Fisenbahn-Prioritätz-Aktien und Oblizationes.
Tacaoen-Mastrichter 4 ½ leine
II. Em. 6do. III. Em. Bergisch-Märk. do.
fo. III.
I. Ser. taat 3 ¼ gar. 185B. Lit. C. IV. Serie V. Serie 8 VI. Serie Aach. Düsseld. I. Em. do. II. Em. do. III. Em. de. Düsseld.-Elbf. Priorit. do. do. II. Serie do. do. II. Serie do. Nerdb. Fr.-MW.. do. Ruhr.-C.-K.-Gld. L. Ser. do. do. II. Ser. do. do. III. Ser. rlin-Anhalter % 00 ° 2⸗2 do. 800002092090⸗0 do. Lit. B. Berlin-Görlitzer Boerlin-Hamburger do. II. Em. do. III. Em. B.-Potsd.-Magd. Lit. A. u. B. do. II. U. ., do. u6““ ZBerlin-Stettiner I. Serie 1.““ II. Serie ö do. KI. “ do. IV. S.vv. St. gar.
VI. do. 2822 0. do. kl. Bzeslau-Schweid.-Freib.. do. Lit. G. Cöln-Crefelder 080800 22 Cöln-Hindener I. Em. d 8 II. Em. II. Em. III. Em. III. Em. do. I. IV. Em. do. KI. V. Em.
Magdeburg-Halberstädter 4 ¾ von 1865 4 ⅓ ven 1870/5
Wittenberge 3
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Magdeb.-Leipz. III. Ewn.. 42½ 4½
Magdeburg-Wittenberge. Niederschl.-Märk. I. Serie do. II. Ser. à 62 ½ Thlr. N.-Mrk. Oblig. I. u. II. Ser. do. III. Ser. do. öö Zweigb. 0. Nordh.-Erfurter I. Em.. Oberschl. Lit. 6“ GC.
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Berichtigung. Gestern Berl. Handelsges. 149 ½ bez. Geraer Bank 143 ⁄⅛ bez.
Berlin „
Redaction und Rendantur: Schwieger.
Druck und Verlag der Königlichen Geheimen Ober⸗Hofbuchdruckerei 1 (R.
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b Nichtamtliches. Amerika. Washington, 15. November. (
Wie verlautet, wird der Schatzsekretär Boutwell im Jahres⸗ berichte dem Kongresse dringend empfehlen, die Ermächtigung zu ertheilen, die Zinsen der neuen Anleihe auch in Europa zu
ahlen. 76 Aherito, 9. Oktober. Wenige Tage, nachdem die be⸗ ruhigenden Reden gewechselt worden waren, lief hier die Nachricht ein, daß sich im Norden des Staates S. Luis Potosit der General Pedro Martinez, ein erfahrener Revolutionär, pronuncirt habe; bald darauf ward telegraphirt, daß auch im Staate Sinaloa die Generale Parra und Marquez (nicht der berüchtigte General gleichen Namens) die Fahne des Aufstan⸗ des aufgepflanzt. Was aber am meisten überraschte, war die später eintreffende Nachricht, daß sogar der Gouverneur des Staates Nuevo Leon, General Treviüo — in der Kaiserzeit Hauptstütze des Herrn Juarez und ein allgemein geachteter Mann, — sich in Monterey pronuncirt habe und bereits in Marsch auf Saltillo, Hauptstadt des Staates Coahnila, sei.
Dies Letztere beunruhigte das Gouvernement, welches die beiden ersten Vorfälle mit ziemlichem Gleichmuthe aufgenom⸗ men hatte, doch der Art, daß es sofort Vorbereitungen traf, den General Rocha mit einer Abtheilung der hiesigen Truppen nach dem Norden abzusenden, um den Oberbefehl über alle gegen den General Trevino operirenden Truppen zu überneh⸗ men. Es ist dieser General Rocha derselbe, der im vorigen Jahre die Pronunzirten unter Garcia de la Cudena bei Lo Zvejo glänzend schlug, und im Juni d. Js. Tampico mit Sturm genommen hat, wofür er jetzt zum Divisions⸗General ernannt worden ist. — Montag, den 2. d. Mts. sollte Rocha nach dem Ort seiner Bestimmung abgehen. 1
Da ward ganz unerwartet am Sonntag, 1. d. Mts., ein wenig nach 3 Uhr Nachmittags, die ganze hiesige Bevölkerung theils von Vergnügungsplätzen, theils beim Mittagstische, theils aus der Siesta durch Schuͤsse, die von SW. her sich hören ließen, aufgeschreckt; und bald erscholl überall der Ruf: „die Citadelle hat sich pronunzirt!« Für diejenigen, welche längere Zeit hier leben, erweckte Dies Erinnerungen an das Pronuncia⸗ mento des Generals Valencia in der Citadelle i. J. 1841, welches eine lange Beschießung der Stadt mit sich brachte und den Sturz des Präsidenten Bustamante zu Gunsten Santanna’s herbeiführte, sowie an das Pronunciamento der Citadelle im August 1846, durch welches General Salas die Regierung des Generals Paredes stürzte, um ebenfalls Santanna wieder ein⸗ usetzen. büber da man allgemein wußte, daß jetzt in der Citadelle nur sehr wenige Truppen zu liegen pflegen, während in früherer Zeit oft gegen 4⸗ bis 5000 Mann daselbst konzentrirt waren, so ward nicht eine allzu große Befürchtung erregt.
Es muß hierbei noch befürwortet werden, daß das, was man hier »Citadelle« nennt, diesen Namen nicht im Mindesten ver⸗ dient. Es ist nichts weiter, als ein sehr großes, einstöckiges, aus sehr starken Mauern aufgeführtes Gebäude, — das in der Spanischen Zeit zur Cigarrenfabrik der Regierung gedient hat, — welches am südwestlichen Ende der Stadt, auf der Westseite vom Pasco begrenzt, auf einem großen freien Platze liegt, auf allen Seiten von Gräben umschlossen. Die Hauptfront ist gegen Norden und auf einen Theil der Stadt gerichtet; hier hat es bis zum Graben einen großen, weiten, von einem gepflasterten Weg durchschnittenen Wiesenplatz vor sich, der durch ein hohes Thor verschlossen ist, während die südliche Hinterfront — sowie auch die Westfront — auf die Felder hinausgeht und ein seichter Graben ganz nahe ist; die Ostfront hat eine dichte Häuserreihe vor sich. Weder Wälle noch Schieß⸗ scharten sind bei dieser Citadelle zu finden, und letzterer Name scheint wohl nur daher zu kommen, daß man daselbst den Artilleriepark aufzubewahren pflegt.
Gegen 3 Uhr Nachmittags des genannten Tages mar⸗ schirte plötzlich eine Abtheilung des in der Acardada (eine im Norden von der Citadelle nicht weit von derselben gelegenen Kaserne) liegenden Gendarmerie⸗Bataillons, kaum 300 Mann stark, unter Führung des Majors Almendares, auf die Cita⸗ delle los und verlangte von der dort liegenden Garnison, die größtentheils nur aus Artilleristen bestand, die Uebergabe der⸗ se ben; diese, überrascht, leistete keinen Widerstand und vereinigte sich mit den Pronuncirten; die Artillerie⸗Offiziere, welche sich
“ 8 —
Beilage
Reichs⸗Anzeiger und Königlich Preußischen Staats Donnerstag den 16. November.
der Bewegung nicht anschließen wollten, wurden als Gefangene in ihren Zimmern eingeschlossen. Auf dem Marsche nach der Citadelle hatte sich den Meuterern ihr Oberst⸗Lieutenant Lan⸗ garroiti, — welcher von der Meuterei seines Bataillons bei einem Dejeuner in einem Vergnügungsgarten benachrichtigt worden war, entgegengestellt und versucht, sie auf den rechten Weg zurückzubringen, fand aber dabei seinen Tod durch zwei Kugeln, die er von einem seiner Sergeanten und einem seiner Soldaten erhielt. Beide Uebelthäter sind bereits erschossen worden. Von der Citadelle marschirte ein Theil der Aufständischen sofort auf das ganz nahe dabei gelegene Stadtgefängniß, das ehemalige Nonnenkloster von St. Belen, überraschte die dortige Besatzung durch die falsche Angabe, sie wären zu ihrer Verstärkung hergeschickt worden schloß darauf die Gefangenen⸗Zellen auf, führte die darin eingeschlossenen Verbrecher mit sich nach der Citadelle, um sie dort zu bewaffnen, wodurch sich ihre Zahl um ungefähr 400 vermehrte und nun im Ganzen auf etwa 700 Mann stieg.
Zu gleicher Zeit machten auch nur 9 Mann von ihnen, mit einem Offizier, eine Demonstration gegen eine bereits in der Stadt gelegene Kavallerie⸗Kaserne, wurden aber von unge⸗ fähr 25 Kavalleristen, die ihre Kaserne zugeschlossen hatten, vom Dache aus mit Karabinerschüssen zurückgejagt. Daß nur neun Mann es unternahmen, eine mit wenigstens 50 Mann besetzte Kaserne nehmen zu wollen, scheint darauf hinzudeuten, daß sie dort auf ein Einverständniß rechneten, welches sie nicht fanden. Ein Piquet von jener Kavallerie ist auch in der That später, als es gegen sie geschickt wurde, zu ihnen übergegangen.
Dies Alles geschah zwischen 3 und 4 Uhr Nachmittags. — Der Präsident Juarez erhielt die Nachricht von diesen Vorgän⸗ gen, als er eben von einer Spazierfahrt nach Chapultepec zu⸗ rückgekehrt war, nahm dieselbe mit der ihm eigenthümlichen unerschütterlichen Kaltblütigkeit auf, berief, da der Kriegs⸗ Minister abwesend, auf einer Landpartie, war, — sofort den General Rocha zu sich und stellte ihm die ganze Garnison zur Verfügung, mit der strengen Ordre, es koste was es wolle, die Citadelle noch denselben Abend zu nehmen. — Um 4 Uhr mar⸗ schirten aus allen Kasernen, die nur mit den nöthigen Be⸗ satzungen gelassen wurden, sämmtliche Truppen, ungefähr 3000 Mann stark, nach der Citadelle zu, und cernirten sie von allen Seiten, doch der Art, daß sie überall theils durch Ge⸗ bäude, theils durch Bäume, theils durch die Wasserleitung auf der Südseite Deckung hatten. — Die Pronunzirten eröffneten nun ein starkes, wenig unterbrochenes Artilleriefeuer auf die Regierungstruppen, welche dasselbe mit ihren wenigen Kanonen nur schwach erwiderten, besonders auch aus der Besorgniß, daß nicht etwa eine Granate in den in der Citadelle befindlichen Pulver⸗ vorrath fallen möchte, wodurch ein ganzer Stadttheil hätte in die Luft gesprengt werden können. So blieb es bis gegen 11 Uhr Nachts. Da versuchten die Rebellen einen Ausfall mit ungefähr 300, der aber für sie so unglücklich ausfiel, daß sie in wilder Flucht zurückgejagt wurden und ihre vor dem Nordthore aufgestellte Kanone verloren. Diese ward sofort gegen sie umgekehrt; 2 Kolonnen werden formirt, diese eröffnen ein wohlgenährtes Pelotonfeuer und dringen, den General Rocha an der Spitze, durch das Thor an der Nordseite ein, marschiren in Sturmschritt auf die Citadelle los und nehmen nach heftiger Gegenwehr die Stellung mit dem Bajonet. — Mehr als 300 Gefangene fallen in ihre Hände, aber leider waren die Hauptführer, als welche die Generale a. D. Negrete, Toledo, Chavarria genannt werden, mit den besten Truppen entkommen, sei es durch Nachlässigkeit oder vielleicht durch Ein⸗ verständniß des Generals, der die Cernirungstruppen an der Südseite kommandirte. “
Um 12 Uhr Nachts verkündeten die Glocken aller Kirchen den Einwohnern der Hauptstadt, daß die Regierungstruppen gesiegt und daß Jene keine Plünderung und andere Gewalt⸗ thätigkeiten, die von den freigelassenen Verbrechern wohl zu befürchten gewesen wären, mehr zu besorgen hätten; und der Telegraph berichtete dies günstige Ereigniß nach allen, auch den entferntesten Punkten der Republik.
Nach den offiziellen Daten betrug der Verlust der Regie⸗ rungstruppen bei der Erstürmung der Citadelle 38 Todte und 108 Verwundete, unter letzteren 2 Offiziere. Verschossen wurden dabei 45,448 Kartuschen Robert und 3000 Matnard, im Ganzen
48,448. — Die Pronuncirten ließen an Todten 10 Offtziere,