1883 / 127 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 02 Jun 1883 18:00:01 GMT) scan diff

Systems der kurzen Dienstzeit in Abrede und erklärte, eine plötzliche Veränderung des Systems halte er für unrathsam, bis erwiesen sei, daß die mit demselben verknüpften Schwierig⸗ keiten andauernd seien. Inzwischen habe die Regierung be⸗ schlossen, den in Indien und England stehenden Mannschaften eine erhöhte Prämie für Verlängerung ihrer Dienstzeit aus⸗ zusetzen und Rekruten auf zwölf Jahre, von denen drei bei der Fahne und neun in der Reserve abzulegen sind, zu enga⸗ giren mit dem ihnen eingeräumten Rechte, ihre Dienstzeit zu verlängern.

2. Juni. (W. T. B.) Dem „Reuterschen Bureau“ wird aus Tamatave vom 18. Mai bestätigt, daß die Hafen⸗ städte Amoronsangana und Passandava an der Nord⸗ westküste von Madagaskar, welche von Frankreich zurückge⸗ fordert wurden, durch französische Kriegsschiffebombar⸗ dirt worden seien. Die Beschießung habe großen Schaden an den dort lagernden fremden Waaren angerichtet und große Aufregung unter der eingeborenen Bevölkerung hervorgerufen. Der Admiral Pierre werde in nächster Zeit dort erwartet, aber man glaube nicht, daß er ein Ultimatum überbringe. Die Madagassen beschleunigten inzwischen ihre militärischen Vor⸗ bereitungen, und die Regierung erkläre sich entschlossen, einem neuen französischen Angriff mit Gewalt der Waffen sich zu Fevrseden. In Antananarivo herrsche dagegen vollständige

uhe.

Frankreich. Paris, 1. Juni. (W. T. B.) Nach einer Meldung der „Agence Havas“ aus Hongkong, von gestern, ist de neue französische Gesandte für China, Tricou, angekommen, aber sofort nach Shanghai weiter ge⸗ reist, wo er mit dem Oberbefehlshaber in den südlichen chine⸗ sischen Provinzen, Li⸗Hung⸗Chang, eine Zusammenkunft haben wird.

Der Gouverneur von Kaledonien erhielt Befehl, alle dort disponiblen Truppenman nschaften nach Tonkin abgehen zu lassen.

Gutem Vernehmen nach werden die drei englischen Ver⸗ waltungsrathsmitglieder der Suezkanal⸗Gesellschaft morgen der Sitzung des Verwaltungsraths beiwohnen, in welcher der Bericht für die Generalversammlung am 4. Juni festgestellt werden soll. Man glaubt, daß die beute Abend hier erwarteten Mitglieder des Verwaltungs⸗ raths, Stokes und Wilson, die Anschauungen der Re⸗ gierung in Bezug auf ein gemeinsames Vorgehen hin⸗ sichtlich der Anlage eines zweiten Kanals durch die gegen⸗ wärtige Gesellschaft darlegen werden; für eine solche Anlage habe sich Lesseps bereits im Januar d. J. ausgesprochen, in⸗ dem er England in Kenntniß setzte, daß er bei der egyptischen Regierung ohne die vorläufige Zustimmung und Unterstützung Englands keine Schritte für die Erlangung einer neuen Kon⸗ zession thun würde.

Marseille, 1. Juni. (W. T. B.) Das Transport⸗ schiff „Mytho“ ist heute mit 1200 Mann Truppen von hier nach Tonkin abgegangen. Admiral Courbet be⸗ giebt sich morgen von Toulon nach Algier, um von dort aus auf dem Dampfer „Bayard“ die Fahrt nach Tonkin anzutreten.

MRNußland und Polen. St. Petersburg, 2. Juni. (W. T. B.) Der „Regierungs⸗Anzeiger“ veröffent⸗ licht ein durch den Kaiser saaktionirtes Gutachten des Reichsraths, wonach den Sektirern und Raskolniken mehrere bürgerliche und Kultusrechte gewährt werden, so Freizügigkeit im Lande, freier Han⸗ dels⸗ und Gewerbebetrieb und die Ausübung öffent⸗ licher Aemter (letztere jedoch nur bedingungsweise), die Abhaltung öffentlichen Gottesdienstes und Verrichtung von Kultushandlungen nach eigenem Ritus mit Ausnahme von Kreuzfahrten und Prozessionen. Die Wiedereröffnung der Bethäuser der Sektirer wird mit besonderer Erlaubniß des Ministers des Innern gestattet, dieselbe hat aber ohne jegliche Feierlichkeit stattzufinden.

Moskau, 1. Juni, Nachmittags 3 Uhr 30 Minuten (W. T. B.) Von Festlichkeiten finden heute außer dem Ballfest beim deutschen Botschafter, dem die Majestäten und die Mitglieder des Kaiserlichen Hauses beiwohnen werden, folgende statt: eine Festtafel im Kreml⸗ palaste für die Gouvernements⸗Adelsmarschälle, für die Depu⸗ tationen der Kosakenvölker und der asiatischen Völker, für die Bürgermeister, die Staatsdamen, Ehrendamen und Ehren⸗ fräulein und für die Adjutanten und Kavaliere vom Dienst, ferner ein Diner, welches der italienische Bot⸗ schafter den Botschaftern und Gesandten giebt. Die Regalien wurden heute unter großer Feierlichkeit aus der Palata definitiv nach dem Thronsaal zurück⸗ gebracht.

Dem Herzog von Montpensier ist von dem Herzog von Chartres die telegraphische Mittheilung zugegangen, daß er auf seiner Neise im Kaspischen Meere Schiffbruch er⸗ litten und nur mit Mühe sein Leben gerettet habe.

1. Juni, Nachm. (W. T. B.) Die. Zeitungen publiziren die Adresse, welche die ostrumelische Deputation dem Kaiser überreicht hat und in welcher für Ostrumelien die Bezeichnung „Südbulgarien“ ge⸗ braucht wird.

Die „Moskauer Zeitung“ gedenkt der allgemeinen Theilnahme, die sich bei der neulichen Verbreitung der, glücklicherweise nicht begründeten, ungünstigen Nachrichten ber das Befinden des Kaisers Wilhelm in allen Kreisen der Bevölkerung gezeigt und zu massenhaft eingehen⸗

en Erkundigungen bei der deutschen Vertretung geführt habe. Das Blatt fügt hinzu: es habe dies wiederum den Beweis geliefert, wie das Volk in dem Deutschen Kaiser den wahren,

guten, erprobten Freund Rußlands erblicke.

2. Juni, Nachmittags 12 Uhr 20 Minulen. (W. T. B.) Der gestrige Ball bei dem deutschen Botschafter General⸗Lieutenant von Schweinitz, ist überaus glänzend ausgefallen. Das Kaiserpaar erschien um 11 Uhr. Der Kaiser hatte die Uniform seines preußischen Ulanen⸗ Regi⸗ ments Nr. 1 (Westpreußischesz) angelegt, die Groß⸗ fürsten, sofern dieselben Inhaber preußischer Regimenter sind, trugen die Uniformen derselben, dazu die preußi⸗

chen Orden. Die Kaiserin betrat an dem Arme des Bot⸗

chafters den Saal, während der Kaiser, Frau von Schweinitz führend, folgte. Der Kaiser tanzte eine Quadrille mit der Königin von Griechenland, die Kaiserin mit dem Fürsten von Bulgarien. Nachdem die Majestäten eine Zeit ang dem lebhaften Tanz zugesehen hatten, geleiteten nach Mitter⸗ nacht der Botschafter und seine Gemahlin die Kaiserin und den Kaiser zu dem Souper, das an überraschend schnell herbeige⸗ tragenen kleinen Tischen eingenommen wurde Der deutsche

Militärbevollmächtigte, General⸗Lieutenant von Werder, gelei⸗ tete die hervorragendsten Gäste zu ihren Plätzen. Nach dem Souper, gegen 1 Uhr, verließ das Kaiserpaar den Ball, während die Mehrzahl der Großfürsten dem Feste bis zu Ende beiwohnte. Das Bild, welches die vornehm ausge⸗ statteten, reich mit Blumen geschmückten Räume darboten, war ungemein glanzvoll.

Moskau erscheint heute wie menschenleer. Die gesammte Bevölkerung ist nach dem Petrowsky⸗Park geströmt, wo heute das große Volksfest stattfindet, welches der Kaiser gegen 2 Uhr besuchen wird. b

Der Herzog von Montpensier tritt übermorgen die Rückreise an.

Amerika. Washington, 1. Juni. (W. T. B.) Die Schuld der Vereinigten Staaten hat im vergangenen Monat um 4 890 000 Doll. abgenommen. Im Staatsschatze befanden sich ult. Mai 317 870 000 Doll.

Zeitungsstimmen.

In der „Hallischen Zeitung“ lesen wir:

Wie sehr im forstwirthschaftlichen Interesse die Ablehnung der Holzzölle zu beklagen ist, beweist die Thatsache, daß die Holzpreise im Regierungsbezirk Coblenz seit dem Jahre 1875, in welchem im Ganzen die besten Preise erzielt wurden, fortwährend gesunken sind. Der Werth des Eichen⸗Bauholzes ging in diesem Zeitraum pro Festmeter von 29,56 auf 25,20 herunter, der des Eichen⸗Nutzholzes pro Raummeter von 16,59 auf 11,11 ℳ, Buchen⸗Stammholz sank pro Festmeter von 26,17 auf 15,47 ℳ, Buchen⸗Scheitholz pro Raummeter von 9,44 auf 5,52 ℳ, Buchenreiser pro Raummeter von 1,23 auf 0,79 und Nadel⸗Bauholz pro Festmeter von 18,42 auf 11,58 ℳ. .. Zahlen beweisen! Was sie hier be⸗ weisen, bedarf keiner näheren Ausführung.

Dem „Deutschen Tageblatt“ wird aus Chemnitz geschrieben:

Bei dem Festmahle, zu welchem die Delegirten des Central⸗ vereins deutscher Wollenwaarenfabrikanten, die in diesen Tagen hier versammelt waren, nach dem Schlusse ihrer Verhandlungen sich zu⸗ sammenfanden, feierte nach den Toasten auf Kaiser Wilhbelm und König Albert der Direktor der Sächsischen Maschinenfabrik (vormals Richard Hartmann), Herr Kretzschmar, in beredten Worten, die einen nachhaltigen Anklang fanden, den Reichskanzler Fürsten Bismarck, dessen Thaten auf wirthschaftlichem und sozialem Gebiete mit goldenen Buchstaben im Buche der Geschichte eingeschrieben stehen, und forderte die Festtheilnehmer auf, treu und unverbrüchlich zu ihm zu halten. Unter dem tiefen Eindruck, welchen diese Worte in den Herzen der anwesenden (etwa 150) Vertreter eines wichtigen deutschen Industriezweiges hinterließen, beschloß man einstimmig, ein Telegramm an unseren Reichskanzler abzusenden, dessen Wortlaut folgender ist: „Die hier in Chemnitz zahlreich versammelten Industriellen der Woll⸗ und Maschinenfabrikation widmen dem Kanzler des Deutschen Reichs, dem eifrigen Mehrer deutscher Industrie, ein begeistertes Hoch und treueste Wünsche für sein Wohl.“

Die „Deutsche volkswirthschaftliche Corre⸗ spondenz“ schreibt zur Frage des Tabackmonopols:

An diese halbeingeschlafene Frage wird man lebhaft beim Lesen nachstehender Notiz in der „F. Z.“ erinnert:

„Mannheim, 27. Mai. Auf der Tagesordnung der gestrigen Strafkammer standen u. A. drei Anklagesachen, welche gegen drei der bedeutendsten Cigarrenfabrikanten Badens wegen Uebertretung der Gewerbeordnung gerichtet waren. J. Landfried in Heidelberg, Ge⸗ brüder Marx in Heidelberg und Emil Meyer in Mannheim waren beschuldigt, ihre noch schulpflichtigen Ärbeiter über die gesetzlich zulässige Zeit hinaus beschäftigt zu haben und ebenso die nicht mehr schulpflichtigen jugendlichen Arbeiter. Es scheint dieser Gebrauch in vielen Fabriken eingerissen zu sein und es dürfte die Kontrole Seitens des Fabrikinspektors schon etwas schärfer gehandhabt werden; denn wie die gestrigen Verhandlungen ergeben haben, ist in dieser Hinsichr die Beaufsichtigung eine äußerst laxe. Nach dem Ergebniß der gestrigen Beweiserhebungen wurden die beiden ersten Angeklagten für schuldig erkannt und Landfried zu einer Geld⸗ strafe von 50 ℳ, die Gebrüber Marr zu Geldstrafen von je 20 unter Kostenverfällung verurtheilt. Die Verhandlung gegen Meyer wurde behufs weiterer Zeugenvernehmung auf Montag Nachmittag vertagt. Bei den Beweis⸗Erhebungen wurde u. A. auch die wirklich haarsträubende Thatsache konstatirt, daß in einer dieser Fabriken die schulpflichtigen Arbeiter für täglich 6 Stunden Arbeit, welche Zeit indeß meist überschritten wurde, einen Gesammt⸗Wochenlehn von sage und schreibe fünfzig Pfennigen erhalten.“

Bekanntlich bestand einer der meistgehörten Einwände gegen das Tabackmonopol darin, daß damit die Privatindustrie vernichtet werden würde. Wenn nun die Sache so steht, daß Privatindustrielle schul⸗ pflichtigen Kindern eine mehr als sechsstündige tägliche Arbeit auf⸗ erlegen, und ihnen am Ende der Woche im Ganzen fünfzig Pfennige auszahlen, dann gewinnt die Sache doch eine andere Gestalt, und eine solche Privatindustrie ist nicht mehr werth, als sobald als nur möglich in den Grund gebohrt zu werden.

Da wäre uns denn doch tausendmal lieber, daß die Erzeugung einer Ware, welche ausschließlich dem Luxus dient, und welche eigent⸗ lich Jedermann entbehren kann, in andere Hände käme, selbst um den Preis, daß sich die Cigarren um einen oder etliche Pfennige ver⸗ theuern. Denn vom Staate wäre doch wohl nun und nimmer mnehr anzunehmen, daß er in seinen Werkstätten Arbeiter, gleichviel Er⸗ wachsene oder Kinder, zu einem Lohne beschäftigen würde, welcher allzulaut an die „weiße Sklaverei“ erinnert und welcher weit unter dem Nivrau stünde, wo noch eine halbwegs menschenwürdige Existenz ermöglicht werden kann.

Wir wollen freilich keineswegs annehmen, daß in der Mehrzahl von Cigarrenfabriken eine derartige empörende Ausnützung jugend⸗ licher Arbeitskräfte stattfindet. Es ist jedoch keineswegs unbekannt, das speziell Cigarren⸗ und Tabackfabriken Löhne zahlen, welche kaum hinreichen, das tägliche Brot zu bestreiten. Wenn auf irgend einem anderen Gebiete der Industrie eine Konkurrenz z. B. mit dem Auslande fast unmöglich wird, und die Löhne der Arbeiter möglichst herabgedrückt werden müssen, um den Kalkulationspreis der Waare niedriger zu stellen, widrigenfalls die Fabrik geschlossen werden würde und die Arbeiter hungern müßten, erscheint das WW“ in einem ganz anderen Rahmen. Wenn es sich aber um die Fabrikation einer puren Luruswaare handelt, welche der Staat in die Hand nehmen möchte, um aus derselben gleichwie andere Staaten, bedeutende Einnahmen zu erzielen, die er zu nothwendigen Steuererleichterungen ver⸗ wenden möchte, und wenn aus dem seitherigen Fabrikations⸗ Betriebe dieser fast ganz entbehrlichen Luxuswaare erhellt, daß die Arbeiter nicht einmal eine sozusagen menschenwürdige Entlohnung er⸗ hielten, o entwickelt sich nach unserer Ansicht ebensowohl eine in⸗ terne Staatsfrage, wie auch eine Arbeiterfrage. Gewiß würden alle bei dieser Fabrikation seither beschäftigten Arbeiter den Tag segnen, wo ihnen eine menschenwürdige Existenz von Seiten des Staates ge⸗ boten werden würde.

Vorfälle, wie obige Gerichtsverhandlung, sind geeignet, die Frage des Tabackmonopols nicht blos in Erinnerung zu zbringen, sondern ihr auch neue vortheilhaftere Seiten abzugewinnen. Für heute möchten wir nur einstweilen betonen, daß wenn eine wesentliche Vertheuerung der betr. Luxuswaare uns bestimmen würde, unseren Konsum der⸗ selben zu beschränken, dies höchst wahrscheinlich auch unserer Ge⸗ sundheit zu Gute käme. Diejenigen unter uns, welche aber in der Lage sind, desfalls eine Beschränkung ihres Kon⸗ sums noch leineswegs eintreten lassen zu müssen, würden zum

Rauchen ihrer Cigarre auch noch das angenehme Bewußtsein haben,

daß dieser Lurus sowohl den Arbeitern zu Gute kommt, wel he diese Cigarre gewickelt haben, als auch einer großen Anzahl anderer Be⸗

völkerungsschichten, welche ihre Steuern nicht mehr aufbringen kön⸗

*

nen, unter der Last derselben seufzen und welchen daber Steuer⸗

erleichterungen unter allen Umständen geboten werden müssen, widri⸗

genfalls wir uns darauf gefaßt zu machen haben, die soziale Frage

in noch schlimmerer Gestalt als seither auftreten zu sehen. Gewerbe und Handel.

Danzig, 2. Juni. (W. T. B.) versammlung der Marienburg⸗Mlawkaer Eisenbahn waren 1915 Aktien mit 185 Stimmen vertreten. Die Versammlung nahm die Vorlagen der Tagesordnung einstimmig an. In den Verwaltungs⸗ rath wurden gewählt: Kommerzien⸗Rath Damme und B. Toeplitz (Danzig), Emil Hecker, Baurath Lent und Senator Teichen (Berlin).

London, 1. Juni. (W. T. B.) aukstion waren Preise unverändert.

Verkehrs⸗Anstalten.

Pünktlich, am 1. Juni, ist die Sommer⸗Ausgabe des Berliner

A B C Eisenbahn⸗Kursbuchs erschienen, wobei alle Berichti⸗ gungen und Ergänzungen, welche noch während des Druckes vorge⸗ nommen, in Nachträgen berücksichtigt sind. Redaktion und Heraus⸗ geber sind, wie der Augenschein lehrt, fortgesetzt bestrebt, das Kurs⸗ buch auf der Höhe und ihm den wohlverdienten Ruf der Zuverlässig⸗ keit und Brauchbarkeit zu erhalten. Das dem A B C auch diesmal gratis beigegebene Taschenfahrplanbuch ist einer gänzlichen Umarbei⸗ tung unterzogen und so vervollständigt, daß es allen Ansprüchen, die man an ein solches stellen kann, genügen wird. Das Taschenfahr⸗ planbuch enthält einen neuen Situationsplan der Berliner Stadt⸗ und Ringbahn mit sämmtlichen Bahnhöfen Berlins, eine Beigabe, die einem wirklichen Bedürfniß abhilft. zwar um 25 gesteigert, aber auch mit 75 noch immer außer⸗ ordentlich billig.

Berlin, 2. Juni 1883. Heute Vormittag um 9 ½ Uhr erschien in der Hygiene⸗ Ausstellung die Hohe Protektorin derselben, Ihre Maje⸗

stät die Kaiserin und Königin, in Begleitung der

Palastdame Gräfin Oriolla und des Kabinets⸗Sekretärs von dem Knesebeck. Schon vor Ihrer Maäjestät waren Se. Kaiser⸗ liche Hoheit der Kronprinz und bald darauf Se. Majestät der Kaiser und König eingetroffen. Die Hohe Protek⸗ torin wurde am Ausstellungsgebäude von den⸗ Mitgliedern des Ausschusses empfangen, und während der Wirkliche Ge⸗ heime Rath Hobrecht die Ehre hatte, Se. Majestät den Kaiser auf dem Rundgange durch das Hauptgebäude zu be⸗ gleiten, siel dem Civilingenieur Rietschel die Aufgabe zu, Ihrer Majestät der Kaiserin Erläuterungen geben zu dürfen. Der heutige Besuch der Ausstellung, den die Hohe Protektorin am Montag zu erneuern beabsichtigt, beschränkte sich auf die Besichtigung der Ausstellungsobjekte innerhalb des Hauptgebäudes, woselbst Ihre Majestät sämmt⸗ liche Abtheilungen in Augenschein nahm. Es war die Ein⸗ richtung getroffen, daß für jede Spezialität die einzelnen Mit⸗ glieder des Ausschusses der Kaiserin die gewünschten Auf⸗ schlüsse gaben; es hatten die Herren Dörfel, Dr. P. Boerner, Henneberg, Kyllmann, von Weltzien und Andere die Ehre, in unmittelbarer Nähe der Kaiserin zu sein. Der Besuch der Ausstellung währte zwei Stunden, und mit sichtlichem Inter⸗ esse verfolgte Ihre Majestät alle Einzelmomente. Sie ver⸗ weilte lange vor den Modellen der Kleinkinder⸗Bewahranstalt Linden bei Hannover wie bei den Modellen des Asyls für Ob⸗ dachlose. Bei Besichtigung der Kollektivausstellung von Kin⸗ dernahrungsmitteln wurde der Monarchin Dr. Börner vor⸗ gestellt, und freute Sich Ihre Majestät, ihm persönlich für Uebersendung des Hygienischen Führers durch Berlin Dank sagen zu können. Ein solches Werk habe lange Zeit gefehlt, und die Bedeutung desselben gehe weit über die Zeit der Ausstellung hinaus. Die Kaiserin äußerte bei Ihrer Um⸗ fahrt durch die Ausstellung wiederholt, zum zweiten Vor⸗ sitzenden des Ausschusses, Ingenieur Rietschel, gewandt: „Ich bin ganz entzückt von Allem, was Ich hier zu sehen bekomme.“ Das Hertelsche Gastein⸗Panorama fand alles Lob; de Kaiserin freute Sich der Treue und der Poesie der drei Bilder. Als die Hohe Protektorin das Ausstellungsgebäude verließ, geruhte Allerhöchstdieselbe den Herren des Aus⸗ schusses etwa Folgendes zu sagen: „Es ist Mir Be⸗ dürfniß, noch einmal Ihnen zu danken, denn ohne Ihre Energie und Ausdauer wäre das schöne Werk nicht möglich gewesen. Danken wir Gott, daß wir so weit sind, in dem Gefühl, Etwas zum Wohle der Menschheit geschaffen zu haben.“ Zu dem Wirklichen Geheimen Rath Hobrecht Sich wendend, sagte die Kaiserin: „Für alle diese Herren hier gebe Ich Ihnen die Hand. Nachmals danke Ich Ihnenz; es hat Mich Alles, was Ich gesehen, hoch erfreut.“ Se. Majestät der Kaiser hatten die Ausstellung schon vorher verlassen, nachdem Allerhöchstderselbe bald von diesem, bald von jenem Aussteller Sich Erläuterungen hatte geben lassen. Gleich⸗

zeitig mit der Kaiserin beendete auch Se. Kaiserliche Hoheit

der Kronprinz die Besichtigung der Ausstellung.

Das Sommermeeting des hiesigen Vereins für Hinderniß⸗ rennen nimmt am künftigen Sonntag auf der Rennbahn zu Hoppe garten seinen Anfang. Es werden an diesem Tage fünf Konkurrenzen abgehalten werden, zu denen die Nennungen sehr zahlreich eingetroffen ind. Zu dem Dahlwitzer Hürdenrennen um den Preis von 700 auf der Distanz von 2400 m sind bis jetzt 5 Pferde ange⸗ meldet. In dem Offizier⸗Jagdrennen, ein Herrenreiten um den Preis von 500 auf eine Distanz von 3500 m, haben bis jetzt 8 Pferde angenommen. Das Siegespalmen⸗ Hürdenrennen, ein Herrenreiten auf die Distanz von 2400 m um den Preis von 600 ℳ, haben bis jetzt 10 Pferde ange⸗ nommen, und das Handicap⸗Jagdrennen um den Preis von 900 auf eine Distanz von 400) m hat 16 Unterschriften aufzu⸗ weisen. Es steht sonach bei den fünf Hindernißrennen eine sehr leb⸗ hafte Betheiligung in Aussicht. Auf der Stadtbahn werden zu diesem Rennen diesmal drei Ertrazüge (vom Bahnhof Charlottenburg) abgelassen, von denen der erste vom Bahnhof Friedrichstraße um 1 Uhr 18 Min., der zweite um 1 Uhr 44 Min,, der dritte um 1 Uhr 55 Min. abfährt. Die Rückfahrt erfolgt von Hoppegarten um 5 Uhr 58 Min. resp. um 6 Uhr 11 Min. und 6 Uhr 23 Min.

Schwerin, 1. Juni. (W. T. B.) Die mecklenburgische Landes⸗Gewerbe⸗ und Industrieausstellung ist heute durch den Minister des Innern, Staatsratb Wetzell, feierlich eröffnet, worden. Der Vorsitzende des Ausstellungscomités, Hofrath Bade, hielt die Eröffnungsrede, die mit einem Hoch auf den Großherzog schloß; alsdann erfolgte ein Rundgang durch die Ausstellung.

Triest, 2. Juni. (W. T. B.) Die Sängerin Hedwig Reicher⸗Kindermann ist heute früh 8 Uhr im hiesigen „Hotel de Ville“ nach unsäglichen Leiden gestorben.

Rebacteur: Riedel.

Berlin: Verlag der Gxpedition (Kessel). Druck: W. Elsner

Fünf Beilagen (einschließlich Börsen⸗Beilage).

In der heutigen General-⸗

Bei der gestrigen Woll.

Der Preis des AB G ist

in das Fuß⸗Art. Regt. Nr.⸗ 5 versetzt.

Berlin, Sonnabend, den 2.

1

Personalveränderungen.

Königlich Preußische Armee.

Ernennungen, Beförderungen und Versetzungen. Im aktiven Heere. Berlin, 26 Mai. v. Leszezynski, Gen. Lt. und Commandeur der 15. Div, von dem Verhältniß als Mitglied der Studienkommission der Kriegsakademie entbunden. v. Schlichting, Gen. Major und Chef des Generalstabes des Gardecorps, zum Mitaglied der Studienkommission der Kriegsakademie ernannt. v. Anker, Oberstlt. und Abth. Commandeur vom 1. Garde⸗ Feld⸗Art. Regt. zum Commandeur des Feld⸗Art. Regts. Nr. 4 er⸗ nannt. v. Saldern⸗Ahlimb, Hauptm. und Battr. Chef vom 1. Garde⸗Feld⸗Art. Regt., Graf von Reventlou, Hauptm. und Battr. Chef von dems. Regt., bisher unter Versetz. in das 2. Garde⸗ Feld⸗Art. Regt, zu Majors und etatsmäß. Stabsoffizn., vorläufig ohne Patent, Blanquet, Vieheg, Pr. Lts. vom 1. Garde⸗Feld⸗ Art. Regt., zu Hauptleuten und Battr. Chefs, befördert. v. Koch, Pr. Lt. von dems. Regt., ein Patent seiner Charge verliehen. von Geldern⸗Crispendorf, v. Oettingen, Scc. Lts. von dems. Regt., zu Pr. Lis. befördert. v. Sluyterman Lan geweyde, Hauptm. à la suite des 2. Garde⸗Feld⸗Art. Regts., kommandirt zur Dienstleist. bei diesem Regt., bisher Adjut. des Hochseligen Chefs der Art., Prinzen Carl von Preußen Königl. Hoheit, unter Entbind. von diesem Verhältniß, als Battr. Chef in das Feld⸗Art. Regt. N. Zedler, Hauptm. vom Feld⸗Art. Regt. Nr. 5, unter Entbind. von seinem Kommando als Adjut. der 1. Feld⸗Art. Insp., als Battr. Chef in das Feld⸗Art. Regt. Nr. 31, versetzt. Richter v. Stein⸗ bach, Oberst⸗Lt. und Abtheil. Commandeur vom Feld⸗Art. Regt. Nr. 14, kommandirt zur Vertretung des Commandeurs des Feld⸗Art.

Regts. Nr. 22, zum Commandeur dieses Regts. ernannt. v. Rei⸗

22,

cenau, Hauptm. und Battr. Chef vom Feld⸗Art. Regt. Nr. 14, zum Maäjor, Beck, Pr. Lt. von dems. Regt., zum Hauptm. und Battr. Chef, Ferber, Sec. Lt. v. dems. Regt., z. Pr. Lt., befördert. Becker, Hauptm. und Battr. Chef vom Feld⸗Art. Regt. Nr. 22. unter Beförderung zum Major, als etats mäß. Stabsoffiz. in das Feld⸗Art. Regt. Nr. 8 versetzt. Trainer, Pr. Lt. vom Feld⸗Art. Regt. Nr. 22, unter Beförderung zum Hauptm. und Stelluug à la suite des Regts., als Lehrer zur Kriegsschule in Anklam versetzt; der⸗ selbe verbleibt jedoch bis zum Schluß des laufenden Unterrichtskursus beim Regt. zur Dienstleist. kommandirt. Scheller, Pr. Lt. von dems. Regt., zum Hauptm. und Battr. Chef, Bothe, Sec. Lt. von dems. Regt., zum Pr. Lt., befördert. v. Bentheim, Sec. Lt. à la suite des Feld⸗Art. Regts. Nr. 22, unter Beförderung zum Pr. Lt. und unter Entbindung von seiner Dienststellung bei der Lehrbattr. der Art. Schießschule, in das Regiment einrangirt. Klußmann, Sec. Lt. vom Feld⸗Art. Regt. Nr. 23, unter Stellung à la suite des Feld⸗Art. Regts. Nr. 24, zur Lehrbattr. der Art. Schießschule versetzt. v. Schell, Oberst und Commandeur des Feld⸗ Art. Regts. Nr. 27, unter Stellung à la suite des Regts., zum Commandeur der 11. Feld⸗Art. Brig. ernannt. Preußer, Hauptm. und Battr. Chef vom Feld⸗Art. Regt. Nr. 27, als Adjut. der 1. Feld⸗ Art. Insp. kommandirt. Schneider, Pr. Lt. von dems. Regt., zum Hauptm und Battr. Chef, Schwandt, Sec. Lt. von dems. Regt., zum Pr. Lt., befördert, Knaack, Oberst⸗Lt. und Abtheil. Fommandeur vom Feld⸗Art. Regiment Nr. 31, zum Com⸗ mandeur des Feld⸗Artill. Regiments Nr. 27 ernannt, Zim⸗ mermann, Hauptmann und Battr. Chef vom Feld⸗Art. Regt. Nr. 31, zum Major befördert. Kremser, Hauptm. und Com. Chef vom Garde⸗Fuß Art. Regt., als Adlut. der 2. Fuß⸗Art. Insp. kommandirt. Kohlbach, Pr. Lt. von dems. Regt., zum Hauptm. und Comp. Chef, Conrad I., Sec Lt. von dems. Regt., zum Pr. Lt., Kortmann, Hauptm. und Comp. Chef vom Fuß⸗Art. Regt. Nr. 1, zum Major, befördert. Kauf mann, Hauptm. von dems. Regt., unter Entbindung von seinem Kommando als Adjut. der 2. Fuß⸗Art. Insp. und unter Beförder. zum Major, als etatsmäß. Stabsoffiz. in das Fuß⸗Art. Regt. Nr. 3 versetzt. Kersting, Hauptm. und Comp. Chef vom Fuß⸗Art. Regt. Nr. 1, unter Stellung à la suite des Regts., als Lehrer zur Kriegsschule in Neisse versetzt; derselbe verbleibt jedoch bis zum Schluß des laufenden Unterrichtskursus beim Regt. zur Dienstleist. komman⸗ dirt. Orlowski, Hauptm. vom Fuß⸗Art. Regt. Nr. 1, unter Ent⸗ bHindung vom seinem Kommando als Adjut. der 2. Fuß⸗Art. Brig., zum Comp. Chef ernannt. Rosenthal, Major à la suite des Fuß⸗Art. Regts. Nr. 2, unter Entbind. von seinem Dienstverhältniß als Direktor der Oberfeuerw. Schule, als Bats. Com mandeur in das Fuß⸗Art. Rr. 6, Jourdan, Hauptm. und Comp. Chef vom Fuß⸗ Art. Regt. Nr. 2, in das Fuß⸗Art. Regt Nr. 9 versetzt. Paysen, Pr. Lt. vom Fuß⸗Art. Regt. Nr. 2, zum Hauptm. und Comp. Chef, Secelmann, Sec. Lt. von dems. Bat,, zum Pr. Lt. befördert. Krause, Oberst⸗Lt. und Bats. Commandeur vom Fuß⸗Art. Regt. Nr. 5, Commandeur des Fuß⸗Artillerie⸗Regiments Nr. 11 ernannt. Welter, Hauptm. vom Fuß⸗Art. Regt. Nr. 5 und Art. Offiz. vom Platz in Neu⸗Breisach, unter Beförder. zum Major, als etatsmäß. Stabsoffiz. in das Fuß⸗Art. Regt. Nr. 10 versetzt. Schulz, Hauptm. u. Comp. Chef vom Fuß⸗Art. Regt. Nr. 5, zum Art. Offiz. vom Platz in Neu⸗Breisach ernannt. Windeck, Pr. Lt. von dems. Regt., zum Hauptm. u. Comp. Chef befördert. Bücking, Pr. Lt. von dems. Regt., in das Garde⸗Fuß⸗Art. Regt. versetzt. Lutz, Kähler, Sec. Lts. vom Fuß⸗Art. Regt. Nr. 5, zu Pr. Lts. befördert. Bro⸗ sjent, Oberst⸗Lt. und Bats. Commandeur vom Fuß⸗Art. Regt. Nr. 6, unter Stellung à la suite des Regts., zum Inspecteur der 2. Art. Depot⸗Insp., Meier, Major u. etatsmäß. Stabsoffiz. vom Fuß⸗Art. Regt. Nr. 7, unter Stellung à la suite des Regts., zum I. Art. Offiz. vom Platz in Cöln ernannt. Schuenemann, Pr.

von dems. Regt., unter Beförver. zum Hauptm. und Comp. Chef, in das Fuß⸗Art. Regt, Nr. 8 versetzt. Wolff II., Sec. Lt. vom Fuß⸗Art. Regt. Nr. 7, zum Pr. Lt. befördert. Engelhardt, Hauptm. und Comp. Chef vom Fuß⸗Art. Regt. Nr. 8, zum Major befördert. Kaiser, Hauptm. à la suite des Fuß⸗Art. Regts. Nr. 8, unter Entbindung von seinem Dienstverhältniß als Lehrer an der Kriegsschule in Anklam, als Comp. Chef in das Fuß⸗Art. Regt. Nr. 5 versetzt; derselbe verleibt jedoch bis zum Schluß des laufenden Unterrichtskursus bei dieser Schule kommandirt. Deines, Pr. Lt. vom Fuß⸗Art. Regt. Nr. 8, als Adjut. der 2. Fuß⸗Art. Brig. kommandirt. v. Lahrbusch, Sec. Lt. von dems Regt., zum Pr. et. befördert. Pulkowski, Hauptm. und Comp. Chef vom Fuß⸗ Art. Bat. Nr. 9, unter Beförder. zum Major, als etatsmäß. Stabs⸗ offiz. in das Fuß⸗Arl. Regt. Nr. 7 versetzt. Meinardus, Major und etatsmäß. Stabsoffiz. vom Fuß⸗Art. Regt. Nr. 10, unter Stel⸗ lung à la suite des Regts., zum Direktor der Ober Feuerwerker⸗ schule, Linker, Oberst⸗-Lt. und Commandeur des Fuß⸗Art. Regts. Nr. 11, unter Stellung à la suite des Regts., zum Inspecteur der 4. Art. Depot⸗Inspekt., ernannt. Schuster, Hauptm. à la suite des Fuß⸗Art. Bats. Nr. 14, unter Entbindung von seinem Dienst⸗ verhältniß als Lehrer an der Kriegsschule in Neisse, als Comp. Chef in das Fuß⸗Art. Regt Nr. 1 versetzt; derselbe verbleibt jedoch bis zum Schluß des laufenden Unterrichtskursus bei dieser Schule kommandirt. v. Ascheberg, Major à la suite des Garde⸗Fuß⸗ Artillerie⸗Regiments und 1. Art. Offiz. vom Platz in Cöln, unter Entbindung von dieser Stellung als etatsmäßiger Stabsnffizier 29. Mai. v. Halden⸗ wang, Königl. württemberg. Oberst und Commandeur des Inf. Regts. Nr. 126, behufs Verwendung als Brigade⸗Commandeur, nach

„.

Preußen kommandirt und ihm gleichzeitig das Kommando der 24. Inf. Brig. übertragen.

Abschiedsbewilligungen. Im aktiven Heere. Ber⸗ lin, 26. Mai. v. Fragstein⸗Niemsdorff, Oberst à la suite des Feld⸗Art. Regts. Nr. 4 und Commandeur der 11. Feld⸗Art.⸗ Brig., in Genehm. seines Abschiedsgesuches als Gen. Major mit Pens. zur Disp. gestelll. Gnügge, Oberst⸗Lt. und Commandeur des Feld⸗Art. Regts. Nr. 4, als Oberst mit Pens. und seiner bisher. Unif. der Abschied bewilligt. Bleckert, Oberst⸗Lt. und Comman⸗ deur des Feld⸗Art. Regts. Nr. 22, in Genehm. seines Abschieds⸗ gesuches, als Oberst mit Pens. und seiner bisherigen Uniform zur Disp. gestellt. v. Po dewils, Oberst⸗Lt. und Abth. Commandeur vom 2. Garde⸗Feld⸗ Art. Regt., mit Pens. und seiner bisher. Unif., Ursin v. Baer, Hauptm. und Battr. Chef vom Feld⸗Art. Regt. Nr. 27, mit Pens. nebst Aussicht auf Anstellung im ECivildienst und seiner bisher. Unif. der Abschied bewilligt. Lancelle, Oberst⸗Lt. à la suite des Fuß⸗Art. Regts. Nr. 2 und Inspecteur der 2. Art. Depot⸗Insp., in Genehm. seines Abschiedsgesuches, als Oberst mit Pens. und seiner bisher. Unif., v. Schweder, Oberst⸗Lt. à la suite des Fuß⸗Art. Regts. Nr. 3 und Inspecteur der 4. Art. Depot⸗Insp., in Genehm. seines Abschiedsgesuches, als Oberst mit Pens. und der Uniform des Feld⸗Artillerie⸗Regiments Nr. 7, zur Disposition ge⸗ stellt. Morgenrotb, Oberst⸗Lieutenant und Bats. Commandeur vom Fuß⸗Art. Regt. Nr. 1, mit Pens. nebst Aussicht auf Anstellung im Civildienst und seiner bisher. Unif. der Abschied bewilligt. Giesecke, Major und Bats. Commandeur vom Fuß⸗Art. Regt. Nr. 3, mit Pens. auszeschieden. laß, Hauptm. und Comp. Chef vom Fuß⸗Art. Regt. Nr. 5, mit Pens. nebst Aussicht auf Anstellung im Civildienst und seiner bisher. Unif.,, Brunner, Major und etatsmäß. Stabsoffiz. vom Fuß⸗Art. Regt. Nr. 8, mit Pens. nebst Aussicht auf Anstellung im Civildienst und seiner bisher. Unif., Stützing, Feuerw. Hauptm. vom Art. Depot zu Magdeburg, mit Pens. und seiner bisher. Unif., v. Weiher, Rittm. à la suite des Drag. Regts. Nr. 7 und milit. Vorstand der Milit, Lehrschmiede zu Breslau, als Major mit Pens. nebst Aussicht auf Anstellung im Civildienst und seiner bisher. Unif. der Abschied bewilligt.

Im Beurlaubtenstande. Berlin, 26. Mai. Schreiber, Sec. Lt. a. D., zuletzt von der Landw. Inf. des 1. Bats. Landw. Regts. Nr. 87, der Charakter als Pr. Lt. verliehen.

Im Sanitäts⸗Corps. Berlin, 24. Mai. Dr. Clauditz, Ober⸗Stabsarzt 2. Kl. und Regts. Arzt vom Inf. Regt. Nr. 79, Dr. Herzfeld, Ober⸗Stabsarzt 2. Kl. und Regts. Arzt vom Feld⸗ Art. Regt. Nr. 26, Dr. Beyer, Ober⸗Stabsarzt 2. Kl. und Regts. Arzt vom Inf. Regt. Nr. 48, zu Ober⸗Stabsärzten 1. Kl., Dr. Scherwinzky, Stabs⸗ und Abtheil. Arzt von der 1. Abtheil. des Feld⸗Art. Regts. Nr. 20, zum Ober⸗Stabsarzt 2. Kl. und Regts. Arzt des Inf. Regts. Nr. 99, Dr. Graf, Stabs⸗ und Bats. Arzt vom Füs. Bat. Inf. Regts. Nr. 95, zum Ober⸗Stabsarzt 2. Kl. und Regiments ⸗Arzt des Infanterie⸗Regiments Nr. 117, Dr. Schenck, Stabs⸗ und Bats. Arzt vom Füsilier⸗Bataillon Inf. Regts. Nr. 61, zum Ober⸗Stabsarzt 2. Kl. und Regts. Arzt

des Feld⸗Art. Regts. Nr. 2, Dr. Demuth, Assist. Arzt 1. Kl. in

der etatsmäß. Stelle bei dem Gen. und Corpsarzt des XIV. Armee⸗ korps, zum Stabs⸗ und Bats. Arzt des Füs. Bats. Inf. Regts. Nr. 75, Dr. v. Kobylecki, Assist. Arzt 1. Kl. vom Drag. Regt. Nr. 4, zum Stabs⸗ und Batz. Arzt des 3. Bats. Füs. Regts. Nr. 37, Dr. Calstein, Afsist. Arzt 1. Kl. vom Drag. Regt. Nr. 11, zum Stabs⸗ und Abtheil. Arzt der 1. Abtheil. des Felb⸗Art. Negt. Nr. 17,., Dr. Fegler, Arzh 1. KlJ. vom Kür. Regt. Nr. 5, zum Stabs⸗ und Abtheil. Arzt der 1. Abtheil. des Feld⸗Art. Regts. Nr. 20 befördert. Die Assist. Aerzte 2. Kl. der Res.: Dr. Vaerting, vom 1. Bat. Landw. Regts. Nr. 45, Dr. Kröger, rom 1. Bat. Landw. Regts. Nr. 16, Dr. Walzberg, rom 1. Bat. Landw. Regts. Nr. 15, Dr. Edinger, vom 1. Bat. Landw. Regts. Nr. 116, Dr. Salomon, vom 1. Bat. Landw. Regts. Nr. 3, 1111A1414XAX*A“ Dr. Oertmann, vom 2. Bat. Landw. Regts. Nr. 67, Dr. Nie⸗ mann, vom 2. Bat. Landw. Regts. Nr. 79, Dr. Weber, vom Res. Landw. Bat. Nr. 73, Dr. Cohn, vom 1. Bat. Landw. Regts. Nr. 67, Dr. Merling, vom 1. Bat. Landw. Regts. Nr. 30, Dr. Kohn I., vom Res. Landw. Regt. Nr. 38, Dr. Herrnstadt, vom Res. Landw. Bat. 1. Bat. Landw. Regts. Nr. 42, Dr. Mylius, vom 2. Bat. Landw. Regiments Nr. 77, Dr. Vangehr, vom 1. Bataillon Landw. Regts. Nr. 1, Dr. Marcuse, vom Res. Landw. Regt. Nr. 35, Dr. Weidemann, vom Res. Landw. Regt. Nr. 40, Dr. Winther, vom 2. Bat, Landw. Regts. Nr. 118, Dr. Forner, vom Res. Landw. Bat. Nr. 34, Dr. Quellhorst, vom 1. Bat.

Landw. Regts. Nr. 77, Dr. Vogel, vom 2. Bat. Landw. Regts.

Nr. 57, zu Assist. Aerzten 1. Kl. der Res. befördert. Die Assist. Aerzte 2. Kl. der Landw.: Dr. Nebel, vom 1. Bat. Landw. Regts. Nr. 6, Ratfisch, vom 1. Bat. Landwehr⸗Regiments Nr. 84, zu Assist. Aerzten 1. Kl. der Landwehr befördert. Dr. Wendt, Stabsarzt von der Marine, ein Patent seiner Charge verliehen. Dr. Kutter, Ober⸗Stabsarzt 1. Kl. und Regts. Arzt vom Hus. Regt. Nr. 6. zum Inf. Regt. Nr. 83, Dr. Köhnhorn,

Ober⸗Stabsarzt 2. Kl. und Regts. Arzt vom Feld⸗Art. Regt. Nr. 7,

zum Inf. Regt. Nr. 53, Dr. Büttner, Ober⸗Stabsarzt 2 Kl. und Regts. Arzt vom Feld⸗Art. Regt. Nr. 2, zum Inf. Regt. Nr. 75, Dr. Luck, Ober⸗Stabsarzt 2. Kl. und Regts. Arzt vom Inf. Regt. Nr. 19, zum Feld⸗Art. Regt. Nr. 7, Dr. Loew, Ober⸗Stabsarzt 2. Kl. und Regts. Arzt vom Inf. Regt. Nr. 99, zum Grenadier⸗ Regiment Nr. 2, Dr. Schmidt, Stabs⸗ und Bataillons⸗Arzt vom 3. Bataillon Füsilier⸗Regiments Nr. 37, zum Füsilier⸗Bataillon Inf. Regts. Nr. 61, Dr. Haehner, Stabs⸗ und Bats. Arzt vom Füs. Bat. Inf. Regts. Nr. 75, zum Fuß⸗Art. Regt. Nr. 18 Dr. Schmolling, Stabs⸗ und Abtheil. Arzt von der 1. Abtheil. des Feld⸗Art. Regts. Nr. 17, als Bats. Arzt zum 2. Bat. Inf. Regts. Nr. 54, Dr. Hensoldt, Assist. Arzt 1. Kl. vom Füs. Regt.

Nr. 86, zum Drag. Regt. Nr. 11, Dr. Hawerkamp, Assist. Arzt

1. Kl. vom Feld⸗Art. Regt. Nr. 7, zum Drag. Regt. Nr. 4, Dr. Behring, Assist. Arzt 1. Kl. vom Hus. Regt. Nr. 2, zum Kür. Regt. Nr. 4, Dr. Riedel, Assist. Arzt 1. Kl. vom Feld⸗Art. Regt. Nr. 14, in die etatsmäß. Stelle bei dem Gen. und Corpsarzt des XIV. Armeecorps, versetzt. Dr. Lindner, Ober⸗Stabsarzt 1. Kl. und Regts. Arzt vom Inf. Regt. Nr. 53, als Gen. Arzt 2. Kl. mit Pens. und seiner bisher. Uniform, Dr. Heister⸗ hagen, Ober⸗Stabsarzt 1. Kl. und Regts. Arzt vom Inf. Regt. Nr. 83, mit Pens. und seiner bisher. Unif., der Abschied bewilligt. Den Stabsärzten der Landwehr: Dr. Michelsen, vom 1. Bat. Landw. Regts. Nr. 18, Dr. Schmeidler, vom Res. Landw. Regt. Nr. 38, diesen beiden mit ihrer bisher. Unif., Dr. Bensberg, vom 1. Bat. Landw. Regrs. Nr. 2, Dr. Hasse, vom 2. Bat. Landw. Regts. Nr. 49, Dr. Zipper, vom 1. Bat. Landw. Regts. Nr. 60, Dr. Boettcher, vom 1. Bat. Landw. Regts. Nr. 31, Dr. v. Broekere, vom 2. Bat. Landw. Regts. Nr. 19, Dr. Peters, vom 2. Bat. Landw. Regts. Nr. 10, Dr. Fuchs, vom 2. Bat. Landw. Regts. Nr. 28 Dr. Lotze, Dr. Orth, vom 2. Bat. Landw. Regts. Nr. 79, Dr. Zedelius, Assist. Arzt 1. Kl. der Res. vom 1. Bat. Landw. Regts. Nr. 85, der Abschied bewilligt. Den Assist. Aerzten 1. Kl. der Landw. Dr. Gentzen, vom Res. Landw. Bat. Nr. 33,

Nr. 37, Dr. Bochynek, Dr. Gerloff, vom

Kroeger, vom 1. Bat. Landw. Regts. Nr. 67, Dr. Metzmacher, vom 2. Bat. Landw. Regts. Nr. 57, Dr. Graere, vom 1. Bat⸗. Landw. Regts. Nr. 56, Dr. Kretz, vom Res. Landw. Regt. Nr. 40, Dr. Eisenlohr, vom 1. Bat. Landw. Regts. Nr. 76. Dr. Gersten⸗ berg, vom 2. Bat. Landw. Regts. Nr. 79,. Dr. Bauma un, vom 1. Bat. Landw. Regts. Nr. III, der Abschied bewilligt. Den Assist. Aerzten 2. Kl. der Landw.: Dr. Steinbrück, vom Res. Landw. Bat. Nr. 34, Dr. Ramdohr, vom 1. Bat. Landw. Regts. Nr. 67. Dr. Scheen, vom 1. Bat. Landw. Regts. Nr. 25, der Abschied bewilligt. Königlich Bayerische Armee.

Ernennungen, Beförderungen und Versetzungen. Im aktiven Heere. 24. Mai. Beyschlag, Hauptm. und Comp. Chef vom 4. Jäger⸗Bat., Kürschner, Hauptm. und Comp. Chef vom 16. Inf. Regt. gegenseitig versetzt. Gerl, Sec. Lt. vom 11. Inf. Regt. zum 8. Inf. Regt., Schröder, Sec. Lt. vom 1. Pion. Bat. zum 16. Inf. Regt. versetzt.

Abschiedsbewilligungen. Im aktiven Heere. 24. Mai. v. Winckhler, Hauptm. a. D., auf Nachsuchen in die Kategorie der ohne Erlaubniß zum Tragen der Unif. verabschiedeten Offiziere eingereiht.

Im Beurlaubtenstande. N Freiberr Ebner v. Eschenbach, Sec. Lt. des Beurlaubtenstandes des 14. Inf. Regts., Haupt, Sec. Lt. des Beurlaubtenstandes des 2. Train⸗Bats., der erbetene Abschied bewilligt.

Im Sanitäts⸗Corps. Dr. Molitor, Dr. Pöschel, Assist. Aerzte 1. Kl. des Beur⸗ laubtenstandes, Dr. Großmann, Assist. Arzt 2. Kl. des Beur⸗ laubtenstandes, der erbetene Abschied bewilligt.

Aichtamtliches.

Preußen. Berlin, 2. Juni. Im weiteren Ver⸗ laufe der gestrigen (93.) Sitzung des Reichstags wurde die dritte Berathung des Entwurfs eines Gesetzes, betreffend die Abänderung der Gewerbeordnung, auf Grund der in zweiter Berathung über denselben gefaßten Beschlüsse mit Art. 7 fortgesetzt.

Art. 7 §. 44 lautet nach den Beschlüssen in zweiter Lesung:

Artikel 7.

An die Stelle des §. 44 der Gewerbeordnung treten folgende Bestimmungen:

Wer ein stehendes Gewerbe betreibt, ist befugt, auch außer⸗ halb des Gemeindebezirks seiner gewerblichen Niederlassung persön⸗ lich oder durch in seinem Dienste stehende Reisende Waaren aufzu⸗ kaufen und Bestellungen auf Waaren zu suchen.

Die aufgekauften Waaren dürfen nur behufs deren Beförde⸗ rung nach dem Bestimmungsorte mitgeführt werden, von den Waaren, auf welche Bestellungen gesucht werden, dürfen nur Proben und Muster mitgeführt werden, soweit nicht der Bundes⸗ rath für bestimmte Waaren, welche im Verhältnisse zu ihrem Um⸗ fange einen hohen Werth haben und übungsgemäß an die Wieder⸗ verkäufer im Stück abgesetzt werden, zum Zweck des Absatzes an Personen, welche damit Handel treiben, Ausnahmen zuläßt.

Heierzu beantragten die Abgg. Ackermann und Gen.:

Der Reichstag wolle beschließen: Artikel 7 §. 44:

8 8 1 1 6 I. im Absatze 1 nach dem Worte „Reisende“ einzuschalten:

„für die Zwecke seines Gewerbebetriebes“, II. als dritten Absatz hinzufügen:

„Das Aufkaufen von Waaren darf ferner nur bei Kaufleuten oder bei solchen Personen, welche die Waaren produziren, oder in offenen Verkaufsstellen, das Aufsuchen von Bestellungen auf Waaren darf nur bei Kaufleuten oder Gewerbetreibenden, in deren Gewerbebetrieb Waaren der angebotenen Art Verwendung finden, erfolgen. Diese Beschränkung findet keine Anwendung auf den Gewerbebetrieb der Wein⸗ und Tabackhändler“.

Der Abg. Richter (Hagen) beantragte, für den Fall der Annahme des Antrages Ackermann darin den auf das Auf⸗ suchen von Waarenbestellungen bezüglichen Passus zu streichen.

Der Abg. Dr. Baumbach beantragte, für den Fall der Annahme des Antrages Ackermann, außer den Wein⸗ und Tabackshändlern, auch den Vertrieb von Druckschriften, anderen Schriften und Bildwerken von den Beschränkungen derselben auszunehmen.

Der Abg. Frhr. von Gagern befürwortete den Antrag Ackermann. Bei Prüfung der in der zweiten Lesung des Ent⸗ wurfs vorgeschlagenen Aenderungen habe die Majorität der Gewerbekommission erkennen müssen, daß dieselben in der vor⸗ liegenden Form nicht bestehen bleiben könnten. Man sei sich darüber einig geworden, daß festgehalten werden müsse an dem Satze, daß der Gewerbebetrieb der Handlungsreisenden als Ausfluß stehender Gewerbe nicht vermischt werden könne mit dem Gewerbebetrieb im Umherziehen. Die Bestimmungen, die nach dieser Richtung hin getroffen seien, seien angeregt, und entnommen worden der großen Zahl von Petitionen und Beschwerden, welche in den letzten Jahren dem Reichstage zu⸗ gegangen seien. Es müsse dem Hause in erster Linie darum zu thun sein, Bestimmungen im Hinblick auf den Ge⸗ werbebetrieb im Umherziehen zu treffen, welche geeignet sein könnten, dem seßhaften Gewerbe zu helfen, und die Anträge Ackermann und Genossen seien dazu angethan. Durch Annahme des vorliegenden Antrages werde es den Hausirern unmöglich gemacht werden, unter der Firma des Handlungsreisenden sich im Lande umherzutreiben, und so den Stand der Handlungs⸗ und Geschäftsreisenden herunterzu⸗ drücken. Die Ausnahmebestimmungen, welche der Antrag in Bezug auf einzelne Branchen der Handlungsreisenden getroffen habe, könne man jetzt nicht gut aufheben, und daß für die Wein⸗ und Tabacksreisenden einzelne besondere Bestimmungen getroffen werden sollten, halte er für vollständig gerechtfertigt. Durch die Annahme des Antrages Baumbach würde die Kolportage wieder in den Paragraphen mit hineingebracht werden; er bitte, denselben abzulehnen, und dafür den Antrag Ackermann anzunehmen, durch den das seßhafte Gewerbe gestärkt werden, und Auswüchsen, die sich hier gezeigt hätten, entgegengetreten werden solle. 8

Der Abg. Dr. Bamberger erklärte sich gegen den Antra Ackermann. Es komme nicht auf den Unterschied zwischen den Hausirern und den Handlungsreisenden an, sondern es frag sich, was das große Interesse der Produktion verlange, die

24. Mai. Dr. Stammler,