dirende. 3) Am Beginn des Semesters sin worden: Durch Immatrikulation 14, Hospitanten 35, Summa 49 Studirende (unter den Hospitanten befinden sich 4 Studirende der Universität, 2 der Gewerbe⸗Akademie und 1 Offizier und Lehrer am Kadettenhause). 4) Zahl der wöchentlich ertheilten Unterrichtsstunden: Im ordentlichen Unterricht 233 Stunden, im außerordentlichen Un⸗ terricht 50 Stunden, Summa 283 Stunden. 5) Von den ad 2 aufgeführten 689 Baukunstbeflissenen für den Staatsdienst haben: 354 Gymnasien, 335 Realschulen I. Ordnung besucht. 6) Von den Ausländern sind: Aus Holland 1, der Schweiz 2, Mähren 1, Ungarn 2, Rußland 1, Norwegen 2, Schweden 1, Portugal 1, Nordamerika 2, Braßilien 2, England 1, Australien 1, Summa 17.
— Im Gefolge der großen internationalen Ausstel⸗ lungen pflegen auf dem Büchermarkt statistische Arbeiten in größerer Zahl zu erscheinen. Ihre Bestimmung ist, den zeitigen Umfang der verschiedenen Industrien, die Ausdehnung neuer Produktionsmethoden resp. die ausgedehntere Anwendung bekannter Produkte an der Hand der die Ausstellung gewonnenen Anschauung darzulegen und da, wo die Ausstellung ein vollständiges Bild nicht gewährt, dasselbe durch anderweitiges Material zu ergänzen. So haben in Deutschland nach der Ausstellung von Philadelphia die im Auftrage der preußi⸗ schen Regierun serausgegebenen statistischen Arbeiten und ver⸗ gleichenden Zusammenstellungen über die Produktion und Ver⸗ wendung der Metalle und Kohlen gerechte Anerkennung ge⸗ funden. — Im Anschluß an die diesjährige Pariser Weltausstel⸗ lung liegt uns eine bedeutsame Arbeit dieser Gattung vor: „Kohle und Eisen in allen Ländern der Erde’“, unter Mitwirkung hervorragender Fachgenossen herausgegeben von Joh. Pechar, Eisen⸗ bahn⸗Direktor in Teplitz (Verlag von Julius Springer, Berlia). In einleitenden allgemeinen Bemerkungen beschäftigt sich das Buch mit der fortschreitenden Verwendung des Bessemerstohls, mit dem Siemens⸗Martinschen Verfahren der Gußstahlbereitung und schließt mit drei Uebersichtstabellen, welche die Kohlen⸗ und Roheisenproduk⸗ —— sowie die Bessemerstahl⸗Fabrikation auf der Erde veranschau⸗
en.
Nach diesen Tabellen berechnet sich die Kohlenproduktion der Erde für das Jahr 1876 auf etwa 286 Millionen Tonnen; für das Jahr 1866 ergiebt sich, wenn man von Amerika exkl. der Vereinigten Staaten, Asien und Afrika, für 8 auch nur annähernd entsprechende Ziffern nicht vorliegen, absieht, eine Summe von rund 185 Millionen Tonnen. Es bedeutet dies für das Decennium eine Zunahme von ca. 52 %. Den größten Antheil an der Kohlenproduktion nehmen Großbritannien mit 135 611 788 t oder 47,4 % der Gesammtproduktion, Deutschland mit 48 296 367 t oder 16,9 % und die Vereinigten Staaten von Nordamerika mit 48 273 447 t oder 16,9 % der Gesammtproduktion. Es folgen dann Frankreich, Belgien, Oesterreich⸗Ungarn ꝛc. Das Wachsthum der Förderung in den angedeuteten 10 Jahren zeigt u. A. für Oesterreich⸗Ungarn 175,08 %, für die Vereinigten Staaten 120,85 %, für Deutschland 71,48 %, für Frankreich 38,04 %, für Großbritannien 31,57 %, für Belgien 12,17 %. — Die Roheisen⸗ produktion der Erde betrug 1876 rund 14,3 Millionen Tonnen, im Jahre 1866 rund 9,5 Millionen Tonnen. Der Fortschritt der Eisenindustrie hat, was die produzirten 8. anbetrifft, mit der Entwickelung der Kohlenindustrie ziemlich gleichen Schritt gehalten; erstere ist von 1866—1876 um ca. 47,8 %, letztere, wie oben bemerkt, um 52 % gestiegen. Auch hier nimmt England mit seiner Produktion von 6 660 893 t, d. h. mit ca. 46,5 % der Gesammtproduktion, die erste Stelle ein; demselben folgen die Ver⸗ einigten Staaten mit 2 351 618 t oder 17,1 %, Deutschland mit 1 614 687 t oder 11,3 %, Frankreich mit 1 453 112 t oder 10,2 % der
Gesammtproduktion. Die Steigerung der Produktion der einzelnen Länder innerhalb des gedachten Zeitraums zeigt u. A. für die Ver⸗ einigten Staaten 91,96 %, für Deutschland 61,38 %, für England 44,92 %, für Frankreich 15,30 %.
Die Bessemerstahl⸗Fabrikation verfügt über 97 Bessemerhütten mit 334 Convertern. Die Produktion beläuft sich auf 2 108 384 t; davon kommen auf Großbritannien 762 000 t oder
36,1 %, auf die Vereinigten Staaten 534 412 t oder 25,3 %, auf Deutschland 390 434 t oder 18,5 %, auf Frankreich 218 000 t oder 10,4 % der Gesammtproduktion.
Diesen Tabellen schließt sich eine vergleichende Uebersicht der Entwicklung des Eisenbahnnetzes der Erde an; da die Ent⸗ wickelung des Eisenbahnnetzes auf das Innigste mit der Kohlen⸗ und
Eisenindustrie zusammenhängt. Es betrug die Länge der Eisen⸗ bahnen auf der Erde im Jahre 1850: 41 897 km, 1860: 108 626 km,
1870: 211 109 km, 1875: 293 813 km, Ende 1877: 321 272 km.
Kunst, Wissenschaft und Literatur.
Von dem Werke „Die Feldherrnkunst des neun⸗ zehnten Jahrhunderts“ von W. Rüstow, welches in dritter vermehrter und bis zur Gegenwart fortgeführter Auflage im Verlage von Friedrich Schultheß in Zürich erscheint, liegen jetzt die Liefe⸗ rungen 4—6 vor. Damit ist der erste Band, welcher die Kriegsge⸗ chichte der Jahre 1792 — 1815 umfaßt, abgeschlossen. Die vierte ieferung hebt mit der Darstellung der kriegerischen Ereignisse an, welche sich in den letzten Monaten des Jahres 1806 zutrugen, mit dem Gefecht bei Halle, der Kapitulation von Prenzlau, dem Sturm von Lübeck und Napoleons Weichselübergang, um sich alsdann den Begebenheiten des Jahres 1807 zuzuwenden, der Schlacht von Prastscs elane der Einnahme Danzigs und den Schlachten von Heilsberg und Friedland. Das nächste Kapitel ist dem Jahre 1809 gewidmet. Hier werden geschildert: die Eröffnung des Feld⸗ zugs an der Donau, die Einnahme Wiens, die Schlacht von Aspern und Eßling, die Ereignisse in Italien und die Schlacht von Wagram. Der siebente Abschnitt des zweiten Buches beschäftigt sich aus⸗ schließlich und ausführlich mit Jomini, zunächst mit seinen Lebens verhältnissen. und dann mit seiner eigenartigen Eintheilung der Kriegswissenschaft, während der umfangreiche achte Abschnitt, welcher den ersten Band abschließt, die Befreiungskriege behandelt. In chronologischer Reihenfolge macht hier den Anfang der spanische Krieg von 1808 bis 1812, dessen einzelne Phasen er⸗ örtert werden, nämlich der Beginn des Aufstandes und die Kapitulation von Baylen, wie Napoleon sich selbst an die Spitze der Armee in Spanien stellt, weiter die Operationen Soults und Ney's in Portugal, Galizien und Asturien, die Schlachten von Talavera und von Oganna, die Operationen in Arragonien und Catalonien, die Besetzung Anda⸗
lusiens, Massena vor den Linien von Torres Vedras, Soults Ope⸗ rationen in Andalusien und Estremadura, Souchets Operationen in den östlichen Provinzen und die Schlacht von Salamanca. Dem Kriege in Spanien folgt dann der russische Krieg von 1812, die Vorbereitungen zum Kriege, die Eröffnung des Feldzuges, die Aende⸗ rung des russischen Operationsplanes, der weitere Rückzug der Russen an die Moskwa, die Schlacht von Borodino, Napoleon in Moskau, der Versuch des Rückzugs über Jelnia, der Rückzug bis zur Beresina, der Uebergang über die Beresina, und der weitere Rückzug. Den nächsten Gegenstand der Darstellung bildet der deutsche Krieg von 1813, dem folgende Kapitel gewidmet sind: Preußens Entschluß zum Kriege, Eröffnung des Feldzuges, die Schlachten von 18 und von Bautzen, der Rückzug nach Schweidnitz und der Waffenstillstand, Wiederbeginn des Krieges, Plan der Ver⸗ bündeten, Kriegsplan Napoleons, die Schlachten von Dresden, von Kulm, an der Katzbach, von Großbeeren und Dennewitz, Elbübergang der schlesischen und der Nordarmee, Gegenoperationen Napoleons, die Schlacht von Leipzig und die Schlacht von Hanau. Nachdem hierauf der Veagsasser die Besprechung der kriegerischen Ereignisse in Spanien während des Jahres 1813 eingeschoben, wendet er sich der Schilderung des Feldzuges von 1814 zu, indem er den Rhein⸗ übergang der Verbündeten, die Schlachten von Brienne und la Ro⸗ thibre, die Trennung der Verbündeten, Napoleons Ausfall gegen Blücher, und seine Umkehr gegen Schwarzenberg, die Wiedervereinigung und abermalige Trennung der Verbündeten, die neue Umkehr Napo⸗ leons gegen Blücher, des letzteren Vereinigung mit Bülow und Winzingerode, die Schlachten von Craonne und Laon, das
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8 8 8— 2 8 neu aufgenommen
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Treffen bei Arcis an der Aube, dann Napoleons weitere Pläne, den Marsch der Verbündeten auf Paris und das Ende des Feldzugs darstellt. Am 11. April unterzeichnete Napoleon eine unbedingte Abdankung für sich und seine Erben und reiste am 20. nach Elba ab. Napoleons Rückkeöhr von Elba gab dann die Veran⸗ lassung zu dem Feldzuge von 1815. Derselbe wurde in den Nieder⸗ landen eröffnet. Die Schilderung der Schlacht von Ligny, des Treffens von Quatrebras, der Schlacht von Bellealliance und der Treffen bei Wawre, welche Kämpfe in rascher energischer Aufeinanderfolge den Feldzug zu einem baldigen, für die Verbündeten erfolg⸗ und ruhm⸗ reichen Ende führten, bilden den Schluß des ersten Bandes, dem zur Erläuterung des Textes eine Figurentafel beigegeben ist.
Land⸗ und Forstwirthschaft.
Stade, 3. Juli. (Hamb. Corr.) Unsere Ernteaussichten
n im Allgemeinen ihren bisherigen hoffnungsvollen Charakter behauptet. Der Marschroggen ist zwar auf schwerem Boden im All⸗ gemeinen nur dünn bestanden und leidet auch stellenweise an Mause⸗ fraß, doch zeichnet er sich durch einen kräftigen Halmwuchs und be⸗ sonders durch seine langen Aehren aus und hatte auch eine recht gute Blüthezeit, so daß man trotz der angedeuteten Mängel immerhin auf eine annähernd gute Mittelernte rechnen kann. Auf der Geest stellen sich die Aussichten dagegen ungleich günstiger und lassen die fast durchgehends dicht bestandenen Felder reiche Erträge erwarten. Der Weizen in den Marschen entspricht nicht überall den anfänglichen Erwartungen, da auch er stellenweise von den Mäusen gelichtet ist, im Allgemeinen zeichnet er sich jedoch vor dem Roggen durch seinen geschlosseneren Stand aus, hatte eine gute Blüthe und läßt daher bei nur einigermaßen günstiger Witterung eine gute Ernte an Stroh und Körnern erhoffen. Daneben versprechen auch die hinreichend mit Schoten bedeckten Oelfrüchte, Rübsen und Raps, eine lohnende Ausbeute. Sie stehen bereits vor der Reife, so daß der Schnitt in wenigen Wochen beginnen wird. Auch der Stand der Sommerfrüchte kann im Allgemeinen nur gerühmt werden, wenn⸗ leich der früh gesäete e sich nicht überall nach Wunsch entwickelt at, vielfach mit dem Hederich im Kampfe liegt und außerdem in der Marsch etwas dünn bestanden ist. Die später bestellten Felder sind kräftiger, reiner und dichter bestanden, verlangen aber, wie alles Sommerkorn, sehr nach Feuchtigkeit, die in den letzten Tagen auch in der Umgegend in reichlichem Maße den Aeckern zu Theil geworden ist. Der Buchweizen hatte zuerst von der Kälte und Nässe viel zu leiden, erholte sich jedoch später bei der milderen Witterung sehr rasch und scheint auch die Hitze der letzten Woche glücklich überwunden zu haben, bedarf aber zu seiner ferneren gedeihlichen Entwickelung eines durchdringenden Regens. — Erbsen und Bohnen lassen wenig zu wünschen übrig; beide haben sich außerordentlich voll und kräftig entwickelt, und während erstere bereits im Abblühen begriffen sind und reiche Schoten angesetzt haben, stehen letztere zur Zeit in voller Blüthe und versprechen gleichfalls befriedigende Erträge. — Die Kartoffeln haben sich außer⸗ ordentlich herausgemacht und bedecken mit ihrem dichten und kräftigen Laube vollständig den Acker; Spätkartoffeln, die theilweise bereits in voller Blüthe stehen, haben gleich⸗ falls gut angesetzt, verlangen aber auf der hohen Geest stark nach Regen. — Das Aussetzen der Hackfrüchte — Rüben, Runkel und Kohl — wurde durch die voraufgegangene Regenzeit sehr begünstigt und sind fast sämmtliche Felder so ziemlich rechtzeitig bestellt worden. — Der erste Heuschnitt, der bereits reich⸗ lich zur Hälfte geborgen ist, war überall von einer ganz vorzüglichen Beschaffen heit und brachte in den Marschen und auf den Außen⸗ deichswiesen überaus reiche und auf den gedüngten Geest⸗ und Moor⸗ wiesen befriedigende Erträge; nur die ungedüngten Moorwiesen ent⸗ sprachen nicht völlig den Erwartungen. Auch der bereits eingeheimste Ertrag der Kleefelder hat eine ganz vorzügliche und außerordentlich reiche Ausbeute geliefert. Der Ertrag der Nachmaht wird durch die anhaltende Dürre etwas Ge welche sich auch bereits auf den Weiden allmählich bemerklich zu machen beginnt. Außerdem sollen auch die Mäuse auf den niedrigen und lockeren Wiesen stellenweise arge Verwüstungen anrichten. — Unsere Obstaussichten gestalten sich immer günstiger. 1 9
Gewerbe und Handel.
Dem Geschäftsbericht der Warschau⸗Wiener Eisen⸗ bahn sind folgende Angaben über die Betriebsresultate des Jahres 1877 entnommen: Die Einnahmen betrugen 5 334 212 Rbl. gegen 4 780 350 Rbl. in 1876 und vertheilen sich mit 1 414 335 Rbl. (gegen 1 404 528 Rbl. pro 1876) auf den Personenverkehr, mit 3 242 523 Rbl. gegen 3 051 384 Rbl. pro 1876 auf den Güterverkehr und mit 677 354 Rbl. gegen 324 438 Rbl. pro 1876 auf diverse Einnahmen. Die gesammten Betriebsausgaben betrugen im Jahre 1877 2 569 561 Rbl. gegen 2433 494 Rbl. im Jahre 1876. Abzüglich derselben, sowie 250 000 Rbl. Pacht an die Staatsregierung, ferner 1 237 431 Rbl. Verzinsung und Amortisation der Obligationen der Ge⸗ sellschaft, endlich 18426 Rbl. Amortisation der Baukosten diverser Zweigbahnen, bleibt ein Ueberschuß von 1 258 792 Rbl., von welchem 37 763 Rbl. dem Reservefonds zu gute kommen und 62 500 Rbl. zur Amortisation des Aktienkapitals von 12 500 000 Rbl. mit ½ % abgeschrieben werden. Von dem Rest mit 1 158 528 Rbl. werden 425 528 Rbl. zur Deckung der Ausgaben aus dem Erneuerungs⸗ fonds verwendet und von dem demnächstigen Reinertrage, abzüglich der Tantième für die Direktion mit 7330 Rbl. der Betrag von 725 670 Rbl. den Aktionären zur Disposition gestellt. — In der Generalversammlung wurde dem Verwaltungsrathe Decharge ertheilt und demnächst von obigem Betrage 375 000 Rbl. zur Vertheilung einer Dividende von 3 Rbl. pr. Aktie oder 5 %, und der Rest zur Deckung der Erneuerungsausgaben pro 1877 bestimmt.
— Aus Amsterstam schreibt man dem „Hamb. Corr.“ unterm 1. d. Mts.: Am 27. v. Mts. arrivirte zu Vlaardingen das erste Jagerschiff, welches am 17. die Fischerflotte verlassen hatte und den ang von 8 Schiffen, im Ganzen 51 ⅜ Tonnen Heringe anführte. ach weiteren Berichten aus Lerwick hat auch bereits der 2. Jager mit 223 Tonnen die Heimreise angetreten, der 3. und der 4. Jager sollen mit voller Ladung, der 5. und 6. zusammen mit 1000 Tonnen unterwegs sein. Dies überraschend günstige Resultat befriedigt um so mehr, da die Qualität des Fisches die Erwartungen übertrifft. In der am 27. Juni abgehaltenen Auktion ging der Preis von 150 bis 275 Fl. per Tonne. 1 8 London, 5. Juli. (W. T. B.) Bei der heutigen Woll⸗ auktion wurden die ursprünglich zum Verkauf gestellten Capwollen zurückgezogen. Australische Wollen fest. . Havre, 5. Juli. (W. T. 82 Bei der heutigen Woll⸗ auktion waren 1929 Ballen angeboten, von denen 1071 Ballen verkauft wurden. Das Geschäft war belebt; Preise für Buenos⸗ Ayres⸗Wollen sehr fest, für Montevideo⸗Wollen 15 Cts. höher als bei der Mai⸗Auktion.
Verkehrs⸗Anstalten.
Ueber die im Bau befindlichen Bahnlinien und weitere Bahnprojekte in den Niederlanden entnehmen wir der Ztg. des Ver. Dtsch. Eisenb. Verw.“ Folgendes: Der Kiederländische Staat baut nach Gesetz vom 21. Mai 1873: Arnhem⸗Nymegen 20,5 km, vnneegh⸗ vermuthliche Voll⸗ endung Mai 1879. ach Gesetz vom 11. November 1875 wurden folgende weitere eingeleisige Bahnlinien in Bau genommen: Almelo⸗ Zwolle, 44,7 km, bereits in Angriff genommen. Dortrecht⸗Elst, 72 km, im Laufe des Jahres 1878 in Angriff genommen. Amersfoort⸗ Nymegen, 54 km, im Laufe des Jahres 1878 in Angriff genommen. Zaangegend⸗Enkhuizen, 49 km, Zeit der Inangriffnahme noch unbe⸗ Nymegen⸗Venlo, 55,8 km, im Laufe des Jahres 1878 in ngriff genommen. Sodann sollen folgende Linien gebaut werden, deren Länge und Stationen wie auch Zeit der Inangriffnahme noch unbestimmt sind: Stavoren⸗Leeuwarden, Rotterdam⸗Hoek van Holland, waluwe⸗Herzogenbusch, Groningen⸗Delfzyl. Von Privatbahn⸗ esellschaften werden gebaut und zwar so, daß die erste Anlage
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für ein Geleise erfolgt, leise erworben wird: Tilburg⸗Nymegen, von der Miederländischen
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das Terrain aber für zwei Ge⸗ Süd⸗Ostbahn⸗Gesellschaft. 65 km. Zeit der Inangriffnahme un⸗ bestimmt. Leiden⸗Woerden, von der Leiden⸗Woerdener Eisenbahn⸗ gesellschaft. Z2 km. Wird am 15. Oktober 1878 in Betrieb ge⸗ nommen. Zütphen in der Richtung nach Borken, mit Zweigbahn Wynterwyk⸗ olt, von der Niederländisch⸗Westfälischen Eisenbahn⸗ Gesellschaft. Feivei. ee 51 km. Zweigbahn 7 km. Wird im Laufe des Jahres 1878 in Betrieb genommen. Von der belgischen Grenze über Roermond nach der preußischen Grenze in der Richtung nach Gladbach von der Eisenbahngesellschaft „Nord de la Belgique“. Länge ca. 43 km. Zeit der Inangriffnahme noch unbestimmt. Woensdrecht⸗Grenze in der Richtung nach Antwerpen, von der Gesellschaft für den Betrieb der Eisenbahnen von Antwerpen nach Rotterdam. Konzession vom 9. Mai 1874 Länge, Stationen und Zeit der Inangriffnahme noch unbestimmt.
Bern, 4. Juli. (N. Zürch. Ztg.) Der Gotthardexperten⸗ bericht berechnet die Kosten der Gotthardbahn bei Vollendung bis Oktober 1881 auf 228 060 000 Fr., bei Vollendung bis Juli 1882 auf 232 060 000 Fr.
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Berlin, 6. Juli 12 =˙ ..
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in Schwelm sind die Vaterländischen Frauen⸗ vereine zu Elberfeld und Barmen sofort in Thätigkeit ge⸗ treten, um sich an der Fürsorge für die Familien der ver⸗ schütteten und verwundeten Arbeiter zu betheiligen. Auch der unter dem Protektorat Ihrer Majestät der Kaiserin⸗ Königin stehende Vaterländische Frauenverein in Berlin hat seine Mithülse zu gleichem Zwecke zur Verfügung gestellt.
Der XIV. deutsche Juristentag findet am 29., 30. und 31. Fnchft d. J. zu Jena statt, und am 28. August Begrüßungs⸗ abend in den akademischen Rosensälen. Vorsitzender des Lokal⸗ comités zu Jena ist Ober⸗Appellationsgerichts⸗Rath Professor Dr. Luden und dessen Stellvertreter Geheimer Justiz⸗ und Ober⸗ Appellationsgerichts⸗Rath Dr. Hase. Wohnungsanmeldungen sind an den Rechtsanwalt Dr. Zerbst 7 richten, und wird dringend a. die Wohnungsanmeldungen baldmöglichst und spätestens bis zum 15. August d. J. in Jena anzubringen.
Die Tagesordnung ist vorläufig folgendermaßen fest⸗ gestellt: I. Erste E Donnerstag, 29. August 1878, Vormittags 9 Uhr. 1) ahl des Vorsitzenden und seiner Stellvertreter. 2) Vertheilung der Berat vecs he sgnde an die Abtheilungen. 3) Bericht über die Rechtsentwickelung in Deutschland seit der letzten Juristentagsversammlung, erstattet vom Justiz⸗Rath von Wilmowski aus Berlin. II. n der Abtheilungen. 1) Soll nach dem deutschen bürgerlichen Gesetzbuche das Eigenthum an einer beweglichen Sache durch Vertrag, sobald solcher abgeschlossen oder erst durch Uebergabe der Sache erworben werden? Gutachten von: Appellationsgerichts⸗Rath Bornemann zu Naumburg a. d. Saale. (Verh des XIV. Jur.⸗Tages Heft 1 S. 113.) Bezirksgerichts⸗Rath Dr. Seitz zu Lohr. (XIV. Heft 2 S. 56.) Kammergerichte⸗Präsident Petersen zu Straßburg i. Elsaß. (XIV. Heft 2 S. 163.) Referent: Präses Dr. Albrecht zu Hamburg. 2) Erscheint es angemessen, mit der Verheirathung die Rechts⸗ wirkungen der Großjährigkeit zu verbinden? Gutachten von Kreis⸗ gerichts⸗Rath Lang zu Rottweil. (XIV. Heft 1 S. 42.) Professor Dr. Pfaff zu Wien. (XIV. Heft 1 S. 156.) Referent: Ober⸗Tribu⸗ nals⸗Rath von Köstlin zu Stuttgart. 3) Ob und in wie weit die Testirfreiheit mit Rücksicht auf eine Pflichttheilsverletzung einge⸗ schränkt werden soll? Gutachten von: Avppellationsgerichts⸗Anwalt Meyersburg zu Celle. (XIV. Heft 1 S. 50.) Geheimer Justiz⸗Rath Professor Dr. Bruns zu Berlin. (XIV. Heft 1 S. 72.) Referenten: Kammer⸗Präsident Petersen zu Straßburg i. E. und Hof⸗ und Gerichts⸗Advokat, Dr. Jaques zu Wien. 4) Rechtfertigt sich eine allgemeine Vorschrift des Inhalts, daß, wer ein Handelsgeschäft übernimmt oder in ein solches als offener Gesellschafter eintritt, falls die Firma unverändert bleibt, ohne Weiteres Aktiva und Pas⸗ siva übernimmt? Gutachten von: Advokat Dr. Heinsen zu —2 burg. (XIV. Heft 2 S. 215.) Referenten: Justiz⸗Räthe Makower und Leonhard zu Berlin. 5) I. Soll bei verweigerter Acceptation eines Wechsels der Regreß auf Sicherheit, wie nach deutschem und französischem Rechte, oder auf sofortige Zahlung, wie nach englischem und nordamerikanischem Rechte, gerichtet werden? II. Ist der Vor⸗ schlag des Bremer Kongresses der Gesellschaft für Reform und Kodi⸗ fikation des Völkerrechts (1876) gerechtfertigt: „die Protestfrist (für einen Wechsel) soll wegen höherer Gewalt für die Dauer der Stö⸗ rung, aber niemals über eine kurze, ein für alle Mal durch das Wechselgesetz zu bestimmende, Frist (etwa 14 Tage) hinaus er⸗ streckt werden“? Gutachten von: Hof⸗ und Gerichts⸗Advokat Dr. Jaques zu Wien. (XIV. Heft 2 S. 187.) Referenten: Reichs⸗ Ober⸗Handelsgerichts⸗Rath Wiener zu Leipzig und Minister⸗Resident Geheimer Justiz⸗Rath Dr. Borchardt zu Berlin. 6) Soll die Jury bei ihrem Verdikte an die Rechtsbelehrung des vorsitzenden Richters gebunden sein? (Vergl. Verhandl. des XIII. Jur.⸗Tages I. S. 29 161. II. S. 173 ff. 421 — 424.) Gutachten von: Ober⸗Appellations⸗ gerichts⸗Rath Lamm zu Dresden. (XIV. Heft 2 S. 127.) Professor Dr. Teichmann zu Basel. (XIV. Heft 2 S. 145.) Professor Dr. Ull⸗ mann zu Innsbruck. (XIV. Heft 2 S. 158.) Referent: Professor Dr. Gneist zu Berlin. 7) Ob das Verschweigen eines Gründergewinns bei Gründung eimer Aktiengesellschaft (als Betrug) den ersten Aktienzeich⸗ nern oder Anderen gegenüber strafbar ist? Gutachten von Advokat Stenglein zu München. (XIV. Heft 2 S. 89.) Ober⸗Gerichts⸗Rath Dr. Mittelstädt zu Hamburg. (XIV. Heft 2 S. 99.) Referenten: Ober⸗Gerichts⸗Rath Thomsen zu Hannover und General⸗Staatsan⸗ walt Dr. von Schwarze zu Dresden. 8) Wie ist das torum delicti commissi für ein Preßerzeugniß zu bestimmen, welches von mehreren Orten aus vertrieben worden ist. Referent: Advokat Stenglein zu München. 9) Soll unter der Voraussetzung, daß die Zulassung zur Rechtsanwaltschaft bei einem bestimmten Gerichte erfolgt, der hier zugelassene Anwalt die in Civilprozeßsachen gebotene Vertretung auch be. anderen Gerichten unbeschränkt oder unter welchen Beschränkungen übernehmen können? Gutachten von: Reichs⸗Ober⸗Handelsgerichts⸗ Rath Dr. Wenz zu Leipzig (XIV. Heft 1 S. 29 Appellations⸗Ge⸗ richts Präsident Dr. Kühne zu Greifswald. (XIV. Heft 2 S. 3.) Referent: Ober⸗Gerichts⸗Anwalt Erythropel zu Celle. Korreferent: vor⸗ behalten. 10) Ist eine gemeinsame Prüfungsordnung für deutsche Richter und Anwälte nothwendig? und wie ist F auf der Grundlage der §§. 2—6 des deutschen Gerichtsverfassungs⸗Gesetzes zu gestalten? Gutachten von: Professor Dr. Gierke zu Breslau. (XIV. Heft 1 S. 3.) Professor Dr. Gneist zu Berlin. (XIV. Heßt 1 S. 1%) Rechtsanwalt A. Fürst zu Heidelberg. (XIV. Heft 2 S. 77. Referenten: General⸗Staatsanwalt Dr. von Schwarze zu Dresden und Professor Dr. Brunner zu Berlin. 11) In welchem Umfange soll
ein Anwalt verpflichtet sein, ein angetragenes Mandat (a. in Civilsachen,
von weite ages⸗
b. in Strafsachen) zu übernehmen? Referent: Justiz⸗Rat Wilmowski zu Berlin. Korreferent: vorbehalten. III. Plenarsitzung: Sonnabend, 31. August, Vormittags. Die
werden.
ordnung für die zweite Plenarsitzung wird besonders bekannt gemacht
Redacteur: J. V.: Riedel.
Verlag der Expedition (Kessel). Druck: W. Elsner.
Drei Beilagen (einschließlich Börsen⸗Beilage).
Berlin:
Auf die Nachricht von dem Einsturz des Tunnels
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cchs⸗An
Bekanntmachung,
r. die Ausreichung der neuen Zinscoupons zu den Obligationen des -as. Landgräflich hessischen 5 prozentigen Staatsanlehens von I. 150 000, d. d. 1. August 18599.
Die neuen Coupons zu dem vormals Landgräflich esces 5prozentigen Staatsanlehen von Fl. 150 000, d. d. 1. August 1859 Ser. 1II. Nr. 1 — 8, wovon Ser. III. Nr. 1 am 1. Februar 1879 fällig wird, nebst Talons werden vom 15. Juli ab gegen Rück⸗
abe der alten Lehn Königlichen Regierungs⸗Hauptkasse in iesbaden ausgereicht werden. 1“ 8
Es Fnnen diese Coupons auch durch die sämmtlichen übrigen
Königlichen Regierungs⸗Hauptkassen, durch die 232 Bezirks⸗ auptkassen in Hannover, Lüneburg und Osnabrück sowie durch die
Heupe e Kreiskasse in Frankfurt a⸗M. und durch die Königliche
Steuerkasse in Homburg bezogen werden. 1
Wer die neuen Coupons durch eine dieser Kassen beziehen will, hat derselben die alten Talons mit einem doppelten Verzeichnisse inzureichen. “ 58 ee eine Verzeichniß wird, mit einer Empfangsbescheinigung versehen, sogleich zurückgegeben und ist bei Aushändigung der neuen Coupons wieder abzuliefern. Formulare zu diesen Verzeichnissen sind bei den gedachten Kassen unentgeltlich zu haben.
Der Einreichung der Schuldverschreibungen bedarf es zur Er⸗ langung der neuen Coupons nur dann, wenn die alten Talons ab⸗
anden gekommen sind; in diesem Falle sind die betreffenden Staats⸗ chulddokumente an das Königliche Regierungs⸗Präsidium zu Wies⸗ baden mittelst besonderer Eingabe einzureichen. 1
Die entstehenden Portokosten haben die Empfänger der neuen Coupons zu ersetzen.
Wiesbaden, hen. 22. Juni 1878. 1
Der Regierungs⸗Präsident. von Wurmb.
Erste Beilage
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Berlin, Sonnabend, den 6. Juli
Personalveränderungen. Königlich Preußische Armee.
Ernennungen, Beförderungen und Versetzungen. Im aktiven Heere. Berlin, 27. Juni. v. Oheimb, Sec. Lt. vom Inf. Regt. Nr. 15, in das Jäger⸗Bat. Nr. 7, Schultze⸗ Moderow, Sec. Lt. vom Ulan. Regt. Nr. 12, in das Ulan. Regt. Nr. 4 versetzt. — Potsdam, 29. Juni. Cleve I., Pr. Lt. vom 4. Garde⸗Gren. Regt., unter Belass. in seinem Kommdo. als Adjut. bei der 3. Garde⸗Inf. Brig. à la suite des Regts., v. Holtzen⸗ dorff, Pr. Lt. vom Inf. Regt. Nr. 91, unter Belass. in seinem Kommdo. als Adjut. bei der 13. Inf. Brig., à la suite des Regts. Festelt v. Pawel, Sec. Lt. vom Inf. Regt. Nr. 91, zum Pr.
t. befördert. v. Hid dessen I., Pr. Lt. vom Infant. Regt. Nr. 15, unter Belassung in seinem Kommdo. als Adjutant bei der 27. Inf. Brig., à la suite des Inf. Regts. Nr. 20 gestellt. Eltze, Sec. Lt. vom Inf. Regt. Nr. 15, zum Pr. Lt. befördert. v. Ploetz, Pr. Lt. vom Inf. Regt. Nr. 26, unter Belass. in seinem Kommdo. als Adjut. bei der 7. Inf. Brig., à la suite des Gren. Regts. Nr. 3 gestellt. v. Westernhagen, Sec. Lt. vom Inf. Regt. Nr. 26, zum Pr. Lt. befördert. Dreising, Pr. Lt. vom Inß Regt. Nr. 52, unter Belass. in seinem Kommdo. als Adjut. bei der 11. Inf. Brig., à la suite des Gren. Regts. Nr. 6 gestellt. v. Pfuhl, Sec. Lt. vom Inf. Regt. Nr. 52, zum Pr. Lt. be⸗ fördert. v. König, Pr. Lt. vom Hus. Regt. Nr. 3, unter Belass. in seinem Kommdo. als Adjut. bei der 7. Kav. Brig., à la suite des Regts. v. Wedell, Pr. Lt., aggr. dem Husaren⸗ Regiment Nr. 3, in das egiment einrangirt. Frhr. v. Stosch, Premier⸗Lieutenant vom Ulanen⸗Regiment Nr. 12, unter Belass. in seinem Kommdo. als Adjut. bei der 10. Kav. Brig., à la suite des Regts. gestellt. Köppen, Pr. Lt., aggr. dem Ulan. Regt. Nr. 12, in das Regt. einrangirt. v. Beneckendorff und v. Hindenburg, Pr. Lt. vom Drag. Regt. Nr. 9, unter Belass. in seinem Kommdo. als Adjut. bei der 31. Kav. Brig. à la suite des Regiments gestellt. v. Wedell, Pr. Lt., aggr. dem Drag.
eiger und Königlich Preußisch
Regt. Nr. 9, in das Regt. einra v. Seydewitz, Pr. Lt. vom Drag. Regt. Nr. 13, unter Belass. in seinem Kommdo. als Adjut. bei der 28. Kav. Brig., à la suite des Regts. gestellt. Stahn, Pr. Lt., aggr. dem Drag. Regt. Nr. 13, in das Regt. ein⸗ rangirt. Frhr. v. Langermann und Erlencamp, Pr. Lt. vom Drag. Regiment Nr. 24, unter Belassung in seinem Kommdo. 85 Adjut. bei der 25. Kav. Brig. à la suite des Regts. gestellt. Frhr v. Normann, Sec. Lt. vom Drag. Regt. Nr. 24, zum Pr. Lt. befördert. v. Eckartsberg, Sec. Lt. a. D., zuletzt im Inf. Regt. Nr. 91, auf sechs Monate zur Dienstleist. beim Drag. Regt. Nr. 18 kommandirt. Horn, Pr. Lt., aggr. dem Train⸗Bat. Nr. 10 und kommdrt. zur Dienstleist. in die vakante 2. Depotoffiz. Stelle beim Traindepot des VII. Armee⸗Corps, zum 2. Depotoffiz. beim Traindepot des VII. Armee⸗Corps ernannt. — 1. Juli. v. Heimburg, Major und etatsm. Stabsoffiz., Boeckh, überzähl. Major und Comp. Chef, beide vom Kadettenhause zu Berlin, zu Bats. Commdrs., v. Marklowski, Hauptm., aggr. dem Ferterte „Regiment Nr. 71 und kommandirt zur Dienst⸗ leistung beim Kadettencorps, unter Einrangierung in das Kadettencorps, zum Comp. Chef beim Kadettenhause zu Berlin, er⸗ nannt. Henning, Pr. Lt. vom Kadettenhause zu Berlin, zum Hauptm. und Comp. Chef, Ribbentrop, Pr. Lt. à la suite des Kadettencorps und Milit. Lehrer bei dem Kadettenhaufe zu Berlin, zum überzähl. Hauptm. befördert. — 2. Juli. Scheringer, Pr. Lt. a. D., zuletzt Sec. Lt. im Inf. Regt. Nr. 55, in der Armee, und zwar als Pr. Lt. mit einem Patent vom 2. Juli 1878, als 2. Offiz. bei dem Festungsgefängniß in Torgau angestellt. Abschiedsbewilligungen. Im aktiven Heere. Ber⸗ lin, 29. Juni. Würtemberger, Pr. Lt. a. D., zuletzt im Leib⸗ Gren. Regt. Nr. 109, der Charakter als Hauptm. verliehen. Beamte der Militär⸗Verwaltung. Durch Verfügung des Kriegs⸗Ministeriums. 27. Juni. Marzahn, Zahlmstr. vom Füs. Bat. Inf. Regts. Nr. 60, zum Jäger⸗Bat. Nr. 9 versetzt.
M Inserate für den Deutschen Reichs⸗ u. Kgl. Preuß. Staats⸗Anzeiger, das Central⸗Handelsregister und das Postblatt nimmt an: die Königliche Expedition des Deutschen Reichs⸗Anzeigers und Königlich Preußischen Staats⸗Anzeigerg:
Deffentlicher Anzeiger.
1. Steckbriefe und Untersuchungs-Sachen.
2. Subhastationen, Aufgebote, u. dergl.
3. Verkäufe, Verpachtungen, Submissionen eto.
orladungen Grosshandel.
7. Literarische Anzeigen.
5. Industrielle Etablissements, Fabriken und 6. Verschiedene Bekanntmachungen.
Inserate nehmen an: das Central⸗Annoncen⸗ Burean der dentschen Zeitungen zu Berlin, Mohrenstraße Nr. 45, die Annoncen⸗Expeditionen des „Invalidendank“, Rudolf Mosse, Haasenstein & Vogler, G. L. Daube & Co., E. Schlotte, Büttner & Winter, sowie alle übrigen größeren
Berlin, 8. W. Wilhelm⸗Straße Nr. 32.
4. Verloosung, Amortisation, Zinszahlung * u. s. w. von öffentlichen Papieren.
8. Theater-Anzeigen. In der Börsen- 9. Familien-Nachrichten. beilage. **
Annoncen⸗Bureans.
Steckbriefe und Untersuchungs⸗Sachen.
Steckbrief. Gegen den Joseph Simon ist die erichtliche Haft wegen wiederholter qualifizirter Arkundenfälschung in den Akten Litt. 8. No. 751 de 1878 beschlossen worden. Die Verhaftung hat nicht ausgeführt werden können. Es wird ersucht, den ꝛc. 8 im Betretungsfalle festzunehmen und mit allen bei ihm sich vorfindenden Gegen⸗ ständen und Geldern an die Königliche Stadtvoigtei⸗ Direktion hierselbst abzuliefern. Berlin, den 4. Juli 1878. Königliches Stadtgericht, Abtheilung für Untersuchungssachen. Beschreibung. Alter: 45 bis 50 Jahre, Haare: dunkel, kleiner dunkler Schnurrbart, Gestalt: klein und untersetzt, Sprache:
französisch und englisch.
Steckbriefs⸗Erledigung. Der unterm 3. d. Mts. hinter den desertirten Füstlier Steiner diessendger 9. Compagnie erlassene Steckbrief ist durch dessen Wiedereintreffen erledigt. Wittenberg, den 5. Juli 1878. Königliches Füsilier⸗Bataillon. 3. Bran⸗ denb. Infanterie⸗Regiments Nr. 20.
6033 82 Buchbinder Friedrich August Neumann,
eboren in Leipzig am 1. Juni 1844 hat in einer . wider denselben anhängigen Untersuchung Strafe zu verbüßen und wird, da sein Aufenthalt nicht zu ermitteln S ist, hierdurch geladen, alsbald und ätestens bis zum pateß h 18 Aens d. J. einen Aufenthaltsort hier anzuzeigen. Penglahn und deren Organe werden ersucht, den ꝛc. Neumann im Betretungsfalle auf diese Vor⸗ ladung aufmerksam zu machen und Nachricht hierüber anher gelangen zu lassen. Leipzig, am 2. Juli 1878. Königl. Gerichtsamt im Bezirksgericht. Abth. II. B. Bieler.
Subhastationen, Vorladungen, Auf⸗ gebote u. dergl.
[5999] Edictalladung.
Auf den Hypothekenbuchs⸗Folien der Rittergüter Burg Marpe und Lürershof findet sich sub Nr. II., resp. Nr. I., als Rest eines für die Oberst⸗Lieutenantin von Kleist, geb. von Donep, zu Neisse in Schlesien am 4. Januar 1821 nere; irten
annoch
Schuldkapitals von 10,000 Thlr. Conv.⸗ eingetragen die Summe von 500 Thlr.
Fene befindet sich auf dem Folium des Ritter⸗ uts Lüdershof VIII. Orts ein Ingrossat vom 26.
uni 1856 mit der Bezeichnung „Vermögen der Auguste von Gerstein, geb. von Donop, jeßt ihrer hinterlassenen drei Söhne“, zu 10,000 Thlr., und auf dem Folium des Ritterguts Ober⸗ und Nieder⸗ marpe XVIII. Orts desgleichen ein Ingrossat vom 21. Septbr. 1868 mit der Bezeichnung „Kinder der verstorbenen Ehefrau des Oberst von Gerstein⸗ Hohenstein zu Stettin, Auguste, geb. von Donop“, zu 16,000 Thlr. 8
Die jetzigen Besitzer der genannten Rittergüter haben die Löschung der vorgedachten Ingrossate be⸗ antragt, indem sie auf Grund desfalls vorgelegter Bescheinigungen behaupten, daß die fraglichen Schuldverbindlichkeiten durch Zahlung resp. Kon⸗ fussion getilgt seien. Da indeß die betreffenden Obligations⸗Urkunden, welche nach Versicherung der Antragsteller verloren gegangen, nicht haben bei⸗ gebracht werden können, so werden zuvörderst Die⸗ ken gen. welche etwa Rechte aus jenen Urkunden
erleiten zu können vermeinen, hiermit aufgefordert,
mine so gewiß anzumelden und zu begründen, als sonst die fraglichen Schuldurkunden den Schuldnern oder deren Rechtsnachfolgern gegenüber für ungültig und wirkungslos erklärt und die betreffenden In⸗ rossate im obergerichtlichen Hypothekenbuche ge⸗ öscht werden sollen. .
Decr. Detmold, den 20. Juni 1878. 8 Fürstlich Lippische Iunstizkanzlei und Fürstlich
Lippisches Sessesr. “
O. Bruß. A. Caesar, Dr.
Verkäufe, Verpachtungen, Submissionen ꝛc.
Bekanntmachung. Es soll Montag, den 15. Juli c. im Edingerschen Gasthause hierselbst nachstehendes Holz, von 10 Uhr Vormittags ab, aus Belauf Drahendorf: Totalität. Jagen 41, 48, 66 bis 69, 71 — 76, ca. 123 Rm. kief. Scheit, Schlag Jagen 40 ca. 2000 Rm. kief. Scheit u. 50 Rm. Ast I.; Belauf Linzmühle: Totalität. Jagen 2, 4, 7, 8 — 10, 12, 50, 54 — 57, 82, 100 — 104, ca. 338 Rm. kief. Scheit, Schlag Jagen 3 ca. 520 Rm. kief. Scheit; Belauf Alt⸗Golm: Totalität. Jagen 15, 17, 18, 20, 21, 58 — 60, 86—88, 105, 106, 113, 116, ca. 233 Rm. kief. Scheit u. 6 Rm. kief. Ast I., Schlag Jagen 16, 91 ca. 1930 Rm. kief. Scheit; Belauf Neubrück: Totalität. Jagen 128 — 130, 132, 133, 136 — 139, 141, 146, 147, 149, 151, 152, 159, 160, 162 ca. 27 eichen Scheit, 28 birken Scheit, 1 Ast, 7 Erlen Ast, 195 kief. Scheit, Schlag Jagen 151, 152 ca. 849 Rm. kief. Scheit; Belauf Breite⸗ gestell: Totalität. Jagen 153 —156, 167, 172 — 176, 180 — 188, 191 — 193, 197, 198 ca. 16 Rm. birken Scheit, 287 Rm. kief. Scheit, Schlag Jagen 194 und 200 ca. 2800 Rm. kief. Scheit; Belag Kers⸗ dorf: Totalität. Jagen 163, 203 — 206, 208, 210, 211, 215, 217 ca. 49 Rm. eichen Scheit, 6 Ast, 35 Rm. kief. Scheit, Schlag 5 207 — 213, 218, 219 ca. 359 eichen Scheit, 30 st, 105 Stock, 1430 kief. Scheit im Wege der Lizitation öffentlich an den Meistbietenden verkauft, wozu Kauflustige hier⸗ mit eingeladen werden. Neubrück, den 4. Juli 1878. Der Oberförster. Wegner.
[3036] Bekanntmachung. Die in der Provinz Hannover im
gen belegene Domaine Ehrenburg,
enthaltend an Hof und Baustellen 1,3121 Hekt. e““ Ackerland . . . . 103,3107 Wiesen ... . .38,,3579 ütung ... . .107,0267 Moorgrund 1 5,4609 Holzung .. 3,2398 Keschen ,— Unlund im Ganzen 268,1072 Hekt. soll auf 18 Jahre, vom 1. Mai 1879 bis Johannis 1897 öffentlich meistbietend verpachtet werden. 8 Pachtgelder⸗Minimum ist auf 3900 ℳ fest⸗ esetzt. 8 8— Uebernahme der Pachtung ist ein disponibles Vermögen von 55 000 ℳ erforderlich, über dessen Besitz, sowie über die persönliche Qualifikation als Landwirth jeder Pachtbewerber sich vor der Lizita⸗ tion auszuweisen hat. Termin zur Lizitation ist auf “ 9. September d. J., ormittags 11 Uhr, in unserem Geschästslokale, Archivstraße Nr. 2, hieselbst, vor dem Regierungs⸗Assessor Tilemann an⸗
Amte Sulin⸗
Die Verpachtungs-Bedingungen, die Karte und das Grundstücksverzeichniß sind an den Wochentagen während der Dienststunden in unserer Registratur, sowie bei dem zeitigen Pächter, Herrn C. Remmers zu Ehrenburg, einzusehen. Abschrift des Kontraktsentwurfs und die gedruck⸗ ten allgemeinen Bedingungen der Verpachtung wer⸗ 8 gegen Erstattung der Kopialien resp. Druckkosten abgegeben. annover, den 29. Juni 1878. Königliche Finanz⸗Direktion. Abtheilung für Domainen. “ Früh.
152216 Sen. .“ Die in den hiesigen Garnison⸗Anstalten pro 1878 nöthigen größeren Bau⸗Reparaturen, veranschlagt auf 18 026 ℳ und zwar: Erdarbeiten, Maurer⸗ arbeiten, Maurermaterialien, Zimmer⸗, Dach⸗ decker⸗, Tischler⸗, Schlosser⸗, Anstreicher⸗ und Töpfer⸗Arbeiten, sollen im Wege der Submission verdungen werden.
Die Bedingungen und Kosten⸗Anschläge sind in unserm Geschäftslokal, Stresow⸗Kaserne Nr. 2, ein⸗ zusehen und versiegelte Offerten bis zum Donterstag, den 11. Juli er., Vormittags
10 Uhr, daselbst einzureichen. Spardau, den 27. Juni 1878. Lönigliche Garnison⸗Verwaltung
[5996] Bekanntmachung. Die Leferung einer größeren Anzahl von Uten⸗ silien sir die Schiffs⸗Ausrüstung soll im Wege öffentlicder Submission vergeben werden und findet der Ternin hierzu statt am:. 2z. Juli cr., Vormittags 11 Uhr.
Die Leferung bezieht sich auf Sattlerwaaren, Tischlerrgaren, Kupfer⸗, Blech⸗ und Zinnwaaren ꝛc. und ist seselbe dementsprechend in 3 Loose zerlegt worden.
Die Bdingungen sind im Lazareth⸗Bureau zur Einsicht usgelegt und werden Kopien hiervon gegen Bezahlun von ℳ 0,75 abgegeben.
Die rep. Probestücke können daselbst gleichfalls besichtigt berden.
Wilhehmshaven, den 4. Juli 1878.
iserliches Marine⸗Lazareth.
[60342 — u verkaufen. Vom Türingischen Ulanen⸗Regiment Nr. 6 in Mühlausen i. Th. sollen an ausrangirten Montirungstücken ꝛc. im Submissionswege abgegeben werden circ 5 Ulankas, 33 Unterhosen, 8 159 Paar lange Stiefeln, 1G 18 Paar kurze Stiefeln, 339 Hemden. Gebote hrauf werden bis sum 1. August ds. Is. ent;gen genommen. Insertionskosten sind vom Käufer u tragen. Di Bekleidungs⸗Kommission.
8 * 8
2
16743] Nabau der Moselbahn.
Die Herzdung der provisorischen Stations⸗ gebäude, einsließlich der Materiallieferungen, auf den Bahnhön Winningen, Cobern und Hatzenport, veranschlagt u je 13 000 ℳ und des Stations⸗ au Bahnhof Moselkern, veranschlagt zu 800 ℳ, solim Wege der öffentlichen Submission
vergeben werm. ie Offern sind mit entsprechender Aufschrift
solche Rechte in dem auf Donnerstag, den 5. Sep⸗ tember d. J., Mittags 12 Uhr, angesetzten Ter⸗
beraumt.
versehen bis Donnerstag, den 11. Juli, r⸗
mittags 10 Uhr, versiegelt und portofrei an den Unterzeichneten einzureichen, in dessen Bureau, Schloßstraße 31 hierselbst, deren Eröffnung im Bei⸗ sein der erschienenen Submittenten zur bezeichneten Stunde erfolgen wird.
BeenFeehp. Kostenanschläge und Zeichnungen liegen im Abtheilungsbureau zur Einsicht aus, auch können die ersteren zum Preise von 2,0 ℳ von dort bezogen werden.
Coblenz, den 24. Juni 1878.
Der Abtheilungs⸗Baumeister. Graff. (à Cto. 247/6.)
[5145] Bekanntmachung
Von den im hiesigen Königlichen Arresthause deti⸗ nirten Gefangenen soll die Habl von mindestens 120 derselben (110 Männer Und 10 Weiber), welche bisher mit Couverts⸗Arbeiten, Riemen⸗Anschlagen, Hosenträger⸗ und Strumpfband⸗Anfertigung, sowie Spulen beschäftigt worden sind, zur eventuellen anderweitigen Beschäftigung vom 1. Oktober cr. ab Dauer von 3 Jahren kontraktlich verdungen werden.
Hierauf Reflektirende wollen ihre Offerten unter
Angabe der Gegenstande, welche sie anfertigen zu lassen beabsichtigen, und des Arbeitslohnes pro Stück, versiegelt mit der Bezeichnung: „Offerte zur Hescehsftigrn⸗ von Gefangenen“ bis zum 27. August cr. franko einreichen, an welchem Tage, Vormittags 10 Uhr, die Eröffnung der Offerten im Bureau der Verwaltung erfolgt.
Daselbst liegen auch die Bedingungen zur Ein⸗ sicht offen und können dieselben auf Verlangen ge⸗ gen Erstattung der Kopialien übersandt werden.
Elberfeld, den 1. Juni 1878.
Königliche Arresthaus⸗Verwaltung.
[5765]
Die Lieferung von 12 000 kg gereinigtem Rüböl und von 15 000 kg Preßkohle sonz ver⸗ geben werden.
Die Bedingungen können von unterzeichneter Stelle bezogen werden, an welche auch die Offerten “ portofrei, versiegelt und mit der Auf⸗
rift:
„Lieferung von gereinigtem Rüböl resp. Preßkohle“ versehen, bis zum 10. Juli d. J., Vormittags 11 Uhr, einzureichen sind. arbrücken, den 25. Juni 1878. Betriebstechnisches Bureau. Reuter.
Verloosung, Amortisation, „ Zinszahlung u. s. w. von öffentlichen Papieren.
[6026]
Preussische Credit-Anstalt in Liqu. Wir machen hierdurch bekannt, daß wir auf un⸗ sere Aktien eine fünfte Abschlagszahlung von ein Prozent ů= sechs Mark pro Aktie zur Ver⸗
theilung bringen.
Unsere Herren Aktionäre werden demgemäß auf⸗ gefordert, gegen Vorzeigung ihrer mit einem Num⸗ mern⸗Verzeichniß zu versehenden Aktien, welche ab⸗
estempelt und zurückgegeben werden, und einer be⸗ pnderer Nota den zur Vertheilung gelangenden Be⸗ rag an der Kasse der
Preußischen Bodencredit⸗Actien⸗Bank vom 10. d. Mts. ab in den Vormittagsstunden in Empfang zu nehmen.
Berlin, den 5. Juli 1878.
Die Liquidato