u. A. folgende Gegenstände: die Zolltariffrage und die Handelsver⸗ träge, die Eisenbahnfrage, die Seuchengesetzgebung', Gerichts⸗ organisation, die ländliche Arbeiterfrage, das agelversicherungs⸗ wesen in Deutschland, die Grundsteuerfrage, das Mobiliar⸗Feuerver⸗ sicherungswesen, das ländliche Ausstellungswesen, Schutz der deutschen Weinproduktion gegen die Nachtheile durch den Verkauf von Kunst⸗ weinen unter dem Namen „Naturwein“, und endlich der Schutz der Bienenzucht resp. Entwurf zu einem Gesetze, betreffend den Schutz der Bienenzucht. b
— Ueber die Tabaksernte in Ohlau und Umgegend berichtet die „Schl. Pr.“, daß ungeachtet geringerer Anpflanzungen als in früheren Jahren eine zufriedenstellende Ernte sich ergebe.
8 Gewerbe und Handel.
Wie die „B. Börs. Ztg.“ mittheilt, hat vorgestern eine Sitzung des Verwaltungsraths der Sächsischen Maschinen⸗ fabrik zu Chemnitz (vorm. Rich. Hartmann) stattgehabt, in welcher die Bilanz für das Geschäftsjahr 1875/76 zur Vorlage und Beschlußfassung gelangte. Hiernach sollen nach Abschreibungen im Gesammtbetrage von 329,743 ℳ und nach fernerer statutenmäßiger Dotation des Reservefonds mit 2 % des Reingewinnes, d. h. mit 10,770 ℳ, weitere 89,230 ℳ als außexordentliche Dotation des Reservefonds = 16,57 % des Reingewinns, ferner 87,543 ℳ als Extra⸗ reserve auf Konto⸗Korrent⸗Konto zur Verwendung, und 360,000 ℳ
8
= 4 % des Aktienkapitals als Dividende zur Vertheilung kommen, während 32,093 ℳ auf neue Rechnung vorgetragen werden und 19,800 ℳ im Laufe des Geschäftsjahrs auf Hypotheken⸗Konto abgezahlt worden sind. Die Gesammt⸗Amortisationen der Gesell⸗ schaft betragen nunmehr für die Geschäftsjahre 1869/76 1,873,975 ℳ gleich 20,2 % des Aktienkapitals, der ordentliche Reservefonds beträgt 300,000 ℳ und die Extra⸗Reserve auf Kontokorrent⸗Konto: 254,328 ℳ, wobei 105,000 ℳ auf die bis 1904 amortisirbaren Hypotheken ab⸗ — wurden. Das Betriebskapital ist von 2,571,503 ℳ im Vor⸗ jasee auf 2,839,502 ℳ in diesem Jahre, demnach um 267,999 ℳ gestiegen
— Die Betriebsergebnisse der Oelsnitzer Bergbau⸗Ge⸗ sellschaft im Geschäftsjahre 1875/76 sind nach dem Jahresbericht folgende: Die Förderung betrug nur 409,714 Hektoliter Kohlen und der Erlös aus 415,679 Hektoliter verkauften, resp. verbrauchten Kohlen 377,564 ℳ, ein Resultat, das gegen das vorhergehende Ge⸗ schäftsjahr mit 522,418 Hektoliter Förderung und 525,831 ℳ Erlös für verkaufte 497,280 Hektoliter Kohle zurücksteht. Die Bilanz ver⸗ zeichnet einen Verlust von 10,396 ℳ 3
Verkehrs⸗Anstalten. 8 1
Triest, 6. Oktober. (W. T. B.) Der Lloyddampfer „Vesta⸗ ist mit der ostindisch⸗chinesischen Ueberlandpost heute Vormittag um 9 Uhr aus Alerandrien hier eingetroffen.
London, 4. Oktober. (Köln. Ztg.) Ueber die Thätigkeit der Gesellschaft zum Bau des Kanaltunnels im Jahre 1875 liegt ein Bericht vor, welcher eine Gesammtausgabe von 61,000 Frs. nachweist. Die Gesellschaft hat im Jahre 1522 Lothungen vorneh⸗ men lassen. Ihren Ingenieuren steht ein kleiner Dampfer, die „Pearl“, zu ihren Arbeiten zur Verfügung, welcher wegen seines ge⸗ ringen Tiefganges zu allen Tageszeiten in Dover ein⸗ und auszulaufen vermag. Die endguͤltige Bildung der Aktiengesellschaft ist, dem Be⸗ richte zufolge, in Frankreich wesentlich weiter vorgeschritten als in England. Zum Schlusse konstatirt der Bericht, daß die zu den Vor⸗ arbeiten nöthige Summe von zwei Millionen Francs noch nicht auf⸗ gebracht worden ist.
2 Southampton, 5. Oktober. Das Postdampfschiff des Norddeutschen Lloyd „Donau“, welches am 23. September von New⸗York abgegangen war, ist gestern Abends wohlbehalten hier angekommen und hat nach Landung der für Southampton bestimmten Passagiere, Post und Ladung heute Morgens die Reise nach Bremen fortgesetzt. Die „Donau“ überbringt 272 Passagiere und volle
Ladung. 5. Oktober. (W. T. B.) Der orddeutschen Lloyd ist hier eingetroffen.
Berlin, 6. Oktober 1876. Die internationale Ausstellung für Gesundheits⸗ pflege und Rettungswesen in B
(Vergl. Nr. 231 d. Bl.)
Frankreich hat die Sorge für die Erziehung durch Schriften verschiedener Gesellschaften für die Fortbildung der Arbeiter und besonders für die Pflege kleiner Kinder (Créeches) zur Ausstellung gebracht. Hier mögen auch bogenförmig ge⸗ spannte Netze Erwähnung finden, durch welche das Heraus⸗ fallen der Kinder aus Wiegen vermieden wird (Parachůte von Boirin in Paris). Unübertrefflich ist die Zeichenschule, welche die Stadt Paris durch ein schönes Modell und die wahrhast künstlerischen Leistungen ihrer Schüler (meist Ge⸗ sellen und Arbeiter) ausgestellt hat.
Ein ganz besonderes und berechtigtes Interesse nimmt die auf Erziehung bezügliche Ausstellung Rußlands in Anspruch. Eine Längsseite der russischen Galerie wird von einem Theil des unter dem Kriegs⸗Ministerium stehenden pädagogischen Museums in St. Petersburg eingenommen. Im Jahre 1864 begründet, um alle Schuleinrichtungen und Lehrmittel des Inlandes und Auslandes zu vereinigen und zu prüfen, ist es seit der Zeit das Mittel geworden, eine eigene russische Industrie zur Herstellung der Unterrichtsmittel zu wohlfeilen Preisen zu begründen, undgestattet die außerordentlichreichhaltige Sammlung gleichfalls die Illustration populärer Vorträge, für welche zwei große Hörsäle dienen, welche 800 und 450 Besucher aufnehmen können. Die Sammlungen umfassen religiöse Bilder, mathematische und physikalische Apparate, natur⸗ geschichtliche, geographische und geschichtliche Karten und Ge⸗ genstände, Spiele, gymnastische, musikalische Apparate, Schul⸗ möbel, 4000 transparente Bilder für die Laterna Magica, eine Bibliothek von 12,000 Bänden und endlich ein hygienisches Museum, in welchem 200 Apparate mit Modellen dazu dienen, über die Hygiene der Luft, des Wassers, der Nahrung und des Bodens klare Vorstellungen zu verbreiten. Dieser Theil des Museums befindet sich in Brüssel, und findet in dem Di⸗ rektor der Anstalt, General Kokhowsky, und in Dr. Nelas stets bereite Erklärer, um die sich täglich ein großes Publikum sammelt.
Einige Apparate sind in ihrer Einfachheit vortrefflich er⸗ dacht: so ein Apparat, der das Aufsteigen der warmen, das Sinken der kalten Luft zur Anschauung bringt. Auf Antrag der Ligue de l'enseignement hat die Stadt Brüssel 100,000 Fr. “ um den Grund zu einem ähnlichen Museum in Brüssel zu legen.
In einem Augenblick, wo die Frage der Fortbildungs⸗ anstalten in Deutschland lebhaft besprochen wird, möge diese Anstalt, von welcher ein Analogon bei uns nicht existirt und über welche ausführliche Broschüren in der Ausstellung ver⸗ theilt werden, die Beachtung finden, welche sie in hohem Maß verdient.
Rußland hat auch ein Klassenzimmer im Garten der Ausstellung errichten lassen: Die Wände sind mit graphischen Darstellungen über die Gesundheitsverhältnisse, das Sehvermögen, die Dauer des Unterrichts u. s. w. nach zweijährigen Beobachtungen von 52 Schulen und 15,000 Schü⸗ lern bekleidet.
Von diesem Umblick in fremden Reichen nach Deutschland zurückkehrend, treten wir in die Abtheilung ein, welche der⸗ jenigen des Unterrichts räumlich und auch innerlich am näch⸗ sten liegt: in diejenige des Königlich preußischen Mi⸗ nisteriums für Landwirthschaft. Sie theilt mit ihrer Nachbarin die Gunst des Publikums. Das Königliche landwirthschaftliche Museum zu Berlin, die “ wirthschaftlichen Anstalten zu Poppelsdorf, Pros⸗ kau, ebenso wie die zu Halle und Göttingen (die letztere dem Unterrichts⸗Ministerium untergeordnet) haben hier die interessantesten Gegenstände ihrer Sammlungen ausgestellt. Pflanzenkrankheiten und ihre Heilungen sind besonders eingehend behandelt worden. Brandiger Mais, brandiger Weizen, welcher geheilt, eine vortreffliche Ernte von gesundem Weizen liefert, sind von Professor Drechsler ausgestellt. Das pathologische Herbarium von Professor Kühne erregt große Bewunderung. Die Blattkrankheiten der Obstbäume sind von Proskau ausgestellt. Die modernen Feinde der Landwirthschaft, die Heuschrecke, der Koloradokäfer, die Reb⸗ laus, treten uns hier in Person entgegen. Drainirungen aller Arten, wirksame Pumpen, gute Dungstätten und Obstlager, Instrumente, um das Volumgewicht der Samen estzustellen, um ihre Keimfähigkeit zu untersuchen, um die Mil und die Butter zu prüfen und viele andere führen uns wichtige Methoden der Landwirthschaft vor Augen. Die Samenanalyse von Prof. Nobbe, bestimmt, festzu⸗ stellen, wieviel Unkraut und fremde Substanzen die käufliche Saat enthält, ist durch viele Beispiele vertreten. Dr. Witt⸗ macks schätzenswerthe “ der nützlichen Samen mit denen, welche ihnen 888 n und zu ihrer Verfälschung dienen, Brutkästen u. s. w. des Elbinger Thierschutzvereins, Prof. Hennebergs Apparate zur Kohlensäurebestimmung der Luft und seine Tabellen über den Werth und die Verwendung des Futters, Pläne der Berliner Abdeckerei, geben uns ein Bild von der Mannigfaltigkeit der hier vertretenen Interessen.
Daran reihen sich die wichtigsten Bodenkulturen: Herrn Rimpau⸗Conrau's Methode zur Moorkultur, große Pläne und Modelle, welche die Entsumpfung der
u “ 8 1
8 2 8 1
Oder⸗, Warthe⸗ und Notte⸗Niederungen, die Kanalisi⸗ rung des Emsgebietes, die Bewaldung der Eifel, die segensreiche Dünenkultur der Ostseeküste und der Insel Sylt darstellen, und diejenigen Werke, welche diese Methoden beschreiben oder Manuskripte, in welchen die Behörden die erreichten Resul⸗ tate nidergelegt haben.
Auch in diesem Zweige der Ausstellung nimmt Deutsch⸗
land zugestandenermaßen die erste Stelle ein. Die berühmten landwirthschaftlichen Anstalten von Gembloux in Belgien und von Meltray in Frankreich haben sich damit begnügt, Schriften auszustellen. Die englische Landwirthschaft ist durch die Dünger⸗ fabriken von J. Gibbs u. Co. in London und von Packard in Ipswich, sowie durch vortreffliche Stalleinrichtungen von Musgrave in Belfast vertreten. Aus Rußland ist die Entsumpfung der Weichselniederungen hervorzuheben; ferner dürften die sinnreichen Apparate von Rakowitsch zur Wasserbestimmung in Getränken und festen Nahrungsmitteln hier zu nennen sein.
Die Landwirthschaft führt uns auf ein Gebiet über, auf welchem die Ausstellung höchst bemerkenswerthe Fortschritte veranschaulicht. Ich meine die Konservirung der Nah⸗ aungsmittel. b Es ist bekannt, daß die Fäulniß ein physiologischer Prozeß ist, das Leben mikroskopischer Pflanzen (Schimmelpilze) und Thierchen (Bacterien) entwickelt sich auf Kosten der faulenden Substanz. Die Konservirung besteht also darin, diesen Pflanzen und Thieren die Entwickelung unmöglich zu machen. Dies geschieht 1) durch Aufbewahrung im luftleeren Raum, ge⸗ wöhnlich in ausgekochten Blechbüchsen (Apputs Methode), 2) durch Wasserentziehung mittelst Einkochens oder starken Zusammen⸗ pressens, 3) durch Anwendung von Kälte und 4) durch chemische Einflüsse. Alle diese Methoden und eine Vereinigung mehrerer derselben werden uns hier vor Augen geführt; wir können hier nur die wesentlichsten anführen. Zu den ersteren und zweiten können wohl die Eier⸗Konserven von Effner in Passau gezählt werden, die im Einkochen der Eiermasse bei niederer Temperatur im luftleeren Raum zu bestehen scheint; ferner die vortrefflichen gekochten Fleischspeisen aus Chicago, welche von der Australian⸗Meat⸗Agency in London vertrieben werden und ihrer Schmackhaftigkeit halber vor den weichlischen australischen Fleichkonserven bei Weitem den Vor⸗ zug verdienen, während die Wohlfeilheit des Fleisches in Chi⸗ cago den Verkauf zur Hälfte des Berliner Fleischpreises er⸗ möglicht. Ferner ist die konzentrirte Milch und das Milchmehl hierher zu zählen, welche von einer großen An⸗ zahl deutscher und ausländischer (selbst australischer) Firmen ausgestellt werden.
8 Die gepreßten Gemüse, welche namentlich in Frankreich bereitet werden, sind ebenfalls hier zu erwähnen und vor Allem die aus den letzten Kriegen bekannte Erbswurst, welche eigenthümlicher Weise nicht von deutscher, sondern von französischer Seite ausgestellt worden ist. Um die Einförmigkeit dieses Nahrungsmittels zu um⸗ gehen, sind bekanntlich in neuerer Zeit statt Erbsmehl, das
Mehl anderer Hülsenfrüchte, sowie Graupen, Reis u. s. w.
verwendet worden. Auch hiervon liegen Proben nicht von deutscher Seite, sondern von Eisler und Breden in Wien aus. Ein Versuch, durch Anwendung künstlicher Kälte südamerikanisches Fleisch frisch nach Europa zu führen ist, wie die Journale mittheilen, augenblicklich in der Aus⸗ führung begriffen. Das Schiff „Trigorifique“ hat, mit Eismaschinen und passend eingerichteten Vorrathskammern versehen, vor Kurzem Rouen verlassen, um aus La Plata frisches Fleisch einzuführen. Die Eismaschinen der Ausstellung gewinnen dadurch ein erhöhtes Interesse. Es sind deren drei. Die erste von Jolly ausgestellte Carré 'sche Maschine, welche auf der Absorption der Wasserdämpfe durch Schwefelsäure beruht, kann für Anwendungen im großen Maßstabe keine Verwendung finden. Diejenige von Hermann⸗Lachapelle in Paris, ist in ihrer Ausführung neu, beruht auf der Verdun⸗ stung komprimirter schwefliger Säure und liefert gute Resul⸗ tate. Am meisten Aufmerksamkeit findet die Maschine von Cail Hallot & Co. in Brüssel, welche auf der Ausdehnung komprimirter Luft beruht. Von der ähnlichen Maschine unseres Landsmannes Windhausen unterscheidet sie sich dadurch, daß die Kompression und Ausdehnung in zwei verschiedenen Cylin⸗ dern vor sich geht und die Abkühlung der komprimirten Luft durch Einführung eines Wasserstrahls nach dem Prinzip von Henry Giffard geschieht, welchem die Maschine patentirt ist. Eine geräumige Kammer des Ausstellungsgebäudes wird durch sie bis auf 0 Grad und darunter abgekühlt. Die vierte Konservationsmethode, durch chemische Agentien, wird in Deutschland durch die von von Heyden ausgestellte Salicyl⸗ säure repräsentirt. In Belgien wird dieselbe Substanz durch Schlumberger in Brüssel fabrizirt, und dieser Aussteller at rohe Erbsen und Spargel, gekochte Aprikosen, Bier und Wein in offenen Gefäßen und ungesalzene Butter durch Sa⸗ licylsäure konservirt, seiner Ausstellung einverleibt. Von weit⸗ aus der größten Wichtigkeit ist die Konservation des rohen Fleisches. 1
Einen großen Fortschritt dem Salzfleisch gegenüber bildet die Konservationsmethode von Herzen durch Borsäure, welcher etwas Borax, Salpeter und Kochsalz beigefügt wird. Die Firma Conti in Montevideo (vertreten durch Segers und van Thielen in Antwerpen) stellt dasselbe in großen Blech⸗ gefäßen und Fässern aus, welche der Wärme des Sommers
völlig widerstanden haben. Der Geschmack. des Fleisches, gekocht oder gebraten, kommt, wovon der Verfasser Gelegenheit hatte, sich zu überzeugen, dem des gewöhnlichen frischen Fleisches hinreichendd nahe, um ihm die höchste Be⸗ achtung zu wünschen, die es bisher nur in Italien gefunden zu haben scheint. In den Schatten gestellt, wird dies Produkt allerdings durch ein anderes, welches dazu be⸗ stimmt sein kann, eine wahre Revolution in den Fleischpreisen 1 Als die Jury ihre Arbeiten beinahe beendet hatte, erschien auf dem friedlichen Kampfplatze der Ausstellung ein Reisender, der eben von Montevideo in Antwerpen ange⸗ langt war und in einem gläsernen, nur mit Blase verschlosse⸗ nen Gefäß rohes Fleisch zur Schau stellte, welches nicht von Flüssigkeit bedeckt ist und sich von frischem rohen Fleisch nicht durch das Ansehen unterscheidet. Größere Mengen desselben führte derselbe, Herr Pierre Koch, aus Antwerpen in Blechbüchsen bei sich. Diese Schaustellung erschien so außerordentlich, daß die Jury nicht von der Wahrheit der Erfindung überzeugt erschien. Seit der Zeit sind Monate vergangen und das Kochsche Fleisch befindet sich noch immer in demselben Zustande bewundernswerther Frische, welche es nur bei seinem Einlegen in die Büchsen im März dieses Jahres in Montevideo gehabt haben kann. Viele kompetente Jeugen, sowie der Schreiber dieser Zeilen, haben seit jener Zeit wiederholt das Fleisch in verschiedenen Zubereitungen gekostet, ohne einen Unterschied vom frischen Fleisch feststellen zu können. Eine mikroskopische Untersuchung ergab, daß die Muskelfasern, die Blutkörper und Fettzellen sich in dem Zustande des frischen Fleisches befinden. Der Erfinder hält seine Methode geheim. Er steht im Begriffe, nach Montevideo zurückzukehren, um die Fabrikation im großen Maßstabe in die Hand zu nehmen
Es ist ihm ein möglichst vollständiger Erfolg zu wünschen: da der Verkauf von gutem, frischem Fleisch in Europa im rohen Zustande zu der Hälfte des üblichen Preises, für das Wohl der ärmeren Bevölkerung den größten Segen darstellen würde, den unser an glücklichen Umwandlungen reiches Jahr⸗ hundert ihr noch gebracht hat.
Der Staatsgerichtshof, zusammengesetzt aus 3 gerichts⸗Vize⸗Präsidenten ate bgf ne (engesect, a ““ richts⸗Räthen Schloͤttke, Rathmann, Schaper, Sommer, Mebes Gräfe von Seydewitz und von Windheim, nahm in seiner gestrigen Sitzung die am 11. Mai d. J. abgebrochenen Verhandlungen wegen Landes⸗ verraths und Majestätsbeleidigung gegen den Grafen Harry von Arnim wieder auf. Der Angeklagte war zum Termin nicht erschienen. Seitens desselben beschloß der Gerichtshof auf Antrag des Ober⸗Staatsanwalts von Luck das Kontumazialverfahren unter Aus⸗ schens der DZö1““ Nach dreistündiger Verhandlung publi⸗ denf dfrgrherichtshof das Urtheil, ebenfalls unter Ausschluß der
2 In der gestrigen Sitzung der hiesigen Stadtverord ⸗ Versammlung erfolgte zunächst die Einführung und Verpfücten
des neu gewählten Stadt⸗Schulraths Dr. Cauer. Sodann beschlo
die Versammlung, einem Ausschuß die Untersuchung des Verfahrens des Magistrats bei Begebung eines Theils der 30⸗Millionen⸗Mark⸗ Anleihe zu hübertragen. In der Schlachthausangelegenheit kam der in Nr. 234 d. Bl. mitgetheilte Antrag auf Einsetzung einer
gemischten Deputation zur Berathung, die indessen vertagt wurde.
Breslau. Der diesjährige Verbandstag der deutsch Gewerkvereine findet vom 15. bis 17. Oktober e Häuft sschen Die Fragen von allgemeinstem Interesse werden am Sonntag, den 15. Oktober, von Vormittags 10 Uhr ab, verhandelt werden und zwar, die Stellung der Gewerkvereine zu den brennenden Fragen der Gewerbegesetzgebuug (Lehrlingswesen, Abgangszeugnisse, Kontrakt⸗ bruch, Gefangenenarbeit, Frauen⸗ und Kinderarbeit, Gewerbekammern gesetzliche Anerkennung der Gewerkvereine) und die Ausdehnung und Verschärfung des Haftpflichtgesetzes. Die eigentlich geschäftliche Ta⸗ gesordnung, welche die folgenden Tage ausfüllen wird, ist reichhalti 1 große Bedeutung beanspruchen namentlich die vorgeschlagenen Maß nahmen mit Rücksicht auf das neue Hülfskassengesetz.
Mlünchen, 4. Oktober. Der König hat, der „Allg. Ztg.“ zu⸗ folge, das über die Mörder Gläsgen und Ruf eLnc. Uear⸗ urtheil bestätigt. Die Hinrichtung derselben wird nächster Tage hier stattfinden.
2
Theater.
Im Stadt⸗Theater hat Hr. Karl Mittell am Sonn⸗ tag mit einer seiner glänzendsten Rollen, dem Grafen Prachs in dem „Gesandtschaftsattachs“ ein auf längere Zeit berechnetes Gastspiel er⸗ öffnet. Vorgestern wurde die Reihe der Aufführungen jenes Lust⸗ spiels für einen Tag durch zwei kleine Stücke unterbrochen, den „Phlegmatikus“ von Benedix und den „Modernen Barbar“ von G. v. Moser. In ersterem Stück spielte Hr. Mittell den Salzschreiber, in dem zweiten den Constantin v. Horst, zwei der heterogensten Rollen, die man sich denken kann, und beide mit gleicher Vollendung. Der phlegmatische Magister ist eine der brillantesten Partien des Hrn. Direktors Lebrun, der mit Hrn. Mittell einige Wochen ver⸗ eint im Stadt⸗Theater wirken will. Am Sonnabend wird eine No⸗
mit den Hauptrollen betraut sind, zur Aufführung kommen.
vität aus dem Englischen, „Zu jung gefreit“, in welcher beide Künstler
Redacteur: F. Prehm. Verlag der Expedition (Kessel). Druck: W. Elsner. Drei Beilagen (eiinschließlich Börsen⸗Beilage), 3 außerdem ein Fahrplan der Nassauischen Eisen
Berlin:
4
1“
m Deutschen
7.
1
Erste
Reichs⸗Anzeiger und Königlich Pre
Berlin, Freitag,
“
den 6. Oktober 8—
1876.
Dampfer
fegrserate für den Deutschen Reichs⸗ u. Kgl. Preuß. Staats⸗Anzeiger, das Central⸗Handelsregister und das Postblatt nimmt an: die Königliche Expedition drs Deutschen Reichs⸗-Anzeigers und Königlich Preußischen Staats-Anzeigers:
Berlin, 8. W. Wilhelm⸗Straßte Nr. 32. 2
Deffentlicher Anzeiger. — w Oeffentlicher Anzeiger .
5. Industrielle Etablissements, Fabriken und Mohrenstraße Nr. 45, die Annoncen⸗Expeditionen des 7 und
1. Steckbriefe und Untersuchungs-Sachen. 2. Subhastationen, Aufgebote, Vorladungen u. dergl. 3. Verkäufe, Verpachtungen, Submissionen etc. 4. Verloosung, Amortisation, Zinszahlung u. s. w. von öffentlichen Papieren.
Grosshandel.
6. Verschiedene Bekanntmachungen. 7. Literarische Anzeigen. 8. Theater-Anzeigen. In der Börsen- 9. Familien-Nachrichten.
beilage.
„Invalidendank“, Rudolf Mosse, Haasenstein & Vogler, G. L. Daube & Co., E. Schlotte, Büttner & Winter, sowie alle übrigen größeren * Annoncen⸗Bureaus. 4
— —
Verkäufe, Verpachtungen, b — weit verpachtet werden. Die bezüglichen Pacht⸗
b
Bekanntmachung.
Submissionen ꝛc.
Die im Kreise Osthavelland liegende
Domainen⸗Vorwerke FehrbellinanLeutzker
Mühle, letzteres bei der Stadt Fehrbellin be⸗s Frankfurt a. M.“ versiegelt bis zum 14. Okto⸗
legen, sollen, und zwar jedes der benannten Vor⸗ werke als eine für sich bestehende Pachtung, auf achtzehn hintereinander folgende Jahre von Johan⸗ nis 1877 bis Johannis 1895 im Wege der Licitation anderweit verpachtet werden. Hierzu haben wir einen Termin . auf den 1. November dieses Jahres, Vormittags 11 Uhr, in unserem Sitzungssaale vor dem Herrn Geheimen Regierungs⸗Rath von Schönfeldt anberaumt.
vn Pachtung Fehrbellin gehören
1,915 Hektar Hofraum und Baustellen,
5,438 Hektar Gärten,
318,242 1 Acker, 8 45,825 8. Wiesen, 41,507 Hektar Weiden,
93,469 Hektar ausgetorfte Grundstücke,
4,91s Hektar Holzungen,
8,103 Hektar Unland,
519,21 Hektar im Ganzen. 1 Zur Pachtung Lentzker⸗Mühle sind gehörig die auf dem Vorwerkshofe befindliche große Wasser⸗ mühle und an Grundstücken 0,748 Hektar Hof⸗ und Baustellen
b. 0,820 Hektar Gärten,
c. 43,946 Hektar Acker,
d. 15,714 Hektar Wiesen,
e. 9,122 Hektar Weiden,
f. 0,¹28 Hektar Unland, Wege u. s. w.
70,971 Hektar im Ganzen.
Das Pachtgelder⸗Minimum ist festgestellt für die Pachtung Fehrbellin auf 15,000 ℳ und für die Pachtung Fentzter⸗ühle auf 10,000 ℳ, und das von den Pachtlustigen nachzuweisende disponible Vermögen in Betreff der Pachtung Fehrbellin auf 90000 ℳ und rücksichtlich der Pachtung Lentzker⸗ Mühle auf 43,000 ℳ
Die speziellen und die allgemeinen Pachtbedingun⸗ gen, die Regeln der Licitation und die Vorwerks⸗ karten können täglich, mit Ausnahme der Sonn⸗ und Festtage in unserer Domänen⸗Registratur ein⸗ gesehen werden. Auch werden auf Verlangen gegen Erstattung der Kopialien Abschriften der speziellen Pachtbedingungen und der Regeln der Licitation er⸗ theilt werden. 8
Der jetzige Pächter Herr Amtsrath Keppler ist angewiesen, den sich meldenden Pachtlustigen die Besichtigung der Pachtobjekte zu gestatten und örtliche Auskunft zu ertheilen.
Potsdam, den 30. September 1875. Königliche Regierung, Abtheilung für direkte
Stenern, Domänen und Forsten.
dmmn Bekanntmachung. Domänen⸗Verpachtung.
Die in der Provinz Hannover, Landdrosteibezirk Hildesheim, Amts Göttingen, belegene Domäne Harste,
S2AS
enthaltend an: Hof⸗ und Baustellen 2,u9 Hektar, v11“ ö.“ ͤ1
111““ 42,493 W““
1,181 „ zusammen
. 331,671 Hektar, soll auf den Zeitraum vom 1. Mai 1877 bis Phrnei⸗ 1895 öffentlich meistbietend verpachtet werden.
Das Pachtgelder⸗Minimum beträgt 17,000 ℳ Zur Uebernahme der Pachtung ist ein disponibles Vermögen von 150,000 ℳ erforderlich, über dessen eigenthüͤmlichen Besitz, sowie über die persönliche Qualifikation als Landwirth jeder Pachtbewerber vor der Liecitation bei uns oder unserem Kom⸗ missarius sich auszuweisen hat. .
Den Lecitationstermin haben wir auf
Mittwoch, den 22. November d. J., Vormittags 11 Uhr, in unserem Geschäftslokal an der Archivstraße Nr. 2 hierselbst, vor dem Regierungsrath Berg⸗ mann anberaumt.
Die Verpachtungsbedingungen, Karten und Grund⸗ stücks⸗Nachweisungen, sowie der gegenwärtige Pacht⸗ kontrakt, können an allen Wochentagen während der Dienststunden in unserer Registratur, erstere auch bei dem jetzigen Pächter der Domäne, Oberamtmann Creydt zu Harste, eingesehen werden.
Auf Verkangen ertheilen wir Abschrift des Kon⸗ traktsentwurfs und der gedruckten allgemeinen Ver⸗ pachtungsbedingungen gegen Erstattung der Kopialien resp. Druckkosten.
Hannover, den 22. September 1876.
Königliche Finanz⸗Direktion.
Abtheilung für Domänen. Früh.
Das Hotel Westendhalle zu Frankfurt a. M., in unmittelbarer Nähe der Westbahnhöfe
40 ₰ von uns bezogen werden.
mittags 10 Uhr, dieselben im Beisein der etwa
erschienenen Submittenten eröffnet werden.
später eingehende ssel
[8189]
Termin zur Verdingung der Wildfutter⸗Liefe⸗ rung im Revier Grunewald ist auf Mittwoch, den 18. d. Mts., verlegt worden.
sollen auf dem Uebungsplatz des Eisenbahn⸗Regi⸗ ments bei berg . 8* — Schmiede⸗ und Gußeisen in Quantitäten von je
estimmte Zeit im Wege der Submission ander⸗
edingungen können in unserem Sekretariat, sowie ei der diesseitigen Betriebs⸗Inspektion zu Frank⸗ urt a. M. eingesehen, auch auf portofreies Er⸗ uchen gegen Einsendung der Copialgebühren von
Pachtlustige wollen ihre Offerten mit der Auf⸗ chrift „Verpachtung des Hotel Westendhalle zu
er er. hierher einsenden, an welchem Tage, Vor⸗
Etwa Offerten bleiben unberücksichtigt. 30. September 1876. 8185] Königliche Direktion der Main⸗Weser⸗Bahn.
Cassel, den
. Terminsverlegung. Der auf Donnerstag, den 19. d. M., anberaumte
Der Oberförster. v. Schleinitz.
Montag, den 9. d. Mts., Vormittags 11 Uhr,
Schöneberg ca. 3500 Kg. altes 500 Kg. meistbietend verkauft werden. [8173] Uebungs⸗Kommission des Eisenbahn⸗
Regiments. (à Cto. 226/10.)
Berliner Stadteisenbahn. Die Lieferung von ca. 905 Stück kiefernen Rundpfählen für die Pfahlroste zur Fundi⸗ erung der Pfeiler des Bahn⸗ — Aviaducts zwischen der Janno⸗ witzbrücke und Alexanderstraße soll im Wege der Submission verdungen werden. Die Bedingungen sind in unserem Centralbureau, Beethovenstraße Nr. 1, bei dem Bureau⸗Vorsteher Eisenbahn⸗Sekretär Weltermann einzusehen, auch nebst dem Submissions⸗ formular von demselben gegen Erstattung von 1 ℳ zu beziehen. Die Offerten sind versiegelt und porto⸗ frei unter der Aufschrift „Offerte auf Rundhölzer für Pfahlroste“ bis zum 14. Oktober cr., Vor⸗ mittags 11 Uhr, an uns einzureichen und wird die Eröffnung derselben alsdann in Gegenwart der etwa erschienenen Submittenten erfolgen. Berlin, den 5. Oktober 1876. [8195] Königliche Direktion der Berliner Stadteisenbahn⸗Gesellschaft.
[8109] Bekanntmachung. Der Bedarf an Wäsche für die Kasernen und Lazarethe des X. Armee⸗Corps pro 1. Januar 1877 bis ultimo März 1878, bestehend in: “
54 2 Bettlaken,
——
94 feinen Deckenbezügen, 54 feinen Kopfpolsterbezügen, 81 feinen Handtüchern, 4,926 ordinairen Bettlaken, 2,376 ordinairen bunten Deckenbezügen, 5,326 ordinairen bunten Kopfpolsterbezügen, 247 ordinairen weißen Deckenbezügen, 201 ordinairen weißen Kopfpolsterbezügen, 16,559 ordinairen Handtüchern, 277 Leibmatratzenhülsen, 8 1,044 Strohsäcken, 1,684 Kopfpolstersäcken, 452 Paar baumwollenen Socken, soll im Wege der Submission verdungen werden. Lieferungs⸗Unternehmer werden hierdurch aufge⸗ fordert, ihre Offerten versiegelt und auf der Außen⸗ seite mit der Aufschrift: „Submission auf die Lieferung der Kaser⸗ nen⸗ und Lazareth⸗Wäsche⸗Gegenstände“ versehen, unter besonderem Couvert portofrei bis zum 20. Oktober d. Js., Vormittags 11 Uhr, an die unterzeichnete Intendantur einzusenden. Die Eröffnung und Vorlesung der eingegangenen Offerten findet am 20. Oktober d. Js., Vormit⸗ tags 11 Uhr, in unserm Geschäftslokale — Oster⸗ straße Nr. 93 hierselbst —, wo auch die Lieferungs⸗ Bedingungen zur Einsicht ausliegen, statt. Lieferungs⸗Offerten, welche später eingehen, oder mit einem in den Bedingungen nicht begründeten Vorbehalt abgegeben werden, Ueiben unberücksichtigt. In den Submissionen ist anzugeben, daß Sub⸗ mittent von den Bedingungen Kenntniß genommen und dieselben als für sich rechtsverbindlich accep⸗ tirt hat. Die Lieferung der bunten Bezüge erfolgt entweder in Leinen oder in Baumwolle nach Maßgabe der Mindestforderung; die Offerten sind daher auf * wie auf baumwollene bunte Bezüge zu stellen. Es bleibt den Submittenten anheimgestellt, in ihren Offerten noch anzugeben, ob resp. welche Quantitäten Wäsche und zu welchen Preisen sie außer dem obigen Bedarf franco Abnahmeort zu liefern bereit sind. Hannover, den 2. Oktober 1876. Königliche Intendantur X. Armee⸗Corps.
Bekanntmachung. Die Lieferung des pro 1877 für die Kaiserliche Marine im Bereich der Ostsee⸗Station erforderlichen
servirte Kartoffeln, Sauerampfer,
pro 1877“
unter Anschluß der Proben an die unterzeichnete
J.
Intendantur zu Kiel, Friedrichstraße Nr. 11, zum 8. November cr., Vormittags 11 Uhr, einzureichen, wo dieselben zu dieser Zeit in Gegen⸗ wart der etwa erschienenen Submittenten eröffnet
werden.
kosten mitgetheilt. 1 Kiel, den 1. Oktober 1876.
Oktober er., V
und Breite öffentlich Baarzahlung verkauft werden.
terialien, als:
Brüchen,
mendiger 377 Kubikmeter Möllons, 8,486 Hektoliter Kalk, 2,680 Kubikmeter Sand, 398,300 Stück Backsteine, 28,900 Stück Hohlziegel, 337 Tonnen Cement und 465 Hektoliter Traß,
Der Kostenanschlag, sowie die Einsicht aus. unter Beifügung
mins eine
waltung zu erlegen.
[8187] Submission.
im Wege der öffentlichen
werden. 54 Die Offerten sind bis zum
Orgel⸗Lieferung“ versehen, auf
werden sollen.
und Schweinefleisch, präservirtes Ochsen⸗ und Hammelfleisch, Hartbrod, Kolonialwaaren inkl. Branntwein und Essig, Pflaumenmus, Weizen⸗ mehl, Hülsenfrüchte, Kartoffeln, Butter, prä⸗ präservirte
Die Lieferungsbedingungen liegen in unserer Re⸗ gistratur zur Einsicht aus und werden auf porto⸗ freies Verlangen gegen Erstattung der Anfertigungs⸗
Kaiserliche Intendantur der Marine⸗Station der Ostsee.
Bekanntmachung. Am Donnerstag, den 12.
Vormittags 9 ½ Uhr, werden von dem unterzeichneten Filial⸗Artillerie⸗Depot auf dem Zeughaushofe hierselbst 295 kieferne Bombenbalken von 4 bis 7 Meter Länge und 26—27 Cm. Stärke meistbietend gegen sofortige Verkaufsbedingun⸗ gen werden im Termin bekannt gemacht. berg, den 2. Oktober 1876. Filial⸗Artillerie⸗Depot.
‿ 1 „ d- 2.
(8175] Neubau einer Kaserne. Zur Verdingung der Erd⸗, Maurer⸗ und hauerbeiten, sowie der Lieferung nachstehender Ma⸗
277 Kubikmeter Bruchsteine
45 Kubikmeter Bruchsteine aus Landstuhler 1 Brüchen und 34 Kubikmeter Bruchsteine
findet ein Termin am Mittwoch, den 11. d. Mts., Morgens 10 Uhr, im Geschäftszimmer der unter⸗ zeichneten Verwaltung, Bahnhofsstraße Nr. 40, statt.
Zedingungen liegen im vorbenannten Lokale zur Die Offerten sind versiegelt und von Proben der Lieferungen vor dem Termine einzureichen. Die Submittenten haben vor Eröffnung des Ter⸗ Kaution von 5 % des Leistungs⸗ oder *—2& 2. 4 8 I. 3 8291 8 2
Lieferungsobjekts zur Kasse der unterzeichneten 29 e11“
Saarbrücken, den 3. Oktober 1876. Königliche Garnison⸗Verwaltung.
Die Lieferung einer Orgel mit eirca 12 — 14 Registern für den Seminarbau Hilchenbach soll Submission
„ 16. Oktober er., Morgens 11 Uhr“ versiegelt und mit der Aufschrift „Offerte auf
Unterzeichneten abzugeben, wo dieselben in Gegen⸗ wart der etwa erschienenen Submittenten eröffnet
Bedingungen und Zeichnungen sind auf dem ge⸗ nannten Bureau einzuziehen, resp. gegen Erstattung der Kopialien von dort zu beziehen. Siegen, den 4. Oktober 187656.
Der Bau⸗Inspektor.
Haege.
Butter und
soll im Wege der öffentlichen Submission verdun⸗ b 8 gen werden. .
Die Offerten sind portofrei, versiegelt und mit der Aufschrift: „Submission auf die Lieferung von Proviant
[8197] Bekanntmachung. Die Lieferung des Wäschebedarfs für die Ke sernen und Lazarethe im diesseitigen Corpsbezirk pro 1877/78 mit 7200 Stück ordinäre Kopfpolsterbe
2550 Stück ordinäre Deckenbezüge,
6000 Stück Leibstrohsäcke,
89g Stück Kopfpolstersäcke,
1
436 Stück weißbaumwollene
248 Paar baumwollene Socken wird im Submissionswege Freitag, den 20. Ok⸗ tober d. J., Vormittags 11 Uhr, im Geschäfts⸗ lokale der unterzeichneten Intendantur vergeben. Lieferungsunternehmer wollen ihre Offerten, in welchen die Preise für die einzelnen Stücke unter Angabe des zu liefernden Quantums nach Mark und Pfennigen bestimmt, zu bezeichnen sind, ver⸗ siegelt und mit der Aufschrift:
„Submission auf die Lieferung von Ka⸗ sernen⸗ und Lazareth⸗Wäsche⸗Gegenstände“ versehen, bis zu der bestimmten Stunde bei uns ab⸗ geben. -
NM 8 Bei
bis
(à Cto. 59.)
den ordinären bunten Decken⸗ und Kopf⸗ polsterbezügen ist anzugeben, ob die Preise für Lei⸗ nen⸗ oder Baumwollenstoff berechnet sind. Nachgebote werden nicht angenommen. . Die Lieferungsbedingungen können bei den König⸗ lichen Garnison⸗Verwaltungen in Cöln, Breslau Straßburg und Karlsruhe, woselbst auch Wäsche⸗ proben zur Ansicht aufliegen, eingesehen werden. Die Lieferung des ganzen Bedarfs muß 1. August 1877 beendet sein. Karlsruhe, den 29. September 1876. Intendantur des XIV. Armee⸗Corps.
Witten⸗
Stein⸗
aus hiesigen
[8177] Bekanntmachung. b Aufkündigung von ausgeloosten Obligationen des Kreises Tost⸗Gleiwitz.
Bei der in Gemäßheit der Bestimmungen des Allerhöchsten Privilegiums vom 12. Februar 1866 im Beisein der Mitglieder der Chausseebau⸗Kom⸗ mission unter dem 26. d. M. stattgefundenen Aus⸗ loosung der nach Maßgabe des Tilgungsplanes pro 1877 einzulösenden Obligationen des Kreises Tost⸗ Gleiwitz, sind nachstehende Nummern im Werthe von 9450 Mark gezogen worden:
1) 6 Stück Litt. A. à 500 Thlr. = 1500 Mark
Nr. 17. 80. 113. 128. 135. 233. 1 Stück Litt. B. à 100 Thlr. = 300 Mark 150 Mark
aus Nieder⸗ Brüchen,
Zeichnungen und
Nr. 195. beabsschtiate 1 Stück Litt. C. à 50 Thlr. = beabsichtigten eh
die vorstehend bezeichneten Obligationen hiermit zum 1. April 1877 gekündigt werden, fordere ich die Inhaber derselben auf, den Nenn⸗ “ nebst den zu denselben gehörenden nach dem 1. April 1877 fälligen Zins⸗Coupons nebst Talons und gegen Quittung vom 1. April a. f. ab in der Kreis⸗ kommunal⸗Kasse hierselbst in Empfang zu nehmen.
Der Geldbetrag der etwa fehlenden, unentgeltlich mit abzuliefernden Zins⸗Coupons wird von dem zurückzuzahlenden Kapitale event. zurückbehalten werden.
Die Erhebung der Nennwerthe der gekündigten Obligationen kann auch vom 1. Januar 1877 ab erfolgen, doch werden von den vor dem 1. April 1877 amortisirten Obligationen die Zinsen für das I. Quartal 1877 nicht mehr gezahlt.
Gleiwitz, den 30. September 1876.
Der Königliche Landrath.
vergeben
dem Bureau des
[7807]
Industrielle Etablissements, Fabriken und Großhandel
bat dieselben Wirkungen.
(H. 13187.)
Wir zeigen
gonnen haben.
übernommen, welche eine Anzahl
Proviants und zwar:
belegen, soll vom 1. November cr. ab auf un⸗
frisches Rind⸗ und Schweinefleisch, Salzrind⸗
Den Verkauf dieser Ap „hat G 8 8 Jacob Ravené Söhne & Co., Wallstraße 93, hier,
stehen die Münzprüfer in unserm Detailgeschäft, Markgrafe Berlin, Oktober 1876 à
Inhalgtorium für electrischen Sauerstoff
gegen Nervenschwäche, Schlaflosigkeit, Asthm werden alle Funktionen des Körpers geregelt. Sauerstoffwasser,
Trinkwasser ärztlich empfohlen.
a, Herz- und Brustleiden. Darch Verbesserung des Blute Unser wissenschaftlich allein aunerkanntes Oonwasser in Syphons, wird als billiges und gesundestes
Gebr. Lenz, Dorotheenstr. 78/79. Berlin, NW.
ul Bernstein'’'s Patent⸗Münzprüfer.
hierdurch ergebenst an, daß wir jetzt in umfangreich obiger Apparate, welche selbstthätig gefälschte und nicht vollwichtige G
umfangreicher Weise mit Fabrikation oldstücke ausscheiden, be⸗
parate hat die Firma: (& Cto. 54/10.)
derselben ausgestellt hat und zu naäͤherer Auskunft gern bereit ist. Auch nstraße 50, hier, zum Verkauf. lex Bernstein £ Co.