1877 / 251 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Wed, 24 Oct 1877 18:00:01 GMT) scan diff

Frankreich. Paris, 21. Oktober.

Rede sein könne. Die Kammer könne dem Ministerium vom 17. Mai, wenn es überhaupt noch vor sie träte, ein Mißtrauens⸗ vootum ertheilen oder allenfalls seine engherzige Auslegung der Reglements für den fliegenden Buchhandel tadeln, aber sie könne es nicht aus diesen Gründen allein in Anklagezustand versetzen. Selbst die Einmischung des Ministeriums in den Wahlkampf am 14. Oktober, wie stark sie auch angeblich ge⸗ wesen sein möge, könne nicht den Stoff zu einer Anklage iefern, sondern nur ein politisches Votum rechtfertigen. Was ein anderes, von den Organen der äußersten Linken mterstütztes Projekt, nämlich die Budgetverweigerung, be⸗ trifft, so erklären jetzt der „Reveil“ und der „Peuple“ selber, daß nach ihrer Ansicht nicht etwa das Budget in Bausch und Bogen ab⸗ elehnt, sondern die Verzinsung der Staatsschuld, die Pensionen und sonstigen Ausgaben, über welche alle Theile einig wären, sichergestellt, und nur die Kredite für gewisse Ministerien ver⸗ 1— ert werden sollten. Hrn. Gambetta ist gestern das Erkenntniß des Pariser Zuchtpolizeigerichts be⸗ händigt worden, welches ihn wegen seines Wahlaufrufs als der Beleidigung des Präsidenten der Republik schuldig par efaut zu drei Monaten Lehengni und 4000 Frs. Strafe verurtheilt hat. Dieses Verfahren hat also nicht, wie man von mehreren Seiten annahm, durch die Thatsache, daß Hr. Gambetta inzwischen zum Abgeordneten gewählt worden, eine Unterbrechung erfahren. 22. Oktober. Das Comité der Linken des Senats veröffentlicht folgende Note: 3 Bei der bevorstehenden Wahlprüfung wird ein bisher in den arlamentarischen Annalen sehr seltener Fall eintreten: die neue kammer wird nicht die Wahl gewisser Abgeordneten, sondern ihre in Folge wissentlichen oder unwissentlichen Irrthums Seitens der Abzählungskommission ungerechterweise geschehene Ausrufung umzu⸗ stoßen und den wahren Gewählten an Ctelle des falschen Abgeord⸗ neten zu setzen haben, ohne die Frage an die Wähler zurückzuver⸗ weisen, weil es sich nur um Irrthümer im Zusammenrechnen oder in der Klassifizirung der Stimmzettel handelt. Als Beispiel sei die Wahl im zweiten Bezirk von Perigueux an⸗ geführt. Dort hat die Departementskommission nach zwei⸗ tägigem Zögern und Berathschlagen Herrn Raynaud, eines der 58 konservativen Mitglieder der letzten Kammer, indem sie ihm eine Majorität von zwei Stimmen beimaß, als Abgeordneten aus⸗ erufen. Nach den sehr genauen Meldungen, die uns zugehen, ist ingegen der republikanische Kandidat und ehemalige Volksvertreter Dr. Chavoix mit einer Majorität von drei Stimmen gewählt wor⸗ den. Es mag einen Begriff von der Leidenschaft geben, mit welcher die eekee as bersase daß sie unter anderen Stimm⸗ zetteln für Herrn Chavoix auch einen solchen nicht gelten lassen wollte, der die Worte trug: „Ich stimme für Herrn Chavoix, den Arzt, der mich geheilt hat.“ Wohlgemerkt, dieser Stimmzettel trug keine Unterschrift; sonst wäre er allerdings ungültig gewesen. Aber warum hat man ihn für nichtig erklärt? Etwa weil der Kandidat nicht bestimmt genug bezeichnet war? Die Kammer wird dies alles Küthtig elen und Herrn Chavoix ausrufen. idhat Pascha hat, der „Estafette“ zufolge, gestern Abend Paris verlassen, um sich über Marseille, Turin und Mailand, in welchen Städten er je einige Tage verweilen wird, nach Neapel zu begeben.

(Cöln. Ztg.) Der Senats⸗Präsident Audiffret⸗ Pasquier 8n heute in Paris ein; ebenso Grévy, der unverzüglich mehrere Berathungen mit den Führern der Re⸗ publikaner hatte.

veset⸗ W S.) Wie der mmel⸗ —, —=23. Hktoherers chall Mac Mahan heun

früh saattgehabten Conseilssitzung unter dem Vorsis des Marschalls (der Conseils⸗Präsident Herzog von vrvlie wohnte derselben nicht bei), noch eine Konferenz mit dem Herzog von Broglie und dem Minister des Innern, de Four⸗ tou, in welcher er sich dahin ausgesprochen habe, daß von

Veränderungen im Ministeri ärti Z1“ rium gegenwärti sein köͤnne. geg g keine Rede

Italien. Rom, 19. Oktober. Der Wahlsi französischen Republikaner hat, den Jt. lagg⸗der

oktober Der orleanistische „Soleil“ unternimmt den Nachweis, daß von einer Versetzung des Ministeriums in Anklagezustand nicht ernstlich die

Baschibozuks unsere Vorposten bei Chankioj w

mit großem Verluste Ie wundete. Bei dem auf der Mebes uste erlitt nur diejenige unserer Abtheilungen welche gegen Jowan Tschiftlik vorging. r ü ¹ 8898 misci ging . gegenüber standen auf dem türkische Infanterie, 8 Geschütze und Kavallerie.

2—

daß Jakub⸗Beg die Absicht Söhne, Bek⸗Kuli und Chak⸗Kuli, zu seinem Nachfolger zu er⸗ nennen. Wenn dies vielleicht auch nicht der Fall war, so beweist doch immerhin dieses Gerücht, welch wichtige Rolle Chakim⸗Chan in Kaschgar gespielt hat. Nach den Erzählungen Chakim⸗Chans befahl unmittelbar nach dem Tode Jakub⸗Begs dessen jüngerer Sohn, Chak⸗Kuli⸗Beg, allen Truppen, welche sich im öst⸗ lichen Kaschgar befanden, sich nach Aksu zusammenzuziehen. Dahin berief er auch Chakim⸗Chan, welchem der Tod des Badaulets noch nicht bekannt war, und übertrug ihm den Befehl über die Truppen. Chak⸗Kuli selbst begleitete die Leiche seines Vaters nach Kaschgar. Der älteste Sohn des Badaulet, Bek⸗Kuli, befand sich um diese Zeit in Kaschgar. Als er die Anordnungen seines Bruders erfuhr, stieg der Verdacht in ihm auf, dieser und Chakim⸗Chan führten gegen ihn etwas Böses im Schilde, und er beschloß, sich seines Bruders zu entledigen, welcher selbst unvorsichtiger Weise sich in seine gab. Chak⸗Kuli wude durch ihm ent⸗ egengeschickte Mörder getödtet. Zugleich berief Bek⸗Kuli die utter und Schwester des Ermordeten nach Kaschgar, wo sie auch getödtet wurden. Nachdem er so diesen Prätendenten aus dem Wege geräumt, rückte er mit Truppen gegen Aksu, wo sich Chakim⸗Chan befand. Die Wachtposten, welche von den Anhängern Chakim⸗Chans auf der Straße aufgestellt waren, wurden überfallen und ermordet. Als Chakim⸗Chan nun sah, daß Bek⸗Kuli mit offenbar feindlichen Absichten nach Aksu kam, beschloß er, demselben Widerstand zu leisten. Seine Truppen wurden jedoch in der ersten Schlacht geschlagen, und er flüchtete sich mit den Resten seines Heeres in das Gebirge, von wo er sich über Osch nach Taschkent rettete. Chakim⸗Chan stammt aus dem Ferghana⸗Gebiet, wo er noch gegenwärtig Besitz hat. Er hatte sich nach dem Tode Ali⸗Kuls, welcher bekanntlich in der Schlacht gegen die Truppen des Generals Tschernajeff bei Taschkent fiel, nach Kaschgar begeben. 8 .

Der russisch⸗türkische Krieg.

Den neuesten Interventionsgerüchten tritt die „Ag. gén. russe“ mit folgendem Dementi entgegen: „Gewisse Blätter, sogar die türkischen, bleiben noch immer dabei, von Mediation und vorbereitenden Schritten, welche von England und Oesterreich versucht worden sein sollen, zu sprechen. Wir glauben dem gegenüber wiederholen zu müssen, daß kein Schritt in diesem Sinne versucht worden und daß keinerlei Mediation in Sicht ist. Ebenso ist es falsch, daß Serbien von Rußland die Annexion Bosniens verlangt habe.“

Aus Cettinje, 16. d., schreibt man der „Pol. Korr.“: » Aus Wiener Blättern hat die Version hierher transspirirt, daß die montenegrinischen Offensivoperationen eingestellt seien, weil Friedensunterhandlungen mit Montenegro bevorstehen. Es ist selbst⸗ verständlich, daß an alledem kein wahres Wort ist. Vor Allem ist zu konstatiren, daß die Offensive Montenegros durchans nicht eingestellt ist. Die kleine Pause in den Operationen, welche vielleicht noch acht Tage dauern dürfte, ist auf die in diesen Gegenden ungemein beschwerliche und langwierige Dislokation und die Aufstellung des Geschütz⸗ parkes zurückzuführen. Auch die Rücksicht auf die Wahrscheinlichkeit einer Winterkampagne und die dadurch gebotene Erholung der Truppen war dabei maßgebend. Was aber die angedeuteten Friedens⸗ unterhandlungen betrifft, so versichert Bozo Petrovic, die einfluß⸗ reichste Persönlichkeit in Montenegro nach dem Fürsten, Montenegro werde sich, so laage Rußland kämpft, in keine Friedensverhand⸗ lungen einlassen, selbst wenn man dem Fürsten die vortheilhaftesten Anerbietungen machte. Dieser Entschluß würde nicht einmal durch eine, übrigens zum Mindesten unwahrscheinliche, Einwilligung Ruß⸗ lands eine Aenderung erfahren können.“ 8 8

Furopäischer Kriegsschauplatz. =,4.ꝗ P⸗rsburo, 23. Oktober. (W. T. B i⸗ zielles 8. ranzm aus⸗ Svrnjt Skadn 112 Alli⸗

2.

Am 17. d. M. Üüberfielen 2 Compagnien Türken mit berittenen

Wir hatten 2 Ver⸗ im Rustschuker Corps wurden -ganzen Linie Rekognoszirungen ausgeführt, einzelne türkische Posten alarmirt wurden. Ver⸗

es Lom bei Koschawa und Nissowa 5000 Mann

Unser Ver⸗

ehabt, ihn mit Uebergehung seiner

Wien, 23. Oktober. (W. T. B.) Telegramm der „Presse“ aus Sistowa von gestern: Das russische Corps in der Dobrudscha und der linke Flügel der am Lom stehen⸗ den Armee haben sich in Bewegung gesetzt; Großfürst Wla⸗ dimir hat das Kommando des 12. Corps übernommen.

London, 24. Oktober. (W. T. B.) Die „Morning⸗ Pofth SHe v- Pascha habe Baker

ascha und andere englische siere nach Kon f zurückgesendet, für unbegründet. ss 9

Dem „Standard“ wird von seinem Spezialkorrespon⸗ denten in Biela unterm 16. d. telegraphirt: 8 8

„Der Großfürst⸗Thronfolger hat sein Hauptquartier von Dolma⸗ Monastir nach Bristovco, einem mehr nördli gelegenen Dorfe zwi⸗ schen dem Lom und der Jantra verlegt. Der Großfürst⸗Thronfolger behauptet gegenwärtig eine defensive Hal ung und erwartet einen Massenangriff von Seiten Suleiman Paschas. Die russischen Vor⸗ posten sind deshalb ganz besonders wachsam und nicht ein Tag ver⸗ geht ohne Scharmützel zwischen den Kosaken der elften Division und Suleiman Paschas Tscherkessen. Starke Rekognoszirungsdetachements sind ausgesandt worden, um mit dem Feinde Fühlung zu erlangen und die Position zu definiren. Die Russen sind in gänzlicher Un⸗ wissenheit bezüglich der Position und Absichten Suleiman Paschas und kennen nicht die Stärke der zu seiner Verfügung stehenden Streitmacht (72). In wenigen Tagen wird diese Unkenntniß indeß ein Ende erreichen, denn eine Division der Garde unter dem Befehl des Grafen Schuwaloff wird die Armee des Großfürsten⸗Thronfolgers verstärken, welche sodann hinreichend stark sein wird, um ihrerseits vorzudringen und die Türken zu zwingen, ihre Stärke und Position zu 1 W.

Das Wiener ‚Fremdenblatt“ berichtet aus

21. ece., 8 gegn.

on Hirsowa und Medschidje senden die Russen jetzt fortwäh⸗ rend Truppen und Munition nach ihrem kefdseduff Saese GGn. Tschernawoda und Rassowa, in dem sich bereits ein Theil des Zimmermannschen Generalstabes befiadet. Man erwartet daher hier, daß die in diesem Lager stehenden Truppen baldigst nach dem Süden ab⸗ rücken werden. General Zimmermann selbst weilt noch immer in Küstendsche und trifft Vorbereitungen gegen ein eventuelles Bombar⸗ dement der Stadt. Alle Küstenorte zwischen Küstendsche und der wurden zum größten Theile von ihren Bewohnern

Vom Schipkapasse wird dem „Daily Telegraph“ L . 22 telegraphirt: 8 8 *

„Die russischen Batterien schweigen und die der Türken feu nur gelegentlich. Auf der Gabrowa⸗Straße erlangten die Fäuern gestern schätzenswerthe Informationen über die Vertheilung der Kräfte des Feindes. Die russische 9. und 14. Division sind in Front unter General Ministri und Dragomiroff. General Radetzky liegt noch mit verwundetem Beine in Gabrowa.“ 1

g. d. hierzu.

„Wenn alle „Informationen“ so „schätzenswerth“ sind, wie di eben angeführten, dann dürfte Reouf Pascha heeebg Nu 85 8 ihnen ziehen. Ministri soll wohl „Swjatopluk Mirskij“ haißen und 5 4-hJ 1““ Division, General⸗Lieutenant

ragomiroff, weilt dermalen als Verwundeter in Kiew im Schipkapasse.“ b1ööu Vom bulgarischen Kriegsschauplatze erhält die „Pol. Korr.“ aus Simnitza, 17. Oktober, folgenden Bericht:

„Der Winterfeldzug ist eine beschlossene Sache; man braucht nur hier in Sistowa und Frateschti 24 Stunden zugebracht zu haben, um darüber keinen Zweifel mehr zu hegen. Es werden von russischer Seite jetzt weit Fesßer⸗ Anstrengungen als bei Beginn des Krieges gemacht. Ein Theil Rumäniens ist in ein Kriegslager Zrwandelt, die Chausseen, welche von der Moldau in die Wallachei führen, sind mit anrückenden Truppenabtheilungen bedeckt, die Bahn⸗ höfe sind mit Kriegsmaterial⸗ und Proviantzügen überfüllt, auf der Bahn selbst passiren täglich Grenadierabtheilungen, Er atzmannschaften

intermonruren, Brückenmaterial, Beloherune Rerdeeea f. w. Wer an einen baldigen Frieden glaubt, der möge auf ein paar Tage nach Rumänien kommen und er wird sicherlich von diesem Glauben gründ⸗ lich geheilt werden. Alle bisher getroffenen Vorkehrungen tragen im

llgemeinen einen provisorischen Charakter an sich, während die jetzt getroffenen Verfügungen in der russischen Heeresverwaltung auf J⸗ tentionen hinweisen, welche eine langwierige Kriegführung vorhersehen lassen. Sogar von rumänischer Seite wird rüstig an den Vorbe⸗ reitungen zum Winterfeldzuge gearbeitet Die Reservisten der Linien⸗ Regimeater und die Reserve⸗Compagnien der Territorial⸗Re⸗ gimenter (Dorobanzen) sind einberufen und stellen sich mit unerwarteter Pünktlichkeit zu den Fahnen. Von der Regierung ist

scheint sich die Front mehr gegen die Donau zu wenden und Rasgrad der Angelpunkt der Operationen geworden zu sein.

Bei Plewna ist die Sachlage an den kritischen Punkt gelangt. Im Falle der bevorstehende russisch⸗rumänische Angriff neuerdings abgeschlagen wird, kann Plewna noch Monate lang der Schwerpunkt eines langwierigen Belagerungskrieges bleiben, der sich bis tief in den Winter hinziehen wird.“

Ueber die montenegrinisch⸗türkischen Kämpfe während der letzten drei Monate erhält die Wiener „Presse“ von Spezial⸗Berichterstatter aus Cettinje, 15. Oktober, folgenden die Thatsachen kurz zusammenfassenden Bericht:

„Nach der neuntägigen Schlacht im Zetathale waren beide krieg⸗ führende Theile von den dreiwöchentlichen hartnäckigen Kämpfen so ermattet, daß eine geraume Zeit verstrich, bis die Feindseligkeiten wieder ihren Anfang nehmen konnten. Während des ganzen Juli fanden nur zwei Gefechte statt. In chronologischer Ordnung haben wir nach authentischen Daten folgende Kriegsereignisse zu verzeichnen: Am 11. Juli besetzt der Serdar Pero Pejovics mit 3 Bataillonen 6 türkische Dörfer an der Tara. Mehemed Ali sendet eine Ab⸗ theilung ab, ihn zu vertreiben, diese wird aber zurückgeworfen und mit Verlust von 500 Mann und 2. Fascen ver⸗ prengt. Die Montenegriner hatten 17 Todte, 26 Verwundete.

m 21. Juli wird ein A⸗griff der Trebinjer Garnison gegen Graniza abgewiesen. Türken 12 Todte und 6 Verwundete; Monte⸗ negriner 3 Verwundete. Am 22. Juli werden durch die Erstürmung der türkischen Schanzen auf Trebjeska Glaviza die Operationen gegen Niksic eröffnet. Am 23. Juli werden die Blockhäuser Vi⸗ rovschtak und Rastovaz erobert, 20 Türken getödtet, 86 gefangen. Am 24. Juli werden das Fort und das Blockhaus von Klatschina, sowie das Fort Most erobert, doch zieht die Besatzung mit den Ka⸗ nonen nach Niksic ab. Am 25. Juli wird das Blockhaus Nadukle erobert und das Fort Tschadjaviza zum Schweigen gebracht. Am 27. Juli wird Niksic bombardirt und die Beschießung am 28. und 29. fortgesetzt. Am 30. Juli überfallen 1500 Ar⸗ nauten Farmaki, werden jedoch von 900 Montenegrinern mit Ver⸗ lust von 200 Mann vertrieben. Die Montenegriner haben einen Verlust von 70 Mann. Am 31. Juli wird das Bombardement gegen Niksic wieder aufgenommen und auch am folgenden Tage nicht unterbrochen. Am 1. August Abends wird dann das Fort Tschadjaviza erstürmt. Die folgende Zeit hindurch wird die Be⸗ schießung nur sehr lässig betrieben. Am 10. August machen 2500 Mann der Besatzungen von Kolaschin und Berane einen Einfall gegen Rjetschine, werden aber von 500 Montenegrinern überfallen und mit Verlust von 63 Mann zurückgeschlagen. Montenegrinischer Verlust 8 Mann. Am 14. August werden 2000 Türken mit 6 Kanonen unter Hussein Pascha von 800 Montenegrinern bei Kokoti geschlagen und verlieren 70, die Montenegriner 34 Mann. Am 19. Auguvst wird das Bombardement gegen. Niksic wieder aufgenommen und in der Nacht das von den Türken mittlerweile abermals besetzte Dorf Tschadjaviza erstürmt und das Blockhaus Musavija genommen, während 5 Montenegriner in die Stadt dringen und sich daselbst in einem Hause durch 24 Stunden halten. In der Nacht vom 20. auf den 21. August werden die vier russischen Belagerungsgeschütze bei Castellastua durchgeschmuggelt und an den türkischen Seeforts vorbei nach Rijeka gebracht. Am 23. August werden die Beri überfallenden Arnauten mit Verlust von 95 Mann geschlagen, während die Montenegriner nur 14 Mann verlieren. Am 24. August unternimmt Miljan Vukovics einen Streifzug über die Tara, tödtet 6 Türken und kehrt mit 16 Pferden, 500 Schafen heim, ohne mehr als 2 Mann verloren zu haben. Am selben Tage werden 3000 Mustehafiz von 500 Montenegrinern bei Drojulak geschlagen und verlieren 400. Mann, die Montenegriner deren 60. Am 28. August werden 6000 Türken mit 4 Kanonen bei Selenik von 800 Montenegrinern geschla⸗ gen und verli ren 756 Mann, die Montenegriner 81. Am 5. Sep⸗ tember beginnt mit den neuen russischen Kanonen ein heftiges Bombardement gegen Niksic, welches die folgenden Tage fortgesetzt wird. Am 7. September wird die Scheitan Tabia erstürmt, in Folze dessen sich am 8. September Niksic ergie t. Die Besatzung, welche vor der Belagerung 3200 Mann stark war, zählte noch 2800 Kombattanten, welchen man die Freiheit schenkt. 6 Hinterlader⸗ geschütze, 12 gezogene Vorderlader, sämmtlich 12⸗Pfünder und 3 glatte

Pfünder nebst 4 Fahnen und beträchtlichen Mundvorräthen ildeten die Beute. Am selben Tage werden 8000 Türken unter

Hussein Pascha von 1000 Montenegrinern unter Miljanov bei

jeschkopolje geschlagen. Sie verlieren 772 Mann, 700 Flinten,

1 Fahne, die Montenegriner bloe 45 () Mann. Am 11. Sep⸗ tember schlagen Sotschiza und Pejovics mit 2000 Montenegrinern den Hafiz Achmed Pascha mit 7000 Mann und 18 Kanonen bei Sezna. Die Türken verlieren 1714 Mann, 3 Kanonen, 8 Fahnen, 1500 Gewehre,

1 man zu. Trotz der bereits eintretenden Dunkelheit setzte unsere Kavallerie, die an diesem Tage gut gearbeitet hatte, die Verfolgung des fliehenden Feindes fort.⸗ 3

Weiter erhielt dasselbe Blatt aus Karajal, 18. Oktober, folgendes Telegramm:

„Man kann sagen: die Armee Moukhtar Paschas existirt nicht mehr. Abgesehen von den Verlusten, welche sie am 15. Oktober er⸗ litten, haben sich 22 Infanteriebataillone und mehrere Paschas er⸗ geben. Unsere Trophäen bestehen in siebzehn mit ihrer Bedienung genommenen Geschützen, einem Artilleriepark und allen Bagagen der türkischen Armee.“ 2 8 4

Ein Telegramm der „St. Petersburger Zeitung“ aus Karajal vom 15. d. sagt:

„Gestern Morgens um 9 Uhr bemächtigte sich die kaukasische Grenadierdivision nach zweistündigem Kampfe des Berges Awliar, des Schlüssels der türkischen Position. Die Türken versuchten ver⸗ ebens, sich nach Kars oder Erzerum durchzuschlagen. Alle ihre Attaken wurden abgeschlagen und schließlich flüchteten sie in der Rich⸗ tung auf Alt⸗Kagisman. Ihre Verfolgung wurde heute Morgens sortgesetzt. Unsere Truppen haben Aladagh, Awliar, Jany⸗Orlok und Wisinkew besetzt.

Aus Tiflis vom 18. d. M. wird dem „Standard“

gemeldet: 8 „Die Russen zogen gestern auf Kars und von Alexandropol ist Belagerungsmaterial dorthin abgegangen. Die Kurden desertiren täglich in großer Anzahl und schließen sich den Russen an; doch der Großfürst Michael hält sie sorgfältig bewacht. General Lazarews Corps, das einen Abstecher gegen die türkische Stellung bei Olodsok unternahm, verfolgt den zerstreuten rechten Flügel der Türken süd⸗ wärts, während eine Kolonne auf der Karser Straße gegen Erzerum weiterzieht. Ismail Kurd Pascha hat sich auf türkisches Gebiet zurückgezogen, gefolgt von General Tergukassows Kolonnen. Die Besatzung von Ardahan und das Rion⸗Corps haben Befehl erhalten, bei einem allgemeinen Vormarsche gemeinsam zu operiren. Der Großfürst Michael hat bereits St.⸗Georgs⸗Orden und Ehrensäbel ausgetheilt; die Generale Heimann und Lazarew werden im Tags⸗ befehle hoch gelobt.“

Landtags⸗Angelegenheiten.

Berlin, 24. Oktober. Der dem Hause der Abgeordneten vor⸗ gelegte Entwurf eines Gesetzes betreffend die Feststel⸗ lung des Staatshaushalts⸗Etats für das Jahr vom 1. April 1878,/79, lautet: 1

Wir Wilhelm, von Gottes Gnaden König von Preußen ꝛc. verordnen, mit Zustimmung der beiden Häuser des Landtages der Monarchie, was folgt: 8

. 1. Der diesem Gesetze als Anlage beigefügte Staatshaushalts⸗ Etat für das Jahr vom 1. April 1878/779 wird in Einnahme auf 671,592,116 und in Ausgabe auf 671,592,116 nämlich auf 640,589,895 an fortdauernden und auf 31,002,221 an ein⸗ maligen und außerordentlichen Ausgaben festgestellt.

§. 2. Im Jahre vom 1. April 1878/79 können nach Anordnung des Finanz⸗Ministers verzinsliche Schatzanweisungen bis auf Höhe von 30,000,000 ℳ, welche vor dem 1. Januar 1880 verfallen müssen, wiederholt ausgegeben werden. Auf dieselben finden die Bestim⸗ mungen der §§. 4 und 6 des Gesetzes vom 28. September 1866 (Gesetzsamml. S. 607) Anwendung. .

§. 3. Der Finanz⸗Minister ist mit der Ausführung dieses Ge⸗ setzes beauftragt. 8

Urkundlich unter Unserer Höchsteigenhändigen Unterschrift und beigedrucktem Königlichen Insiegel

Gegeben ꝛc.

Kunst, Wissenschaft und Literatur. Würzburg, 22. Oktober. Der Professor der Chirurgie, Hof⸗ rath Dr. v. Linhardt, ist heute Morgen verstorben. Rom, 16. Oktober. Professor Mommsen ist auf seiner Reise zur Sammlung und Entzifferung römischer Inschriften in Termini angekommen. Der Kommissar der Ausgrabungen des Scalea und der Direktor des Nationalmuseums, Professor alinas, begleiteten ihn auf seinen Wanderungen.

Gewerbe und Handel.

Am 26. d. M. wird in Frankfurt a. M. und anderen süd⸗ deutschen Plätzen die neue 4 ½proz. württembergische Anleihe im Nominalbetrage von 15,000,000 zur Subskription aufgelegt. Die Obligationen lauten auf 2000, 1000, 500 und 200 Die Zinscoupons sind per 1. Juni und 1. Dezember fällig und in Frank⸗ furt a. M. bei M. A. von Rothschild u. Söhne, der der Bank für Handel und Industrie und der Deutschen Vereinsbank zahlbar gestelt. Die Schuldverschreibungen dürfen Seitens des

E;

zu unterbrechen. Napoleons Rückkehr von Elba rief ihn zum 12. Schlesischen Landwehr⸗Regiment, welches dem 4. Bülowschen Corps angehörte, zurück, und ließ ihn den Feldzug in Frankreich mit⸗ machen. Erst vom 25. Dezember 1815 an konnte er ununterbrochen seinen Lebensberuf, das Studium der Rechte, fortsetzen. Es erfolgte am 30. Dezember 1816 seine Verpflichtung zum Auskultator beim hiesigen Stadtgericht, am 27. April 1818 seine Beförderung zum Kammergerichts⸗Referendarius, und nachdem er vom 14. August 1818 bis 1. Juli 1819 als Hülfsarbeiter bei dem Stadtgericht in Elbing fungirt, Wund am 7. Oktober 1820 sein drittes Examen sehr gut bestanden, am 18. Oktober 1820 seine Ernennung zum Stadt⸗ Justiz⸗Rathe und Mitgliede des hiesigen Vormundschafts⸗ gerichts. In seiner letzteren Stellung verblieb er bis zum 22. Juli 1825. Eine Königliche Kabinets⸗Ordre dieses Dati ernannte ihn zum Kammergerichts⸗Rath. An dem Königlichen Kammergericht ist er aber nur ganz kurze Zeit thätig gewesen, da er vom 25. August 1825 an als Hülfsarbeiter im Justiz⸗ Ministerium undals Gesetzes⸗Revisor beschäftigt wurde. In letzterer Eigenschaft hat er namentlich sich der Bearbeitung der Strafgesetze zu unterziehen gehabt. Die Allerhöchste Kabine’s⸗Ordre vom 31. Januar 1845 berief ihn auch in die Gesetzeskommission, der er bis zu ihrer am 3. Oktober 1848 bewirkten Auflösung angehörte. Se. Majestät ernannten ihn am 11. Mai 1832 zum Geheimen Justiz⸗Rath und vortragenden Rath im Justiz⸗ Ministerium und am 27. März 1836 zum Geheimen Ober⸗ Justiz⸗Rath. Dem ihm lieb gewordenen unmittelbaren Staatsdienste vermochte ihn auch nicht die am 15. Mai 1834 erfolgte Wahl zum Ober⸗Bürgermeister der Haupt⸗ und Residenzstadt Berlin zu entziehen. Er lehnte die Wahl ab. Vom November 1840 bis ebendahin 1842 nahm er die Stel⸗ lung eines Chef⸗Präsidenten des Königlichen Ober⸗Landes⸗ gerichts zu Stettin ein, um, nachdem er am 26. November 1842 zum Wirklichen Geheimen Ober⸗Regierungs⸗Rath be⸗ fördert worden, das Direktorium der neu gebildeten 2. Ab⸗ theilung im Ministerium des Innern (Grafen von Arnim) zu führen. Bald jedoch kehrte er zu seinem Lebensberufe, der Rechtswissenschaft zurück. Die Allerhöchste Kabinets⸗Ordre vom 3. März 1845 ernannte ihn zum Wirklichen Geheimen Ober⸗ e Präsidenten des Ober⸗Censurgerichts und Staats⸗ ekretär. Dem Staatsrathe hatte er bereits seit Anfang 1844 angehört, und in selbigem wiederum speziell für die Aus⸗ arbeitung des Strafrechts gewirkt. Nachdem im Jahre 1848 das Ober⸗Censurgericht gesetzlich und der Staatsrath faktisch aufgelöst, wurde er vom 1. Oktober 1848 an zur Disposition gestellt. In diesem Jahre war die land⸗ wirthschaftliche Abtheilung von dem Ministerium des Innern abgelöst und zu einem besonderen Ministerium erhoben worden. Nur wenige Monate amtirte der erste landwirthschaftliche Minister Giericke. Vom 1. November 1848 an erhielt Friedrich Bode die spezielle Leitung der Geschäfte dieses Ministerii, und ernannte ihn die Kabinets⸗ Ordre vom 26. November 1848 zum Unter⸗Staatssekretär. Unter seiner Leitung sind die für den Nationalwohlstand und namentlich die Landwirthschaft so einschneidend wich⸗ tigen, am 2. März 1850 emanirten, Gesetze über die Ablösung der Reallasten und Errichtung der Renten⸗ banken entstanden. Am 16. Oktober 1854 trat er das Unter⸗ Staatssekretariat an den Ministerial⸗Direktor von Man⸗ teuffel ab. Das Staatssekretariat wurde für ihn wieder in das Leben gerufen und von ihm bis zum 1. Januar 1864 verwaltet. Gab er aber auch diese Stellung auf und kam um seinen Abschied ein, so blieb er doch Mitglied des Staatsrathes und des Gerichtshofes zur Entschei⸗ dung der Kompetenzkonflikte. Lange Jahre hat er noch als Präsident dieses Gerichtshofes fungirt, und erst im Früh⸗ jahr 1872, durch das Alter gebeugt und im Bewußtsein, daß seine Kräfte nicht mehr ausreichten, auch dieses Amt niedergelegt.

Neben den gedachten Hauptstellungen führte er abge⸗ sehen von seiner Eigenschaft als Mitglied der Ersten Kammer (von 1850 89 und demnächst des Hauses der Abgeordneten (von 1855 an) vom 26. Juni 1857 bis 1. Januar 1870. das Präsidium der Immediat-Justiz⸗Examinations⸗Kommission,

folge, in Turin, Mailand und Neapel v Freudendemonstrationen gegeben. 8 eranlassung zu

Türkei. Konstantinopel, 23. Oktober (W. T. B.) Der englische Admiral Hornby ist er Besikabat zurüͤckgekehit Hornby ist nach der Besikabai

Schweden und Norwegen. Christiania, 19 Der Oberst Munthe ist in einem bhuif unter dem Meober. des Königs abgehaltenen Staatsrathe zum Krie gs⸗Minister und der bisherige, vor 5 Jahren in die Regierung eingetretens Kriegs⸗Minister Oberst Segelcke zum Betriebs⸗Direktor der norwegischen Staatseisenbahnen ernannt worden.

Dänemark. Kopenhagen, 20. Okt Ei größten legislativen Abatche gi soeben beee nämlich der Entwurf einer neuen Gerichtsordnung. Der Entwurf, welcher von einer im Jahre 1868 niedergesetzten aus hervorragenden Juristen bestehenden Kommission aus⸗

gearbeitet worden ist, liegt gedruckt in drei starken Büän⸗ Pascha meldet aus Orkhanie von gestern, ein

den vor. . Gegend von Radomirza entsendeter, aus Kavallerie

18s ö Mon tevideo, 25. September. Rekognoszirungstrupp sei am Flusse Isker

n, 1— 8 Amt niedergelegt. it einem erlust von 60 Mann zurü⸗ ünstig ei f 8 bö16 8 2 EF 28 Fine segen Lokanitscha vorgeschizte ück dsclagen. Feftsonea 1““ und paar Hundert wieder freigelassen wurden.

1 to z ernannt worden. Der⸗ habe den Russen bei Tchoumyarik ei Ve sei visbüͤtt ess G

selbe ist Doktor der Medizin und hat in Paris studirt 20 Mann bei h ndliche Abthestunden iibe, vals Leünn apgedaten.z⸗Seübüthen geseet 8 , nn beigebracht. Zahlreiche feindliche Abthei welche, mit Leht bE“

Asien. Aus Afghanistan meldet die „Bombay Gazette“ durchstreiften die ganze Gegend. N and iüche n hatungen bi guten Schn⸗ ee st 8 agender Seshe hes, har gede Feaeit Farbr düs. vom 1. Oktober: Der Emir von Afghanistan lehnt die Schipka vom 22. d. M.: Der Feind unterhielt gestern und Duantikät angehäuft und über Gabrowa wird fortwährend Munte —13121— 8 dem türkischen Gesandten mitgebrachten Geschenke heute ein allgemeines Feuer mit Geschossen großen Kalibers. tion, allerlei Wintervorrath und Proviant zugebracht. Die Straße 1 v;eeeenh, ab, wenn derselbe nicht erkläre, daß keine Bedingungen mit Wir antworteten, soweit nothwendig, wir haben 44 Verwun: von Gabrowa wird zwar von den weittragenden Kanonen der flan⸗ im sich mit Moukhtar Pascha zu vereinigen, önigli der Annahme verbunden seien, wie etwa die, mit den Russen dete und 7 Todte, der Verlust des Feindes muß ebenfalls EE“ Stellung bestrichen, aber nicht in dem Maße, Ueber die Schlacht bei Kars am 14. und 15. d. meldet Direktor der Königlichen Sternwarte fungirte, bezog, nachdem er zu brechen und mit den Engländern ein Bündniß zu schließen nicht unerheblich sein. Suleiman Pascha meldet unter 2. Fc allerlei Transporte passiren könnten; nur Munition 82 in Telegramm des „Golos“ aus Karajal vom 16. d.: nbüträfnien Eramgn, aaf e c Er erklärt, der Türkei nicht beistehen zu können, da sie zu dem 22. d.: Heute nahmen Is feindliche VBataillone, unt stützt selbst Vct und unter starker Bedeckung transportirt. Die Strafe Bei dem glänzenden Siege über die Armee Moukhtar Paschas sigen Kölnischen Gymnasium absolvirt, die hiesige entfernt und er zu schwach sei, mit den Engländern aber sic von Kavallerie und 4 Batterien, die Positionen zon 18 iines 2 nes rtgestalt und sehr gut fahrbar, so daß im Faßs .“ haben wir alle Geschütze erobert, die sich auf den Höhen von Awliar Wülhelms⸗Unzversität behufs Studiums der Rechte. Der Auf⸗ nicht verbünden zu können, so lange dieselben Gebiete Tscheftlik und Karassankioi und griffen 4 Compagni u gezeichnete Peerstrate meg henae⸗ der russischen Armee eine aus⸗ ind Aladscha befanden, desgleichen eine Menge Gewehre, Artillerie⸗ ruf des Hochseligen Königs Friedrich Wilhelms III. „An 2e 2 die ihm Huldigung schuldig seien. Das Ver⸗ die Vorposten unserer bei Kadiköi üngenommenen Stellungen fügung steht. ö“ Al⸗ berüa öööe uccg 8 2hcdas venssch dkgür Uüscas K7 tec 8 ahren des Emirs wird von dem Hofe und dem Volke ein⸗ bildeten. Unsere durch Artillerie unterstützten C „.Die Bulgaren, denen die Russen im Allgemeinen nicht viel Tbe elt Moukhtar Paschas Feder mit dem Schwerte vertauschen. Er trat im Februar müthig gebilligt. In einem Briefwechsel mit Häuptli ein⸗ nöthigten d 1 tzten Compagnien Gutes m. chsagen, haben i en im Allgemeinen nicht viel befand. In unseen Händen lind auch mehrere taürrische Fahnen, on 1813 zu Breslau als Freiwiliger in das Detachement des

G 1— äuptlingen en Feind, wieder zurückzugehen. achsagen, haben in der ganzen Balkan⸗Episode des ls t den. zu. , aus Veludchistan wirft der Emir denselben als Schande Konstankinopei⸗ 283 Pntabeg-ha1benb⸗ (W. T. B.) Surko, in der Vertheidigung des Passes, in 8 Heesesaene dee Br tencge ghehen soh hech wie v““ Cnige Garde⸗Jäger⸗Bataillons ein, machte als solcher die Schlackten dem Deckel von dem anwesenden Oberpfarrer, dem ltalieni⸗ EEEEEEEEEE“ Uüben als Sc 11““ Straße und der Aufrechthaltung der Verbindungen der den Paß . nd von allen Seiten führt man ununterbrochen weitere von Lützen und Bautzen mit und avancirte am 13. Juni schen Konsul und einigen anderen Lcsebace Personen als

und fordert deren Vertreibung, indem er die Nitwistbent Die Türken halten die starken Stellungen ven .Sn 8 Truppen mit Gabrowa, Rühmliches geleistet. Die bulx. Gefangene in ganzen Partien herbei. Die Gesammt⸗ desselben Jahres zum Seconde⸗Lieutenant der Infanterie. Nach diejenige erkannt wurde, welche die Asche des großen Ent⸗ S. mächtigen Stämme verheißt. Späher treiben sich in Tabasca und Kazeljewo besetzt. Das Bombardement auf genem dus Jrie scer Freslerteken F“ ahl der Gefangenen wird sich sicher auf mehrere Fausend belaufen. Ablauf des Waffenstillstandes erhielt er seine Versetzung zu Die Regigenmnae 8* 8 Beludchistan umher, um das Volk zum Kriege aufzureizen Giurgewo wird fortgesetzt. Ueber die Bewegungen Suleimam ZHan irt. Als die Türken die Unmöglichkeit sahen, sich in ihren von unseren dem 16., später 12. Schlesischen Landwehr⸗Regiment, wohnte gesetzt, ließ unverzüglich, um etwaigen Mißbräuchen vorzubeugen, Die „Turk. Ztg.“ meldet aus Taschkent: 8 Wien, 23. Oktober. (W. T. B.) D quartiere des Großfürsten selbest au * as ist man im Haupt⸗ Truppen angegriffenen Positionen zu behaupten, machten sie zuerst mit diesem im folgenden Jahre der Blockade der Festung die Kathedrale räumen und alle Eingänge besetzen. Wie ein 2.ne⸗ Iig .T. B.) Der ,Polit. Korr. roßfürsten selbst noch im Unklaren. Bis zum 16. Ok⸗ en Versuch, sich nach Kars durchzuschlagen; aber ein derartiger 1 t Lauffeuer verbreitete sich diese Nachricht durch die ganze Haupt⸗

e, het Icg, nestt aus Laschten nean, wnbdie „zae Sober. 1e 8 EE 8 zuschlagen; Glogau bis zu deren Uebergabe bei und wurde am ff sich dies hrich ganz p

. een e 1. 8. rpiembe b en- kent eren Vene hea . 8 Gestern Truppendislokalion beeabar 1e Patn leine all war von 99 vorgesehen die beretts in A 21. April 1814 zum Premier⸗Lieutenant befördert. In Folge stadt und um 4 ½ Uhr Nachmittags schritt man im Beisein Füge dee Frfehe eherr beeh S11““ Pr ponabe Ostarmee hinter ihre früheren Stellungen am Schwaren Lem vurack⸗ ng eneen Behefsaieg as. Kara 34 nfid Verlaste erlitten. Von des beendeten Krieges auf Wunsch seines bejahrten Vaters am der Geistlichkeit, aller Staats⸗Sekretäre, des Seee Kon⸗ eren emne vervorragenve hio⸗ e gespiel t. Man versicherte sogar, Karageorgevics ist in Bukarest eingetroffen ““ gegangen. Mit Bestimmtheit kann jedoch ihre Aufstellung nicht be-⸗ 8 wei Seiten bedrängt ergriff der Feind nach diesem fehlgeschlagenen 21. Juni 1814 verabschiedet, wandte er sich wieder dem sularkörpers, des Magistrats und unzählbaren Menschen⸗

8 zeichnet werden, da dieselbe gegenwärtig noch keine definitive ist; nu:u B Versuch in voller Unordnung die Flucht in der Richtung auf Kagis⸗! Studium der Rechte zu, um es abermals Anfangs April 1815] menge zur Hebung der Kiste. Der Bischof Dr. Roque Coechia,

—“ 1

lust betrug: 1 Offizier und 14 Mann verwundet und 2 Mann todt. In der Nacht vom 5. auf den 6. d. griffen die Türken in einer Stärke von 4000 Mann mit 5 Geschützen und 300 Tscherkessen auf der Straße von Plewna nach Sofia die unter dem Oberst Lewis stehende Kavallerieabtheilung bei dem Dorfe Ra⸗ domirza an. Die Kavallerieabtheilung schlug sämmtliche Angriffe der Türken ab und zog sich am Morgen nach Magala am Flusse Isker zurück. Unsere Verluste in diesem Kampfe sind noch nicht festgestellt. Am 9. d. überfielen 300 Tscherkessen bei starkem Nebel die Vorposten der Lubenscher Husaren in der Nähe von Kazelewo am schwarzen Lom, wurden indeß zurückgewiesen. Am 10. d. begannen die Türken von Neuem 98 1 e F11“ Die Eisenbahnstation urde durch die Tür

chcgas Füafen en von Rustschuk aus onstantinopel, 23. Oktober. (W. T. B.) e⸗ rungsseitig werden folgende Nachrichten Xc ehie nach der

einer Kommission, bei der er bereits vom Frühjahr 1835. an bis Ende 1840 als Mitglied thätig gewesen war.

In Anerkennung seiner rastlosen Thätigkeit und der Ver⸗ dienste um die Rechtswissenschaft ernannten Se. Majestät durch Allerhöchste Kabinets⸗Ordre vom 18. Oktober 1861 ihn zum Wirklichen Geheimen Rathe mit dem Prädikate Excellenz und verliehen ihm am 18. Januar 1864 den Rothen Adler⸗Orden erster Klasse mit Eichenlaub.

Bei einem Umbau in der Kathedrale von Sto. Domingo will man den Sarg mit den sterblichen Ueber⸗ bleibseln des Christoph Columbus gefunden haben, von welchen letzteren bisher angenommen wurde, daß sie von Sto. Domingo nach Cuba gebracht und in der Kathedrale von Havana beigesetzt worden hen Wir entnehmen einem uns zugänglich gemachten Schreiben aus Sto. Domingo vom 8 v. Mts. Folgendes über den äußeren Hergang dieser Ent⸗ eckung:

Die in der hiesigen Kathedrale unternommenen Arbeiten behufs Umbaus des Hochaltars hatten aufs Neue jene halbvergessene Sage ins Leben gerufen, derzufolge nicht nur ein ungeheurer Schatz an Münzen Gold und Juwelen sondern auch die Gebeine des Christoph Columbus sich no in der Kathedrale befinden sollten. Die große Verbreitung und Theilnahme, welche diese Gerüchte in den weitesten Kreisen fanden, bewogen endlich die Obrigkeit, sich zu Nachgrabungen zu entschließen, und man entdeckte am 5. Juli d. J. in einer kleinen halbzerfallenen bleiernen Kiste die Gebeine des dritten Admirals und Enkels des großen Entdeckers: Don Luis Columbus. Bei Fortsetzung der Nachgrabungen stieß man am 10. September um 10 Uhr Morgens genau unter dem erz⸗ bischöflichen Stuhle auf der rechten Seite des Hochaltars auf ein Gewölbe von ungefähr einem Kubikmeter Ausdehnung, worin man eine fast unversehrte Bleikiste entdeckte, in Form der des Don Luis Columbus sehr ähnlich, obschon ungleich massiver, welche Kiste, zufolge der äußeren Inschrift auf

Staates erst vom 1. April 1890 an eingelöst werden, ihre Tilgung wird durch jährliche ee; bewirkt und erfolgt längstens in 37 Jahren, zum ersten Mal für das Etatsjahr 1890/91. Der Sub⸗ skriptionscours ist auf 101 ½ % fixirt.

an alle Präfekten der Befehl ergangen, einen entspre en ei

der eingebrachten Frucht für Staatsb⸗dürfnisse zu 8'

licherweise ist dieses Jahr ein sehr fruchtbares gewesen, so daß im

Lande genug zur Ausfuhr und zum Verkaufe vorräthig ist, besonders

da in Folge der Donausperre der Fruchtexport wesentlich gehemmt

ist. Nur die obere Moldau hat über Itzkany einen Abzugskanal ge⸗

wonnen, welcher in diesem Jahre sich im großen kaßstabe ver⸗

werthet hat und noch verwerthen wird. Im Laufe des Spätherbstes

und Winters sollen die Russen in Rumänien eine Reserve⸗

zu büibfchtigen, e⸗ sowohl zur Ausfüllung de rationsarmee als zur ögli ’1

Vormarsches derselben diener soll. Nir. Armesglichang eines

tierung der Truppen sind getroffen w

Hb eer Galag,

Durch die Entwicklung der Ereignisse auf dem Kriegsschaupl ön⸗

nen allerdings in diesen Dispositionen noch weseni gsch 35 8

eintreten. 8 Mehl

die Montenegriner 96 Todte, 189 Verwundete. Am 16. September schließen 2200 Montenegriner unter Sotschiza und Pejovies die türkische Avantgarde bei Kovtscha ein. Der zum Entsatz herbeieilende Hafiz Achmed Pascha wird trotz seiner Fünffachen Uebermacht geschlagen und verliert 973 Mann, 1 Fahne, 700 Gewehre, die Montenegriner 14 Todte, Nach dem Jahresbericht der sächsischen Gußstahl⸗ 30 Verwundete. Die eingeschlossene Avantgarde entkommt, wird fabrik in Döhlen bei Dresden bezifferte sich der Absatz des aber an der Tara eingeholt und gänzlich zersprengt. Am selben letzten Jahres in Eisengußwaaren auf 144,830 In Döhlen Tage ergeben sich das Fort Presjeka mit 3 Kanonen, 200 Mann, wurden für 708,378 Gußstahlfabrikate, und für 39,980 Ziegel und das Fort Bilek mit 3 Kanonen, 350 Mann. Große Proviant verkauft, in Summa 748,359 Der mit 2,086,328 abschließen⸗ vorräthe und 700 Kisten Patronen wurden erbeutet. Am 18. Sep⸗ den Bilanz zufolge, besteht der Gewinn in 81,468 ℳ, wovon auf tember wird die Kula Hodschina Poljana mit 40 Mann erobert. Abschreibungen 62,409 ℳ, auf den Reservefonds 2000 ℳ, an die Am 20. September werden die Forts Noschdren und Slostub, sowie Arbeiterkrankenkasse 1000 entfallen, und 15,000 zur Vertheilung die Kula Smedalvo erobert, 186 Mann gefangen, 1 Kanone, 1000 einer 1 rozentig n Dividende dienen, so daß noch 1059 auf neue Pferdeladungen Proviant ꝛc. erbeutet. Am 24. September ergiebt Rechnung vorgetragen werden. sich die Festung Goransko nach Erstürmung der Ringmauer mit Antwerpen, 23. Oktober. (W. T. B.) Wollauktion. 3 Kanonen, 300 Mann, 500 Gewehren und 1000 Pferdeladungen 2328 Ballen angeboten, 1837 B. verkauft. Es herrschte sehr feste Die Situati d- Am 25. September ergiebt sich das Blockhaus Zikvenize mit Tendenz.

lich 6 8 S s. 8s 8 dem Kriegsschauplatze hat si 14 Mann. Am 1. Oktober wird ein türkischer Angriff gegen den Verkehrs⸗Anstalten.

nüc em Schipkapasse wird gemeldet, daß seit Sutormanpaß mit Verlust von 54 Mann Montene⸗ Plymouth, 23. Oktober (W. T. B.) Der Westindien⸗ die gen Fagen Eüt 8* erseits nur ein schwaches Artilleriefeuer griner 6 Todte, 10 Verwundete. Im ganzen diesjährigen Feldzuge Dampfer „Rhenania“ ist hier angekommen

schnee t wied . unterhalten wird. Der cefallene Herbst⸗ 8 heaben die Montenegriner erobert: 1 Festung, 9 Forts, New⸗York, 23. Oktober. (W. T. B.) Der Dampfer des D 8*Sch 1“ vche warmen Strahlen der Sonne geschmolzen 1 1 21 Kule, 3 Redouten, 2545 Pferde, 40 Kanonen, 48 Fahnen, 26,250 nordd eutschen Lloyd „Hermann“ ist hier eingetroffen. bee vneva . ches für die Truppen während einiger Tage Gewehre, von denen jedoch 4250 den abziehenden S8 zurück⸗ ein wirkliches Labsal war, hat auf ihren Gesundheitszustand un⸗ gegeben wurden. Gefangene machte man 4093, die jedoch bis auf ein

Berlin, 24. Oktober 1877.

Friedrich Bode. ie⸗ Frie rich Heinrich Benjamin Bode, am 10. November 1793 zu Berlin geboren, woselbst sein durch verschiedene Schriften, namentlich „die Anleitung zur Kenntniß des gestirnten Him⸗ mels“, bekannter Vater, Johann Elert Bode, als Professor und

ander⸗ Alssiatischer Kriegsschauplatz.