1 3) Das Ministerium hat — 5 ö8öF das oberste Gebot zusammen seine Entlassung eing bt, — Stwote.
. eichwoh e . b wS gee öean hat das Portefeuille der Finanzen, Mgzarelli das der Gnade und Justiz übernommen, und so haben wir 8 der That fünf Minister anstatt sieben. Für jett ist Rom ruhig. 1500 Franzosen laviren in den Gewässern dgs Civitavecchia. Der Kommissar Latour d'Auvergne stieg an das Land und b9; mit dem Konsul Lystmach Tavernier, dann reiste zer nach Gaeta ab. Er ist ein Bruder oder Neffe des Kardinals Latour dAuvergne. Es ist außer Zweifel, daß die Franzosen von Gaeta Befehle erwar⸗ ten. Zudem haben wir sichere Nachrichten, daß 10,000 Mann Nea⸗ politaner schon in Bereitschaft sind, in die römischen Staaten ein⸗ zurücken. In verflossener Nacht kam eine Deputation aus Civita⸗ vecchia in Rom an, um das Ministerium zu fragen, was jene Stadt thun solle, wenn die Franzosen eine Landung versuchten. Das ganze diplomatische Corps ist nach Gaeta abgereist; heute folgt der mexi⸗ kanische Gesandte, Herr Montoya, nach, der einzige, der noch hier zurückgeblieben war. ver 8 See Die neuesten Nachrichten aus Neapel bestätigen nicht, daß die sicilianische Regierung Palermo in Belagerungszustand erklärt habe.
Spanien. Madrid, 9. Dez. Es ist dem General Cor⸗ dova vermittelst Auszahlung einer bedeutenden Geldsumme gelungen, den Karlistenchef Posas zu bewegen, „die Königin Isabella II. an⸗ zuerkennen“, wie die amtliche Gaceta sich ausdrückt. Dieser Posas stellte sich demmnach am 3ten mit 600 Mann in Esparraguera ein, wo der General Concha sich auf der Durchreise nach Barcelona be⸗ fand. Letzterer umarmte öffentlich den früheren Karlisten⸗Anführer, be⸗
2
1380
stätigte ihn und seine Offtziere in ihren Graben und bildete aus der Mannschaft sofort ein Bataillon, das er mit sich nach Barcelona nahm. Die volle Anzahl der in Catalonien befindlichen karlistischen Schaaren berechnen die hiesigen Blätter auf 10,000 Mann. Am Zten drangen 1500 derselben in die Stadt Santa Coloma ein und erhoben die Steuern. Eine andere Schaar von 800 Mann ging am 4ten über den Cinca und besetzte die wichtige Stadt Barbastro in Aragonien. Am 5ten wurde sie dort von 3 Bataillonen unter dem Brigadier Contreras angegriffen und nach einem hitzigen Gefecht aus der Stadt vertrieben. v
Der Finanzminister hat gestern die zur Deckung der im Januar fälligen 3 proz. Zinsenzahlung dienenden Wechsel nach London abge⸗ schickt. am 15ten angekündigt werden. p““
E111“
Die Zahlung wird in London
88bo“
Meteorologische Beobachtungen.
Abenda 10 Uhr.
Nach einmaliger Beobachtung.
1848. 17. Dez.
Nachmittags
Morgens 2 Uhr.
6 Uhr.
334,53"„Par. 324,55Par 336,21⁄Par. Quellwürme 7,79 K. + 4,50° n. + 5,6“ h. +† 3,8° hR. FIea würme 2,89 R — 1,3* n. + 2,8° n. ge 1,8 9 n. Bodenwürme 76 pct. 79 pct. 84 pct. Ausdümstung
heiter crüb regnig Niederschlag 0,051“"Rh. Sw. SSW. Würmewechael + 5,8
Wolkenrug.. SSw. — — 1,8*
Togeamittel: 335,10) Par.. 4† 4,6° K.. — 2,0° R.. 80 pot. SsW.
Luftwärme Thaupnnlct Dunstsättigung.
Königliche Schauspiele.
Dienstag, 19. Dez. Im Opernhause. 145ste Abonnements⸗ Vorstellung: Eigensinn, Lustspiel in 1 Akt, von R. Benedix. Hier⸗ auf: Die Ochsen⸗Menuett, Singspiel in 1 Akt, von G. von Hoff⸗ mann, nach einer wahren Anekdote. Musik nach Haydn's Compo⸗ sitionen, arrangirt vom Kapellmeister von Seyfriedt. Und: Mar⸗ vrr und der Postillon, Ballet⸗Divertissement in 1 Akt. Anfang halb 7 Uhr.
Mittwoch, 20. Dez. Im Schauspielhause. 208te Abonne⸗ ments⸗Vorstellung: Bürgerlich und romantisch, Lustspiel in 4 Abth., von Bauernfeld. Anfang halb 7 Uhr.
Königsstädtisches Theater.
Dienstag, 19. Dez. Die Töchter Lucifer's. Großes phanta⸗ stisches Zauberspiel mit Gesang in 5 Abtheil. (12 Tableaux), von W. Friedrich. Musik komponirt und arrangirt von Ed. Stiegmann.
Mittwoch, 20. Dez. (Italienische Opern⸗Vorstellung.) Zum ersten⸗ male: Cristoforo Colombo. Große Oper in 4 Akten, von Felice Romani. Ins Deutsche übersetzt von Emilie Seidel. Musik vom Kapellmeister der italienischen Oper, Sgr. Carlo Emanuele de Barbieri. Die neuen Decorationen des ersten, dritten und vierten Akts sind vom Decorationsmaler Herrn Schwedler. 4
Preise der Plätze: Ein Platz in den Logen und im Balkon des ersten Ranges 1 Rthlr. u. s. w.
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Kwerlinern
Rörse vom 18. nes
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WMechsel-Course.
Brief. dield.
143 8 — 2 me 142 ½ 142 ⅞ Kura 150 ⅓ 150 ½1 2 Mt. — 149 ½⅔ 3 Mü. 6 25 ¾ 6 25 ½ 8 Mt. 8 12 80*
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. 100 Thlr.
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Wien m 20 MNvr.... Augsburg.. EEEE11161A32“ „
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2 Prankfurt a. M südd. W . 100 nr. [2 mt 56 26/56 22 ebööööö“; 100 ghbIl. 3 Wochen 105 ½ — Inländische Fomcla, Psandbrief-, Kommunal- Papiere und Geldl- Course.
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Geld. Gen. 90 ½ 90 ½
Geld. Gem. Zf. Brief.
99 à pomm. Pfdbr. 3 —
St. Schuld-Sch. 3 ⅔ 77 ½ 76 ⅔ 99 ¼ Kur- u. Nm. do. 3 ½ — (Schlesische do.
K. u. Nm. Schuldv. 7 ¹ — —
Rerl. Stadt-Obl. 3 ¾8 — V „
3 ½
4
2t. Brief. Preufs. Freiw. Anl 5 — —
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Seeh. Präm. Sch. — 94
8 1 do. Lt. B. gar. 2,31 18s Pr. Bk-Anth.-Sch — Westpr. Pfandbr. 3 ½ 83 ³ V 3 Grosah. Posen do. 4 96 ¼ 96 ¾ do. 40.37 8¹½ Ostpr. Pfandbr. —
Friedrichsd'oz. — And. Goldm. à 5th. —
Disconto. —
2 4⁄41 1221
90 ½ Aeuistusdische Fondva.
Poln. neue Pfdbr. 4
do. Part 500 PI. 4 40. do. 300 PL. — Hamb. Feuer-Cas. 3 ½
do. bei Hope. 4.S. 5 do. do. 1. Anl. 4 — es do. Stiegl. 2. 4. A. 4 84 ½ 84 do. do. 5. A. 4 — — do. Staats-Pr. Anl. — do. v. Rtbsah. Lst. 5 102 ¼ 102 ¼ Holl. 2 ⅓ %ℳ Int. 2 ⅔ do. Poln. Schatz0. 4 69 67 ½ Kurh. Pr. 0. 40 th. —
Russ. Hamb. Cert. 5 8 Y
do. do. Cert. L. A. 5 81 ½ Sardin. do. 36 Fr. — do. d0. L. B. 200 Pl. — 13 ½ — N. Bad. do. 35 Pl. — Pol a. Pfdbr. a. C. 4 — —
Eisenbahn -Actien.
Stamm-Actien. Kapital. — E — Der Reinertrag wird nach erfolgter Belanntm. in der dazu bestimmten Nubrih ausgeflülllt. Die mit 3 % pCt. ber. Actien sind v. Ftaat gar.
Tages-Cours.
Börsen-Zins- Recknung. Rein-Ertrag 1842.
Prioritäts-Actien.
Xapital.
Zinssuss.
Sümmtliche Prioritäts-Actien werden durch jährliche Verloosung * 100 pCt. amortis.
Berl. Anhalt Lit. A B. 3,500,000 8,000,000
do. Hambur do. Stettin-Starg.. 4,824,000 do. Potsd.-Magd. 8. 4,000,000 Magd.-Halberstadt .. 1,700,000 2,300,000
do. Leipziger.. Halle-Thüringer 9, 000,000 12,967,500
Cöln -Minden.. do. Aachen.. 4,500,000 Bonn C00 1,051,200 Düsseld. Elberfeld .. 1,400,000 Steele-Vohwinkel. .. 1,300,000 Niederschl. Märkisch. 9,950,000 do. Zweigbahn 1,500,000 Oberschl. Lit. K. 2,253,100 do. Lit. B. 2,400,000 Cosel-Oderberg. 1,200,000 Breslau-Freiburg ... 1,700,000 Krakau-Oberschl.. 1,500,000 4,000,000
Berg.-Märk. .. Stargard-Posen 5,000,000 1,100,000
80 2 —
64 h. 88 G
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SEnSE=egeEenen
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92 ¾¼ bs. „. 6.
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x⸗⸗=⸗=ꝗqꝗ*
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Brieg-Neisse Quit᷑tungs - Hogen. Berl. Anhalt. Lit. B. Magdeb.-Wittenb.... Aachen-Mastricht ... Thür. Verbind.-Bahn
Ausl. Quittungsbog. Pesther 26 Fl. .
Schluss--Course von Cöln-Minden 79 ½ G
2,500,000 4,500,000 2,750,000
5,600,900 V
—
18,000,000 4
8,000,000 V 4 39 ¾ , 40 ½ bz. a. 6.
1,411,800 5,000,000 2,367,200 3,132,800 800,000 1,788,000 4,000,0004 ½ 3,674,500 4 ½ 1,217,000 3 ½ 2,487,250 4 1,250,090 4 1,000,000 4,175,000 3,500,000 2,300,000 252,000
248,000 1,276,600
250,000
325,000
Berl.-Anhalt.... do. Hamburg. do. FotsG.-M. 4. .„ do. do. 3 do. Stettiner
Ma deb.-Leipziger..
Halle-Thüringer ....
Cöln-Minden
Rhein. v. Staat gar..
do. 1. Priorität.... do. Stamm-Prior..
Düsseldorf-Elberfeld.
Niederschl. Märkisch.
do. III. Serie. Zweigbahn
do. do.
Oberschlesische
Cosel-Oderberg....
Steele-Vohwinkel...
Breslau-Freiburg . .
.
S9vnöEg
S8 EnNn
Ausl. Stamm-Aot.
Dresden-Görlitz ..
Leipzig-Dresden ... Ludw.-Bexbach 24 Fl. Sächsisch-Bayerische Kiel-Altona Sp. Amsterd.-Rotterd. Fl. Mecklenburger Thlr.
8 6,000,000 4,500,000 8,525,000 . 6,000,000 2,050,000 6,500,000 4,300,000
8 81
u G.
von Preussischen Bank--Antheilen 91 ½ „ 93 bz
Anfangs der Börse war die haft und alle Effekten stiegen rasch und ziemlich bedeutend.
Stimmung auch heute wieder sehr flau, und
die meisten Course blieben weichend:
erst gegen Schlufs stellte sich mehrseitige
Kauflust ein, das Geschäft wurde leb-
Auswärtige Börsen.
Wien, 16. Dez. Met. 5proz. 78 ½ — ½, . 41 ½. Anl. 34: 140 — 141. 39: 82 — 82 ½. 97⅜, a 98 ¾. Gloggn. 94 — 95. Mail. 64 — 65. 65, ¼, ½. Pesth 65 — 66. B. A. 1085 — 1090.
Wechsel: Amsterdam 157 ½ B. Augsburg Frankfurt 112 ½ — 112. Hamburg 166 B. London 11.20. Pa⸗ ris 133 ½. 1
Die Börse, durch Gerüchte aus Paris gedrückt, schloß fest und höher als gestern. Fremde Plätze mehr Briefe als Geld.
Frankfurt a. M., 16. Dez. Die niedrige Notirung von Berlin wirkte auch heute hier ungünstig auf den Stand einiger Fonds⸗ Gattungen. Preuß. Staatsschuldscheine, 5⸗ und 2 ½proz. Metallig., bad. und österr. 500 Fl. Loose und Actien der Friedrich W l[helms⸗Nord⸗ bahn waren unter den gestrigen Coursen offerirt. Belg. Obligatio⸗ nen, Zproz. Spanier und Bexbacher Actien hieltensich mehr begehrt. Alle übrigen Gattungen preishaltend. Der Umsatz war jedoch im Ganzen unbedeutend. Nach der Börse etwas fester.
5proz. Met. 70 , 70 ½. Bank⸗Actien 1210. 1202. Baden 50 Fl. L. 45 . 45 ½, do. 35 Fl. L. 25 ½. 25 ½⁄. Hessen 25 ½. 25 ½. Sard. 24 Br. Darmst. 50 Fl. L. 61 ⅛. 61, do. 25 Fl. L. 21 ⅛. 20 ¼. Span. Zproz. 1836. 18 3, Poln. 300 Fl. L. 97 G., do. 500 Fl. L. 712. 70 ⁄. F. W. Nordbahn 40 ⅛½. 40 ¾. Bexbach 66 . 66 ½. Köln⸗ Minden 80 ½. 80.
Frankfurt a. M., 16. Dez. (Wochenbericht). Das Fonds⸗ und Actien⸗Geschäft war im Laufe dieser Woche von gerin⸗ gem Umfange, und die Variationen deshalb unbedeutend. Die Ten⸗ denz ist nur eine flaue zu nennen; die am Schluß der Woche merklich höher eingelaufenen pariser Course machten nur wenig Eindruck, da unsere Börsenmänner zu dem Steigen der Renten, so wie zur fran⸗ zösischen Präsidentenwahl, noch kein rechtes Zutrauen haben und über die Folge des letzteren keine Kommentare ziehen konnten. ren deshalb im Geschäft sehr zurückhaltend, und die meisten Um⸗ sätze, welche in österreichischen, holländischen und süddeutschen Pa⸗ piere stattfanden, wurden größtentheils für auswärtige Rech⸗ nungen ausgeführt. Die im täglichen Verkehr vorkommenden Effekten, als Metalliques, wiener, kurhessische und badische Loose, so wie F. W. Nordbahn und berbacher Actien, blieben daher offerirt. Nur preußische,
2 ½ proz. 41 — Nordb. 96 a Livorno 64 ½ a
112 ½ — 112 ½.
Sie wa⸗
württemberg. und belgische Fonds waren
Für Bexbacher Prioritäts⸗Obligat. Kauf⸗Anträge eingelaufen und fast sämmtlich zu 95 ℳ% ausgeführt worden. Die 3 proz. span. Rente blieb bei lebhaftem Verkehr stationair; die am Z1sten d. M. fälligen Coupons sind zu 2 Fl. 21 Kr. pr. Piaster gemacht worden.
Im Wechselgeschäft ist der Umsatz träge; blos Amsterdam, Leip⸗ zig und Berlin in f. S. und London in 1. S. blieb begehrt. — Wien und Paris unter der Notiz offerirt. Oesterreichische Cou⸗ pons, Banknoten sind zu 107 und polnische Coupons zu 97 Kr. pr. 6 Fl. poln. gehandelt worden.
Der Diskonto behauptet sich auf 1 a 1 ½ % gesucht.
gesucht und der Cours steigend. sind von auswärts bedeutende
und bleibt dazu
16. Dez. 3 ½proz. p. C. 78 ½ Br. E. R. 98 ½ Br. Dän. 66 Br. Ardoins 8 ¾ Br., Zproz. 17 ½ Br. Hamburg⸗ Berl. 64½ Br. Bergedorf 68 Brc. Altona⸗Kiel 88 ½ Br., 88¼ G. Mecklenburg 35 ½ Br.
Bei großer Geschäftsstille waren die Preise heute etwas flauer.
Paris, 15. Dez. Sieg Bonaparte's und der Thierspartei, Zusammensetzung des neuen Ministeriums, haben eine neue bedeutende Hausse hervorgerufen.
3 proz. 45. 5 proz. 75. 40. Anleihe 75. Bank 1635. Bel⸗ ische 5proz. 81 ½. Spanische 25 ½. Nordbahn 371 ¼. Orleans 690. traßburg 335.
Hambur
Zwei neue Eskomptos und der entschiedene
3 proz. Cons. p. C. 88 ½, a. Z. 87 ½.
London, 15. Dez. Int. 48 ⅞. Porkt. 4proz. 24 ¼.
3 ½ proz. 87 ½. Span. 3 proz. 25 ⅛. Mex. 22
+8.
Engl. Fonds verfolgten ihre steigende Bewegung; in fremden
Fonds war nur wenig Geschäft. 8
Eisenbahn⸗Actien fest.
Amsterdam, 15. Dez. Der holl. Fondsmarkt war bei eini⸗ gen Geschäften in Int. etwas angenehmer. Russ. gesuchter. Oest. unverändert. In Span. war die Stimmung bei lebhaftem Handel in Ard. und 3 proz. etwas angenehmer. Mex. und Peru durch einige Gewinn⸗Realisationen etwas flauer.
„, Holl. Integr. 47 ¼, 4, , . 3 proz. neue 56 %. 4proz. ostind. 72 ¼, ⁄. Span. Ard. 9 ½, 1. gr. Piecen 9 ⁄. 3 proz. 26 ½. Cou⸗ pons 6 ⅛, ¼. Port. 4proz. 24 ¼. Nuss. alte 99, 4 roz. 79. Met. 2 ⅞ proz. 36 ½, N. Mex. 20, , 4. Peru 25 ½, .
so wie die muthmaßliche
Antwerpen, 14. Dez. Belg. Fonds blieben merkbar höher 5proz. 81 ¾8, ¼. 4 proz. 73 ½. 3 proz. 52 ½. 2 ⁄proz. 40 ⅞, X, † Span. 5proz. 9 ½. Zproz. 1D;, 1.
Madrid, 8. Dez. Keine Börse. 3 proz. 21 G. Madrid, 9. Dez. 5 proz. 10 ½.
Pas⸗
3 proz. 20 ¾ baar.
Markt⸗Berichte.
Berliner Getraidebericht vom 18. Dezember.
Am heutigen Markt waren die Preise wie folgt: Weizen nach Qualität 50 — 55 Rthlr.
Roggen loco 25 ½ — 27 Rthlr.
p. Frühjahr 82 pfd. 28 ½ Rthlr. Gerste, große, loco 22 — 23 Rthlr. 8 „ leine 18—20 Rthlr. Rüböl loco 12 ½ Rthlr. Br., 12 72 p. diesen Monat dito. p. Dez./ Jan. dito. Jan./Febr. 12 ¼ a 12 ¼ Rthlr. “ Febr. /März 12 ¼ a 12 ½ Rihlr. März/April 12 ½ a 12 ½ Rthlr. April /Mai 12 Rthlr. Br. u. IBE. Spiritus loco ohne Faß 14 ¾½ — ½ Rthlr. verk. p. Dez. 14 ¾ Rthlr. Br., 14 ½ G. Jan./Febr. 15 ¼ Rthlr. Br., 15 G. p. Frühjahr 16 ¾ — ¼ Rthlr. bez., 17 Br.
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eeg esu Sg
5 Erste Beilage
16 ““
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EE“ 1““ 174 , 20
No. 229.
N
ddn nmuin 318. 1.
8
Inhalt. Deutschland.
Preußen. Berlin. Adressen. Bundes⸗Angelegenheiten. Frankfurt a. M. Verhandlungen der verfassunggebenden Reichs⸗Versammlung. — Der Minister von Schmer⸗
ling legt seine Stelle nieder. — Truppen-Musterung.
1b Uichtamtlicher Theil
Deutschland.
Berlin. Es sind
Preußen. zugegangen:
Allerdurchlauchtigster, Großmächtigster König!
Allergnädigster König und Herr! “ CEs gewährt den Unterzeichneten eine wahrhafte und hohe Be⸗ Hebedigang, Ew. Kaigr. bv. den Ausdruck tiefempfundenen Dan⸗
es nach furzem Zeitverlauf j beitem änigst 1a S. Uann 8 üuf jetzt zum zweitenmale unterthänigst dar⸗ 1 Die durch die Verlegung nach Brandenburg an dem äußeren Zwange des Pöbel⸗Terrorismus befreite National⸗Versa umlung hat durch den ungesetzlichen Widerstand, welchen die Majorität derselben dieser Maßregel entgegensetzte, und durch die sträflichen, das Land mit Anarchie und Bürgerkrieg bedrohenden Schritte, zu welchen sie sich in blinder Leidenschaft fortreißen ließ, der Welt den zweifellosen Beweis gegeben, daß sie zur Lösung der ihr gestellten Aufgabe so unfähig als unwürdig geworden war. Durch Auflösung dieser Ver sammlung haben Ew. Königl. Majestät dem Lande eine unermeßliche Wohlthat erwiesen und dasselbe hiermit von einem Drucke be reit der wie eine fürchterliche Last alle edleren, auf wahre gesetzliche Frei⸗ heit gerichteten Bestrebungen und Hoffnungen im Lande danieder⸗ beugte und nur den anarchischen, auf Unsturz und Auflösung aus⸗ gehenden Thätigkeiten freien Spielraum gewährte. Dieser Befreiung des Landes von einem in Wahrbeit sehr großen Uebel haben Ew⸗ Königl. Majestät gleichzeit g eine Gabe von höchster Wichtigkeit, das Geschenk eines Verfassungsgesetzes, hinzugefügt, wodurch das Land nicht allein der längeren Fortdauer des ungewissen Rechtszustandes den die Zusammenberufung einer anderen vereinbarenden Versamm⸗ lung zur Folge gehabt hätte, enthoben, sondern auch vor den ferne⸗ ren Erschütterungen seiner materiellen, rechtlichen und moralischen Grundlagen ist bewahrt worden, welche eine längere Ungewißheit über die Feststellung seiner staatsrechtlichen Gestaltung ganz noth⸗ wendig würde bewerkt haben. Der Verleihung einer Verfassung welche einem solchen fast unerträglichen und verderblichen Zustande ein Ende gemacht, gebührt schon darum, selbst abgesehen von der Form der Verfassung, der größte Dank der Nation, und indem wir unsererseits solchen Ew. Königl. Majestät aus prechen, sind wir über⸗ zeugt, daß derselbe noch in vielen Tausend anderen Stimmen und Herzen Ausdruck und Wiederhall sinden werde.
In der von Ew. Königl. Majestät dem Lande gegebenen Ver⸗ fassung erblicken wir eine sehr weit gehende, ja die weiteste Erfüllung der von Allerhöchstdenselben der Nation in den Märztagen gemachten Verheißungen. Möge die Nation nun zeigen, daß sie durch weisen Gebrauch der ihr verliehenen Freiheiten einer solchen Gabe auch wür⸗ dig zu entsprechen vermag!
Aus vollster Seele aber stimmen wir in den Wunsch Ew. Kö nigl. Majestät ein, daß tie verliehene Verfassung unter Gottes Se⸗ gen zum größeren Ruhme des Vaterlandes beitragen und das durch eine Geschichte von Jahrhunderten begründete Band gegenseitiger Anhänglichkeit zwischen dem Königlichen Hause und dem getreuen Volke noch fester knüpfen und so die Wohlfahrt und Freiheit des letz⸗ teren dauerhaft begründen möge.
Ew. Königl. Majestät 1 allerunterthänigste, treugehorsamste Vorstands⸗Mitglieder des ostpreu⸗ ßischen Vereins zur W Interessen des G— Dezember 1848.
uns ferner solgende Adressen
Königsberg in Pr., den 12.
Allerdurchlauchtigster, Großmächtigster König! Allergnädigster König und Herr!
Ew. Königliche Majestät haben durch die Allerhöchsten Entschlie⸗ ßungen vom ö5ten d. M. die zur Vereinbarung der Verfassung ein berufene National⸗ Versammlung aufgelöst und dem Lande eine Ver fassung verliehen, die Ew. Majestät getreuem Volke Freiheiten ge⸗ währt, wie sie keine andere Nation in böherem Maße besitzt. Auch wir sind überzeugt, daß die Würde der Krone es nicht länger gestat⸗ tete, mit der jetzt aufgelösten National „Versammlung weiter zu ver⸗ handeln, glauben vielmehr, daß die Auflösung derselben im Interesse der Ruhe des Landes, die durch sie in der letzten Zeit im böchsten Grade gefährdet war, dringend geboten wurde. Indem Ew. Maje⸗ stät mit der Auflösung zugleich dem Volke eine Verfassung ertheilten, die alle Verheißungen des März auf das vollständigste erfullte, haben E.v. Majestät von neuem den Beweis gegeben, daß ihr landesväter liches Herz auf das wärmste für das Wohl des Volkes schlägt. So legen wir denn unseren innigsten, tiesgefühlten Dank unserem vielge⸗ liebten Könige zu Füßen und stimmen mit der ganzen Nation in den Ruf: Gott segne und erhalte den König! Ehrfurcht b“ Ew. Majestät
1 allerunterthänigste der constitutionelle Zweig⸗ Verein für den schweidnitzer Anger⸗Bezirk i t Breslau. , den 11. Dezember 1848. v1 (80 Unterschriften.)
1““
3 1121 111116“
Ew. Königliche Majestät haben in weiser Würdigung der Wünsche treuer Unterthanen eine Verfassung verliehen, welche von uns mit lautem Jubel begrüßt worden ist. Wir sehen darin die sicherste Ge⸗ währ für das fernere Gedeihen, für die wachsende Größe unseres
unter dem seierlichen Gelöbnisse, zu unserem guge 8 hause fest unt unverbrüchlich stehen zu wollen. ʒ In ti sster Ehrfurcht verharren wir 1 Ew. Königlichen Majestät irtugeborsauiste Das Ceutral-Direftorium de⸗ 8 vaterländischen Vereine Breslau, den 11. Lthzember 1848.
Allereurchlauchtigster, Großmächtigsten König! 1 Allergnävbigster König und Herr! Wö Majestat haben in dem unterm 2. Tezember preußischen Staate Allerguäbigst verliehenen Verfassungs⸗Gesepe vie hohe Zusage im vollsten Maße erfüllt, welche ber Aufruf „An meine Preußen Alle“ in den Herzen Ihrer Unterthanen er⸗ wecken durft⸗ Dankbar wird das preußische Voll seinem bochherzigen Könige oft bewährter, neu verstärkter Liebe und Hingebung anhangen, Seiner hohen Weisheit auch ferner gern vertrauen. Je tiefer wir Alle den Abgrund erkannten, an welchen Irrwahn, Leidenschaft und Parteiwuth unser geliebtes Vaterlant gebrach; hat⸗ ten, — um so voller ringt der Dank vom Herzen: “
„bem Könige Hril!“
Konige⸗
verbünceten Schlesiene.
d. J. dem
mit und
der den wahren erfüllt hat.
Auch uns, den unterz eichneten Gutsbesitzern bee breeslauer Krei⸗ ses, dünkt es dringende Pflicht, bei Verleihung vieses hohen Geschen⸗ kes Ew. Majestät die wahren Gefühle unserer Herzen auszu⸗ sprechen.
Mit Millionen Preußen rufen wir: tutionellen König und
Breelau,
„Gott segne unseren consti⸗ das theure Vaterland!“ den 14. Dezember 1848.
In teesster Unterthänigkeit.
52
“ (Folgen 18 Unterschriften.)
Allerdurchlauchtigster, Großmächtigster König! Alllergnädigster König und Herr!
Wir haben die Botschaft Ew. Königl. Majestät vom 5. d. M. — durch welche die zur Vereinbarung der Verfassung berufen gewe⸗ sene Versammlung aufgelöst und Ew. Königl. Mazestät getreuem Volke eine freisinnige Verfassung gewährt worden, mit freudig be⸗ wegtem Herzen vernommen und nahen dem Throne Ew. Königl. Ma⸗ jestät mit ehrfurchtsvollem Dank. „Aber unser Dank ist mehr als der einfache Dank für neu em⸗ pfaͤngene Wohlthaten: er kleidet sich in den Auedruck der Freude, die in diesen Gaben zu dieser Zeit abermals den Ausfluß der Weisheit von Oben und des unerschütterlichen Gottvertrauens er⸗ kennt, was Ew. Majestät Königliches Herz wie zu jeder Zeit, so auch in diesen stürmischen Tagen erfüllt, und in welchem wir uns Eins en mit unserem erhabenen Vorbilde, mit unserem Könige und Herrn.
Potsdam, den 11. Dezember 1848, Der Zweig⸗Verein:; „Mit Gott für
I1“
M König und Vaterland!“ 777 Unterschriften.)
Allerdurchlauchtigster, Großmächtigster König!
Allergnädigster König und Herr! 1e (68 Königliche Majestät haben durch die Verleibung der Ver⸗ fassungs Urkunde, welche die lang ersehnte Bestätigung der Volks⸗ rechte unter dem Vorbehalte der Revision mit den neu zu wählenden Vertretern Ihres getreuen Volks auf das bündegste ausspricht, einen hochherzigen Akt Ihrer erhabenen landesväterlichen Gesinnungen aus⸗ geübt, der auch uns mit dem innigsten Dankgefühle erfüllt.
Indem Ew. Königliche Majestät znit hohem Muthe so die Hin⸗ dernisse beseitigten, welche Parteisucht, niedrige Leidenschaften und kleinliche Juteressen unter Anwendung der verwerflichsten, dem Lande Anarchie und Verderben drohenden Mittel aufgehäuft hatten, um Ihbrem getreuen Volke die beabsichtigte Feststellung seiner Rechte noch länger vorzuenthalten, erfüllten Ew. Majestät eine erhabene Pflicht in voller Uebereinstimmung mit Allerhöchstihren landesväterlichen Verheißungen, und so in Ihrem vollsten Rechte. GSpott der Allmächtige erhalte durch seine Gnade noch lange un⸗ seren geliebten König und Landesvater. 1 In tiefster Ehrfurcht in heg Ew. Königlichen Majestät 1
treugehorsamste
Einwohner der Stadt Coesfeld
12. Dezember 1848. “ (Folgen 111 Unterschriften.) b
llerdurchlauchtigster, Großmächtigster, Allergnärigster König und Herr! 1“ „Evw. Königliche Majestät haben den sebnlichsten Wunsch jedes treuen Preußen durch Entlassung der National⸗Versammlung die eben so wenig den Willen wie die Fähigkeiten dokumentirte, die an sie gestellte Aufgabe zu lösen, nicht nur Allergnädi st berücksichtigt sondern auch geruht, dem Lande eine octroyirte Verfasfung zu verleihen, wonach Ordnung und Gesetzlichkeit und die in ihrem Gefolge sich befindenden Segnungen wieder beimisch werden müssen, die leider durch die Bestrebungen weniger Uebelthäter unserem theuren Vater⸗ laande entzogen waren. Selbst diese werden jetzt die im vollsten Maße eingetretene Erfüllung von Ew. Majestät Verheißungen aner⸗ kennen und einsehen müssen, wie schnöde sie sich gegen das von Allerhöchstdemselben gewäblte Ministerium vergangen haben. Ew. Königlichen Majestät aber für jene dem Lande erzeugte Gnade unseren tiefgefühltesten Dank ehrfurchtsvoll darzubringen, füh⸗ len wir uns gedrungen. Möge der Allmächtige Ew. Majestät seg⸗ nend umschweben und Allerhöchstderem Werke sein Gedeihen schenken. Ew. Königlichen Majestät —
1 tren geborsamste Unterthanen. Der constitutionelle Preußen⸗Verein zu Elbing, bestehend
. aus mehr als 2700 Mitgliedern. Elbing, den 13. Dezember 1848.
Coesfeld, den
Allerdurchlauchtigster, Großmächtigster Königl Allergnädigster König und Herr! Es sind die Gefühle des regsten Dankes, der tiefsten Hochach⸗ tung und des frohsten Vertrauens, welche zu äußern wir uns dem Thron Cw. Majestät ehrerbietigst nahen.
Die Besorgnisse um die Ruhe und das Glück des theuren Va⸗ terlandes, welche noch vor kurzem jedes treue Herz bekümmerten weichen jetzt den Hoffnungen, welche die Kundmachung der Verfassung erweckt.
Ew. Königliche Majestät haben
— 8 Sich edelmüthi q Ibrem Volk Freiheiten zu verleihen, 8 üthig entschlossen,
in welchen es feiner anderen
Vaterlandes und bringen dafür unseren tiefsten und wärmsten Dank
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Nation nachsteht, und dasselbe zu ermächtigen, erstärkt durch den
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Leisen Eebrauch berseiben, in Ulebeeinstanaung mit den gropmüth.⸗ 89 Aosichten Ew. Mazestät für di⸗ 2Wgoerherstellung und Grüt⸗ nag des allgemeinen Woyle wirksam sen Mögen die Segnungen, welche ke Koaigliche Mazestaͤt burch d Kundmachung Ihres Willens bu verbreiten wünschen, 29 mtichsien Maße cintreten, un. Ihrem edlen Herzen zu e“ Mit der tiefsten Ehrerbietung verharten wir Ew. Königliche Mazestät hea ireu gehorsamste Obe. Bürgermeister, Bürgermeister, Rath unt Stattverorbueieu⸗Ver [anunlung. 13, De, eucber 1848. ““
Danzig, den
Mazestat 8
Ew. Majestaät haben burch die der wildesten Enarche enigegen⸗
gestellten Maß egeln und die dem Lanbe gegebene Versassung das
Pnlerlunc gerettet In unserer Gegrne sind die Deutschen uur von
einen Grsühle beseelt, deu Gefühle der tiefsten Daukbarkeit unt ber
größten Freude. Alle bitten wir ven Allmächtigen, daß er Em Ma⸗ jestut schuße und zum Wohhle dee Baterlandes lange erhalie
Wunsch seints Volkes erkannt und Selbsteigen 2
trzelne, den 13. Dezember 1848. Der Kreie⸗ Bürger⸗ Ausschuß. Golgen die Unterschriften.)
Alecburchlauchtigster, Alle großmäüchtigstern König Allergnübigsier König unt Herr!
Die Kreis synvde Minden, an dem beutigen Lage zu ihren kuch- lichen Berathungen versammelt, kann sich nich: zurückhalten, auch ihe rerseits Ew. Majestüt den ehrfurchtsvollsten Danf auszusprechen für die beibven Königlichen Botschaften vom Sier v. M. Auch ver Kirche ist durch die von Ew. Majestät hulvpoll verliehent Berfassung alle erwünschte Freiheit zu ihrer neuen Organisation dem Staate gegen⸗ über gewährleistet. 8 Ew. Majestät werden bdiest neue Organisation der erangelischen Landeskirche mit allen Ihnen zu Gebote siehenden Mitteln in un⸗ geschwächter Liebe fördern helfen. Deß sint wir gewiß.
Wir glauben, aber unseren Dank gegen Ew. Königliche Majestät nicht besser bethätigen zu können, als indem wir den Herrn der Heer⸗ schaaren anrufen, die landeeväterlichen Absichten Em. Majestät bei Verleihung der gewährten Verfassung wit für den Staat, so für bie Kirche mit reichen Segen zu krönen. 1
Wir dürfen Ew. Königlichen Majestät versichern, daß in allen
18 Kirchen⸗Gemeinden, als deren Vertreter wir hier versammelt sind, viele, viele Herzen in unerschütterlicher Liebe, treu dem angestammten Herrscherhause von Gottes Gnaden, inbrünstig mit uns beten:
erhalte, Gott schütze, Gott segne den König, unseren Herrn! Petershagen, den 12. Dezember 1848. Die Mitglieder der Kreissynode Minden. (Folgen die Unterschriften.)
Allergroßmächtigster, 88 Allerdurchlauchtigster König! Allergnädigster König und Herr!
Als nach dem Bekanntwerden der Botschaft Ew. Majestät vom
8ten vorigen Monats Fanatismus und blinde Parteiwuth einer treu⸗ losen Fraction der National⸗Versammlung für den von ihr bewiesenen Ungehorsamn Weihrauch streute, als selbst Behörden durch das Drän⸗ gen irregeleiteter Volkshaufen sich verleiten ließen, für dieselbe Partei zu nehmen, und als noch keine Stimme in Schlesten sich erhob die von Ew. Majestät ergriffenen Maßregeln öffentlich für gerecht und nothwendig zu erklären, da schon traten wir einem ähnlichen Ansinnen von Seiten einer andersdenkenden Partei offen und entschieden mit der Bemerkung entgegen, daß wir weder in der Ernennung des Mi⸗ nisteriums B. andenburg, noch auch in der beschlossenen Verlegung des Sitzes der National⸗Versammlung von Berlin nach Brandenburg eine Ungerechtigkeit „sondern nur einen Akt der Nothwendigkeit er⸗ blicken, und daß wir deshalb dem gesetzlosen Treiben jenes Theiles der National⸗-Versammlung nicht noch Beifall zollen könnten. Wir thaten dies, weil wir wußten, daß das, was Ew. Majestät gethan gewiß auch wohlgethan sei, und weil wir den gegebenen Zusicherun⸗ gen fest vertrauten. Unser Vertrauen ist aufs berrlichste belohnt worden. Durch die Auflösung der von Pariei⸗ Leidenschaft zerrissenen ihren Beruf ganz und gar verkennenden Versammlung der Volksver⸗ treter und durch Verleihung einer wahrhaft freisinnigen Verfassung haben Ew. Majestät dem Volke mehr gewährt, als ein großer Theil desselben nach seinem bisherigen Verhalten verdient hat. — Mit Millionen gutgesinnter Staatebürger sprechen Ew. Majestät wir daher den innigsten und tiefgefühltest n Dank dafür aus und fügen nur noch die Verstcherung bei, daß uns auch für die Folge nichts in “ Treue und im Gehorsam zu Ew. Majestät wankend machen wird. In tiefster Ehrfurcht ersterben wir Ew. Majestät allerunterthänigste. Der Magistrat.
1
Ottmachau, den 9. Dezember 1848.
1 Majestät!
;S National⸗ Versammlung, welche in 6 Monaten keine Ver⸗ einbarung einer Staats⸗ Verfassung mit Ew. Majestät Ministern zu Stande bringen konnte, ist ausgelöst, — eine Staats⸗Verfassung von Ew. Majestät gegeben. Eine neu einzuberufende National⸗Versamm⸗ lung soll durch Revision eine Vereinbarung zu Stande bringen. Drei weltgeschichtliche Bestimmungen sind durch den kräftigen Willen Ew. Majestät in der kurzen Zeit weniger Tage angeordnet.
Wer an Erfüllung Ew. Majrstät Verheißungen nie zweifelte, dessen Glaube ist eine Wahrheit geworden, und wer daran zweifelte, muß zum Vertrauen zurückkehren.
Das ganze Vaterland wird seinen Dank aussprechen. Im Her⸗ zen der treuen Pommern steht das Vertrauen zu Ew. Majestät un⸗ wandelbar fest.
„Wir legen unseren tiefgefühlten Dank zu den Füßen E Ma⸗ jestät Thrones ehrfurchtsvoll mieder. 11 Greifenhagen, den 12. Dezember 181I.
. (Folgen 64 Unterschriften.)
Alleerdurchlauchtigster, Großmächtigster König 1s w. hacig, e 1“ Allergnädigster König und Herr! m inde haffun Ew. Majestät ee “ — e Verfassung zember d. J. dem preußischen Volke seine Rechte und Nommen. S wahene . JvDees⸗ ungeschmälerte Erfüllung der gegeksammlung und die gen wird die Wiederherstellung der Ruhe und H 9 und somit des staatlichen Gedeihens im Gefo/
Das neue Verfassungswerk beurkund⸗