1871 / 169 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger, Tue, 14 Nov 1871 18:00:01 GMT) scan diff

1“ 8— 8 3 1 * + 1“ 1“ die vollständige Centralisation des schweizerischen Militärwesens in Händen des Bundes enthalten, ist folgender:

Art. 19. Das Bundesheer besteht aus der gesammten, nach der eidgenössischen Gesetzgebung di nstpflichtigen Mannschaft. Zu Zeiten der Gefahr kann der Bund auch über die nicht zum Bundesheere ge⸗ hoͤrende Mannschaft und die übrigen Streitmittel der Kantone ver⸗ fügen. Die Kantone verfügen über die Wehrkraft ihres Gebiets, so weit sie nicht durch gesetzliche Anordnungen des Bundes beschränkt sind. Art. 20. Die Organisation des Bundesheeres ist Gegenstand der Bundesgesetzgebung. So weit nicht militärische Gründe entgegen⸗ stehen, sollen die taktischen Einheiten aus der Mannschaft desselben Kanteons gebildet werden. Die Kosten des Anterrichts, der Bewaff⸗ nung, Bekleidung und Ausrüstung des Bundesheeres trägt der Bund.

Das Kriegsmaterial der Kantone in demjenigen Bestande, welcher

h den bisherigen Gesetzen vorgeschrieben ist, geht auf den Bund r. Der Bund ist berechtigt, die vorhandenen, zu militärischen wecken dienenden Gehäude und Waffenplätze, so weit sie nicht be⸗ reits sein Eigenthum sind, gegen Entschädigung entiweder als Eigen⸗ thum oder miethweise zur Benutzung zu übernehmen. Die Ausfüh⸗ ung des Militärgesetzes in den Kantonen geschieht durch die Kantons⸗ ehörden in den durch die Bundergesetzgebung festgesetzten Grenzen Genf, 13. November. Heute früh ist hier eine bedeutende Feuersbrunst ausgebrochen; die Rue du Rhoône ist theilweise zerstört. Nähere Details fehlen noch.

Belgien. Brüssel, 13. November. (W. T. B.) Der spanische Gesandte am hiesigen Hofe, Don Asquerino, hat, wie die »Indépendance Belge« meldet, seine Entlassung gege⸗ ben, und ist dieselbe angenommen worden. Don Asquerino, welcher zugleich auch am niederländischen Hofe als Gesandter beglaubigt ist, hat sich, dem genannten Blatte zufolge, nach dem Haag begeben, um dem Könige der Niederlande sein Ab⸗ berufungsschreiben zu überreichen.

Frankreich. Paris, 11. November. Der »Constitu⸗ tionnel« schreibt: »Es war die Rede davon, die medizinische Fakultät von Straßburg nach Nancy, dann nach Lyon zu

verlegen. Der Minister des öffentlichen Unterrichts hat den Entschluß gefaßt, zwei Fakultäten zu gründen, eine in Lyon, die andere in Nancy. Die Fakultät von Lyon wird die Pro⸗ fessoren der Fakultät von Straßburg erhalten und in Folge

er größeren Anzahl von Krankenhäusern wichtiger sein. Die Fakultät von Nancy wird speziell für die Gelehrten bestimmt, denn man wird ihr physische, chemische und physiologische Labo⸗ atorien zutheilen; diese Gelehrten sollen vor Allem die wissen⸗ schaftliche Bewegung in Deutschland studiren und uns über die

Arbeiten unserer Nachbarn unterrichten.⸗

Die Uebergabe des goldenen Vließes an den Präsidenten Thiers soll jetzt am nechsten Donnerstag stattfinden. Die Herren Victor Guizot, Fürst de Ligne und Herzog von Ossunna werden Herrn Thiers zur Seite stehen.

Der »Verein« der Offiziere der Pariser Garnison zur Verbreitung der deutschen Sprache und zur Uebersetzung militärischer Schriften des Auslandes ins Französtsche, giebt eine Monatsschrift heraus, auf welche der Kriegs⸗Minister und der Präsident der Republik abonnirt haben. Die jüngste Num⸗ mer meldet, daß ein Studiensaal demnächst geöffnet werden soll: sobald die Werke, über die man verfüge, geordnet seien, wolle man als Versuch wöchentlich zweimal sich »vin Form von Unterhaltungen« mit der deutschen Sprache beschäftigen. Das »Siscle« macht die Offiziere darauf aufmerksam, daß das Er⸗ lernen des Deutschen eine ernste, anhaltende und zähe Arbeit erfordere.

Wie das »Avpenir Liberal« wissen will, sind die Deser⸗ dag.nen in der Armee von und um Paris im Augenblick sehr zahlreich. 1

„— 13. November. Etwa 65 Generalräthe haben ihre Sitzungen geschlossen. Wie die »Patrie« wissen will, sollen die Verhandlungen zwischen der Regierung und der Bank von Frankreich zu dem Entschlusse geführt haben, das Kapital der Bank zu verdoppeln. Die Regierung würde von der demnächst zusammentretenden Nationalversammlung die Ermächtigung einholen, den. Betrag der zirkulirenden Noten auf drei Milliar⸗ den zu erhöhen. Eine anderweitige Bestätigung dieser Nach⸗ richt liegt nicht vor.

Spaunien. Madrid, 13. November. Ein von Mitglie dern der demokratischen und progressistischen Partei in den Cortes eingebrachtes Mißtrauensvotum gegen die Regierung besagt: »Die Cortes sehen mit Mißvergnügen die Fortdauer einer Regierung, die weder eine größere Partei des Landes repräsentirt, noch auch den Bestrebungen der Kammer gerecht zu werden sucht.⸗— Candau fordert das Haus auf, das Miß⸗ trauensvotum in Erwägung zu ziehen, damit die Diskussion eine möglichst eingehende sein könne. Das Haus beschloß hierauf mit bedeutender Majorität, das beantragte Mißtrauensvotum in Erwägung zu ziehen.

Italien. Rom, 12. November. Die Königin der Niederlande reist morgen von Florenz nach Wien ab.

1“ 82 1“ 888388“ 2 8

Nußland und Polen. St. Petersburg, 12. No-

vember. Der Kaiser empfing am 10. d. im Winterpalast den großbritannischen Gesandten, Sir Andrew Buchanan, der seinen Posten verläßt, in einer Abschieds⸗Audienz, in welcher derselbe sein Abberufungsschreiben überreichte.

Der Vorschlag zur Auflösung des 6. und 7. Departe⸗ ments des dirigirenden Senats ist, wie der »Gol.« mittheilt, in den Reichsrath gegangen.

Das Ausgaben⸗Budget des Marine⸗Ressorts für 1872 ist in der Eingabe an den Reichsrath mit 21,114,635 R. (4,114,635 R. mehr als 1871) berechnet worden.

Amerika. Ein Versuch, San Francisco in Brand zu stecken, wurde am 20. Oktober glücklicherweise entdeckt. Ein dichtbevölkertes Häusergeviert, meistens aus hölzernen Gebäuden bestehend, wurde an fünf verschiedenen Stellen gleichzeitig angezündet. Eine Untersuchung zur Entdeckung der Verbrecher ist bereits eingeleitet.

Afrika. Den Berichten einer neuen Post von der West⸗ küste Afrikas zufolge wurden in Bonny Vorbereitungen zur Wiederaufnahme des Eingeborenenkrieges getroffen. Der G sundheitszustand auf der Küste war gut, das Geschäft flau.

1 11“

8 Aus dem Wolff'schen Telegraphen⸗Büreau.

Paris, Dienstag, 14. November. Das »Journal offic. « veröffentlicht die Ernennung Goulard's zum französischen Ge⸗ sandten am italienischen Hofe und Picard's zum Gesandten in Brüssel. Das Gerücht, daß gegenwärtig Vorbereitungen ge⸗ troffen werden, um das Palais Bourbon für die angeblich demnächst bevorstehende Ueberstedelung der Nationalversamm⸗ lung nach Paris in Stand zu setzen, wird von unterrichteter Seite als unbegründet bezeichnet. Die Mittheilung der „»Patrie«, daß die Regierung die Absicht habe, bei der National⸗ Versammlung die Verdoppelung des Kapitals der Bank von Frankreich, die Vermehrung der zirkulirenden Noten und die Ausgabe von Banknoten unter 50 Frcs. zu beantragen, wird nunmehr auch von der »Agence Havas« bestätigt. Bis zum Zusammentritt der Nationalversammlung würden verschiedene finanzielle Institute zur Ausgabe von kleinen Noten ermäch⸗ tigt werden. Blanqui ist nach Versailles gebracht worden. Versailles, Dienstag, 14. November. Wie man ver⸗ sichert, wird die Regierung bei dem Zusammentritt der Natio⸗ nalversammlung einen Antrag einbringen, durch welchen das gerichtliche Verfahren bei den 20,000 Gefangenen, deren Ab⸗ üUrtheilung noch aussteht, wesentlich gekürzt wird. Die Ent⸗ waffnung der Nationalgarden in den Provinzen dürfte bis

loup⸗Laubat über die Armee⸗Reorganisation liegt immer noch nicht abgeschlossen vor, jedoch ist, gutem Vernehmen nach, ein Einverständniß mit der Regierung bezüglich Einführung der allgemeinen Dienstpflicht erzielt worden.

Konstantinopel, Montag, 13. November. Der italie⸗ nische Gesandte am hiesigen Hofe, Graf Ulisse⸗Barbolani, ist auf seinen Posten zurückgekehrt. Der Sultan hat eine Ver⸗ ordnung erlassen, wonach die Flüsse und Heerstraßen, nament⸗ lich diejenigen, welche das Innere des Landes mit den Eisen⸗ bahnnetzen verbinden sollen, binnen kürzester Frist für den öffentlichen Verkehr in Stand gesetzt werden sollen. Die Cholera dauert noch fort, doch ist dieselbe gegenwärtig auf ge⸗ wisse Stadtviertel beschränkt. Der Sanitätskordon um die Vorstadt Chaskoi ist aufgehoben.

8 2 Statistische Nachrichten. Stockholm, 6. November.

einer Universität in Stockholm eingesammelt worden ist, beträͤgt jetzt im Ganzen mit Zinsen 178,177 Rdlr. schwedisch, zu welcher Summe der »Dezembei⸗Fonds« mit 84,514 Rdlr. hinzukommt. Die⸗ ses ist ungefähr die Hälfte der Summe, welche nach der gemachten Berechnung erforderlich ist, um die Unsversität in Gang zu bringen, wenn nämlich die Kommune einen Beitrag zu den jährlichen Aus⸗ gaben beisteuern will. Der Vorstand des Fonds beabsichtigt in näch⸗ ster Zeit eine Einladung zur Zeichnung von Beiträgen à 1 Rdlr. jährlich in 10 Jahren zu erlassen.

Kunst und Wissenschaaat. Christiania, 6. November. Bis auf einzelne Schiffe ist jetzt die in diesem Jahre ausgerüstete, ganze Eismeerflotte von den Gewässern bei Spitzbergen und Nowaja Semlja zurückgekehrt. Am weitesten vorgedrungen ist in diesem Jahre im Karischen Meere Kapi⸗ tän Frit Chr. Mack mit dem Schooner »Polarstjernen⸗«, indem er den 81. L.⸗Gr. 11 in öͤstlicher Richtung vom Flusse Ob und der Mündung des Jeneseis erreichte. Er kehrte von dort unter dem 75. Br⸗Gr. 25/ zurück, ohne eine Spur von Eis in irgend einer Rich⸗ tunz gesehen zu haben und erklärie, daß man ohne Schwierigkeit nach

Obdorst, ja sogar bis zur Behringstraße hätte segeln können.

Landes⸗Oekonomie⸗Kollegiums hat gestern seine Sitzungen

Ende des Monats vollendet sein. Der Bericht von Chasse⸗ gelegenheiten zu bitten, da, wo die jetzgen Gehälter für Beschaffung

Der Fonds, welcher zur Exrrichtung

lemer: »Ankauf solcher Hengste,

3261

Accbssbsotrrhschafr 1 b Gerlin, 14. November. Der ständige Ausschuß des net. Zu dem schon bekannten Programm der zu berathenden Seacgaͤnts ist G Vorlage des Ministers für die landwirth⸗ schaftlichen Angelegenheiten, betreffend die von dem Kultur⸗Ingenieur Toussaint in b“ .““ rrichtung von Wiesenbauschulen, hinzuge 1 1 8 Din zur Vorberathung über die Frage wegen Förderung der Privat⸗-⸗Pferdezucht hat in ihrer zweiten Sitzung den Antrag der Herren von Wedemetyer und von Neumann, betreffend die Bildung eines Landgestütraths, in Be⸗ rathung gezogen Die Antragsteller zogen den Antrag jedoch zurück. Ein Gleiches geschah von Herrn von Simpson, welcher im Laufe der Debatte einen etwas anders formulirten Antrag eingebracht hatte. ü Demnächst wendete sich die Debatte dem Antrage des Herrn von Dassel auf Verbesserung der Hauptbeschäler durch Ankauf von edlen, starken Hengsten bester Klasse und Erhöhung des Etats derselben in den Hauptgestüten zu. Herr von Hagen und Genossen brachten hierzu folgenden Antrag ein: »Eine hohe Versammlung wolle beschließen, Se. Excellenz den Herrn Minister für die landwirthschastlichen Ange⸗ legenheiten zu bitten, dahin zu wirken, daß alljährlich eine Summe von 250,000 Thlr. auf den Staatshaushalts⸗Etat gebracht werde, um damit durch Ankauf die Zahl und Qualität der Beschäler in den Haupt⸗ und Landgestüten in geeigneter Wiise zu komplettiren und zu vermehren, und bei dem Ankauf auch darauf Bedacht zu nehmen, das dem Bedürfnisse in der Landwirthschaft Rechnung getragen werde, unbeschadet der Prämtirung«. Nachdem andere, eine ähnliche Rich⸗ tung verfolgende Anträge zurückgezogen waren, wurde der Antrag des Herrn v. Hagen und Genossm von der Versammlung angenom⸗ men. Hierauf wendete sich die Diskussion dem nachstehenden, von dem Grafen Münster gestellten und von dem Herrn v. Schorlemer amendirten Antrag zu: »Die Uebertragung der Verwaltung der Landgestüte an diejenigen Provinzen, die sich dazu bereit erklären, unter den Modalitäten, welche dem berechtigten Interesse des Staates an der Entwickelung der Landes⸗Pferdezucht Rechnung tragen, zu be⸗ fuͤrworten.« Für den Antrag sprach sich die Majorität der Versamm⸗ lung aus. er Sitzung vom 9. November trat die Versammlung in die 1“ der eteg Anträge des Herrn von Widemeyer; »Auflösung der Trainiranstalt zu Graditz und Einführung des Verkaufs der Graditzer Vollblutsjährlinge⸗«, und des Heren von Neumann: „Per⸗ mehrung der zum Ankauf von Landbeschälern ausgesetzten Geb durch Aufloͤsung der Trainiranstalt zu Graditz«. Nachdem Herr von Neumann seinen Antrag zurückgezogen hatte, wurde der des Herrn von Wedemeyer mit 19 gegen 2 Stimmen verworfen. Hierauf wurden die beiden Anträge des Herrn von Simpson: »Etabli⸗ rung eines Landgestüts in Pommern⸗« und »eter Herr Minister der landwirthschaftlichen Angelegenheiten wolle den Etat für Ausbildung von Gestüteleven entsprechend erhöhen, um durch dauernde Beschäf⸗ tigung junger Leute als Assistenten der Haupt⸗ und Landgestüt.Diri⸗ genten Personen von Befähigung für diese Stellen heranzubilden⸗, angenommen. Zu dem Antrage des Hrn. v. Wedemeyer: „Größere Ein⸗ wirkung der Gestütbeamten auf rationelle Paarung der Stuten der kleineren Besitzer« stellten Graf v. Lehndorff und Herr v. Simpson folgenden Antrag: „den Herrn Minister der landwirthschaftlichen An⸗

1 mmen brauchbarer Landgestütwärter resp. Miethswärter nicht veeee die erforderlichen Mittel entsprechend zu erhöhen.⸗ Bei der Abstimmung wurde der Antrag des Herrn v. Wedemeyer abge⸗ lehnt, derjenige des Grafen v. Lehndorff mit großer Majorität an⸗ genommen. Demnaͤchst fanden die beiden Anträße des Herrn Simpson: 1) auf Vermehrung der Landbeschäaͤler und 2) »wenn Pferde, deren Verkauf aus Centralfonds bewirkt ist, veräußert wer⸗ en, so fließt der Erlös nicht wieder zur General⸗Staatskasse, sondern benso wieder zum Ankaufsfonds zurück, wie bisher die von den Zucht⸗ ereinen zurückgezahlten Darlehnsraten«, die Zustimmung der Ver⸗ ammlung. Dagegen wurde der Antrag des Herrn von Neu⸗ mann: »daß die auf den Aukftionen der Hauptgestüte einkommenden Gelber nicht wie jetzt in die Staatskasse fließen mögen, sondern er Gestuͤts⸗Verwaltung resp. dem Ober⸗Stallmeister zur Disposition gestellt werden« verworfen. Schließlich wurde noch der Antrag ps Herrn von Neumann: »Nur solche Hengste aus den Hauptgestü n n die Landgestüte einzustellen, welche geeignet sind, die Landespferde⸗ ucht zu heben«, und der Antrag des Herrn von Saucken: »Versamm⸗ ung wolle beschließen, daß bei einer eintretenden Trennung der Land⸗ gestüte von den Happtgestüten die aus der Zucht der Hauptgestüte gewonnenen qualiftzirten Zuchthengste gegen einen von einer sach⸗ verständigen Kommission zu bestimmenden Taxpreis an die Land⸗ gestüte abgegeben werden«, angenommen, dagegen der in Konsequenz des gefaßten Beschlusses auf Trennung der Haupt- und Landgestüte Grafen Münster eingebrachte Gegenantrag: „»Die Hengste aus den Hauptgestüten sind in öffentlicher Auktion zu verkaufen«, ab⸗ mnächst nachstehender In der Sitzung am 10. November wurde zunächst nachsteh g des ann, amendirt von dem Hrn. v. Schor⸗ E111“ welche unter Berücksichtigung beson⸗ sind, die Zucht der schweren Schläge

11“ Zu dem Antrage des Hrn. v. Wede⸗

zu verbesserne angenommen.

mever: »Herabsetung des Deckgeldes, Einführung von Füllengelder d frabset Dechzeit⸗ wurde von dem Fürsten Pleß folgender Verbesserungsantrag gestellt: »Herabsetzung des Deckgeldes bei Einfüh⸗ rung eines Füllengeldes, sowie frühere Deckzeit, wo beides den 18 Nachdem dieser Antrag angenommen, erklärte

hältnisses entspricht.⸗

1“ .“

v. Wee neyer: »Die verehrliche Kommifhnoun, .SvöenFeeeeee Fin. v. e Fhelnecer für die landwirthschaftlichen Angelegenheiten zu bitten, den Ankauf von Hengsten, welche den Ancorderungen eines Landbeschälers entsprechen und zum Decken fremder Stuten zur Dis⸗ position gestellt werden, durch Ankaufsprämien zu subventioniren⸗ und »Befoͤrderung der Zuchtvereine« angenommen. egenüber dem An⸗ trage des Grafen von Lehndorff: »Die Bewilligung von Darlehen an Zuchtvereine sind fortan nicht mehr aus dem Central⸗Ankaufsfonds zu be⸗ streiten, sondern auf die zu Prämürungen bestimmten Fonds zu überneh⸗ men und diese event entsprechend zu verstärken, beantragte Hr. v. Wede⸗ meyer: »Bildung eines besonderen Fonds (durch Budgetposition) von mindestens 10,000 Thlr. zur Beschaffung von Hengsten für Zucht⸗ vereine, mit der Maßgabe, daß die jährlich zurückzuzahlenden Raten der den Zuchtvereinen aus diesem Fonds gewährten Subventionen diesem Foönds wieder zufließen.« Von diesen beiden Anträgen wurde letzterer angenommen, der erstere aber abgelehnt. Schließlich wur⸗ den noch der Antrag des Hrn. von Wedemeyer: »Allgemeine Einfüh⸗ rung jährlich wiederkehrender Prämtirungen in allen Pferdezucht trei⸗ benden Kreisen unter bedeutender Erhöhung der bisher ausgesetzten Milttel«, und der Antrag des Herrn von Simpson: „Unterstützung der Pferdezuchtvereine , wo solche aus landwirthschaftlichen Vereinen gebildet, sich lediglich der Förderung der Landespferdezucht mit allen Kräften und Mitteln gewidmet haben⸗, angenommen. Dagegen zog Herr von Wedemeyer den Antrag: »Verbindung angemessener Be⸗ lehrung mit der Prämitrung« zurück.

Telegraphische Wittermngsberichte v. 13. November.

———————— Bar. Abw Temp. Abw 2 Ort. P. L. v. M. R. v. M. Wind.

3 Constamntin. 335, 10,6 S0O., still. 14. November.

Memel. 340,6 *3,6 NW., mässig. heiter. Königsbrg. 341,2 44,5 2,0 SW., s. schw. beiter. Danzig 341,2 +₰ 4.0 1,0— 1,8 heiter öosln . 9 S0., s. schw. Stettin. s W., schwach. r. Putbus... 2 NW., schwach. wolkig. Berlin 341, 8 S., schwach. ganz bedeckt. ¹) Posen 339,6 + 5,5 2,4 2,2 NW., s. schw. heiter. .332,1 42 3 0,4 +1,0 GG“ fi Breslau 336,7 +₰ 4,5 2,3 2,7 schwach. heiter. orgaun 338,7 + 4,7 2,1¹ —3,2, O., mässig. staker Nebel. *) he cae 6. 340,1 ¼ ⁹—- 1535 Windstille. heiter. *) Göln. 6340,2 + 5,2 2,6 5,4 NNO., mässig. Nebel. Elensburg. 340,66 —- 0,4 S., schwach. dichter Nebel. Wiesbaden 337,5 1,6 ONO., still. heit., Ncht. Reif. Zieler Haf. 341,8 0,6 SW., schwach. leicht bewölkt. Wilhelmsb. 340,9 SSW., schw. völlig heiter. Bremen. 341,3 SW., schwach. völlig heiter. Weverlenchtts 331,0 NW., schwach sheiter. 8 Brüssel 341,3 0NO., schw. wenig bew. Haparanda 331,3 W., schwach. bedeckt. Petersburg 337, 1 SW., mässig. wenig bewölkt Riga 339,4 1 SW., schwach. sheiter. Moskau 331,7 V V N., schwach. bewölkt.

Algememe Himmelsansicht schön.

Katibor..

Im 338,3 WSW., schw. fast heiter. *) 897,5 SSW., lebhaft. bedeckt. Gröningen 341,7 S0., still. wenig b Helder. 341,5 S., schwach. Hernösand 334,5 W., schwach. heiter. ¹) Christians. 336,2 WSW., lebhaft. bedeckt. 18 Helsingör. W., schwach. Frederiksh.] —9 3“ mPschter Nebel. *²) Reif. ³) Starker Reif. ⁴) Nebel. Gest. n h ughüahr Min. 2,7. ⁴) Gestern Abend licht. ⁷) Gestern Nachmittag NW. schwach. Strom N. Stwonh

³) Gestern Nachmittag WSW. schwach.

v v VVVvVXvͤUOYVSG;́=SNSᷣS;ASvSSSXGNSNSSANS

Königliche Schauspiele. Mittwoch, 15. November. Im Opernhause. Keine Vor⸗ ng. ““ Sinfonie⸗Soirée der Königlichen Kapelle: 1) Ouvertüre zu „Demetrius«, von Lachner. 2) Sinfonie (A-moll) von Mendelssohn. 3) Ouvertüre 1111“ Schumann. ie (F-dur) von Bee 8

FSnn 1.. Fincegeihgufs (222 Abonnements⸗Vorstellung.) Prolog, gesprochen von Frau Jachmann. Hierauf: Die Glocke. Gedicht von Friedrich Schiller. Dramatisch eingerichtet. 1 3 Epilog von Goethe, gespr. von Fr. Jachmann. Wallensteins Lager. Schausp. in 1 Aufzug von Schiller. Anf. 8 Z 16. November. Im Opernhause. (218. . Fidelio, Oper in 2 Abth., nach dem Französischen. L. van Beethoven. Leonore: Fr. v. Voggenhuber. Marzelline: Frl. Lehmann. Don Fernando: Hr. Betz. Don Pizarro: Hr. Behrens. Florestan: Hr. Formes. Rocco: Hr. Salomon. Jacquino: Hr. Schlosser. Hierauf: Thea, oder: Die Blumenfee Ballet in 3 Bildern von P. Taglioni. Musik von Pugni.

sei üngli rag d Ergebniß der Antragsteller, daß sein ursprüͤnglicher Antrag durch das Erg der erledigt sei. Demnächst wurden die Antrage des

Anf. halb 7 Uhr. M.⸗Pr