1871 / 195 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Thu, 14 Dec 1871 18:00:01 GMT) scan diff

ausstellung 1872 aus Kopenhagen und den Provinzen sind jetzt, nach Mittheilung der »Berl. Tid.« eingegangen. Die Gesammtzahl der Aussteller in Kopenhagen ist 947 und derjenigen in den Provinzen 933 oder im Ganzen 1880 Aussteller. In Folge dieser großen Be⸗ theiligung trifft das betreffende Komite jetzt schon Anstalten zu einer bedeutenden Erweiterung des Ausstellungsterrains.

Verkehrs⸗Anstalten. ““

Rom, 14. Dezember. Der internationale Telegraphen kongreß hat beschlossen, daß außer den Beamten, welche den Ver⸗ tretern der Telegraphenverwaltungen beigegeben sind, auch die Ver⸗ treter der Privat⸗Telegraphengesellschaften zu den Sitzungen zugelassen

12. Dezember. Auf Grund der jüngsten Nachrichten

200,282 Q. Rogg 2,246,991 Q. Mais, 356,221 Q. Gerste ggen, 2,246, Mais, st daß in Folge des Ausbruchs von Feindseligkeiten unter

5,092,323 Oken 1,283 Gramm) Mebl, 403,147 Stück Brettern, 559,215 Stück Dauben, 461,536 Oken Petroleum, 1,410 Kolli und 179,3999 Oken Wolle, 546,877 Oken Käse, 147,000 Oken Glas, 117 Kolli und 45,310 Oken Häute, 51,000 Oken Tabak u. s. w.

Kunst und Wissenschaft.

Berlin. Se. Majestät der König haben Allergnädigst ge⸗ ruht, zu bestimmen, daß der zwischen der Jäger⸗ und der Tauben⸗ straße gelegene Theil des hiesigen Gensdarmenmarktes, auf welchem das Schillerdenkmal errichtet ist, fortan die Bezeichnung »Schiller⸗

1820,21 bis 1860. Meteorolog. Beobacht. im Monat Oktober endon, 3 r 1871 Lond

Uebersicht der dienstlichen Arbeiten der Großherzo ibar, 1 kommissariate im Jahr 1870. Sterbf. u. Erdeerzomichen Steue⸗ l Fhabern die Kommunilation zwischen der Seeküste und dem volkr. Gemeinden. September 1871. Monatl. Durchschniinga2 1 anyika⸗See abgeschnitten sei, denkt die londoner geographische der Fruchtmärkte im September und Oktober 1871. Sterbf, apr. mücschaft ernstlich daran, sich Gewißheit über den Verbleib des in eer 8 8, 12 volkr. Gemeinden. Oktober 1871. Rechnunge gc Regionen wandevufen v8 8 1 gft vann ees hhieg ne ergebnisse der Viehversicherungs⸗Anst as C 2 diesem Behufe nach eine denten, eaecl vpenc 1 EWeislt rhf ba Großherzoothum 0 Pir H. Rawlinson, die derselbe in der letzten 14 tägigen

Dresden, 12. Dezember. Im außerordentlichen Ausgabeh d gab, mit dem Auswärtigen Amt in Verbindung setzen, um ist ein Posten von 150,000 Thlr. zur Verlegung des historise get afrikanische Boten in das Innere abzusenden, und demje⸗ Museums und der Porzellansammlung in die de . der mit einem Briefe von Dr. Livingstone nach der Seeküste

platz« führen soll.

In dem Kunstverlage von Karl Krause u. Co. hier, Friedrichstraße 130, 1 Tr., sind außer den in d. Bl. kürzlich ange⸗ kündigten Kunsthblättern die Portraits aller deutschen Feldherren im Kriege 1870 1871, und zwar als Pendants zu einander, erschienen, ferner ein großes Gedenkblatt des letzten Krieges mit 88 photographi⸗ schen Portraits und den Daten der Schlachten ꝛc. (Federzeichnung auf Stein.)

Der deutsch⸗französische Krieg im Jahre 1870. Nach den besten Quellen historisch dargestellt von H. v. B. Mit Portraits, Gefechtsscenen, Karten und Plänen. Elbing, Neumann⸗ Hartmann (Edw. Schlömp) 1870. Von dieser Darstellung der juüng⸗ sten kriegerischen Ereignisse, die der Verfasser seiner »Geschichte des 1866er Kriegess angereiht hat, ist nunmehr auch der zweite Theil er⸗ schienen, der in ruhiger und anziehender Geschichtsschreibung den wei⸗ teren Verlauf des großen patriotischen Kampfes bis zu dessen Ab⸗ schlusse führt und in einem Schlußworte eine uübersichtliche Orientirung über die Pariser Ausstände giebt.

Zu den vielen Hilfsmitteln für Umrechnung der alten Maße und Gewichte in das metrische System ist ein neues mechanisches ge⸗ kommen: eine kleine Maß⸗ und Gewichts⸗Rechen⸗Maschine, die in der Metallwaarenfabrit von E. Levy in Berlin, Ritterstraße 22, gefertigt wird. Die Maschine bildet ein Berloque, auf dessen vergol⸗ deten Scheiben ein stellbarer Zeiger, auf der einen Seite das Verhält⸗ niß das Meter und Liter zur Elle und zum Quart, auf der andern Seite das Verhäͤltniß des Neuloth und Kilogramm zum Loth und Pfund nachweist. Wenn die eine Spitze des Zeigers auf eine beliebige Zaßt gestellt wird, so weist die andere auf die entsprechende reduzirte

ahl.

Der Jahresbericht der Dr. Senckenbergischen natur⸗ forschenden Gesellschaft zu Frankfurt a. M. für das Jahr 1870/71 ist soeben ausgegeben worden. Nach demselben war in dem genannten Geschäftsjahr (1. Juli bis 30. Juni) die Zahl der Mit⸗ glieder (mit 11 Fl. Jahresbeittag) 411, so daß die Einnahmen aus Mitgliederbeiträgen 4521 Fl. betrug. Unter den Ausgaben figuriren Naturalien mit 1246, Bibliothek mit 932 Fl. Am 30. Juni 1871 betrug der unangreifbare Fonds der am 16. April von der Gesell⸗ schaft gegründeten »Ruppellstiftung für naturwissenschaftliche Reisen⸗ 16,323 Fl. In den wissenschaftlichen Sitzungen wurden folgende Vor⸗ träge gehalten:

Dr. K. von Fritsch über die Erdbeben des Jahres 1869 zu Groß⸗ Gerau und Umgegend.

Oberlehrer Dr. Aug. Finger und J. D. Wetterhan: über während der letzten Nordpol⸗Expedirion von Hrn. Ellinger gesammelte Pflanzen.

Dr. K. Koch: über Geaster; derselbe: über fossile Cephalopoden. Prof. Dr G. Lucä: über den Einfluß der rückenstreckenden Muskeln auf den Schritt.

Dr. W. Stricker: über die afrikanische Thierfabel im Vergleich mit der europäischen.

Dr. K. von Fritsch: über einige neuere Funde in den ältesten

Tertiärschichten der Umgebung von Frankfurt.

Dr. J. J. Rein: über Erdnuß und Oelpalme.

Die drei letztgenannten Vorträge, sowie die beim Jahresfeste am 21. Mai vorgetragene Rede des zweiten Direktors der Gesellschaft, Dr. F. K. Noll: über die Erscheinungen des Parasitismus, sind dem Jahresbericht im Abdruck beigegeben. ie von der Gesellschaft ver⸗ anstalteten Vorträge waren: Dr. Noll: Naturgeschichte der wirbellosen Thiere; Prof. Dr. Lucä: Naturgeschichte der Wirbelthiere; Dr. von Mineralogie; Paläontologie der Gliederthiere und Wirbel⸗

ere.

Von den wissenschaftlichen Abhandlungen der Gesellschaft ist das dritte und vierte Heft des siebenten Bandes ausgegeben worden.

Würzburg, 10. Dezember. Heute Morgens verstarb der ordentliche Professor des roͤmischen Civilrechts, Dr. Franz Samhaber, im Alter von 43 Jahren.

Die neueste Nummer der »Allgemeinen Militär⸗Zei⸗ tung« (Darmstadt, C. Zernin) enthält einen Bericht über die Theil⸗ nahme der 25. Division in der Schlacht bei Gravelotte vom 18. August 1870 von deren Commandeur, General⸗Lieutenant von Wittich, Auf⸗ sätze über allgemeine Aushebung und die französischen Kriegsgefange⸗ nen in Deutschland, Mittheilungen über die Verwendung erbeuteter Geschützrohre und die Reichsfestungen in Elsaß⸗Lothringen, üͤber die Verbesserung der Soldatenbetten in Bayern, Veränderungen im Ge⸗ neralstabe in Württemberg u. s. w. Das Literaturblatt behan⸗ delt Bücher über xCampagne de 1870 1871 par Chanzy«, die deutsche Gewehrfrage vom Major von Plönnies, giebt dann eine Monatsübersicht außerdeutscher Militär⸗Zeitschriften und mehrere kürzere Anzeigen und Nachrichten militärisch⸗literarischen Inhalts.

Das Notizblatt des Vereins für Erdkunde und ver⸗ wandten Wissenschaften zu Darmstadt ac., herausgegeben von L. Ewald (Darmstadt, Jonghaussche Hofbuchhandlung), 10. Heft, III. Folge, hat nachstehenden Inhalt: Einfuhr u. Ausfuhr an steuer⸗ pflichtigen Getränken im Jahre 1870. Zur Statistik der Besteuerung des Weins. Durchschnittspreise der vier Hauptfruchtgattungen von

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alten Ealleriegebäudes (am Neumarkt) enthalten. Gegenwäͤrtig li nun in Form eines Königlichen Dekretes die Begründung diecgt Fordedag aJncgl Dckret bemerkt E

Das Königl. Dekcet bemerkt Eingangs, daß für diese N. vom Landiag 1864 bereits 50,500 Thlr bewilligt Rrnee Zenlegung jahr 1865 stellte sich aber beraus, daß die Unterbringung beider S 8 lungen in einer Etage unzweckmäßig sein würde; ein 1865/66 gearbeitetes neues Projekt, das historische Museum allein in das Galeriegebäude zu verlegen, hatte wegen ver damaligen Ansprüche 8 die Staatskasse (es sollte 135,000 Thlr. kosten und ließ doch noch dir Porzellansammlung unberücksichtist) keine weitern Folgen. Der vorige Landtag beantragte nun die Vereinigung beider Sammlun 8 zu einem Kunstgewerbemuseum, sowie eine größere Oeffentlichkeit 2 historischen Museums.

Eine groößere Zugänglichmachung desselben ist inzwischen geschehen; das Gleiche wird beim gruͤnen Gewölbe beabsichtigt, und bei der Porzellansammlung finden Freiführungen statt. Jezt wird nun die Unterbringung des historischen Museums und der Porzellansammlun in einem Gebäude in der Art vorgeschlagen, daß sie nicht zu Sammlung verschmelzen, sondern jede in ihrer Eigenthümlichkeit und Organisation selbüständig und unverändert fortbestehen sollen.

So wünschenswerth und wichtig auch die Errichtung eines Kunst⸗ Gewerbemuseums sein würde, so wuürden doch beide Sammlungen welche, eine jede füͤr sich, ein sehr bedeutendes historisches und kunst⸗ wissenschaftliches Interesse besitzen, dennoch nur eine sehr unvellstän⸗ dige und ungenügende Grundlage einer umfassenden und systemati⸗ schen Sammlung kunstgewerblicher Vorbilder abgeben, da sie zwar sehr viele, hierzu vorzüglich geeignete Gegenstände enthalten, im Großen und Ganzen aber bei ihrer Herstellung und Organisation die Brauch⸗ Säte 1 ktunstgewerbliche Lehrzwecke kein entscheidendes Motiv ab⸗ gegeben hat.

Das historische Museum, aus der ehemaligen Rüstkammer hervor⸗ gegangen, trägt auch in seinem jetzigen Bestande wesentlich den Cha⸗ rakter einer historischen Waffensammlung, ergänzt durch Gegenstande des Kostüms und fürstlichen Haushaltes früherer Jahrhunderte. Der imposante Eindruck, welchen die Sammlung in ihrem gegenwaͤrtigen Lokale hervorbringt, wird auch bei jeder künftigen Ausstellung durch Gruppirung und Anordnung des Inhalts nach grschichtlichen Rück⸗ sichten festzuhalten sein. Bei den WMaffen und Rüstungen wird man ehbenso der Persoöͤnlichkeiten ihrer Träger, des Interesses für die Ge⸗ schichte des Kriegswesens, als der kunstvollen Eisenarbeit gedenken, beim »türkischen Zelte“ die Erinnerung an die Befreiung Wiens vor dem bloßen Jnteresse am orientalischen Stoffmuster festhalten müssen.

Um der geschichtlichen Bedeutung dieser Sammlung durch einen

bedeutsamen künstlerischen Schmuck erhöͤhten Ausdruck zu geben, wird beabsichtigt, die von der Staatsregierung erworbenen Cartons Julius Schnorr's zu den Wandgemälden der Kaisersäle zu München, welche in den bekannten hervorragend schönen Kompositionen die Geschichte der drei großen deutschen Kaiser: Karl der Große, Friedrich Barbarossa und Rudolph von Habsbueg schildern, als Wandschmuck des histori⸗ schen Musecums aufzustellen. Während demnach entschieden an der historischen Anordnung dieser Sammlung festzuhalten sein würde, schließt dies nicht aus, die als Vorbilder für das Kunstgewerbe werthvollen Gegenstände msglichst günstig für das Studium anzuordnen und, wie bereits begonnen, die⸗ selben durch wohlfeile treue Nachbildungen der Benutzung in weiteren Kreisen zugänglich zu machen 1

Die Porzellan⸗ und Gefäßsammlung wuͤrde unter allen Umstän⸗ den in einem kunstgewerblichen Museum einen gesonderten Theil von selbständigem Werthe bilden. Bei dem vorwiegenden Reichthume an ostasiatischem Porzellan ist der Inhalt derselben werthvoller für die Sammler und Liebhaber dieser gegenwärtig so bevorzugten Ziergefäße, als für die moderne Industrie dieses Gebiets, und auch hier wird die neue Aufstellung sich darauf beschränken müssen, die Benutzung des Vorhandenen möglichst zu beguͤnstigen, ohne die Erweiterung zu einem systematischen »keramischen Museum⸗ anstreben zu können.

Auf Grund des Bauprojekts soll im nördlichen Theile des Ga⸗ leriegebäudes ein zweites Stock aufgesetzt werden, das circa 3600 Qua⸗ drat⸗Ellen Grundfläche und 8 Ellen Hoͤtze bietet und zur Aufnahme der Gefäßsammlung bestimmt ist.

Im 1. Stock, das 6590 Quadrat⸗Ellen Grundfläͤche hat in 3 Sälen von 18 Ellen Höhe, soll das historische Museum Platz finden und mit der Gewehrgalerie vereinigt werden. Die 3 hohen Säle der füdlichen Front sind zur Aufstellung der Mehrzahl der Schnorrschen Kartons bestimmt.

Der Kostenaufwand zur Herstellung dieses Umbaues einschließlich der Centralwasserheizung, des Umbaues der großen Freitreppe und der Sgraffittodekoration des Aeußern ist auf 198,300 Thlr. veran⸗ schlagt und würden demnach über die bereits disponiblen 50,000 Thlr. in runder Summe noch 150,000 Thlr. zu bewilligen sein. Die Staats⸗ Regierung glaubt der Bewilligung dieser Summe um so sicherer ent⸗ gegensehen zu können, als die beiden kostbaren Sammlungen bei ihrer gegenwärtigen Aufstellung in feuchten, dunkeln und nicht heizbaren Räumen einem raschen Verderben unaufhaltsam entgegen gehen.

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liche 100 und 300 Rub.

nteört, eine Belohnung von 100 Guineen zu bewilligen. Sollte sr Plan fehlschlagen, so wird beabsichtigt, eine kleine bewaffnete iser jon auszurüsten, die unter Führung eines erfahrenen Euro⸗ Ee nach dem Verbleib des berühmten Neisenden forschen soll. ias an Paris starb vor Kurzem der Sänger Levasseur. Im 71791 geboren, debütirte er, nachdem er von Garat im Konser⸗ sün, m ausgebildet war, 1813 mit mäßigem Erfolge in der Oper ugaris, gewann aber seit 1828 in der »Belagerung von Korinth⸗, h Wilhelm Tell« und namentlich als Bertram in »Robert der

Fr großen Ruf, der mit dem Marcel in den »Hugenotten« seinen Vötepunkt erreichte.

Lepasseurs letzte Rolle war der Zacharias im grophet⸗ Demnächst verließ er die Bühne, um sich ganz dem lärriichtgeben zu widmen.

Landwirthschaft.

St. Petersburg, 9. Dezember. Die dritte allgemeine rus⸗ ste Pferde⸗Ausstellung wird nach einem im »Neg. Anz.⸗ 9 entlichten Cirkular des Dirigirenden der Reichsgestüte mit Aller⸗ sicster Genehmigung im September 1872 in Moskau stattfinden. werden nur in Rußland geborene Pferde zur Ausstellung zu⸗ dusen. Diese zerfällt in die drei Abtheilungen der Reitpferde, bnenpferde und Arbeitspferde, wozu noch die Gruppe der segenann⸗ mmiypiscee Pferde kommt. Fur die drei Abtheilungen sind je 16 ie zweite und dritte Preise ausgesetzt. Die ersten schwanken zwischen ) und 700 R, die zweiten zwischen 125 und 500 R. und die dritten Für die Abtheilung der Arbeitspferde

Ummen noch 2 vierte Preise von 300 und 150 Rub. und je ein finstr und sechster Preis von 250 und 200 Rub. dazu. Außer⸗ im sind zur Prämiirung der Exponenten typischer Pferde 1500 R. ugewiesen. In einigen Gouvernements macht sich ein drückender getreidem angel fühlbar; so theilt man der »Mosk. Ztg.« mit,

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veröff

Bauern des Kreises Olonez hätten in Folge der ungenügenden

geteid⸗Ernte bereits im Oktober idre sämmtlichen Brodfrüchte kon⸗ siwirt gehabt, so daß sie gezwungen seien, sich von Hafer zu nähren. such Nachrichten aus dem Gouvernement Jaroslaw steht dort der iserte Getreidemangel in Aussicht. Im Gouvernement Samara sdie Getreide⸗Ernte ebenfalls so spärlich, daß die Landschafts⸗Ver. emmlung sich gezwungen sah, für den Unterhalt des Landpolkes Dalehen zu gewähren. Witterungseinflüsse, Hagelschlag und Feld⸗ wiuse hatten zu dieser Mißernte zusammengewirkt.

Gewerbe und Handel.

Mit Beginn des nächsten Jahres wird unter dem Titel:

erue financiêére Allemande in Berlin eine Wochenschrift Nasceinen, welche als selbstständizes finanzielles Organ die Interessen

ie vielseitigen Marktes vertreten, sowie den internationalen Verkehr vermitteln soll.

Die Continental⸗Aktien⸗Gesellschaft für Wasser⸗ und Gazanlagen, welche die Erweiterung des Fabrtkgeschäfts von Nattison & Brandt beabsichtigt, tritt nach der im Inseratentheile Bl. enthaltenen Cirkular nunmehr an die Oeffentlichkeit. Die

inanzielle Vertretung hat die Vereinsbank Quistorp & TCo.

ühernommen und die betreffenden Aktien laut Cirkular nur ihren igenen Aktionären in der Art zur Verfügung gestellt, daß der Besitzer iun vier Aktien dieser Bank das Anrecht auf eine Aktie der obigen gesellschaft hat. Dieses Bezugsrecht ist in der Zeit vom 18. bis

Englands Handel. Der monatliche Ausweis des Han⸗ üamtes fuͤr November liefert einen neuen Beweis, daß der Handel senlands in diesem Jahre einen fast beispiellosen Aufschwung erfah⸗ in hat. Er giebt den ganzen Exportwerth auf 18,815,513 Pfd. Sterl. in gegen 16,177,935 Pfd. Sterl. im Norember 1870, so daß sich eine Lunahme von 2,637,578 Pfd. Sterl oder über 16 pCt. ergiebt. Wäh⸗ ind die Verschiffungen in Baumwollstoffen nur mit nißigen Suwachs (8 pCt. im Werth und 5 pCt. in der duantität) figuriren, hat fast jeder andere Geschäftszweig, haupt⸗ silich das Eisengeschäft, verhältnißmäßig größere Fortschritte semacht, und zwar zeigen Eisen und Stahl eine Zunahme ion 42 pCt., Maschinen von 50 pCt., Wollenstoffe 36 pCt., Stein⸗ iüwaaren 35 pCt., Kohlen 25 pCt., Metallwaaren 24 pECt., Kurz⸗ maaren 19 pCt., Saamenoͤle 19 pCt., Leinenstoffe 6 pCt. und di⸗ sast 16 pgt. Mit einer Abnahme figuriren nur zwei Artikel: Seiden⸗ isse 12 pEt. und Seldengarne 23 pCt. Die Einfuhr des Monats zafaßt u. A. 4,104,197 Cir. Weizen im Werthe von 2,561,720 Pfd. derl gegen 2511,726 Ctr. im Werthe von 1,418,3.5 Pfd. Sterl. in 1- und 1,190,827 Cir. Baumwolle (davon ein großer Theil aus mien) im Werthe von 4,16,048 Pfd. Sterl. gegen 682 649 Ctr. im ecthe von 2,663,790 Pfd. St. im November 1870. Der Gesammt⸗

ch. d. Mts. wahrzunehmen.

meth der Verschiffungen während der 11 ersten Monate dieses

dürts beträgt 202,353778 Pfd. St. oder 11 pEt, resp. 16 pEt. mehr in den entsprechenden Perioden von 1870 und 1869. sKopenhagen, 11. Dezember. Sämmtliche Anmeldungen von üstelungsgegenstän den

8

werden konnen nehmigung des Präsidenten des Kongresses. . nur das Recht, an den Debatten theilzunehmen, nicht aber an den

Neu

einem

ischen Industrie⸗ u der d nordischen J strie

Es bedarf jedoch für jeden einzelnen Fall der Ge⸗ Die Zulassung giebt

Abstimmungen. Kopenhagen, 11. Dezember. Der plötzlich eingetretene strenge

Frost hat eine sehr große Störung des Handels und der Schiffahrt

r Folge gehabt. Leider hoͤrt man von zahlreichen Strandungen,

u efonger⸗ vom Kattegatt, und zwar handelt es sich nicht nur um kleine

Segelschiffe, sondern auch um große Dampfschiffe. Von der Besatzung der kleineren Schiffe sind mehrere Menschenleben verloren. Die Ret⸗ tungsanstalten haben überall große Anstrengungen gemacht. Die heutigen Morgenblätter bringen gegen 2 Spalten voll detaillirter Berichte über Seeunglück in den hiesigen Gewässern.

Königliche Schauspiele.

Freitag, den 15. Dezember. Im Opernhause. (244. Vorst.) einstudirt: Unter persönlicher Leitung des Komponisten: Macbeth. Oper in 5 Akten, nach Shakespeare von F. Eggers. Musik von W. Taubert. Ballet von P. Taglioni. In Scene gesetzt vom Direktor Ernst. . Im Schauspielhause. (247. Ab.⸗Vorst.) Die Valentine. Schauspiel in 5 Akten von Gustav Freitag. Anf. halb 7 Uhr. Sonnabend, den 16. Dezember. Im Opernhause. Keine

Vorstellung. s 9 (248. Abonnements⸗Vorstellung.)

Auf Al Hüen Werch. König Erich XIV. Trauerspiel in u Uer en Befehl: önig Eri „Trauer 3 Anf. halb 7 Uhr. M.⸗Pr.

5 Akten von Karl Koberstein.

Telegraphische Witterungsberichte v. 13. Dezember

Bar. Abw Temnp. Abv Algememe

P. L. v. M. R. v. M. Himmelsansicht 1,0 SW., still. Regen 4,5 SW., schwach.

14. Dezember. Memel. 338,4 †1,] 2,0†3,0 W., schwach. bedeckt. Königsbrg. 338,9 +1,7 32 + 2,5 W., schwach. bedeckt. Danzig 339.1 +1, s 1,,, bedeckt. Cöslin 339,9 + 2,8 +0, SW., schwach. bedeckt. Stettin 341,0 + 3,3 0,4 W., schwach. bed., gest. Reg. Putbus 338,1 + 3,1 +0,9 NW., mässig. bedeckt, Nebel. Berlin 340,4 + 4,3 †0,s W., schwach. ganz neblig.¹) Posen 338,5 + 3,5 +1,2 W., schwach. bedeckt.²) Reibor 332,5 + 1, 2 2,9 SW., schwach. trübe. 1 Breslau 336,2 + 3,3 W., mässig. bedeckt. ²) Torgau 338,4 +3, 6 W., lebhaft. sbedeckt.¹) Münster 340,3 + 4,9 SW., mässig. trübe. ³) Cöln 340,6 +4,6 SW., schwach. etwas Nebel. Trier 335,4 + 2,6 SW., schwach. bedeckt, neblig. Flensburg. 340,2 S., schwach. trübe. ¹) Wiesbaden 339,0 O0., schwach. bedeckt. Kieler Haf. 343,5 WNW., schw, neblig. Wilhelmsh. 340,9 SW., schwach. Nebel. Bremen. 341,5 W., s. schwach. dicker Nebel. Wevserlenehtts. 331,5 WSW., mässig. dichter Nebel Brüssel 341,9 SSW., schw., Regen. Haparanda 330,7 W., schwach. beiter. Stockholm. 336,6 W., schwach. bewölkt. ⁸) Gröningen 340,2 0S0O., schw. bedeckt. Helder 341,27 S., still. trübe. Skudesnäs 341,2 SSW., schw. Hernösand 332,9 W., schwach. tast heiter. Christians. 336, 9 WSW., s. stark. bedeckt. Helsingör. NW., schwach. Frederikshav.. d WNW., schw.

¹) Gestern Sprühregen. *²) Gestern etwas Schnee. ³⁸) Gestern Abend Schnee. ⁴) Gestern Schnee. ⁴) Regnerisch. ⁶) Dichter Nebel. *) Nachts etwas Schnee. ³) Max. 2,8. Min. 6,8. ⁹) Gest. Nachmittag WNW. mässig. Strom N. Strom N. ¹⁰⁹) Gestern Nachmittag, WNW. mässig.

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Laibach, 12. Dezember. Neue Erderschütterungen werden aus Klingenfels, Margarethen, Wondl und Kanzian gemeldet. London, 13. Dezember. Nachrichten aus Ceylon zufolge hatten die Beobachtungen der am Dienstag stattgefundenen Sonnen⸗ finsterniß den besten Erfolg. Das Wetter war prachtvoll.