1876 / 232 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger, Mon, 02 Oct 1876 18:00:01 GMT) scan diff

.—“

Volksversammlung stattgefunden,

nach Lourdes gezogen sind. Der Bischof von Montauban

führte selbst den Zug an.

2. Oktober. (W. T. B.) Der Ministerrath tritt

morgen zusammen, um über den Zeitpunkt der Einberu⸗

8 sung der Kammern Entschließung zu fassen.

mN

Spanien. Nach einer der „Agence Havas“ aus Pam⸗ plona zugehenden Depesche ist in den baskisch⸗navarrischen Provinzen ein Aufruf an das Volk im Umlauf, welcher zur Vertheidigung der Sonderrechte auffordert. Die Herren

Castelar und Pi y Margall haben ein Protestschreiben

gegen das jüngst veröffentlichte politische Programm Ruiz Zorilla's erlassen.

Griechenland. Athen, 1. Oktober. (W. T. B.) Heute at auf der Pnyx eine von etwa 8000 Personen besuchte ul. in welcher die Redner, darunter die Professoren Papazofiropulos, Cocino und Damala, die unerträgliche Lage der griechischen Provinzen des türkischen

Reiches in eingehender Weise darlegten. Die Ausführungen

der Redner wurden von allseitigem und lebhaftem Beifall

Türkei. Konstantinopel, 29. September. (W. T. B.) Der zußerordentliche Ministerrath wird morgen unter dem Vor⸗ itze des Großvezier zusammentreten, um die endgiltige Antwort uf die Friedensvorschläge der Mächte festzustellen. Wie es heißt, wird die Anzahl der Mitglieder des Nationalrathes, welcher zum Zweck der Einführung von Reformen gewählt werden soll, auf 120 gebracht werden. Die Kaiserin von Brasilien ist hier eingetroffen. —— 1. Oktober. (W. T. B.) Der für gestern anberaumt gewesene große Ministerrath, in welchem eine endgiltige Entscheidung bezüglich der von den Mächten gemachten Frie⸗ densvorschläge getroffen werden sollte, ist auf heute vertagt worden. Der russische Botschafter, General Ignatiew kehrt morgen auf seinen hiesigen Posten zurück. 8 (W. T. B.) Riza Pascha ist zum Handels⸗Minister, Mahmud Damat Pascha zum Großmeister der Artillerie er⸗ nannt worden. Aus Nisch wird von gestern amtlich gemel⸗ det, daß auch der neueste Angriff der Serben auf die tür⸗ kischen Truppen bei Alexinatz siegreich zurückgewiesen worden ist. Der auf heute vertagte große Ministerrath hat nun⸗ mehr stattgehabt, über das Ergebniß desselben ist Näheres noch nicht bekannt.

Wie dem Wiener „Fremdenbl.“ berichtet wird, sei die Pforte entschlossen, dem Serdar Ekrem (Generalissimus) Ab⸗ dul Kerim Pascha die Instruktion zukommen zu lassen,

falls die Serben wirklich, wie man aus Belgrad meldet, ge⸗ 1““ 1— fens ge⸗ wortlichkeit für die Verletzung der Waffenruhe auf die türkische

neigt sein sollten, die Offensive den Montag, bis zu welchem Tage die von ihr gewährte Waffenruhe dauert, nur auf die einfache Defensive zu be⸗ schränken, damit die Verantwortung für die Erneuerung des Kampfes auf Serbien allein zurückfalle. 3

Die „Times“ enthalten folgende Bemerkung: „Mehe⸗ med Ruschdi (der jetzige Großvezier), obschon ein erleuchteter und sehr ehrenwerther Staatsmann, ist ganz gegen die Re⸗ formen, welche die Christen auf gleichen Fuß mit ihren Mit⸗ unterthanen stellen würden, und so lange er allein Gchör beim Sultan findet, läßt sich durchaus keine Aussöhnung zwischen den verschiedenen Racen und Glaubensbekenntnissen erwarten.“

Adrianopel, 20. September. Der „Pol. Korr“ wird von hier berichtet: Die aus Konstantinopel eingetroffene neue Untersuchungskommission geht diesmal bedeutend ein⸗ dringlicher vor. Die Folge davon ist, daß sehr viele türkische Beamte in Haft genommen werden. Die Kommission hat sich in zwei Sektionen getheilt. Während die eine Sektion den Mißbrauch der Amtsgewalt Seitens der Beamten und die Ausschreitungen der Baschibozuks zum Gegenstande der Unter⸗ suchung macht, beschäftigt sich die andere Sektion mit Eruirung der bulgarischen Unterthanen an Hab und Gut zugefügten Schäden. Sobald der Verlust eines Dorfes konstatirt ist, wird zur Feststellung des Schadenersatzes geschritten. Es werden auch sofort Arbeiter aufgenommen, welche die Häuser theils wieder aufbauen, theils ausbessern; der geraubte Viehstand wird durch Ankäufe ersetzt und der Raub kleinerer Objekte gerichtlich ab⸗ geschätzt. Die Kommission verfügt über bedeutende Geldmittel. Dieses Verfahren trägt doch Einiges bei, die Stimmung zu heben und die gewaltige Unzufriedenheit der Bevölkerung zu mildern. Gleichzeitig wurde angezeigt, daß große Quantitäten Sämereien aus Konstantinopel eintreffen werden, welche unter die Bulgaren der Kreise Plovdiv und Tatar⸗Bazardjik ver⸗ theilt werden sollen. Man wird also auch die Felder bestellen können. Wie versichert wird, soll ein großer Theil der Tscher⸗ kessen, die im Adrianopeler Vilajet vor einigen Jahren ange⸗ siedelt wurden, wieder nach Klein⸗Asien zurückwandern. Die Pforte will nur jene Tscherkessen in ihren jetzigen Wohnsitzen belassen, welche sich durch ruhiges Betragen vortheilhafter be⸗ merklich gemacht. Auch will man an die Entwaffnung aller Tscherkessen gehen. Zu diesem Zwecke sollen nach allen Orten, wo Tscherkessen wohnen, starke Garnisonen gelegt werden.

Aus Adrianopel, 20. September, berichtet man der „Pol. Corr.“: In diesem Augenblicke zirkulirt hier unter der bulgarischen Bevölkerung eine Petition, welche an die Großmächte gerichtet werden soll. Die Bulgaren nehmen darin „den hochedlen Willen der Großmächte, die Lage der bulgarischen Nation verbessert zu sehen, als Thatsache an“, und bitten Europa um die Gnade, che Wünsche demselben in allgemeinen Umrissen darlegen zu dürfen. Diese Wünsche sind wesentlich folgende: 1) Die drei bulgarischen Pro⸗ vinzen Macedonien, Thracien und Donau⸗Bulgarien sollen in ein Verwaltungsgebiet vereinigt werden. 9 Der oberste Chef der Verwaltung soll ein Bulgare sein.

zu ergreifen, sich bis kommen⸗

3) Die Justiz in dieser Provinz soll auf Grundlage des Code Napolson organisirt, die Richter nach Möglichkeit aus Rechts⸗ kundigen bestellt, das mündliche und schriftliche Gerichtsver⸗ fahren eingeführt und die Türken im Verhältnisse zur moha⸗ medanischen Einwohnerzahl zu Richtern ernannt werden. 9 Die neue Provinz soll eine Vertretung erhalten. 5) Der rarch soll vollständig unabhängig sein. 6) Alle Emigranten sollen begnadigt werden und die Erlaubniß erhalten, traflos in ihr Vaterland zurückzukehren. Zwei Delegirte sollen diese Petition den betreffenden Regierungen übermitteln. Tultscha, 24. September. Die Stimmung in der Dobrudscha hat sich der „Pol. Korr.“ zufolge so ziemlich beruhigt. Es wurden die Türken, welche das Dorf Dennebej⸗ Köi im Kreise Baltschis gänzlich ausgeplündert hatten,

Baltschis g einge⸗ fangen und die Rädelsführer zum Tode verurtheilt. Vei

Es heißt aber, daß in Konstantinopel eingetroffene kurdische Tabors in das verschanzte Lager verlegt werden sollen. Die angeblichen Aufstandsversuche, welche die Starovjerzen (rus⸗ sisch⸗orthodoxe Ansiedler) in der Dobrudscha gemacht haben, reduziren sich auf eine in einem einzigen Dorfe an der Donau von einem solchen Altgläubigen betriebene Aufwieglung. Der Ruhestörer wurde den Behörden eingeliefert. Jetzt herrscht im ganzen Verwaltungssprengel Tultschas vollständige Ruhe.

(W. T. B.) Nach einer Mittheilung des „Reuter⸗ schen Bureaus“ aus Belgrad sind die Re⸗ ierungen von England und Italien in Folge der Ab E ng der Waffenruhe durch die serbische Regierung gegen diese sehr aufgebracht. Der englische Konsul soll im Namen Derby’s dem Minister⸗Präsidenten Ristics erklärt haben, daß die eng⸗ lische Regierung sehr unzufrieden mit Serbien sei, weil das⸗ selbe die Waffenruhe, welche es selbst nachgesucht, abgelehnt Serbien dürfe nicht mehr weder auf die Unter⸗ tützung Englands, noch auf dessen Sympathie, welche es nicht verdiene, rechnen.

Ragusa, 1. Oktober. (W. T. B.) Der englische Konsul Monson hat sich im Auftrag seiner Regierung nach Cettinje begeben, um Montenegro zur Annahme der von den Mächten vorgeschlagenen Friedensbedingungen zu bestim⸗ men. Man glaubt, daß Montenegro dem Friedensabschlusse zustimmen werde. ½

Vom türkisch⸗serbischen Kriegsschauplatze liegen folgende drgeischea ser

Konstantinopel, 29. September. (W. T. 28 Die Veröffentlichung der türkischen Regierung über das bei Alexinatz stattgehabte Gefecht lautet: Nach einem Tele⸗ gramme des Oberbefehlshabers haben die Serben die türkischen Truppen auf der ganzen Linie vor Alexinatz angegriffen. Der

Departements

Schumla wird von türkischer Seite ein befestigtes Lager an⸗ gelegt. Truppen befinden sich dort bis jetzt noch sehr wenig.

uue“

1e“4“] 4

11““ 1““

Kampf dauerte 12 Stunden hintereinander und endete mit der Niederlage der Serben, welche unter Zurücklassung einer großen Anzahl von Todten und Verwundeten die Flucht er⸗ griffen. Von Abdi Pascha wird hinzugefügt, daß die Serben mit dem Verlangen der Einstellung der Feindseligkeiten keinen anderen Zweck verfolgt hätten, als die ungestörte Konzentrirung aller ihrer disponiblen Streitkräfte bei Alexinatz bewerkstelligen zu können. Die Regierung hat an ihre Vertreter im Auslande folgende Mittheilung gelangen lassen: Die serbische Regierung hat den diplomatischen Agenten der Mächte in Belgrad angezeigt, daß die türkischen Truppen die W affen- ruhe am 17. d. bei Alexinatz und bei Jankova Klissura, am 19. d. bei Javor und am 21. d. bei Javor und an der Drina verletzt hätten. Mit dieser Mittheilung hat der Minister⸗ Präsident Ristics die Thatsachen umdrehen und die Verant⸗

Regierung wälzen wollen. Wie bereits bekannt, sind es gerade die serbischen Truppen gewesen, welche eine aggressive Haltung angenommen und die türkischen Truppen auf der ganzen Linie en e haben. Die Pforte kann nicht um⸗ hin, gegen jene Mittheilungen formell Protest zu erheben.

Widdin, 30. September. (W. T. B. Meldungen, welche den hiesigen Konsuln vom Kriegsschauplatze zugegangen sind, bestätigen, daß die türkischen Truppen gestern den An⸗ griff des General Tschernajeff mit Erfolg zurückgewiesen haben.

„Belgrad, 27. September. Von dem bei der Armee befindlichen Kriegs⸗Minister Oberst Nikolits ist ein ziemlich umfangreicher Bericht eingelaufen. Derselbe zerfällt in zwei Theile: Ueber die Lage der Morawc⸗Armee und über die Stimmung derselben.

Was die Lage der Armee betrifft, so wäre dieselbe nach dem Berichte eine günstige. Deligrab ist in den letzten vier⸗ zehn Tagen mit einem neuen Schanzengürtel umgeben worden, welcher mit 80 schweren Geschützen armirt ist. Die Enceinte ist erweitert und die Redoutenlinie hinausgeschoben worden. In und bei Deligrad befinden sich 78,000 Mann. Die Legion des Mascha Vrbitza ist 4200 Mann stark, lauter verwegene Leute. Dieselbe bildet die Avantgarde an der Morawa. Oberst Horvatovics kommandirt 18,000 Mann auserlesener Truppen und hält die Höhen von Suppovac besetzt.

In Alexinatz steht Oberst Popovics mit 12 Bataillonen und 8 Batterien. Auch Alexinatz ist durch vier neue Redouten verstärkt worden. Die Laufgräben sind verlängert worden. Die Positionen sind sehr gut und Tschernajeff hofft zuver⸗ fictlic. Abdul Kerim Pascha über die Grenze zurü⸗ kdrängen zu können.

Belgrad, 1. Oktober. (W. T. B.) Gestern Vormittag haben die Türken von Gorny, Adropatz und Gredetin aus einen Angriff auf die Stellungen des Obersten Horvato⸗ vic Schibegovatz und Kaon unternommen. Ueber das Resultat desselben ist bis jetzt nichts bekannt geworden. Zur gleichen Zeit haben drei serbische Brigaden unter ochtoroff die türkischen Stellungen bei Tessitza angegriffen. Ein von den Türken gemachter Versuch, Munition nach Nisch zu brin⸗ gen, wurde durch die Serben verhindert.

St. Petersburg, 1. Oktober. (W. T. B.) Nach einer Meldung der „Internationalen Telegraphen⸗Agentur“” aus Semlin von gestern sind die Serben durch eine von Nisch aus erfolgte Verstärkung der türkischen Truppen genöthigt gewesen, die am Morgen von Horvatovics eroberten Positionen wieder aufzugeben. Beide Theile haben darauf ihre frü⸗ heren Stellungen wieder eingenommen. Auch gestern war der Kampf aber wieder entbrannt. In den vorhergegangenen Gefechten waren 22 Offiziere russischer Nationalität gefallen.

Eine Depesche vom türkisch⸗montenegrinischen Kriegsschauplatze lautet: sch 8 sch

Ragusa, 30. September. (W. T. B.) Der Fürst von Montenegro wird die Verlängerung der aösfenruhe bis zum 2. Oktober respektiren, eine weitere Verlängerung jedoch, gutem Vernehmen nach, nicht annehmen.

Dänemark. Kopenhagen, 30. September. Der König hat unterm 25. d. M. den Justizrath R. F. Andersen, bisher Chef des Comtoirs für die ausländischen Bezahlungen im Finanz⸗Ministerium, zum Chef des zweiten

des Finanz⸗Ministeriums und zum Staats⸗ schulden⸗Direktor ernannt.

„Nr. 76 des Amtg⸗Blatts der Deutschen Reichs⸗ Post⸗ und Telegraphenverwaltung hat folgenden Inhalt: Verfügung: vom 27. September 1876: Unentgeltliche Benutzung der Personenposten durch die Landbriefträger.

Nr. 18 des „Marine⸗Verordnungs⸗Blatt“ hat fol⸗ senden Inhalt: Haftpflicht des Verwaltungspersonals in Dhat 88 tellter Schiffe. Verpflegung der Kranken an Bord. Eisen⸗ bahnbeförderung der Burschen der nur für ihre Person abkomman⸗

8 11““ 8 ö 88 dirten Lieutenants, sowie der Burschen versetzter Offiziere für der

Rückmarsch. Rücküberweisung von eingeschifften Mannschaften an

die Marinetheile am 31. eines Monats. das IV. Quartal 1876. Personalveränderungen. Bena tigungen.

WI 8* Ssteatistische Nachrichten. Bis zu der am 16. September cr. beendeten von je 100,000 Einwohnern als gestorben notirt: in Berlin 54, in Breslau 52, in Stettin 47, in Köln 42, in Hannover 43, in Hanau 13, in Frankfurt a. M. 35, in Altona 47, in Dresden 45, in Karls⸗ ruhe 34, in München 75, in Leipzig 47, in Chemnitz 48, in Hambur 49, in Wien 50, in Budapest 67, in Prag 64, in Paris 49, in Brüssel 40, in Amsterdam 38, in Rotterdam 50, im Haag 46, in Basel 46, in Christiania 39, in Stockholm 64, in Kopenhagen 59, in Rom 48,

in Turin 40, in Alerandria (Egypten) 98, in London 32, in Glas⸗

gow 40, in Liverpool 40, in Dublin 43, in Edinburg 34, in Newyork 55, in Philadelphia 45, in Boston 53, 862, 47, in Madras 68, in Calcutta 47. Die Gesundheitsverhältnisse fast ganz Europas und Amerikas haben sich in der zweiten Woche des September wesentlich günstiger gestaltet. Namentlich weist die Sterblichkeit unter den

Woche sin

in Chicago 62, in Bombay

Verpflegungszuschuß für . velc ¹

*

8

kleinen Kindern große Nachlässe auf, so daß sie nur noch in wenigen

Städten wie Hamburg, München, Chemnitz ca. 50 % der Gesammt⸗ gestorbenen ausmacht. Die Brechdurchfälle sind seltener geworden, Sen in Berlin nähert sich ihre Zahl wieder den normalen Verhält⸗ nissen. epidemisch auf. Die Blattern zeigen sich in Wien, Brüssel, Paris aber auch in London und in den Städten Nordamerikat. Die Diphtherie tritt wieder häufiger und namentlich

bevölkerung mit größerer Intensität auf.

8

*

Der Typhus tritt zur Zeit nur in Paris und Philadelphia

Kunst, Wissenschaft und Literatur.

Stockholm, 29. September. Die Dampfkanonenschal „Motala“, pf schaluppe

unter Kommando des Kapitän De Champs nach der N ordsee be⸗

an deren Bord sich mehrere Gelehrte befinden, hat sich

geben, um während des Herbstes daselbst 1.“ For⸗

schungen und Tiefenmessungen vorzunehmen.

Gewerbe und Handel. 8

Die Liquidatoren der Stettiner Vereinsbank bringen die erste Rate der Liquidationsmasse mit 84 % Nominal oder 354 pro Interimsschein von heute ab zur Auszahlung.

In der Generalversammlung der Aktionäre der Bank für Landwirthschaft und Industrie Kwilecki, Potocki et Comp. wurde, in Erledigung der Tagesordnung, der Direktion sowie dem Aufsichtsrath Decharge ertheilt und die Vertheilung einer Dividende von 6 % gleich 36 pro Aktie, zahlbar vom 1. Oktober ab, genehmigt. Der Gesammtumsatz belief sich auf 118,694,239 (16,226,643 mehr als pro 1874 75).

Dem Geschäftsbericht der Rostocker Aktien⸗Gesell⸗ schaft für Schiff⸗ und Maschinenbau für das Jahr 1875/76 ist Folgendes zu entnehmen: Die Gesellschaft beschäftigte in dem ab⸗ gelaufenen Geschäftsjahr durchschnittlich 278 Mann, für welche an Lohn 210,770 ℳ, außerdem ein Beamtenpersonal von 17 Mann, an welche ein Gehalt von 38,043 gezahlt wurden. Die sonstigen Un⸗ kosten betrugen 106,848 ℳ, der Gesammtumsatz beziffert sich auf 873,019 Der mit 93,987 erzielte Gewinn wurde vollständig zu Abschreibungen rerwandt und vertheilt sich wie folgt: für usance⸗ mäßige Abschreibung 22,920 ℳ, für Garantie⸗Reserve 11,182 und für Reduzirung des vorjährigen Verlustes 59,883 ℳ, so daß das 8 11 nur noch mit einem Verlust⸗Saldo von 31,579 beginnt.

„— Die Wollproduktion Australiens eine Korrespondenz der „Indep. Belge“ meldet, zur Zeit in einer sehr mißlichen Lage. Einerseits ist die im Innern des Kontinents herrschende Dürre der dortigen Schafzucht verderblich gewesen, andererseits drückt der enorme Preisniedergang auf den Wollemärlken Europas auf den Erport.

Verkehrs⸗Anstalten.

„(N. H. Z.) Am 21. September fand in Gegenwart des 1.“ von Hannover und des Kreishauptmanns von inden, welche die Ungefährlichkeit des Betriebes der Drahtbahn für den Verkehr zu konstatiren hatten, sowie im Beisein eines bazthe für Publikums, die offizielle Eröffnung der vom Bahnhof Küchengarten nach der in der Glockseestraße gelegenen Gasanstalt führenden Drahtseilbahn statt. Die Bahn dient zum Transport der für die Anstalt erforderlichen Steinkohlen und zum Rücktransport der als Nebenprodukt gewonnenen Kokes nach dem Bahnhofe. Für die erste Fahrt war ein Quantum von 50,000 Kilo Kohlen bestimmt, die in fünf Lowrys auf das neben der Drahtseilbahn liegende und der Gasanstalt gehörige Gleis gefahren waren. Punkt 2 Uhr Mittags setzten sich die auf den Drahtseilen der Bahn hängenden Förderwagen in Bewegung, und der erste beladene derselben verließ die Ladestation, ununterbrochen folgte jetzt ein Wagen dem andern, und in nicht vollen drei Stunden waren 50,000 Kilo Steinkohlen nach der Gasanstalt befördert, und damit die Leistungsfähigkeit der Drahtseilbahn außer Frage gestellt. Die Drahtseilbahn ist von dem Civil⸗Ingenieur A. Bleichert in Leipzig nach einem ihm patentirten Syfcg asde ücat 3 ern, 29. September. (N. Zürch. Ztg.) Der gestern versammelte Verwaltungsrath der Gotthardbahn beschloß Phircfonder einer vierten Rate von 20 % des Gesellschaftskapitals undhat den Einzahlungs⸗ termin auf den 31. Dezember angesetzt, wobei der auf den gleichen Zeitpunkt fällige Coupon der bis jetzt mit 300 Fr. unbezahlten Aktien im Be⸗ trage von 9 Fr. den Aktionären als Einzahlung auf die vierte Rate gutgeschrieben und letzteren freigestellt werden soll, den Rest derselben entweder am 31. Dezember 1876 oder am 30. Juni 1877 einzuzahlen. 5 den wegen Kränklichkeit hsgeehechenen Bürgermeister Stehlin von asel wählte der Verwaltungsrath zu seinem Mitgliede den Ständerath Dr. Stehlin von Basel, zu seinem Vize⸗Präsidenten Nationalrath Karrer von Sumiswald im Kanton Bern. Gestern ist die Linie Como⸗Chiasso der Gotthardbahn unter großer Betheiligung von Mailand und mit einem von Lugano gegebenen Feste eröffnet worden und heute in

befindet sich, wie

der Bundesstadt die internationale Kommission zur Vor⸗

nahme der jährlichen Verifikation der Arbeiten am Gotthardtun nel zusammengetreten. Deutschland ist dabei, durch den Geheimen Ober⸗Regierungs⸗Rath Kinel vertreten, während Italien die Inspektoren Felix Biglia, Joachim Imperatori und den Betriebsdirektor der oberitalienischen Bahnen, Massa, ge⸗ sandt hat. Von Seiten der Schweiz nehmen daran Theil Bundes⸗ rath Schenk, Gotthard⸗Inspektor Koller, Gotthardbahn⸗Direktor Zingg und Ober⸗Ingenieur Hellwag. Heute findet eine Sitzung statt, um sich über das bei der Verifikation einzuschlagende Ver⸗ fahren zu verständigen und morgen begiebt sich die Kommission nach Göschenen. Nach dem Resultate der am 1. und 2. Oktober statt⸗ findenden Inspektion wird dann die Größe der für dies Jahr aus⸗ zurichtenden Subventionsquote bestimmt, welche sich per laufenden Meter des fertigen Tunnels auf 3800 Fr. beziffert.

Baltimore, 28. September. Das Po tdampfschiff des Norddeutschen Lloyd „Nürnberg“, welches am 13. d. Mts. von Bremen und am 16. d. Mts. von Southampton abgegangen war, ist heute wohlbehalten hier angekommen.

New⸗York, 29. September. Das Postdam fschiff des Norddeutschen Lloyd „Oder“, welches am 16. eptember von Bremen und am 19. September von Southampton abgegangen war, ist heute wohlbehalten hier eingetroffen.

New⸗Orleans, 29. September. des Norddeutschen Lloyd „Staßburg“, welches am 7.

Mts. von Bremen abgegangen war, ist heute wohlbehalten hier an-⸗

gekommen. L1“

1“ Siflne EEEeebbböbbb 11“ 1— . 2 48 8

I 1ADIIIG

Das Po vampfsgiff 8

*

Reichs⸗Strafgesetzbuchs eröffnet und vor dem unter⸗

das Central⸗Handelsregister und das Postblatt nimmt an: die Königliche Expedition des Deutschen Reichs⸗-Anzeigers und Königlich Preußischen Staats-Anzeigers:

R oh nserate für den Deutschen Reichs⸗ u. Kgl. Preuß.

DOeffentlicher

1. Steckbriefe und Untersuch -Sachen. 2. Subhastationen, Aufgebote, Vorladungen u. dergl. 6. 3. Verkäufe, Verpachtungen, Submissionen etc. 7. 4. Verloosung, Amortisation, Zinszahlung 8.

̊—

=

Steckbriefe und Untersuchungs⸗Sachen.

Steckbriefs⸗Erledigung. Der hinter den Hand⸗ lungscommis Joseph Jacoby wegen wiederholten schweren resp. einfachen Diebstahls in den Akten J. 7 jetzt 141 rep. de 1864 unter dem 24. August 1864 erlassene Steckbrief wird hierdurch zurückge⸗ nommen. Berlin, den 19. September 1876. König⸗ liches Stadtgericht. Abtheilung für Untersuchungs⸗ sachen, Kommission II. für Voruntersuchungen.

Steckbriefs⸗Erledigung. Der unterm 15. Juli 1876 hinter den Kutscher Ferdinand Piesker er⸗ lassene Steckbrief ist erledigt.

Potsdam, den 26. September 1876.

Königliches Kreisgericht. Abtheilung I. Sello.

Oeffentliche Vorladung. Gegen die nachbe⸗ nannten Wehrpflichtigen: 8 den Matrosen Carl Friedrich Treptow aus Lübben, geboren am 14. Dezember 1853, 2) den Schneider Carl Albert Franz Janke aus Jamlitz, Kreis Lübben, geboren am 8. Juli 1853, ist auf Grund der von der Königlichen Staatsanwaltschaft zu Luckau am 6. September 1876 erhobenen Anklage die Unter⸗ suchung wegen Verletzung der Wehrpflicht gemäß §. 140 des Reichs⸗Strafgesetzbuchs eröffnet und vor dem unterzeichneten Gerichte, Zimmer Nr. III., auf den 15. November 1876, Mittags 12 Uhr, Termin zur mündlichen Verhandlung anberaumt worden. Die genannten Personen werden daher aufgefordert, zur festgesetzten Stunde zu erscheinen und die zu ihrer Vertheidigung dienenden Beweis⸗ mittel mit zur Stelle zu bringen, oder solche dem unterzeichneten Gerichte so zeitig vor dem Termine anzuzeigen, daß sie noch zu demselben herbeigeschafft werden können. Im Falle ihres Ausbleibens wird mit der Untersuchung und Entscheidung in con- tumaciam gegen sie verfahren werden.

Lübben, den 14. September 187656..

Königliches Kreisgericht. Erste Abtheilung.

Oeffentliche Vorladung. Gegen den Müller Oscar Weber aus Werchow, Kreis Calau, gebo⸗ ren am 9. August 1857, ist auf Grund der von der Königlichen Staatsanwaltschaft zu Luckau am 10. September 1876 erhobenen Anklage die Untersuchung wegen Vergehens gegen die öffentliche Ordnung (Verletzung der Wehrpflicht) gemäß §. 140 des

zeichneten Gerichte, Zimmer Nr. III, auf den 15. No⸗ vember 1876, Mittags 12 Uhr, Termin zur mündlichen Verhandlung anberaumt worden. Der p. Weber wird daher aufgefordert, zur festgesetzten Stunde zu erscheinen und die zu seiner Vertheidi⸗ gung dienenden Beweismittel mit zur Stelle zu bringen, oder solche dem unterzeichneten Gerichte so zeitig vor dem Termine anzuzeigen, daß sie noch zu demselben herbeigeschafft werden können. Im Falle seines Ausbleibens wird mit der Untersuchung und Entscheidung in contumaciam gegen ihn verfahren werden. Lübben, den 16. September 1876. Königliches Kreisgericht. Erste Abtheilung. Offene Strafvollstreckungs⸗Requisition. Die Militärpflichtigen: Stellmacher Franz Julius Engel⸗ mann aus Gusow und Arbeiter Gottfried Wilhelm Richter aus Neu⸗Langsow, sind durch rechtskräftiges Erkenntniß des unterzeichneten Gerichts vom 13. Juli 1876 wegen Verletzung der Wehrpflicht jeder mit 151 ℳ, im Unvermögensfalle mit 1 Monat Gefängniß bestraft worden. Der Aufenthalt dieser Angeklagten ist unbekannt und wird um Strafvoll⸗ streckung und Benachrichtigung hiermit ersucht. Aktz. Nr. 30. 1876. Seelow, den 11. September 1876. Königliche Kreisgerichts⸗Deputation. [7996]

Steckbrief. Der unten näher signalisirte Ar⸗ beiter Jung, zuletzt in Bochum wohnhaft, dessen Vorname und Heimathsort nicht angegeben werden kann, hat sich der gegen ihn wegen Diebstahls ein⸗ geleiteten Untersuchung durch die Flucht entzogen. Sämmtliche Sicherheitsbehörden werden ersucht, den ꝛc. Jung im Betretungsfalle zu verhaften und uns vorzuführen. Signalement. Größe: 5 3“, Statur: gesetzt und stark, Haare: dunkelblond, Augen: blau und thränig, Nase: spitz, Mund: gewöhnlich, Ge⸗ sichtsfarbe: blaß. Bekleidet war derselbe mit einer weiß und schwarz gestreiften Drillichhose, schwarzer Tuchweste, blauem Flanellhemde brauner Tuchmütze und schwarzem Jaquet. Bochum, den 19. Sep⸗ tember 1876. Königliches Kreisgericht.

Steckbrief. Der Hammerschmied Michel Britz aus Castel ist der Verübung eines Verbrechens wider die Sittlichkeit dringend verdächtig und hat sich der Untersuchung durch die Flucht entzogen, weshalb um Verhaftung und Vorführung hierdurch ersucht wird. Der Britz ist von mittler Statur, hat schwarze Haare und graue Augen, sowie als be⸗ sonderes Kennzeichen ganz gelbe Gesichtsfarbe. Hattingen, den 14. September 1876. Königliche Ferisgerichts ⸗Deputation. Der Untersuchungs⸗

ichter.

Subhastationen, Aufgebote, Vor⸗ ladungen u. dergl.

179941 Oeffentliche Vorladung.

Der Zimmermeister grg. Hauer hier, Chausseestraße 41 a., hat wider Hermann Schramm und dessen Ehefrau Mathilde, geborene Böllert, auf Grund der durch Giro erworbenen, von der verklagten Ehefrau mit Genehmigung des Eheman⸗ nes am 31. März d. Js. ausgestellten, von Her⸗ mann Schramm acceptirten beiden Wechsel über je 6000 ℳ, fällig am 1. Juli und 15. Juli d. Js., die Klage auf Zahlung von 12,000 nebst 6 % Zinsen, von 6000 seit 1. Juli cr. und von 6000 seit 15. Juli cr., 32 Protestkosten, ½ % eigene Provision mit 40 und 60 Portokosten

Berlin, S. W. Wilhelm⸗Straße Nr. 32. 1

Aufenthalt des Hermann Schramm unbekannt ist, so wird dieser hierdurch öffentlich aufgefordert, in dem zur Klagebeantwortung und weitern mündlichen Verhandlung der Sache auf

vor der Stadtgerichtsgebäude, Jüdenstraße Nr. 59, Zimmer Nr. 67, anstehenden Termin pünktlich zu erscheinen, die Klage zu beantworten, etwaige Zeugen mit zur Stelle zu bringen, und Urkunden im Original ein⸗ zureichen, indem auf spätere Einreden, welche auf Thatsachen beruhen, keine Rücksicht genommen wer⸗ den kann.

Stunde nicht, so werden die in der Klage angeführ⸗ ten Thatsachen und Urkunden auf den Antrag des Klägers in contumaciam für zugestanden und aner⸗

u. s. w. von öffentlichen Papierev. 9.

5. Industrielle Etablissements

Anzeiger.

Grosshandel. Verschiedene Bekanntmachungen. 1— Literarische Anzeigen. 8 8 Theater-Anzeigen. In der Börsen

Inserate nehmen an:

Bureau 1 Mohrenstraße Nr. 45, die Annoncen⸗Expeditionen des

Büttner & Winter, sowie alle übrigen größeren

deutschen Zeitu zu Berlin nvalidendank“, Rudolf Mosse, Haasenstein Vogler, G. L. Daube & Co., otte,

Annoncen⸗Bureaus.

Familien-Nachrichten.

den 5. Februar 1877, Vormittags 10 Uhr, unterzeichneten Gerichts⸗Deputation im

Erscheint der beklagte Ehemann zur bestimmten

kannt erachtet, und was den Rechten nach daraus folgt, wird im Erkenntniß gegen die Beklagten aus⸗ gesprochen werden. Berlin, den 25. September 1876.

Königliches Stadtgericht. Erste Abtheilung für Civilsachen. Prozeß⸗Deputation II. 1“ 38

[7975] . b 2

(1975] Subhastations⸗Patent. 3 Das dem Kaufmann Siegmund Levin zu Berlin ehörige, in Steglitz belegene, im Grundbuch von R. teglitz Band 21 Nr. 665 verzeichnete Grundstück nebst Zubehör soll

den 29. November 1876, Vormittags 10 Uhr, an Gerichtsstelle, Zimmerstraße 25, Zimmer Nr. 12, di im Wege der nothwendigen Subhastation öffentlich di an den Meistbietenden versteigert, und demnächst das Urtheil über die Ertheilung des Zuschlags

den 1. Dezember 1876, Vormittags 10 Uhr, ebenda, Zimmer Nr. 23, verkündet werden.

Das zu versteigernde Grundstück, 9 Ar 56 Qu.⸗M. 5 groß, enthält einen zur Gebäudesteuer noch nicht K. veranlagten Neubau. Die Bietungskaution ist auf 3750 festgesetzt.

Auszug aus der Steuerrolle, und Abschrift des Grundbuchblatts, ingleichen etwaige Abschätzungen, andere das Grundstück betreffende Nachweisungen und besondere Kaufbedingungen sind in unserm Bureau V. einzusehen.

Alle Diejenigen, welche Eigenthums⸗ oder ander⸗ weite, zur Wirksamkeit gegen Dritte der Eintra⸗ gung in das Grundbuch bedürfende, aber nicht ein⸗ getragene Realrechte geltend zu machen haben, werden aufgefordert, dieselben zur Vermeidung der Präklusion spätestens im Versteigerungstermin an⸗

[8049] Die dem Kaufmann Carl Kubig gehörigen, zu Weißensee belegenen Grundstücke, welche nach der Bekanntmachung 24. Oktober 1876, Vormittags 11 Uhr, an hiesiger Gerichtsstelle, Zimmerstr. Nr. 25 (Zim⸗ mer 23) an den Meistbietenden versteigert werden sollen, sind im Grundbuche von Weißensee Band 14 latt Nr. 377 und 378 eingetragen.

von hier, Blondine, geb. Moldt, hat gegen ihren

des hiesigen löbl. Gerichts vom 4. Oktober 1870 auf ein Jahr von Tisch und Bett getrennt worden und der seit dieser Zeit sich um seine Ehefrau über⸗ all nicht bekümmert hat, und nur ein Mal hier in

aber von Lehe, woselbst er zuletzt gewohnt hat, zur See gegangen und über dessen fernerweitigen Ver⸗ bleib nichts ermittelt ist, wegen böslicher Verlassung

nachdem die Klägerin eidlich versichert hat, daß über das Fortbleiben ihres Ehemannes von hier zwischen demselben und ihr, um auf solche Weise die Trennung ihrer Ehe herbeizuführen, keinerlei Verabredung getroffen sei, der Matrose Friedrich

in dem

anberaumten Termine vor dem 1- richte zu erscheinen, und über seine Entfernung Rede und Antwort zu geben unter dem ein⸗ für allemal angedrohten Nachtheile, daß er als der böslichen Verlassung seiner Ehefrau schuldig werde angenom⸗ men und die zwischen derselben und ihm bestehende Ehe dem Bande nach werde geschieden werden.

[7812]

Königliches Kreisgericht. Der Subhastations⸗Richter.

Berichtigung.

vom 17. August d. J. am

Dies wird hiermit berichtigend bekannt gemacht. Berlin, den 26. September 1876. Königliches Kreisgericht. Der Subhastations⸗Richter.

Die Ehefrau des Matrosen Friedrich Karnatz

engenannten Ehemann, von dem sie durch Bescheid

ostock sich aufgehalten haben soll, am 5. Juni 1875

e Ehescheidungsklage erhoben. Es wird daher,

arnatz von hier antragsmäßig hiedurch geladen, auf Freitag, 15. Dezember d. J., 1 Vormittags 19 Uhr, hiesigen Oberge⸗

Vom Obergerichte. Rostock, 14. Septbr. 1876. 8 C. Th. A. Stahl. . Protonotar. (H. 03946.)

zumelden.

Berlin, den 16. September 1876. Koönigliches Kreisgericht.

8 Der Subhastations⸗Richter.

17973] Subhastations⸗-Patent. Das dem Gärtner Friedrich Wilhelm Hermann Rölke gehörige, in Weißensee belegene, im Grund⸗ buch von Weißensee Band V. Bl. Nr. 119 ver⸗ zeichnete Grundstück nebst Zubehör soll den 22. November 1876, Vormittags 11 Uhr, an hiesiger Gerichtsstelle, Zimmerstraße Nr. 25, Zimmer 12, im Wege der nothwendigen Subhasta⸗ tion öffentlich an den Meistbietenden versteigert und demnächst das Urtheil über die Ertheilung des s Zuschlags den 24. November 1876, Mittags 12 Uhr, ebendort verkündet werden. 8 Das zu versteigernde Grundstück ist zur Grund⸗ steuer, bei einem derselben unterliegenden Gesammt⸗ Flächenmaß von 27,80 Ar, mit einem Reinertrag von 13,88 ℳ, zur Gebäudesteuer noch nicht ver⸗ anlagt. Auszug aus der Steuerrolle, Abschrift des Grund⸗ buchblattes, ingleichen etwaige Abschätzungen, andere das Grundstück betreffende Nachweisungen und be⸗ sondere Kaufbedingungen sind in unserem Bureau V. A. 3 einzusehen. Alle Diejenigen, welche Eigenthums⸗ oder ander⸗ weite zur Wirksamkeit gegen Dritte der Eintragung in das Grundbuch bedürfende, aber nicht eingetra⸗ gene Realrechte geltend zu machen haben, werden aufgefordert, dieselben zur Vermeidung der Präklu⸗ sion spätestens im Versteigerungstermin anzumelden. Berlin, den 19. September 1876. Königliches Kreisgericht. Der Subhastations⸗Richter.

119741 Subhastations⸗Patent.

Die dem Dachdeckermeister Ernst Seifert zu Steglitz gehörigen, in Steglitz an der Teichstraße belegenen, im Grundbuch von Steglitz Band III., Nr. 112 und Bd. IV. Nr. 159 verzeichneten Grund⸗ stücke nebst Zubehör sollen den 30. November 1876, Vormittags 10 Uhr, an hiesiger Gerichtsstelle, hrnmefftr. Nr. 25, Zim⸗ mer 23, im Wege der nothwendigen Subhastation öffentlich an den Meistbietenden versteigert und dem⸗ sächft das Urtheil über die Ertheilung des Zu⸗

ags den 1. Dezember 1876, Vormittags 10 Uhr, ebenda verkundet werden. 1

Die zu versteigernden Grundstücke Fönd, und zwar Bd. III. Nr. 112, 20 Ar 57 Qu.⸗ groß, zur Gebäudesteuer mit einem jährlichen Nutzungswerth von 90 ℳ, und Bd. IV. Nr. 159, 11 Ar 89 Qu.⸗M. groß, mit einem Reinertrag von 1 59 ₰, und zur Gebäudesteuer mit einem jährlichen Nutzungs⸗ werth von 3150 veranlagt. 55

Auszug aus der Steuerrolle und Fütte gen des Grundbuchblatts, ingleichen etwaige Abschätzungen, andere das Grundstück betreffende Nachweisungen und besondere Kaufbedingungen sind in unserm Bureau V. einzusehen.

Alle Diejenigen, welche Eigenthums⸗ oder ander⸗ weite, zur Wirksamkeit gegen Dritte, der Ein⸗

1u“

Eügfteen

ie Klage ist eingeleitet, und da der jetzige

tragung in das Grundbuch bedürfende, aber ni ht eingetragene Realrechte geltend zu machen haben,

Lebus belegenen Vorwerke der

18 Jahre im Wege des öffentlichen Meistgebots anderweit verpachtet werden.

18. Oktober er., Vormittags, und zwar für das Höhevorwerk um 10 Uhr und für das Wiesenvorwerk um 12 Uhr, gebäude Wilhelmsplatz Nr. 19 hierselbst, vor dem Regierungs⸗Rath Fischer, anberaumt.

festgesezt und zur Uebernahme der Pachtung die Qualifikation als Landwirth und ein disponibles Vermögen von

erforderlich, über dessen eigenthümlichen Besitz sich die hacg gepe zan vor dem Termin

Wei 1 lagungsbehörde auszuweisen haben.

Verlangen gegen Kopialien Abschrift ertheilen, kön⸗ nen in unserer Domainen⸗Registratur und bei dem jetzigen auge zu

Verkäufe, Verpachtungen, Submissionen ꝛc.

Domainen⸗Verpachtung. Die im Kreise Lebus, an resp. unweit der Stadt

Domaine Lebus:

a. das Höhevorwerk mit einem Theile des Oder⸗ busches auf dem linken Oderufer, zusammen 482,782 Hektar, darunter 407 Hektar Acker;

b. das Wiesenvorwerk auf dem rechten Oder⸗ ufer 503,6381 Hektar, darunter 473 Hektar Acker enthaltend,

ollen jedes für sich von Johannis 1877 ab auf

Hierzu ist ein Termin auf Mittwoch den

im Regierungs⸗

Das Minimum des jährlichen Pachtzinses ist a. für das Höhevorwerk Lebus auf 18,600 ℳ, b. für das Wiesenvorwerk Lebus auf 34,500

a. 130,000 für das Höhevorwerk, b. 180,000 für das Wiesenvorwerk

in glaubhafter e event. durch ein Attest ihrer Steuerveran⸗

Die Verpachtungsbedingungen, von denen wir auf

ächter Herrn Ober⸗Amtmann von Gans⸗

ebus eingesehen werden. Die Besichtigung der Pachtobjekte nach vorheriger

Meldung bei dem Pächter ist gestattet. Frankfurt a. O., den 28. August 1876. [7215]

Königliche Regierung. Abtheilung für direkte Steuern, Domainen und Forsten. .““ Bünger.

9 11921] Bekanntmachuang. Die Anlieferung von 6 Feuerrohr⸗Dam . kesseln von je 7 Meter Länge und 2 Meter Durch⸗ messer für die Königliche Steinkohlengrube Fried⸗ richsthal⸗Quierschied bei Saarbrücken soll im Wege der Submission vergeben werden. Die Lieferungsbedingungen nebst Zeichnung koͤnnen auf dem Büreau der Unter eichneten eingesehen, oder auch gegen Erstattung der Kopialien bezogen werden. Lieferungslustige werden e. ihre Offerten bis Montag, den 16. Oktober ecr., Nachm. 3 Uhr, mit gehöriger Aufschrift versehen und versiegelt, hierher einzureichen, um welche Zeit deren Eröff⸗ nung im Beisein etwa persönlich erschienener Sub⸗ mittenten stattfinden wird. à Cto. 215/9.) Grube Friedrichsthal bei Saarbrücken, den 22. September 1876.

werden aufgefordert, dieselben zur Vermeidung der Actien⸗Gesellschaft für Fabrikation von Eisen⸗ Präklusion spätestens im Versteigerungstermin an⸗

zumelden. 8 Berlin, den 21. September 1876.

[8003] bahn⸗Material zu Görlitz. à Die Dividende für das Geschäftsjahr 1875/76 ist auf 4 % festgesetzt worden und kann dieselbe egen Rückgabe des Dividendenscheines Serie II.

Nr. 2 mit g 24 pro Aktie 1“ von heute ab bei unserer Gesellschaftskasse in Görlitz erhoben werden. 8 Görlitz, den 29. September 1876. Der Verwaltungsrath. E. Lüders.

[69833 Bekanntmachung. 1 8— Bei der pro 1876 stattgehabten Ausloosung d Obligationen des Elbinger Kreises I. Emission sind folgende Nummern gezogen worden: 1 Litt. C. à 100 Thlr. = 300 Mark. Nr. 574 612 681 801 860 885. Litt. D. à 50 Thlr. = 150 Mark.

Nr. 2 3 5 8 18 20 31 34 38 39 47 48 49 53 54 58 61 62 64 65 68 70 76 79 84 86 88 91 92 94 99 100 104 106 109 112 113 116 118 123 124 125 130 132 133 134 140 144 147 156 160 161 163 172 175 177 178 181 185 186 190. Die ausgeloosten 4 ½ prozentigen Kreisobligationen werden den Besitzern mit der Aufforderung hier⸗ durch gekündigt, die entsprechende Kapitalabfindung vom 1. Januar k. J. ab bei der hiesigen Kreis⸗ Chausseebau⸗Kasse, Herrn Jacob Litten in El⸗ bing, den Herren Baum et Liepmann in Danzig, der Disconto⸗Gesellschaft in Berlin, der Preu⸗ ßischen Credit⸗Anstalt Stephan und Schmidt in Königsberg i. Pr. gegen Rückgabe der Obliga⸗ tionen mit sämmtlichen dazu gehörigen Coupons in Empfang zu nehmen. Elbing, den 27. Juni 1876. 8

Die Kreis⸗Chausseebau⸗Kommission.

[5640] Bekanntmachung.

Bei der heutigen Verloosung der auf Grund des Allerhöchsten Privilegii vom 30. November 1867 emittirten 5prozentigen Culmer Stadt⸗Obliga⸗ tionen sind folgende Nummern gezogen worden: Littr. A. über 200 Thlr. Nr. 20, 25, 33, 154,

176, 193 und 237, zusammen 7 Stück über

1400 Thlr. und Littr. B. über 100 Thlr. Nr. 17.

Die Rückzahlung erfolgt vom 2. Januar 1877 ab bei unserer Kämmerei⸗Kasse und beim Bankhause Guttentag & Goldschmidt in Berlin gegen Einliefe⸗ rung der Schuldenschreibungen und der Zins⸗Coupons Serie III. Nr. 5 —- 10 mit Talon.

Culm, den 27. Juni 1876 Der Magistrat

[5753] Bekanntmachung. Bei der heute stattgehabten Ausloosung der pro 1876 zu amortistrenden Kreis⸗Chaussee⸗Bau⸗ Obligationen des Kreises Greifswald sind fol⸗ gende Nummern gezogen worden:

- I. und II. Emission. 8 Liit. A, Nr. 6. Nr. 98 r. 107. Nr. 227. Nr. 252 über 200 Thlr. (600 ℳ) Litt. B. Nr. 2. Nr. 57 über 100 Thlr. (300 ℳ)

III. Emission. Litt. A. Nr. 1 über 200 Thlr. (600 ℳ) Litt. B. Nr. 32 über 100 Thlr. (300 ℳ) IV. Emission.

Litt. B. Nr. 89. Nr. 101. Nr. 168 über 600 Litt. D. Nr. 51 über 150 ℳ, welche den Besitzern mit der Aufforderung hiermit gekündigt werden, den Kapitalbetrag nach Ablauf von sechs Monaten gegen Rückgabe der Obli⸗ gationen und der Zinscoupons der späteren Fällig⸗ keitstermine, sowie der Talons bei der Kreis⸗Kom⸗ munalkasse hieselbst in Empfang zu nehmen. Die Zurückzahlung der bezüglichen Kapitalbeträge kann auf Wunsch der Besitzer der Obligationen auch schon früher erfolgen; nach Ablauf der sechsmonat⸗ lichen Kündigungsfrist hört jedoch die fernere Ver⸗ zinsung der gekündigten Obligationen auf. Greifswald, den 1. Juli 1876.

Der Landrath.

C1111“ teent ete hnt nachstehender Obligationen des [7927] bie chener Kreises. 1“ I. Kreis⸗Chausseebau⸗Anleihe vom Jahre 1857 im

etrage von 108,125 Thlr.

Litt. A. über 1000 Thlr. Nr. 24. 8

Litt. B. über 100 Thlr. Nr. 21 34 41 66 69 70 78 103 131 142 152 155 171 173 192 193 195 203 208 233 246 266 270. 8

Litt. C. über 50 Thlr. Nr. 5 6 11 24 37 44 59 60 78 84 245 247 254 326 329 336 339 355 357 391 397 407 421 422 428 436 439 450 470 471 472 478 479 483 490 493 502 532 539 540.

II. Kreis⸗Eisenbahn⸗Anleihe vom Jahre 1873 im etrage von 300,000 Thlr.

Litt. E. über 25 Thlr. Nr. 281 282 283 284 288 293 294 300 401 402 403 404 409 410 411 412 413 414 420 494 495 496 497 498 499 500 596 638 639 646 647 648 649 650 651 652 653 654 655 656 657 658 659 660 661 662 668 671 672 673 674 675 676 677 678 679 701 728 729 730 731 732 733 734 735 736 738 739 740 741 742 743 744 745 746 747 748 749 750 751 752 753 754 755 756 821 831 832 833 834 835 836 837 838 839 840 841 888 889 890 891 892 893 894 895 996 1824 1937 1938 1939 1940 1941 1942 1943 1944 1945 1946 1947 1948 1949 1950 1951 1952 1953 1954 1955 1956 1957 1958 1959 1960 1961 1962.

Diese Obligationen nebst den dazu gehörigen noch nicht fälligen Zinscoupons und Talons sind am 1. April 1877 auf der Kreis⸗Kommunalkasse hierselbst gegen Bezahlung des Nummerwerthes zurückzuliefern. 8

Pleschen, den 22. September 1876.

Die Finanz⸗Kommission des Plescheuer Kreises. Gregorovius. von Skoroczewski. Graf

Königliche Berg⸗Inspection IX.

von Sokolnick. Purgold.