— AvAIwEE Hsenchvsüer.
85 öI1 1u 8 b114“ 8 . 8
— Der sächsische Forstvere n hielt seine Jahressitzung vom 10.— 12. d. M. 8 Bche,de besucht von etwa 300 seiner Mitglieder und von der Stadt herzlich aufgenommen, ab. Auch aus Böhmen und Schlesien waren Vertreter der dortigen Forstvereine anwesend. Die am 12. d. M. stattgefundene Exkursion des Vereins erstreckte sich über das Kreier und Moritzburger Revier nach Moritzburg. Als Versammlungsort für nächstes Jahr ist Schneeberg gewählt worden. Gewerbe und Handel.
2 8 1
Cöln, 15. Juni. W. T. B.) Von komgpetenter Seite wird
mitgetheilt, daß weder die Cöln⸗Mindener noch die Rheinische
Eisenbahn⸗Gesellschaft Depots bei irgend einem Bank⸗Institute
habe. Die an der Berliner Börse verbreiteten Gerüchte, daß die
großen rheinisch⸗westfälischen Eisenbahn⸗Unternehmungen bei einem
großen rheinländischen Institute umfangreiche Depotkündigungen vor⸗ genommen hätten, sind also unbegründet.
*
8 8
Weimar, 14. Juni. Hder . markt ist reichlicher befahren, als der vorjährige. Bis heute früh waren gegen 4000 Ctr. zugeführt. Geringere Qualität erzielte höhere Preise, für bessere trat eine kleine Ermäßigung ein. Die Preise stellten sich auf 56 — 66 Thlr. pr. Etr. Der Verkauf geht flott von
atten. 8 — Der Verbandstag der Thüringer Erwerbs⸗ und Wirthschaftsgenossenschaften wird am 16. und 17. d. Mts. in s ö. werden, woran auch Hr. Dr. Schulze⸗ Delitzsch theilnehmen wird.
g. e 14. Juni. (W. T. B.) Heute hat hier eine außer⸗ ordentliche Generalversammlung der Aktionäre des Qrédit mobilier stattgefunden. Dieselbe genehmigte den Austritt Philipparts aus dem Verwaltungsrathe. Der Geschäftsbericht der abtretenden Verwaltung wurde gleichfalls genehmigt und sodann sämmt⸗ liche von dem Baron Emile Erlanger vorgeschlagenen Kandidaten in den neuen Verwaltungsrath gewählt. Derselbe besteht demnach aus
(W. T. B.) Der diesjährige Woll⸗
5 1“ 82
folgenden Mitgliedern: Emile Erlanger, Briavoine, Commandeur Galotti, Baron Montagnac Lord Montagut, Hay, Obermayer und Troplong.
Verkehrs⸗Anstalten⸗
Görlitz, 14. Juni. (W. T. B.) Die landespolizeiliche Ab⸗ nahme der deihhe den,⸗ Bahn findet am 17. d. M. statt. Die Eröffnung der Bahn soll am Anfange des nächsten Monats erfolgen.
— Nach einer Anzeige der Direct United States Cable Company ist das Tiefseekabel dieser Gesellschaft vollständig ge⸗ legt und mittelst desselben eine direkte telegraphische Verbindung zwischen England und den Vereinigten Stäaaten hergestellt worden. In wenigen Tagen wird das Kabel dem öffentlichen Verkehr über⸗ geben werden. 8
— Wie man den „H. N.“ aus Christianig, 10. Juni, schreibt, hat das Storthing den Bau einer Eisenbahn von Bergen nach Vossevang und von Drammen nach Skien beschlossen.
Prozeßverhandlung gegen den Grafen von Arnim. Berlin, 15. Juni. Erster Sitzungstag. Die zweitinstanzliche Verhandlung gegen den Grafen von Arnim wurde heute Vormittags um 9 Uhr vor dem Kriminalsenat des „Kammergerichts hierselbst eröffnet. Den Gerichtshof bilden: die Kammergerichts⸗Räthe Steinhausen, als Vorsitzender, Mebes, als Re⸗ ferent, Schubert, Lüty und der Stadtgerichts⸗Rath Volkmar, als Beisitzer. Die Staatsanwaltschaft vertritt der Ober⸗Staatsanwalt on Luck. Die Verhandlungen finden im kleinen Saal des Kammer⸗ erichts statt. ichc stttt. aie ist nicht in Person erschienen. Als Vertheidiger desselben funßziren die Rechtsanwälte Dockhorn und Munkel. “ Der Vorsitzende verlas ein Schreiben des Grafen von Arnim, in walchem dersglbe anzeigte, Zaß er die Vorlgdung erhalten haße-aber duxch. Krankheit zu erscheinen, verhindert sein werde. Der Ober⸗Staats⸗ anwalt beantragte, die Verhandlung in Abwesenheit des Angeklagten vorzunehmen. Der Vorsitzende stimmte diesem Antrage zu und er⸗ theilte dem Referenten das Wort zur Darstellung der Sachlage. Der Referent gab einen kurzen Umriß von der Beschäftigung des Ange⸗ lagten im Staatsdienste und ging dann zum Gegenstand der An⸗ klage über. (Schluß des Blattes.) “
Berliner Rennbahn zu Hoppegarten.
Sommer⸗Meeting. Erster Tag. EEE111FSIunni 1975.
Die Sommerrennen haben am Sonntag in Hoppegarten ihren Anfang genommen. Sie waren gut besetzt, wurden glänzend ge⸗ ritten und erhielten überhaupt die Zuschauer in fortwährender Spannung. Was die Arrangements bei den von etwa 4. bis 5000 Personen besuchten Rennen, denen auch der Minister für die landwirthschaftlichen Angelegenheiten Dr. Friedenthal bei⸗ wohnte, anbetrifft, so waren dieselben im Allgemeinen denen der frühe⸗ ren Meetings gleich. Das Richteramt hatte Hr. Kammerherr v. Prillwitz übernommen, als Schiedsrichter fangirten die Herren Fetnmet v. Below, Assessor U. v. Oertzen, Kammerherr v. Prillwitz, Vize⸗Ober⸗Stallmeister v. Rauch und Graf Wilamo⸗ witz⸗Möllendorff. Als ihre Stellvertreter fungirten die Herren Julius Espenschied, v. Kardorff⸗Wabnitz, Frhr. J. v. Lands⸗
erg, Oberst v. Rauch und Frhr. M. v. Tschirschky. — An der Laage fungirten die Herren Rittmstr. F. André, Graf G. Lehn⸗ orff und v. Kardorff, als General⸗Sekretär Frhr. v. Thiel⸗ mann; das Abreiten halte wieder Hr. H. Wackerow übernommen, und die Mitglieder der Kommission zur Entscheidung über die Quali⸗ fikation der Pferde, die für Staatspreise genannt sind, waren die Herren Rittmstr. v. Below, v. Schwichow und v. Treskow⸗ “ Die Rennen wurden ziemlich pünktlich und in nach⸗ stehender 1“ 8 ohne jeden Unfall. Zunächst begann um hr Nachmittags: . 3 Za b“ der Stuten. Klubpreis 1500 ℳ Für 2. und 3⸗jähr. inländ. und österr.⸗ungar. Stut. 75 ℳ Eins., ganz Reug. Dist. 1000 Meter (zweijähr. B.). Dem zweiten Pferde die Hälfte der Eins. und Reug. Zu nennen bis 1. Juni. Von 14 zu dem Rennen genannten Pferden wurde für Carmin, Neudau, Florinde und Germania Reug. gezahlt. Am Start erschienen zehn Pferde, voon denen nach einem brillanten Rennen mit einer guten Länge des Grafen H. Henckel sen. 2 jähr. F.⸗St. Elena, 53 Kg. (Busby) als Siegerin, des Fürsten Hohenlohe⸗Oehringen 3 jähr schwbr. St. Romni, 69 Kg. (Madden) als zweites, und eine halbe Länge hinter dieser des HK. Haupt⸗Gestüts Graditz 3 jähr. br. St. Jungfrau, 67 Kg. (E. Fisk) als drittes Pferd einkam, Zeit 1 Min. 5 Sek. Werth des Rennens 2025 ℳ für Elena, 525 ℳ für Romni. Um 4 ⅛ Uhr folgte: 3 II. Unions⸗Rennen. Rennzeit 1875. Staatspreis 9000 ℳ ür 3jähr. in Deutschland und der österr. ungarischen Monarchie im Jahre 1872 geb. Hengste und Stuten, 300 ℳ Einsatz, halb Reug. Dist. 2800 Meter (Gr. B.), dem zweiten Pferde 1500 ℳ aus den 8 Einsätzen und Reugeldern, das dritte Pferd rettet seinen Einsatz Geschl. 1. August 1873. Zu dem Rennen waren 51 Pferte genannt, von denen jedoch für 46 das Reugeld gezahlt wurde, so daß nur fünf am Ablauf erschienen, und von denen nach einem selten schönen Kampfe icher und im Kanter mit einem Vorsprung von einer Länge als Sieger einkam, des Capt. Blue F. H. Schwindler 56 Kg. (Metcalf), den zweiten Platz erhielt des Fürsten Hohenlohe⸗Oehringen br. H. Miechvwitz 56 Kg. (Madden), und als drittes Pferd wurde placirt des Hrn. Jul. Espenschied schw. H. Pflastertreker, 56 Kg. (cittle). Zeit: 3 Min. 48 Sekunden, Werth des Rennens: :15,600 ℳ für Schwindler, 1500 ℳ für Miechowitz und 300 ℳ für Plastertreter. Es folgte um 5 Uhr: 3
III. Silbernes Pferd, von Sr. Majestät dem Hochseligen Könige als Kronprinz und Klubpreis 2400 ℳ Handicap für 3 jähr. u. ältere Pferde aller Länder. 150 ℳ Eins., 75 ℳ Reug., jedoch nur 380 ℳ, wenn das Handicap bis 1. Juni nicht angenommen wird. Dist. 3200 Meter (Gr. B.), dem zweiten Pferde die Hälfte
der Eins. und Reug. bis 900 ℳ, abzüglich eines einfachen Eins. für as dritte Pferd. Der Sieger erhält den Besitz des silbernen Pferdes auf ein Jahr und muß dasselbe im nächsten Jahre auch bei ver⸗ änderter Proposition vertheidigen oder 150 ℳ als Reug. zahlen. Zu nennen bis 11. Mai. Vertheidiger von 1874: Frhr. v. Oppenheim. 13 Pferde hatten das Rennen angenommen, von denen sechs das Reug. on 30 und drei das Reug. von 75 ℳ zahlten. Die übrigen vier Pferde erschienen am Pfosten und kam von ihnen des Frhru. v. Lan⸗ en a. br. H. Golos, 52 Kg. (Whitel’ y) als erstes Pferd, des Fürsten Hohenlohe⸗Oehringen 3 jähr. br. H. Tambour, 42 ½ Kg. Friedrich) als zweites und des Grafen H. Henckel sen. 4 jähr. fbr. H. Monarch 53 ½ Kg. (Busby) als drittes Pferd durchs Ziel. Zeit: 4 Min. 36 Sek. Werth des Rennens dem ersten Pferde 902 ½ ℳ, dem zweiten 352 ½ ℳ, dem dritten 150 ℳ — Der Be⸗ sitzer von Tambour, Herzog von Ujest, legte nach Beendigung des Rennens gegen die Auszahlung des Siegespreises an Golos Protest ein, weil derselbe Tambour kurz vor dem Ziele angeritten hatte. Gleich nach Beendigung des Rennens trat das Schiedrichteramt hier⸗ ber in Berathung und entschied, daß dieser Protest verworfen und Golos als Sieger öffentlich proklamirt werden sollte. Gegen diese Entscheidung des Schiedsrichteramtes hat der Herzog von Ujest jedoch wieder sofort Rekurs eingelegt, so daß die Ange⸗ legenheit jetzt an das Oberschiedsgericht gelangen wird, wenn der Herzog bei seinem Rekurs verharrt. In diesem Falle steht allerdings die Entscheidung sobald nicht in Aussicht; denn nach dem Reglement, welches unterm 24. April 1872 von Sr. Majestät dem Kaiser und König genehmigt ist, tritt das Ober. Schiedsgericht erst nach Beendigung der sämmtlichen Rennen dieses Jahres in dem Ministerium für die landwirthschaftlichen Angelegenheiten zur Be⸗ athung zusammen, da dieses Ober⸗Schiedsgericht gewissermaßen selke Zusammensetzung eine Staatsbehörde ist und aus einem
von Sr. Masestät dem Kaiser und König zu ernennenden Vorsitzenden, aus drei Räthen des Ministeriums für die landwirthschaftlichen An⸗ gelegenheiten, aus einem Rath des Justiz⸗Ministeriums und aus
8
wird.
vier von den Vorständen E“ auf drei Jahre zu wählenden technischen Mitgliedern gebildet wird. ““
82 111 Staatspreis 1200 ℳ Für Zjähr. und ältere inländ. u. österr. ungar. Hengste und Stuten, geritten von Jockeys, die im Deutschen Reich geboren und deutsche Unterthanen sind. Dist. 1800 Meter (Kl. B.). Dem zweiten Pferde die Eins. bis 180 ℳ nach Abzug eines einfachen Eins. für das dritte Pferd. Zu nennen bis 1. Juni. Nachnennungen sind bis zum Tage vor dem Rennen, Abends 10 Uhr, mit doppeltem Eins., resp. doppeltem Reug. zulässig. Von 13 zu den Rennen genannten Pferden wurde für 7 Reugeld gezahlt. Von den sechs am Pfosten erschienenen Pferden siegte des Grafen Sierstorff 31ihr. br. H. Anfang 52 ½ Kg. (Franz Mäller) gegen des Kgl. Hanpt⸗Gestüts 4 jähr. br. St. Knallerbse 65 8 Kg. Cilh. Bachen) und des.⸗(rafen Gachin Zjähr. be. H. Talisman 53 ½6 Kg. (Gottl. Reichel), welches als drittes einkam. Werth des Rennens 1590 ℳ für Anfang, 120 ℳ für Knallerbse und 60 ℳ für Talisman. Anfang wurde für 5010 ℳ von seinem Be⸗ sitzer zuruͤckgekauft. Um 6 Uhr folgte diesem Rennen: 3
V. Staatspreis II. Kl. von 4500 ℳ Für alle 4 jähr. und älteren inländ. Hengste und Stuten, welche keinen klassifizirten Staats⸗ preis I. Kl. gewonnen haben. 240 ℳ Einsatz, halb Reugeld. Dist. 2800 Meter (Gr. B.). Dem zweiten Pferde die Hälfte der Eins. und Reugeld. Zu nennen bis 11. Mai. Das Rennen wies 7 Unter⸗ schriften auf. Für fünf Pferde wurde Reugeld gezahlt, so daß nur am Start erschienen: Fürst Hohenlohe⸗Hepringene 5 jähr. br. H. Hochstapler 65 Kg. (Madden) u. Bar. E. Oppenheims 4jähr. dbr. H. Gastgeber 62 Kg. (Wilson). Hochstapler ließ sich von Gast⸗ geber bis zur Ecke über die Bahn führen, ging dann vor und siegte, wie er wollte, mit 2 Längen. Zeit 3 Min. 45 Sek. Werth des Rennens: 5040 ℳ für Hastanica, 540 ℳ für Gastgeber. Den Schluß des Tages bildete um r:
Nuß b e nhen Staatspreis von 1500 ℳ Für 3jährige und ältere inländische und österreich⸗ungarische Hengste und Stuten. 60 ℳ Einsatz, 30 ℳ Reugeld. Distanz ca. 4000 Meter. Der Sieger wird unter den Mitgliedern des ehemaligen Ber⸗ liner Renn⸗Vereins verloost. Die Verloosung geschieht am Tage nach diesem Rennen, Vormittags 10 Uhr. Der Gewinner des Looses hat das Recht, bis zum Montag, den 14. Juni, Mittags 12 Uhr, beim General⸗Sekretariat des ÜUnion⸗Klubs zu erklären, ob er das Pferd nehmen wolle oder nicht. Im Fall bis zu dieser Zeit das Pferd nicht gefordert, oder keine Erklärung abgegeben ist, erhält der Ge⸗ winner des Looses 750 ℳ und der Besitzer des qu. Pferdes 750 ℳ als Prämie. Jedes Pferd, welches abläuft, ist für 1500 ℳ nebst Zuschlag der Eins. und Reugelder käuflich. Zu nennen bis 1. Junt. Nachnennungen sind bis zum Tage vor dem Rennen, Abends 10 Uhr, mit doppeltem Einsatz resp. doppeltem Reug. zulässig. Das Rennen hatte nur zwei Unterschriften, von denen Patrone Reugeld zahlte. Am Pfosten erschien nur Grf. Götzens a. dbr. St. Wehmuth 79 Kg. (Reit. Fritz Pinkall), ging über die Bahn und trug damit seinem Besitzer 1590 ℳ ein. Das Pferd erschien am Start, ging nun über die Rosenhecke und dann in sehr mäßigem Gange über die freie Bahn in das Ziel hinein und genügte dadurch den Bestimmungen des §. 50 des Reglements für die Hinderniß⸗ Rennen, welcher folgendermaßen lautet: „Wird zu einem Rennen nur ein Pferd gestellt, so ist dieses, um den Preis zu erhalten, nicht ver⸗ pflichtet die Bahn wirklich zu durchgehen, es muß jedoch vom Starter an dem wirklichen Ablaufspfosten unter richtigem Gewicht vorschrifts⸗ mäßig gestartet werden und kann sich dann sofort zur Waage begeben, woselbst der Reiter sich zurückwiegen lassen muß. Dieses Verfahren findet auch nach todtem Rennen statt, wenn eines der betreffenden Pferde über die Bahn gehen solle. Hiermit waren die Rennen des ersten Tages beendet, der zweite Tag ist der Montag, der letzte des Sommermeetings der Mittwoch, 16. Juni. Auch an diesem Tage werden sechs Rennen abgehalten werden, von denen das I. Kriterium und das Entschädigungsrennen je 13, das Rennen um den Staatspreis III. Kl. 12, das Verkaufs⸗ Rennen 2, das Tribünenrennen 15 und das Sommer⸗Jagdrennen 8 Unterschriften trägt. 8
bersceithe Tage werden zwei Extrazüge, und zwar um 2 Uhr 45 Min. und um 3 Uhr 15 Min. Nachmittags vom Ostbahnhof ab⸗ gelassen werden.
Ueber die Ausschmückung des Konziliums⸗Saales in Constanz wird gemeldet: Hr. Hofmaler Fr. Pecht ist gegen⸗ wärtig im Konziliums⸗Saal damit beschäftigt, an die Freske, den Empfang Sr. Majestät des Kaisers und Königs darstellend, die letzte Hand zu legen. Der Künstler hat bereits die Farbenskizze zu einem neuen Bild vollendet, welches den Besuch des Kaisers Josef II. in Constanz im Jahr 1787 vor Augen führt. Die malerischen Trachten jener Zeit boten der Farbenwirkung einen dankbaren Stoff, der auch mit Geschick benutzt ist. Zur Darstellung ist der Augenblick gewählt, wo der Kaiser im Begriff steht, sich durch das Dammthor auf den Damm zu begeben und ihm soeben die Genfer Kolonie vorgestellt Den Mittelpunkt des Bildes nimmt der Kaiser ein, die linke Seite sein Gefolge, die rechte die Genfer mit den Erzeugnissen ihres Kunstfleißes, Schmuck, Uhren, bunte Tücher ꝛc. Ganz links sieht man das Konziliumsgebäude mit den von Zuschauern besetzten Fenstern. Ein Jesuit schickt sich an, durch das Gäßchen zwischen dem Konzi⸗ liumshause und dem (fetzt abgerissenen) Gasthaus zum Kreuz seinen Rückzug zu nehmen, während die Genfer, auf der entgegengesetzten Seite vom Kaiser freundlich begrüßt, den Anfang der neuen Ge⸗ werbethätigkeit und des Aufschwunges der Stadt versinnbildlichen. Den Hintergrund schließt das Dammthor ab, durch dessen Oeffnung man die gelandeten Schiffe erblickt, welche an den aufkeimenden Han⸗ delsverkehr erinnern. Mit einer Verbeugung ladet der Bürgermeister den Kaiser zum Eintritt ein.
Die Vorbereitungen zu der internationalen Ausstel⸗ lung der „Flora' in Cöln, welche Ende August eröͤffnet wird, werden in großartigem Maßstabe betrieben und so beschleunigt, daß die greoßen, überhaupt sämmtliche Ausstellungshallen schon innerhalb 5 Wochen vollendet sind. Für das Ausstellungsfeld, 52 Morgen mit der „Flora“ groß, legt man eine eigene Wasserleitung an. Täglich treffen, wie man aus Cöln schreibt, auch aus weitester Ferne Anmel⸗ dungen zur Beschickung, sogar schon Gegenstände der Ausstellung ein.
vhrater.
Rachdem die Königliche Oper am Freitag den 11. Juni ihre letzte Vorstellung in dieser Saison gegeben hat, ist der bisherige artistische Direktor derselben, Hr. Ernst, vom Hoftheater abgegangen und bereits nach Cöln übersiedelt, wo er zum Direktor des dortigen Stadttheaters gewählt worden ist.
— Se. Kaiserliche und Königliche Hoheit der Kronprinz und Se. Köoͤnigliche Hoheit der Prinz Georg besuchten am Montag die letzte Fiesco⸗Aufführung der Meininger Gäste des 1ö1“ Theaters und wohnten der
orstellung bis zum Schlusse bei. Am Abend vorher war Se. Kö⸗ nigliche Hoheit der Prinz Alexander in der Fiesco⸗Vorstellung
1““ 8
anwesend. Die Gäaste, deren Vorstellungen heute mit der Vorstellung der Hermannsschlacht von Kleist zum Besten des „Invaliden⸗ danks“ schließen, werden den Sommer über, wie gewöhnlich, im Bade Liebenstein spielen und dann vom 15. September an in Wien im Theater an der Wien gastiren. Das dortige Gastspiel ist auf vier bis sechs Wochen berechnet. 1“
— Frl. Dorette Schirmer ist, nach sehr beifällig aufge⸗ genommenem Gastspiel, von der Direktion des Friedrich⸗Wil⸗ helmstädtischen Theaters dauernd engagirt worden.
— Nachdem die Gäste des Dresdener ö sich gestern mit dem „Rabagas“ von Sardou hier verabschiedet haben, beginnt heute das Personal des hiesigen Residenz⸗Theaters wieder seine Vorstellungen mit der „Fernande“ desselben Verfassers,
unter Miswikkung der Fr. Aaguste Schoönfeldt vom Stadkeheater zu ²——
Nürnberg als Clotilde und des Hrn. Franz Reinau vom Herzoglichen Hoftheater in Meiningen als André. Die Preise sind jetzt, wie während des Gastspiels, ermäßigt.
Im Woltersdorff⸗Theater gelangt heute eine neue Operette von Jules Laurent, Musik von Max Wolf, „Die blaue Dame“ zur ersten Aufführung; da Max Wolf hier bereits durch frühere Werke, wie „Die Pilger“, „Im Namen des Königs“ und „Die Schule der Liebe“ vortheilhaft bekannt ist, so dürfte dies neue Opus des Wiener Komponisten das Interesse der Musikfreunde
rege Hnsgen . “ — Wie die „Nat. Ztg.“ mittheilt, hat der Berliner Verein für höhere Töchterschulen mit dem Direktor des National⸗Theaters ein Uebereinkommen getroffen, daß zur Feier des Schlachttages von Fehrbellin der „Prinz von Homburg“ von H. v. Kleist für die im Verein vertretenen Schulen gegeben werde. Ein scenischer Fest⸗ prolog soll den Schülerinnen durch Wort, Ton und Bild die Be⸗ deutung des Festes klar legen. Die Idee hat so allgemeinen Anklang gefunden, daß schon jetzt der größte Theil der Billets von den Schulen bestellt ist; selbst Charlottenburg wird vertreten sein. — Derselbe Verein gedenkt, nach jedem Semester in diesem Theater diejenigen klassischen Stücke, welche in der ersten Klasse gelesen und erklärt worden sind, zur Aufführung bringen zu lassen, um so dem Gelesenen den vom Dichter gedachten künstlerischen Abschluß zu geben. In bereitwilligster Weise hat Direktor Buchholz zum Abschluß dieses Semesters Schillers Tell für eine Nachmittagsvorstellung zugesagt. — In dem Sänger Jacob Heinrich Haas, der am 10. Juni in dem Badeorte Meran verstarb, ist eines der tüchtigsten Mitglieder der Königlichen Oper zu Hannover aus dem Künstlerkreise derselben geschieden. Der Verstorbene war besonders in humoristischen und fein komischen Gesangspartien beschäftigt; den Leporello, der Marquis de Corecy im „Postillon von Lonjumeau“ waren seine besten Leistungen. In den späteren Jahren übernahm er das Fach’ der Baßbuffos; sein Bürgermeister in „Czar und Zimmermann“, sein Doktor Bartolo im „Barbier von Sevilla“, der Bruder Tuck
im „Templer und Jüdin“ waren durch die auf alle Einzelheiten sich
erstreckende Sorgsamkeit der Ausführung zu sehr wirksamen Figuren von ihm herausgebildet. Nicht minder Tüchtiges leistete er in vielen ernsten Partien, wie Gaveston in der „Weißen Dame“, St. Bris in den „Hugenotten“ u. s. w. Das Amt eines Opernregisseurs hat er Jahre lang sehr geschickt verwaltet. Haas, ein geborener Steyer⸗ märker, hat der Oper in Hannover 23 Jahre lang angehört.
Frl. Linda, bis vor Kurzem Mitglied des hiesigen König⸗ lichen Ballets und jetzt der Gast des Wiener Hofoperntheaters, hat, wie Wiener Blätter mittheilen, bei einem Fall eine Glasscheibe zer⸗ brochen und mehrere tiefe Schnittwunden an den Armen davon⸗ getragen, darunter zwei so bedeutende, daß der starke Blutverlust noch in der Nacht ärztliche Hülfe nothwendig machte. Es läßt sich noch nicht absehen, ob Frl. Linda vor den Ferien nochmals wird auftreten können.
— Ueber den Schiffbruch des Dampfers „Vicksburg“ liegen der „A. A. C.“ vom 12. d. M. einige weitere Details vor. Der Kapitän, Namens Bennett, und 46 Personen, darunter 5 Frauen, gingen mit dem Schiff unter. An Bord des „Vicksburg“ befand sich eine Mannschaft von 59 Personen, sieben Salonpassagiere und 25 Deckpassagiere. Außer dem von dem Schiffe „State of Georgia“ aufgenommenen Boote, das den Hochbootsmann und vier Matrosen enthielt, stieß ein anderes mit dem ersten Steuermann und 30 Perso⸗ nen, und ein drittes Boot mit dem zweiten Steuermann und 9 Ma⸗ trosen ab. Die zwei Boote haben aber bis jetzt noch nichts von sich hören lassen. Das Unglück erfolgte am 2. d. M., als das Schiff sich etwa 120 Meilen südöstlich von St. John befand. Der „Vicksburg“ war ein fast neuer eisener Dampfer und besaß eine Tragkraft von
,2500 Tonnen.
— Aus Morschansk vom 10. Inni veröffentlicht der russische „Reg.⸗Anz.“ folgendes Telegramm: Durch den Brand am 25. Mai (6. Juni) ist die Stadt Morschansk fast vollständig zerstört worden. In der Stadt selbst sind 633 der besten Häuser, das Centrum der Stadt und des Handels, niedergebrannt, in den Vorstädten 428, also im Ganzen 1061 Häuser. Nur an den äußeren Enden der Stadt sind gegen 160 Häuser unversehrt geblieben. Dazu sind die ganze Habe der Bewoh⸗ ner, alle Waaren und Vorräthe, alle der Krone, der Stadt und der Landschaft gehörigen Gebäude ein Raub der Flammen geworden. Gerettet wurden die Kreisschule, die Niederlage der Kreisrentei nebst den letzterer gehörigen Kapitalien und Dokumenten, die Kassen der Reichsbankabtheilung und beider Privatbanken. Nach Aussage der Bewohner beläuft sich ihr gesammter Verlust auf 5 Millionen Rubel. Nach dem Feuer zog ein Theil der Bewohner ganz fort, während die übrigen theils in den verschont gebliebenen Häusern ein Unterkommen fanden, theils sich auf den Kirchhöfen und der Viehweide lagerten. Mit dem heutigen Tage aber kehren die weggezogenen Ein⸗ wohner langsam zurück. Dank der allgemeinen Mitwirkung ist die Verpflegung der Bewohner vollständig sicher gestellt. Die Städte Koslow und Tambow haben auf die Bitte des Gouverneurs von Tambow, Geheim⸗Raths Söttag. sechs Waggons mit frisch ge⸗ backenem Brod, Kleidern, Schuhzeug und 700 Rbl. Geld geschickt. Außerdem beginnen die Grundbesitzer der Umgegend Brod und Geld u schicken, und der Handel mit Lebensmitteln belebt sich von Neuem.
ie Mehrzahl der Arrestanten ist bereits in die Gefängnisse der be⸗ nachbarten Kreise übergeführt; die übrigen werden auch abgeschickt werden. Heute ist der Post⸗ und Telegraphendienst wieder her⸗ gestellt. Für die Verwaltung der städtischen und der Kreispolizei, sowie für das Krankenhaus und die Apotheke sind zeitweilige Loka⸗ litäten aufgefunden worden, überhaupt sind alle Maßregeln getroffen, um das administrative und öffentliche Leben der Stadt wieder her⸗ zustellen. Die Bewohner tragen ihr Unglück mit musterhafter Er⸗ gebenheit.
Redacteur: F. Prehm. der Expedition (Kessel). Druck W. Elsner. Vier Beilagen ““ (einschließlich Börsen⸗Beilaze)
Berlint Verlag
elden⸗Damls,
N.h) 127.
Fas exate für den Deutschen Reichs⸗ u. Kgl. preuß. Staats⸗Anzeiger, das Central⸗Handelsregister und das Postblatt nimmt an: die Inseraten⸗Expedition der Neutschen Reichs⸗Anzrigers und Königlich Ureußischen Staats⸗Anzeigers: b Berlin, 8. W. Wilhelm⸗Straße Nr. 32. N*
— —
Erste Beilage
Berlin, Dienstag, den 15. Juni
Laaqqaaö]]“
licher Anzeiger. 1. Steckbriefe und Untersuchungs-Sachen.
5. Industrielle Etablissements, Fabrik- . 2. “ Aufgebote, Vorladungen Erenhan gel ments, Fa riken und u. dergl. 6.
Verschiedene Bekanntmachunge 3. Verkäufe, Verpachtungen, Submissionen etc. 7. Literarische Anzeigen. 98 4. Verloosung, Amortisation, Zinszahlung 8.
Theater-Anzeigen. Im der Börsen- u. s. w. von öffentlichen Papieren. g 1 . Srven
beilage.
8.
Vacanzen⸗Liste der bei den Behörden in den Provinzen Brandenburg und Pommer Anwärter zu besetzenden
Berlin, den 15. Juni.
9. Familien-Nachrichten.
zum Deutschen Reichs⸗Anzeiger und Königlich preufischen
A N.
Staats⸗Anzeige
8
Inferate nehmen an: die autorisirte Anmoncen⸗Expedition von Ruvolf Meosse in Berlin, Breslau, Chemnitz, Cöln, Dresden, Dortmund, Frankfurt a. M., Halle a. S., Hamburg, Leipzig, München, Nürnberg, Prag, Straß⸗ burg i. E., Stuttgart, Wien, Zürich und deren Agenten, sowie alle übrigen größeren Annoncen⸗Bureaus.
2
meter, Haare: brauen: dunkelbraun, Pebogen, ’
gacken⸗ und Schnurrbärtchen, Zähne: Kinn: oval, Gesichtsbildung: länglich,
durch Militär⸗ Stellen.
1875.
Die Vacanzen⸗Listen werden den Truppentheilen getheilt und liegen sowohl in den hiestgen wie
dieselben zu dem Preise von 10 8. W., Wilhelmstraße 32, (nach außerhalb “ Die Liste enthält der Reihe die Stelle vacant ist. 2) Nähere Bezeichnung der Stelle. auf Lebenszeit oder auf Kündigung erfolgt. 5) Betrag der z Gehaltsabzug gedeckt werden kann. 6) Ob Aussicht auf
welche an die Bewerber gestellt werden. 8) Wähalcg
gegen Einsendung 3)
₰ pro Stück bei der Expedition des Deutschen Reichs⸗Anzeigers, Berlin, nach folgende Mittheilungen:
ie Bewerbungen einzureichen sind.
“ bleich, krank, Gestalt; mittel, Sprache: deut des Garde-⸗, II. und III. Armee⸗Corps mit⸗ Schweidnitz, den 9. Juni 1975 öö
dist aus; “auch sind
Steckbriefserledigung. cr. in Taglöhner Heinri lassene Steckbrief 4 Frankfurt a. M., Untersuchungsrichter. J. V.: v. Knyphausen.
von 13 ₰ in Briefmarken) zu haben.
1) Ort und Behörde, bei welcher Einkommen der Stelle. 4) Ob die Anstellung u stellenden Kaution und ob dieselbe durch Verbesserung vorhanden ist. 7) Ansprüche, 9) Bemerkungen.
wie auswärtigen Bureaus der Annoncen⸗Expediti 8 Königliches Sreisgari. En dg ves Rudolf Mosse und Daasensrein n. Sooler rnmenlgelmichen Eerhh eer des r Kerbpllches Tesgarg. “
Der unter dem 26. Mai Nr. 122 des Reichs⸗Anzeigers gegen den Münch aus Sondheim er⸗ hat seine Erledigung gefunden. den 12. Juni 1875. Der Königl.
lisch, Alter: 27 ¼ Jahr, Größe: 1 Meter 60 Centi⸗
dankelbraun, Stirn: niedrig, Augen⸗ Augen: graubraun, Nase: ein⸗ gewöhnlich, Bart: dunkelbraunes lückenhaft, Gesichtsfarbe:
Provinz Brandenburg. C11 2) Miethsentschädigung, 4) auf Lebenszeit bei guter Führun nach 5 jähri eine mit dieser Berechtigung verbundene Stelle ist; de 89 heiher
1) Cottbus, Königliche Gehalt, 150 ℳ Dienstzeit, wenn monatlichen Probedienstleistung auf einen 6 monatlicher Probezeit event. 900 ℳ Gehalt und 1080 ℳ und 150 ℳ Miethsentschädigung,
und genügende Körperkräfte, Elementarkenntnisse,
9 WE zu Cottbus. riedeberg N./M., Magistrat, 2) Cha ⸗
8 un 35 gis ) Chaussee⸗Auf örperliche Rüstigkeit und Erfahrun 1) Luekau, Peftverwaltung. 2) vbriefs 4) auf Kündigung, 5) 300 ℳ, kann durch Geha Schreiben, Rechnen, 8) Kaiserliche Ober⸗Postdirekti 1) Marienwalde, Postexpedition, 2) zuschuß, 4) Schreiben, 1) Neuzelle, Postexpedition, 4) auf Kündigung, Schreiben, Rechnen,
Monat,
auf Kündigung, 5) 300 ℳ,
5) 300 ℳ, kann durch Geha
4) auf Kündigung, 5) 300 ℳ, kann durch Gehaltsabzüge gedeckt werden,
Schreiben, Rechnen, 8) Kaiserliche Ober⸗Postdirekti
Provinz Pommern. 1) Gollnovv, Hülfsstrafanstalt, 2) vier Aufseherstellen, freie Wohnung, guter Dienstführung, 5) keine, 6) das Gehalt
Miethsentschädigung jährlich, event. auch auf Lebenszeit nach 5ähriger 1080 ℳ, 7) vorzugsweise auf solche Personen,
8) Königliche Direktion der Strafanstalt in
7) ein ruhiges, 8) Königliche
ℳ Miethsentschädigung, 4) auf Zmonatliche Kündigung, 5) keine, 6) im Chausseebau, 8) Laudbriefträger, 3) 510 ℳ Gehalt, 72 ℳ
Landbriefträger, 3) 480 ℳ Gehalt, 60
kann durch Gehaltsabzüge gedeckt werden, 6 8 Lese Rechnen, 8) Kaiserliche Ober⸗Postdirektion nefuct 6 89. werden, L) fa, ) Leseg,
2) Landbriefträger, 3) 480 ℳ
1 8) Kaiserliche Ober⸗Postdirektion Frankfurt a./O. H in, inglei 1) sSommerfeld, Postamt, 2) Stadtpostbote, 3) 510 ℳ Gehalt, 108 ℳ T 8 Eö Fncee gen
in unserm
Naugard.
Subhastationen, Aufgebote, Vor⸗ ladungen u. dergl.
686491 Subhastations⸗Patent.
Das dem Kossäthen Friedrich Wilhelm Gladow gehörige, buche von diesem Orte Band I. benet Kossäthengut nebst Zubehör soll
in 4. an hiesiger Gerichtsstelle, Nr. 12, im
Hülfsaufseher, 3) jährlich 810 ℳ
später 3 Monat Kündigung, 5) keine, 6) nach 150 ℳ Miethzentschädigung, Maximalgehalt
umsichtiges, energisches Benehmen Inspektion des Central⸗Gefäng⸗
Streckenarbeiter, 3) 432 ℳ Ge⸗ nein,
seher und Zimmerstr.
Magistrat Friedeberg N./M. 10 ℳ Wohnungsgeldzuschuß, ltsabzüge gedeckt werden, 6) ja, 7) Lesen, on Frankfurt a./O.
den 8. September 1875, Vormittags 12 ebenda verkündet werden.
Das zu versteigernde Grundstück steuer, Flächenmaß von 20 Hectar 41 Ar 70 Q mit einem Reinertrag von 557 ℳ 64 Gebäudesteuer mit einem jährlichen Nu von 90 ℳ veranlagt. Auszug aus der
ℳ Wohnungsgeld⸗
Frankfurt a./O. „Gehalt, 60 ℳ Wohnungsgeldzuschuß, ltsabzüge gedeckt werden, 6) ja, 7) Lesen,
Wohnungsgeldzuschuß,
und besondere Kaufbedingungen sind
on Frankfurt a./O. Büreau V. einzusehen. weite, zur Wirksamkeit gegen Dritte der
und 150 ℳ in das Hypothekenbuch bedürfende,
dreimonatliche Kündigung event. s Gehalt steigt bis auf dem Unteroffizierstande angehören,
3) 900 ℳ jährliches Gehalt 4) auf
welche den aufgefordert, dieselben zur Verm
der im Deutschen Reichs⸗ und
Zusammenstellung Königlich Preußischen Staats⸗Anzeiger gegenwärtig vakanten Stellen.
melden. Berlin, den 5. Mai 1875. b Königliches Kreisgericht.
zur Besetzung angezeigten Der Subhastations⸗Richter.
““
er B vakanten Stellen.
— — S(Sdiktalladung. Einkommen Meldung e dgroaes Fereseh es
bis zum
Physikus des Kreises Tuchel . Physikus des Kreises Nimptsch Höbsitus des Kreises Brilon .
hysikus des Kreises Kirchhain.. Kreis⸗Wundarzt des Kreises Bublitz.. Kreis⸗Wundarzt des Kreises Heilsberg Kreis⸗Wundarzt des Kreises Tuchel . Kreis⸗Wundarzt des Kreises Spremberg Kreis⸗Wundarzt des Kreises Nimptsch. Kreis⸗Wundarzt des Kreises Rummelsburg Kreis⸗Wundarzt des Kreises Worbis .. Kreis Thierarzt des Kreises Angerburg
Kreis⸗Thierarzt des Kreises Buckau . . . .
Departements „Thierarzt, und Kreis⸗Thierarzt der Kreise Cöslin und Bubli 8 T“
eises Gbeshzha 6
Kreis⸗Thierarzt des Kreises Jerichow II.
e“*“]
Evang. Hausgeistlicher der Provinzial⸗Irren⸗Anstalt zu EE114148* . Lehrer an den Schulen zu Buckau. . . . . . . 1 ehrer an der ersten Bürgerschule zu Zeitz ..
Lehrer an der Realschule J. Ordnung zu Posen.
Rektor an der Elementarschule zu Malstatt a. Saar . hrer an der Realschule 1. Ordnung zu Weimar
2. besold. Stadtrath zu 11811*
Kreis⸗Ausschuß⸗Sekretär zu Stallupöhnden
2. Magistrats⸗Bureau⸗Assistent (Registrator) zu Brieg
Polizeidiener zu Sulmierzyvce ..
—
Kreis⸗Thierarzt des
. . 2. 2 2 2 2 2*
600 i 88 ½ Mark uschuß. 600 Mark und 360 Mark
1050 Mark und freie Station. 20./6.
1950 Mark und 432 Mark
genden Darlehns Hypothek mit .. 75 ee- 1 /6. 75 /7. 75
Nr. 2 und 54 belegenen be beabsichtige. Zu denselben gehören:
54 und 54 a; . 2) 309 Morgen 90 Qu.⸗Ruthen Garten 7ö 55 land, Wiesen und Forst .75 mark, 6685 85 75
600 Mark. 600 Mark. 600 Mark.
Morgen 7 Qu.⸗R.
„ register unter littr. V. V. beschrieben sind; 3) 1 Antheil an der Gemeinheit,
Zuschuß. der Gemeindeforst und den Gemeindeangern.
600 Mark und 450 Mark Zuschuß. 600 Mark.
112
119 101
115 130 118 133
Bezugnahme auf die §§. 25 und 26 der vom 18. Juni 1842 und den 12. August 1846 alle
900 Mark. be 1500 Mark. 20./6. 75
1./7. 75
1./7. 75 126 20/6. 75 126 15./7. 8 123
Reallasten, Abfindungs⸗, sprüchen oder anderen Verhaftungen und bestehen, hierdurch vorgeladen, dem dazu auf
Freitag, den 25. Juni 1875, 1 Morgens 10 Uhr, dahier angesetzten Termine anzumelden. Nichtanmeldung geht der
Wohnungsgeld⸗Zuschuß. 3000 Mark. 2500 Mark. 3000 Mark. 350 Thlr. 1350 Mark. 450 Mark und Emol.
3./9. 75 1773. 25
130 129 89
Steckbriefe und Untersuchungs⸗Sachen.
Steckbriefs⸗Erneuerung. Der hinter den Kaffirer Carl Emil Schoel wegen Unterschlagung 9 den Akten 8. 153 jetzt 863. 1869 rep. unter dem 3. Februar 1869 erlassene Steckbrief wird hierdurch n Erinnerung gebracht. Berlin, den 7. Juni 1875. Königliches Stadtgericht, Abtheilung für Unter⸗
suchungssachen. Kommission II. für Vorunter⸗
suchungen.
eSteckbrief. Es wird ersucht, den unten näher vezeichneten, durch unser rechtskräftiges Erkenntniß 22r 6. Februar cr. wegen Landstreichens und Heh⸗ erei zur Ueberweisung an die Landespoli eibehörde zerurtheilten Klempnergesellen Friedrich Wilhelme Karl Linke von Berlin festzunehmen und an die undarmenhaus⸗Inspektion zu Prenzlau abzuliefern. mgnalement: Stand: Klempnergefelle, Familien⸗ ume: Linke, Vornamen: Friedrich Wilhelm Karl,!
Geburtso
ligion: evangelisch, 1850, Größe: Stirn: frei, Nase und Mund: Zähne: vollständig, Kinn und Gesicht: sichtsfarbe: gesund, Gestalt: mittel. Perleberg, den 3. Juni 1875. Köͤnigliches Kreisgericht. I. Abtheilung.
Steckbrief. Jung aus Stuhlseiffen ist wegen einfachen Dieb⸗ 8 8 stahls im Haft beschlossen worden. enthalt ist uns unbekannt und wird deshalb ersucht, ihn im Betretungsfalle zu verhaften und an unsere Gefängniß⸗Inspektion oder an die nächste Gerichts⸗ behörde abzuliefern. Stuhlseiffen, Kreis Habelschwerdt, Religion;
rt: Berlin, Aufenthaltsort: Kreditanstalt zu bestellenden Hypothek verloren.
Berlin, Re⸗ Alter: geboren den 9. April 1,70 Meter, aare: dunkelblond, Augenbrauen: dunkel, Augen: braun, gewöhnlich, Bart: dunkelblond,
oval, Ge⸗
der Landes⸗Kreditanstalt zu nicht eingeräumt werden soll.
ausgestellt worden. inbeck, den 13. Mai 1875. Königliches Amtsgericht II. Mehliß. 8
Sein gegenwärtiger Auf⸗ [3830] Edietal⸗Ladung.
Der Großköthner Heinrich Müller zu Avends⸗
hausen hat dem Gerichte angezeigt, daß er wegen
eines ihm aus der Landes⸗Creditanstalt in Hannover
zu bewilligenden Darlehns Hypothek mit seiner im
Bezirke des unterzeichneten Amtsgerichts zu Avends⸗ 8 58 1u 11¹“
Wider den Dienstknecht Albert wiederholten Rückfalle die
Signalement. Geburtsort:
katho⸗
Gustav
in Rosenthal belegene, im Grund⸗ l. Nr. 15 ver⸗
September 1875, Vormittags 11 Uhr, 25, Zimmer — Wege der nothwendigen Subhastation öffentlich an den Meistbietenden versteigert, und dem⸗ nächst das Urtheil über die Ertheilung des Zuschlags Uhr,
1 ve ist zur Grund⸗ bei einem derselben unterliegenden Gesammt⸗ u.⸗Meter ₰ und zur ungswerth teuerrolle, Abschätzun⸗
Alle .6 welche Eigenthum oder ander⸗
Eintragung — aber nicht ein⸗ getragene Realrechte geltend zu machen haben, wer rde 1 eidung der Prä klusion spätestens im Versteigerungstermin anzu⸗
1 zu Dassensen hat dem Gerichte angezeigt, daß er wegen eines ihm aus der Landes⸗Kreditanstalt in Hannover zu bewilli⸗ . b seinen, im Bezirke des unterzeichneten E zu Dassensen unter
iden Höfen zu bestellen
1) die Gebäude unter Haus Nr. 2 und 2a — h
Acker⸗ in der Dassen ser Feld⸗ welche in der Grundsteuer⸗Mutterrolle von Dassensen unter Haupt⸗Nr. 2, und 14 Ackerland in der Hullerser Feldmark, welche in dem dortigen Theilungs⸗
namentlich an
Nachdem der Provokant als verfügungsfähiger Eigenthümer des zu verpfändenden Grundbesitzes sich allhier vorläufig ausgewiesen hat, so werden unter Verordnung den §. 18 des Gesetzes vom e Diejenigen, welche an die be⸗ zeichneten Pfandgegenstände Ansprüche irgend einer Art erheben zu können glauben, mögen diese in ge oder Ober Eigenthumsrechten, in hypo⸗ thekarischen und sonst bevorzugten Forderungen, in Dotal⸗ oder Leibzuchts⸗An⸗ Belastungen solche Ansprüche in
Durch die 16 er Anspruch nicht ülechaupt, sondern nur im Verhältnisse zu der der Landes⸗
„Einer Anmeldung bedarf es daher nur dann, wenn die Rechtsbeständigkeit und das Vorzugsrecht der bestellenden Hypothek
Von der Anmeldungspflicht sind nur diejenigen
befreit, denen über ihre Ansprüche von der Direktion der Hannoverschen Landes⸗Kreditanstalt Certifikate
hausen unter Nr. 4 belegenen Großköt Uerstelle
bestellen beabsichtige. “ 8
Zu derselben gehören:
1) die Gebäude unter Haus⸗Nr. 4 und 4a.
2) 45 Morgen 106,08 Qu.⸗Ruthen Garten, Acker⸗ land und Wiesen in der Avendshäuser Feld⸗ mark, welche in dem dortigen Vertheilungsregister unter lit. d. beschrieben sind, und
3) bine Gemeindegerechtigkeit⸗⸗ — — 2.
Nachdem der Provokant als verfügungsfähiger
Eigenthümer des zu verpfändenden Grundbesitzes
sich allhier vorläufig ausgewiesen hat: so werden
unter Bezugnahme auf die §§. 25 und 26 der Ver⸗ ordnung vom 18. Juni 1842 und den §. 18 des Ge⸗ setzes vom 12. August 1846 alle Diejenigen, welche an die bezeichneten Pfandgegenstände Ansprüche irgend einer Art erheben zu können glauben, mögen diese in Eigenthums⸗ oder Ober⸗Eigenthumsrechten, in hypothekarischen und sonst gen, in Reallasten, Abfindungs⸗, Dotal⸗ oder Leib⸗ zuchts⸗Ansprüchen oder anderen Verhaftungen und
Belastungen bestehen, hierdurch vorgeladen, solche
Ansprüche in dem dazu auf
Freitag, den 25. Juni er.,
1 Morgens 10 Uhr,
dahier angesetzten Termine anzumelden. Durch die Nicht⸗
anmeldung geht der Anspruch nicht überhaupt, son⸗
dern nur im Verhältnisse zu der der Landes⸗Credit⸗ anstalt zu bestellenden Hypothek verloren.
Einer Anmeldung bedarf es daher nur dann, wenn
die Rechtsbeständigkeit und das Vorzugsrecht der der
Landes⸗Creditanstalt zu bestellenden Hypothek nicht
eingeräumt werden soll.
Von der Anmeldungspflicht sind nur Diejenigen
befreit, denen über ihre Ansprüche von der Direktion
der Hannoverschen Landes⸗Creditanstalt Certifikate ausgestellt werden. “
Einbeck, g. 18. 1675. u“
önigliches Amtsgericht 1
8. Mehliß. 8
[3768 Proclama.
Nachstehende ypothekendokumente, eingetragen
auf dem Grundstück Fürstenwalde Band II. Nr. 169
in der III. Abtheilung:
a. unter Nr. 5 über 712 Thlr. zu 4 % Zinsen aus der Obligation vom 1. August 1797 über ur⸗ . und der Cession vom d d 30. Januar 1818, ein⸗ getragen für den Kaufmann Christlieb Grasnick zu Berlin;
b. unter Nr. 6 über 512 Thlr. 15 Sgr. zu 4 % Zinsen aus der Obligation vom 1. Mai 1799 über ursprünglich 800 Thlr. und der Cefsion vom 17. Oktober 1817 und 30. Januar 1818 1-ene. Kaufmann Christlieb Grasnick zu
erlin,
sind angeblich verloren gegangen, und werden die
unbekannten Inhaber, deren Cessionarien oder
sonstigen Rechtsnachfolger aufgefordert, ihre An⸗ sprüche spätestens in dem vor der Königlichen
Kreisgerichts⸗Kommission I. im Termins⸗Zimmer
Nr. I. auf den 16. September d. J., Vorm. 12 Uhr, geltend zu machen, widrigen⸗
anberaumten Termine falls die oben genannten Urkunden für kraftlos wer⸗ den erklärt werden. Fürstenwalde, den 13. Mai 1875. “ Königliche E“ 8 rin.
8
16s9) Ediktal⸗Citation.
Auf Gesuch der Adelheid, geborne Wirtz, Privatin, in Neuwied wohnend, Wittwe des daselbst ver⸗ lebten Kreisrichters Ednard Böhmer, in eige⸗ nem Namen und als Vormünderin des mit ihrem genannten Ehemanne erzeugten noch minorennen Kindes Paul Böhmer, Behufs Amortisation des von der K. Bank⸗Commandite zu Coblenz unterm 22. September 1866 ausgestellten Lombard⸗Pfand⸗ scheines Nr. 163, Inhalts -⸗ der vorgenannte Eduard Böhmer gegen 800 Thlr. baares Darlehn 1400 Thlr. Prioritäts⸗Obligationen der Aachen⸗
Düsseldorfer⸗Eisenbahn an bezeichnete Stelle als
fand hinterlegt hat, hat das K. Landgericht zu Coblenz erste Civilkammer in seinem Urtheil vom
25. April 1875 verordnet:
daß der Inhaber, sowie alle Diejenigen, welche Rechte auf den fraglichen Pfandschein zu habe
behaupten, aufgefordert werden, und zwar unte
Strafe des Verlustes ihrer Rechte, diese binnen einer Frist von 3 Monaten und spätestens in dem von dem hiermit zum Kommissar ernann-. ten Landgerichts⸗Rath Birlo, auf Samstag, den den 2. Oktober currentis, Nachmittags 4 Uhr, auf dem Sekretariate des hiesigen K. Landge⸗ richts feftgesetzten Termine geltend zu machaa,
sowie ferner, daß der verfügende Theil die es Ur⸗
theils in den Staats⸗Anzeiger in Berlin. . Anzeiger zum Amtsblatte der K.
ven öffent⸗ Regierung
ahier, sowie in die Neuwieder⸗, Coblenzer⸗ und
Kölnische Zeitung je dreimal ein zerückt werde, und
war in der Art, daß zwischen
8
r jeder Einrückung ein wischenraum von mindestens vier Wochen liegt,
und die letzte mindestens vier i⸗ ten Oktober currentis statt 8* 1ö1ö1“
gen gemäß zur öffentlichen K
Es wird dies hiermit den gesetzlichen Bestimmun⸗
enntniß gebracht. Coblenz, den 10. Mai 1875. 8 Lebrach
Der Anwalt der Amortisationskläger ꝛc.
kat⸗
8
Böhmer Anwglt. 5
bevorzugten Forderun-