1860 / 143 p. 3 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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11.“ 1 4 barsli m⸗ [1225] v“ Der Arbeitsmann Rudolf Hermann Gott⸗ fried Olschke, am 27. Mai 1831 hierselbst geboren, ist durch rechtskräftiges Erkenntniß des unterzeichneten Gerichts vom 31. Dezember 1859 wegen Diebstahls im Rückfalle zu einer drei⸗ monatlichen Gefängnißstrafe verurtheilt worden. Derselbe hat sich vor Vollstreckung seiner Strafe aus seiner letzten Wohnung, Ackerstraße 56 hier⸗ selbst, welche er im Februar d. J. inne hatte, entfernt und ist sein gegenwärtiger Aufenthalt unbekannt.

Wir ersuchen daher alle Civil⸗ und Militair⸗ Behörden des In⸗ und Auslandes dienstergebenst, auf den ꝛc. Olschke zu vigiliren, denselben im Betretungsfalle zu verhaften und an die nächste Gerichtsbehörde, welche hierdurch vorbehaltlich besonderer Requisitionen um vorläufige Voll⸗ streckung der vorgedachten Gefängnißstrafe er⸗ sucht wird, abliefern, auch Mittheilung davon sogleich hierher gelangen zu lassen.

Wir versichern die sofortige Erstattung der dadurch verursachten Auslagen und den verehr⸗ lichen Behörden des Auslandes eine gleiche Rechtswillfährigkeit. Beerlin, den 11. Juni 1860. Königl. Kreisgericht, I. (Kriminal⸗) Abtheilung.

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1 11 1226 Offene Requisition. 8 Abnigl Kreisgericht, I. Abtheilung, zu. 8 1 Perleberg, den 12. Juni 1860. Der Zieglermeister Friedrich Wilhelm Werber, der sich zuletzt in Wittenberge auf⸗ hießs ist durch unser Erkenntniß vom 21. Okto⸗ er 1859, bestätigt durch Erkenntniß des Koͤnig⸗ lichen Kammergerichts vom 12. Januar 1860, wegen Untreue zu drei Monaten Gefängniß und 50 Thlr. Geldbuße, im Falle des Unvermögens zur Zahlung zu noch einem Monat Gefängniß und Untersagung der Ausübung der bürger⸗ lichen Ehrenrechte auf ein Jahr verurtheilt worden. Der jetzige Aufenthalt des ꝛc. Wer⸗ halb alle Civil⸗ und Militairbehörden ergebenst, auf denselben zu vigiliren, ihn im Betretungs⸗ falle verhaften und an das nächste Koͤniglich preußische Gericht, welches um Vollstreckung der Gefängnißstrafe gebeten wird, abliefern zu lassen. Signalement des ꝛc. Werber. Religion: evangelisch. Alter: 36 Jahre. Sprache: deutsch. Körperbeschaffenheit und Be⸗ kleidung kann nicht angegeben werden.

[1238]

1 1e Domainen⸗Verpachtung.

Das im Sternberger Kreise des Frankfurter

egierungs⸗Bezirks, circa 2 Meilen von Frank⸗ furt a. O. belegene Domainen⸗Vorwerk Neuen⸗ dorf nebst Neben⸗Vorwerk Drenzig, mit einem Areal von rund 2346 Morgen, worunter 2098 Morgen Acker, soll in Verbindung mit 112 Mor⸗ gen Eilangwiesen und einem Warthebruchgrund⸗ stück von 144 Morgen auf 18 Jahre von Jo⸗ hannis 1861 ab bis dahin 1879 anderweit im Wege des oöffentlichen Meistgebots verpachtet werden.

Hierzu ist ein Licitationstermin auf den 27. September d. J., Vormittags 1 11 Uhr,

im Regierungsgebäude, Wilhelmsplatz Nr. 19 hierselbst, vor dem Regierungsrath Bredow an⸗ beraumt.

Das Pachtgelder⸗Minimum ist auf 2500 Thlr. festgesetzt und zur Uebernahme der Pacht ein disponibles Vermögen von 16,000 Thlrn. erfor⸗ derlich. Die Verpachtungs⸗Bedingungen und Licitationsregeln können nebst den Karten und Vermessungsregistern in unserer Registratur ein⸗ gesehen werden. „1„

Frankfurt a. O., den 14. Juni 1860. 6 Königl. Regierung, Abtheilung für die direkten

Steuern, Domainen und Forsten. 8. [727] Ediktal⸗Citatiohn.

Auf die Anklage der Staats⸗Anwaltschaft vom 9. Januar er, ist gegen die unten naͤher bezeich⸗ neten Angeklagten wegen Verlassens der Köͤnig⸗ lichen Lande ohne Erlaubniß, um sich dadurch dem Eintritt in den Dienst des stehenden Heeres

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zu entziehen, die eingeleitet und haben wir zum mündlichen Verfahren einen Ter⸗ min auf

den 13. Oktober d. J., Vormittags

9 Uhr, 9 an unserer hiesigen Gerichtsstelle, Hausvoigtei⸗ platz Nr. 14, anberaumt, wozu die Angeklagten, deren jetziger Aufenthalt theils unbekannt, theils im Auslande belegen ist, mit der Aufforderung vorgeladen werden, zur festgesetzten Stunde pünkt⸗ lich zu erscheinen und die zu ihrer Vertheidigung dienenden Zeugen und sonstigen Beweismittel mit zur Stelle zu bringen oder solche uns der⸗ gestalt zeitig vor dem Termine anzuzeigen, daß sie noch zu demselben herbeigeschafft werden können. 9 1 b

Erscheinen die Angeklagten nicht, so wird mit der Untersuchung und Entscheidung in contu- maciam verfahren werden.

1) Johann Friedrich Klockow, am 27. Januar 1831 zu Ahrensfelde geboren,

2) Carl Heinrich Wilhelm Köhne, genannt Scheffler, am 2. Juni 1834 zu Ahrensfelde geboren, 8

3) Henschel Louis Arnim, am 1. August 1835 zu Bernau geboren,

4) August Ferdinand Theodor Graupner, am 25. März 1831 zu Bernau geboren,

5) Johann Ludwig Wilhelm Hörnicke, am 14. März 1836 zu Bernau geboren,

6) Friedrich Wilhelm Reinhardt, am 23. Juli

833 zu Bernau geboren,

7) Johann Friedrich August Umlauf, am 14. März 1834 zu Bernau geboren,

8) Christian Friedrich Wilhelm Below, am 26. März 1831 zu Biesdorf geboren,

9) Wilhelm Carl Feder, am 28. September 1834 zu Französisch⸗Buchholz geboren, Carl Gottlieb August Roßdorf, am 29. No⸗ vember 1834 zu Dahlwitz geboren, Friedrich August Herrmann Gabron, am 8 März 1832 zu Hammelstall bei Köpenick

geboxxn. wvrrrirv rugusr Dorze, am gren April 1831 zu Friedrichsfelde geboren, Gustav Adolph Ludwig Fengler, am 28sten Januar 1830 n8 Friedrichsfelde geboren, Carl Ludwig Theodor Meining, am 10ten Januar 1834 zu Friedrichsfelder Schloß geboren, Johann Carl Eduard Otto Hennig, am 5. Januar 1834 zu Friedrichsthaler Glas⸗ hütte geboren, Karl Friedrich Wilhelm Regelin, am 1sten Mai 1829 zu Heiligensee geboren, August Wilhelm Wolter, am 29. Septem⸗ ber 1832 zu Hellersdorf geboren, Karl Christian Friedrich Müller, am 11ten Dezember 1832 zu Hermsdorff geboren, . Friedrich Meißner, am 24. März 828 zu Krummensee geboren, Traugott Carl Friedrich Herrmann Engel, am 23. Juli 1830 zu Lichtenberg geboren, Friedrich Wilhelm Heinrich Robert Broöͤse, am 4. Juli 1831 zu Liebenwalde geboren, Friedrich Bogen, am 5. Januar 1830 zu alchow geboren, Ernst Wilhelm Ludwig Schmidt, am 6. Ja⸗ nuar 1831 zu Malchow geboren, Ehrenfried Wilhelm Emanuel Friedrich, am 9. November 1835 zu Marzahn geboren, Carl Ludwig Bredow, am 13. Januar 1831 zu Buchhorst bei Mühlenbeck geboren, Wilhelm Heinrich Fröhlich, am 10. Okto⸗ ber 1828 zu Oranienburg geboren, Joachim George August Gumtau, am 24sten August 1829 zu Oranienburg geboren, Ferdinand Franz Emil Kirchner, am 9ten September 1832 zu Oranienburg geboren, zuletzt in Warschau wohnhaft, Karl Friedrich Wilhelm Paul, am 4ten März 1830 zu Oranienburg geboren, Johann August Friedrich Reitz, am 17ten April 1828 zu Oranienburg geboren, 31) Johann Friedrich Wilhelm Richter, am 4. Oktober 1833 zu Oranienburg geboren, 32) Gustav Rudolph Albert Völcker, am 21sten zanuar 1829 zu Oranienburg geboren,

33) Friedrich Albert Behrendt, am 21. Juni

831 zu Pankow geboren,

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34) Carl Friedrich Wilhelm Elsholz, am 19. September 1832 zu Pankow 8.98. 89

35) Carl Philipp Gustav Morchel, am 24. Sep.

tember 1830 zu Pankow geboren, 36) Ernst Rudolph Emil Schulze, am 26. Juni 1827 zu Pankow geboren, 37) Johann Wilhelm Schulze, am 26. Januar 1832 zu Pankow geboren, 38) Friedrich Otto Lück, am 2 zu Schildow geboren, 39) Albert Julius Lösch, am 1. Februar 1834 zu Zehlendorff geboren, zuletzt in Fürsten⸗

berg in Mecklenburg wohnhaft, 5

40) Heinrich Christian Lösch, am 15. Oktober 1836 zu Schmachtenhagen geboren, zuletzt in Fürstenberg in Mecklenburg wohnhaft,

41) Handschuhmachergeselle August Modestus Schneider, am 10. September 1833 zu Zehdenick geboren, 1 Friedrich Wilhelm Alexander Bock, am 5ten März 1834 zu Schöͤnerlinde geboren, Julius Gustav Heinrich Longinow, genannt Misch, am 28. September 1827 zu Nieder⸗ Schönhausen geboren. 1 Christian Friedrich Poland, am 8. März 1833 zu Nieder⸗Schönhausen geboren,

45) Johann Martin Schulze, am 21. Januar 1834 zu Nieder⸗Schönhausen geboren, G

46) Heinrich Gustav Göbel, am 12. April 1831 zu Seefeldt geboren,

47) Johann Samuel Richard Behrens, am 13ten August 1832 zu Stolpe geboren,

48) Ferdinand August Rudolph Nandel, am 14. Februar 1833 zu Vogelsdorff geboren,

49) August Ferdinand Fielitz, am 20. August

1830 zu Zerpenschleuse geboren, zuletzt in

Neuhof in Russisch Polen wohnhaft,

50) Mechanikus Carl Eduard Ferdinand Hein⸗ rich Schlag, am 13. März 1828 zu Berlin

eboren, zuletzt in Alt⸗Moabit wohnhaft,

51) Houis Ernst Herrmann Genzow, am 2lsten Dezember 1836 zu Neu⸗Moabit geboren,

52) Albert Korby, am 21. August 1831 zu

Gollin geboren, zuletzt Neu⸗Moabit wohn⸗ Berlin, den 19. März 1860. Königl. Kreisgericht I. (Kriminal⸗) Abtheilung.

Nothwendiger Verkaukf. Erste (Cibil⸗)

[986] Königl. Kreisgericht zu Berlin. Abtheilung.

Den 10. Mai 1860.

Das dem Schuhmacher⸗Meister Carl August

Wilhelm Siebert gehörige, zu Neu⸗Schöͤneberg Nr. 18 belegene, im Hypothekenbuche von dieser Ortschaft Vol. I. Nr. 22 Fol. 85 verzeichnete Grundstück, abgeschätzt auf 11,317 Thlr. 26 Sgr. 6. Pf. zufolge der nebst Hypothekenscheine in un⸗ serm⸗V. Büreau einzusehenden Taxe, soll am 26. November 1 860, Vormittags 1 III an ordentlicher Gerichtsstelle, Zimmer⸗Straße Nr. 25, subhastirt werden. Gläubiger, welche wegen einer aus dem Hy⸗ pothekenbuche nicht ersichtlichen Realforderung aus den Kaufgeldern Befriedigung suchen, haben ihren Anspruch bei dem Subhastationsgericht an⸗ zumelden

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11224.) Nothwendiger Verkauf. Königl. Kreisgericht zu Berlin. Erste (Civil⸗)

Abtheiung, 8

den 4. Juni 1860. Das den Banquiers Friedrich Hermann Schroetter und August Eduard Hermann Kerkow ehörige, auf dem Kreuzberge vor dem Halle⸗ schen Thore bei Berlin belegene, im Hypotheken⸗

buche von der Hasenhaide und den Weinbergen

Vol. I., Nr. 35, pag. 295 verzeichnete Grund⸗

stuͤck, abgeschätzt auf 8144 Thlr. 20 Sgr. zu-⸗ nebst Hypothekenschein in unserm

folge der V. Büreau einzusehenden Taxe, soll 9 am 11. Januar 1861, Vormittags 11 Uhr, 82 an ordentlicher Gerichtsstelle, Nr. 25, subhastirt werden. Gläubiger, Hypothekenbuche nicht ersichtlichen Realforderung

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Zimmerstraße

welche wegen einer aus dem

ag ben Kaußgeldern Befriedigung suchen, hoben

Anspruch bei dem Subhastationsgerichte Feendn. 8 e vüen anz EESE11ö1.“

1125) Nothwendiger Verkausf. Von dem Königlichen Kreisgerichte zu Star⸗ gard in Pommern soll das zu Stargard in der Breiten Straße Nr. 15 belegene, im Hypotheken⸗ buche der Häuser des Johannisbezirks Band 9 Nr. 2 verzeichnete, den Schuhmacher Wilhelm Gottlob Heyerschen Eheleuten gehörige Wohn⸗ haus mit Wiese und Weideabfindung, abgeschätzt auf 6703 Thlr. 10 Sgr. zufolge der nebst Hypo⸗ hhekenschein in der Registratur einzusehenden axe: 18 1. September 1860, Vormittags 11 Uhr, an ordentlicher Gerichtsstelle subhastirt werden. Alle unbekannten Real⸗Prätendenten werden aufgefordert, sich bei Vermeidung der Praͤklusion späͤtestens in diesem Termin zu melden. Gläubiger, welche wegen einer aus dem Hypo⸗ thekenbuche nicht ersichtlichen Realforderung aus den Kaufgeldern Befriedigung suchen, haben sich mit ihren Ansprüchen bei dem Subhastations⸗ gerichte zu melden. v“

Der auf den 21. Juni cer. anstehende Termin zur Licitation des Amtsgehöfts Lehnin und der

7

neuen Ziegelei ist aufgehoben. Brandenburg, den 18. Juni 1860. Koͤnigliches Kreisgericht. . IJ. Abtheilung.

[784] 8

Oeffentliche Vorladung.

Der Banquier J. Moser hierselbst hat gegen den Baron Curt von der Trenck, genannt Koenigsegg, aus den von diesem acceptirten und von Eugen von Barbeleben am 21. Juli 1856 ausgestellten drei Wechseln je über 2500 Thlr. wegen des in diesen verschriebenen Gesammt⸗ betrages von 7,500 Thlr. nebst 6 Prozent Zinsen seit dem 1. Mai 1857 und 6 Thlr. 15 Sgr. Protestkosten Klage erhoben.

Die Klage ist eingeleitet, und da der jetzige Aufenthaltsort des Baron Curt von der Trenck, genannt Koenigsegg, unbekannt ist, so wird dieser hierdurch öffentlich aufgefordert, in dem zur Klagebeantwortung und weiteren muͤndlichen Ver⸗ handlung der Sache auf den 3. August 1 860, Vormittags

Ii Uhr., vor der unterzeichneten Gerichts⸗Deputation im Stadtgerichts⸗Gebäude, Jüdenstraße Nr. 59,

Zimmer Nr. 46, anstehenden Termine pünkt⸗

slich zu erscheinen, die Klage zu beantwor⸗ ten, etwanige Zeugen mit zur Stelle zu bringen und Urkunden im Original einzureichen, indem auf spätere Einreden, welche auf That⸗

sachen beruhen, keine Rücksicht mehr genommen

werden kann. Erscheint der Beklagte zur bestimmten Stunde

nicht, so werden die in der Klage angeführten

dhatsachen und Urkunden auf Antrag des Klä⸗ gers in contumaciam für zugestanden und an⸗ erkannt erachtet, und was den Rechten nach daraus folgt, wird im Erkenntniß gegen den Beklagten ausgesprochen werden. Berlin, den 20. April 1860. Königliches Stadtgericht, Abtheilung für Civilsachen, Prozeß⸗Deputation II.

1686]0 Oeffentliche Vorladung. Behufs der Amortisation werden aufgeboten: ¹) die Ausfertigung des Erbrezesses über den

Nachlaß des Salz⸗Magazin⸗Wärters Friedrich

Klose, d. d. 13. Januar 1818, nebst angehäng⸗

tem Hypothekenschein, als Dokument über die bei dem Grundstüͤcke

des Carl Kluge, Band I., Nr. 59, Fol. 291 des Hypothekenbuchs von lschicherzig in Rubrica III., Nr. 1 für den chiffseigner August Ferdinand Klose in Lschi⸗

gerzig eingetragenen 83 Thlr. 14 Sgr. 1 Pf.

Die Ausfertigung des am 31. März 1813

errichteten Erbrezesses über den Nachlaß des

Gärtners Michael Petras zu Glauchow als Do⸗ kument über die auf der Nahrung der Eheleute

ihelm Gutsche Nr. 31 des Hypothekenbuchs von Glauchow rubriea III., Nr. 1 für die in⸗ swischen verstorbene Marie Elisabeth Petras haf⸗ jenden angeblich bezahlten 11 Thlr. 13 Sgr. 85 Pf. 3) Die Ausfertigung des Protokolls

d. d. Züllichau, den 29. Mai 1823, aus welchem auf dem Schuhmacher Hübnerschen Erbenhause Nr. 563 (alte Nr. 579) des Hypothekenbuchs von Züllichau rubrica III., Nr. 2 33 Thlr. 21 Sgr. 5 Pf. rückständige Beiträge des Johann George Hübner zum Ablösungsfond für die Schuhbänke haften. 4) Die Ausfertigungen der Obligationen vom 18. März 1844 nebst ange⸗ hängten Hypothekenscheinen, aus welchen auf der Nahrung des Johann Friedrich Borchert Vol, I., Nr. 101 des Hypothekenbuchs von Tschicherzig rubrieca III., Nr. 2 für Anne Rofine Huffert, Nr. 3 für Anne Marie, verwittwete Riester, geborne Huffert, je 25 Thlr. haften. Alle diejenigen, welche an diesen Dokumenten und Hypotheken⸗Posten als Eigenthümer, Ces⸗ sionarien, Pfand⸗ oder sonstige Briefsinhaber Ansprüche zu machen haben, werden zur An⸗ meldung derselben bis zu dem auf den 20. Juli d. J., Vormittags 11 Uhr, an hiesiger Gerichtsstelle Nr. 3 anberaumten Termine unter der Warnung aufgefordert, daß die Ausbleiben⸗ den mit ihren Ansprüͤchen än die vorbezeichneten Dokumente und Forderungen werden präkludirt, ihnen ewiges Stillschweigen wird auferlegt, die Dokumente werden amortisirt, die Posten werden gelöscht werden. Züllichau, den 7. April 1860. 3 Koͤnigliches Kreisgericht, I. Abtheilung. C“

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[2894]

Der Schlossergeselle Carl Wilhelm Reinhardt aus Gerbstedt, geboren den 15. Oktober 1825, von welchem die letzte Nachricht aus Leibitz in Ungarn im Dezember 1847 eingegangen ist, wird aufgefordert, bis zu dem auf

den 23. Oktober 1860, Vormittags

11 Uhr,

an hiesiger Gerichtsstelle angesetzten Termine von seinem Leben und Aufenthalte Nachricht zu ge⸗ ben, da er sonst nach dem Antrage seiner Ver⸗ wandten für todt erklärt und diesen sein Ver⸗ mögen zugesprochen werden wirre. Gerbstedt, den 8. Dezember 1859

Kodönigliche Kreisgerichts⸗Kommission.

2

3— ESdictalladung. Am 28. Juni 1835 hat sich Carl Gottlob Schwarze, Hausbesitzer und Schuhmachermeister in Dahlen, damals 48 Jahr alt, angeblich um eine in der Nähe befindliche Holzung zu besich⸗ tigen, von Dahlen wegbegeben, ist auch am nämlichen Tage noch in fraglicher Holzung und am darauf folgenden Tage in Metewisch bei Torgau gesehen, seit dieser Zeit aber weder von Schwarzen selbst über sein Leben und seinen Aufenthalt irgend eine Nachricht an seine An⸗ gehöͤrigen gegeben, noch auch eine solche der von den Letzteren alsbald nach seinem Weggange von Dahlen in öffentlichen Blättern erlassenen Aufforderung und der sonst aufgewendeten Be⸗ mühungen ungeachtet erlangt, und deshalb nun⸗ mehr von Schwarzens Ehefrau und Kindern und dem bestätigten Abwesenheitsvormunde desselben, zu Ermittelung des Lebens oder Todes desselben auf Erlassung der Ediktalien in Gemäßheit des Mandats vom 13. November 1779 angetragen worden.

In Folge dessen wird daher gerichtsamts⸗ wegen der Verschollene, und für den Fall, daß dieser sich nicht mehr am Leben befindet, werden dessen Erben und Rechtsnachfolger hiermit öffent⸗ lich und peremtorisch bei Verlust der Rechts⸗ wohlthat der Wiedereinsetzung in den vorigen Stand, hiermit geladen

den 22. Oktober 1860, welcher als Anmeldungstermin anberaumt wor⸗ den ist, in Person und da nöthig bevormundet an Gerichtsamtsstelle allhier zu erscheinen, und, was den Abwesenden betrifft, so hat dieser seine Identität nachzuweisen, und der Ausantwortung seines Vermögens sich zu gewärtigen, diejenigen aber, welche Erbansprüche an das Vermögen des Verschollenen geltend machen wollen, haben sel⸗ bige gehörig anzumelden und zu bescheinigen, unter der Verwarnung, daß beim Nichterscheinen der Abwesende für todt erklärt und sein Ver⸗ mögen seinen Erben verabfolgt, dagegen aber die Erben des Verschollenen beim Außenbleiben ihrer diesfallsigen Ansprüche für verlustig wer⸗ den erachtet werden.

Im obigen Termine haben ferner die Erben des Verschollenen über ihre Ansprüche mit dem bestellten Kontradiktor, so wie Befinden

unter sich rechtlich zu verfahren, binnen 6 Wochen zu beschließen und

den 22. Dezember 1860 des Aktenschlusses, so wie

den 26. Januar 1866 der Publication eines Erkenntnisses, welch binsichtlich der Außenbleibenden des Mittags 12 Uhr für publizirt erachtet werden wird, sich zu gewärtigen.

Auswärtige Interessenten haben zur Annahme künftiger Ladungen Bevollmächtigte an hiefigem Orte zu bestellen und mit ausreichender In⸗ struction zu versehen. 8

Hierüber wird noch bekannt gemacht, daßs der Gutsbesitzer Johann Friedrich Koitzsch in

Dahlen für den abwesenden Schwarze als Abwesenheits⸗ Vormund bestätigt worden ist.— HOschatz, den 4. April 18690. Das Kdoniglich Sächsische Gerichtsamt.

8

[1209] Bekanntmachung. Die fiskalische Parzelle Nr. II. an der ver⸗ längerten Französischen Straße neben dem Grund-. stücke Nr. 33 a., von 60 Fuß Straßenlänge, soll meistbietend verkauft werden, und es ist dazu ein Termin auf Mittwoch, den 1. August 1—

d. J., Vormittags um 10 Uhr, in unserem Dienst⸗Lokale, Niederwallstraße Nr. 39, anbe⸗ raumt worden.

Die Licitationsbedingungen und die betreffen den Pläne liegen in unserer Registratur zu Einsicht aus.

Auf Verlangen werden Abschriften dieser Be⸗ dingungen gegen Berichtigung der Copialien mitgetheilt werden.

Berlin, den 11. Juni 1860.

Köͤnigliche Ministerial⸗Bau⸗Kommis

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[1218] Bekanntmachung.

Der dem Grafen von Hohenthal auf Döobernitz gehörige Westpreußische Pfandbrief Bromberge Departements

Nr. 36 Miroslawice über 500 Thlr. soll im Jahre 1852 von dem Postillon Jung richter auf dem Wege von Dresden nach Könige bruͤck verloren sein und daher amortifirt werden

Marienwerder, den 8. Juni 1860. 8 Königl. westpreußische General⸗Landschafts⸗

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Direction Rabe.

[1232] Bekanntmachu Es soll den 17. Juli,

1 8. September

Eichen, Kiefern und Elsen Scheit⸗, Ast⸗, Stock⸗

und Reiserholz in kleinen Quantitäten zum

Lokalbedarf; . am 17. Juli von 11 ½ Uhr ab bei freier

Konkurrenz 66 Stück Eichen Schneideenden, 6 Klftr. Eichen vehehe 2 ½ Klftr. Kiefern Nutzholz, 60 Klftr. Eichen Scheit⸗ un Astholz I. Klasse, Borak Jagen 6. 25 Klftr. Elsen Scheit⸗ und Astholz J. Klasse im Wege der Liecitation öffentlich an den Meistbietenden gegen gleich baare Bezahlung verkauft, wozu Kauflustig an dem gedachten Tage, Vormittags um 9 Uhr hiermit eingeladen werden. Neuzelle, den 14. Juni 186

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Rentamte

Nutz⸗ und Henzendorf Jagen 43/88

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[11722) Pferbe⸗Auction.

Am 1. August d. J., 88sn. 9 Uhr, soll eine noch nicht bestimmte Zahl von 8 Hengsten verschiedenen Alters, auch eine bis zwei Stuten, auf dem Landgestüt⸗Hofe hierselbst gegen gleich baare Bezahlung in öffentlicher Auect verkauft werden.

29 Zirke, den 10. Juni 1860.

Der Land⸗Stallmeister.

Bekanntmachung.

Die durch den Tod ihres bisherigen Inhabers erledigte städtische Oberförsterstelle zu Kohlfurth oll zum 1. September d. J. wieder besetzt wer⸗

[1168]