1871 / 164 p. 10 (Deutscher Reichsanzeiger, Wed, 08 Nov 1871 18:00:01 GMT) scan diff

IM.

Silber = 100 Thalern ausgegeben. 116“

Sie werden mit 5 pCt. in Silber vom 1. Oktober 1871 ab verzinst und im Wege ganzjühriger Verloosungen, vom Jahre

1874 anfangend, innerhalb 50 Jahren im vollen Nennwerthe in Silber rückbezahlt. Die Zahlung der Zinsen erfolgt halbjährig, am 1. April und 1. Oktober. 8 v11“ X“

Die Coupons werden ohne irgend welchen Abzug für Einkomm end Gebühr eingelöst, und zwar in Wien, Prag und Teplitz, so wie im Auslande bei den vom Verwaltungsrathe später zu bestimmenden Zahlstellen. 8 8 86 8

6

8.

8 *

8

8 1 .

1u.“

Nach Ueberwindung vieler, theils aus dem Bau im gebirgigen Terrain, theils aus ihrem Charakter als Konkurrenzbahn entsprungenen Schwierigkeiten, ist die Dux -Bodenbacher Bahm seit 2. Oktober in Betrieb und besitzt nunmehr durch die Erwerbung der Konzession für die Linie von Ossegg bei Dux nach Komotau, so wie durch die im Vollzug begriffene Er- richtung eines Netzes von Schleppbahnen in Verbindung mit dem Ankauf der berühmten Waldstein'schen Kohlenwerke alle

11“ 8 G 8 1“ 1“ h 8

u“ Oktober 1871 dem Betrieb übergebene K. K. priv. Dux-Bodenbacher Eisenbahn erhielt durc Die neue Linie Ossegg-Komotau gewährt der Dux-Bodenbacher Bahn durch den Anschluss in Komotau an die Busch- erhöchste Entschliessung vo 20. Mai 1871 die Konzession zu einer Fortsetzun ihrer ursprünglichen Linie von Ossegg tiehrader Bahn die volle Unabhängigkeit von der Aussig-Teplitzer Bahn. Ueberdies ist sie notorisch die beste Strecke im

G

1“

1 5 1“ 8 ““ sganzen Gebiet zwischen Dux und Komotau, und es hätte schon ursprünglich die Aussig-Teplitzer Bahn ihre Trace dorthin ver- Für den Bau und die Ausrüstung dieser neu konzessionirten Linie wurde vom h. K. K. Handels-Ministerium ein Betrag 8 G . v44“ genöthigt worden. von Fl. 3,950,000 präliminirt und der Verwaltungsrath in der Beschluss zur Beschaffung dieser Summe ermächtigt.

bei Dux nach Komotam.

8 * 9. 8.

DBDie Linie Ossegg-Komotau berührt nicht nur die zahlreichen, wegen der Wasserkräfte am Fusse des Erzgebirges an- 8 gelegten industriellen Etablissements der Gegend, und sie wird hier nicht nur den ganzen Verkehr des dichtbevölkerten Erz- gebirges an sich ziehen, sondern sie erschliesst auch die riesigen Kohlenschätze von Ladung, Ober-Georgenthal und Ober-

1 Ebenso erfolgte sowohl die staatliche Genehmigung, als auch die einstimmige Gutheissung der Generalversammlung vom Ieutensdorf . chliesst August 1871 für Aufbringung eines Betrages von Fl. 488,000 Oest. Währ. als Mehrbedarf der alten Linie, ferner eines EEöu“ 88 11 t vcA g Abhange des Gebirges, ohne Störung durch urch Tagbau oder Stollenbetrieb auszubringen ist. 8 u““

d. ominalbetrages von Fl. 1,800,000 für Ausbau von Schleppbahnen, endlich einer Summe üů und Aus rüstung der Gräflich Waldstein'schen Kohlenwerke. v 8 LL“ 8

An der Ossegg-Komotauer Strecke liegen die grossen Kohlenkomplexe von Küstner & Comp., des Klosters Ossegg, der

1 Gräfin Waldstein bei Ober-Leutensdorf der Dux-Brüx-Komotauer Kohlengesellschaft, sowie von Joh. Liebig & Comp., die s:

Zur Beschaffung dieser gesammten Beträge beschloss LEE11A“ . die lich mit Erbauung der Bahn zur Ausrüstung ihrer Werke schreiten werden. 111“

Die Kohlenwerke der letztern Firma allein werden in einigen Jabhren aus Ladung 3 Millionen Centner und nus Ober-

Leutensdorf, wo jetzt schon ein ausgedehnter Tagbau aufgedeckt wird, nicht weniger als 6 Millionen Centner jährlich fördern.

mt-

ies. 8

Noch weiter vorgeschritten sind in der Ausrüstung die an der alten Strecke der Dux-Bodenbacher Bahn bei Dux

*7 e- legenen Kohlenwerke. 8 EI“ 8 ““ 8 3

I erster Reihe ist hier jener bekannte Kohlenkomplex im Mittelpunkt des Duxer Ko lenbeckens zu nennen, der aus

dem Besitz der Gräfin Waldstein für die Summe von Fl. 1,100,000 unlängst in das Eigenthum der Dux-Bodenbacher Bahn über-

hat mit Genehmigung des h. K. K. Handels-Ministeriums die Firma Johann Liebig £ Comp. übernommen, welche sich eercg Sgen. X““ ““ Umfäng und einer Mächtigkeit des Kohlenkörpers, welcher in auf Wunsch des Verwaltungsrathes gerne bereit erklärte, den Besitzern der bereits bestehenden 17000 Stück Stamm -Aktien selbst England High⸗ ausgenommen, Gleichen hat, und es sind von der Verwaltung der Dux-Bodenbacher der Dux-Bodenbacher Bahn das Vorrecht zum Bezuge von¹ ““ 1 ewshsgede alle Ferberorhiggen getroffen, um die Förderung im Jahre 1872 auf 3 Millionen, im Jahre 1873 aber auf 5 Millio- 8 nen Centner zu bringen, die nicht nur als Fracht die gesammte Lünge der Dux-Bodenbacher Bahn durchlaufen, sondern auch

8,500 Stück Aktien Lit. B., und 1“ ö“ 8 6 durch die hohen Kohlenpreise sofort eine Einnahmsquelle für die Aktionäre der Bahn bilden.

8,500 » Obligationen, Emission vom Jahre 1871, 8 U Etei dies Preise d trefrlichen D Kohl 1 1 8 ngeachtet die Preise der vortrefflichen Duxer Kohle in der Zeit von 1 ¾ Jahren von Fl. 218 auf Fl. 45 per Wa in der Art einzuräumen, dass auf je zwei Stamm-Aktien e 200 Zoll-Ctr.) gestiegen sind, lassen sich die an die Dux-Bodenbacher Verwaltung gerichteten Nachfragen nicht .

entfällt. ““ 8 Im Falle nun dies Bezugsrecht, wie wahrscheinlich, vo en Aktionären ausgeübt werden wird, so sind

7,500 Stück Aktien Lit. B, unnnld2 18 25,044 Obligationen, Emission 6 Erwägt man nun, dass die Dux-Bodenbacher Bahn, von ihren 11,2 Meilen nicht weniger als 6,27 Meilen, unmittelbar auf u

8 98 4 G 6 8 1 8 8 b Besitze der Herren Johann Liebig & Comp. verblieben. 1“ 1 1 1“ nkörper liegt; berücksichtigt man ferner, dass binnen 3 Jahren allein bei Dux elf Maschinenschächte in Betrieb sei 1G 1“ 1““ 5 88 11“ n

8 B18

ituirten Kohlenbahnen zu kümpfen hatten.ʒ 8