Alle Post-Anstalten nehmen Bestellung an;
’ ¹ SW., Wilhelmstraße Nr. 32.
für Berlin außer den Post⸗Anstalten auch die Expedition
Einzelne Nummern kosten 25 ₰.
N.o, 103.
Insertionspreis für den Raum einer Bruckzeile 30 ₰. Inserate nimmt an:
die Königliche Expedition des Deutschen Reichs-Anzeigers
und Königlich Preußischen Ktaats-Anzeigers
Berlin 8W., Wilhelmstraße Nr. 32. V
Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht: den nachbenannten Offizieren folgende Auszeichnungen zu verleihen, und zwar:
den Rothen Adler⸗Orden zweiter Klasse mit Eichenlaub:
dem General⸗Major z. D. von Scholten, bisher Com⸗ mandeur der 21. Kavallerie⸗Brigade,
dem General⸗Major z. D. Colomb, bisher Commandeur der 25. (Großherzoglich Hessischen), und dem General⸗Major z. D. Hartert, bisher Kommandant von Wesel; den Rothen Adler⸗Orden dritter Klasse mit der 1 Schleife: dem Obersten z. D. von Harder, bisher Commandeur des Landwehr⸗Bezirks Anklam;
den Rothen Adler⸗Orden vierter Klasse:
dem Oberst⸗Lieutenant z. D. von Rabenau, bisher Commandeur des Landwehr⸗Bezirks Halberstadt, dem Oberst⸗Lieutenant z. D. Sommerlatte, bisher Commandeur des Landwehr⸗Bezirks Muskau,
dem Major a. D. Binder, bisher Bataillons⸗Comman⸗ deur im Infanterie⸗Regiment Graf Schwerin (3. Pommersches) Nr. 14, dem Hauptmann von Sanden, Compagnie⸗Chef im 2. Thüringischen Infanterie⸗Regiment Nr. 32, bisher à la suite des Grenadier⸗Regiments König Friedrich Wilhelm I. (2. Ostpreußisches) Nr. 3 und kommandirt zur Dienstleistung bei dem Kriegs⸗Ministerium, und 1 8 dem Hauptmann z. D. Keitel, Bezirks⸗Offizier vom 8 Landwehr⸗Hezirk Rostock;
den Königlichen Kronen⸗Orden zweiter Klasse:
dem Obersten a. D. Wegener, bisher Commandeur des 6. Pommerschen Infanterie⸗Regiments Nr. 49; sowie
den Königlichen Kronen⸗Orden dritter Klasse:
dem Oberst⸗Lieutenant z. D. von Berenhorst, bisher etatsmäßiger Stabs⸗Offizier des 2. Garde⸗Regiments z. F.,
dem Oberst⸗Lieutenant a. D. Transfeldt, bisher etats⸗ mäßiger Stabsoffizier des Infanterie⸗Regiments Nr. 129,
dem Oberst⸗Lieutenant z. D. Borcherdt, bisher Com⸗ mandeur des Landwehr⸗Bezirks Mühlhausen i. Th., 84 dem Oberst⸗Lieutenant z. D. von Fransecky, bisher Commandeur des Landwehr⸗Bezirks Detmold, :
dem Major von Kehler, Bataillons⸗Commandeur im 1. Hanseatischen Infanterie⸗Regiment Nr. 75, bisher Com⸗ mandeur des Kadettenhauses zu Potsdam,
dem Major von Gößnitz, à la suite des Infanterie⸗ Regiments Großherzog Friedrich Franz II. von Mecklenburg⸗ Schwerin (4. Brandenburgisches) Nr. 24 und Commandeur der Unteroffizier⸗Schule in Ettlingen, bisher Zweiter Stabs⸗ offizier bei der Militär⸗Schieß⸗Schule,
dem Major a. D. Werber, bisher Bataillons⸗Comman⸗ deur im Fuß⸗Artillerie⸗Regiment Encke (Magdeburgisches)
str. 4, und Depot⸗Offizier 1“
von Kavallerie⸗Brigade
dem Major a. D. Lüßmann, bisher Erster des Hannoverischen Train⸗Bataillons Nr. 10.
Deutsches Reich. 3 ekanntmachung.
Am 1. k. M. werden 1
die Strecke der braunschweigischen Landeseisenbahn: Gr.⸗ Rhüden — Seesen, 11,61 km lang, mit den Sta⸗ tionen Bornhausen und Seesen, sowie 8
die Bahnstrecke Hochneukirch —Grevenbroich, 10,30 km lang, zum Bezirk der Königlichen Eisenbahn⸗Direktion zu Köln (linksrheinische) gehörig, mit der Zwischen⸗ station Jüchen “ 8
dem öffentlichen Verkehr übergeben werden.
Berlin, den 29. April 1889. 8 In Vertretung des e Reichs⸗Eisenbahnamts: Schulz.
“
den Bergrath Dr. jur. Weidtman zu Dortmund zum Ober⸗Bergrath zu ernennen. 111“
Berlin, den 30. April 1889. hre Durchlaucht die Prinzessin Caroline Amalie zu Schleswig⸗Holstein⸗Sonderburg⸗
durch genehmigen, daß der Zinsfuß derjenigen Anleihe, im Betrage von 6 100 000 ℳ, zu deren Aufnahme die Stadt Köln, im Regierungsbezirk Köln, durch das Privilegium vom 26. Juli 1884 (G.⸗S. S. 338) ermächtigt worden ist, von vier auf dreieinhalb Prozent herabgesetzt werde, mit der Maßgabe, daß die in dem Privilegium festgesetzte Tilgungsfrist innegehalten werde, sowie daß die noch nicht getilgten Anleihescheine den
Inhabern derselben rechtzeitig für den Fall zu kündigen sind,
daß die Anleihescheine dem Bürgermeisteramt der Stadt Köln nicht bis zu dem von demselben festzusetzenden Termine zur Abstempelung auf 3 ½ Proz. eingereicht werden.
Berlin, den 5. April 1889. Wilhelm R.
von Scholz. Herrfurth. An den Finanz⸗Minister und den Minister des Innern.
8
Staats⸗Ministerium.
Der Archiv⸗Assistent Dr. phil. Hermann Hoogeweg ist von Düsseldorf nach Münster versetzt und als Archivar II. Klasse angestellt worden. —
Ministerium der öffentlichen Arbeiten.
Bei dem Ober⸗Bergamt zu Dortmund ist dem bisherigen Ober⸗Bergrath a. D. von Ammon die Stelle eines tech⸗ nischen, und dem Ober⸗Bergrath Dr. jur. Weidtman die Stelle des rechtskundigen Mitgliedes übertragen worden.
Versetzt sind: der Ober⸗Bergrath Schollmeyer von Dortmund nach Breslau und der Bergrevierbeamte, Bergrath Dr. phil. Busse, von Dortmund nach Koblenz. Dem Letzteren ist die Revierbeamtenstelle für das Bergrevier Koblenz II übertragen worden.
Ernannt sind: der Berg⸗Assessor Ressemann zum Bergrevierbeamten und Bergmeister in Weißenfels, der Berg⸗ Assessor und bisherige Berginspektor Humperdinck zum Bergrevierbeamten und Bergmeister in Frankfurt a. O., der Berg⸗Assessor und bisherige Berginspektor Neubauer zum Salinen⸗Direktor in Artern und der Berg⸗Assessor Staehler zum Berginspektor auf Grube von der Heydt bei Saarbrücken.
Bei dem Ministerium der öffentlichen Arbeiten ist der bisherige Bureau⸗Diätarius Dittrich zum Geheimen Kal⸗ kulator ernannt worden.
Ministerium der geistlichen, Unterrichts⸗ und Medizinal⸗Angelegenheiten.
Dem Oberlehrer am Realgymnasium zu Schalke, Karl Daniel Bindel, ist das Prädikat „Professor“ beigelegt worden.
Der bisherige ordentliche Lehrer am Gymnasium zu Kulm, Oberlehrer Neermann, ist zum Rektor des Progymnasiums zu Berent berufen worden. 8
Der bisherige Erste Seminarlehrer Erdmann ist zum Kreis⸗Schulinspektor ernannt worden.
Bei dem Wilhelms⸗Gymnasium in Kassel ist der ordent⸗ liche Lehrer Julius Zülch zum Oberlehrer befördert worden.
Der Zweite Lehrer an der Präparanden⸗Anstalt zu Wandersleben, Franz Müller, ist unter Beförderung zum ordentlichen Seminarlehrer an das Lehrerinnen⸗Seminar zu Posen versetzt worden. 1
Am Schullehrer⸗Seminar zu Pr. Eylau ist der bisherige Hülfslehrer der Präparanden⸗Anstalt zu Lötzen, Bokowski, als Hülfslehrer angestellt worden. “
Am Lehrerinnen⸗Seminar in Xanten ist die Fehrerin Wichterich zu Wehlen a. d. Mosel als ordentliche Lehrerin angestellt worden. 8 G
“ “ 8 Felix Mendelssohn⸗Bartholdy⸗Staats⸗Stipendien für Musiker.
Am 1. Oktober cr. kommen zwei Stipendien der Felix Mendelssohn⸗Bartholdy'schen Stiftung für befähigte und strebsame Musiker zur Verleihung. Jedes derselben beträgt 1500 ℳ Das eine ist für Komponisten, das andere für aus⸗ übende Tonkünstler bestimmt. Die Verleihung erfolgt an Schüler der in Deutschland vom Staat subventionirten musikalischen Ausbildungs⸗Institute, ohne Unterschied des Alters, des Geschlechts, der Religion und der Nationalität.
Bewerbungsfähig ist nur Derjenige, welcher mindestens ein halbes Jahr Studien an einem der genannten Institute gemacht hat. Ausnahmsweise können preußische Staats⸗ angehörige, ohne daß sie diese Bedingungen erfüllen, ein Stipendium empfangen, wenn das Kuratorium für die Ver⸗ waltung der Stipendien auf Grund eigener Prüfung ihrer Befähigung sie dazu für qualiftzirt erachtet.
Die Stipendien werden zur Fortbildung auf einem der
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Augustenburg ist gestern Abend hierselbst eingetroffen und im Königlichen Schlosse abgestiegen.
betreffenden, vom Staate subventionirten Institute ertheilt,
Auf den Bericht vom 21. März d. J. will Ich hier⸗
das Kuratorium ist aber berechtigt, hervorragend begabten Bewerbern nach Vollendung ihrer Studien auf dem Institut ein Stipendium für Jahresfrist zu weiterer Ausbildung (auf Reisen, durch Besuch auswärtiger Institute ꝛc.) zu verleihen. Sämmtliche Bewerbungen nebst den Nachweisen über die Erfüllung der oben gedachten Bedingungen und einem kurzen, selbstgeschriebenen Lebenslauf, in welchem besonders der Studiengang hervorgehoben wird, sind nebst einer Beschei⸗ nigung der Reife zur Konkurrenz durch den bisherigen Lehrer oder dem Abgangszeugniß von der zuletzt besuchten Anstalt bis zum 1. Juli cr. an das unterzeichnete Kuratorium — Berlin W., Behrenstraße Nr. 72 — einzureichen. Den Bewerbungen um das Stipendium für Komponisten sind eigene Kompositionen nach freier Wahl, unter eidesstatt⸗ licher Versicherung, daß die Arbeit ohne fremde Beihülfe aus⸗ geführt worden ist, beizufügen.
Die Verleihung des Stipendiums für ausübende Ton⸗ künstler erfolgt auf Grund einer am 30. September cr. in Berlin durch das Kuratorium abzuhaltenden Prüfung.
Berlin, den 1. April 1889.
Das Kuratorium für die Verwaltung der Felix Mendelssohn⸗Bartholdy⸗Stipendien.
Nichtamtliches.
Deutsches Reich.
Preußen. Berlin, 30. April. Se. Majestät der Kaiser und König empfingen gestern Abend, bald nach der um 5 ¼ Uhr erfolgten Rückkehr von der Wartburg, den Chef des Civilkabinets, Wirklichen Geheimen Rath Dr. von Lucanus zu kurzem Vortrage.
Heute Vormittag arbeiteten Se. Majestät von 8 Uhr an mit dem kommandirenden Admiral Freiherrn von der Goltz, dem (Staatssekretär des Reichs⸗Marineamts, Contre⸗Admiral Heusner, und dem Chef des Marinekabinets, Kapitän z. S. und Flügel⸗Adjutanten Freiherrn von Senden⸗Bibran.
Sodann begaben Sich Se. Majestät zur Eröffnungsfeier der Unfallverhütungs⸗Ausstellung nach dem Ausstellungspark.
Am Mittage hörten Se. Majestät den Vortrag des Militärkabinets.
— Ihre Majestät die Kaiserin und Königin Augusta begab Allerhöchstsich heute, nach Eröffnung der Aus⸗ stellung für Unfallverhütung, nach dem Ausstellungspark und nahm dort die auf Allerhöchste Veranlassung vom Berliner Lokalverein zur Pflege im Felde verwundeter und erkrankter Krieger eingerichtete Sanitätswache in Augenschein. 8
— Die unter dem Protektorat Sr. Majestät des Kaisers und Königs stehende Deutsche Allgemeine Ausstellung für Unfallverhütung im hiesigen Landes⸗ Ausstellungspark wurde heute Vormittag feierlich eröffnet. Bereits von 9 Uhr ab versammelten sich die zur Eröffnungs⸗ feier geladenen Personen. Um 10 Uhr, bei der Anfahrt Ihrer Majestäten des Kaisers und Königs und der Kaiserin und Königin, ertönten von den Thürmen des Ausstellungs⸗ gebäudes Fanfaren. Ihre Majestäten wurden vor dem Haupt⸗ portal durch den Vorstand empfangen und in den Empfangssaal geleitet, wo Allerhöchstdieselben nebst dem Ge⸗ folge unter einem Baldachin Aufstellung nahmen, während ie Botschafter, die aktiven Staats⸗Minister sowie die Präsi⸗ denten des Reichstages, des Hexrenhauses und des Abgeordneten⸗ hauses zur linken und rechten Seite von den Allerhöchsten Herrschaften Platz fanden. Für die Gesandten, die stimm⸗ führenden Bevollmächtigten zum Bundesrath, die Chefs der obersten Reichsämter und deren Gemahlinnen waren die Plätze in den ersten Reihen, gegenüber Ihren Majestäten, be⸗ stimmt worden.
Nachdem Se. Majestät die Erlaubniß zum Beginn der Feier gegeben, hielt der Vorsitzende des Vorstandes, Kom⸗ merzien⸗Rath Roesicke, folgende Rede:
Allerdurchlauchtigster Kaiser, Allergnädigster Kaiser, König und Herr! Das Werk, welches Ew. Kaiserliche und Königliche Majestät unter Allerhöchstihren gnädigen Schutz zu nehmen geruhten und welchem Ew. Majestät ein so warmes Interesse entgegenbringen, daß es uns vergönnt ist, dasselbe Allerhöchstihnen nunmehr vorführen zu dürfen, ist aus kleinsten Anfängen hervorgegangen. Aber gefördert durch das Wohlwollen der Reichs⸗ und Staatsbehörden, unterstützt von der städtischen Verwaltung, ist es unter thatkräftiger Mitwirkung von Arbeitgebern wie Arbeitnehmern zu dem emporgewachsen, als was es sich heute darstellt.
Zunächst nur für ein einzelnes Gewerbe geplant, ist die Aus⸗ stellung auf alle Erwerbszweige ausgedehnt worden, nachdem die Zwecke und Ziele derselben allseitig erkannt und gewürdigt worden waren.
Länger als anderthalb Jahre haben die Vorarbeiten in Anspruch 9.8gee 88 e Bedset ssts g Feit angest 065
as 2 zu Ende zu führen und alle Hindernisse zu beisttlgerg die sias dek eh.hs dagseläen in den Weg stellten. Unterscheidet
sich doch diese Ausstellung von den prunkenden Schaustellungen,