zu Stande zu bringen, so daß die auf ein Bündniß mit Piemont abzielenden Unterhanblungen zu Ende geführt werden können und sich er Zusammentritt der National⸗Vertretung ermöglichen ließe. Der Ge⸗ anke einer direkten Anwendung von Gewalt gegen Sicilien seitens der oben⸗
ir durchaus nicht in den Sinn und ebensowenig
der Regierung, welche zu vertreten ich die Ehre habe, da ich die Ueber⸗ kugung hege, daß es nicht an Mitteln zur Erreichung des Zweckes ge⸗ hht haben würde, ohne daß es nothwendig geworden wäre, zu außer⸗
ordentlichen Auskunftsmitteln seine Zuflucht zu nehmen, Ich habe ꝛc. A. La Greca.“
Ich will dieser Darlegung kein Wort hinzufügen, indem ich wünsche, daß sie dem neapolitanischen Gesandten zu Gute kommen möge. Bentinck lenkt die Aufmerksamkeit des Hauses auf die Nothwendigkeit, der Regierung bei der gegenwärtigen politischen Lage Europa's ausgedehntere Vollmachten in wegug auf ihr Verhalten gegen Ausländer von verdächtigem Charakter zu verleihen. Diese Frage sei seines Erachtens weit wichtiger für die Landes⸗ vertheidigung, als Truppen und Festungswerke. Zwar glaube er nicht, daß eine Inbasion wahrscheinlich sei, oder daß Frankreich eine solche be⸗ absichtige. Für den Fall jedoch, daß ein Inbvasions⸗Versuch gemacht wer⸗ den sollte, gebe es Tausende von Fremden in London, die zum Theil von verdäͤchtigem Charakter seien und bom Feinde trefflich zu Spionen⸗Diensten oder zur Zerstörung der Telegraphen⸗Drähte und Eisenbahnen verwandt werden könnten. Der Staats⸗Sekretair des Innern, Sir G. Lewis, ent⸗ gegnet, seines Erachtens sei fürs Erste keine Invasions⸗Gefahr vorhanden. Wenn eine solche eintrete, so werde es noch immer Zeit sein, die Noth⸗ wendigkeit einer Alien Aect in Erwägung zu ziehen. Er wünsche durchaus nicht, daß der Regierung eine discretionäre Gewalt in Bezug auf ihr Verfahren gegen Fremde oder Personen von verdächti⸗ gem Charakter verliehen werde. Auch habe die Regierun nicht die Absicht, mit irgend einer Gesetzvorlage, die etwas erarti⸗ ges bezwecke, hervorzutreten. Horsman macht auf die Geschaͤfts⸗ Ueberhäufung, unter der das Haus leide, aufmerksam, und zwar nament⸗ lich mit Bezug auf die Gesetzgebung für Indien. Noch seien über vierzig Bills zu erledigen, und in einer so vorgerückten Zeit der Session bringe die Regierung fünf indische Bills ein. Er glaube, Lord Palmerston werde wohl daran thun, wenn er letztere für diese Session fallen lasse. Die Schwierigkeiten der Gesetzgebung für Indien seien so groß, daß die De⸗ batte, wenn man sich keiner Leichtfertigkeit schuldig machen wolle, geraume Zeit in Anspruch nehmen müsse. Sowohl Sir C. Wood, wie Lord Pal⸗ merston entgegnen, daß die Regierung gesonnen sei, ihre indischen Gesetz⸗ Vorlagen nicht fallen zu lassen, und die Bill, welche die Verschmelzung des bisher bestehenden gesonderten indisch⸗europäischen Heeres mit dem allgemeinen britischen Heere bezweckt, kommt im Comité zur Sprache. Die Debatte wird schließlich bis auf näͤchsten Montag vertagt.
Frankreich. Paris, 27. Juli. Der „Moniteur“ publi⸗
— ——— S1A42LLS4 vo 41881 fefr⸗ st 8 Einnahme 1,840,775,670 Franes, Ausgabe 1, 840, 121,928 Francs.
Heute Nachmittags hat der Kaiser Garde⸗Infanterie, das Guiden⸗Regiment Jäger⸗Regiment Revue passiren lassen.
Nach Rückkehr des Kaisers von Chalons, wohin er sich am 4. August begiebt, wird er am 23. August nach Savoyen reisen, sich dann in Toulon einschiffen und von dort über Corsica, wo er 12 Stunden verweilen wird, nach Algier fahren. 8 8
— 28. Juli. Die „Union“ veröffentlicht folgendes Schreiben des Grafen TChambord an Herrn 4869 1
“ 1 Luzern, 23. Juli 1860. Mein lieber Barrande! Indem ich die traurigen e der Metzeleien und der erschrecklichen Ereignisse lese, deren Schauplatz so eben Shrien geworden ist, erregt so viel Schmerz und Unheil mein Herz. Treu den Ueberlieferungen der Monarchie, welche so lange Zeit die Christen des Orients mit ihrem mächtigen Schirme beschützte, will ich nach Kräften meine Sympathie für dieselben bezeugen. Uebersenden Sie ihnen daher mein schwaches Opfer. Wie beklage ich, daß meine Abwesenheit vom Vaterlande mir nur gestattet, von fern und nur mi üns 1 hei⸗ kigen und edlen Kampfe mich beizugesellen, den Fr griffe ist gegen die Barbarei zum Wohle der Christenheit und der Civilisation zu 8 unternehmen. Meine Schwester, die augenblicklich bei mir weilt und die nie vergißt, daß auch sie eine Tochter Frankreichs ist, ersucht Sie ihre Zeichnung der meinigen binzuzufügen. Ich erneuere Ihnen die Versiche⸗
Heinrich.
rung meiner steten Wohlgeneigtheit. Zeichnung des Grafen beläuft sich au 4000 Fr. 1 seiner Schwester, der Herzogin von ö 200¹ Fr. . Der Kaiser hat gestern, wie der „Moniteur“ meldet, bei der am Boulogner Gehölze eigenhaͤn⸗ Militairmedaillen vertheilt, welche
Revue der Garde⸗Infanterie ꝛc. am dig Hi-ehanskrente und eigentlich erst am 15. August (dem Napoleonstage) ur Vertheilun 2 umen sollten. Nächste Woche findet die ene semthtilung ruppen des ersten Armee⸗Corps statt, an welche der Kaiser dabei falls die Decorationen selbst austheilen wird.
Aus dem Lager von Chalons, 24. Juli, meldet der „Consti⸗ tutionnel“: „Außer den beiden ursprünglich für die syrische Exoe⸗ bitien 1 ten Infanterie⸗Regimentern (5. und 13.) der 2. Di⸗ rulaz) krwarten auch noch andere zur 1. Division ehörende Regimenter Befehl zum Aufbruche; man bieses, weil diese Regimenter wie die beiden an⸗ Bestand auf Kriegsfuß gesetzt haben. Man hat in QMege, die sich in Ueberzahl melden, eingereiht. Alle
K
am Boulogner Holz die und das reitende Garde⸗
11X“ “ v11XA“ Vorkehrungen sind [getroffen, daß fuünf Minuten nach Eintreffen
des Marschbefehles die Regimenter rechtsum machen können.“
Italien. Turin, 26. Juli. Die „Sozietà nationale“ be⸗ schloß, sich jeder ferneren Betheiligung an den sicilianischen Ereig⸗ nissen zu enthalten. In Athen soll eine sardinische Gesandtschaft errichtet werden; man ezeichnet hierfür H. Benzi, ehemaligen sar⸗ dinischen Kommissär in den Donaufürstenthüͤmern.
111 Juli. Wegen stattgefundenen Unruhen in Bollate ding 8 Schützen⸗Bataillon mit einer Karabinier⸗ Abtheilung dahin ab.
Aus Mailand wird vom 25. Juli geschrieben: „In Melzo, bei Mailand, ist es zu Unruhen gekommen; man rief: „„Es lebe Oesterreich!““ Ein Bataillon Bersaglieri und eine Escadron
Ulanen (von Toskana) stellten die Ruhe wieder her. — Die Deser⸗ teure der Brigade von baldi wollten, Präsidenten den. In Genua festgehaltene Militair⸗Gefangene entlassen.
Ravenna, 48 an der Zahl, die zu Gari⸗ find vom Kriegsgerichte nach einer Ermahnung des „in Anbetracht ihrer guten Absicht“ freigesprochen wor⸗ Folge dessen hat man 200 andere in ähnlicher Sache in
.“ Die heutige „Perseveranza“ meldet: Die Dik tatur Palermo's wurde von Sartori auf Depretis übertragen. Am 17. d. M., Morgens 10 Uhr, wurden 2000 von ausgeruͤckte Königliche Truppen von Medici bei dem Dor angegriffen und zurückgedrängt. Noch am selben suchten die Königlichen Truppen die zugewinnen; nach einem hartnäckigen pagnien Toskaner und Lombarden unter dem Rufe: und Viktor iglichen Truppen mit dem Bajonette an, welche alle Stellungen und 580 Mann an Todten und Verwundeten und Gefangenen verloren. Die Garibaldianer sollen 50 Todte, 100 Verwundete und 17 Gefangene verloren haben. Am Nach⸗ mittage des 20sten nach einem heftigen Gefechte wurde Mi⸗ lazzo unter persönlicher Führung Garibaldis genommen. 5000 Mann Königliche Truppen mit Artillerie und Kavallerie zogen sich in das Kastell zurüuck. Garibaldi soll am Fuße und sein Sohn an der Schulter verwundet sein.
v116“
gierung gossen aus den Fenstern siedendes Oel und
die Freischärler. Garibalbi ließ, als er den Platz ein enommen 29 Einwohner von Milazzo erschießen. As Reeing na hen 3. d. M. wird gemeldet. Die Garibaldianer bemächtigten sich in Milazzo 5 Stuͤck Artillerie. Die Garibaldianer sollen 780 die Königlichen Truppen etwas uͤber ie Zahl 8 Deaeaer ist auf beiden erlangte am en d. M. eine Capitulation mit ein ee verweigerte diefelbe FCE“ or, welches die Königlichen Truppen verließen. Man gl Garibaldi werde mit 11,000 Mann gegen vhenina rüͤcken. 88 Kommandant der Festung forderte den französischen Konsul auf, die französischen Unterthanen auf die im Hafen befindlichen fran⸗ zösischen Fregatten zu sammeln. Der sardinische und englische Kon⸗ sul bekamen bisher noch keine aͤhnliche Aufforderung.
Da offizielle Giornale der neapolitanischen Regierung vom 24. Juli „beklagt den Angriff des Feindes auf Sicilien in einem “ in T S.e und London Verhandlungen
en und wo die Regierung die Rä Sicili anordnete, um Blutvergießen zu veghabeg⸗ “““ “
Türkei. Der Friedensvertrag zwischen Dru en u roniten, dessen Wortlaut der Mhegsaaes eusen, 18 6 licht, ist bom 7. Juli (16. Zilhedje) datirt und unterzeichnet vom christlichen Kaimakam Mokatezis und einigen seiner Ualits (Pro kuratoren) und Mukatadjis (Bezirks⸗Vorsteher). Dieselben hatten sich „auf Befehl des Muschirs von Saida“ zum Kaimakam der Drusen begeben und mit demselben, so wie mit dessen Divan über den Frieden unterhandelt. „In Erwägung, daß die Regierung, die Häuptlinge des Landes, die verständigen Leute, und alle die das Land und die Ruhe lieben, unaufhörlich die Unruhen von Anfang an zu unterdrücken versucht, dies aber nicht vermocht haben gegenüber den Machinationen derer, welche die Unord⸗ nung lieben und kein Mitleid haben mit den Neugebornen; in Erwägung, daß bei einer solchen Lage der Dinge es kein anderes Mittel, dem Blutvergießen Einhalt zu thun und die allgemeine
) * 8
Ruhe herzustellen, giebt, als zwischen den krie ührenden „† Frieden zu schließen, auf bemsälbenn hrcene e von 1845 geschlossen wurde, naͤmlich Vergessen alles Vorgefallenen: ist man übereingekommen, daß für Alles, was ich vom Beginn des Krieges bis jetzt ereignet hat, keine Partei eclamation soll erheben dürfen und daß jeder, der von nun an wieder den Frieden bricht, streng bestraft werden soll. Es werden so bald als möglich aßregeln getroffen, jede Ursache der Zwietracht zu beseitigen gute Freundschaftsbezie ungen herzustellen und die allgemeine Ruhe
8
.“
Die Verluste Garibaldi's in Milazza waren sehr empfindlich; die Anhänger der Köni lichen Re⸗ asser auf
Fabrizi rückte gegen Gesta
zurüͤckzuführen. Da aber bekanntlich die Hauptursache der Unruhen darin liegt, daß die Befehle und Verordnungen der Regierung so bitten die Unterzeich⸗
wirksame Maßregeln zur Handhabung des
schlecht oder gar nicht ausgefuührt werden, neten die Regierung, Rechts zu treßsen.“
Amerika. New⸗Vork, 18. Juli.
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undland ang
ekommen.
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Die der, welches dem Prinzen von Wales das Geleite giebt, gehörige Dampfschaluppe „Flying Fish“ ist heute zu St. John in New⸗
88
HKonstantinopel
116 — 118 Piaster; Marseille Piaster; Livre Turque 108 ¼ Piaster; Napoleonsd'or 94 ⅞ Piaster 97 ½; Duecat 56; Carbovantz 18 ½; Agio métalliqgue 60.
8 8 Wechselcours: London 3 Mt. 8 Livre Anglaise 119 ½
„ 16. Juli. 185 — 186 ½ Piaster.
zu dem Geschwa⸗ Dep. des Staats-Anzeigers.) burger Stamm-Actien 86 ¾
proz., 75 12 Br. 12 Aetlen 57 ½¼ Br.
“ oce 72 — bis 4—47 ⅞ Thlr. bez. u.
ber-Oktober 46 ¾ — ½ — — ½ Thlr. bez. u. G., 46 ½ ber 45 ¾ - 46 — 45 ¾ — ½ Thlr. bez. u. G., 45 ½ Br.,
45 ½ — 45 Thlr. bez., Frühj. 45 — ½ — 41 ½ Thlr. bez. Gerste, grosse und kleine 38 — 42 Thlr. pr. 1750 PfHd.
Hafer loco 26 — 28 Thlr., Liefer. pr. Juli
August 24 ½ Thlr. nominell, und Frübjahr 23 ¾ Thlr. bez. Erbsen, Kochwaare und Futterwazre 49 — 54
August-September 11 ¾e Thlr. bez. u. Br., 11⅛
ber 11⁄ Thlr. bez. u. Br., 11 ¾ G., Oktober-November 12 Thlr. bez. u. G., 12 % Br., November-Dezember 12 ½ Thlr. bez. u. Br. 12 ½
Leinöl loco u. Lief. 10 ½ Thlr. Br.
Spiritus loco ohne Fass 18 ½13 — 18 Thlr. bez., Juli, Juli-August u August-September 1758 — ½ Thlr. bez. u. G., 17 ⁄ Br., September-Okto- ber 17 1⁄2 — ½ Thlr. bez. und G., 17 ⁄2) Br., Oktober - November 165 — ½ Thlr. bez. u. G., 16 ⁄% Br., November - Dezember u. Dezember-Januar
r. u. G., April - Mai 16 — ⁄¾2 Thlr. bez., 16 ⅔
16 ½¾ — 1 1½2 Thlr. bez.,
Br., 16½ G. Weizen fest behauptet.
heute die Stimmung für Roggen und in Folge Markt zu etwas festeren Coursen. Im Verlaufe
schiedenes Angebot auf alle Termine ein und der Werth drückte sich Zum Schluss befestigte sich wieder etwas die Stimmun Loco schwer verkäuflich.
Gekündigte 4000 Ctr. wurden prompt empfangen. — Rüböl etwas M 9e 8 Spiritus eröffnete 89 fest und etwas höher, schloss aber
wesentlich. uss - Die Umsätze waren ziemlich belangreich.
ruhige
„ 47 ⅞ Br., Juli-Aug Thlr. bez. u. G., 47 ¾ Br., August-September f Thlr. bez., Septem-
September - Oktober, Oktober November
„ Rlüböl loco 11 ⅞ Thlr. Br., Juli, Jul -Aug. 11 ⅞ Thlr. Br., 11 G.,
Anhaltend starker Regen befestigte
Preuss. 5proz. Anleihe von
Breslau, 30. Juli,
1 Uhr 55 Mmuten Nachmittags. (Tel. Oesterreichische Banknoten 78 % Br. Frei- G. Oberschlesische Actien Litt. A. n. C.
131 ⁄2 Br.; do. Litt. B. 119 ⅞ G. Oberschlesische Prioritäts-Obli ationen Litt. D., 4proz., 87 ⁄32 G.; do. Litt. F., 4 proz., 94 ⅞ Br.; do. Kosel-Oderberger Stamm-Actien 39 7 Br. Oppeln-Tarnowitzer
itt. E. Neisse- Stamm-Actien 35 ¾ Br. 1859 106 ⅔ Br.
Spiritus pr. 8000 pCt. Tralles 17 1% Thlr. bez, 17 ½ G. Weizen,
weisser 75 94 Sgr., Gerste 37 — 54 Sgr. Hafer
ust 47 — ¼ — 46 ⁄ — 47 des Staats -Anzeigers.)
r., Oktober-Novem- Novembe
Fruhjahr 42 bez. Rüböl,
25 ¾ Thlr. bez., Juli- Juli-August u. August-Se
Thlr. Bur.) Course behauptet.
G., September-Okto-
bahn 192.00. Lombard.
— 8
Der gestrige Wechselcours 5 ½ Sch.
Consols 93 ¼. 5proz. Russen 108.
1
1proz.
davon eröffnete der trat jedoch ein ent-
Artikel des
Schluss-Course: Spanier 47 ½.
elber 74 — 92 Sgr.
83 ½6 Br., September-Oktober 79 ¾ Br., Frübjahr 76 Br., 75 ⅓ G. Ro Juli 44 ¾ bez., Juli-August 43 ¾ — 44 bez., Oktober-November 42 ½ — 43 bez., November-Dezember 42 ⅛½ bez.,
Oktober 12 Br., 11 ⁄ G., November - ptember 17 ⅛ bez., September - Oktober 17 ⅔
Br., 72 G., Oktober-Novbr. 16 ⁄2 Br., ½ G., Frühjahr Br.
Wien, 30. Juli, Mittags 12 Uhr 30 Minuten. Neueste Loose 96.00.
55 Metalliques 70.00. 4 ½proz. Metalliques 62.50, Bank-Aectien 840.
Staats-Eisenbahn-Actien- London 126.00. I 95.25. 1
London, 30. Juli, Nachmittags 3 Uhr.
4 ½proz. Russen 93 ½.
Nach dem neuesten BankK; Hupgpg 22,778,175, der nrerallvorrath 19,914,8
Der Dampfer aus Westindien ist angekommen. „»Persia« ist aus New-Nork eingetroffen.
HLPHverpool, 30. Juli, Mittags 12 Uhr. 1 Baumwolle: 8000 Ballen Umsatz. Preise gegen gestern unverändert.
Paris, 30. Juli, Nachmittags 3 Uhr. Iff's ur.) heutigen »Constitutionnel⸗« wirkte günstig auf die Börse Die 3proz. eröffnete zu 68. 30, hob sich auf 68.35, wich bis 68.25 stieg jedoch sodann auf 68.35 und schloss sehr fest und belebt zu diesem Course. Consols von Mittags 12 Uhr waren 93 ¼ ein etroffen. Zproz. Rente 68.35. 42proz. Kente 97.35. Zprez p 1proz. Spanier 1 is bahz Actien 507. Oesterreichische Credit-Actien 385. Credit mobilier- Aetien 686. Lombardische Eisenbahn-Actien —.
Roggen 61 — 70 Sgr. 26 — 33 Sgr.
Die Börse war animirt besonders mit Eisenbahn-- Actien, welche merklich höher bezahlt wurden.
Stettim, 30. Juli, 1 Uhr 40 Minuten e; (Tel. Dey. Weizen 78 —83 bez., Juli 84 Br.,
Juli-Aug. 82 Br., 81 ⅓ G., Oktober-November 79 G., gen 44 ½ — 46 gef., 44 ½ — 45 ⅞ bez., ez., Septem-ber-Oktober 43 ½ — ¼
Juli u. August 11 44 — 11 ⅞ G., September- Hez. 12 ¾ Br. Spiritus 17 ¾ bez.,
(Wolff's Tel
ordbahn 188.90. 1854er Loose 94.00. National-Anlehen 80.00.
Certifikate 256. 00 Credit-Actien 190,.50. Paris 50.25. Gold —. Elisabeth
senbahn 150.00. Neue Loose 107.00.
(Wolff's Tel. Bur.) auf Wien war 13 Fl., auf Hamburg 13 Mk
Spanier 39. Mexikaner 20 ½. Sardinier 82
j8 Phitet doeor Notan -—II.1. Der Dampfe
(Wolff's Tel. Bur.)
(Wolffs Tel. Bur.) Der
39 ½. Oesterreiehiseche Staats-Eisen-
89 28
1517 GtH 8 den unten näher bezeichneten Kürschner⸗ meister Rudolph Gustav Theodor Stolze aus Cüstrin, zuletzt Charlottenstraße 36 hierselbst wohnhaft, ist die gerichtliche Haft wegen wieder⸗ holter Unterschlagung beschlossen worden. Der⸗ selbe hat am 13. Mai d. Js. Berlin verlassen, angeblich um nach Cüstrin zu reisen, ist aber dort nicht angekommen, und auch sonst nicht zu ermitteln gewesen. Ein Jeder, welcher von dem Aufenthaltsorte des Skolze Kenntniß hat, wird aufgefordert, davon der nächsten Gerichts⸗ oder Folter Beho e Anzeige zu machen. SGSleichzeitig werden alle Civil⸗ und Militair⸗ Behörden des In⸗ und Auslandes dienstergebenst ersucht, auf denselben zu vigiliren, ihn im Be⸗ tretungsfalle festzunehmen und mit allen bei ihm sich vorfindenden Gegenständen und Geldern mit⸗
telst Transports an die Königliche Stadtbvoigtei⸗ 8e. vn hierselbst abzuliefern. Es wird die ungesäumte Erstattung der dadurch entstandenen baaren Auslagen und den verehrlichen Behörden des Auslandes eine gleiche Rechtswillfährigkeit versichert.
Lchtnr. den 26. Juli 1850.
Königliches Stadtgerich, Abtheilung für Untersuchungs⸗Sachen, Kommission II. für Voruntersuchungen.
Signalement.
Der ꝛc. Stolze ist 32 Jahre alt, am 12ten November 1827 in Cüstrin geboren, evangelischer Religion, 5 Fuß 5 Zoll groß, hat dunkel⸗ braune Haare, freie Stirn, dunkle Augen, dunkelblonde Augenbrauen, Backen⸗ und Kinn⸗
bart, ovales Kinn, proportionirte Nase, desgl. Mund, längliche Gesichtsbildung, blasse Gesichts⸗
1“
farbe, vorn vollständige Zähne, ist schmächtiger Gestalt, und spricht die deutsche Sprache.
— Steckbriefs⸗Erledigung.
Der unterm 11. Juli d. J. hinter den Han⸗ delsmann Heinrich August Emil Hey⸗ mann aus Berlin erlassene Steckbrief ist er⸗
ledigt. Lemplin, den 27. Juli 1860.
Köͤnigliches Kreisgericht. Erste Abtheilung.
40555 ba5 . 8c⸗ Grund der Anklage der Kön Staats⸗Anwaltschaft und in eeen 8 § 110 des Straf⸗Gesetz⸗Buchs, so wie des Ge⸗