— Nachmittags 1 Uhr. Die Föderirten haben den Malakoff, Petit Väanve und Montrouge geräumt und wird das Einrücken der Versailler jeden Augenblick erwartet. In der Stadt herrscht große Erregung; viele Personen wurden durch Bomben getödtet.
Spanien⸗ Aus Havana wird unterm 28. April ge⸗ meldet: Maximo Gomez ist mit 700 Insurgenten in Gibara eingefallen, wurde jedoch bei Sama geschlagen. Man behauptet, daß die Insurgenten im Central⸗Departement die Brunnen⸗ quellen durch Hineinwerfen von gefallenen Pferden ungenießbar
machen. Mehrere Insurgentenführer haben sich unterworfen.
Italien. Florenz, 29. Mai. Wie die »Economista dItalia« meldet, hat die Regierung zur Zahlung der rückstän⸗ digen Coupons der römischen Eisenbahn⸗Obligationen Gelder
ees 8b halten; bevor ich aber auf diesen Paragraphen selbst komme, möchte
Türkei. Konstantinopel, 20. Mai. (W. T. B.) Der ich auf eine Aeußerung, die der Herr Abgeordnete für Meppen gethan Kaiserlich Deutsche Gesandte, Graf von Keyserlingk⸗Rautenburg, hat, mit zwei Worten zurückkommen, weil sie in der That geeignet hat heute eine Urlaubsreise nach Deutschland angetreten. Der sein dürfte, weit uͤber die Grenzen dieses Hauses hinaus Unruhe und neue französische Gesandte, Melchior de Vogué, wird künftigen Besorgniß zu ge is die L.S enen daß er in Berliner Montag dem Sultan sein Beglaubigungsschreiben überreichen. Dikasterien — ich glaube, das war der Ausdruck — vernommen
4 habe, man gehe von der Rechtsauffassung aus, daß durch die Ab⸗ — Das türkische Panzergeschwader unter Rassim⸗Pascha tretung 89- Elsaß⸗Lothrin 85 an Dlutschland 83 vrehlic mit
wird eine Kreuzfahrt im Mittelländischen Meere antreten. Eine allen Institutionen von Elsaß⸗Lothringen tabula rasa gemacht
aus Ingenieur⸗Offizieren bestehende Kommission wurde ernannt, sei. Ich weiß nicht, woher der Herr Abgeordnete diese um Varna und die Donau⸗Befestigungen zu inspiziren. vernommen hat, ich kann meinerseits nur ckonsta.
“ 1 tiren, daß i e nicht vernommen habe d d ¹ oorumänien. Bukarest, 21. Mai. (W. T. B.) In den kiffung von der Sah⸗ E“
fassung von der Sache durchaus mit der übereinstimmt, die der Hr. Bauernkollegien hat die Ordnungspartei bei den Wahlen eben⸗ Abgeordnete für Meppen ausgesprochen hat. Wenn ich nun auf das⸗ falls den Sieg davongetragen, so daß
die Regierung in der feng eingehe, was sich unmittelbar an den §. 1 der Vorlage an⸗ neuen Kammer einer starken Majorität sicher ist.) chließt, so habe ich da eigentlich nur zwei Punkte zu berühren, ein⸗
theilen können und ich glaube mir das versagen zu müssen. Etwas von dieser Stelle aus und amtlich zu erklären, das bin ich nicht im Stande, denn alle die hier angeregten Organisationsfragen sind eben solche, welche zur Entscheidung kommen werden, sobald dur
das Ihnen jetzt vorliegende Gesetz die verbündeten Regierungen dazu die gesetzlichen Grundlagen gewonnen haben. Ständen sie in der Auffassung der verbündeten Regierungen jetzt schon fest, wäre es in der That moöͤglich gewesen, in der kurzen Zeit, die seit der Ratifika⸗ tion des Präliminarfriedens verflossen ist, über alle diese tief eingrei. fenden Fragen sich ein festes Bild zu machen, feste Entschlüsse zu fassen, dann würde vermuthlich der Entwurf, den Ihnen die verbündeten Regierungen vorgelegt haben, ganz anders aussehen, als er auz. sieht. Ich glaube aber auch, auf die mehrfachen Beziehungen, die von mehreren der Herren Vorredner und namentlich von dem Herrn Ah⸗ geordneten für Meppen auf folgende Paragraphen des Entwurfz gemacht worden sind, jetzt nicht eingehen zu sollen, weil' ich bei den einzelnen Paragraphen Gelegenheit sinden werde, mich darüber zu äußern. Ich will versuchen, mich soweit als möglich an den § 1 zu
1 Werthe dieser Größen, dagegen ereichen koͤnnten. Ich lasse hier sehr niedriger heraus als die mittleren 2. ittlere um schtlich die Frage ganz Feae in welchem Maße, sowohl in übertrifft die Höhe des Regen⸗ und 1 1 Kschricte Lals E ren. vedn. Cine “ ,el9 80 vhaags ehrcgen NIerHihr hcer der mittleren zurück; hieraus nas inen Faktor der Gesetzgebung zu bilden haben; 1 Einfluß des Wetters Lothringen, demnaͤchst einen ee Ansicht denken in ausgedehnterem erklären sich die abweichenden Urtheile über den Einfl! Leeen man kann sich dies nach mein so finde ich in der Reichsverfassung auf den dc. dsteabg gebeteieb. Jedenfalls ist die Klage der 4 a. und in beschränkterem Maße asg de in wirthe in den Niederungen darüber, daß die noch rückständige gemacht würde, und ich finde in 8 1 W nge verzögert doch nichts, wadurch es vever rfassun nichts, wodurch es etwas Bestellung der Felder durch die überschüssige Wassermenge p Eveu8 den Grundlagen in der krgr. veee 8 ie⸗ die Organe des Reichs sei, nur zu wohl begründet. — In Folge des Mangels an Lich bn diese Grundlagen Verlehende 9 b in Angelegen. Wärme war an allen Orten die gesammte Vegetation in ihrer Ent⸗ thringen ein Recht der Gesetzgebung in Angeleg vg des Monats, noch sehr zurück. fur Elsaß und Lo ie sie es Bundesstaaten gegenüber nicht haben. wickelung, auch in den letzten Tagen de 1G 1. bis 5 heiten ausüben, wie srath ist ja eine Fach⸗ Besonders trübe, kalt und naß war das Wetter vom 1. . Der Reichstag TH he shelaten in Be. Mit stürmischen West⸗ und Nordwestwinden verbreitete sich Regen Peen 2”99 die einzelnen im v 4 der ” und Feange, een da Pehrar .ner, die Luft ruhiger, die Tempe⸗ 1 r 7 eine Vertre 1 — b- 5 öeee 1“ andere Gegenstände 1r neben aban G “ vu 8. F8 EE e 8 iejeni eeküste u .
2 8 über diejenigen, die der Artikel or B in Folge der entscheidendes Wortrzu 8 8 Fraths sodann, die ja in vielfacher gesetze entsprechende, vollständige Drehung, und zwar in ge aufzählt. Die Stellung des fst 5 1h8. wird durch die Einfügung nacheinander auftretenden Sturmwirbel, welche vom 888n Beziehung ohnehin schon eine aban gücng in der Art, wie dies die Vor. Ocean her, von West nach Ost, aber in verschiedenen Bahnen, üͤber Elsaß⸗Lothringens in den Orsgan iaf iee Stellung des Nord⸗ und Mittel⸗Europa hinwegzogen. Ein Maß für die Pass lage in Aussicht hat, in keiner Weise Aorchi in der Vorlage der ordentliche Stoͤrung des Gleichgewichts, welche vom 11. an im Luft⸗ Kaisers endlich ist dahin — und zwar 1 issi ere über Europa stattfand, liegt in den Unterschieden der an verschie⸗
s, in der Vorlage der Kommission me opa st⸗ 1 ind Am 11. stand Regierungen wie, ich Gesetzgebung gehoͤrigen Rechte, denen Orten gleichzeitig beobachteten Barometerstände vor. Am 11. Prazifirt, das der Kaisgringen ar bt A 8 daren kann ich zwar das Barometer in Emden auf 767,66 mm., in Valentia auf 748,5 2 mm., als Kaiser, in Elsaß⸗Lothringen austtt. Auch, fassung, nicht im also im Osten 19,14 mm. höher als im gesten. Am 13. war der Baro⸗ wohl eine Erweiterung des Rahmens der 8 8 1 ünden Ich meterstand in Portsmouth 764,/5 mm., in Oxö 751/ mm., jetzt also Mindesten aber einen Widerspruch mit ihren 86 8” wenn man 12,/71 mm. im Osten niedriger als im Westen Am 14. war das bin daher der Meinung, daß es vollkommen richtig ist, Barometer an der Nordseeküste wieder rasch gestiegen, an der West-
— -1 die Konsequenzen aus den Friedens⸗ 2 V d für Emden war aufs Neue jetzt gleich und durch den §. 1 die rauszudrüͤcken, einfach das Recht küste ebenso gefallen; der Barometerstand für 8 beeeegegett betches ber Rfeehenerens geschaffen hat, indem man aus- 16/2 mm. böher als der für Valentia. Das Barometer fiel dann zu
— g8 bi 11,5 mm. Am
1· öre! ddas Emden vom 14. Abends bis zum 15. Mittags um 11,
EA1““ “ EE11 15. Abends trat Sturm aus SW. auf, begleitet von Regen. Der 8 1 D
— b Lg ivirs Att d übe, regnichte Wetter dauerte aber mal das Amendement des Herrn Abgeordneten für Cannstadt, auf Abgeordneten für Cannstadt kommen; ich bin mit ihm G 5 EEE1“ 8- “ Inseln waren von Rußland und Polen. St. Petersburg, 20. Mai. das ich später zurückkommen werde, und dann einige Bemerkungen Herrn Abgeordneten für Neustettin Te er es,. wie sie den dann folgenden Tagen, bis zum Ende des Monats, nur wenige Der Kaiser hat die Einsetzung einer Kommission angeordnet, in dem Vortrage des Heren Abgeordneten für Meppen. Der Herr verstanden, daß die Fassung des §. 1 nicht so anype m. welche mit Rücksicht auf die an der Universität zu — r
V — ten fü 1 .Auch für Süddeutschland, Ungarn, Siebenbürgen ist 19; ich n den Herrn Abgeordneten für Cannstadt ohne Regen — . Monats sehr be⸗ 8 1 badee nensef Necht e.age. daß es “ eice 8 vne EEEE11““ Amendement zurückzuziehen, die Anzal der Regentage in der zweiten Hälfte des M 3 kürzlich stattgefunden Unordnungen das Universitätsstatut 1 Eege „für die verbündeten Regierungen sowohl wie für
ächtli böhe den, und 48 19 — trächtlich — Vom 16. an war die Temperatur höher geworden, 1 1 1 veil ich ganz mit ihm einverstanden bin, daß der Paragraph t musgensuwnmen, karr e t 2g üegen iineschtaxe dach aufamüsch II gühr. soreleiben tand Ich bitte ihn aus diesem Grunde, sein Amfnde⸗ “ den nordontichen Kee 88 selbständigen Staat daraus zu machen, der dann ohne Weiteres ment zurückzuziehen, well ich in hohem Grade vermu 8 88. ein Auch in dem größten Theile von Rußland hatte der Frost bis unter den Bundesstaaten ran 8 hätte, oder Elsaß⸗Lothringen zu dritten Lesung außer dem definitiven Frankfurter Frieden n⸗ m 16. nachgelassen. Am 13. war die Temperatur in Archangel nektiren an einen andern Stoat — dann häͤtte es ja ühen aun ohn⸗ anderes Frankfurter Dokument zu erwähnen sein wird, 868. 2 1e ne. 8 2. Am 17. war der Thermometerstand in St. Peters⸗ Weiteres mit unter den Bundesstaaten, wenn dich nicht selbständi jenige, durch welches konstatirt wird, daß nunmehr die Even jch bin burg + 4,90C., in Archangel — 9% %. Am 19. in St. Petersburg rangirt. Der Herr Abgeordnete hat hierin vollkommen Rech ecc . 1 “ Seenset naa nö1ale 88 ö — 2/4 °% in S- 42,0°, in Haparanda aber noch — 5,70. —
ü ich einfache ferner zweifelhaft, a d — b 1111““ e gne “ Nggeee die eee 18 Fraliminarfrieden zu erwähnen, ich glaube, daß “ h Bee Ostseehäfen und der Rigaische Busen waren nach dem 16. eglaubt haben betreten zu mussen; indessen weil 8— der richtige Tag ist, um diese Frage zu entscheiden, die sehr gut de soweit eisfrei, daß auch dort die Schiffahrt eröffnet werden konnte. Fewemer war, sowohl nach der einen als nach Neaaberen Alternativeg dritten Lesung uͤberlassen werden kann, und umsomehr, als ich vorhin b
Reichsverfassung zum Schaden g
revidiren soll, „und zwar in dem Sinne, daß nicht nur die Jugend ihre wirklichen Pflichten begreifen lerne, sondern auch die Lehrer unabhängig vom Unterricht, eine strenge Aufsicht über die sittliche Haltung der ihrer Führung anvertrauten Jugend führen können.⸗ — Der österreichische Gesandte am hiesigen Hofe, Graf Chotek, von seiner Urlaubsreise aus Wien wieder
ist gestern Abend hier eingetroffen.
Schweden und Norwegen.
Stockholm, 20. Mai. Der finnische Busen war aber selbst in den letzten Tagen des Monats
(W. T. B.) schlossen. Die Thronrede giebt dem Bedauern über den Be⸗ schluß des Reichstages in der Frage der Heeresorganisation Ausdruck und kündigt an, daß im Laufe des Sommers der Reichstag zur nochmaligen Berathung dieser Angelegenheit zu einer außerordentlichen Session einberufen werden wird. Die beabsichtigte Lösung der Unionsfrage sei einstweilen aufgegeben und diese Frage werde erst dann wieder angeregt werden, wenn die naturgemäße Entwickelung der Brüderreiche die Einigung erleichtere. Die vom Reichstage beschlossene Erhöhung des Ein⸗ eng89enes⸗ auf Branntwein und Spiritus mit 10 Oere pro
anne und des Eingangszolles auf unverarbeiteten Tabak mit 3 Oere pro Pfund werden möglichst schnell ins Leben treten, ebenso verschiedene Erhöhungen von Zöllen auf Gewürze und Südfrüchte.
Amerika. Washington, 18. Mai. Der Senat hat während der letzten beiden Tage den Alabamavertrag nicht de⸗ battirt, aber einen Antrag in Erwägung gezogen, um Zeitungs⸗ korrespondenten, welche sich den Wortlaut des Vertrages behufs dessen Publikation erschlichen, zu bestrafen.
— 20. Mai. (W. T. B.) Die englischen Mitglieder der zur Regelung der Alabamafrage eingesetzten gemischten Kom⸗ mission werden morgen von hier nach Hause zurückreisen.
Reichstags⸗Angelegenheiten.
in, 22. Mai. In der Sitzung des Reichstags am 22. d. M. nahm der Präsident des Bundeskanzler⸗Amts, Staats⸗Minister Delbrück, in der Diskussion über §. 1 des Gesetzentwurfs, betreffend die Vereinigung von Elsaß und Lothringen mit dem Deutschen Reiche, nach dem Abg. Dr. Windthorst (Meppen) das Wort:
Meine Herren! Ich glaube, Sie werden es verstehen, wenn ich der Versuchung widerstehe, die in den Reden der Herren Vorredner liegt, hier ausführlich einzugehen auf die Organisation von Elsaß⸗ Lothringen nach den verschiedensten Seiten hin, und ferner ausführ⸗ lich einzugehen auf Gegenstände, die bei den §§. 2 und 3 eingehend werden diskutirt werden. Wenn ich eingehen wollte auf die Fragen,
Der Reichstag wurde heute durch den König ge⸗
darum glaube ich doch nicht, daß er an sich der zweckmäßigere war. Die formellen 1ä ess die in der Stellung eines Landes liegen, welches nicht Theil eines Bundesstaates und welches auch selbst kein Bundesstaat ist, — diese formellen Schwierigkeiten, die ich nicht verkenne, können an sich unmöglich davon abhalten, dem Lande eine solche Stellung zu geben, wenn man der Ueberzeugung ist, diese Stellung ist an sich richtig. Was die Frage der Annexion betrifft, so wird nicht zu übersehen sein, daß zu einer Annexion immer zwei ge⸗ hören: ein Staat, der annektirt wird, und ein Staat, an welchen annektirt werden soll, und daß bei einer Annexion der letztere, nämlich der Staat, an den annektirt werden soll, doch auch ein Wort mitzu⸗ sprechen hat. Wenn nun also, meine Herren, — und das war eine Thatsache, ein Staat nicht da war, welcher die Annexion an sich wünschte, so war damit diese Frage erledigt. Was die Frage eines selbständigen Bundesstaats betrifft, so glaube ich zu dem, was der Herr Abgeord⸗ nete für Kreuznach über diese Frage bereits geäußert hat, mich eines weiteren Eingehens enthalten zu dürfen; ich würde nicht mehr sagen können, als er gesagt hat, und ich würde es nicht so gut sagen kön⸗ nen, als er es gesagt hat. Wenn nun hiernach in der That das materiell Richtige zu sein schien, Elsaß⸗Lothringen eine Stellung zu geben, durch die es weder ein Bundesstaat wurde noch ein Theil eines Bundesstaats, so kam es darauf an, ob es msöglich sei; einen solchen, der Reichsverfassung fremden Organismus in die Reichsverfassung einzufügen. Es ist ja der Reichsverfassung theils lobend, theils tadelnd die Eigenschaft beigelegt worden, daß sie eine gewisse Ejlastizität besitze, und ich glaube, daß gerade der vor⸗ liegende Fall es dokumentirt, daß ihr diese Eigenschaft beiwohnt.
Ich glaube, daß die Einfügung Elsaß⸗Lothringens in das Deutsche
Reich, wie sie in ihren allgemeinen Grundzügen die Vorlage in Aus⸗
sicht nimmt — und mehr als allgemeine Grundzüge will die Vor⸗
lage jetzt nicht in Aussicht nehmen — geschehen kann, ohne eine Bresche in die Reichsverfassung zu legen und ohne die berechtigten Forderun⸗ gen und Ansprüche von Elsaß⸗Lothringen zu schädigen. Es ist in Be⸗ ziehung auf eine spätere Bestimmung der Vorlage, wie sie von Ihrer Kommission amendirt ist, von einem Breschelegen in die Reichs⸗ verfassung gesprochen worden und ich kann bei dieser Gelegenheit auch an dieser Stelle nur bestätigen, was ich in der Kommission zu sagen hatte: daß ich in der Bestimmung, auf die hingewiesen wurde, näm⸗ lich in der Umstellung der Alineas in §. 3 auch heute noch und nach⸗ dem ich Zeit gehabt habe, mir diese Umstellungen mit ihren Kon⸗ sequenzen näher zu überlegen, keine sachliche Aenderung enthalten finde, Gehe ich hiervon aus, so finde ich nicht, daß eine Stellung, wie sie die Vorlage in Aussicht nimmt, in irgend einem Punkte mit der Reichsverfassung, ich will nicht sagen, unvereinbar sei, sondern auch
die in Beziehung auf die Organisation von Elsaß⸗Lothringen angeregt orden sind, so wuͤrde ich Ihnen nur persönliche Meinungen mit⸗
nur in die Reichsverfassung Elemente hineintrage, die materiell der
ausdrücklich erklärte, eine Amendirung des §. 1, wie sie der Herr
Abgeordnete für Cannstadt will, sei noͤthig.
— Die Nr. 20 der »Zeitung des Vereins Deutscher Eisenbahn⸗ SS enthält: Schiedsrichterliche Entscheidung, veranlaßt durch einen Negrc nspruch sas ne bacgfscaütie Kerlänvüchte
äteter Lieferung. — Gesetz, betreffe⸗
aec gesdenersgp sn dem Betriebe von Eisenbahnen ꝛc her⸗ beigeführten Tödtungen und Körperverletzungen, nach 3. Fejaag — Mittheilungen über Eisenbahnen: Deutsches Reich, die Best des definitiven Friedensvertrags über die Abtretung der franz 8g Ostbahnlinien in Elsaß⸗Lothringen. Verein deutscher Cö waltungen, Liquidations⸗Kommission; Ablehnung einer el— tung der in der dresdener Versammlung angenommenen Abän 118 gen des Vereins⸗Wagen⸗Regulativs. — Berliner Briefe: Vom 1 er
bahn⸗Aktienmarkte; Berlin⸗Potsdam⸗Magdeburger E bg gisch⸗Märkische Eisenbahn; Sutschen⸗Haltern⸗Hamm; Harburg⸗Sta
1 Eis. 3 nsg e Wichsel der einander verdrängenden Luftströme war von
8
ichen Gewittern begleitet. Schon während des Umschlags des vhlrelch am 6 fanden Gewitter⸗Explosionen längs der Küste des Adriatischen Meeres statt. Am 10. kamen Gewitter vor in Wien und Göͤrz, am 11. in Pola, am 13. wetterte es zu Breslau, und ebenso zu Komorn in Ungarn. Besonders zahlreich indeß kamen Gewitter in der zweiten Hälfte des Monats vor. Am 15. Nachts zu Pola, am 16. in der Rheinprovinz, am 17., Abends, zu Ischl. 1 Am 19. zu Scarborough, Cöln, Wiesbaden, Emden, Wilhelmshafen, Kielerhaven, Flensburg, Posen. Am 20. zu Klagenfurt, Agram. Am 23. zu Wilhelmshafen, Torgau, Leipzig. Am 28. im Südosten von England, zu Emden, Wilhelmshafen, Lessina. Am 29. zu Münster und Wiesbaden. b Ebenso kräftig, wie am Boden des Luft⸗Oceans durch die Ge⸗ witter, äußerte sich das tellurische Leben in den höheren Regionen des Luftmeers durch magnetische Ungewitter. Seit einer langen Reihe von Jahren sind in keinem Monat so viele Nordlichter wahrgenommen,
ven; Rheinische Eisenbahn; Moselbahn; Odenwaldbahn; Stolp. ahn; Bescheid des Bun 1 E1114“ königsberger Kaufmannschaft; Freie Fahrt 4 Reichstagsmitglieder betreffend. Internationaler Expreßzug. Pfon 3 ver⸗Altenbeken. Altona⸗Kieler Eisenbahn. Baden, Vertrag e Schweiz, betreffend Romanshorn⸗Constanz. — Wiener Briefe: Eisenbahn⸗Aktienmarkte; Kaiserin⸗Elisabethbahn; 1 1 885 Ludwigbahn; der Eisenbahnverkehr im Monat April. hn 25 18. Verkehre, Zoll⸗ und Tarifwesen — Personalnachrichten. — u Güterdienst in Belgien. Schweiz, Rigibahn. Tasmanien. — 57 3 nisches: Kaiser Ferdinands⸗Nordbahn, Beheizung der Wagen 88 89 Dampf. — Literatur: Coursbuch 1871 Nr. 2 Maig und Se 1 . Anzeiger Nr. 5 Mai. Inhalts⸗Verzeichniß der besonderen 8* age zum Deutschen Reichs⸗Anzeiger Nr. 2. — Eisenbahn⸗ 285 1 Offizieller Anzeiger. — Verzeichniß fehlender und überzähliger Güter.
icht üb April 1871. Meteorologischer Bericht über den Monat b ten 5 ologischen Korrespondenz«, welche Nichtabonnen (Aus der »Meteor zgis hdrock nicht geszattet.
8 kei tter im
egensatze zu der Veränderlichkeit, welche das We ter in
114“ 1 war 1e 1“ grgih 1 1 trübe, naß oder feucht, d; ’
Euscpahlbehind Pom 6. bis 12. war der Himmel hell und die Luft
troch. Norddeutschland stellt sich der mittlere Barometerstand des
Monats als 1 bis 2 Millimeter, und die Temperatur fast 12 C.
z in dem jüngstverflossenen. Nordschein wurde beobachtet: Am 1. 8co Shields; am 2. zu Stettin; am 7. und 8. zu Emden; am 9. zu Wien und Prag, ferner zu Keitum, Skeslenh g dem Weserleuchtthurm zu Emden; als von besonderer Schönheit wurde diese Erscheinung am 9. an verschiedenen Orten Englands ge⸗ sehen. Auf dem Observatorium zu Utrecht wurde das Nordlicht selbst nicht, wohl aber die durch dasselbe verursachter magnetische Strömung beobachtet; ferner: am 10. zu Emden; am 13. zu Emden, London, Thurso; am 14. zu Putbus und in Emden; am 15. und 16. zu Stettin und London; am 17. zu Stettin, Emden, Thurso; am 18. zu Krakau, Breslau, Cöslin, Stettin, Putbus, Flensburg. An einigen
de das Nordlicht an k “ wie das am 25. Oktober v. J. Während dieser Er⸗ scheinung veränderte sich die magnetische Deklination zu Florenz um 25 Minuten. Außerdem wurde zu Emden am 23., 27. und 28. Nord⸗ schein gesehen. 1 , 8
über den in manchen Jahren so spärlich vorkommenden Eö1ö1““ dieser außexordentliche Reichthum besondere Beachtung. Es kann hier die in Rede stehende Erscheinung nur kurz, und zwar nur in ihrer zum größten Theile noch problematischen Be⸗ ziehung zum Wetter eroͤrtert werden. Vergleicht man die Wolf⸗ schen Relativzahlen der Sonnenflecken mit der Anzahl der Tage im Jahre, an welchen Polarlichter beobachtet wurden, so stellt sich heraus, daß zu derselben Zeit, zu welcher die meisten Sonnenflecken wahrgenommen werden, auch die Anzahl der Tage, an welchen Polarlichter gesehen werden, am größten ist; zu den Zeiten aber, wenn die Sonne wenig Flecken zeigt, auch die Anzahl der Tage
diesem Tage als fast so großartig