1848 / 205 p. 3 (Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

na ist Professor Spada als F.⸗Seene abgegangen, * v6, Hans 2 8 dg a., Verhält nisse Ordnung zu bringen, während Kardinal Amat auf dem Wege nach Rom begriffen ist stündlich hier erwartet wird. Alles wird davon abhängen, was Ge⸗ neral Zucchi, dem sehr ausgedehnte Vollmachten ausgehändigt wor⸗ den sind, zur Beruhigung der heftig aufgeregten Provinzen zu thun vermag. In Ferrara waren die Holzmagazine des dortigen Hospitals in Brand gerathen, und nur mit Mühe war es gelungen, die Kran⸗ fen dem Flammentode zu entreißen. Es scheint nur allzu gewiß zu sein, daß das Feuer angelegt gewesen ist. b; Der deutsche Reichsgesandte Heckscher ist auf der Rückreise von Neapel hier eingetroffen und wird heute bei einem Festmahle, welches der württembergische Geschäftsträger, Komthur von Kolb, ihm zu Ehren giebt, die Bekanntschaft der hier anwesenden Repräsentanten der deutschen Einzelstaaten machen.

Madrid, 16. Nov. Die Gaceta enthält fol⸗

Spanien. N Die einigen Zeitungen von New⸗York,

genden amtlichen Artikel: „In deren Artikel die englischen Blätter wiederholt haben, von einer in Madrid zwischen der spanischen Regierung und dem nordamerikanischen Gesandten angeknüpften Unterhandlung, die dar⸗ auf gerichtet wäre, daß Spanien die Insel Cuba gegen eine Geld⸗ summe an die Vereinigten Staaten abtreten solle. so abgeschmackte Angabe sich selbst widerlegt, so halten wir doch, um die Absichten, welche deren Urheber und Verbreiter bezielen mögen, zu vereiteln, für angemessen, auf gehörig befugte Weize zu erklären, daß jene Angabe durchaus jedes Grundes ermangelt.“

Die ministeriellen Blätter behaupten, daß die letzthin von Frank⸗

ist die Rede

Wenngleich eine

1136

reich aus in Navarra eingedrungenen, jedoch sogleich zurückgewichenen spanischen Ausgewanderten, unter denen sich der Ex⸗Minister Sala⸗ manca und der General Iriarte befunden haben sollen, die Absicht hegten, sich mit den progressistischen Aufrührern in Ober⸗Arragonien in Verbindung zu setzen, von deren vollständiger Niederlage sie erst auf spanischem Boden Kenntniß erhieiten. In Huesca sind noch dreizehn der gefangenen Aufrührer, unter ihnen mehrere Verwundete, kriegsrechtlich erschossen, und 183 in Fesseln nach Valencia geführt worden, um nach den marianischen Inseln deportirt zu werden.

Während der General Cordova sein Hauptquartier nach Cervera verlegt hat, sind einige karlistische Corps ungescheut in die äußeren Vorstädte Barcelona's eingedrungen, so daß einige Bataillone aus⸗ rücken mußten, um sie zurückzutreiben. ““

In dem Treffen bei Grau erlitten die Königlichen Truppen einen Verlust 2on 10 Todten, 19 Verwundeten, 120 Gefangenen,

X

worunter 6 Offiziere, und sämmtlichem Gepäck.

Der Espectador behauptet, die Regierung hätte durch den General Cordova dem Karlsstenchef Cabrera die Bestätigung seines Grafentitels, die Feldmarschallwürde und zwei Millionen anbieten lassen, falls er sich der Konigin unterwürfe.

Ein halbamtliches Blatt meldet, daß die Einberufung der Cortes nächstens erfolgen, die erwartete Amnestie jedoch nicht bewilligt wer⸗ den würde. 8 3

Der bisherige Kriserl. russische Geschäftsträger am portugiestschen Hofe, Baron von Schöppingk, ist vorgestern von Lissabon hier ein⸗ getroffen. v111A“

Bis zum 23. November Mittags waren an der asiatischen Cholera als erkrankt angemeidet 2406 Personen. Davon sind bis heute ge⸗ storben 1584, genesen 790, in ärztlicher Behandlung 32. Summa 2406.

„Von gestern bis heute ist eine neue Erkrankung nicht angemeldet - Berlin, 24. November 1814.

Königliches Polizei⸗Präsidium.

Königliche Schauspiele.

Sponnabend, 25. Nov. Im Opernhause. 192ste Schauspiel⸗ haus⸗Abonnements⸗Vorstellung: Dorf und Stadt, Schauspiel in 2 Abth. und 5 Akten, mit freier Benutzung der Auerbachschen Er⸗ zählung: „Die Frau Professorin“, von Ch. Birch⸗Pfeiffer. Anfang 6 Uhr.

Sonntag, 25. Nov. Im Opernhause. 135ste Abonnements⸗ llung: Robert der Teufel, Oper in 5 Abth., mit Ballets. von Meyerbeer. Anfang 6 Uhr. as Billet⸗Verkaufs⸗Büreau im Opernhaus ist an den Wochen⸗ 11 bis 1 Uhr

Vorste Musik

H tagen von 9 bis 1 Uhr und an den Sonntagen von geöffnet.

Königsstaͤdtisches Theater.

Sonnabend, 25. (Italienische Opern⸗Vorstellung.) Lucia Oper in 3 Akten. Musik von Donizetti. Sonntag, 26. Nov. Die beiden Nachtwandler, oder: Das Nothwendige und das Ueberflüssige. Posse mit Gesang in 2 Akten, von J. Nestroyv. Vorher: Bummler und Guste, Vandeville⸗Scher in 1 Akt, von R. Hahn. Musik von Stiegmann.

di Lammermoer.

vS e P 0 22

24. Voveméberyr:.

WPechsel-Course.

Brief. do 250 Pl. 2 Me. Hamburg 300 MN. Kurz 150 40. .. 300 L.. 2 mt. 1505 1 Lst. 3 Mt. 6 25 % 6 25 ½ 300 Pr. 150 Fi. Z 91 150 Pl. 2 Mt. 101 100 Thlrl. 2 Mt 99 ⁄2 99 ¾ 100 Thws. †8 Tes⸗ 99 ¾ V 995

3 8 989 ½ 100 Fl. 2 Mt. 66 2 100 sRhbi 3 wocben] 105 ½

Geld.

Amsterdam...

Wien 26 2AQr... Augsburg. Rreslau.

f.eipzig in Courant im 14 Thlv. Fuss.. See 42* eeas 2

Praukfurt a. M. südd. W 2.

Petersburg..

Inländische Foncle, Pfandbries-, Kommimal- Papiere und Geld - Coturse.

Geld. Gem. 7

7t. Brief.

p EKur- u. Nm. Pidbr. 3 ½ Schlemsehbe do. 3 ½ do. Lt. B. gar. do. 3 ½

Pr. Bk- Anth. -Sch

St. Schuld-Sech.

Seech. Präm. Sch.

K. u. Nm. Schuldv. 33

werl. Stadt-O bl. 3

Westpr. Pfandbr. 3 ½

Grossh. Posen do. 4 4c. 40. 3 ½ pnedrichsd'or.

8 I Ostpr. Pfandbr. 3 ½ 87 ½ 2n8.9,14m.35.— 1 1

1 22

82 l'omm. do. 3 ½

..

Disconts.

Auslankieche Foszde.

Euss Hamb. Cert Poln. neue Pfabr. 4 d. beiHlope? 4.S.à do. Part 5090 FI. 4 . C 1. 1 8 do. do. 300 Pl.— Hamb. Feuer-Cas. 40. 45. . 83754. 83½ 61“ do. v. Rthsch. Lst. 1601 Holl. 2 ½ % Int. 2 ½ do. Poln. Schatz. 5 67 ½ Kurh. Pr. O. 40 th. do. de. Cert. L. A. 185

Savdin. do. 36 Pr. do. J0. L.. B. 200 Fl. = Pol a. Pfübr.a.C. 4 92 ¼— 91 ¼¾ 3

F. Bad. do. 35 Pl.

n 2

Eisehnbahhn- Actilen.

——————

8 8 Stamm-Actien. Kapital.

Der Reinertrag wird nach ersolgster Bekanntm. in der dazu bestimmten hubrik arsgelülit. Die mit 3 pCi. bez. Actien sind v. Staat gar.

Börsen-Zins- Rechnung. Rein-Ertre

Prioriläts -Actien. Kapilal.

——

Berl. Anhalt Lit.-

do. Hamburg

do. Stettin-Starg.. do. Potsd.-Magd.. Magd.-Halberstadt..

do. Leipziger.. Halle-Thüringer Osin Wiinden. . . . ...

do. Aachen Bonn-Cöln Düsseld. Elberfeld.. Steele- Vohwinkel.. Niederschl. Märkisch.

do. Zweigbahn Oberschl. Lit. A. do. Lit. B.

Cosel-OQderberg... Breslau-Freiburg... Krakau-Oberschl.... Berg.-Märk. Stargard- Posen-. Brieg-Neisse

3.,500,0900 8,000,00⸗ 4,824,000 4,000,000 1,700,000 2,300,000 9,000,000 12,967,500 4,500,090 1,051,200 1,400,000 1,300,090 9,950,000 1,500,000 2,253, 100 2,400,000 1,200,000 1,700,000 1,500,000 4,000,000 5,000,000 1,100,000

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,—

Quitlungs-Bogen. Berl. Anhalt. Lit. B. Magdeb.-Wittenb. ... Aachen-Mastricht ... Thür. Verbind.-Bahn Ausl. Quitlungsbog. Pesther 26 Fl. 18,000,000 Friedr. Wilh Nordb. s,000,000

““

2,500,000 4,500,000 2,750,000 5,600,900

122 9

Schluss-Course von Cöln-Minden

Niederschl. Märkisch. 4,

[Berl.-Anhalt.

do. Potsd.- Magd...

3 5

d0 do.

do. Stettiner Magdeb.-Leipziger Nlas LEelpz ser..

hüringer 4,000,090]4;

1 3,674,500 4 ½ Rh⸗ v. Staat gar.. 1,217,990 do. 1. Prioritat. 2,457,250 4 do. Stamm-Prior.. 1,250,08 4 Düsseldorf-Elberfeld.

do. do. 1 III. Serie.7 Zweigbahn do. 248,000 Oberschlesische [1,276,600 Cosel-Oderberg. Steele-Vohwinkel... Breslau-Freiburg.

sIEnn

8

400,000

1

8 Ausl. Stamm-Act. . 6,000,905

sen.

I 8 sen.

2 Dresden-Görlitz.. [Leipzig-Dresd i ö“ Tr 1%. 4 F 1 Ludw.-Bexbach“ 1. Sehsisch-Bayerische

von Preussischen Bank-Antheilen 87 ½¼ 86 ¾ bz.

4

Fcute war der Umsatz in einigen Eisenbahn -Actien und zu besseren Coursen anfangs ziemlich lebhaft, später mer drückten sich die Notirungen etwas, ohne jedoch einen erheblichen Rück-

schlag auszuüben.

Aunswärtige Börsen.

Breslau, 23. Nov. Holl. und Kaiserl. Dukaten 96 ½ Br. Friedrichsd'or 113 ½ Gld. Louisd'or 112½ Gld. Poln. Papiergeld 935 bez. Oesterreichische Banknoten 93 6 a 2 bez. Staats⸗Schuld cheine 75 Br. Serhandlungs⸗Prämien⸗Scheine 2 50 Rthlr. 92 Br. Pos. Pfandbriefe 4proz. 95 ¼ Br., 95 Gld., do. 3 proz. 78 bez. u. Br. Schles. Pfandbr. 3 ½ proz. 89 %3 bez-, do. Lit. B. 4 proz. 92 Gld., do. 3 ½ proz. 81 ¼ Br.

Polnische Pfandbriefe alte 4 proz. 91 ½ Gld., do. neue 4 proz. 91 ¼ Gld., do. Partial⸗Loose a 300 Fl. 94 Gld., do. a 500 Fl. 68 ½ Gld. Russ. poln. Schatz⸗Oblig. a 4 % 67 Gld.

Actien. berschles. Litt. A. 88 ½ Gld., 89 Br., do. Litt. B.

88 ½ Gld., 89 Br. Breslau⸗Schweidn.⸗Freib. 86 ½⅔ Br. Nied r⸗

schles.⸗Märk. 67 ½ Gld., do. Prier. 94 Gld., do. Ser. III. 89 Br.

Ost⸗Rhein. (Köln⸗Mind.) 74 ½ Gld. Neisse⸗Brieg 37 ½ Gld. Krakau⸗

Oberschles. 41¾ bez. u. Gld. Fr. Wilhelms⸗Nordbahn 40 ¼ bez. Wechsel⸗Course.

Amsterdam 2 M. 142 ¾ Gld.

Hamburg a vista 151 ½ Br. do. 2 M. 150 ¼ Gld.

Loondon 1 L. St. 3 M. 6. 25 Gld.

Berlin a vista 100 ¼ Br.

ddo. 2 M. 99 ¼ Gld.

Wien, 21. Nov. Met. 5proz. 78, ¼. 77 ½,

41. Anl. 34: 131 132, 39: 88—89. Nordb. 97 91 92. Mail. 64 65. Livorno 64 64 ½. Peß B. A. 1070 2 1080. K. K. G. 116. Wechsel: Amsterd. 155 ½ G. Augsb. 111 ½ Br. Frankfur 90 b EE 8 Isb. 3 -. Frankfurt en 164 163 ⁄½. London 11.15 Br., 11.13 G. ba- Devisen in eer Sicht beliebt; kurze Sicht zu haben. B. A. 142 Br. Leipz. Dr. E. A. 97 Br. Sächs. Bayer. do. S hles. 73 ½ Br. Chemnitz⸗Riesa 25 G. Löbau⸗Zaͤkan 20 g. Magdeb.⸗Leipz. 162 Br. 9.

Berl. Anh. A. 79 ½ Br., 78 ¾§ G., do. B 793 Br., 78 G. Altona⸗Kiel 87 ½ G. Deß. B. A. 91 G.“ Preuß. B. A. 87 Br.

Morgen Bußtag, Börse geschlossen. Frankfurt a. M., 22. Nov. Von Fonds waren an heu⸗ tiger Börse die Zproz. inländ. span., poln. 500 Fl. Loose, Integrale darmst. u. preuß. Oblig., alle bayer. u. öster. Gattungen, so wie die F. W. Nordbahn, bexbacher und köln⸗mindner Actien willig be⸗ gehrt. Es fanden darin mehrere Einkäufe zu steigenden Preisen statt. Man sagt von besseren Berichten von Berlin. Alle übrigen Fonds bei sehr geringem Umsatz preishaltend. Nach der Börse Ei⸗

Gloggn. Pesth 59 60 ½.

senbahn⸗Actien flauer. Die wiener Post vom 18ten d. war bis zum Schluß der Börse noch nicht eingetroffen.

5proz. Met. 68 ½. 68 ⅞. Bank⸗Aetien 50 Fl. L. 45. 44 ½, do. 35 Fl. L. 25 ⅛. 25 kt. Darmst. 50 Fl. L. 60. 59 ½, do. 25 Fl. L. 20 ½ G. z. 25. Span. Zproz. 18 ½. 18. Poln. 300 Fl. L. 93 ½, do. 500 Fl. L. 68 ½. 68. Friedrich⸗Wilhelms⸗Nordbahn 39 ½. 39 ¼.. Bexbach 643. 64 ⅛. Köln⸗Minden 75⅛. 75 ½.

Hamburg, 22. Noo. 3 proz. p. C. 76 Br., 76 ½ Gld. E. R. 97 ¾ Br., 97 ¼ G. Dän. 62 Br., 61 ½˖ G. Ard. 8 ½ Br., Zproz. 16 ¾ Br. Hamb.⸗Berl. 63 ½ Br., 63 G. Altona⸗Kiel 86 ¾ Br., 86 ½ G. Mecklenburg. 33 ½ Br., 32 ¾ G.

Es war heute nicht viel Geschäft zu wenig veränderten Preisen.

Paris, 21. Nov. 3proz. 42.25. 5proz. 64. 90. 5p.o Anleibe 64.90. Bank⸗Actien 1340. Spanische 3proz. 23 ½.

Nord. 342 ½.

London, 1— 3 ½ proz. 86 ½. Span. Ard. 11 ½, 3proz. 24, Int. 46 ½. E. R. 99 ½. Bras. 72 ½.

2

21. No. Byroz. Gon. vp. C. u. a. Z. 87¼, 2 Port. Engl. Fonds eröffneten heute zu den gestrigen Schluß⸗Ceursen;

fremde Fonds still; Eisenbahn⸗Actien fest.

Amsterdam, 21. Nov. Holländ. Fonds verfolgten ihre stei⸗ gende Bewegung; alle Gattungen wurden wiederum zu viel höheren Preisen verkauft. Von fremden waren russ. etwas angenehmer; die übrigen bei geringem Geschäft fast unverändert.

Holl. Integr. 46 ¼½, 56, Zproz. neue 55 ⅜, 55, Aproz. ostind. Act. d. Hdl. 137. Span. Ard. gr. Piecen 9 %. Port. Ruaͤssen alte 98 ½, 4 proz. 77 ½⅛, Stiegl. 77 ½¾. Hesterr.

§, 2 proz. 35 ⅛, 35.

Antwerpen, 20. Nov. Feste Börse. 5 proz. belg.

4 ½ proz. 72, 2 ½ proz. 39 ½, % G. Span. Ard. 9 9%. Madrid, 13. Noo. 3 proz. 19 ¼, *%, 5proz. 9 ½.

Madrid, 16. Nov. Passive 3 ½ Papier.

—— 1 Markt⸗Berichte. Berliner Getraidebericht vom 21. November Am heutien Markt waren die Preise wie folgt: Weizen nach Qualität 57—60 Rthlr. Rozgen loco 27—29 Rthlr. 8 82 pfd. p. Nov., Nov./Dez. 27 Rthlr. Br. »„ p. Frühjahr 29 ½ Rthlr. Br., 29 bez Gerste, große, loco 25—26 Rthlr. kleine 22 23 Rthhlr.

76,89 8, 4proz. 24 %. Met. 5 proz. 66 ¾,

Coup.

5proz. 9 ½ Pa⸗

3proz. 19 ¼ Papier. Geld, 42

Ferdinands⸗ Bank

2) Erbsen, Kochwaare 36—38 Rthlr. Futterwaare 33 34 Rthlr. Rüböl loco 11 ¾ Rthlr. Br. u. bez., 11 ½ G. p. diesen Monat dito. JInn 112 Nthlr. bez. Jan./Febr. 11 ¾ Rtblr. Br., wco ohne Faß 15 ½, ½¼, ¹1, 15 15 Rihlr. G. p. Nov./Dez. 15 ¼ Rthlr. Br, 15 G p. Frühjahr 16 ½ Rthlr. Br., 10 ¾ G. Marktpreise vom Getraide. Berlin, den 23. November.

Zu Lande: Weizen 2 Rthlr. 15 Sgr., auch 2 Rthlr. 10 Sgr.; Roggen 1 Rthlr. 9 Sgr., auch 1 Rthlr. 5 Sgr.; große Gerste 1 Rthlr. 3 Sgr. 2 Pf., auch 25 Sgr. 3 Pf.; kleine Gerste 1 Rthlr. 1 Sgr. 3 Pf., auch 1 Rtylr.; Hafer 22 Sgr. 6 Pf., auch 20 Sgr.; Erbsen 1 Rthlr. 12 Sgr. 6 Pf., auch 1 Rthlr. 10 Sgr.

Zu Wasser: Weizen 2 Rthlr. 18 Sgr. 9 Pf., auch 2 Rthlr.

Uthlr. 8 Sgr. 9 Pf., auch 1 Rthlr. Sgr. 9 Pf.; kleine Gerste 1 Rthlr. f Sgr. 6 Pf.; Erbsen

1“

6

ittwoch, den 8 Rthlr. 20 Sgr., auch 6 Rthlr. 2 Sgr. 22 Sgr. 6 Pf., auch 15 Sgr. ““ Der Scheffel 17 Sgr. 6 Pf., auch 12 Sgr. 6 Pf.; metzenweis Sgr. 3 Pf., auch 9 Pf. Branntwein⸗Preise. Die Preise von Kartoffel⸗Spiritus waren um 17. November 1848 15 ½ u. 15¼ Rehlr. 18. 15 ¼ u. 15 ½ fre ins Haus geliefert 20. 45 ½ p. 200 Quart a 54 21. 1 . oder 10,800 7% nach 358 1

1 1

u. 15 Korn⸗Spiritus: ohne Geschäft. Berlin, den 23. November 1848. Die Aeltesten der Kaufmannschaft von Berlin. Druck und Verlag der Deckerschen Geheimen Ober⸗Hosbuchdruckerei. Erste Beilag

v“

r20 f Tralles.

—.

1 .

1 9 ,2 225 ½. 6 2)

Staats-Anzeiger.

EEE11“] Deutschland.

Verlin. Adtessen.

Uichtamtlicher Deutschland.

Preußen. Berlin. Es sind uns ferner folgende Adressen

zugeg ngen: An des Königs Majestät!

Ew. Königliche Majestät haben sowohl im ganzen Lande, als auch in der Stadt Merseburg der getreuen Unterthanen weit mehr, als Mancher gemeint hat, welcher nur auf die Worte derer hörte, welche am lautesten sprachen. Aber selbst die Besten im Volke haben leine Schuld auf sich geladen, welche sie nicht von sich abwälzen kön⸗ nen, die Schuld, nicht offen und entschieden genug hervorgetreten u se in mit ihrer Gesinnung, sich nicht früyer verein gt zu haben für Gesetz und Ordnung in Pflicht und Lebe. Wäre dies geschehen, so würde nicht varen erfolgen können, was jetzt von jedem Freunde des Vater⸗ landes nur betlagt werden kann. Doch der Wendepunkt des verhäng⸗ nißoollsten Jahrer scheint herbeigekommen zu sein. Schon laͤssen sich tie Stimmen der Pflicht und der Liebe, der Anhänglichkeit an Thron und Vaterland häunger und deutlicher vernehmen; der alte Muth erwacht wieder, und des Wort „mit Gott für König und Vaterlend“ wird von neuem zur Wahrvb eit.

Dies vor Ev. Konigl’chen Majestät auszusprechen, ist unseren Herzen Bedürfuiß, und wir sind gewß, daß Ew. Majestät diesen Ausdruck unserer Geünnung gern vernehmen werden. Indem wir hür noch einen von den Unterzeichnern dieser Adresse eigenhändig vell⸗ zogenen Aufruf beifügen und uns ehrerbietigst die Erlaubniß erbitten, weitere Unterschristen nachzusjeneen, haben wir keinen anderen Zweck, als den, dat Ew. Majesät einige Namen derer erblicken mögen, welche entschlosseg sind, mit Ew. Maj stät zu stehen bis zum Tode. Gett sigue Sie und Ihr Haus! Gott segne durch Sie Ihr Volk und dessen Zulunft! 2 .

Merseburg, den 19. November 1848.

(Jolgen die Unterschriften der 69 Personen, welche den erwähnten Aufruf erlassen haben.)

Allerdurchlauchtigster, Greßmächtigster König! Aulergnadigster Konig und Herr!

Mit tiefem Schmerz haben wir die Kunde vernommen, daß ein Theil der Volkevertreter, anstett ihrem Mandate gemaß rie lang er⸗ sehnte Verjassung mit Ew. Maͤjestät zu vereinbaren und den Schutz den Ew. M jestät rer National⸗Versammlung in Ausübung Ihres flaren Rechte und Ihrer Pflicht durch Verlegung an einen ruhigen Oert dankbar entgegenzunehmen, die Fahne der Emperung aufge⸗ pflanzt und das Vaterland an den Rand des Verderbens gefuhrt hat. In dieser großen Gefahr fühlen wir uns gedrungen, Ew. Ma⸗ jestät unserer unwandelbaren Treue ehrfurchtsvoll zu versichern. Ja, wir stehen noch fest in dem alten guten Vertrauen zu Ew. Majestät, jn, wir haben noch ein Gedächtniß sür die Geschichte des Hohen⸗ zollernschen Hauses. Wie wir und unsere Väter einst mit Gut und Blut zu ihm gehalten, als es galt, die Fesseln fremder Knechtschaft zu brechen, so wollen wir auch jetzt mit ihm stehen oder fallen.

Goit, der Gerechte, wird die Lüge zu Schanden machen und das gute Recht und die Wahrheit wird siegen.

Ew. Majestät tren Gehorsamste aus dem Dt. kroner Kreise. (3200 Unterschreften.) I st ew, den 18. Nov mber 1848 Allerdurchlauchtigster, Greßmächtigster König! auerguadigster Roͤnig und Herr!

Die Procl mwat on Ew. Majestaͤt vom 11. d. M. haben wir nit Freuden entgegen genemmen, da nir rie feste Ueberzeugung ha⸗ den, daß nur auf dem von Ew. Majestät jetzt eingeschlagenen Wege G setz und Ordnung wieder hergestellt und die wahre Freiheit uns esichert bleibt. 6 1t den wühlerischen Treiben von Ew. Majestät nicht so kräf⸗ tig entgegengretreten, wahrlich, unser theueres Vaterland wurde in den Abgrund der Anarchie gestürzt. 3

Ew. Majestät danken wir daher für die getroffenen Maßregeln ehrerbictigst. Wir stehen fest in dem Vertrauen zu unserem Köntge, und werden micht dulden, daß Wühler unter uns den Saamen der Zwietracht ausstreuen.

Ew. Majestät können auf uns fest vertrauen, in guten und bo⸗ sen Tagen, und den Wahlspruch:

Mit Gott für König und Vaterland wollen wir eben so treu als unsere Väter halten und auf unsere Kinder vererben. In tiefster Ehrfurcht Ew. Majestät treu gehorsamste. Der Magistrat (5 Magistrats⸗Mitalieder.) Die Stadtverordneten⸗Versammlung (18 Stadtverordnete’) Die Bürgerschaft 1 (330 Unterschriften.) Allerdurchlauchtigster, Großmächtigster! Allergnädigster König und Herr!

Auch wir fühlen uns gedrungen, Ew. Majestät auszusprechen, daß wir aus vollem Herzen den Gesinnungen der braven Landleute des zaucher Kreises beistimmen. Auch wir betrachten mit Abscheu das ungesetzliche Treiben eines Theils der Unterthanen Ew. Majestät, und setzen unseren Stolz in ein öffentliches Bekenntniß der unwan⸗ de baren Liebe und Treue zu unserem glorreichen angestammten Herr⸗ erhause von Gottes Gnaden. 1 b In tiefster Ehrfurcht ersterben wir als Ew. Majestitt gehorsamste Unterthanen. 1

Dirsdorf, den 21. November 1848.

(87 Unterschristen.)

Allerdurchlauchtiaster, Großmächtigster König! HBa Allergnädioster König und Herr! , I“ Mit unbeschreibeicher Freude haben wir Ew. Königlichen Ma⸗

jestät wahrhaft Königliche Worte begrüßt, durch welche Allerhöchst⸗ dieselben am 11ten d. M. die Ananchie, welche ihre gifthauchenden Flügel über das schöne und durch die hohe Weieheit seiner Herrscher noch bis vor kurzem so glückliche Preußenland zu schwingen begonnen, festen König'ichen Muthes und im Gefuhl des wie die Sterne ewigen Rechtes zertreten haben. g Glück auf! So jauchzen wir aus der Tiefe unserer treuen Her⸗ zen dem Morgen entgegen, der nach schweren Kummernächten une die goldene Freibeit, gepaart mit Ruhe und Oidnung, mit Sitte und Recht, heraufführen soll. Glück auf! jauchzen wir aus tiefem Schachte voll böser Wetter Königlichen Maj stät selbst freudig entgegen. Geott erhalte, Gott schütze die Liebe und Treue Königliche Majestät! 9 Ey. Königl. Majestät 8 allertreuestgehorsamste. 686— 3 Beetzendorf, den 15. November 1848.

Gott schütze

Allerdurcklauchtigster, Großmächtigster König! Gnädigster König und Herr! Die unterzeichneten Mitalieder der Gemeinden Warsleben, Al⸗ tonga und U pringen fühlen sich gedrungen, zu erklären: deaß sie in unverbrüchticher Treue und Anhänglichkeit zu ih⸗ rem constitutionellen Könige halten und nur den von Ew. Majestät eingesetzten Behörden den schulrigen Gehorsam leisten werden. Warsleben, den 20. November 1848.

(115 Unters chriften.)

Völschenhagen, den 14. November 1848. Allerdurchlauchtigster, 1 Großmachtigster,

Alllergnaͤdigster König und Herr! v1 Ew. Könizliche Majestät haben unter dem 11ten d. M. wegen der beabsichtigten Verlegung der National⸗Versammlung von Berlin nach Brandeuburg zur ungestörten und ruyigen Fertsetzung ihrer Be⸗ nathungen, werche in Berlin mehrfach durch verabscheuungewürdige Mittel, als: Straßentumulte und lebensgefährliche Bedrohungen der Abgeordneten, wegen ihrer freien gewissenhaften Abstimmungen ge⸗ stört und bedroht worden sind, eine Proclamation an Ihr getreues Volk erlassen. Ein so schän dliches Treiben gegen die vom Volke gewählte National⸗Versammlung, wie es in Berlin bis jetzt statt⸗ gefunden hat, moß jeden wahren Vaterlandsfreund mit Abscheu, gleichzeitig aber auch mit großer Trauer erfüllen. Wir können da⸗ her die von Ew. Königl. Maj stät beabsichtgte Maßregel der Ver⸗ legung der Versammlung nach Brandenburg für das Vaterland nur als heilsam und vortheilhaft für die ruhige und besonnene Fortent⸗ wickelung der Ihrem getreuen Volke verheißenen Freibeit anerkennen und unterstehen uns, Ew. Königl. Majestät allergehorsamst und ehr⸗ furchtsvoll zu bitten:

bei Allerhöchstehrer Entschließung wegen Verlegung der National⸗Versammlung nach Brandenburg zum Woyle des Vaterlandes zu verharren. Ew. Königl. Majestät 8 allerunterthänigste und treugehorsamste die Gemeinde zu Völschenhagen, greifenberger Kreises in Pommern. (21 Unterschriften.) Zirkwitz, Mötzow und Neue Godde. (102 Unterschriften.) Tressin und Zapplin. (71 Unterschriften.) Soldemanz und Reusin. (45 Unterschriften.) Jatzel und Leppenow. (30 Unterschriften.) Parpart und Muddeln ow. (83 Unterschriften.) Pölziv, Carlohof und Rbbecardt. (52 Unterschriften.)

8

Vahnsrow.

(38 Unterschriften)

Schmalentin.

(25 Unterschriften.)

Schwessow und Barkow.

(21 Unterschriften) Majestät!

Die unterzeichneten Vertreter der Stadt und Gemeinde Gum⸗ mersbach erachten es als ihre beilige Pflicht, in dem jetzigen kritischen Momente Ew. Königlichen Majestät ihre volle Zustimmung zu den zum Schutze der National⸗Versammlung ergriffenen Maßregeln ehr⸗ furchtsvoll auszusprechen. 8

Wenn wir die Ernennung des Ministeriums Brandenburg nicht freudig begrüßen konnten, so hegen wir doch namentlich nach den in Allerhöchstdero Proclamation vom 11ten wiederholten feierlichen Zu⸗ sicherungen nicht den leisesten Zweifel, daß uns je die bewilligten constitutionellen Freiheiten in irgend einer Weise verkümmert werden sollten. 1 Möge es Ew. Königlichen Maäjestät gefallen, die eingetretenen traurigen Konflikte durch Ernennung eines volkothümlichen Ministe⸗ riums vald zu beseitigen. 8

Gott segne Ew. Majestät! 8

Gummersbach, den 19. November 1848.

Der Bürgermeister. Die Beigeordneten. Verordneten.

Allerdurchlauchtigster, Großmächtigster König! Allergnädigster König und Herr!

In tiefster Ehrfurcht nahen die unterzeichneten Urwähler aus dem Kreise Hamm sich Ew. Majestät Königlichem Throne in dieser entscheidenden Zeit, um Allerhöchstdenselben ihre freudigste Zustim⸗ mung an den Tag zu legen zu den Schritten, welche Ew. Majestät in den jüngsten Tagen zu thun geruht haben, um dem ungesetz⸗ lichen Treiben einer Umsturz⸗Partei, welche schon seit längerer Zeit in der Hauptstadt der Monarchie ihr unheilvolles Wesen trieb, mit kräftiger Hand ein Ende zu machen.

Wir bitten zugleich Ew. Majestät ganz gehorsamst, doch auch uns zu denjenigen Unterthanen zählen zu wollen, welche den unge⸗ setzlichen Widerstand, den ein Theil unserer preußischen National⸗ Versammlung den durch die Umstände dringend nöthig gewordenen Anordnungen Ew. Majestät entgegenstellt, auf das entschiedenste mißbilligen, und in deren Herzen die treue Liebe und das feste Ver⸗ trauen zu Ew. Majestät noch unerschütterlich feststeht.

In dieser unverbrüchlichen Treue, welche schon von Alters her

der Grafschaft Mark schönes Erbtbeil war, sind und bleiben mir Ew. Majestät ergeben mit Gut und Blut, und nennen uns mit Stolz Ew. Majestät 8 ollergehorsamste Unterthanen. Uentrop, am 16. November 1848. (152 Unterschristen.)

Hobes Staats⸗Ministerium! In einer Zeit, wo die wühlerische Partei sich bemüht, auf allerlei

Weise den Glauben zu verbreiten, als wäre der größte Theil des

Volkes mit der kräftigen Handlungeweise Eines Hoben Staate⸗

Ministeriums unzufrieden und so unseren theueren constitutionellen König über die Gesinnungen Seines treuen Volkes zu täuschen, ist es Pflich aller Gutgesinnten, nicht zu schweigen. Deshalb erklären wir, daß es von allen Gutgesinnten dank⸗ bar erkannt wird, wenn dem wühlerischen Treoiben mit aller Macht ein Ziel gesetzt wird, und daß wir bis zum lebten Blu etropfen an unseren constitutionellen König von Gottes Guaden halten und Seinen Verheißungen stets trauen. Genthin, am 19. November 1848. n (33 Unterschristen.)

Hohes Staats⸗Ministerium!

Auch nicht der unglückliche Schein, als ob den Unterzeichneten durch günstigere Wendung der Dinge rie wahre Lete zu Konig und Vaterland gewachsen sei, kann und darf uns bestimmen, die unter dem 12ten d. M. gefertigte unterthänige Dank⸗Adresse langer zurückzu⸗ hatten. b

Wir Unterzeichnete sühlen uns gdrungen, uns ren Dank und

unsere Freude auszusprechen über den Muth und die Witerl nreliebe,

womit Ein bohes Ministerium den Ruf Sr. Majestät unseres Alter⸗ gnädigsten Königs angenommen und Seinem Willen gemäß in dieser verhängnißvollen Z it das Staatsruder ergrifsfen hat. Wir geben unsere ungetheilte Zust mmung zu den Schritten zu erkennen, welche Hochdasselbe Sr. Majestät angerat en und womt es den Anfang seiner Wirksamk it bezeichnet hat. Müssen wir grunosätzlich der Krone das unzweifelhafte Recht vindiziren, die vereinbarende Versammlung der Volksvertreter zu vertagen, zu verlegen, ja auch aufzulösen, wenn s das Wohl des Vaterlandes erheischt, so halten wir in vorlie en-

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dem Falle uns für überzeugt, daß beider in der Hauptstadt einge⸗

rissenen Anarchit, von w laher die empörensen Auftritie vor dem Schauspielhause so schlagende Beweise lieferten, die Verlegung der vereinbarenden Versammlung nach einem anderen Orte das gecig⸗ neiste Mittel war, um die Freiheit ihrer Berathungen zu sichern urd unhe loollen Ereignissen vorzubeugen, die nur allzu sehr zu befürchten standen und das ganze Vatertand in unabsehbares Elend hätten stüͤr⸗ zen muͤssen. Wir bitten Ein hohes Mmisterium, treu und e tschles sen im Namen Goties auf dieser Bahn zu beharren und sich mi dem Frieden eines guten ewissens über jede mögliche Mißtranens⸗ Aeußerung erbeben zu wollen. Dazu hoffen wir, es werde sich den Verurten bald die Ueberzeugung auferägen, daß es der Regierung Sr. Majestät mit der Sicherung und dem verfassungsmäßiagen Aus⸗ bau der dem Volke gewäorten Freibeiten ein Ernst sei. Sicherlich werden dann alle gutgesinnten Staatsbürger mit ihrem Vertrauen sich Einem hohen Ministerium zuwenden und sein pflichtgetreues Wir⸗ ken um so dankvarer anerkennen und segnen, je verhängnißvoller der Zeitmoment war. 3 .

Mit der aufrichtigsten Verehrung 1 1

unterthänige

(64 Uater schriften.) Wernigerobe, den 12. November 1848.

82 Pleschen, den 19. November 1848.

Königlichen Hohen Staats⸗Ministerium

zu Berlin

erlauben sich die unterzeichneten Einwohner des Kreises Pleschen hier mit offen und unumwunden zu erklären, daß sie mit vollstem Ver trauen die Maßregeln begrüßt haben, welche Hochdasselbe zur endli chen Beseitigung des in Berein zur Terrorisirung der National⸗Ver⸗ sammlung bieher bestandenen anarchischen Treibens angeordnet hat, und beffen wir mit Zuversicht, daß es hierdurch gelingen werde, eine Verfassung zum Schutze der uns verheißenen Freiheiten und zur Ab⸗ wendung der immer mehr um sich greifenden Anarchie in der kürzesten Zeit mit den Volkevertretern zu verrinboren.

. (673 Unterschriften.)

Hohes Staats⸗Ministerium! 8 Der Königliche Erlaß vom 8ten d. M., wodurch die Verlegung der National⸗Versammlung von Berlin nach Brandenburg bestimmt, um solche dem anarchischen Einfluß zu entziehen, hat bei den Einge⸗ sessenen der hiesigen Bürgermeisterei, wie die gehorsamst beigefügten, mit 358 Unterschriften bedeckten 15 Anlagen belunden, allgemeinen Beifall gesunden, welchem sich der unterzeichnete Gemeinderath. einstimmig aus voller Ueberzeugung anschließt. Marienheide im Kreise Gummersbach, Reg.⸗Bez. Köln, den 20. November 1848. (Unterschriften von 13 Gemeinderäthen.)

Anlage.

Die unterzeichneten Einwohner der Bürgermeisterei Marienheide erklären sich hierdurch mit der Königlichen Botschaft vom 8ten d. M., die Verlegung unserer National⸗Versammlung von Berlin nach Bran⸗ denburg betreffend, völlig einverstanden.

Marienheide, Kreis Gummersbach, Reaierungsbez. Köln,

den 16. November 1848. (358 Unterschriften.) Hobhes Staats⸗Ministerium! 3

Wenn wir bisher geschwiegen haben in dieser inhaltsschweren

Zeit, so geschah es, weil wir glaubten, daß der Menschen Worte

gering wiegen, wenn der Mund der Geschichte sein donnerndes .

„bis hierher und nicht weiter“ den Vötkern zuruft; weil wir uns der Hoffnung hingaben, daß end lich Thaten die angetastete Ehre des preußischen Namens wieder aufrichten und den Glauben an Recht und beilige Ordnung neu er⸗ wecken sollten. Ietzt aber, da wir sehen, daß ein hohes Ministerium die Stimmen einer, so scheint es fast, entarteten Beroee kerung erst hören will, ehe es den am innersten Lebensmorf dae, g kes zehrenden Wurm vernicht:t, so halten wir⸗ es f, Etaas⸗ auszusprechen, daß wir die jüngsten 48 Jetzt, wo die Regierung mit ungeheuchelter Freude begrüßt b ait und Nachwelt Dummheit dem Verrathe dienen muß, 8 Frgend im preußischen durch Zahlen zu beweisen, daß Ebre 82,s wir es aus, daß wir Lande nur noch leere Worte sind, jetzt sbe⸗ begonnenen Maßregeln

nur in der konsequenten Durchführung 5