1860 / 67 p. 2 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

“]

welche die Regierung in Bezug auf Italien und Savohen befolgt

vorerst nach, welches der Stand der Savohyen⸗ Frage war, als die jetzige Regierung ins Amt trat. Zu diesem Zweck verliest er Auszuge aus dem Blaubuch, aus denen hervor⸗ Zeht, daß es Lord Malmesbury nicht gelungen war, eine sehr beruhigende Versicherung über Savoyen von der französischen 92 zu erlangen. Capitain Harris schreibt aus der Schweiz, daß weder er selbst noch der Präfident die Lord Cowley gegebene Erklärung befriedigend finde. Und am 30. April 1859 ersuchte vord Malmesbury den britischen Gesandten in Paris sich zu erkundigen, ob etwas Wahres an der Nachricht sei, daß Frankreich und Sardinien einen Vertrag geschlossen hätten, der die Ab⸗ tretung Sabvoyens stipulirt. Graf Walewski erwiederte dem britischen Gesandten, daß zur Stunde kein Vertrag bestehe; daß ein Of⸗ fensiv⸗ und Defensiv⸗Vertrag nothwendig werden dürfte; die Ge⸗ bietsfrage berührte Graf Walewski mit keiner Sylbe. Auf diesem Punkt faͤhrt Lord J. Russell fort fanden wir die Frage vor, als wir ins Amt traten. Nun lautet die erste Beschuldigung, die man gegen uns erhebt, dahin, daß wir die Einverleibung Toskana'’'s und der Ro⸗ magna in Sardinien betrieben und dadurch den Grund zur Einverleibung Saboyens in Frankreich legten. Aber diese Anschauung ist eine grund⸗ falsche. Unsere Politik verlangte weder die Annexion Mittel⸗Italiens an Sardinien, noch das Gegentheil; sie verlangte einfach, daß die Entschei⸗ dung dem italienischen Volke überlassen bleibe. Ich erhielt z. B. durch Lord Cowley eine Botschaft vom Grafen Walewski, worin es hieß, ich würde hoffentlich das Meinige thun, damit der toskanische Agent (der Marquis v. Lajatico) die provisorische Regierung von Tos⸗ kana bewege, sich mit der Rückberufung des Sohnes des Großherzogs Leopold zu befreunden und mit einer liberalen Verfassung und den toska⸗ nischen Farben zu begnügen. Der Marquis v. Lajatico, ein so redlicher und hochgesinnter Mann, als mir je begegnet ist, erwiderte auf meine Vorstellungen, daß der Erzherzog Ferdinand durch sein Benehmen zur Zeit der Schlacht von Magenta, wo er im Fall einer franzöfischen Niederlage mit einer Abtheilung österreichischer Truppen gegen Florenz marschiren wollte, und dadurch, daß er den Kaiser von Oesterreich in der Schlacht von Solferino begkeitete, die Liebe des Volkes ganz eingebüßt habe. Dies schien mir ein vernünftiger Einwand gegen einen Restaurationsversuch. Später erfuhr ich durch Lord Cowley von einer neuen Combination, nämlich der Bildung eines be⸗ sondern mittelitalienischen Königreichs. Der Kaiser der Franzosen, hieß es, würde mit diesem Plane zufrieden sein und denselben der österreichi⸗ schen Regierung vorlegen. Andererseits hörte ich, daß Oesterreich darauf unmöglich würde eingehen können. Und wäre auch die britische Regie⸗ rung damit einverstanden gewesen, so mwüßte sie doch wissen, ob die Führer der italienischen Nation das Projekt billigten. Diese aber sagten, daß Sardinien den Papst ruhig in der Romagna herrschen lassen könnte, wenn Venetien mit zu einem freien Nord⸗Italien gehörte; beim jetzigen Stande der Dinge jedoch würde ohne Romagna und Toskans und mit den Mincio⸗ Forts in der Flanke es biel zu schwach sein, um seine Unabhängigkeit zu behaupten. Unter diesen Umständen konnten wir nicht anders, als uns dafür erklären, daß man dem Annexionswunsch der Mittel⸗Italiener Ge⸗ Hhör ean 98888. Anschuldigung ist, daß ich gegen die mir längst be⸗ kannte Absicht des Kaisers, in einem gewissen Fall Savoyen zu fordern, erst im Januar das Wort ergriffen habe. Dieser Angriff stützt sich auf eine bloße Datenverwirrung, denn am stärksten, vielleicht stärker als nöthig, sprach ich gegen die Annexion am 5. Juli 1859. Graf Walewski aber sagte zu Lord Cowley und wiederholte es 3 oder 4 Mal, daß erstens die Annexion Toskana’'s an Sardinien (welche die Annexion Savoyens an Frankreich bedingen würde) eine Unmöglichkeit wäre und nie erlaubt werden könnte; und mehr als einmal deutete er an, daß im Fall des Beharrens in diesem Vorsatz die französische Armee einem Einmarsch österreichischer Truppen in Toskana nichts in den Weg legen würde. Graf Walewski hielt an der Wahl zwischen Restauration oder einem mittel⸗ italienischen Königreich fest, so daß seiner Ansicht nach die Nothwendigkeit der Annexion Sabohens nie eintreten konnte. Wäͤre es nicht ungereimt gewesen, gegen eine in seinen Augen unmögliche Combination zu eifern? Im Januar hingegen, als die Frage durch die Andeutungen der franzö⸗ sischen Zeitungspresse und die Besorgnisse der Schweiz eine neue Gestalt gewann, wiederholten wir unsere Gegenvorstellungen ebenso lebhaft wie im Juli. Daß wir bei Uebersendung der 4 Vorschläge an die Groß⸗ S. nichis von den Abfichten Frankreichs in Bezug auf Savohen sag⸗ 805 bedeöht ic von selbst; diese Mittheilung war Sache Frankreichs. der Vorwurf, daß wir die Unabhängigkeit Italiens mit einem Eifer betrieben haben, als ob es eine englische Frage wäre kann nicht ernst gemeint sein. Es ist dies eine europaͤische Frage; als solche wurde sie auf dem Pariser Kongreß von 1856 anerkannt; und ein Glück wäre es für Oesterreich wenn es damals auf unsere Warnungen gehört und nicht beschlossen hätte, die Occupation Bolognas fortzusetzen und die Lombardei in alter Weise fortzureg seren Wir haben ben Einfluß Großbritanniens für ein europäisches d.* sse aufgehoten und haben auch dies auf friedlichem Wege ethan. ““ uns beschieden war, indem wir für ein 1Geehee es ins auch britisches Interefse wirkten, zugleich zur Aufrichtung einer 18 8 e⸗ 2 drückten Nation beizutragen, die vermöge ihrer geistigen mäͤralischen veen zu 1 ö] Familien der Menschheit gehört, so 3 2 mi⸗ 3 9 Iur b 3 Verantwortlichkeit dafür eeeheh gen. zu. c gen her 2 68 Antheils gedenken, den ich an der Herbeifüͤhrung riefes Resul⸗ tats gehabt haben mag. Mr. Whiteside kans nicht u nhin zu bemerken, daß die Regierung obgleich sie im Juli 1 mmn Absichten Frankreichs gewußt, eich sie vor Z. ve essen Dezember Le,. 1 8 18, EEE1“ e urde, doch ni esti 1 zri⸗ ApF. e bis zum 27. icenns,ghe und d Wegug rage ertheilt habe. Hi schläge - briti zvaserung hatten den franzöͤsischen 221 L 2 ahn, neegs lage verändert sei, und baß, da Sardinien FFelata 8. b woll 1 2 4 nexion Saboyens folgen müsse. Mr. Mil Milnes, Mr. B. Cochrane, Mr.

hat. Er weist

holen ihre bekannten Ansichten. Endlich erhebt sich Lord Pal

und bemerkt, daß die Regierung bis zu vllch Febrch e greß über die italienischen Angelegenheiten entgegensah; auf einem solchen Kongreß wäre der Ort und die Zeit gewesen, gegen ein Arrangement, wie die Abtretung Savoyens, anzukämpfen, während eine lebhafte Korrespondenz darüber zu nichts hätte führen können. 8 Ferscfe nicht, „warum man seinem edlen Freunde (Russell) eine zu EWee vorwerfe. Der Gegenstand bedürfe einer sehr umsichtigen Savoyens die Interessen Englands so sehr und direkt berühren würde um einen Krieg deshalb PerAsern Phearen zu Uüsen. ühreenghrts. erweiterung würde Frankreich nicht zu einer für England furchtbarern Macht erheben. Eine feindliche Liga gegen Frankreich um Saboyens willen zu bil⸗ den, wäre ebenfalls ein unpolitischer Gedanke, wäre ganz das unrechte

nichte geworden, schien eine freimüthige Auseinandersetzung mit Frank⸗ reich. Dies war die Politik seines edlen Freundes (Russell) mit dessen Ansichten über die Savoyen⸗Annexion er vollkommen überein⸗ stimme. Er glaube nämlich, daß Frankreich, wenn es auf seinem Plan bestände, einen großen Fehler begehen und den Ruhm seines italienischen Kampfes außerordentlich trüben würde. Von den für die Annexion an⸗ geführten Gründen sei keiner stichhaltig. Die Besorgniß eines 36 Millio⸗ nen Menschen zählenden militairmächtigen Staates vor der Macht eines Nachbars von höchstens 11 Millionen wird Niemand ernst erscheinen Die sogenannten natürlichen Grenzen seien, wie die Geschichte lehre keine Schutzwehr. Der Gedanke an eine Liga zur Invasion Frankreichs mit Sardinien als Mitglied sei ein Traum oder eine Chimäre. Das Prinzip der natürlichen Grenzen aber werde eine Gefahr für Europa scheinen zumal wenn der Staat, der die Grenzen vertangt, selbst darüber urtheilen will, wo die natürlichen Grenzen anfangen oder aufhören. Eben so ge⸗ fährlich erscheine ihm das Prinzip der Sprachgemeinschaft. Für die Sicherheit der Schweiz im Falle der Abtretung Savoyens habe die Re⸗ gierung noch keinen Schritt thun können, denn wenn man beginne von

kämpfen wolle, so schwaͤche man seinen eigenen Standpunkt. Es werde dazu Zeit genug sein, wenn die Abtretung unvermeidlich sein sollte. Noch

denn der Kaiser Napoleon habe zugesagt, sie nicht durch Waffengewalt, nicht ohne Zustimmung des sardinischen Königs 85 des acahe enes 8* endlich nicht ohne Konsultirung der Großmächte vornehmen zu wollen. Fenc bis Großmächte in leidenschaftsloser und freundlicher Weise von de

Annexisn abrathen, so wie England gethan, so werde wahrscheinlich Fran

. im Interesse seines eigenen Nuhmes das Projekt fallen lassen. Lord Palmerston vertheidigt zuletzt den Grafen Cavour, den frühere Redner angegriffen hatten, und erklärt ihn für einen der ausgezeichnetsten Patrioten, welche die Geschichte irgend eines Landes aufzuweisen habe.

M ihr Verhalten ziemlich abweichende Entschuldigungs⸗Gründe angefüh häͤtten. Er selbst habe die Abtretung Savoyens nie als einen Kriegsfall oder nur als Anlaß zu einer Verrindung gegen Frankreich darstellen wollen, sondern nur einen Protest dagegen nothig erachtet. Mit großer Emphase und zahlreichen Wiederholungen spricht er seine ei; 11“ vor der Politik des Kaisers Napoleon aus. England Kaäiser den leisesten Vorwurf zu machen, denn er ichsten Offenheit gegen die englische Regierung verfahren, ähren diese dem englischen Parlament und der englischen Nation -v⸗en mit verdächtiger Heimlichkeit gehandelt habe. Mr. Kinglake ist erfreut über Lord Palmerstons Versicherung daß die Annexion Savoyens nur mit der Zustimmung der Großmaͤchte er⸗ folgen solle; diese Zustimmung würde der Maßregel den Stachel der Ge⸗ fährlichkeit benehmen. Aber Lord J. Russell's Gegenvorstellungen feh trotzdem der Charakter der Realität, so laut sie klängen, und deshalb habe Frankreich wenig Notiz von ihnen genommen. Mr. Osborne spricht gegen die italienische Politik der Regierung, insofern ihre Intervention in, Italien dem Kaiser Napoleon Gelegenheit zu Vergroͤßerungen Frank⸗ reichs gebe eine Gelegenbeit, deren Benutzung einem Monarchen übel zu nehmen, Heuchelei oder Salbaderei wäre. Nach Vorlegung der Aktenstücke wird die Sitzung nach 10 Uhr Abends da nur 37 Mit⸗ glieder zugegen sind durch Auszahlung des Hauses geschlossen. Gestein Abend hat Lord John Russell neuerdings Akten stůcke über die italienischen Angelegenheiten dem Hause vorgelegt. Dieser dritte Theil des Blaubuchs über Italien umfaßt Korre⸗ spondenzstücke, welche in die Zeit zwischen dem 17ten des vorigen und dem 9ten des gegenwärtigen Monats fallen. Sie reichen somit bis zum Schlusse der verflossenen Woche. Die meisten der⸗ felben beziehen sich auf die neuesten französischen Vorschläge, die durch Mr. Thouvenel’s bereits veröffentlichte Depeschen an! die franzosischen Gesandten in London und Turin bekannt sind. Der Herzog von Montpensier ist gestern Abend auf dem spanischen Kriegsdampfer „Alava“, von Corunna kommend, in Plymouth eingetroffen, und ist heute Morgens von daselbst nach Elaremont gefahren, um seine Mutter zu besuchen. 8 Die Geldsammlungen für den Papst haben in Dublin allein bis jetzt eine Höhe von 15,000 Pfd. erreicht. Die Ausweise de übrigen irischen Kirchspiele sind noch nicht bekannt.

11 Frankreich. Paris, 14. März. In der gestrigen Sitzun des gesetzgebenden Körbers wurden neun Gesetzentwürfe eingebracht. Der erste bezieht sich auf die 40 Millionen, welche zu Darleher für die Erneuerung und Verbesserung des Industrie⸗Materials ver wandt werden sollen. Ein zweiter betrifft den Zolltarif für Wolle

Baumwolle und andere Rohstoffe, ein dritter die Aufhebung des

Horsmann, Lord H. Vane, Mr. D. Griffith und Mr Kinnairs wieder. Acheln und Stangen, welche Artikel von nun an ganz frei sollen

Niemand werde behaupten wollen, daß die Abtretung publizirt heute den Wortlaut des Gesetzentwurfes über die algeri⸗

Mittel zum Zweck. Die allein richtige Politik, nachdem der Kongreß zu-

der Modification einer Maßregel zu sprechen, die man ganz und gar be-⸗

sei aber die Möglichkeit vorhanden, daß die Annexion unterbleiben werde,

für. Disraeli behauptet, daß Lord John Russell und Lord Palmerston

machung für die

London, Donnerstag, 15. März, Abends. Bur.) In der so eben stattfindenden Sitzung des Oberhauses beantragte Lord Taunton, daß das Haus die vom Unterhause erlassene Adresse in Bezug auf den Handelsvertrag mit Frankreich billige. Er entwickelte die Vortheile, welche durch Letzteren Eng⸗ Malmesbury, Overstone, Derby greifen den Handelsvertrag an, Wodehouse und Argyll ver⸗ theidigen denselben aus politischen, finanziellen und kommerziellen Gründen.

port⸗Verbotes auf Gerberrinde, Brennholz, Holzkohle, Hanf⸗

ausgefuͤhrt werden dürfen. Ein vierter Gesetzentwurf weist dem Minister des Innern 933,852 i Fr. als Staatsbeitrag zu den Aus⸗ gaben für die Munizipal⸗Polizei von Paris an. Die übrigen Entwürfe sind nicht von allgemeinem Interesse. Der „Moniteur“

schen Eisenbahnen. 4 16.“ Der Herzog Beauffremont, Senats „Mitglied, ist, 68 Jahre alt, gestorben. Bei der Schlacht an der Moskwa war er Murats Adjutant, 1814 Commandeur der Ehrengarde des Grafen von Artois, während der hundert Tage wieder an Murats Seite, dar⸗ auf in russischen Diensten und dann einige Zeit in Unthätigkeit, bis ihn Napoleon III. zum Senator ernannte und mit dem Com— mandeurkreuze der Ehrenlegion dekorirte.

Die Absonderung der Tabaks⸗Verwaltung vom Zoll⸗Departe⸗ ment war durch den Umfang der von Jahr zu Jahr wachsenden Geschäfte geboten. Es giebt jetzt im Kaiserreiche 14 Tabaks⸗Manu⸗ fakturen, 2 Magazine für auslaͤndische Blätte (Marseille und

Vordeaux), außerdem noch 3 in Algerien und 11 Tabakskultur⸗

J ionen. 1 Juspedie gepanzerte Fregatte „Normandie“ wurde am Sonnabend zu Nantes vom Stapel gelassen. Sie ist 80 Metres lang und wird 36 schwere Geschütze und eine Schraubenmaschine von 900 3 ft erhalten. 9 üe Aus Madrid vom 14. März wird telegraphisch gemeldet: „Zahlreiche Kabylenschwaärme griffen das verschanzte spanische Lager vor Tetuan an, wurden jedoch mit Nachdruck zu⸗ rückgeschlagen. Hierauf wurden die Stellungen des Feindes ge⸗ nommen und die Fliehenden eine halbe Wegstunde weit verfolgt. Die Verluste der Kabylen werden als betrͤchtlich bezeichnet.“ Italien. Turin, 12. März. Fanti hat neuerdings einen außerordentlichen Kredit erhalten. Das Kürassier⸗Regiment Pie⸗ monte reale, 2 Batterien Artillerie und 2 Bataillons Bersaglieri sind nach Genua abgegangen; ein Infanterie⸗Regiment soll folgen. Genua, 11. März. Alle Handelsschiffe, welche hier leer lagen, sind nach dem Schwarzen Meere abgegangen, um Getreide zu laden. Die von hier nach Novara abgegangenen Truppen haben am Tage vor ihrem Abmarsche den Befehl erhalten, ihre Regi⸗ menter auf den Kriegsfuß zu setzen. Hier treffen für die französi⸗ schen Truppen nicht nur Proviantsendungen ein, sondern es kommen noch neue Truppen an. 18 . is 11 L“ Uaärz. Das Refultat der Abstimmung in den Herzogthümern ist beinahe vollständig bekannt. Von ĩ73,303 einge⸗ schriebenen Votanten haben Getet für die Annexion, 165 für ein abgesondertes Königreich gestimmt.. 8 . I’ agen, 13. März. Eine Bekannt⸗ Armee vom 12ten d. lautet: Der Generalstab hat dieses Jahr eine „Generalkarte über Süd⸗Jütland in 1:240,000 derwahren Größe, welche das Herzogthum Schleswig und Theile des Amtes Ribe in sich faßt“ herausgegeben. Wo die auf eee. angegebenen Ortsnamen in Dienstsachen vortbmüest, soll die auf der Karte angewandte Schreibart befolgt werden. Flensburg, 14. Mäarz. In der heutigen itzung 8 Stände⸗Versammlung fand u. A. die Schiusberzthang Ceer 5 Proposition des Abg. von Rumohr aegen Möthchüng der üsre wissenschaftliche schleswig⸗-holsteinische Vereine un gege Schriften z. B. den schleswig „holsteinischen Almanach erlo Verbote statt. Es wurde mit 26 gegen 13

Stimmen beschlossen, die Proposition der Regierung zur Berücksichtigung zu empfehlen. Amerika. New⸗Vork, 26. Februar.

In der gestrigen Sitzung des Senates kam de

Noth der Tevaner zur Sprache und wollte Senator Wigfall, daß der Präsident Buchanan 1““ werde, ein Regiment texanischer Freiwilliger zur Abwehr der mexi⸗ kanischen Banden den Präsidenten mit einer solchen —, er den hee; b Tagesordnung übergegangen wurde. 8 meinsamer Feend, die Navajos⸗Indianer, haben am fg eg 8 Krieg eröffnet und Amerikaner und Mexikaner In letzten Jahre war ein Vertrag. mit denselben Pergbrshe wor ün. der Senat hat ihn aber nech nicht ratifizirt. Jetzt 6 zwungen sein, die Verhandlungen wieder aufzunehmen. 1 v. krieg am Rio grande soll der texanische Gouverneur Hoötss V es wurden in Washington Nachrichten von ihm erwartet, 58 1 dann weitere Maßregeln zu beschließen sein werden. u“ ies derselbe Houüston, den eine telegraphische Nachricht auf die

rung von Meniko ausrücken ließ.)

Pesth, Freitag, 16. März, Morgens. (Wolff's Tel. Gestern versuchten ungefähr 200 Studirende Demonstrationen 8 Kirchen und auf Friedhöfen. Die Polizei nahm Verhaftungen vor. Als man die Verhafteten zu befreien versuchte, wurde von den

So groß ist aber die Abneigung, Macht zu bekleiden, daß über den

)

land geboten werden.

Die Adresse wurde angenommen.

(Wolff's Tel.

London, Freitag, 16. März, Vormittags. (Wolff's Tel.

Bur.) Die heutige „Times“ theilt mit, daß der schweizerische Ge⸗ sandte in Paris Herrn von Thouvenel eine Depesche überhän⸗ digt habe, durch welche die Schweiz gegen die Einverleibung Sa⸗ voyens in Frankreich protestirt. Die Schweiz wird eine Note an die Mächte, welche die Verträge von 1815 unterzeichnet haben, richten, in welcher sie sich für die Beibehaltung des status quo in Savoyen ausspricht und Garantien für die Neutralität der Schweiz und eines Theiles von Savoyen fordert.

Zunm Staatshaushal

schlagt im Allgemeinen auf 6,471,303 Thlr. mehr.

Steuer⸗ und General⸗Staatskasse

ts⸗Etat für das Jahr 1860.

Die Etats 1) für das Finanz⸗Ministerium, 2) für die ver⸗

schiedenen Einnahmen bei der allgemeinen Kassen⸗Ver⸗ waltung; 3) für die Münze. Die Ausgaben bei dem Finanz⸗Ministerium sind für 1860 veran⸗

Davon betragen: Kit. 1.

1 Besoldungen und andere persönliche Aus⸗ gaben 2) sächtiche und vermischte Ausgaben

gegen 1859 um 115,505 Thlr.

Central⸗Verwaltung, General⸗Verwaltung der

ggegen 1859

157,360 + 5700 18,500 + 500

in Summa Tit. I.

175,860 + 6200

Tit. II. Allgemeine Wittwen⸗

656,680 7420

Verpflegungs⸗Anstalt. An Zuschuß Tit. III. Passiva der General⸗ Staatskafse. SSn-2e 2 1 1) Renten und Entschädigungen für aufge⸗ hobene Rechte und Nutzungen, und zwar: .a) Renten und Entschädigungen an Fürsten und Standesherren fuͤr abgetretene Rechte und Besitzungen... an die Tilgungskasse zur terung der Ablösung der lasten in den Grafschaften genstein⸗ Berleburg und Wittgen⸗ stein⸗Wittgenstein, Zuschuß zur Amor⸗ tisation der ausgegebenen Schuldver⸗ schreibungen, so wie an Zuschuß zur Ablösung der Domainen⸗Amortisations⸗ Nenten aus den Kreisen Heiligenstadt, Mühlhausen und Worbis Entschädigung für Aufhebung der Sund⸗ und Beltzökle *) 2 25. an sonstigen Renten und Entschädi⸗ gungen für aufgehobene Zölle und an⸗ dere Berechtigungen.. . Zuschuß zur Verzinsung und Tilgung ver⸗ schiedener vom Staate mit übernommener Provinzial⸗ und Kommunalschulden a) zur Tilgung der ständischen Schulden der Niederlausitz . b) zur Verzinsung und Abtragung der Schulden der Stifter Merseburg und Naäaumburg . oe) der Stadt Königsberg zur Regulirung

140,151 897

12,000

ihres Schuldenwesens bis 1862 .. in Summa Tit. III Tit. IV. Pensionen und Kompetenzen. 1) Eivil⸗Beamten⸗Pensions⸗Fonds: 1 2) Pensionen fuͤr emeritirte Civil⸗Staats⸗ diener. . H * b) Civil⸗Staatsdiener⸗ Pensionen, ü⸗ er welche bei eintretender Erledigung nicht

579,232

117,000

wieder disponirt wird Summa Tit. IV. Außer den vorstehenden

*) Diese Entschäͤdigung ist in und 1. Oktober jeden Jahres mit erste Rate am 1. 8. zahlen. Die Kündigung und 2 innerhalb dieses Zeitraums is Bis zum Schlusse des I

Waffen Gebrauch gemacht, wobei einige Verwundungen vorkamen. Die Bevölkerung betheiligte sich nicht

tragenden Entschäͤdigungskavitale 286,902 Thlr.

O 1857 und die letzte Rate am 1 8 Rshrba Ibtragung des Refiduums in einer Summe

st der preußischen Regierung vorbehalten.

Thlr. 1,717,000

1,717,000 Thlr. sind für 1860 etatsmäßig

in halbjährigen Raten em 1. Ayril 121,131 Thlr., und zwar die

* April 1877 zu

Jahres 1859 sind von dem 3,330,020 ¾ Tblr. be⸗

abgetragen worden.