er Notar sich dorthin verfügt habe, um der Frau B. in Sonnenburg
8 via. eh h am bezeichneten Den Pn den Wechsel zur
Zahlung vorzulegen. Als diejenige Person, Legen welche der Protest 8 richte, ist also ausdrücklich nicht der Domiziliat, sondern die Acceptantin bezeichnet worden. In der weiteren Bemerkung, daß in der Wohnung des S. nur das Dienst mädchen angetroffen worden sei, welche auf Vorlegung des Wechsels zur Zahlung erklärt habe, daß sie wegen des Wechsels keinen Auftrag 118 kann daher auch nicht die Bezeugung gefunden werden, daß der Domiziliat nicht anzutreffen gewesen sei. Denn eben, weil der Notar nicht den Domiziliaten als diejenige Person ansah, gegen welche Protest zu erheben sei, bleibt es ungewiß, ob nach dem Domiziliaten gefragt worden ist, und zwar um so mehr ungewiß, als jener Bemerkung die Bemerkung hinzugefügt ist, daß der Bezogene nicht angetroffen worden sei.“ (44/95.)
Entscheidungen des Ober⸗Verwaltungsgerichts.
Die Vornahme von Ersatzwahlen der städtischen Ab⸗ geordneten zum Kreistag darf, nach einem Urtheil des Ober⸗ Verwaltungsgerichts, II. Senats, vom 16. März 1895, gleichwie die Vornahme der ersten und der regelmäßigen Ergänzungswahlen, nicht vom Bürgermeister ohne vorgängige Anordnung des Land⸗ raths erfolgen; ist die Wahl ohne vorgängige Anordnung des Landraths erfolgt, so ist sie vom Kreistag für ungültig zu erklären. „Der Bürgermeister, soweit er zu einer Mitwirkung bei der Wahl der städtischen Kreistags⸗Abgeordneten überhaupt berufen ist — § 48 Abs. 1 Kreisordnung —, fungiert hierbei lediglich als Organ des Landraths, hat in jedem einzelnen Fall dessen ausdrückliche Anordnung abzuwarten und ist zur selbständigen Vornahme einer Wahl nicht be⸗ fugt. Der die Ungültigkeit der Wahl der Mitkläger St. und f. aussprechende Beschluß des beklagten Kreistags erscheint somit wohl⸗ begründet.“ (II. 405.)
— Nach § 38 Abs. 2 und 3 des Gewerbesteuergesetzes vom A4. Juni 1891 ist der Beschluß des EEö“ hinsichtlich der Vertheilung des Steuersatzes auf mehrere Kommunalbezirke sowohl den betheiligten Kommunen als dem Steuerpflichtigen zuzu⸗ stellen. Denselben steht binnen einer Ausschlußfrist von 4 Wochen die Berufung an die Bezirksregierung und gegen die Be⸗ rufungsentscheidung in gleicher Fes die Beschwerde an das Ober⸗Verwaltungsgericht zu. n Bezug auf diese Be⸗ stimmung hat das Ober⸗Verwaltungsgericht, VI. Senat 1. Kammer, durch Urtheil vom 21. März 1895 ausgesprochen, daß die klagende Gemeinde vor dem Erlaß der Berufungsent⸗ scheidung über die rechtlichen und thatsächlichen Grundlagen der’Zer⸗ legung, also namentlich über den angewandten Maßstab und die zu Grunde gelegten Verhältnißzahlen ausreichend unterrichtet werden muß. (VI. G. 1054.)
Statistik und Volkswirthschaft. se 1““ Zur Arbeiterbewegung.
Der Ausstand der Zimmerleute der Firma Pumplun
u. Co., die bei den Bauten der Berliner Gewerbe⸗Ausstellung in Treptow beschäftigt waren phr. Nr. 191 d. Bl.), verlief, wie die „Voss. Ztg.“ berichtet, ergebnißlos, da nach wie vor 50 ₰ Stunden⸗ lohn gezahlt werden. Während die Firma Pumplun u. Co. vor dem Aus⸗ stand nur 95 Mann am Hauptgebäude beschäftigte, hat sie jetzt 140 Mann
2,) Berechnung dieser Aufnahmen und Ergänzung der Lagerbücher;
3) Untersuchungen über die technischen Eigenschaften des Kiefernholzes;
4) Fortsetzung der Anbauversuche mit fremdländischen Holzarten;
5) Ueberwachung der Streuversuchsflächen;
6) Beschaffung amerikanischer Waldsämereien für die Regierungen;
7) Zusammenstellung der Ernte⸗Ergebnisse der wichtigsten Holzsämereien nach den seit 20 Jahren eingegangenen Berichten; 8) Dienstreisen im Interesse der Versuchsarbeiten.
B. Von der meteorologischen Abtheilung wurden die Beobachtungen auf den 16, nach gleichem Muster von der hiesigen Hauptstation eingerichteten forstlich meteorologischen Doppelstationen in unveränderter Weise fortgeführt und in monatlichen Zusammenstellungen sowie in dem XIX. Jahres⸗ bericht der meteorologischen Beobachtungen veröffentlicht.
Die im Jahre 1885/86 begonnenen forstlich phänologischen Beobachtungen wurden auf 102 preußische Oberförstereien fortgeführt und am 31. Dezember 1894 geschlossen, weil die Ergebnisse dieser dhegach he nunmehr von der Versuchs⸗ ansalt des Großherzogthums Hessen zusammengestellt und veröffentlicht werden sollen.
C. Die Arbeiten der chemisch⸗physikalischen Abthei⸗ lung erstrecken sich auf: b
1) Beantwortung von Anfragen aus der Praxis des forstlichen Betriebes;
2) Untersuchungen über den Wassergehalt der Waldböden;
3) Fortsetzung der Arbeiten über die Wirkungen der Streuentnahme;
4) Fortsetzung der Untersuchungen über die Ernährung der Buche;
5) Untersuchungen über die Methode der Aschenunter⸗ suchung, namentlich über die Zusammensetzung der in Salz⸗ säure unlöslichen Aschenbestandtheile;
6) Untersuchungen über die Zusammensetzung und Ent⸗ stehung der Moore.
D. Bon der zoologischen Abtheilung wurden Arbeiten veröffentlicht über: Otiorhynches picipes, septentrionis und Strophosomus coryli, über die Mirtung der Leimringe auf die geleimten Pflanzen, über Coleophora coracipennella, Gryllus campestris und Tettix subulata; über die Bacillen⸗ vergiftung der Mäuse. In Angriff genommen wurde eine Abhandlung über Cnethocampa pinivora.
E. Die Arbeiten der botanischen Abtheilung erstreckten sich auf Untersuchungen über den Einfluß der wichtigsten nesse lagsche Faktoren: Niederschlagsmenge und Temperatur, auf das Dickenwachsthum der Kiefer und die Qualität ihres Holsgs⸗ und auf Abgabe von pflanzenphysiologischen Gutachten an Behörden und Private. “
Ernteaussichten in Rußland.
eingestellt, und noch immer belagern Arbeitsuchende die Zugänge zu den Bauplätzen; am Fischereigebäude sind 60 Mann beschaͤftigt. — Eine Versammlung der Zimmerleute von der Berliner Gewerbe⸗Aus⸗ stellung beschäftigte sich Freitag Abend in Treptow mit den Lohn⸗ und Arbeitsverhältnissen auf den Ausstellungsbauten. Es wurde eine fünfgliedrige Kommission gewählt, die heute mit den Arbeitgebern, namentlich mit der Firma Pumplun unterhandeln sollte. 1 1 Der Ausstand in den Gruben von Champagnaec ist, wie
Ueber die Ernteaussichten in Rußland zu Ende v. M. gehen uns aus einzelnen Gouvernements folgende Nachrichten zu:
In Liv⸗ und Kurland scheinen die Mitte Juni eingetretenen Regenschauer im Stande der Wintersaaten noch manches wieder gut emacht, namentlich aber die Sommerfelder günstig beeinflußt zu aben. Mit dem Roggenschnitt hat man bereits begonnen, man be⸗ fürchtet aber, daß der Regen Schaden verursachen und namentlich auch
„W. T. B.“ meldet, infolge Uebereinkommens zwischen den Dele⸗ girten der ausständigen Bergarbeiter und dem Präfekten beendet worden. Die Arbeit wird am Montag wieder aufgenommen werden. Aus New⸗York meldet „W. T. B.“: Der Ausstand der Schneider und Rockarbeiter ist beendet, da die Forderungen der Fhcestellten bewilligt wurden. 6000 Hosenarbeiter sind noch aus⸗ andig.
Nach Mittheilung des Statist ich en S. 8 Stagt erlin in der Woche vom
zur Fai; Ffreeeas odtgeborene,
len Standesämtern 10. August cr. 229 Eheschließungen,
sind bei den hi 4. August bis in 939 Lebendgeborene,
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Land⸗ und Forftwirthschaft. Uebersicht über die Thätigkeit des Vereins der forstlichen Versuchsanstalten Deutschlands sowie über die Arbeiten der preußischen Hauptstation des forst⸗ lichen Versuchswesens während des Jahres vom 1. April 1894 bis dahin 1895. 1. Verein der forstlichen Versuchsanstalten h Deutschlands: Die Jahresversammlung des Vereins fand vom 16. bis 21. September statt. Die Verhandlungen wurden in Olden⸗ burg geführt und zwar über folgende Gegenstände: 1) Untersuchungen über die Genauigkeit der Kubierung des Stammholzes aus der Mittenstärke; 8 2 Abänderung der Bestimmungen über Schaftablängung und Vermessung der Probestämme; 3) Erhebungen über die Verbreitungsgebiete der Haupt⸗ holzarten; 9 Altersbestimmung der Probestände: 5) Mittheilungen über die bisherigen Methoden der Unter⸗ nchagg des Einflusses der Streuentnahme und Vn be aegchang über die Vereinbarung einer gleichmäßigen Untersuchungs⸗
methode für Bod 8 neh Boden und Aschenanalysen, sowie der Zuwachs 6) Mittheilung über die von der preußischen Hauptstation 1 Untersuchungen über die technischen Eigenschaften ) Berichterstattung über den egenwärtigen Stand der Vereinsarbeiten und 8. lußfa gegber Zei d nachsjäͤgrigen denntie chf S1S unb Ort der „„ Bei Gelegenheit der Versammlung wurden die Versuchs⸗ flächen der Oberförstereien Farocanse Böddeken, Lhe. brügge, Nienburg und Neuenburg⸗Varel esichtigt.
II. Arbeiten der Hauptstation des ; Versuchswesens in rstlichen
A. Die Hsehf sacsh 0 Arbeiten der forstlichen Ab⸗
tpelcsg Fhnren, folgen beuaufnahme von 70 Kiefern⸗Ertrags den Regierungsbezirken Potsdam, Frank d hlsearn
Marienwerder und Bromberg und von den in denselben
auf die Heuernte verderblich einwirken wird.
In Polen ist die Roggen⸗ und Weizenernte fest in allen Gouvernements beendigt, und auch Gerste und Frühhafer sind größten⸗ theils eingeerntet. Das Wintergetreide hat im allgemeinen ein besseres Resultat ergeben, als man wegen der anhaltenden Dürre erwarten konnte. Die Aehren schütten befriedigend, der Halm dagegen ist wenig entwickelt, sodaß sich Mangel an Stroh fühlbar machen dürfte. Der Stand der Sommersaaten ist nur mittelmäßig. Kartoffeln und Zuckerrüben haben sich erholt, dagegen ist die Heu⸗ und Kleeernte un⸗ befriedigend ausgefallen.
In Finland steht eine Mittelernte in Aussicht. In den Gou⸗ vernements Wilna, Kowno aund Grodno hat Wintergetreide nur eine mittelmäßige, Roggen an vielen Orten sogar eine schlechte Ernte er⸗ feben. Der Stand der Sommersaaten ist im allgemeinen befriedigend.
ie Kartoffeln stehen gut.
Im Südwestgebiet wird in Wintergetreide nur eine knappe, in Sommergetreide eine gute Mittelernte erwartet. Am wenigsten günstig sind die Aussichten in Wolhynien. Der Ernteertrag von Raps und Rübsen war in qualitativer und quantitativer Beziehung ein sehr guter. Im taurischen Gouvernement haben die anhaltend trockene und heiße Witterung sowie Insekten den Saaten erheblichen Schaden zugefügt. Auch im Gouvernement Jekaterinoslaw sind die Aussichten nicht gerade befriedigend. Im Dongebiet und dem nördlichen Kaukasus ist der Ernteausfall sehr verschieden. In einzelnen Gegenden stehen die Sommersaaten besser als die Wintersaaten und in anderen umgekehrt. Manche Distrikte haben Mißernten, dagegen andere selten gute Ernten aufzuweisen. Immerhin wird man im allgemeinen mindestens auf eine gute Mittelernte rechnen können.
Im Kuban⸗ und Terekgebiet haben häufige und starke Regen im Juni sowie Hagelschlag und Heuschrecken manchen Schaden verursacht, docf sainis trotzdem die Ernte, besonders im Rubangebiet, befriedigend ausfallen.
In Transkaukasien - die Ernteaussichten im allgemeinen be⸗ friedigend, an einzelnen Stellen sogar gut.
Ernteaussichten in den Niederlanden. Durch den andauernden Regen der letzten Wochen des Monats Juli haben Gerste, Roggen und schwarzer Hafer vielfach gelitten. Der Schnitt hat gegen Ende vorigen Monats begonnen.
Ernteaussichten in Rumänien. Die Getreideernte hat allgemein begonnen. Die Witterung war den Erntearbeiten günstig, sodaß da Getreide in bester Beschaffenheit auf den Markt kommt. Weizen zeigt im allgemeinen sehr schweres Gewicht von über 77 kg per Hektoliter und schöne Qualität, doch giebt es auch brandige Waare darunter. Roggen ist gleichfalls schön und schwer ausgefallen. Was bisher von Gerste auf den Markt kam, befriedigt im allgemeinen; nur Farbe und Korn sind nicht immer gleichmäßig. An feiner Brau⸗ gerste scheint es dagegen ganz zu fehlen. Das quantitative Ergebniß von Weizen, Roggen und Gerste wird allgemein gerühmt, man rechnet auf eine den Durchschnitt übersteigende
Ernte. Für Mais wird Regen dringend gewünscht. 8
Handel und Gewerbe. 1
Aus München wird der „Köln. Ztg.“ gemeldet: Die
Königlich bayerische Staatseisenbahn hat mit Rücksicht auf
die Verlängerung des Rheinisch⸗Westfälischen Kohlen⸗Syndikats und
die neuerdings eingetretenen Preissteigerungen der Kohle das Bezugs⸗
recht auf einen weiteren Jahresbedarf an Ruhrkohle, welches sie sich
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R 0;: Vecfuchs Kbegirten belegenen Durchforstungs⸗ und Lichtungs⸗
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9
im Vorjahre vorbehalten hatte, zum damaligen Preise für die nächste Zeit ausgeübt. 8 1
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beiwohnten. — In der
Dr. von Ziegler die im Sitzungssaal des
Oberbayern, offiziellen Sitzung, von Hatzfeldt⸗Trachenberg, wie „W. T. B.“ berichtet, dem verstorbenen Vereinsvorstand einen warmen Nachruf und berichtete sodann über die Ausführung der Beschlüsse des letzten Fischereitages. Danach wurden für die Hebung und Pflege der Fischzucht be⸗ willigt: 16 000 ℳ in der bisherigen Vertheilung für Lachszucht, 10000 ℳ für Huchenzucht, 24 000 ℳ für Aal⸗ und Zanderzucht und 8400 ℳ% zur Vertheilung an die Vereine für verschiedene Zuchtzwecke. Darauf berichtete Schilling⸗ München eingehend über die Krebszucht und die Wiederbesetzung der entvölkerten Gewässer. Im weiteren Verlauf der Verhandlungen erklärte der Fischereitag sich mit dem Vorschlage des Professors Dr. Weigelt⸗ Berlin: bei deniFischern und Schiffern für eine möglichst ausgedehnte Be⸗ schickung der Fischerei⸗Ausstellung in Berlin im Jahre1896 zu wirken, ein⸗ verstanden. Bei dem Diner im Hotel „zu den vier Jahreszeiten“, welches sich an die Versammlung anschloß, brachte der Regierungs⸗ Seee von Oberbayern Dr. von Ziegler das Hoch auf Seine Majestät den Kaiser, der Präsident Fürst bEbö den Toast auf Seine Königliche Hoheit den Pr
Deutschen Fischerei⸗Verein und seinen Präsidenten aus.
„— Aus Zürich meldet die „Frkf. Ztg.“, das Initiativ⸗Comités für die J der schweizerischen Eisenbahnen habe das Volksbegehren bis nach Schluß der Berathungen in den eidgenössischen Räthen sistiert.
St. Petersburg, 17. August. (W. T. B.) Heute sind die Gesetze veröffentlicht worden, betreffend die Erlaubniß zur Emission 4 % von der Regierung garantierter Obligationen der Gesellschaft der Südost⸗ Eisenbahnen im Betrage von 8 Millionen Kredit⸗Rubel und ebenso solcher steuerpflichtigen Obligationen der Moskau⸗Jaroslaw⸗Archangeler Eisenbahn im Betrage von 20 700 000 Kredit⸗Rubel.
Bern, 16. August. (W. T. 89 Bei der Waadtländischen Kantonalbank wurde festgestellt, daß seit einigen Jahren ge⸗ Vorweis von Briefen, welche mit gefälschten Unterschriften waren, auf Rechnung ausländischer Klienten Summen ausbezahlt wurden, welche den Betrag von 70 500 Fr. erreichen. Ein An⸗ gestellter der Bank ist der That verdächtig.
Washington, 17. August. (W. T. B.) Die Beamten des chfastsscha ees sprachen ihre Befriedigung über den kleinen Betrag der gestrigen einen niedrigeren Wechselkurs. Den Ueberfluß an fremden Wechseln werden weitere beträchtliche Geldverschiffungen verhindern. b
2£
Verdingungen im Auslande. 32 Niederlande. 26. August, 2 ½ Uhr. Zentral⸗Personen⸗Station zu Amster⸗
dam, zunächst dem Wartesaal III. Klasse: Loos Nr. 634. Her⸗ stellung des Unterbaus sowie Lieferung und Herstellung des platt⸗ eisernen Oberbaus einer Brücke auf dem Stationsterrain in Oldensaal in 2 Abtheilungen: Abtheilung I1 (Unterbau) 1200 Gulden, Ab⸗
theilung II (Oberbau) 8500 Gulden. Bedingungsheft ist bei Franko⸗ Anfrage gegen Bezahlung von 1 Gulden (Einsendung per Post⸗ anweisung, nicht in diefMüreen n bekommen im Zentral⸗Verwaltungs⸗ haha g. der Holländischen Eisenbahn⸗Gesellschaft „Droogbak“ zu Amsterdam, Zimmer 154.
Rumänien.
26. August. General⸗Direktion der Eisenbahnen: Errichtung bezw. Erweiterung von Wagrenmagazinen und Waarenquais in der Station Ploesci. 132 000 Fr.
r12. Oktober. Ministerium der öffentlichen Arbeiten: Straßen⸗ geländer (aus Steinpfeilern mit Eisenschienenverbindung) auf der Chaussee Ploesci — Predeal. 145 811 Fr.
Verkehrs⸗Anstalten.
Laut Telegramm aus Herbesthal ist die zweite englische Post über Ostende vom 16. August ausgeblieben. Grund unbekannt.
DerPostdampfer„Werkendam der Niederländisch⸗Amerikanischen Dampfschiffahrts⸗Gesellschaft ist am 16. August in New⸗York an⸗ gekommen.
Bremen, 16. August. (W. T. B.) Norddeutscher Lloyd. Der Schnelldampfer „Werra“ ist am 14. August Nachmittags in
Morgens auf der Weser angekommen. Der Schnelldampfer Spree⸗ ist am 14. August Abends in New⸗York angekommen. Der Post⸗ dampfer „Dresden“ ist am 14. August Nachmittags auf der Weser angekommen. „— 17. August. (W. T. B.) Der Reichs⸗Postdampfer „Bayern“ ist am 16. August in Suez angekommen.
Hamburg, 16. August. (W. T. B.) Hamburg⸗Ameri⸗ kanische Packetfahrt⸗Aktiengesellschaft. Der Schnell⸗ barrcser „Fürst Bismarck“ ist heute früh in New⸗York ein⸗ getroffen.
London, 17. August. (W. T. B.) Der Uniondampfer „Pretoria' ist am Freitag auf der Ausreise von den Canarischen Inseln abgegangen. ’
8 8 Theater und Musik.
nigliche Oper. (Krolbs Theater)
Den hundertsten Heinrich Marschner's feierte die Königliche Bühne durch die Aufführung seiner romantischen Oper „Der Vampyr“, die gestern neu einstuditert in Scene ging. Mit
Erfolg; sie scheint also nicht nur musikalisch, sondern auch dem Inhalt der Handlung nach dem Geschmack des damaligen Publikums ent⸗ sprochen zu haben. Die Romantik im Reiche der Tonkunst war dem deutschen Volk durch die Schöpfungen Carl M. von Weber's vertraut und
stbeuer geworden, und Marschner wandelte in den Bahnen seines größeren seinem Vorbild, mit
Zeitgenossen. Die Volksscenen hat er, glei großer Frische und natürlicher Lebensfülle dargestellt, wie denn besonders das kräftige und urwüchsige Trinkerlied im „Vampyr“ und die Romanze im dritten Akt noch heute durch ihre lebhafte Wirkung zeigen. Die Schönheit einzelner Ensemblesätze weckt auch gegenwärtig noch eine gehobene Stimmung bei den Hörern, und die große Arie Ruthwen's, die flammende Reue, weiche Zärtlichkeit und grauenhafte Sinnlichkeit musi⸗ kalisch treffend ausdrückt, kann noch Bewunderung erregen. Dem Ausdruck rein menschlicher Empfindung aber gebricht es an Wahrheit und Einfachheit der Sprache, an deren Stelle gekünstelte Zierlichkeit und Breite der melodischen Erfindung tritt. Daraus erklärt es sich, daß von der reichen Zahl der Marschner'schen Opern sich außer dem „Vampyr“ nur noch „Der Templer und die Jüdin“ und sein voll⸗ kommenstes Werk „Hans Heiling“ auf dem Repertoire erhalten haben.
Die gestrige Aufführung des „Vampyr; unter Kapellmeister Weingartner's Leitung entsprach allen gerechten Anforderungen. Was an orchestralen Schönheiten in dem Werk verborgen liegt, wurde klar und kraftvoll veesgeacbeieet Die Titelrolle sang Herr Bulß mit grandioser Gewalt des Ausdrucks, die durch sein lebensvolles Spiel noch verstärkt wurde; das Grausige und dasl Verführerische der Gestalt trat gleichmäßig scharf hervor. Die weiblichen Rollen wurden von den Damen Herzog, Hiedler und Weitz mit schönem Gelingen
durchgeführt. Besonderen Beifall fand das prächtige Trinkerquartett der ren Krolop, Krasa, Alma und Philipt. 8 8
— In München, wo in diesen Tagen der dritte eis Fischereitag abgehalten wird, fanden sich am an A
etwa 50 Delegirte zu einer geselligen Zusammenkunft ein, we Ober⸗Präsident der Provinz Schlesien Fürst von Hatzfeldt⸗Trachenberg als Präsident des Deutschen Fischereivereins und der Regierungs⸗Präsident von gestrigen ersten oberbayerischen Landtags stattfand, widmete der Vorsitzende Fürst
nz⸗Regenten, Landgerichts⸗Rath Dompierre aus München einen Toast auf den
eldentnahmen zur Ausfuhr aus und hoffen daher auf
Genua angekommen. Der Schnelldampfer „Aller’ ist am 15. August
dieser Oper errang der Komponist im Jahre 1828 seinen ersten großen