1877 / 88 p. 1 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 14 Apr 1877 18:00:01 GMT) scan diff

1“ Amsterdam, 12. April, Nachmittags. (W. T. B.) 1 Getreidemarkt (

London, 12. April. (W. T. B.)

An der Küste angeboten 5 Weizenladungen. Tendenz: Fester.

SGlasgoum, 12. April, Nachmittags. (W. T. B.) eheisen. Mixed numbres warrants 53 sh. 9 d. Liverpool, 12. April. Nachmittags. (W. T. B.) Baumwolle. (Schlussbericht). Umsatz 10,000 B., davon für Spekulstion und Export 2000 B. Stetiger. Futures ½2 d.

Middl. Upland 6 ½, middl. Orleans 6 ⅝, middl. fair Orleans 7 ⅛, middl. Mobile 6 3⁄06, fair Pernam 67/16, fair Bahia 6 fair Maceio 5 ⁄18, fair Maranbam 6 ½, fair Rio 67/16, middl. Egyptian 5 ¼, fair Egyptian

6 ⅜, good fair Egyptian 6 ¼. fair Smwyrna 5 ¾, fair Dhollerah 5, fally ood fair Dhollerah 55⁄16, middl. fair Dhollerah 413⁄16, middl. Dholle- ah 4 ⅞, good middi Dhollerah 4 ⅜, fair Oomra 5, good fair

5 ½, fair Scinde 4¹116, fair Madras 5 fair Bengal 411⁄18⁸, od fair Bengal 415⁄16, fair Tinnevelly 5 ⅛, fair Broach 5 ½.

Paris, 12. April, Nachmittags. (W. T. B.)

8 Produktenmarkt. (Schlussbericht). Weizen fest, pr. April 29,25, pr. Mai 29,75, pr. Mai-August 30,00, pr. Juli-August 30,50. Mehl matt, pr. April 63,00. pr. Mai 63,50, pr. Mai-August

64,25, pr. Juli-August 65,25. Rüböl fest, pr. April 90,50, pr.

Mai 91,50, pr. Mai-August 92.50, pr. September-Dezember

92,25. Spiritas fest, pr. April 57,75, pr. Mai-August 59,00.

Wetter: Schön.

paris, 12. April. Abends 6 Uhr. (W. T. B.)

Produktenmarkt. WMeizen fest, pr. April 29,25, pr. Mai

29,50, pr. Mai-August 30,00, pr. Juli-August 30,50. Mehi fest, pr. April 63,25, pr. Mai 63,75, pr. Mai-August 65,00, pr. Juli-August 66,00. Rüböl still, pr. April 90,05, pr. Mai 91,50, pr. Mai-August 92,50, pr. September-Dezember 92,25. Sgiritus fest, pr. April 57,75, pr. Mai-August 59,50.

Paris, 12. April, Nachmittags. (W. T. B.)

theuerer.

ussbericht). Weizen per November 327.

frei hier.

66,50, Nr. 5, 7/9 pr. April pr. 100 Kilogramm 73,25. weisser Zucker behauptet, Nr. 3 pr. 100 Kilogramm pr. April 77,00, pr. Mai 76,75, pr. Mai-August 76,75.

New-Iork, 12. April, Abends 6 Uhr. (W. T. B.)

Wzarenbericht. Baumwolle in New-York 11 ⅛⅜, do. in New- Orleans 11 ¼. Petroleum in New-York 16 ½, do. ia Philadelphia 16 ½. Mehl 6 D. 90 C. Rother Frühjahrsweizen 1 D. 62 C. Mais (old mired) 59 C. Zucker (Fair refling Muscovadcs) 8 ¼. Kaffee (Rio-) 18 ⅞. Schmalz (Marke Wilcor) 10 ¾ C. Speck (short clear) 8 ½ C. Getreidefracht 4 ½.

Berlin, 12. April. (Wochenbericht über Eisen, Kollen und Metalle von M. Löwenberg, vereidetem Makler und Tara beim Königlichen Stadtgericht.) Auf dem Eisen- und Metallmarkt hat sich in dieser Woche fast nichts geündert, Umsätze bleivben mässig und die Preise hielten meist Stand. Roheisen: der Glas- gower Markt hat für Verschiffungseisen unveränderte Notirungen, etwas niedriger werden Warrants gemeldet, 53/9 Cassa pr. Tons, auch Middlesbro-Eisen ist unverändert. Hier gelten gute und beste Marken schottisches Roheisen 4,00 à 3,75 und englisches 3,10 à 2,90 pro 50 Kilogramm, Eisenbahnschienen zum Verwalzen 3,25 à 3,20, „u Bauten in ganzen Längen 3,80 à 3,50, Walz- eisen 7,80 à 7,70 und Bleche 12,50 à 10,50 pro 50 Kilo- gramm. Kupfer fester, aute und beste Sorten englisches und australisches 83,00 à 78,00 und Mansfelder 80,00 à 79,50 pro 50 Kilogramm, einzeln theurer. Zinn still, Bancazinn 78,00 à 77,50 und prima englisches Lammzinn 76,00 à 75,50 pr. 50 Kilogramm, einzeln höher. Zink ohne Umsatz, gute und beste Marken schle- sischer Hüttenzink 21,00 à 20,50 pro 50 Kilogramm, einzeln mehr. Blei stetig, Harzer, Sächsisches und Tarnowitzer 21,00 à 20,75 pro 50 Kilogramm, einzeln theurer. Kchlen und Koks ruhig, englische Schmiedekohlen nach Qualität bis 57,00 pro 40 Hektoliter, schlesi- scher und westfälischer Schmelz-Koks 1,30 à 1,20 pro 50 Kilogramm

Rohzucker behauptet, Nr. 10/13 pr. April pr. 100 Kilogramm

Kündigungen und Verloosungen. Obligatlonen III. Em. der Russischen Eisenbahnen. Aus- gelooste Stücke; s. unter Ins. der Nr. 86.

1.— 5. 4 % Anleihe Russlands. Amortisationsverloosung; s. unter Ins. der Nr. 86. 8

Auszahlungen.

Berlin. 9 % Dividende mit 54 pr. Aktie bei der Gesellschafts- kasse zu Berlin; s. Ins. in Nr. 86.

Danziger Schiffahrts-Aktien-Gesellschaft. 10 Dividende bei Alex Gibsone in Davzig; s. Ins. in Nr. 86.

Seneralversammlungen.

p. Aktie

28. April. bahn-Betriebsmaterial in Liqu. zu Berlin; s. Ins. in Nr. 86. Banque de Bruxelles. Ausserord. Gen.-Vers. zu

Brüũssel; s. Ins. in Nr. 86.

Hannover Altenbekener Eisenbahn. Ausserord. Gen.

Vers. zu Hannover; s. Ins. in Nr. 86.

„Germania“ Lebens-Versicherungs-Aktien-Gesell- schaft zu Stettin. Ord. Gen.-Vers. zu Stettin; s. Ins. in Nr. 86.

Ord. General-Vers. 3. Mai.

2 7

11“ Ausweilse von Banken ete. 8

Wochen-Uebersicht einer deutschen Zettelbank p. 7. s. unter Ins. der Nr. 86.

Danziger Sochiffahrts-Aktien-Gesellschaft. Bilanz- und Gewinn- und Verlust-Conto per 1. März; s. unter Ins. der Nr. 86.

„Nordstern“, Lebens-Versloherung-Aktien-Gesellschaft zu Berlin. Bilanz, sowie Gewinn- und Verlust-Conto; s. unter Ins. der Nr. 86.

Aachener und Münochener Feuer Versloherungs-Gesellschaft. Summarische Bilanz per ult. 1876; s. unter Ins. der Nr. 86.

F. Schönhelmerscher Bank-Verein in Liqu. Bilanz per 31. Dezember 1876; s. unter Ins. der Nr. 86.

April;

Wochen⸗Ausweis der deutschen Zettelbanken vom 7. Aprik 1877. (Die Beträge lauten auf Tausende Mark.)

——

Gegenstandes, dem Lazareth bis zum genannten

Gegen V

Gegen

eh Lombard⸗ Gegen Gegen

Gegen die Noten⸗ die

ige

Verbind⸗ die lichkeiten

Flensburg, den 8. April 1877.

Termine portofrei einzusenden. burg 8 Cto. 69/4.) Königliches Garnison⸗La areth.

Gegen 8

„Nordstern“ Lebens-Versloherungs-Aktlen Gesellschaft zu

Aktien-Gesellsohaft Norddeutsche Fabrik für Eisen-

11“

Vor⸗

Umlauf. Vor⸗

Y * ig erbind⸗ Vor⸗ sauf Kün⸗

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reußisch

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8 2 82 1““

Das Abonnement beträgt 4 50 für das MVierteljahr.

Smaxehds nene für den Raum riner Brurkzeite 30

. 111“ 8 1 Alle Post-Anstalten urhmen Bestelung an: F EE1I1“ sur Berlin außer den Post⸗Anstalten auch dir Epe⸗

88 8 1 2

Sonnabend,

dition: SW. Wilhelmsir. Ra. 82.

Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht:

Allerhöchstihrem seitherigen außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister am Kaiserlich brasilianischen Hofe, Legations⸗Rath Uebel, den Rothen Adler⸗Orden zweiter Klasse mit Eichenlaub; dem Konsistorial⸗Rath, Divisionspfarrer der 22. Division und Militär⸗Ober⸗Pfarrer des XI. Armee⸗ Corps, Kratz, und dem Professor und Lehrer an der Akade⸗ mie der bildenden Künste und Inspektor der Bildergalerie in Cassel, Aubel, den Königlichen Kronen⸗Orden dritter Klasse; dem Rechnungs⸗Rath und Geheimen expedirenden Se⸗ kretär Siekmann im Kriegs⸗Ministerium den Königlichen Kronen⸗Orden vierter Klasse; dem Aufseher Ziesche bei der

Sec. Lt. vom Inf. Regt. Nr. 43, v. Losinsky I., Sec. Lt. vom Inf. Regt. Nr. 72, auf drei Jahre zur Dienstleist. bei der trigonometr. Abtheil. der Landes⸗Aufnahme kommandirt. Abschiedsbewilligungen. Im aktiven Heere. 5. April. v. Fuchs, Oberst und Commdr. des Inf. Negts. Nr. 20, in Ge⸗ nehmigung seines Abschiedsgesuches, mit Pens. und der Regts. Unif. zur Disp. gestellt. am Ende, Oberst⸗Lt. vom Inf. Regt. Nr. 74, behufs seines Uebertritts zur Marine als Commdr. des See⸗Bats.,

—,,g

ordnung, die heute noch besteht, von einem Manne aus, von dem wir alle wissen, daß er ein entschieden religiöser Mensch war. Ich glaub also, daß diese Bestimmungen auch den Bedürfnissen in dem Sinne, den der Herr Abgeordnete betont hat, gewiß genügen. Wir haben die Grundlagen dieser Bestimmungen durchaus nicht verlassen, wenn sich auch in einzelnen Fällen für gewisse Orte hier und da Abweichungen als nothwendig herausgestellt haben. Ich glaube, es ist nicht heilsam, an dieser Sache überhaupt zu rütteln. Die Post⸗ verwaltung bekommt viele Anträge, die von zwei ganz verschiedenen Standpunkten ausgehen und auf zwei entgegengesetzte Richtungen abzielen, einmal auf eine mehr pietistische Betonung der Sonntags⸗ feier, und auf der anderen Seite auf eine Befreiung des Verkehrs von der Fesseln derselben in Berücksichtigung der wichtigen Inter⸗ essen, die von dem regelmäßigen Fortgang der Verkehrsanstalten ab⸗

Y Kasse. V 8,* Wechsel. [woche. 1

608,027 11,048 6,376 520 30,495 1,487 8,277 + 181 8,764 + 290

Ver⸗ forderun⸗ 1

350,799 1 6,403 32,266—- 351 42,441 5,340 67,827 566 31,340 1,280

37,258 842 34,836 + 1,119 21,980 2,281 53,045 + 1,199 7,I77 15/707 672,552 + 1,187

1 ꝛc. An der Abendkasse treten die gewöhnlichen Preise ein: Tribüne 0,75 ℳ, Parquet 1,50

Kassenöffnung 4 ½ Uhr. nfang des Konzerts 5 Uhr, der Vorstellung 7 Uhr.

Stadt-Theater. Sonnabend: Auf dringendes

Vor⸗ 3222 Submission. Produzenten oder Lieferanten von rauer, kornblumblauer, dunkelblauer und dun⸗ elgrüner Leinwand, Steifleinen, Segelleinen, Wachsdrillich zu Krageneinlagen, Futter⸗Cal⸗ licot, Callicot resp. Köperzeug zu Unter⸗ hosen, blaugestreiften Hemden⸗Callicot, Jacken⸗ EE drillich, Hosendrillich, Drillich zu Futtersäcken, Z1““ bE“ 214 8 Futterboy, sowie auch fertiger Unterhosen, 1 . 52787 —— 81 aus blaugestreiftem Callicot mit breiten FFt(esneih.

chselstücken, wildledernen Hand Hals⸗ 1 n ;8 ;

binden, Se. Majestät der Kaiser haben im Namen des werden ersucht, ihre Proben und Preisofferten bis Deutschen Reichs die von dem reformirten Konsistorium zu 23. April c. dem 2. Schlesischen Dragoner⸗Regi⸗ Metz vorgenommene Ernennung des Hülfspfarrers Julius 1. ve Ieeesle pen hees 2⸗ Süffert in Le Mans zum Pfarrer in Ars a. d. Mosel, 8 . 5 85 9Ib. ri 8 . : 3 Fvr. 18 ultimo März 1878 Bestimmung treffen b Bezirk Lothringen, zu bestätigen geruht. onnen.

hängen. Inmitten dieses Hin⸗ und Herwogens, welches mit⸗ unter ein recht lebendiges ist, hat die Postverwaltung den festen Standpunkt inne gehalten, auf den Grundlagen der Be⸗ stimmung von 1851 stehen zu bleiben, weil das der status quo ist, weil an diesen Zustand die Verhältnisse sich seit nunmehr 26 ahren gewöhnt haben, weil eine gewisse Einlebung stattgefunden hat und weil es bedenklich sein würde, davon ohne Noth gehen. Wenn nach irgend einer Seite hin, sei es nach dor einer größeren Betonung der Sonntagsfeier, sei es „ach der des Hervortretens der Verkehrs⸗ interessen, eine wichtige prinzipielle Aenderung eintreten sollte, so würde ich das beklagen, da die beiden Parteien in diesem Falle ziemlich gleich mächtig sind, sich die eine also nicht befriedigt fühlen würde.

Das sind die Grundsätze, von denen die Postverwaltung bei der Regelung dieser Frage ausgegangen ist, und ich glaube mich darin der Zustimmung der großen Majorität des Hauses zu erfreuen, daß es am weisesten ist, an diesen Verhältnissen nicht zu rühren und nichts zu ändern.

88 städtischen Hundesteuer⸗Verwaltung zu Berlin das Allgemeine Ehrenzeichen; sowie den Bergleuten Karl Kolb zu Artern im Kreise Sangerhausen und August Preißer zu Voigt⸗ stedt befesben Kreises die Rettungs⸗Medaille am Bande zu verleihen.

woche.

726,211 + 3,088 11,707 945 47,258 50 18,319 221 17,180 1,633 65,673 643 1,056 84 43,547 2,0288 2,119 + 201 920,805 2,2221 100,287 80920

lichkeiten. woche.

132,089 9,149 3,612,— 78 4,799 + 649 9,223 796 7,584 + 334

woche.

54,674 872 5,272 82 6,841 505

14,832 230 2,873 + 134 1,51 281818 3,551 7

89,610 1,506

digung. woche.

35,385 + 309 10,984 12 6,368 60 35,087 + 225 4,754 191

Deutsches Reich.

Preußen. Berlin, 14. April. Se. Majestät der Kaiser und König nahmen heute Vormittag militärische Meldungen entgegen, empfingen den Hauptmann Grafen Keller, kommandirt zur Botschaft in Wien, und hörten die Vorträge des General⸗Adjutanten, General⸗Majors von Albedyll, Chefs des Militär⸗Kabinets, und des Wirklichen Geheimen Raths von Wilmowski, Chefs des Civil⸗Kabinets. b

Auf einer Spazierfahrt besuchten Se. Majestät die Ateliers des Bildhauers Moser und des Professor Keil, um für das Kadettenhaus zu Lichterfelde bestimmte Statuen in Augen⸗ schein zu nehmen.

Ihre Majestät die Kaiserin⸗Königin besuchte

vs8 Die 5 altpreußischen Banken Die 3 sächsischen Banken .. Die 5 norddeutschen Banken. 1“ öu.

ie Bayerische Notenbank Die 3 süddeutschen Banken.

Summa

Theater.

Königliche Schauspiele. Sonnabend, 14. April. Opernhaus. 90. Vorstellung. Tannhäuser und der Sängerkrieg auf der Wartburg. Große romantische Oper in 3 Akten von Richard Wagner. „Anfang halb 7 Uhr.

in einem zerbrochenen Topfe vorgefundene, abge⸗ schnittene und angebrannte Strümpfe mit baar 291 Thlr. 5 Sgr. in verschiedenen Geldsorten. Die unbekannten Verlierer und Eigenthümer dieser Gegenstände werden aufgefordert, ihre An⸗ sprüche auf dieselben resp. den Erlös bei dem unter⸗

Frl.

und C. Brandt.

abend: Der Schauspieldirektor. Bagatelle.

Gastspiel des Hofschauspielers Hrn. Carl Sontag:

Die schöne Melusine.

Schauspielhaus. 96. Vorstellung. Das Testa⸗ ment des großen Kurfürsten. Schauspiel in 5 Aufzügen von G. zu Puttlitz. Anfang 7 Uhr.

Sonntag, den 15. April. Opernhaus. 91. Vor⸗ stellung. Der Troubadour. Oper in 4 Akten nach dem Italienischen des S. Camerano. Musik von Verdi. Ballet von Paul Taglioni. (Manrico: Hr. Wachtel, als letzte Gastrolle.) Anfang 7 Uhr.

Schauspielhaus. 97. Vorstellung. Tante Therese., Schauspiel in 4 Akten von Paul Lindau. ö 7 Uhr. 1

aal⸗Theater. Sonnabend, den 14. April: Quatriéme représentation de: Le due Job. Comédie en 4 actes par Mr. Léon Laya.

Preise der Plätze: Fauteuil und Fauteuil⸗Loge 4 50 ₰. Parquet⸗Loge 3 50 ₰. Parquet 2 50 ₰. Parterre⸗Loge 2 Gallerie 1

Wallner-Theater. Sonnabend: Z. 12. M.:

Auf eigenen Füßfen. Gesangsposse in 6 Bildern von Emil Pohl und H. Wilken. Musik von A. Conradi.

Sonntag u. d. folg. Tage: Auf eigenen Füßen.

Victoria-Theater.

Direktion: Emil Hahn. Sonnabend: Halbe Kassenpreise. Feaft piel des Josephine Zimmermann, erste Solotän⸗

erin vom K. K. Hofoperntheater in Wien.

it durchaus neuer Ausstattung, zum 112. Male: Die schöne Melnsine. Volksmärchen große Feerie) mit Gesang und großen allets in 4 Akten und 15 Bildern, von E. Pasqué

Zum 113. M.:

Sonntag: Halbe Kassenpreise.

Friedrich-Wilhelmst. Theater. Sonn⸗

Das Jahrmarktsfest zu Plundersweilern. Sonntag: Der Seekadet.

Residenz-Theater. Sonnabend: Zweites

Doctor Wespe.

1

Verlangen zu halben Kassenpreisen. Ensemble⸗Gast⸗ spiel der Mitglieder des Wallner⸗Theaters, unter Mitwirkung und Direktion Th. Lebrun. Z. 35. Male: Rosa⸗Dominos⸗ Schwank in 3 Akten von Delacour und Hennequin. Vorher: Blitzableiter. Genrebild in 1 Akt von O. F. Gensichen. (Parquet 1,50, Logen 3,00 ℳ) 8

Zum 1. Male zu ermäßigten Preisen: Dieselbe Vorstellung. (Parquet 2,00 ℳ)

National-Theater. Sonnaberd: Gastspiel

des Hrn. Ludwig Barnay. Z. 1. Male: Graecchus, der Volkstribun. Tragödie in 5 Akten von Adolf Wilbrandt. (Gajus Gracchus Hr. Barnay. Sonntag: Dieselbe Vorstellung. Montag: Halbe Preise: Lumpacivagabundus.

Thalia-Theater. Dorotheenstraße 19.,20.

Sonnabend: Neu einstudirt: Wenn Leute Geld haben. Posse mit Gesang in 3 Akten von A. Wei⸗ rauch. Musik von Th. Hauptner.

Sonntag: Dieselbe Vorstellung.

Belle-Alliance-Theater. Sonnabend u⸗ folg.

Tage: Die Lady von Worsley Hall. Schauspiel in. 2 Abtheilungen und 5 Akten von Charlotte Birch⸗Pfeiffer. 2☛ Sonntag ist der Sommer⸗ garten geöffnet. Dumg Bei günstiger Witterung vor der Vorstellung: Großes Promenaden⸗Konzert. Während der Pause: Brillante Illumination der großen Promenade.

Zur Nachricht: Abonnementsbillets, gültig für die Sommer⸗Saison bis 1. Oktober 1877, I. Parquet à Dtz. 12 und Entrée 10 Stück für 3 sind Kanüih im Theater⸗Bureau von Morgens 10—1 Uhr zu haben.

Deutscher Personal-Kalender. 14. April. 1684. Joh. Olearius †. 1803. Ludw. Storch *. 1815. Rud. v. Raumer, Germanist *.

zeichneten Gerichte spätestens in dem auf den 19. Juli d. J., Mittags 12 Uhr, an hiesiger Gerichtsstelle

fahren wird. Alt⸗Landsberg, den 29. März 1877. Königliche Kreisgerichts⸗Deputation.

20e2 Nothwendige Subhastation.

(zur Gebäudesteuer nach einem Nutzungswerthe von 1 711 veranlagt.

Wege der nothwendigen Subhastation am 22. Juni 1877, Vormittags 10 Uhr, an hiesiger Gerichtsstelle im Terminszimmer Nr. 53 versteigert werden. Die Besitzung enthält 463 Hektare 27 Are der Grundsteuer unterliegende Fläche und ist zur Grund⸗ steuer nach einem Reinertrage von 3612 45 ₰,

Der Auszug aus der Steuerrolle, eine be⸗ foubigt⸗ Abschrift des Grundbuchblattes, etwaige

bschätzungen und andere, die Besitzung betreffenden Nachweisungen, sowie die besonderen Kaufbe⸗ 8den können in unserem Bureau II. eingesehen werden.

Alle Diejenigen, welche Eigenthums⸗ oder ander⸗ weite, zur Wirksamkeit gegen Dritte, der Eintragung in das Grundbuch bedürfende, aber nicht eingetragene Realrechte geltend zu machen haben, werden auf⸗

efordert, dieselben zur Vermeidung der Präklusion spatestens im Versteigerungstermin anzumelden.

Das Urtheil über die Ertheilung des Zu⸗ schlags wird

am 23. Juni 1877, Vormittags 11 Uhr, an hiesiger Gerichtsstelle im Terminszimmer Nr. 53 verkündet werden.

Rybnik, den 23. März 1877.

Königliches Kreisgericht. Der Subhastations⸗Richter. Bittmann.

[3235]

anberaumten Termin an⸗ zumelden und nachzuweisen; widrigenfalls sie ihrer Eigenthumsrechte für verlustig erklärt und mit dem Zuschlage den gesetzlichen Bestimmungen gemäß ver⸗

Das Rittergut Krzischkowitz sol im

Es wird nur gute, gediegene Waare reflektirt.

Siferpigereit des R b Mai 1877. Wunsch mitgetheilt.

Oels, den 11. April 1877. 8

2. Schlesisches Dragoner⸗Regime

[3218] Hannoversche Staatsbahn. Submission auf Lieferung von:

Grubendurchmesser und

Hannover. Termin: Montag, den 30. April 1877, 10 Uhr, im maschinentechnischen Eisenbahn⸗Direktion. Von letzterem Bedingungen gegen 3 ziehen. Hannover, den 10. April 1877. Maschinentechnisches Bureau der Königlichen Eisenbahn⸗Direktion. Overbeck.

1e Bekanntmachung.

Die Anlieferung von 50,000 Kilogr. grauem Gießerei⸗Roheisen I. Qualität für die Königlichen Steinkohlengruben bei Saarbrücken soll im Wege der Submission vergeben werden.

„Die Offerten sind portöfrei und versiegelt mit der Aufschrift:

„Lieferung auf Gießerei⸗Roheisen“

bis zum 26. April ecr., Morgens 11 Uhr, bei der Unterzeichneten einzureichen, woselbst Lieferungs⸗

Büreau der Königliche

zu be

abschriftlich bezogen werden können.

St. Johann, den 10. April 1877. Königliche Bergfaktorei

18288 Bekanntmachung.

Für die Kaiserliche Werft sollen nachbezeichnete

Hölzer, und zwar:

ca. 41,780 Met. kieferne Kernbretter v. 1 3,5 Cm.

aterials bis spätestens Ende Lieferungsbedingungen werden auf

Nr. 8. 8

16 Drehscheiben von 5750 Mm. bez. 5334 Mm. 1 Schiebebühne für den neuen Güterbahnhof

bedingungen eingesehen und auf portofreie Anfragen

(4Cto. 101/4)

Sonnabend: Bei günstiger Witterung: Vor der Vorstellung Konzert im Garten. Ein unverdorbener Züngling. Anfang des Kon⸗ zerts 6, der Vorstellung 7 ÜUhr.

Jüngling.

Wohlthätigkeits⸗Vorstellung zu Gunsten des Oranien⸗ 3 Flrigen Parks.

Konzert, ausgeführt vom Musikcorps des Garde⸗ Schliten⸗Batofllühs unter Leitun 1

meisters Herrn Rödmann, und der Leitung ihres Dirigenten Herrn Kersten.

der Frau Mila Wisgrill⸗Scholz vom K. K. Hos⸗ burg⸗Theater 3 Castillons. Lustspiel in 1 Akt. im Dunkeln küßt. reiche Erbin.

ausnahmsweise für diese Vorstellung, sofern die Billets Vormittags 1 Uhr gelöst werden: 1. Parquet

Krells Theater. Der Garten ist eröffnet. Verehelicht:

Zum 8. Male:

Sonntag u. d. folg. Tage: Ein unverdorbener Geboren:

Woltersdorff-Theater. Sonnabend: Extra⸗ Kuhlo (Gro Tochter: a. 8).

urger Thor⸗Bezirks. Eröffnung des zum Theater 8 a. O.

brigen 2 Brillante Beleuchtung desselben. ei günstiger Witterung: Promenaden⸗Doppel⸗

seines Kapell⸗ Gestorben:

Theater⸗Vorstellung unter gefälliger Mitwirkun

in Wien. I. Die fünf Töchter

Familien⸗Nachrichten.

Hr. Kreisrichter Georg Richardt mit Frl. Augusta Lehmann e * Hr. Kreisrichter Beyer (Beuthen O. Ein Sohn: Adjutant Branden (Einbeck). v. Poser (Buchwald). Batterie⸗Chef Davidsohn ( Küssow bei Damnitz). rn. Lieutenant v. Treskow (Schwedt Hrn. Lieutenant v. Schack (Schwedt . Hrn. Pastor R. mannsdorf). Straßburg im Elsaß). Verw. Frau Premier⸗Lieutenant

auskapelle unter Feedenie Klein,

r. med. C. F. Justiz⸗Rath und Advokat⸗Anwalt Heinrich Joseph Correns (Cöln). Hrn. Rechtsanwalt Dr. Carl Göz Tochter Clara und Sohn Carl (Stuttgart).

mit Bretteinlagen für die alde). ugo Weber mit Frk. Ida Frankenstein).

Hrn. Lieutenant

Die Bedingungen sind in und Hrn. Florian rn. Hauptmann und assel). Hrn. Pastor

Eine

siegelte Offerten bis

Bormittags 11 Uhr daselbst einzureichen. Berlin, den 11. April 1877.

R. Hoffmann (Witt⸗ rn. Rittmeister v. Tresckow

[3126355 Bekanntmachung.

geb. Kernbach (Berlin). 8

Schloymann (Dissen).

r. ten, die erforderlichen

Akt. II. Wenn man Lustspiel in 3 Akten. III. Eine Musikalische Parodie in 1 Akt.

Preise der Plätze incl. Konzert und Garten⸗Entrée

[3231]

Aufgebot von Fundsachen. Im Jahre 1876 sind folgende Sachen als gefun⸗ den bei uns abgeliefert:

Zwei am 24. Mai auf der Brandstätte der früher

Pehleschen Büdnerstelle

gen werden. Die Bedingungen, Kostenanschläge gen liegen daselbse zur Einsicht aus.

zu Bergluch im Erdboden

Bekanntmachung.

Die Lieferung von 30 Bettstellen 858 lag Kaserne Artillerie⸗Schießplatze bei Cummersdorf soll im Wege der Submission verdungen werden. 9g

8 1 unserem Geschäfts⸗ lokale, Michaelskirchplatz 17, einzusehen und ver⸗

zum Sonnabend, den 21. April er., cto. 105/4.)

Königliche Garnison⸗Verwaltung.

Die zum Neubau eines Garnison⸗Lazareths zu Flensburg erforderlichen Erd⸗ und Maurerarbei⸗ 4 orderlichen Zimmerarbeiten, klusive Material, sowie die Lieferung von Ziegel⸗ steinen, Kalk, Cement, Asphalt und Sand sollen am 24. April 1877, Morgens 10 Uhr,

im Bureau des unterzeichneten Lazareths, Schiff⸗ brücke Nr. 318, in öffentlicher Submission verdun⸗

sind versiegelt, mit der Aufschrift des

16,670 Met. kieferne Kernplanken v. 5—10 Em. 23,190 Met. kieferne Decksplanken v. 6,—10 Cm. 3,050 Met. fichtene Stellungsdielen v. 7,8 Em.

40 Met. eichene Bretter v. 1 Cm.

370 Met. Ahornbretter v. 2,5 35 Cm.

770 Met. kieferne Mauerlatten v. 16,18 Em.

und 26,26 Cm.

26 Stück kieferne Spieren 6 Met. lang und darüber beschafft werden. Lieferungsofferten sind versiegelt mit der Auf⸗ schrift: „Submission auf e von kiefer⸗ nen ꝛc. Hölzern“ bis zu dem am 30. April er., Nachmittags 4 Uhr, im Bureau der unterzeichneten Behörde anberaumten Termine einzureichen. Die Lieferungsbedingungen, welche auf portofreie An⸗ träge gegen Erstattung der Kopialien abschriftlich mitgetheilt werden, liegen nebst den näheren Be⸗ darfsangaben in der Registratur der Werft zur Ein⸗ sicht aus. Cto. 109/4.) Wilhelmshaven, den 9. April 1877.

Kaiserliche Werft.

von Eisen auf dem

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Eine rentable anst. Restaäuration mit Mö⸗

bel, mit od. ohne Garten, wird zu pachten gesucht. Gef. Anerbieten unter 0. 8 8 A” stein & Vogler, Magdeburg. (H. 51 113.)

und Zeichnun⸗ Die Offerten betreffenden

Dem Marquis Ripert de Monclar ist Namens des Deutschen Reiches das Exequatur als französischer Konsul mit dem Sitz in Bremen ertheilt worden.

Der Privatdozent Dr. Erich Schmidt zu Würzburg ist zum außerordentlichen Professor in der philosophischen Fakultät der Universität Straßburg i./E. ernannt worden.

Der außerordentliche Professor Dr. Elias Steinmeyer ist aus derselben Fakultät, der außerordentliche Professor Edgar Löning aus der rechts⸗ und staatswissenschaftlichen Fakultät der vorgenannten Universität ausgeschieden.

Das im Jahre 1855 in Boston erbaute, bisher unter britischer Flagge gefahrene Vollschiff „Empreß“ von 1313,20 britischen Registertons Ladungsfähigkeit hat durch den Uebergang in das Eigenthum des Rheders Hermann Wessels zu Bremen und Genossen unter dem Namen „Elisabeth“ das Recht zur Führung der deutschen Flagge erlangt. Dem bezeichneten Schiffe, für welches die Eigenthümer Bremen zum Heimaths⸗ hafen gewählt haben, ist am 6. März d. J. vom Kaiserlichen General⸗Konsulate zu London ein Flaggenattest ertheilt worden.

Berlin, den 12. April 1877.

Der Reichskanzte. 11““ In Vertretung:

Königreich Preußen. Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht: den Bezirks⸗Präsidenten von Lothringen, Robert Viktor von Puttkamer zu Metz, zum Ober⸗Präsidenten der Provinz Schlesien zu ernennen; und dem Legations⸗Sekretär bei der Königlichen Gesandtschaft in Stuttgart, Grafen von Wartensleben, den Charakter als Legations⸗Rath beizulegen.

Ministerium der geistlichen, Unterrichts⸗ und Medizinal⸗Angelegenheiten. DDer bisherige Seminarlehrer und kommissarische Kreis⸗ Schulinspektor Hermann Ludwig Haake in Mettmann ist zum Kreis⸗Schulinspektor im Regierungsbezirk Düsseldorf ernannt worden.

Dem Gymnasiallehrer Karl Keller in Oels ist das Prädikat „Oberlehrer“ beigelegt worden.

Der Seminar⸗Hülfslehrer Sturm zu Bunzlau ist zum ordentlichen Lehrer an dem evangelischen Schullehrer⸗Seminar zu Ottweiler befördert worden.

Abgereist: Se. Excellenz der Wirkliche Geheime Rath und Ober⸗Berghauptmann Krug von Nidda nach Schlesien.

Personalveränderungen.

Königlich Preuf ische Armee. 8

Ernennungen, Beförderungen und Versetzungen. an aktiven Heere. Berlin, 5. April. v. Behr, Oberst, isher Commdr. des See⸗Bats. mit der Führung des Inf. Regts. Nr. 20, unter Stellung à la suire desselben, beauftragt. Frhr. v. Verschuer, Major im Inf. Regt. Nr. 53, als Bats. Commdr. in das Inf. Regt. Nr. 74 versetzt. v. Bastineller, Major, aggr. dem Inf. Regt. Nr. 53, in das Regt. einrangirt. 7. April. Wodtke, Major im Kriegs⸗Ministerium, mit Wahrnehmung der Geschäfte als Chef der Central⸗Abtheil. des Kriegs⸗Ministeriums beauftragt. Lenz, Hauptm. vom Feld⸗Art. Regt. Nr. 21, von dem Kommdo. bei der trigonometr. Abtheil. der Landes⸗Aufnahme entbunden. Eltester,

vorgestern Ihre Königliche Hohei die Großherzogin⸗Mutter von Mecklenburg⸗Strelitz, auf ihrer Durchreise, im Hotel.

Gestern empfing Ihre Majestät den Besuch Ihrer Kaiser⸗ lichen Hoheiten des Großfürsten und der Großfürstin Wladimir von Rußland und erwiherte denselben in der russischen Bot⸗ schaft. Die Kaiserlichen Majeslätern dinirten bei Ihren Durchlauchten dem Herzog und der Herzogin von Ratibor.

Ihre Majestät die Kaiserin⸗Königin besuchte heute die Blumenausstellung der Gesellschaft der Gartenfreunde Berlins im Königlichen Kriegs⸗Ministerium. Im Königlichen Palais findet ein Familiendiner statt, und Abends werden Beide Majestären auf dem Balle der italienischen Botschaft er⸗ scheinen.

Ihre Kaiserlichen und Königlichen Hoheiten die Kronprinzlichen Herrschaften statteten gestern Vor⸗ mittags 11 ½ Uhr Ihren Kaiserlichen 17S. dem Großfürsten und der Großfürstin Wladimir einen Besuch ab. Demnächst er⸗ theilte Se. Kaiserliche und Königliche Hoheit dem General⸗ Konsul von Waecker⸗Gotter und um 12 ½ Uhr dem Kaiser⸗ lichen Botschafter in London, Grafen zu Münster, Audienz.

Um 1 ½ Uhr begleitete Se. Kaiserliche und Königliche Hoheit der Kronprinz Se. Majestät den Kaiser von Brasilien auf der Lehrter Bahn zur Besichtigung der militärischen Anstalten nach Spandau. Gegen 5 Uhr erfolgte die Rück⸗ kehr mittelst Ertrazuges mit der Hamburger Bahn.

Um 5 Uhr waren die Brasilianischen Majestäten bei den Kronprinzlichen Herrschaften zum Diner. 8

Um 7 ½ Uhr begaben Sich die Höchsten Herrschaften nach dem Opernhause und ertheilten demnächst noch dem Kaiserlichen Botschafter in Wien, Grafen zu Stolberg⸗Wernigerode, Audienz.

Die vereinigten Ausschüsse des Bundesraths für Zoll⸗ und Steuerwesen und für Rechnungswesen, sowie der Ausschuß für Zoll⸗ und Steuerwesen hielten heute Sitzungen

2 Im weiteren Verlaufe der gestrigen Sitzung setzte der Reichstag die Berathung des Etats der Post⸗ und Telegraphenverwaltung fort. Bei Tit. 1, Gehalt des General⸗Postmeisters 24,000 ℳ, brachte der Abg. Lingens u. A. die Sonntagsheiligung zur Sprache. Der Bevollmächtigte zum Bundesrath, General⸗Postmeister Dr. Stephan erwiderte ierauf: h Meine Herren! Die Kernpunkte der Rede des Hrn. Abg. Dr. Lingens waren, wenn ich diese Rede von allen Einzelheiten, auch von der langen Erzählung, die ich allerdings nur zum Theil verstanden habe, betreffend das Verhalten eines Beamten gegen einen oder zwei Aerzte, entkleide, auf die Betheiligung der Postverwaltung an der Heilishaltung des Sonntags und auf eine wohlwollende Behandlung der Beamten gerichtet. 1 In beiderlei Beziehungen kann ich dem geehrten Herrn Vor⸗ redner die Versicherung geben, daß ich vollständig mit ihm überein⸗ stimme, und daß bei der Post⸗ und Telegraphenverwaltung lediglich nach diesen Prinzipien verfahren wird. b 1“ Was die Spezialverhältnisse der Beamten betrifft, die hier für zwei Kategorien zur Sprache gekommen sind, so werde ich die Be⸗ antwortung der darauf bezüglichen Fragen meinem Herrn Nachbar überlassen. Ich möchte dem Herrn Abgeordneten nur in Beziehung auf den ersten Gegenstand, die Heilighallung des Sonnta s, weil er eine prinzipielle Bedeutung hat, eine Erwiderung zu Theil werden lassen. Ich stimme mit ihm vollkommen darin überein, daß aus den scgeme Gründen der sittlichen Weltordnung die Postverwaltung

ich dem durchaus nicht entziehen kann, ihre Mitwirkung zur Heilig⸗ altung des Sonntags eintreten zu lassen. g

Die jetzigen Bestimmungen, welche die Sonntagsfeier an den Post⸗ anstalten regeln, datiren aus dem Jahre 1851 und sind von dem damaligen Chef der Postverwaltung, von dem Handels⸗Minister von der Heydt erlassen. Es war das eine Zeit, in welcher die liberale Richtung jedenfalls nicht vorherrschend war; und es ging diese Ver⸗

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Der Bundeskommissar, Geheimer Postrath⸗ Mießner widerlegte die übrigen Behauptungen des Abg. Lingens. Der Abg. Magdzinski beklagte sich über die Umwandlung vieler polnischer Ortsnamen in deutsche. Zu Tit. 9—11 (Post⸗ und Telegraphenämter) beantragte der Abg. Bebel die Gehalts⸗

verbesserung für die niederen Postbeamten. Der Abg. Berger batden

General⸗Postmeister, in der nächsten Session eine statistische Uebersicht über die Zahl der in den verschiedenen Kategorien angestellten Beamten, ihr Dienstalter und ihre Gehaltssätze dem Hause vorzulegen. Der Bundeskommissar, Geheimer Postrath Mießner, konstatirte, daß die von dem Abg. Bebel erwähnte Lohnreduktion sich nicht auf Postbeamte, sondern auf Privatleute beziehe, die aushülfsweise von der Postver⸗ waltung beschäftigt werden. Selbstverständlich richte sich die Höhe des diesen Personen gewährten Tagegeldes nach dem auf dem Arbeitsmarkt im Allgemeinen geltenden Preise. Der Abg. Rickert sprach die Hoffnung aus, daß das Haus in der nächsten Session den Besoldungsetat der Postbeamten der Budgetkommission überweisen und einer gründlichen Prüfung unterziehen werde, um dadurch den beständigen Agitationen unter den Beamten ein Ziel zu setzen. Hierauf ergriff der General⸗Postmeister Dr. Stephan das Wort:

Die Sache ist sehr einfach; es wird der Durchschnitt der letzten 3 Jahre genommen, wie es bei ähnlichen Regulirungen auf anderen Gebieten mit Erfolg geschehen ist. Es versteht sich von selber, daß jedem Beamten, der bisher dergleichen Vergütungen bezogen hat, diese Entschädigung zu Theil werden wird. Ich nehme dabei an, daß der Beamte zu den angestellten gehört. Bei der Tele⸗ graphenverwaltung sind meistens nur angestellte Beamte, das Ver⸗ hältniß liegt anders als bei der Post. - b 1

Was den Wunsch des Herrn Abg. Rickert betrifft, daß die nächste Berathung des Postetats an eine Kommission gewiesen werden und dort eine gründliche Erörterung der Besoldungsverhältnisse des Post⸗ und Telegraphenpersonals stattfinden möchte, so theile ich diesen Wunsch in vollkommenstem p. und bitte ausdrücklich darum. Ich gebe mich bei meiner Kenntniß der menschlichen Natur und der in heutiger Zeit auf ein großes Personal ein⸗ wirkenden Verhältnisse zwar der Hoffnung nicht hin, daß die Fest⸗ stellungen dieser Kommission, so beruhigend sie auch davon bin ich fest überzeugt für alle Theile des Hauses ausfallen werden, etwa den Erfolg haben könnten, die fortwährenden Anreizungen zur Unzufriedenheit und Beschwerden unter den Beamten zu verhindern. Denn die wiederholten und erheblichen Verbesserungen, die seit 1871 unter dankenswerther Mitwirkung des hohen Hauses für die Be⸗ amten durchgeführt sind, haben, wie Sie sehen, nur sehr kurze Zeit vorgehalten. Ich möchte dabei bemerken, daß die Zahl des Per⸗ sonals seit 1870 bis 1875 die neueste Verbesserung im vorliegenden Etat habe ich noch gar nicht mit veranschlagt um 37 %, die Ausgaben an Besoldungen aber um 49 % gestiegen sind. Ich bin fest 185 daß keine andere Periode der Postverwaltung, so lange sie besteht, und das ist seit nahezu 250 Jahren, dagewesen ist, in welcher innerhalb so kurzer Zeit so erhebliche Verbesserungen für das Personal durchgeführt sind, wie gerade in den letzten sieben Jahren.

Nach dem Abg. Schmidt (Stettin), welcher auf die Wider⸗ sprüche der Sozialdemokraten aufmerksam machte, sprach der Abg. Richter (Hagen). Demselben entgegnete der General⸗

ostmeister: P Meine Herren! Ich werde mich sehr kurz fassen, so kurz als es möglich ist, aber antworten will ich doch, um den Bemerkungen des Herrn Abgeordneten gerecht zu werden. 8

Der erste Punkt, wenn ich nicht irre, bezog sich darauf, daß unter den Beamten Unzufriedenheit darüber herrsche, daß sie nicht genau wissen, welche Gehälter sie in den nächsten Jahren erhalten werden. Ein bestimmter Zeitraum ist nicht angegeben. Der Begriff „in den näch⸗ sten Jahren“ ist sehr dehnbar: es können zwei Jahre, es können

aber auch zehn Jahre sein. Ja, meine Herren, ich kann dem Herrn Abgeordneten darauf nur erwidern, das weiß ich auch nicht.

Das hängt ja lediglich davon ab, wie viel Vakanzen eintreten durch