trag gebilligt, besteht jedoch darauf, daß der neue
111“] 88
1b Zolltarif zwischen Preußen und Belgien nicht eher in Anwendung komme, bis der
französisch⸗preußische Handelsvertrag in Kraft getreten sei.
Grotbritannien und Irland. London, 29. Avpril.
Ihre Majestät die Königin hielt gestern Nachmittag eine Sitzung des geheimen Staatsrathes, bei welcher der Earl Granville, der Herzog von Newcastle, Earl Russell und W. E. Gladstone anwesend waren. George Earl de Grey wurde als Mitglied des geheimen Staatsrathes und als Staats⸗Minister vereidigt. — Earl Granville und Earl Russell hatten Audienzen bei der Königin und letzterer
stellte ihr den spanischen Gesandten vor. b In der italienischen Oper in Coventgarden erschienen am
gestrigen Abend zum ersten Mal Ihre Königlichen Hoheiten der Prinz und die Prinzessin von Wales. Gegen acht Uhr kam das Prinzliche Paar mit Prinz Alfred und Prinzessin Helene nebst Gefolge, eskortirt von einer Abtheilung der Life Guards vor dem Theater an und wurde bei seinem Eintritt in das Haus mit
enthusiastischen Begrüßungen empfangen.
— In der gestrigen Sitzung des Unterhauses bemerkte Lord Cla⸗ rence Paget bei Gelegenheit einer Anspieluͤng Mr. Addington's auf
8 eine Flugschrift des Capitains Cowper Coles, daß es bis jetzt noch nicht
mmoöglich gewesen sei, die Kosten eines Panzerschiffes richtig zu veranschlagen.
— General Lindsay beantragte eine Adresse an die Krone mit der Bitte
um Einsetzung einer Königlichen Kommission, welche die Ansprüche von 21
ausgezeichneten Offizieren zu untersuchen hätte, die auf der Beförderungs⸗
leiter übergangen worden zu sein glauben. der General von Lord Palmerston bewegen, seinen Antrag zurückzuneh-
Nach einiger Debatte läßt sich
men. Mr. Arthur Mills beantragt eine Adresse um Vorlegung der ge⸗ sammten Korrespondenz, die seit 1862 zwischen dem Kolonialamt
und den Vertretern der Krone in Canada und Neuseeland über die
Militairkosten dieser Kolonieen stattgefunden hat. Der Antragsteller ist der Meinung, daß diese Kolonieu, da sie im Besitz der Selbst⸗ gierung seien, endlich auch selbst die Kosten ihrer Vertheidigung bestreiten soll⸗ ten. Mr. Fortescue (vom Kolonialamt) bemerkt, daß die canada'sche Re⸗ gierung ihrer Verpflichtung bisher nur mangelhaft nachgekommen sei, allein
die Gerechtigkeit gebiete, doch anzuerkennen, daß sie Anstrengungen zu machen
beginne.
Geographische Gesellschaft, 28. April.
Zu Anfang des Jahres waren dort 25,000 Freiwillige in der Einübung begriffen, und ihre Zahl sei im Wachsen; auch suche man die ländliche Miliz wehrhaft zu machen. Gleichzeitig dürfe man nicht außer
Acht lassen, das Canadas Feind Englands Feind sein würde, und daß ein
Krieg gegen Canada Krieg gegen England bedeute. Wenn keine Reichs⸗
truppen zur Vertheidigung Canadas verwendet würden, so würde es deit
Anschein gewinnen, daß England die Pflicht, jeden Reichstheil zu vertheidi⸗ gen, von sich abweisen wolle. Trotzdem müßten die Canadier selbst für ihr Land in erster Reihe einstehen. In Neuseeland komme die Gefahr von innen, nicht von außen, und die Regierung glaube sich verpflichtet, den An⸗ siedlern aus ihrer jetzigen Krisis herauszuhelfen. Der Antrag wird schließ⸗ lich zurückgenommen. Dasselbe Schicksal hat ein Antrag Sir J. Elphin⸗ stone's auf eine Kommission zur Untersuchung der besten Art die Panzer⸗ schiffe zu bauen, welche die künftige Kriegsflotte Englands bilden sollen. Die »Times“ veröffentlicht folgenden Brief: G
n8 An den Redacteur der »Times«. 122
Sir! Ich habe so eben von dem Parlaments⸗Mitgliede und Unter⸗ staatssecretair des Auswärtigen, Herrn Layard, die für alle Geographen so hocherfreuliche Nachricht erhalten, daß die Capitaine Speke und Grant ihre mühselige Reise durch Ost⸗ und Mittel⸗Afrika von Zanzibar nach Khartum auf dem weißen Nil vollendet haben und wohlbehalten in Khartum ange⸗ kommen sind. Da diese Nachricht nur in Form eines Telegramms aus Alexandria auf dem auswärtigen Amte eingetroffen ist, so wissen wir noch nicht genau, welchen Landstrich diese unternehmenden Männer bei ihrem Versuche, das bisher ungelöste, jahrhundertalte Räthsel über die wahre Quelle des Nils zum Abschluß zu bringen, durchreist haben. Ihr ꝛc.
Roderick L. Murchison. Frankreich. Paris, 29. April. 8 auf dem Marsfelde waren im Ganzen 30 Infanterie⸗Bataillone, 11 Schwadronen, 8 Batterieen und 8 Trainwagen aufmarschirt.
Durch Kaiserliches Dekret sind die Arbeiten, durch welche Mühl⸗ hausen im Elsaß gegen Ueberschwemmungen geschützt werden soll, für gemeinnützig erklärt, und wird der Staat zwei Drittel der auf 640,000 Fr. veranschlagten Kosten tragen.
Admiral Jurien de la Gravière hat, wie der »Moniteur⸗ mel⸗ det, aus Vera⸗Cruz, 1. April, berichtet, daß alle Linien⸗ und Trans⸗ portschiffe daselbst eingetroffen seien; das Fremden⸗Regiment sei schon am 28. März ausgeschifft worden und die Landung der anderen Truppen habe begonnen. Der Gesundheitszustand wird als ganz vortrefflich bezeichnet. Die bereits telegraphisch gemeldeten Nach⸗ richten aus Orizaba, 26. März, sind einer Depesche Forey's ent⸗ lehnt, welche dem bereits abgegangenen Courier nachgeschickt wor⸗ 85 8 Das Treffen bei Cholula hat am 22. März statt⸗ gefunden.
— 30. April. Nach der »France⸗ sind die Wahlen zur Depu⸗ tirtenkammer auf den 31. Mai festgesetzt. Dasselbe Blatt erfährt, daß die Polen die erwartete russische Denkschrift über den Zustand
Polens durch eine Gegenschrift beantworten werden.
Portugal. Lissabon, 24. April. Die Differenz mit dem russischen Gesandten wegen Anwesenheit des Königs bei einer zu Gunsten der Polen stattgehabten Theater⸗Vorstellung ist auf freund⸗ schaftlichem Wege beigelegt “
worden. e
dr
Bei der gestrigen Revue
Rußland und Polen. Von der 29. April, berichtet die »Osts. Ztg.“: Am 26. stieß ein von Wloclawek abgesandtes russisches Detachement von etwa 1000 Mann auf das in den Wäldern von Lubstowo lagernde Insurgenten⸗Corps unter Führung des französischen Offiziers Jung von Blankenheim. Da dies etwa 1800 Mann starke Corps den Russen weit überlegen war, so zogen diese sich zurück, wurden aber von den Insurgenten ver⸗ folgt. Zwischen dem Städtchen Radziejewo und den Lubstowoer Waldungen kam es zu einem blutigen Gefecht, das von 12 Uhr Mittags bis 4 Uhr Nachmittags dauerte. Die Russen vermochten dem heftigen Andrängen der Insurgenten nicht Stand zu halten. Ein Theil floh in der Richtung auf Wloclawek, ein anderer, in der Stärke von etwa 500 Mann, suchte, von den Insurgenten verfolgt, Schutz auf preußischem Gebiet. Nachdem die letztere russische Ab⸗ theilung die Nacht über in Inowraclaw, wo sie bei den deut⸗ schen Bürgern einquartirt wurde, sich ausgeruht hatte, trat sie am folgenden Morgen ihren Marsch nach Thorn an, von wo sie auf der Eisenbahn nach dem Königreich Polen gehen wird. Die Russen zählen etwa 40 Todte und 50 Verwundete. Der Verlust der In⸗ surgenten wird geringer angegeben. Die Verwundeten, Russen wie Insurgenten, sind meist in Inowraclaw untergebracht.
Aus Warschau, 28. April, meldet dasselbe Blatt: Das große Treffen, welches nach polnischen Nachrichten bei Lazy vorgefallen und worin 400 Mann Russen geblieben sein sollten, beschränkt sich im Ganzen darauf, daß die Insurgenten, welche den in Lazy mit nur 1 Compagnie — 180 Mann — stehenden Major Andrejew über⸗ fallen wollten, von diesem vor dem Dorfe angegriffen, zurückge⸗ schlagen und verfolgt wurden und 40 Todte verloren, während das Militair nicht einmal einen Verwundeten hatte. Generalmajor Fürst Szachowskoj ist dort nicht in der Gegend, konnte also auch da⸗ bei nicht verwundet werden. — Einen Sieg können sich die Insur⸗ genten aber doch zuschreiben durch das Hinausdrängen zweier Com⸗ pagnieen Infanterie und 100 Mann Kavallerie bei Piotrkow, gegen⸗ über von Inowraclaw. Ein hier eingegangenes Telegramm aus Wloclawek meldet von gestern, daß obige Militairkolonne von dort in der Gegend von Slesin und Kleczow auf Rekognoszirung aus⸗ gesandt worden war, nachdem man vernommen, daß sich dort be⸗ deutende Insurgentenmassen bilden und organisiren. Man weiß, die Insurgenten sind dort in Masse und schickt gegen sie ein Kommando von 500 Mann, damit dasselbe zum Lande hinausgedrängt werde! Es ist unbegreiflich, wie sorglos die Russen noch immer sind. — In der Gegend von Lukow, im Lublinschen, ist eine Insurgenten⸗ bande unter Miciewicz am 24sten d. Mts. von der Militairkolonne des Obersten Tofanow aus Siedlec geschlagen und 100 getödtet, der Anführer Miciewicz gefangen und der Rest der Bande zer⸗ streut worden. — Auch die immer von Neuem sich zeigende Bande des bei Josefow an der galizischen Grenze die Insurgenten anfüh⸗ renden Lelewel ist wieder geschlagen worden. Oberst Tolmaczow brachte derselben einen Verlust von ungefähr 100 Todten bei und 6 wurden gefangen. Der Verlust des Militairs war unbedeutend, die Bande verlief sich.
Die »Posen. Ztg.“ meldet aus Skalmierzyce, 28. April. Heute früh langte der General v. Minkwitz, General⸗Adjutant des Kaisers von Rußland und Chef des Generalstabes des Großfürsten Konstantin, von Ostrowo kommend, in Kalisch an. Bis zur preu⸗ ßischen Grenze war ihm ein Detachement von einem Offizier und einigen 20 Donschen Kosaken entgegengeschickt worden. Welcher Zweck dem Eintreffen des Generals zu Grunde liegt, darüber ist noch nichts zu erfahren gewesen, doch will man hier wissen, daß ihm binnen Kurzem eine starke Truppenmacht folgen werde, da die in hiesiger Gegend thatsächlich zunehmende Ausdehnung der Insurgenten einen für die Russen bedrohlichen Charakter anzunehmen beginnt. Die Auswanderung aus Polen nach Preußen dauert immer noch fort, und täglich sieht man nicht nur Herrschaften, sondern auch Arbeiterfamilien mit Hab und Gut einziehen, resp. zurückkehren in ihre frühere Heimath. — Der merkantilische Verkehr, der sonst die Zollstraße zwischen Ostrowo und Kalisch ungemein lebhaft erhielt, hat fast gänzlich aufgehört; ein Beamter der russischen Zollkammer Sezipiorno versichert, daß, während sonst die monatlichen Einnahmen sich dort auf 1500 Thlr. beliefen, bis heute kaum mehr als 50 Thlr. Einnahmen nachzuweisen seien.
Dänemark. Kopenhagen, 29. April. Beim Schluß der
heutigen Verhandlung des Reichsraths erklärte der Finanzminister: Wenn der Reichsrath den Zolltarif in seiner für die Regierung an⸗ nehmbaren Form votire, würde das Gesetz vom König sanctionirt
werden und für Dänemark⸗Schleswig April 1864 ins Leben treten. Zuvor werde die Regierung indessen versuchen, die Zustimmung der holsteinischen Stände zu den Entwürfen ohne jedwede Veränderung zu erlangen, und bei der in Holstein in Zollsachen herrschenden
Stimmung hoffe die Regierung ein günstiges Resultat. Mit Ver⸗
werfung eines Ausschuß⸗Antrags ging das Gesetz darauf zur zweiten
Lesung über. (H. C.)
Amerika. New⸗York, 18. April, Abends. Man ver⸗
sicherte, die Potomac⸗Armee sei in Bewegung. Die Regierung und es dürfte während der letzten drei
verharrt in Stillschweigen
Tage kein direkter Bericht aus General Hooker's Hauptquartier ver⸗
polnischen Grenze,
verden. Auch heißt es, General Lee bewege sich nach
Tlaan grne hin, um in Maryland einzumarschiren. Aus Mon⸗ roe wird mitgetheilt, daß ein Dampfer mit einem Regiment Sol⸗ daten und mit Lebensmitteln und Munition die Batterien am Ufer des Tar glücklich passirt und am 14. d. den General Foster in Wasbington, Nordearolina, erreicht hat. Der Richmonder »Sentinel⸗ veröffentlicht eine Depesche aus Charleston, daß die ganze Panzer⸗ flotte der Unionisten am 12. Nachmittags nach dem Süden abge⸗ fahren sei. Spätere Berichte lassen die Unionisten unter dem Schutze ihrer Kanonenboote die Inseln Coles, Keawah und Leabrook besetzt halten. — Das Repräsentantenhaus von Pennsylvanien hat den Gouverneur aufgefordert, gegen den Exminister Cameron wegen des Versuchs, sich durch Bestechung einen Sitz im Senate zu verschaffen, eine Kriminaluntersuchung zu veranlassen. e Südliche Depeschen aus Vicksburg vom 10. besagen, daß noch zwei föderalistische Transportschiffe mit Truppen den Mississippi hinaufgegangen seien. In Vicksburg sollen Vorräthe für die Gar⸗ nison auf 2 Jahre vorhanden sein; die Festung hat 225 Kanonen, 5000 Mann Besatzung, die verstärkt werden kann. In ücson, Missouri, haben die Konföderirten eine große Stückgießerei und Pulverfabrik. Dort und in Umgegend sollen 800,000 Ballen Baum⸗ wolle liegen. — Nach amtlichem Bericht werden die Regierungs⸗ ausgaben des kommenden Halbjahres über 50,000,000 D. pr. Monat
Telegraphische Depeschen 8 aus dem Wolff'schen Telegraphen⸗Büreau. London, Donnerstag, 30. April, Nachts. In der heutigen Sitzung des Unterhauses theilte Unterstaatssecretair La yard mit, daß eine Depesche Sewards eingetroffen sei, welche erkläre, daß der
Dampfer »Peterhoff⸗ dem Prisengerichte werde überwiesen werden, dc befördert worden sei.
daß das Postfelleisen aber unersffnet weiter b
(Beifall.) 1“ 1 1b 1 Oberhause machte Lord John Russell dieselbe Mit⸗
theilung. Bezüglich der Antwort des Petersburger Kabinets äußerte der Minister, daß er dieselbe erst in einigen Tagen erwarte. Paris, Freitag, 1. Mai, Morgens. Der heutige »Moniteur⸗
dusg, tn18.
sagt: Die Zeitungen melden, daß die Repräsentanten der verschiede⸗ nen Wahl⸗Comités behufs Ernennung eines Central⸗ Comités sich vereinigen wollen. Das Gouvernement bringt in Erinnerung, 8 die Gesetze Associationen von mehr als 20 Personen, die sich ohne Genehmigung der Behörden vereinigen, selbst dann verbieten, wenn diese Associationen in Seectionen von geringerer Anzahl getheilt sein sollten. Die Zeitungen würden sich durch Veröffentlichung von Ma⸗
nifesten und Akten solcher Associationen der gesetzlichen Unterdrückung
ussetzen. Petersburg, Freitag, 1. Mai. Das »Journal de St. Pe⸗ tersbourg⸗ veröffentlicht eine Ansprache, die der Kaiser an seinem Geburtstage, am Mittwoch, bei der Entgegennahme verschiedener Adressen von Adel, Gemeindebehörden, Korporationen und Bauern gehalten hat. Der Kaiser hebt das gegenseitige Vertrauen und die gegenseitige Hingebung, die zwischen Volk und Herrscher be⸗ stehe/ hervor, drückt den Glauben an die Gerechtigkeit der Sache us, welche der Patriotismus der fest vereinigten Bevölkerung ver. theidigt, und sagt:* Mein Leben ist eineru einzigen Zwecke geweiht, dem Wohl des theuren Vaterlandes und einer fortschreitenden Entwickelung seiner bürgerlichen Ses e gsug Gleichzeitig sind die 14 überreichten Adressen abgedruckt, welche 8 selben Gesinnungen des Vertrauens, der Vaterlandsliebe, der vole kommenen Hingabe an die Integrität des Reiches aussprechen. Der b Geburtstag des Kaisers gab überhaupt in den Hauptstädten und in den Provinzen zu Manifestationen Anlaß. 88 Dieselbe Nummer enthält zwei Ukase. Der eine betrifft die Stiftung einer neuen Decoration für diejenigen, die sich um die Aufhebung der Leibeigenschaft wohlverdient gemacht. Der andere modifizirt die bestehende Gesetzgebung in Betreff der Körperstrafen, welche in Zukunft nur ausnahmsweise gegen Civilpersonen, im Heere und in der Flotte zur Anwendung kommen sollen. e- Ffe h 8 8 . 18 1 Zu Lande: “ 1189. 27 Sgr. 6 'Pf., auch 1 Thlr. 26 Sgr. 3 Pf. und 1 Thlr. 23 Sgr. 9 Pf. Grosse Gerste 1 Thlr. 12 Sgr. 6 Pf. Hafer 1 Thlr. 4 Sgr. 5 Pk., auch 1 Thlr. 1 -2 ö eg. 18, Ia Sar. 18 29, 9 enee 1 Tälr. 29 Sgr. 5 Pf., aucb 1 ehen
11I1I1“
Thlr. 27 Sgr. 6 Pf. und 1 Thlr. 25 Sgr. Grosse Gerste 1 Thlr. 17 8 6 Pf „auch 1 Thlr. 13 Sgr. 9 Pf. und 1 Thlr. 10 Sgr. Hafer 1 Thir. 3 Sgr. 9 Pf., auch 28 Sgr. 9 Pf. Futter -Erbsen 1 Thlr. Ahs has Schock Stroh 9 Thlr., auch 8 Thlr. 20 Sgr. 18& hpder Centner Heu 1 Thlr. und 26 Sgr., geringere Sorte auch 22 Sgr.
Kartoffeln, der Scheffel 15 Sgr. und 13 Sgr. 9 Pf., auch 12 Sgr. 6 Pf., metzenweis 1 Sgr. 3 Pf., auch 1 Sgr.
Die Marktpreise des Kartoffel-Spiritus, per 8000 ro Cent nach
Pralles, frei hier in's Haus geliefert, waren auf hiesigem latze im
24. April 1863 ö“ 8 1. 8 Thlr. 8
88* . “ “
27 . * 14 8. Thlr. 1“ 1 14 ½ Thlr.
30, » . . 141 14 %2 TMr.
“ Die Aeltesten der Kaufmannschaft von Berlin. eae
“ 3 1 gerliner Setreidebörse 8 “ I1I111“ 8b vom 1. Mai. bux
Weinen loco 58 — 71 Thlr. nach Qualität, weissb. poln. 65 ½ — 70
Phlr. ab Bahn bez.
e.“ 1 80 — 82pfd. 45 ¼ — ¼ Thlr. ab Bahn und Kahn bez.,
abgelaufene Anmeldung 45 ½ Thlr. bez., Frübjahr 45 ¾ — ½ Thlr. bez.
u. G., 45 ½ Br., Mal-Juni 45 — ½ Thlr. bez. u. G., Br., Juni-Juli 45 ⅔
bis ½8 Thlr. bez. Juli allein 46 ⅞ Thlr. bez., Juli-August 46 Thlr. bez.,
September-Oktober 46 ⅛ — ½ Thlr. bez. 1eeee
3 Gerste, grosse u. Kleine 32 — 39 Thlr. pr. 1750 pkd.
Hafer loco 23 — 25 Thlr., Lieferung pr. Frühjahr 23 ½ Thlr. bez., Mai-Juni 23 ¾ — ½ Thlr. bez., Juni-Juli 24 Thlr. Br., Juli-August 24 ½ 7. bez. . db⸗ Nürgen Kochwaare 45 — 50 Thlr., Futterwaare 41 — 43 Thlr.
Ruböl loco 15 ¾ Thlr. Br., Mai 15 2 Thlr. bez., ³ G., Mai-Juni 15 ½.„, — Thlr. bez. u. Br., ¼ G., Juni--uli 14 ⁄% — X Thlr. bez. u. Br. 2 G. Juli-August 14 ¼ — ½ Thlr. bez. u. Br., September-Okteber 13 *⁄2 bis ½ Thlr. bez., Br. u. G. “
Leinöl loco 15 Thlr. 8
Spiritus loco ohne Fass 14 ⅞. Thlr. bez., Mai u. Mai ⸗- Jumij 14 ½ — 1¾ Thlr. bez. u. Br., ½ G., Juni-Juli 15— 12 Fhlr. bez, u. G.; 8 Br. Jun 8 August 15 ½ — 72 Thlr. bez. u. C. 4 Br., Aug.-September 15² — ½ Thlr. bez. u. Br., ³ G., Fpfece vügen. 15 ½ —16 Thlr. bez., Oktober Nov 55½ Thlr. bez. u. G., 8 Br.
Nora. Sesthslisna. Roggen loco ist nur schwach umgesetzt zu eher etwas billigeren Preisen. Permine verkehrten heute in matter Hal- tung. Stärkere Verkaufslust und eine erneuerte starke Kündigung von 16,000 Ctr. wirkten deprimirend. Hafer behauptet. Gekünd. 3000 Ctr. Rüböl behauptete den ze heen Preisstand vollkommen. Es traten im Laufe des Geschäöfts starke Käufer auf, die eine merkliche Steigerung zu Wege brachten. Spiritus eröffnete in matter Haltung, befestigte sich aber im Laufe des Marktes trotz einer Ankündigung von ca. 300,000 Quart, die zum Theil Erledigung fanden, und schliesst etwas höher als gestern.
zi1 30. April. Friedrich-Wilhelm-Nordbahn —. Leip- “ 286 G. Lbaa⸗. Zittauer Littr. A. 36 ½ B., do. Littr. B ₰. Magdeburg-Leipziger 240 G. Thüringische 128 ¾ G. Anhalt- Dessauer Bank-Actien 31 ½ G6. Braunschweiger Bank-Actien — Weimarische Bank-Actien —. Oester. National-Anleihe 72 ¼ G.
1. Mai, 1 Uhr 36 Mmauaien Nachmittags. (Tet. Dep.
Breslawean,
Anzeigers.) Oesterreichische Banknoten 90 ½⅔ Br. Freiburger ö e p.. Oberschlesische Actien Litt. A. u. C. 164 ½ Br. do. Litt. B 143 ½ G. Oberschles. Prioritäts-Obligationen Litt. D., 4. 97 ½ Br.; 4do0. Lntt. F., 42ͥroz., 100 ¾ G.; do. Litt. E., 3 ½ proz., 85 ⅔ Br. Kosel-Oderberger Stamm-Actien 65 ⅔ Br. Neisse-Brieger Actien —. Oppeln-Tarnowuzer Stamm-Aetien 66 ¾ G Preuss. 5proz. Anleihe von 1859 106 ½ Br. 8 Spiritus pr. 8000 pCt. . 66 — 79 Sgr., gelber 66 — 76 Sgr. 42 Sgr. Hafer 26 — 30 Sgr. b — 3 Die gestrigen Course waren im Allgemeinen an heutiger Börse leicht zu bedingen, doch war der Verkehr weniger belebt und die Umsätze
jcht so vielseitig. 1 t e n Nachmittags 2 Uhr 54 M—inuten.
30. April, Hamburg, 8 Finnländische Anleihe 88 ⅛ Br.
schäft, besonders Loose begehrt.
8 -Course: Oesterreichische Kredit-Actien 90 Veremsbant
103 ⅔˖ Norddeutsche Bank 105 ½ National-Anleihe 72. Oesterreichische
1860er Loose 87 ¼⅞ ex div. 3proz. Spamer 47. 1proz. Spanier 44 ½. Stieglitz
de 1855 —. HMexikaner 33 ½ G. Kheinische 101. Nordbahn 64 ¼.
Disconto —. Getreidemarkt:
pCt. Tralles 13 ½ Thlr. G. Weizen, weisser Roggen 48 — 53 Sgr. Gerste 35 bis
Weizen loco gasx e Fer⸗ g,hrnes verkauft, ab auswärts ohne Umsatz. Roggen loco fest, ab Ostsece 6 Thlr. pr. Mai gefordert, doch ohne Geschäft. Oel 32 ½⅛, , 29 ⅞. Kaffee, Haltung der Inhaber fester in Folge der Riodepesche. Frankfurt a. M., 30. April, Nachmittags 2 Uhr 46 Minuten. Ultimo-Regulir. ziemlich leicht. Oesterreich. Speculationspapiere wiederum merklich besser bezahlt, Bexbacher Actien gewichen. 1 Schluss - Course: Neueste Preussische Anleine —. Preussische Kassenscheine 104 ½. Ludwigsbafen-Bexbach 142 ½ Berliner d-ee 104 r. Hamburger Wechsel 88 ½. Londoner Wechsel 118 ½. 82 Wechsel 93 ½. Wiener Wecbsel 104 ⅛. Darmstädter Bank-Actien 8 Darmstädter Zettelbank 255. Meininger Kredit-Actien 98 ½. 2— burger Kreditbank 105 ½. 3prozent. Spanier 50 ½. 1 proz. Srew 223 Spanische Kreditbank von Pereira 920. Spanische Kredit 8 Rothschild 685. Kurhesische Loose 57 ⅛. Badiseche Loose 2 5proz. Metalliques 65 ½. 4 ½proz. Metalliques 60. 1854r Loose 84-
8