Majer Tschamtschawadze ließ den Feind, welcher gar keine Ver⸗ posten ausgestellt hatte, von drei Seiten gleichzeitig an⸗ greifen. Wiewohl der Ueberfall ein gänzlich unerwarteter war, so rafften sich die Türken doch zu einer sehr energischen Vertheidigung auf, so daß man russischerseits zwei Mal zum Ba⸗ jonnette greifen mußte. Erst am 30. Mai gegen 7 Uhr Morgens ergriffen die Türken die Flucht. Die 4. Escadron der Nizegoroder DMragoner erbeutete 2 Gebirgsgeschütze, 4 Munitionskarren, 2 Feld⸗ zeichen und eine große Anzahl Kavalleriesäbel. Es wurden bei 200 Fefangene, darunter mehrere Offiziere, gemacht. Der russische Ver⸗ lust beziffert sich auf 7 Tedte, darunter der tapfere Dragoner⸗Lieute⸗ nant Forshet, und 30 Verwundete. An Pferden büßten die Russen 51 ein. ach vollzogenem Auftrage kehrte General⸗Major Tschaw⸗ tschawadze am 30. Mai zur Hauptkolonne zurück. Am selben Tage noch wurde eine kleine Bewegung in der Richtung von Ardost gemacht, welcher Ort im Thale des Kars⸗Tschai, 14 Werst ron Kars entfernt, liegt. Die nächste Position, die von Melikoff eingenommen werden dürfte, wird Sa⸗ ganlc⸗Dagh sein. Dann wird die Cernirung von Kars erfolgen, und zwar durch die kaukasische Grenadier⸗Division des Fürsten Turchan⸗ Murawieff, die 20. Division des Generals Heimann und die 39. Di⸗ vision des Generals Lewuscheff. Die Eriwaner Kolonne unter dem Kemmando des General⸗Lieutenants Tergukassoff, der be⸗ kanntlich den linken Flügel befehligt, hat in den letzten 8 Tagen ihre Position bei Surb⸗Ohannes (45 Werst ron Bajazid ent⸗ sernt, auf der Straße nach dem wichtigen Alaschkert) nicht verlassen. Die Gründe für diese Unthätigkeit sind in den Schwierigkeiten der Herbeischaffung von Proviant, in dem erhaltenen Befehle, den Verlauf der Operationen bei Kars abzuwarten, und schließlich in der Nothwendigkeit der Säuberung der Route Wan⸗Bajazid von den Kurden zu suchen. Tergukassoff entsendete in der Richtung gegen den See von Wan eine starke Ka⸗ vallerieabtheilung, welche die bezeichnete Straße abermals sicherstellte. Dieselbe wird nun von 2 fliegenden Kolonnen permanent bewacht werden. Gleichzeitig machte Tergukassoff persönlich eine Rekognos⸗ zirung bis zu den Mauern von Alaschkerr und entdeckte 8 Werst von † dieser Stadt 3 befestigte feindliche Lager. Die Kosaken haben einige Haufen Kurden auf diesem Marsche zerstreut und mehrere Ge⸗ fangene gemacht. Auch die Rioner Kolonne hat sich neuestens durch einige hervorragende Thaten bemerkbar gemacht. Am 26. v. M. befand sich General⸗Lieutenant Oklobschio am Flusse Kintrischi. Am 28. Mai besetzte seine Avantgarte das linke Üfer dieses Flusses, angesichts des linken Flügels der türkischen Armee, welcher die nahen Anbs hen besetzt hielt. Noch am selben Tage wur⸗ den diese Anhöhen mit Sturm genommen und die Türken gezwun⸗ n. sich auf Zichedziri in der Richtung des Meeres zurückzuziehen. m 28. d. M. drang eine Kolonne in den Kabuleter Kreis ein, dessen Bevölkerung in großen Massen herbeiströmte, Waffen ablieferte und ihre Unterwerfung anmeldete. Dörfer lieferten Snidergewehre aus, welche 2 Tahsin Pascha, Kommandant in Batum, erst vor einigen Wochen austheilen ließ. Die Kurden haben, wie immer, sich treulos be⸗ nommen. Statt der 40,000 Kämpfer, die sie der Pforte zu stellen versprachen, lieferten sie bis jetzt kaum 6000 Mann. Nicht so be⸗ friedigend scheint die Lage der Dinge auf dem kaukasischen Insurrektions⸗Schauplatze sich zu gestalten. Die Pontus⸗ Flotte der Pforte wird zur Insurgirung ausgiebig be⸗ nutzt, und haben mehrere Landungen von ETsicherkessen, die von türkischen Regulären unterstützt werden, statt⸗ gefunden. Am gestrigen Tage haben zwei türkische Monitors nach einem fünfstündigen Bombardement des Ortes Sotschi (40 Werst von Adler entfernt) eine starke Abtheilung Tscherkessen und Redifs nebst 8 Geschützen ausgeschifft. Die feindlichen Truppen mußten aber zurückkehren, da die russische Garnison von Sotschi stark ist und ein bestiges Feuer eröffnete. Die türkische Florte dampfte darauf nach Pitzunda ab, das 75 Werst nördlich von Sotschi liegt. Während General Krawtschenko fast täglich Kämpfe mit den Aufstän⸗ dischen zu bestehen hat, welche, wie es scheint, keinerlei Bedeutung bisher hatten, zeichnet sich die Abtheilung des Generals Alchasoff durch erfolgreiche Affairen aus. Nicht nur gelang es diesem tüchtigen Eeneral die Vorhut bis Altara (auf dem linken Ufer des Flusses Kodor, in einer Entfernung von 20 Werst von seiner Mündung) vorzuschieben, sondern er verlegte auch den Weg den Abchasen, welche über den Kodor zu kommen trachten. Am 30. Mai bemerkten eine Sotnie des Eisker Kosaken⸗Regimentes und zwei Compagnien der Kutaiser In⸗ fanterie⸗Druzina eine beträchtliche Kolonne Abchasen, welche gegen den Kodor marschirten. Der Kommandant der russischen Abtheilung, Oberst Mikeladze, ließ die Aufständischen herankommen, übersetzte selbst den Fluß und griff sie ungestim an. Der Kampf dauerte mehrere Stunden und endigte mit dem Rückzuge der Insurgenten. Die Russen hatten diesen Erfolg, der aber leider nicht ausgenutzt werden konnte, theuer erkauft. Der Keommandant Mitikeladze fiel
— alle drei höheren Offiziere der Ab⸗ theilung wurden schwer verwundet, 43 Soldaten sind gefallen. Die Einwohner bekunden Unterwürfigkeit, wo die Russen erschei⸗ nen, ergreifen aber gegen diese die Waffen, sobald sie einer Tscher⸗ kessen⸗Abtheilung ansichtig werden. Selbst die gestellten Geißeln ändern an dieser treulosen Haltung der Mohamedaner gar nichts. In der Terer Oblast werden beträchtliche russische Truppenmassen konzentrirt. In Eilmärschen sind nach dieser Landschaft, speziell aber nach Salatawien und Gumbeti, Abtheilungen unter dem General⸗ Adjutanten Swistunoff (von der Tschetschna aus) und dem General⸗ Adjutanten Fürsten Melikoff (von Andia her) gesendet worden. Oberst Nakaschidze hatte beim Dorfe Siuch einen hartnäckigen Kampf mit 600 — 800 bewaffneten Insurgenten, die tollkühn ins Zeug gin⸗ gen. 100 Insurgenten wurden gefangen, die meisten ergriffen die
lucht. Oberst Nakaschidze ließ 4 Auls zerstören. Sehr harte Kämpfe atte auch General Lamakin zu bestehen. Der heftigste fand am 25. Mai bei Kisil⸗Arvat, etwa 300 Werst östlich von Krasnowodsk, in der Landschaft der Tekinzer, statt. Lamakin war in entschiedener Minderzahl, während die Insurgenten 6000 wohlbewaffnete Tekinzer zählten. Der ungleiche Kampf dauerte 4 Stunden, und entwickelten die Russen eine solche Tapferkeit, daß der übermächtige Feind fliehen mußte. Die Folge dieses Sieges war, daß einige Khans ihre Unter⸗ werfung anboten. Die Tschetschna ist vollständig pazifizirt. Uebrigens ist diesem Bergstamme nicht zu trauen, und wird ein aus 3 Divisio⸗ nen bestehendes Corps in den insurgirten Eebieten konzentrirt wer⸗ den. Zu bemerken ist, daß die Dagestaner Miliz bis jetzt sich ganz k1 und verläßlich erwies. Tagestan wird also keiner Truppen be⸗ ürfen.“
auf dem Kampfplatze,
Aus dem Wolffschen Telegraphen⸗Bureau.
Wien, Somnnabend, 16.8 Juni.] Telegramm des „Neuen Wiener Tageblattes“ aus Braila: Drei russische Kanonen⸗ boote rekognoszirten den Matschin⸗Kanal bis unter die bei Matschin aufgestellten Geschütze, ohne beschossen zu werden. — Der Wasserstand der Donau beträgt gegenwärtig noch 15 Fuß 9 Zoll über dem Normalstand.
EP Triest, Sonnabend, 16. Juni, Vormittags. Der Lloyd⸗ dampfer „Hungaria“ ist heute früh mit der ostindisch⸗chinesi⸗ schen Ueberlandpost aus Alexandrien hier eingetroffen.
Nr. 35 des „Amtsblatts der Deutschen Reichs⸗Post⸗ und Telegraphenverwaltung“ hat folgenden Inhalt: Ver⸗
fügungen: vom 5. Juni 1877: Postverbindungen nach den Inseln Föhr und Sylt; vom 7. Juni 1877: Postverbindungen nach Nor⸗ derney; vom 9. Juni: Eröffnung der Eisenbahnstrecke Frankfurt an der Oder⸗Seelow.
Statistische Nachrichten.
München, 14. Juni. (Allg. Ztg.) Nach der Mittheilung des städtischen statistischen Bureaus wurden im Jahre 1876 in München 2067 Ehen geschlossen, gegen 2318 im Jahre zuvor. 68
Kunst, Wissenschaft und Literatur.
München, 6. Juni. Die neue Pinakothek hat, wie die „Allg. Ztg.“ mittheilt, jüngst einen sehr schätzenswerthen Zuwachs durch die Aufstellung von vier großen Bildern erfahren. Das erste zeigt die „Schlacht von La belle Alliance“ von Peter v. Heß (gest. 4. April 1871), eine figurenreiche, klar gruppirte Komposition voll mi⸗ nutiösen Details und charakteristischen Vortrags. Dann die „Erstür⸗ mung von Belgrad durch den Prinzen Eugen“, gemalt von Feodor Dietz, welcher im Dienste der freiwilligen Krankenpflege am 18. De⸗ zember 1870 zu Cray in Frankreich starb. Das Bild stammt aus seiner besten Schaffenszeit und war 1852 gleichzeitig mit A. v. Kotzebue’'s „Schlacht von Zorndorf“ zur Ausstellung gelangt. Die „Entdeckung von Amerika“ von Moriz Rugendas (gest. 29. Mai 1858) ist das letzte größere Werk dieses Künstlers. Endlich ist ein in ganzer Figur von Jos. Bernhard gemaltes Porträtbild des Königs Maximilian II. erworben worden.
London, 14. Juni. Am 30. Juni wird in South⸗Kensington die Ausstellung von Druckwerken William Caxtons eröffnet werden. Die dabei zu haltende Rede soll unmittelbar darnach in alten caxtonischen Typen gedruckt werden. Die Königin hat für die Ausstellung ein auf 3000 Pfd. Sterl. geschätztes Buch „Mentz Psalir“ hergeliehen. Es soll das erste mit einem Datum versehene gedruckte Buch sein und weist die Jahreszahl 1457 auf.
— „Jedem Wort eincer historischen Person ist der Antheil der Nachlebenden gesichert“; mit diesen Worten leitet Leo Amadeus Graf Henckel von Donnersmarck eine Sammlung von Brie⸗
.— “
sen der Brüder Friedrichs des Großen (der Prinzen Heinri August Wilhelm und 5 an die Großeltern des 84 ausgebers (Berlin F. neider & Co. 1877) ein. Die Kor⸗ respondenz, welche der Herausgeber zusammengestellt hat, bringt jedoch einzelne mitunter werthvolle Züge zur Anschauung, also Materialien, kein vollständiges Bild, — man vermißt bei den meisten den Zusammenhang der schreibenden Personen mit dem Schicksal ihrer großen und staatenbewegenden Zeit.“ Da die Mehr⸗ zahl der Briefe an eine weibliche Empfängerin gerichtet ist, so liegt es in der Natur der Sache, daß in denselben vorwiegend weib⸗ 85 und Familieninteressen zur Geltung kommen; denjenigen Lesern, welche hierfür ein Interesse haben, wird das elegant aus⸗ gestattete Büchlein willkommen sein. Die mitgetheilten Briefe sind in französischer Sprache abgefaßt.
Land⸗ und Forstwirthschaft. London, 14. Juni. Die amtliche „London Gazette“ meldet, daß seit dem 22. Mai kein Fall von Rinderpest in Großbritannien
mehr vorgekommen ist.
Washington, 15. Juni. (W. T. B.) Der Bericht des landwirthschaftlichen Bureaus über den Stand der Baum⸗ wollenernte konstatirt, daß der unter Anbau befindliche Boden um 4 % zugenommen hat. Der ganze unter Anbau befindliche Boden beträgt 12 Millionen Acres. Der Stand der Ernte ist schlechter als
im Juni der beiden letzten Jahre, aber besser als im Juni 1874. Gewerbe und Handel.
Die Jahresberichte der Fabrik⸗Inspektoren für das Jahr 1876 werden in der Kürze im Verlage von F. Kortkampf hierselbst im Druck erscheinen.
Leipzig, 15. Juni. (W. T. B.) Wollmarkt. Die Zu⸗ fuhren bestehen bis jetzt in 202 Wagen, die Wäschen sind im Allge⸗ meinen gut. Bei einem Preisabschlag von 3—5 Thlr. gegen voriges Jahr ziemlich flottes Geschäft. — Abends. Die gesammten Zufuhren betrugen 218 Wagen. Die Wäschen waren durchschnittlich gut. Auch am Nachmittage war lebhaftes Geschäft, gute Wollen erzielten 54— 56, mittlere 50 Thlr. Schlechte Wäschen waren vernachlässigt. Der Markt ist fast vollständig geräumt.
London, 15. Juni. (W. T. B.) Die amtliche „Gazette“ veröffentlicht eine Verfügung, durch welche das Verbot der Ein⸗ fuhr von frischem Fleisch aus Belgien und Deutschland wieder aufgehoben wird. 1
— Ueber Großbritanniens Handel im Mai d. J. theilt die „A. A. C“ folgende Daten mit: Im Ausfuhrwerth zeigt sich gegen Mai v. J. eine Zunahme von etwas über 2 %, aber gegen Mai 1875 eine Verminderung von 3 ¾ %, nämlich 17,461,139 Pfd. Sterl. gegen resp. 17,055,504 Pfd. Sterl. und 18,225,152 Pfd. Sterl. In den ersten fünf Monaten dieses Jahres betrug der Ausfuhrwerth 79,928,471 Pfd. Sterl. gegen 83,361,799 Pfd. Sterl. in 1876 und 91,507,221 Pfd. Sterl. in 1875, d. i. eine bezügliche Abnahme von 3 und 12 %. Unter den Artikeln, welche mit einer Zunahme in der Aus⸗ fuhr figuriren, befinden sich Waffen und Munition, Kupfer, Baumwoll⸗ fabrikate (8 %), Eisen und Stahl, Leinenstoffe und Seidenfabrikate. Kohlen haben quantitativ zugenommen, aber im Werthe abgenemmen. Die bedeutendste Abnahme in der Ausfuhr zeigen folgende Artikel: Kurzwaaren, Metallwaaren, Maschinen und Mühlenwerke, Wollen⸗ und Kammgarnstoffe. Die Einfuhr vergrößerte sich im Mai gegen den entsprechenden Monat der beiden vorhergehenden Jahre um 8 resp. 5 %, nämlich von 32,346,107 Pfd. Sterl. und 29,405,133 Pfd. Sterl. auf 34,647,682 Pfd. Sterl. In den ersten fünf Monaten betrug der Gesammtwerth der Einfuhr 165,638,033 Pfd. Sterl. gegen 156,760,720 Pfd. Sterl.“ in 1876 und 151,895,261 Pfd. Sterl. in 1875. Der Gesammtwerth des Getreideimports im Mai be⸗ trug 3,285,445 Pfd. Sterl. gegen 1,796,860 Pfd. Sterl. im Mai 1876. Der Import von Zucker, Thee, Kaffee und Petroleum ist ebenfalls beträchtlich gestiegen. “
Verkehrs⸗Anstalten. 11.6“
(N. Zürch. Ztg.) Der Berninapaß in den Alpen ist seit dem 11. Juni für Räderfuhrwerke geöffnet; der Albula⸗Paß soll bis zum 15. d. M. ebenfalls für Räderfuhrwerke offen sein.
London, 13. Juni. (A. A. C.) Die Direktoren der Direct United States Cable⸗Company (Limited) haben einen Spezialbericht veröffentlicht, in welchem sie anzeigen, daß sie be⸗ schlossen haben, die gegenwärtige Gesellschaft aufzulösen und eine neue unter demselben Namen zu bilden. Der Zweck dieser Auflösung ist lediglich der, die Anstoß gebenden Klauseln in den gegenwärtigen Statuten aufzuheben und das mit der Anglo⸗Amerikanischen Tele⸗ VI vereinbarte Betriebsabkommen wirkungsvoll zu machen.
New⸗York, 15. Juni. (W. T. B) Der Dampfer „Hol⸗ land“ von der National⸗Dampfschiffs⸗Compagnie (C. Messingsche Linie) ist heute hier eingetroffen.
Berlin, 16. Juni 1877. Auswanderung nach dem Staate New⸗York.
Der Bericht der Auswanderungsbehörde des Staates New⸗York für das Jahr 1876 ist soeben erschienen⸗ Aus demselben ergiebt sich, daß die Einwanderung in New⸗York im vergangenen Jahre wiederum sehr erheblich ab⸗ genommen hat. Während im Jahre 1873 266,818 und in den beiden folgenden Jahren 140,041 bezw. 84,560 Einwan⸗ derer gelandet wurden, ist die Zahl derselben im verflossenen Jahre auf 71,265 gesunken. 8 Die vorjährige Einwanderung ist noch unbedeutender als die der Jahre 1859 und 1858, in welchen Jahren 79,322 bezw. 78,589 Personen einwanderten. Unter den Einwan⸗ derern des vorigen Jahres befanden sich nach dem gedachten
Berichte 21,035 Deutsche, während im Jahre 1874 deren
40,302 und im Jahre 1875 25,559 im Hafen von New⸗York das Land betraten. 8
DDie deutsche Einwanderung, welche diese Stadt berührte, ist daher im Jahre 1876 geringer gewesen als jemals, da sie die bisher niedrigste Ziffer des Jahres 1875 nicht erreicht.
Was die anderen Nationalitäten anlangt, so hat sich bei den meisten derselben ebenfalls eine Abnahme der Einwan⸗ derung in den Staat New⸗York gezeigt. So wird Großbri⸗ tannien in dem Berichte der gedachten Behörde für 1875 noch mit 33,787 Personen erwähnt, während es in dem jetzt vor⸗ liegenden Berichte mit 24,452 aufgeführt ist.
Von den mit geringeren Zahlen betheiligten Nationalitäten sind zu erwähnen .
die Oesterreicher mit 4427 (gegen 4970 im Jahre 1875),
die Norweger mit 2114 (gegen 2602).
Die Zahl der im Jahre 1876 in New⸗York eingewanderten Schweden beläuft sich auf 3693 (gegen 3303 im Vorjahre), die der Russen auf 5636 (gegen 3123) und die der Italiener auf 2618 (gegen 2575).
Dr. Leonh. Auerbach hat so eben den 44. Jahresbericht über die unter dem Protektorat Sr. Kaiserlichen und König⸗ lichen Hoheit des Kronprinzen stehende Baruch Sdez2a h Waisen⸗Erziehungs⸗Anstalt für jüdische Knaben in Berlin veröffentlicht. Dieselbe wurde am 30. April 1833 mit der Auf⸗ nahme von 4 Waisen ohne alle Mittel eröffnet und zählte im abge⸗
enen Jahre 50 Zöglinge. Das Mädchen⸗Waisenhaus zählte in demselben Zeitraume 22 Zöglinge, so daß in beiden Anstalten aisen erzogen wurden. Von den Waisenknaben haben 10 im
Fgelaufenen Jahre die Anstalt verlassen. Als Ziel der Anstalt wird die Erlangung des Berechtigungs⸗Zeugnisses zum einjährigen freiwilligen Militärdienst, alfo die Füsrderm en einer höheren Lehr⸗ anstalt bis Ober⸗Sekunda festgehalten. m verflossenen Jahre
hat die Anstalt 11 Legate und Schenkungen erhalten. sind in derselben Zeit drei Familienstiftungen neu errichtet worden.
Der Dichter Friedrich Rückert, von Geburt ein Schwein⸗ furter, entbehrte bis jetzt noch eines würdigen Denkmals. In Neuses bei Coburg, wo er die letzten drei Jahrzehnte seines Lebens auf seinem idyllisch gelegenen Gütchen wohnte und auch im Januar 1866 verstarb, ist ihm ein solches, eine Porträtbüste auf Unterbau, errichtet worden. Zu Schweinfurt bezeichnet eine Reliefdarstellung dasjenige Gebäude (ein Eckhaus am Hauptmarkt), wo der Dichter geboren wurde. Es ist dort im erke, demselben ein würdiges Standbild zu errichten. Ein Comité ist in der Bildung be⸗ griffen und ein passender Platz bereits ermittelt. Der Stadtmagistrat hat einen solchen auf dem im vergangenen Jahre neu hergestellten Hauptmarkt (gegenüber dem Rathhause) eingeräumt.
Die unter dem Titel „Gesundheit, Zeitschrift für körper⸗ liches und geistiges Wohl“ von Professor C. Reclam in Leipzig herausgegebene Zeitschrift enthält in Nr 22 eine Mittheilung über Thee⸗ verfälschung, welcher wir Folgendes entnehmen: Die vor Kurzem in einem englischen Journal enthaltene Mittheilung, daß in den Zoll⸗ speichern der City von London große Mengen ungesunden Thees lagerten, hat den ärztlichen Gesundheitsbeamten der City, Dr. Saunders, veranlaßt, zur Feftstellung der Wahrheit dieser Angabe eine Untersuchung anzustellen. Dr. Saunders erhielt fünf Proben, und jede derselben wird als „ungesund, ge⸗ fälscht und untauglich für menschliche Nahrung“ geschildert. Eine Probe bestand aus der bekannten „Maloo⸗Mischung“, welche hauptsächlich von ausgesogenen, wiedergetrockneten Theeblättern bereitet wird; — eine zweite Probe bestand aus Theestaub, welchem verschiedene fremde Stoffe, wie Sand⸗ und Farbestoffe beigemischt waren; — eine dritte Probe, welche verdorben und faulig war, war mit Quarz, fremden Pflanzenstoffen und Metalltheilchen gefälscht; — die nächste, eine schmutzig aussehende Substanz, enthielt Steine von der Größe einer Erbse; — und die fünfte Probe stellte einen Theil einer Theeladung von dem vor 18 Monaten an der portugie⸗ sischen Küste gescheiterten Schiffe „Gordon Castle“ dar, die man ge⸗ rettet und wieder getrocknet hatte.
Die fünf von Dr. Saunders untersuchten Proben stellen nicht weniger als 1700 Kisten Thee dar. 5
Prof. Reclam hat kürzlich von einem deutschen Theehändler vier Proben verschiedener Theesorten gekauft und bei deren Untersuchung die Ueberzeugung gewonnen, daß alle vier ausgelaugt und wieder ge⸗ trocknet waren.
„London, 14. Juni. (A. A. C.) Von prächtigem Wetter be⸗ günstigt fand vorgestern in Ascot das erste der vom König Georg III. estifteten Pferderennen statt. Der Hof, repräsentirt durch den Feimen und die Prinzessin von Wales, den Fürsten und die Fürstin eck und den Prinz und die Prinzessin Christian von Schleswig⸗ Hee. erschien wie üblich in großer Gala. Die ptrennen des ages waren die um die „Prince of Wales Stakes“ und die „Ascot
8
Außerdem
Im ersteren siegte Mr. Mitchell⸗Jones' „Glen Arthur“; „Glen Arthur“ kam beim Die goldene Vase
Stakes.“ in letzterem Mr. Chety ynds „Chym“. Derby⸗Rennen als zweites Pferd am Pfosten an. der Königin gewann Lord Falmouths „Skylark“.
„Paris, 13. Juni. (Köln. Ztg.) Bei Moutiers en Taren⸗ taise in Savoyen wurde ein Dorf durch einen Bergsturz fast gänzlich zerstört. — “““ 8
„Im Woltersdorff⸗Theater war, wie man uns mit⸗ theilt, die gestrige Vorstellung des Volksstücks von Anzengruber, „Der ledige Hof“ trotz des schönen Wetters gut besucht, und findet das Stück stetig wachsenden Beifall.
— In Folge plötzlicher Erkrankung des Frl. de Bérard mußte die erste Aufführung des neuen Schwankes von C. Görlitz „Opern⸗ im Thalia⸗Theater um einige Tage hinausgeschoben werden.
— Am nächsten Mittwoch findet im Belle⸗Alliance⸗ Theater ein großes Volksfest statt, bestehend aus Garten⸗Concert (zwei Kopellen), Theater⸗Vorstellung („Steffen Langer aus Glogau“) und Illumination des Sommergartens. Die Direktion hat für diesen Tag “ halbe Kassenpreise (Entrée 30 ₰ u. s. w.) an⸗ gesetzt.
Bäder⸗Statistik.
Aachen bis zum 2. Juni..
Burtscheid bis zum 2. Juni.
Carl bad bis zum 6. Juni
Elmen bis zum 12. Juni.. . ““
Gbbv 81. e6.
Flinsberg bis zum 11. Juni . . . . ... Johannisbad in Böhmen bis zum 1. Juni.
Kihinmn bib zum . Inni Königsdorff⸗Jastrzemb bis zum 31. Mai ““ Marienborn bei Panschwitz bis zum 31. Mai.
Polzin bis zum 10. Juni . . “ tenhtt b m eea. webbeöö.n]; Töplitz⸗Schönau bis zum 7. Juni . . Wittekind bei Giebichenstein und Halle bis zum 8. Juni
Redacteur: F. Prehm.
“ Verlag der Expedition (Kessel]). Druck: W. Elsner.
Drei Beilagen (einschließlich Börsen⸗Beilage.)
8
Deutschen Reichs⸗A
11“ —
nzeiger
14
* Bei 1 a 8 und Königlich Preußif
Berlin, Sonnabend, den 16. Juni
2*
chen Staats⸗Anzeiger
1822.
“
—2
Staats⸗Anzeiger, das Central⸗Handelsregister und das Postblatt nimmt an: die Königliche Expedition des Drutschen Reichs-Anzeigers und Königlich Preußischen Staats-Anzrigers: Berlin, 8. W. Wilhelm⸗Straße Nr. 32.
ses nserate für den Deutschen Reichs⸗ u. Kgl. —
1 4. Verloosung,
1. Steckbriefe und Untarsuchungs-Sachen.
2. Subhastationen, Aufgebote, Vorladungen u. dergl.
3. Verkänfe, Verpachtungen, Submissionen etc.
Amortisation, Zinszahlung
u. 8. w. von öffentlichen Papieren.
Seffentlicher Anzeiger.
5. Industrielle Etablissements, Fabriken und
6. Verschiedene Bekanntmachungen. 7. Literarische Anzeigen. 8. Theater-Anzeigen.
9. Familien-KRachrichten.
Grosshandel.
In der Börsen-
beilage.
Inserate nehmen an: das Central⸗Annoncen⸗ Bureau der deutschen Zeitungen zu Berlin, Mohrenstraße Nr. 45, die Annoncen⸗Expeditionen des validendank“, Rudolf Mosse, Haaseustein H' Vogler, G. L. Daube & Co., E. Schlotte, Büttner & Winter, sowie alle übrigen größeren Annoncen⸗Bureaus. 1
Steckbriefe und Untersuchungs⸗Sachen.
ider den Schaje Abraham Cohn aus Kempen, —2 am 2. März 1852 und den Jacob Gruhn aus Kempen, geboren am 19. August 1852 zu Bal⸗ dowitz, Kreis Poln. Wartenberg, wird in olge der Anklage der Königlichen Staatsanwal chaft zu Ostrowo vom 11. Dezember 1876 und 30. März 1877 die Untersuchung wegen Verlassens des deutschen Reichgebicts ohne Erlaubniß und Verweilens außer⸗ halb desselben nach erreichtem militärpflichtigen Alter, sich dem Eintritt in den Dienst des stehenden
um nt 8 oder der Flotte zu entziehen, auf Grund des
140 des Reichs⸗Strafgesetzbuchs eingeleitet. Zur Verantwortung und zum öffentlichen mündlichen Verfahren ist ein Termia auf den 27.8 Augnst 1877, Vormittags 9 Uhr, in unserem Sitzungs⸗ saale Nr. 1 hierselbst anberaumt worden. Die obengenannten Angeklagten werden hierdurch mit der Aufforderung vorgeladen, in diesem Termine zur festgesetzten Stunde zu erscheinen und die zu ihrer Vertheidigung dienenden Beweismittel mit zur Stelle zu bringen oder solche dem Gerichte so zeitig vor dem Termine anzuzeigen, daß sie noch zu dem⸗ selben herbeigeschafft werden können. Im Falle des Ausbleibens wird mit der Untersuchung und Ent⸗ scheidung in contamaciam verfahren werden. Auch wird das Vermögen der Angeklagten zur Deckung der verwirkten Strafe bis 3000 ℳ und der Kosten des Verfahrens mit Beschlag belegt. Kempen, den 27. März 1877. Königliches Kreisgericht. I. Ab⸗
theilung.
Subhastationen, Aufgebote, Vor⸗ ladungen u. dergl.
18886] Oeffentliche Vorladung. Der Kaufmann Adolf Bader hierselbst hat in
der Wechselprozeßsache Litt. B. Nr. 720 de 1877 II. aus einem Sve- ihm auf den Stadtgerichts⸗Rath außer Diensten Adolf von Le Cog unterm 27. De⸗ zember 1876 gezogeren, am 27. März 1877 fällig gewesenen und von Letzterem acceptirten Prima⸗ Wechsel über 5000 ℳ gegen denselben die Wechsel⸗ klage erhoben.
Die Klage ist eingeleitet, und da der jetzige Auf⸗ enthalt des zuletzt hier wohnhaft gewesenen ꝛc. von
Le Cog unbekannt ist, so wird --Ieuen. g 3 8
fentlich aufgefordert, in dem zur K 8 mündlichen Verhandlung der Sache auf den 8. September 1877, Vormittags 11 Uhr, vor der unterzeichneten Gerichtsdeputation im Stadt⸗ gerichtsgebäude, Jüdenstraße Nr. 59, Zimmer Nr. 67,
anstehenden Termin pünktlich zu erscheinen, die
Klage zu beantworten, etwaige Zeugen mit zur Stelle zu bringen und Urkunden im Original ein⸗ zureichen, indem auf spätere Einreden, welche auf Thatsachen beruhen, keine Rücksicht genommen wer⸗ den kiceint der Beklagte zur bestimmten Stunde nicht, so werden die in der Klage angeführten That⸗ sachen und Urkunden auf den Antrag des Klägers In contumaciam für zugestanden und anerkannt er⸗ achtet, und was den Rechten nach daraus folgt, wird im Erkenntniß gegen den Beklagten ausgesprochen werden. 8 Berlin, den 8. Mai 1877. 1 b “ Königliches Stadtgericht. Erste Abtheilung für Civilsachen. Prozeß⸗Deputation II. . 8 ; h“ . Edictal⸗Citation.
ufmann Ferdinand Lorenz zu Berlin, vecse 8 den Kaufmann Louis Berlin, Alte Jakobstraße ir. 81 bei der Wittwe Melcher Fe N ber 1876 eine Injurienklage angestellt — . Nebemher, ⸗ Inj. — mit der Behaup⸗ habe in Seese. 3 8 vn 1d 76 dem Schlächter Unruh mitgetheilt, September 1876 dem S E“ z ist es vorbei, der kann seine Zahlungen nie
Auch dem Schlächter Herrmann Schütze der Verklagte um
dieselbe Zeit mitgetheilt, daß Lorenz Konkurs machen
Grünstraße 28, hat gegen oachimsthal, früher zu
Aktenzeichen L. 13 1877 tung, der Verklagte
Klã abe seine Zahlungen eingestell ügen, h . Schüt⸗ ebendaselbst geäußert:
leisten“. h. in Greifswald i. Pomm. habe
wolle.
Kläger hat beantragt: „den Verklagten zu Buße gegen denselben
Da der Aufenthalt des
zu erkennen.“
11 ¼¾ Uhr,“ vor hoch, Zimmer
weismittel anzugeben. Beim
werden. Berlin, den 7. Juni 1877.
MKönigliches Stadtgericht. Erste Abtheilung
für Civilsachen, Kommission für Injuriensachen.
Jäckel. “
* —
[32311. Aufgebot von Fundsachen.
Im Jahre 1876 sind folgende Sachen als gefun⸗
den bei uns abgeliefert:
1 Mai der Brandstätte der früher Zwei am 24. Mai auf der Hrandstätie dordboden
schnittene und angebrannte Strümpfe mit baar 291 Thlr. 5 Sgr.
dieser Gegenstände werden aufgefordert, ihre An⸗ zeichneten Gerichte spätestens in dem auf an hiesiger Gerichtsstelle anberaumten Termin an⸗
umelden 3 Figenthumsrechte für verlustig erklärt und mit dem
Zuschlage den gesetzlichen Bestimmungen fahren wird.
in verschiedenen Geldsorten. 1 Die unbekannten Verlierer und Eigenthümer
prüche auf dieselben resp. den Erlös bei dem unter⸗ den 19. Juli d. J., Mittags 12 Uhr, und nachzuweisen; widrigenfalls sie ihrer
gemäß ver⸗
Alt⸗Landsberg, den 29. März 1877. Königliche Kreisgerichts⸗Deputation
8—
Kruge zu Dammendorf nachstehendes Holz I. Be⸗
51 Rmtr. kief. Scheit, 63 Rmtr. kief. — 397 Rmtr. kief. Stöcke; II. Begang Chacobsee, Jagen 42, 61, 66: 89 Rmtr. eich. Schei
8 .
bestrafen und auf eine
Verklagten unbekannt ist, und so wird derselbe hierdurch öffentlich vorgeladen, in 600 Stück Kalbfell⸗Tornister mit Nadeln dem auf den „20. September 1877, Vormittags der e. Lv 1
öniglich g ise, Klosterstraße 76 1 Treppe Fenigchen 228 a4⸗ E“ b2n e r. zu 1.5 schei tworten und seine Be⸗ scheinen, die Klage zu bean Fsaseisenen fs Verklagten werden die vom Kläger behaupteten Thatsachen für zugestanden erachtet und was den
Rechten nach daraus folgt, gegen ihn ausgesprochen
verpflichtet, Kaution bis zu 10 % desselben zu deponiren.
Die Bekleidungs⸗Kommisston des
— 2 auf verschiedenen Bahnhöfen der Westfäli⸗ 8 schen Eisenbahn lagernden a Materialien, als: , 8 Wege der öffentlichen Lizitation verkauft
mentskammer trägt der Lieferant; guch ist derselbe auf Verlangen des Regiments eine des Werthobjekts in der Kasse
Königsberg, den 15. Juni 1877.
schen Ueenaben büegiments Nr. 3. 85 ipke
— Miajor und Präses. Westfälische Eisenbahn.
—
Schienen, Laschen ꝛc.
2. Ostpreußi⸗
Ilten eisernen Oberbau⸗ menenà sollen im suns einzusenden. werden.
Die Verkaufsbedingungen liegen in unserem Central⸗Bureau und auf den Stationen Warburg, Paderborn, Soest, Hamm, Münster, Rheine, Leer und Emden zur Einsicht aus, werden auch auf fran⸗ kirte an den Bureau⸗Vorsteher von Griesbach hier zu richtende Schreiben gegen Einsendung der Ko⸗ pialien ad 1 ℳ mitgetheilt. Offerten sind ver⸗ schlossen und mit der Aufschrift: „Submission auf Ankauf alter eiserner Oberbau⸗Materialien“ bis zu dem am 27. Juni cr., Vormittags 11 Uhr, in unserem Central⸗Bureau hier anstehenden Ter⸗ mine, in welchem dieselben in Gegenwart der etwa erschienenen Bieter eröffnet werden, portofrei an
Münster. Königliche Direetion.
Verkäufe, Verpachtungen⸗
1 Submissionen ꝛc.
.“ Fees 8 Es soll den 6. Juli 1877 im Henkelschen 16, 17, 25, 26, 35;3
Jagen 2 26, . Knüppel,
gang Theerofen,
t, 11 Rmtr. rich. Knüppel, 24 Rmtr. eich. Stöcke, 506 Rmtr. kief. Reisig II. in Stangen; III. Begang Dam⸗ Jagen 86: 211 Rmtr. eich. Scheit; IV. Begang Plan eide, Jagen 103: 172 Rmtr. kief. Reisig II. in Stangen, im Wege der Lizi⸗ tation öffentlich an den Meistbietenden gegen gleich baare Bezahlung verkauft werden, wozu Kauf⸗ lustige an dem gedachten Tage auf Ort und Stelle Vormittags um 10 Uhr hiermit eingeladen werden. Dammendorf, den 10. Juni 1877. Der Ober⸗ förster. Beermann
[5310] Bekanntmachung.
Die Lieferung von .“ 150 M. ord. Hintermauerungssteinen zu dem Neubau des Generalstabs⸗Gebäudes am Königsplatz soll im Wege der Submission ver⸗ dungen werden. Die Bedingungen sind in unserem Geschäftslokale, Michaelskirchplatz 17, einzusehen und sind versiegelte Offerten nebst Proben von den Steinen — bis zum 25. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, daselbst einzureichen. .— 8 Berlin, den 14. Juni 1877. (àCto. 150/6.)
Kgl. Garnison⸗Verwaltung.
5236 Haunoversche Staatsbahn. 8 Submission wegen Anfertigung und Lieferung von: 8 3 100 Stück Pelzen für das Zugbegleitungsper⸗ sonal, 1” 30 Stück Pelzröcken für Lokomotivführer 100 Stück Düffelröcken für Lokomotivheizer, 80 Stück Düffelröcken für Rangirer, 120 Stück Pelzmützen. Termin: Freitag, den 29. Juni 1877, Vormittags 10 Uhr, im betriebstechnischen Bureau der Königlichen Eisen⸗ bahn⸗Direktion. Bedingungen sind ebendaher zu be⸗ ziehen. ““ Hannover, den 7. Juni 1877 . Königliche Eisenbahn⸗Direktion “ Betriebstechnisches Bureau.
1515901 Hannoversche Staatsbahn. 8 Submission auf Anfertigung des eisernen Ueberbaues für die Unterführung der Vahrenwalder Straße auf Bahn⸗ hof Hannover, umfassend ca. 112,000 Kilogr. Eisen. in: 1 den 28. Juni, Vormittags 11 Uhr, im Büreau des Eisenhahn⸗Baumeisters Blanck hierselbst, wo Bedingungen ꝛc. ausliegen, auch zum Preise von 1 ℳ pro Exemplar käuflich zu haben sind. Hannover, den 31. Mai ““ 3 . Königliche Eisenbahn⸗Direktion.
Bekanntmachung.
zu beschaffen. Die Lieferung qu⸗ ber cr. ausgeführt sein.
ben zu Grunde gelegt.
Offerten mit der Aufschrift: Ausrüstungs⸗Stücke“ kleidungs⸗Kommission franco einzureichen.
Nach Oeffnung der eingegangenen Prüfung der Proben, welche am
Auftra Aeftr güich das Regiment vorbehält,
werden.
2 werden von genanntem Tage ab:
Das 2. Ostpreußische Grenadier⸗Regiment Nr. 3 hat 4410 Paar wildlederne Unteroffizier⸗ Hanschuhe mit Knöpfen, im Preise von 2,25 ℳ pro Paar,
qu. Stücke muß bis zum 1. Okto⸗ Der Abnahme werden die neuesten zur Zeit bekannten kriegsministeriellen Pro⸗
ie Lief ten 1 Fabrikanten, welche die Lieferung der gedach G ücke zu übernehmen wünschen, werden ersucht, ihre 8 5 Sfücten 1 „Submission auf “ nebst besiegelten Proben
bis zum 29. Juni cr. an die unterzeichnete Be⸗
Offerten und in —
30. Inne — 1 8 idungs⸗Kommission erfolgt, wird der EE28 cis Bino Santo
derche e dessen 8 „ Malvaster weiß
sofort über⸗
tragen und mit demselben ein Contract geschlossen
Die Kosten dieser Bekanntmachung und des Con⸗ und Emballagen⸗
Deutsche
Grundcreditbank in Gotha.
die am 1. Juli 1877 fälligen Zinscoupons unserer unkündbaren Pfandbriefe, nämlich: die Coupons Nr. 16 der 50 %oigen Prämien⸗Pfandbriefe Abtheilung I.
13 „ 82 10 „ „ 2 *
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9
in Berlin bei der
und IIIa, IIb.
Pfandbriefe Abiheilung 1j
449scigen G 4 . Berliner Handels⸗Gesellschaft,
in Breslau bei dem Schlesischen Bankverein, 8 1 bei den Ruffer & Comp.,
in Bonn bei Herrn Jonas
Cahn,
Coburg bei den Herren Schraidt & Hoffmann, Cöln 2 den Herren Deichmann & Comp.,
Dessau bei Herrn J. H.
Cohn,
Dresden bei den Herren George Meusel & Comp., Erfurt bei Herrn Adolph Stürcke,
Frankfurt a. Hamburg bei der Hannover
M. bei der Norddeutschen Bank, bei der Vereinsbank Hannover,
Deutschen Vereinsbank,
in Lönigaberg i. Pr. bei den Herren J. Simon Wwe. &
in Leipz in „
in Got kostenfrei eingelöst. Gotha, den 14. Juni 1877.
von Holtzendorff.
bei der Leipziger Bank, bei den derres 8 u in Magdeburg bei den Herren Dinge om 5 aha bei unserer Bauk⸗Hauptkasse
1
Deutsche Grunderedit⸗Bank.
Landsky. R. Frieboes.
[4355]
Eisen⸗ und Fichtennadelbad.
Verpflegung im alten und neuen Bade
Besitzer Apotheker F. G.
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