anberaumt, wovon die Gläubiger,
werden.
Berlin, den 25. August 1876. 792 Königliches Stadtgericht, I. Abtheilung für Civilsachen.
Der Kommissar des Konkurses. Wilmanns, “ Stadtgerichts⸗Rath.
Konkurs⸗Eröffnung. Ueber das Vermögen des Kaufmanns Küfzner, Taubenstraße Nr. 46. hierselbst,
11“
26. August 1876 festgesetzt.
Zum einstweiligen Verwalter ist der Kaufmann Werner, Hallescherthorplatz Nr. 3 wohnhaft, bestellt.
Die Gläubiger des Gemeinschuldners werden auf⸗
gefordert, in dem auf den 13. September 1876, Vormittags 11 Uhr,
in unserem Geschäftslokal, im Stadtgerichtsgebäude,
Portal III., Terminszimmer Nr. 12, vor dem Kom⸗ missar, Herrn Stadtgerichts⸗Rath Schenk, anbe⸗ raumten Termine pünktlich zur bestimmten Stunde zu erscheinen und die Erklärungen über
ihre Vorschläge zur Bestellung des definitiven Ver⸗
walters abzugeben. . Allen, welche von dem Gemeinschuldner etwas
an Geld, Papieren oder anderen Sachen in Besitz
oder Gewahrsam haben, eder welche ihm etwas verschulden, wird aufgegeben, an denselben nichts su verabfolgen oder zu zahlen, vielmehr von dem Besitz der Gegenstände spätestens
bis zum 11. Oktober 1876 einschließlich dem Gericht oder dem Verwalter der Masse Anzeige
u machen und Alles, mit Vorbehalt ihrer etwanigen
Rechte ebendahin zur Konkursmasse abzuliefern. Pfandinhaber und andere mit denselben gleichbe⸗ rechtigte Gläubiger des Gemeinschuldners haben vor den in ihrem Besitz befindlichen Pfandstücken nur Anzeige zu machen. Alle Diejenigen, welche an die Masse Ansprüche als Konkursgläubiger machen wollen, werden hierdurch zfgefordert, ihre Ansprüche, dieselben mögen bereits rechtshängig sein oder nicht, mit dem dafür verlang⸗ ten Verrecht spätestens bis zum 11. Oktober 1876 einschließlich
bei uns schriftlich oder zu Protokoll anzumelden, und
demnächst zur Prüfung der sämmtlichen, innerhalb der gedachten Frist angemeldeten Forderungen,
am 8. November 1876, Vormittags 10 Uhr, in unserem Geschäftslokal, im Stadtgerichtsgebäude, Portal III., Terminszimmer Nr. 12, vor dem oben genannten Kommissar pünktlich zur bestimm⸗ ten Stunde zu erscheinen.
Nach Abhaltung dieses Termins wird geeig⸗ netenfalls mit der Verhandlung über den Ak⸗ kord verfahren werden.
Zugleich ist zur Anmeldung der Forderungen der Konkursgläubiger noch eine zweite Frist bis . 10. Januar 1877 einschließlich festgesetzt und zur Prüfung aller innerhalb der zweiten Frist angemeldeten Forderungen ein Ter⸗ min auf
den 7. Febrnar 1877, Vormittags 10 Uhr,
im Stadtgerichtsgebäude, Portal III., Zimmer Nr. 12, vor dem oben genannten Kom⸗ missar anberaumt, zu welchem sämmitliche Gläubiger vorgeladen werden, welche ihre Forderungen inner⸗ halb einer der Fristen angemeldet haben.
Wer seine Anmeldung schriftlich einreicht, hat eine Abschrift derselben und ihrer Anlagen beizu⸗ fügen.
Feer Gläubiger, welcher nicht in unserm Ge⸗ richtsbezirk wohnt, muß bei der Anmeldung seiner Forderung einen am hiesigen Orte wohnhaften Be⸗ vollmächtigten bestellen und zu den Akten anzeigen. Denjenigen, welchen es hier an Bekanntschaft fehlt, werden zu Sachwaltern vorgeschlagen die Rechts⸗ anwalte Justizräthe Wilberg, Wolff und von Wil⸗ mowski. 8
Berlin, den 31. August 1876.
Königliches Stadtgericht. Erste Abtheilung für Civilsachen.
Bekanntmachung.
Der durch Beschluß des unterzeichneten Konkurs⸗ gerichts vom 17. Juli cr. auf den 13. Juli cr. be⸗ stimmte Tag der Zahlungseinstellung im Kaufmann Reinhold Oettel’schen Konkurse hierselbst wird
hierdurch auf den 17. Januar 1876 anderweit fest⸗ gesetzt. 8 [7171] Brandenburg, den 23. August 1876. Königliches Kreisgericht. Abtheilung I.
Konkurs⸗Eröffnung. önigliches Kreisgericht zu Guben, erste Abtheilung, den 30. August 1876, Vormittags 11 ¾ Uhr.
Ueber das Vermögen des früheren Domänen⸗ pächters Amtmanns Carl Kniehase zu Breslack ist
der gemeine Konkurs eröͤffnet.
Zum einstweiligen Verwalter der Masse ist der Apotheker Albert Fischer zu Guben bestellt.
Die Gläubiger des Gemeinschuldners werden auf⸗ gefordert, in dem auf den 8. September 1876, Mittags 12 Uhr, in unserem Gerichtslokal, Terminszimmer Nr. 13, vor dem Kommissar, Herrn Kreisrichter Möller, an⸗ beraumten Termin ihre Erklärungen und Vorschläge über die Beibehaltung dieses Verwalters oder die Bestellung eines andern einstweiligen Verwalters abzugeben.]
Allen, welche von dem Gemeinschuldner etwas an Geld, Papieren oder anderen Sachen in Besitz oder Ge⸗ wahrsam hahen, oder welche ihm etwas verschulden, wird aufgegeben, nichts an denselben zu verabfolgen oder zu zahlen, vielmehr von dem Besitz der Ge⸗ genstände 8
bis zum 15. Oktober 1876 einschließlich
dem Gericht oder dem Verwalter der Masse Anzeige m machen, und Alles, mit Vorbehalt ihrer etwaigen Rechte, ebendahin zur Konkursmasse abzuliefern. Pfandinhaber und andere mit denselben gleichberechtigte Gläubiger des Gemeinschuldners haben von den in ihrem Besitz befindlichen Pfand⸗ stücken nur Anzeige zu machen.
Zugleich werden alle Diejenigen, welche an die
e Ansprüche ale Konkursglaͤubiger machen wollen, bierdurch aufgefordert, ihre Ansprüche, die⸗ selben mögen bereits rechtshängig sein oder nicht mit dem dafür verlangten Vorrecht 3
welche ihre Forderungen angemeldet haben, in Kenntniß gesetzt
Edgar ist am 31. August 1876, Mittags 12 Uhr, der kaufmän⸗ nische Konkurs im abgekürzten Verfahren er⸗ öffnet und der Tag der Zahlungseinstellung auf den
bis zum⸗ 2. Oktober 1876 einschließlich bei uns schriftlich oder zu Protokoll anzumelden,
sowie nach Befinden zur Bestellung des definitiven Verwaltungspersonals
auf den 25. Oktober 1876, Vormittags 10 Uhr, in unserem Gerichtslokale, Terminszimmer Nr. 13, vor dem genannten Kommissar zu erscheinen.
Wer seine Anmeldung schriftlich ein⸗ reicht, hat eine Abschrift derselben und ihrer Anlagen beizufügen.
Jeder Gläubiger, welcher nicht in unserm Amtsbezirke seinen Wohnsitz hat, muß bei der Anmeldung seiner Forderung einen am hiesigen Orte wohnhaften oder zur Praxis bei uns berechtigten auswärtigen Be⸗ vollmächtigten bestellen und zu den Akten anzeigen. Denjenigen, welchen es hier an Bekanntschaft fehlt, werden die Rechtsanwalte Gersdorf, Franz und Sander zu Sachwaltern vorgeschlagen [7198]
Konkurs⸗Eröffnung. Königliches Kreisgericht zu Guben. Erste Abtheilung.
Den 30. August 1876, Vormittags 11 ¾ Uhr.
Ueber das Vermögen des früheren Domainen⸗ Pächters Oberamtmanns Gottlieb Kniehase aus Breslack, jetzt angeblich zu Neuzelle, ist der gemeine Konkurs eröffnet.
Zum einstweiligen Verwalter der Masse ist der Apotheker Albert Fischer zu Guben bestellt.
Die Gläubiger des Gemeinschuldners werden auf⸗ gefordert, in dem auf den 8. September 1876, Mittags 12 Uhr, in unserem Gerichtslokale, Terminszimmer Nr. 13, vor dem Kommissar, Herrn Kreisrichter Möller, anberaumten Termine ihre Erklärungen und Vor⸗ schläge über die Beibehaltung dieses Verwalters oder die Bestellung eines anderen einstweiligen Ver⸗ walters abzugeben.
Allen, welche von dem Gemeinschuldner etwas an Geld, Papieren oder anderen Sachen in Besitz oder Gewahrsam haben, oder welche ihm etwas ver⸗ schulden, wird aufgegeben, Nichts an denselben
5 verabfolgen oder zu zahlen, vielmehr von dem
esitz der Gegenstände
bis zum 15. Oktober 1876 einschließlich dem Gericht oder dem Verwalter der Masse Anzeige s machen und Alles, mit Vorbehalt ihrer etwaigen
echte, ebendahin zur Konkursmasse abzuliefern. Pfandinhaber und andere mit denselben gleichberech⸗ tigte Gläubiger des Gemeinschuldners haben von den in ihrem Besitz befindlichen Pfandstücken nur
Anzeige zu machen.
„Zugleich werden alle Diejenigen, welche an die Masse Ansprüche als Konkursgläubiger machen wollen, hierdurch aufgefordert, ihre Ansprüche, die⸗ selben mögen bereits rechtshängig sein oder nicht, mit dem dafür verlangten Vorrecht
bis zum 2. Oktober 1876 einschließlich
bei uns schriftlich oder zu Protokoll anzu⸗ melden und demnächst zur vrücan der sämmt⸗ lichen, innerhalb der gedachten 6 angemeldeten Forderungen, sowie nach Befinden zur Bestellung des definitiven Verwaltungspersonals
auf den 25. Oktober 1876, Vormittags 10 Uhr, in unserem Gerichtslokal, Tecminszimmer Nr. 13, vor dem genannten Kommissar zu erscheinen.
Wer seine Aumelbung schriftlich einreicht, hat eine Abschrift derselben und ihrer Anlagen beizufügen.
Jeder Gläubiger, welcher nicht in unserem Amts⸗ bezirk seinen Wohnsitz hat, muß bei der Anmeldung seiner Forderung einen am hiesigen Orte wohnhaften oder zur Praxis bei uns berechtigten auswärtigen Bevollmächtigten bestellen und zu den Akten anzeigen
Denjenigen, welchen es hier an Bekanntschaft fehlt, werden die Rechtsanwalte Gersdorf, Franz und Sander zu Sachwaltern vorgeschlagen. [7197]
[7196] Bekanntmachung.
Der Konkurs über das Vermögen des Kauf⸗ manns Wilhelm Ahrens zu Kirchhain ist durch Schlußvertheitung der Masse beendet.
Luckau, den 13. August 1876.
Königliches Kreisgericht. Ferien⸗Abtheilung.
Konkurs⸗Eröffnung. Königliches Kreisgericht zu Heilsberg, I. Abtheilung. Den 23. August 1876, Nachmittags 5 Uhr. Ueber das Vermögen des Kaufmanns Alexan⸗ der Schwarz zu Guttstadt ist der kaufmännische Konkurs eröffnet und der Tag der Zahlungsein⸗
stellung auf den b 22. August 1876
festgesetzt worden.
Zum einstweiligen Verwalter der Masse ist der Rechtsanwalt Schultz in Heilsberg bestellt.
Die Gläubiger des Gemeinschuldners werden auf⸗ gefordert, in dem auf den 5. September 1876, Vormittags 11 Uhr, in unserem Gerichtslokal, Terminszimmer Nr. 15, vor dem Kommissar, Kreisgerichts⸗Rath Lange, anberaumten Termin ihre Erklärungen und Vor⸗ schläge über die Beibehaltung dieses Verwalters oder die Bestellung eines anderen einstweiligen Ver⸗ walters, sowie über Bestellung eines Verwaltungs⸗ raths abzugeben. 8
Allen, welche von dem Gemeinschuldner etwas an Geld, Papieren oder anderen Sachen in Besitz oder Gewahrsam haben, oder welche ihm etwas ver⸗ schulden, wird aufgegeben, nichts an denselben zu verabfolgen oder zu zahlen, vielmehr von dem Besitz der Gegenstände
bis zum 9. September 1876 einschließlich dem Gericht oder dem Verwalter der 8 7 An·
[7081]
zeige zu machen und Alles, mit Vorbehalt ihrer et⸗ waigen Rechte, ebendahin zur Konkursmasse ab⸗ zuliefern. Pfandinhaber und andere mit denselben leichberechtigte Gläubiger des Gemeinschuldners I bebe von den in ihrem Besitz befindlichen Pfandstücken nur Anzeige zu machen.
Zugleich werden alle Diejenigen, welche an die
Masse Ansprüche als Konkursgläubiger machen wollen, t, ihre Ansprüche, dieselben mögen bereits rechtshängig sein oder nicht, mit dem
hierdurch aufgefordert,
dafür verlangten Vorrecht
bis zum 22. September 1876 einschließlich bei uns schriftlich oder zu Protokoll anzumelden und demnächst zur Ueicsns der sämmtlichen inner⸗ halb der gedachten Frist angemeldeten Forderungen, sowie nach Befinden zur Bestellung des definitiven Verwaltungspersonals “
und demnächst zur Prüfung der sämmtlichen inner⸗ halb der gedachten Frist angemeldeten Forderungen,
auf den 26. September 1876, „A 8 Vormittags 10 Uhr, 5 in unserem Gerichtslokal, Terminszimmer Nr. 15, vor dem Kommissar, Kreisgerichts⸗Rath Lange, zu V eescene. Anmeldung schriftlich t
er seine Anmeldung schriftlich einreicht, hat eine
Abschrift derselben und ihrer Anlagen nct, en.
Jeder Gläubiger, welcher nicht in unserem Amts⸗ bezirke seinen Wohnsitz hat, muß bei der Anmeldung seiner Forderung einen am hiesigen Orte wohnhaften oder zur Praxis bei uns berechtigten auswärtigen Be⸗ vollmächtigten bestellen und zu den Akten anzeigen.
Denjenigen, welchen es hier an Bekanntschaft fehlt, wird der Rechtsanwalt Valentin in Heilsberg zum Sachwalter vorgeschlagen.
Heilsberg, den 23. August 1876.
Königliches Kreisgericht. I. Abtheilung.
[7073] Konkurs⸗Eröffnung. Königliches Kreisgericht zu Strasburg in Westpr. Erste Abtheilung, den 24. August 1876, Mittags 12 Uhr.
Ueber das Vermögen des Vorschußvereins u Lautenburg „Eingetragene Geuosfenschafi⸗ ist der kaufmännische Konkurs eröffnet und der Tag der Zahlungseinstellung auf 8
den 14. August er. fesgesett.
„9 um einstweiligen Verwalter der Masse ist der
Rechtsanwalt Kallenbach hierselbst bestellt.
Die Gläubiger des Gemeinschuldners werden auf⸗ gefordert, in dem
auf den 4. September cr., Mittags 12 Uhr, in dem Verhandlungszimmer Nr. 3 des Gerichts⸗ gebäudes vor dem gerichtlichen Kommissar Herrn Kreisgerichts⸗Rath v. Wrese anberaumten Termine ihre Erklärungen und Vorschläge über die Beibehaltung dieses Verwalters oder die Bestellung eines anderen einstweiligen Verwalters, sowie darüber abzugeben, ob ein einstweiliger Verwaltungsrath zu bestellen und welche Personen in denselben zu berufen seien.
Allen, welche vom Gemeinschuldner etwas an Geld, Papieren oder anderen Sachen in Besitz oder Gewahrsam haben, oder welche ihm etwas ver⸗ schulden, wird aufgegeben, nichts an denselben zu ver⸗ abfolgen oder zu zahlen, vielmehr von dem Besitz der Gegenstände
bis zum 15. Oktober er. einschließlich
dem Gericht oder dem Verwalter der Masse Anzeige zu machen und Alles, mit Vorbehalt ihrer etwaigen Rechte, ebendahin zur Konkursmasse abzuliefern. Pfandinhaber oder andere mit denselben gleichberech⸗ tigte Gläubiger des Gemeinschuldners haben von den in ihrem Besitz befindlichen Pfandstücken uns Anzeige zu machen.
Ueber das Vermögen des Mühlenbesitzers und Pächters Karl Friedrich Wilhelm Blauert zu Kemnitzerhagen, ist heute der förmliche Konkurs eröffnet. Alle Diejenigen, welche an den Gemein⸗ schuldner oder dessen Vermögen aus irgend einem Grunde Forderungen oder sonstige Ansprüche zu machen haben, werden aufgefordert, dieselben in einem der auf
den 8. September, 20. September
und 4. Oktober d. J.,
jedesmal Vormittags 11 ½ Uhr, anberaumten Liquidationstermine in dem hiesigen Ge⸗ Füreben⸗ grouumelden, zund mrit Aue führut 9 ekwäiger
orzugsrechte zu justifiziren bei Vermeidung des
Ausschlusses von der Konkursmasse. Im ersten Termine soll zugleich über die mit der Masse zu treffenden Maßnahmen ver⸗ handelt werden. Die Gläubiger haben sich hierzu einzufinden und werden die Ausbleibenden an die Beschlüsse der Mehrheit der erschienenen Gläubiger für gebunden erachtet werden.
Auswärtige Gläubiger haben hiesige Bevollmäch⸗ tigte, wozu die Rechtsanwälte, Justiz⸗Rath Dr. Gut⸗ jahr, Justiz⸗Rath Dr. Lenz, v. Vahl und Kirchhoff vorgeschlagen werden, zu bestellen, widrigenfalls sie zu ferneren Verhandlungen nicht werden zugezogen werden.
Alle Diejenigen, welche an den Gemeinschuldner noch Gelder oder Sachen abzuliefern schuldig sind, haben dieselben, bei Vermeidung nochmaliger Bei⸗ treibung, nicht an diesen, sondern an den einstweiligen Massen⸗Kurator, Rechtsanwalt Schoemann hier⸗ selbst oder an unser Depositorium abzuliefern.
Greifswald, den 27. Juli 1876. [6603]
Königliches Kreisgericht. I. Abtheilung.
Tarif- etc. Veränderungen der deutschen Eisenbahnen No. 167. 3
Frankfurt⸗Bebraer Eisenbahn. 88 Vom 10. September c. ab tritt zum Tarif für die Beförderung von Personen und Reisegepäck im Hannover⸗Thüringischen Eisenbahn⸗Verbande der 2. Nachtrag in Kraft, enthaltend: Einführung di⸗ rekter Personenbillets I. und II. Wagenklasse und Gepäcktaxen zwischen Eisenach einerseits und den Stationen Hamburg, Bremen, Hannover und Göttingen andererseits via Cassel. Das Nähere ist bei den genannten Stationen zu erfahren.
Frankfurt a. M., den 29. August 1876. Namens des Hannover⸗Thüringischen Eisen⸗
bahn⸗Verbandes. Königliche Eisenbahn⸗Direktion.
Posen⸗Crenzburg'er Eisenbahn. Vom 1. September d. J. ab bis zum Jahres⸗ schluß werden Wagenladungsgüter der ermäßigten Klassen unseres Lokaltarifs, welche im Verkehr zwi⸗ schen Stationen der Rechte⸗Oder⸗Ufer Bahn und darüber hinaus liegenden Stationen einerseits und Stettin andererseits in der Richtung von und nach Oberschlesien unsere ganze Linie Posen⸗Creuzburg ttransitiren, zu ermäßigten Sätzen, und zwar in Classe B. und C. zu 0,6s ℳ und in Classe D. zu 0,54 ℳ pro 100 Kilogramm tarifirt. [7201] Posen, den 1. September 1876. .—
Die Direktion.
Breslau⸗Schweidnit⸗Freiburger Eisenbahn.
Vom 1. September c. ab treten für die Beförde⸗ rung von gebranntem Kalk und rohen Kalksteinen in Wagenladungen von je 10,000 Kgr. von der Sta⸗
“
— tion Rüdersdorf der
sämmtlichen diesseitigen Stationen via Cüstrin Rep⸗ pen direkte Tarifsätze in Kraft.
Exemplare des bezüglichen Tarifs sind von un.
serem Formularmagazin zum Preise von 10 ₰ zu beziehen. Breslau, den 31. August 1876. — Direktorium.
Breslan⸗Schweidnitz⸗Freiburger
Eisenbahn.
Am 1. September tritt für den direkten Per⸗ sonen⸗ und Gepäckverkehr nach Stationen der Nieder⸗ schlesisch⸗Märkischen Eisenbahn via Liegnitz⸗Sagan resp. Kohlfurt, via Reppen und via Altwasser ein neuer Tarif in Kraft, welcher gegen den z. Z. be⸗ stehenden erhöhte Preise für Retourbillets, ermäßigte 2 * für Expreßzugbislets II. Klasse von Franken⸗ ttein, Gnadenfrei, Reichenbach, Schweidnitz, Frei⸗ burg, Striegau und Lüben nach Berlin via Reppen und neue Preise für direkte Billets von Dyhernfurth und Raudten nach Berlin via Reppen enthält.
Direktorium. [7202]
Rhein⸗Nahe⸗ und Saarbrücker Eisenbahn. [7200] Saarbrücken, den 28. August 1876.
Mit dem 1. November cr. tritt der Saarbrücken⸗ Nassauische Wechseltarif vom 1. Januar 1871 außer Kraft. Gleichzeitig mit demselben werden auch die Nachträge aufgehoben mit Ausnahme jedoch des Zehnten vom 15. Mai 1875, sowie des Rohproduk⸗ tentarifs vom 15 Januar 1875 nebst Nachtrag I. für Zeiten gestörter Trajektirung bei Rüdesheim. Von demselben Tage ab tritt ein neuer Tarif in Kraft, der auf dem Raumtarifsystem beruhend theils Erhöhungen, gröͤßtentheils aber Ermäßigungen gegen den früheren und vorzugsweise billige Taxen für gedeckte Wagen enthält. Gleichzeitig wird vom genannten Termine ab der Artikel „Phosphorit“ nach den Taxen des bestehen bleibenden Nachtra⸗ ges X. tarifirt werden.
Die Frachtsätze des neuen Tarifs sind im Bu unseres Ober. Güterverwalters zu erfahren.
Königliche Eisenbahn⸗Direktion.
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Berlint:
Königlichen Ofiibahn nach
an der Kathedrale
Das Abonnement beträgt 4 ℳ 50 ₰ 8 für das Vierteljahr. — für den Raum einer Bruckzeile 30 ₰
Berlin, Montag, u
Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht: dem Amtmann Weiß zu Neuenrade im Kreise Altena und dem Bürgermeister und Amtmann Schmieding zu Altena den Rothen Adler⸗Orden vierter Klasse; dem Hof⸗Hospitals⸗ Inspektor Plümer zu Cassel und dem Garderobe⸗Inspektor und Bühnen⸗Inspizienten Stübecke am Königlichen Theater zu Cassel, den Königlichen Kronen⸗Orden vierter Klasse; sowie dem Park und Kaskaden⸗Aufseher Bertermann zu Wilhelmshöhe bei Cassel dem Leihbank⸗Pedellen Gleim zu Hanau und dem Schulzen und Orts⸗Steuererheber Wröblewski zu Paczkowo im Kreise Schroda das Allgemeine Ehrenzeichen zu verleihen. Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht: den nachbenannten Personen die Erlaubniß zur Anlegung der ihnen verliehenen nichtpreußischen Ordens⸗Insignien zu er⸗ theilen, und zwar: des Ritterkreuzes II. Abtheilung des Großherzoglich fächsischen Haus⸗Ordens der Wachsamkeit oder vom weißen Falken: dem Verlags⸗Buchhändler Albert Hofmann zu Berlin; des Verdienstkreuzes in Gold des Großherzoglich meck⸗ lenburgischen Haus⸗Ordens der wendischen Krone: dem Bürgermeister Schmidt zu Sonnenburg im Kreise Ost⸗Sternberg, und des Ritterkreuzes erster Klasse des Großherzoglich badischen DOrdens vom Zähringer Löwen: dem Kurdirektor Hey, genannt Hey'l, zu Wiesbaden.
Deutsches Reich.
Se. Najestät der Kaiser und König haben Aller⸗ gnädigst geruht:
den Präsidenten des Reichsbank⸗Direktoriums Dechend und
den General⸗Postmeister Dr. Stephan zu Kaiserlichen Wirklichen Geheimen Räthen mit dem Prädikate „Excellenz“ zu ernennen.
von
Se. Majestät der Kaiser und König haben im Namen des Deutschen Reiches den Kaufmann Wilhelm Sowerbutts in Mazatlan, Mexiko, zum Konsul des Deutschen Reiches zu ernennen geruht.
Se. Majestät der Kaiser und König haben im Na⸗ men des Deutschen Reiches den Kaufmann Friedrich As⸗ mussen in Copiapéô, Chili, zum Konsul des Deutschen Reiches und den Kaufmann Julius Scheffler in Caldera, Chili, zum Vize⸗Konsul des Deutschen Reiches zu ernennen geruht.
öi“ Postverbindung mit der Insel Cuba.
Vom 27. September an werden die regelmäßigen Pöst⸗ Dampfschiffahrten auf der Linie Bremen⸗Havanna wieder auf⸗ genommen. Berlin W., den 29. August 1876. ö Kaiserliches General⸗Postamtut.
In Germau, Regierungsbezirk Königsberg, wird am 16. September d. Is. eine mit dem Orts⸗Postamte vereinigte Tele⸗ raphenanstalt mit beschränktem Tagesdienst (§. 4 der Telegraphen⸗ Ordnung für das Deutsche Reich) eröffnet werden. Königsberg i. Pr., den 1. September 1876. Der Kaiserliche Ober⸗Postbirekto
Zu Büchen in der Provinz Schleswig⸗Holstein wird am 16. Sep. tember d. J. eine mit dem Orts Postamte vereinigte Telegraphen⸗ Anstalt mit beschränktem Tageedienste eröffnet werden.
Hamburg, den 30. August 1876“ Der Kaiserliche Ober⸗Postdirektor. „
Zu Balje und Horneburg in der Provinz Hannover werden am 16. September d. J. mit den Ortspostanstalten vereinigte Tele⸗
graphen⸗Anstalten mit beschränktem Tagesdienste eröffnet werden.
Hamburg, den 30. Auguft 1876. Der Kaiserliche Ober⸗Postdirektor. Am 16. d. Mts. wird auf dem einstweiligen Staatsbahnhofe in Hannover eine mit der Postanstalt daselbst vereinigte Telegra⸗ phen⸗Bct iebsstelle mit beschränktem Tagesdienste eröffnet Haäannover, den 1. September 1876. Der Kaiserliche Ober⸗Postdirektor Elsaß⸗Lothringen. Se. Majestät der Kaiser haben im Namen des Deut⸗ schen Reichs die von dem Bischof zu Straßburg vorgenommene Ernennung des General⸗Sekretärs des Bisthums Straßburg Joseph Alexander Straub zu Straßburg zum Domherrn daselbst zu genehmigen geruht. Der frühere evangelische Pfarrer und Orts⸗Schul⸗Inspek⸗ tor in Bayreuth, Theodor Renaud, ist zum Kaiserlichen Kreis⸗Schul⸗Inspektor in Elsaß⸗Lothringen ernannt worden.
——
den 4 September, Abends.
G SaAle- Post⸗Anstulten des In⸗ und Anstandes nenmens Bestellung au; für Berlin außer den Post⸗Anstalten lluaaauch die Expedition: SW. Wilhelmstr. Nr. 32.
——
nng Königreich Preußen. F“ Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht: den bisherigen ordentlichen Professor an der Universität zu Rostock, Dr. Emil Ponfick, zum ordentlichen Professor in der medizinischen Fakultät der Univerfität Göttingen; den bisherigen ordentlichen Professor an der K. K. öster⸗ reichischen Universität zu Prag, Dr. Wendelin Foerster, zum ordentlichen Professor in der philosophischen Fakultät der Universität Bonn zu ernennen; und dem Gouvernements⸗Auditeur, Justiz⸗Rath Baron von Roberts in Breslau bei seiner Versetzung in den Ruhestand den Charakter als Geheimer Justiz⸗Rath zu verleihen.
„Auf Ihren Bericht vom 1. August d. J. will Ich den Ge⸗ meinden Auersmacher und Rilchingen⸗Hanweiler der Bürger⸗ meisterei Klein⸗Blittersdorf, im Kreise Saarbrücken, zur Erwer⸗ bung der zur Anlegung eines Zugangsweges zu einer anzu⸗ legenden Brücke über die Blies bei Saargemünd ausweislich des zurückerfolgenden Situationsplanes erforderlichen Grundstücke das Enteignungsrecht nach Maßgabe des Gesetzes vom 11. Juni 1874 hierdurch verleihen. “
Wildbad Gastein, den 7. August 1877. .
. — Wilhelm. “ Für den Minister für Handel ꝛc. ““ 8 Hofmann. 1“ en Minister für Handel, Gewerbe und öffentliche Arbeiten.
Finanz⸗Ministerium. Die Ziehung der 3. Klasse 154. Königlich Preußischer
.“
An d
Klassen⸗Lotterie wird am 12. September d. J. Morgens 8 Uhr nickendorf ertönte des Morgens die Reveille, der Kriegerverein
im Ziehungs⸗Saale des Lotterie Gebäudes ihren Anfang nehmen.
Die Erneuerungs⸗Loose, sowie die Freiloose zu dieser Klasse sind nach den §§. 5, 6 und 13 des Lotlerie⸗Planes, unter Vorlegung der bezüglichen Loofe aus der 2. Klasse, bis zum 8. September d. J., Abends 6 Uhr, bei Verlust des Anrechts einzulösen.
Berlin, den 4. September 1876.
Königliche General⸗Lotterie⸗Direktion.
Die heutige Nummer des Deutschen Reichs⸗ und Königlich Preußischen Staats⸗Anzeigers enthält in der Central⸗Handels⸗Register⸗Beilage:
Nr. 168 der Tarif⸗ ꝛc. Veränderungen der deut⸗ schen Eisenbahnen. “ v““
Preußen. Berlin, 4. September. Se. Majestät der
Kaiser und König nahmen am Sonnabend Vormittag zu⸗ nächst hier den Vortrag des Militär⸗Kabinets durch den General⸗ Adjutanten General⸗Major von Albedyll entgegen, wohnten so⸗ dann um 11 Uhr der Enthüllungs⸗Feierlichkeit der allegorischen Figuren am Piedestal des Denkmals Königs Friedrich Wil⸗ helm III. auf dem Lustgarten bei, empfingen, in das Palais zurückgekehrt, Allerhöchstihren General⸗Adjutanten Feldmarschall von Manteuffel und hörten den Vortrag des Civil⸗Kabinets durch den Geheimen Regierungs⸗Rath Anders. Zum Diner kehrten Se. Majestät wiederum nach Schloß Babelsberg zurück.
Heute früh mit dem 9⸗Uhr⸗Zuge kamen Se. Majestat der Kaiser und König nach Berlin, nahmen unterwegs den Vortrag des Staats⸗Sekretärs des Auswärtigen Amtes, Staats⸗ Ministers von Bülow, und im Palais den des Civil⸗Kabinets durch den Geheimen Regierungs⸗Rath Anders entgegen, empfingen militärische Meldungen, besuchten die Gemälde⸗Ausstellung in dem provisorischen Gebäude hinter der Nationalgalerie, sowie das Aquarium und kehrten um 2 Uhr nach Schloß Babelsberg zurück.
— Ihre Majestät die Kaiserin⸗Königin traf am Sonnabend Morgen in Berlin ein, um mit der Königlichen Familie der Enthüllung des Standbildes Friedrich Wilhelms III. beizuwohnen. Allerhöchstdieselbe kehrte Nachmittags nach Schloß Babelsberg zurück.
Gestern wohnten Beide Kaiserlichen Majestäten dem Gottesdienste in der Friedenskirche zu Potsdam bei. — Das Familiendiner fand auf Schloß Babelsberg statt.
Heute traf Ihre Majestät die Kaiserin⸗Königin hier ein und besuchte den botanischen Garten. Später begab Sich Allerhöchstdieselbe mit Sr. Majestät dem Kaiser und König nach der Gemälde⸗Ausstellung. — In Babelsberg findet heute ein größeres Diner statt.
— Se. Kaiserliche und Königliche Hoheit der Kronprinz ist gestern Abend kurz nach 6 Uhr in Regens⸗ burg eingetroffen und hat in der Königlichen Villa Wohnung genommen. Höchstderselbe wurde bei Seiner Ankunft in der reich mit Flaggen geschmückten Stadt von der zahlreich ver⸗ sammelten Volksmenge auf das Herzlichste begrüßt, um 8 Uhr wurde Sr. Kaiserlichen Hoheit von einem illuminirten Dampf⸗
SöAee
— Se. Königliche Hoheit der Prinz Georg ist am 1. d. M. aus Bayreuth in Wiesbaden wieder eingetroffen und im Hotel zum Naussauer Hof abgestiegen.
— Se. Kaiserliche Hoheit der Großfürst Nicolaus Nicolajewitsch beabsichtigt den Manövern des XII. (Königlich sächsischen) und IV. Armee⸗Corps bei Merseburg beizuwohnen.
— Der General⸗Feldmarschall Freiherr von Manteuffel 8
hat sich im Auftrage Sr. Majestät des Kaisers und Königs zur
Begrüßung Sr. Majestät des Kaisers von Rußland nach War⸗ schau begeben, wo derselbe gestern Abend bereits eingetroffen ist.
— Die über die Feier des 2. September vorliegenden Berichte liefern den Beweis, daß dieser Tag für das gesammte deutsche Volk jetzt vollständig den Charakter eines allfährlich wieder⸗ kehrenden National⸗Festtages gewonnen hat. Die Theil⸗ nahme an der Feier, über die wir, soweit dieselbe Berlin be⸗
trifft, bereits berichtet haben, hat sich in diesem Jahre als eine —
noch allgemeinere, wie in den Vorjahren, erwiesen.
In Potsdam, wo fast kein Haus ohne Flaggenschmuckk war, fand in der St. Nikolaikirche ein Festgottesdienst statt, dem die Mitglieder der städtischen Behörden in ihrer Gesammtheit beiwohnten. — In Charlottenburg versammelten sich Abends die Vereine, Korporationen und Gewerke auf dem Wilhelmsplate zu einem Festzuge durch die Stadt unter der Führung der dor⸗ tigen drei Kriegervereine. — In Friedrichsfelde wurde unter entsprechender Feierlichkeit auf dem Platze an der Kirche neben der Friedenseiche, ein Kriegerdenkmal enthüllt. — In Rei⸗
hielt einen Kirchgang und marschirte Vormittags nach dee Schießstande aus, wo Nachmittags Konzert und Abends Feuer⸗ werk stattifand.
In Spandau gestaltete sich die Sedanfeier aus An⸗ laß der Enthüllung des Kriegerdenkmals zu einem großartigen Volksfeste, an welchem sich Bürger und Militär in gleicher Weise betheiligten. Um 8 Uhr Morgens versammelten sich die einzelnen Gewerke, Vereine und Korporationen an ver⸗ schiedenen Stellen der Stadt und zogen dann hinaus auf den Plantagenplatz, wo am selben Tage vor zwei Jahren die feier⸗ liche Grundsteinlegung zu dem Denkmal stattfand. Um 9 Uhr war die Aufstellung beendet und ein Kanonenschuß verkündete den Beginn der Enthüllungsfeier. Das Musikcorps des Garde⸗Festungs⸗ Regiments und die Sturmsche Kapelle intonirten den Choral „Lobe den Herrn“, und dann bestieg der Bürgermeister Gardemin die Rednertribüne zu einer Ansprache an die Festversammlung. Während dann die Gesangvereine ein altdeutsches Grablied an⸗ stimmten, legten die Angehörigen Kränze auf das Denkmal nieder, und nach dem Choral „Jesus meine Zuversicht“ hielt Prediger Recke die Weihrede, die mit Gebet und dem Choral „Nun danket Alle Gott“ schloß. Nach einem Umzuge der Ge⸗ werke und Vereine marschirten die Gewerke und Vereine nach dem Denkmal von 1813 auf dem Heinrichsplatze, wo sie sich Nachmittags zu einem Auszuge nach dem Stadtwalde wieder versammelten.
Stettin, 2. September. (Ostsee⸗Ztg.) Die Feier des heutigen Sedantages wurde in der Frühe durch das Blasen eines Chorals vom Jacobithurme und das Geläute der großen Glocken eingeleitet. In sämmtlichen städtischen Schulen, wie in dem Marienstiftsgymnasium, fanden Schulfeiern durch Ge⸗ sang und Redeakte statt. Die Friedrich⸗Wilhelmsschule gab, wie schon in früheren Jahren, der Feier einen öffentlichen Ausdruck durch Ausmarsch nach dem Turnplatze, wozu sich auch Vertreter der städtischen Behörden und Angehörige der Schüler in großer Zahl eingefunden hatten. Um 9 Uhr rückten die drei Turnerbatillone mit fliegenden Fahnen, die deutschen, preußischen und Stettiner“ Stadtfarben repräsen⸗ tirend, in langem Zuge und mit Tambour⸗ und Musikcorps an der Spitze auf dem Festplatze ein und nahmen hier Frout⸗ aufstellung gegen die anwesenden Gäste. Mit dem Gesange des Chorals „Lobe den Herrn“ hob die Feier an; dann hielt Hr. Direktor Kleinsorge die Festrede, in der er mit begeisternden Worten der ruhmvollen Ereignisse von 1870 und 1871 gedachte, deren Andenken durch die Feier des Sedantages vom deutschen Volke ein Markstein für ewige Zeiten gesetzt werden sollte. Auf Se. Majestät den Kaiser und auf das Vaterland brachte der Redner zum Schluß ein Hoch aus, das bei allen Anwesenden den lebhaftesten Widerhall fand. Dann wurde im Chor „Die Wacht am Rhein“ gesungen und Freiübungen der Turnerschaft schlossen die Feier. Die Mehrzahl der öffentlichen Gebäude, sowie die Börse sind heute geschlossen.
Breslau, 2. September. Der Tag von Sedan ist in der Hauptstadt Schlesiens heut abermals in würdiger Weise ge⸗ feiert worden. Schon in früher Stunde, als die Reveille der Militärkapellen erklang, entfaltete sich ein reicher Flaggen⸗ und Fahnenschmuck der Häuser, wozu dann noch an vielen Stellen die finnige Zier der Schaufenster kam. In recht festlichem Schmuck zeigten sich die Monumente am Ringe, dem Blücher⸗ und dem Tauentzienplatz. Um 9 Uhr wurde zur Feier des Tages in den evangelischen Kirchen ein Dankgottesdienst abgehalten, In der Haupt⸗ und Pfarrkirche zu St. Elisaberh erschienen bei der gottesdienstlichen Feier die Vertreter der Königlie en und städ 8
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