1877 / 87 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger, Fri, 13 Apr 1877 18:00:01 GMT) scan diff

klagen hat, die ja bei jeder Heaelhen vorkommen können, die Güte hat, sich an die nächste Ober⸗Postdirektion zu wenden, und da die Beschwerde anzubringen; und wenn ihm da nicht Abhülfe gewährt wird, dann an das Generalpostamt zu gehen. Es würde in der That allzuweit führen, wenn bei dem regen Verkehr der deutschen Nation und den Millionen von Packeten und Briefen all das, was sich im Einzelnen ereignet, bei der Etatberathung zur Sprache gebracht wer⸗ den sollte. Ich bin zu meinem Bedauern ja auch gar nicht in der Lage, mich auf jeden dieser einzelnen Fälle vorzubereiten, zumal ich ja Ahnung davon haben kann, was Alles vorgebracht werden wird.

Außerdem betheiligten sich an der Debatte die Abgg. Schmidt, Berger und Liebknecht. Tit. 2“ wurde genehmigt.

Zu Tit. 3 (Aus den Bestellgebühren an den Orten der Postanstalten 3,622,000 ℳ) beantragte der Abg. Graf Udo zu Stolberg⸗Wernigerode, den Reichskanzler zu ersuchen: „im Interesse der ausgleichenden Gerechtigkeit und zur Herstellung eines angemessenen Verhältnisses zwischen den Ausgaben und Einnahmen der Telegraphenverwaltung dahin wirken zu wollen, daß für die Bestellung der Depeschen in den Orts⸗ bestellbezirken eine entsprechende Gebühr erhoben werde“.

Nachdem der Antragsteller diesen Antrag begründet und der Abg. Frhr. von Schorlemer⸗Alst sich gegen denselben er⸗ klärt hatte, ergriff der General⸗Postmeister Dr. Stephan das Wort:

Ich stimme zunächst dem letzten Herrn Redner vollkommen darin bei, daß es wünschenswerth wäre, wenn eine Ermäßigung der Ge⸗ bühren für die Bestellung der Telegramme aufs Land herbeigeführt werden könnte. Die Verwaltung hat aber dazu nicht die Mittel an die Hand bekommen durch Gesetz oder Verordnung. Sie ist angewiesen auf die freie Vereinbarung mit den Boten, die sie jetzt für jeden einzelnen Ort annehmen muß, und deren Forderungen bewilligt wer⸗ den müssen, wenn es nicht im Wege der Konkurrenz gelingt, einen anderen zu bekommen, der es billiger macht. Mit dem gewöhnlichen Tagelohn kann man diese Sätze nicht vergleichen, weil sich zwar Leute finden, die bei gutem Wetter, und wenn sie sonst nichts zu verdienen haben, gern diese Nebenbeschäftigung übernehmen, aber nicht bei Sturm und Regen, bei Nacht, oder am Festtag, oder wenn sie einen besseren Erwerb haben. Die Hauptsache ist, daß man sich diese Leute für alle solche Fälle sichert. Indessen bin ich sehr gern bereit, thunlichst auf Ermäßigung hinzuwirken, und es ist in dieser Richtung auch vor Kurzem eine Anordnung ergangen, daß der Betrag von 75 nicht als Minimum angesehen werden soll unter allen Umständen, sondern daß den Boten auch weniger gezahlt werde, so weit dies eben möglich ist. Ich glaube, daß die Vermehrung der Telegraphen⸗ ämter auch in dieser Beziehung sehr wohlthätig einwirken wird. Der Hr. Abg. Schmidt⸗Stettin hat ja gesagt, daß wir in den letzten zwei Jahren 865 neue Aemter eingerichtet haben. In diesem Jahre werden wiederum etwa 600 neue Aemter eingerichtet; das ergiebt also in drei Jahren 1500 neue Telegraphenbetriebsstellen. Dadurch kommen wir den einzelnen Landorten immer näher; und endlich giebt es ja auch noch das Mittel, dessen der Hr. Abg. von Behr vorhin erwähnt hat, das ich aber allerdings für nicht unbedenklich halte: eine Adresse in 15 Stadt zu bestimmen, wo die Telegramme abgegeben werden önnen.

Was nun den Antrag des Hrn. Grafen zu Stolberg betrifft, wie er hier vorliegt, so habe ich mir nur das Wort erbeten, um dem Herrn Antragsteller die etwaige Besorgniß zu benehmen, als ob die Regierung den Antrag annehmen würde. Der⸗ selbe hat ja für die Verwaltung, wenn wir eine fiskalische Ver⸗ kehrsverwaltung hätten, viel Verlockendes, und der Herr Antragsteller bringt der Verwaltung ein sehr namhaftes —, in dieser Beziehung weiche ich von der Auffassung des Hrn. von Schorlemer⸗Alst ab ein sehr namhaftes Geschenk. Es handelt sich in der That um eine bedeutende Summe, wenn wir das Ortsbestellgeld für Telegramme wieder einführen würden. Der Herr Antragsteller würde dies Geschenk der Verwaltung aber auf Kosten eines anderen Theiles der Bewohner des Staates darbringen. Wenn es sich um die Frage handelte, setzt das Ortsbestellgeld abzuschaffen und das Landbestellgeld bestehen zu lassen, so würde ich ihm ohne Weiteres beitreten. Da aber einmal das frühere Ortsbestellgeld in Wegfall gekommen ist, nun zu sagen, wir Landbewohner haben diese Begünstigung nicht, darum sollen sie auch die Städtebewohner nicht haben, meine Herren, diese Logik macht mir denselben Eindruck, wie ihn der Herr von Schorlemer⸗Alst wiedergegeben hat: wenn wir den Vortheil nicht haben können, so sollen ihn wenigstens die Anderen auch nicht genießen. Es erinnert

8

11] 1““ mich das an das bekannte Gebet des alten Feldmarschalls Derfflinger

vor der Schlacht bei Fehrbellin.

Außerdem möchte ich doch daran erinnern, um eine ausgleichende Gerechtigkeit handelt und die der Herr Ab⸗ geordnete mit seinem v7 zu erreichen bestrebt ist, die Sache leicht in das Gegentheil ausschlagen könnte; denn nicht das Land bedarf hier der Bewilligung und Bevorzugung von Seiten des Standpunktes der ausgleichenden Gerechtigkeit, . eher die Städte. Denn, meine Herren, der wahre Sachverhalt ist der, daß die Korrespondenz des Landes eigentlich das Defizit im Telegraphen⸗ wesen verursacht, nicht aber die Korrespondenz der Städte. Die Städte bringen das vollkommen auf, was ihre Leitungen kosten durch die größere Dichtigkeit des Verkehrs. Gerade die Telegraphenanlagen auf dem Lande verursachen das Defizit, weil sie weni benutzt werden. Also wenn man hier von ausgleichender Gerechtigkeit spricht, dann fürchte ich, könnte von Seiten der Städtebewohner die Sache gerade umgedreht werden, und es würde dann diese Angelegenheit einen Ver⸗ lauf nehmen, der mich lebhaft an eine bekannte Geschichte aus Hebels Schatzkästlein erinnert.

An der Diskussion betheiligten sich noch die Abgg. Frhr. Nordeck zur Rabenau, von Kleist⸗Retzow und Richter (Hagen). Der Antrag wurde hierauf abgelehnt.

Zu der Position selbst bat der Abg. von Maltzahn⸗ Gültz den General⸗Postmeister, die Verhältnisse der Land⸗ Fert und Packetbestellung einer erneuten Prüfung zu unter⸗ ziehen.

Der Abg. von Bonin erinnerte an seinen früheren Ratg⸗ für den Landdienst anstatt der Boten Karriolposten ein⸗ zuführen.

Der General⸗Postmeister erwiderte:

Meine Herren! Ich wollte mir nur mit ein paar Worten auf die Bemerkung des Hrn. Abg. von Bonin zu antworten erlauben.

Es hat auf seine frühere Anregung eine nähere Erwägung damals stattgefunden und diese hat ergeben, daß eine tägliche Auf⸗ wendung von wenigstens 100,000 erforderlich wäre, wenn wir die sämmtlichen Landbriefträger in Kariolposten umwandeln wollten, die außerdem auf vielen Wegen gar nicht fortkommen könnten. Die Ausgaben würden eine so kolossale Summe ausmachen, meine Herren, daß, wenn Sie mir den ganzen Juliusthurm für diesen Zweck zur Disposition stellen würden, das nicht ausreichen würde, der Forde⸗ rung zu genügen. Es ist dies eine vollständige Unmöglichkeit, und auch ganz nutzlos, da der Fußbote hierbei im Durchschnitt schneller fortkommt, als das Pferd, mit dessen Fütterung ja schon längere Zeit verloren gehen würde.

Die Position wurde bewilligt, Tit. 4 9.

Schließlich gab Tit. 10 (Einnahme aus dem Zeitungs⸗ debit) dem Abg. Dr. Maäjunke Gelegenheit, die Frage des Zeitungsverbots in Elsaß⸗Lothringen anzuregen. Der Abg. Irhr. Nordeck zur Rabenau fragte nach dem Stande der Vor⸗ arbeiten zu einem einheitlichen Posttarif. Der General⸗Post⸗ meister Dr. Stephan entgegnete:

Mieeine Herren! Ich glaube, ich habe im Jahre 1876 bereits die Ansicht ausgesprochen, daß eine Revision der jetzigen Bestimmun⸗ gen über die Zettuggeehü hef durchaus nicht unzwerFeeet sein würde. Es haben, um diese Revision vorzubereiten, sehr ausführliche Er⸗ mittelungen stattgehabt; das Thatsächliche hat aber inzwischen eine Veränderung erfahren dadurch, daß die Zeitungsstempelsteuer abge⸗ schafft worden ist. In Folge der Abschaffung e. Steuer haben die meisten Zeitungsredaktionen sofort ihren Absatzpreis um den Betrag der Stempelsteuer erhöht, und in Folge dieser Erhöhung wiederum hat sich auch der Antheil der Post gesteigert, indem die Post ja be⸗ kanntlich 25 beziehungsweise 12 ½ % von dem Einkaufspreise erhält. Es ist also diese Steigerung des Absatzpreises nicht ohne Einfluß ge⸗ blieben auf den Ertrag der Postkasse aus dem gesammten Zeitungs⸗ wesen. Augenblicklich steht der Abschluß so, soweit sich überhaupt eine solche immerhin sehr schwierige Berechnung aufstellen läßt, daß Einnahmen und Ausgaben sich ungefähr die Waage halten.

Wenn man nach irgend einer Richtung hin eine Veränderung des Zeitungsgebührentarifs vornehmen wollte, so könnte sie keines⸗ wegs blos nach der Richtung der Ermäßigung hin geschehen, sondern, wenn man für gewisse Kategorien von Zeitschriften Ermäßigungen eintreten lassen wollte, z. B. für die Wochenblätter, womit ja auch der Herr Vorredner einverstanden sein wird, so müßten diese Er⸗ mäͤßigungen ausgeglichen werden durch Erhöhungen für andere Zeitungen.

wenn es sich hier

ebenso ohne Debatte

„Nun aber haben wir in nige hund Zeitschriften, die in fast allen Städten erscheinen, die die —— densten Absatzpreise haben, die den verschiedenartigsten Zwecken dienen deren Beschaffenheit nach Format, nach Papier, nach Inhalt, nach artistischen Beilagen u. s. w. eine außerordentlich mannigfaltige ist: und es ist eine sehr schwierige Aufgabe, einen Tarif aufzustellen, der für eine gewisse Klasse Ermäßigungen herstellt, aber den Gesammt⸗ bigs nicht beeinträchtigt, mithin für andere Klassen Erhöhungen

ringt.

Es haben bereits seit dem Jahre 1876 fortgesetzte Berechnungen

stattgefunden auf Grundlage verschiedener Taxsysteme; Sie werden sich aber selbst sagen, daß, wenn man in jedem einzelnen Falle die 4000 Zeitungen durchrechnen muß nach einem anderen System und der Abschluß nicht den gewünschten Erfolg hat, dies eine Angelegen⸗ heit ist, die so leicht nicht zu Ende geführt werden kann. Es bedarf ferner der vorherigen Verständigung mit der König⸗ lich bayerischen und der Königlich Büettewiheeschen Postverwaltung. Zu diesem Zweck ist bereits im Januar d. J. hier eine Konferenz zusammenberufen worden. Man hat auf dieser Konferenz alle bis⸗ herigen Taxsysteme, die in ihren finanziellen Resultaten vorgelegt wurden, nicht angenommen, sondern man hat sich über einen Zwischenvorschlag vorläufig geeinigt. Dieser Zwischen⸗ vorschlag muß aber wieder rechnerisch geprüft werden, die ganze Zeitungspreislisste muß auf Grund desselben durchgerechnet werden. Dann endlich, wenn die Postverwaltungen sich darüber geeinigt haben, wird die Sache soweit sein, daß man eine Vorlage ausarbeiten kann. Ob das noch bis zum nächsten Reichstage möglich sein wird, vermag ich nicht abzusehen, weil ja, bevor die Vorlage an den Bundesrath gelangt, es angezeigt erscheint, erst einen Beschluß des preußischen Staats⸗Ministeriums darüber herbeizuführen, und ich fürchte, daß dies in dieser sehr umfangreichen und weitschichtigen Materie nicht so leicht wird geschehen können. Jedenfalls wird der Herr Abgeordnete aus dem, was ich angeführt habe, sich überzeugt halten, daß die Angelegenheit keineswegs ruhen geblieben ist, sondern mit vollem Eifer weiter verfolgt wird und daß, wenn der richtige Zeitpunkt dazu gekommen sein wird, das Erscheinen der Vorlage in bestimmter Gestalt zu erwarten steht.

Der Abg. Schroeder (Lippstadt) wünschte die Beantwor⸗ tung der von dem Abg. Dr. Majunke gestellten Fragen. Hier⸗ auf nahm der General⸗Postmeister nochmals das Wort:

Ich moͤchte zunächst an die letzte Bemerkung des Herren Vor⸗ redners anknüpfen, der mit den Worten schloß, die Hirtenbriefe wären mir unangenehm. Ich habe ihm darauf zu erwidern, daß sie mir weder unangenehm, noch angenehm sind, sondern gleichgültig.

Sodann habe ich um Entschuldigung zu bitten. daß ich auf die Anfrage des Hrn. Abg. Majunke nicht sogleich geantwortet habe.

Ich habe das in der Tuyat rein vergessen, (Rufe!) ja, meine

Herren, das ist wohl kein Wunder bei den vielen Anfragen, zumal ich mich gerade in dem umgekehrten Falle des Hrn. Abg. Schroeder (Lippstadt) befinde. Denn mir war die Anfrage des Hrn. Abg. Frei⸗ herrn zur Rabenau viel wichtiger als die andere, weil ich bei der letzteren in vollständiger Uebereinstimmung mit der Ansicht des verehrten Herrn Präsidenten annehme, daß sie überhaupt zu diesem Titel gar nicht gehört, und die ganze Diskussion darüber eine verspätete ist. „Nachdem die Angelegenheit aber wiederholt angeregt worden ist, will ich allerdings darüber Rede stehen. nung in dieser Sache übrigens gar nicht ankommen, die der Hr. Abg. Majunke zu hören wünscht: ich habe hier ein Amt zu erfüllen, und kein Gutachten abzugeben. Die Antwort hat, dem schon in vollkommen richtiger elbst gegeben. Er hat gesagt, die Postverwaltung hat das Postgesetz

Hrn.

vollständig erfüllt, indem sie das Abonnement auf die Zeitungen an⸗ nahm, und dieselben nach dem Elsaß beförderte, und er hat dann

gesagt, der Herr Ober⸗Präsident von Elsaß⸗Lothringen berufe sich au

wozu er sich für vollkommen befugt erachtet.

Es ist also die Anfrage, die der Herr Abg. Majunke gestellt . hat, durch diese vollständig klare Darlegung des Herrn Abg. Schroeder

meiner Meinung nach erledigt. Wir haben es lediglich mit dem fran⸗ 1. Preßgesetze und den Befugnissen des Ober⸗Präsidenten zu un.

Erörterung dieser Frage vorläufig verschoben.

Inserate für den Deutschen Reichs⸗ u. Kgl. Preuß. Staats⸗Anzeiger, das Central⸗Handelsregister und das Postblatt nimmt an: die Königliche Expedition des Deutschen Reichs-Anzeigers und Königlich Preußischen Staats-Anzeigers: 2 Berlin, S. W. Wilhelm⸗Straße Nr. 32. 1

. Steckbriefe und Untersuchungs-Sachen. 2. Subhastationen, Aufgebote, Vorladungen 8 u. dergl.

3. Verkäufe, Verpachtungen. Submissionen etc. 4. Verloosung, Amortisation, Zinszahlung u. s. w. von öffentlichen Papieren.

Oeffentlicher Anzeiger.

Grosshandel

7. Literarische Anzeigen. 8. Theater-Anzeigen. 9. Familien-Naochrichten.

1

5. In instrielle Etablissements, Fabrike 6. Verschisdene Bekanntmachungen.

In der Börsen- beilage. NK

bewilligt. Schluß 4 ¼ Uhr.

8 1 8— v ureau der deutschen Zeitungen zu Berlin, Mohrenstraße Nr. 45, die 1““ 88 „Invalidendank“, Rudolf Mosse, Haasenstein & Vogler, G. L. Daube & Co., E. Schlotte, Büttner & Winter, sowie alle übrigen größeren Annoncen⸗Bureaus.

[3238]

nachricht gebeten.

Der Stadtrath Meuselwitz.

Fünfzig Mark Belohnung. Heymer, Theodor, stud. chem., aus Meuselwitz in Sachsen⸗Altenburg 23 Jahre alt, s. blonde Haare, Ansatz zu blondem Schnurr⸗ und Kinnbart, goldene Brille mit bläulichen Glä⸗ ern, bisweilen auch Klemmer tragend, mit dunkelblauem Ueberzieher, dergl. Rock, schw. Stoffhose, schw. niederem Filzhut mit schmalem Rande und Stiefeletten bekleidet, Wäsche und Strümpfe mit T. H. gez., wird seit dem 15. März vermißt. Wer über seinen Verbleib bestimmte Nachricht anher gelangen läßt, erhält obige Belohnung. Falls H. betroffen werden sollte, wird um schonende Festhaltung und Draht⸗

[3217]

(L. 3554.) Offiziers verwendet werden

12541]

Die diesjährige regelmässige,

hiermit einberufen.

trittskarten im Geschäftslocale der Direction in Empfang nehmen.

In dieser Generalversammlung kommen zur Verhandlung und Beschlussfassung: 1) Der Geschäftsbericht der Direction über das Bilanzjahr 1876. 2) Bericht des Verwaltungsrathes über Prüfung der Rechnungen und Bi'anz pro 1876

3) Anerkennung des Abschlusses pro 1876.

4) Anträge des Verwaltungsrathes wegen Einlösung präcludirter Banknoten. 5) Neuwahl von vier Mitgliedern des Verwaltungsrathes und zwar: 8 für den Herrn Geheimen Commerzienrath von Hansemann in Berlin (der bereits

freiwillig zurückgetreten),

und die ferner der Reihenfolge nach ausscheidenden: Herrn Adolph Matthaei, Director der Feuerversicherungsbank für Deutsch-

land hier, Herrn Kaufmann C. Weise, hier, Herrn Kaufmann F. A. Kaempf hier. Die Auscheidenden sind wieder wählbar. Gotha, den 21. März 1877.

Direction der Privatbank zu Gotha.

Jockusch.

Kühn.*

I ge., Zweiundzwanz sammlung der Actionaire der Privatbank zu Gotha wird au

Freitag, den 27. April 1877,

Dieselbe ündet imn Saale der kaufmännischen Innungs- 8 halle zu Gotha statt und wird um 11 Uhr Vormittags eröfinet weiden.

Die nach Artikel 51 des nach den Beschlüssen der Generalversammlung vom 15. November *875 abgeänderten Statuts zur Theilnahme berechtigten Actionaire können von 9 bis 10 ½ Uhr Vormit- ags des genannten Tages, oder Tags vorher, Vormittags von 10 bis 12 Uhr gegen Vorzeigung ihrer Aetien und der über deren Einschreibung vor dem 6. April 1877 ihnen ertheilten Recognition ihre Ein-

igste G

eneralver-

liche Regierung. v. Prittwitz.

[3201]

Statuts

1“

. Bekanntmachung. Die verwittwete Frau Majorin von Ramthow hat durch Testament d. d. Liegnitz, den 18. Juli 1814 ein Kapital von 1000 Thalern = 3000 mit der Bestimmung ausgesetzt, daß die Zinsen desselben zur lebenslänglichen Unterstützung eines in den Freiheitskriegen blessirten v hülfsbedürftigen öffiziers ver det werden sollen. 1eg. Seeenh in diesem Wbre bergorhen ist, ordern wir alle Diejenigen, welche auf Gewährung Privatbank Zul Golha. diss Unterstützung Ansprüche zu haben glauben, auf, diese binnen 4 Wochen, unter Einreichung der erforderlichen Legitimationspapiere, bei uns geltend zu machen. Liegnitz, den 9. April 1877. König⸗ Abtheilung des Innern.

Bekanntmachung.

am Sonuabend, den 28. April d. J., Nachmittags 4 Uhr,

an

selbst, stattfinden. Tagesordnung:

pro 1876.

Vorlegung des Revisionsberichts. Nachdem der gliedern.

Wahl von drei Revisoren.

Liquidationsverfahrens. Zu dieser Generalversammlung laden wir die

Bestimmungen des Art. 27 des Statuts, die Aktien mit einem doppelten

Eb— 1877.

etien⸗Gesellschaft Norddeutsche Fabrik für

Eisenbahn⸗Betriebsmaterial in Feeen gn Adolph Kessel. W. Richter.

Von dem für den Bau und Betrieb der Lokal- und sSekundärbahnen wieder-

holt literarisch und praktisch bethätigten Eisenbahntechniker Hern F. Plessner , zur Zeit herzoglicher Baurath in Gotha, Publikums für Lokalbahnen und der Theilnahme, Previnzen nunmehr bewiesen wird, vom * 21 . swirthschaftlichen Standpunkt beleuchtende Broschöre unter dem Titel:

„Die Herstellung der Lokal- und Sekundärbahnen durch Zusammenwirken von Staat und Gemeinden“

(Preis 80 ₰) erschienen, avf welche wir hiermit autmerksam machen. Zu beriehen sowohl durch alle Buchhandlungen des In- und Auslandes, sowie direct franco gegen Einsendungen von 85 in Briefmarken von der Verlagshandlung

88 16e“ Polytechnische Buchhandlung (A. Seydel), b Berlin S. W., Leipziger Strasse 72.

ist soeben in Veranlassung des jetet geklirteren Urtheils des 3 die denselben vom Staat und den in unserem Verlage eine neue dieses Thema besonders

[3214]

Preußen. Königliches Ministerium für 11

Es kann auf meine Mei⸗

. Abg. Majunke eigentlich Weise der Hr. Abg. Schroeder

das französische Preßgesetz, das dort noch gelte und in An- wendung dieses Preßgesetzes lege er auf diese Zeitungen Beschlag,

Auf Wunsch des Abg. Dr. Lasker wurde die juristische 8 S- 1 Sämmtliche Einnahmepositionen des Post⸗ und Telegraphenetats wurden

in unserem Geschäftslokale, am Nordufer 3 hier⸗ 1) Vorlegung des Geschäftsberichts und der Bilanz Neuwahl von drei Verwaltungsraths⸗Mit⸗

Beschlußfassung über Deklaration event. Ab⸗ 8 änderung des Statuts Art. 31 und 40 betreffs des Stimmrechts der Aktionäre während des

Herren Aktionäre mit dem Ersuchen ein, gemäß den

Nummernverzeichniß, sowie 8 Vollmachten oder sonstige Legitimations⸗Urkunden 1 3 bis incl. 26. April cr., Nachmittags 6 Uhr, in Die ordentliche Generalversammlung unserer unserem Bureau, am Nordufer 3, zu deponiren Gesellschaft wird gemäß Art. 25 des Gesellschafts⸗

Zwe

s-Anzeiger und Königlich Preußischen

Berlin, Freitag, den 13. April

9-2

Staat

zeig

——

————

Der Inhalt dieser Beilage, in welcher auch die im §. 6 des Gesetzes über den M. Modellen vom 11. S 1876, vorgeschriebenen Bekanntmachungen veröffentlicht werden, erscheint au

Central⸗Handels⸗Register

Das Central⸗Handels⸗Register für das Deutsche Reich kann Mauerstraße 63—65,

Berlin auch durch die Expedition: SW., Wilhelmstraße 32, bezogen werden.

Ie

durch Carl Heymanns Verlag, Berlin, W.,

durch alle Post⸗Anstalten, sowie

den Markenschutz, vom 30. November 1874, sowie die er in einem besonderen Blatt unter dem Titel

für das Deutsch

Das Central⸗Handels⸗Register für das Deutsche Reich erscheint in der Regel täglich.

2 dl ür Abonnement beträgt 1 50 für das Vierteljahr. ““ Insertionspreis für den Raum einer Druckzeile 30 3.

die in dem Gesetz, betreffend das Urheberrecht an Mustern und

2 Reich. (Nr. 87.)

6 Das Einzelne Nummern kosten 20 ₰.

Eet

Patente.

Gewerbe und öffentliche Arbeiten.

Den Civil⸗Ingenieuren J. Brandt und G. W. von Nawrocki in Berlin ist unter dem 9. April 1877 ein Patent .

auf einen durch Zeichnung und Beschreibung nach⸗

gewiesenen Kohlensäure⸗Apparat, soweit derselbe

als neu und eigenthümlich erkannt worden ist, auf dr i Jahre, von jenem Tage an gerechnet, und für den Umfang des preußischen Staats ertheilt worden.

Dem Ober⸗Maschinenmeister A. Blauel zu Breslau ist unter dem 9. April 1877 ein Patent auf eine durch Zeichnung und Beschreibung nach⸗ gewiesene Eisenbahnweiche nebst Sicherheitsvor⸗ richtung, ohne Jemanden in Anwendung bekann⸗ ter Theile zu beschränken, auf drei Jahre, von jenem Tage an gerechnet, und für den Umfang des preußischen Staats ertheilt worden.

Dem Königlichen Domänenpächter W. Wüsten⸗ berg zu Burow bei Clempenow ist unter dem 9. April 1877 ein Patent

auf eine durch Zeichnung und Beschreibung

erläuterte Vorrichtung zum Zerpflücken von Grün⸗

malz, ohne Jemand in der Anwendung bekannter Fheile zu beschränken, auf drei Jahre, von jenem Tage an gerechnet, und für den Umfang des preußischen Staats ertheilt worden.

Dem Civil⸗Ingenieur C. Wigand zu Bielefeld ist unter dem 9. April 1877 ein Patent

auf einen durch Zeichnung und Beschreibung nach⸗

gewiesenen Waschapparat auf drei Jahre, von jenem Tage an gerechnet, und für den Umfang des preußischen Staats ertheilt

worden. 1b (S. Anzeige am Schluß.)

Das Königlich bayerische Staats⸗Ministerium des Innern, Abth. für Landwirthschaft, Gewerbe und Han⸗ del, hat, wie die „Bayer. Hand. Z.“ mittheilt, an die Handels⸗ und Gewerbekammern folgende Ent⸗ schließung erlassen: 1 8

Der Reichstag hat in der vorigen Session be⸗ schlossen, den Reichskanzler zu ersuchen, darüber Erörterungen anzustellen, ob und inwieweit den bei dem Geschäftsverkehr mittelst sog. Wanderlager oder vermittelst der Waarenauktionen angeb⸗ lich hervorgetretenen Uebelständen im Wege der Gesetzgebung zu begegnen sei. Da diese Erörterun⸗ gen vor Allem eine nähere Kenntniß der thatsächli⸗ chen Verhältnisse bedingen, unter welchen der ge⸗ dachte Geschäftsverkehr betrieben wird, so hat das Reichs⸗Kanzleramt ersucht, die nachfolgenden Punkte, soweit dies überhaupt möglich, klar stellen zu lassen:

1) welche Waaren werden in der fraglichen Art des Geschäftsverkehrs hauptsächlich vertrieben?

2) aus welchen Quellen werden die Waaren that⸗ sächlich bezogen, rühren sie namentlich zu einem be⸗ trächtlichen Theile aus den Lagerrückständen groß⸗ städtischer Magazine, aus den Waarenresten der großen Messen und Jahrmärkte her, oder bildet die lu ba⸗ derselben etwa einen eigenthümlichen

weig der Fabrikation, insofern letztere sich auf Be⸗ tellung mit der Anfertigung billiger, lediglich für den hier fraglichen Geschäftsverkehr bestimmter Waaren in großem Umfange befaßt? 3) liegen Umstände vor, welche die Annahme rechtfertigen, daß das Publikum in diesem Geschäfts⸗ verkehre der Regel nach übervortheilt wird, indem der innere Werth der Waaren den dafür geforderten Preisen nicht entspricht; . 4) wird der fragliche Geschäftsverkehr in der Regel auf eigene Rechnung der umherziehenden Händler betrieben oder stehen dieselben im Dienste der Geschäftshäuser größerer Städte? 5) wird er regelmäßig unter der Form des Ge⸗ werbebetriebes im Umherziehen oder im Wege des stehenden Gewerbebetriebes geführt? 8 Hierbei wird Werth 98 gelegt, daß diese Fragen getrennt einerseits für den Geschäftsverkehr der Wanderlager und andererseits für die Waaren⸗ Auktionen beantwortet werden. Die Handels⸗ und Gewerbekammern werden be⸗ . auftragt, über die vorstehenden Punkte, so weit nöthig nach verlässiger Erkundigung, insbesondere auch bei solchen Gewerbetreibenden, welche, ohne von dem fraglichen Verkehre in ihren Interessen berührt zu werden, doch eine nähere Kenntniß desselben besitzen, möglichst bestimmte, auf die thatsächlichen Verhältnisse in ihren Bezir⸗ 5 Feündete Anscnage zu geben und außerdem ich auch darüber zu äußern: . a. ob der gedachte Geschäftsverkehr durch die Be⸗ stimmungen der neueren Gesetzgebung eine besondere egünstigung erfahren hat, und 1 b. ob ein gesetzliches Einschreiten gegen die vor⸗ handenen Mißstände als Bedürfniß zu betrachten ist, und welche Vorschläge in dieser Beziehung, allenfalls im Rückblick auf die einschlägigen Be⸗ stimmungen der früheren Gesetzgebung zu machen

sind.

Da das Reichskanzleramt auf möglichste Be⸗ schleunigung der Erhebungen dringt, so darf der Berichterstattung binnen langstens 3 Wochen um so

sicherer entgegengesehen werden, als der Gegenstand

Handels⸗Register.

Die Handelsregistereinträge aus dem Königreich Sachsen, dem Königreich Württemberg und dem Großherzogthum Hessen werden Dienstags bezw. Sonnabends (Württemberg) unter der Rubri Leipzig resp. Stuttgart und Darmstadt ver⸗ öffentlicht, die beiden ersteren wöchentlich die letz⸗ teren monatlich.

Aachen. Der Prokurist der zu Aachen unter der Firma Paul Brüls & Cie. bestehenden Kom⸗ manditgesellschaft, Kaufmann Arnold Tippel in Aachen, ist am 31. v. M. gestorben; die betreffende Prokura wurde daher heute unter Nr. 557 des Pro⸗ kurenregisters gelöscht.

Aachen, den 10. April 1877. 1

Königliches Handelsgerichts⸗Sekretariat.

Aachen. Unter Nr. 857 des Prokurenregisters wurde heute eingetragen die Prokura, welche dem zu Düren wohnenden Kaufmanne Friedrich Busch für das zu Düren bestehende Handelsgeschäft unter der Firma Emil Dentgen ertheilt worden ist. Aachen, den 10. April 1877. Königliches Handelsgerichts⸗Sekretariat.

Altenburg. Bekanntmachung. Im Handelsregister des unterzeichneten Herzogl. Stadtgerichts ist laut Beschlusses vom heutigen Tage das Erlöschen der auf Fol. 146 eingetragenen Firma Ernst Rebske Nachfolger in Altenburg verlautbart worden. 2 8 Altenburg, den 11. April 1877 . FKerrzoglich Sächsisches Stadtgericht. Döll.

1—

Altona. Bekanntmachung. . Unsere Verfügung vom 31. d. Mts. in Nr. 78. dritte Beilage dieses Blattes muß lauten: der Fabrikant Herman Theodor Wupperman, Ort der Pinnebegg;,. irma: Herman Wupperman. k. den 10 April 1877. Königliches Kreisgericht. I. Abtheilung.

Altona. Bekanntmachung. 88 Zufolge Verfügung vom 11. d. Mts. ist heute in unser Gesellschaftsregister unter Nr. 553 die Firma: b 8 Münster & Weber in Ottensen eingetragen worden. S Rechtsverhältnisse der Gesellschaft.

Die Gesellschafter sind: 1u“

1) Kaufmann Hermann Gothelf Münster,

2) Conditor Johann Weber,

Beide zu Elmshorn. Die Gesellschaft hat begonnen am 1. Februar 1877. Die Befugniß, die Gesellschaft zu vertreten, steht nur dem Kaufmann Hermann Gothelf Münster zu. Altona, den 11. April 1877. I. Abtheilung.

Königliches Kreisgericht. Altona. Bekanntmachung. b Zufolge Verfügung vom 11. d. Mts. ist heute in unser Gesellschaftsregister unter Nr. 554 die

Firma: 8 Stolze & Stück 1 in Hamburg mit Zweigniederlassung in Ottensen eingetragen worden. Rechtsverhältnisse der Gesellschaft. Die Gesellschafter sind: 1) Kaufmann Carl Heinrich Stolze,“ 2) Kaufmann Werner Otto Stück, Beide zu Hamburg. 16 Die Gesellschaft hat begonnen am 1. Novem⸗ ber 1873. Altona, den 11. April 1877. Königliches Kreisgericht. I. Abtheilung.

Amt Ovelgönne. In das Handelsregister ist eingetragen: 1 1 Firma: Rodenkircher Baugesellschaft. Sitz: Rodenkirchen. 3 Datum des Gesellschaftsvertrages: März 29. 1 1 Aktiengesellschaft auf unbestimmte Zeit. Gegenstand des Unternehmens: Herstellung von Baulichkeiten auf dem Rodenkircher Markthamm und Verpachtung derselben zu Hengstkofen, son⸗ stigen Stalnage, La 2 Markthallen und landwirthschaftlichen Ausstellungen. Grundkapital: 15,000 in 100 Aktien à 150 ℳ, auf Namen lautend. 1 Bekanntmachungen geschehen durch den Auf⸗ sichtsrath in den Oldenburgischen Anzeigen. Ovelgönne, 1877, April 10. . Großherzoglich Oldenburgisches Amtsgericht.

Beriim. Handelsregister des Königlichen Stadtgerichts zu Berlin. Zufolge Verfügung vom 12. April 1877 sind am

selbigen Tage folgende Eintragungen erfolgt: In unser Gesellschaftsregister, woselbst unter Nr.

229 die hiesige aufgelöste Handelsgesellschaft in

irma: 8 8 A. F. Sren rkt steht, ist eingetragen: i Die Fbt caft des Kaufmanns Carl Wilhelm Dalchow als Liquidators der aufgelösten Han⸗ delsgesellschaft A. F. Hirsekorn ist durch dessen

1877,

In unser Gesellschaftsregister, woselbst unter Nr. 3624 die hiesige Handelsgesellschaft in Firma:

C. P. Mertins & Sohn

vermerkt steht, ist eingetragen:

Der Zinkgießer Carl Philipp Bernhard Mertins ist am 12. April 1877 aus der Handelsgesellschaft ausgeschieden. Der Zink⸗ gießer Ernst Adalbert Mertins ist am 12. April 1877 als Handelsgesellschafter einge⸗ treten. Zur Vertretung der Gesellschaft ist nur der Zinkgießer Carl Philipp Mertins berechtigt.

In unser Gesellschaftsregister, woselbst unter Nr. 4936 die hiesige aufgelöste Handelsgesellschaft

in Firma:

L. Wolff & Co. vermerkt steht, ist eingetragen: 8 Der Kaufmann Joseph Bamberger zu Berlin ist zum alleinigen Liquidator ernannt.

In unser Gesellschaftsregister, woselbst unter Nr. 5471 die hiesige Handelsgesellschaft in Firma: Mühlhaus & Co.

vermerkt steht, ist eingetragen: 82

Der Kaufmann Ludwig Cohn ist aus der Han⸗ delsgesellschaft ausgeschieden. Der Kaufmann Edmund Oscar Friedrich zu Berlin ist am 12. April 1877 als Handelsgesellschafter eingetreten. Jeder der beiden Gesellschafter ist zur Vertre⸗ tung der Firma berechtigt.

In unser Firmenregister, woselbst unter

die hiesige Handlung in Firma:!!

Louis Gluer

vermerkt steht, ist eingetragen:: Die Kaufleute Hugo Gluer und Theodor Gluer zu Berlin sind in das Handelsgeschäft des Kauf⸗ manns Louis Gluer als Handelsgesellschafter eingetreten und die nunmehr unter der Firma Louis Gluer bestehende Handelsgesellschaft unter Nr. 6131 des Gesellschaftsregisters eingetragen.

Demnächst ist in unser Gesellschaftsregister unter

Nr. 6131 die Firma:

Louis Gluer 1“

und es sind als deren Gesellschafter die drei Vor⸗

genannten eingetragen worden. *—

Die Gesellschaft hat am 10. April 1877 begonnen.

Nr. 61

Die Gesellschafter der hierselbst unter der Firma: Brandes & Priester (Luxus⸗Papier⸗Fabrik) 8

am 1. April 1877 begründeten Handelsgesellschaft

(jetziges Geschäftslokal: Wallstraße 24)

sind die Kaufleute:

1) Julius Brandes, 2) Friedmann Priester, Beide zu Berlin. Dies ist in unser Gesellschaftsregister unter Nr. 6132 eingetragen worden.

1““

Die Gesellschafter der hierselbst unter der Firma: Wanser & Gamlinmn am 1. März 1877 begründeten Handelsgesellschaft (jetziges Geschäftslokal: Elsasserstraße 83) sind die Fabrikanten: 1) Johannes Julius Wanser zu Berlin, 2) Wilhelm Gamlin zu Charlottenburg. Dies ist in unser Gesellschaftsregister unter Nr. 6133 eingetragen worden.

Die Gesellschafter der hierselbst unter der Firma: Plischke & Wildhagen

am 15. Januar 1877 begründeten Handelsgesellschaft (jetziges Geschäftslokal: Krautstraße 4/5)

ind: si a. der Weber Franz Seraph Plischke, 8 b. der Kaufmann Gustav Friedrich Wildhagen, B

Dies ist in unser Gesellschaftsregister unter Nr. 6134 eingetragen worden.

Die Gesellschafter der hierselbst unter der Firma: Carl Lerm Nachfolger —* am 1. April 1877 begründeten Handelsgesellschaft debiges Geschäftslokal: Elisabethstraße 61) 1

nd: 1) der Kaufmann Carl Wilhelm Ewald Bau⸗

mann,

2) der Fabrikant Friedrich Wilhelm Dorn, Beide zu Berlin.

Dies ist in unser Gesellschaftsregister unter Nr.

6135 eingetragen worden.

In unser Firmenregister ist unter Nr. 10,027 die

Firma: E. Gabriel und als deren Inhaber der Kaufmann Wilhelm Hermann Sauberzweig hier (jetziges Geschäftslokal: Wallstraße 1) eingetragen worden.

In unser enneis⸗ woselbst unter Nr. 5366

die hiesige Handlung in Firma:

8 8 8 Rahmmacher vermerkt steht, ist eingetragen:

Das Handelsgeschäft ü8 durch Erbgang unter uuunveränderter Firma auf die Wittwe Bertha Reosenthal, geborene Salinger, zu Berlin, über⸗ ggegangen. Vergleiche Nr. 10,028 des Firmen⸗

registers. 1

Demnächst ist in unser Firmenregister unter

Carl

gerade in jüngster Zeit die lebhafteste Erörterung in den betheiligten Kreisen bereits gefunden hat.

Tod erloschen. Die Liquidation ist beendet.

1““

und als deren Inhaberin die Wittwe Bertha Rosenthal, geb. Salinger hier, eingetragen worden. Dem Siegismund Samuel und David Moser, Beide zu Berlin, ist für vorgenannte Firma Kol⸗ lektivprokura ertheilt und ist dieselbe in unser Pro⸗ kurenregister unter Nr. 3563 eingetragen worden.

In unser Firmenregister sind:

unter Nr. 10,029 die firma: A. Granzella und als deren Inhaber der Kaufmann Antonio Granzella hier (jetziges Geschäftslokal: Unter den Linden 48),

unter Nr. 10,030 die Firma: Gebr. Kühn und als deren Inhaber der Kaufmann Hermann Robert Julius Kühn hier (jetziges Geschäfts⸗ lokal: Zimmerstraße 51)

eingetragen worden.

In unser Gesellschaftsregister, woselbst unter

Nr. 4851 die hiesige Handelsgesellschaft in Firma:

Friedlaender & Loewenberg

vermerkt steht, ist eingetragen: Se. Die Gesellschaft ist durch gegenseitige Ueber⸗ einkunft am 1. April 1877 aufgelöst. Der Kaufmann Herrmann Loewenberg setzt das unter der Firma Herrmann oewenberg fort. Vergleiche Nr. 10,031 des Firmenregisters. 3

Demnächst ist in unser Firmenregister unter Nr.

10,031 die Firma:

Herrmann Loewenberg

und als deren Inhaber der Kaufmann Herrmann

Loewenberg hier eingetragen worden.

In unser Firmenregister, woselbst unter Nr. 8538

die hiesige Handlung in Firma:

Julius Isenheim

vermerkt steht, ist eingetragen: Nach dem Tode des Kaufmanns Julius Isen⸗ heim ist das Handelsgeschäft durch Vertrag auf die Wittwe Isenheim, Emma, geb. Cohn, zu Berlin, übergegangen, welche dasselbe unter un⸗ veränderter Firma fortsetzt. Vergleiche Nr. 10,032 des Firmenregisters. 8

Demnächst ist in unser Firmenregister unter

Nr. 10,032 die Ferma⸗

ulius Isenheim und als deren Inhaberin die Wittwe Isenheim, Emma, geb. Cohn, hier eingetragen worden.

In unser Firmenregister ist unter Nr. 10,033 die

Firma:

Biernatzki & Co. 1b mit ihrem Sitze zu d dn und einer Zweig⸗ niederlassung in Berlin und als deren Inhaber der Kaufmann Johann August Stanislaus Biernatzki zu Hamburg 8 3 (hiesiges Geschäftslokal jetzt: Jerusalemerstraße 48) eingetragen worden.

Gelöͤscht sind: . Firmenregister Nr. 3556v: 1 die Firma Gebrüder Weigert Firmenregister Nr. 7272: die Firma L. S. Violet. Prokurenregister Nr. 2655: die Prokura des Samuel Frank und Prokurenregister Nr. 2669: 11 die Prokura des Jacob Blankenstein, Beide für die bereits gelöschte hiesige Zweignieder⸗ lassung der Firma: E. Blankenstein. (Für den Sitz des Geschäfts in Crefeld die Prokura des Samuel Frank bestehen.) 9 Berlin, den 12. April 1877. 8 Königliches Stadtgericht. I. Abtheilung für Civilsachen.

Bonn. Die sub Nr. 739 des Fesger Handels⸗ (Firmen⸗) Registers eingetragene, zu Bonn bestan⸗ dene Firma Dr. G. Dahm ist heute auf Antrag des bisherigen Inhabers Dr. Georg Carl Dahm,

Apotheker zu Bonn, gelöscht worden. Bonn, den 11. April 1877. 18 Der Landgerichts⸗Sekretär

Donner.

Bonn. Auf Anmeldung ist heute sub 2 des hiesigen Handels⸗(Firmen⸗) Registers eingetragen worden: Dr. Max Scholl, Apotheker zu Bonn, als Inhaber der daselbst bestehenden Firma: „Dr. Max Scholl.“ 1 Bonn, den 11. April 1877. Der Landgerichts⸗Sekretär. Donner.

Auf ee. ist heute bei Nr. 188 des hiesigen (Ge

Handels⸗ sellschafts⸗) Registers, woselbst die zu Honnef unter der Firma „Gebr. Weinstock“ bestandene Handelsgesellschaft und als deren ühcber Meinftra

1) Johann Weinstock,

9 Johann Ludwig eenfgn. üind Beide Kaufleute zu Honnef, eingetragen sind, ver⸗ merkt worden, daß die Gesellschaft durch Vereinba⸗ rung aufgelöst worden.

Vonn, den 11. April 1877. 1 Der Landgerichts⸗Sekretär Donner.

Bonmn. Auf Anmeldung ist heute sub Nr. 320 des hiesigen Handels⸗ (Gesellschafts⸗) Registers ein⸗ getragen worden die zu Honnef unter der Firma „Gebr. Weinstock“ am 1. März 1877 errichtete Handelsgesellschaft und als deren Inhaber

Nr. 10,028 die Firma: Rosenthal & Nahmmach

1) Johann Weinstock,