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Bekanntmachung.
In Gemäßheit des §. 8 des Gesetzes vom 23. Dezember 1867, betreffend die Abhülfe des in den Regierungsbezirken Königsberg und Gumbinnen herrschenden Nothstandes (G. S. S. 1929), wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß von den im §. 1 dieses Gesetzes bezeichneten Darlehnskassen⸗ scheinen am 30. September d. J. ein Betrag von 2,212,243 Thlr. sich im AUmlauf befunden hat. 1I11““ Berlin, den 2. Oktober 1871. v“ v116“ vvbtt————;; Im Auftrage: Elwanger.
Ministerium für die landwirthschaftlichen Angelegenheiten.
Mit Rücksicht auf die Vorschrift im Artikel 21 der Ma und Gewichtsordnung für den Norddeutschen Bund vom 17. August 1868 (Bundes⸗Gesetzblatt S. 473), wonach dies Gesetz mit dem 1. Januar k. J. obligatorisch in Kraft tritt, ist es nothwendig, auch die Festsetzungen der in Gemäßheit der Bestimmungen der 8 67 und folg. des Ablösungs⸗Gesetzes vom 2. März 1850 festgestellten und in Folge der Cirkular⸗ Verfügung vom 31. Mai 1864 auf Grund des Gesetzes vom 19. März 1860 (Gesetz⸗Sammlung Seite 98) revidirten Normal⸗ preise, sowie die Ermittelung und Bekanntmachung der Martini⸗ Markt⸗ und Durchschnittspreise (§§. 18, 23 a. a. O.) mit den u“ der Maß⸗ und Gewichtsordnung in Einklang zu bringen.
Insoweit die Königliche General⸗Kommission (Regierung) nicht bereits in Gemäßheit des Absatzes 2 im Artikel 21 a. a. O. dem Gegenstande Ihre Aufmerksamkeit zugewendet haben sollte, veranlasse ich dieselbe unter “ auf die zur Anwen⸗ dung zu bringenden, durch die Seseh ammlung für 1869 Nr. 43 Seite 746 veröffentlichten Verhältnißzahlen hierdurch
1) bereits bei der Ermittelung der diesjaͤhrigen Martini⸗ Markt⸗ und 24jährigen Durchschnittspreise “ Reskript vom 16. August 1851, Verw. Minist.⸗Blatt Seite 205 und vom 8. Oktober 1862, Verw. Minist.⸗Blatt S. 302) die neuen Maße und Gewichte zu Grunde zu legen und zwar in der Weise, daß bei der Berechnung des Durchschnittspreises dies für jedes einzelne in Betracht kommende Jahr geschieht und nicht etwa nur eine Reduktion der nach den bisherigen Grund⸗ lagen ermittelten summarischen Ergebnisse bewirkt wird, und
2) die geltenden Festsetzungen der revidirten Normalpreise Uems den Vorschriften der Maß⸗ und Gewichtsordnung vom
7. August 1808 (ohne Zuziehung der Distrikts⸗Kommissionen) auf die neuen Maße und Gewichte zu reduziren. Außerdeni erscheint es “ daß
3) für diejenigen Naturalzinsen und sonstigen Realabgaben, deren Leistung nach Maß und Gewicht im Bezirke noch vor⸗ zukommen pflegt, eine vorschriftsmäßige Reduktion der be⸗ treffenden alten Maße und Gewichte auf die neuen Maße und Gewichte bewirkt und in einer Zusammenstellung öffent⸗ lich bekannt gemacht werde, damit sie bei der Erhebung der Abgaben zum Anhalte dienen könne.
Die hiernach durch die Amtsblätter zu erlassenden Bekannt⸗ machungen sind je in 1 Exemplar einzureichen.
Die Martinimarkt⸗ und Durchschnittspreise sind für dieses Jahr außer der zu 1. erwähnten Ermittelung noch besonders nach der bisherigen Weise der Berechnung aufzustellen.
Berlin, den 29. September 1871. ““
Der Minister für die landwirthschaftlichen Angelegenheiten.
8 Im Auftrage: Greiff.
An sämmtliche Königliche General⸗Kommissionen (excl. zu Han⸗ nover und zu Casseh) und Regierungen, laudwirthschaftliche Abtheilungen, und an die Regierung zu Coblenz.
Nichtamtliches. Deutsches Reich. Preußen. Berlin, 6. Oktober. Ihre Majestät die Kaiserin⸗Königin hat der 111““ auf deren Glückwunschschreiben zu Allerhöchstihrem Geburtstage die nachstehende Antwort zugehen lassen:
Die Glückwünsche, welche Mir die Stadtverordneten Berlins zu Meinem Geburtstage darbringen, erwidere Ich mit aufrichtigem Danke, sowohl in Hinblick auf das vergangene Jahr, in welchem die Bürgerschaft der gegenwärtigen deutschen Hauptstadt ihre Vaterlands⸗ liebe in der großartigsten Weise bewährt hat, wie in der Hoffnung auf eine schöͤne und friedliche Zukunft, zu der die für Deutschland er⸗ worbenen Güter, wie die Erfahrungen der hinter uns liegenden Zeit in vollem Maße berechtigen. 1 “
Baden, den 3. Oktober 1871.
— Ihre Königliche Hoheit die Prinzessin traf am 4. Nachmittags von Seeeheinrigau ec Mäsr! berg in Breslau ein und begab Sich nach kurzem Aufenthalt nach Ratibor⸗Hammer. — Se. Königliche Hoheit der Großherzog von Mecklenburg⸗Schwerin passirte auf der Reise nach Gräfen⸗ berg am 4. d. M. Breslau und NRisfe. —
8 8 — Die vereinigten Ausschüsse des Bundesrathes für das Landheer und die Festungen und für Justizwesen, traten heute zu einer Sitzung zusammen.
— Der Kapitän z. S. Henk hat am 4. d. M. die Ge⸗ schäfte des Chefs der Marine⸗Station der Nordsee zu Wilhelms haven übernommen.
— S. M. S. »Gazelle« ist am 23. September c. in Funchal auf Madeira angekommen und beabsichtigte, Ende Alhte mben die Reise nach Barbados fortzusetzen. An Bord
es wohl.
— S. M. Kanonenboot »Delphin« ist am 5. d. M. in Malta angekommen. An Bord Alles wohl.
“ . — Der Appellationsgerichts⸗Präsident Graf v. Schw einitz zu Posen beging am 4. d. M. sein 50jähriges Dienstjubiläum. Derselbe trat am 4. Oktober 1822 nach geleisteter einjähriger Militärdienstpflicht in den Justizdienst. Nachdem er längere Zeit Kreisgerichts⸗Direktor in Hirschberg, sodann in Stettin und Glogau Appellationsgerichts⸗Rath gewesen war, wurde er am 1. Juli 1856 als Vize⸗Präsident an das Appellationsgericht zu Posen versetzt und am 27. Februar 1861 zum Chef⸗Praͤsiden⸗ ten ernannt. Im Jahre 1866 war Graf v. Schweinitz dem Generalstabe Sr. Königlichen Hoheit des Kronprinzen attachirt. Um 10 Uhr Vormittags üͤberbrachten die Mitglieder des Appellationsgerichts, sowie die Richter und Rechtsanwälte aus dem Departement Posen dem Jubilar ihre Glückwünsche. Geführt wurden dieselben durch den Unterstaats⸗Sekretär im Justiz⸗Ministerium, De⸗Roͤge. Indem derselbe im Namen des Ministeriums Glückwünsche aussprach, überreichte er dem Gra⸗ fen v. Schweinitz das von Sr. Majestät dem Kaiser und König verliehene Patent eines Wirklichen Geh. Ober⸗Justiz⸗Raths mit dem Range eines Raths I. Klasse. Im Laufe des Tages fan⸗ den sich die Spitzen sämmtlicher hiesigen Behörden ein, um dem Gefeierten ihre Hochachtung und Verehrung auszudrücken. Im Namen des Konsistoriums überreichte General⸗Superinten⸗ dent Dr. Cranz eine Adresse; am Abend zuvor hatte auch der
Erzbischof Graf Ledochowski dem Jubilar seine Gratulation dargebracht.
— In der gestrigen Sitzung der Stadtverordneten⸗Versamm⸗ lung beschloß dieselbe zum 10. November d. J. eine öffentliche Feier aus Anlaß der Enthüllung der Schillerstatue, bewilligte aber zu dem dem Magistrate statt des ver⸗
langten Kredits von 20,000 Thalern nur einen solchen bis zu 5000 Thalern. h solch 8
Danzig, 5. Oktober. (Danz. Z.) Zur Berathung über die beabstchgte Festfeier der hundertjährigen Ver⸗ einigung Westpreußens mit dem preußischen Staate fand gestern im Stadtverordnetensaale eine Versammlung von 44 Deputirten der Kreise und Städte Westpreußens unter dem Vorsitz des Ober⸗Bürgermeisters von Winter statt. Herr von Forckenbeck referirte über die Vorschläge des auf dem Provinzial⸗Landtage gebildeten Komites. Nach denselben soll diese Feier in lokalen Festlichkeiten und einer centralen bestehen; die ersteren zu veranstalten, soll Lokalkomites überlassen bleiben. Ueber den Zeitpunkt der Feier wird das demnächst zu erwäh⸗ lende Komite zu beschließen haben, im Allgemeinen wird als dieser Zeitpunkt die zweite Hälfte des Juli oder die erste Hälfte des August k. J. bezeichnet. Nach den weiteren Vorschlaͤgen des Komites beschloß die Versammlung:
.1) Die Feier erhält die Bezeichnung: Wiedervereinigung Westpreußens mit dem Koͤnigreiche Preußen⸗«; 2) Ort der centralen Festesfeier ist Marienburg; 3) das zu erwäh⸗ lende Komite damit zu beauftragen, bei Gelegenheit der Festesfeier die Wiederherstellung der Marienburg in Anregung zu bringen; 4) ein Denkmal Friedrichs des Großen von Bronze in Marienburg in der Nähe des Schlosses zu errichten (das Komite hat bereits einen hierzu geeigneten Platz ermittelt, dem das Schloß als Hintergrund dient. Die Kosten für Herstellung des Denkmals sind auf 27,000 Thaler, die Zeit der Herstellung desselben auf 2 Jahre ver⸗ anschlagt, so daß am Tage der Festesfeier nur die Grund⸗ steinlegung zu dem Denkmale erfolgen soll); schichte Westpreußens vom wissenschaftlichen Standpunkte, dem b) eine populäre Darstellung der Geschichte Westpreußens, mit Prämitrung der besten Schrift hervorzurufen, und c) die Aus⸗ führung dieses Beschlusses dem Ermessen des zu wählenden Komites zu überlassen; 6) das Komite zu ermäͤchtigen, die erforderlichen Mittel
von ca. 50,000 Thlr. durch Repartition auf die einzelnen Kreise nach
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»Feier der hundertjährigen
5) a) Eine Ge- außer-⸗
Maßgabe der direkten Steuern, jedoch unter Berücksichtigung der eigen⸗
Bevölkerungsverhältnisse zu beschaffen, desgleichen 7) das humn ch 8 ermächtigen, mit Ermland wegen Betheiligung an der
Verbindung zu treten. 8 Feier n Mitgliedern des mit der Ausfuͤhrung dieser Beschlüͤsse u betrauenden Komites wählte die Versammlung die Mit⸗ ülieder des bisherigen, auf dem Provinzial⸗Landtage ernannten Komites mit dem Rechte der Kooptation.
Hannover, 5. Oktober. Se. Königliche Hobeit der rinz Friedrich Carl reiste gestern achmittag 2 Uhr 1 Minuten mit kleinem Jagdgefolge nach Berlin ab. Bayern. München, 4. Oktober. In einer heute statt⸗ gehabten Sitzung des Staatsraths gelangten die den Kammern alsbald vorzulegenden Entwürfe des Einführungs⸗ gesetzes senge öö“” und des revidirten Polizei⸗ esetzbuchs zur Berathung. Seec, Zarat der Infanterie Frhr. v. d. Tann ist gestern aus Schleswig⸗Holstein, wohin er sich auf Urlaub begeben hatte, hier eingetroffen und hat vorgestern das General⸗ Kommando in München wieder übernommen. 1 Sachsen. Dresden, 4. Oktober. Der Fürst Reuß ältere Linie “ eG Abend 48 Uhr nach ödern bei Radeburg abgereist. Uhstehgea. Keeksrche „4. Oktober. Gestern Abend gegen 9 Uhr sind der Großherzog und die Großherzo in mit der Prinzessin Victoria von Baden hier eingetroffen. Elsaß⸗Lothriagen. Mülhausen, 2. Oktober. Der Präsident der hiesigen Handelskammer bringt folgendes Schrei⸗ ben des französischen Finanz⸗Ministers Pouyer⸗Quertier zur öffentlichen Kenntniß der Fabrikanten und Kaufleute Mül⸗ hausens: .
Präsident! Sie haben mir unterm 5 September a. c. aus⸗ W11656 das Handelssyndikat zu Mühlhausen seit dem 31. August aufgehört hat, Ursprungszeugnisse für die nach Frankreich ge⸗ schicten Fabrikate auszustellen, aber daß es die Pflicht zu haben glaubt, die Versendungsdeklarationen in Empfang zu nehmen und zu kontroliren, um schließlich, wenn die franzoͤsische Regierung die Be⸗ günstigung der Erzeugnisse der an Deutschland abgetretenen “ aufrecht erhält, die Betheiligten in den Stand zu setzen, vermittelst regelrechter Certifikate die Wiederbezahlung der von Ihnen bei den Bureaus für Eingangszoll deponirten Summen zu erlangen. Ich habe die Ehre, Herr Präsident, Sie zu benachrichtigen, daß ich voll⸗ ständig mit Ihrem Vorschlag, der allen Interessen gerecht wird, ein⸗ verstanden bin. Der Finanz⸗Minister: Pouyer⸗Quertier.
HOesterreich⸗Ungarn. t sich gestern nach Ischl begeben. 1 “ 90 etersarftin Helene von Rußland ist nach I4tägigem . datgaeg. fem 3. d. M. von dort ü sbruck na enedig abgereist. bes Inngbin, agc fenisten h big Abtragung der König⸗
ungsmauern angeordnet. g „ 4 Oktober. In der gestrigen Sitzung des Dreißiger⸗ Komite wurde der vom Grafen Richard Clam⸗Martinitz vorgelegte Adreßentwurf angenommen. In der heutigen Sitzung wucde Rieger zum General⸗Referenten für die Adresse
““ 3. Oktober. Die heute auf 11 Uhr Vor⸗
mittags anberaumte Sitzung des Landtags wurde in Folge
Wunsches einiger Landtagsmitglieder nach Verlesung des Ein⸗ laufes und einer Petition der hiesigen
Handelskammer, betref⸗
end die Nichtaufhebung ihres Wahlrechtes, vertagt. Abend s S Uhr — 1n Sitzung fortgesetzt. Bei dem Hü. Gegenstand der Tagesordnung, Fortsetzung des 2ee.-e. über die Regierungsvorlage, betreffs Aenderung der Landesor 12ng. stellte der Abg. Kochanowski den Antrag auf Pertegarng . zur Beschlußfassung über die Landeswahlordnung. Nach 8 werfung dieses Antrages verließen sechs Abgeordnete das 88 wodurch wegen Nichtanwesenheit von drei Vierteln der tagsmitglieder die Berathung der Gesetzesvorlage eücht werden mußte. In Folge Unruhe auf der Galerie ließ der Landeshauptmann dieselbe räumen. Nach Genehmigung einiger Rechnungsabschlüsse und Begründung einiger Anträge wurde die Sitzung geschlossen.
Niederlande. Haag, 3. Oktober. Vor einigen Tagen schilderte der Finanz⸗Minister in der Zweiten Kammer der bis neralstaaten bei der Vorlage des Budgets für das Fee e Finanzjahr die dermalige sinanzielle Lage des Landes. 71 Abzug der aus dem Jahre 1869 verbliebenen Ueberschüsse blei
aus den beiden letzten Verwaltungsjahren ein Defiizit von mehr als 9 ½˖ Mill. Gulden. Die Regierung war ermächtigt, dasselbe durch Ausgabe von Schatzanweisungen zu . indeß davon ab, da bis jetzt ein dringendes Bedürfniß nicht vorlag. Die Verwaltung der indischen Kolonien in den drei Jahren von 1867 bis 1870 lieferte einen Ueberschuß von
Wien, 5. Oktober. Die Kaise⸗
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28 Mill. Florin. Indeß sollen diese Gelder bis auf 5 ½ Mill. für
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die Kolonien selbst verwendet werden. Mit den 5 ½ Mill. wird man das Defizit bis auf etwas über 4 Mill. decken können. Das Budget für das nächste Jahr berechnet die Einnahmen auf 88,281,573, die Ausgaben dagegen auf 97,215,382 Florin, ergiebt also wieder ein Defizit von nahezu 9 Millionen. In⸗ deß hofft der Finanz⸗Minister, dasselbe wenigstens zum Theil durch die Mehreinnahmen beseitigen zu können, die er von gewissen in Aussicht genommenen Reformen in der Besteue⸗ rung, Abschaffung der Gewerbesteuer, der Steuer auf zu schlachten des u. dgl., und Ersetzung dieser Steuern durch eine Einkommensteuer erwartet. Der Rest soll durch Ausgabe von Schatzanweisungen im Betrage von 7,700,000 Gulden ge⸗ deckt werden.
Großbritannien und Irland. London, 4. Oktober. Dem Hofjournal zufolge wird die Königin entweder Ende dieses Monats oder Anfangs November von Balmoral nach Windsor zurückkehren. Ihre Majestät ist durch Unpäßlichkeit noch immer am Ausgehen verhindert.
— Die »⸗London Gazette« meldet die Ernennung des General⸗Lieutenants Sir Edward Lugard, des Earls de la Warr und des Herrn J. C. O'Dowd (Enehdas efr g⸗ General) zu Mitgliedern der Königlichen Kommission, welche mit der Ausführung des die Aufhebung des Stellen⸗ kaufs in der Armee bestimmenden Gesetzes betraut ist.
— Die Staatsschulden⸗Tilgungs⸗Kommissionmacht bekannt, daß, da nach einer Mittheilung des Schatzamtes die wirklichen Staatseinkünfte Großbritanniens und Irlands für das am 30. Juni 1871 beendete Fiskaljahr keinen Ueberschuß über die Ausgaben ergeben haben, während des am 31. De⸗ zember 1871 endenden Quartals dem Tilgungsfond keine Summe gutgeschrieben werden wird. 1
— “ eger des ersten Semesters des laufenden Finanzjahres betrugen, der den esen Ausweise des Schatzamtes zufolge, 31,849,983 Pfd. St., und die Ausgaben im gleichen Zeitraum 34,931,078 Pfd. St. Das Budget schätzte die Einkünfte für das laufende Finanz⸗ jahr auf 72,315,000 Pfd. St. 88 br
— Mit dem 5. Oktober tritt im ganzen Vereinigten König⸗ reiche das neue Postgesetz in Kraft, das eine Herabsetzung des Portos für Inlandbriefe verfügt. Fortan variirt das Porto solcher Briefe von 1 d. für Briefe, die nicht schwerer als eine Unze sind, bis 4 d. für Briefe, deren Gewicht vier Unzen übersteigt.
Frankreich. Paris, 4. Oktober de Messe. ist in den Stand gesetzt, veröffentlichen, welches General Changarnier, der Vorsitzende der Kommission zur Revision der militärischen Chargen, an den Kriegs⸗Minister 1ehse fe e der Kommissions⸗
iten gerichtet hat. Dasselbe lautet:
Bves den Fenc hage⸗ ihrer zeitweisen Trennung hat die⸗ Kom⸗ mission zur Revision der Chargen mit peinlichster Sorgfalt die Per⸗ sonalakten geprüft, die Sie ihr unterbreitet haben. Sie sendet 5 hnen mit endgültigen Entscheidungen versehen zurück, welche ihr die emeanner vor den Gesetzen, vor den militärischen Reglements und die Sorgfalt für die wahren Interessen der Armee einfloͤßten. Im Laufe unserer Berathungen lag uns das Ministerial⸗Cirkular vom 18. Sep tember 1870 vor. Es 8 einer der traurigen Beweise für die 2 worrenheit der Geister in dieser schmerzlichen Periode. Wir ae die feste Zuversicht, wir haben die Gewißheit, daß unsere Ihrer Verwaltung die Erinnerung an ihre Traditionen von Seͤaß gefühl (délicatesse) und Ehre wiederfinden wird. Sie wer en e Bewachung unserer Grenzen Denen nicht anvertrauen, welche 18g Befehl das Schlachtfeld von Sedan verließen, Sie werben. er⸗ theidigung der Gesetze Denen nicht übertragen, welche in 8— ense und anderen Städten der Emeute gegenüber sich schwach 8 122. und sich zu Höflingen des niedrigen Demagogenthums (courtisans de la basse démagogie) machten. Genehmigen Sie 12 s. w. Der Präsident der “ “ der Chargen: Changarnier. 1 — 5. Oktober. Heute hielt die permanente Kom⸗ mission der Nationalversammlung unter dem Vorsitze Grévy’s Sitzung. Derselben wohnten weder Thiers noch die eer bei. Dem »Soir« zufolge soll sich die Berathung der Kom⸗ mission auf die elsaß⸗lothringische Zollfrage, auf die Hersehumn en zu Italien, insbesondere in der Angelegenheit der römischen Klöster, auf die Heeres⸗Reorganisation und die obligatorische
estreckt haben. 1 SDeenebe gicces 8 Häbeber. Der Finanz⸗Minister Pouyer
Quertier ist gestern Abend nach Berlin abgereist
Der Monitcur das Schreiben zu
dem Wolff'schen Telegraphen⸗Büreau.
1 Freitag, 6. Oktober. Der niederösterreichische Land⸗ tag hat die Regierungsvorlage, betreffend die Abänderung 5 Landesordnung und der Landtags⸗Wahlordnung für das Erb⸗ herzogthum Oesterreich unter der Enns gemäß dem Vorschlage