1871 / 79 p. 5 (Deutscher Reichsanzeiger, Tue, 01 Aug 1871 18:00:01 GMT) scan diff

Weebksel.

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Berichtigung: Magdeb Halberst.

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Deutsche Fonds.

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Eisenbahn-Stamm-Aktien.

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Redaction und Rendantur: Schwieger.

und Verlag der Königlichen Geheimen Ober⸗Hofbuchdruckerei R. v. Decker).

Folgen zwei Beilagen

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58

Deutsches Reich.

„, betreffend die Quartierleistung für die bewaffnete Macht und die Naturalverpflegung der Truppen im Frieden. 8 Vom 14. Juli 1871.

Wilhelm, von Gottes Gnaden Deutscher Kaiser, Köni von Preußen ꝛc, verordnen im Namen des Deutschen Reichs, na erfolgter Zustimmung des Bundesraths, für Elsaß und Lothringen,

s folgt: g 1 Die anliegenden deutschen Militärgesetze und Verordnungen

erden in Elsaß⸗Lothringen eingeführt:

8 1) das Gesetz betreffend die Quartierleistung für die bewaffnete Macht während des Friedenszustandes, vom 25. Juni 1868 (Bundes⸗ gesetzbl. des Norddeutschen Bundes S. 523) nebst der zur Ausführung desselben erlassenen Instruktion vom 31. Dezember 1868 (Bundes⸗ gesetzbl. pro 1869 S. 1) und dem Allerhoͤchsten Erlaß vom 3. Sep⸗ tember 1870, betreffend die Abänderung des §. 15 dieser Instruktion;

2) das Edikt über die Aufhebung der Naturalfourage und Brot⸗ Ueferung vom 30. Oktober 1810 (Preußische Gesetz⸗Samml. S. 78) Reglements über die Naturalverpflegung der Truppen im Frieden vom 13. Mai 1858 (Bundesgesetzbl. pro 1867 S. 128). .

§. 2. Bis zur anderweiten gesetzlichen Feststellung findet die Ein⸗ reihung in die Klassen⸗Eintheilung der Orte §. 3 des im §. 1 unker Nr. 1 aufgeführten Gesetzes vom 25. Juni 1868 in der

Art statt, da n.ge. at. 40,000 Einwohnern und darüber zur I. Servisklasse,

u“ 20,000 bis 40,000 Einwohnern zur II. Servisklasse, 10,000 bis 20,000 Einwohnern zur III. Servisklasse, 5,000 bis 10,000 Emwohnern zur IV. Servisklasse, alle

Orte unter 5000 Einwohnern zur V. Servisklasse gezählt werden.

3. Soweit zur Ausführung der vorgenannten Gesetze und Verordnungen besondere Vorschriften erforderlich sind, werden dieselben von dem Reichskanzler erlassen.

Urkundlich unter Unserer beigedrucktem Kaiserlichen Insiegel.

Gegeben Bad Ems, den 14. Juli 1871. 8 8 8 Fürst v. Bismarck.

Iee. .

Bekanntmachung zur Ausführung des Gesetzes vom

14. Juli 1871, betreffend die Einführung des Deutschen Reichs⸗

ggesetzes über die Wechselstempelsteuer vom 10. Juni 1869. 8 Vom 27. Juli 1871.

Nachdem durch Gesetz vom 14. Juli 1871 Lothringen von 1871 S. 175 ff.) bestimmt ist, daß das Deutsche Reichsgesetz vom 10. Juni 1869 (Bundesgesetzbl. S. 193), betreffend die Wechselstempelsteuer, mit dem 15. August d. J. in Elsaß⸗Lothringen in Kraft tritt, werden die nachstehenden, vom Bundesrathe zur Aus⸗ führung des erwähnten Reichsgesetzes getroffenen Bestimmungen An⸗ wendung zu finden haben.

I. Zu §. 3 des Reichsgesetzes vom 10. Juni 1869. Be⸗ hufs der Umrechnung der in einer anderen als der Thalerwährung ausgedrückten Summen zum Zwecke der Berechnung der Wechsel⸗ stempelabgabe sind für die nachstehend bezeichneten Währungen die dabei bemerkten Mittelwerthe bis auf Weiteres festgesetzt und allge⸗

(Gesetzbl. für Elsaß⸗

mein im ganzen Bundesgebiete bei der Berechnung des Wechselstem⸗-

pels zum Grunde zu legen: Süddeutsche undnieder⸗ ländische Währung. 7 Gulden Bremer Louisd'or 8 10 Thaler Gold 2 Mark

Thaler..... .. Hamburger Mark 300 Francs oder Lire

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Pfund Sterling.. .. eanes oder Lire

1 Gulden (effektiv) 100 Rubel Silber

esterreichische Wäh⸗ 1 Rub. Silb. (effektiv)

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rung. 88 desgleichen... Russische Währung.. desgleichen. Währun . 1 Dollar . 1 1 Dollar (effektiv) Dänische Währung .. 100 Thaler R. M. Schwedische Währung 1000. Thaler R. M. 1 ung.. 8 Pesos fuertes de 20 reales de Vellon 115 v 1 Milröis = 1 ½ » Zu §. 13 Nr. 2 desselben Gesetzes. In Bezug auf die Art und

Nordamerikanische innische Währung 1000 Mark Weise der Verwendung der Bundesstempelmarken zu Wech⸗

Höchsteigenhändigen Unterschrift und

Elsaß⸗Lothringen von

s-Anzeiger und Koͤniglich Preußischen Staats⸗Anzeiger. Deenstag den 1. August. 18171.

seln und den dem Wechselstempel unterworfenen Anweisungen u. s. w. (§. 24 des v sind nachfolgende Vorschriften zu beobachten:

1) Die den erforderlichen Steuerbetrag darstellenden Marken sind auf der Rückseite der Urkunde, und zwar, wenn die Rückseite noch unbeschrieben ist, am oberen Rande derselben, anderenfalls unmittel⸗ bar unter dem letzten Vermerke (Indossament u. s. w), der sich auf der Rückseite befindet, dergestalt aufzukleben, daß oberhalb der Marke kein zur Niederschreibung eines Vermerkes (Indessamentes, Blanko⸗ Indossamentes u. s. w.) hinreichender Raum übrig bleibt.

Der inländische Inhaber, welcher die Marke aufklebt, hat sein Phesehaen. oder seinen sonstigen Vermerk unterhalb derselben nieder⸗ zuschreiben.

Wird die Breite der Rückseite durch die aufgeklebten Marken nicht ausgefüllt, so ist der zur Seite oder zu beiden Seiten der letzteren bleibende leere Raum in der Höhe der Marke dergestalt zu durchkreuzen, daß zu einem Indossamente oder sonstigen Vermerke neben der Marke kein Raum bleibt.

2) In jeder einzelnen der aufgeklebten Marken müssen mindestens die Anfangsbuchstaben des Wohnortes und des Namens, be⸗ ziehungsweise der Firma desjenigen, der die Marke verwendet, und das Datum der Verwendung (in Ziffern) mittelst deutlicher Schrift zeichen (Buchstaben und Ziffern) ohne jede Rasur, Durchstreichung oder Ueberschrift niedergeschrieben sein (z. B.:

H. 7./1. 70, statt Hamburg, 7. Januar 1870; E. F. M. statt: Ernst Moldenhauer, oder N. V. B. statt: Norddeutsche Vereins⸗ bank).

Es ist jedoch auch zulässig, den Kassationsvermerk ganz oder ein⸗ zelne Theile desselben (z. B. die Bezeichnung der Firma) durch schwarzen oder farbigen Stempelabdruck herzustellen.

Enthält der Kassationsvermerk mehr als nach dem Vorstehenden erforderlich ist (z. B. den ausgeschriebenen Namen statt der Anfangs⸗ buchstaben, das Datum in Buchstaben statt in Ziffern u. s. w.), so ist derselbe dennoch gültig, wenn nur die vorgeschriebenen Stücke (Anfangsbuchstaben des Wohnortes und Namens, beziehungsweise der Firma und Datum) auf der Marke sich befinden.

3) Bei Ausstellung des Wechsels auf einem gestempelten Blanket kann der an dem vollen gesetzlichen Betrage der Steuer etwa noch fehlende Theil durch vorschriftsmäßig zu verwendende Stempelmarken

ergänzt werden. 1 welche nicht in der vorgeschriebenen Weise ver⸗

Stempelmarken, wendet worden sind, werden als nicht verwendet angesehen (§. 14 Die nachstehend je

des Gesetzes).

III. Zu §. 24 Nr. 1 desselben Gesetzes.

unter einer Nuͤmmer aufgeführten Plätze werden insofern als Ein Platz betrachtet, daß die an dem einen ausgestellten und an dem anderen zahlbaren Anweisungen in Bezug auf die Wechselstempel⸗ Abgabe als Platzanweisungen zu betrachten sind: 1) Hamburg und Altona, 2) Magdeburg, Sudenburg, Buckau und Neustadt, 3) Elber⸗ feld und Barmen, 4) Aachen und Burtscheid, 5) Frankfurt a. M. und Bockenheim, 6) Saarbrücken und St. Johann, 7) Ernstthal und Hohenstein, 8) Annaberg und Buchholz, 9) Bremerhafen und Geeste⸗ münde, 10) Stuttgart und Cannstadt, 11) Ulm und Neu⸗Ulm, 12) Mannheim und Ludwigshafen, 13) Regensburg und Stadtamhof, 19 Nürnberg und Fürth, 15) Mainz und Castel.

§. 26 desselben Gesetzes. Diejenigen, welche in der Wechselstempelsteuer auf Grund lästiger Privatrechtstitel befreit und nach Maßgabe der Bestimmungen im §. 26 des Gesetzes Erstattung der von ihnen fortan entrichteten Wechsel⸗ stempelbeträge aus der Bundeskasse in Anspruch zu nehmen berechtigt sind, haben zuerst bis zum 15. Oktober d. J. eine Nachweisung der seit dem 15. August d. J. und ferner für jedes Vierteljahr bis zur Mitte des darauf folgenden Monats eine Nachweisung der in den verflossenen drei Monaten von ihnen entrichteten Wechselstempelbeträge, deren Erstattung begehrt wird, dem Reichskanzler⸗Amte einzureichen. Die Nachweisung muß ein spezielles Verzeichniß der zu erstattenden Abgabenbeträge, eine genaue Bezeichnung der Wechsel, wofür dieselben entrichtet sind, und die Angabe der Eigenschaft, in welcher der Antrag⸗ steller an dem Umlaufe derselben im Bundesgebiete Theil genommen hat, sowie die Versicherung enthalten, daß der Antragsteller die Er⸗ stattung des Stempelvbetrages von anderen Theilnehmern am Um⸗ laufe des Wechsels oder von Kommittenten nicht zu fordern habe.

Es wird vorbehalten, nach Bewandniß der Umstände andere Fristen zur Vorlegung der periodischen Nachweisungen zu bestimmen.

Der Antragsteller bleibt verpflichtet, jede weitere zur Prüfung und Justifizirung der in die Nachweisung aufgenommenen Beträge erforderliche Auskunft dem Bundesrathe oder den von demselben be⸗ auftragten Behörden oder Beamten zu ertheilen.

Bei Einreichung der ersten Nachweisung ist zugleich der Anspruch auf Entschädigung selbst durch Angabe des lästigen Privatrechtstitels, worauf die bisherige subjektive Befreiung von der Wechselstempel⸗ steuer beruht, unter Vorlegung der Beweismittel zu begründen.

Berlin, den 27. Juli 1871. 8 Der Reichskanzler. Im 8

IV. Zu

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