1872 / 134 p. 8 (Deutscher Reichsanzeiger, Mon, 10 Jun 1872 18:00:01 GMT) scan diff

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erpachtungen, 728] 1

Kloster⸗Neuburger Stifts⸗Weine.

Durch besondere Protektion ist es mir gelungen, von den v züglichen Weinen des berühmten Stiftes Kloster⸗Neuburg ein Lager zu erhalten. b

Ich liefere diese edlen Weine in Gebinden à 20 und 40 österr. Maaß = 49 preuß. Quart, je nach den verschiedenen Jahrgängen zum Preise von 24, 30, 32, 45, 54 bis 84 Gulden; in Flaschen von 50 Kreuzer bis Fl. 1. 80 Kr. österr. Währung. Den Herren Geist⸗ lichen sind diese Weine als Meßweine besonders zu empfehlen.

8 89 Qualität übertreffen dieselben jeden Rheinwein des gleichen reises.

Ungar⸗Weine liefere von Fl. 16 angefangen bis zu den höch⸗ sten Preisen. 1— 86 6““

Preiscourante stehen zu Diensten.

Submissionen

1 1e“ 11“ b““ Auch der kleinste Auftrag auf Flaschenweine wir effektuirt,

ine und unverfälschte Weine wird garantirt. Aufträge erbi ich die Wein⸗Exporthandlung von

H. Kolck,

in Troppau, Oestr. Schlesien.

Verloosung, Amortisation, 1weaer eäxg u. 1 apieren.

von öffentlichen

[1661] 8 Von den in Gemäßheit des Allerhöchsten Privilegiums vom 20. Dezember 1865 im Gesammtbetrage von 100,000 Thlr. ausge⸗

gebenen fünfprozentigen Kreis⸗Obligationen des

Neustaͤdter Kreises sind pro 1872 folgende Stücke ansgeloost: Littr. B Nr. 65 über 500 Thlher. C. Nr. 44 » 100 Nr. 65 » Nr. 70 » Nr. 71 » Nr. 98 » 0. Nr. 152 » . Diese ausgeloosten Obligationen werden den Inhabern mit der Aufforderung gekündigt, den darin vorgeschriebenen Kapitalbetrag

bis zum ͤ. Juli d. J. gegen Rückgabe der Kreis⸗Obligationen mis den dazu gehörigen, nach dem 1. Juli 1872 fälligen Zins⸗Coupons und Talons entweder bei der hiesigen Kreis⸗Kommunal⸗Kasse oder der Privat⸗Aktienbank in Danzig, den Herren A. H. eymann & Co. in Berlin, dem Herrn S. A. Samter in önigsberg baar in Empfang zu nehmen. Nach dem 1. 1872 werden diese ausgeloosten Obligationen nicht weiter verzinst. Die bei der Einreichung fehlenden Coupons werden vom Kapital in Abzug gebracht. ..“

Neustadt W. Pr., den 18. Mai 1872. Die Kr brcheiae. . Nahätcttis nt sen

WWE Vormbaum, Landrath.

Königliche Niederschlesisch⸗Märkische Eisenbahn⸗ Die am 1. Juli a. c. fälligen Zinsen der Niederschlesisch⸗ Märkischen Eisenbahn⸗Stamm⸗Aktien, Prioritäts⸗Aktien und Priori⸗ täts⸗Obligationen werden im Auftrage der Königlichen Hauptverwal⸗ tung der Staatsschulden schon vom 15. dieses Monats ab: in Berlin bei der Hauptkasse, in Breslau, Liegnitz und Frankfurt a. O. bei den Stationskassen der diesseitigen Eisenbahn, an den beiden letzten Stellen aber nur bis zum 8. Juli a. c. in den Wochentagen von 9 bis 1 Uhr Vormittags, in Berlin mit Ausnahme der drei letzten Tage eines jeden Monats bezahlt.

Die Coupons sind zu diem Behufe nach den einzelnen Gattun⸗ gen und Fälligkeitsterminen geordnet, mit einem von dem Präsen⸗ tanten unterschriebenen, die Stückzahl jeder Gattung und deren Geld⸗ 1eheng im Einzelnen und im Ganzen angebenden Verzeichnisse ein⸗ zureichen.

Von den vorbezeichneten Kassen werden vom 1. Juli cr. ab gleichzeitig auch die nach der Bekanntmachung der Königlichen Haupt⸗ ve der Staatsschulden vom 13. April cr. ausgeloosten und gekündigten

331 Stück Niederschlesisch⸗Märkische Eisenbahn⸗Prioritätsaktien Ser. I. à 100 Plsge und 262 Stück Niederschlesisch „Märkische Eisenbahn⸗Prioritätsaktien Ser. II. à 62 Thlr. gegen Quittung und Rückgabe der betreffenden Aktien mit den dazu gehörigen nicht mehr zahlbaren Zinscoupons Ser. V. Nr. 4 bis 8 und Talons realisirt werden. 8 Berlin, den 8. Juni 1872. Köͤnigliche Direktion der Niederschlesisch⸗Märkischen Eisenbahn.

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Verschiedene Bekanntmachungen.

1 Vom 15.

. 2, -

Juni bis ultimo Okt öber cr.

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werden Billets II. und III. Klasse

„a) von Berlin (Berlin⸗Lehrter Strecke) nach Thale und Wernigerode Va Stendal,

ausgegeben, Ausgabe ab, berechtigen. Klasse fuͤbren,

Bei Hin⸗

nach Thale und Wernigerode welche zur einmaligen Rückfahrt innerhalb s und Ruͤckfahrt koͤnnen alle benutzt werden (excl. Expreßzuͤge).

8

w

chs Wochen, vr Zuͤge, welche die betreffende Die Rückfahrt darauf kann von allen

*

Stationen unserer Bahnen zwischen Thale oder Wernigerode und Oschersleben oder Ballen⸗

stedt und Vienenburg, angetreten werden. Der Fahrpreis beträgt:

ad a. II. Klasse 6 Thlr., III. Klass Klasse 2 ½ Thlr., IIMI. Klasse 1 Thlr. 25 Sgr.

fund Freigepäck werden gewährt. Berlin und Thale findet zweimalige taͤgliche Befoͤrderung ohne

in unse en Billet⸗Expeditionen Berlin (Berlin⸗Lehrter Bahnhof) und

ad b. II.

wechsel statt.

116“

Thlr.

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Magdeburg (Magdeburg⸗Halberstaͤdter Bahnhof) zu erfahren.

den 15. Mai 1872.

Magdeburg,

116“

hauses.

Wagen⸗

2 8 8 8 8

wegen seiner überaus reizenden Aussicht stets ein IIe für Touristen ist, so dürfte es in Zukunft auch das Ziel manches Leiden⸗ den werden, der hierselbst Stärkung und Kräftigung seiner ange⸗ griffenen Gesundheit zu sinden hofft. Ein Verein von Aerzten aus rankfurt und der Umgegend ist der Ansicht, daß Falkenstein vermöge einer hohen Lage und in der Nähe Wälder, dabei durch die umliegenden Berge gegen rauhe Winde geschützt und nur nach Süden zu offen, sich wie vielleicht kein zweiter als klimatischer Kurort eigne und beabsichtigt demgemäß, noch in diesem Sommer einen diesbezüg⸗ lichen Versuch zu machen. Bereits sind mehrere Wohnungen an Fremde vermiethet und ist man gegenwärtig mit der Aufstellung eines adehäuschens beschättigt. Entspricht der Erfolg den Erwartungen, so soll noch in diesem Jahre mit dem Baue eines größeren Kur⸗ und adehauses begonnen werden.

Neuenahr. Bekanntlich giebt es nur wenige Badeorte, welche einen so raschen und en Aufschwung in der Frequenz und in der Lokalentwickelung aufweisen können, wie Bad Neuenahr. Die außergewöhnliche e in der Frequenz verdankt das Bad aber abgesehen von der jeder alkalischen Therme eigenthümlichen Heil⸗ kraft bei chronischen Katarrhen, Rheuma und Gicht u. s. w., baupt⸗ sächlich der nach neunjährigen sorgfältigen Erfahrungen nicht mehr anzuzweifelnden Thatsache, daß sein großer Sprudel sich als ein Spezificum bei Diabetes, Gries, Gallenstein und chronischen Diarrhöen erweist. Als eine der selbstverständlichen Folgen dieser gesteigerten Frequenz macht sich die Lokalentwickelung vortheilhaft geltend. Die Wiederbesucher Neuenahrs werden sich in diesem Jahre insbesondere angenehm überrascht finden durch die vielen Wegebesserungen und Bauten aller Art. Unter letzteren verdienen Erwähnung die zierliche evangelische Kirche und die neue eiserne Parabol⸗Hängebrücke über die Ahr, beide Bauten ganz in der Nähe des Kur⸗Hotels. Der Kirchen⸗ bau wurde durch ein Gnadengeschenk Sr. Majestät des Königs, durch Kollekten und durch im Kur⸗Hotel veranstaltete Concertergebnisse er⸗ möglicht, der nöthige Brückenbau durch die Munificenz des rheinischen Provinzial⸗Landtages. Die dem Bade Neuenahr in hohem Grade gewordene mesee s Werthschätzung beweist der von Jahr ga Jahr zunehmende Besuch Genesung Suchender aus allen Theilen Europas und aus überseeischen Ländern.

Reichenhall reiht sich mehr und mehr den bedeutenderen Bade⸗ orten an. Im letzten Jahre, dem fünfundzwanzigsten seines Be⸗ stehens, sind 5055 Kurgäste dort gewesen, zu denen Preußen mit 1607 das größte Kontingent stellt. Es schließt sich ihm am nächsten an Bayern mit 1216. Sehr steigt das Bad auch in Oesterreich an An⸗ sehn. Es waren im vergangenen Sommer 735 österreichische Gäste

ekommen und weiter 441 Russen, 215 Sachsen, 185 aus den freien Städten, 137 aus Württemberg, 82 aus England, 49 aus Amerika, 68 aus Baden ꝛc. ꝛc. Bemerkt sei noch, daß es aus China und der Türkei je 2, aus Ostindien 1 Kurgast gab.

Eine große Annehmlichkeit ist, daß der neue Schlangenweg durch das Kirchholz auf dessen Höhe und so nach Groß⸗Gmain, vollendet ist. In ein paar Minuten erreicht man von Achselmanstein aus den prächtigen Fichtenwald und wandelt, kaum merklich steigend, in seinem duftigen, kühlen Schatten, Glieder und Lungen stärkend. öec laden Sitze zu längerem Weilen in der herrlichen Waldes⸗ luft ein.

Das große Kurhaus Achselmanstein st ht nach wie vor an der Spitze aller Etablissements und sieht in seinen schattigen Gärten schon Morgens während der Trinkstunden die große Masse der Badegäste versammelt. Neben der Molke werden im Kurgarten die verschieden⸗ sten Brunnen geschänkt, die man stets in frischer Füllung findet. Der große Speisesaal und der Garten bilden auch Abend den Hauptsammelplatz der Gesellschaft, für die an den Nachmittagen, wo Concerte sind, in der hohen Saison freilich kaum Raum genug sich findet. Ein besonders beliebter Zielpunkt für kleinere Spazier⸗ gänge am Nachmittag ist das Lehn, welches als Vorwerk der Kur⸗ anstalt Achselmanstein dient.

Von besonderer Wichtigkeit ist eine Aenderung der Vorrichtungen zu Inhalation der Sooldünste an dem Gradirhaus.

Um die Gradirluft zu genießen, spazierte man süütder auf den Promenaden und schmalen Holzstegen zu beiden Seiten des Gradir⸗ Die an den Dornwänden herabtropfende Soole fiel auf einen nach Außen geneigten, 11 Fuß breiten hölzernen Boden, der etwa noch 5 Fuß über der Erde sich befagh und von dort aus abspringend verbreiteten sich die Tröpfchen in der Luft. Jetzt hat man den schiefen Holzboden in eine gerade Galerie zum Gehen verwandelt, auf welche Stufen hinaufführen. Zwischen der Galerie und der Dornwand bleibt ein Swischenraum von 2 ½ Fuß, durch welchen die Soole, die auf ein kurzes Brett auftropft, gleich in das Reservoir abfließt, ohne die Galerie direkt zu benetzen. Die Galerie ist gut 8 Fuß breit und läuft auf beiden Seiten des Gradirhauses hin, mit Sitzbänken in passenden . zwischen den Säulen. Man hat dadurch auf jeder Seite eine erhöhte und oben gedeckte Promenade von 500 Fuß Länge gewonnen, mit der freiesten Aussicht über beide Seiten des Thales. Da das Gradirhaus nahezu zwischen Ost und West sich erstreckt, so kann man je nach Bedürsniß Sonne oder Schatten auf⸗

suchen und ist, obgleich ganz im Freien, doch vor Regen geschützt.

„Nach der kürzlich veröffentlichten Arbeit von Gorup⸗Besanez in Er⸗ langen, zu der Dr. Lender's (Berlin) Beobachtungen in Kissingen Anlaß gaben, befördert die herabträufelnde Soole die Bildung des Ozons in hohem Grade und ist die neue Einrichtung daher von

großem Werth für diejenigen, welche die Gradirluft benutzen.

„Liebenstein, Mineralbad, Molkenkur und Wasserheilanstalt, hat seine Saison am 19. v M. eröffnet. Dasselbe liegt in einer der

schönsten Gegenden Thüringens am südwestlichen Abhange des Thü⸗

ringer Waldes, 1 Stunde von Immelborn (Werra⸗Eisenbahnstation) ent ernt, in der Näbe von Schloß Altenstein, Eisenach, Inselberg ꝛc. 1031 Fuß über der Meeresfläche. Der Gesundbrunnen ist erdig⸗sali

nisches Eisenwasser von salzig prickelndem, eisenhaltig zusammen

ziehendem Geschmack und einer Temperatur von 8, 70 R. Er enthält

in 1 Pfund Wasser 26 Kubikzoll Kohlensäure, 2 Gran kohlensaures Eisen, Gran Kalkerde und 2 Gran schwefelsaures Natrum und wird getrunken und in Bädern angewendet. Außer den Stahlbädern werden auch Sool⸗ und Eisensool⸗, so wie Fichtennadelbäder ver⸗ abreicht. 81 1 Prag, 6. Juni. Zufolge einer telegraphischen Beschwerde über mehrere bei der Fahrt des Zuges Nr. 34 der Kaiser⸗ Franz⸗Joseph⸗ Bahn zwischen Eger und Marienbad am 24 Mai vorgekommene Unzukömmlichke ten hat der Handels⸗Minister Anlaß genommen, im Interesse des die böhmischen Bäder besuchenden Publikums die Anordnung zu treffen, daß zur Vermittlung des Verkehrs zwischen en; ve e eenbe db b 48 1Höö Manipula⸗ ions⸗Lastenzüge mit Personenbeförderung Lokal⸗Personenzüge ei geführt werden. 8 üg 11“

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—— Marienbad’'s Umgebung scheint dem Inslebentreten neuer Kurorte günstig zu sein. Das benachbarte Königswart erwirbt sich durch seine trefflichen Eisenquellen einen steigenden Ruf, und wird jetzt als klimatischer Kurort für Rekonvaleszenten und schwächliche Personen empfohlen. Das unweit gelegene Sangenberg bringt seine Eisenwässer gleichfalls zur Geltung, und wird von den Be⸗ wohnern daselbst viel geleistet, um die Trink⸗ und Badeanstalt in weiteren Kreisen bekannt zu machen. Jetzt entsteht abercmals ein neuer Kurort in Neudorf bei Weseritz, und hat sich eine Aktien⸗ gesellschaft zur Hebung dessselben bereits gebildet. Auch dort giebt es Eisenwässer und wird namentlich das Moor als heilkräftig gegen rheumatische Zustände gerühmt.

Schönfels, klimatischer Kurort, liegt etwa 1 ½ Stunde von der Kantonhauptstadt Zug entfernt, auf dem weiten Plateau des Zuger⸗ berges, welches bezüglich des Aufenthaltes soviele Vorzüge vereinigt, daß schon vor einer längeren Reihe von ahren eine Anstalt für klimatische Kuren Felsenegg auf demselben errichtet wurde, die ich eines starken Zuspruchs erfreut und welchen Umständen nun auch as seit etwa 4 Jahren bestehende Schönfels ein rasches Emporblühen zu verdanken hat.

Eine kräftigende Luft, leichte Zugänglichkeit zu Fuß, Pferd und Wagen, reiche Vegetation, treffliche Milch, ferner die mannigfache Ge⸗ legenheit zu 8 lohnenden Touren, und vor Allem die herrliche Fensich nach den gewaltigen Bergriesen des Urnerlandes und Berner

bberlandes, sowie einem Theile des Vierwaldstätter⸗ und Zugersees, wie sie sich hier malerischer als kaum anderswo darbietet dies sind die Momente, welche von Jahr zu Jahr nicht nur immer mehr Kur⸗ gäste, sondern auch eine große Anzahl Touristen auf die wirthlichen und freundlichen Höhen dieses Berges hinaufführen. Außer der Bergluft sind hier als Kurmittel Kuh⸗ und Ziegenmilch, Trauben, Erdbeeren, einfache und medizinische Bäder zu nennen; die entsprechen⸗ den Einrichtungen sind von der Verwaltung mit Verständniß und vielem Geschmack geschaffen und dürften selbst ausgedehnteren An⸗ forderungen Genüge leisten.

Das Kurgebäude, frei und reizend gelegen, in gefälligem modernem Style, mit elegant eingerichtetem Speisesaale, Damensalon, Kaffee⸗ und Rauchzimmern, bietet Raum für über 10, Kurgäste, ebenso ist anderweitig für comfortable Wohnungen zu mäßigen Preisen in aus⸗ reichendster Weise gesorgt.

Die eigenthümlich günstigen Temperaturverhältnisse gestatten den Aufenthalt bequem bis Ende September, bisweilen sogar eine Fort⸗ setzung der Kur bis Mitte Oktober.

Aus dem Orient. Hermann Dalton reiste im Sommer 1868 über Wien ins heilige Land. Er besuchte außer den heiligen Stätten auch Bairuth, Damaskus, den See Genezareth, das Todte Meer und kehrte über Aegypten und das Engadin in den Norden zurück. In einer Reihe von Vorträgen schilderte er seinen Freunden mündlich die Erlebnisse und Eindrücke seiner Reise und legt diese Vorträge, nachdem er sie in stillem Landaufenthalte zu Kablowka bei St. Peters⸗ burg weiter ausgearbeitet, in den bei Schmitzdorf in St. Petersburg 1871 erschienenen »Reisebilder aus dem Orient“⸗ nieder. In dem Vorworte sagt er von der Aufgabe der gewöhnlich im raschesten Fluge ausgeführten Reisen unserer Zeit: »Es gilt die kurze Frist auszubeuten, nicht nur durch starke Beschränkung der Ruhe und durch Willigkeit, ermüdende Strapazen gern auf sich zu nehmen, mehr noch durch zweckmäßige Vorbereitung auf die Reise und Ausbeute der ge⸗ wonnenen Resultate. Die Neise selbst nimmt dann nur den kleineren Theil der Zeit in Anspruch.« Der Abschnitt »Auf und in der Pyramide« enthält eine Zusammenfassung dessen, was die Forschungen über die Pyramiden bis jetzt zu Tage gebracht haben; der Abschnitt: „die evangelischen Missionsbestrebungen im gelobten Lande« ist ein feingezeichneter geschichtlicher Abriß; in anderen Kapiteln waltet das erzählende Element vor.

Königsberg, 8. Juni. Am 6. d. M. Mittags entlud sich hier

ein starkes Gewitter, mit wolkenbruchähnlichen Regengüssen. Dasselbe

war von einem starken Hagelschlag begleitet, so daß diejenigen Ge⸗ treidefelder, welche davon getroffen, vernichtet sein werden.

Rom, 9 Juni. Aus Ferrara wird hierher gemeldet, daß die

Ueberschwemmung des Po eine Ausdehnung von 90 Kilometern erreicht hat und gegen 22,000 Personen obdachlos geworden sind.