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Berlin, 13. September 1877.
Das Programm für die am 16. d. M. stattfindende Feier der Grundsteinlegung für das Nationaldenk⸗ mal auf dem Niederwald lautet, wie folgt: 3
„Se. Majestät der Kaiser und König werden bei der Ankunft im Bahnhofe zu Aßmannshausen, Vormittags 11 ½ Uhr, von den Spitzen der Behörden empfangen.
Se. Majestät und die Allerhöchstdieselben begleitenden E nebst Gefolge besteigen die bereitstehenden
agen und fahren durch Aßmannshausen auf den Nieder⸗ wald. Dort melden sich der Ober⸗Forstmeister und die an⸗ wesenden Forstbeamten.
Bei der Ankunft auf dem Festplatze — um 12 Uhr Mit⸗ tags — werden Se. Majestät von dem Vorsitzenden des ge⸗ schäftsführenden Ausschusses, Ober⸗Präsidenten Grafen zu Eulenburg und den Mitgliedern des Ausschusses begrüßt und geruhen in dem Kaiserpavillon Platz zu nehmen. Die Musik intonirt die Nationalhymne, und es wird ein Vers derselben von der ganzen Versammlung mitgesungen.
Darauf legt der Vorsitzende des Ausschusses die Urkunde, welche in den Grundstein versenkt werden soll, zur Aller⸗ höchsten Vollziehung vor. Die anwesenden Fürstlichkeiten und deren Gefolge, sowie die übrigen Ehrengäste unterzeichnen gleichfalls die Urkunde.
Es folgt die Vorstellung der Mitglieder des großen Denk⸗ mals⸗Comités und der Künstler: Professor Schilling und Professor Weißbach aus Dresden.
Der Vorsitzende des Ausschusses hält die Festrede und bittet Se. Majestät, die Hammerschläge zu vollziehen.
Bei diesem Weiheakte ertönen Kanonenschüsse, die Glocken der umliegenden Ortschaften beginnen zu läuten, die Musik intonirt die „Wacht am Rhein“, und die Festversammlung stimmt ein.
Während des e,eae. vollziehen die anwesenden Fürst⸗ lichkeiten, deren Gefolge, die Ehrengäste, die Mitglieder des Comites und des geschaftsfuhrenden Ausschusses, sowie die Künstler die Hammerschläge.
Nach dem Schlusse der Feier fahren Se. Majestät nebst Hoher Begleitung nach Rüdesheim und werden daselbst von der Bürgerschaft der Stadt Rüdesheim empfangen.
Nach dem Frühstück in der Rheinhalle erfolgt die Abreise Sr. Majestät vom Bahnhofe zu Rüdesheim um 1 ¼ Uhr Nach⸗ mittags.
Die Festgenossen versammeln sich zu einem Diner um 2 ½ Uhr im „Hotel Jung“ 2 Rüdesheim. 8
Die bei der Feier betheiligten Vereine veranstalten Fest bei dem Forsthause.“ 8 “ 8
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Leipzig, 9. September. (Allg. Ztg.) Am heutigen Tage hat sich hier ein „Deutscher Verein für geistige Arbeit“ gebil⸗ det, dessen Zweck die Förderung von Literatur, Kunst und Wissen⸗ schaft, wie überhaupt der geistigen Kultur in allen Ländern deutscher Zunge auf dem Grunde der Bekämpfung des Materialismus bilden soll, insofern der Materialismus den idealen Bestrebungen und Er⸗ rungenschaften der Nation hinderlich oder verderblich sich erweist. Der Hauptsib des Vereins, der für das erste Jahr den Stiftsrath Dr. Beyer zu seinem Präsidenten erwählt hat, und dessen Organ die „Literarische Correspondenz“ sein soll, bleibt in Leipzig, doch foll der Ort der Jahresversammlungen wechseln. Zu Deputirten für Süd⸗ deutschland wurden Herm. Lingg in München und Schmidt⸗Weissen⸗ fels in Stuttgart erwählt.
London, 11. September. (E. C.) Die im vorigen 86 im Museum zu South Kensington veranstaltete Ausstellung wissenschaftlicher Apparate fand hier bekanntlich großen Anklang, so daß bald der Gedanke ausgesprochen ward, aus den⸗ jenigen Instrumenten, deren Eigenthümer in cinen Verkauf willigten oder dieselben ferner darleihen wollten, sowie aus einer Anzahl ge⸗ er Apparate eine dauernde Sammlung zu bilden. Der Be⸗ hätigung dieses Gedankens stellten sich nur einige rein formelle Hindernisse entgegen, die indeß nunmehr aus dem Wege geräumt sind, so daß die Sammlung jetzt dem Publikum zugänglich ist. Unter den von der Museumsverwaltung erworbenen Gegenständen befinden sich: Cohns Apparat zur Beobachtung des Wachsthums von Pflanzen; Voits Axparat zur Untersuchung der von kleinen Thieren ausgeath⸗ meten Luftarten; Dubois⸗Reymonds astatischer Magnet und Lippmanns Capillar⸗Elektrometer. Eine Reihe von James Watt angefertigter Modelle zu Dampfmaschinen und anderer Vorrichtungen wurde der Verwaltung zum Geschenk gemacht. Von verschiedenen anderen ge⸗ schichtlich merkwürdigen Instrumenten wurden mit Erlaubniß der Eigenthümer Nachbildungen verfertigt, so z. B. von Otto von Gue⸗ ricke's Luftpumpe und den Magdeburger Halbkugeln, von Janssens erstem Mikroskop, von Baron Schillings im Jahre 1830 erfundenen Nadeltelegraph, Lavoisiers Wärmemesser und Ampere’'s Strom⸗ beobachtungs⸗Apparat. 1ö1“ “
Stockholm, 9. September. (H. C.) Nach Abschluß der Universitätsfestlichkeiten in Upsa la wurde gestern von einer Anzahl Festtheilnehmer ein Ausflug nach Dannemora unternommen. Abends gab der König den fremden Gästen und den Deputirten des Studentencorps und der Universitäten ein Souper. Der Schloß⸗ garten war glänzend illuminirt.
Einer der beiden „die Nadeln der Kleopatra“ genannten Obelisken am Meeresufer zu Alexandria soll bekanntlich nach London geschafft und dort aufgestellt werden. Es wurde zu seiner Abholung ein eigenes Schiff gebaut, welches denselben, cinem Telegramm der „Times“ zufolge, am 7. d. M. an Bord nahm.
Am 7. d. M. sind, dem „Bund“ zufolge, bei Zermatt bei der Besteigung des Lyskamm zwei Engländer, Lewis und aterson, mit ihren drei Führern, Gebrüder Knubel, durch den 5 orstenen Firn in den Abgrund gestürzt und alle fünf sofort todt geblieben. S
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London, 13. September. (W. T. B.) Gestern hat bei Portland ein Zusammenstoß der Schiffe „Avalanche“ und „Forest“ stattgefunden. Ersteres befand sich auf der Reise nach Neu⸗Sceland und letzteres auf der Reise nach Sandyhook. Beide Fahrzeuge sind untergegangen. Man weiß nicht, wie viele Personen um das Leben gekommen sind.
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In dem XXXIV. Heft der Publikationen des Königlichen statistischen Bureaus in Berlin veröffenklicht Professor H. W. Dove die Re⸗ sultate der von dem Königlichen meterologischen Institute und seinen Stationen angestellten Beobachtungen über das monatliche Mittel für Druck, Temperatur, Feuchtigkeit und Niederschläge und fünftägige Wärmemittel während des Jahres 1876. Betreffs des meterologischen Institutes werden im Vorwort folgende Mittheilungen gemacht. Mit Ende des Jahres 1877 sind seit Grün⸗ dung des meteorologischen Instituts 30 Jahre verflossen. Im Jahre 1848 zählte dasselbe 27 Stationen, von denen jetzt noch 20 bestehen. Dagegen hat das Institut nach und nach mehr und mehr Stationen gewonnen, und außerdem r. von mehreren Orten demselben die Monatsresultate der daselbst angestellten Beobachtungen zu, so daß in der diesjährigen Publikation die Berbachtungsresultate von 168 Stationen verösfentlicht werden konnten. Von denselben senden 1) 100 Stationen allmonatlich Tabellen mit täglich dreimal angestellten Beobachtungen ein. 2) Von 61 Stationen — 7 im Königreich Bayern, 24 im Königreich Sachsen, 11 im Königreich Württemberg, 15 im Großherzogthum Baden und 4 einzeln gelegen — erhält das Institut die monatlichen Hauptresultate. 3) Außerdem sencen noch 7 Stationen Beobachtungen über die Menge der Niederschläge ein.
In der dann folgenden Darstellung ist eine Uebersicht des Ma- terials gegeben, welches bei dem meteorologischen Institute seit sei- nem fast 30jährigen Bestehen angesammelt worden ist, und es entt. hält dieselbe: I. Die noch jetzt thätigen Stationen, welche Monatse⸗ tabellen und zum Theil auch Jahrestabellen einsenden. II. Die Stationen, von denen das meteorologische Institut nur Uebersichten der Monatsresultate enthält. III. Die Regenstationen, welche alla8 monatlich ihre Beobachtungen einsenden. IV. Eingegangene, zur Zeiit nicht mehr thätige Stationen. 1.
Jeder der jetzt noch thätigen Stationen ist die nördliche geographische Breite, die östliche geographische Länge von Greenwich und die See- höhe beigefügt. Es folgt dann die Zeit, während welcher Beobachtungs⸗-⸗ tabellen eingeliefert wurden mit dem Namen der Beobachter. Die Kontrolle der Instrumente geschah durch jährliche Bereisung einer Anzahl Stationen von Seiten des Professors H. W. Dove, des Leiters des meteorologischen Instituts; im Jahre 1876, wo derselbe durch Krankheit verhindert war, übernahm an seiner Stelle der Pro- fessor Dr. Arndt die Revision der nordöstlichen Stationen.
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üb nserate für den Deutschen Reichs⸗ u. Kgl. Preuß. Staats⸗Anzeiger, das Central⸗Handelsregister und das Postblatt nimmt an: die Königliche Expedition des Deutschen Reichs⸗-Anzeigers und Königlich Preußischen Staats-Anzrigers: Berlin, S. W. Wilhelm⸗Straße Nr. 32.
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1. Steckbriefe und Untersuchungs-Sachen. 2. Subhastationen, Aufgebote, Vorladungen u. dergl.
3. 4. Verloosung, V g u. s. w. von öffentlichen Papieren. 9. Familien-Nachrichten.
Deffentlicher Anzeiger.
Industrielle Etablissements, und Gresshandel.
Amortisation, Zinszahlung
5. 6. Verschiedene Bekanntmachungen. Verkäufe, Verpachtungen, Submissionen etc. 7. Literarische Anzeigen. 8. Theater-Anzeigen. In der Börsen- beilage.
Inserate nehmen an: das Central⸗Annoncen⸗ Bureau der deutschen Zeitungen zu Berlin,
Fabrike Mohrenstraße Nr. 45, die Annoncen⸗Expeditionen des
„Invalidendank“, Rudolf Mosse, Haasenstein
&. Vogler, G. L. Daube & Co., E. Schlotte,
Büttuer & Winter, sowie alle übrigen größeren Annoncen⸗Bureaus.
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Bekanntmachung.
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Die nach Maßgabe der Submissionsbedingungen
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Anzeiger und Königlich
Berlin, Donnerstag, den 13. September
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Preußischen Staats-Anzeigers: Berlin, 8. W. Wilhelm⸗Straße Nr. 32.
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Inserate für den Deutschen Reichs⸗ u. Kgl. Preuß. Staats⸗Anzeiger, das Central⸗Handelsregister und das Postblatt nimmt an: die Königliche Expedition
des Zeutschen Reichs⸗-Anzrigers und Königlich
1 Deffentlicher Anzeiger
1. Steckbriefe und Untersuchungs-Sachen. 2. ꝙ— „Aufgebote, Vorladungen u. dergl.
4. Verloosung, Amortisation, Zinszahlung 21 u. s. w. von öffentlichen Papieren.
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3. Verkäufe, Verpachtungen, Submissionen ete.
Preußischen Staats⸗Anzeiger.
1877
5. Industrielle Etablissemen ĩ nd Grosshandel. See enen
6. Verschiedene Bekanntmachungen. 1“
7. Literarische Anzeigen. I
8. Theater-Anzeigen. In der Börsen-
9. Familien-Nachrichten. — beilage. 2
Inserate nehmen an: das Annoncen⸗ Central⸗An u⸗ Meehes. — — Annoncen „Juvalidendan udolf Mosse
K Vogler, G. L. Daube & Ee⸗ E“Tanbene Büttner & Winter, sowie alle übrigen größeren
deutschen Zeitungen zu Berlin, „Expeditionen des
Annoncen⸗Bureaus.
Subhastationen, Aufgebote, Vor⸗
ladungen u. dergl. “
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17770] Subhastations⸗Patent.
Das dem Kaufmann Julius Oestreich zu Berlin
gehörige, in Weißensee bei Berlin belegene, im Grundbuch
von Weißensee Band XIV. Blatt Nr. 385 verzeichnete Grundstück nebst Zubehör soll
den 26. Oktober 1877, Vormittags 10 ½ Uhr,
an hiesiger — Zimmerstraße 25, Zimmer
Nr. 24, im Wege der nothwendigen Subhastation öffentlich an den Meistbietenden versteigert, und demnächst das Urtheil über die Ertheilung des
Zuschlags 8
den 30. Oktober 1877, Mittags 12 Uhr,
ebendaselbst verkündet werden.
Das zu versteigernde Grundstück ist zur Grund⸗
steuer bei einem derselben unterliegenden Gesammt⸗
Flächenmaß von 5 Ar 63 Qu.⸗Mtr. mit einem
8* einertrag von 1 ℳ 77 ₰ und zur Gebäudesteuer mit einem jährlichen Nutzungswerth von 4560 ℳ für das Steuerjahr 1879/80 veranlagt.
Auszug aus der Steuerrolle und beglaubigte Ab⸗ schrift des Grundbuchblattes, ingleichen etwaige Ab⸗ schätzungen, andere das Grundstück betreffende Nach⸗
weisungen und besondere Kaufbedingungen sind in
unserm Bureau V. A. 3 einzusehen. Alle Diejenigen, welche Eigenthums⸗ oder ander⸗ weite, zur Wirksamkeit gegen Dritte der Eintragung
Iin das Grundbuch bedürfende, aber nicht eingetra⸗ gene Realrechte geltend zu machen haben, werden aaaufgefordert, dieselben zur Vermeidung der Präklu⸗
sion spätestens im Versteigerungstermin anzumelden. Berrlin, den 21. Juli 1877. Königliches Kreisgericht. Der Subhastations⸗Richter.
17796. Subhastations⸗Patent.
Das dem Lieutenant a. D. Grafen Hans Carl von Strachwitz zu Görlitz, früher der Aktiengesell⸗ schaft „Allgemeine Bau⸗ und Handelsbank“ zu Ber⸗ lin gehörige, auf der Feldmark Rosenthal be⸗ legene, im Grundbuch von Rosenthal Band III. Bl. Nr. 71 verzeichnete Grundstück nebst Zubehör
soll
den 23. November 1877, Vormittags 11 ½ Uhr, an hiesiger Gerichtsstelle, Zimmerstr. 25, Zim⸗ mer 24, im Wege der nothwendigen Subhastation öffentlich an den Meistbietenden versteigert, und demnächst das Urtheil über die Ertheilung des
baut, mithin nicht, wie im Patente vom 10. Juli 1877 angegeben, zur Gebäudesteuer, sondern zur Grundsteuer mit einem Reinertrag von 3 ℳ 24 ₰ e
Berlin, den 5. September 1877. Königliches Kreisgericht. 8 Der Subhastations⸗Richter.
2 2* 17822]1 Subhastations⸗Patent. (Versteigerung im Wege der nothwendigen Subhastation.) Das dem Gutsbesitzer Emil Carl Franz Wil⸗ helm Johann von Lübtow gehörige, im Stolper Kreise belegene 8
Rittergut Bochowke soll im Wege der nothwendigen Subhastation am 27. November 1877, Vormittags 11 Uhr, an ordentlicher Gerichtsstelle vor dem unterzeichneten Subhastations⸗Richter versteigert werden.
Das Gesammtmaß der der Grundsteuer unter⸗ liegenden Flächen ist 270 Hektare 04 Ar 70 Q.⸗Mtr.
Der Reinertrag und Nutzungswerth, nach welchem das Grundstück zur Grund⸗ und Gebäudesteuer ver⸗ anlagt worden fft beträgt:
Grundsteuer⸗Reinertrag. 986 ℳ 10 ₰ Gebäudesteuer⸗Nutzungswerth 378 ℳ — ₰
Alle Diejenigen, welche Eigenthums⸗ oder ander⸗ weitige, zur Wirksamkeit gegen Dritte der Eintragung in das Grundbuch bedürfende, aber nicht eingetragene Realrechte geltend zu machen haben, müssen dieselben zur Vermeidung der Präklusion spätestens im Ver⸗ steigerungstermine anmelden.
„Der Auszug aus der Steuerrolle, sowie beglau⸗ bigte Abschrift des Grundbuchblatts, können in un⸗ serem Bureau Nr. IV b. in den gewöhnlichen Dienst⸗ stunden eingesehen werden.
Das Urtheil über die Ertheilung des Zuschlags wird am 29. November 1877, Vormittags 10 Uhr, von dem unterzeichneten Subhastations⸗Richter ver⸗ kündet werden.
Lauenburg i. Pom., den 6. September 1877.
Königliches Kreisgericht Der Subhastations⸗Richter
[78250 Bekanntmachung.
Der Büchsenmachermeister Johann Friedrich Thesing hat in seinem am 3. Juli c. eröffneten Testamente seine Söhne Carl Friedrich und Johann
Steckbriefs⸗Erneuerung. Der gegen den Hand⸗ lungslehrling Gustav Luxenburg wegen wieder⸗ holten Diebstahls in den Akten L. 365 de 1877 unterm 25. Juli d. Js. erlassene Steckbrief wird hierdurch erneuert. Berlin, den 11. September 1877. Königliches Stadtgericht, Abtheilung für Untersuchungssachen. Kommission II. für Vorunter⸗ suchungen. Beschreibung. Alter: 18 Jahre, Ge⸗ burtsort: Warschau, Größe: 167 Centimeter, Haare: braun, Augen: braun, Kinn: spitz, Nase: lang und
ebogen, Mund: gewöhnlich, Gesichtsbildung: oval,
esichtsfarbe: blaß, Zähne: vollständig und gesund, Gestalt: schlank, Sprache: deutsch und russisch, beson⸗ dere Kennzeichen: Narbe auf der Nase.
Oeffentliche Vorladung. Gegen die nach⸗ stehenden militärpflichtigen Kantonisten 1) Carl Magystrzok aus Alt⸗Vorwerk Mangschütz, geboren den 12. Juli 1853, 2) Eduard Rosenfeld aus Fürstl. Neudorf, geboren den 26. November 1853, 3) Johann Janski aus Türkwitz, geboren den 18. Juli 1853, 4) Sattlergesellen Wilhelm Nelke aus Schloß Wartenberg, geboren den 16. Septem⸗ ber 1853, ist in Folge Anklage der Königlichen Staatsanwaltschaft zu Oels wegen Verletzung der Wehrpflicht auf Grund des §. 140 des Strafgesetz⸗ buches die Untersuchung eingeleitet und zur münd⸗ lichen Verhandlung und Entscheidung der Sache im Sitzungssaake des unterzeichneten Gerichts ein Ter⸗ min auf den 20. Dezember 1877, Mittags 12 Uhr, anberaumt worden. Die vorstehend ge⸗ nannten Angeklagten werden aufgefordert, in diesem Termine zur festgesetzten Stunde zu erscheinen und die zu ihrer Vertheidigung dienenden Beweismittel mit zur Stelle zu bringen oder solche dem Gericht so zeitig vor dem Termine anzuzeigen, daß sie noch zu demselben herbeigeschafft werden können. Er⸗ scheinen sie in dem Termine nicht, so wird gegen die Ausgebliebenen mit der Untersuchung und Ent⸗ scheidung in contumaciam verfahren werden. Poln. Wartenberg, den 12. Juli 1877. Königliches Kreisgericht. Erste Abtheilung. Stahr.
85
[7051 Ediktal⸗Citation. Auf die Anklagen des Staatsanwaltes vom 1. und 17. März 1877 ist gegen den Angeklagten Redacteur Dr. phil. Rnudolf ermann Meyer zu Friedeberg in der Uckermark, am 10. Dezember 1839 geboren, evangelischer Religion, welcher sich zuletzt in Genf, rue Petitol Nr. 3, auf⸗ gehalten hat, wegen wiederholter öffentlicher Belei⸗ digung vermittelst der Presse aus §§. 185, 186, 200, 41, 74 die Untersuchung eingeleitet, und haben wir zum mündlichen Verfahren einen Termin auf den 30. November 1877, Mittags 1 Uhr, in unserem Gerichtslokale zu erlin, Haus⸗ voigteiplatz 14, anberaumt, wozu der dem jetzigen Aufenthalte nach unbekannte Angeklagte mit der Aufforderung vorgeladen wird, zur festgesetzten Stunde zu erscheinen und die zu seiner Verthei⸗
bringen, oder solche unter genauer Angabe der da⸗ durch zu erweisenden Thatsachen uns so zeitig vor dem Termine anzuzeigen, daß sie noch zu demselben herbeigeschafft werden können. Erscheint der Ange⸗ klagte nicht, so wird mit der Untersuchung und Entscheidung in contumaciam verfahren werden. Berlin, den 16. Juli 1877. Königliches Kreisgericht. I. (Criminal⸗) Abtheilung.
Verkäufe, Verpachtungen, Submissionen ꝛc⸗
[7726] Steinkohlen⸗Lieferung. 8 8 24,000 Centner beste Oberschlesische
—27 0 ½
Stückkohlen aus der Königsgrube bei Königs⸗ hütte, in der Zeit vom 1. Oktober d. J. bis 30. September 1878 mit durchschnittlich 2000 Centner per Monat zu liefern, sollen im Wege öffentlicher Submission vergeben werden.
Die Kohle ist frei Lagerplatz der Königlichen Porzellan⸗Manufaktur im Thiergarten zu liefern und sind die näheren Bedingungen bei dem Ober⸗ Inspektor Taubert daselbst einzusehen.
Schriftliche versiegelte Gebote mit der Aufschrift: „Kohlen⸗Lieferung“ versehen, werden bis zum Montag, den 24. September d. J., Mittags 12 Uhr, unter der Adresse der unterzeichneten Di⸗ rektion angenommen. (à Cto. 72/9.)
Berlin, den 10. September 1877.
Königl. Porzellan⸗Manufactur⸗Direction.
Bekanntmachung. Die zum Neubau der Verbindungshallen der Central⸗Kadettenanstalt zu Lichterfelde erforderlichen
Formsteine sollen im Wege der Submission verdungen werden. Die Bedingungen und die Massenberechnung ꝛc. ind in unserem Geschäftslokale, Michaelkirchplatz tr. 17, einzusehen und versiegelte Offerten bis zum 21. September ecr., Vormittags 11 Uhr, daselbst einzureichen. (à Cto. 91/9 A.) Berlin, den 11. September 1877.
Königliche Garnison⸗Verwaltung.
[7794]
Die Lieferung von 1000 Kilo Schellack soll im Wege der öffentlichen Submission verdungen werden. Die Lieferungsbedingungen liegen in unserem Bu⸗ reau zur Einsicht aus, auch können dieselben auf Verlangen gegen Einsendung von 75 ₰ Kopialien abschriftlich mitgetheilt werden.
Postmäßig verschlossene Offerten sind, mit ent⸗ sprechender Aufschrift versehen, bis zum 28. Sep⸗ tember d. J., Vormittags 11 Uhr, an die unter⸗ zeichnete Direktion einzureichen. (à Cto. 94/9.)
Spandau, den 11. September 1877. ktion des Feuerwerks⸗Laboratoriums.
60 bis 80 Gefangenen, welche bisher mit Korb⸗ macherarbeiten und Teppichweberei beschäftigt waren, sofort kontraktlich zu vergeben. Reflektanten, welche eine Kaution von 1000 ℳ zu stellen ver⸗ mögen, wollen sich möglichst hbald mit der unter⸗ zeichneten Direktion in Verbindung setzen. Die ein⸗ zuführenden Ar eiten dürfen der Gesundheit in keiner Weise nachtheilig sein. Den Vorzug erhalten solche Arbeiten, die reinlich und moglichst in einer ”] fertig zu stellen sind, auch keinen zu großen Raum beanspruchen. Von der Kankurrenz ausgeschlossen ist die Fabrikation von Notizbüchern und Etu s, Filz und Filzschuhen, Drechslerarbeiten und Holz⸗ bildhauerei. 8 Sintee den 3. September 1877. Königliche Strafanstalts⸗Direktion.
g̃h (7842²2 Bekanntmachung. Submission auf Lieferung von: 2000 Quadratmeter Fil⸗ zum Bekleiden von Kessell. Termin: (à Cto. 97/9.) Freitag, den 21. September er., Nachmittags 5 Uhr. Lieferungsbedingungen sind in der Registratur der Werft zur Einsicht 2. und können von dieser gegen Erstattung der Kosten auch abschriftlich mitgetheilt werden. Wilhelmshaven, den 7. September 1877.
Kaiserliche Werft.
[7827] 2 Bekanntmachung. Königliche Ostbahn
Die im Bereich der unterzeichneten Eisenbahn⸗ Kommission angesammelten alten Materialien, als: Schienen, Schmiedeeisen ꝛc., sollen im Wege der öffentlichen Submission nach Gewicht verkauft werden.
Die hierauf bezüglichen Bedingungen nebst Nach⸗ weisung der zum Verkauf gestellten Schienen ꝛc. werden jedem Kauflustigen auf portofreie Requisition an unser technisches Bureau unentgeldlich übersandt werden. Die Bedingungen sind ferner ausgelegt in den Stations⸗Bureaus der Königlichen Ostbahn zu Berlin, Schneidemühl, Bromberg, Dirschau und Danzig l. Th. “
Der Submissionstermin ist hierzu auf Sonnabend, den 6. Oktober 1877, Vormittags 11 Uhr,
in unserem technischen Bureau angesetzt.
4 iefe und Untersu ung s⸗ Sachen. digung dienenden Beweismittel mit zur Stelle zu [7605] . 1 1 Steckbrief suchung 88 In hiesiger Anstalt sind die Arbeitskräfte von ausgefertigten Offerten sind portofrei und versiegelt
mit der Aufschrift: „Offerte auf Ankauf von Schienen ꝛc.“ an unser technisches Bureau zu übersenden.
Die Eröffnung der Offerten erfolgt zur bezeichneten 9 . Terminsstunde in Gegenwart der etwa erschienendhen
Submittenten im technischen Bureau. Schneidemühl, den 10. September 1877. Königliche Ke eee auth.
Verschiedene Bekanntmachungen. 174943 Bekauntmachung.
In dem hiesigen Magistrats⸗Kollegium ist die
Stelle des besoldeten 8 Bürgermeistervl, für welche die Qualifikation zum höheren Justiz⸗ oder Verwaltungsdienst erforderlich ist, zu besetzen. Das Gehalt ist auf 7500 ℳ festgestellt. Qualifizirte Bewerber werden ersucht, ihre Mel⸗ dungen bis zum 1. Oktober d. J. bei dem unter⸗
zeichneten Stadtverordneten⸗Vorsteher einzureichen.
Danzig, den 28. August 1877. Der Stadtverordneten⸗Vorsteher. ““ Bischoff. (à Cto. 226/8.)
[7698] Die Diaconatstelle an der Set. Joh. Kirche hier wird mit dem 31. Oktober vacant.
Das Stelleneinkommen beträgt neben freier
.äöä1.X“ b. an Accidenzien nach dem Jahre 1876 143,55 „ 8 8
Wohnung a. an festen Einkünften.
c. an Beichtgeldern und Konfirmanden⸗
geschenken (accidentissima pro 1876) 75,75 „
Summa 1555,72 ℳ unter Aufhebung der Accidenzien sub b. dem zukünftigen Diaconus hier⸗
Es wird beabsichtigt, für 411 ℳ pr. a. zu zahlen, und schwebt dieserhalb
bei der Königlichen Regierung ein Ablösungsverfahea ren. Diejenigen, welche auf die Stelle reflektiren, werden ersucht, ihre Meldungen unter Beifügung ihrer Zeugnisse bis spätestens 28. September er.
bei uns einzureichen. Staßfurt, den 6. September 1877. Der Magistrat. Wachtel.
b Redacteur: F. Prehm. Berlin:
Verlag der Expedition (Kessel). Druck: W. Elsner.
Drei Beilagen (einschließlich Börsen⸗Beilage).
* 8
Zuschlags lee Wilhelm Thesing, seine Wittwe Johanne
den 27. November 1877, Mittags 12 Uhr, Dorothee Catharine, geb. Hoffmann, früher verehe⸗ ebendaselbst verkündet werden. licht gewesene Tietzel, und seine Stieftöchter Anna
Das zu versteigernde Grundstück ist zur Grund⸗ Sophie ttt und Wilhelmine Amalie, Ge⸗ steuer, bei einem derselben unterliegenden Gesammt⸗ schwister Tietzel, zu Erben ernannt, was den Be⸗ Flächenmaß von 27 Ar 10 Qu⸗Metern, mit einem theiligten bekannt Emäche wird. Reinertrag von 3 ℳ 81 ₰ veranlagt. Auszug aus Berlin, den 3. September 1877. der Steuerrolle und beglaubigte Abschrift des Königliches Stadtgericht. Grundbuchblattes, ingleichen etwaige Abschätzungen, II. Abtheilung für Civilsachen andere das Grundstück betreffende Nachweisungen — — und besondere Kaufbedingungen sind in unserm 2203 “ A. 3 “ 8 8 3 [2203] Proclama.j
le Diejenigen, welche Eigenthums⸗ oder ander⸗ 5 ” weite, zur gegen Dritte der Eintragung E11A““ Heuf, enanat. Han auch in das Grundbuch bedürfende, aber nicht einge⸗ Kreise Osterburg gestorben. 8 tragene Realrechte geltend zu machen haben, werden Seine Erben und Erbuehmer werden auf An⸗ aufgefordert, dieselben zur Vermeidung der Prä⸗ trag des dem Nachlasse bestellten Pflegers hierdurch künson spätestens im Versteigerungstermin anzu⸗ aufgefordert, sich spätestens im Termine, den 22. Dezember 1877, Vormittags 11 Uhr,
bei Kreisgerichts⸗Direktor Schotte, Zimmer Nr. 13, oder vorher im Bureau I. des Gerichts zu melden und ihre Erbansprüche nachzuweisen, widrigenfalls sie mit solchen werden ausgeschlossen und der Nach⸗
Sunh M laß als herrenloses Gut dem Fiskus wird aus⸗ Subhastations⸗Patent. laßanbig werden. 8 veees 88 “ 1 gehörig⸗, in Seehausen i. d. Altm., den 1. März 1877. eißensee belegene, im Grundbuch von Weißene⸗! Känigliches Kreisgericht. I. Abtheilung. ses Ken IV. Blatt Nr. 78 verzeichnete Grund⸗ blich “ 1 3 stück nebst Zubehör soll 8 den 27. November 1877, Vormittags 11 ½ Uhr, [7000] Edictalladung. im Wege der nothwendigen Subhastation öffentlich Nachdem über zehn Jahre hinaus über Leben und an den Meistbietenden versteigert und demnächst Aufenthalt des im Jahre 1863 nach Amerika aus⸗ das Urtheil über die Ertheilung des Zuschlags gewanderten vormaligen Bauergutsbesitzers den 30. November 1877, Mittaßs 12 Uhr, Johann Karl Pufe in Sirbis eine Nachricht in verkündet werden, beides an hiesiger Gerichtsstelle, die Heimath nicht gelangt und jetzt die gerichtliche Zimmerstraße 25, Zimmer 24. Todeserklärung desselben, sowie die Ausantwor⸗ Das zu versteigernde Grundstück ist zur Grund⸗ tung seines Vermögens von berechtigter Seite be⸗ steuer, bei einem derselben unterliegenden Ge⸗ antragt worden ist, wird der abwesende Pufe hier⸗ sammt⸗Flächenmaß von 92,5s Ar mit einem Rein⸗ durch geladen, spätestens ertrag von 34 ℳ 74 ₰ veranlagt. Montag, den 10. Dezember d. Js., Auszug aus der Steuerrolle und Abschrift des Vormittags 10 Uhr, Grundbuchblattes, ingleichen etwaige Abschätzungen, persönlich oder durch einen gerichtlich legitimirten andere das Grundstück betreffende Nachweisungen Bevollmächtigten, oder auf unzweifelhafte Weise und besondere Kaufbedingungen sind in unserem schriftlich sich zu melden, um über fel⸗ Vermögen Bureau V. A. 3 einzusehen. selbst verfügen zu können, widrigenfalls er in dem, Alle Diejenigen, welche Eigenthums⸗ oder ander⸗ auf weite, zur Wirksamkeit gegen Dritte der Eintragung Sonnabend, den 29. Dezember d. J., in das Grundbuch bedürfende, aber nicht eingetra⸗ Vormittags 10 Uhr, gene Realrechte geltend zu machen haben, werden hiermit angesetzten Bescheidseröffnungstermine für aufgefordert, dieselben zur Vermeidung der Präklu⸗ todt erklärt, sein Nachlaß nach eingetretener Rechts⸗ sion spätestens im Versteigerungstermin anzumelden. kraft des Bescheides ohne Kaution an seine Ver⸗ Berlin, “ fragfs, Pistamenta. E“ oder an 82 önigliches Kreisgericht. ie sonst dazu berechtigten Personen, ausgeantwortet Der Subhastations⸗Richter. werden 855 8 8
—- Zugleich werden Diejenigen, welche ein Erbrecht 1779930) Bekanntmachung.
an dem Vermögen des Verschollenen zu haben ver⸗ 8 Krmle meinen, hierdurch geladen, in dem oben anberaumten
Das zur Subhastation stehende Grundstück des, Anmeldungstermine sich gehörig zu legitimiren und Geldschrankfabrikanten Johann Friedrich August ihre Erbansprüche auf den Nachlaß des Verschollenen Getschke zu Lichterfelde, Bd. 3 Bl. Nr. 96 des anzugeben, indem sonst, ohne auf die Ausgebliebenen Grundbuchs von Lankwitz, zu dessen Verkauf am Rüchsicht zu nehmen, der Nachlaß in Gemäßheit 10. Oktober 1877 Termin ansteht, ist nach einer des rechtskräftigen Erkenntnisses Denen, welche ein neuerlichen Feststellung des Katasteramts nicht be⸗ Erbrecht oder sonst einen rechtlich begründeten An⸗
melden. Beerlin, den 6. September 1877. Königliches Kreisgericht. Der Subhastations⸗Richter.
wortet werden wird. 8 Weida, den 27. Juli 1877. 8 Großherzoglich S. Kreisgericht.
S
[7820] Oeffentliche Ladung. „Gegen den bisher hierselbst wohnhaft gewesenen, jetzt seinem Aufenthalte nach unbekannten Kauf⸗ mann Moses Samter ist von seiner Ehefrau, Sophie, geb. Sternberg, zur Zeit in Spandau wohn⸗ haft, wegen Ehebruchs die Ehescheidungsklage er⸗ hoben worden. Zur Beantwortung derselben ist ein Termin auf den 25. März 1878, Vormittags 11 Uhr, in unserem Gerichtslokal, Terminszimmer Nr. 1, vor dem Herrn Kreisgerichts⸗Rath Häckel, anberaumt worden. Der Verklagte wird hierdurch aufgefordert, sich behufs Beantwortung dieser Klage bei dem unterzeichneten Gericht alsbald, und späte⸗ stens in dem vorbezeichneten Termin zu gestellen, widrigenfalls angenommen werden wird, daß derselbe diejenigen Thatsachen bestreite und diejenigen Ur⸗ kunden nicht anerkenne, welche zum Beweise des Grundes der Scheidung dienen sollen und nach er⸗ folgter Beweisaufnahme was Rechtens erkannt wer⸗ den wird. Potsdam, den 29. August 1877. Königliches Kreisgericht. Abtheilung J. [7601]
Detmold. aus Danzig, Sohn des Kaufmanns und Kommerzien⸗ raths John Sprott Stoddart daselbst, ist in Liver⸗ pool gestorben und hat dessen Vater für sich und seine übrigen Kinder, als die gesetzlich berufenen Erben, der Erbschaft entsagt, zu welcher auch das Se dum Nr. 60 der Bauerschaft Heidenoldendorf gehört.
Auf Antrag eines hypothekarischen Gläubigers werden Diejenigen, welche Erbansprüche an diesen im hiesigen Amtsbezirke belegenen Theil der Ver⸗ lassenschaft geltend machen wollen, hierdurch aufge⸗ fordert, solche in term.
Mittwoch, den 3. Oktober d. J., Morgens 10 Uhr, 8 unter dem Rechtsnachtheile hier anzumelden und zu begründen, daß jener Nachlaß, wenn sich kein Erbe melden und legitimiren sollte, für erbloses Gut er⸗ klärt, bei erfolgender Anmeldung aber den sich Le⸗ itimirenden ausgeantwortet werde, daß der nach dem Ausschlusse sich Meldende und Legitimirende alle bis dahin über den Nachlaß getroffene Verfügungen anzuerkennen schuldig sei, auch weder Rechnungs⸗ ablage, noch Ersatz der erhobenen Nutzungen zu for⸗ dern⸗ sesenn seine Fafprüche auftdas zu beschränken abe, was von der Verlassenschaft noch vorhanden.
Detmold, 27. August 1877. 8 h
Fürstlich Lippisches Amt. Neubourg.
—— — SOubmissionen ꝛc.
7782] Bekanntmachung.
Das im Kreise Insterburg belegene
Königliche Domainen⸗Vorwerk Sclülclu soll auf die 18 Jahre von Johannis 1878 bis dahin 1896 anderweit meistbietend verpachtet werden.
Der Bietungstermin dazu ist auf Mittwoch, den 31. Oktober dieses Jahres, Vormittags 11 Uhr, im Sitzungssaale der Regierung, Finanz⸗ Abtheilung (Kirchenstraße, Grundsteuer⸗Gebäude)
gierungs⸗Rath Balcke angesetzt, zu welchem geeignete Pachtbewerber eingeladen 82 en. .
Die Verpachtungsbedingungen, sowie die in An⸗ wendung zu bringenden Regeln der Lizitation können hier zur Stelle im Domainen⸗Büreau Nr. 10 des genannten Gebäudes und bei der Königlichen Kreis⸗ Domainen⸗Verwaltung in Insterburg zu jeder Zeit während der Dienststunden eingesehen werden.
Das Domainen⸗Vorwerk Saalau liegt circa 22,5 Kilometer von der Kreisstadt und dem Eisen⸗ bahnhofe Insterburg und 5,8 Kilometer von dem Eisenbahnhofe Norkitten und der von Eydtkuhnen nach Königsberg führenden Chaussee, mit welchen beiden es ebenfalls durch eine Chaussee ver⸗ bunden fhr —
Dasselbe umfaßt:
1) an Hof⸗ und Baustellen.
2) Gärten 1““ D.
9) Acer d“
DLLo4* 41,985
0oo““ 32,715
6) E“ 11“ 3,462 AA“*“ 0,294
8) Wege, Gräben, Unland.. 12,245 „ zusammen also ein Areal von 316,818 Heck.
Das Pachtgelder⸗Minimum ist auf 11,200 Mark festgesetzt und zur Uebernahme der Pacht ein dis⸗ ponibles Vermögen von 60,000 Mark auf Seiten der Pachtbewerber für erforderlich erachtet. Gumbinnen, 5. September 1877.
Königliche Regierung. Abtheilung für direkte Stenern, Domainen und Forsten. 1“
2,239 Hect.
[7835] 11“ 1“ 8 1
Das im Bezirke des Amts Münden, Provinz Hannover, belegene Klostergut Bursfelde nebst dazu gehörigem Vorwerke Ochsenhof soll auf die 18 Jahre vom 1. Mai 1878 bis 1. Mai 1896
spruch angemeldet und bescheinigt haben, ausgeant⸗
Der Chemiker Arthur Stoddart
öffentlich meistbietend verpachtet werden und ist dazu rmin auf 8 Donnerstag, den 25. Oktober d. J., 5 , Vormittags 11 Uhr, 8 8 9 Geschäftslokale, Eichstraße Nr. 2 hiesel bst, Das gesammte Areal enthält: 5,677 Hektare Gärten, 8 177,3220 Hektare Ackerländerei, 74,279 Hektare Wiesen, 8 52,127 Feher Angerweiden, 5 283 Hektare Flußufer, Böschungenꝛ cc. Minimalbetrag des jährlichen Pachtgeldes Sechszehntausend vierhundert Mark 8 besgimmt., 8 ur Uebernahme der Pacht ist ein disponible Vermögen von 96,000 ℳ erforderlich, Aheponibles
eigenthümlichen Besitz, sowie über seine persönliche
Qualifikation als Landwirth jeder Pachtbew sich spätestens bis zum 22. Oktober ℳ bei b-- 28 auszuweisen hat. Die Pachtbedingungen können i jedem Wochentage von 10 Uhr Morgens bis 3 Nachmittags eingesehen und gegen Vergütung 8 Kopialien abschriftlich mitgetheilt werden.
annover, den 11. September 1877.
Königliche Kloster⸗Kammer.
[78288 Bekanntmachung. Das im Kreise Insterburg belegene
Königliche Domainen⸗Vorwerk
Catrinlacken
soll auf die 18 Jahre von Jahannis 1878 bi ⸗ hin 1896 anderweit meistbietend verpachtet 18
Der Bietungstermin dazu ist auf Donnerstag den 1. November dieses Jahres, Vormittags 11 Uhr, im Sitzungssaale der Königlichen Regie⸗
sierun Finanz⸗Abtheilung (Kirchenstraße, Grund⸗
teuer⸗Gebäude) vor dem Domainen⸗Departements⸗
Rath, Herrn Regierungs⸗Rath Balcke angesetzt, zu
welchem geeignete Pachtbewerber eingeladen
Die Verpachtungsbedingungen, sfebeie die verhen. wendung zu bringenden Regeln der Lizitation können hier zur Stelle im Domainen⸗Bureau Nr. 10 des genannten Gebäudes und bei der Königlichen Kreis⸗ Domainen⸗Verwaltung in Insterburg zu jeder Zeit während der Dienststunden eingesehen werden.
Das Domainen⸗Vorwerk Catrinlacken liegt ca. 22,5 Kilometer von der Kreisstadt und dem Eisen⸗ bahnhofe Insterburg und 5,8 Kilometer von dem Eisenbahnhofe Norkitten und der von Eydtkuhnen nach Königsberg führenden Chaussee, mit welchen beiden es ebenfalls durch eine Chaussee ver⸗ bunden ist.
Dasselbe umfaßt:
Her⸗ und Baustellen 1,601 Hektar,
ärten. 11““ 3,718
1a“
TIWIX“
Weiden. 81166
I8““ 3, 148
Wasserstücke 1
WWIW WN“ zusammen also ein Areal von 437,985 Hektar.
Das Pachtgelderminimum ist auf 9800 ℳ fest⸗ gesetzt und zur Uebernahme der Pacht ein dispo⸗ nibles Vermögen von 68,000 ℳ auf Seiten der Pachtbewerber für erforderlich erachtet.
vor dem Domainen⸗Departementsrath, Herrn Re⸗
Gumbinnen, den 5. Sepkember 1870 3 — „Königliche Regierung, 8 Abtheilung für direkte Steuern, Domainen u. Forsten.
Bekanntmachung.
Für die unterzeichnete Werft sollen 6 Bohr⸗ maschinen, 2 kleine Shaping⸗Maschinen, 6 kleine Drehbänke und 1 Schraubenschneidemaschine be⸗ schaff
Lieferungsofferten sind versiegelt mit der Auf⸗ schrift; „Submisston auf von Arbeits⸗ maschinen“ bis zu dem am 29. September er., Mittags 12 Uhr, im Bureau der unterzeichneten Behörde anberaumten Termine einzureichen.
Die Lieferungsbedingungen, welche auf portofreie Anträge gegen Erstattung der Kopialiengebühren von ℳ 1,00 abschriftlich mitgetheilt werden, liegen in der Registratur der Kaiserlichen Werft zur Einsicht aus.
Kiel, den 6. September 1877.
Kaiserliche Werft.
[77472 Bekanntmachuung. 8
Die zum Neubau des Artillerie⸗Wohn⸗Kaserne⸗
ments hierselbst erforderlichen
a. Brunnen⸗Fundirungs⸗Arbeiten,
b. Erdarbeiten, sowie Maurerarbeiten sämmt⸗ licher Geschosse, inkl. der durchgehenden Feld⸗
steinfundamente,
veranschlagt auf rot. 119,500 ℳ, sollen im Sub⸗
missionswege im Ganzen oder auch getrennt in Ab⸗
schnitt a. und b. verdungen werden, wovon die
Brunnen⸗Fundirungs⸗Arbeiten c. 9500 ℳ betragen. Zur Abgabe der bezüglichen, mit gehöͤriger Maf.
schrift versehenen und versiegelten Offerten haben
wir einen Termin auf
Dienstag, den 25. d. Mts., früh 10 Uhr, in unserem Bureau anberaumt, woselbst die Zeich⸗