1848 / 198 p. 3 (Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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bezahlt,

öl wird

ns Qualität zu 57 a 60 Rt. käuflich. Ein Posten 90/91 pfd. 211,27,68 88 Rt. gekauft sein. Gelber und weißer schlesischer auf Lieferung zu 60 Rt. zu haben. Von Roggen tressen sowohl strom⸗ als küstenwärts noch ziemlich starke Zufuhren ein, die jedoch größtentheils zu Boden gehen, indem der Export davon fast 8 bört hat; man hält nach Qualität auf 25 a 27 Rt., per Früh⸗ aufge30½—30 Rt. Br., letzterer Preis auch wohl Geld. Gerste seßte Oderbruch auf 27 Rt. gehalten. Für pommersche wird nach Bnal. 23 2 28 Rt. gefordert. Pommerscher Hafer 17 Rt. bez. und Br.; 52 pfd. per Frühjahr zu 18 Rt. angeboten. Für kleine Koch⸗

Erbsen fordert man noch 36 Rt., während nur 32 Rt. geboten

Heutiger Landmarkt: 1 Weizen. Roggen. Gerste. 52 a 54 25 à 27 2

Samen. Winter⸗Rapps und Rübsen ist zu 70 à 72 Rthlr. ver⸗ käuflich. Für rigaer Säeleinsamen wird noch 7 ¾ Rthlr. und für pernauer auf Lief. 7 ¾ Rthlr. gef. Kleesamen in bester rother und weißer Waare auf 9 a 10 Rthlr. gehalten; abfallende Sorten be⸗ deutend billiger. Thymothee bei Kleinigkeiten 4 ¼ a 5 Rthlr. bez.

Spiritus neigt eher wieder zum Weichen, aus erster Hand zur Stelle und aus zweiter Hand ohne Faß ist zuletzt 24 % bez.

Butter. Nur für feine Sorten zeigten sich noch Käufer und bewilligten dieselben noch die letzten Preise.

Metalle unverändert; Roheisen 1 Rthlr. 14 Sgr. zu haben, Zink 4 ½ Rthlr. in loco u. Br., 4 ¼½ Rthlr. auf Lieferung pr. Frühjahr

Erbsen

Hafer. G 14 a 15 32 a 36 Rthlr.

1849 bez.

8 Fettwaaren. Baumöl Galipoli 16 Rthlr., Malaga 15 % Rthlr. unnverst. bezahlt, bestes Cochin Kokusnußöl mit 17 Rthlr. bis 17 ¾ Rthlr.

Palmöl ist mit 13½ Rthlr. in loco bezahlt, aus den Schiffen Stadt mit 13 ½ Rthlr. bezahlt, auf Lieferung 12 ½⅞ Rthlr. Südseethran 9 ⁄2 Rthlr. gefordert, 9 ½ Rthlr. bezahlt, Lein⸗ auf 9 ½ Rthlr. gehalten, 9 Rthlr. auf Lieferung bezahlt, br. Berger Leberthran ist mit 20 Rthlr. bezahlt, für blanken Berger aus dem Schiffe verlangt man fest 22 Rthlr., 3⸗Kronen mit 28 ¾ Rthlr. bez., Wallfischthran 21 Rthlr., Finnmärkschen 19 Rthlr., Seifentalg ist mit 15 Rthlr. unverst. käuflich, Rüböl in loco 10¾ Rthlr. geford., pr. März/ April 11 Rthlr. bez. 1

p. S. nach der Börse. Roggen pr. Frühjahr ist mit 30 Rthlr. bezahlt. Spiritus aus erster Hand zur Stelle 24 % bez. und aus zweiter Hand ohne Faß ebenfalls 24 % bez. und dazu angetragen 21 ½¾ % Br.

Rüböl in loco 10 ¾ Rthlr. bez.,

Breslau, 17. Nov. Weizen, weißer 47, 54, gelber 45, 52, 57 Sgr. Roggen 27, 30, 33 Sgr.

an der bezahlt,

pr. Frühj.

59 Sgr.,

HGBerste 20, 23, 25 Sgr.

Hafer 14, 15, 16 Sgr. Rapps 85 bis 88 Sgr. Kleesaat unverändertrt. Spiritus 6 ⅔˖ Rthlr. Mehreres bez. 8 Rüböl 12 Rthlr. Br., 11 ¾ zu machen. Zink nichts gehandelt. 1 Bei ziemlich guter Zufuhr und reger Kauflust von Weizen und

Roggen gingen beide Sorten höher.

Posen, 15. Nov. (Der Schfl. zu 16 Metzen preuß.) Wei⸗ zen 1 Rthlr. 25 Sgr. 7 Pf., auch 2 Rthlr. 4 Sgr. 5 Pf.; voß⸗ gen 26 Sgr. 8 Pf., auch 28 Sgr. 11 Pf.; Gerste 26 Sgr. 8 Pf., auch 28 Sgr. 11 Pf.; Hafer 15 Sgr. 7 Pf., auch 17 Sgr. 9 Pf.; Buchweizen 25 Sgr. 8 Pf., auch 28 Sgr. 11 Pf.; Erbsen 1 Rthlr. 1 Sgr. 1 Pf., auch 1 Rthlr. 5 Sgr. 7 Pf.; Kartoffeln 7 Sgr. 1 Pf., auch 8 Sgr. 11 Pf.; Heu zu 110 Pfd. 20 Sgr., auch 24 Sgr.; Stroh, das Schock 4 Rthlr., auch 4 Rthlr. 10 Sgr.; Butter, das Faß zu 8 Pfund, 1 Rthlr. 25 Sgr., auch 2 Rthlr.

Köln, 15. Nov. (2 ¾ Waare, pr. Nov. Rthlr. W., pr. März 6 Rthlr. thlr. Geld. 8 nn Roggen direkt Rthlr. W., pr. Nov. 3 ⁄2 Rthlr. W., 3 ¾ Rthlr. G., pr. März 4 ¼2 Rthlr. W., 4 Rthlr. G., pr. Mai 44¼ Rthlr. W.

Gerste, hiesige Rthlr. W., oberländische 3 ¾ Rthlr. W.

Hafer 1 ¾ Rthlr. W., pr. März 2 Rthlr. W.

Rübkuchen 2000 Pfd. pr. 256 Pfd. mit Faß 27 Rthlr. G.

Rüböl compt. 31 Rthlr. W., in Partieen 31 Rthlr. W., pr. Mai 30 ¼ Rthlr. W., 30 Rthlr. G. pr. Okt. 30 ½ Rthlr. W., 30 ½ Rthlr. G., geläutert 32 ½ Rthlr. W.

Leinöl pr. 250 Pfd. 25 ¼ Rthlr. Geld.

Bonn, 14. Nov. (2 Schfl.) Weizen, neuer 5 ½ a 6 12 Rthlr., Roggen, neuer 3 ⁄¼2 a 3 ½ Rthlr. Gerste, hiesige 3 Rthlr. Hafer 1 ½⅞ Rthlr.

Amsterdam, 13. Nov. Polnischer Weizen in Partieen nie⸗ driger abgegeben, rother mit einigem Handel an Konsumenten zu den vorigen Preisen verkauft; 130 pfd. weißbunt. poln. 335 Fl. in Par⸗ tieen; 130 pfd. bunt. dito 330 Fl.; 130 pfd. weißbunt. dito 338 Fl.; 132 pfd. rostock. 304 Fl.; 128 pfd. jähr. rhein. 270 Fl.; 126pfd. jähr. seeländ. 275 Fl.; 129 pfd. gelder. 248 Fl.; 132 pfd. jähr. dito 265 Fl.; 132 pfd. kubank. 268 Fl.

Roggen an Konsumenten verkauft; 118 pfd. preuß. 140 Fl.; 127 pfd. dän. 155 Fl.; 126 pfd. pomm. 160 Fl.

Gerste preishaltend; 98pfd. neue oldamm. Wintergerste 112 Fl.; 101 pfd. do. Sommergerste 115 Fl.

Weizen direkt 6 ½ Rthlr. W., 6 ½

. ,

Scheffel.)

Hafer: 80 pfd. dicker 92 Fl. Buchweizen preishaltend; 120⸗, 121-⸗, 122 pfd. amersf., nykerk. und gooysch. 155, 157, 159 Fl.; 117⸗, 118 fd. vorländ. 136,

Königsb. graue Erbsen wurden zum Verbrauch zu 7 ¼ a 9 Fl. die Maß nach Qualität verkauft, während etwa 26 Last wenig oder mehr beschädigte nach Qualität 6 ½ a Fl. per Maß in der öffent⸗ lichen Versteigerung kosteten.

Kohlsaamen sehr preishaltend; verkauft: fries. 51 ¼ L.; ostfries. 52 L.; elve. 55 L.; alt. kromh. 54 ½ L.; auf 9 Faß gleich und pr. November 60 ½ L.; April 62 L.; September 60 L.

Leinsaamen lustlos; 108 pfd. libau. 217 ½ Fl.

Rüböl war besonders gleich und auch auf Lieferung williger; auf 6 Wochen 37 ½l Fl.; effekt. 30 ¾ a ½ Fl.; Dez. 35 ½, ¾ a ½h Fl.; Mai 35 ½ Fl.

Leinöl auf 6 Wochen 28 ½ Fl., effekt. 27 ½ Fl.

Hanföl auf 6 Wochen 35 ½¼ Fl., effekt. 34 ¼ Fl.

Rübkuchen 60 a 65 Fl.

Leinkuchen 8 a 10 Fl.

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Königliche Schauspiele.

Sonntag, 19. Nov. Im Opernhause. 13l1ste Abonnements⸗ Vorstellung: Der Maurer, Oper in 3 Akten. Musik von Auber. Zwischen dem ersten und zweiten Akt der Oper: Pas de deux, aus dem Ballet Fiorita, von P. Taglioni, ausgeführt von Frl. M. Tag⸗ lioni und Herrn Gasperini, begleitet von den Frls. Bethge und Lilien⸗ thal. Nach dem zweiten Akt: La Tarantella Napolitana, ausge⸗ führt von Fräul. Lucile Grahn. Zum Schluß, zum erstenmale: Ein orientalischer Traum. Scene aus dem Ballet: „La Péri.“ (Fräul. Lucile Grahn: die Péri, als vorletzte Gastrolle. Herr Hoguet⸗ Vestris: Achmet.) Anfang 6 Uhr.

Das Bllet⸗Verkaufs⸗Büreau im Opernhaus ist an den Wochen⸗ tagen von 9 bis 1 Uhr und an den Sonntagen von 11 bis 1 Uhr

geöffnet. Montag, 20. Nov. Im Opernhause. 190ste Schauspielhaus⸗ Abonnements⸗Vorstellung: Faust, dramatisches Gedicht von Göthe,

in 6 Abth. Anfang 6 Uhr.

Königsstädtisches Theater. Sonntag, 19. Nov. (Neu einstudirt) Die beiden Nacht⸗ wandler, oder: Das Nothwendige und das Ueberflüssige. Posse

mit Gesang in 2 Akten, von J. Nestroy. Vorher: Der Weg durchs Fenster. Lustspiel in 1 Akt, nach Scribe.

Montag, 20. Nov. (Italienische Opern⸗Vorstellung.) Norma., Oper in 2 Akten. Musik von Bellini.

Preise der Plätze: Ein Platz in den Logen und im Balkon des ersten Ranges 1 Rthlr. u. s. w.

Kerlinen?

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Körse b

ã%¶ 18. VNovember.

B. A. 144 Br.

Elsenbahn- Actien.

Brief. Geld. 1 8 2 8 1 W VWWö6““ 143 ½ 143 ½ Stamm-Actien. V Kapilal. 5 . F. Prioritäts-Aclien. Kapital. 8 b 1“X“ Ae4“ 250 PFl. 8, 142 ¾ Der Reinertrag wird nach erfolgter Bekahnantm 55 8 Tages- Cours. 8b 8 F u.B u 300 Mh. 150* 89, ser es dessenaaa Rsbet 1eesüh. .. 1ö1“ 116“ ö“ 300 M. 150 1 Die mit 3 pCt. bez. Actien sind v. Staat gar. cA c. jührliche Verloosunß 2 PUb. 1 v.1“ TI1I11“ London ö“““ 81 ⁄3. ³ Berl. Anhalt Lit. A B. 3,500,000 4 77 ½ 8. 77 6 Berl.-Anhalt. [1,411,800 4 8s v 150 P. 92 ½ do. Hambhurg...... 8,000,009 4 2 61¼ G. 10 II“ 5,000,000 4 ½ 89 ¾˖ 6. 1111“““ 150 r. 101 ½ do. Stettin ⸗Starg.. 4,824,000 4 6]844 0. 48 ZI 6 ees.“ 100 Tbl. 2 99 ⁄% 99 do. Potsd.-Magd.--. 4,900,000 4 4 51 ¾ 6. do. 8 . 3,132,800 5 86 ¹⸗ v“ 8 Tage 89 ½ Magd.-Halberstadt.. 1,700,000 4 7 b L“ 800,000 5 97 ¾ Leipzig in Courant im 14 Thlr. Fusz.. 100 Thle. 82 nt⸗ 99 ⁄2 do. Leipziger... 2,300,000 4 15 Magdeb.-Leipziger .. 1,788,000 4 1 Ie . 100 Pl. 2 Mt. 656 20 Halle-Thüringer.. 9,000,000 4 49 h Halle-Thüringer. . 4,000,000 4 ½ 81 ¼ rankfurt a. M. südd. W.. 88 3 5˙0627 88 8 KSe egn * ¹ Petersberrg 100 sRBbl. 3 Wochen 106 ½ - S. . ... b“ 3* n 74 bz. . u. . 8 89 ½ 6 5 2 1 0. Aachen 500, aein. v. Staat gar. 1,217,000 3 ½⅔ Inländische Foncls, Pfandbries-, Hommunal- Papiere und Bonn-Cöln . . 1,051,200 4 8b 2,487,250 4 Geld-Course. Düsseld. Elberfeld.. 1,400,000 4 4 ½ n do. Stamm -Prior. 1,250,000 4 CEE1“ srnnhee Senc vgEn Steele-Vohwinkel... 1,300,000 4 Düsseldorf-Elberfeld. 1,000,000 4 1““ v“ Niederschl. Märkisch. 9,950,000 3 ½ 67 ¼ Niederschl. Märkisch. 4,175,000% 4 82 V 3ü. Schuld-Sch. 3 ½ 73 ½ Kur- u. Nm. Pfdbr. 3 ½ 898 do. Zweigbahn 1,500,000 4 do. do. 3,500,000 5 94 K.n. Nm. Schuldv. 8 8 —B 4o. Lt. B. gar. 4.37 do. Lit. B. 2,400,000 6 88 ¾ do. Zweigbahn 252,000 4 ½ 1ö1“ V Pr. r- Anth. sch 84⸗2 Cosel-Oderberg... 1,200,000 4 811“ 248,000 5 Westpr. Pfandbz. bee 81½ Breslau-Freiburg ... 1,700,000 4 5 Oberschlesische .... 1,276,600 4 trossh. Posen do. 4 95 ½ Krakau-Oberschl.... 180 00161 Cosel -Oderberg.... 250,000 5 do. 40. 3 77½ Lnedrichad'ozv. 13 ½ 13 ¼ Berg.- Märk. 4,000,000 4 - 54 Steele-Vohwinkel... 325,000] 5 Dstpr. Pfandbr. 3 ½ 87¼ 87½ Aud. Geldm. à 5th.)- 13¼ 12, Stargard 986ö 5,000,000 4 —.] 66 8. 65 ¼ 6 Breslau- Freiburg 8 400,000 4 PLomm. 40. Eö11 Diacouto- 1 Brieg-Neisse. 1,100,000 4 A 1“ 1“ 8 T9 ¼ 902 Berl. Anhalt. Lit. B. 2,500,000 4 90 77 6. 7 Dresden-Görlitz. 6,000,000 4 Russ Hamb. Cert 5 V Poln. neue Pf 8 1 888 V Magdeb.-Wittenb.... 4,500,000 4 60 Leipzig-Dresden. 4,500,000 4 ““ do. Part. 600 Pl. 8 Aachen-Mastricht .. 2,750,000 4 30 Ludw.-Bexbach 24 Fl. [8,525,000 4 . 1 1. 4 8 e 9 Thür. Verbind.-Bahn 5,600,000 4 20 Sächsisch-Bayerische 6,000,000 4 0. Stiegl. 2. 4. A. . 4 amb. Feuer-Cas. ☚2 —)] ; 9˙8 do. do. 5. A. 4 h Ausl. Quittungsbog. Kiel- Altona 1. 1 8p. 2,050,000 4 2 92 92 3 826 F 18,000,000 4 90 Amsterd.-Rotterd. ·I 1 6,500,000 4 Se do. v. Rthsch. Lst. 5) 101 ½ 101 Holl. 2 ½ Int. [2 ¾ gesther. ..... 26 Fl. 8 b Mecklenburger Thlr. 4,300,020 4 a e chsh. 4 67 66 ¼ Kurh. Pr. 0. 40 tb. Jdriedr. Wilh.-Nordb. S8,000,000 4 90 38 ¼½ bz. a. ecklenburg . 4,3030, Gges do. do. Cert. L. A. 5 77 ¾ 76 Sardin. do. 36 Fr. -0. d0. L. B.- —.— 13 ½ ,— N. Bad. do. 35 Fl. 1 Pol a. nen. e. 4 V 90 ¾½ 8 1 Schluss-Course von Cöln-Minden 74 B von Preussischen Bank-Antheilen 85 ¼

An der heutigen Börse war der

Umsatz in einzelnen Eisenbahn -Effekten belebter, als seither, Staats Schuldscheine sind in Folge einiger Verkaufs -Ordres gewichen, schlossen aber fest. Bank-Antheile höher bezahlt.

und die Course haben sich meistens höher als gestern gestellt.

Die Stimmung war günstig.

Auswärtige Börsen. Breslau, 17. Nov. Holl. und Kaiserl. Dukaten 96 ¾˖ Br. Friedrichsd'or 114 Br. Louisd'or 114

88 ouisd'or 113 Gld. Poln. Papiergeld 93 ¾ Br. Oesterr. Banknoten 93 ¼ u. 93 ¼ bez. Staats⸗Schuld⸗ scheine 74¾ Br. Sechandlungs⸗Prämien⸗Scheine 2 50 Rthlr. 92 Br. Pos. Pfandbriefe 4proz. 95 Br.,

b Br., do. Lit. B.

Schles. Pfandbr. 3 ½ proz. 89 a 89 ½ bez. u. 8 b-eaadbans 1

Polnische Pfandbriefe alte 4 proz. 89 Gld. 89 Eld., * Br., do. Partial⸗Loofe . 300 31. dr Giu⸗ 500 Fl. 66 Gld. Russ. poln. Schatz⸗Oblig. a 4 % 64 Gld 8

Actien. Oberschles. Litt. A. 873, Br., do. Litt. B. 87 Br. Breslau⸗Schweidn.⸗Freib. 85 Br. Niederschles.⸗Märk. 67 Br.I do. Prior. 94 Gld., do. Ser. III. 89 Br. Ost⸗Rhein. (Köln⸗ Mind.) 73 ½ Gld. Neisse⸗Brieg 36 ¼ Gld. Krakau⸗Oberschles. 40

4 proz. 91 ¼

Br. Fr. Wilhelms⸗Nordbahn 37 ¾ Gld. Nordb. 97 ½, 98. Livorno 64 %, , 65. Leipzig, 17. Nov. L. Dr. Part. Oblig. 97 Br. Leipz.

Leipz. Dr. E. A. 77 Br. Sächs. Bayer. 75 Gld. Chemnitz⸗Riesa 25 Br. Löbau⸗Zittau 20 Br. 163 Br. Berl. Anh. A. 78 Br., do. B. 78 Br. Altona⸗Kiel 87 ½ Br. Deß. B. A. 91 Br. Preuß. B. A. 85 Br.

Frankfurt a. M., 16. Nov. Von Fonds waren heute die österr. Gattungen auf den niedrigen Stand derselben von Wien unter

do. Schles. 73 ½ Br.

Magdeb.⸗Leipz.

do. 3 ½ proz. 77 ½ Gld.

p

V

der gestrigen Notirung offerirt. 3 proz. inländ. Spanier, 4 proz. Darmst., 4 ½ proz. württemb. Oblig. etwas mehr gefragt. Alle übri⸗ gen Fonds und Eisenbahn⸗Actien ohne Bewegung. Das Geschäft war im Allgemeinen sehr unbedeutend. Die wiener Post vom 12ten d. M. war bis am Schluß der Börse noch nicht eingetroffen.

5proz. Met. 67 . 67 ½7. Bank⸗Actien 1114. 1105. Baden 50 Fl. L. 44 ½. 44 ½, do. 35 Fl. L. 25 ⅛. 25 ⅛. Hessen 25 ½. 24 ⅛.

Darmst. 50 Fl. L. 60 ½. 59 ¾, do. 25 Fl. L. 20 ¾ G. Sard. 25 ¼. 25. Span. 3proz. 17 ⁄. 17 ½¾. Poln. 300 Fl. L. 92 G., do. 500 Fl. L. 67. 66 ⅛. Friedrich⸗Wilh.⸗Nordbahn 37. 36 ½¾. Bexbach 63 ⅜.

63. Köln⸗Minden 74 ¼. 74 ½.

Hamburg, 16. Noo. 3 ½proz. p. C. 76 Br., 75 ½ G. E. R. 96 ½ Br., 96 ½ G. Dän. 62 Br. Ard. 8 ½ Br., 3proz. 16 ¾ Br. Hamb.⸗Berl. 62 ½ Br., 62 G. Altona⸗Kiel 87 ¼ Br., 87 G. Mecklenburg 32 ½ Br., 32 G.

Für die meisten Effekten war heute Geld, zum Theil zu etwas höheren Coursen.

Paris, 15. Nov. Zproz. 41, 41. 25, 41, 41.5. 5proz. 63. 80, 64. 5, 63. 50, 63.85. Active 3 proz. 23 ¼. Nordbahn

337. 50, 336.25

220.

2London, 15. Nov. Z proz. Cons. p. C. u. a. Z. 86 ½. 3 ½ proz. 85 ¾. Span. 3proz. 23 ½.

- Int. 45 ½¼. E. R. 100. Mex. 21¼, %à. Peru 36 ½.

Engl. Fonds blieben bei ziemlichem Umsatz fest; von fremden waren Mex. etwas flauer. 3 ch satz fest;

In Eisenbahn⸗Actien viel Umsatz und fest.

15. Nov. Holl. Fonds gut preishaltend; doch zeigte der Handel darin kein besonderes Leben. Span. und port. bei lebhaftem Umsatz zu den gestrigen Schlußcoursen angeboten. Russ. etwas angenehmer. Oest. fast unverändert. Peru sehr gefragt und 3 % höher seit gestern. Mex. mehr angeboten. Oest. Met. 5proz. 66, 65 ⅞, ½. 2 ½8proz. 34, . Mex. 19 ¼, x¼. Peru 21, 20, X.

Holl. Integr. 45 , ½. 3proz. neue 53 ¾. 4 proz. ostind. 70, 69 ⁄. Span. Ard. 9 %. Gr. Piecen 9 X.

3proz. do. 24 ½, 25. Coupons 5 %. Passive 2 ½. Port. neue 23. 4 proz. 24 ½, ⁄. Russen alte 98 ½, 4 proz. 78.

Stiegl. 77 ½. Antwerpen,

Amsterdam,

Wenig Geschäft. 5 proz. 77 ½.

Span. 5proz. 9, 8 G.

zproz. 72 ½. 2 ½ proz. 38 ⅛, 38 ½, 38 16. 3 proz. 17 ¾¼, % G.

Mit der heutigen Nummer des Staats⸗Anzei⸗ gers wird Bogen 309 der Verhandlungen zur Ver⸗ einbarung der Preuß. Verfassung ausgegeben, die Fortsetzung des seit laͤngerer Zeit zur Druckerei be⸗ foͤrderten Berzeichnisses der Petitionen enthaltend. 8

Druck und Verlag der Deckerschen Geheimen Ober⸗Hofbuchdruckerei.

Hu Eoa e Beilage

üba.

No. 199.

Beilage zum Preußisch

1075

jen Staats-Anzeiger.

Znhalt.

Deutschland.

B erlin. Adressen. Dresden. Kammer⸗Verhandlungen. Ausland. rankreich. Paris. Verfassung. iederlande. Amsterdam. Die Trockenlegung der Haarlemer Meeres.

Italien. Florenz. Die toscanischen Konsuln in Oesterreich. Erzesse in Ferrara. Turin. Verhandlungen der Deputirten⸗Kammer.

Wissenschaft und Kunst. Das Denkmal für Erzherzog Karl.

Preußen⸗ Sachsen.

Dentschland.

Preußen. Berlin. Zu den in unserem gestrigen Blatte gegebenen Adressen sind uns noch folgende zugegangen: Allerdurchlauchtigster, Großmächtigster König, Allergnädigster König und Herr! Eo. Königl. Majestät haben durch Allerhöchste Botschaft vom 8ten d. unserer Deputirten⸗Versammlung eröffnet, daß ihre Berathun⸗ gen bis zum 27sten d. vertagt und der Sitz derselben nach Branden⸗ urg verlegt werden sollte, um sie dem verderblichen Einflusse der rohesten Gewaltthätigkeit zu entzichen, und ihr diejenige Freiheit zu gewähren, welche für die Lösung ihrer Aufgabe eine unerläßliche Be⸗ dingung ist. Wir sagen Ew. Majestät dafür allerunterthänigst den innigsten Dank, indem wir's als eine unschätzbare Wohlthat ansehen, welche unserem Vaterlande dadurch erzeigt worden ist. Zugleich halten wir's für eine empörende Anmaßung oder eine gänzliche Verkennung des wahren Constitutionalismus, daß die Majorität der Deputirten⸗Ver⸗ sammlung Ew. Majestät das Recht, den Sitz ihrer Berathungen zu abzusprechen wagt. S enn es den Umtrieben derer, welche in dem Umsturz aller Rechte und Ordnungen ihre Freiheit suchen, wiederum 1 Jsollte den Schein zu erzeugen, als ob die große Mehrzahl des Volkes über diese heilsame That Ew. Majestät entrüstet wäre: so kann es ja Allerhöchstdenselben nicht verborgen geblieben sein, daß die Künste welche den Uebelgesinnten zu Gebote stehen, von den Besseren ver⸗ abscheut werden, und daß demnach das vielstimmige Geschrei der er⸗ steren nichts als Blendwerk ist, welches vor den Thaten der Gerech⸗ tigkeit und der Kraft zunichte wird. Daher haben wir Unterzeichneten kein Bedenken getragen, trotz unserer geringen Zahl dieses Zeugniß von der Stimmung gar vieler hiesigen Bürger und Einwohner kund zu geben, in der wohlbegründeten Ueberzeugung, daß, wenn die Zeit nicht drängte, eine große Menge von Unterschriften hätten gesammelt 8 .

w. Majestät werden, das wissen wir, getreu Ihrem Königli Worte, darauf halten, daß erim; Fen hr mit putirten des Volkes vereinbart werde, aber nicht zugeben, daß diese zu unserem eigenen Verderben ihre Befugnisse überschreiten und sich die Rechte einer konstituirenden Versammlung anmaßen. Wir haben das Recht, zu verlangen, daß unsere Deputirten die Grundbedingung, unter welcher sie allein gewählt sind, gewissenhaft erfüllen und sich streng in den Schranken der Vereinbarung halten.

Der König aller Könige, dem wir Alle Rechenschaft schuldig sind, segne Ew. Majestät mit Weisheit und Kraft und gebe Ihnen die rechten Rathgeber in dieser schweren Zeit, in der aller Menschenwitz zu Schanden wird; auf daß Ew. Majestät mit des Allmächtigen Hülfe das große Werk der wahren Freiheit, die Recht und Ordnung zu ihren nothwendigen Bedingungen hat, zum Heile Ihres Volkes fest und glücklich begründen.

Wir verharren in tiefster Ehrfurcht

Ew. Königlichen Majestät G allerunterthänigste und getreue

(folgen 251 Unterschriften). 8 Frankfurt a. d. O., den 14. Rovember 1848.

Königl. Hohes Staats⸗Ministerium!

Da die Allerhöchste Botschaft vom 8. November d. J. über die Vertagung und Verlegung der zur Vereinbarung der Verfassung zu⸗ sammen berufenen National⸗Versammlung von Berlin nach Bran⸗ denburg vielfach als ein Gewaltstreich verschrieen, als ein Anfang der Reaction mißdeutet, und als ein Schild zur Beschönigung ver⸗ brecherischen Aufruhrs vorgehalten wird, so ist es heilige Pflicht, daß sich auch die gegenseitigen Ansichten im Lande frei und offen kundgeben.

Der unterzeichnete Verein erklärt daher, daß er diesen Schritt der Krone für einen eben so gesetzlich zulässigen als durch die Umstände gerechtfertigt erachtet.

Gesetzlich zulässig erscheint derselbe, weil

1) die Krone sich des aus dem constitutionellen Prinzipe folgenden, in allen constitutionellen Verfassungen der Welt anerkannten Rechtes der Vertagung und Verlegung einer National⸗Ver⸗ sammlung nirgends entäußert hat, und insbesondere

das über die zur Vereinbarung der Verfassung einberufene National⸗Versammlung erlassene Wahlgesetz vom 8. April d. J. Berlin nicht als Sitz derselben bestimmt, folglich die Deputirten von ihren Wählern kein auf Berlin sich beschrän⸗ kendes, sondern ein allgemeines, auf Vereinbarung der Ver⸗ fassung mit der Krone laufendes Mandat erhalten haben. Gerechtfertigt wird jener Schritt aber ferner durch die zum tiefen Schmerze des Landes unleugbare Thatsache, daß die nach jedem Völkerrechte heiligen und unverletzlichen Personen der Deputirten durch verbrecherische, auf die Republik hinzie⸗ lende Demonstrationen eingeschüchtert, von anarchischem Pöbel bedroht und mißhandelt, mithin in ihrer unerläßlichen persön⸗ 16 und geistigen Unabhängigkeit beeinträchtigt wor⸗ den sind. Wer die traurigen Folgen der auf solche Weise bisher erstrebten Verzögerung des so dringlichen Verfassungswerkes seither beobachtet hat, wer ein Auge und Gefühl für die tiefen Wunden der in allen Schichten zerrütteten, menschlichen Gesellschaft besitzt, wer ein treues Herz für die wahre Wohlfahrt seines Vaterlandes in starker Mannes⸗ brust schlagen fühlt, der muß der Krone und dem Staats⸗Ministerium hohen Dank für diese, würdigen Ernst zur Sache bekundende Maß⸗ nahme zollen.

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Indem der unterzeichnete Verein dies hiermit aus innerster Ueber⸗ zeugung thut, erklärt er ferner alle nach Vorlesung der Königlichen Botschaft vom Sten d. M. in der Sitzung vom hHten einseitig gefaß⸗ ten Beschlüsse der National⸗Versammlung für gesetzwidrig und un⸗ verbindlich, spricht aber endlich auch zugleich die zuverlässige Hoffnung aus, daß ein hohes Staats Ministerium durch einen hehren Geist der Milde und Versöhnung allen befürchteten schlimmen Folgen die⸗ ser unvermeidlichen Spaltung vorbeugen, die dem Volke im März d. J. gegebenen Königlichen Verheißungen mit unerschrockenem Wil⸗ len baldigst verwirklichen und so durch Thaten die unermüdlichen Be⸗ schuldigungen und Schreckbilder reactionairer Tendenzen vernichten wird.

Oppeln, den 11. November 1848.

Der constitutionell⸗monarchische Zweig⸗Verein zu Oppeln.

RHohes Staats⸗Ministerium!

Das erste Recht eines freien Volkes ist die Unabhängigkeit und die Freiheit der Berathungen seiner Vertreter. Die abscheulichen Mißhandlungen, welche vielen wohldenkenden Mitgliedern der Natio⸗ nal⸗Versammlung während des Aufenthalts in Berlin zugefügt wor⸗ den sind, um auf die Abstimmungen derselben zum Umsturz des Kö⸗ nigthums und zur Herstellung der Republik einen gewaltsamen Ein⸗ fluß zu üben, waren offenkundiger Spott auf die Freiheit und streif⸗ ten bereits nahe an die Bahn des feigen Mordes mit Uebermacht, durch welchen die muthigen und hochherzigen Vertreter Lichnowsky und Auerswald in Frankfurt zur tiefsten Demüthigung für die deutsche Nation gefallen sind. Der gegen die National⸗Versammlung von einer böswilligen Umsturzpartei fortdauernd in Berlin geübte Zwang und das hierdurch gegebene, im ganzen Lande vielfach nachgeahmte Beispiel machte überhaupt bisher die Freiheit für den wohlgesinnten Theil des preußischen Volkes zu einem leeren Wortschall und dagegen zu einem gewaltsam behaupteten ausschließlichen Besitzthume der Feinde des wahren constitutionellen Königthums. Die wirklich con⸗ stitutionell gesinnten Staatsbürger konnten bisher von dem verliehe⸗ nen freien Versammlungs⸗ und Vereinsrecht oft nur mit der Gefahr gewaltsamer Angriffe nach dem Beispiele von Berlin Gebrauch machen, und es haben daher viele Staatsbürger nicht wagen dürfen, ihre constitutionellen treuen Gesinnungen für das Vaterland offen darzulegen. Auch die verliehene Preßfreiheit stand unter einem ähn⸗ lihen Drucke, da die Tagesblätter sich aus Besorgniß vor gewalt⸗ samen Verfolgungen den Vertheidigern des constitutionellen König⸗ thums häufig unzugänglich machten.

Hierdurch entstand aber bisher ein ganz falscher öffentlicher Aus⸗ druck der wirklich im Volke herrschenden politischen Gesinnung.

Wir begrüßen daher die Verlegung der National⸗Versammlung von Berlin zur Herstellung einer zwanglosen Berathung derselben und die damit an ihrem Hauptsitze begonnene Vernichtung des Ein⸗ schüchterungs⸗Systems der Feinde des Vaterlandes als einen hoch⸗ wichtigen Schritt zur gerechten Verbreitung der wahren und wirk⸗ lichen Freiheit über alle Klassen des Volkes.

Wir erklären daher hiermit, daß Ein Königl. hohes Staats⸗ Ministerium sich durch jene Maßregel und die hierbei an den Tag gelegte Entschlossenheit und Festigkeit um das Vaterland und seine wahre Freiheit wohl verdient gemacht hat.

Liegnitz, den 12. November 1848.

Der Liegnitzer Verein für constitutionelles Königthum.

An

Ein Königl. Hohes Staats⸗Ministerium zu 8

An Ein Königl. preuß. Hohes Staats⸗Ministerium zu Berlin.

Der neisser Veteranen-Verein hat unter dem 8ten d. M. an Ein Königlich hohes Staats⸗Ministerium die dringende Bitte gerich⸗ tet: daß die National⸗Versammlung von Berlin fort und an einen solchen Ort verlegt werden möchte, wo es den Volksvertretern mög⸗ lich wäre, in Ruhe die zu vereinbarende Verfassung zu berathen. Da diese Bitte mittlerweile erfüllt worden ist, so haben wir nicht umhin gekonnt, unsere volle Uebereinstimmung mit dieser Maßregel hierdurch noch ganz besonders an den Tag zu legen.

Neisse, den 13. November 1848.

Der Vorstand des neisser Veteranen⸗Vereins.

Hohes Staats⸗Ministerium!

Mit steigender Entrüstung haben wir und mit uns Viele im Volk es gesehen, wie die wohlwollenden Absichten Sr. Majestät des Königs, unserem Volke die Segnungen einer freien Verfassung zu gewähren, durch einen Theil der zur Vereinbarung dieser Verfassung mit der Krone berufenen Versammlung selbst bisher vereitelt worden sind, und wie insbesondere in der letzten Zeit diese Versammlung, durch die Schuld einer geringen Majorität, die allen Schutz der Mi⸗ norität gegen Exzesse des berliner Pöbels ablehnte, den Charakter einer frei berathenden immer mehr verloren hat. Der 31. Ok⸗ tober d. J. zeigte uns die unerträgliche Schmach dieses Zustandes und enthüllte unseren Blicken aufs deutlichste die Gelüste einer auf den Umsturz aller bestehenden Ordnung sinnenden Partei. Wir sahen das Recht der Krone, wie das Recht des Volkes, und somit unser Vaterland in der größten Gefahr. Mit banger Erwartung fürchte⸗ ten wir von neuen Konzessionen rettungsloses Verderben.

Zu unserer aufrichtigen Freude hat eine weitere Nachgiebigkeit nicht stattgefunden. Ein hohes Staats⸗Ministerium ist mit der Kö⸗ nigl. Botschaft vom 8ten d. M. vor die Nat'onal⸗Versammlung ge⸗ treten und hat mit kräftiger Entschiedenheit der schmachvollen Unsrei⸗ heit derselben durch ihre Verlegung nach Brandenburg ein Ende ge⸗ macht. Wir halten die Berechtigung der Krone zu diesem Schritte für unzweifelhaft, da in dem Wahlgesetze vom 8. April d. J., auf Grund dessen die Versammlung zusammengetreten ist, sich kein Wort davon findet, daß sie in Berlin tagen müsse; wir sind aber auch der Ueberzeugung, daß es die Pflicht der Krone gewesen ist, diesen Schritt zu thun, nachdem alle Bemühungen, die Versammlung in Berlin gegen Einschüchterungs⸗Versuche zu schützen, vergeblich gewe⸗ sen sind. Als unsere Pflicht aber erachten wir es, Einem hohen Staats⸗Ministerium für den hingebenden Muth, unter so schwierigen Verhältnissen einzutreten für das gute Recht der Krone und des Vol⸗ kes, unseren ehrerbietigsten Dank zu sagen und das zuversichtliche Vertrauen auszusprechen: hochdasselbe werde mit der frei gewordenen Versammlung der Abgeordneten des Volkes dafür Sorge tragen, daß durch möglichst schleunige Vollendung des Verfassungswerkes, unter ausdrücklicher Ausschließung aller anderweitigen die Aufregung nährenden Diskussionen, dem Volke endlich die längst er⸗

harrte Bürgschaft eines geordneten, auf wahre Freiheit gegrün⸗ deten constitutionell⸗monarchischen Staatslebens gegeben

werde. Denn nur auf diesem Wege kann, nach unserer innigsten Ueberzeugung, unser preußisches Vaterland wieder zu der inneren Stärke gelangen, deren es bedarf, um kräftig mitzuwirken zur Her⸗ stellung eines wahrhaft einigen Deutschlands, wonach auch wir mit treuem deutschen Herzen uns sehnen. Posen, den 11. November 1848. Der Verein für König und Vaterland, bestehend aus mehr als 400 Mitgliedern aller Stände.

Hohes Staats⸗Ministerium!

Mit lebhafter Freude begrüßen wir, und mit uns alle Preußen, denen es um wahre Volksfreiheit zu thun ist, das neue Ministerium Brandenburg; denn mit ihm scheint die Ruhe und Ordnung und das Ansehen der Gesetze in Berlin wieder einziehen zu wollen. Insbe⸗ sondere findet auch der Beschluß, den Sitz der National⸗Versamm⸗ lung nach Brandenburg zu verlegen, überall die freudigste Zustim⸗ mung, da die Erfahrung der letzten Zeit den klaren Beweis liefert, daß dieselbe unter dem Terrorismus des berliner Pöbels und dessen verächtlichen Anführer gestanden hat.

Die auf diese Weise erzwungenen Beschlüsse der National⸗Ver⸗ sammlung können wir nicht für den Ausdruck des Volkswillens erach⸗ ten. Nur durch ein energisches Einschreiten gegen den anarchischen und wüh⸗ lerischen Zustand der Hauptstadt und durch die Vertagung und Verlegung der National⸗Versammlung erscheint uns die Rettung des Vaterlan⸗ des und des constitutionellen Thrones möglich. Indem wir diese unsere wahre Ueberzeugung aussprechen, erlauben wir uns zugleich unsere freudige Zustimmung zu den von Einem Hohen Staats⸗Mini⸗ sterium gethanen energischen Schritten gegen die gesetzwidrige Auf⸗ lehnung der faktiösen Elemente der Hauptstadt, so wie gegen die durch egoistische Zwecke geleiteten, dem Königlichen Befehl vom 8ten d. M. zuwiderhandelnden Mitglieder der National⸗Versammlung hier⸗ mit auszudrücken.

Grätz im Großherzogthum Posen, den 12. November 1848. Der constitutionelle Verein. 8

Hohes Staats⸗Ministerium! . Durch den Allerhöchsten Erlaß vom 8ten d. M. hat Se. Majestät der König 1) die Versammlung zur Vereinbarung der preußischen Staats⸗

Verfassung nach Brandenburg verlegt,

2) in Folge der hierzu nothwendigen Einrichtungen die Versamm⸗ lung bis zum 27sten vertagt.

Wir Unterzeichnete, mit Rücksicht darauf, daß die Freiheit der Beratbung durch anarchische Bestrebungen in der Hauptstadt auf das höchste gefährdet war, und durchdrungen von der Zweckmäßigkeit und Gesetzmäßigkeit dieser Maßregel, so wie vertrauend auf die Allerhöchste Zusicherung vom 11ten d. M., dem Volke die verheiße⸗ nen constitutionellen Freiheiten unverkümmert zu erfüllen, sehen uns veranlaßt, Einem Hohen Staats⸗Ministerium unsere ungetheilte Bei⸗ stimmung zu diesen Maßregeln und den zu ihrer Ausführung gesetz⸗ lich nothwendigen Schritten auszudrücken.

Wriezen, den 13. November 1848. (54 Unterschriften.)

Einem hohen Staats⸗Ministerium sagt der unterzeichnete Vor⸗ stand der Veteranen von 1813/15 im Namen seiner Mitglieder für die Anordnung, daß

die hohe National⸗Versammlung nach Brandenburg verlegt werde, seinen tiefgefühlten herzlichsten Dank! Der Ausspruch unseres con⸗ stitutionellen Königs ist weise und gerechtfertigt. Jeder redliche Preuße theilt diesen Ausspruch, jeder Vaterlandsfreund sieht in demselben, daß das Resultat einer in Ruhe berathenden Versammlung uns dem ersehnten Ziele baldigst näher führen werde, und hoffen wir, daß durch kein äußeres regelloses Treiben der einmal gefaßte Beschluß zurückgenommen werde. G Luckenwalde, den 13. November 1848. 89 Vorstand des Veteranen⸗Vereins von 1813/15. n Ein Hohes Staats⸗Ministerium.

IWD

Die Unterzeichneten sehen in der Maßregel der Verlegung der preußischen National⸗Versammlung von Berlin nach einem anderen Orte die einzige Hülfe gegen den Einfluß der Anarchie auf dieselbe, und sprechen einem hohen Ministerium offen ihren Dank dafür aus. Koblenz und Ehrenbreitstein, den 11. November 1848. (Folgen 131 Unterschriften.) v“

Hohes Staats⸗Ministerium! Mit Jubel hat ein großer Theil des preußischen Königliche Botschaft vom 8ten d. M. wegen Verlegung des Sitzes der zur Vereinbarung einer constitutionellen Verfassung berufenen Versammlung nach Brandenburg vernommen, mit tiefem Schmerze dagegen erfahren, daß ein großer Theil der Versammlung dieser Kö⸗ niglichen Botschaft den schuldigen Gehorsam versagt, und in ungesetz⸗ licher Weise fortgefahren hat, Beschlüsse zu fassen.

Hierzu gehören auch die Unterzeichneten und die mit denselben Verbündeten, welche in der Königlichen Botschaft einen durchaus ge⸗ setzlichen, constitutionellen Schritt sehen, und dadurch die dem Volke verheißenen Freiheiten in keiner Weise gefährdet halten.

Wir halten die unverbrüchliche Aufrechthaltung des Königlichen Entschlusses für das einzige Rettungsmittel des Vaterlandes aus der Gefahr, worin solches durch den Terrorismus einer anarchisch⸗republi⸗ kanischen Partei gestürzt ist; dagegen würden wir in einer Zurück⸗ nahme der Königlichen Botschaft ohne hinreichende Bürgschaft für die Sicherheit der Berathung der Volksvertretung unser theures Vater⸗ land immer tiefer und tiefer in den bodenlosen Abgrund der Revolu⸗ tion hinabstürzen sehen.

Wir bitten daher ein hohes Staats⸗Ministerium, ohne Rücksicht auf die Agitationen der viel verzweigten Umsturz⸗Partei, welche ihre Stimme als die Stimme des Landes geltend machen will, auf der Ausführung der Königlichen Botschaft fest zu beharren, und erst dann wieder in die Verlegung der Versammlung in die Hauptstadt der Monarchie zu willigen, wenn deren Zustand hinreichende Garanticen für die Freiheit der Berathung geben möchte. .

Essen, am 14. November 1848. s

Der constitutionelle Verein und Namens desselben der Vorstand.

Hohes Staats⸗Ministerium! 1;

In einer Zeit, in der von allen Seiten Urtbeile fahren der Regierung zu gewärtigen sind, hielt 4 9. Sea. vns zeichnete Verein für seine Pflicht, ohne bebenscha vugt hne Scheu Mäßigung die Maßnahmen der Regierung z9, ₰q aus der in seiner vor erfolgenden Verdächtigungen seine Ansicht,