1877 / 16 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Fri, 19 Jan 1877 18:00:01 GMT) scan diff

Der Gesetzentwurf ist in einigen Punkten nach den Beschlüssen des Hauses der Abgeordneten abgeändert worden. Demselben Hause liegt der Entwurf 3 effend die Regulirung des zustandes des Fürstlichen Hauses zu Bentheim⸗Tecklen⸗ Lurg bezüglich der Herrschaft Rheda und der Grafschaft Hohen⸗Limburg vor.

Statistische Nachrichten.

Nach Mittheilung des statistischen Bureaus der Stadt Berlin sind bei den hiesigen Standesämtern in der Woche vom 7. bis inkl. 13. Januar cr. zur Anmeldung gekommen: 124 Ehe⸗ schließungen, 944 Lebendgeborene, 34 Todtgeborene, 504 Sterbefälle.

Kunst, Wissenschaft und Literatur. Im Wissenschaftlichen Verein in der Singakademie wird am Sonnabend 5 Uhr Prof. Dr. Dieterici einen Vortrag über „den Darwinismus bei den Arabern im 10. Jahrhundert“ halten.

Sammlung wissenschaftlicher Vorträge von Wilhelm Förster, Professor und Direktor der Königlichen Stern⸗ warte in Berlin. Dümmlers Verlagsbuchhandlung (Harrwitz u. Goßmann) 1876. Die vorliegende Sammlung enthält acht in den Jahren 1860 bis 1875 gehaltene Vorträge und Festreden, von denen folgende im wissenschaftlichen Verein gehalten wurden: 1) die Astro⸗ nomie des Alterthums und des Mittelalters im Beh liatz zur neueren Entwickelung. 2) Johann Keppler und die Harmonie der Sphären. 3) Ueber Zeitmaße und ihre Verwaltung durch die Astro⸗ nomie. 4) Ueber astronomische Weltansichten und Probleme. 5) Wahrheit und Wahrscheinlichkeit. Die bei drei verschiedenen Säkular⸗ festen gehaltenen Reden feiern das Andenken an Alerander v. Hum⸗ boldt, Johann Keppler und Nicolaus Copernicus. Die meisten dieser Vorträge und Reden sind bereits anderweitig veröͤffentlicht worden.

Die Prager Universität hat einen schweren Verlust erlitten. Dr. Wilhelm Volkmann, Ritter v. Volkmar, ordentlicher Professor der theoretischen und praktischen Philosophie und ihrer Geschichte ist am 13. Januar im 56. Lebensjahre ver⸗ storben. Von seinen Werken sind zu nennen: „Die Lehre von den Elementen der Psychologie“ (1850), „Grundriß

(1858), „Aristotelische Pirchologie“ (1858), „Die Lehre des Sokrates

intwurf eines Gesetzes, be standesherrlichen Rechts

1

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in ihrer historischen Stellung“ (1861). erregte seiner Zeit in Fachkreisen einiges Aufsehen.

Paris, 17. Januar. Verordnung des Ministers des Ackerbaues und des Handels, durch welche eine historische Ausstellung der alten Kunst aller Länder und der Ethnographie aller außereuropäischen Völker in den Lokalen der Weltausstellung von 1878 eröffnet und eine Aufnahme⸗ und Klassifizirungs⸗Kommission ernannt wird.

In Mailand ist der Bildhauer Pietro Magni, der im Jahre 1867 auf der Pariser Weltausse (Leserin) prämiirt worden, mit Tode abgegangen. Von seinen neuesten Schöpfungen werden gerühmt: „Sokrates im Theater“ und „La compiacenza“ („Die Gefälligkeit*).

Der russische Gelehrte und Professor der neurussischen Uni⸗ Wed.“ aus Jelissawetgrad berichtet, daselbst in diesen Tagen ge⸗ storben. Mit besonderer Vorliebe widmete der Verstorbene seine Arbeit vorherrschend den ersten Jahrhunderten der slavischen Literatur und Kultur. Seine werthvollen Monographien: die slavischen Apostel in der europäischen Türkei“, „Abhandlungen über die altslavonische Sprache“, „über den Dienst der heiligen Apostel Krrill und Methodius“, „über den heiligen Klemens von Bulgarien“ und seine sonstigen gelehrten Forschungen, schreibt das Blatt, sind die Grundlagen der historischen Forschungen über die ersten slavischen Lehrer geworden.

Land⸗ und Forstwirthschaft.

(E. C.) Zu dem diesjäbrigen Derby⸗Rennen sind 247 Pferde angemeldet, von denen 34 außerhalb Englands gezüchtet worden sind. Amerika schickt zwei Füllen, die noch niemals ein

Gewerbe und Handel.

Die Hamburg⸗Bremer Feuer⸗Versicherungs⸗Ge⸗ sellschaft hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 1,576,661 Ueber⸗ schuß erzielt. Davon werden verwendet: zur Reserve für angemeldete Schäden 327,661 ℳ, zur Reserve für laufendes Risiko von 219,194,248 (statt rechnungsmäßig ermittelter 415,440 ℳ) 1,000,000 zur Vertheilung von (inkl. Zinsen) 20 pCt. Dividende auf den Einschluß der Aktien = 60 240,000

Wien, 18. Januar. (W. T. B.) Dem Vernehmen nach haben

Rennen mitgemacht haben, Deutschland und Oesterreich je sechs Pferde.

„Ermittelungen über

Seine Polemik mit Vischer

Das „Journal officiel“ veröffentlicht eine

tellung für seine Leggitrice

die Bodenkreditanstalt, der Bankverein und die Anglo⸗ bank im Verein mit der Banque de Paris und mit der Deut⸗ schen Bank in Berlin ca. 40 Millionen österreichische Goldrente zum Course von angeblich 57 ½ übernommen.

Wien, 18. Januar. (W. T. B.) In der heutigen General⸗ versammlung der Nationalbank wurde der Rechnungsabschluß, wonach auf das zweite Semester des Jahres 1876 eine Dividende von 24 Fl. entfällt, genehmigt und zu den Beschlüssen, betreffend die Ablehnung der bisher wegen Umgestaltung der Bank gemachten Vor⸗ schläge, die Zustimmung ertheilt. Zugleich wurde der Bankausschuß ermächtigt, an den weiteren die Umgestaltung der Bank betreffenden Verhandlungen theilzunehmen.

London, 18. Januar. (W. T. B.) Der Geheime Rath hat

8 Gelehrte ofessor der die Verfügung, nach welcher vom 17. d. ab alle versität Viktor Iwanowitsch Grigorowitschist, wie man dem „Mosk.

1 aus Deutschland kommenden Schafe und Ziegen binnen 10 Tagen nach der Aus⸗ schiffung geschlachtet werden müssen, auch auf Schafe und Ziegen, welche aus Frankreich und Belgien kommen, ausgedehnt.

Verkehrs⸗Anstalten.

Die Verwaltungen der Großen Berliner Pferdebahn und der Berlin⸗Charlottenburger Pferdebahn haben Ver⸗ einbarungen wegen gemeinsamen Baues einer neuen Pferdebahn⸗ verbindung zwischen Berlin und Charlottenburg getroffen. Die neue Linie soll, wie die „B. Börs.⸗Ztg.“ meldet, vom Askanischen Platz durch die Schöneberger⸗ und Flottwellstraße in die Kurfürstenstraße geleitet werden, in dieser dann weiter und durch die Hardenbergstraße nach Charlottenburg geführt werden. Den Theil vom Askanischen Platz bis zur Hardenbergstraße wird die Große Berliner Pferdebahn, den anderen Theil und den Anschluß an die Charlottenburger Bahn die Berlin⸗Charlottenburger Gesellschaft bauen.

Bremen, 18. Januar. Das Post dampfschiff des Nordd. Lloyd „Kronprinz Friedrich Wilhelm“, welches am 3. Ja⸗ nuar von New⸗York direkt nach Bremen abgegangen, ist gestern wohl⸗ behalten auf der Weser eingetroffen. b

Southampton, 18. Januar. Das Postdampfschiff des Nordd. Lloyd „Oder“, welches am 7. Januar von New⸗York ab⸗ gegangen war, ist gestern wohlbehalten hier angekommen und hat nach Landung der für Southampton bestimmten Passagiere, Post und Ladung, die Reise nach Bremen fortgesetzt. Die „Oder“ überbringt 88 Passagiere und volle Ladung. 8.

Berlin, 19. Januar 1877. Die Konkurrenzentwürfe zu den Denkmälern Alexander und Wilhelm von Humboldts. J.

Mit dem gegenwärtig im Uhrsaal der Königlichen Kunst⸗ akademie und in dem anstoßenden südlichen Korridor eröff⸗ neten Ausstellung der Konkurrenzentwürfe ist das Unter⸗ nehmen, den Gebrüdern von Humboldt in Berlin vor dem Gebäude der Universität die ihnen gebührenden Denkmäler zu errichten, seiner endlichen Verwirklichung um so näher ge⸗ treten, als unter den von 17 Künstlern eingesandten 34 Skiz⸗ zen neben einer allerdings beträchtlichen A zahl verfehlter Projekte doch mehrere Arbeiten hervorragen, die mit Bestimmt⸗ heit einen allgemein befriedigenden Abschluß dieser Angelegen⸗ heit zu verheißen scheinen. Auch wenn vielleicht erst eine engere Konkurrenz die definitive Entscheidung bringen sollte, nuß dieses schon heut gewonnene Ergebniß den bedeutenden Schwierigkeiten der hier gestellten künstlerischen Aufgabe gegen⸗ über als ein durchaus erfreuliches bezeichnet werden. Es galt eben nicht blos, für die beiden darzustellenden Gestalten, von denen namentlich diejenige Wilhelm von Humboldts der plastischen Erfassung und Ausprägung ihres eigenartigen Wesens kaum einen greifbaren Anhalt darbictet, den noch keineswegs auch nur annähernd festgestellten charakteristischen und zugleich monumentalen Typus zu finden, sondern es war

überdies durch das Programm die bestimmte, die Freiheit der beschränkende Bedingung

künstlerischen Erfindung immerhin aufgestellt, beide Denkmäler in ihrem gesammten Aufhau mit den Standbildern Bülows und Scharnhorsts in eine gewisse formale Uebereinstimmung zu bringen, wie sie mit Rücksicht auf die unmittelbare Nachbarschaft der letzteren allerdings in hohem Grade wünschenswerth erscheint. Noch gewichtigere Anforderungen aber ergaben sich endlich von selber aus der unumgänglichen Nothwendigkeit, beide Monumente, die ihren Platz innerhalb des Vorgartens der Universität, und zwar in der Flucht des ihn abschließenden Gitters und in gleichen Ab⸗ ständen von dem Mittelportale desselben finden sollen, mit der hier vorhandenen architektonischen Umgebung in Beziehung zu setzen und sie derselben möglichst harmonisch einzufügen.

Erfreulicher Weise sind gerade die durch den zukünstigen Aufstellungsort der projektirten Denkmäler gegebenen Bedin⸗ gungen von den meisten der Konkurrenten nach Gebühr ge⸗ würdigt worden. Wenigstens deutet darauf der Umstand hin, daß von siebenzehn betheiligten Bildhauern nur vier ausschließ⸗ lich durch stehende, dagegen zehn ausschließlich durch sitzende Statuen vertreten sind, im Ganzen aber von zwölf Künstlern zwanzig Modelle der letzteren Art eingesandt wurden, unter denen sich überdies die weitaus überwiegende Mehrzahl der wirklich gelungenen Arbeiten befindet. Ein bloßer Zufall liegt hier gewiß um so weniger vor, als die aufrechtdastehende Figur, die ohnehin der künstlerischen Durchbildung im Allgemeinen geringere Schwierigkeiten darbietet, die weitaus gewöhnlichste und am meisten beliebte Form unserer öffentlichen Denkmäler ist. Auch die an sich gewiß zutreffende Erwägung, daß für das überwiegend aktionslose, der sich still vertiefenden Forscher⸗ arbeit gewidmete Leben und Wirken der Darzustellenden, die sitzende Haltung in höherem Maße charakteristisch sei, dürfte, wie aus dem Vergleich mit dem Ergebniß ähnlicher Konkurrenzen hervorgeht, hier nicht allein und in erster Linie ausschlaggebend gewesen sein; vielmehr scheint der prü⸗ fende Blick auf das breithingelagerte Gebäude, das für die Statuen dereinst den architektonischen Hintergrund bilden wird, in den Konkurrenten das ohne Zweifel völlig richtige Gefühl hervorgerufen zu haben, daß auch der Aufbau der beiden Denkmäler der hier vorherrschenden horizontalen Gliederung sich anpassen und statt der vertikalen Ausdehnung der auf einem schlanken Postament sich erhebenden stehenden Figur die wuchtigere Breitendimension ehleehe müsse, die sich bei der sitzenden Statue und dem für sie erforderlichen Postament in natürlichster Weise von selber ergiebt.

Während somit nach dieser Seite die vorliegende Auf⸗ gabe von den meisten der Konkurrenten richtig erfaßt wurde, erweist sich, wie es bei einer öffentlichen Konkurrenz kaum anders zu erwarten ist, in einer nicht geringen Anzahl von Entwürfen das künstlerische Vermögen ihrer Urheber so wenig zureichend, daß von einer eingehenderen Besprechung dieser verfehlten Projekte Abstand genommen werden darf. Die trockenen, in den Hauptfiguren und in den Postamenten gleich inhaltleeren Skizzen von Büchting und H. Schubert, sowie die völlig formlosen Arbeiten von Moriz Schulz und L. Rau werden eben bei der bevor⸗ stehenden Entscheidung von vornherein ausgeschlossen

bleiben, und dasselbe gilt von dem von N. Geiger ausge⸗ stellten Entwurf, obgleich der sonderbar gestaltete, entfernt an ein auf quadratischem Grundriß errichtetes korinthisches Kapitäl erinnernde Sockel, auf den der Künstler die gewaltsam ver⸗ zerrten, in ein antikisirendes Gewand gehüllten Statuen setzte, in seinen gefälligen Details und in der mühelosen Behand⸗ lung der barocken Form und des sie umkleidenden Ornaments ein besonders im Gebiet des Rococcostyls bereits mehrfach be⸗

währtes Dekorationstalent in keiner Weise verkennen läßt. Zu bedauern ist es, daß an diese mißrathenen Entwürfe sich auch diejenigen von Afingeranreihen, der in zwei hageren, auf ziemlich dürftigen Postamenten stehenden Figuren von poesielos nüchterner Auffassung zwar mit sichtlichem Bemühen auf eine

charakteristische Wiedergabe der realen Erscheinung ausgeht, dabei aber jede monumentale Würde einbüßt. Zwei Entwürfe zu stehenden Figuren von Tendlau, sowie endlich zwei andere zu sitzenden Statuen von Hartzer, von denen diejenige Alexander von Humboldts eine freilich etwas derbe Frische der Auffassung zeigt, während ihr Pendant schwer und reizlos wirkt, repräsentiren ein durch aufrichtigen Fleiß ge⸗ tragenes plastisches Können, das sich indeß nach keiner Seite hin über ein mittleres Durchschnittsmaß erhebt.

Eine zweite Gruppe von Entwürfen wird schon deshalb, weil ihre Einsender sich auf das Modell nur einer Statue beschränkt und somit den Bedingungen der Konkurrenz nicht genügt haben, von der Berücksichtigung der Jury ausge⸗ schlossen bleiben. Hierher gehört zunächst die mit dem Motto: „Kronos“ bezeichnete ganz unbedeutende Skizze einer sitzen⸗ den Statue Alexander von Humboldts, sowie eine zwar bessere, aber nichts destoweniger ungenügende Arbeit von Hilgers, der seiner gleichfalls sitzenden, für die ihr zuge⸗ dachte hohe Aufstellung aber wenig glücklich berechneten Statue Alexander von Humbolds einen tempelartig gestalteten, von vier korinthischen Ecksäulen umschlossenen und in dieser seiner Form allzu selbständigen Unterbau gab, um an dessen Seitenflächen mehrere zum Theil nicht übel erfundene allegorische Figuren in Hautrelief anzuordnen. Gelungener ist schon der Ver⸗ such, der dem Beschauer in einer von Eberlein herrühren⸗ den dritten Skizze einer sitzenden, in ihrer Drapirung und damit in der gesammten Silhouette allerdings etwas zerrissen wirkenden Statue Alexander von Humboldts entgegentritt. Ein außergewöhnliches Talent aber bekundet ich in dem von M. P. Otto eingesandten Entwurf zu einem Denkmal Wil⸗ helm von Humboldts, dessen breiter quadratischer Sockelbau in seinen vier Seitenflächen je ein aus einer weiblichen Ideal⸗ figur und einem nackten Flügelknaben zusam engesetztes, in dem Charakter der zierlich eleganten Komposition wie in der gefälligen Formengebung direkt an die reizenden Motive pompe⸗ janischer Wandmalerei erinnerndes und auf die Beschäftigung mit den Wissenschaften bezügliches Relief von nur mäßigem Umfang, aber desto gewinnenderer Grazie der Bewegungen ent⸗ hält. In dem weiten Halbrund eines Lehnsessels, in welchem dieser massige Unterbau gipfelt, ruht in vornehm bequemer

Haltung, den faltenreichen Mantel um die Hüften geschlagen, mit der Rechten ein mächtiges offenes Buch aufstützend, die Linke lässig auf die andere Lehne des Sessels gelegt, die von reichem geistigen Leben erfüllte Gestalt des forschenden Ge⸗ lehrten, die durch ihre fein empfundene Charakteristik und

durch den seltenen Reiz der gesammten künstlerischen Behand⸗

lung freilich einen noch viel ungetrübteren Genuß gewähren inen 2 Der D. distrikten und zwischen diesen und den Küstenstädten mußte in einigen Tagen hauptsächlich auf Schneeschuhen stattfinden, da man nicht im

würde, wenn ihre plastisch⸗monumentale Wirkung nicht durch eine völlig malerische Auffassung gleichsam erstickt wäre.

In der gestrigen Sitzung der Stadtverordneten⸗Ver⸗ sammlung gedachte der Vorsteher Dr. Straßmann des Ablebens der Frau Prinzessin Carl etwa mit folgenden Worten: „Durch die Stadt hat sich heute die Trauerkunde von dem Ableben Ihrer Königlichen Hoheit der Frau Prinzessin Carl verbreitet. Die Bür⸗ gerschaft Berlins empfindet mit aufrichtiger Theilnahme den schmerz⸗ lichen Verlust, welcher das Königshaus betroffen hat. Die große Herzensgüte und Milde, welche die Verstorbene bei allen Gelegen⸗ heiten in reichem Maße bethätigte, sichern ihr ein dauerndes An⸗ denken. Ich ersuche Sie, Ihrer Ehrerbietung durch Erheben von den Sitzen Ausdruck zu verleihen. „Nachdem die Versammlung das Andenken der Verewigten durch Erheben von den Plätzen geehrt hatte, ehrte sie in gleicher Weise das Andenken des verstorbenen Geh. Ober⸗Hofbuchdruckers R. v. Decker, welcher vom Oktober 1850 bis Juli 1859 Mitglied der Versammlung resp. des Gemeinderaths gewesen war. Zur Tagesordnung stand der Bericht des Ausschusses der Versammlung über den Ankauf der dammmühlen⸗Grund⸗ stücke. Der Antrag des Ausschusses ging dahin: „Die Versamm⸗ lung erklärt sich mit dem Ankauf der früher fiskalischen Damm⸗ mühlen⸗Grundstücke, Poststraße 16, Mühlendamm 1—11 einschließlich und Breite Str. Nr. 23 für die Marimalsumme von 2,000,000

und unter der Bedingung einverstanden, daß der Stadt eine . 8

die Schneehaufen gegen 8 Ellen

halbjährige Kündigung der Miethsverträge über die sämmt lichen Räumlichkeiten in den genannten Grundstücken, welche Kün gung jedoch nicht vor Ablauf eines Jahres nach der Auflassung der Grundstücke erfolgen darf, möglich ist. Die Versammlung setzt hier bei voraus, daß die zur Zahlung des Kaufpreises erforderliche Summ durch Aufnahme von Hypotheken, beziehentlich aus dem Grundstücks Erwerbungsfonds beschafft und nicht aus den laufenden Steuern ent nommen wird.“ Hierzu hatte der St.⸗V. Dr. Stryck den Ver tagungsantrag gestellt: lange zu vertagen, bis die Zustimmung der betreffenden Behörden zu der Zuschättung des Königsgrabens erfolgt ist, Bedingungen, unter welchen das geschehen soll, bekannt sind.“ Der Vertagungsantrag, später aber auch der Ausschußantrag wurden, der letztere mit 57 gegen 39 Stimmen abgelehnt.

——2 Der hiesige „Aerztliche Klub“ hat die von vielen Seiten gewünschte Einrichtung ständiger Lehrkurse über sämmt⸗ liche Fächer der Medizin für praktische Aerzte in die Hand ge⸗ nommen und den Beginn solcher Kurse vom 1. Februar an bereits gesichert. Als Lehrer werden dabei mitwirken: über Anatomie Hart⸗ mann und v. Hoffmann; über Phvsiologie Munk; über Chemie Salkowski und Oppenheim; und Orth; über innere Medizin Leyden, Senator und Curschmann; über Chirurgie Langenbeck, v. Bardeleben und Gurlt; über Geburts⸗ hülfe Schröder; über Laryngoskopie Waldenburg und Fräntzel; über Augenkrankheiten Schweigger und Hirschberg; über Mund⸗ und Zahnkrankheiten Albrecht; über Geisteskrankheiten Westphal; über öffentliche Gesundheitspflege Finkelnburg und Zülzer; über gericht⸗ liche Medizin Liman und Falk. Die Kurse werden nicht blos in theoretischen Vorlesungen bestehen, sondern stets verbunden sein mit praktischen Demonstrationen, Experimenten und Uebungen der be⸗ treffenden Untersuchungsmetheden. .

Amsterdam, 6. Januar. (Lpz. Ztg.) In der heute abge⸗ haltenen Jahresversammlung der nied erländischen geogra⸗ phischen Gesellschaft wurde über die Ausrüstung und die Auf⸗ gaben der auf Anregung dieses Vereins veranstalteten Sumatra⸗ Expedition ausführliche Mittheilung gemacht. Vorberei⸗ tungen für dieses. die Erforschung Mittel⸗Sumatras bezweckende Unternehmen sind nunmehr vollständig be⸗ endet, die Mitglieder der Erpedition, ausgezeichnete Gelehrte der verschiedenen dabei in Betracht kommenden Fächer, werden sich am 13. d. in Nieuwediep einschiffen, um sich die einen direkt nach Padang, an der Westküste von Sumatra, die anderen zunächst nach Batavia zu begeben. Man erwartet zuversichtlichst die günstigsten Ergebnisse von der Durchforschung der Diambi⸗Regionen, die von Eingeborenen als äußerst fruchtbar an werthvollen Gewächsen und besonders auch an Mineralien aller Art geschildert werden. Bestätigen sich diese Angaben und zeigen sich die Staatsein⸗ richtungen, die religiösen Begriffe, die Sitten und Gewohnheiten der dortigen Völkerschaften Ansiedlungen von Europäern nicht wider⸗ streitend, dann wird man niederländischerseits nicht säumen, Landbau⸗ Unternehmungen in den neu erschlossenen Gebieten ins Werk zu setzen und diese dem europäischen Handel nutzbringend zu machen. Wie das niederländisch⸗indische Gouvernement in Batavia, so widmet auch die Regierung im Haag der unter der Leitung des Hrn. Schouw Santwoort stehenden Erpedition die regste Fürsorge. Sie hat die Dampfbarkasse, welche sie für das Unternehmen zur Verfügung ge⸗ stellt hat, auf zwei Jahre mit allem Erforderlichen reichlichst aus⸗ rüsten lassen. 1—

Die

Christiania, 12. Januar. (H. N.) In der letz

haben wieder gewaltige Stürme, von einem ungewöhnlich anhal⸗ tenden Schneegestöber begleitet, den südlichen Theil Norwegens und namentlich die Küstenstrecke zwischen Lindesnaes und Skien heim⸗ gesucht. Es wird von dort aus mitgetheilt, daß man seit 1818 nicht einen ähnlichen Winter gehabt hat. Der Verkehr in den Land⸗

Stande war, die Wege offen zu halten. In Christiansand sollen 8 hoch auf den Dächern der Häuser liegen, und in Grimstad sind Gebäude von der Last eingestürzt. Man hofft, daß die Schneehaufen nicht alkzuplötzlich schmelzen, sonst wären Ueberschwemmungen unvermeidlich.

Den „H. N.“ wird aus Kopen hagen vom 11. Januar ge⸗ schrieben, daß das deutsche Schiff „Hiram“ aus Memel, das im Kattegat an der jütischen Küste in der Nähe von Grenaa stran⸗ dete, vollständig zertrümmert ist. Von der Mannschaft (11—12 Per⸗ sonen) waren bisher 7 Mann als Leichen ans Land getrieben. Es wurden Seitens der betreffenden jütischen Behörden große Anstren⸗ gungen gemacht, um die Schiffbrüchigen zu retten, was nach der Aus⸗ sage des betreffenden Feuermeisters bei Grenaa gelungen sein würde, wenn die Besatzung nicht leider ganz unbekannt mit der Behandlung oder Bedienung des sog. Rettungsstuhles gewesen wäre.

Redacteur: F. Prehm. Verlag der Expedition (Kessel). Druck: W. Elsner. Drei Beilagen (cinschließlich Börsen⸗Beilage).

Berlinz

„Die Verhandlungen über den Ankauf so

beziehungsweise die

über pathologische Anatomie Virchow

Anzeiger und Königlich Preußischen

Berlin, Freitag, den 19. Januar

Staats⸗Anzeiger.

1872.

Deutsches Reich. Elsaß⸗Lothringen. 8

Se. Majestät der Kaiser haben geruht, für die nachbenannten Gemeinden für eine fünfjährige Amtsdauer zu

ernennen: A. im Bezirk Unter⸗Elsaß:

1) für die Gemeinde Benfeld: zum Bürgermeister den

Gemeinderath Dr. med. Achilles Rack, Kreisarzt daselbst, zum ersten Beigeordneten den Gemeinderath Franz Josef Baumstark, Rentner daselbst, zum zweiten Beigeordneten den Gemeinderath Franz Anton Becht, Ackerbürger da⸗ elbst; f 19 für die Gemeinde Geispolsheim: zum Bürgermeister den Gemeinderath Ludwig Keck, AOckerer daselbst, zum Bei⸗ geemeten den Gemeinderath Florenz Schwoob, Ackerer daselbst;

3) für die Gemeinde Illkirch⸗Grafenstaden: zum Bür⸗ germeister den Gemeinderath Johann S chertzer, Ackerer da⸗ selbst, zum ersten Beigeordneten den Gemeinderath Franz Faver Huther, Ackerer daselbst, zum zweiten Beigeordneten den Gemeinderath Jakob Walther, Fabrikbeamter daselbst;

4) für die Gemeinde Oberehnheim: zum Bürgermeister den Gemeinderath Ludwig Lorenz Gustav Siebert, Apotheker daselbst, zum ersten Beigeordneten den Gemeinderath Andreas Alexis Mueller, Kaufmann daselbst, zum zweiren Beigeordneten den Gemeinderath Reinhard Nau⸗ mann, Gastwirth daselbst;

5) für die Gemeinde Bischweiler: zum Bürgermeister den Gemeinderath Friedrich Hickel, Rentner daselbst, zum ersten Beigeordneten den Gemeinderath Ludwig Gottsmann, Kaufmann daselbst, zum zweiten Beigeordneten den Gemeinde⸗ rath Friedrich Brumder, Rentner daselbst;

6) für die Gemeinde Hagenau: zum Bürgermeister den Gemeinderath Xaver Nessel, Rentner daselbst, zum ersten Beigeordneten den Gemeinderath Eduard Hoerdt, Kauf⸗ mann daselbst, zum zweiten Beigeordneten den Gemeinderath Ignaz Reinbold, Holzhändler daselbst; 1

7) für die Gemeinde Niederbronn: zum Bürgermeister den Gemeinderath Baron Eduard von Tuerckh eim, Hütten⸗ besitzer daselbst, zum ersten Beigeordneten den Gemeinderath Josef Schimpf, Gerichtsvollzieher daselbst, zum zweiten Beigeordneten den Gemeinderath Philipp Georg Gerber, Landwirth daselbst;

8) für die Gemeinde Sufflenheim: zum Bürgermeister den Gemeinderath Jakob Burger, Ackerer und Wirth da⸗ selbst, zum ersten Beigeordneten den Gemeinderath Johann Elchinger, Fabrikant daselbst, zum zweiten Beigeordneten den Gemeinderath Lorenz Meßner, Ackerer daselbst;

9) für die Gemeinde Molsheim: zum Bürgermeister den Gemeinderath Camill Wernert, Rentner daselbst, zum ersten Beigeordneten den Gemeinderath Michael Gillmann, Rentner daselbst, zum zweiten Beigeordneten den Gemeinderath Dr. med. Blasius Wenzinger, Kantonalarzt daselbst;

10) für die Gemeinde Rosheim: zum Bürgermeister den Gemeinderath Josef Peterolff, Rentner daselbst, zum ersten Beigeordneten den Gemeinderath Josef Kutter, Kaufmann daselbst, zum zweiten Beigeordneten den Gemeinderath Ig naz Friederich, Ackerer daselbst;

11) für die Gemeinde Saales: zum Bürgermeister den Gemeinderath Josef Grosetienne, Rentner daselbst, zum Beigeordneten den Gemeinderath Georg Emil Gaillard daselbst; 1

b 12) für die Gemeinde Wasselnheim: zum Bürgermeister den Gemeinderath Jakob Amos, Fabrikant daselbst, zum ersten Beigeordneten den Gemeinderath Claudius Reichardt, Oelmüller daselbst, zum zweiten Beigeordneten den Gemeinde⸗ rath Johann Band, Holzhändler daselbst; 5

13) für die Gemeinde Barr: zum Bürgermeister den Gemeinderath Gottfried Bossert, Fabrikant daselbst, zum ersten Beigeordneten den Gemeinderath August Taufflieb,

Kaufmann und Gutsbesitzer daselbst, zum zweiten Beigeordne⸗

ten den Gemeinderath Richard Dietz, Mechanikus daselbst;

14) für die Gemeinde Kestenholz: zum Bürgermeister den Gemeinderath Georg Spieß, Fabrikant daselbst, zum ersten Beigeordneten den Gemeinderath Josef Dussourd, Holzhändler daselbst, zum zweiten Beigeordneten den Gemeinde⸗ rath Ludwig Speth, Bierbrauer daselbst;

15) für die Gemeinde Markolsheim: zum Bürger⸗ meister den Gemeinderath Georg Thiebaut Walther, Posthalter daselbst, zum Beigeordneten den Gemeinderath Anton Wendling, Gutsbesitzer daselbst; 8

16) für die Gemeinde Schlettstadt: zum Bürgermeister den Gemeinderath Karl Helbig, Druckereibesitzer daselbst, zum ersten Beigeordneten den Gemeinderath Alfons Frank, Fabrikant daselbst; zum zweiten Beigeordneten den Gemeinderath

Theodor Siehler, Architekt daselbst; 17) für die Gemeinde öö

zum Bürgermeister den Gemeinderath Wilhelm Riehl, Kaufmann daselbst, zum ersten Beigeordneten den Gemeinderath Gustav Sch aub, Schreiner daselbst, zum zweiten Beigeordneten den Gemeinde⸗ rath Adolf Schlagdenhaufen, Bäcker daselbst;

18) für die Gemeinde Brumath: zum Bürgermeister den Gemeinderath Daniel Zimmer, Ackerer und Hänfer daselbst, zum ersten Beigeordneten den Gemeinderath Daniel Weinberger, Ackerer daselbst, zum zweiten Beigeordneten den Gemeinderath Eugen Fischer, Kaufmann daselbst; 8

19) für die Gemeinde Hochfelden: zum Bürgermeister den Gemeinderath Ludwig Laugel, Ackerer und Wirth da⸗ selbst, zum Beigeordneten den Gemeinderath Eugen Schachinger, Thierarzt daselbst;

20) für die Gemeinde Schiltigheim: zum Bürger⸗ meister den Gemeinderath Karl Rhein, Rentner daselbst, zum ersten Beigeordneten den Gemeinderath Christian Roth, Ackerer daselbst, zum zweiten Beigeordneten den Gemeinderath Christian Eber, Ackerer und Wirth daselbst;

21) für die Gemeinde Truchtersheim: zum Bürger⸗ meister den Gemeinderath Franz Anton Fischer, Ackerer daselbst, zum Beigeordneten den Gemeinderath Anton Specht, Ackerer daselbst;

22) für die

zemeinde Lauterburg: zum Bürgermeister

den Gemeinderath Josef Dudenhoeffer, Rentner da⸗ selbst, zum Beigeordneten den Gemeinderath Georg Anton Guckert, Gutsbesitzer daselbst;

23) für die Gemeinde Selz: zum Bürgermeister den Gemeinderath Karl Ludwig Kappler, Notar dafelbst, zum Beigeordneten den Gemeinderath Martin Stoltz, Land⸗ wirth daselbst;

24) für die Gemeinde Sulz u./Wald: zum Bürgermeister den Gemeinderath Heinrich Rempp, Rentner daselbst, zum Beigeordneten den Gemeinderath Michael Mammoser, Pensionär daselbst;

25) für die Gemeinde Wörth: Gemeinderath Daniel Mutschler, Beigeordneten den Gemeinderath daselbst;

26) für die Gemeinde Buchsweiler: zum Bürgermeister den Gemeinderath Emil Ehrmann, Notar daselbst, zum ersten Beigeordneten den Gemeinderath Jakob Silbereisen, Spezereihändler daselbst, zum zweiten Beigeordneten den Ge⸗ meinderath August Waeckel, Drechsler daselbst;

27) für die Gemeinde Drulingen: zum Bürgermeister den Gemeinderath Christian Wehrung, Gutsbesitzer da⸗ selbst, zum Beigeordneten den Gemeinderath Friedrich Dommel, Ackerer daselbst;

28) für die Gemeinde Lützelstein: zum Bürgermeister den Gemeinderath Gustav Brum, Rentner daselbst, zum Beige⸗ ordneten den Gemeinderath Adam Hausknecht, Oelmüller und Ackerer daselbst;

29) für die Gemeinde Maursmünster: zum Bürger⸗ meister den Gemeinderath Josef Bloch, Kaufmann daselbst, zum Beigeordneten den Gemeinderath Martin Bitsch, Wirth daselbst;

30) für die Gemeinde Saarunion: zum Bürgermeister den Gemeinderath Friedrich Flurer, Gutsbesitzer daselbst, zum ersten Beigeordneten den Gemeinderath Alois Wilder⸗ muth, Weinhändler daselbst, zum zweiten Beigeordneten den Gemeinderath Martin Hamburger, Seifensieder daselbst;

31) für die Gemeinde Zabern: zum Bürgermeister den Gemeinderath Dagobert Fischer, Rentner daselbst, zum ersten Beigeordneten den Gemeinderath Ludwig Kno epfler, Rentner daselbst, zum zweiten Beigeordneten den Gemeinde⸗ rath Eduard Meyer daselbst.

B. Im Bezirk Ober⸗Elsaß:

1) für die Gemeinde Altkirch: zum Bürgermeister den Gemeinderath Anton Roesch, Notar daselbst;

2) für die Gemeinde Dammerkirch: zum Bürgermeister den Gemeinderath Franz Georg Nablot, Krämer und Ackerer daselbst; zum Beigeordneten den Gemeinderath Jo⸗ hann Fleury, Ackerer und Wirth daselbst;

3) für die Gemeinde Hirsingen: zum Bürgermeister den Gemeinderath Donat Britschu, Gastwirth und Zucker⸗ bäcker daselbst; zum Beigeordneten den Gemeinderath Johann Baptist Froberger, Ackerer daselbst;

4) für die Gemeinde Pfirt: zum Bürgermeister den Ge⸗ meinderath Franz Josef Boehler, Gutsbesitzer daselbst; zum Beigeordneten den Gemeinderath Anton Cassal, Kauf⸗ mann daselbst;

zum Bürgermeister den Bäcker daselbst, zum Georg Lienhart, Metzger

5) für die Gemeinde Andolsheim: zum Bürgermeister

den Gemeinderath Johann Michael Merius, Landwirth daselbst, zum Beigeordneten den Gemeinderath Sigismund Klinger-⸗Bollenbach, Landwirth daselbst;

6) für die Gemeinde Münster: zum Bürgermeister den Gemeinderath Friedrich Hartmann, Fabrikant daselbst, zum ersten Beigeordneten den Gemeinderath Franz Josef Hirsinger, Notar daselbst, zum zweiten Beigeordneten den

Gemeinderath Jakob Friedrich Christmann, Rentner

daselbst; 9 7) für die Gemeinde Neubreisach: zum Bürgermeister

den Gemeinderath Alfred Simonin, Rentner daselbst, zum

Beigeordneten den Gemeinderath Alfons Schlecht, Grund⸗ besitzer daselbst; 1 1 18 8. 8) für die Gemeinde Winzenheim: zum Bürgermeister

den Gemeinderath Gustav Schmutz, Bierbrauer daselbst, zum ersten Beigeordneten den Gemeinderath August Voche,

Gerichtsvollzieher daselbst, zum zweiten Beigeordneten den Gemeinderath Johann Weinmann, Rebmann daselbst; 9) für die Gemeinde Ensisheim: zum Bürgermeister den Gemeinderath Johann Baptist Dangel, Arzt daselbst, zum Beigeordneten den Gemeinderath Franz Josef Knoll, Arzt daselbst; b b 10) für die Gemeinde Gebweiler: zum Bürgermeister den Gemeinderath Franz Josef Munsch, Kaufmann daselbst, zum ersten Beigeordneten den Gemeinderath Ambrosius Haller, Kaufmann daselbst, zum zweiten Beigeordneten den Gemeinderath Edmund Frauger, Ingenieur daselbst;

11) für die Gemeinde Rufach: zum Bürgermeister den

Gemeinderath Franz Xaver Heimburger, Notar daselbst, zum ersten Beigeordneten den Gemeinderath Josef Meyer, Bierbrauer daselbst, zum zweiten Beigeordneten den Gemeinde⸗ rath Donat Sommereisen, Weinbergbesitzer daselbst;

12) für die Gemeinde Sulz: zum Bürgermeister den Ge⸗ meinderath Anton Wottly daselbst, zum ersten Beigeordneten den Gemeinderath Karl Wittmer, Kaufmann daselbst, zum

zweiten Beigeordneten den Gemeinderath Michael Witschger

daselbst; 9

13) für die Gemeinde Dornach: zum Bürgermeister den Gemeinderath Johann Montavont, Grundbesitzer daselbst, zum ersten Beigeordneten den Gemeinderath Albert Schlum⸗ berger daselbst, zum zweiten Beigeordneten den Gemeinde⸗ rath Josef Halm daselbst;

14) für die Gemeinde Habsheim: zum Bürgermeister den Geme nderath August Fenninger, Gutsbesitzer daselbst, zum Beigeordneten den Gemeinderath Anton Kettler, Ackerer daselbst;

15) für die Gemeinde Hüningen: zum Bürgerneister den Gemeinderath Franz Xaver Boegly, Bauunternehmer da⸗ selbst, zum Beigeordneten den Gemeinderath Friedrich Theodor Baumann, Schankwirth daselbst;

16) für die Gemeinde Landser: zum Bürgermeister den Gemeinderath Peter Billig, Notar daselbdst;

Gemeinderath Abraham Wormus,

en,

17) für die Gemeinde Mülhausen: zum Bürgermeister den Gemeinderath Johann Mieg, Fabritant daselbst, zum ersten Beigeordneten den Gemeinderath Gottfried Engel⸗ mann, Rentner daselbst, zum zweiten Beigeordneten den Ge

meinderath Jakob Weiß, Rentner dafelbst⸗

18) für die Gemeinde Rixheim: zum Bürgermeister den Gemeinderath Markus Hanwiller, Rentner dafelbst, zum ersten Beigeordneten den Gemeinderath Alber: Nico, Gast

wirth daselbst, zum zweiten Beigeordneten den Gemeinderath Sebastian Welter, Ackerer daselbst;

19) für die Gemeinde Kaysersberg: zum Bürgermeister den Gemeinderath Josef Baegert, Grundbesitzer daselbst, zum ersten Beigeordneten den Gemeinderath Josef Hirlin⸗ ger, Weinhändler und Gutsbesitzer daselbst, zum zweiten Bei⸗ geordneten den Gemeinderath Viktor Fehner, Eisenhändler daselbst;

20) für die Gemeinde Markirch: zum Bürgermeister den Gemeinderath Eugen Mü⸗ hlenbeck, Arzt daselbst, zum ersten Beigeordneten den Gemeinderath Albert Koenig, Rentner daselbst, zum zweiten Beigeordneten den Gemeinderath Leo Baumgartner, Fabrikbesitzer daselbst;

21) für die Gemeinde Rappoltsweiler: zum Bürger⸗ meister den Gemeinderath Dr. med. Louis Au gust Klee, Arzt daselbst, zum ersten Beigeordneten den Gemeinderath Albert Schiffmann, Weinhändler daselbst, zum zweiten Beigeord⸗ neten den Gemeinderath Leo Faller, Gerber daselbst;

22) für die Gemeinde Schnierlach: zum Bürgermeister den Gemeinderath Johann Ludwig H axaire, Müller da⸗ selbst, zum Beigeordneten den Gemeinderath Franz Georges, Rentner daselbst;

23) für die Gemeinde St. Creuz: zum Bürgermeister den Gemeinderath Karl Schonbarth, Fabrikbesitzer daselbst, zum ersten Beigeordneten den Gemeinderath JFohann Baptist Henry, Kaufmann daselbst, zum zweiten Beigeordneten den Gemeinderath Karl Josef Laurent, Holzhändler daselbst;

24) für die Gemeinde Urbeis: zum Bürgermeister den Gemeinderath Johann Baptist Rüst, Handelsmann da⸗ selbst, zum ersten Beigeordneten den Gemeinderath Johann Martin Ancel, Grundbesitzer daselbst, zum zweiten Bei⸗ geordneten den Gemeinderath Arbogast Schilder, Wirth daselbst, zum Spezial⸗Beigeordneten den Gemeinderath Do⸗ minik Miclo, Fabrikant daselbst;

25) für die Gemeinde Masmünster: zum Bürger⸗ meister den Gemeinderath Viktor Erhard, Fabrikbesitzer daselbst, zum ersten Beigeordneten den Gemeinderath Karl Gebel, Weinhändler daselbst, zum zweiten Beigeordneten den Gemeinderath Josef Battmann, Schneider daselbst;

26) für die Gemeinde St. Amarin: zum Bürgermeister den Gemeinderath Theobald Küny, Rentner dafelbst, zum Beigeordneten den Gemeinderath Morand Brodbeck, Zim⸗ mermann daselbst;

27) für die Gemeinde Sennheim: zum Bürgermeister den Gemeinderath Karl Baudry, Fabrikbesitzer daselbst, zum ersten Beigeordneten den Gemeinderath Matthias Schaff⸗ hauser, Fabrikbesitzer daselbst, zum zweiten Beigeordneten den Gemeinderath Franz Lothammer, Sägemühlenbesitzer daselbst; .

28) für die Gemeinde Thann: zum Bürgermeister den Gemeinderath Johann Sonntag, Kesselfabrikant daselbst, zum ersten Beigeordneten den Gemeinderath Josef Müller, Walker daselbst, zum zweiten Beigeordneten den Gemeinderath Moritz Urrich, Gastwirth daselbst;

C. im Bezirk Lothringen:

1) für die Gemeinde Bolchen: zum Bürgermeister den Gemeinderath Josef Stephan Dominik Flosse, Rentner daselbst, zum ersten Beigeordneten den Gemeinderath Jo⸗ hann August Nikolaus Renauld, Kaufmann daselbst, zum zweiten Beigeordneten den Gemeinderath Julius Hy⸗ polyt Mayer, Arzt daselbstt 18

2) für die Gemeinde Busendorf: zum Bürgermeister den Gemeinderath Johann Franz Blandin, Rentner da⸗ selbst, zum Beigeordneten den Gemeinderath Franz Christiany, Notar daselbst; 8

3) für die Gemeinde Falkenberg: zum Bürgermeister den Gemeinderath Johann Vinzenz Ditsch, Schlosser daselbst, zum Beigeordneten den Gemeinderath Georg Margo, Gerber daselbst; 1 1 b

4) für die Gemeinde Albesdorf: zum Bürgermeister den Gemeinderath Anton Nikolas Thomas, ehemaliger No⸗ tar daselbst, zum Beigeordneten den Gemeinderath Jakob Christoph Hacquard, Ackerer daselbst;

5) für die Gemeinde Delme: zum Bürgermeister den Kaufmann daselbst,

Johann Franz

zum Beigeordneten den Gemeinderath Sognet, Tischler daselbst; 8

6) für die Gemeinde Dieuze: zum Bürgermeister den Gemeinderath August Noir, Kaufmann daselbst, zum ersten Beigeordneten den Gemeinderath Karl Massenet, Rentner daselbst, zum zweiten Beigeordneten den Gemeinderath Hu⸗ bert Halmard, Geometer daselbst; 8

7) für die Gemeinde Vic: zun Bürgermeister den Ge⸗ meinderath Johann Simon, Notar daselbst, zum Bei⸗ geordneten den Gemeinderath Josef Anton Tholer, Rentner daselbst; 1 8 8

8) für die Gemeinde Diedenhofen: zum Bürgermeister den Gemeinderath Johann Baptist August Spire, Rentner daselbst, zum ersten Beigeordneten den Gemeinderath Joachim Gabriel Sylvester Boul, Rentuer daselbst. zum zweiten Beigeordneten den Gemeinderath Louis Josef Peron, Rentner daselbst;

9) für die Gemeinde Fontoy: zum Bürgermeister den Gemeinderath Adolf St. Antoine, Grundhesitzer daselbst, um Beigeordneten den Gemeinderath Nikolaus Boulay,

ckerer daselbst; 8

10) für die Gemeinde Hayange: zum Bürgermeister den Gemeinderath Maximilian Aubry, Nentner daselbst, zum ersten Beigeordneten den Gemeinderath Louis Petelot, Reatner daselbst, zum zweiten Beigeordneten den Gemeinde⸗ 8 vath Tavier Gerber, Bergwerksbvirektor daselbst;

11) für die Gemeinde Katterhofen: zum Bürggemeister

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