Poriz, 4. Januar, Mirttags. (W. T. B.)
Rohzucker ruhig, Nr. 10/13 pr. Januar pr. 100 Kilogr. 79,75, Weisser Zucker
r. pr. Januar 87,50, pr. Febraar 88 00, pr.
Nr. 7/9 pr. Januar * 100 Kilogr. 84,50. ruhig, Nr. 3 pr. 100 Kilog Januar-April 88,75, per März-Juni —.
St. Petersburg, 4. Januar, Nachm. 5 Uhr. (W. T. B.) 48,50. Weizen loco 11 00.
—,—. Leinsaat
Produktenmarkt. Talg loco ggen loco 7,25. Haf-r loco —.,—. Hanf loco (9 Pud) loco 12,75. — Wett-r: 20 Grad Kälte. New-Nork, 4. Januar. Abends 6 Uhr.
Orleans 12 ⅜. Mehl 5 D. 95 C.
20 ½. Schmalz (Marke Wilcox) 11 ¾ C. Getrei defracht 6 ½.
(W. T. B.)
Waarenvboricht. Baumwolle in New-York 12 ¾, do. in New- Petroleum in New-York 27, do. in Philadelphia 27. Rother Frühjahrsweizen 1 D. 44 C. 0 mixed) 64 C. Zucker (Fair refining Musccvados) 9 ⅛. Kaffee (Rio-) Speck (short clear) 9 ¾ C.
sehr fest ist Middlesbro-Eisen. H schottisches Roheisen 4,15 à 4,50 Kilogramm.
lisches 83,00 à 87,00 und Mansfel einzeln theurer. Zinn schwach,
höher. Zink unverändert, gute und zink 22 25 à 23,00. einzeln mehr.
Krhlen und Koks unuverändert, Qualität bis 63,00 und westfälischer Schmelz-Koks
frei hier.
Mais (old.
Getreidemarkt. Weizen
Berlin, 5. Januar.
beim Königlichen Stadtgericht.)
von der ersten Woche des neuen Jahres noch nichts Umsätzen ist fast nichts zu berichten und Preise sind nur nomivell. Der Glasgower Markt ist mit Verschiffungseisen etwas abgeschwächt, Warrants schwankend, notiren 57/6 Cassa pro Tons,
Roheisen:
(Wochenbericht über Eisen,
und Metalle von M. Löwenberg, vereidetem Nakler und Taxator Der Eisen- und Metallmarkt hat
Kouleu] Juni 228,50. Roggen pr.
161,00, pr. Mai-Jani 160,00. pr. April-Mei 77,50. profitirt, von Petroleum pr. Jauuer 18,00.
Getreidemarkt.
Eisenbahnschienen zam Verwalzen 3,30 à 3,40, Walz- eisen 8,00 à 8,25 und Bleche 12,00 à 14,00 pro 50 Kilogramm. Kupfer unentschieden, gute und beste Sorten englisches und austra-
erglisches Lammzinn 80,00 à 80,50 pr. 50 Kilogramm, einzeln
und Tarnowitzer 22,20 à 22,40 pro 50 Kilogramm, einzeln theurer. pro 40 Hecktoliter,
Stettin, 4. Januar, Nachm.
Januar-Februar 15 1,50, pr. April-Mai
Rüböl 100 Kilogr. pr. Januar 75,25, Spiritus loeo 53,00, pr. Januar 53,30, pr. april-Bai 56 20, pr. Mai-Juni 57,20. Rübser pr. Frühjahr 358,00.
Breslau, 4. Januar, Nachm. Spiritus pr. 100. Liter 100 % pr. Januar-
ier gelten gute und beste Marken] Februar 53,00
und englisches 3.30 à 3,50 pro 50 1 pr. April-Ma]
Weizen pr. April-Mai 210,00. Roggen 161,50, pr.
“ 8 11118“
pr. April -Mai 55,00, pr. Mai- Juni 56 00a, r. Januar-Februar 155,00, Mai-Juni 162,50 Ehböl pr. Jannar- Februar 74.00, pr. April-Mai 74,00, per Mai-Juni —,—. Fanbhb 20 bez. — Wetter: Schön.
der 89 (0 à 89,50 pro 50 Kilogr., Banca 81,00 à 81,50 und prima
beste Serten schlesischer Hütten- Blei stetig, Harzer, Sächsisches
englische Schmiedekohleu nach mährischer, schlesischer
1,25 à 1,50 pro 50 Kilograwm in Nr. 3.
d7. April-Mai 226,50, or Mai-
Bayerische Ins. der Nr. 3.
(W. T. B.)
— 8
Kündigungen und Verloosungen. Pommersche Hypotheken-Aktien-Bank.
s. unter Ins. der Nr. 3.
Berliner Bankverein in Liqu. Rückzahlung von 72 % = 216 ℳ per Aktie ab 12. d. M. bei der
“
Ausgelooste Stücke;
ö 88
8
Auszahlungen. —
eutschen Bank in Berlin; s. Ins.
Ausweise von Banken etec.
Wochen-Uebersicht von 5 deutschen Zettelbanken per 2
Dezember 1876; s. unter Ias. der Nr. 3. 2⸗ Hypotheken- und Wechselbank. Geschäftsüber-
sicht pro 2. Semester und Bilanz vom 31. Dezember 1876; s. unter
Ausweise der Bauk des Berliner Kassen-Vereins, der Mecklen- burgischen Hypotheken- und Wechselbank Schwerin per ult. Dezbr. 1876; s. unter Ins. der Nr. 3.
☛‿ —
Theater.
Königliche Schauspiele. Sonnabend, den 6. Januar. Opernhaus. (5. Vorstellung.) Der fliegende Holländer. Romantische Oper in 3 Akten von R. Wagner. Anfang 7 Uhr.
Schauspielhaus. (5. Vorstellung.) Auf Be⸗ gehren: Die Waise von Lowood. Schauspiel in 2 Abtheilungen und 4 Akten, mit freier Benutzung des Romans von Currer Bell, von Charlotte Birch⸗Pfeiffer. (Jane Eyre: Fr. Niemann, als Gast.) Anfang 7 Uhr.
Saal⸗Theater. Sonnabend, den 6. Januar. Pre- midre repré entation de: Jeanne qui pleure et Jeanne qui rit. Comédie en 4 actes de Mrs. Dumanoir et A. de Kéranion. 1
Die französischen Theater⸗Vorstellungen finden in der Folge Dienstags, Donnerstags, Sonnabends und Sonntags statt.
Preise der Plätze: Fauteuil und Fauteuil⸗Loge 4 ℳ 50 ₰. Parquet⸗Loge 3 ℳ 50 ₰. Parquet 2 ℳ 50 ₰. Parterre⸗Loge 2 ℳ Galerie 1 ℳ
Der Billetverkauf findet statt am Tage der Vor⸗ stellung Vormittags im Abend⸗Kassenlokale der Königlichen Schauspiele (Eingong von der Jäger⸗ straße) und zwar: Für auf Meldungen reservirte Billeks mit 50 ₰ Aufgeld an Sonn⸗ und Festtagen von 11 —12 Uhr, an den Wochentagen von 10½ — 11 ½ Uhr. Für nicht reservirte Billets an Sonn⸗ und Festtagen von 12—1 Uhr, an den Wochentagen von 11 ½ — 1 ½ Uhr und Abends an der Abendkasse im Vestibul des Concertsaales (Eingang von der Taubenstraße). 1“
Meldungen auf reservirte Plätze für sämmtliche Vorstellungen der Saison wolle man gefälligst schrfftlic an den Direktor Neumann, Steglitzer⸗ traße Nr. 69, richten.
Ein Abonnement zu ermäßigten Preisen findet nicht statt.
Sonntag, den 7. Januar. .( stellung.) Die Afrikanerin. Oper in 5 Akten von Scribe, deutsch von F. Gumbert. Musik von Meyerbeer. Ballet von Paul Taglioni. Anfang halb 7 Uhr. 8
Schauspielhaus. (6. Vorstellung.) Romeo und Julia. Trauerspiel in 5 Akten von Shakespeare, uͤbersetzt von Schlegel. Anfang halb 7 Uhr.
Wallner-Theater. Sonnabend: Zum 14. Male: Der Löwe des Tages. Posse mit Ge⸗ sang in 3 Akten von H. Wilken, mit Benutzung eines Originalstoffes von H. Tornauer.
Sonntag und folgende Tage: Dieselbe Vor⸗ stellung. 1t
Opernhaus. (6. Vor⸗
Victoria-Theater. Direktion: Emil Hahn. Sonnabend: Gastsp. d. Frl. Josephine Zimmermann, erste Solotänzerin vom K. K. Hofoperntheater in Wien. Mit durchaus neuer Ausstattung zum 14. Male: Die schöne Melusine. Volksmärchen (Große Feerie) mit Gesang und großen Ballets in 4 Akten und 15 Bildern von E. Pasqué und Carl Brandt, für das Victoria⸗ Theater bearbeitet von Carl Treumann Musik von G. Lehnhardt, Kapellmeister des Victoria⸗Theaters. Ballets von G. Carrey, Balletmeister von der großen Oper in Paris. 8 Sonntag: Dieselbe Vorstellung.
Friedrich-Wilhelmst. Theater. Sonn⸗ abend: Vorletzte Aufführung von: Fatinitza. Sonntag: Letzte Aufführung von: Fatinitza. Montag: Wegen den Vorbereitungen der Possen⸗ novität geschlossen. 1 Dienstag: Zum 1. Male: Berliner Pickwickier.
Kesidenz-Theater. Sonnabend u. folgende Tage: Hotel Godelot. Gleich und Gleich.
Krolls Theater. Sonnabend: Wegen des
Balles des Königlichen Corps de Ballet keine Vor⸗ stellung. .
Sonntag: Weihnachts⸗Ausstellung. Dazu: Geiz und Verschwendung. Vorträge der Tiroler Concert⸗Sänger⸗Gesellschaft. Concert.
Woltersdorff-Theater. Sonnabend: Mit
neuen Dekorationen, Kostümen, Requisiten. Zum 14. Male: Flamina. ö “ Sonntag und folgende Tage: Flamina.
sStadt-Theater. Sonnabend: Achtes En⸗ semble⸗Gastspiel der Mitglieder des Wallner⸗ Theaters unter Mitwirkung und Direktion des errn Theodor Lebrun. O, diese Männer! Lust⸗ piel in 4 Akten von Julius Rosen. (Parquet 2,00 ℳ, Logen 4,00 ℳ u. s. w.) — 1“ Sonntag: Dieselbe Vorstellung. National-Theater. Sonnabend: Gastspiel des Hrn. Lehfeld zum Benefiz für Müllner: König
Lear. Sonntag: Abends: Gastspiel des Herrn Band⸗ mann: Othello. Nachmittags, Anfang 4 Uhr, zu
halben Preisen: Das Stiftungsfest.
Belle-Alliance-Theater. Sonnabend: Zum
1. Male: Domben und Sohn Schauspiel in 4 Akten mit freier Benutzung des gleichnamigen Dickens'schen Romans von Dr. Adolph Reich. An⸗ fang der Vorstellung 7 ½ Uhr. Gewöhnliche Preise.
Sonntag: Nachmittags⸗Vorstellung: Zum letzten Male: Fröhliche Weihnachten. Weihnachts⸗ märchen mit Gesang in 5 Bildern von L. Ottomeyer. r Kassenpreise. Anfang der Vorstellung 4 Uhr, Ende 6 Uhr. Abend⸗Vorstellung: Zum 2. ale: Dombey und Sohn. Anfang 7 Uhr.
Deutscher Fersenal-Ralenüer. 6. Januar. 1u““ 1809. Job. Aug. Eberhard f. ““ 1854. Gottl. Ed. Guhrauer 1876. Theod. Steifensand t.
Familien⸗Nachrichten.
Verlobt: Frl. Marie Poetter mit Hrn. Prediger Sen Braun (Hohenfelde — Schönwalde bei abes).
Geboren: Ein Sohn: Hrn. Major a. D. Frei⸗ herr r. Beust (Nimritz). — Hrn. Hauptmann und Compagnie⸗Chef Dziobek (Köln). — Hrn. Domänenpächter F. Speichert (Gousawa). — Zwei Söhne: Hrn. Pastor Bastian (Bern⸗ burg). — Eine Tochter: Her⸗ Baumeister Herzog (Radeberg). — Hrn. Rektor J. Hahn Heerde⸗ — Hrn. Hauptmann und Compagnie⸗ Chef Theodor v. Haeseler (Flensburg).
Gestorben: Verw. Frau Land⸗ und Stadt⸗ Gerichtsdirektor Heffter, geb. Heuseler (Jüterbog). — Hrn. Bürgermeister Boetticher Sohn Robert (Krone a. B.). — Hrn. Major und Inspizient Kleckel Tochter Irmgard (Berlin). — Hr. Ober⸗ Tribunalsrath a. D. Carl Heinrich v. Voswinkel (Hagen i. W.).
Subhastationen, Aufgebote, Vor⸗ ladungen u. dergl.
215 v 28 8 [102151 Subhastations⸗Patent.
Das dem Bauunternehmer August Thiel zu Ber⸗ lin gehörige, in Weißensee an der Albertinen⸗ straße belegene, im Grundbuch von Weißensee Band VIII. Blatt Nr. 222 verzeichnete Grund⸗ stück nebst Zubehör soll
den 2. Februar 1877, Vormittags 11 Uhr, an hiesiger Gerichtsstelle, Zimmerstraße Nr. 25, Zimmer 24, im Wege der nothwendigen Subha⸗ station öffentlich an den Meistbietenden versteigert, und demnächst das Urtheil über die Ertheilung des Zuschlags b
den 6. Februar 1877, Mittags 12 Uhr, ebendort verkündet werden.
Das zu versteigernde Grundstück ist zur Grund⸗ steuer, bei einem derselben unterliegenden Gesammt⸗ Flächenmaß von 31,09 Ar mit einem Reinertrag von 10,02 ℳ, zur Gebäudesteuer aber noch nicht veranlagt. 88 8 “
Die Vietun skaution ist auf 5700 ℳ festgesetzt.
Auszug aus der Steuerrolle, Abschrift des Grund⸗ buchblattes, Abschätzungen, andere das Grundstück betreffende Nachweisungen und besondere Kaufbedin⸗ gungen sind in unserm Bureau V. A. 3 einzusehen.
Alle Diejenigen, welche Eigenthums⸗ oder ander⸗ weite, zur Wirksamkeit gegen Dritte der Eintragung in das Grundbuch bedürfende, aber nicht eingetra⸗ gene Realrechte geltend zu machen haben, werden aufgefordert, dieselben zur Vermeiduug der Präklu⸗ sion spätestens im Versteigerungstermin anzumelden.
Berlin, den 10. Dezember 1876.
Koönigliches Kreisgericht. 9 Der Subhastations⸗Richter.
[9076] Oeffentliche Ladung.
Des früher hier, jetzt angeblich in Chicago auf⸗ hältlichen Bäckermeisters Hermann Luethen Ehefrau, Minna Luethen, geb. Schmuggerow, hat gegen ihren genannten Ehemann wegen bös⸗ licher Verlassung auf Ehescheidung geklagt.
In Folge dessen wird der Bäckermeister Hermann Luethen geladen, in dem auf
den 5. Februar 1877, Mittags 12 Uhr, zur Beantwortung der Klage und weitern münd⸗ lichen Verhandlung angesetzten Termin in unserem Sitzungssaale vor dem Kollegium zu erscheinen und sich auf die Klage auszulassen, widrigenfalls die
bösliche Verlassung für zugestanden angenommen
und demgemäß was Rechtens erkannt werden wird. Greifswald, den 27. Oktober 1876. Königliches Kreisgericht.
Verkäufe, Verpachtungen
Submissionen ꝛc. [211 Bekanntmachung Die Lieferung des Bedarfes an Werkstätten⸗ materialien, Vorrathsstücken und Werkzeugen vom 1. April 1877 bis 31. März 1878, soll im Wege der öffentlichen Submission vergeben werden. Hierzu sind zwei Termine, und zwar:
1) auf Donnerstag, den 18. Januar 1877,
für Schmiede⸗, Walz⸗, Fagon⸗ und Roheisen, Stahl,
Radreifen, Trag⸗ und Spiralfedern, Bufferböcke,
Achslagerkasten, Hölzer und Glaswaaren, und 2) auf Donnerstag, den 25. Januar 1877, für Holzkohlen, Lacke, — Chemikalien, Droguen, Gummi⸗, Leder⸗, Polster⸗, Posamentir⸗ und Kurz⸗ waaren im Bureau des Unterzeichneten (Zimmer 45 im Verwaltungsgebäude) anberaumt, bis zu welchen Terminen mir die Offerten (für jeden Termin be⸗ sonders) portofrei und versiegelt mit der Aufschrift: „Submission auf Lieferung von Werk⸗ stättenmaterialien pro 1877/78, zum Sub⸗ missionstermine aum Januar 1877
gehörig“ 8 als besonderer Brief einzusenden und nicht den Packeten mit den Proben resp. Mustern beizu⸗ fügen sind. 1 Das Verzeichniß der zu verdingenden Gegen⸗ stände, sowie die Lieferungsbedingungen liegen auf meinem Bureau und auf den Stationen Trier, Neunkirchen, St. Wendel und Bingerbrück zur Ein⸗ sicht offen, können aber auch auf portofreies An⸗ suchen von mir unentgeltlich bezogen werden. — Saarbrücken, Bahnhof, den 28. Dezember 1876. Der Königliche Ober⸗Maschinenmeister. Finckbein.
Verloosung, Amortisation, Zinszahlung u. s. w. von öffentlichen Papieren.
Die auf Grund des Privilegii d. d. 20. April 1857 zur Einlösung pro 1877 durch das Loos be⸗ stimmten Obligationen des Crossener Deich⸗ Verbandes 1
Litt. A. Nr. 21, 267, 537, 547 à Stück 100 Thlr.,
Litt. B. Nr. 194, 195, 247 à Stück 50 Thlr. sind hiermit zum 1. Juli 1877 gekündigt, und von da ab, von unserer Deichkasse hier ausgezahlt, nicht mehr gültig. [116]
Crossen a./O., den 31. Dezember 1876.
Deichamt des Crossener Verbandes Uhden. Natusch. Beuck.
8
(10330 Aufkündigung 6 von Niederlausitzer Pfandbriefen.
Die fünfprozentigen Niederlausitzer Pfandbriefe Ser. V. Litt. C. Nr. 1, 2, 3 und 4 über je 100 Thaler sollen in dem nächsten Zinstermine, dem 1. Juli 1877, von dem Niederlausitzer Credit⸗Insti⸗ tut durch Baarzahlung eingelöst werden, und wer⸗ den hiermit gekündigt.
Wir fordern daher die Inhaber auf, gedachte Pfandbriefe nebst Talons und denjenigen Zinscou⸗ pons, welche auf einen späteren, als den vorbezeich⸗ neten Fälligkeitstermin lauten, unverzüglich an un⸗ sere Credit⸗Instituts⸗Kasse zu Lübben N.,/L. einzu⸗ liefern. Ueber die Einlieferung wird Recognition ertheilt, und diese demnächst im Fälligkeitstermine bei unserer vorgenannten Kasse durch Verabfolgung der Valuta eingelöst werden.
Mit dem 1. Juli 1877 hört die Verzinslichkeit der gekündigten Pfandbriefe auf, und haben die In⸗ haber derselben, welche deren Einlieferung bis zu dem vorbezeichneten Fälligkeitstermine unterlassen, zu gewärtigen, daß sie mit den in den Pfandbriefen ausgedrückten Rechten präkludirt, und mit ihren Ansprüchen nach §§. 23 bis 26 des Statuts vom 30. Oktober 1865 (G. S. S. 1056) auf die bei dem Credit⸗Institut zu asservirenden, oder nach Befinden der unterzeichneten Direktion auf Gefahr und Kosten der Inhaber gerichtlich zu deponirende Valuta werden verwiesen werden.
Lübben, den 18. Dezember 1876.
Die Bezirks⸗Direction des Credit⸗Instituts der Ober⸗ und Nieder⸗Lausitz. von Manteuffel. von Houwald. Gro
8
5
“ 1“
Pommersche Hypotheken⸗Actien⸗Bank. Bei der heutigen Ausloosung unserer unkünd⸗ baren Hypotheken⸗Briefe wurden laut notariellem Protokoll folgende Nummern gezogen: 1) 4 ½ % Hypotheken⸗Briefe, II. Emission. Litt. B. à 500 Thr. Nr. 729. Litt. C. à 200 Thlr. Nr. 803 853 963. Litt. D. à 100 Thlr. Nr. 555 718 942 1184. Litt. E. à 50 Thlr. Nr. 784 1120.
2) 5 % Hypotheken⸗Briefe, IV. Emission. .Nr. 627 4910. Litt. D. 2 100 Thlr. 6515 6750 15196 1“ 18186 18914 19081 19352 19424. am 1. Juli 1877 mit einem Zuschlage von Am 1. Juli 1877 hört die Verzinsung auf.
Litt. A. à 1000 Thlr. Nr. 1 Litt. B. à 500 Thlr. Nr. 4075 4148 4697 Litt. C. à 200 Thlr. Nr. 7165 7304 7571 7653 7799. Nr. 15254 15282 16463 16670 16768 16898 17583 17620 18100 18161 Litt, E. à 50 Thlr. Nr. 1684 4398 4463 4643. Die Auszahlung vorstehender Nummern findet 10 % zum Nennwerthe an unserer hiesigen Kasse statt. Coeslin, den 30. Dezember 18766. Die Haupt⸗Direction.
Danziger Bankserein
Vom 8. Januar cr. ab kann in unserem Bü⸗ reau, Hundegasse Nr. 27/8, die zweite Abschlags⸗ zahlung auf unsere Akrien à 12 % mit ℳ 72. — per Aktie in Empfang genommen werden. Die Aktien, mit einem arithmetisch geordneten Nummern⸗ verzeichnisse, sind mit Dividendenscheinen und Talon bei uns einzureichen; die Letzteren halten wir zurück, während die Rückgabe der abgestempelten Stücke einige Tage nach der Einlieferung erfolgt. Danzig, den 3. Januar 1877. (39./1.) 8— Die Liquidatoren. schewski. Eisen.
Bekanntmachung.
Stadt⸗Obligationen Litt. A., B., C, D., E. und F können bei dem Unterzeichneten gegen Abgabe der Talons in Empfang genommen werden. Remscheid, den 4. Januar 1877. Der Bürgermeister Der Beigeordnete Pass. “
Verschiedene Bekanntmachungen.
Die 2. Hülfslehrerstelle am hiesigen Institut, mit welcher neben einem jährlichen Gehalte von 825 ℳ freie Wohnung, 20 Kubikmeter kiefern Scheitholz und 45 Kilo Petroleum im pensions⸗ fähigen Gesammtwerthe von 478 ℳ, verbunden, ist zum 1. April d. J. wieder zu besetzen. Hierauf re⸗ flektirende Elementarlehrer, resp. geprüfte Schul⸗ amtskandidaten wollen sich unter Einsendung ihres Anstellungsfähigkeitsattestes, ihrer Zeugnisse und eines Lebenslaufes bis zum 1. Februar d. J. bei unterzeichneter Direktion melden. Annaburg, den 2. Januar 1877. Königliche Direktion des Mi⸗ litär⸗Knaben⸗Erziehungs⸗Instituts. 6
Die mit einem Jahresgehalt von 600 ℳ ver⸗ bundene Kreis⸗Wundarztstelle des Kreises Mün⸗ sterberg ist erledigt und soll anderweitig besetzt werden. Qualifizirte Bewerber werden aufgefordert, sich unter Einreichung ihrer Approbation und der sonstigen Zeugnisse, so wie eines Curriculum vitae innerhalb 8 Wochen schriftlich bei uns zu melden.
Breslau, den 29. Dezember 1876.
Königliche Regierung, Abtheilung des Innern.
10432] Bekanntmachung.
Die Stelle eines Knappschafts⸗Arztes bei unserem Lazareth in Königshütte, mit welcher ein Jahresgehalt von 3000 ℳ neben freier Feuerung und Wohnung, event. 20 % des Gehaltes als Ent⸗ schädigung für die letztere verbunden ist, soll bal⸗ digst anderweitig besetzt werden.
Promovirte Aerzte im Alter von höchstens 40 Jahren werden ersucht, ihre Bewerbungen um diese Stelle unter Beilegung ihrer Zeugnisse und eines kurzen Lebenslaufes uns bis zum 1. Februar k. J. einzusenden. (à Cto. 170 12)
Tarnowitz, den 18. Dezember 1876.
Der Vorstand
des Oberschlesischen Knappschaftsvereins. [122] Bekanntmachung.
Die hiesige Rathsdienerstelle, mit welcher außer freier Dienstwohnung ein baares Gehalt von 750 ℳ (incl. 75 ℳ Kleidergeld), verbunden ist, soll sobald als möglich anderweit besett werden. Civilver⸗ sorgungsberechtigte Bewerber wollen sich unter Ueberreichung ihrer Zeugnisse bis zum 15. Januar 1877 bei uns melden. 3
Pritzwalk, den 7. Dezember 1876.
Der Magistrat.
(à Cts. 31/1.)
[123
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Berliner Hagel⸗Assecuranz⸗Gesellschaft [109] von 1832.
Die Herren Actionaire der Berliner Hagel⸗ Assecuranz⸗Gesellschaft von 1832 werden hierdurch zu der ordentlichen General⸗Versammlung er⸗ gebenst eingeladen, welche am 8 Mittwoch, den 24. d. M., Vormittags 10 ½ Uhr, in unserem Geschäfts⸗Lokale, Burgstraße Nr. 29, zwei Treppen hoch, stattfinden wird.
Berlin, den 4. Januar 1877.
Der Aufsichtsrath.
189] Feinste Harzküse,
Prima⸗Qualität, in Kisten von 1 ½ — 10 Schock à 2 ℳ, bei Abnahme über 10 Schock à 1 ℳ 80 ₰, versendet unter Nachnahme Wilhelm Rienäcker in
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Besteluug an; für Berlin außer den Post⸗Anstalten
auch die Expedition: SW. Wilhelmstr. No. 32.
Berlin, Sonnabend,
5 8
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——
——
Se. Majestät der Kaiser und König haben Aller⸗ gnädigst geruht:
den nachbenannten Beamten im Ressort des Auswärtigen Amts die Erlaubniß zur Anlegung der ihnen verliehenen Ordens⸗Insignien zu ertheilen, und zwar: des Großkreuzes des Großherrlich türkischen Osmanié⸗Ordens und des Großkreuzes des König⸗ lich portugiesischen Ordens der Empfängniß
Unserer Lieben Frau von Villa⸗Vigosa:
dem Staats⸗Sekretär des Auswärtigen Amts, Staats⸗
Minister von Bülow —
des Großkreuzes des Königlichzgriechischen Erlöser⸗ 1 Ordens: dem Kaiserlichen Gesandten in Athen, von Radowitz; des Kommenthurkreuzes erster Klasse des Königlich württembergischen Friedrichs⸗Ordens: dem Geheimen Legations⸗Rath von Bülom, vortragen⸗ den Rath im Auswärtigen Amt; des Komthurkreuzes des Ordens der Königlich ltitalienischen Krone: — dem Kaiserlichen General⸗Konsul in Livorno, Appelius; Ritterkreuzes erster Klasse des Herzoglich sachsen⸗ernestinischen EE1 ddem Kaiserlichen General⸗Konsul in Neapel, Beer; des Kaiserlich russischen St. Stanislaus⸗Ordens — 1u“ FSes e Klasse: dem Kaiserlichen Konsul in Beirut, Brüning; des Ritterkreuzes erster Klasse des Königlich württembergischen Friedrichs⸗Ordens: dem Geheimen Sekretär und Chiffreur Boneß im Aus⸗ wärtigen Amt und der Königlich württembergischen Goldenen Civil⸗ Verdienst⸗Medaille am Bande des Kronen⸗ 8 Ordens: den Geheimen Kanzleidienern Theis und Krausnick
des
im Auswärtigen Amt.
Se. Majestät der König haben Alle 3
dem Oberförster Maseberg zu Lingen den Rothen Adler⸗Orden dritter Klasse mit der Schleife; dem Forst⸗ Kassenrendanten, Hauptmann a. D. Zimmermann zu Goldap, den Rothen Adler⸗Orden vierter Klasse; dem Haupt⸗ Steueramts⸗Assistenten Asendorff zu Osnabrück den König⸗ lichen Kronen⸗Orden vierter Klasse; den Königlichen Mund⸗ köchen Dittmer und Ritter das Kreuz der Inhaber des Königlichen Haus⸗Ordens von Hohenzollern; dem Gerichts⸗ mann und Schulvorsteher Petschel zu Schönbrunn im Kreise Wohlau das Allgemeine Ehrenzeichen; sowie dem Unteroffizier Karl Rühl im Holsteinischen Infanterie⸗Regiment Nr. 85 die Rettungs⸗Medaille am Bande zu verleihen.
Deutsches NReich. Auswärtiges Amt.
Der zweite Sekretär bei der Kaiserlichen Botschaft in Konstantinopel, Freiherr von Veltheim, ist in der gleichen Eigenschaft an die Kaiserliche Botschaft in St. Petersburg versetzt und zu seinem Nachfolger der Legations⸗Sekretär von Hirschfeld, seither bei der Kaiserlichen Gesandtschaft in Athen, ernannt worden. An Stelle des Letzteren ist der Legations⸗Sekretär von Bülow, bisher zweiter Sekretär bei der Kaiserlichen Botschaft in Wien, nach Athen versetzt. Der erledigte Posten des Legations⸗Sekretärs bei der Kaiserlichen Gesandtschaft in Stockholm ist dem seitherigen zweiten Bot⸗ schafts⸗Sekretär in London, Grafen von Redern, über⸗ tragen und an seine Stelle der Legations⸗Sekretär bei der Königlich preußischen Gesandtschaft in München, Graf August von Dönhoff⸗Friedrichstein, zum zweiten Sekretär bei der Kaiserlichen Botschaft in London ernannt. Der Legations⸗ Sekretär von Thielau, bisher bei der Kaiserlichen Gesandt⸗ schaft in Brüssel, ist in gleicher Eigenschaft an die Kaiserliche Gesandtschaft in Madrid versetzt worden.
Königreich Preußen.
Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht: den bisherigen Landes⸗Meliorations⸗Bau⸗Inspektor der Rheinprovinz, Wasserbau⸗Inspektor Ernst Friedrich Erd⸗ muth Schmidt in Düsseldorf zum Regierungs⸗ und Bau⸗ rath zu ernennen. 16
Ministerium der geistlichen, Unterrichts⸗ und Medizinal⸗Angelegenheiten. Der Seminar⸗Direktor Kahle zu Bütow ist in gleicher Eigenschaft an das evangelische Schullehrer⸗Seminar zu Cöslin versetzt worden.
Ministerium für Handel, Gewerbe und öffentliche
Arbeiten. Dem Käniglichen Regierungs⸗ und Baurath Schmidt ist die Stelle eines Rheinschiffahrts⸗Inspektors zu Coblenz ver⸗ liehen worden. 188 9 . 8
8 9 .- —2* 1u“ ..
A
Der bisherige Königliche Landhaumeister Heinrich Gottwalt Hacker zu Frankfurt a. O. ist, unter Beförde⸗ rung zum Königlichen Bau⸗Inspektor, nach Marienwer er versetzt und demselben die dortige Bau⸗Inspektor⸗Stelle ver⸗ liehen worden.
Der Königliche Kreisbaumeister —, Steinbrück zu Neidenburg in Ostpreußen ist in gleicher Amtseigenschaft nach Cammin in Pommern versetzt worden.
Aichtamtliches. eutsches RNeich.
Preußen. Berlin, 6. Januar. Se. Kaiser und König hörten heute die Vorträge des Chefs des Militärkabinets, General⸗Majors von Albedyll, und des Chefs des Civilkabinets, Geheimen Kabinets⸗Raths von Wilmowski.
— Se. Kaiserliche und Königliche Hoheit der Kronprinz empfing gestern Vormittag um 10 Uhr den Prä⸗ sidenten Drenkmann aus Marienwerder, um 11¼¾ Uhr den Herzog Eugen von Württemberg und um 12 Uhr den Prediger Schiffmann aus Stettin.
88
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8 — Se. Königliche Hoheit der Erbgroßherzog Friedrich Franz von Mecklenburg⸗Schwerin hat ich mit Urlaub nach Dresden begeben.
— Die zuerst von einem französischen klerikalen Blatte, demnächst von polnischen Zeitungen verbreiteten ausführlichen Angaben über ein Schreiben, in welchem Se. Majestät der Kaiser und König Sr. Majestät dem Kaiser von Rußland von ein FFiehe gegen die Türkei unter Darlegung der Schwierigkeiten Refelben abgerathen habe, sind vollständig erfunden; Se. Majestät haben nie ein Schrei⸗ ben dieses oder eines ähnlichen Inhalts an den Kaiser Alexan⸗ der gerichtet. Als Anlaß zu der Erfindung scheint der Um⸗ stand benutzt worden zu sein, daß der Kaiser Alexander zum Georgsfeste Sr. Majestät dem Kaiser und König telegraphisch einen Gruß gesandt, in welchem die Hoffnung, daß Ihm ein Krieg erspart werde, ausgedrückt war, und daß Se. Majestät in der auf demselben Wege übersandten dankenden Antwort sich dieser Hoffnung angeschlossen haben.
— Der Bundesrath bient am 4. d. M. eine Plenar⸗ sitzung unter Vorsitz des Präsidenten des Reichskanzler⸗Amts, Staats⸗Ministers Hofmann.
Nach Feststellung des Protokolls der beiden letzten Sitzungen wurde ein Schreiben des Präsidenten des Reichstags vorgelegt, betreffend die von dem Reichstag zu der Strafprozeßordnung und der Konkursordnung gefaßten Resolutionen. Die Reso⸗ lutionen wurden dem Reichskanzler überwiesen.
Es folgte eine Mittheilung, betreffend die Präklusion der waldeckischen Kassenscheine.
Ausschußberichte wurden erstattet über: a. den Erlaß von Vorschriften über die von den Notenbanken in der Jahres⸗ bilanz gesondert nachzuweisenden Aktiva und Passiva. Die bezüglichen Ausschußanträge wurden genehmigt; dasselbe geschah hinsichtlich der folgenden beiden Gegenstände; b. Abfertigung von Begleitscheingütern unter Eisenbahnwagenverschluß; c. Ver⸗ änderung der Zollgrenze des Geestemünder Freihafens; d. der Entwurf eines Gesetzes über die Landesgesetzgebung von Elsaß⸗ Lothringen wurde unverändert genehmigt.
Endlich wurden einige Eingaben vorgelegt und den be⸗ treffenden Ausschüssen überwiesen, nämlich eine Eingabe der Versammlung württembergischer Gewerbevereine, betreffend die deutsche Anwaltsordnung; eine Eingabe des Kohlenfabrik⸗ besitzers Friedlüänder und Genossen zu Carlsruhe O. /Schl., betreffend den Transport von Hozzkohle in Fässern; eine Eingabe des J. H. Bachmann zu Bremen, betreffend die Nach⸗ zahlung von Ausfuhrzoll für Zucker und eine Eingabe der Direktion der Cölnischen Dampsschleppschiffahrtsgesellschaft zu Cöln, betreffend die Rheinschiffahrt.
— In Sachen Braunschweig ontra Hannover hat das Bundesamt für das Heimathvpesen durch zweitinst anz⸗ liches Erkenntniß vom 2. Dezember 1876, unter Abänderung eines Urtheils der hannoverschen Deputation für das Hei⸗ mathwesen, entschieden, daß die Vorscrift in §. 30 lit. b. des Reichsgesetzes vom 6. Juni 1870, wonach für einen Heimaths⸗ losen, der hülfsbedürftig aus einer Straf⸗, Kranken⸗, Bewahr⸗ oder Heilanstalt entlassen wurde, der Landarmenverband des Bezirks, aus welchem die Einlieferung erfolgt, zu sorgen hat, auch dann Anwendung finde, wenn öffentliche Armenpflege nicht gerade bei oder unmittelbar nah der Entlassung in An⸗ spruch genommen worden ist.
— In den deutschen Münzstätten sind bis zum 30. De⸗ zember 1876 geprägt worden an Goldnünzen: 1,097,685,200 ℳ
Doppelkronen, 337,504,330 ℳ Kronem; hiervon auf Privat⸗
rechnung: 171,345,164 ℳ; an Silbemünzen: 71,653,095 ℳ 5⸗Markstücke, 74,773,814 ℳ 2⸗Markstüde, 143,512,165 ℳ 1⸗Mark⸗ stücke, 48,804,226 ℳ 50 ₰ 50⸗Pfenigstücke, 35,577,846 ℳ 80 ₰ 20⸗Pfennigstücke; an Nickelnünzen: 23,502,530 ℳ 70 ₰ 10⸗Pfennigstücke, 11,657,813 ℳ 75 ₰ 5⸗Pfennigstücke; an
Majestät der
Kupfermünzen: 6,011,218 ℳ 74 ₰ 2⸗Pfennigstücke, 3,377,119 ℳ 13 ₰ 1⸗Pfennigstücke. Gesammtausprägung an Gold⸗ münzen: 1,435,189,530 ℳ; an Silbermünzen: 374,321,147 ℳ 30 ₰; an Nickelmünzen: 35,160,344 ℳ 45 ₰; an Kupfer⸗ münzen: 9,388,337 ℳ 87 ₰.
— In den vom Kriegs⸗Ministerium näher bestimmten Grenzen werden diejenigen schiffahrttreibenden Mannschaften der Infanterie, Jäger und Schützen, Feld⸗ und Fuß⸗Artillerie und Pioniere, welche in Gemäßheit des §. 4 des Gesetzes, be⸗ treffend die Ausübung der militärischen Kontrole über die Personen des Beurlaubtenstandes ꝛc. vom 15. Februar 1875 von den pro 1876 abgehaltenen Uebungen des Beur⸗ laubtenstandes befreit geblieben sind, sowie solche Mannschaften der Reserve und Landwehr der vorgedachten Waffen, welche wegen anderweitiger Gründe an den bezüglichen Uebungen ihrer Jahrgänge bisher nicht Theil genommen haben, auf die Dauer von 12 bezw. 13 Tagen nach Analogie Allerhöchster Ordre vom 20. Januar 1876 nachträglich eingezogen werden. Die Uebungen sind unter Berücksichtigung der bürgerlichen Verhältnisse in die Zeit vom 1. Januar bis inkl. 31. März 1877 zu verlegen. Die Bestimmung der Uebungs⸗ orte der Garde⸗Landwehr⸗Infanterie wird dem General⸗ Kommando des Garde⸗Corps überlassen. Weitere Winter⸗ übungen der dazu verpflichteten Mannschaften des Beurlaubten⸗ standes werden pro 1876/77 nicht stattfinden.
— Die in diesen Tagen erschienene Ausgabe des Hand⸗ buchs über den Preußischen Hof und Staat für das Jahr 1877 ergiebt in Form und Inhalt mannigfache Ver⸗ schiedenheiten gegen die früheren Jahre. Durch engeren Druck, größere Ausnutzung des Raums, Veränderung der Typen für die Bezeichnung der ausländischen Orden ist die äußere Form nicht nur eine gefälligere geworden, sondern auch einem weiteren Anwachsen der Bogen⸗ und Seitenzahl des noch immer umfänglichen Werkes vorgebeugt. Die letztere beträgt gegen 1012 S. im Jahre 1873/74; 1108 S. im Jahre 1875; 1083 S. im Jahre 1876, im laufenden Jahre nur 991 S., obwohl der Inhalt neben einigen, weniger erheblichen Beschränkungen, mehrfache Erweiterungen und nützliche Ergänzungen erfahren hat. Die Beschränkungen sind herbeigeführt dadurch, daß in Folge der regelmäßigen Ausgabe eines Handbuchs für das Deutsche Reich Alles dasjenige fortzulassen war, was nicht rein preußische Institutionen betrifft, oder mit der preußischen Verwaltung in einem untrennbaren Zusammenhange steht; Erweiterungen traten ein durch die Aufnahme der auf Grund der Gesetzgebung der jüngsten Jahre in Wirksamkeit getretenen neuen staatlichen, provinziellen und kommunalen Behörden und Verwaltungsorgane. Im Einzelnen dürften folgende Verände⸗ rungen der neuen Ausgabe gegen die vorjährige hervorzuheben sein.
Der Familienstand des Königlichen Hauses hat durch die am 27. September 1876 erfolgte Geburt des Prinzen Joachim Albrecht, Sohn Sr. Königlichen Hoheit des Prinzen Albrecht von Preußen, eine Vermehrung erfahren. Bei dem Hofstaat Sr. Majestät des Kaisers und Königs sind S. 29 die im Laufe des Jahres 1876 ernannten Kammerherren, S. 30 die in eben dieser Zeit ernannten Kammerjunker aufgeführt; S. 35 ist das „Ober⸗Ceremonienmeister⸗Amt“ hinzugetreten. Das Ministerium der Auswärtigen Angelegenheiten d. Amt des Deutschen Reichs) [S. 80], bei welchem bis⸗ her auch die Kaiserlich deutschen Gesandtschaften, die auswärtigen Missionen am Hofe Sr. Majestät des Kaisers und Königs, die Kaiserlich deutschen Konsulate und die mit Genehmigung des Auswärtigen Amts des Deutschen Reichs im preußischen Staate fungirenden Konsular⸗Beamte nicht deutscher Staaten aufgeführt waren, erscheint diesmal aus dem vorher angegebenen Grunde nur mit denjenigen Be⸗ amteten, welche in rein preußischen Angelegenheiten thätig sind, mit den Gesandten und diplomatischen Agenten Sr. Majestät des Königs bei den deutschen Bundesstaaten, den Missionen dieser bei Allerhöchstdemselben und mit den von ihnen in den preußischen Staaten bestellten und diesseits zuge⸗ lassenen Konsuln. Bei dem Finanz⸗Ministerium, welches seit dem Abschluß des Handbuchs in seiner II. Abtheilung durch das am 29. Dezember v. J. erfolgte Ableben des Geh. Finanz⸗ Raths Liebrecht einen Verlust und in seiner IV. Abtheilung durch die seitdem erfolgte Ernennung des schon längere Zeit daselbst als Hülfsarbeiter fungirenden Regierungs⸗Rathes Dillenburger zum Geheimen Finanz⸗ und vortragenden Rath eine Ergänzung erfahren hat, i2 die mit dem 1. Oktober v. J. in Wirksamkeit etretene, dem Finanz⸗Ministerium unmittelbar untergeordnete Provinzial⸗Stener⸗Direktion in Berlin für die Provinz Bran⸗ denburg mit den von ihr ressortirenden Behörden hinzu⸗ gekommen (S. 90./91). Außerdem haben neben denjenigen preu⸗ ßischen Beamten, welche bei der Kontrole der Zölle und Reichs⸗ steuern im Gebiete des Deutschen Reiches als „Reichsbevoll⸗ mächtigte“ fungiren, auch die als „Stations⸗Controleure“ be⸗ stellten preußischen Beamten Aufnahme gefunden (S. 91). Bei der Direktion der Verwaltung der direkten Steuern in Berlin (S. 92) dürfte zu bemerken sein, daß das im Handbuche angegebene Geschäftslokal (Markgrafen⸗ straße Nr. 47) inzwischen nach der „Mauerstraße Nr. 36“ verlegt worden ist. In dem Ministerium für die geistlichen,