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eine gewisse Beziehung zwischen Arbeit und Kapital giebt und wahrschei⸗n lich immer geben wird, die gegenseitige Vortheile erzeugt. Der Irthum besteht blos in der Annahme, daß die ganze Arbeit der Ge⸗ meinde innerhalb dieser Beziehung existirt. Wenige besitzen Ka⸗ und diese Wenigen scheuen selbst die Arbeit, miethen oder vielmehr mit ihrem Kapital Andere, damit diese für sie arbeiten. Eine große Majorität gehört zu keiner dieser beiden Klassen⸗ arbeitet weder für Andere, noch auch besitzt sie Leute, die für sie arbeiten. In den meisten der füdlichen Staaten ist die Mehrzahl der Bevölkerung aller Farben weder Sklave noch Herr, während im Norden eine große Majorität weder Miether noch Vermiethete sind. Männer mit ihren Fa⸗ milien, Weibern, Söhnen und Töchtern, arbeiten für sich auf ihren Ge⸗ höften, in ihren Häusern und Läden, nehmen den Ertrag ausschließlich für sich, und verlangen weder vom Kapital noch vom gemietheten Arbeiter oder Sklaven irgend eine Gunst. Es darf nicht übersehen werden, daß eine bedeutende Anzahl Leute ihre Arbeit mit Kapital mischen, d. h. sie arbeiten mit eigener Hand und nebenbei miethen und kaufen sie auch Arbeiter, doch ist dies eine gemischte, nicht aber eine besondere Klasse. Kein gegebenes Prinzip ist durch die Existenz dieser gemischten Klasse gestört. Wie oben bemerkt, es muß nicht nothwendigerweise eine fürs ganze Leben vermiethete freie Arbeit geben. Allenthalben in diesen Staaten findet man viele un⸗ abhängige Männer, die noch vor wenigen Jahren vermiethete Arbeiter waren. Der kluse hellerlose Bettler arbeitet in der Welt eine Zeitlang für Lohn, erübrigt etwas, um sich Werkzeuge oder Land zu kaufen, ar⸗ beitet dann wieder eine Zeitlang für sich, um schließlich einen jungen Ar⸗ beiter zu miethen, daß er ihm bebülflich sei. Dies ist das gerechte, edle und ersprießliche System, das Jedem eine Lauföahn erschließt, Jedem Hoffnung giebt, Jedem Thatkraft zu Fortschritten und Verbesserungen seiner Lage ertheilt. Niemand ist vertrauenswerther als der durch Ar⸗ muth sich seinen Weg gebahnt, Niemand ehrlicher als wer endlich er⸗ worben hat, was er besitzt. Mögen sie sich hüten, die von ihnen errun⸗ gene politische Macht aus den Händen zu lassen, und die, wenn erst an andere abgetreten, zuversichtlich benutzt werden würde, um ihresgleichen von jeder Beförderung auszuschließen und sie mit Ausnahmsgesetzen und Lasten zu bedrücken, bis alle Freiheit verloren gegangen 189
Siebenzig Jahre sind seit unserer ersten Census⸗Aufnahme verflossen, und ums Achtfache hat sich in diesem Zeitraume unsere Bevölkerung ver⸗ mehrt. Noch größer war der Zuwachs derjenigen Dinge, den die Men⸗ schen erstreben. Daraus erkennen wir mit Einem Blick, was das volks⸗ thümliche Prinzip, in seiner Anwendung auf die Regierung vermittelst der Maschinerie der Staaten und der Union, in einer gegebenen Zeit geleistet hat, und was es, wenn wir daran festhalten, in Zukunft zu leisten ver⸗ spricht. Schon giebt es Leute unter uns, die, wenn die Union erhalten wird, es erleben können, daß ihre Bevölkerung auf 250 Millionen Ein⸗ wohner steigt. Der gegenwärtige Kampf ist nicht nur für heute, er ist auch für eine große Zukunft.
Mit festem Vertrauen auf die Vorsehung, und mit noch festerem und tieferem als sonst wollen wir uns fernerhin der großen, uns durch die Ereignisse überwiesenen Aufgabe unterziehen.“
Washington, 3. Dezember 1861. Abraham Lincoln.
Gleichzeitig mit der Botschaft wurden dem Kongresse die ver— schiedenen Berichte der Staatssekretaire vorgelegt. Wir erwähnen vorerst, daß dem des Kriegssekretair zufolge die Unionsarmee der⸗ malen aus 660,971 Mann besteht, davon 20,334 republikanische Truppen (568,383 Infanterie, 59,398 Kavallerie, 24,688 Artillerie, 8395 Scharfschützen und 107 Ingenieure).
Die Botschaft wurde mit tiefem, anständigem Schweigen angehört, und nach Verlesung derselben vertagte sich das Haus. Die Gallerieen waren voller als gewöhnlich, und auch sonst die Theilnahme eine merklich lebhaftere. Von den Senatoren waren allerdings nicht mehr denn 35 oder 37 anwesend, dafür war die republikanische Partei desto zahlreicher vertreten. — Der Antrag auf ein Dankesvotum für Capitain Wilkes war von Lovejoy aus Illinois (Republikaner) ausgegangen; Egertons (Re⸗ publikaner aus Ohio) Gegenantrag, der Praͤsident möge ihm eine entsprechende Denkmuͤnze uͤberreichen, war verworfen worden. —
Mason und Slidell werden, auf Antrag von Mr. Colfax (aus Indiana), in der fuͤr überführte Verbrecher bestimmten Kerker⸗ zelle eingesperrt werden, als Vergeltung dafür, daß die föderalisti— schen Obersten Corcoran⸗ und Wood in Richmond dasselbe zu er⸗ dulden haben. (Letztere wurden bekanntlich mit anderen so behandelt, weil die gefangenen Kapermannschaften des Südens vom Norden als Piraten angesehen wurden.)
Fernere Berichte aus New⸗Vork vom 7. d. melden, daß die Blokade von Charleston in Savannah durch die Versenkung von mit Steinen beladenen Schiffen bald vollständig sein werde. — Das System, in den Sklavenstaaten durch die Bundestruppen Baumwolle erndten zu lassen, um sie zum Verkauf für militairi⸗ sche Rechnung nach. ö. zu senden, dürfte durch das Schatz⸗ departement organisirt werden. Die Sklaven sollen bei dieser Arbeit verwendet werden.
Telegraphische Depeschen.
8 (Aus dem Wolffschen Telegraphen⸗Büreau.)
London, Mittwoch, 18. Dezember, Abends. Ein falsches Gerücht von dem Tode Palmerston's, das allgemein verbreitet war, hatte große Bestürzung verursacht. Lord Palmerston, der an der Gicht gelitten hatte, befindet ich jetzt besser.
Paris, Donnerstag, 19. Dezember, Vormittags. Gester Abend starb hier der preußische Gesandte Graf Pourtaless. Das Bülletin des „Moniteur“ dementirt kategorisch die Ge⸗ chte über ministerielle Modificationen.
urin, Mittwoch, 18. Dezember, Abends. Der „Corriere mercantile“ konstatirt eine vollständige Spaltung zwischen Gari⸗ baldi und der Majorität des Genueser Comité''s, welches dessen
Berliner Getreidebörse
vom 19. Dezember.
Weizen loco 65 — 83 Thlr., weissbunt. poln. 83 — 84pfd. 82 ¾ Thlr ab Bahn bez. .“ Roggen loco 80 — 82pfd. 52 ½ — ¼ Thlr. ab Kahn bez., 80 -— 8!pfc 52 ⅞ Thlr. frei Haus bez, 79 —80fd. 52 ¼ Thlr. frei Haus bez., Dezem. ber 53 — 4— 52 ½ Thlr. bez., Br. u. G., Dezember-Januar 52 ½ — ½ —2 Thlr. bez., Dr. u. GC., Januar-Februar 52 ½ — 5 — ¼ Thlr. bez. u. Br. 5 G., Frühjahr 52 ¼ — 51 x Thlr. bez. u. G., 518¾ Br., Mai-Juni 52— 5 9 Thlr. bez. u. G., 52 Br. v
Gerste, grosse und kleine 37 — 41 Thlr. pr. 1750pfd., schlesi 38 — 39 Thlr. * Bahn bez. 3 b 1
Hafer loco 22 — 25 Thlr., schlesisch. 23 ½ Thlr. ab Bahn bez., Lie-
ferung pr. Dezember 23 Thlr. bez., Dezember-Januar do., Frühjahr
24 ½ — ½ Thlr. bez., Mai-Juni 25 — 24 ¾ Thlr. bez. Erbsen, Koch- und Futterwaare 46 — 60 Thlr. nominell. Rüböl loco 12 ⅔ Thlr. bez., Dezember u. Dezember-Januar 12 ⁄. ‧— 5
bis 3, Thlr. bez. u. G., 12 ½ Br, Januar- Februar 12 ¹½22 — Thlr. bez,
Br. u. G., Febr.-März 12 42 Thlr. Br., 12 ½ G., April -Mai 12 ⅞ - 13 Thlr. bez. u. Br., 12 1½ G., Mai-Juni 13 - 13 ⁄2 Thlr. bez. u. Br., 13 G. ILeinöl loco 12 ¾ Thlr.
Spiritus loco ohne Fass 18 . — 18 ½ Thlr. bez., Dezember u. Dezem. ber-Januar 18 ½ — ¹12 Thlr. bez. u. G., 18 ¼ Br., Januar - Februar 18
bis 18 ¼ Thlr. bez., Br. u. G., Februar-März 18 ¾ — ², Thlr. bez. u. Br.
18 G., April-Mai 19 5 — 7¼ Thlr. bez. u. G., 19 ¼ Br., Mai-Juni 19½8 bis X Thlr. bez. u. G., 19572 Br., Juni-Juli 19 — ½ Thlr. bez. Weizen fest gehalten. Roggen loco war bei reichlichem Angebet nur 2n billigen Preisen verkäuflich. Termine fest eröffnend, ermatteten alsdann, und gingen im Werthe erheblich zurück. Gek. 5000 Ctr. Hafer ziemlich behauptet. Rüböl, wegen Mangel an Abgebern für ale Sichten höber bezahlt. Gek. 100 Ctr. Spiritus zu den gestrigen Schluss- coursen eröffnend, gab im Laufe des Geschäfts nach und schliesst auch
matt. Gek. 30,000 Ott.
Lelppzig, 18. Dezember Leipzig-Dresdener 216 ⅔ Br. Löbau-it-
Eie22 o., db. stt. . Berlin - Anhalter Litt. A., B. u. C. —. Berlin-Stettiner —. Cölu- Mindener —. Thüöringische 109 ¼ Br. Friedrich-Wilh.-Nordbahn — Altona-Kieler —. Anhalt-Dessauer Landesbank-Actien 16 ½ Br Bramn- schweiger Bank-Actien —. Weimarische Bank-Actien —. reichische 5proz. Metalliques —. 1854er Loose —. 1854er National- Anleibe 56 ¾ G. Preussische Prämien-Anleihe —. F““
Magdeburg Leipziger 218 Br.
Breslam, 19. Dezember, 1 Uhr 25 Minuten Naechmittags. (Ter. Dep. des Staats-Anzeigers.) Oesterreichische Banknoten 71 Br. Fres- durger Stamm-Actien 111 ⅛ Br. Oberschlesische Aectien Litt A. v. (. 127 ¾ Br.; do. Litt. B. —. Oberschlesische FRioritatn -Oblisaen Litt. D., 4proz., 93 ¾ Br; do. Litt. F., 4 ⅛proz., 100 ¾ Br.; do. itt. E. 3 ½proz., 82 Br. Kosel-Oderberger Stamm-Actien —. Neisse- Brieger Aetien —. Oppeln-Tarnowitzer Stamm-Actien —. sche 5proz. Anleihe von 1859 107 ¾ Br.
Spiritus pr. 8000 pCt. Tralles 16 ¾ Thlr. Geld. Weizen, weissel 75 — 92 Sgr., gelber 75—90 Sgr. Roggen 53 — 60 Sgr. Gerste bis 44 Sgr. Hafer 22—28 Sgr.
Feste Stimmung. Course höher.
Stettin, 19. Dezember, 1 Uhr 40 Minuten Nachmitt. (Tel. Dep. des Staats -Anzeigers). Weizen 78 — 82, Frühjahr 85 bez. u. r. Roggen 49 — 51, Dezember 50 bez., Frühjahr 50 ⅞ bez. u. Br. Rübd 12 ½ bez., 12 ½ Br., Dezember 12 ½ bez., 12 ½ Br., April-Mai 12 ¾ Briek⸗ Spiritus 18 ⅛ G., Dezember 18 Br., Frühjahr 19 ¾ bez. u. Br.
Hamburg, 18. Dezember, Nachmittags 2 Uhr 56 Minuten. Anfangs flau, später fester. Rheinische 87 G.
Schluss-Course: Oesterr. Kredit-Actien 60 ½. s Norddeutsche Bank 87 ⅞. National-Anleihe 56 ½ G. 3 proz. Spanier 44 1proz. Spanier 39 G. Stie litz de 1855 —. Disconto 3 ¾ — 3. 1
Getreidemarkt. eizen loco fest, ab Rügenwalde 128— ¹2 pfund 150, ab dänische Inseln 130 Pfd. 151 bez. Koggen loco und ¹¹ auswärts unverändert. Oel, Oktober 26 ½ — 26 ½. Kaffee ruhig.
„ d Geschäft unter Aufsicht des Kaufmanns Adolf
[2436]
stel - 4 v Lederhändlers Jacob Oppenheim in Tiegenhof
Verfahren eröffnet und der Tag der Zahlungs⸗ einstellung auf den 15. Dezember cr. fest⸗
Preuss-
Vereinsbank 101
die Masse Ansprüche als Konkursgläubiger machen
““ 11116“
Frankfurt a. M., 18. Dezember, Nachmittags 2 Uhr 52 Min. Ziemlich fest bei einiger Lebhaftigkeit in österreichischen Effekten, welche auch theilweise billiger umgesetzt.
Schluss -Course: Neueste Preussische Anleihe 118 ½. Preussische Kassenscheine 109 ⅓. Ludwigshafen-Bexbach 133 ½. Berliner Wechse! 104 ¼, Hamburger Wechsel 87 ⅛. Londoner Wechsel 117 x¼. Pariser Wechsel 93. Wiener Wechsel 82 ½⅛. Darmstädter Bank-Actien 189 ½ Darmstädter Zettelbank 244. Meininger Kredit-Actien 77 ¼. Luxem- burger Kreditbank 88. 3proz. Spanier 47. 1proz. Spanier 41. Spanische Kreditbank von Pereira 445. Spanische Kreditbank von Rothschild 505. Kurhessische Loose 52 ¼. Badische Loose 53. 5proz. Metalliques 43 ⅛. „proz. Metalliques 40 ⅛. 1854er Loose 59 ½. Oesterreichisches National -Anlehen 55 ½. Oesterreichisch-französisehe. Staats - Eisenbahn -Actien 233. Oesterreichische Bank-Antheile 615 Oesterreichische Kredit-Actien 142 ½. Oesterreichische Elisabeth -Bahn 107 ⅓. Rhein-Nahe-Bahn 18 ¾. Mainz-Ludwigshafen Lit. A. 110 ½; de. Lit. C. 100 ½. Neueste österreichische Anleihe 58 ¼.
Wien, 19. Dezember, Mittags 12 Uhr 30 Minut. Bur.) Börse fest und günstiger.
5proz. Metalliques 86.30. 4 ⅛prez. Metalliques 58.50. Bank-Actien 745. Nordbahn 208 80. 1854er Loose 86.50. National-Anlehen 81.30. Staats Eisenbabn-Actien-Certifikate 278.50. Kreditactien 177.30. Lon- don 141 00. Hamburg 105.00. Paris 55,70. Gold — Elisabethbahn 155.50. Lombardische Eisenbahn 261.00. Kreditloose 122.80. 1860er Loose 82.20.
Amnsterdamn, 18. Dezember, Nachmittags 4 Uhr. Tel. Bur.) Börse fest und animirt.
5proz. österreichische Nauonal-Anleihe 53 ⁄%. 5 proz. Metalliques Lit. B. 67 ½. 5proz. Metalliques 43 12½. 2 5proz. Meialliques 23 2%. 1proz. Spanier 41 ½ 3proz. Spanier 46 ½. 5proz. Russen 79 ⅛. 5 proz. Stieglitz de 1855 91 ½. Mexikaner 25. Holländische Integrale 62 72.
getreidemarkt (Schlussbericht). Weizen, polnischer flauer. Roggen, Termine 3 Fl. höher. Raps, geschäftslos. Rüböl, Mai 41 ⅛, Herbst 39 ⅞.
London. 18 Dezember, Nachmittags 3 Uhr.
Consols 90 ½. 1proz. Spanier 41 Nexikaner 26 ⅛. 5proz Russen 98. 4 proz. Russen 90 ½.
Der Dampfer -Bohemian- ist aus New-York eingetroffsen.
Getreidemarkt. (Sechlussbericht.) In englischem Weizen rascher Absatz zu Montags-Pre’sen, fremder bei beschränktem Geschäft fest gehalten. Bedeckte Luft.
(Wolff's Tel.
(Wolfl's
(Wolff's Tel. Bur.) Sardinier 88
Liverp
001, 18 Dezember
“ 8
„Mittags 12 Uhr. Wolff'* Tel. Bur.)
Baumwolle: 10,000 Ballen Umsatz; Markt fest, Preise gegen vorig. Freitag unverändert.
Paris, 18. Dezember, Nachmittags 3 Uhr.
In Folge günsti
(Wolff's Tel. Bur.)
erer Berichte aus New -York eröffnete die Rente zu
67.40, fiel auf 67.22 und schloss fest zur Notiz. Consols von Mittags 12 Uhr waren 90 ¼ eingetroffen. Schluss-Course: 3proz. Rente 67.40. 4 ⁄proz. Rente 94.50. 3 proz.
Spanier 47 ½.
1proz. Spanier —. Actien 502. Oesterreich. Credit-Aetien —.
Oesterreichische Staats- Eisenbahn- Credit-mobilier-Acti
Lomb. Eisenbahn-Actien 510.
9
Freitag, 20. Dezember. Im Opernhause. Die Hugenotten. sischen des E. Scribe, übersetzt von Castelli.
Königliche Schauspiele.
(199ste Vorstellung.) Oper in 5 Abtheilungen, nach dem Franzö⸗ Musik von Meyerbeer.
Ballet von P. Taglioni (Herr von Kamiensky vom K. K. Theater
zu Warschau:
Raoul als Gastrolle).
Anfang 6 Uhr. gt
Mittel⸗Preise.
Im Schauspielhause keine Vorstellung.
Sonnabend, 21. Dezember. Im Opernhause. 30ste Vorstellung der italienischen Gesellschaft unter Direction des Herrn Eugenio
Merelli. bier von Sevilla. (Sgra. Patti: Rosine.) Akt: „Schweizer⸗Echo“, „Walzer von Venzano.“
7. Auftreten der Signora Adeline Patti. Der Bar⸗
Oper in 2 Abtheilungen. Musik von Rossini. Einlagen der Sgra. Patti im zweiten Gesang von Eckert. Zum Schluß: Sgra. Patti wird außer in dieser Vor⸗
stellung noch vier Mal auftreten. Mittel⸗Preise. Im Schauspielhause. (236ste Abonnements⸗ Vorstellung.)
Macbeth.
Trauerspiel in 5 Aufzügen, und fuͤr die Bühne eingerichtet von L. Tieck.
von Shakespeare, übersetzt (Frau Jachmann:
Lady Macbeth.) Kleine Preise. Der Billet⸗Berkauf findet nur am Tage der Vorstellung statt.
Heffentlicher Anz
In dem Konkurse über das Vermögen des raufmanns Julius Lebegott ist beschlossen anuar
zum 28. Behrend hier fortzusetzen. Tilsit, den 14. Dezember “ Königliches Kreisgericht. Erste Abtheilung. 18 derungen auf den
Konkurs⸗Eröffnung.
Königliche Kreisgerichts⸗Deputation zu Tiegenhof, den 17. Dezember 1861, Nachmittags “
Ueber das Vermögen des Kaufmanns und fügen.
ist der kaufmännische Konkurs im abgekürzten
gesetzt. 8
Zum einstweiligen Verwalter der Masse ist der Justiz⸗Rath Weiß hier bestellt.
Die Gläͤubiger des Gemeinschuldners werden aufgefordert, in dem auf den 30. Dezember cr., Vormittags 11 Uhr, in dem Verhandlungszimmer Nr. 1 des Ge⸗ (2431] richtsgebäudes vor dem gerichtlichen Kommissar, Herrn Kreisgerichts⸗Rath Grzynachz anberaumten Termine die Erklärungen über ihre Vorschläge zur Bestellung des definitiven Verwalters ab⸗ zugeben.
Allen, welche vom Gemeinschuldner etwas an Geld, Papieren oder anderen Sachen in Besitz oder Gewahrsam haben, oder welche ihm etwas verschulden, wird aufgegeben, Nichts an densel⸗ ben zu verabfolgen oder zu zahlen, vielmehr von dem Besitz der Gegenstaͤnde bis zum 21. Ja⸗ nuar 1862 einschließlich dem Gericht oder dem Verwalter der Masse Anzeige zu machen, und
Akten anzeigen.
worden.
ebendahin zur Konkursmasse abzuliefern. Pfand⸗ inhaber und andere mit denselben gleichberech⸗ tigte Gläubiger des Gemeinschuldners haben von den in ihrem Besitz befindlichen Pfandstücken nur Anzeige zu machen.
ugleich werden alle diejenigen, welche an
geben.
8 v
wollen, hierdurch aufgefordert, dieselben mögen bereits rechtshängig sein oder Vorrecht bis einschließlich bei uns schriftlich oder zu Protokoll anzumelden und demnächst zur Prüfung der sämmtlichen, innerhalb der gedachten Frist an
as snicht, mit dem dafür verl 1862
Wer seine Anmeldung eine Abschrift derselben und ihrer An
Königlich Preußische Ge Konstantinopel, den 29. mittags 5 Uhr.
Ueber das Vermögen manns Carl Johann B delnd unter der Firma, setzung der Firma „Grach der kaufmännische Kon der Zahlungseinstellung au
kurs erö
Zum einstweiligen Ve der Advokat Emil Muell Gläubiger des öG werden aufge⸗
anigen Rechte, fordert, in dem auf den 1b Alles, mit Vorbehalt ihrer etwanig ch 11“ ö 14 hr vor dem Unterzeichneten ihre Erklärungen und Vorsch behaltung dieses Verwalters eines anderen einstweiligen Ve
20. Februar 1862, Vor 10 Uhr, 1 vor dem genannten Kommissar zu erscheinen. mit
schriftlich einreicht, hat
Jeder Gläubiger, welcher nicht in un bezirke seinen Wohnsitz hat, muß seiner Forderung einen zur P rechtigten Bevollmächtigten be
sandtschafts⸗ November 1861, Nach⸗
ßischen Kauf⸗ rach hier, han⸗ als Fort⸗ Cusel & Co.“, ist ffnet und der Tag f heute festgesetzt
rwalter der Masse ist er hier besttellt.
des preu aptiste Grach Grach & Co.“,
anberaumten Termine läge über die Bei⸗ oder die Bestellung rwalters abzu⸗
angten
bei der
ihre Ansprüche,
gemeldeten For⸗
mittags
lagen beizu⸗
serm Amts⸗ Anmeldung raxis bei uns be⸗ stellen und zu den
Denjenigen, welchen es hier an Bekanntschaft 2. fehlt, werden die Rechtsanwälte Schenkel, von Duisburg un burg zu Sachwaltern vorgeschlagen.
Echtermeyer, d Hevelke in Marien⸗
Kanzlei zu
eiger.
Allen, welche von dem Gemeinschuldner etwas an Geld, Papieren oder andern Sachen in Befitz oder Gewahrsam haben, wird aufgegeben, nichts an denselben zu verabfolgen oder zu zahlen, viel⸗ mehr von dem Besitze der Gegenstände bis zum 30. Dezember 1861 einschließlich der Gesandtschafts⸗Kanzlei oder dem Verwalter der Masse Anzeige zu machen und Alles, mit Vor⸗ behalt ihrer etwaigen Rechte, ebendahin zur Kon⸗ kursmassezabzuliefern. Pfandinhaber und andere denselben gleichberechtigte Gläubiger des Gemeinschuldners haben von den in ihrem Be⸗ sitze befindlichen Pfandstücken nur Anzeige zu machen.
Alle diejenigen, welche an die Masse An⸗ sprüche als Konkursgläubiger machen wollen, werden hierdurch aufgefordert, ihre Ansprüche, dieselben mögen bereits rechtshängig sein oder nicht, mit dem dafür verlangten Vorrecht bis zum Januar 1862 einschließlich hier schriftlich oder zu Protokoll anzumelden und demnächst zur Prüfung der sämmtlichen innerhalb der gedachten Frist angemeldeten For⸗ derungen, so wie nach Befinden zur Bestellung des definitiven Verwaltungs⸗Personals auf den 23. Januar 1862, Vormittags 9 Uhr, vor dem Unterzeichneten zu erscheinen. Nach Abhaltung dieses Termins wird geeignetenfalls mit der Verhandlung über den Akkord verfahren werden.
Zugleich ist noch eine zweite Frist zur Anmel⸗ dung bis zum “ 88
13. März 1862 einschließlich festgesetzt, und zur Prüfung aller innerhalb der⸗ selben nach Ablauf der ersten Frist angemelde⸗ Die ten Forderungen Termin auf den
3. April 1862, Vormittags 9 Uhr, vor dem Unterzeichneten anberaumt; zum Er⸗ scheinen in diesem Termine werden alle die Gläu⸗ biger aufgefordert, welche ihre Forderungen innerhalb einer der Fristen anmelden werden.
Wer seine Anmeldung schriftlich einreicht, bat eine Abschrift derselben und ihrer Anlagen bei⸗ zufügen. 1b “
Jeder Gläubiger, welcher nicht in Konstan