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Italien. Rom, 17. Januar. (W. T. 8 Die De⸗ putirtenkammer hat sämmtliche Kapitel des Einnahme⸗ budgets pro 1872 angenommen. — Die »Opiniones« erklärt wiederholt alle Gerüchte von angeblich bestehenden ernsten Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Finanz⸗Minister und der Finanzkommission der Kammer für Unbegründet.
— Am 14. d. M. starb der Großmeister⸗Stellvertreter des souveränen Johanniter⸗(Malteser⸗) Ordens, Bailli Alexan⸗ der Borgia.
Rußland und Polen. St. Petersburg, 14. Januar. Der »Reg.⸗Anz.« vom 1. (13.) Januar enthält eine Reihe Ver⸗ fügungen, betreffend den Reichsrath: Grofßfürst Konstantin olajewitsch bleibt auch im Jahre 1872 Vorsitzender desselben; die Vorsitzenden und Mitglieder der einzelnen Departements des Reichsraths werden aufgeführt und mehrere neue Ernen⸗ nungen mitgetheilt.
Schweden und Norwegen. Stockholm, 17. Ja⸗ nuar. (W. T. B.) Der Reichstag wurde heute durch den König in Person eröffnet. Die Thronrede hebt die vortreff⸗ liche finanzielle Lage des Königreichs hervor und kündigt mehrere Regierungsvorlagen, betreffend die Herabsetzung von Steuern, an. Eine Vorlage über die Heeresorganisation werde dem Reichstage nicht zugehen, sondern nur die Bewilligung der zur Fortsetzung der Befestigungsarbeiten erforderlichen Geld⸗ mittel begehrt werden. — Die vorjährigen Präsidenten und Vize⸗Präsidenten der Kammern wurden für die bevorstehende
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Session wieder ernannt.
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Dänemark. Kopenhagen, 14. Januar. Die Abreise der Königlichen Familie aus Athen nach Italien soll in der Mitte des nächsten Monats stattfinden, die Rückkehr der däni⸗ schen Königsfamilie hierher aber erst Anfang April.
1 Das Landsthing verhandelt gegenwärtig über die Fästefrage, anläßlich der zweiten Berathung des vom Minister Fonnesbach vorgelegten Fästegesetzes.
Amerika. Washington, 15. Januar. (per Kabel.) Das Repräsentantenhaus hat mit 171 Stimmen gegen 21 den Gesetzentwurf angenommen, welcher allen Personen, die an dem Aufstande Theil nahmen, mit Ausnahme solcher, die vorher in der Armee oder Marine des Bundes als Offiziere dienten oder Mitglieder des Kongresses waren, eine Amnestie gewährt. Januar. (W. T. B.) Der oberste Gerichtshof hat sich mittelst nochmaliger Entscheidung für die vollkommene Verfassungsmäßigkeit der Legal⸗Tender⸗Akte ausgesprochen.
— Eine neue brasilianische Post meldet, daß in Banda Oriental ein Waffenstillstand zu Stande gekommen ist. — In den Distrikten Cordova und Santa Fé rauben die Indianer ganze Heerden Zuchtvieh. 8
Alsien. Ueber den Fortgang der Looshai⸗Expedition veröffentlicht die »Times« folgendes Telegramm aus Cal⸗ cutta vom 15. d.: General Bourchier meldet am 12. Januar
24 Grad nördlicher Breite, 93 Grad westlicher Länge: »Alles wohl«. General Browalow befand sich am 10. Januar einen Tagemarsch von Sylor Savoonga entfernt. Oberst Mac⸗ pherson hat einen Ausflug nach Norden gemacht und ein stark verpallisadirtes Dorf erstürmt. Auf britischer Seite wurden ein Ghoorka getödtet und ein Offizier sowie neun
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8 Aus dem Wolff'schen Telegraphen⸗Büreau.
Wien, Donnerstag, 18. Januar. Die »Wiener Zeitung« veröffentlicht in ihrem amtlichen Theile die Ernennung des bis⸗ herigen diesseitigen Gesandten in Brasilien, Grafen v. Ludolf, zum Gesandten in außerordentlicher Mission bei der Pforte.
Triest, Donnerstag, 18. Januar. Der Lloyddampfer Hungaria« ist mit der ostindisch⸗chinesischen Ueberlandpost eute aus Alepandrien hier eingetroffen.
„London, Donnerstag, 18. Januar. Wie der »Times⸗«
erüchtweise aus Paris gemeldet wird, ist Thiers in Unter⸗ andlung mit dem Hause Rothschild in Paris, Thomas Giobs & Comp. in London, Sina in Wien und einem Hause n St. Petersburg getreten behufs Kontrahirung einer Anleihe von 3 Milliarden Francs effektiv. Dieselbe soll als 5prozen⸗ tige Rente mit dem Course von 87 ⅞ emittirt werden. Die Operation soll, wie weiter gemeldet wird, erst mit dem 1. Mai 1873 Ausführung gelangen. Wie die »Times⸗ hinzufügt, bedarf die Nachricht jedoch noch weiterer Bestätigung. Dublin, Donnerstag, 18. Januar. Gestern fand hier eine von etwa 2000 Personen besuchte Versammlung von Katholiken unter dem Vorsitz des Kardinals Cullen statt. Es wurden mehrere Resolutionen gefaßt, in welchen die nöthigen Fonds zur Förderung von Erziehungs⸗ und Unterrichtszwecken 86ö zur Errichtung einer katholischen Universität gefordert Petersburg, Donnerstag, 18. Januar. Der „Regierungs⸗
F 1
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Anzeiger« publizirt heute das Reichsbudget pro 187 2. E hehnsgen Faach 1 497,197,802, die Ausgadee 1 ubel, es ergiebt sich mithin ei ß 384221 Rubek. 8 “ 1 von
Die ⸗Annalen der Landwirthschaft in den Könia⸗ lich preußischen Staaten«, Nr. 5, haben folgenden Inhaft⸗ Preußen: Ueberweisung eines fiskalischen Grundstückes zur Errichtung eines Gebäudes für das landwirthschaftliche Museum und die mit der Universität verbundene landwirthschaftliche höhere Lehranstalt. Die Salzlager in Inowraclaw, Sperenberg und Seegeberg. — Deutschland: Die erste Einberufung des Reichs⸗Landwirthschaftsrathes. Die XXVIII. Versammlung deutscher Land⸗ und Forstwirthe. Der Einfluß des violetten Lichtes auf das Wachsthum der Pflanzen, der Schweine und der Stiere. Cirkular Nr. 7 des deutschen Fischerei⸗ vereins. Aus den Regierungsbezirken Cassel und Breslau. Literatur: Statistik des Landbaues; von Dr. Eduard Heiden. Land⸗ und forst⸗ wirthschaftliche Zeitung für das nordöstliche Deutschland. Besondere Meilsge zum Deutschen E Vermischtes: Zur Trichinose.
a üstung in Wiskonsin. Vereinsversammlungen. 2 — bericht. Viehpreise. Stärkepreise. — 1X“
b Kunst und Wissenschaft. 88
Berlin, 18. Januar. Im Königlichen Schauspielhause ge⸗ langte gestern Abend zur ersten Aufführung: »Der neue Achilles«, Schau⸗ spiel in 3 Akten von Josef Weilen. — Die Fabel des Stücks, welches bereits vor einiger Zeit auf dem Kaiserlichen Hofburgtheater zu Wien eine günstige Aufnahme fand, knüpft an den Mythos von Achilles an, der von seiner Mutter Thetis, um ihn seinem Schicksal zu ent⸗ ziehen, in Weiberkleidern verborgen, sich bei dem Könige Lycomedes von Scyros unter den Gespielinnen seiner Verlobten Deidamia auf⸗ hält und durch die List des als Kaufmann verkleideten, von Aga⸗ memnon abgesandten Odysseus daran erkannt wird, daß er aus den vorgelegten Waaren nicht weiblichen Schmuck, son⸗ dern Waffen wählt. Der AOchill des genannten Schauspiels ist der bekannte Feldherr Kaiser Leopold I., Graf Raimund Montecuculi sr. Berndal), der, durch Intriguen aus Wien vertrieben, sich nach Rom zu der ihm befreundeten Königin Christine von Schweden (Ir Erhartt) begiebt, an deren Hofe in Schweden derselbe bereits eine einflußreiche Stellung gehabt. Dort sucht ihn die einflußreiche Partei der Jesuiten an den päpstlichen Hof zu fesseln, da sie in ihm den thatkräftigen Mann erkennt, der ihren Zwecken förderlich sein werde. Bei dem Herandringen der Türken, die von Ungarn aus Wien bedrohen gilt es nun, einen tüchtigen Führer an die Spitze des Kaiserlichen Heeres zu stellen. Zu diesem Zwecke wird ein junger Offizier, Max von Wolffen, Rittmeister im Regiment Montecuculi (H. Robert) nach Rom gesandt, um den verborgenen Achilles ausfindig zu machen und nach Wien zurückzuführen, da die Bemühungen des Kaiserlichen Ge⸗ schäftsträgers in Rom, Freiherrn Josias von Mathei (Hr. Oberlaender) bis dahin erfolglos gewesen waren, denselben auch nur zu Gesicht zu bekommen. Dem kühnen jungen Manne gelingt es, die Machinationen des hinterlistigen Sekretärs der Königin, An⸗ tonio Marsedo, Mitglied der Gesellschaft »Jesu« (Herr Kahle) zu vereiteln. Graf Montecuculi, obgleich er der Königin sein Wort gegeben, sie nie zu verlassen, wird, da er von der Noth des Vaterlandes hört, in seinem Entschlusse schwankend, aber ein Gelübde hält ihn zurück: Er hat in einem Tournier zu Modena am Hose des Herzogs seinen treuesten Freund, den Grafen Manzani Herr Wünzer) unvorsichtiger Weise tödtlich verwundet und an dessen ager gelobt, nie wieder eine Waffe in die Hand zu nehmen. Der todt Geglaubte wird vom Grafen so tief betrauert, daß derselbe den Vor⸗
stellungen des Antonio Marsedo nicht abgeneigt ist und sich ganz dem
geistlichen Stande widmen will. Seine Wahl zum Kardi ist bereits vom Papste genehmigt, als Graf Manzani, lange ven 8 einem Kloster zurückgehalten und auf der Flucht nach Rom verfolgt, plötzlich dort erscheint, zum Grafen Montecuculi eilt und sich diesem u erkennen giebt. Dies, sowie die heimliche Ankunft der Verlobten es Grafen in Pagenverkleidung (Frl. Kühle) giebt bei dem Grafen den Ausschlag. Er fühlt sich seines Gelübdes entbunden, die Königin entläßt ihn mit dem Versprechen, ihm von dem Könige Ludwig XIV. Hülfe gegen die Türken zu erwirken.
Von den Darstellern ist besonders der Leistung des Hrn. Berndal
als Graf Montecuculi, zu gedenken, ferner der 8; charakterisirte
heuchlerische Antonio Marsedo des Herrn Kahle, di Heuschlerische A. 2 1 hle, die stolze, bigotte Königin Christine der Frau Erhartt und endlich der schwache 25658 Diplomat von Herrn Oberlaender zu erwähnen. Die neue, glänzende Ausstattung, sowie die Inscenirung durch den Direktor Femn eine wohl gelungene. Die Vorstellung, welcher Se. Kaiserliche und E“ der “ und andere fürstliche Per⸗ en beiwohnten, fand seitens des Publikums eine se eifälli Feee P sehr bei AMige Torgau. Das »Torgauer Kreisblatt« vom 9. Januar berichtet nachträglich über einen Geldfund, welcher am Ende des Juni 1870 beim Baggern in der Elbe unweit der Brücke bei Torgau gemacht worden ist. Die Maschine hob eine 10 Zoll hohe und etwa 5 bis 6 Zoll dicke achtseitige zinnerne Büchse herauf, welche durch einen 11“ als Griff dienenden Deckel versehen war iud auf einer der acht Seiten die Inschrift trug: DIESEKS IAHR ERORDN ETK. HAUPTELEUDE HANS GLUOK lund] HIRONI- . MUS SCHOBER 1636. Die von den Arbeitern darin vorgefundenen
508 Münzen bestanden aus 50 Speciesthalern, 28 ganzen und halben
Gulden 9.32 Drittel⸗ und Viertelgulden, 126 Viertel⸗ und Sechstel⸗ gulden, 27 Zwölftelgulden, 166 Vierundzwanzigstelgulde ¹, 82 verschie v““ 8 “ 8 8 1““ 8 8
denen kleineren Stücken und 2 Thalern je im Werthe von 1 ½⅔ Gulden. Die älteste der Münzen gehört dem Jahre 1514, die jüngste dem Jahre 1622 an. Dem Ursprunge nach sind sie sächsische, österreichische, spanische, braunschweigische, friesländische und holländische. Unter ihnen befinden sich als die historisch interessantesten 2 Siegesthaler, deren jeder nebst er Jahreszahl 1567 und zwei gekreuzten Schwertern folgende Inschrift trägt: »Tandem bona causa triumphat;. (Endlich triumphirt die gute Sache) und »Gotha capta supplicio de proscriptis imp. hostib obsess sumptu ceterisque fugatis Augustus D Saxo elector«. (Nachdem Gotha eingenommen, die Todesstrafe an den geächteten be⸗ lagerten Feinden des Reiches vollzogen und die Uebrigen in die Flucht vö worden waren, August, Sächsischer Herzog, Kurfürst). Dies ist eine Hinweisung auf die Grumbach'schen Händel, in welchen der genannte Kurfürst die Reichsacht zu vollziehen hatte, in Folge deren er Schloß Grimmenstein ein⸗ und den Ritter von Grumbach ge⸗ fangen nahm. —
Worms, 13. Januar. Dieser Tage wurden im Rhein ober⸗ halb Worms zwei große Röhrenknochen eines vorweltlichen Thieres (wahrscheinlich Mastodon giganteum) gefunden. Der grö⸗ ßere, ein Oberschenkelbein, mißt nahezu 5 Fuß in der Länge und wiegt 55 Pfund; der kleinere, ein Unterschenkelknochen, wiegt 15 Pfund. Die Gelenkflächen sind meist noch gut erhalten.
— Im Jahre 871 wurde Norwegen vom Könige Harald Haarfager gegründet, weshalb beabsichtigt wird, in dem jetzt begonnenen Jahre, giso tausend Jahre nach der Gründung des Reiches, ein aus großen Granitblöcken bestehendes Monument zu errichten.
Gewerbe und Handel.
. Berlin. Die Westend⸗Gesellschaft H. Quistorp u. Co. be⸗
sitzt nach ihrer im Inseratentheil des heutigen Blattes abgedruckten Jahresbilanz, auf welche wir verweisen, auf Westend noch 13,515, bei Reinickendorf 11,145, in der verlängerten Bismarckstraße 9475, am Kurfürstendamm 4480, zusammen 38,615 Quadratruthen Bau⸗ terrain (445,621 Quadratmeter).
— Die Dividende der Berliner Kammgarn⸗Spinnerei, Schwendy u. Co., Aktien⸗Gesellschaft pro 1871 wird, wie uns mit⸗ getheilt wird, 7 ½ pCt. betragen. .
Leipzig, 12. Januar. (»Dresd. Journal.«“) Vom Königlichen Gerichtsamte im Bezirksgericht Leipzig ist zu dem Vermögen der unter der Firma: »Sächsische Hypothekenbank in Leipzig⸗« in Leipzig bestandenen Aktiengesellschaft der Konkursprozeß eröffnet und in diesem der 17. Februar 1872 als Endtermin für die Anmeldung der Ansprüche gegen die Gesellschaft festgesetzt worden. Die Konkurs⸗
läubiger bestehen hauptsächlich in den Inhabern der von der genannten Gesellschaft emittirten, dermalen in dem Betrage von 7,783,080 Thlr. noch im Umlaufe befindlichen Pfandbriefe. Obschon nun die Auffor⸗ derung an die Gläubiger zur Anmeldung ihrer Ansprüche bis zu dem oben bemerkten Termine in mehreren Zeitungen vom Konkursgerichte um Abdrucke gebracht worden ist, glaubt das »Dr. * doch im Interesse er zahlreichen Inhaber solcher Pfandbriefe auf die erfolgte Kon⸗ kurseröffnung, sowie insbesondere auf den den Gläubigern bei der Unterlassung der Anmeldung drohenden Rechtsverlust aufmerksam machen zu müssen mit dem Bemerken: 1) daß die Anmeldung der Pfandbriefe möglichst bald und spätestens am Tage des Anmelde⸗ Termins, den 17. Februar 1872, bei dem Konkursgerichte zu erfolgen hat; 2) daß eine nachträgliche Anmeldung unbedingt unstatthaft und Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gegen eine Versäumniß aus⸗ geschlossen ist; 3) daß daher bei unterlassener oder auch nur verspäte⸗ ter Anmeldung die Inhaber von Pfandbriefen aller ihrer Rechte an die Konkursmasse verlustig gehen; 4) daß der Anmeldung die Pfand⸗ briefe im Originale beizufügen sind, sowie 5) daß alle Diejenigen, welche sich als Inhaber von Pfandbriefen anmelden, in Leipzig einen Bevollmächtigten zu bestellen haben, und daß zu empfehlen ist, sich zur Anmeldung der Ansprüche und sonstigen Wahrung der Rechte eines dortigen Rechtsanwaltes zu bedienen. 3 b
Mühlhausen, 11. Januar. Die »N. Mühlh. Ztg.“ schreibt: Unsere Industrie sah noch nie schönere Tage, als die gegenwärtigen; Tag und Nacht reichen nicht mehr hin, die eingehenden Bestellungen auszuführen, alle Vorräthe von fertiger Waare sind vergriffen, der letzte Faden ist aus den Magazinen verschwunden. Größere Fabri⸗
kanten bewerkstelligen die Ablieferung über die Grenze mit eigenen
Fuhrwerken, die sie sich zu diesem Zwecke angeschafft haben. Täglich. gehen große Fuhren nach Belfort und Mümpelgard. “ Wien, 17. Januar. Die Generalversammlung der Aktionäre der Nationalbankgenehmigte den Rechnungsabschluß pro 1871 sammt der bereits bekannten Dividende und ermächtigte die Bankdirektion, der verfassungsmäßigen Aenderung des Paragraphen 14 der Bank⸗ statuten zuzustimmen. 1 Brüssel, 17. Januar. Wie aus Charleroi gemeldet wird, dauert die Akbeitseinstellung in den Kohlengruben daselbst fort, ohne daß jedoch irgend welche Gewaltthätigkeiten vorgekommen sind; drei Bataillone Carabiniers sind dort eingetroffen. Die Direktoren der Gruben haben übereinstimmend beschlossen, den Forderungen der Stri⸗
kenden nicht nachzugeben. 88
Königliche Schauspiele.
FFXreitag, 19. Januar. Im Opernhause. (17. Vorst.) Der schwarze Domino. Oper in 3 Aufzügen nach Scribe. Musik
von Auber. Angela: Frau Lucca. Brigitte: Frl. Grossi. Lord Elfort: Hr. Salomon. Juliano: Hr. Woworsky. Ho⸗
18 ꝙ 9 8 atio: Hr. Anfang Per. M.) Pr.
X
Im Schauspielhause. (18. Abonn.⸗Vorst.) Zum 1. Male wiederholt: Der neue Achilles. Schauspiel in 5 Akten von Josef Weilen. Anf. 7 Uhr. M.⸗Pr.
Sonnabend, 20. Januar. Im Opernhause. (18. 895) Frithjof. Große Oper in 3 Aufzügen von Emil Hopffer. Musik von Bernhard Hopffer. Ballet von P. Taglioni. In⸗ Pbaeg. Fr. Mallinger. Sigurd: Frl. Lehmann. Helge: Hr.
etz. Frithjof: Pr. Niemann. König Ring: Hr. Fricke. Oberpriester: Hr. Behrens. Anf. halb 7 Uhr. Hohe Preise.
Im Schauspielhause. (19. Abonn.⸗Vorst.) Othello, der Mohr von Venedig. Trauerspiel in 5 Akten von Shakespeare. Anf. halb 7 Uhr. M.⸗Pr. 8
8 8 F111“ .
Telegraphische Witterungsberichte v. 17. Januar. St. [Bar. Abw Temp. Abw; Allgemeine
Mg Ort. P. L. v. M. R. vrv. M. Himmelsansicht 8 Constantin. 334,7 — 4,7 — NO., schwach. wen. bew. ¹)
6 Cöln 335,3 — 0,9 — 880., schwach. bedeckt.
7 Carlsruhe 334,0 — 0,8 — 8SO., schwach. bedeckt, Nebel.
18. Januar.
— 1,4 S., mässig. bedeckt.
4, 7 SSO., mässig. bewölkt.
S., lebbaft. bedeckt.
S., schwach. bedeckt. SSO., mässig. bedeckt. 2²) 8 SO., stark. bedeckt.
Wind.
Haparanda 333,0 — Christians. 324,5 — Hörnesand 331,8 — Petersburg 338,7 — Stockholm. 333,9 — Skudesnäs 324,8 — Frederikbh. — — S., stark. Helsingör. — — — S., lebhaft. Moskau 335,4 — — 7,1 — Windstille. Memel. 336,3 — 0,6 — 3,0 +0,6 0., schwach. Flensburg. 329,6 — 1,3 — S., lebhaft. Königsbrg. 335,8 — 1,3 — 2,8 +1, 4 SO., stark. Danzig .335,2 —1,8 — 3,4 9- 0, 5 es bedeckt. Purbus 329,4 —5,3 — 2,9 — 0,9 80., stark. bewölkt. Kieler Haf. 331,8 — 0,7 — SSW., lebhast. bezogen. Cöslin 333,9 — 2,2 — - 1,9 S., schwach. bedeckt. Wes. Lchtt. 328,2 — S., heftig. Regen. Wilhelmsh. 328,2 — SW., mässig. Regen. Stettin 334,0 — 3,3 — 0, SO., mässig. sheiter. Gröningen 328,8 — S., mässig. bedeckt.
heiter.
bedeckt.
bedeckt, Regen. bedeckt.
Bremen 329,3 — SSW., heftig. bedeckt. Helder. 327,6 — 4,2 — SSW., s. stark. Berlin 332,2 — 3,0 — 2,6 —0,6 S0., mässig. heiter. Posen 332,3 — 3,1 — 3,6 —0,5 0., mässig. trübe. Münster .. 327,4 — 7,5 4,1 +₰4,s SW., schwach. trübe, Reg Torgau 329,8 —4,3 — 2,8 — 0,7 SO., lebhaft. heiter. 8 Breslan 329,3 — 3,2 — 4,3 - 1,2 S0., schwach. heiter. Brüssel 329,9 — 3,8 — SW., schwach. bewölkt. Cöln 329,7 —5,4 2,9 + 2,s8 SSW., lebhaft. trübe. Wiesbaden 328,5 — 0,s — 80., schwach. bedeckt. ³) Ratibor 326,7 —3,6 0,0 +₰ 4,6 S., mässig. bedeckt. Trierx 324,5 — 7,7 3,3 + 2,;6 SO., stark. trübe, Regen. Carlsruhe 333,5 — — 0,3 — 0. sehr bewölkt. ⁵) 1) Gestern Regen. ²) Max. — 0,4. Min. — 1,6. ³) Gestern Nach- mittag SS0. mässig. ⁴) Gestern Nachmittag S. mässig. Strom S. Strom S. ³) Gestern dichter Nebel. ⁴) Nebel, Reif.
00 ℛI0 LUlNxIRSrxsggLvNNNG
8
S S ½ N
00 S x& *
. Produkten- und Waaren-Börse. Berlin, 18. Januar. Marktpr. (nach Ermitt. d. K. Poliz.-Präs.)
Von Bis Mittel Von Bis thr sg. Pf. thr'sg. pf. Ithr'sg. pf. sg. pf. Weiz. 50 KiI. 3 12 — 4 6, — 3 24 — Bohnen Lit.] 2 4 Roggen 225 6 2 25 8 2 25 7Kartoffeln — 7 gr. Gerste 3 1 6 2 20 3 Rindfl. 500 G./ 4 — . z2. W.- ——— N—— schweine V Hafer 2u 1. 2 4 6 215 — 2 9 9 feisch 88. Heu Centr. ———— —— — Hammelfl — Stroh Schck. — Kalbfleisch — 6 Erbsen Lit. — — 2 4— 2 — Butter 500 G. 9—6 1 8 278 Eier Mandel] 8,—
Linsen 4— 3 —— Berlin, 18. Januar. (Nichtamtlicher Gatreide- bericht.) Weizen loco 68 — 84 Thlr. pr. 1000 Kilog. nach Qual., r. April-Mai 79 ⅞ Thlr. bez., Mai-Juni 80 ¼ Thlr. bez., Juni-Juli 80 ½ Thlr. bez.
Roggen loco 56 — 58 Thlr. gefordert, neuer 56 ¼ — 57 ½˖ Thlr. ab Bahn bez, pr. Januar 56 ¼ Thlr. bez., Januar.- Febr. 56 ⅞ Thlr. bez., April-Mai 56 ¼ — ½ — ½ Thlr. bez., Mai-Juni 56 ¾ — ⅞ Thlr. bez., Juni-Juli u. Juli-August 57 ¼ Thlr. bez.
Gerste, grosse und kleine à 46—-61 Thlr. per 1000 Kilogr. 3 Hafer loco 42 — 50 Thlr. pr. 1000 Kilogr., märker 47 — 48 Thlr. ab Bahn bez., pr. April-Mai 47 ½¼ Th'r., Mai-Juni 48 Thlr.
Erbsen, Kochwaare 52 — 58 Thlr., Futterwaare 48 — 51 Thlr. Rüböl loco 27 5 Thlr. pr. Januar u. Januar-Februar 27 ¼ Thlr., April-Mai 28 ¼⁄12 — 28 Thlr. bez., Mai-Juni 28 ½¼ — Phlr. bez.
Petroleum 13 ½ Thlr., pr. Januar, Januar-Februar u. Februar-
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März 13 Thlr. bez. u. Br.
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