1861 / 209 p. 3 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

1652

dem hat sich aber die Thaätigkeit der Marine bedeutend ausgedehnt. Der Senegal, die Saintes⸗Inseln, Reunion, Neu⸗Caledonien, die Gesellschafts⸗Inseln, Cochinchina, die afrikanischen Küsten, China und jetzt auch Nordamerika fordern Stationen franzoͤsischer Schiffe; um aber diese genügend ausrüsten zu können, muß das Offiziercorps verstärkt werden. Der Minister beantragt demgemäß, vorläufig die Zahl der Schiffs⸗Capitaine um 10, der Fregatten⸗Capitaine um 20, der Schiffs⸗Lieutenants um 50 und der Fähnriche um 25 zu vermehren und im näͤchsten Jahre dasselbe zu thun; nur so könne der Offiziernoth abgeholfen werden. Eine Eisenbahn von Abignon nach Gap mit Zweigbahnen nach Aix und über Salon nach Miramas ist durch Kaiserliches Dekret für gemeinnützlich erklärt worden. 29. August. Laut „Moniteur“ ist der Kaiser mit dem Kaiserlichen Prinzen gestern Abends 7 Uhr direkt nach Biaritz ab⸗

Zur Fällung des Urtheilsspruches im Prozesse Mires ist der Hof in Berathung getreten.

Italien. Turin, 28. August. Benedetti ist heute Nachts hier eingetroffen. Mehrere Zeitungen melden, daß in Rom in Folge einer von Franz II. in der Villa Patrizi gehaltenen Rede neue Expeditionen abgegangen seien.

Die Ministerkrisis scheint nun doch nicht weiter aufgeschoben

werden zu können; Minghetti'’s Rücktritt kann als entschieden be⸗ rachtet werden, und einens allgemein verbreiteten, von der „Opinione“ am 27. d. mitgetheilten Gerüchte zufolge würde General della Rovere das Kriegs⸗Ministerium übernehmen, zum Nachfolger in Sizilien aber den General Brignone erhalten, von dem eine andere Depesche

us Turin, 27. August, meldet, er habe in Befürchtung des Ein⸗ falls einer Reactionsbande in das Gebiet von Perugia, dort an der Grenze die Truppen verstärkt.

1 Türkei. Aus Konstantinopel, 28. August, wird tele— graphisch gemeldet, daß General Willisen, welcher die Glück⸗ wünsche des Königs von Preußen überbringt, an diesem Tage Audienz beim Sultan haben sollte. General Codrington war schon am 24. und General v. Montebello am 26. d. Mts. empfangen worden. Am 26. d. war auch der Vicekönig von Aegypten ange⸗ kommen, um seinen Glückwunsch persoͤnlich abzustatten. Die Ge⸗ sandten Rußlands, Italiens und Belgiens haben am 27. d. ihre neuen Beglaubigungsschreiben dem Sultan überreicht. Rußland hat der Pforte vorgeschlagen, die Union der Donau⸗Fürstenthüͤmer auf noch drei Jahre zu vertagen. Am 25. d. hat die Konferenz, welche über die Entschädigung der Opfer des syrischen Gemetzels Entscheidung treffen soll, beschlossen, diese Angelegenheit vor die beiruter Kommission zu verweisen, welche sie besser beurtheilen kann.

Rußland und Polen. St. Petersburg, 24. August. Die Zeitungen publiziren zwei wichtige Gesetze. Das eine betrifft 1) die Vergehen gegen die bestehende Regierungs⸗Ordnung, die allgemeine Ruhe und die dafüur festgestellten Strafen, 2) das be⸗ hufige polizeigerichtliche Verfahren, und das andere die Erklärung einer oder anderen Provinz von Westrußland in Kriegszustand, die den Militair⸗Chefs zustehenden Rechte, Befugnisse und Voll⸗ machten. Beide Gesetze sind am 17. d. M. vom Kaiser bestätigt und durch die um sich greifende Bewegung in Westrußland motivirt.

Die Warschauer Zeitungen vom 28. d. veröffentlichen ein in versöhnlichem Sinne abgefaßtes kaiserliches Reskript an den Grafen Lambert. In demselben heißt es, es sei dem Statt— halter der vertrauensvolle Auftrag zur Pacifizirung des Königreichs ertheilt; dieselbe werde ihm unter Mitwirkung der einsichtsvollen Bürger gelingen. Es wird dann ferner darin größere Selbst⸗ ständigkeit und völliges Vergessen des Geschehenen versprochen.

Schweden und Norwegen. Stockholm, 26. August. Der König ist heute Vormittag hier wieder eingetroffen.

Dänemark. Kopenhagen, 29. August. Bei dem heuti⸗ gen Vogelschießen der Königlichen Schießgesellschaft beantwortete der König einen Toast aufs Vaterland folgendermaßen: „Als ich König wurde, wuüͤnschte ich, den Freiheitsbaum zur Reife zu brin⸗ gen uͤber mein ganzes Reich. Die Zeit war aber nicht gekommen; die Frucht war in Schleswig, Holstein und Lauenburg nicht so gereift, wie in Dänemark. Was kann ich dafür, daß die Sonne die Frucht fruͤher in Dänemark als in den üͤbrigen Landestheilen gereift hat? So lange die Frucht dort nicht reif ist, muß man sie am Baume hängen lassen; ich hoffe, daß sie bald in meinem ganzen Reiche wird reif sein.“ (H. B. H

Amerika. Die „New⸗YVork Times“ vom 15. August be— merkt über die Schlacht bei Springfield: Der Kampf scheint hier noch viel heißer gewesen zu sein, als bei Bulls Run. Vom militairischen Gesichtspunkte kann man es eine unentschiedene Schlacht nennen; erwägt man aber die große numerische Ungleichheit der beiden Theile, so darf man es wohl als einen großen Sieg der National⸗Armee betrachten. Unser Verlust wird auf 150 oder 300

Ftndess auf seünadestans 2000 Todte wird. r verlor auch, wie schon gesagt, alle Zelte, Was ungefahr 100 Pferde. General Price ist . gefallen, 88 ersten Depeschen glauben ließen, und der Tod des Generals M'Culloch scheint noch zweifelhaft zu sein. Nach unserem Rückzuge von Springfield machten die Rebellen keinen Versuch, unserse Truppen zu folgen, und man hielt es für wahrscheinlich, daß Ge⸗ neral Siegel nicht weiter als bis Lebanon zurückweichen und dort Verstärkungen erwarten wird. General Fremont hat in St Louis das Kriegsgesetz proklamirt.

Der Konföderirten Kongreß in Richmond hat am 8. d. M. mehrere Bills von Wichtigkeit angenommen. Durch eine derselbes wird der Präsident ermächtigt, 400,000 Mann auf nicht weniger als ein Jahr und nicht mehr als drei Jahre anzuwerben. Eine zweite Akte dehnt die Armee-Organisation auf Kentucki, Missour Marhland und Delaware aus und ermächtigt den Präsidenten, in jenen Staaten Regimenter und Bataillone zu errichten und Offt. ziere fär denselben zu ernennen. Durch die dritte Akte wird der Praͤsident ermächtigt, alle erwachsenen Einwohner der suͤdlichen Staaten, welche nicht Bürger dieser Staaten sind, erforderlichen Falls zu verhaften und als Feinde des Landes zu behandeln und alle Bürger, welche die Autorität der Vereinigten Staaten aner⸗ kennen, binnen vierzig Tagen des Landes zu verweisen.

““

und Verwundete angegeben

Telegraphische Depeschen. 8 (Aus dem Wolff'schen Telegraphen⸗Büreau).

Paris, Donnerstag 29. August, Abends. In dem Prozesse Mireès wurde derselbe vom Gerichtshofe des Verbrechens des ver, suchten Betruges gegen Dreyfuß, Beauvais und Thierry so wie der Entwendung von 21,247 Aktien nichtschuldig erklärt' im Uebrigen aber wurde das Urtheil der ersten Instanz, so win das Strafmaß aufrecht erhalten. Graf Siméon ist mit seiner Appellation zurückgewiesen worden.

Paris, Donnerstag, 29. August, Abends. dence Bullier“ veröffentlicht eine Cirkularnote 24. August an die diplomatischen Agenten, Lage der neapolitanischen Provinzen sich ausspricht und denen, die dazu rathen, der Union zu entsagen, antwortet, daß die italienische Nation sich konstituirt habe und daß Alles, was italienisch sei, ihr gehöre. Ricasoli erläutert die Situation der neapolitanischen Pro⸗ vinzen, vergleicht die gegenwärtigen Unruhen mit denen, die in den ver— schiedenen Epochen ihrer Umgestaltung in Frankreich, England und Spanien stattgefunden haben, erklärt, daß die neapolitanische Be⸗ wegung keineswegs eine politische sei, sondern ein Werk des Raubes und der Plünderung. Von 15 Provinzen Neapels haben nur 5 der römischen Grenze zunächst gelegenen sich dem Räuber— wesen hingegeben. Ricasoli giebt eine geschichtliche Darstellung des Raͤuberwesens, das in den verschiedenen Zeiträͤumen das König— reich Neapel verwüstet hat, greift die alte neapolitanische Armee hart an, die aus 180,000 wohl bewaffneten und equipirten Sol⸗ daten bestehend, vor der Faust eines Helden den Ruͤcken gewendet, und sich seitdem dem Raͤuberwesen ergeben habe. Sie habe zuweilen das bourbonische Banner erhoben, welches sie, weil sie es nicht vertheidigt hatte, entehrte und welches sie jetzt entehrt, indem sie es zum Embleme des Meuchelmordes und des Raubes macht.

Ricasoli bedauert konstatiren zu muͤssen, daß auf der neapo⸗ litanischen Brigandage die Hoffnung der europäischen Reaction be⸗ ruhe und daß diese Reaction ihre Burg in Rom errichtet habe. Der König von Neapel schlage zu Rom Geld und unterhalte die Banden. Der Peterspfennig diene dazu, für die Brigandage in allen Theilen Europas zu werben. Munition und Waffen gehen aus dem Römischen über die Grenze. Die Untersuchungen und die durch die Franzosen in jüngster Zeit bewerkstelligten Ver⸗ haftungen lassen keinen Zweifel über diesen Gegenstand. Das Einverständniß des römischen Hofes mit der neapolitani— schen Brigandage sei erwiesen. Ricasoli hofft, daß dies ein maäͤchtiges Argument liefern und beweisen werde, daß die weltliche Macht des Papstes nicht allein durch die unwider, stehliche Logik der nationalen Einheit verurtheilt, sondern auch un— verträglich geworden sei mit der Civilisation und der Humanitäͤt, welche nicht dulden können, daß solches sich gegen den Katholizis⸗ mus vorbereite mit dem Einverständniß und der Ermuthigung der Diener dessen, welcher auf Erden den Gott der Milde und des

Die „Correspon— Ricasoli's vom in welcher er über die

Todte und mehrere hundert Verwundete eschätzt, während der des

Friedens repräsentirt. Wenn Rom auf diesem Wege fortgehe, so

8

Kein Aussteller wird mehr als eine Medaille in irgend einer Klasse oder

Kommission das Recht vor, das Erkenntniß zu bestätigen oder zu verwerfen.

Ausstellung übergeben werden. b

kompromittire es die religiösen Interessen, ohne die weltlichen zu retten. Diese allgemeine Ueberzeugung werde der italienischen Ne⸗ gierung die Aufgabe sehr erleichtern in dem Bestreben, nicht nach⸗ zulassen, Italien sich wiederzugeben und für alle Zeiten die Frei⸗ heit und die Würde der Kirche wieder herzustellen.

Gewerbe⸗ und Handelsnachrichten.

1“ London, 28. August. Die Kommissare der internationalen Aus⸗ he von 1862 daßen in Bezug auf die in der 1., 2. und 3. zu vertheilenden Preismedaillen Folgendes beschlossen. Diese Medaillen werden alle einer Klasse angehören und eine einfache Anerkennung des Verdienstes ohne irgend eine Unterscheidung des Grades aussprechen.

se erhalten. Für jede Klasse und Unterklasse wird zur Zuerken⸗ 1 Fedatden eine ““ Jury gebildet werden. Jeder fremden Kommission wird es freistehen, 1 Jury⸗Mitglied für jede Klasse und Unterklasse, in welcher Haupt⸗Industriezweige ihres Landes vertreten find, zu ernennen. Die Namen der ausländischen Jurh⸗Mitglieder müssen vor dem 28. Februar 1862 von Ihrer Majestät Kommissaire ein⸗ gesandt werden. Die britischen Jury⸗Mitglieder werden auf folgende Weise gewählt werden. Jeder Aussteller ernennt für jede Klasse oder Unterklasse, in welcher er ausstellt, 3 Personen, und aus dieser Personen⸗ zahl wird die Kommission für jede Klasse oder Unterklasse 3 Mitglieder auswaͤhlen. Die Kommission behaͤlt sich das Recht vor, in besonderen Fällen, wo die strenge Anwendung dieses Prinzips zu einer Ungerechtigkeit ühren könnte, mehr oder weniger davon abzugehen. Die Namen der Jury⸗Mitglieder werden im März 1862 veröffentlicht werden. Vor dem letzten Mai 1862 werden die Juri's ihre Erkenntnisse mit einer kurzen Be⸗ gründung der Kommission einzureichen haben. 8 Sollten die Gründe unzureichend scheinen oder gar nicht angegeben sein, so behäͤlt sich die

Die Bekanntmachung der Erkenntnisse wird Anfangs Juni im Aus⸗ TeUrn zsgekäube ha Feierlichkeit stattfinden. Unmittelbar nachher werden sie an den Comptoirs der erfolgreichen Aussteller angeschlagen werden. Wenn ein Aussteller das Amt eines Jury⸗Mitgliedes annimmt, so kann weder er selbst, noch die Firma. in der er ein Theilhaber ist, in der Klasse oder Unterklasse, für welche er ernannt ist, eine Medaille er⸗ halten. Die Medaillen werden den Ausstellern am letzten Tage der

Marktpreise.

8 Berlin, den 29. August. zu Lande: Weizen 2 Thlr. 15 Sgr. Roggen 2 Thlr. 5 Sgr. ., auch 2 Thlr. 2 Sgr. 6 Pf. und 1 Thlr. 27 Sgr. 6 Pf. Grosse 2 1 Thlr. 22 Sgr. 6 Pf., auch 1 Thlr. 20 Sgr. und 1 Thlr. gr. 6 DPf. MHafer 1 Mlr. . 8n Thlr. 1 Sgr.

27 Sgr. 6 Pf. Erbsen r. gr. 6 Pf. vt; Weizen 3 Thlr. 10 Sgr., auch 3 Thlr. und 2 Thlr. BHoggen 2 Thlr, 3 Sgr. 2 Pk., auch 2 Thlr. 1 Sgr. 3 F. und 2 Thlr. Grosse Gerste Thlr. 23 Sgr. 9 Pf., auch 1 Thlr. 18 Sgr. 9 Pf. und 1 Thlr. 13 Sgr. 9 Pf. Hafer 1 Thlr. 2 Sgr. 6 Pf., auch 27 Sgr. 6 Pf. HeHennh II 8 Sgr. 6 Pf. Futter-Erbsen . 27 Sgr. 6 Pf. und Phlr. 25 Sgr. Ledsrn Stroh 7 Thlr. 15 Sgr., auch 7 Thlr. und 6 Thlr. 15 Sgr.

Der Centner Heu 27 Sgr. und 24 Sgr., geringere Sorte auch 20 Sgr.

toffeln, der Scheffel 25 Sgr., auch 22 Sgr. 6 Pf. und 20 Sgr., 1Sgr. 9 Pf., auch 1 Sgr. 6 Pf. und 1 Sgr. 3 Pf.

Die Marktpreise des Kartoffel-Spiritus, Tralles, frei hier ins Haus geliefert, waren au 23. Aug. 1861 24. 26.

er 8000 pro Cent nach Pissigeha Platze am 20 ¾ à 20 ¾⅔ Thlr.

20 ¾ à 20 ¾ Thlr.

20 8½, à 20 8 Thlr. 27. 21 Phlr. 28. 1““ JS 21 Thlr.

li d 29. Au Ust 1861. N1“ Kaufmannschaft von Berlin.

hne Fass.

Beriiner Getreidebörse 4 vom 30. August.

wei loco 60 81 Thlr. pr. 2100 Pfd. ESs eh sga- neuer 79 81pfd. 48 ¼ 49 ¼ Thlr. ab Kahn, 81 82 pfd.

neuer 50 Thlr. ab Kahn pr. 2000 Pfd. bez., schwimmend 81 82 fd. alter und neuer bes sscel 50 Thlr. pr. 2000 Pfd. bez., August und August-September 48— 48 ¾ Thlr. bez., Br. u. G., September-Oktober 47 48 ¼ Thlr. bez., Br. u. G., Oktober-November 47 48; Thlr. bez. u. G., 48 ¾ Br., November 15s 47 ⁄¾ 48 ½ 48 ½ Thlr. bez. u. G., 48 ¾ Br., Frühjahr 47 48 Thlr. bez. Gerste, grosse 5 kleine, 38 46 Thlr. pr. 1750 Pfd.

Hafer loco 20 26 Thlr., Lieferung pr. August u. August-Sep- tember 23 ½ Thlr. Br., September-Oktober 23 ½ 3 Thlr. bez., Oktober- Nober 23 ¼ ½ Thlr. bez., November-Dezbr. 23 ½ Thlr. bez., Frühjahr 23 24 ⁄12 Thlr. bez. G F24,2n; Koch- und Futterwaare 42 52 Thlr. 8

Rüböl loco 12 ½ Thlr. Br., August und August -September 12 ½

u. G., Oktober-November 12 ¼ Thlr. bez. u. G., 12 ¼ Br., Novembe Dezember 12 ⁄☚ 9 Thlr. bez., Br. u. G., April-Mai 12 ½ Thlr. Br. Leinöl loco u. Lieferung 12 Thlr. Spiritus loco ohne Fass 21 Thlr. bez., August u. August-Sep- tember 20 ¾ 20 ¾⅞ Thlr. bez. u. Br., 20 ¾ G., September-Oktober 20 ½ ½ Thlr. bez. u. Br., 20 ¾2 G., Oktober-November 19 1 ½8 Thlr. bez. u. Br., 19 ⁄2 G., November-Dezember, Dezember-Januar u. Januar-Februar 19 - 19 ¼ Thlr. bez., Br. u. G., April-Mai 19 ½ 19 ⁄¾% Thlr. bez. Weizen nur feine Waare beachtet. In Roggen loco erschwerten zu hohe Forderungen die Ausdehnung des Geschäfts. Termine eröff- neten fest aber mit mehrseitiger Verkaufslust, besserten sich dann in Folge überwiegender Deckungsordres und schliessen bei sehr animirter Stimmung wesentlich höher. Rüböl etwas höher bezahlt mit festem Schluss. Spiritus verkehrte neuerdings in langsam steigender Richtung und schloss sehr fest. Gek. 30,000 ört

Leipzig, 29. August. Leipzig- Dresdener 215 G. Löbau-Zit- tauer rin 98 82 G.; 10.Lit. B. —. Magdeburg- Leipziger 218 Br. Berlin-Anhalter Litt. A., B. u. C. —. Berlin - Stettiner —. Cöln- Mindener —. Thürangische —. Friedrich-Wilhelms-Nordbahn —. Altona-Kieler —. Landesbank-Actien —. Braun- schweiger Bank-Actien —. Weimarische Bank-Actien 74 ½ G. Oester- reichische 5proz. Metalliqgues —. 1854er Loose —. 1854er National- Anleihe 58 ½ Br. Preussische Prämien-Anleihe. —.

Breslau, 30. August, 1 Uhr 50 Minuten Nachmittags. (Tel- Dep. des Staats-Anzeigers.) Oesterreichische Banknoten 73 ¾ Br. Frei- burger Stamm-Actien 111 G. Oberschlesische Acetien Litt A. u. C. 122 ¼ G.; do. Litt. B. 112 ½¼ Br. Oberschlesische v““ Litt. D., 4proz., 93 Br.; do. Litt. F., 4 ½proz., 99 Br.; do. ütt. E., 3 ½proz., 82 ¾ Br. Kosel-Oderberger Stamm-Actien 33 ¾ Br. Neisse- Brieger Aetien —. Oppeln -Tarnowitzer Stamm-Actien 31 ½ Br. Preussische 5proz. Anleihe von 1859 108 Br. b

Spiritus pr. 8000 pCt. Tralles 19 ¾ Thlr. bez. Weizen, weisser 69 90 Sgr., gelber 69 89 Sgr. Roggen 52 60 Sgr. Gerste 38 46 Sgr. Hafer 20 26 Sgr. 6 . Die Börse war mit Ultimo-Regulirungen beschäftigt; Course im Allgemeinen etwas fester. Fonds vernachlässigt. Schlesische Bank

½ bez. u. G. Stettin, 30. August, 1 Uhr 45 Min. Nachmittags. (Tel. Dep. des Staats-Anzeigers). Weizen 72 85 gefordert, August-September 79 ½, Frühjahr 77 Gld. Roggen 46, September-Oktober 45 ½, Oktober- November 45 ¼, Frühjahr 46 bez. Rüböl 12 Br., September- Oktober 11 bez., 11 1% Br., KApril- Mai 12 7⁄32 Br. Spiritus 20 ⅜, August-Septem- ber 20 ¼ Br., September-Oktober 19 ¾%˖ G., 19 ¾ Br., Oktober-November 18 ¾ G., 18 i Br., Frühjahr 18 ⁄2 G., 19 Br.

Hamburg, 29. 2 Uhr 44 Minuten.

örse sehr geschäftslos, schloss fester. Course: Oesterr. Kredit-Actien 62 ¼. Vereinsbank 101 ¼¾. Norddeutsche Bank 89 ¾. National-Anleihe 58. 3 proz. Spanier 45. 1proz. Spanier 40 G. Stieglitz de 1855 —. Disconto —. 8

Getreidemarkt. einen loco sehr fest, ab auswärts ruhig. Roggen loco ruhig, ab Königsberg Frühjahr 79 80 G., 80 81 ge- halten. Oel, Oktober 25 ⅛, Mai 25 ⅛. Kaffee bleibt günstig, Umsatze 7000 Sack loco, meistens Rio. Zink 7000 Ctr. loco mit Termin und

Lieferung alle 12 Mark. b 8 11hö a. M., 29. August, Nachmittags 2 Uhr 42 Minut. Die Ultimo-Abrechnung blieb ohne Einfluss auf die Börse, Course

wenig verändert. Schluss-Course: Kassenscheine 105. 104 . Hamburger Wechsel 8785. Wechsel 93 . iener Wechsel 84 ½. Bank Darmstädter Zettelbank 241. Meininger Kredit-Actien 74. burger Kreditbank 85 ½. 3 proz. Spanier 47 ¾. 1roz. zer. . Spanische Kreditbank von Fereira 465,. Spanische Kreditbank 8 Rothschild 505. Kurhessische Loose 53 ½ Badische Loose 82 5proz. Metalliques 48 ¼,. 4 ⅛Qproz. Metalliques 41. 1854er 8. Oesterreichisches National -Anlehen 56 ½. Oesterreichisch- . Ser Staats-Eisenbahn-Actien 231. Oesterreichische Bank era u er⸗ Oesterreichische Kredit-Actien 146 ½. Oesterreichische B b 116. Rhein-Nahe-Bahn 23 ⅛. Sruns I1“ Lit. A. 107 ⅛; do. ½. Neueste österreichische Anleihe 60 ⅛. 8 8 8r12, S ee a. Mittags 12 Uhr 30 Minuten. (Wolff's Tel. 5 ebt. g 1 1”G 68.50. 4 ½proz. Metalliques 59.00. Bank-Actien 741. Nordbahn 193. 20. 1854er Loose 87 00. „National-- lehen 81 00. Staats-Eisenbahn-Actien-Certificate 276.00. Cre 8 Actien 174.80. London 138.20. Hamburg 102. 00. Paris 84. 88. Gold —. Elisabethbahn 167.00. Lu“] Eisenbahn 233.00. Kreditloose 119.00. 1860er Loose 83.25. 1r8 8, 29. August, Nachmittags 4 Ubr. (Wolfls Tel. österreichisehe National - Anleihe 54 ½. öpros. FEe Lit. B. 68 ½. 5proz. Metalliques 46 8. 2;pror. Netalliques 24;½. 8 2 Spanier 42. 9%. 3proz. Spanier 47 ¼. 5 proz. Russen 88½. de 1855 94 b. Mexikaner 20 . Londoner W gehsel, kurz .a Wiener Wechsel, kurz 83. Uamburger Weechsel 35 ¼. Petersburg Fechsel 1.63. Holländische Integrale 64 ½. 1 8 NS 29. August, Nachmittags 3 Uhr. (M olffs Tel. Bur.)

Neueste Preussische Anleihe 126. Preussische Ludwigshafen-Bexbach 133 ½, Berliner Wechsel Londoner Wechsel 118 ½. Pariser Darmstädter Bank-Actien 199. Luxem-

41 ½.

hlr. Br., 12 ¼2 G., 12 ½¼ bez, September-Oktober 12 ¼. 11½ Thlr. bez.

Silber 60 ½.