“
Liverpool, 2. Februar. (W. T. B.) Baumwolle. (Schlussbericht.) für Spekulation und Export 5090 Ballen. 1/16 d. billiger. Lelth, 2. Februar. Getreidemarkt.
(V. T. B) Markt matt
Ghasgow, 2. Februar. (W. T. B.) Roheisen. Mixed numbres warrants 52 sh. 1 Paris, 2 Februar. (W. T. B.) Produktenmarkt. Weizen ruhig. pr. 28,00, pr. März-Juni pr. Febtruar 61.10, Mai-August 59 25. Juni 73.25. Mai-Augost 73,75 Spo itus matt, pr. April 60 00, pr. Mai-August 59,75. FParis, 2. Februar. (W. T. B.) Rohzusker 880 loco ruhig,
Fr. März 60,50, pr. Rüböl behauptet, pr. Febr.
67,25, pr. Marz-Juni 67,50, pr. Mai-Augusv 67,75. New-Nork, 2. Februar. (W. 1. B.) Waarenbericht. Baumwolle in New-York
New-Orleans 11 ⅞. Petroleum in New-York
delphis nom., rohes Petroleum 7. dc. Pipe
— D. 90 C. Mehl 4 D. 50 C.
Kaffee (Rio-) 13, Schmalz (Marke Wilcox) 10 ½.
10 ½⅛, do. dohe & Brothers 10 ½.
Umsatz 8000 Ballen, davon Amerikaner und Surats Middl. amerikanische März-April-Lieferung 615⁄22 d.
Preise unverändert, nur aus- genommen einheim scher Weizen, welcher 1 sh. billiger.
Febr. 28,00. pr. März 27,80, pr. Mai-August 27,40. Mehl ruhig, März-Juni 60,00, pr. pr. September- Februar 60,00, pr. März 60,25, pr.
57,00 à 57,50. Zucker rahig, Nr. 3 pr. 100 Kilogr. pr. Febr. 67,10, pr.
nom.,
Rother Winterweizen Mais (old mixed) 55 C. Zucker (Fair refining Muscovados) 7 ½,
Speck (short clear) 8 ¼ C. Ge-
Industrie-Börse zu
lich betriebene Bergwerk Baaker Mulde 1300 G. Ca 3000 GC. ver. 3000 G. Graf Bismarck 1900 G. ver. Ha
d. bis 51 sb. 10 d. born 1050 G.
i Bergbau 7175 r Dezember 74,50.
105 G. Cölner Bergwerksverein Mäͤrz-
werk Louise Tiefrbau 61 G. 122 G. Hibernia & Shamrock Bergwerks-Verein 40 G. Neu Essea, Bergbau-Gesellschaft schaft 78 G. Verschiedene Bergbau u. Gussstahlfabrikation Essener Creditanstalt 96 G. Wasserwerk 105 G.
Weisser März
111 ¼16, do. in do. in Phila- line Certificats 1 D. 17 C. Westfälische Industrie 22 G. Eisenindustrie 50 B. do. Fairbanks
Obligationen und G
treidefracht 4 ¼.
s E.
licher Coursbericht der Börsen-Kommission.) Gewerkschaft-
Constantin der Grosse 4500 G. ver. Dorstfeld 2000 bz.
Königin Elisabeth 3300 bz. G. König Ludwig 400 G. Langenbrahm 1650 B. Lothri gen 900 bz. Mi- nister Stein 2400 bz. Neu-Iserlohn 3100 G. ver. Sellerbeck 500 B. Unser Fritz 2000 B. Vollmond 650 B. Westfalia 1800 G. Bergwerks-Gesellschaften: Tund Hüttenbetrieb 174 G. Ges. 103 G. ver. Bonifacius 53 G. Borussia, Bergbau-Akt.-Ges.
Magdeburger Bergw.-Akt.-Ges. 121 G.
Gesellschaften: Gelsenkirchen-Schalker Lasse Hörder Bergwerks- und Hüttenverein 65 G. Phönix, Akt. Ges. für Bergbau u. Hüttenbetrieb 87 G.
Westdeutsche (20 % baar eingezahlt) 900 ℳ. p. St. G.
101 HS Bochumer Gussstahl 100 G. Bonifacius 103 G. Centrum
Essen vom 13. Januar. (Amt- 103 G.
101 G. e, a. in 1000 Kuxe eingetheilt: rolus Magnus 2000 G. Centrum Dannenbaum Friedrich der Grosse 2100 bz. genbeck 1200 B. Hugo 2950 G. Königs-
Graf Moltke Massen 102 ½ Westfalia 102
Consolidation 105 G. Essener Stadt-Obligationen IV. Em. 97 ½ G. der Grosse 102 ½ G. Fürst Hardenberg 102 G. Germania 97 ½ G
Julius Philipp 108 G6. Königin-Elisabeth 102 G. Königsborn 102 bz. 2
Dannenbaum 103 G. Ewal
Fried i 98 G. Holland 104 G.
Kru- 108 G G. Piute 102 0 —
G. Wilhelmine Victoria 102 G
Koklen und Koks unverändert lebhaft.
Arenberg'sche A.-G. f. Bochumer Bergw.-Akt.-
105 G. Dortm. Steinkohlen-Berxg- Gelsenkirchener PLergw. Akt. Ges. 98 G. König Wilhelm, Essener 245 B. Pluto, Bergbau-Gesell- Bochumer Verein für Dortmunder Union 95 G. Gas- und
74 G.
Rheinisch- Aktien-Gesellschaft für Versicherungs-Aktien-Bank
Styrum
rundschuldbriefe: Arenberg
General-Versammlangen.
8. Februar. Berliner Disoonto-Bank, Eingetr. Genossenschaf in Liquid Ordentl. Gen.-Vers. zu Berlin. Dortmunder Bank-Verein. Dortmund.
Deutsche Petroleum-Sohr-Besellschaft. Gen.-Vers. zu Bremen.
Lübecker Bank. Erste Thüringlsche Blerbrauerel-Aotien-Gesell schaft, vormals J. C. Sohlegel sen. zu Erfurt.
Berlin-Neuendorfer Aoctien-Spinnerel. Vers. zu Berlin.
Freh Boden-Credit-Aoctien-Bank.
Ocdentl. Gen.-Vers. 2z9 Ausserord Ord. Gen.-Vers. zu Lübeck.
Ord. Gen.-Vers Ord, Gen. zu Berlip. ]
vznigenz-
—
8 Pheater. RKönigliche Schauspiele, Freitag: Opern⸗ haus. 32. Vorstellung. Zur Erinnerung an die vor 100 Jahren stattgehabte erste Auffuͤhrung der Oper in Deutschland. Neu einstudirt: Idomeneus, König von Creta. Große heroische Oper in 3 Akten, nach Varesca bearbeitet von C. Niese. Musik von Mozart. Tanz von Paul Taglioni. (Hr. Niemann.) In Scene gesetzt vom Direktor von Strantz. Anfang 7 Uhr.
Schauspielhaus. 34. Vorstellung. Die Märchen⸗ tante. Lustspiel in 4 Akten von Otto Franz Gen⸗ sichen. In Seene gesetzt vom Direktor Deetz. An⸗
fang 7 Uhr.
Sonnabend: Opernhaus. 33. Vorstellung. Car⸗ men. Oper in 4 Akten, nach einer Novelle des Prosper Merimée von Henry Meilhac und Ludovic Halévy. Musik von Georges Bizet. Tanz von Paul Taglioni. (Frl. Tagliana, Hr. Ernst, Hr. Krolop.) Anfang 7 ÜUhr.
Schausyielbaus. 35. Vorstellung. Auf Aller⸗ höchsten Befehl: Ein dentscher Standesherr. Schauspiel in 4 Akten von Karl von Moy. — Zum Schluß: Warum haben Sie das nicht gleich gesagt? Schwank in 1 Akt von P. Perron. An⸗ fang 7 Uhr.
Wallner-Theater. Male: Krieg im Frieden. Sonntag: 15. Gastspiel des Hrn. Carl Helmer⸗ ding und zu seinem Benefiz: Z. 2. Male: Paula’'s Geheimniß. Berlin wird Weltstadt. Musi⸗ lisch⸗deilamatorische Abendunterhaltung. 8 Eö“
NVictoria-Theater. Direktion: Emil Hahn. Freitag: Zum 43. Male: Gastspiel des Frl. Clara Qualitz u. des Sgr. Aldo Spadalino. Die Schatzgräber. Große Feerie in 4 Akten u. 20 Bil⸗ dern, von Vanloo, Letterier und Mortier. Musik von Lecoeq und Lehnhardt. Balletmusik von Henri d'Aubel. Dekorationen von Lütkemeyer in Coburg und zu Bild 2, 4, 8, 9, 11, 12 und 17 von Hart⸗ wig in Berlin. Kostüme nach Pariser Figurinen angefertigt unter Leitung des Ober⸗Garderobiers Happel. Maschinerien von Geisler. Ballet vom Balletmeister Gredelue. In Szene gesetzt von Emil Hahn.
Freitag Zum 104.
Residenz-Theater. Freitag: Gastspiel der Frau Hedwig Niemann⸗Raabe. Zum 5. Male: Cyprienne (Divorçons). Lustspiel in 3 Akten von Victorien Sardou.
Krolls Theater. Freitag: Eeschlossen.
w Krolls Etablissement.
Sonnabend: Großes Karnevals⸗Masken⸗ Ballfest. (Pal masqué ct j aré.) Der Ein⸗ trirt ist nur im Masken⸗ oder Ballanzug ge⸗ stattt. Billets à 3 ℳ sind vorher zu haben bei den Herren Bach, Unter den Linden 46, Lindenberg, Leipzigerstr. 50, C. Heintze, Unter den Linden 3, und im Invalidendank, Markgrafenstr. 50a. Ven Abends 6 Uhr tritt der Kassenpreis à 4 ℳ ein. Be⸗ stellungen auf Logen werden an der Kasse entgegen⸗ genommer. Ansang des Balles 10, Ende 3 Uhr. Eine reichhaltige Maskengarderobe ist im Etablisse⸗ ment aufgrestellt.
Senntag: Ensemble⸗Gastspiel der Mitglieder des Ostend⸗Theaters: Die Lieder des Musikanten.
Stadt-Theater. Freitag: Bei halben Kassen⸗ preisen. (Parquet 1,50 ℳ ꝛc.) Zum 6. Male: Ein Mann seiner Zeit. Schauspiel in 4 Akten von Heiden.
Sonnabend: Dieselbe Vorstellung.
Sonntag: Erstes Gastspiel des Hru. Emil Tho⸗ mas und der Frau Betty Thomas⸗Damhofer. So sind sie Allle.
National-Theater. Freitag: I. v. Meersberg. Größenwahn.
Gastspiel des
Germania-Theater. (Am Weinbergsweg.) Freitag: Gastspiel des Hrn. Fischbach. Novi⸗ tot! Schatten und Licht, oder: Das einzige Kind. Lebensbild in 3 Abtheilungen (8 Bilderv) von Emil Branden. Musik von E. Liste.
Sonnabend: Dieselbe Vorstellung.
Belle-Alliance-Theater. Gastspiel des Hrn Theodor Lebrun, Direktor des Wallner⸗Theaters und seiner Mitglieder: Fr. Carlsen, Fr. Schmidt, Herren Knurz, Kadelburg und Guthery. Frei⸗ tag: Auf allgemeines Verlangen: Haus Lonei,
Sonnabend: Ultimo! Lustspiel in 5 Akten von G. v. Moser.
Sonntag: 20. Nachmittags⸗Vorstellung. Auf all⸗ gemeines Verlangen. Zum 215. Male: Der Rar⸗ beräntzer von Hameln. Ansang 4 Uhr, Ende
ihr.
Circus Renz. Markthallen — Carlstraße. Freitag: Abends 7 Uhr: Vorstellung. Der Rattenfänger von Hameln. — Auftreten der be⸗ rühmten Luftgymnastikerin Miß Kate. — La fe- néêtre japonsise, ausg. von Mr. Jones u. Miß Kate. — Das Schulpferd Héros, ger. v. H. J. W. Hager. — Auftreten der Wiener Damenkapelle. — Das Schulpferd Nordstern, ger. v. Frl. Elisa.
Sonnabend: Vorstellung.
Sonntag: 2 Vorstellungen um 4 und 7 Uhr. — Um 4 Uhr Nachmittage: Aschenbrödel. — Zu die⸗ ser Nachmittags⸗Vorstellung hat jeder Erwachsene das Recht, auf das von ihm gelöste Billet 1 Kind unter 10 Jahren unentgeltlich einzuführen. — Abends 7 Uhr: Der Rattenfänger von Hameln.
Ernst Renz, Direktor.
Kaisergalerie. (Passage.) Freitag: Die Zauberwelt von Bellachini, Hofkünstler. verkauf Passage, Laden 12. Anfang 7 ½ Uhr.
Täglich Vorstellung.
Concert-Haus. Concert des Kal. B1] 89 Hof⸗Mustkdirektors Herrn. DISGgo⸗
Freitag: Wagner⸗Abend.
Dienstag, den 15. Februar: Saint⸗Saöns⸗Concert.
—, —
—nggö—ᷓö——
Familien⸗Nachrichten⸗
Frl. Anna v. Seehausen (Gnewsdorf). Gaedtke (Gartz a. O.). — stein bei Friedeberg N.⸗M). — Eine Tochter: Freiherr v. Verschner (Solz).
Gestorben: (Königsberg).
Enbhastationen, Aufgebnte, Vor⸗ ladungen u. dergl.
[3062] Oeffentliche Vorladung des Appellaten Borsdorff zur mündlichen Verhandlung in Sachen des Königlichen Kommissions⸗Raths und Hofbuch⸗ händlers Johann Wilhelm Mocser hier, Klägers und Appellanten, . wider 1) die Berlin⸗Cölnische Feuerversicherungs⸗Aktien⸗ Gesellschaft, 2) den Theater⸗Direktor Paul Borsdorff, Verklagte und Appellaten, — IX. 4038. 80 — wegen Anerkennung eines Anspruchs auf weise Befriedigung. Nachdem innerhalb der durch die Verfügung vom 4. Norxember 1880 bewilligten Frist die Avppella⸗
vorzugs⸗
dorff, dessen zeitige
tions⸗Beantwortung präkludirt und ist zur münde lichen Verhandlung vor dem unterzeichneten Senat⸗ in dessen Sitzungs⸗Saale, Lindenstraße Nr. 14, ein Termin auf
b Vor⸗
Verehelicht: Hr. Präpositus Dr. Gerlach mit Geboren: Ein Sohn: Hrn. Premier⸗Lieutenant 8 Hrn. Dr. Schlüter (Gütersloh). — Hrn. Pastor Hinneberg (Falken⸗ Hrn. Pastor Kolbatz (Neddemin). — Hrn. Egon;
Hr. Justiz⸗Rath Hermann Bigorck
lions⸗Beantwortung Seitens des Verklagten Bors⸗ G Aufenthalt unbekannt ist, nicht eingereicht worden, so ist derselbe mit der Appella-
Thatsachen aber, denen noch nicht ausdrücklig⸗
widersprochen worden, für zugestanden, sowie
die vom Gegentheile beigebrachten Urkunden für anerkannt angesehen werden.
Uebrigens muß der im Termine erscheinende Stell⸗ vertreter des Appellaten durch Vollmacht legitimirt sein, widrigenfalls angenommen wird, daß Niemand für denselben erschienen sei.
Eine Verlegung des Termines findet ohne Zu⸗ stimmung des Appellanten nur einmal und auch in diesem Falle nur dann statt, wenn die Hinderungs⸗ ursachen erheblich und bescheinigt siad.
Berlin den 28. Januar 1881.
IX. Civil⸗Senat des Königlichen Kammergerichts.
13106]3 Aufgebotsverfahren.
Der Oekonom Carl Friedrich August Frank in Langenbuch hat die Einleitung des Aufgebotsver⸗ fahrens behufs Löschung der auf dessen Grundstücken Folium 45 und 46 des Grund⸗ und Hypothekenbuchs für Langenbuch in Rubrik III. sub Nr. 1/I. Litt. a., db. und e. eingetragenen alten Hypothekenforderungen von
1) 131 Thlr. 6 Gr. Kon.⸗Münze = 134 Thlr.
26 Ngr. 8 Pf. im 14 Thalerfuße unbezahltes Kaufgeld Annen Marien, verw. Frank, in Lan⸗ genbuch, 2) Naturalauszug derselben, 3) Ausstattung Johann Friedrich Franks in Lan⸗ genbuch, lant Kaufs vom 15. Dezember 1808,
sowie der auf den genannten Folien 45 und 46,
sowie auf Folium 374 des Mühltr effer Grund⸗ und
Hypothekenbuchs in Rubrik III. sub Nr. 4/II.
Litt c., d. und e. bez. 4/II. Litt. c., d. und e, so⸗
wie 1/I. Litt. o., d. und e. haftenden dergleichen an
4) Einhundert Thaler incl. 30 Th!r. zum Begräb⸗ nisse, unbezahltes Kaufgeld Johann Gottfried Franken in Langenbuch,
5) Neun Thaler jährliche Leibrente und Natural⸗ auszug demselben,
6) Acht Thaler jährliche Leibrente und Natural⸗ auszug Christianen Sophien, erehel. Frank, geb Sengewald in Langenbuch,
laut Eintrags vom 20. Mär, 1848,
daß die Forderungsberechtigten längst verstorben und den jetzigen Inhaber de: Fordernugen unbekannt ind.
Es werden daher alle Diejenigen, welche aus irgend einem Geunde Ansprüche an die genannten alten Hypotheken zu haben glaucen, hiermit aufge⸗ fordert, spätestens in dem auf
den 11. August 1881,
Vormittags 10 Uhe, anberaumten Aufgebotstermine persönlich oder durch gehörig legitimirte Vertreter zu erscheinen und ihre Rechle und Ansprüche anzumelden und auszuführen, widrigenfalls die gedachten alten Hypothekenforde⸗ rungen werden gelöscht werden. Pausa, am 25. Januar 1881.
Das Königliche Amtsgericht. Weguer.
Verkäufe, Verpachtungen, Submissionen ꝛc.
Hannover⸗Altenbetener
Eisenbahn. Der Restau⸗
rationsbetrieb auf dem Bahn⸗
hofe Oeynhausen soll vom
Apeil cr. ab anderweit
. erpachtet werden. Die Be⸗
dingungen sind in unserer Registratur hierselbst, Annenstraße 1, einzusehen, können aber auch ron
den 22. April 1881, Vormittags 9 ¼ Uhr, Appellatin ad 1 vorgeladen.
durch aufgefordert, in diesem Termine in Person oder durch einen gehörig legitimirten Bevollmäch⸗ tigten aus der Zahl der beim Kammergerichte zur Praxis berechtigten Nechtsanwalte zur bestimmten Stunde zu erscheinen und die bisher von ihm in Bezug genommenen oder in Abschrist beigebrachten Urkunden urschriftlich mit zur Stelle zu bringen. Die Folgen des ungehorsamen Ausbleibens der Parteien in dem veorbemerkten Termine bestehen karin: 1) Wenn beide Parteien weder in Person, noch durch einen gehörig legitimirten Bevollmäch⸗ t aten erscheinen, oder wenn beide Theile sich auf die Sache nicht einlassen, so wird das Axvellations⸗Erkenntnis nach Lage der Akten abgefaßt werden. Wenn nur eine der beiden Parteien nicht er⸗ scheint, so werden zur Strafe des Ungehorsamt alle von dem Nichterschieaenen in zweiter Instanz vorgebrachten streitigen, mit Beweismitteln nicht unterstützten Thatsachen für nicht ange⸗ führt, sowie alle von dem Ausbleibenden vor⸗
Lustspiel in 4 Akten von Ad. L'Arronge. Anfan 7 Uhr. Erstes Parquet 1 ℳ 50 A v. . w. w
zulegenden Urkunden als nicht beigebracht er⸗
angesetzt und zu demselben der Appellant und die dvort gegen Einsendung vor 0,50 ℳ abschriftlich
Der Theater⸗Direktor Paul Borsdorf wird hier⸗ schrift: „Submission auf Pachtung der Restan⸗
bezogen werden. Die Offerten sind mit der Auf ration Oeyenhausen H. A.“ portofrei bis zum 15. Februar er., Mittag? 12 Uhr, zu welcher Zeit die Oeffnung derselben stattfinden wird, an uns einzusenden. Hannover, den 27. Januar 1881. Betriebs Direktion C. der Magdeburg⸗Halber⸗ städter Eisenbahn.
Königliche Eisenbahn⸗Direktion zu Hannover.
Es soll die Lieferung von: Dochten, Glascylin⸗ dern, Reibzündhölzern, Stearinlichten, Hrede, Lum⸗ pen, Putztüchern, Reiserbesen, Seifen, Soda, Ter⸗ pentinöl, Waschleder, karbolsaurem Kalk, Bind⸗ faden, Packleinen, Korken, Plomben, Plombirschnur, Stärkegummi, Kreide, Stuhlrohr, Kokekörben und diversen Telegraphen⸗Materialien, als: Batterie⸗ gläsern, Kupfer⸗ und Thonlylindern, Schwefelsäure, Kupferoitriol, diversen Gläsern, Zink⸗ und Kupfer⸗ elementen, Verbindungsklemmen, Eisen⸗ und Gummi⸗ draht, Porzellan⸗Isolatoren, Papierstreisen und Bitter⸗ salz verdungen werden. Termin: Freltag. 18. Fe bruar d. J., Vormittags 11 Uhr, bei dem unterzeichneten Bureau, von welchem auch die Be⸗ dingungen und Bedarfsnachwelsungen gegen 30 ₰
beantragt und hat seinen Antrag dadurch begründet,
— Kre Trzp.
verlangt werden. Hannover den 31. Janua? 1881 Materialien⸗Bureau.
Verlossung, Amortisation, Zinszahlung u. s. w. von öffentlichen Papieren.
1-ö Bekanntmachung.
Bei der am 28. Januar cr. erfolgten Ausloo
Nummern gezogen worden: Litt. A. Nr. 91 über 1500 ℳ er. 28 600 WIZö81 300 Nr. 28 600 Nr. 19 300 Nr. 25 600 Nr. 19 300 Nr. 28 300 Nr. 121 3000 Ne. 2 300 Nr. 16 300 1111’
Dieselben werden den Besitzern zum 1. Juli d. J mit dem Bemerken hierdurch gekündigt, daß die in den ausgelooften Nummern verschriebenen Kapital beträge vom 1. Juli d. J. ab täglich mit Aus chluß der Sonn⸗ und Festfage in den Vormittags stunden von 9—1 Uhr bei der hiesigen Kreis⸗Kom munal⸗Kasse, sowie bei der landschaftlichen Da lehns⸗Kasse in Königsberg i. Pr. gegen
. E.— böö—
2gESSS..
Zinscouvons nebst Talons baar in Empfang z nehmen sind.
wird von dem zu zahlenden Kapital zurückbehalte werden.
Marggrabowa, den 28. Januar 1881.
Der Kreis⸗Ausschuß des Kreises Oletzka.
1,3166] 8 Pommersche Hypotheken⸗Actien⸗Bank
baren Hypothekenbriefe fünfter Emission wurden laut notariellem Protokoll folgende Nummern gezogen:
Litt. B. à 1500 ℳ Nr. 5561,70 5581/9 5721/30 5741/50 5791/800 6151/60 6771/80 7141/50 7341/50 7441/50.
Litt. C. à 600 ℳ Nr. 8126/50 8476/500 8526/50 9051/75 9276/300 9951/75.
Litt. D. à 300 ℳ Nr. 23801,50 24351/400 24851/900.
Vorstehende Nummern werden zunächst im Fe bruar cr. mit Zinsvergütigung bis zu demjeniger Tage, an welchem die Stücke hier eintreffen, un demnächst am 1. August ecr. mit Zinsen bis dahin 195 Nennwerth an unserer hiesigen Kasse ein gelöst.
Am 1. August 1881 hört die Verzinsung auf
Den Besitzer wobiger Hypothekenbriefe stellen wi auch den Umtausch in 4 ½ % unkündbare a Parl auslosbare Hypothekeubriefe gegen ein Zinsvergütung von einem Drittel Prozent frei Wer hiervon Gebrauch machen will, mige uns im Februar cr. die Stücke mit Talons und laufenden Coupons einreichen und werden dagegen umgebend von uns 4 ½ % al pari auslosbare Hypothekenbriefe mit Talons und laufenden Coupons übersandt
Cöslin, den 1. Februar 1881.
Die Haupt⸗Direition.
[3041] Bekanntmachung.
Die Barmer Stadtobligationen der I, II. und III. Emission (Privilegien vom 27. Januar 1862, 18. Mäcz 1867, 28. November 1870 sind durch Bekanntmachung vom 16. Septembe 1880 zum 1. Jauuar 1881 gekündigt und werder von diesem Tage an nicht mehr verzinst. Da ein erheblicher Theil der Obligationen zur Einlösung noch nicht präsentirt ist, so werden die Inhaber wiederholt auf die Kündigung aufmerksam gemacht Die Einlösung besorgt der Barmer Bankverein hierselbst.
armen, den 31. Januar 1881. Der Ober⸗Bürgermeister: Wrgner.
24201/50
—
[3158] 8 Wir bringen hiermit zur Kenntniß, daß Herr Oscar Schulz aus dem Vorstande unserer Ge⸗ sellschaft geschieden und an dessen Stelle Herr Philipp Hagen als Mitglied in den Vorstand eingetreten ist. ““ Halle a. S., den 22. Januar 1881.
6 Der Aufsichtsrath
der Nenen Actien⸗Zncker⸗Rafsineri
achtet, alle von dem Gegentheile angeführ
zu beziehen sind. Bei der Anforderung ist zu be⸗
W. Wer her, Vorsitender.
Schalker Gruben- und Haötten-
Verein (zu 110 % rückzahlbar) 105 G. Unser Fritz 102 G. ver.
zeichnen, für welche Materialien die Bedingungen
sung der Kreis⸗Obligatkonen sind nachfolgende
ras berg Quittung und Rückgabe der Obligationen mit den dazu ge⸗ hörigen, erst am 1. Juli cr. und später fälligen
Der Geldbetrag der etwa fehlenden Zinscoupons
Bei der heutigen Ausloosung unserer 5 % unkünd⸗
—
4 S
S⸗
Ban Abonnement beträgt 4 ℳ 50 ₰ füͤr das Bierteljahr. onkpreis für den
88 —
Ale Soß-Austatten acgzmen Bestelung au;
für Bertin außer den Post-Austalten auch die Expe⸗
—
MR
—
Nh.
dition: 8W. Wilhelmstr. Rr. 32.
“
Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht: dem katholischen Pfarrer Laroche zu Scheibenhard im Kreise Weißenburg den Königlichen Kronen⸗Orden vierter Klasse und dem Schullehrer Preisach zu Geudertheim im Landkreise Straßburg das Allgemeine Ehrenzeichen zu ver⸗ leihen.
In Altona wird am 7. Februar d. J. mit einer See⸗ steuermanns⸗ und Seeschiffer⸗Prüfung für große Fahrt be⸗ gonnen werden.
Flaggenatteste sind ertheilt worden:
1) vom Kaiserlichen General⸗Konsulat in New⸗York am
11. Januar 1881 dem im Jahre 1860 in Mystie (Staat Con⸗ necticut, V. St. v. A.) erbauten, bisher unter der Flagge der Vereinigten Staaten von Amerika gefahrenen Vollschiff „Anni“ (früher „Garibaldi“) von 1431,33 Tons Brutto⸗ Raumgehalt nach dem Uebergange desselben in das ausschließ⸗ liche Eigenthum der bremischen Firma Reck & Boyes zu Bremen, welche Bremen zum Heimathshafen des Schiffes gewählt hat;
2) vom Kaiserlichen Konsulat in Glasgow am 22. Ja⸗ nuar 1881 dem daselbst neu erbauten, mit einer Maschine von 195 nominellen Pferdekräften versehenen eisernen Dampfschiff „Rhenania“ von 1197,47 Register⸗Tons Netto⸗Raumgehalt nach dem Uebergange desselben in das ausschließliche Eigenthum der Hamburg⸗Amerikanischen Packetfahrt⸗Aktiengesellschaft zu Hamburg, welche Hamburg zum Heimathshafen des Schiffes gewählt hat.
Königreich 9 eußen.
Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht: die Gerichts⸗Assessoren Pieper zu Schmiedeberg i. Schl.,
Zämpfe in Pofen, Halledt in Cottbus, Diener in Cöln,
NReubaur, Adolf Dirksen und Noël zu Ametsrichtern, owie 1— den Gerichts⸗Assessor Eckertz in Düsseldorf zum Staats⸗ anwalt in Essen zu ernennen;
dem Gerichtsschreiber bei dem Amtsgericht in Sensburg, Sekretär Kleinberg, und dem Gerichtsschreiber bei dem Amtsgericht in Wennigsen, Sekretär Schwecke, bei ihrer Versetzung in den Ruhestand den Charakter als Kanzlei⸗Rath zu verleihen. B
Ministerium der geistlichen, Unterrichts⸗ und Medizinal⸗Angelegenheiten.
Dem Oberlehrer am Friedrichs⸗Gymnasium in Breslau 22
Dr. Robert Menzel, ist das Prädikat Professor verliehen
worden.
Die Wahl des ersten ordentlichen Lehrers Pape an der mit Gymnasialklassen verbundenen Realschule I. Ordnung u Hagen zum Oberlehrer an der gedachten Anstalt ist be⸗ ätigt worden.
Königliche Akademie der Künste. anntmachnng.
Preisbewerbung bei der Königlichen Akademie der Künste zu Berlin. Die diesjährige Bewerbung um den großen Staatspreis ist für das Fach der Bildhauerei bestimmt.
Um zur Konkurrenz zugelassen zu werden, hat der Be⸗ werber
ein curriculum vitae, aus welchem der Gang seiner Eünstlerischen Ausbildung ersichtlich ist, einzusenden und gleichzeitig nachzuweisen,
a. daß er ein Preuüße ist und die in der akademischen Ver⸗
fassung vorgeschriebenen Studien auf einer der König⸗ lich preußischen Akademien oder dem Staedelschen In⸗ stitut zu Frankfurt a. M. gemacht hat,
b. daß er das 30. Lebensjahr nicht überschritten hat.
Die Anmeldungen zur Theilnahme müssen schriftlich bis Sonnabend, den 5. März d. J., Abends 6 Uhr, dem Senat der Königlichen Akademie der Künste eingereicht werden.
Die Prüfungsarbeiten beginnen am Montag, den 28. März d. J.
Die Hauptaufgabe wird am Donnerstag, den 7. April d. J., ertheilt, und müssen die im Akademiegebäude auszu⸗ führenden Bildwerke spätestens am Donnerstag, den 14. Juli
d. J., Abends 6 Uhr, dem Inspektor der Königlichen Aka⸗ demie der Künste übergeben werden. Die Zuerkennung des Preises erfolgt am 3. August d. J. Der Preis besteht in einem Stipendium zu einer Stu⸗ dienreise nach Italien auf zwei hintereinander folgende Jahre, für jedes derselben im Betrage von Dreitausend Mark, und außerdem in einer Entschädigung von Sechshundert Mark für
die Kosten der Hin⸗ und Rückreise.
Berlin, den 29. Januar 1881. Der Senat der Königlichen Akademie der Künste. In Vertretung:
In der heutigen Handelsregister⸗Beilage wird Nr. 5 der Zeichenregister⸗Bekanntmachungen veröffentlicht.
MNichtamtliches. Deutsches Reich.
Preußen. Berlin, 4. Februar. Se. Majestät der Kaiser und König hörten heute Vormittag den Vortrag des Polizei⸗Präsidenten von Madai und nahmen in Gegen⸗ wart des General⸗Inspecteurs des Militär⸗Erziehungs⸗ und Bildungswesens, General⸗Lieutenants von Strubberg, und der Obersten von Haugwitz und von Laue die Vorstellung der in diesem Jahre aus der Haupt⸗Kadetten⸗Anstalt in die Armee übertretenden Zöglinge entgegen.
— Ihre Majestät die Kaiserin und Königin stattete gestern Sr. Königlichen Hoheit dem Prinzen Carl, aus Veranlassung des Geburtstages weiland Ihrer König⸗ lichen Hoheit der Prinzessin Carl, einen Besuch ab.
— Se. Kaiserliche und Königliche Hoheit der Kronprinz nahm gestern Vormittag militärische Meldungen entgegen und empfing um 12 ⅛ Uhr den Geheimen Archiv⸗ Rath Dr. Hassel.
Abends wohnten Ihre Kaiserlichenund Königlichen Hoheiten der Kronprinz und die Kronprinzessin mit Ihren Königlichen Hoheiten den Prinzessinnen Virtoria, Sophie und Margarethe der Vorstellung hause bei.
— In der am 3. d. M. unter dem Vorsitze des Staats⸗ Ministers von Boetticher abgehaltenen Plenarsitzung des Bundesraths ersolgte zunächst die Mittheilung, daß von Sr. Durchlaucht dem Fürsten Reuß älterer Linie an Stelle des Wirklichen Geheimen Raths, Regierungspräsidenten Faber, dessen bisheriger Stellvertreter, der Geheime Regierungs⸗Rath von Geldern Crispendorf, zum Bevollmächtigten zum Bundes⸗ rath ernannt worden ist. b
Die Präsidialanträge wegen Aenderung der Bestimmun gen des Eisenbahn⸗Betriebsreglements über den Transport von Zündhütchen und Sprengkapseln und betreffend die Ver⸗ gütung für die Erhebung und Verwaltung der Tabaksteuer, wurden ven zuständigen Ausschüssen überwiesen, wogegen eine weiter eingegangene Uebersicht über den Stand der Bauaus⸗ führungen und der Beschaffungen von Betriebsmaterial für die Eisenbahnen in Elsaß⸗Lothringen lediglich zur Kenntniß genommen wurde. 1
Hiernach genehmigte die Versammlung — dem Gutachten der mit der Vorprüfung befaßten Ausschüsse entsprechend — mehrere Gesuche um Zulassung von Steuerleuten zur Schiffer⸗ prüfung auf große Fahrt und eines Angehörigen der Reserve der Kaiserlichen Marine um Zulassung zur Ausübung des Steuermannsgewerbes.
Weitere Beschlüsse bezogen sich auf Zollangelegenheiten.
Von der Festsetzung eines Stuckzolles für Petroleum soll bis auf Weiteres Abstand genommen werden; der Königlich preußische Finanz⸗Minister wurde ermächtigt, in Lübeck aus⸗ nahmsweise auch für Sesamöl, gemeine fette Seife und Wall⸗ rath Privattransitlager ohne amtlichen Mitverschluß zu⸗ zulassen, wenn ein Verkehrsbedürfniß anzuerkennen ist und im Interesse der Zollsicherheit Bedenken nicht ent⸗ gegenstehen; die Zollbegünstigungen, welche den von der Aus⸗ stellung in Melbourne zurückkommenden deutschen Gütern ge⸗ währt werden sollen, wurden im Einzelnen geregelt; mehrere Eingaben, betreffend: a. die Gewährung von Erleichterungen in der Zollkontrole von metallenen Schiffsbaumaterialien, b. die Anfertigung von Kisten in der Zollvereinsniederlage zu Hamburg, sollen ablehnend beschieden werden.
Der Entwurf cines Gesetzes für Elsaß⸗Lothringen zur Ausführung des Reichsgesetzes vom 23. Juni 1880 über die Abwehr und Unterdrückung von Viehseuchen, über welchen der IV. und IX. Ausschuß Bericht erstatteten, gelangte mit geringen Aenderungen zur Annahme.
Den Schluß bildete die Vorlegung von Eingaben und
die Regelung ihrer geschäftlichen Behandlung.
im Schauspiel⸗
— Der Schlußbericht über die gestrige Sitzung des Hauses der Abgeordneten und der Bericht über die zweite Sitzung des permanenten Ausschusses des Volkswirthschaftsraths vom 2. d. M. befinden sich in der Ersten Beilage. 8 “ 8
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— In der heutigen (58.) Sitzung des Hauses d Abgeordneten, welcher der Präsident des Staats⸗ Ministeriums, Reichskanzler Fürst von Bismarck und der Finanz⸗Minister Bitter mit mehreren Kommissarien beiwohnten, theilte der Präsident zunächst mit, daß von der Staatsregierung ein Gesetzentwurf eingegangen sei, be⸗ treffend das Fideikommißvermögen des vormals Kurfürstlich hessischen Hauses. Der erste Gegenstand der Tagesordnung war die Fortsetzung der ersten Berathung des Entwurfs eines Gesetzes, betreffend die Verwendung der in Folge weiterer Reichssteuerreformen an Preußen zu überweisenden Geldsummen. Der Abg. von Eynern sprach gegen das Gesetz und wies hauptsächlich darauf hin, daß die beabsichtigte Ueberweisung der Grund⸗ und Gebäude⸗ steuer an die Kreise und Stadtbezirke eine sehr un⸗ gleiche Wirkung haben würde. Die Steuerreform solle angeblich hauptsächlich zur Erleichterung der Kommunen die⸗ nen; aber die Ueberweisungen nach diesem Gesetz würden den städtischen Kommunen nur eine sehr unbedeutende Erleichte⸗ rung bieten, zumal in den westlichen Provinzen, wo die Kommunalabgaben zuweilen die Höhe von 300 — 400 Pro⸗ zent erreichten. Andererseits würden die Kreise bedeutend mehr erhalten, als ihnen billiger Weise zukomme. Mit einer kommissarischen Vorberathung des Gesetzes erklärte sich der Redner einverstanden. Der Abg. Frhr. von Zedlitz⸗Neu⸗ kirch begrüßte das Gesetz aus dem Grunde mit Freuden, weil es nothwendig sei, vor der Bewilligung neuer Steuern im Reich einen Plan über die Verwendung derselben in den Einzelstaaten festzusetzen. Von der Ueberweisung der Hälfte der Grund⸗ und Gehäudesteuer an die Kommunen verspreche er sich eine wesentliche Erleichterung derselben. Mit anderen Bestimmungen des Gesetzes könne er sich mit seinen Freunden nicht einverstanden erklären. So gehe nach ihrer Ansicht die Aufhe-⸗: bung der vier untersten Stufen der Klassensteuer weit über das Maß des Nothwendigen hinaus. Namentlich auf dem Lande würde man es als eine Ungerechtigkeit empfinden, wenn zugleich mit den ländlichen Arbeitern eine ganze Reihe von kleinen Be⸗ sitzern und Gewerbetreibenden von der Klassensteuer ganz befreit würden. Es empfehle sich nur, den im Jahre 1873 nur halb gethanen Schritt jetzt ganz zu thun und zunächst nur das Gros der arbeitenden Bevölkerung von derKlassensteuerzu befreien. Ferner hatte der Redner Bedenken dagegen, daß die Klassen⸗ teuer den Kreisen überwiesen werden solle. Diese Frage sollte man einer späteren Erwägung vorbehalten. Es würde sich daher nach seiner Meinung empfehlen, das Gesetz in zwei Theile zu zerlegen und zunächst nur den Theil zu erledigen, welcher die Ueberweisung der Grund⸗ und Gebäudesteuer an die Kommunen zur Erleichterung der Kommunallasten verlange.
Beim Schluß des Blatts hatte der Finanz⸗Minister Bitter das Wort.
— Hinsichtlich der Rekrutirung der Armee fü 1881/82 ist das Nachstehende Allerhöchst bestimmt worden:
I. Entlassung der Reservisten. 1) Die Entlassun der zur Reserve zu beurlaubenden Mannschaften hat bei den jenigen Truppen, welche an den Herbstübungen Theil nehmen am 1. oder 2. Tage nach Beendigung derselben, bezw. nach dem Wiedereintreffen in den Garnisonen stattzufinden. 2 Für das Pommersche Fuß⸗Artillerie⸗Regiment Nr. 2 und das Schleswigsche Fuß⸗Artillerie⸗Bataillon Nr. 9 ist der 31. August für alle übrigen Truppentheile der 30. September der spätest Entlassungsrag der Reservisten. Das Nähere bestimmen die betref fenden General⸗Kommandos, für die Fuß⸗Artillerie die General Inspektion der Artillerie. 3) Die zu halbjähriger aktive Dienstzeit eingestellten Trainsoldaten sind am 29. Oktober d. J bezw. 29. April k. J. zu entlassen, die Oekonomie⸗Handwerke am 30. September d. J. 4) Beurlaubungen von Mannschaften zur Disposition der Truppentheile haben an den Entlassungs⸗ terminen insoweit zu erfolgen, daß Rekruten nach Maßgabe der unter II. bezeichneten Quoten zur Einstellung gelangen können.
II. Einstellung der Rekruten. 1) Zum Dienst mit der Waffe sind einzustellen: Bei den Bataillonen der älteren Garde⸗Infanterie⸗Regimenter, denen des 1. Rheinischen In⸗ santerie Regiments Nr. 25, des 3. Rheinischen Infanterie⸗Re⸗ giments Nr. 29, des 5. Pommerschen Infanterie⸗Regiments Nr. 42, des 8. Ostpreußischen Infanterie⸗Regiments Nr. 45, des 2. Niederschlesischen Infanterie Regiments Nr. 47, des 7. Brandenburgischen Infanterie⸗Regiments Nr. 60, je 225 Rekruten, bei den übrigen Bataillonen der Infenterie, Jäger und Schützen je 190 Rekruten, bei jeden Ka⸗ vallerie Regiment mindestens 150 Rekruten, bei den reitenden Batterien mindestens je 25 Rekruten, bei den übrigen Feld⸗Batterien mindestens je 30 Rekruten, bei den Bataillonen des Rheinischen Fuß⸗Artillerie⸗Regiments Nr. 8 und des Fuß⸗Artillerie⸗Regiments Nr. 15 je 200 Rekruten, bei den übrigen Fuß⸗Artillerie⸗ und Pionier⸗
Bataillonen je 160 Rekruten, bei den Bataillonen des Eisen⸗