vor⸗ handen sei. Zu Belfast sind 11 der 14 bisher dort eingekerkerten volitischen Gefangenen in Folge eines Geheimraths⸗Beschlusses ge⸗
umgewandelt.
15 Bürgschaftsstellung für fünftiges gutes Verhalten freigelassen worden. Nur drei des Hochverraths angeklagte Verhaftete, O'Hig⸗
980
gins, Meany und Brennan, sämmtlich Präsidenten von aufrührerischen Klubs, sitzen noch im Kerker; Meany war Herausgeber der Tri⸗ büne und Brennan einer der Redacteure des Felon. Der Prozeß gegen sie wird erst vor den nächsten Assisen stattfinden.
Der durch den Tod des Lord Carlisle erledigte Hosenband⸗Or⸗ den ist dem Lordlieutenant von Irland, Grafen Clarendson, verliehen worden.
Aus Edinburg wird berichtet, daß die dort eingesperrten vier Chart sten am 7. November vor Gericht gestellt werden sollen. Etwa 50 Zeugen sind vorgeladen und das Verfahren wird vier bis fünf Tage dauern.
Aus Ceylon erfährt man, daß nach Unterdrückung des Auf⸗ standes eine beträchtliche Anzahl Rädelsführer, worunter auch einige eingeborene Priester, vor Kriegsgerichte gestelt und erschossen wor⸗ den sind. Auf den Kopf des von den Rebellen aufgestellten Präten⸗ denten, David Appoo, den sie König von Kandy nannten, hatte der Gouverneur einen Preis von 150 Pld. Sterl. gesetzt. Er war einer Abtheilung Malayen, welche seine Begleitung gefangen nahmen, bei
—
Nacht durch einen Sprung aus dem Fenster entgangen. ——
heute Mittag 3.
Königliches Polizei⸗Präsidium. “
Bis zum 1. November Mittags waren an der astatischen Cholera als erkrankt angemeldet 2345 Zusammen 2348. genesen 677, in ärztlicher Behbandlung 162. Berlin, 2. November 1848. 811“
Zugang von gestern bis
ersonen, .. 509,
Davon sind gestorben Summa 2318.
1
Freitag, 3. Nov. Vorstellung:
Anfang halb 7 Uhr.
Königliche Schauspiele.
Im Opernhause. 122ste Abonnements⸗
Die Zauberflöte, Oper in 2 Abth., Musik von Mozart.
Zu dieser Vorstellung bleiben die bereits verkauften, mit Dien⸗
stag brzeichneten Opernhaus⸗ Billets gültig;
auch werden die dazu
noch zu verkaufenden Billets ebenfalls mit Dienstag bezeichnet sein.
Königsstädtisches Theater.
Freitag, 3. Nov.
mit Gesang in 3 Akten, von D. Kalisch.
Musik⸗Direktor Gährich
—
Musik vom Königlichen
Einmal Hunderttausend Thaler.
—— ———- — — — ——
———
—
Kerliner Hörse omn 2. Vovember.
mWechsel- (Course.
Geld.
4 —
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Amsterdan 21, 220 022222422önönnee 250 FlI. 14: 8 do. 009022222222—2—nnenenene 250 Pl. 112 ½ 142 ½ Hamburg SereererreEn 300 Mk. 150 ½⅔ biae. do. eeereerrerceen 300 Mk. . 150 ½ 149 ⅓ “ 84½1 Wwien m 20 Ar 150 Pl. 100 Tblr.
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1SIIn
do. Staats-Pr. Anl. Holl. 2 ½ %ℳ Int.
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—2 1n — — 8 S 38 S
ꝙ —2 .
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76 ½⅔ 90⁰ ½
do. do. L. B. 200 Fl. — N. Bad. do. 35 Pl.
Pol a. Pfdbr. a.C. 4 —
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Eisehbahn- Actien.
Stamm-Actien.
6.
RKapiltal.
Börsen-Zins-
Der Reinertrag wird naab erfolgter Bekanntm. in der darnu hestimmten Rubri ausgetüllt. Die mit 3½ pCt. bez. Actien sind v. Staat bar.
Recbnung. Rein-Frira 1847.
Prioritäts-ctien. Kapilac.
Sümmtliche Prioritäts-Actien werden qurch sährliche Verloosung * 100 pCr. amortis.
Berl. Anhalt Lit. A B. 3,200,000 4 do. Hamburg... 8, 000,000) do. Stettin-Starg.. 4,824.7,00 do. Potsd.-Magd... 4,000,000
Magd.-Halberstadt .. 1,700,0070
do. Leipziger. 2,300,000)
Halle-Thüringer 9. 000,000
Cöln-Minden 12,967,500 do. Aachen 4,500,000
Bonn- CSII 1 051 200
Düsseld. Elberfeld .. 1,400,000
Steele-Vohwinkel... 1,3000,000
Niederschl. Märkisch. 9,950,000
do. Zweigbahn] 1,500,000
Oberschl. Lit. A. 2,253,100
do. Lit Bä 2,400,000
Cosel-Oderberg 1,200,000
Breslau-Freiburg... 1,700,000
Krakau-Obersehl... 1,50 000
Berg.-Märk. 4,000,000
Stargard-Posen.. 5,000,000
Brieg-Neisse 1,100,000
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Quittungs- Bogen. Berl. Anhalt. Lit. B. Magdeb.-Wittenb. ... Aachen-Mastricht ... Thür. Verbind.-Bahn
Ausl. Quittungsbog. Pesther 26 Fl. Friedr. Wilh.-Nordb.
2,500,000 % 4,500,000 2,750,000 5,600,900
0 CDS O Finx- 2SSSkia
18,000,000
4 90 8,000,000 90 41 ¼ „ 40 ½ b
Schluss -Course von Cöln-Minden 74 6
Berl.-Anhalt do. Hambur do. Potsd.- do do. do. Stettiner......
Magdeb.-Leipziger ..
Halle- Thuringer ....
Cöln-Minden
Rhein. v. Staat gar.. do 1EIOS do. Stamm -Prior..
Düsseldorf-Elberfeld.
Niederschl. Maärkisch.
do. III. Serie. Zweigbahn do.
Oberschlesische...
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..——
agd...
Steele-Vohwinkel... Breslau-Freiburg. .
Ausl. Stamm-Act.
Dresden-Görlitz..
Leipzig-Dresden Ludw.-Bexbach 24 Fl. Sächsisch-Bayerische Kiel SIlton 8 Amsterd.-Rotterd. FI.
[1.411,8100] 4 5,000,000 4 ½ 2,367,200] 4 3,132.800 5
800,0605 1,788,000 4 4,000,000 4 ½ 3,674,500 4 ½ 1,217,000 3 ½ 2,4 7,250 1,250,000 1,000,000, 4,175,000 3,500,000 2,300,000
252,000
248,000
AE
— —
. [1,276,600 Cosel-Oderberg.
6,500,000 [Mecklenburger Thlr. aZec;ca
250,000 325,000 400,000
-9Unn
Börsen- Zinsen
6,000,000 4,500,000 8,525,0000 6,000,000 2,050,000
αα=
von Preussischen Bank-Antheilen 85 b⸗z u. G.
Die Sourse erfuhren heute der wiener Nachrichten wegen, so wie in Folge der Demission des Minister Präsidenten,
nicht erholen konnten.
einen
ziemlich bedeutenden Ruckgang
wovon sie sich auch am Schlufs
87
Auswärtige Börsen.
Leipzig, 1. Nov. L. Dr. Part. Oblig. 97 Br. Leipz. B. A. 148 Br. L. Dr. E. A. 97 ¼ Br. Sächs. Bayer. 75 ½ Br., do. Schles. 73 ½ Br. Chbemnitz⸗Riesa 25 ½ Gld. Löbar⸗Zittau 23 Br. Maadeb.⸗Leipz. 163 ½ Br. Berl. Anb. A. 82 Br., 81 ½¼ Gld., ro. B. 82 Br., 81 ¾ Gld. Altona⸗ Kiel 88 ½ Br. Deß. B. A. 90 ½ Br. Preuß. B. A. 87 Br., 86 ¼ Gld.
Frankfurt a. M., 31. Okt. Das Geschäft am heutigen Abrechnungstage für Ende Oktober beschränkte sich nur auf einige Fonds⸗ und Eisenbahn⸗Actiengattungen. 3 % inländ. Spanier, österr. Actien und poln. 500 Fl. Loose waren zu besseren Preisen mehr in Nachfrage. Dagegen wurden österr. Loose 5⸗ und 2 ½ proz. Metall., so wie Friedr. Wilh. Nordbahn und Bexbacher, unter der gestrigen Notirung abgegeben. Alle übrigen Fonds erlitten keine Veränderung. Die wiener Post vom 27sten dieses war bis am Schluß der Börse noch nicht eingetroffen.
5 % Met. 67 ⅛. 66 ½. Bank⸗Actien 1118. 1112. Baden 50 Fl. L. 44 ¼. 44 ½⅛, do. 35 Fl. L. 25 ¼. 25. Hessen 25 ½. 25. Darmst. 50 Fl. L. 60. 59 ½, do. 25 Fl. L. 20 ½ G. Sard. 254¼. 25. Span. 3proz. 17 ⁄. 17 ⅛. Poln. 300 Fl. L. 92 ¼ G., do. 500 Fl. L. 67 ⅞. 67 ⅞. Friedrichs⸗Wilh. Nordb. 41 ½⅛. 41 ½. Bexbach 68. 67 ½. Köln⸗ Minden 75 ½. 74 ¾.
Hamburg, 31. Okt. Paris 188 ¼ Gld. London 13. 8. Amsterdam 35. 60. Louied'or 11. 3. 3 ⅞ proz. p. C. 75 Br. u. G. E. R. 96 ¾ Br., 96 G. Dän. 63 Br. Ard. 3 proz. 16 ¾ Br. Hamb.⸗Berl. 63 ¼ Br. Bergedorf 65 Br. Altona⸗Kiel 87 ¼ Br., 86 ¾ Gld. Gl. Elmshorn 25 Br. Rendsb.⸗Neum. 88 Br. Mecklenburg 31 ¾ Br.
In Fonds und Actien wenig Umsatz.
Petersb. 33 ¼ Gld. Frankfurt 89 ½. Breel. 153.
Bekanntmach Bekanntmachungen. G en.
Das im Rosenberger Kreise ge ; ss Allodial⸗Rittergut Heinrichau Nr. 12. nebst pertinen⸗ zien, gerichtlich abgeschätzt auf 79,313 Thlr. 28 Sgr. 2 Pf., soll in freiwilliger Subhastation verkauft werden und ist hierzu ein Termin auf den
16. Mai k. J., Vormittags um 10 Uhr vor dem Herrn Ober⸗Landesgerichts⸗Rath Hirschfeld in dem hiesigen Lnerdn. angesetzt.
Tare, Hypothekenschein und Verkaufs⸗Bedingungen können in unserer Registratur eingesehen werden.
Marienwerder, den 17. Oktober 1848.
Königliches Ober⸗Landesgericht.
Deutschland.
—
[670] Ankündigung.
Es wird in den nächsten Tagen ein nicht großer Be⸗ trag von P⸗ioritäts „Obligationen der Bergisch⸗Märki⸗ schen Eisenbahn⸗Gesellschaft, welche halbjährlich 2 ½ Pro⸗ zent Zinsen tragen, zum Verkaufe an die Börse ge⸗ bracht werden. Das Actien⸗Kapital der Bahn beträgt vier Millionen Thaler, das Prioritäts⸗Actien⸗Kapital
800,000 Thaler, wovon einstweilen nur ein geringer
II1“
1
lich lebhaftem Umsatz gefragter. alte 96 ½.
Börse 18 ¾ Geld). Passive 3 ½ Papier (Cnach der Börse 3 ¼ Geld).
Paris, 30. Okt. Unserr Fonds sauken wegen der mehr ocer weniger heeben Budgets⸗ Betrachtungen unserer Tagespresse. Zproz. Rente 44. 10. Anleihe 68. 40. 5 proz. alte 68. 30.
Bank⸗ Actien 1500. Span. 13 ¾. Nordbahn 351 ¼.
Amsterdam, 30. Okt. Alle Gattungen holl. Fonds waren heute zu etwas besseren Coursen anzubringen; in Int. und Z proz. zeigte der Handel etwas Leben. — Span. gut preishaltend. Port. wiederum etwas angenebhmer. Russ. unverändert. Oest. bei ziem⸗ Mer. mehr anaeboten. — Russ. 4proz. 76 ½. Oest. Met. 5proz. 65, 64 . 2 ½proz. 33 ½, k. Mex. 18 ½. Peru 18 ½.
Holl. Integr. 44 ½, . 68 ⅜,[, ½. 3 ⁄proz. Synd. 68 . 3proz. do. 24 ¼. Coup. 5 ½. Port. neue 22 ½. 4proz. 23 ¼, t.
Wechsel. Paris 55 G. Wien 31¼ G. Fankfurt 98 ¼¾ G. London 2 M. 11.90 G., k. S. 11. 97 ⅛ G. Hamburg 34 ¾ G. Petersburg 182 G.
Madrid, 25. Okt. Zproz. 18 ½ a Papier (nach der 5proz. 9¼ Papier (nach der Börse 9 ½ a Geld.) Tresorsch ine der neuen Anleihe von 100 Millionen Realen wurden zu 68 (Papier) notirt. Ferdinangs⸗Bank fiel auf 40 Geld.
3 proz. neue 52 ½¼, 5. 4 proz. ostind. Span. Ard. 6 ¾. Gr. Piecen 6 ½.
Markt⸗Berichte.
Berliner Getraidebericht vom 2. November.
Theil soll a’sgegeben werden. Bahn seit einem Jahre für den Personen⸗Verkehr im Betriebe, vom 9. Oktober 1847 1848 haben in drückender Zeit an beiden Enden bisher noch isolirte Strecke befahren und 30,146 Thlr. 16 Sgr. 6 Pf. eingebracht. ganze Bahn von 72⁄ Meilen Länge, welche in Elber⸗ feld an die Düsseldorf⸗Elberfelder und in Dortmund an die Köm⸗Mindener Bahn sich anschließt, ’ 1 vollendet, daß sie mit Ablauf des Jahres 1848 dem X 4 Betriebe für Personen⸗ und Güter⸗Verkehr wird über⸗ geben werden können.
Sie durchschneidet in ihrer ganzen Länge den bedeu⸗ tendsten und bevölkertsten Fabriken⸗Distrikt von ganz Es wird ihr ein sehr bedeutender Ver⸗ kehr an Personen, Kaufmannsgütern und Rohprodukten, nament ich Kohlen, zufallen. fauf dieser Prioritäts⸗Obligationen als eine völlig sichere, hohe Zinsen tragende Kapital⸗Anlage empfohlen werden dürfen. Die näheren Bedingungen der Anleihe sind in der Gesetz⸗Sammlung und auf der Rückseite der Obli⸗ gationen abgedruckt.
Elberfeld, den 25. Oktober 1848. EEIII11“ der Bergisch⸗Märkischen Eisenbahn⸗Gesellschaft.
Am heutigen Markt waren die Preise wie folgt: Weizen nach Qualität 58—62 Rthlr.
28 —g — —
oggen⸗ loco
Gerste, große, “ kleine
28—30 Rthlr.
„ p. Frühjahr 82 pfr. 31 Rthlr. Br. . .
„ p. Nov., Nov. / Dez. 27 4-
27 ½ Rthlr
loco 25 — 26 Rthlr.
24 — 25 Rthlr.
Hafer loco nach Qualität 17—18 Rthlr. „ p. Frühjahr 48 pfd. 18 a 17 Rthlr. „ †h Herbst 17 2 16 8 Rthlr. Erbsen, Kochwaare 36— 10 Rthlr.
Futterwaare 34 — 36 Rthlr. Rüböl loco 11 ¼ a 11½ Rthlr.
p. diesen Monat 11 ½¼ a 117 Rthlr.
Jan. /Febr. Febr. /März 11 ½ — 11 5⁄2 Rthlr. März /April April /Mai Nov. /SPez. 11 4 — 11 ⅞ Rther. Dez. / Jan. 11 ½ — 11 ¼ Rtolr. Leinöl leco 9 ½˖ Rthlr., Lieferung 9 ½.
Spiritus loco
115½ Rthlr. Br., 11 ⅜ Rthlr. Gld.
diro. dito.
Rthlr. bez. u. Br. ½ G.
ohne Faß 15 ⁄— ½
mit Faß 15½. p. Nov./ Dez p. Frühahr 17 ½ Rthlr. Br., 17 ½ Geld.
15 ½ Rthlr. Br.
— — —. s
——
Mit der heutigen Nummer des Staats⸗An zei⸗ gers werden Bogen 284 und 285 der Verhandlungen zur Vereinbarung der Preuß. Verfassung ausgegeber
emanvv,nme. —
Druck und Verlag der Deckerschen Geheimen Ober⸗Hofbuchdruckerei.
Es sind 1 ½ Meilen der
bis zum 12. Ottober
335,085 Personen die [541 b]
ANe.
Die 5 4 prozentigen
ist so weit s det worden sind,
nebst den noch unverfallenen angetragen hat,
Es möchte also der An⸗
ren Stelle dem Inhaber derselben ausgefertiat werden. Köln, den 27. Oktober 1848.
Hirte e“
à * 2 *
Rheinische Eisenbahn⸗ — — —
Gesellschaft. Nachdem der Inhaber der ausgeloosten Obligationen Nr. 6081.
28118. und 8979. die Anzeige gemacht, ddaß dieselben verloren oder ihm entwen⸗ und demnach auf die Mortification rieser drei Obligationen Zins⸗Conpons bei uns so fordern wir nach Inhalt des §. 6. des Allerhöchsten Privilegiums vom 12. Ottober 1840 den gegenwärtigen Besitzer dieser Obligationen und Cou⸗ pons hierdurch auf, binnen längstens 12 Monaten von heute ab dieselben an uns einzuliefern oder seine etwa⸗ nigen Rechte auf dieselben geltend zu machen.
Nach Ablauf der in dem allegirten §. 6. festgesetzten 1— 1 Frist werden diese Obligationen, falls sie nicht einge⸗ bei Vermeidung des liefert oder die Rechte nicht geltend gemacht worden, öͤffentlich für nichtig und verschollen erklärt und an de⸗
Die Direction der Rheinischen Eisenbahn⸗Gesellschaft. Spezial⸗Direktor.
[0711]
andere Dokumente
D .
angesetzten Termine, welcher in, sstul auf dem Rathhause stattfinden wird, entweder persönlich oder durch — — 96 Mandatar ihre Separations⸗Ansprüche und Forderun⸗ gen, so wie die ein Vorzugsrecht der letzteren begrün⸗ denden Umstände, anzugeben, zugleich auch die sich auf diese Angabe beziehenden Belege beizubringen, und zwar
s Untergericht der freien Hansestadt Bremen macht hierdurch bekannt: daß über das Vermögen hann Heinrich Dr. Kurator der Konkursmasse bestellt ist. Zugleich werden alle bekannte und unbekannte Bethei⸗ ligte hierdurch aufgefordert, in dem auf
des Lohgerbers Jo⸗ Kind der Konkurs eröffnet und Hermann Albert Schumacher zum provisorischen
Freitag den 22. Dezember 1848, Nachmittags 3 Uhr, in der Untergerichtsstube
einen mit schriftlicher Vollmacht versehenen
Ausschlusses von der obgedachten
Masse, resp. des Verlustes ihres Vorzugsrechtes für die⸗
ses Debitverfahren, ohne daß eine weitere Präklusion
erfolgt. Bremen
Dr. C. A. Post, Sekretar.
aus der Kanzlei des Untergerichts, am 21. Oktober 1848. 1
Das Abonnement beträgt: 2 Rthlr. für ¼ Jahr. 8 4 Athlir. ⸗ † Jahr. 8 Rthlr. ⸗ 1 Jahr.
n allen Theilen der Monarchie ohne Preis⸗Erhöhung.
Bei einzelnen Rummern wird
der Bogen mit 2 ½ Sgr. berechnet.
““ post⸗Anstalten des In⸗ und Auslandes nehmen Bestellung auf dieses Blatt an, für Berlin die Expedition des Preuß. Staats⸗ Anzeigers: Behren⸗Straße Nr. 57.
Amtlicher Theil. Deuts “
Bundes⸗Angelegenheiten. Frankfurt a. M. Manifest der österreichischen Abgeordneten an ihre Landsleute.
Preußen. Berlin. Gesetz, betreffend die Aufhebung des Jagdrechts Grund und Boden und die Ausübung der Jagd. — Zur
Liderlegung.
Oesterreich. Reichstags⸗Verhandlungen. — Neuestes über die österrei⸗ chischen Zustände aus Florisdorf, Ratibor und Prerau. — Ergänzungen aus Wien über die Tage des 26. und 27. Oktober. — Berlin. Neueste Nachrichten aus Wien. — Proclamationen. — Prag. Pro⸗ testation der böhmischen Reichstags⸗Abgeordneten. — Brünn. Unruhen.
“ Ausland. Großbritanien und Irland. London. GBorsen⸗ und Handels⸗Nachrichten.
Beilage.
Hofnachrichten.
Amtlicher
Se. Majestät der König haben Allergnädigst gerubt:
Dem Schullehrer und Küster Müller zu Brackwitz im Regie⸗ rungs⸗Bezirk Potsdam, das Allgemeine Ehrenzeichen; so wie dem Kaufmann Karl Meyer zu Herford und den Unteroffizieren Krie⸗ ger des 12ten und Schedalke des Llsten Infanterie⸗Regiments, die Rettungs⸗Medaille am Bande zu verleihen.
¹ Bei der heute fortgesetzten Ziehung der 4ten Klasse 98ster Königl. Klassen⸗ Lotterie fiel ein Gewinn von 5000 Rthlr. auf das nicht abgesetzte Loos Nr. 77,480; 5 Gewinne zu 2000 Rthlr. sielen auf Nr. 5646. 14,488. 59,089. 61,204 und 69,929 in Berlin bei Arevin und Zmal bei Seeger, und nach Köln bei Reimbold; 42 Ge⸗ winne zu 1000 Rthlr. auf Nr. 235. 3100. 3326. 4223. 9198. 9383. 42,6112. 12,991. 14,089. 15,689. 16.,200. 16,484. 18,017. 22,306. 24,180. 24,810. 26,210. 26,719. 27,788. 28,519. 30,228. 31,678. 33,540. 33,727. 35,911. 36,498. 36,970. 39,075. 41,018. 44,501. 50,359. 52,058. 52,310. 52,504. 52,869. 56,971. 57,0070. 58,666. 63,210. 69,054. 69,376 und 73,851 in Berlin bei Alevin, Lmal bei Burg, 2mal bei Moser und 2mal bei Seeger, nach Breslau 2mal bei Froböß, Bunzlau bei Appun, Cöln bei Reimbold und 2mal bei Weidmann, Danzig bei Rotzoll, Düsseldorf bei Spatz, Glogau bei Bamberger, Halberstadt Zmal bei Sußmann, Halle bei Lehmann, Königsberg in Pr. bei Heygster, Magdeburg bei Büch⸗ ting und 2mal bei Roch, Prenzlow bei Herz, Reichenbach bei Scharff, Schweidnitz bei Scholz, Stettin 3mal bei Relin und bei Wilsnach, Thorn 2mal bei Krupinski, Trier bei Gall, Weißen⸗ felis bei Hommel, Wittenberg bei Haberland, Zeitz bei Zürn, und auf 5 nicht abgesetzte Loose; 39 Gewinne zu 500) Rthlr. auf Nr. 698. 7134. 8190. 11,493. 12,005. 12,889. 13,626. 18,625. 18,712. 18,742. 20,302. 21,171. 23,832. 25,067. 31,032, 31,043. 32,701. 31,853. 35,591. 42,086. 42,114. 43,896. 44,758. 45,478. 49,710. 51,796. 52,327. 53 365. 56,881. 59,746. 62,518. 64,224. 65,446. 70,906. 71,926. 77,893. 79,613. 80,089 und 84,125 in Berlin bei Borchardt, bei Dettmann, bei Matzdorff und 4mal bei Seeger, nach Breslau 2mal bei Froböß und 2mal bei Schreiber, Coblenz bei Gevenich, Cöln bei Krauß und 2mal bei Reimbold, Düsseldorf bei Spatz, Elberfeld bei Heymer, Glatz bei Braun, Hagen bei Rösener, Hal⸗ berstadt bei Sußmann, Halle Zmal bei Lehmann, Königs⸗ berg in Pr. bei Friedmann, Liegnitz bei Schwarz, Magde⸗ burg bei Roch, Neisse bei Jaekel, Stralsund bei Claußen, Zeitz bei Zürn und auf 10 nicht abgesetzte Loose; 59 Gewinne zu 200) Rthlr. auf No. 1428. 3772. 5427. 5510. 7947. 8795. 9698. 10,319. 10,731. 10,982. 11,936. 413,739. 13,786. 44 003. 16, 98 17,175. 18,025. 18,532. 20,024. 22,462. 24,086. 27,072. 27,585. 30,247. 31,081. 34,658. 35,915. 3 ,580. 37,250. 37,264. 38,443. 40,897. 44,821. 48,406. 60,7362. 982,198. 52,405.
46,140. 46,757. 54,748. 55,480. 55,910. 57,569. 62,532. 66,329. 66,870. 67,985.
68,852. 70.234. 71,766. 72,843. 73.945. 75,685. 76,143. 79,845.
2,007. 83,263. 83,443 und 84,689. erlin, den 3. November 1848. Königl. General⸗Lotterie⸗Direction.
Angekommen: Der Kaiserlich brasilianische oußerordentliche
Gesandte und bevollmächtigte Minister am hiesigen Hofe, Barboza
da Silva, von Paris.
Uichtamtlicher Theil.
GBundes-Angelegenheiten.
Frankfurt a. M., 1. Nov. (Fr. J.) Die österreichischen Abgeordneten, welche für die Annahme der §8. 2, 3 des Verfassungs⸗ Entwurfs (Beschränkung der National⸗Union) stimmten, haben nach⸗ stehendes Manifest an ihre Landsteute erlassen:
„Oesterreicher! Brudergruß von den deutschgesinnten Männern Curer Wahl zu Frankfurt! Ihr habt uns nach Frantfurt gesandt, um mit den an⸗ deren Mannern aus Deutschlands Gauen zu schaffen das Werk neuer
Größe und Freiheit von Deutschland! Ihr habt uns gesandt, daß wir zusammenfügen auf ewige Zeiten die Stämme von Deutschland, welche die Fürsten getrennt, in einen Bund der Völker. Ihr habt uns gesaudt, die Freiheit zu gründen, welche die Fürsten lange ver⸗ sagt, die dem Volke gebührt! Wir haben gefühlt und erkannt, was das deutsche Volk bedarf, wir haben ihm Rechnung getragen frei von allem äußeren Einfluß, wir haben gefühlt und erkannt, daß wir Alle zusammengehören zum großen deutschen Volke, das berusfen ist, zu sein eines der freiesten und mächtigsten der Erde! Darum haben wir jetzt in Frankfurt bei der Frage über die Stellung der deutsch⸗österreichischen Lande zum übrigen Deutschland mit der großen Mehrheit der ganzen Versammlung erklärt, daß alle deutschen Lande Oesterrrichs, dessen Prinzen Johann das deutsche Reich jüngst zum Reichsverweser sich gewählt, wie ehebevor zum deutschen Reiche ge⸗ hören; wir haben erklärt, daß die Freiheit deutscher Männer im Her⸗ zen von Deutschland auch werden müsse die gleiche Freiheit an den Gränzen von Deutschland, wie ste das Volk allein sich gegeben, wie sie sich stützt auf den Willen und die Kraft von fünsundvierzig Millionen. Wir haben darum erklärt, daß deutsches Wesen und deutsche Freiheit auf deutschem Boden un⸗ abhängig bleiben muß von fremdem Uebergewichte, daß nur jenes Recht und Gesetz im deutschen Oesterreich sein darf, was seine Männer als solches erkennen und erklären, und wir sagen: So wie der Deutsche keine andere Nation beherrschen will, so muß auch er feei sein von aller Uebermacht anderer Nationen, und wie der Deutsche Niemandes Freiheit bedroht, so müssen auch sie allesammt, Einer für Alle und Alle für Einen, einstehen mit starker Hand zum Schutze ihrer gemeinsamen Freiheit. Darum haben wir erklärt, daß die deutschen Lande von Oesterreich fortan vereinigt mit den nicht⸗ deutschen unter unserem Kaiser, doch ihr eigenes Recht und Gesetz, ihre eigene Verfassung und eigene Verwaltung haben sollen, ein Gleiches den nichtdeutschen Ländern gönnend und wün⸗ schend. Wir haben es erklärt in der tiefen Ueberzeugung, daß hierdurch allein der Weg gebahnt wird, auf dem alle Stämme Oe⸗ sterreichs obne Eifersucht brüderlich neben einander gehen können, un⸗ ter dem Schutze desselben constitutionellen Kaisers und Königs! daß hierdurch allein das lose gewordene Band um die Stämme in Oester⸗ reich sich wieder fest schlingt in der Hand des Monarchen; daß hier⸗ durch zur That werde die Gleichberechtigung aller Stämme, vom Kaiser und den Reichstagen zu Wien und zu Frankfurt, eben so in Deutschland, wie im übrigen Oesterreich, erkannt und unwiderruflich erflärt. Wir haben es erklärt in der tiefen Ueberzsagung, daß darin allein der wahre Schutz gegeben sei gegen den Kampf des Bürgers mit dem Bürger; daß darin allein wabre Bürgschaft liege für die Wiederkehr der Ordnung, für den Frieden, für den Fortschritt und den Wohistand in unserem schönen Oesterreich; daß darin allein liege der bleibende Schirm für die Freiheit des Einzelnen, für die Freiheit des Stammes gegen Verkümmerung oder Bedrohung durch alte Willkürherrschaft oder Stammesunterjochung! Wir thun Euch dieses offen kund, ihr Männer, daß Ihr wahrhaft wißt, was wir ge⸗ wollt und immer wollen — die Freiheit des Mannes, die Freiheit aller Stämme, die Größe, die Macht des Vaterlandes! Frankfurt a. M., den 30. Oktober 1848. Die österreichischen Abgeord⸗ neten zur deutschen konstituirenden National⸗Versamm⸗ lung“ (29 an der Zahl, worunter auch 10 aus Böhmisch⸗Oester⸗ reich). 3
——
Preußen. Berlin, 3. Nov. Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht: dem Hauptmann von Wedell des 30sten Infanterie⸗Regiments die Erlaubniß zur Anlegung des von Sr. Majestät dem Könige der Niederlande ihm verliehenen Ordens der Eichenkrone vierter Klasse zu ertheilen.
Berlin. 3. Nov. Die heute ausgegebene Nummer der Gesetz⸗ Sammlung enthält das Gesetz, betreffend die Aufhebung des Jagd⸗ 89 auf fremdem Grund und Boden und die Ausübung der
agd. Wir Friedrich Wilhelm, von Gottes Gnaden, König von Preußen ꝛc. ꝛc. verordnen auf den Antrag der zur Vereinbarung der preußischen Staatsverfassung berufenen Versammlung nach Anhörung Unseres Staats⸗Ministeriums, was folgt:
9, 1 Jedes Jagdrecht auf fremdem Grund und Boden ist ohne Ent⸗ schädigung aufgehoben. Die bisherigen Abgaben und Gegenleistungen des Berechtigten
fallen weg. §. 2.
Eine Trennung des Jagdrechtes vom Grund und Boden kann als dingliches Recht künftig nicht stattfinden.
Die Jagd steht jedem Grundbesitzer auf seinem Grund und Boden zu. Er darf sie in jeder erlaubten Art, das Wild zu jagen und zu fangen, ausüben.
Den benachbarten Grundbesitzern bleibt überlassen, ihre Grund⸗ stücke zu einem gemeinschaftlichen Jagdbezirke zu vereinigen und die Jagd durch öffentliche Verpachtung oder durch einen angenommenen Jäger ausüben, oder auch gänzlich ruhen zu lassen. Kein Grund⸗ desitzer kann aber zu einer solchen Vereinbarung genöthigt werden.
§. 4.
Die Grundbesitzer sind in der Ausübung der Jagd nur be⸗ schränkt durch die allgemeinen und die besonderen jagdpolizeilichen Vor⸗ schriften, welche den Schutz der öffentlichen Sicherheit und die Scho⸗ nung der Feidfrüchte bezwecken. 8 “
Das Recht der Jagdfolge ist
—
.202. 8 In allen Festungswerken ist allein die Militair⸗Verwaltung be⸗ fus⸗ sti Jagd durch besonders dazu ermächtigte Personen ausüben zu lassen. Außerhalb dieser Werke, desgleichen um die Pulver⸗Magazine
schon in seiner Hand lägen, wenn er in der
und ähnliche Anstalten werden, auf Kosten der Militair⸗Verwaltung, Umkreise oder Rayons von zusammenhängender Fläche gebildet und bezeichnet, innerhalb welcher die Jagd mit Feuergewehren nicht aus⸗ geübt werden darf, bei Vermeidung einer Polizei⸗Strafe von fünf bis zwanzig Thalern, oder, im Unvermögenefalle, eines verhältnißmäßigen Gefängnisses.
Die weiteste Entfernung der Außenlinie von den ausspringen⸗ den Winkeln des Glacis der Pulver⸗Magazine und ähnlicher Anstal⸗ ten wird auf dreihundert Schritte sestgesetzt. Die Abgränzung erfolgt gemeinschaftlich von der Festungs⸗Behörde, einem Deputirten des Stadtvorstandes und einem der Kreis⸗Verwaltung.
§. 6.
Das gegenwärtige Gesetz tritt sofort in Kraft. In Ansehyng der abgeschafften Jagdgerechtigkeit sind die bestehenden Pachtverträge aufgelöst. Der Pachtzins des laufenden Jahres ist zu berechnen nach Verhältniß der Zeit der diesjährigen Jagdnutzung.
Alle schwebende Untersuchungen über Jagd⸗Contraventionen sind aufgehoben und die Kosten niedergeschlagen. Die bereits erkannten Strafen nebst Kosten werden hiermit erlassen bei allen Jagd⸗Con⸗ traventionen, so wie wegen solcher Weddiebstähle, welche von Grund⸗ besitzern auf eigenem Grund und Boden seit der letzien Jagd⸗Eröff. nung verübt sind.
Alle diesem Gesetz entgegenstehende allgemeine und besondere Bestimmungen, namentlich die Kabinetsorder vom 21. Januar 1812 und die Verordnung vom 17. April 1830, — desgleichen die jagd⸗ polizeilichen Vorschriften über die Schon⸗, Setz⸗ und Hegezeit des Wildes werden hiermit aufgehoben.
Urkundlich unter Unserer höchsteigenhändigen Unterschrift und beigedrucktem Königlichen Insiegel. “
Gegeben Sanessouci, den 31. Oktober 1848.
(L. S.) Friedrich Wilhelm.
Eichmann. von Bonin. Kisker. Graf Dönhoff.
Berlin, 3. Nov. Die Neue Preußische Zeitung enthält im Feuilleton ihrer Nummer 107 vom 2. November einen Bericht über die Vorfälle vom 31. Oktober, in welchem der Passus vorkommt: „Ein Arbeiter erzählte uns, daß so eben Herr Ruge aus dem fran⸗ 8 zösischen Gesandtschafts⸗Hotel Botschaft geschickt habe, man möge nicht 8 vom Platze weichen.“ Die Art und Weise, in welcher der Gesandte der französischen Republik die ihm übertragene Mission bisher erfüllt hat, reicht vollkommen hin, um die Verdächtigung, als habe derselbe an den ungesetzlichen Bewegungen einer Partei sich irgendwie bethei⸗ ligen können, auf das Entschiedenste zu widerlegen.
Oesterreich. Reichstags⸗Verhandlungen. Ztg.) Sitzung vom 25. Oktober. Anfang um halb 1 Uhr. Vor⸗ sitzender: Präsident Smolka. Präsident zeigt an, daß der Courier vom Fürsten Windischgrätz zurückkehrte mit der Antwort, daß wahr⸗ scheinlich ein Irrthum obwalten müßte, denn hätten sich die Depu⸗ tirten als solche ausgewiesen, würde ihnen auch kein Hinderniß in den Weg gelegt worden sein. Dieser Courier brachte auch zugleich eine Zuschrift an den Minister Kraus, worin derselbe zu einer Kon⸗ ferenz mit dem Fürsten Windischgrätz eingeladen wurde. Der Mi⸗ nister ist mit dem Abgeordneten Brestl ins Lager gereist, ist aber zur Stunde noch nicht zurück. — Von Olmütz sind Depeschen angelangt da sie im Ausschusse jetzt eben darüber in Berathung sind, so wurde der Wunsch ausgesprochen, die Plenarsitzung bis auf 5 Uhr zu ver⸗ schieben. (Was auch geschieht.) (5 ¾ Uyr.) Präs.: Sie müssen entschuldigen, wenn ich Sie heute abermals auffordere, alle Aufmerksam⸗-⸗ keit der heutigen Sitzung zu schenken. Schuselka: Vom Abgeord⸗ neten Leitner ist der Betrag von 203 Fl. eingegangen zur Unter⸗ stützung mittelloèer Garden. — Es hat sich das Gerücht verbreitet, daß die Briespost⸗Wagen angehalten und auf der Aula untersucht worden. Auf Anfrage hat das Studenten⸗Comité erklärt, daß weder Wagen aufgehalien, noch Briese erbrochen wurden, blos ein Herr wurde aus Mißverständniß arretirt, der vom Minister Kraus beor⸗ dert war, mit dem Fürsten Windischgrätz wegen der Post⸗Regelung zu unterhandeln. Er wurde freigegeben. — Vom Gemeinde-Rathe kam eine Adresse an den Reichstag, worin es heißt, daß derselbe sich rühmlich bewährt hat, und wo sich der Gemeinde⸗Rath mit allen Kräften dem Reichstage zur Verfügung stellt. — Im Aueschusse wurde gestern der Antrag gestellt, eine mündliche Unterre ung m dem Fürsten vorzunehmen, weil vielleicht dadurch etwas Gu⸗ tes bewirkt werden könnte. Es sollte also eine confidentielle Unter⸗ redung stattfinden, um ihm die wahre Sachlage vorzustellen und sein Menschengefühl zu wecken. Der Abgeordnete Pillersdorf hat sich dazu bereit gezeigt, er ist ohne Vollmacht zum Fürsten Windischgrätz ins Lager gegangen. Pillersdorf: Ich war nicht mit Unter⸗ handlung beauftragt, sondern es war blos eine Unterredung. Ich habe mich vorgestellt als einen Mann, der aus eigenem Antriebe das Geschäft unternommen hat. Meine Aufgabe war, die Sachlage dar⸗ zustellen und einen Weg der Verständigung anzubahnen. Der Fürst glaubte, es herrsche hier keine Ordnung, kein Gesetz. Ich widerlegte dies und sagte, daß die Ordnungsliebe bewunderungswürdig hier be⸗ stehe, so wie die Treue für die Dynastie, daß man gegen die Mörder Latour's empört sei, und daß man nie gegen das Militair feindlich gesinnt war, daß man blos wegen der Selbstvertheidigung die feste Stellung angenommen hat. Ich wies auf das Mani⸗ fest vom 19ten hin, wo der Kaiser die Handlungsweise des Reichs⸗ tages billige. Der Fürst wendete mir Manches ein. So: daß Uancs . selige Akte gegen die Garnison geschehen sind. Ich sagte, daß gerzar 1 seine Maßregeln eine Störung der Ruhe und Ordnung be
4 8 8 . . . die ür ihn daraus ee zeigte ihm die Verantwortlichkeit, † ig, Ueunge⸗
würde. Der Fürst sagte, Bürgschaft zustand nur ein vorübergehender sein 22.* 5 v hen he fur für die Sicherheit verlange. Ich meinte, mDie Pro⸗
von Pfuel. 412
(Wien.