genehmigt. Alsdann ging das Haus zur dritten Berathun
des Antrages des Abg. Lasker und Genossen, die vengisschs
bürgerliche Gesetzgebung betreffend (Art. 4 der Verfassung),
Lbee nact X“ 88 vertreten, von M. rst bekämpft wurde.
Blattes dauerte die Diskussion fort. 1u1“ — Die Berufung des Preußischen Landta ist, wi die »Prov. Corr.« mittheilt, auf g 27. d. M. dncenfe In der Angelegenheit, betreffend die Errichtung einer Centrallandschaft für die preußischen Staaten, haben sich die Minister des Handels, der Landwirthschaft, des Innern, der Justiz und der Finanzen über denjenigen Entwurf geäußert, welcher aus einer Konferenz der Vertreter einzelner Landschaften hervorgegangen und durch die kur⸗ und neumärkische Haupt⸗ Ritterschafts⸗Direktion zur Bestätigung eingereicht worden war. Um über die Aeußerungen der Minister zu berathen, fand gestern eine abermalige Konferenz in dem Gebäude der kur⸗ und neumärkischen Haupt⸗Ritterschaftsdirektion statt, in welcher wiederum diejenigen landschaftlichen Verbände vertreten waren welche sich bereits bei den Berathungen betheiligt hatten. “ Wir sind wiederholt neuerdings in der Lage gewesen über die Ursachen und Wirkungen der zahlreichen Eis enbahn⸗ Unfälle Mittheilung zu machen, welche nach beendigtem Kriege bei Wiederaufnahme des früheren geregelten Betriebs in Folge der Nachwehen der vorhergegangenen außerordentlichen Zu⸗ stände und einer gleichzeitig über alle Voraussicht hinaus ge⸗ steigerten Inanspruchnahme der Eisenbahnen zur Bewältigung des Verkehrs mit Recht die allgemeine Aufmerksamkeit auf sich gezogen haben. Wir haben ferner die vorsorg⸗ lichen und nachdrücklichen Maßnahmen zu registriren gehabt, welche ergriffen worden sind, um den hohen Grad der Sicher⸗ heit des Betriebs wieder zu gewinnen, welcher die Eisenbahnen Deutschlands bis dahin rühmlichst auszeichnete. Leider ist dies noch nicht in gewünschtem Maße gelungen; namentlich sind neuerdings noch mehrere Zusammenstöße von Güterzügen zu verzeichnen gewesen. Vorzugsweise schwer haben unter diesem Mißgeschick die Linien der Bergisch⸗Märkischen Bahn und mit ihr die auf die Bedienung durch diese Bahn angewiesenen industriellen Bezirke gelitten. Der mit dem 1. d. M daselbst eingeführte, den hohen Ansprüchen eines in dem Umfange noch nicht dagewesenen Verkehrs thunlichst Rechnung tragende Güterzugs⸗Fahrplan wurde durch den Zu⸗ sammenstoß eines Güterzugs mit einem Rangirzug am west⸗ lichen Ausgange der Station Holzwickede bereits an demselben Tage total über den Haufen geworfen, Drei Maschinen und eine Anzahl von Wagen wurden hierbei derart beschädigt, daß es voller 12 Stunden bedurfte, um die Bahn wieder frei zu machen. Es passiren aber den Bahn⸗ hof Holzwickede nicht weniger als 50 Güterzüge 1n. Wenn nun auch ein Theil derselben über
chwerte⸗Herdecke⸗Dortmund abgelenkt wurde, so kam doch der Fahrplan durch diesen Vorfall in völlige Deroute. Dies galt insbesondere von den Touren der auf den Bergisch⸗Märkischen S bis Aachen, Mülheim a. R. und Ruhrort coursirenden 6 Güterzugspersonalen. Bei dem stark verästelten Bahnnetz bedurfte es der allseitigen angestrengtesten Bemühungen des gesammten, im äußeren Dienste beschäftigten Beamtenpersonals, hn die entstandene Verwickelung einigermaßen zu entwirren. ’ 1n ichtang öndib gelungen, als am 10. d. der Zu⸗ aschinen an der Ei n u Schmterig eite bereitete. 1““ er dem Einfluß dieser Mißstände sank da der täglich beförderten Kohlen vdisstanch 88 299 zu 100 Centner. Aus der unvollkommenen Ausnutzung der “ Folge der eingetretenen Stockungen entstand nämlich auch ein Mangel an Maschinen, welchem leider um so ehüchr abgeholfen werden konnte, als von den bei den bewähr⸗ testen Fabritanten Borsig, Hartmann ꝛc.) bestellten und bis Anfang ktober fälligen 70 Lokomotiven am 1. d. erst 4 Stück abgeliefert und durch die Unfälle am Tage der Einführung des neuen Fahrplans 6 Stück dienstunfähig geworden waren. 8 Die Aufgabe, deren Bewältigung der Verwaltung genannter ür obliegt, ist daher augenblicklich eine äußerst schwierige nn bei dem Mangel an hinreichenden geübten Arbeitskräften 8 alle Theile überaus anstrengend. Der Handels⸗Minister 5 wir hören, bereits vor 14 Tagen einen Kommissarius ans rt und Stelle geschickt, um in dem Rheinisch⸗Westfälischen Leens Fechstse die Eisenbahn⸗Verkehrsverhältnisse einer ein⸗ Fen Prüfung zu unterwerfen und die noͤthigen Anord⸗ 6 L“ 1hchh g Füogenctener Mißstände reden . . Nach den inzwischen ei — seh Vtt eüngen it rsscht Farander „ daß es 48 nmen Herr der Situa Wir dürfen hoffen, daß die derch gerke Industrie 8
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Die außerordentliche Höhe der Kohlenpreise macht es frei den Kohlenzechen mehr denn je vch Heen derten Massen alsbald zur Abfuhr gelangen. Daß die i hee baten ehaen hierzu entsprechende Vor
etroffen haben, dü dervorncen.n „dürfte aus nachstehenden Notizen
Für die Bergisch⸗Märkische, die Cöln⸗Mindener u Rheinische Bahn sind im laufenden Jahre Heindene i 1 zuliefern und zum größeren Theil auch schon abgeliefert:
209 Lokomotiven und 4480 Güterwagen, außerdem sind 100 Lokomotiven und 2720 Güterwagen fruͤhzeitig pro 18; bestellt. Es repräsentiren diese Vermehrungen einen Geldwerth von mehr als 12 Millionen Thaler, also eine Summe von mehr als derjenigen Höhe, welche für die Gesammtausrüstun der Elsaß⸗Lothringischen Bahnen für nöthig erachtet worden ist.
— Der deutsche Botschafter am großbritannischen H Bernstorff, ist gestern Morgen nach eaen grn älth e
— Der General⸗Post⸗Direktor Stephan ist i Feügitedenbeeen auf einige Tage nach de aen Fhrh Ceünse
Danzig, 14. November. (Westpr. Ztg.) S. M. K. » Victoria« soll am 16. d. von lr. Zeg3, Kiel “ werden. Das Matrosen⸗Detachement, welches von dort dazu
durch Außerdienststellung des »Cyklop⸗ genü G als Besatzung verfü e. find. gklop« genügend Mannschaften
Bayern. München, 13. November. Der o bayerische Landrath hat in seiner heutigen e schlossen, an die Königliche Staatsregierung das Gesuch um Wiederaufnahme des schon früher vielfach verhandelten Pro⸗ jekts der Tieferlegung des Chiemsees zu richten; im Fallle einer Gewährung des Gesuches würde zur Ausführung aus Kreis⸗ mitteln ein geeigneter Zuschuß geleistet werden. 1
Bayreuth, 13. November. Der oberfränkische Landrath hat die Mittel für eine große Anzahl von Frei⸗ stellen in öffentlichen Anstalten im Regierungsbezirke Ober⸗ franken bewilligt. Die zum Gehalte der Gewerbschullehrer nunmehr geschlagenen Theuerungszulagen entziffern den Betrag von 5183 Fl. 20 Kr. Für die Kreisackerbauschule zu Bayreuth wurden 3963 Fl., für die Weberschule zu Münchberg 1600 Fl. und für die landwirthschaftlichen Fortbildungsschulen 1000 Fl. . 5
nsbach, 13. November. Heute fand der Schluß der Sitzun⸗ gen des mittelfränkischen Landraths fcls Hiach gen⸗ lesung des jüngsten Protokolls, das keine Beanstandung fand wurde über die Kreiseinnahmen Bericht erstattet. Die Kreis⸗ ve die noch nicht ganz genau angegeben werden kann, wir auf 18 ⅔ Prozent festgestellt. Die Kreisausgaben betra⸗ gen 357,177 Fl. 12 ⅞ Kr., zu den genannten Einnahmen kommt die Kreisumlage mit 236,052 Fl. 36 Kr. Alle Referate sind eRghigs Der K. Regierungs⸗Präsident schloß die diesjährige andrathssitzung mit einer kurzen Ansprache, in welcher der Thätigkeit des Landraths Anerkennung gezollt wurde. Am Schlusse wurde ein Lebehoch auf den König ausgebracht. 8ö Augsburg, 12. November. Der Landrath von chwaben hat auf die Anfrage der Regierung, an wen sie ie im vorigen Jahre vom Landrathe aus dem Maximilians⸗ LLE“ für die allgemeine deutsche Invaliden⸗ 8 ung bewilligten 10,000 Fl. auszahlen solle, in seiner . itzung vom 10. beschlossen, diese Summe sei als eine Dota⸗ 828 der Kaiser⸗Wilhelm⸗Stiftung zu betrachten, die Verwal⸗ 82 indeß dem Kreisvereine zur Unterstützung erkrankter und verfadeter Fe ehed,1 ee. nachdem sich dieser, wie 1 entralkomite i ü iser⸗ “ in München, der Kaiser Sachsen. Dresden, 14. November. Das Königli Meän sergam des Innern hat unterm 8. d. “ anntmachung, betreffend die Beihülfen für die aus enerssch ausgewiesen gewesenen Staatsangehörigen des 8 Pigehs Sachsen, erlassen, nach welcher diejenige Summe, 9. che als Antheil an den, durch das Reichsgesetz vom 14. Juni 1 Jahres zu Beihülfen an die, in Folge des deutsch⸗fran⸗ h zösischen Krieges aus Frankreich ausgewiesen gewesenen Deutschen 1 bestimmten Geldmitteln auf das Königreich Sachsen entfallen ihre bestimmungsgemäße Verwendung gefunden hat; g “ wird zur Kenntniß gebracht, daß an alle Diejenigen, welche mit solchen Beihülfen zu bedenken gewesen sind, besondere ergangen ist. Diejenigen, welchen eine derartige Eresung nißt zugegangen ic, haben daraus zu entnehmen, 18, es nach Maßgabe der vorhandenen Mittel und der Grund⸗ sätze, welche für die Beihülfenbewilligung im Allgemeinen auf⸗ ehehn gewesen sind, nicht thunlich gewesen ist, auch ihnen eihülfen der gedachten Art, beziehentlich über dasjenige, was
verhäͤltnissen billige Rechnung tragen wird.
ihnen an solchen bereits zugeflossen ist, weitere Beihülfen zu⸗
noch eintreffen sollte, ist telegraphisch abbestellt worden, da hier
zu lassen. — Nach dem »Dresd. Journ.⸗ ist auf 700 Personen im Königreich Sachsen die Summe von
61,036 Thlr. 5 Sgr. 11 Pf. entfallen.
Württemberg. Stuttgart, 14. November. Wie in gut Unterrichteten Kreisen versichert wird, sollen in dem der Kammer bei ihrem nächsten Zusammentreten vorzulegenden Etat die bisherigen Steuerzuschläge aufrecht erhalten bleiben, dagegen sollen die Accise und die Sporteln um weitere 10 pCt.
erhöht werden. Sachsen⸗Weimar⸗Eisenach. Weimar, 13. Novem⸗ von Coblenz
ber. Der Großherzog ist heute Nachmittag wieder hier eingetroffen und hat mit der am 10. d. M. aus Schlesien hierher zurückgekehrten Großherzoglichen Familie die Winterresidenz im hiesigen Schlosse bezogen. Sachsen⸗Coburg⸗Gotha. Coburg, 14. November. Der regierende XIV. ist zu einem Besuche am n Gera hier eingetroffen.
kommen derartige
ürst Reuß j. L. Heinrich Hofe gestern Abend vo
erzoglichen
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“
Oesterreich⸗Ungarn. Wien, 14. November. Der Kaiserliche Hof wird sich im Dezember auf einige Wochen nach Ofen begeben. —
— Die »Wiener Zeitung⸗ veröffentlicht in ihrem amt⸗ lichen Theile ein Kaiserliches Handschreiben vom 14. d., wodurch Graf Andrassy zum Minister des Kaiserlichen Hauses und des Aeußern ernannt, gleichzeitig auch mit dem Vorsitz im gemein⸗ samen Ministerium betraut wird⸗
— Graf Andrassy hat heute Vormittag den Eid als Minister des Kaiserlichen Hauses und des Aeußern und so⸗ dann Graf Lonyay den Eid als ungarischer Minister⸗ Präsident in die ände des Kaisers abgelegt. Graf Andrassy ist gleichzeitig zum Vorsitzenden des gemeinsamen Ministeriums ernannt worden. — Wie die „Oesterreichische Korrespondenz⸗ meldet, wurde Graf Beust gestern vom Kaiser empfangen. Wie die »Presse« erfährt, ist die Ernennung des Grafen
Kellersperg zum cisleithanischen Minister⸗Präsidenten nunmehr
erfolgt. b 13. November. Gestern Abend verabschiedete sich
Pesth Graf Andrassy vom Deak⸗Club, wo er mit üütcg. e 2
empfangen wurde. Tief bewegt hielt er eine kurze Abs rede, in welcher er betonte, das Pflichtgefühl rufe ihn nach Wien; die Interessen der Dynastie, Ungarns und der Gesammt⸗ monarchie seien identisch, und man diene allen diesen, wenn man einem derselben dient. Die Partei möge seinen Nach⸗ folger ebenso unterstützen wie ihn. Viele Abgeordnete gaben ihm bei seiner Abreise das Geleit.
Schweiz. Bern, 14. November. Der Nationalrath nahm gestern in Fortsetzung der Revisionsberathung die Art. 21 und 25 der Kommissionsanträge, letzterer identisch mit dem bisherigen Art. 23, unverändert an. Die Art. 24 und 26 wurden an die Kommission zurückgewiesen. Bei Art. 27 (Zollwesen) wurde der Antrag der Ständerathskommission an⸗ genommen mit folgender Abänderung unter c.: »Die Luxus⸗ gegenstände unterliegen den höchsten Taxen.« 1 Der Nationalrath nahm heute den Artikel 28 der Bundesverfassung nach dem Antrage der Revisionskommission
an. Demnach soll der Ertrag der Zölle in die Bundeskasse fließen, die Kantone Uri, Graubündten, Tessin und Wallis erhalten jedoch für den Unterhalt der internationalen Alpen⸗ serafen ne Zollentschädigung, welche durch Bundesgesetz fest⸗ zustellen ist. 1
— Der Ständerath nahm das Eisenbahngesetz in er⸗
neuerte Berathung. Genf, 14. November. Das bereits gemeldete Feuer brach
gestern Morgen 8 Uhr in einem kleinen Hause der Rhönestraße aus und ergriff bald ein benachbartes großes Gebäude am Seeplatze, in welchem sich das Bureau des französischen Kon⸗ sulates und eine große Anzahl Magazine befanden. Beide Häuser brannten ab. Gegen Mittag glaubte man das Feuer bewältigt zu haben, als auf bisher unbekannte de la Couronne Feuer ausbrach. Der allseitig Hülfe gelang es, gegen 4 Uhr Nachmittags des zu werden. Um 8 Uhr Abends war das gelöscht. Belgien. Brüssel,
wurden heute ohne Thronrede eroͤffnet. Fürsten von Ligne zum Präsidenten.
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14. November. Der
Großbritaunnien und Irland.
gen zufolge stetige Fortschritte und man offt,
Weise im Hötel herbeieilenden Brandes Herr Feuer vollkommen
Die Kammern Senat wählte den Die Repräsentanten⸗ kammer wird morgen die Wahl des Präsidiums vornehmen. Familie auf der Reise nach Italien in
London, 13. Novem⸗ “
ber. Die Genesung der Königin macht den heutigen Zeitun⸗ Ihre Majestät
“ 1“
— Der König von Dänemark wird im Laufe dieser Woche auf Schloß Sandringham in Norfolk erwartet. Der Prinz von Wales wird demselben bis London entgegenfahren. — Der Premier⸗Minister Gladstone hat mit seiner Ge⸗ mahlin am Sonnabend die Hauptstadt verlassen und sich nach Schloß Hawarden in Flintshire begeben.
— Das britische Uebungsgeschwader ist auf seiner Fübr nach Madeira und Teneriffa am 10. ds. in Vigo ein⸗ getroffen.
Frankreich. Paris, 13. November. Die⸗»Independance Belge« erfährt aus guter Quelle, daß der Ministerrath so wie Herr Thiers selbst sich für den von Jules Simon ausgearbeiteten
Gesetzentwurf, worin der Schulzwang ausgesprochen wird,
erklärt hat.
— Die Verhandlungen wegen des Handelsvertrages mit England sind ins Stocken gerathen.
— Die »Patrie« meldet: »Wir erfahren, daß in Folge der Konferenzen zwischen der Regierung und der Bank von Frank⸗ reich folgende drei Beschlüsse gefaßt worden sind: 1) Das Ka⸗ pital der Bank wird verdoppelt werden. 2) Die Regierung wird der Versammlung gleich nach ihrem Wiederzusammentritt ein Gesetzesprojekt vorlegen, welches die Bank ermächtigt, ihre Bankbillets um 600 Millionen von 2400 auf 3000 Millionen) zu vermehren. 3) In diesem Ge etzesprojekt wird man der Ver⸗ sammlung vorschlagen, die Ausgaben der kleinen Bankscheine zu ratifiziren.“— Wie man vernimmt, soll die Bank, wenn die Kammer den letzteren Antrag annimmt, die kleinen Zettel selbst ausgeben.
— Bekanntlich wurden die Zöglinge der Militärschule von St. Cyr theilweise beim Ausbruch des Krieges, theilweise wäh⸗ rend desselben als Offiziere in die Armee eingestellt. Der Kriegs⸗ Minister hat nun be⸗ chlossen, daß dieselben vom 1. Oktober an alle auf den Armeelisten als Unter⸗Lieutenants eingeschrieben werden. Die, welche einen höheren Rang erhalten haben, kom⸗ men vor die Kommission für die Rangstufen. Es sind im Ganzen 57, nämlich 9, welche Hauptmannsrang haben, und 46, welche Ober⸗Lieutenants geworden sind.
— Den reorganisirten Regimentern sind jetzt neue Fahnen an Stelle der im Kriege verlorenen zugewiesen worden; doch erhielten die Regiments⸗ Commandeure vom Kriegs⸗Minister Weisung, die Ueberreichung ohne jedes Gepränge, ohne jede Rede in einfacher Kreisformirung der Bataillone vorzunehmen. — Der General Faidherbe hat seine Entlassung als Mitglied des Gemeinderaths von Lille eingereicht, da er eine Mission der Regierung in Aegypten angenommen hat. — Die Kriegsgerichte Nr. 19 und 20 haben heut ihre Thätigkeit begonnen. Bis zum 10. d. Mts. sind im Ganzen 773 Verurtheilungen und 10,645 Freisprechungen erfolgt.
— Das »Journal officiel⸗ veröffentlicht ein Präsidialdekret vom 12. d. M., durch welches der Präfektur⸗Rath des Seine⸗Departements reorganisirt wird. In seiner letzten Sitzung hat der Generalrath des Seine⸗Departements nicht blos die Anträge des Präfekten auf Vermehrung des Departementalbudgets für den Primär Unterricht angenommen, sondern noch übertroffen , indem er für diesen Zweig 1,367,000 Fr. bewilligte. In Folge ander⸗ weitiger Verwendung eines Theils der drei Zuͤschlags⸗Centimes waren im letzten Jahre unter dem Kaiserthum nur 500,000 Fr.
für diesen Zweck verwendet worden. 8
Spanien. Nachrichten aus Melilla melden die Ankunft der maurischen Truppen in dem etwa vier Meilen von der Festung entfernten Orte Alcazaba. Diese Verstärkungen be⸗ stehen aus 1000 Mann Kavallerie, 12,000 Mann Infanterie und den Kontingenten der Stämme von. Banisinasen und anderer in der Nachbarschaft von Riff. Spätere Berichte theilen mit, daß die maurischen Truppen unter dem Kommando des Prinzen Muley Abdallah in Sicht von Melilla und die Be⸗ lagerer abgezogen waren. Diese Angaben bedürfen indeß der Bestätigung, da am 6. in Gibraltar eingetroffene Depeschen des Abzuges der Belagerer nicht erwähnen, sondern im Gegen⸗ theil melden, daß ihr Feuer fortdauere und in dem allgemeinen
or Stand der Angelegenheiten senm Wechsel eingetreten sei.
Rußland und Polen. St. Petersburg, 13. No⸗ vember. Der »Reg.⸗Anz.⸗ verössentlicht ein Telegramm aus Kamenez⸗Podolsk, wonach der Großfürst Michael Niko⸗
lajewitsch am 10. November Nachmittags mit seiner dem Gouvernement
nrnnengs
Podolien eingetroffen ist. 8
Amerika. Ein Kabeltelegr um aus New⸗York vom 12. dS. meldet: Die „Abrik« ist hier angekommen; sie trennte
werde im Stande sein, die Strapazen der
eise von Balmoral Die Abreise des Hofes ist
sich von dem übrigen russischen Geschwader vor 27 Tagen; die
nach Windfor ertragen zu können. jetzt definitiv auf den 23. ds. festgesetzt.
andern Schiffe werden stündlich erwartet.