kär ist allerdings der Ansicht, daß, auch wenn diese Mehrbelastung dte die dentsche Voktsriihaft scht schlechter vesellt se als 1878.
(Schluß des Blattes.)
rdneten beschloß in der. Minister für Handel und auf Antrag der Abgg. ohne Debatte, die Re⸗ dem Landgericht in Essen
die Dauer der Session einzu⸗ sprechung der Interpellation Grubenunglück auf der
Haus der Abgeo 9.) Sitzung, welcher der ewerbe Delbrüch Eeicher 5. (Zentr.) und Genossen g zu ersuchen, shääe u entr.) für sellen, und setzte darauf die Be 3 Zentrums, betreffend das echs „Radbod“ bei Hamm, fort. unächst nahm der Minister für rück das Wort, dessen Rede in im Wortlaut wiedergegeben wer
Kandel und Gewerbe ler nächsten Nummer den wird. An der en sich bis zum Schluß des Blattes
en Debatte beteili - 8 ole), Dr. Pachnicke (freis. Vgg.),
ie Abgg. Korfanty ( Leinert (Soz.) und Brust (Zentr.).
Statistik und Volkswirtschaft.
enhandel im Oktober und in den
Januar bis Oktober 1908.
ler vom Kaiserlichen Statistischen Amt Nachweise über den auswärtigen Handel
Einfuhr im Oktober 1908 5
Pferde usw., 124 Stock Bienen, Gegen den Oktobe
Deutscher Auß 10 Monaten
Nach dem Oktoberheft d F. usgegebenen „Monatlichen weeutschlands⸗ betrug die rschiedene Waren, 9303 dinge und 159 532 Uhren. infuhr erheblich nachgelassen, besonders die unedlen Metallen und darunter namen di Chemische usw. Erzeugnisse nahmen e Sht 8 8 8 W belief sich au erde usw.,
718 Uhren. Gegen den 8 der Ausfuhr, namentlich bei Erz Er usw., mineralischen und fossilen Rohst ie, bei chemischen Erzeugnissen, ie Gesamteinfuhr in 8 J. bhie in der g.
822 Pferde usw., 4622 gegen 1 181 235 gegen hr 37 982 708 gegen 37 076 3 Pferde usw., 1392 gegen 1028 Stock rzeuge und 322 138 gegen, 362 172 fabschnitten erfuhren eine Verstärkung
oße Ausfälle brachten ft usw., mineralische und aren daraus, Papier usw., Steinwaren, aren daraus, hierunter besonders Eisen, chemischer Erzeugnisse wuchs. stärkung besonders bei E er usw, Stein⸗, Tonwaren, unedl schinen. Ehemische usw. Erze s zeigen gegen das Vorjahr be
Einfuhr von Brenn⸗ tlich die Einfuhr von beträchtlich zu.
f 4 124 434 t verschiedene 502 Stock Bienen, 125 Fahrzeuge und Oktober des Vorjahrs zeigt sich eine Zu⸗ eugnissen der L. offen mit Ausnahme der Metallen, besonders Eisen. den zehn Monaten Januar bis 910 t verschiedene Waren gegen leichen Zeit des Vorjahres, 5693 Stock Bienen, 1 425 138 Uhren, die gleich⸗ 092 t, 5058 gegen 1196 gegen 1378 Uhren. 6 von den 19 der Einfuhr, 12 eine Be⸗
in der Einfuhr: Erzeugnisse der Land⸗ fossile Rohstoffe, Spinnstoffe und Tonwaren, unedle Metalle ferner Maschinen. Die r Ausfuhr eigt sich ssien der Landwirtschaft usw., namentlich Eisen), toffe und Waren
trã htlichere Ausfälle.
109 717 gegen
Gesamtausfu
Zur Arbeiterbewegung.
eer Ausstand bei der Dresdener P oss. Ztg.“ telegraphiert wird, beendet.
Kunst und Wissenschaft.
as Königliche Institut für 34 — 36, veranstaltet in der kommen
ntag spricht der Kustos asser und Land auf der E ötag der Dr. n im Golf von 8] Einlaßkarten sind 8 agsabenden selbst von
äftsstelle des Instituts zu haben.
aketfahrt ist, wie der (Val. Nr. 274 d. Bl.)
den Woche, Abends 8 ÜUhr, jen zugängliche Vorträge: Baschin⸗Berlin über: „Verteilung rdkugel“. (Mit Lichtbildern). Am rtmeyer⸗Berlin über:
und ihre Meereslierwelt“. von 12 bis 2 Uhr Mittags und an den 6 Uhr ab zum Preise von 25 ₰ in der
m wird ein von Fräulein Luise er Schulwebestuhl ausgestellt Hausarbeit der Frauen, zugleich für t, dienen und läßt sich wegen den Handarbeitsbetrieb von ch Bedarf kann er zur Hochweberei Mit den Stühlen ist eine d Teppiche ausgestellt, die auf dem chmackvoller Anlehnung an ältere und gediegenen E Die Ausstellung wird
Im Kunstgewerbemuseu 1 konstruierter sogenannt
8 erei, Gobelinwirkerei und Knüpfarbei zer einfachen Konstruktion auch nschulen einführen; je na Flachweberei verwendet verschiedener Gewebe un hergestellt sind, te wigsche Muster, teils nach einfachen
eutiger Künstler und Künstlerinnen.
d die Stadt Berlin. Einführung der Städte⸗ von Dr. Claus⸗ länen. IX u. 264 S. In der Literatur aus chen Städteordnung e Anhaltspunkte
amals bei den Bürgerschaften der Städte das V 1
i, und ebenso hat man jerungen nichts über Wie man annehmen
ie Städteordnung von 1908 un st zur hundertjährigen Gedenkfeier der Auftrage des Magistrats herausgegeben tadtarchivar. Mit 6 Vollbildern und 2 von Julius Springer, Berlin. 1 der Entstehung der ovember 1808
Angelegenheiten rege geworden 8 den Akten der Städte und der n diesem Sinne ermitteln können. anz ging der Gedanke, den Bürgern größeren Einfluß auf die Ver⸗ allein von dem Freiherrn vom Stein aus, und wenn dieser Einfluß in der urde. Das Ziel Steins war eigentlich 8 Provinzial⸗ und Gemeindeverfassung, viel wie möglich Männer aus bürgerlichen Berufen den eenden Behörden zur Mitarbeit beigeordnet werden sollten. er dieses Ziel verfolgte, gab ihm aber bei seinem Aufent⸗ öͤnsgsberg 1808 die veraltete, sehr umständlich aufgebaute 8 der Stadt, die in der verhängnisvollen Zeit des Kriegs Fnst versagte, Veranlassung, daß er ganz besonders auf die Neu⸗ ung der Verfassung der Stadtgemeinden sein Augenmerk richtete ängig von den übrigen Reformplänen auszuführen suchte. Entstehung der Städteordnung liegen bereits die bekannten 8 on E. von Meier in seinem Werke über die Verwaltungs⸗ inter Stein und Hardenberg⸗ Tund von Max Lehmann im In der eingangs genannten Festschrift des de k nochmals beleuchtet, wie der Entwurf zu dem Gesetze die nnn. und sein weiteres Schicksal verfolgt. In Berlin brachte mit esetzung der Stadt durch die Franzosen von 1806 bis sich, daß man bei der Einführung der Städteordnung nicht 85 oren zu rechnen hatte, denen verfassungsmäßig die Hand⸗ r städtischen Verwaltung schon aus dem 18. Jahrhundert
ig ju verschaffen, semühungen ist es zu verdanken, dnung gefetzlich festgelegt w ne Reform der Staats⸗,
es lag hier eine neue,
vor: Napoleon hatte in der Residenz das Komitee administr.
an die Spitze des Gemeinwesens gestellt, das die Dhns bei der slädlischen Verwaltung beteiligten Behörden, Polizei⸗ direktorium, Gouvernement und Magistrat zu ersetzen bestimmt war. Es bestand aus Männern, die durch die Bürgerschaft gewählt waren, Mitgliedern des bisherigen Magistrats und höheren Staatsbeamten. Den Vertretern der Bürgerschaft sollte dabei die Oberleitung zufallen, in Wirklichkeit aber hatten sie die Staatsbeamten und trugen die Ver⸗ antwortung. Wenn nun die nach den Vorschriften der Städteordnung neu zu bildenden Körperschaften die Verwaltung der städtischen An⸗ gelegenheiten erhalten sollten, so mußte sich zuvor das Komitee auflösen. Alle diese Vorgänge, die Entstehung des Komitees, seine Leistungen und der Uebergang in die neue Verfassung werden vom Verfasser der Festschrift ausführlich geschildert. Sobald das Komitee seine Tätigkeit eingestellt hatte und Magistrat und Stadtverordnete der Städte⸗ ordnung gemäß als die neuen städtischen Organe eingesetzt waren,
nahm der Staat alsbald wieder die Verwaltung der öffentlichen Einrichtungen, die er vor dem Kriege in seiner Obhut gehabt hatte, für sich in Anspruch. Dem
Magistrat und den Stadtverordneten fiel zunächst hauptsächlich nur zu, die Kriegsschulden zu regeln und Geld deibehnasshoßten sanc da zie Rückkehr der Franzosen und die Freiheitskriege neue Opfer forderten. Wie sich dann im weiteren Verlaufe das Verhältnis zwischen Staat und Stadtgemeinde gestaltete, wird vom Verfasser sehr eingehend dargelegt. Nach und nach, in großen Zwischenräumen unter lang⸗ wierigen Verhandlungen und Abrechnungen überließ der Staat die städtischen Einrichtungen den Stadtbehörden. Während er seine Mitwirkung dabei einschränkte, gewann die Selbstverwaltung immer mehr Boden; man erkannte dabei zugleich, daß sie nicht nur die Tätig⸗ keit der Bürgerschaft, sondern auch Opfer von ihr verlangte. Seit undenklicher Zeit hatte der Staat alle Lasten für die öffentlichen Ein⸗ richtungen der Residenz getragen und für ihre Wohlfahrt fast allein gesorgt, man hatte sich an den Gedanken gewöhnt, daß dies eine Pflicht des Staates gewesen sei; allmählich aber bildete sich nun die Ueberzeugung, daß diese Fürsorge vielmehr in erster Linie den städtischen Körperschaften zukomme, und daß damit auch dem Gedeihen der Stadt am besten gedient sei. Es währte bis in die sechziger Jahre des vorigen Jahrhunderts, bis jene Entwicklung abgeschlossen war. Zu dieser Zeit hatte schon ein “ Wettbewerb der Stadtgemeinde mit dem Staate für eine der Neuzeit entsprechende Ausgestaltung der öffentlichen Einrichtungen stattgefunden, und von da ab findet man auch die wichtigsten Zweige der städtischen Verwaltung den Stadt⸗ behörden anvertraut, oder es stand doch nahe bevor, daß sie ihnen überlassen würden. Bei diesem Zeitpunkte, nachdem die Gegensätze zwischen Regierung und Stadt in der Hauptsache über⸗ wunden waren und man die großen Vorteile einer Verwaltung nach den Grundsätzen der Städteordnung sowie das Wesen der Selbst⸗ verwaltung voll erkannt hatte, bricht die Darstellung in der interessanten Festschrift des Magistratz ab. Ihr Wert wird noch
erhöht durch die Beifügung von zwei Plänen und sechs Vollbildern.
Der erste Plan zeigt die Weichbildgrenze der Stadt vor der Einführung der Städteordnung, sowie die dann infolge ihrer Einführung neugebildete und die jetzige Grenze. Die genauere Feststellung des Leeschbires der Stadt in der Zeit vor 1808 ist auch insofern von Nutzen, als es den Geltungsbereich der Berliner Bauobservanzen darstellt. Nach gerichtlichen Entscheidungen gelten die Observanzen in den Gebieten, bie zur Zeit der Einführung des Landrechts — 1794 — zum Stadt⸗ bezirke gehörten. 1794 war aber die Umgrenzung die gleiche wie 1808. Der zweite Plan gibt ein topographisches Bild der Stadt und der nächsten Umgebung zur Zeit der Einführung der Städteordnung, womit veranschaulicht wird, wie weit der bewohnte Teil und die Gärten sich ausdehnten, was noch an Acker, iesen und Wald auf den Flächen vorhanden war, wo heute mit Wohnhäusern voll besetzte Stadtbezirke sind. Von den sechs Vollbildern stellt das erste die Feierlichkeit in der Nikolaikirche zur Einführung der Städteordnung am 6. Juli 1809 nach einem in den Diensträumen der Stadtverordnetenversammlung befindlichen Aquarell von Calau und Laurens dar, das zweite das Berlinische Rathaus nach einer Lithographie von Lütke, der einzigen vor⸗
handenen Abbildung des Rathauses aus der Zeit vor 1808, das dritte das Köllnische Rathaus, das von 1822 ab fast 50 Jahre la j der Stadtverordneten⸗
ng der S versammlung war. Ferner ist die Fests. rift mit der Reproduktion eines Kupferstichs nach einem von Rinklake in Münster 1802 gemalten Porträt des Freiherrn vom Stein sowie mit Bildnissen (Gravüren) des ersten Berliner Oberbürgermeisters Leopold von Gerlach und des ersten Stadlverordnetenvorstehers J. P. Humbert nach den im Donatorensaale des Rathauses befindlichen Originalen ausgestattet.
Technik.
Der Ar chitektenverein in Berlin veranstaltet am Montag in seinem Vereinshause für sein im Frübjahr d. J. verstorbenes Mit⸗ glied, Oberbaurat Professor Carl Schäfer in Karlsruhe eine Gedenkfeier, bei der der Baurat Ludwig Dihm die Gedächtnisrede halten wird. Einlaßkarten zu dieser Feier, an der auch Damen teil⸗ nehmen können, werden im Sekretariat des Architektenvereins, Wilhelmstraße 92/93, kostenlos abgegeben .
Jagd. 8 “
Dienstag, den 24. d. M., findet Königliche Parforce⸗ jagd statt. Stelldichein: Mittags 12 Uhr 30 Minuten am Franzerbusch. 8
Theater und Musik.
Neues Schauspielhaus.
Max Halbes Komödie in vier Akten „Blaue Berge“, die gestern im Neuen Schauspielhause zum ersten Male aufgeführt wurde, vermochte nur matten Beifall zu erringen, der zuletzt auch nicht unwidersprochen blieb. Der Gedanke, der dem Stü die Grund⸗ stimmung und den Titel gibt, nämlich daß die blauen Berge der Sehnsucht dem schaffenden Künstler ewig unerreichbar fern bleiben, wird durch den Werdegang eines Bildes symbolisiert, an dem der Maler Mühlenbruch arbeitet. Das Bild will nicht geraten, weil dem Künstler im grauen Einerlei des Alltags der Jungbrunnen einer großen Leidenschaft fehlt. Mit Sorge sieht das die kluge und verständige Frau Mühlenbruchs, die ihm bisher auch als Modell diente, und sie läßt es darum ruhig geschehen, daß eine andere sich zwischen sie und den Gatten drängt, die schöne Sän⸗ gerin Marianne Jordan. In ihr glaubt Mühlenbruch die Ideal⸗ gestalt für die weibliche Figur seines Gemäldes gefunden zu haben, in ibr auch die Flamme, an der seine Leidenschaft aufs neue erglühen könnte. Aber Marianne, die für Milltardäre käufliche Schönheit, versagt sich dem Künstler, obwohl sie ihn liebt, um sich und ihm die Sehnsucht zu erhalten, die für beider Kunstschaffen unerläßlich sei. So gibt es zum Schluß ein Auseinandergehen und die reuige Rückkehr Mühlen⸗ bruchs in die Arme seiner treuen Gattin. Um diesen Kern der Handlung, die sich vielleicht in einem einzigen starken Akt abspielen könnte, hat Halbe einen wahren Wust von Nebendingen angehäuft, die nur stören, verwitren und von der Hauptsache ablenken. Da wird ein operettenhafter Milliardär eingeführt, welcher in dem Bade⸗ orte, der den Schauplatz des Vorgangs bildet, nur um einer Laune willen ein märchenhaftes Schloß und ein Reform⸗ theater errichten will. In seinem Gefolge befindet sich ein Aesthet neuester Richtung, der seine Idren über Nacktkultur u. a. mit Hilfe des Nabobs zu verwirklichen hofft. Im Gegensatz zu letzterem steht ein streberhafter Stadtverordnetenvorsteher und Oberlehrer, der Gelder für einen Kirchenbau sammelt. Dann ist noch ein alter bäuerischer Onkel Mühlenbruchs zu nennen, der alles durchschaut und alles weiß und immer im rechten Augenblick in die Handlung eingreift; mit Hilfe einer jener Theaterkriminalkommissare, die stets auf falscher Fährte sind, läßt er den Milliardär als Hochstapler
8
verhaften und hintertreibt ein nächtliches Stelldichein Mühle
mit Marsanne Jordan. So rankt sich Feneeehe 65 Phantastisches in wuchernder Fülle um den schwachen Stamm des Stückes, an dessen Ernst man zuletzt nicht mehr glauben kann; und die paar schönen Gedanken und wißzigen sati⸗ rischen Einfälle, die es birgt, nehmen sich in solcher Umgebung recht sonderbar und kümmerlich aus. — Die Darsteller hatten keine leichten Aufgaben. Aus dem im Grunde recht uninteressanten Maler konnte Herr Christians beim besten Willen nicht viel machen, und Fräulein Waldegg mußte sich als Marianne Jordan im wesentlichen darauf beschränken, schön und elegant auszusehen. Am meisten überzeugten Frau Arnold als sympathische und kluge Künstlerfrau und Ernst Ner vüsgreter,; 2 I Werckhagen. Auch die
kaiser⸗Titz, Retzbach, Borée, 88* Kollen Kegent⸗ tzbach, rée, Kleinke u. a. gaben sich um ihre
Kleines Theater.
Ludwig Thomas Komödie „Moral“ erzielte gestern ab
im Kleinen Theater einen starken Heiterkeitserfolg. aer T.cfn in dem Stück seiner starken satirischen Begabung mit Behagen
e Zügel schießen lassen. Daß ganze Gesellschaftsklassen dabei eine recht einseitige und darum ungerechte Behandlung erfuhren, störte den Dichter durchaus nicht; ihn freuten die blendenden Schlaglichter, mit denen er menschliche Schwächen durchleuchtete. Die Sittlichkeits⸗ bestrebungen hatten es ihm angetan; er hielt sie für einen gedeihlichen Boden, um seine derben Spott⸗ und Oppositionsgelüste darauf wuchern zu lassen. Der Dichter hat durchaus die Berechtigung, Heuchler, die ohne innerliche Ueberzeugung äußerlich Moral predigen, vor das Forum der Lächerlichkeit zu ziehen; nur durfte er seinem zersetzenden Spott nicht einen tendenziösen Charakter geben. Außerdem machen des Ver⸗ fassers eigene sittliche Anschauungen, wenigstens soweit sie durch eine alte geschwätzige Dame und einen weisen Justitrat vertreten werden, zum mindesten recht stutzig. Ueber jede menschliche Ver⸗ fehlung nur mit Behagen lachen, kann zuweilen der Ausfluß erhabener Weisheit sein, gegebenenfalls aber auch ein Beweis lässiger Bequem⸗ lichkeit. Jedenfalls ist dem Dichter die Verteidigung seiner humor⸗ vollen Ansicht von der sittlichen Wirkung öffentlicher Tugendverächter ziemlich mißlungen; in solchen Augenblicken merkte man die Risse und Sprünge im Aufbau der Komödie. Einen Lichtpunkt gibt es jedoch noch abgesehen von der allgemeinen Erheiterung, in Thomas Komödie: er glaubt an edle Frauen in der guten Gesellschaft, wenn auch die Männer darin durchgängig schlecht wegkommen. Einen großen Anteil an dem starken Erfolg des Abends gebührt der glänzenden Darstellung. Die Herren Marx, Adalbert, Rottmann, Klein⸗Rhoden, Ziegel arbeiteten “ 1e. Die wenigen episodisch
n Frauenrollen waren mit den ü
Steimann und Klein gut besetzt. 1“ “
81 In 16““ e m ndenden Aufführung von „Aida“ sind die D. Goetze, Urbanska, Kierschner und sigs, nee veee. dE hshae Maclennan, Knüpfer, Bronsgeest, Griswold und Dahn beschäftigt. Mustikalisch leitet der Kapellmeister Blech das Werk. — Am Montag wird „Lohengrin“ in folgender Besetzung gegeben: Lohengrin: Herr Jörn; Telramund: Herr Hoffmann; König Heinrich: Herr Se He 9 ““ Elsa: Fräulein 8* ry; 8 ein Ober. ases 0s Sbenfe musikalische Leitung hat der Kapell⸗ niglichen auspielhause wird „Maria Stuart⸗, mit Frau Willig in 85 Titelrolle heehse Im übrigen lautet die Besetzung: Elisabeth: Frau Poppe; Leicester: Herr Sommerstorff; Shrewsbury: Herr Nesper; Burleigh: Herr Kraußneck; Kent: Herr Arndt; Davison: Herr Werrack Paulet: Herr Molenar; Mortimer: Herr Geisendörfer; Melvil: Herr Eggeling; Kennedy: Fräulein von Arnauld. — Am Montag wird Shakespeares „Macbeth“, mit Herrn Molenar in der Titelrolle, den Herren Vollmer, Nesper, Staegemann, Pohl, Kraußneck und den Damen Poppe, Lindner, von Mayburg und von Arnauld in den sbesigen. Lö easfeer. erliner eater wird morge wi Donnerstag, Sonnabend und nächsten deeie fahnhe i ies ig. Mariamne“ gegeben. Am Montag sowie am Mittwoch und Freitag übt EE11““ in Szene. Am Sonntag, den 29. d. M., 2 8 Nerc . eine Aufführung von Grillparzers „Der Traum Im Deutschen Theater wird M Freitag, Sonnabend und Sonntag, den vrle 6 Diensta, vilttwoch, Krähwinkel“ wiederholt. Morgen wird „König Lear⸗ und Donnerstag „Der Kaufmann von Venedig“ gegeben. — In den Kammerspielen des Deutschen Theaters ist Shaws Komödie „Der Arzt am Scheide⸗ wege“ für morgen sowie für Dienstag, Mittwoch, Freitag und nächsten Sonntag angesetzt. Goethes „Clavigo“ steht für Donnerstag auf dem Spielplan. Am Montag und Sonnabend wird Wedekinds öö Ereaeehechen, gespielt. m Neuen auspielhause wird m Montag, Mittwoch und Sonnabend dZ argecg, sowie aufs efühet n g “ Frestag und nächsten Sonntag 8 .Teil). — er rekto i⸗ aktiges Lustspiel „Die Sünde“ von Max BerHalm I“ 8 Weihnachten seine Uraufführung erleben wird. Vorher, in der ersten Feig.e Dezember, geht noch Sardous satirische Komödie „Rabagas“ Das Lessingtheater hat für nächste W n Spi plan aufgestellt: morgen abend, Dfün nach 8 8 en, ggiel. “ Montag: „Der Raub der Sabinerinnen“; Mittwoch: „Nora“; Freitag: „Rosmersholm“. Am Sonnabend geht Henrik Ibsens Schauspiel „Baumeister Solneß“ zum ersten Male in Szene E1“ Sonntagabend wiederholt. Als Nach⸗ — e dhecg.n nächstfolgenden Sonntag das Schauspiel m illertheater 0. (Wallnertheater) wi „Kabale und Liebe“, Montag, Sen. dlahan . „Der schwarze Kavalier⸗ gegeben. Am Mittwoch wird „Di Behe emne 6 Pehenein; as Opferlamm“ wiederholt. Für w a 6 ö“ Vaoscöhn bags „Der rote Leutnant“, Abends a ertheater Charlottenb den „Grafen von Charolais“, Montag, Penakene gheerdenaben „Die Zwillingsschwester. Dienstag und Freitag geht der „Fa 889 tag“, MittwochDie Braut von Messina⸗, naͤchsten Sonntagzͤchn i 8 „Götz von Berlichingen“, Abends Der schwarze Kavalier“ z Wittag — Im Bürgersaale des Berlinischen Rathause 1918 morgen abend zum ersten Male ein „Theodor Körner⸗Ab 88 wird hstltt 1 nsSn aratee ctrotensuet vin orde r, da diesjähri 8 8 “ esjährige Sonntagskonzert ver⸗ m eater des Westens w Operette „Der fidele Bauer⸗ Kegeeneir Mtüglich, wird Nachmittags das Kindermärchen „Dornröschen“ 1ih Für die Partie der „Zaza“ in R. Leo chen aufgefübrt. Oper, die am nächsten Freitag, den 27. d M. Fhesh Keichnamiger Oer zum ecsten Male ausgeführt win st Frnleft Fomischen vm 8 a vo vardan 1 ofthrater in Dresden vom Direkkor Gregor he neer m Neuen Theat und Wabrheit⸗ venentfnlbehenschen in nächster Woche „Baccarat⸗ am Montag, Mittwoch und Freil⸗ mofsch ge und nächsten Sonntag, “ 88 Sonnabend Wehchcth „am Dienstag, in Lustspiel nj . Tagen nachänt dee 1“ “ Neuheit „Madame Flirt“ an allen
Im Friedrich Wilhelmstä 8 mstädti 1 heet 18 Eestaufführung des Se “ t.aase Phnn von erbert von Berger am Donnerstag statt. Das am Freitag und Sonnabend wiederholt. Mersen
Opernha gen statt
lich die Leo Fallsche