1883 / 1 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Tue, 02 Jan 1883 18:00:01 GMT) scan diff

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Verfügung vom 21. September 1882, betreffend die Uebersicht über die Thätigkeit der Schiedsmänner im Jahre 1881.

(Steatistische Nachrichten. 6

Summarische Uebersicht über die Zahl der Studiren⸗ den auf der Königlichen Universität zu Greifswald im Winter⸗Semester 1882/83. Im Sommer⸗Semester 1882 immatrikulirt gewesen laut Personalverzeichniß 659, nach Auf⸗

ellung dieses Verzeichnisses wurden noch immatrikulirt 2, zu⸗ sammen 661; davon sind abgegangen 217, es sind demnach ge⸗ blieben 444; dazu sind in diesem Semester gekommen 218, die Gesammtzahl der immatrikulirten Studirenden beträgt daher 662. Die theologische Fakultät zählt: Preußen 108, Nicht⸗ preußen 4, zusammen 112. Die jüuristische ö zählt: Prfahen 51, Nichtpreußen 4, zusammen 55. Die medizinische

akultät zählt: Preußen 324, Nichtpreußen 21, zusammen 345. Die philosophische Fakultät zählt: a. Preußen mit dem Zeugniß der Reife 122, b. Preußen ohne Zeugniß der Reife nach §. 3 der Vorschriften für die Studirenden der Landes⸗Universitäten vom 1. Oktober 1879 18, c. Nichtpreußen 10, zusammen 150. Außer diesen immatrikulir⸗ ten Studirenden besuchen die hiesige Universität als nur zum Hören der Vorlesungen berechtigt, mit Genehmigung des z. Rektors 6. Es nehmen mithin an den Vorlesungen Theil 668.

unst, Wissenschaft und Literatur.

Bücher für die Straßburger Bibliothek. (Philad.⸗ Demokr.) Mit dem Dampfer „Salier“ vom Norddeutschen Lloyd ist am Sponnabend, den 16. Dezbr. wiederum eine größere Sendung von Büchern füfr die Universitätsbibliothek zu Straßburg im Elsaß von New⸗York abgegangen. Dies ist die 31. Kiste voll werthvoller Werke, welche von Herrn M. R. Muckle von hier seit der Zerstörung dieser berühm⸗ ten Bibliothek während der Belagerung der Festung im deutsch⸗fran⸗

zösischen Kriege dorthin abgeschickt worden ist. Die Bibliothek, welche vor der Zerstörung 300 000 Bände besaß, ist Dank der kräftigen allseitigen Unterstützung wiederhergestellt worden und hat jetzt über 400 000 Bände. Alle Bücher, welche für dieselbe in den Vereinigten Staaten beigesteuert worden sind, wurden von der Reading RR. Expreß Co. frei nach Hoboken und von da mit den Dampfern des Norddeutschen Lloyd ebenfalls frei nach Bremen befördert.

Im Verlage von Paul Neff in Stuttgart erschienen soeben:

Sprüche des neuen Genfer Philosophen. Zweite deutsche Ausgabe. Elegant broschirt 1 Der neue Genfer Philosoph, von dem hier ein Bändchen Sprüche in zweiter deutscher Auflage geboten wird, ist John Petit⸗Senn (geboren 1792, gestorben 1870). Die erste französische Auflage derselben erschien 1846 unter dem Titel „Bluettes et Boutades“, die erste deutsche unter dem Titel „Blüthen und Knospen“ im Jahre 1861. Schon kurze Zeit nach dem Erscheinen der deutschen Ausgabe wurden etwa 40 dieser Sprüche in den be⸗ kannten „Pharus am Meere des Lebens“ von Karl Coutelle, auf⸗ genommen, andere gingen in Zeitschriften über. Heute liegt nun eine vollständige, nach der neuesten französischen Auflage bearbeitete deutsche Sammlung vor. Ist schon das Leben des „Neuen Philosophen“, über das uns eine Biographie zur Genüge orientirt, ein merkwürdiges und die Genfer Zustände während mehreren Jahren beleuchtend, so sind es seine hier gesammelten Aphorismen und Sprüche, und wenn⸗ gleich der Verfasser seine Bemerkungen gegen die Genser Gesellschaft richtet, so werden sie doch auch in weiteren Kreisen Interesse erwecken, zumal sie mehr deutsch als französisch gedacht sind. . In demselben Verlage erschien: Die schöne Melusine, Märchen in zwölf Gesängen von A. Forstenheim. Zweite Auf⸗ lage. Elegant broschirt 1 (elegant gebunden 1,50 ℳ). Die Dichtung schließt sich dem v. Schwind'schen Aquarellencyklus an; sie ist ihrem Charakter gemäß in Trochäen gehalten, die der Dichter meisterhaft beherrscht. Das reizende Märchen wird in dieser an⸗ ssprechenden Form viele neue Freunde gewinnen.

Joseph Bär u. Co., Buchhändler und Antiquare in Frank⸗ furt a. M., Paris und London, haben vor Kurzem unter der Auf⸗ schrift „Biblioteca Artistica Italiana“ ihren Lagerkatalog 122 herausgegeben. Derselbe enthält ein Verzeichniß von 1643 Schrif⸗ ten, von denen 1108 von italienischer Kunst und Archäologie handeln, 88 allgemeine Reiseführer durch Italien, 437 Führer durch die ver⸗ schiedenen Städte Italiens sind, 10 aber einen Nachtrag zu den vorauf⸗ gegangenen Abtheilungen bringen. Der vorstehende Katalog über italienische Kunst und Archäologie bildet die 1. Abtheilung der Bibliotbek des Kunstschriftstellers Michelangelo Gualandi in Bologna. Fast alle im Kataloge aufgeführten Schriften sind in italienischer, einige wenige in franzöfischer und deutscher Sprache abgefaßt und gehören fast sämmtlich dem 19. Jahrhundert an; mehrere derselben datiren aus dem 18. und 17. Jahrhundert. Unter den verzeichneten Werken befinden sich viele werthvolle und seltene.

Gewerbe und Handel.

MNürnberg, 30. Dezember. (Hopfenmarktbericht von SLeeopold Held.) Das Geschäft am Hopfenmarkte war gestern und heute eein ganz unbedeutendes, denn der Gesammtumsatz erreichte kaum 100 H Ballen. Die Stimmung ist trotzdem, wenn auch etwas ruhiger, so ddoch fest, und so zeigen sich die Eigner fußend auf den geringen Lager⸗

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bestand auch nicht zum Nachgeben geneigt. Die gezahlten Preise sind die bisherigen. Es erzielten Prima⸗Hallertauer, Württemherger, Badische, Polen u. Elsässer 445 455 ℳ, Mittelwaare gleicher Sorten

415 435 ℳ, Markthopfen 395 425 u. Gebirgshopfen bis zu

435 Verkehrs⸗Anstalten.

. Der Eisenbahnbetrieb zwischen Frankfurt a. M. und Castel bei Mainz ist seit dem 29. ds. Mts. durch Hochwasser ge⸗ stbört, indeß wird der Personenverkehr mittelst Umsteigen vor Castel aufrecht erhalten. Seit demselben Tage ist der Rheintrajekt bei CECleve für den Personenverkehr unterbrochen.

8 Plymouth, 1. Januar. (W. T. B.) Postdampfer Frisia“ ist hier eingetroffen. 1 Triest, 1. Januar. (W. T. B.) Der Lloyddampfer „Minerva“ ist heute Vormittag mit der ostindisch⸗chinesischen Ueberlandpost aus Alexandrien hier eingetroffen.

New⸗York, 30. Dezember. (W. T. B.) Der Dampfer „Denmark“ von der National⸗Dampfschiffs⸗Compagnie (C. Messingsche Linie) ist hier angekommen.

New⸗York, 1. Januar. (W. T. B.) Der Dampfer des Norddeutschen Lloyd „Oder“ ist hier angekommen.

Der Hamburger

Beerlin, 2. Januar 1883.

Konsulatsberichte. 8

1181* Cincinnati, den 29. November 1882.

3 Die fieberhafte Aufregung der vergangenen Woche auf der New⸗Yorker Aktienbörse setzte das ganze Land in Mitleiden⸗ schaft und artete am 24. November nahezu in eine Panik aus. Hauptsächlich durch die Einwirkung des Finanzsekretärs Folger, welcher telegraphisch von Washington aus am Donnerstag und Freitag die außergewöhnliche Einlösung von Vereinigten Staaten 5 proz. Bonds im Betrage von 10 Millionen Dollars autorisirte, wurde der Geldmarkt erleichtert.

Das an die Zeiten der großen Handelskrisen erinnernde Fallen der Geldpapiere hat einen plötzlichen Einblick in die ökonomischen Zustände des Landes eröffnet, welcher keinen ver⸗ trauenerweckenden Eindruck hinterließ.

Die vierjährige Periode der Zunahme der Produktion und der Kapitalsanlage in industriellen und kommerziellen Unternehmungen ist ihrem Ende nahe. Die Ueberproduktion

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mit ihren unausbleiblichen Katastrophen droht fühlhar zu werden. Mangelnder Absatz der westlichen landwirthschaftlichen Produkte in Folge der letztjährigen guten europäischen Ernte macht sich geltend. .

Die Eisenbahnen haben ihren Weiterbau eingeschränkt, der enorme Konsum von Stahlschienen hat aufgehört; die Eisenindustrie fühlt eine bedeutende Stockung und die Kapitalisten beginnen langsam ihre Gelder aus den Banken und Geschäften herauszuziehen, um sich Rechnung vom wirklichen Stande ihres 8 zu geben. Daher die plötzliche Geld⸗ klemme im ganzen Lande und auf den östlichen und westlichen Börsen zugleich. New⸗York, Chicago, St. Louis und Boston, ebensowie Cincinnati und die kleineren Märkte waren zu gleicher Zeit affizirt.

Dazu kam ein hauptsächlich im Nordwesten zwischen den Eisenbahnen an den Seen wüthender Tarif⸗Krieg, in Folge 5 die Fracht⸗ und Passagepreise wechselseitig tiefer und tiefer herabgesetzt wurden, während die Baissespeinlanten allenthalben diese Konjunktur ausbeuteten. .

Nach dem Urtheile besonnener Geschäftsleute sind diese Zeichen indeß bis jetzt uur als eine wohlthätige Mahnung zur Vorsicht aufzufassen.

Nicht zu übersehen ist dabei jedoch das erhöhte Gefühl der Unsicherheit in den ökonomischen Zuständen der Union durch den Umschlag der politischen Parteiverhältnisse, welcher zwar seit einiger Zeit in Folge der offenkundigen Spaltungen inner⸗ halb der republikanischen Partei vorauszusehen war, aber trotzdem vor drei Wochen mit überraschender Plötzlichkeit für die politischen Kreise eingetreten ist; wenn auch die republi⸗ kanische Administration mit ihrer bewährten Finanzpolitik noch einige Jahre in denselben Händen bleibt, so stößt doch die fast sprichwörtliche Unbesonnenheit der Demokraten auf finanziellem

Gebiete der Geschäftswelt, welche sich erfahrungsgemäß vom politischen Leben ferne hält, wenig Vertrauen ein. .

Die Ziehung der vom Verein „Invalidendank“, Berlin W., Markgrafenstraße 51 a., aus Anlaß der silbernen Hochzeit der Kronprinzlichen Herrschaften veranstalteten Lotterie zum Besten militärischer Hülfsbedürftiger hat vom 28.—30. Dezember pr. stattgefunden. Die Gewinnliste wird der am 16. Ja⸗ nuar cr. erscheinenden Nummer des „Deutschen Reichs⸗ und Königlich Preußischen Staats⸗Anzeigers“ beigelegt. Einzelne Listen sind gegen Einsendung von 18 in Briefmarken vom „Invalidendank“ vom 15. Januar cr. ab zu beziehen.

Cöln, 1. Januar, Abends. (W. T. B.) Der Pegelstand des Rheins war um 6 Uhr Abends hier 8,90, in Coblenz 8,08, in Bingerbrück 5,84 m. Das Wasser fällt.

Cöln, 2. Januar, Vormittags 8 Uhr. (W. T. B.) Der Rhein⸗Pegel hier ist von 890 auf 896 gestiegen, in Coblenz von 808 auf 791 und in Bingerbrück von 584 auf 565 gefallen; in Düsseldorf steht derselbe auf 852. Hier in Cöln herrscht Regenwetter.

Frankfurt a/M., 30. Dezember. (W. T. B) Seit heute früh 9 Uhr ist der Main um 42 em gestiegen. Gegen 8 Uhr Abends wird Stillstand erwartet; bei Aschaffenburg ist der Main seit 2 Uhr Nachmittags bei 5,62 m zum Stehen gekommen; vom Obermain wird Fallen gemeldet.

Fegs lußt a. M., 31. Dezember, Abends 10 Uhr 30 Minuten. (W. T. B.) Nach einer aus Haßfurth eingegangenen Meldung ist der Main wieder im Steigen in Folge von Wolkenbrüchen, welche oberhalb Haßfurth niedergegangen sind, es ist demnach auch hier ein erneutes Steigen zu erwarten. 1,

Frankfurt a/M., 2. Januar, Vorm. 10 Uhr. (W. T B.) Der Obermain und die Nebenflüsse desselben sind in Folge des gestrigen anhaltenden Fegehete wieder in langsamem Steigen. Hier war der Main, der gestern auf 5,00 zurückgegangen war, wieder auf 5,12 gestiegen; gegenwärtig ist derselbe mit 5,09 hier zum Stehen gekommen. 8

Dresden, 30. Dezember. (W. T. B.) Die Elbe ist seit gestern Abend fortwährend gestiegen und steht heute Abend 4,25 m über Null. Ober⸗ und unterhalb der Stadt gleicht der Strom einem See. Sämmtliche Quais sind überfluthet; in einigen Straßen geht der Personenverkehr über Nothbrücken. Nach Depeschen aus Leitmeritz ist ein weiteres Steigen des Wassers um etwa 30 cm zu erwarten; in Leitmeritz ist seit heute Nachmittag Stillstand eingetreten.

Dresden, 31. Dezember, Nachmittags. (W. T. B.) Die Elbe hatte heute früh 4 Uhr mit 4,36 den höchsten Wasserstand er⸗ reicht und ist seitdem bis Nachmittag 1 Uhr auf 4,20 gefallen. In Leitmeritz ist dieselbe von Nachts 12 Uhr bis Vormittags 8 Uhr um 40 em zurückgegangen. .

Worms, 30. Dezember, Abends. (W. T. B.) Durch einen Dammbruch bei Lampertheim im Ried sind außer den Orten Bürstadt und Bobstadt auch Hofheim und Lampertheim von der Wassersnoth heimgesucht, auch bedroht ein Dammbruch bei Dienheim mehrere linksrheinische Ortschaften. In Folge des bei Friesenheim und Oppau heute früh erfolgten Dammbruchs ist die ganze Gegend bis Oggersheim überschwemmt und sind dabei vier Menschen ums Leben gekommen.

Worms, 30. Dezember, Abends. (W. T. B.) Die Noth in den benachbarten Riedorten ist weiter gestiegen. Auf die von dort hier angerufene Hülfe ist der Bürgermeister Küchler mit Lebens⸗ mitteln, Nachen und Feuerwehrmannschaften auf das Eiligste nach Bürstadt abgegangen. Militärische Hülfe von Seiten des hier garnisonirenden Bataillons folgt nach. Worms gleicht einer Halb⸗ insel da nur der Eisenbahnverkehr über Alzey offen ist.

Worms, 1. Januar. (W. T. B.) Nach den neuesten der „Wormser Ztg.“ zugsgangenen Nachrichten über die Ueberschwem⸗ mung im Ried ist die Noth daselbst sehr groß und wächst noch beständig. Die angrenzenden Orte der Pfalz, Bobenheim und Roxheim, sind plötzlich ebenfalls überschwemmt worden; in Ror⸗ heim und in Oppau sind über 60 Häuser eingestürzt, ebenso haben neuerdings in Hofheim viele Einstürze von Häusern stattgefunden; fortdauernd treffen Einwohner von Hofheim in Kähnen hier ein und werden in öffentlichen Gebäuden und Privathäusern untergebracht. In dem Hofgut Scharrane stehen 50 Stück Rindvieh und Pferde bis zum Kopf im Wasser. Der Ort Edigheim ist fast ganz vernichtet. Lebensmittel fehlen überall; die Einwohner retten ihr Leben durch Flucht. Sturmartiger Wind verursacht starken Wellenschlag; der Rhein wächst wieder rascher.

Worms, 1. Januar, Abends. (W. T. B.) Der Rhein ist von heute früh bis heute Abend 10 Uhr um weitere 20 cm gewachsen, es herrscht starker Wind, das Regenwetter dauert fort. Die unteren Stadttheile sind fämmtlich aufs Neue überschwemmt. Bei Roxheim und Bobenheim ist das Wasser im Abjziehen, nachdem es den Pionieren gelungen ist, daselbst einen Damm⸗ durchstich auszuführen. Zur Speisung der in den öffent⸗ lichen Gebäuden untergebrachten Personen ist in dem Schul⸗ hause eine große Küche errichtet worden. Behörden und Privat⸗ personen bieten Alles auf zur Unterbringung und Verpflegung der Obdachlosen. Nach den überflutheten Riedorten werden mittelst Nachen unausgesetzt Lebensmittel geschafft; von dem Orte Hofheim werden noch immer Obdachlose hierhergeholt und in der Turnhalle unter⸗ gebracht. Vom oberen Neckar wird ein neues Anwachsen des Flusses um 1 m gemeldet.

Mainz, 30. Dezember, Nachmittags. (W. T. B.) Der Rhein hat in langsamem Steigen gegenwärtig den Stand von 5,54 erreicht. Die nach dem Rhein gelegenen Straßen wurden durch Militär abgedämmt. Die Ummauerung der Kanalschächte und die Abdämmung haben sich trefflich bewährt; die Stadt ist noch frei von

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der Ueberschwemmung. Eimne Compagnie Pioniere ist soeben nach dem Orte Biblis bei Bensheim abgegaagen, woselbst große Wassers⸗

noth berrscht. Mainz, 30. Dezember, Nachts (W. T. B.) Der Main ist weitere 10 ctm gestiegen. Das Militär ist in angestrengter Thätig⸗ keit, um die Straßendämme zu erhalten. Rhein abwärts ist jetzt ebenfalls eingestellt. Regenwetter. 1. Mainz, 1. Jannar, Nachts 1 Uhr. (W. T. B.), Der Rhein ist in Folge des g Regens wieder auf 5,78 gestiegen. Mit großer Anstrengung ist es gelungen, ein Schienengeleise nach dem Schloßplatze zu legen, auf welchem Erdmassen zur Herstellung eines Dammes mittelst Dampffraft beigeschafft werden sollen. Mainz, 2. Januar. (W. T. B.) Der Rhein, welcher um auf 5,47 stand, ist heute Vormittag bis auf 5,58 ge⸗ egen. Mannheim, 30. Dezember. (W. T. B.) In Folge des Rheindamm⸗Durchbruchs bei Friesenheim steht dieser Ort, wie der Ort Oppau ganz unter Wasser, auch in Ludwigs⸗ afen und Germersheim ist das Wasser eingedrungen. Die hessische Lugwigsbahn ist bei Oppersheim überfluthet, der Bahn⸗

verkehr ist sistirt. 4 Mannheim, 2. Januar. (W. T. B.) Heute früh war der Rhein bei Ma xau auf 725 gefallen; hier steigt der Rhein und beträgt gegenwärtig 888, auch der Neckar ist hier, in Heidelberg und in Heilbronn im Steigen begriffen. 81 Mannheim, 2. Januar. (W. T. B.) Der Neckar ist in

Fean auf 3,46, in Heidelberg auf 4,55 und hier auf 8,80 ge⸗ 7

iegen. b Bern, 28. Dezember. Aus fast allen Theilen der Schweiz gehen seit gestern Nachrichten von großer Wassersnoth ein. An⸗ haltender Regen und plötzliche Schneeschmelze in Folge Föhnsturms haben die Flüsse und Bäche so angeschwellt, daß sie vielerorts aus⸗ getreten und Straßen und Eisenbahnen unterbrochen haben. Nament⸗ lich soll im Jura die Noth groß sein. Von hier ist ein Regierungs⸗ beamter dorthin abgeordnet worden.

Der Louisenstädtische Stenographen⸗Verein nach Roller beginnt am Donnerstag, d. 4. d. Mts, Abends 8 ½ Uhr, und Sonntag, den 7. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, im Restaurant Gutzeit, Louisen⸗Ufer 14 (am Oranienplatz), unentgeltliche Unterrichts⸗ kurse, für Damen und Herren, in der Rollerschen Stenographie, welche bei der Einfachheit und leichten Erlernbarkeit des Systems bei nur 4 Lehrstunden noch in diesem Monat beendet werden. Für Lehrmittel und Unkosten sind 3 zu entrichten. Weitere Unkosten erwachsen den Theilnehmern nicht. Meldungen zu diesen Kursen werden vor Beginn des Unterrichts im genannten Lokal von dem dort anwesenden Lehrer entgegengenommen. Auch wird daselbst am Mittwoch, den 10. d. Mts., Abends 8 ½ Uhr, Hr. Matz einen Vortrag über das Wesen der Sonne halten.

Das Königliche Schauspielhaus brachte am Sonntag als letzte Novitätengabe des scheidenden Jahres ein vieraktiges Lustspiel von Michael KlappFräulein Kommerzienrath“ zur Auf⸗ führung. Der Verfasser will durch sein Drama den Beweis führen, daß bei allen Menschenkindern früher oder später, selbst wenn sie die übrige Zeit ihres Lebens in Rechnungsbüchern oder anderen pro⸗ saischen Geschäften gesteckt haben, die Liebe erwacht. Daneben variirt er das Thema von der mit vielen Töchtern gesegneten Mutter, deren Lebenszweck darin besteht, ihre Töchter um jeden Preis in den Hafen der Ehe einlaufen zu lassen. Die Mittel, mit welchen der Autor seine komischen Wirkungen erzielen will, sind nicht ganz neu; die will⸗

kürliche Verwechselung zweier Personen, der mit korrumpirten Fremdwörtern begabte gemüthvolle Diener: das sind Er⸗ scheinungen, welche schon oft zur Erheiterung des Publikums

bühnenmäßige Verwendung gefunden haben. Der Verfasser hat seine Figuren und Charaktere in der Skizze recht geschickt entworfen, es mangelt aber eine glaubhafte und kräftige Zeichnung der Details

zur Erzielung einer vollen Wirkung; man vermißt bei den Personen ein frisch pulsirendes Leben, das allein dieselben interessant und packend

machen kann. Im Dialog begegnen wir mancher hübschen Wendung und manch einem witzigen Einfall, doch hätte das Possenhafte nicht so stark gestreift werden dürfen. Es wird hierdurch erklärlich, daß der Beifall des Publikums nicht unwidersprochen blieb. Die Darstellung der Titelrolle befand sich in den Händen des Frl. Mariot, welche sich mit der rechnenden und liebenden Kommerzienrathstochter recht gewandt abfand. Die Palme des Abends gebührt Fr. Frieb⸗Blumauer für ihre exquisite Leistung als Mutter der vielen Töchter, welche sie sich bemüht, der Welt mit Harmonie vorzustellen. Hr. Liedtcke (von Westermann) spielte mit der Liebenswürdigkeit und Gewandtheit, welche man an ihm ge⸗ wohnt ist. Mit Anerkennung hervorzuheben sind auch die Hrrn. Keßler (Walter Sohn), Dehnicke (Rindfleisch) und Krause (Römer). Den Darstellern wurde reicher Beifall gespendet, und auch der Verfasser mußte mehrmals mit denselben auf der Bühne erscheinen,

Die Direktion des Ostend⸗Theaters hat sich, den zu den Feiertagen in so großer Zahl eingegangenen Gesuchen um Preis⸗ ermäßigung entgegenkommend, entschlossen, nun auch bei dem gegen⸗ wärtig mit vielem Beifall gegebenen Ausstattungsstück „Die Kinder des Kapitän Grant“ halbe Kassenpreise eintreten zu lassen. Auch werden, vielfachen Wünschen entsprechend, die Vorstellungen wieder um 7 ½ Uhr beginnen.

Die projektirten Kirchenconcerte mit Militärmusik werden nun im neuen Jahre ihren Anfang nehmen. Das erste der⸗ selben wird in der Dreifaltigkeitskirche am 9. Januar, Abends 7 Uhr, stattfinden und von dem Musikcorps des 3. Garde⸗Regi⸗

ments (Kapellmeister Arnold), dem gemischten Chor der St. Jakobi⸗

kirche (Königl. Musikdirektor H. Hauer) unter Mitwirkung geschätzter Solokräfte ausgeführt werden. Billets zu 1 sind bei sämmtlichen Küstern und in der Expedition der Deutschen Militär⸗Musiker⸗Zei⸗ tung, Berlin SW., 60, Lindenstraße 106, zu haben.

Zu der diesjährigen einzigen Subskriptionsredoute im Flora⸗Etablissement zu Charlottenburg, am Sonnabend, den 13. Januar k. J., ist der Eintritt nur gegen Vorzeigung der Billets gestattet, welche im Invalidendank in Berlin, Markgrafen⸗ straße 51 a., im Flora⸗Etablissement und an den sonstigen öffentlich bekannt gemachten Stellen nach Einzeichnung in die ausliegenden Listen verabreicht werden. Preis des Billets 3 Schluß der Zeichnungen am 12. Januar Abends. Die Theilnehmer erscheinen in Maske oder Domino. Während des I. Theiles ist die Betheiligung am Tanz und bei den Umgängen nur in Maske oder Domino gestattet. Dominos sind leihweise im Etablissement zu haben. Die gesammten Räume des Etablissements sind festlich er⸗ leuchtet und dekorirt, das Palmenhaus illuminirt; die Ballmusik wird von zwei Musikchören, abwechselnd Streich⸗ und Militärmusik, aus⸗ geführt, die Tänze von Königlichen Tänzern geleitet werden. In dem großen Speisesaal und den sämmtlichen kleineren Sälen sowie auf den Perrons des Palmenhauses wird eine reichhaltige peeen und vollständiges kaltes Buffet bereit sein. Von 1 Uhr ab werden während der Nacht Pferdebahnwagen zur Rückfahrt nach Berlin (pro 585 50 ₰) bereit sein; ebenso ist dafür gesorgt, daß Droschken

ereit stehen. Anfang 9 Uhr, Ende 3 Uhr.

Redacteur: Riedel. Berlin:

Verlag der Expedition (Kessel). Druck: W. E Isner. 8 Sechs Beilagen

Der Eisenbahnverkehr

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nzeiger und

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2.

38

Königlich Preußischen

Berlin, Dienstag, den 2. Januar

Preuß. Staats⸗Anzeiger und das Central⸗Handels⸗ register nimmt an: die Königliche Expedition des Deutschen Reichs-Anzeigers und Königlich Preußischen Stnats-Anzeigers:

Berlin SW., Wilhelm⸗Straße Nr. 32.

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28 Inserate für den Deutschen Reichs⸗ und Königl.

1. Steckbriefe und Untersuchungs-Sachen.

2. Subhastationen, Aufgebote, Vorladungen

u. dergl.

3. Verkäufe, Verpachtungen, Submissionen etc. 7. Literarische Anzeigen.

4. Verloosung, Zinszahlung 8. Theater-Anzeigen.

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Amortisation, .s. w. von öffentlichen Papieren.

ffentlicher Anzeiger.

5. Industrielle Etablissements, Fabriken und Grosshandel. 6. Verschiedene Bekanntmachungen.

In der Börsen-

Inserate nehmen an? die Annoncen⸗Expeditionen des „Invalidendank“, Rudolf Mosse, Haasenstein & Vogler, G. L. Danbe & Co., E. Schlotte, Büttner & Winter, sowie alle übrigen größeren Annoncen⸗Burear.

9. Familien-Nachrichten.]

Steckbriefe und Untersuchungs Sachen.

Steckbrief. C Maurer Carl Wilhelm Otto, geboren am 29. No⸗ vember 1841 zu Bovadel, welcher sich verborgen hält, Königlichen

2 Monaten 3 Tagen vollstreckt werden. ersucht, denselben zu verhaften und an das nächste preußische Amtsgericht abzuliefern. Dezember 1882. Königliche Staatsanwaltschaft am Landgericht I. 1 Größe 1,68 m, Statur untersetzt, Stirn frei, Bart dunkelblonder Schnurrbart, Augen⸗ brauen dunkel, Augen grau, Nase gewöhnlich, Mund gewöhnlich, Kinn oval, Gesicht voll, Gesichtsfarbe gesund, Sprache deutsch. Kleidung grauer Arbeits⸗ anzug und runder schwarzer alter Hut.

Steckbrief. „beschriebener Commis Arnold Siegler, welcher flüchtig ist, ist die Untersuchungshaft wegen Diebstahls in den Akten C. R. II. 1042. 82 verhängt. 1 selben zu verhaften und in das Untersuchungsgefäng⸗ niß zu Alt⸗Moabit 11/12, 1 Alt⸗Moabit 11/12 (NW.), den 28. Dezember 1882. Der Untersuchungsrichter bei dem Königlichen Land⸗ gericht I. geb. 7. 3. 60 zu Schlochau, Statur schlank, Haare dunkelblond, dunkel, Augen braun, Nase gewöhnlich, Mund ge⸗ wöhnlich, Zähne defekt. Kinn spitz, Gesicht länglich, Gesichtsfarbe blaß, Sprache deutsch. Kennzeichen: Am linken Unterarm ein Mann und ein Löwe tätowirt.

Steckbriefs⸗Erneuerung. Der gegen die Wittwe Kuehlhorn, Ernestine Caroline, geb. Schulz, geboren am 23. Oktober 1832 zu Frankfurt a. O., wegen Vollstreckung einer dreimonatigen Gefängniß⸗ strafe unter dem 25. Juli cr. in den Akten J. II. E. 208 de 1881 rep. erlassene Steckbrief wird er⸗ neuert. anwaltschaft bei dem Königlichen Landgericht I. Be⸗ schreibung: Alter 50 Jahre, Größe 1,55 m, Statur mittel, Haare rothblond, Stirn hoch, Augenbrauen blond, dünn, Augen blau, Nase mittel, Mund ge⸗ wöhnlich, Zähne defekt, Kinn rund, Gesicht lang, Gesichtsfarbe gesund, Sprache deutsch. Kennzeichen: im Gesicht sommersprossig, auf rechter 88 eine unregelmäßige Narbe, im Nacken Schröpf⸗ narben.

Steckbriefs⸗Erledigung. Der gegen den frühe⸗ ren Restaurateur Oscar Hermann Dornau wegen schwerer Urkundenfälschung U. R. I. 380. 80. unter dem 30. April 1880 er⸗ lassene Steckbrief wird zurückgenommen. den 28. Dezember 1882. K Der Untersuchungsrichter: Johl.

Steckbriefs⸗Erledigung. Der Kellner Eduard Julins Hennig unter dem 30. August 1880 erlassene Steckbrief ist durch dessen Ergreifung erledigt. 1882. Königliche Staatsanwaltschaft.

Oeffentliche Ladung. Ernst Wilhelm Julius Sopp, am 26. September 1853 zu Celle, Kreis Celle geboren, zuletzt in Delitzsch und wohnhaft, wird beschuldigt, als beurlaubter Reservist ohne Erlaubniß ausgewandert zu sein. Uebertretung des §. 360 Nr. 3 des Str. Ges. Buchs. wird auf Anordnung des Königlichen Amtsgerichts hierselbst auf Sonnabend, den 10. März 1883, Morgens 10 Uhr, vor das Königliche Schöffen⸗ gericht hierselbst zur Hauptverhandlung hiermit unter der Verwarnung geladen, daß er bei unentschuldigtem Ausbleiben auf Grund der nach §. 472 der St. P. O. von dem Königlichen Landwehr⸗Bezirks⸗Commando zu Halle a. d. S. vom 22. Februar 1882 ausge⸗ stellten Erklärung wird verurtbeilt werden. den 22. Dezember 1882. Königlichen Amtsgerichts, Abtheilung I. Borchers.

[51292]

Der Wehrmann der Landwehr August Hilde⸗ brandt, zuletzt in Liebenburg, wird beschuldigt, ohne Erlaubniß ausgewandert zu sein, bevorstehenden Auswanderung der Millitärbehörde

nzeige §. 360 Nr. 3 des Strafgesetzbuchs. auf Anordnung des Königlichen Amtsgerichts hier⸗ selbst auf Mittwoch, den 14. März 1883, Vor⸗ mittags 10 Uhr, vor das Königliche Schöffen⸗ ericht zu Liebenburg zur Hauptverhandlung geladen.

ei unentschuldigtem Ausbleiben wird derselbe auf Grund der nach §. 472 der Strafprozeßordnung von dem Königlichen Landwehr⸗Bezirks⸗Kommando zu Hildesheim werden. Lindemann, Amtsgerichts.

151293]

Die nachstehenden Reservisten resp. Wehrleute als: 1) Franz Johann Heinemann, zuletzt in Salz⸗ gitter, 2) Gustav Lippelgoes, zuletzt in Salzgitter, 3) August Chrst. Friedr. Ludw. Pagels, zuletzt in Salzgitter, 4) Carl Emil Oskar Rindermann, zuletzt in Ringelheim, 5) Wilhelm Gottlieb Louis Voigt, vnlest in Altenrode, Christian Reinecke, zuletzt in Altenrode, 7) Christian

Gegen den unten beschriebenen

soll eine durch vollstreckbares Urtheil des Landgerichts I. zu Berlin vom August 1882 erkannte Gefängnißstrafe von Es wird

Berlin, den 22.

Alter 41 Jahre,

Beschreibung: Haare dunkel,

Gegen den unten beschriebenen

geladen.

Ludwig Dreyer, zuletzt in Gitter, 8) Friedrich Wil⸗ helm Südekum zuletzt in Alt⸗Wallmoden, 9) Jo⸗ hann Heinrich Christian Bitter, zuletzt in Ohlen⸗ dorf und 10) der Ersatzreservist I. Kl. Heinrich Friedr. Wilh Gremmel, zuletzt in Kniestedt, werden beschuldigt, ohne Erlaubniß ausgewandert zu sein, ohne von der bevorstehenden Auswanderung der Militärbehörde Anzeige erstattet zu haben tretung gegen §. 360 Nr. 3 des Strafgesetzbuchs). Dieselben werden auf Anordnung des Königlichen Amtsgerichts hierselbst auf Mittwoch, den 14. März 1883. Vormittags 10 Uhr, vor das Königliche Schöffengericht zu Liebenburg zur Hauptverhandlung 1 Bei unentschuldigtem Ausbleiben werden dieselben auf Grund der nach §. 472 der Straf⸗ prozeßordnung von dem Königlichen Landwehrbezirks⸗ Kommando zu Hildesheim ausgestellten Erklärungen verurtheilt werden. ber 1882. Königlichen Amtsgerichts.

beilage. A.

Taqẽqäqäqiqiqccäcäc·““

(Ueber⸗

Liebenburg, den 24. Novem⸗ Lindemann, Gerichtsschreiber des

Es wird ersucht, den⸗

abzuliefern. Berlin,

Johl. Beschreibung: Alter 22 Jahre,

Größe 165 —- 168 em, Augenbrauen

Besondere

Berlin, den 16. Dezember 1882. Staats⸗

Besondere

in den Akten

ückgen Berlin, Königliches Landgericht 1.

hinter dem

II. L. 52/80. Danzig, den 30. Dezember

Der Cigarrenmacher

Derselbe

Celle,

Gerichtsschreiberei des wird.

ohne von der

erstattet zu haben, Uebertretung gegen

Derselbe wird

6) Joh. Friedrich

Su 8

[11447]

Der Professor Dr. Richard Woldemar Frege auf Altnaundorf bei Leipzig, vertreten durch den Rechts⸗ anwalt Friedrich von Zahn zu Leipzig, hat als Ver⸗ walter der Ortsarmenkasse des Dorfes Altnaundorf das Aufgebot folgender Urkunde:

der Prioritäts⸗Obligation Eisenbahn⸗Gesellschaft II. Serie, Abth. C. Nr. 1232 à 100 Thlr. nebst Talon zu derselben vom 2. Januar 1876 (Serie II. 5. Abth. C.) beantragt. Der Inhaber der Urkunde wird aufge⸗ fordert, spätestens in dem auf den 19. Janunar 1883, Vormittags 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte auf Zimmer Nr. 58 anberaumten Aufgebotstermine seine Rechte melden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der Urkunde erfolgen wird.

Erfurt, den 21. Februar 1882.

Königliches Amtsgericht, Abtheilung VIII

[46406] Der

verloren

11“

Postschaffner Carl Christian Lengning Osterode i./Ostpr. hat das Aufgebot des angeblich gegangenen Depositalscheins der Lebens⸗ versicherungs⸗Aktien⸗Gesellschaft „Germania“ zu Stettin vom 29. September 1870, Inhalts welchen die Polize Nr. 158305 über 300 Thaler der ge⸗ nannten Gesellschaft gegen ein Darlehn verpfändet worden ist, beantragt. wird aufgefordert, spätestens in dem auf

den 23. Juni 1883, Vormittags 9 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte, Zimmer Nr. 53, anberaumten Aufgebotstermine seine Rechte anzu⸗ melden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der Urkunde erfolgen wird. Stettin, den 27. Oktober 1882.

D

[19408] Der Handschuhmacher Amand Fischer hier und der Stellenbesitzer Anton Fischer zu Schraebsdorf haben angezeigt, daß ihre Brüder, nämlich:

a. der Zimmermann Joseph Fischer, b. der Brauer Karl Fischer

c. der Handschuhmacher Ernst Fischer, sämmtlich von hier,

in den Jahren 1842 beziehungsweise 1853 und 1858 ausgewandert seien, und seitdem keine Nachricht von ihrem Leben eingegangen sei, und beantragt, daß das Aufgebot erlassen werde.

Die vorgenannten Joseph, Karl und Ernst Fischer werden deshalb aufgefordert, sich Termin am 15. Februar 1883, Vormittags 11 Uhr,

bei dem unterzeichneten Gericht, Zimmer Nr. 12, zu melden, widrigenfalls ihre Todeserklärung erfolgen

Frankenstein in Schlesien, den 20. April 1882. Königliches Amtsgericht.

[44166] Die Wittwe und Erbin des Schlossers Ludwig Pludra in Lüchow, Anna, geb. Hellmuth, hat das Aufgebot des auf den Namen ihres Ehemannes lautenden Quittungsbuchs der Sparkasse der Stadt Lüchow Nr. 3122. antragt. Der Schuhmachergeselle Carl Hellmuth in Lüchow hat das Aufgebot des auf den Namen des Schuh⸗ macherlehrlings Carl Hellmuth lautenden Quittungs⸗ buchs der Sparkasse der Stadt Lüchow Nr. 4836 über 36 und Zinsen beantragt. der Urkunden wird aufgefordert, spätestens in dem

Dienstag, den 22. Mai 1883,

vor dem unterzeichneten Gerichte anberaumten Auf⸗

ausgestellten Erklärung verurtheilt auf Liebenburg, den 29. November 1882. Gerichtsschreiber des Königlichen gebotstermine

Urkunden vorzulegen, widrigenfalls die Kraftlos⸗ erklärung der Urkunden erfolgen wird. Lüchow, den 4. Oktober 1882.

K 8

bhastationen, Aufgebote, Vor⸗

2

ladungen u. dergl.

Aufgebot.

der Thüring'schen

anzu⸗

Drache. 8

2 8

in

Der Inhaber der Urkunde

as Königliche Amtsgericht.

Aufgebot. 6

spätestens im

Aufgebot.

202) Oeffentliche Zustellung.

anwalt Dr. Grieser zu Mainz, klagt gegen de

dem Antrage, das Gericht wolle die Inventur un Theilung des Nachlasses des in Mainz verlebte

den Beklagten zur mündlichen Verhandlung de herzoglichen Landgerichts zu Mainz auf

den 21. März 1883, Vormittags 9 Uhr, mit der Aufforderung, Gerichte zugelassenen Anwalt zu bestellen.

Auszug der Klage r 3, Moyat,

[45942] Ausfertigung. 0 . Aufgebot. In den Hypothekenbüchern des k. bayer. An 8 gerichts Hersbruck sind:

Johann Michael Schlenk in Loch eine lebens

sowie ein Rückstand am Zubußpfennig ad ein hundert fünfzig Gulden, z0 1829, 1830 und 1831, auf Grund Ausnahme

vom 15. November 1828,

Kinderkuratel in Hersbruck fünfzig Darlehensvertrages vom 25. März 1825, eingetragen.

Rechte innerhalb sechs Monaten und s

dem Aufgebotstermine vom

Dienstag, den 15. Mai 1883, Vormittags 9 Uhr,

löscht werden würden. Hersbruck, den 24. Oktober 1882. Kö’hnigliches Amtsgericht. Düll. Zur Beglaubigung: Der geschäftsleitende Kgl. Sekretär:

8

[52649]

gebot, betreffend die Kraftloserklärung des ihr ab⸗

Reichsbank zu Berlin vom 12. Juni 1880 über 3000 ℳ, beantragt. aufgefordert, spätestens in dem auf

den 7. Juli 1883, Vormittags 9 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte Aufgebotstermine seine Rechte die Urkunde vorzulegen, wie loserklärung der Urkunde erfolgen wird. Metz, den 7. Dezember 1882.

über 1102 und Zinsen be⸗

Der Inhaber

Vormittags 10 Uhr,

seine Rechte anzumelden und die

önigliches Amtsgericht. gez. Schmidt. Beglaubigt: Richers, Sekretär,

[33607]

Das Fräulein Auguste Callas zu Görlitz hat das Aufgebot der angeblich abhanden gekommenen Aktie Eisenbahnen⸗Aktien⸗Gesellschaft r Der Inhaber der Urkunde wird aufgefordert, spätestens in dem auf

Gerichtsschreiber.

Das Kaiserliche Amtsgericht.

gez. D’'Avis.

Zur Beglaubigung: Vol

Hülfegerichtsschreiber. Aufgebot.

der Rumänischen Nr. 8801 über 300 Mk. beantragt.

den 17. März 1883, Vormittags 11 ½ Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte,

anzumelden und die Urkunde vorzulegen,

Berlin, den 13. Juli 1882. Königliches Amtsgericht 1. Abtheilung 54.

[47163] Aufarbot.

Nachdem laut erfolgzer Anzeige die Schuldurkunde vom 23. Juni 1826 abhanden gekommen ist, kraft

5 Das Finanz⸗Departement des Fiskus des Kantons Thurgau in der Schweiz, vertreten durch Rechts⸗

Bäcker Jakob Janz, in New⸗York wohnbaft, aber ohne bekannten Aufenthalt, wegen Theilung, mit

schaft und, soweit nöthig, auch des Nachlasses dieser Ehefrau Janz verordnen, Notar, Experten und Be⸗ richterstatter ernennen, Kosten der Theilung von der Masse; ferner verordnen, daß Kläger für seine For⸗ derung von 18 173 31 nebst Zinsen vom Tage der Klage und Kosten auf den Erbtheil der Eheleute Christian Judith, zur Zeit zu Tobel, Kanton Thur⸗ gau in der Schweiz, angewiesen werde und ladet

Rechtsstreits vor die erste Civilkammer des Groß⸗

einen bei dem gedachten

Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser

Gerichtsschreiber des Großherzoglichen Landgerichts.

a. auf dem Anwesen der Bauerseheleute Johann und Kunigunda Schlenk, Hs. Nr. 1 in Loch im Hypothekenbuche für Grünreuth Bd I. S. 14 seit 15. November 1828 für den Austrägler

längliche Ausnahme, dann ein Zubußpfennig von jährlich fünfzig Gulden, zweihundert Gul⸗ den Nachfristen, zahlbar auf kommende Lichtmeß,

vertrags vom 7. September 1826 und Vergleichs

b. auf dem Grundstücke Plan Nr. 416 der Steuer⸗ gemeinde Alfalter der Büttnerseheleute Andreas und Catharina Meier von Alfalter im Hypo⸗ thekenbuche für Alfalter Bd. I. S. 256, früher H. B. f. Eschenbach Bd. I. S. 343 seit 4. November 1826 für die Dietrich Held'sche

Gulden

Auf Antrag der vorgenannten Besitzer Johann Schlenk und Andreas Meier werden hiermit Die⸗ jenigen, welche auf obige Forderungen ein Recht zu haben glauben, aufgefordert, ihre Ansprüche und pätestens in

hierorts anzumelden, widrigenfalls die Forderungen für erloschen erklärt und im Hypothekenbuche ge⸗

Die Maria von Hagen, geb. Meier, Ehefrau des Rittmeisters Carl von Hagen des Ostpreußischen Dragoner⸗Regiments Nr. 10 in Metz, hat das Auf⸗

handen gekommenen Depotscheins Nr. 138 673 der

Der Inhaber der Urkunde wird

anberaumten echte anzumelden und widrigenfalls die Kraft⸗

üdenstraße 58, Saal 21, anberaumten Aufgebotstermine seine Rechte widrigen⸗ falls die Kraftloserklärung der Urkunde erfolgen wird. Gebühren und Auslagen

wird auf Antrag der Staackmannschen Aufgebotsverfahren eröffnet und Termin auf d den 9. Mai 1883, n Vormittags 11 Uhr.

Rentners Konrad Janz und der mit seiner Ehefrau vor hiesigem Herzoglichen Amtsgerichte anberaumt. Katharina, geb. Zeitdinger, bestandenen Gütergemein⸗ Der Inhaber der Urkunde wird aufgefordert,

klärt und die Hypothek gelöscht werden wird. Wolfenbüttel, den 23. Oktuber 1882. Herzogliches Amts gericht.

du Roi.

Aufgebot.

46140]

ner Walzenmühle H. W. Ruhrmann

Wechsels über 2150 ℳ, welcher gezogen au

dert, spätestens in dem auf den 9. Mai 1883, Vormittags 9 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte, Zimmer Nr. 21

Kraftloserklärung der Urkunde erfolgen wird. Siegen, den 26. Oktober 1882. Königliches Amtsgericht.

[54943]

vom heutigen Tage für kraftlos erklärt. Norden, den 20. Dezember 1882. Königliches Amtsgericht. Meinhard.

[54942) Bekanntmachungg. Der Arbeiter Franz Gustav Adolph Boese, boren zu Pommerensdorf

Louise, geb. Heine, ist durch Urthbeil des unter zeichneten Gerichts todt erklärt. Stettin, den 24. Dezember 1882. Königliches Amtsgericht. [54955] Durch Urtheil des hiesigen 21. Dezember 1882 ist die

bauer Plaßmever Nr. 84 Lohfeld im

neuer Ausfertigung für kraftlos erklärt Minden, den 23. Dezember 1882. Königliches Aentsgericht.

[2071 Bekanntmamguang. Verkündet am 7. Juli 2382. gez. Arnoldy, als Gerichtsschreiber. Präelusions⸗Urtheil. Im Namen des Königs!

gebot der Christiana Heering'schen Sperialmasse,

7. Juli 1882 für Recht erkannt:

rators aus der Spezialmasse zu entnehmen gez. Grodzicki. Zur Beglaudigung:

Stenzel, Gerichtsschreiber des Königlichen Amtsgerichts: [208] Bekanntmachung.

Verkündet am 7. Oktober 1882. gez. Wagner, Gerichtsschreiber Ausschlußurtheil.

Im Namtn des Königs!

Robert Karpinski'’schen

von Sianowo Nr. 11

o angelegten Spezialmasse,

unterm 7. Oktober 1882 füÄr Recht erkannt:

sprüchen auf die Steinke'sche Spezialmasse im Be

Kosten des Aufgebotsverfahrens des Kurators

Spezialmasse zu entnehrgen. gez. Grodzicki.

Zur Beglaubigung:

Stenzel, 1

Gerichtsschreiher des Königlichen Amtsgerichts.

8 8 .

deren das sub No. ass. 492 in hiesiger Stadt im Bruche belegene Haus dem Bäckermeister Christian Wilhelm Staackmann von hier für eine bereits ge⸗ n tilgte Forderung von 450 Thlr. verpfändet ist, so Erben das

seine Rechte spätestens im gedachten Termine anzu⸗ melden, widrigenfalls die Urkunde für kraftlos er⸗

Der Banquier Wilhelm von Born zu Dortmund hat das Aufgebot des an seine Ordre von der Witte⸗ Sohn zu Witten a. d. Ruhr, den 22. Juli 1882 ausgestellten

Herren Klein & Ar in Eiserfeld zwer Monate dato bei Schroeder & Jung in Siegen zahlbar war beantragt. Der Inhaber der Urkunde wird aufgefor⸗

anberaumten Aufgebotstermine seine Rechte anzumel⸗ den und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die

Das Dokument über die im Grundbuch von Nor⸗ „sderney Vol. 41 B. Nr. 47 Abtheilung III. Nr. 1 für den Badeinspektor Schulze zu Nordeoney eingetra⸗ genen 600 Thlr., bestehend aus dem Kaufvertrag vom 15. September 1865 nebst Hypothekenschein lein⸗ vom 29. Oktober 1865 ist durch Ausschlußurtheil zahlbar Allerseelen 8

ge⸗ am 6. Februar 1848. ehelicher Sohn des verstorbenen Arbeiters, früheren Fuhrmanns, resp. Schachtmeisters Wilhelm Boese Kapitalvorlehen zu fünf Prozent auf Grund und seiner gleichfalls verstorbenen Ehefrau Marie

vom 20. Dezember 1882 für

Amtsgarichts de Schuldurkunde de- 16. November 1880, auf Grund deren für den Neu⸗ Grundbuch von Eisbergen Vol. IV. Fol. 178 Rubr. III. Nr. 3 ein Darlehn von 149 50 eingetragen, behufs

In der von Gruchalla'schen Zwangsversteigeꝛung⸗ sache von Lißniewo Nr. 2 hat, betreffend das Aufn⸗

das Königliche Amtsgericht zu Carthaus unterm 8

daß alle unbekannten Interessenten mit ihren An⸗- sprüchen an die Christiana Heering'sche Spezialmasse auszuschließen, die Kosten des Aufgebotsverfahrens einschließlich der Gebühren und Auslagen des Ku⸗

In Sachen, betreffend das Aufgebot der in der Zwanasversteigerungssache Steinke'schen

hat das Königliche Amtsgcricht zu Carthaus daß alle unbekannten Interassenten mit ihren An⸗ trage von 469 69 auszuschließen und die

einschließlich der aus der

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