8 4
8 Beilage 8 5 1 in Deutschen Reichs⸗Anzeiger und Königlich Preußischen Anzeiger. 1877.
192. 8 Berlin, Freitag den 17. August
— ☛ In uüre werden bis auf Weiteres außer den gerichtlichen Bekanntmachungen über Eintragungen und Löschungen in den Handels, Zeichen⸗ u. Musterregistern, sowie über Konkurse veröffentlicht
jg Kass Stifter Joachim ver Jieglene, 9. 8 2) die Tarif⸗ und Fahrplan⸗Veränderungen der deutschen Eisenbah 1 8 die icht der Hanpi⸗Visenbahn⸗Verbübungen Berlins, Lewziger Kassenverein. e EE“ Falle 2. 8 — 4) die Uehersich der bestehenden Postdampfschiff⸗Verbindungen mit transatlantischen Ländern 88 9 kurrirt wird, un V Fall Der Inhalt dieser Beilage, in welcher auch die im §. 6 des Gesetzes über den Markenschutz, vom 30. November 1874, sowie die in dem Gesetz, betreffend das Urheberrecht an Mustern und
sofern hierauf rekurrirt wird, 8 m n er solchen Verwandtschaft 1 allt dieser Beilage, in e des Gee 7 5 11“ . en vom 11. Januar 1876, und die im Patentgesetz vom 25. Mai 1877 vorgeschriebenen Bekanntmachungen veröffentlicht werden, erscheint auch in einem besonderen Blatt unter dem Titel
s n an: das Central⸗Annonven⸗ — itungen zu Berlin, Mohrenstraße Nr. 45, die Annoncen⸗Expeditionen des
8 idendank“, Rudolf Mosse, Haasenstein
G. L. Daube & Co.,
& Winter, sowie alle übrigen ar n Annoncen⸗Bureans.
Inserate für den Deutschen Reichs⸗ n. Kgl. Preuß. Staats⸗Anzeiger, das Central⸗Handelsregister und das Postblatt nimmt an: die Königliche Expedition des Beutschen Reichs-Anzrigers und Königlich Staats-Anzrigers: Berlin, 8. WM. Wilhelm⸗Straße Nr. 32.
1. Steckbriefe und Untersuch d Grosshandel. — 2. 94 — Aufgebote, Vorladungen 6. Verschiedene Bekanntmachungen.
. Submissionenete. 7. Literarische Anzeigen. 3. Verxanfs, Verpachtangean. 2nb ianaazlung F. Tbeater-Amveigen.
Papieren. 9. Familien-Nachrichten.
(722l Cölnische Privat⸗Banf.
No.
—
beilage.
1 In der Börsen-
erkäufe, Verpachtungen, Submissionen 1ꝛc.
[17079)
Für die unterzeichnete eiserne Blöcke werden.
Lieferungsofferten sind schrift: „Submission au schütztaljenblöcken ꝛc.“ Mittags 12 Behörde anberau
Anträge gegen
nebst den näheren Bedarfsanga tur der Kaiserlichen Werft zur
Bekanntmachung. für Geschütztaljen Uhr, im
Die 2—
Kiel, den 9. August 1877.
Kaiserliche Werft.
Werft sollen 290
220 .
versiegelt mit der Auf⸗ f Lieferung von Ge⸗ bis zu dem am 31. d. Mts., Bureau der unterzeichneten mten Termine einzureichen. welche auf der 8 schriftlich mitgetheilt werden, liegen von ℳ 0,0 abschriftlich mitg E“ Einsicht aus
Stück beschafft
ofreie ühren
[711¹] Metallbestand
Wochen⸗Ausweise der deutschen
Zettelbanken.
Status am 15. Actirva.
Reichskassenscheine u“ Noten anderer Banken. Wechselbestand . . . . Lombardforderungen Effekten⸗Bestand Sonstige Actira. . .
Passiva.
Grundkapital . . .. ee müglich fällige Verbindlich⸗
Verzinsliche
keiten “ Depesiten⸗Kapitalien
Sonstige Passiva Eventuelle Verbindlichkeiten aus wei⸗
8—
Uebersicht der Provinzial „Aktien⸗Bank des
[7109] Posen
S
ℳ 283,300, Wechsel G bardfo “ ℳ 843,650, Sonstige Fr 8 379,600, 1 2 2 undk ita ℳ 7 9„ 52, 78 96 Umda Noten ℳ 2,398,100, Sonstige täglich fällige Verbindlichkeiten ℳ 64,720. Senf Eeö. gebundene Verbindlichkeiten ℳ 1,141,840. Sonstige 4 ℳ 35,160. ande zahlb
[7115
Metallbestand
Wechsel
ter begebenen, im Inlande fälligen
roßherzogthums 88 158 August 1877.
Activa: .. Fe ssenscheine ℳ 2 „ Noten 21n ℳ 5,144,550,
fonds ℳ 722,170, Umlaufende
Weiter begebene, im In Die Direktion.
Uebersicht
Activa.
Reichs⸗Kassenscheine Noten anderer Banken
Effecten “
Sonstige Activa
Grundkapital. Reserrefonds. . Spezial⸗Reservefonds. Umlaufende Noten .. Sonstige täglich fällige Verbind⸗ ͤ““ Sonstige Passirwa .. Event. Verbindlichkeiten aus weiter begebenen, im Inlande zahlbaren Wechseln ..
Magdeburg, den 15. August 1
Stand der Frankfurter Bauk am 15. August 1877.
[7110]
Cassa⸗Bestand:
Reichs⸗Kassen⸗ schei
1
Noten
Activa.
anderer
Vorschüsse gegen Unterpfänder des Reserve⸗Fonds Sonstige Activa inkl. der ichsbank
Darlehen an den Staat (Art. 76 der
Statuten).. eeE. Eingezahltes Actien⸗Capita
FenesFenes Umlauf Täglich fällige Verbindlichkeiten- An ein
Verbiadlichkeiken
. 8 32 2* 2. 2
8ö Einlefung gelangte Guldennoten (
Schuldscheine).
8 ühesban Shesel kereger 2
uuer Ziegler.
anziger Privat⸗Actien⸗Bank. 8 1 8 August 1877.
ℳ
ℳ 3,000,000
Metallbestand ℳ 912,780, anderer Bo Lombardforde⸗
are Wechscl
der Magdeburger Privatbank.
ℳ*
877.
ℳ 6,194,100. —. 780,100. — Banken.. 1,079,500. —.
ne . 1146,2. . der Frankfurter Bank H. Andreae.
0 JI 1e922 171
269,100
Metallbestand einschl. Einlösungs⸗ “ Bestand Bestand Bestand Bestand Bestand Bestand
Grundkapital... . Reservefonds . . . . . . . Betrag der umlaufenden Noten . Sonstige täglich fällige Verbindlich⸗ An eine Kündigungsfrist geb Verbindlichkeiten .. . . Sonstige Passiva b Eventuelle Verbindlichkeiten aus weiter begebenen, im Inlande zahlbaren Wechseln ℳ 478,9,0. Cöln, den 16. August 1877.
Uebersicht vom 15. August 1877. Activa. 8
um Reichskassenscheinen.. 8 Roten anderer Banken
an Wechseln .. an Lombardforderungen an Effekten.. an sonstigen Aktiren. Passiva.
undene
—oU
Die Direktion.
5] Bank für
Stand am
Süddeutschland. 15. August 1877.
8,863,648 879,940 248,528 373,005
750,000 2,333,800
800,594 4,254,710 243,614
136,431
Meichs⸗ Banken
Reserve⸗
1,018,557 21,000 454,700 5,164,514 861,470 47,873 108,015
3,000,000 600,000
18,802 2,607,600 19,273
1,056,030 243,526
709,027
2,377,000 652,900
„ 166,200
. in⸗
Casse:
7. Immobilien
III.
14b, 4 1 V. Nicht präsentirte Noten in alter
VI. VII.
VIII Eventuelle
gegebenen,
Aet
1) Coursfähiges deutsches Geld 2) Beichskassenscheine.. 3) Noten anderer deutscher Banken Gesammter Kassenbestand Bestand an Wechseln Lombardforderungen Eigene Effecten
ℳ 2
5,057,200 22 19,210 —
272,900 —
5,349,310 22 16.818,695 38 2,081,780 — 5,728.202 33
433.146 34 2.424,143 22⁷ 52835 277 54
i v a.
JSonstige Activa
Passiva.
Actienca pital
Reservefonds 1
Unkostenfonds und Immobilien- Amortisations-Fonds
Mark-Noten in Umlauf..
15,672,300 — 1461,121 06
102.043 62
Währung Taäglich fällige Guthaben Az Kündigungsfrist gebundene
Guthaben..
Diverse Passiva
im Inland zahlbaren
28
Status der Chemnitzer Stadtbank
in Chemnitz am 15. August 1877 Aetiva.
Bestand an Noten an⸗ derer Banken „ 204,200.—. 8
2) Bestand an Wechseln.. 5
3 Bestand an Lombardforde⸗ rungen.
4) Be and an Effekten.
5) Bestand an sonstigen tiven.
At- Passiva. 6) Das Grundkapital .. . ℳ 7) Der Reservefonds . . . 8) Der Betrag der umlaufen⸗ den Roten 9) Die sonstigen täglich fälligen zfeii Die an eine Kündigung Meitenen Berbtäblich⸗
assiven
191 nstigen die so
iter begebene 3
Fnlande zahlbare Wechsc ℳ 295,190
[7108] Stand
Rostocker Bauk.
Bank am 15. August 1877. Aetiva. Metallbestand . ... Reichskassenscheine .. 2. Noten anderer Banken.. 1“ egasee “ 11
.ℳ
8 9 . . . 8 2. .
im Inlande üIbaren Wechseln 125,164 ℳ.
12.830,500 —
8 119,492 14 1,067,610 91
Verbindlichkeiten aus zum Incasso 1 Fechseln
71
Sonstige Kassen⸗Bestände Bestand an Wechseln
Das “
Der Reservefond .. Der Betrag der umlaufenden Noten Die sonstigen täglich fälligen Ver⸗
Die an eine Kündigungsfrist ge⸗
D
Metallbestand. . . Beichskassenscheine.. Noten anderer Banken. Sonstige Kassenbestände Wechselbestand Lembardforderungen. 6 Efekten des Res-rvefonds. Täglich fällige Guthaben Sonstige Activa . . Grusniksgfink.. Reservefonds . “ Banknoten im Umlauf Sonstige täglich fällige Verbind- An eine Kündigungsfrist gebun-
Sonstige Passir a . Präeludirte Thalernoten. 8,100.
Event.
510,000.—.
„ 3,003,363. 62. . 80,870. 18. Incasso gesandte, im
1,384,36 — * 12
g iwwa . . „ . 8 82 2. ,2* 2 Seestige Pesgrehzmgüchkeiten aus weiter begebenen,
äfts⸗Uebersicht vom 15. August 1877. Geschäfts⸗Uebersicht vo 1
14 8 Ualbestand 111“ 1994 Bestand an
çCoemmerz-Bank in Lübeck. [7112] status am 15. August 1877.
Reichskassenscheinen Noten anderer Banken
„ Lomhbardforderungen
„ 16-8
„ sonstigen Aktiven Passiva.
9
9 9 9 2 9 2
bindlichkeiten (Giro⸗Kreditoren)
bundenen “ ie sonstigen Passiven . „ 1 Slüter nee im Inlande zahlbare Wechsel: ℳ 683,236. 15.
Die Direktion des Leipziger sassenvereins.
144,831. 10
Aetiva.
6,025. 125,700. 7,608. 3,593,732. 115,327. 30 642,433. 55 — „ 1,025,467. „ 503,335. 58 ℳ 2,400,000. — 30,000. — 953,700. —
„1,095,772. 47
Passiva.
lichkeiten... 8
dene Verbindlichkeiten „ veen; 8*
Verbindlichkeiten aus weiterbegebenen, im Inlande zahlbaren Wechseln.
Bremer Bank.
Uebersicht vom 15. August 1877.
ℳ 151 049. 47
[7113]
Metallbestand. Reichskassenscheine. 8 Noten anderer Banken. Gesammt⸗Kassenbestand.. Sülo⸗Conto b. d. Reichsbank „ Z1ö1““ ““ 8 6 ö11“ 5,7 Debitoren . 8 335,788. Immobilien & Mobilien 8 300,000.
8 Passiva: 8 ℳ 16,607,000. 757,018. 5,018,300.
152,460.
17,209,359. 59,462.
Aetiva
82 —₰½
1 ℳ
44½
10
3,370,884. 375,769.
00— Aæ—
SI .. 6.-. .
Grundkapital
““ . Notenumlauf ... Sonstige, täglich fällige Ver⸗ bindlichkeiten... An Kündigungsfrist gebun⸗ dene Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten aus weiter begebenen nach dem 15. Aug. fälligen Wechseln.
Der Director:
Ad. Renken.
507,343.
Dreier,
Proc.
[7095]
Bank)). Wechsel-Bestan anweisungen Anlage in Lom Geschäften. Laufende Rechnun häusern gemäss Art. 2 sub 8
ein Nachwens darfber, L. oder väterliche Vorfahren kommunal landtagsfähigen Rittergute in der Oberlausitz ansäßig sind oder e. ööb und Landesälteste des Markgrafthums r 1es Antheils.
v. Seydewitz.
des Statuts.
ℳ 492.381. 58 Anlage
in Hypotheken-Dar- lehns-Geschäften in Kommunal-Dar lehns-Geschäften. .. e in Werthpapieren, ge- mäss Art. 2 sub 8 des Statuts
daß der Bewerberin Vater einem kommunal⸗
August 1877.
Sberlausitz Preußischen
Preussische Central- Bodenkredit-Aktiengesellscha Status am 31. Juli 18772. Aetiva: Cassa-Bestand (inel. Giro-Goet- haben bei der Eeichs-Haupt-
d und Schatz-
279,496. 05. 2,818,086. 29. 438 532. 65.
ℳ
bard-Darlehns-
g mit Bank-
1 390 428. 52. 143,515,180. 88. 2,755,604 82.
Grundstöücks-Conto . . . . Central-Pfandbrief-Zi sen-
Verschiedene
Conto... noch
nicht abgehoben „ 8
ℳ 3,155,070. 31.
10,509. 35.
Activa
Passivas
Eingezahltes Aktien-Kapital ℳ Emittirte 4 ½ prozent. kündb.
kündigt) ..
Emittirte 5 prozent. unkündb. Central-Pfandbriefe.
Smittirte 4 ½ proz. Central-Pfandbriefe 2 Depots gemäss Art. 2 sub 7 des Statuts (mit Einschluss des Checkverkehrs) .
Reservefondsconto
Verschiedene Bekanntmachungen.
[7122] Bekanntmachung. Von den stiftsberechtigten
reußischen Oberlausitz wird auf nächsten dies
Homn Lemn
Adel verliehen. Die Gesuche um dasselbe der Nichtberüdsichtigung
sind
gende Beweisstücke beigefügt sein: das AMgan zum Nachweise des B“
8 3] guih
des Wohnorts darüber, daß die Bewerberin
weise, daß dieselbe von altem Ade
ie entweder 16 Ahnen je 8 ununterbrochene Reihe ehelicher
bereits im Jahre 1 neten oder ebenso
Oberlausitz eine
tafel)
tafel
e ☛ 2 ff tigten Vorfahren (welche S e ün ü8 barcch wwe⸗ bekannte dem alten Ad von zwei dergleichen Kavalieren auf Gewissen auszustellende Zeugniss der ürftigkeit und die Unbes in in gleicher Art zu vor
den Gr
werberin; ein in
se choltenheit der Be⸗ beglaubigender Aus⸗ allen anderen B
Ständen der Königlich
eitigen Kommunallandtage ein von Zieglersches Stifts⸗Stipendium für Fräuleins von altem
zur Vermeidung bis zum 8 Oktober d. J.
4 1 zeichneten einzureichen, und müssen bei dem Unterzeichne z zwölsten Lebensjahres, ein Attest des evangelichen Geistlichen
der Aktiva und Pafsive der Rastocer evangelischen Konfession angehört, ferner zum Nach⸗ I ist, d. b. daß
e. gr. ite ha äterlicher Sei urch eine 1s. Ses nene v 7 2.—1 von einem 667 zum deutschen Adel gerech⸗ väterlicher Seits von einem Vor⸗ fahren direkt und ehelich abstammt, welcher in der als stiftsberechtigt anerkannt worden ist, oder ein Stammbaum (Ahnen⸗ oder ein auf den erforderlichen Stammbaum stütztes Attest über Abstammung von e belchen
el
in obigem Sinne angehörige Ka
ad
e⸗
[7121]
Juli
Central-Pfandbriefe . . . Emittirte 5proz. kündbare Cen- tral-Pfandbriefe (zur Rück- zahlung am 1. Oktober 1873 Seitens der Gesellschaft ge-
1877 .. 186ööö
unkün db. 59,194,250. —.
2,050,937. 67. 486,666. 85.
Hrpotheken- und Communal- P.e wau5 Krns und Verwal- tungsgebühren-Conto Verschiedene Passirvna —
1.319 247. 50. Nℳ 158,341,193. 02.
Berlin, den 31. Juli 1877. Die Direktion. v. Philipsborn. 1
Bossart. Herrwaen.
Thüringische Eisenbahn. Einnahme bis ultimo Juli 1877. im Personen⸗
in Summa:
im Güter⸗
Verkehr: Verkehr:
A. Stammbahn: ℳ
ℳ 641,442 777,666 717,416 795,820
daher weaiger
75,974 18,154
18
bis vlt. Iuli 1877 2 63
055,941 5,671,868 8,727.809
7
1877
Juli 87 1876
daher weniger 170,294 423,56. i „Arnstädter Zweigbahn. B. Dietendorf E Zeig
23,568 593,862
14,423 7,041 16,722
daher wen
iger 1,449
850 2,299
bis ult. Juli
1877 1876
47,911
37,789 11 50,156
33,713
Juli
2 „ E *deaher weriger
mehr 3 0. Gotha⸗Leinefelder 85 11
1876.
2 4,076 n8.
—
5,830 46,736
32,127
27,760
daher weniger — mehr
1,106
4,367
It. Juli
280,170
343,345
1876 162,546
Juli
daher mehr
weniger
D. Gera⸗Eichichter
1822.. 3 1876..
4,061 — 63,175 weigbahn.
55,371
—
daher mehr
460 7,509
bis ult. Juli
1877 175,168 391,231 570,399
1876 178,391 358,267
536,658
daher
behaltlich späterer August 1877.
mehr 777 322,964 Feststellung.
Die Direktion.
Redacteur: F. Prehm.
B rlin:
weis über die, den Vorzug
werberinnen begründende, Verwandtschaft mit dem
(einschließlich Bötse
Verlag der Expedition (Kes se⸗). Druck
: W. Elsner.
Zwei Beilagen Beilage).
Central⸗Handels⸗Register
Das Central⸗Handels⸗Register für das Deutsche Reich kann durch alle Post⸗Anstalten, lin, W., Mauerstraße 63 — 65, und alle Buchhandlungen, für
durch Car: Heymanns Verlag,
sowie
Berlin auch durch die Expedition: SW., Wilbelmstraße 32, bezogen werden.
für das
Das Central⸗Handels⸗Register für das 9 mengl,g ℳ 50 „ 4*
Patente.
Patent⸗Anmeldungen. Die nachfolgend Genannten haben die Ertheilung eines Patentes für die daneben angegebenen Gegen⸗ stände nachgesucht. Ihre Anmeldung hat die ange⸗ gebene Nummer erhalten. Der Gegenstand der An⸗ meldung ist einstweilen gegen unbefugte Benutzung geschützt.
Nr. 93. Hr. Leo Lammertz zu Aachen. Gegenstand: „Nähnadelstampfmaschine“. desrechtlich patentirt. 3
Nr. 122. Hr. Romberg, Architekt, zu Berlin. Gegenstand: „Kachelofen mit Ventilation und verbesserter Anlage des Feuerkastens..
Nr. 399. Hr. C. Loeffler zu Mannheim. Gegenstand: „Eiserner Zimmerofen eigenthüm⸗
licher Konstruktion“. 2
Kaiserliches Patent⸗Amt. [7132]
reußen. Königliches Ministerium für Handel, Gewerbe ndöffentliche Arbeiten.
Das dem Tischlermeister Joh. Rottkamp zu M. Gladbach unter dem 9. September 1875 ertheilte Patent
auf eine Maschine zum Aussägen der Löcher an
Schlüsselschildchen, soweit solche für neu und
eigenthümlich erachtet ist, und ohne Jemand in
der Anwendung bekannter Theile zu behindern, ist aufgehoben.
Durch Erkenntniß des Königlichen Ober⸗Verwal⸗ tungsgerichts vom 30. Juni d. J. ist das dem Mechaniker Karl Nockler zu Halle a. S. unterm 1. November v. J. ertheilte Patent
auf eine Lehre in der durch Zeichnung, Beschrei⸗
bung und Modell nachgewiesenen Weise, aufgehoben.
Lan⸗
Das den Herren Demeuse⸗Houget & Co. in Aachen unter dem 3. Februar 1876 ertheilte Patent auf einen Klettenwolf W“ ist aufgehoben. 1.““
Das den Herren Jacob & Becker (Maschinen⸗ Geschäft) zu Leipzig unter dem 3. Mai 1876 er⸗ theilte Patent
auf eine Straßenreinigungsmaschine zum Zusam⸗
menziehen des Kehrichts in Haufen, in der durch
Zeichnung und Beschreibung nachgewiesenen Zu⸗
sammensetzung, ohne Jemand in der Benutzung
bekannter Theile zu beschränken, 1.“ ist aufgehoben.
Das dem Kaufmann und Fabrikanten Eduard Lippelt zu Meerane im Königreich Sachsen unter dem 11. April 1876 ertheilte Patent auf einen durch Modell und Beschreibung erläu⸗ terten Perlwebestuhl, soweit derselbe als neu und eigenthüͤmlich erkannt ist und ohne Jemanden in der Anwendung bekannter Theile zu beschränken, ist aufgehoben. Das dem Herrn R. Fischer in Prag unter dem 5. Februar 1876 ertheilte Patent „auf einen Leuchtgaszünder ist aufgehoben. 8
g Flußschiff⸗
Erkenntniß des
ichs⸗ r⸗Handelsgerichts, II. Senats,
2. Juni 1877 im Sinne des Handelsgesetzbuchs hrer und Kaufmann zu betrachten.
Der Jahresbericht der Handelskammer zu Nordhausen für 1876 bemerkt über das dortige Branntweingeschäft, daß sich das Jahr 1876 für Brennereien nicht besonders günstig gestaltet habe. Die Preise bewegten sich das Jahr hindurch mit Ausnahme nur kurzer Perioden auf niedrigem Niveau, doch hätten die für das Geschäft ungemein ungünstigen langen Lieferungsabschlüsse zufolge der denselben nicht förderlichen Konjunkturen abgenom⸗ men und wäre nur zu wünschen, daß sie für die Folge ganz vermieden werden könnten. Die Ab⸗ schlüsse fielen dadurch meistens zum Nachtheil der Verkäufer, also der Brennereien aus, daß diese F8 teren sich selbstverständlich decken müßten, wenn sie Spektulationen vermeiden wollen, wohingegen die Ab⸗ nehmer im Fall einer für sie ungünstigen Preisgestal⸗ tung nur zu oft sich nicht an den Preis für gebunden erachteten, oder doch wenigstens mit Infragestellung einer weiteren Geschäftsverbindung Nachlaß vom Abschlußpreise verlangen. Die schon seit Jahren gehegten Wünsche, Gemäßdifferenzen beim Verkauf des Branntweins, genau wie sie sich auch im ganzen Spiritusgeschäft geltend machen, durch Berechnung nach Gewicht zu vermeiden, näherten sich ihrer Er⸗ füllung durch das Seitens des Hunberath in Aussicht gestellte Gesetz. Nicht zu bezweifeln sei es, daß sämmtliche Brennereien sich sofort und gern dieser Berechnungsweise anschließen und unter sich in Bezug auf den Modus resp. einen bestimmten Gewichtssatz bald eine Einigung erzielen würden. An das dortige Königliche Haupt⸗Steueramt wur⸗ den von 66 Brennereien 173,298 ℳ Steuer entrichtet. Die Brennsteuer für Spiritus betrug in der Fabrik zu Heringen 68,657 ℳ, und in der Fabrik zu Wolk⸗ ramshausen 40,648 ℳ Beim dortigen Königlichen
Hau pt⸗Steueramt wurden 8341 ℳ Boniffkation er⸗ hoben, wovon 7874 ℳ auf Nordhausen sich verrech⸗ nen. In 4 Brennereien in Nordhausen wurde Preß⸗
efe fabrizirt. — Betreffs der Bierfabrikation emerkt der Bericht, daß in 19 dortigen Brauereien 30,309 Ctr. Braumalzschrot mit 60,618 ℳ zur Ver⸗ steuerung kamen und 71,156 Hektoliter Bier produ⸗ zirt wurden. Die Brauereien in Sangerhausen ver⸗ arbeiteten 7653,22 Ctr. Braumalz und zahlten dafür 15,334 ℳ Steuer. Die Dampf⸗Bierbrauerei in Kelbra produzirte 27,000 Hektoliter Bier und zahlte für 14,001 Ctr. Braumalz 28,002 ℳ Steuer. Die Malzfabriken erzielten einen ähnlichen Umsatz wie im Vorjahre, der Versandt nach andern Orten war nicht größer. — Ueber die Tabaksfabrikation führt der Bericht an, daß für 16,329 Ctr. Tabaks⸗ blätter über Bremen, Hamburg, Holland ꝛc. daselbst eingeführt, 195,948 ℳ Eingangszoll am dortigen Königlichen Haupt⸗Steueramt entrichtet wurden. Zum Versandt hier kamen 7280 Ctr. Rauchtabak inkl. Rippen, 12,700 Ctr. Kautabak, 705 Ctr. Schnupftabak, 24,600 Mille Cigarren. In 10 dortigen Etablisse⸗ ments wurden 995 Arbeiter beiderlei Geschlechts be⸗ schäftigt. — In der Umgegend von Sangerhausen waren 563 Ar mit Tabak bepflanzt und dafür 397 ℳ aufgekommen. — Bei dem Kapitel Müh⸗ lenfabrikate theilt der Bericht mit, daß die im dortigen Bezirk vorhandenen Mahlmühlen vorzugs⸗ weise Beschäftigung für den Bedarf innerhalb des Bezirks und der nächsten Umgegend gehabt. Da die Wasserkräfte der Mühlen weder durch Frost und Dürre, noch durch Hochwasser andauernd gehemmt oder beschränkt waren, so konnten die Werke diesen Bedarf vollständig befriedigen, ohne immer beschäf⸗ tigt zu sein. Einfuhr von Mehl aus entfern⸗ teren Orten, wie solche in den Vor⸗ jahren mehrfach in bedeutenderen Mengen vor⸗ kam, fand im Jahre 1876 nur in beschränktem Maße statt. Die Ausfuhr von Mühlenfabrikaten nach anderen Gegenden war gering. — Ueber die Zuckerfabrikation werden folgende Angaben gemacht: Während der letzten Kampagne sind von der Zuckerfabrik in Heringen 240,615 Ctr. Rüben mit 192,492 ℳ, Wolkramshausen 213 835 Etr. Rüben mit 171,068 ℳ, Aumühle 206,900 Ctr. Rüben mit 165,520 ℳ, Roßla 230,934 Ctr. Rüben mit 184,747 ℳ, Wallhausen 261,786 Ctr. Rüben mit 2909,428 ℳ, Oberröblingen 309,012 Ctr. Rüben mit 247,209 ℳ, Artern 490,900 Ctr. Rüben mit 392,720 ℳ versteuert. Der Preis für Rohzucker stieg nach und nach von 32 auf 43 ℳ pro Ctr. — Der Bericht enthält dann an betreffender Stelle folgende Daten über den Geschäftsumfang des gewerb⸗ lichen Schiedsgerichts in Nordhausen: Es waren im verflossenen Jahre 43 Streitsachen an⸗ hängig gemacht, davon wurden 22 durch Spruch, 14 durch Vergleich, 5 durch frustrirte Termine, 1 durch Rücknahme beendet und 1 zur gerichtlichen Ent⸗ scheidung verwiesen. Von den 43 Sachen betrafen 10 das Verlassen der Arbeit Seitens der Arbeiter ohne vorherige Kündigung, 12 das Entlassen von Arbei⸗ tern Seitens der Arbeitgeber ohne vorherige Kün⸗ igung, 9 das Verlassen der Lehre Seitens der Lehr⸗ linge vor Ablauf der Lehrzeit, 6 Lohnforderung, 2 Wiederverweigerung der Annahme in Arbeit und 4 gegenseitige Forderungen.
Der Jahresbericht der Handelskammer zu Cassel für 1876 bemerkt über die Wander⸗ lager und Waarenauktionen, daß die Han⸗ delskammer die von der Königlichen Regierung vor⸗ gelegten Fragen, Wanderlager und Waarenauktionen betreffend, dahin beantwortet habe, daß für das kaufende Publikum keinerlei Vortheile durch die Wanderlager erwüchsen, vielmehr eher das Gegentheil anzunehmen wäre. Wenn es auch schwer halte, direkte Beweise dafür beizubringen, da die Käufer das Unvortheil⸗ hafte ihres Kaufes selten eingeständen, so liege es doch in der Natur dieses Gewerbebetriebes, daß die Grundsätze der Reellität, welche ein am Platze an⸗ sässiger Kaufmann seiner Kundschaft gegenüber be⸗ folgen müsse, demselben nicht beiwohnen könnten. Auf eine dauernde Kundschaft und guten Ruf der Firma, welche letztere oft fingirt sei, komme es den Inhabern der Wanderlager häufig weniger an, als auf Realisation möglichst roßer Waarenmenge. Die Handelskammer spricht ie Ansicht aus, daß eine Beschränkung besonders durch strengere Durchführung der einschlägigen Para⸗ raphen der Gewerbeordnung herbeigeführt werden önne. Auch müßten die Inhaber der Wanderlager unbedingt den Vorschriften des Handelsgesetzbuches, in Bezu en Fe un einer Firma, unterworfen werden, ebenso die jedesmalige polizeiliche Anmeldung bei Eröffnung des Lagers unter allen Umständen zur Herbeiführung strengster Kontrole geboten sein. Eine dem Umfange des Geschäfts angemessene Gewerbe⸗ steuer und Auferlegung einer Kommunalsteuer in jeder Stadt, in welcher verkauft wird, könne gleich⸗ falls als Mittel zur Beschränkung angesehen wer⸗ den. — Um eine Uebereinstimmung in den Notirungen der Fonds⸗ und Produkten⸗ börse an den verschiedenen Plätzen Deutschlands herbeizuführen, hat die Handelskammer wie in den Jahren 1871 und 1873 in einer erneuerten Eingabe an den — auch in diesem Jahre diese Angelegenheit wieder in Anregung gebracht. Es bleibe wohl zu wünschen, bemerkt der Bericht, daß neben den großen Werken der Einigung,
welche in den letzten Jahren im Handel und Ver⸗
kehr in Deutschland ausgeführt sind, auch die Hin⸗ wegräumung dieser störenden Merschiedeaheiten in den Preisnotirungen als Frucht gemeinsamer Thätig⸗ keit zu verzeichnen sei. Durch eine Konferenz von Delegirten der bedeutenderen Börsenplätze dürften wohl diese Differenzen zum allgemeinen Nutzen auf die zweckmäßigste Weise aus der Welt geschafft werden können. — Betreffs der Frage der Regelung des Zahlungsverfahrens und der Verjährungs⸗ frist erließ die Kammer im November v. J. in Gemeinschaft mit dem Handels⸗ und Gewerbe⸗ verein, dem Kaufmännischen Verein und dem Verein selbständiger Handwerker und Fabrikanten daselbst ein Rundschreiben, betreffs Abkürzung der Verjäh⸗ rungsfristen, welches an alle ähnlichen Korpora⸗ tionen und Vereine Deutschlands versandt wurde; Folge dessen wurde dort eine „Kasseler freie Ver⸗ einigung für Baarzahlung“ gebildet, der ca. 1300 Geschäftsleute und Privaten beitraten. — Auf die von dem Handels⸗Minister an die Handelskammer gerichtete Anfrage wegen Abkürzung der Verjährungs⸗ fristen hat die Kammer sich dahin ausgesprochen, daß die Ausnahmestellung der aus dem kaufmännischen und Ge⸗ werbebetrieb resultirenden Forderungen auch fernerhin beibehalten bleiben möge, nur sei die bisherige 30 jährige Verjährungsfrist auf 10 Jahre herabzumindern, um solche mit dem Art. 33 des A. D. H.⸗G.⸗B. in Einklang zu bringen, welcher bestimmt, daß die kaufmännischen Bücher nur zehn Jahre, vom Datum des letzten Eintrags gerechnet, aufzubewahren sind. In Betreff der Schuldverhältnisse des täg⸗ lichen Verkehrs aus Forderungen, welche durch den Konsum entstanden find, erachtet es die Handels⸗ kammer für wünschenswerth, eine einjährige Ver⸗ jährungsfrist einzuführen, dergestalt, daß die in dem einen Jahre entstandenen Forderungen mit dem letzten Dezember des nachfolgenden Jahres als ver⸗ jährt anzusehen sind. Zwar seien am dortigen Platze, und selbst im Schooße der Handelskammer, Stimmen laut geworden für eine noch kürzere Verjäh⸗ rungsfrist, und eine erhebliche Minorität der Kammer hatte sich dahin ausgesprochen, eine einjährige Verjäh⸗ rungsfrist dergestalt einzuführen, daß die in dem einen Quartal des Jahres kontrahirten Konsumschulden mit Ablauf des letzten Tages des entsprechendern
Quartals im folgenden Jahre als verjährt zu be⸗ trachten seien; die Majorität hat es indessen für räthlicher gehalten, keine allzuschroffe Maßregel zu schaffen, durch die besonders die Landwirthschaft, die unter mehrjährigen Mißernten litt, sehr hart be⸗ troffen werden dürfte. Die Kammer glaubt durch eine kurze Verjährungsfrist besonders auf eine Regel⸗ mäßigkeit in der Rechnungsstellung der kleineren Kaufleute hinwirken zu können, denen sich die Hand⸗ werker wohl anschließen dürften, sobald sie das Vor⸗ theilhafte dieses Verfahrens bestätigt finden. — In das Zeichenregister des dortigen Kreisgerichtes sind, wie der Bericht erwähnt, bis jetzt 133 Zeichen eingetragen worden. Diese Zeicheneintragungen wurden indessen nur von 10 Firmen veranlaßt, die im überwiegenden Theile der Tabaksbranche ange⸗ hören. Von einer einzigen Firma rühren allein 77 Eintragungen her. — Betreffs der Eintragungen in das Handelsregister wird bemerkt, daß auch im Jahre 1876 wieder 21 Firmen dem Kreis⸗ gericht namhaft gemacht werden mußten, die der Verpflichtung, sich in das Firmenregister eintragen zu lassen, nicht nachgekommen waren. Die Auf⸗ stellung der Wahlliste zur Handelskammer biete regelmäßigen Anlaß zur Kontrole der Eintragungen. — Das neue Tarifsystem giebt dem Berichte zu der Bemerkung Veranlassung, daß man im All⸗ gemeinen die Einführung des Systems unbedingt als einen Fortschritt begrüßen müsse und wohl er⸗ warten könne, daß dasselbe durch die größere Ueber⸗ sichtlichkeit und Vereinfachung der Tarife besonders zur Hebung und Belebung des Großhandels wohl⸗ thätig einwirken wird. Wenn auch der Uebergang vom alten System in das neue zunächst zu einiger Unzufriedenheit führen und Opfer kosten dürfte, so glaubt die Handelskammer doch, daß man sich bald
in das System hineinleben und dessen Vorzüge an⸗ erkennen werde. 1“
v“ Zur Reform des Zahlungsverfahrens äußert sich der Jahresbericht der Handelskam⸗ mer zu Darmstadt für 1876 wie folgt: „Die Mittel zur Hebung der wirthschaftlichen Krisis, in welcher wir uns seit vier Jahren befinden, und das damit verbundene Siechthum von Handel und Ge⸗ werbe sind in der letzten Zeit vielfaltig der Gegen⸗ stand eingehender Erörterung und Untersuchung ge⸗ wesen. Ueberall gewahren wir ernste Bestrebungen, die Erkenntniß der Schäden, an welchen unser wirthschaftliches Leben leidet, zu fördern, und mit den zu Gebote stehenden Mitteln Handel und Ge⸗ werbe neu zu beleben. Als eine Hauptschädigung des kaufmännischen und gewerblichen Lebens gilt das heutige Borgver⸗ fahren in unserem Kleinverkehr, welches seine Rück⸗ äußerung übt auf den Großverkehr und von diesem 8 . Verkehr mit dem Fabrikanten oder auf die
üstrie.
Das Bestreben, an die Stelle dieses Borgver⸗ fahrens im Kleinverkehr, welches ein Zahlziel nicht kennt, ein Kreditsystem zu setzen und somit eine durchgreifende Reform unserer Kreditverhältnisse zu bewirken, wird als hervorragendes Mittel zur An⸗
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kosten 20
2 à. —
————— besteht, so ist doch noch niemals so ernstlich und allgemein, wie in der Gegenwart, ein gemeinsames Handeln der Gewerb⸗ und Handeltreibenden gefor⸗ dert worden, ebenso hat sich die öffentliche Meinung noch niemals in dem jetzigen Maße der Kreditfrage bemächtigt und zu keiner Zeit haben die Organe für Handel und Gewerbe die Mißstände des Borgver⸗ ahrens so entschieden als verderbenbringend bekämpft wie jetzt. So sind auch bei der hiesigen Handels⸗ kammer eine ganze Reihe von Schriftstücken und Kundgebungen eingegangen, welche sich theils ein⸗ gehend mit der Frage selbst beschäftigen, theils die vorbereitenden Schritte mittheilen, welche von ein⸗ zelnen Handelskammern oder Handelsvereinen zur Herbeiführung eines Kreditsystems geschehen sind.
Durch die ganze Behandlung der Frage ziehen zwei Ansichten: die eine will eine Prämie für die Baarzahlung, also Rabatt und vierteljähriges Rech⸗ nungsausschreiben, die andere stellt als Grund⸗ bedingung fest; vierteljährigen Kredit und bei Nicht⸗ zahlung das Zuschreiben von Verzugszinsen.
Gewichtige Stimmen auch unter den Handel⸗ und Gewerbtreibenden unseres Bezirkes haben sich für die Prämie bei Baarzahlung ausgesprochen. Wird sie noch unterstützt durch Ausschreiben der Rechnungen in S. kurzen Terminen, Bestimmung des
ahlziels auf der Rechnung und namentlich durch
erabsetzung der Verjährungsfrist, so dürfte eine eilsame Wendung für unsere Kreditverhältnisse ein⸗ treten und sich aus unserem seitherigen Borgver⸗ fahren ein gesundes Kreditsystem entwickeln.
Wir konnten daher nur unsere Uebereinstimmung mit der Behandlung der Frage von Seiten des hie⸗ sigen Lokalgewerbvereins und des Handelsvereins aussprechen, und suchten sie dadurch zu unterstützen, daß wir den Ausschuß des Deutschen Handelstags veranlaßten, zu erwägen, ob und in welchem Maße in dem nenen buͤrgerlichen Gesetzbuche die Verjäh Fenehcst. auf einen geringeren Zeitraum herabzu etzen sei.
Handels⸗Register.
Die Handelsregistereinträge aus dem Königreich Sachsen, dem Königreich Württemberg und dem roßherzogthum Hessen werden Dienstags bezw. Sonnabends (Württemberg) unter der Rubri Leipzig resp. Stuttgart und Darmstadt ver⸗ öffentlicht, die beiden ersteren wöchentlich die letz⸗ teren monatlich.
Allstedt. Bekanntmachung.
In Gemäßheit Beschlusses vom heutigen Tage ist heute zu der Fol. 46 unseres Handelsregisters ein getragenen Firma:
üuckerfabrik Oldisleben, eingetragene
Genossenschaft, bemerkt worden:
Der Ober⸗Amtmann Karl Kleemann zu Cannawurf ist aus dem Vorstand ausgeschieden und an dessen Stelle der Amtmann August Hübner zu Braunsroda Mitglied des Vorstan⸗ es geworden.
Allstedt, den 15. August 1877.
Großherzoglich Sächsisches Justizamt.
ttom. Kind.
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Apolda. “ Laut Beschlusses vom heutigen Tage Fol. 148 Bd. I.
des hiesigen Handelsregisters die von der Firma: A. Leutloff zu Niederroßla 8 dem Richard Gustav Eisengräber daselbst ertheilte
Prokura gelöscht worden.
Apolda, den 28. Juli 1877. Großherzogl. Sächs. Justizamt.
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Apolda. Bekanntmachung. Laut Beschlusses vom 25. d. Mts. ist in d Handelsregister der unterzeichneten Behörde Fol. 518 Bd. II.
Fr. Ulrich zu Apolda und als deren Inhaber der Glockengießer Franz Wilhelm Ulrich daselbst eingetragen worden. Apolda, den 28. Juli 1877. Großherzogl. Sächs. Justizamt. b R. Pabst, V
die Firma:
Arnsberg. Bekanntmachung. Der Kaufmann H. W. Kahler in Arnsberg, der frühere Inhaber der unter Nr. 6 des Firmenregisters eingetragenen Firma H. W. Kahler, welcher mit seiner Ehefrau Julie, geborne Hasenclever, in cle⸗ visch⸗-märkischer Gütergemeinschaft gelebt hat, ist verstorben. Seine Kinder und Erben: a. Amanda, b. Mathilde, c. Hermine Kahler, betreiben mit ihrer Mutter das Geschäft gemein⸗ efthc weiter, da die Auseinandersetzung nicht be⸗ iebt ist.
Die Firma ist deshalb unter Nr. 6 des Firmen⸗ registers gelöscht und unter Nr. 54 des Gesellschafts⸗ registers die Firma: 1“
H. W. Kahler *
schäftslage angesehen.
bahnung einer günstigeren Gef 3 — Obgleich dieses Bestreben nicht erst seit der Krisis
8—
von Neuem eingetr 8 Die Geschwister schäfts.,