.“
Großbritannien und Irland. London, 18. Sep⸗ tember. Ihre Majestät die Königin, der Prinz⸗Gemahl, die Prinzessinnen Alice und Helena besuchten Sonntag die Herzogin von Kent in Cramond House, etwa 6 Meilen von Edinburgh.
Die Königin und die 8 Familie sind heute Mor⸗
gens wieder in Osborne. eingetroffen. 1 8 Das 111“ hat eine Verfügung erlassen, wonach es einzelnen Soldaten gestattet sein soll, bei der Ernte behülflich u sein. 3 secrankreich⸗ Paris, 18. September. Der „Moniteur“ meldet heute den Tod der Herzogin von Alba; von Ihren Maje⸗ stäten berichtet er nur, daß sie am Sonntag, Vormittags 11 Uhr, die Höhe von Mahon (Minorca) passirt seien. Anderen Nachrich⸗ ten zufolge wären sie dort gelandet, um der Königin von, Spanien einen kurzen Besuch abzustatten, hätten dieselbe aber nicht ange⸗ troffen, weil sie sich noch in Palma (Mallorca) befunden habe und erst am Sonntag Abends in Mahon eingetroffen sei. Nachdem der Kaiser dann einen Brief zurückgelassen, hätten Ihre Majestäten die Reise nach Algier fortgesetzt, auf dessen Rhede das Kaiserliche Geschwader gestern Morgens 9 Uhr sichtbar geworden ist.
Dem „Armee⸗Moniteur“ zufolge werden die französischen Truppen in Rom und Civitavecchia wieder die Benennung „Divi⸗ sion der Occupation in Italien“ annehmen. Die erste Brigade besteht aus dem 25. und 40. Infanterie⸗Regiment und dem 20. Jäger⸗Bataillon, die zweite Brigade aus dem 7. und 62. Infan⸗ Ferie⸗Regiment und einer halben Schwadron des 4. Husaren⸗Regi⸗ ments. Dieses 7. Regiment, so wie die Husaren gehören zur Ver⸗ stärkung, welche, am 15. von Toulon abgegangen, gestern in Civi⸗ Kavecchia eingetroffen und sofort nach Rom dirigirt worden ist. An französischer Artillerie steht in Rom die 4. und 7. Batterie des
16. reitenden Artillerie⸗Regiments; außerdem die 4. Compagnie der 4. Train⸗Schwadron, die 4. Ouvriers⸗Compagnie und die 3. Com⸗ pagnie des 2. Bataillons vom 2. Genie⸗Regiment; auch das 38. Infanterie⸗Regiment. 8 — 19. September. Wie der heutige „Moniteur“ nach Be⸗ richten aus Algier vom 17. d. meldet, waren der Kaiser und die Kaiserin daselbst gluͤcklich angekommen, wiewohl die Ueberfahrt in Anbetracht der widrigen Witterung keine angenehme war. Um Mittag traf der Bey von Tunis ein und ward vom Kaiser und der Kaiserin empfangen. Ein Bruder des Kaisers von Marokko ward im Laufe des Tages erwartet. auswaärtigen Gesandten von seiner Regierung den Befehl. erhalten, unsere Stadt zu verlassen. Die in Spoleto gefangen genommenen, 600 Irländer sind hier angekommen. as „Giornale di Roma“ vom 12. September bringt das sardinische Ultimatum an die römische Curie und die Antwort An⸗ tonelli's in Betreff der neuesten Ereignisse. Cavour's Schrei⸗ ben lautet: “ — ärin, 7. September 1860. Eminenz! Die Regierung Sr. Majestät des Königs von Sardinien at nicht ohne tiefes Bedauern die Bildung und den Bestand der Corps von ausländischen Söldnern im Dienste der päpstlichen Regierung gesehen. Die Organisation solcher Corps, die nicht nach dem Muster civilisirter Regierungen aus Bürgern des Landes, sondern aus Individuen von allen Sprachen, Nationen und Religionen gebildet wurden, verletzt das öffent⸗ liche Gewissen Italiens und Europas tief. Der Truppen solcher Art eigen⸗ thümliche Mangel an Mannszucht, das unbesonnene Benehmen ihrer Vor⸗ gesetzten, die herausfordernden Drohungen, die fie in ihren Bekanntmachun⸗ gen zur Schau stellen, erzeugen und nähren eine äußerst gefährliche Gäh⸗ rung. Die Bewohner der Marken und Umbriens bewahren lebhaft das schmerzliche Andenken an die Metzeleien und die Plünderung von Perugia Dieser an sich schon verderbliche Stand der Dinge wird es nach den Er⸗ v auf Sicilien und im Königreiche Neapel in noch höherem Grade. unfehlbar die Ausdehnung der Revolution in den vgetzbar⸗Probin en 19 beiführen. ze b
Die innigen Beziehung 1 Umbriens mis en⸗ 9 SShn- Ae. afm 8 vinzen verbinden, und die Gründe der Ordnung und Sicherheit der eigenen Staaten legen der Regierung Sr. Majestät die Pflicht auf, diesen Uöbeln so viel es in ihren Kräften steht, ein Heilmittel entge enzusetzen. Der König Victor Emanuel fühlt sich in seinem Cewissen deneen. nicht
gleichgültiger Augenzeuge der blutigen Strafhandlungen 8 bleiben, Ss welche die Waffen der ausländischen Söldlinge im düallenischen Blute jede Kundgebung des Nationalgefühls ersticken. Keine Ne ierung b ü 1 bas Necht, der Laune einer Bande von in Uniform esteckten Abent esit di er, a. eher eat bes deben eines eütsren Lands anheimzugeben.
5,2,e S eeas.-es, hcbatang der venchle B nin jenät des Königs, meines erhabenen Gebieters, die Ehre, Iw. Eminen anzuzeigen, daß die Truppen des Königs Weisung hab im N 8 . der Menschlichkeit zu verhindern, daß 2 epäͤpstlichen esn er⸗ 8 wah.en. .=vrun Ausdruck der Volksgefühle in den Marken und
Außerdem habe ich di 8
deren Bestand eine foriwährende Drohung fuür die Ruhe Italiens ist.
“ 1“
Im Vertrauen, daß Ew. Eminenz mir so bald wie möglich die voen der Regierung Sr. Heiligkeit über diesen Gegenstand getroffenen Maß⸗ nahmen mittheilen wollen, habe ich die Ehre, Ihnen die Gefühle meiner Hochachtung zu wiederholen. Cavour.
Die Antwort des päbpstlichen Staats⸗Seecretairs auf dieses Ultimatum lautet:
..“ MRgom, 11. September 1860..
Excellenz! Ohne das Mittel in Anschlag zu bringen, das Ew. Excellenz für gut befunden haben, um mir Ihren Brief vom 7ten d. M. zukommen zu lassen, habe ich mit so viel Ruhe, wie möglich, meine Auf⸗ merksamkeit auf das gerichtet, was Sie mir im Namen Ihres Souverains vorstellen, und ich kann Ihnen nicht verhehlen, daß ich zu dem Zwecke mir große Gewalt habe anthun müssen.
Die neuen Grundsätze des Völkerrechtes, die Sie in Ihrem Briefe vorbringen, würden es mir in Wahrheit überflüssig machen, Ihnen eine Antwort zu ertheilen, da sie zu sehr im Widerspruche mit denjenigen sind, welche von der Gesammtheit der Regierungen und Nationen an⸗ erkannt sind. Indeß von den Anschuldigungen, die der Regie⸗ rung Sr. Heiligkeit gemacht werden, lebhaft berührt, kann ich nicht umhin, vor Allem es auszusprechen, wie abscheulich, alles Grundes baar und ungerecht die Klage gegen die neuerdings von der päpstlichen Regierung gebildeten Truppen, und wie durchaus nicht zu bezeichnen die Schmähung ist, die ihr zugefügt wird, indem ihr ein allen anderen gemeinsames Recht abgesprochen wird; denn bis jetzt haben wir noch nicht gewußt, daß es einer Regierung nicht zustehe, in ihrem Dienste ausländische Truppen zu⸗ haben, während doch mehrere Staaten Europas solche in Sold haben. In dieser Beziehung scheint es mir am Orte zu sein, hier zu erklären, daß⸗ Dank dem Charakter, den das Oberhaupt der Kirche als gemeinschaftlicher Vater aller Gläubigen bekleidet, man ihm noch weniger verbieten könnte, unter seine Milizen solche aufzunehmen, die sich ihm aus verschiedenen Theilen der katho⸗ lischen Welt anbieten, um den heiligen Stuhl und den Kirchenstaat auf⸗ recht zu erhalten.
Ueberdies kann nichts unrichtiger und beleidigender sein, als den päpstlichen Truppen die Unordnungen zuzuschreiben, die leider in den Staaten des heiligen Stuhles vorgekommen sind, und es ist unnöthig, dies nachzuweisen. In der That, die Geschichte hat bereits die Quelle einregistrirt, aus welcher die Truppen gekommen sind, welche dem Willen der Bevölkerungen Gewalt angethan haben, so wie die Mittel, die ins Werk gesetzt wurden, um den größten Theil Italiens in Unordnung zu bringen und das, was am unverletzlichsten und heiligsten in den Augen
des Rechts und der Gerechtigkeit ist, unter die Füße zu treten.
Was die Folgen betrifft, die man der gesetzmäßigen Thätigkeit der
Truppen des heiligen Stuhles in Betreff der Unterdrückung des Aufruhrs
in Perugia⸗ zuschreiben möchte, so würde es wahrhaftig logischer gewesen sein, dieselben demjenigen zuzuerkennen, der den Aufstand da draußen er⸗ Ln,ror vr,bSSn, 5o., Bof, wissen zu gut, von wo derselbe an⸗
gestiftet wurde, woher das Geld, die Waffen und die Hülfsmittel aller
Art kamen, und von wo die Befehle und Weisungen zum Aufstande aus⸗ gegangen find.
Alles berechtigt daher zu dem Schlusse, daß die Schreiereien einer der
päpstlichen Regierung feindlichen Partei in Betreff ihrer Truppen nichts als reine Verleumdungen sind, und daß die den Chefs nset zur üit gelegten Anschuldigungen nicht minder verleumderisch sind, da sie dieselben.
als die Urheber von herausfordernden Drohungen und Proclamationen,
die geeignet seien, eine gefährliche Gährung hervorzurufen, darstellen.
Ew. Excellenz schlossen Ihre widerwärtige Fcthetung mit der an mich im Namen Ihres Souverains gerichteten Aufforderung, unverzüglich die Entwaffnung und Entlassung der fraglichen Milizen zu befehlen, und diese Aufforderung war mit einer Art von Drohung be⸗ gleitet, indem bemerkt ward, daß im entgegengesetzten Falle Piemont der Thäͤtigkeit derselben mit Hülfe Königlicher Truppen Einhalt thun werde. Hierin giebt sich eine Art von Drohung kund, die näher zu bezeichnen ich mich enthalten will. Der heilige Stuhl könnte dieselbe nur mit Unwillen zurückweisen, denn er fühlt sich in seinem wohlbegründeten Rechte stark und legt Berufung an das Völkerrecht ein, unter dessen Schirme Europa bis jetzt gelebt hat, welches übrigens auch die Gewaltthätigkeiten sein mögen, denen derselbe sich ausgesetzt sehen könnte, ohne sie veranlaßt zu haben, und gegen welche ich bis hiehher laut im Namen des heiligen. Stuhles Verwahrung einzulegen verpflichtet bin.
Ich bin mit den Gefühlen ausgezeichneter Hochachtung
G. Kardinal Antonelli.
Gleichzeitig richtete der Kriegsminister Fanti das mehrerwähnte aus Arezzo, 8. September, datirte Schreiben an den General Lamoricière, worin er demselben anzeigt, daß die sardinischen Trup⸗ pen sofort in die Marken und Umbrien einrücken würden, wenn Lamoricière’'s Truppen gegen eine Stadt einschritten, die eine Kund⸗ gebung im nationalen Sinne gemacht habe.
Die Nachrichten des „Pays“ und der „Patrie“ aus Italien lauten dahin, daß der König von Neapel mit 25,000 Mann zwischen Capua und Gasta steht; unter diesen Truppen befinden sich die Garde, das Fremden⸗Corps und das Armee⸗Corps aus den Abruz⸗ zen; die Brüder des Königs, die Grafen Trani und Caserta, sind beim Könige.
Der den 19ten c. in Triest eingetroffene französische Dampfer „Seine-Rhone“, welcher Tags zuvor Ancona verlassen hatte, meldet, daß der Angriff auf die Stadt von der Landseite aus, bereits begonnen hatte. Es waren zehn neapolitanische Schiffe L1..vS2n. und sah man dem Angriff auch von der Seeseite ent⸗ egen.
Türkei. Konstantinopel, 19. September. Der Gesund⸗ heitszustand ist im Allgemeinen günstig. Es ist wieder ein neues
Anbau eines Surrogats in Throl.
Regiment abgegangen und wird durch Redifs ersetzt. Der hohe Stand des baaren Geldes wird sehr empfunden. Abd⸗el⸗Kader hat den Medjidje⸗ Orden erster Klasse erhalten. In St. Jea⸗ d'Acre hat keine Metzelei stattgefunden. Syrien ist ruhig. Wien, Mittwoch, 19. September, Abends. (Wolff's Tel. Bur.) In der heutigen Sitzung des Reichsraths wurde gelegent⸗ lich der Besprechung des Tabacksmonopols die Anpflanzung edlerer Tabackssorten gefordert, um dadurch die Einfuhr zu vermindern und die Ausfuhr zu fördern. Graf Rechberg erklärt die Bereit⸗ willigkeit der Regierung hierzu. Borelli befürwortet die Einführung des Tabacksbaues in Dalmatien, Straßer den Graf Maylath beklagte das Drückende des Tabacksmonopols für Ungarn. Dies wird Seitens des Ministers zugegeben; die Aufhebung des Monopols jedoch jetzt für unzulaͤssig erklärt. Die Regierung solle die Möglichkeit einer künftigen Aufhebung des Monopols in Erwägung ziehen. Hiernaͤchst tadelte Bar⸗ koczy die Belastung der Presse durch den Stempel für Inserate und Zeitungen, indem er Verringerung dieser Last befürwortete. Der Finanzminister theilte die Ansicht Barkoczys und versicherte, er, wie die Regierung seien überzeugt, daß die thunlichste Berücksichtigung der Presse im Interesse der Regierung liege; die Finanzlage ver⸗ hindere jedoch gegenwärtig die Herabsetzung der Steuer. An⸗ drassy, der gleichfalls zu Gunsten der Presse sprach, erklärte sich nur gegen jene Blälter, welche die Stellung und die Bedeutung des Adels angreifen. Der Comité⸗Bericht wurde schließlich ange⸗ nommen. Ein Antrag auf Errichtung einer Montan⸗Central⸗ Behörde fand keine Unterstützung. 8 ö“
London, Mittwoch, 19. September. (Wolff's Tel. Bur.) Der „Nova Scotian“ aus New⸗Vork in den Mersey einlaufend, ist auf den Grund gerathen. „City of Baltimore“ und „Vander⸗ bilt“ sind ebenfalls aus New⸗Vork eingetroffen.
Paris, Mittwoch, 19. September, Abends. (Wolff's Tel. Bur.) Hier eingetroffene Nachrichten aus Turin vom heutigen Tage melden: Gestern Morgen hat General Lamoricière mit 11,000 Mann den General Cialdini angegriffen. Zur selben Zeit hatte die Besatzung von Ancona einen starken Ausfall ge⸗ macht. Nach einem heftigen Kampfe waren die Truppen Lamo⸗ riciere’'s vollständig in die Flucht geschlagen. Die Piemontesen machten viele Gefangene, darunter den General Pimodan, nah⸗ men 6 Kanonen und zahlreiche Wosfen
ALurin, Mittwoch, 19. September. (Wolff's Tel. Bur.)
Aus offizieller Quelle wird aus Jesi vom gestrigen Tage gemeldet,
daß General Lamoricidère die äußersten Positionen Cialdini's bei Castel Fidardo angegriffen habe. Das Resultat des heftigen Kampfes war die Verhinderung der Verbindung Lamoriciere's mit Ancona. Der Verlust Lamoricière's ist beträchtlich. Die Zahl der Gefangengenommenen beträgt 600. Gleichzeitig hatte eine Kolonne von 4000 Mann einen Ausfall aus Ancona gemacht, wurde jedoch zurückgeschlagen. Die Flotte hat das Feuer gegen Ancona er⸗
8
öffnet. “
Sö“ —
Berliner Setreidebörse E“ vom 20. September. v“ Weizen loco 74 — 86 Thlr. pr. 2100 Pfd. Roggen loco 79-—81pfd. 47 — 48 ½ Thlr. pr. 2000 Pfd. bez., Sep- tember 47 ⅛ — ½ — ½ Thlr. bez. u. G., 47 ¾ Br., September- Oktober 4 ½ bis 47 — 47 ½ Thlr. bez. u. Br., 47¾ G., Oktober-November 46 ½⅞ — 46 ¾
Thlr. bez. u. G., 47 Br., November-Dezember 45 2— 46 Thlr. bez. u.
G., 46 ¼ Br., Frühjahr. 45 ½ — ½ Thlr. bez. u. g., 45 Gerste, grosse und kleine 40 - 46 Thlr. pr. 1750 Pfd.— Hafer loco 25 — 29 Thlr., Lieferung pr. September 25 ¾8 Thlr. bez.
8. G., September -Oktober 25 ½ Thlr. bez. u. G., Oktober-November
25 Thlr. Br., 24 ¼ G., Novbr. 2 Dezbr. 25 Tblr. Br., 24 ½ G., Frühjahr
24 ½ Thlr. bez. 8 “
Erbsen, Koch- und Futterwaare 49 — 54 Thlr.
Rüböl loco 11 ⅔ Thlr. Br., Septem 11 ⁄¾ — 5 Thlr. bez. u. Br., 11 %2 6G., Oktober-Novem bez. u. G., 11 ¾⅔ Br., November-Dezember 11 ¾˖ Thlr. bez. u. O., Dezember -Januar 11 ½2 Thlr. Br., 11 ¾⅔ G., April - Mai 12 ½ — ½ Thlr. bez. u. Br., 12 ½ G.
Leinöl loco und Lieferung 11 Thlr.
Spiritus loco ohne Fass 18 ¾ Thlr. bez., September 18 ¼ — 18 Thlr. bez. u. G., 18 ½ Br., September-Oktober, 18 — 17 ⅞ Thlr. bez. u. G., 17 2 Br., Oktober-November 17572— Thlr. bez. u. G., 175⁄2 Br., No- vember-Dezember und Dezember-Januar 17 ½ — ⁄2 Thlr. bez., 17 ½¼ Br., 17 ⅛½ G., April-Mai 17 ⁄21 — X Thlr. bez. u. i1t G.
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Es wird darauf beantragt:
Weinen besser verkäuflich. Roggen in effektiver Waare wurde heute mehr beachtet und lebhafter umgesetzt, Termine verkehrten zu Anfang in matter Haltung bei mebrseitigen Offerten, befestigten sieh im Verlaufe der Börse und schliessen gefragt und höher. Gekündigt 5000 Ctr. In Rüböl war der Umsatz zu wenig veränderten Preisen ziemlich belebt; pr. Frühbjahr billiger verkaukt. Spiritus anfangs sehr fest, wurde dann auf nahe Permine wesentlich billiger verkauft und befestigte sich wieder zum Schluss. Gek. 40,000 Ort.
Stettin, 20 September, 1 Uhr 35 Minuten Nachmittags. (Tel. Dep. des Staats Anzeigers.) Weizen 78 — 86 nach Qualität, Septem- ber-Oktober 88 bez., Oktober-November 84 Br. u. G., Frühjahr 81 ⅓ Br., 81 ¼ G. Rog-gen 45 — 47 gefordert, 45 ½ — 46 bez., September-Oktober 45 ⅞ bez., Oktober- November 45 Br., November-Dezember 44 ¾ Br., Frühjahr 44 ½ bez. u. Br., 44 G. Rüböl 11 ¾ Br., September- Oktober u. Oktober- November 11 ⁄¾¼, April -Mai 12 ⁄2 bez. Spiritus 18 ⅔a — *, September 18 ½ — 77, September-Oktober 18, Oktober-November 17 ½ — 12 bez., Frühjahr 18 G.
Hamhurg, 19. September, Nachmittags 2 Uhr 52 Minuten. Geschäftslos.
Schluss-Course: Oesterr. Kredit-Actien 61 ½. Vereinsbank 98. Norddentsche Bank 80 ½. National -Anleihe 55 ⅛. 3proz. Spanier 44. 1proz. Spanier 37 G. Stieglitz de 1855 —. Disconto —.
Getreidemarkt. Weizen loco gutes Geschäft zu besseren Prei- sen, ab auswärts fest; Frühjahr, ab Holstein 130 Pfd. 130 billig zu machen. Roggen locoe stille; ab Königsberg 80 — 81 zu lassen. Oel, September 28, Oktober 27. Kaffee kest, mässige Umsätze. Link ge- schäftslos.
Frankfurt a. M., 19. September, Nachmittags 2 Uhr 31 Mi-
nuten. Günstigere Stimmung und bessere Course für österreichische
Fonds und Actien. Umsatz pelebt.
Schluss -Course: Neueste preussische Anleihe 115 ½. Preussische
Kassenscheine 105 ¼. Ludwigshafen-Bexbach 125 ½. Berliner Wechsel 105 ½. Hamburger Wechsel 87 ½. Londoner Wechsel 116 ½. Pariser Wechscl 92 ⅛. Wiener Wechsel 86 ½. Darmstädter Bank-Actien 180. Darmstädter Zettelbank 232 ¼. Meininger Kredit-Actien 67. Luxem- burger Kreditbank —. 3proz. Spanier 46 ½. 1roz. Spanier 38 ½. Spanische Kreditbank von Pereira 452. Spanische Kreditbank von Fothschild 470. Kurhessische Loose 44. Badische Loose 52 ¼. 5proz. Metalliques 45. 4 ¼proz. Metalliques 39 ½. 1854er Loose 63. Oesterreichisches National-Anlehen 54. Oesterreichisch-französische Staats -Eisenbahn-Actien 212. Oesterreichische Bank-Antheile 611. Oesterreichische Kredit-Actien 145. Oesterreichische Elisabeth -Bahn 132. Rhein-Nahe-Bahn 31. Mainz -Ludwigshafen Lit. A. 101 ¾ do. Lit. C. 97 ⅛. Neueste österreichische Anleihe 64 ½. 8 Wien, 20. September, Mittags 12 Uhr 30 Minuten. (Wolff’'s el.
730. Nordbahn 177. ,0. 1854er Loose 87 00. National-Anlehen 73.50 Staats-Eisenbahn-Actien-Certifikate 246.00 Credit-Actien 165.090. Lond n 133 50 Hamburg 101 50 Paris 53.30. Gold —. Elisabeth- bahn 182,00. Lombardische Eisenbahn 138.00. Kreditloose 106.00. 1860er Loose 87.50. G 8 “ 19. September, Nachmittags 4 Uhr. (Wolff Tel. Bur.) 5proz. österreichische National Anleihe 52 ¾%. 5proz. Metallique Litt. B. 67 ½. 5proz. Metalliques 43 7. 2 ½proz. Metalliques 23 ⅞. 1proz. Spanier 38 ½. 3proz. Spanier 46 ½¼. 5 proz. Russen 86 ⅞. 5 proz-. Stieg- litz de 1855 96 ½. Mexikaner 20 ¾1. Holländische Integrale 62 ¼¾ 8 Getreidemarkt. Weizen, weisser, 10 Fl. höher. Roggen loco 4, Termine 1 Fl. höher. Raps, September 69, Mai 73. Rüböl, Ne vember 40 ½, Frübjahr 41¼. 8 London. 10. September, Nachmittags 3 Uhr. (Wolff's Tel. Bur.) Börse fest. — Bedeckter Himmel. . Consols 93 ½. 1proz. Spanier 39 ½. Mexikaner 21 ½. Sardinie 82 ½. 5proz. Russen 103 ½., 4proz. Russen 93 ½. 8 Getreidemarkt. Englischer Weizen besser, fremder einen Schil- ling höher gehalten, beschränktes Geschäft. Frühzahrsgetreide fest. Liverpool, 19. September, Mittags 12 Uhr. (Wolff'’s Tel. Bur.) Baumwolle: 10,000 Ballen Umsatz. Preise gegen gestern unver- ändert. Paris, 19. September, Nachmittags 3 Uhr. (Wolff's Tel. Bur.) Die 3proz. eröffnete zu 67.90, stieg auf 68.40 und schloss fest zu die- sem Course. Mehl pr. September bis Dezember wurde zu 52 gehan- delt. Consols von Mittags 12 Uhr waren 93 ½ eingetroffen. Schluss-Course: 3proz. Rente 68.10. 4 ½proz. Kente 95.75. 3 proz. Spanier 46 ½. 1roz. Spanier 39 ½. Oesterreichische Staats-Eisenbahn- Actien 467. Hesterreichische Gredit -Actien —. Credit mobilier-
Actien 682.
Königliche Schauspiele. Freitag, 21. September. Im Opernhause. (153ste Vorstellung.) Die F Oper in 4 Akten, nach dem Französischen. Musik
onizetti. Ballet vom Königl. Balletmeister P. Taglioni. Im Schauspielhause. (177ste Abonnements⸗Vorstellung.) Zum Erstenmale wiederholt: Der Zunftmeister von Nürnberg, Schauspiel in 5 Akten, von Oskar Freiherrn von Redwitz.
Sonnabend, 22. September. Im Schauspielhause. (178ste
Abonnements⸗Vorstellung.) König Richard der Dritte. Trauer⸗ spiel in 5 Abtheilungen, von Shakespeare. Nach dem Originale und der Uebersetzung A. W. von Schlegel's für die Bühne bear⸗ beitet von Fr. Förster. Kleine Preise,. Im Opernhause. Keine Vorstellung. Der Billet Verkauf fiodet nur am Tage
von
Bur.) 8 5proz. Metalliques 62.00. 4 ½proz. Metalliques 56 00. Bank-Actien