[26241] Oeffentliche Zustellung. 8 Der Bauer Christian Friedrich Ziemann zu Lenz klagt gegen den Eigenthümer Wilhelm Hanke, früher zu Lenz, jetzt unbekannten Aufenthalts mit dem An⸗ trage, zu erkennen, daß der Beklagte schuldig 1) anzuerkennen, daß für den 357 ℳ 10 ₰ be⸗ tragenden Theil der in dem Ablösungsrezeß vom 6. März 1875 begründeten Rente, welcher an die Stelle der von dem früher vol. I. pag. 117 Nr. 9 des Hvpothekenbuchs von Lenz verzeichneten sogenannten Kirchenacker an Kirche, Pfarre und Küsterei zu entrichtenden Reallasten getreten ist, die dem Kläger gebörigen Band III. Blatt 223 Nr. 20 des Grundbuchs von Lenz eingetragenen Flächenabschnitte 94 und 95 des Kartenblatts 1 der Gemarkung von Lenz nicht verhaftet sind und der auf dieselben durch den Rentenvertheilungsplan de canf. Stettin, den 24. März 1880 repartirte, seinem Betrage nach zur Zeit nicht genau feststehende Theil jenes Rentenantheils der 357 ℳ 10 ₰ von dem dem Beklagten in Band IV. Blatt Nr. 47 des Grundbuchs von Lenz verzeichneten Theile ge⸗ hörigen sogenannten Kirchenacker zu tragen ist, darin zu willigen, daß der Renten⸗Vertheilungs⸗ plan de confirm. Stettin, den 24. März 1880, der zu 1 getroffenen Entscheidung gemäß abge⸗ ändert wird und ladet den Beklagten zur mündlichen Verhand⸗ lung des Rechtsstreits vor das Königliche Amts⸗ gericht zu Stargard i. Pomm. auf den 30. Oktober 1883, Vormittags 9 Uhr. Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht. Stargard i. Pomm., den 29. Mai 1883. Gerichtsschreiber des Königlichen Amtsgerichts, Abtheilung III.: Foerstner. Oeffentliche Zustellung.
Privatus Augustin Kleber in Landsberg am Lech in Bayern. — vertreten durch Rechtsanwalt Robert Fränzel in Dresden, klagt gegen den Zimmer⸗ mann Andreas Altwegger, früher in Cotta, jetzt un⸗ bekannten Aufenthaltes, auf Rückzahlung von 300 ℳ
A., Stücktheil einer Kapitalsforderung von 3500 ℳ, im Urkundenprozesse mit dem Antrage auf Verurtheilung des Beklagten zur Bezahlung der ge⸗ forderten 300 ℳ sammt Zinsen zu 5 % jährlich vom 1. August 1881 an gerechnet, das Urcheil auch für vorläufig vollstreckbar zu erklären, und ladet den Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechts⸗ streits vor das Königliche Amtsgericht zu Dresden, Landhausstr. 11, II. Etage, auf den 16. Oktober 1883, Vormittags 10 Uhr. Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht. 1 Dresden, am 12. Juni 1883. Schieblich, Gerichtsschreiber des Königlichen Amtsgerichts.
26236 262361 Oeffentliche Zustellung.
Nr. 10 994. Der Handelsmann Maier Hochschild in Biblis (Gr. Hessen), vertreten durch Rechts⸗ anwalt Geißmar dahier, klagt gegen den Landwirth Jacob Kaltreuther zu Käferthal, z. Zt. an unbekann⸗ ten Orten abwesend, aus Kauf eines Pferdes mit dem Antrage auf Zahlung von 600 ℳ nebst 5 % Zins vom 14. März 1882, abzüglich der am 20. De⸗ zember 1882 erfolgten Abschlagszahlung von 200 ℳ, und ladet den Beklagten zur mündlichen Verhand⸗ lung des Rechtsstreits vor die I. Civilkammer des Großh. Landgerichts zu Mannheim auf
Mittwoch, den 24. Oktober 1883, Vormittags 9 Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten Ge⸗ richte zugelassenen Anwalt zu bestellen.
Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht.
Mannheim, den 1. Juni 1883.
Huffschmid, Gerichtsschreiber des Großh. Landgerichts. 26227] Oeffentliche Zustellung.
Der Uhrmacher Julius Kränzlin zu Wetzlar klagt gegen den Handschuhmacher Emil Nedtwig, früher zu Wetzlar, jetzt unbekannten Aufenthalts, aus For⸗ derung für Waarenverkauf, mit dem Antrage auf Verurtheilung von 43 ℳ nebst 6 % Zinsen seit 10. November 1882 und Vollstreckbarkeitserklärung des Erkenntnisses und ladet den Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor das Königliche Amtsgericht zu Wetzlar auf den 25. September 1883, Vormittags 10 Uhr.
Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht.
Wetzlar, den 7. Juni 1883.
8 Stephan,
Gerichtsschreihber des Königlichen Amtsgerichts. [26228] Oeffentliche Zustellung.
Der Liebmann Reiß zu Bobenhausen, vertreten durch die vereinigten Rechtsanwälte Diery und Metz in Gießen, klagt gegen die Heinrich Pabst Eheleute aus Wohnfeld, dermalen mit unbekanntem Aufent⸗ haltsort abwesend, und zwar als Cessionar des Hein⸗ rich Scharmann von Wohnfeld aus Darlehen laut Schuld⸗ und Pfandverschreibung vom 23./24. Juni 1870 unter dem Anfügen, daß die mitverklagte Ehe⸗ frau, insoweit sie nicht Hauptschuldnerin mit ihrem Ehemann geworden, sich für dessen Schuld unter Verzicht auf die Einrede der Theilung und Voraus⸗ klage verbürgt habe, mit dem Antrage, die Beklagten zu verurtheilen, unter solidarischer Haftbarkeit an Kläger 600 ℳ nebst 5 % Zinsen vom 24. Juli 1877 an zu bezahlen, das zu Gunsten obiger Forderung bestehende Pfandrecht an den in der Hypothekurkunde verzeichneten Immobilien anzuerkennen und dieselben zum Zwecke der Befriedigung Klägers aus dem Erlöse herauszugeben, auch die Kosten des Rechts⸗ streits zu tragen, und ladet die Beklagten zur münd⸗ lichen Verhandlung des Rechtsstreits vor die zweite Civilkammer des Großherzoglichen Landgerichts zu Gießen auf
Mittwoch, den 7. November 1883,
Vormittags 8 Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten Gerichte zugelassenen Anwalt zu bestellen.
Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht.
Gießen, den 8. Juni 1383.
Grünewald, Hülfe⸗Gerichtsschreiber des Großherz. Landgerichts.
[26242] Oeffentliche Zustellung.
Der Kaufmann Rudolf Müller hier, Matthieu⸗ straße 14, vertreten durch den Justizrath Klemm hier, Burgstraße 28, klagt gegen den Musiklehrer Wilhelm Christoph Heinrich Martin Böttcher, früher hier wohnhaft, jetzt seinem Aufenthalte nach unbe⸗ kannt, aus einem am 20. Mai 1882 gegebenen Dar⸗ lehn von 20 ℳ mit dem Antrage auf Verurtheilung des Beklagten zur Zahlung von 20 ℳ nebst 5 % Zinsen seit dem Tage der Klagebehändigung und ladet den Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor das Königliche Amts⸗ gericht I. zu Berlin, Abtheilung 4, auf den 18. September 1883, Vormittags 10 Uhr, Jüdenstr. Nr. 60, 1 Treppe, Zimmer 82 A.
Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht.
Wolff, Amtsgerichts⸗Sekretär, Gerichtsschreiber des Königlichen Amtsgerichts I., Abtheilung 4.
[26232] Oeffentliche Zustellung.
Der Buchbindermeister A. Plötzke zu Pleschen, vertreten durch den Rechtsanwalt v. Broekere zu Pleschen, klagt gegen die Schmiedemeister und Grund⸗ besitzer Stanislaus Lewandowski'schen Eheleute zu Neustadt a. W., jetzt unbekannten Aufenthalts, wegen 55 ℳ 50 ₰ mit dem Antrage, die Beklagten persönlich und als Eigenthümer des Grundstücks Neustadt a./W. Nr. 212 zur Zahlung von 55,50 ℳ zu verurtheilen und das Urtheil für vorläufig voll⸗ streckbar zu erklären und ladet die Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor das Königliche Amtsgericht zu Jarotschin auf den 25. September 1883, Vormittags 9 Uhr.
Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht.
Kersten, Gerichtsschreiber des Königlichen Amtsgerichts.
[26239] Oeffentliche Zustellung.
Der Pferdehändler H. Kohl in Meldorf, vertre⸗ ten durch den Rechtsanwalt Dohrn in Itzehoe, klagt gegen den Pferdehändler H. Carstens, früher in Itzehoe wohnhaft, jetzt unbekannten Aufenthalts, wegen 2700 ℳ, mit dem Antrage, „den Beklagten zur Zahlung von 2700 ℳ nebst 5 % p. a. Zinsen seit dem 1. November 1881 kostenpflichtig zu ver⸗ urtheilen, und ladet den Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor die vierte Civil⸗ kammer des Königlichen Landgerichts hierselbst auf
Dienstag, den 2. Oktober 1883, Vormittags 11 Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten Ge⸗ richte zugelassenen Anwalt zu bestellen.
Zwecks öffentlicher Zustellung wied dieser Klage⸗ Auszug bekannt gemacht.
Altona, 29. Mai 1883.
Thon,
Gerichtsschreiber des Königlichen Landgerichts. [26235] Oeffentliche Zustellung.
Die Elisabethe Feigion, ledig, volljährig und Lud⸗ wig Hay jun. in Oberstenfeld, als Pfleger des am 1. März 1883 unehelich geborenen Kindes Namens Wilhelmine Louise Feigion zu Oberstenfeld, ver⸗ treten durch Rechtsanwalt Schickler in Stuttgart, klagt gegen den zur Zeit mit unbekanntem Aufent⸗ halt abwesenden Metzger Carl Rösch zu Marbach wegen Ansprüche aus unehelicher Schwängerung mit
em Antrag, durch vorläufig vollstreckbares Urtheil zu erkennen, Beklagter sei schuldig:
1) seine Vaterschaft zu dem am 1. März d. J. von der Mitklägerin Feigion geborenen Kinde anzuerkennen, an die Mitklägerin Feigion 60 ℳ Tauf⸗ und Kindbettkosten, an die Pflegschaft des Kindes bis letzteres sich selbst ernähren kann, jedenfalls bis zu dessen zurückgelegtem 14. Lebensjahre jährliche Ali⸗ mente von 90 ℳ, zahlbar in vierteljährlich zum Voraus zu entrichtenden Raten von 22 ℳ 50 ₰ zu bezahlen,
und ladet den Beklagten zur mündlichen Verhand⸗ lung des Rechtsstreits vor das Königliche Amtsgericht zu Marbach auf Dienstag, den 2. Oktober 1883, Nachmittags 4 Uhr.
Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird
dieser Auszug der Klage bekannt gemacht. Megerle,
Gerichtsschreiber des Königlichen Amtsgerichts. [26231] Oeffentliche Zustellung.
Der Käsefabrikant Samuel Dreier zu Katznase, vertreten durch den Rechtsanwalt Viebig zu Marien⸗ burg, klast gegen den Käsehändler S. Kantrowitz, dem Aufenthalte nach unbekannt, wegen eines dem Beklagten am 6. Februar 1882 gegebenen Darlehns von 100 ℳ mit dem Antrage: auf 1) Verurtheilung des Beklagten zur Zahlmmg von 100 ℳ nebst 6 % Zinsen seit dem Tage der öffentlichen Ladung, 2) Anord⸗ nung des Verkaufs der dem Kläger verpfändeten Gegenstände, sowie ihm, dem Kläger, die Befugniß zuzusprechen, sich aus dem Erlöse zu befriedigen, und ladet den Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor das Königliche Amtsgericht zu Marienburg auf
den 28. September 1883, Vorm. 10 Uhr.
Zum Zwecke der öffentbichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht.
Marienburg, den 9. Juni 1883.
Kühn,
Gerichtsschreiber des Königlichen Amtsgerichts I. [26229] Oeffentliche Zustellung.
Der Tischlermeister Carl Schmidt zu Thoerichthof, vertreten durch den Rechtsanwalt Viebig zu Marien⸗ burg, klagt gegen die Besitzer Michael und Anna, geb. Isaac Sabrewskischen Eheleute, zu Thiergart, jetzt unbekannten Aufenthalts, wegen 45 ℳ fällig gewesener Zinsen für das Jahr 1882 mit dem An⸗ trage auf Verurtheilung der Beklagten zur Zahlung von 45 ℳ nebst 5 % Zinsen seit dem Tage der Rechtskraft des Urtheils und ladet die Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor das Königliche Amtsgericht zu Marienburg auf den 28. September 1883, Vormittags 10 Uhr.
Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht.
Marieuburg, den 8 5 1883.
Gerichtsschreiber des Königlichen Amtsgerichts. I.
[24928] Oeffentliche Zustellung. “ Die zum Armenrechte zugelassene, zu Cöln woh⸗ nende Inhaberin der früheren Handlung unter der Firma Brück & Co. in Cöln, nämlich die geschäfts⸗ lose Anna Brück, Ehefrau von Jacob Schäffers in Cöln, vertreten durch Rechtsanwalt Justiz⸗Rath Koenig, klagt gegen den Musiklehrer Heinrich Kreuz, früher zu Cöln, jetzt ohne bekannten Wohn⸗ und Aufenthaltsort, und ladet denselben hier⸗ durch vor, in der gesetzlichen Frist von zehn freien Tagen mittelst Bestellung eines Anwalts vor dem Königlichen Landgericht zu Elberfeld zu erscheinen, um über die durch Ladung des Gerichtsvollziehers Layvon vom 19. Juli 1878 auf Anstehen der Handlung unter der Firma Brück & Co. in Cöln als Cessionarin des zu Cöln wohnenden Fritz Behmer gegen den Kauf⸗ mann Johann Friedrich Kreuz am Schützenhof bei Elberfeld erhobene Klage weiter zu verhan⸗ deln und über folgenden Antrag erkennen zu hören: Königliches Landgericht wolle die Verklagten als Erben ihres verstorbenen Vaters Johann Friedrich Kreuz verurtheilen, der Klägerin 1500 ℳ mit Zinsen seit dem 19. Juli 1878. zu zahlen, wolle den gegen Johann Friedrich Kreuz am 11. Juli 1878 bei den zu Lechenich wohnenden Eheleuten, Gastwirth und Sattler Theodor Decker und Elisabeth Müller ange⸗ legten Arrest für gültig erklären, die Dritt⸗ arrestaten anweisen, nach gehörig abgegebener Erklärung aus den mit Arrest bestrickten Gel⸗ dern die obige Hauptsumme mit Zinsen und Kosten bis zum Belaufe von 2000 ℳ an die Klägerin auszuzahlen, wolle den Verklagten die Kosten zur Last legen. Elberfeld, den 1. Juri 1883. Schmidt, ’. Gerichtsschreiber des Königlichen Landgerichts.
[26233] Oeffentliche Zustellung. Arrest⸗Befehl. In Arrestsachen 1“ der Elisabethe Feigion von Oberstenfeld und der Pflegschaft ihres Kindes, vertreten durch Rechts⸗ anwalt Schickler in Stuttgart, gegen den mit unbe⸗ kanntem Aufenthalt abwesenden Metzger Carl Rösch von Marbach a./N., wird wegen des der Ersteren aus Ansprüchen aus unehelicher Vaterschaft und ge⸗ brochenem Eheverlöbnisse angeblich zustehenden An⸗ spruchs auf 1300 ℳ (in Buchstaben: Eintausend dreihundert Mark), sowie wegen 200 ℳ (in Buch⸗ staben: Zweihundert Mark) Kosten, der dingliche Arrest auf Höhe von 1500 ℳ (in Buchstaben: Eintausend fünfhundert Mark) angeordnet.
Durch Hinterlegung von 1500 ℳ wird die Voll⸗ ziehung dieses Arrestes gehemmt und der Schuldner zu dem Antrage auf Aufhebung des vollzogenen Arrestes berechtigt.
Zugleich wird öffentliche Zustellung bewilligt.
Marbach, den 9. Juni 1883.
Königliches Amtsgericht. (gez.) Vischer, Oberamtsrichter. Veröffentlicht durch Gerichtsschreiber Megerle.
[26240] Oeffenrliche Zustellung.
Der Gutsbesitzer Carl Bandt zu Schmaatz, ver⸗ treten durch den Just'zrath Kutscher zu Stolp, klagt gegen den Eigenthümer Friedrich Roeske, früher zu Bedlin, jetzt unbekannten Aufenthalts, wegen 131 ℳ 25 ₰ rückständiger Zinsen von einem früher für den Kläger auf dem dem Beklagten gehörig ge⸗ wesenen Grundstücke Nr. 23 von Bedlin eingetra⸗ genen Darlehnskapitale, sowie wegen verkauften und elieferten Getreides zum Preise von 27 ℳ, mit dem Antrage auf Verurtheilung des Beklagten zur Zah⸗ lung von 158 ℳ 25 ₰ aon den Kläger, sowie mit dem Antrage, das Urtheil für vor’äufig vollstreckbar und den unter dem 14. April 1883 gegen den Be⸗ klagten verhängten Arrest für gerechtfertigt zu er⸗ klären, und ladet den Beklagten zur mündlichen Ver⸗ handlung des Rechtsstreits vor das Königliche Amtsgericht zu Stolp auf den 27. September 1883, Mittags 12 Uhr.
Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht.
Stolp, den 2. Juni 1883.
Fabian, Gerichtsschreiber des Königlichen Amtsgerichts.
6 228 9 ¹ [26288] Oeffentliche Zustellung.
Die unverehelichte Emilie Dudek, zuletzt in Ro⸗ zanno, jetziger Aufenthaltsort unbekannt, klagt gegen den Wirthschaftsinspektor Heinrich Dirks in Gruppe
wegen Körperverletzung.
Auf Anordnung des Königlichen Amtsgerichts hier⸗ selbst steht zur Hauptverhanblung Termin auf
den 13. Juli ecr., Vormittags 9 Uhr, vor dem Königlichen Schöffengericht in Schwetz, Schöffensaal Nr. 1, an.
Die Privatklägerin wird zu diesem Termine ge⸗ laden, und für den Fall, daß dieselbe weder selbst noch durch einen mit scheiftlicher Vollmacht ver⸗ sehenen Rechtsanwalt erscheint, wird die Privatklage als zurückgenommen betrachtet werden.
Schwetz, 31. Mai 1883.
Pfeifenbring,
Gerichtsschreiber des Königlichen Amtsgerichts.
[26237] Oeffentliche Zustellung.
Der Rentier Wilhelm Ney zu Potsdam, Brauer⸗ straße 9, vertreten durch den Justiz⸗Rath Stoepel zu Potsdam, klagt gegen den in unbekannter Ab⸗ wesenheit lebenden Paul Blumenreich, zuletzt in Berlin wohnhaft, wegen einer aus dem
Vert e18e und der Urband Vertrage vom 26. September 2 1munn er rkunde
vom 3. April 1878, auf dem zu Potsdam belegenen und im Grundbuche von Potsdam Band XVI., Blatt Nr. 1202 verzeichneten Grundstücke des Be⸗ klagten in Abtheilung III. Nr. 20 haftenden Forderung von 21 000 ℳ, mit dem Antrage, den Beklagten zu verurtheilen, 21 000 ℳ nebst 5 ½ Prozent Zinsen seit 1. April 1883 und 80 ₰ Kündigungskosten bei Ver⸗ meidung der Zwangsvollstreckung in das im Grund⸗ buche von Potsdam, Band XVI. Blatt Nr. 1202 verzeichnete Grundstück an den Kläger zu zahlen, und ladet den Beklagten zur mündlichen Vechandlung des Rechtsstreits vor die II. Civilkammer des König⸗ lichen Landgerichts zu Potsdam auf
den 5. November 1883, Vormittags 9 Uhr,
mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten Ge⸗ richte zugelassenen Anwalt zu bestellen. Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht. Potsdam, den 9. Juni 1883. Reimke, Gerichtsschreiber des Königlichen Landgerichts, Civilkammer II.
[2624502
Durch Erkenntniß des unterzeichneten Amtsgerichts vom heutigen Tage sind die Ansprüche:
1) des Kolon Ruwe Nr. 8 Spenge an die in der Subhastation Brunswicker zu Spenge aus den Liqui⸗ daten für Abtheilung III. Nr. 3 und 5 Band II. Blatt 296 des Grundbuchs von Spenge gebildeten Spezialmassen von 315 ℳ 54 ₰ und 283 ℳ 33 ₰ vorbehalten, dagegen alle anderen unbekannten Inter⸗ essenten mit ihren Ansprüchen ausgeschlossen;
2) der Nätherin Anna Wefing zu Herford an die in der Subhastatton Stakelbeck zu Herford aus dem Liquidate für die Post Abtheilung III. Nr. 15 Band V. Blatt 131 des Grundbuchs von Altstadt Herford gebildete Spezialmasse von 325 ℳ 60 ₰ vorbehalten, dagegen alle anderen unbekannten Inter⸗ essenten mit ihren Ansprüchen an diese Spezial⸗ masse, sowie alle unbekannten Interessenten mit ihren Ansprüchen an die in derselben Subhastation aus dem Liquidate für Abtheilung III. Nr. 16 l. c. gebildete Spezialmasse von 243 ℳ 92 ₰ ausge⸗ schlossen.
Herford, den 9. Juni 1883.
Königliches Amtsgericht.
[26247]
In Sachen, betreffend das Aufgebot des verloren gegangenen Sparkassenbuchs Nr. 5881 der hiesigen städtischen Sparkasse ist in heutiger Sitzung nach⸗ stehendes Ausschlußurtheil publicirt:
Das Sparkassenbuch der Sparkasse der Stadt Höxter Nr. 5881, ausgestellt auf den Namen des Handarbeiters Heinrich Garbe zu Deventhal am 31. Oktober 1876 und lautend über Einhundert Mark wird für kraftlos erklärt, und werden die Kosten gemäß §. 15 des Sparkassenreglements vom 12. Dezember 1838 dem Heinrich Garbe zu Last gesetzt. 8 Höxter, den 1. Juni 1883. Königliches Amtsgericht.
[26248]
Nr. 3864. Da die ledige im Jahre 1851 nach Amerika ausgewanderte Adelheid Braun von Bühler⸗ thal der diesseitigen Aufforderung vom 18. April 1832 Nr. 2693 keine Folge gegeben hat, wird die⸗ selbe hiermit für verschollen erklärt und ihr Ver⸗ mögen ihren muthmaßlichen Erben, nämlich: der Friedrich Könninger Ehefrau in Oensbach, Anna, geb. Braun, und der Johann Nepomuck Könninger Ehefrau, Franziska, geb. Braun, in Keppelrodek, gegen Sicherheitsleistung in fürsorglichen Besitz ge geben. 3
Bühl, 9. Juni 1883.
Gr. Bad. Amtsgericht. Der Gerichtsschreiber: Boos.
[26226] — Kaiserliches Landgericht Straßburg. Armensache. Urtheils⸗Auszug. In Sachen der Catharina Elisabeth Dupré, Ehefrau des Schutz⸗ manns Robert Kluschak in Straßburg,
Klägerin, vertreten durch Rechtsanwalt Blumstein, gegen deren genannten Ehemann daselbst,
Beklagten, nicht vertreten, hat das Kaiserliche Landgericht, I. Civilkammer in Straßburg, durch Urtheil vom 6. Juni 1883:
unter den Parteien die eheliche Gütertrennung ausgesprochen, dieselben zur Auseinandersetzung ihrer Vermögensrecht vor Notar Schmitz in Straßburg verwiesen und dem Beklagten die Kosten des Rechtsstreits zur Last gelegt.
In Gemäßheit des §. 6 des Ausführungsgesetzes vom 8. Juli 1879 wird dieser Auszug hiermit be⸗ kannt gemacht.
Straßburg, den 9. Juni 1883.
Der Landgerichts⸗Sekretär:
[26225] Kaiserliches Lapogesishe Straßburg. uszug. p Elisabeth Friederika Werner, Ehefrau von Lorenz Schoepf, Küfer, mit welchem sie in Straßburg wohnt, vertreten durch Rechtsanwalt Riff, klagt gegen ihren genannten Ehemann wegen Güter⸗ trennung mit dem Antrage: Es wolle dem Gerichte gefallen, die zwischen den Parteien bestehende allgemeine Gütergemein⸗ schaft für aufgelöst zu erklären, dieselben zum Zwecke der Auseinandersetzung ihrer Vermögens⸗ verhältnisse vor Notar Schmitz zu Straßburg zu verweisen und dem Beklagten die Kosten des Rechtsstreits zur Last zu legen. Zur mündlichen Verhandlung ist die Sitzung der I. Civilkammer hies. Landgerichtes vom 26. September 1883, Morgens 9 Uhr, bestimmt. Straßburg, den 9. Juni 1883. Der Landgerichts⸗Sekretär: Leue.
Kaiserliches Landgericht Straßburg. [26224] Armensache. Urtheils⸗Auszug.
In Sachen der Elise Vonbühren, Ehefrau des Spenglers Karl Herm in Straßburg, Klägerin. ver⸗ treten durch Rechtsanwalt Leiber, gegen deren ge⸗ nannten Ehemann daselbst, Beklagten, nicht vertreten, hat das Kaiserliche Landgericht, I. Civilkammer in Straßburg, durch Urtheil vom 30. Mai 1883:
unter den Parteien die eheliche Gütertrennung ausgesprochen, dieselben zur Auseinandersetzung ihrer Vermögensrechte vor den Notar Schmitz in Straßburg verwiesen und dem Beklagten die Kosten des Rechtsstreits auferlegt.
In Gemäßheit des §. 6 des Ausführungsgesetzes vom 8. Juli 1879 wird dieser Auszug hiermit be⸗ kannt gemacht.
Straßburg, 9. Juni 1883.
8 Der Landgerichts⸗Sekretär:
9
855 Aluftebot. Ugsl., Antrag des Gärtners Otto Haelke in Kl. Katz wird der Inhaber des angeblich verlorenen Depositenscheins der Danziger Privat⸗Aktien⸗Bank Litt. G. 1 Nr. 6702 über die am 18. Mai 1880 vom Antragsteller dort niedergelegten 3000 ℳ auf⸗ efordert, seine Ansprüche und Rechte auf diese Ur⸗ kunde spätestens im Aufgehotstermine
den 25. Oktober 1883, Mittags 12 Uhr, (Zimmer Nr. 6) anzumelden und den Depositenschein vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der⸗ selben erfolgen wird.
Danzig, den 7. April 1883.
Königliches Amtsgericht. XI. [16386] Aufgebot.
Der Kaufmann Conrad Most zu Stettin, Vor⸗ mund der Emmeline Marie Caroline Schulze hier⸗ selbst, hat das Aufgebot des der Letzteren gehörigen, angeblich von dem Pfleger derselben, Kaufmann Alfred Siedler hieselbst auf einer Reise nach Misdroy verlornen Guthabenbuchs der Stettiner städtischen Sparkasse Nr. 220 297 über 92,82 ℳ nebst Zinsen beantragt. Der Inhaber des Gut⸗ habenbuchs wird aufgefordert, spätestens in dem auf
den 10. November 1883, Mittags 12 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte, Zimmer 53, an beraumten Aufgebotstermine seine Rechte anzumelden und das Guthabenbuch vorzulegen, widrigenfalls die Krostloserklärung der Urkunde erfolgen wird.
Stettin, den 6. April 1883.
Königliches Amtsgericht.
[23229] Aufgebot.
Die Handlung C. A. Radicke zu Spandau, ver⸗ treten durch den Rechtsanwalt Osterroth in Spandau, hat das Aufgebot einer notariell beglaubigten Cession vom 18. Dezember 1881, in welcher der Maler⸗ meister A. E. Leschke, damals zu Gr. Lichterfelde wohnhaft, der Handlung C. A. Radicke zu Spandau, eine ihm gegen die Direktion der Königl. Geschütz⸗ Gießerei zu Spandau zustehende Forderung von 102 ℳ zum Eigenthum abgetreten hat, beantragt.
Der Inhaber dieser Urkunde wird aufgefordert, spätestens in dem am 20. Dezember 1883, Vormittags 11 ½ Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte, Zimmerstr. 25, Zimmer Nr. 1, anberaumten Aufgebotstermine seine Rechte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung derselben erfolgen wird.
Berlin, den 18. Mai 1883.
Königliches Amtsgericht II. Abtheilung IX.
238195 1 1ö Aufgebot.
Auf dem Grundstück Messergasse Nr. 13 zu Breslau standen Abtheilung III. Nr. 9 für den Ober⸗Amtmann Luebeck in Brieg 500 Thaler Dar⸗ lehn nebst 6 % Zinsen eingetragen. Diese Post ist bei der Zwangsversteigerung und Zwangsverwaltung des Grundstücks mit 883,25 ℳ zur Hebung gekom⸗ men, im übrigen aber ausgefallen, demnächst ist die Poft im Grundbuche gelöscht und die für die Forde⸗ rang angelegte Spezialmasse aufgeboten worden.
Das über diese Post gebildete, nur noch über den persönlichen Anspruch geltende Instrument ist ver⸗ loren gegangen und soll auf Antrag der minder⸗ jährigen Geschwister Wolff, Helene, Martha, Elisa⸗ beth und Richard, vertreten durch ihren Vater, den Steiger Otto Wolff zu Rybnik, und der Frau Amalie Ramolla daselbst als Rechtsnachfolger des
eingetragen gewesenen Gläubigers, aufgeboten werden,
weil die Auszahlung der Spezialmasse von der Bei⸗ bringung desselben abhängig gemacht wird. Die aufzubietende Urkunde besteht aus den Ausfertigungen der gerichtlichen Verhandlungen vom 2. und 10. Mai 1859, dem Ingrossationsvermerk und dem Hypotheken⸗ buchsauszug vom 1. Juni 1859.
Der unbekannte Inhaber derselben wird aufgefor⸗ derr, spätestens im Aufgebotstermine,
am 21. Dezember 1883, Vormittags 11 Uhr, seine Rechte bei dem unterzeichneten Gerichte, am Schweidnitzer Stadtgraben 2/3, Zimmer Nr. 47, II. Stock, anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls ihre Kraftloserklärung erfolgen wird.
Breslau, den 7. Juni 1883.
Königliches Amtsgericht.
26242 [2624188½ Bekanntmachung, Durch Ausschlußurtheil, verkündet am 30. Mai 1883, sind: I. alle unbekannten Berechtigten mit ihren An⸗ sprüchen auf folgende Posten: Fried 8 „Nr. 20 Friedrich⸗ 1) Grundstück Nr. 1 Friedrich⸗ ilhelmstraße 1 Karlstraße zu Breslau, in Abtheilung II. Nr. 3 eingetragene Surplus⸗Reservat folgen⸗ den Inhalts: „Laut Protokoll vom 7. April 1812 ist vermerkt, daß, wenn die Wittwe Kranich diese Grundstücke höber verkaufen sollte, als sie solche in der Erbtheilung an⸗ genommen, das Surplus der gemeinschaft⸗ lichen Masse zuwachse“, die auf dem Grundstücke Nr. 17 Ransern in Abtheilung III. Nr. 3 bezw. Nr. 5 für die Johanna Susanna Rudel, päter verehelichte Zimmermann Kusche zu Breslau, antheils⸗ weise haftenden beiden Hypothekenposten von a. 9 Thlr. 6 Sgr. 10 Pf. väterliche Gottfried Rudelsche Erbegelder nebst 5 % Zinsen, ein⸗ getragen vigore decreti vom 3. August 1834, b. 11 Thlr. 20 Sgr. Kaufgelder nebst 5 % Zinsen, eingetragen vigore decreti vom 18. August 1839, „ ausgeschlossen.
.Nachstehend bezeichnete Urkunden für kraftlos
erklärt:
1) das Hypothekeninstrument über die auf dem Grundstücke Albrechtsstraße Nr. 23 zu Breslau, Abtheilung III. Nr. 22, ursprünglich für die verehelichte Kretschmer Dittfeld, Wilhelmine, geb. Fünn, eingetragenen, demnächst aber auf den Kaufmann Josef Gotthelf umgeschriebe⸗ nen 1700 Thlr. nebst 5 % Zinsen, das Zweiginstrument über die von der Post Abtheilung III. Nr. 12 des Grundstücks Nr. 17 Stockgasse 8 Nr. 10 Gerbersgasse zu Breslau, von 1000 Thlr. für die Ida Caecilie Bertha Berndt abgezweigte Theilpost von 500 Thlr. nebst 5 % Zinsen seit dem 1. Juli 1866, und
36 Thlr. 11 Sgr. 3 Pf. älteren Zinsrück⸗ ständen, das Hypothekeninstrument über die auf dem Grundstück Nr. 9 Münchwitz Abtheilung III. Nr. 5 für den Bauergutsbesitzer Christian Bartsch eingetragene Posthypothek von 800 Thlr. rückständige Kaufgelder nebst 4 ½ %, 8 Zinsen, 4) die beiden Zweig⸗Hypothekeninstrumente über die auf dem Grundstück Neue Weltgasse Nr. 7 zu Breslau Abtheilung III. Nr. 3 haftenden beiden Posten von je 200 Thlr. Darlehn nebst 5 % Zinsen, eingetragen für die beiden minorennen Gottliceb Heinrich Alexander und Ottilie Bertha, Geschwister Heilmann, zu Breslau. Breslau, den 31. Mai 1883. Königliches Amtsgericht. Weil. 8
29855 [262511 Bekanntmachung.
Durch Ausschlußurtheil des Königlichen Amts⸗ gerichts hierselbst vom 6. Juni 1883 sind
I. nachstehenden Personen:
1) der verwittweten Maler Roß, Charlotte Henriette Sofie, geb. Metscher, zu Neu⸗ Ruppin,
2) dem Bäckermeister Zeitner zu Frankfurt a./Oder,
3) dem Photographen Hermann Pfeiler zu Frank⸗ furt a./Oder, der verehelichten Glashändler Musik, Bertha Luise, geborenen Zeitner, zu Frankfurt a./Oder, dem Mechaniker Carl Otto Zeitner zu Frank⸗ furt a./ Oder, dem Hospitalhausvater Joachim Metscher zu Wusterhausen a /Dosse, der verwittweten Schneider Gliese, Eleonore Sofie Wilhelmine, geborenen Metscher, zu Wuͤsterhausen a./ Dosse,
ihre Rechte auf die Hypothekenpost von 100 Thlr. = 300 ℳ Kaufgelderrest, eingetragen für die verwitt⸗ wete Gelbgießermeister Metscher, Eleonore Sofie Wilhelmine, geborene Boettcher, in Abtheilung III. Nr. 1 und 5 des Grundbuchs des dem Ackerbürger Carl Höffling und dessen Ehefrau Auguste, geborenen Gericke, gehörigen, im Grundbuche von Wusterhausen a./ Dosse Band II. Nr. 412 (früher Nr. 4) Seite 12 verzeichneten Grundstücks aus dem am 25. November 1816 publizirten Adjudikationsbescheide, vorbehalten;
II. die übrigen Rechtsnachfolger der vorgedachten Hypothekengläubigerin Metscher, geb. Böttcher, mit ihren Ansprüchen auf die bezeichnete Hypothekenpost ausgeschlossen.
Wusterhausen a./D., den 6. 2
Königliches Amtsgericht.
Christian
[26252]
Auf den Antrag des Abbaubesitzers Eduard Goldau zu Abbau Seeburg, vertreten durch den Rechtsanwalt Eichholz in Heilsberg, erkennt das Königl. Amts⸗ gericht zu Seeburg durch den Amtsrichter Wollmar für Recht: die Hypothekenurkunde über 1000 Thlr., eingetragen aus der Schuldurkunde vom 22. Juli 1861 für den Chausseegelderheber Leo Wittke in Lautern, später umgeschrieben für den Kaufmann Heinrich Liebmann in Seeburg in Abth. III. Nr. 2 resp. Nr. 7 der Grundbücher von Seeburg halbe Hufen Nr. 31, 32, 99, 100 und Seeburg halbe Hufe Nr. 60, welche jetzt den Abbaubesitzer Eduard Goldau⸗ schen Eheleuten in Seeburg gehören, gebildet aus der Schuldurkunde vom 22. Juli 1861, dem Hypo⸗ thekenbuchsauszuge vom 24. März 1862 und der Cession vom 17. Februar 1862, wird für kraftlos erklärt und werden die Kosten dem Antragsteller zur Last gelegt.
V R W.
Seeburg, den 30. Mai 1883. Königliches Amtsgericht.
9982] Von den Angehörigen nachbenannter Personen, welche verschollen und aller Wahrscheinlichkeit nach nicht mehr am Leben sind, ist auf Edikralladung behufs Todeserklärung angetragen. Diesem Antrage stattgebend wird hiemit Termin auf
Mittwoch, den 28. Dezember 1883, vor hiesigem Amtsgerichte angesetzt, in welchem die nachbenannten Verschollenen, als:
1) Schiffskapitän Johann Hinrich Giese zu Els⸗ fleth, Sohn des Heuermanns Johann Fried⸗ rich Giese zu Weserdeich und geboren am 23. Juli 1837;
Schiffskoch Diedrich Johann Andreas Löhlein zu Oberstwarfleth, Sohn des Köters Johann Andreas Löhlein daserbst und geboren am 7. Dezember 1845; Schiffszimmermann Heinrich Meyer zu Ganspe, Sohn des weil. Köters und Schneidermeisters Heinrich Meyer daselbst und geboren am 13. Dezember 1854, welche drei Personen in ihrer angegebenen Eigen⸗ schaft gemeinschaftlich auf dem Elsflether Schiffe „Artillerist“ sich befanden das Schiff segelte Ende Januar 1880 von Galveston (Texas), ist aber an seinem Bestimmungsorte Bremerhaven nicht ange⸗
kommen, vielmehr ist seit der Zeit keinerlei Nach⸗ richt von Schiff und Mannschaft hier eingelaufen und ist danach bestimmt anzunehmen, daß das Schiff auf der Reise verunglückt und die Mannschaft dabei ums Leben gekommen ist.
4) Schiffszimmermann Bernhard Hinrich Diedrich Schröder zu Elsfleth, Sohn des weil. Heuer⸗ manns Casper Bernhard Schröder das., ge⸗ boren am 13. Januar 1846;
derselbe fuhr mit dem Elsflether Barkschiffe „Lina“, Kapitän Schweichel, welches Schiff am 8. Januar 1882 bei Cap St. Antoni (Valp araiso), wie Augen⸗ zeugen bekundet, auf Klippen zers chellt und, da wegen heftig bewegter See Hülfe nicht gebracht werden konnte, die Mannschaft dabei ertrunken ist;
I. entweder selbst zu erscheinen oder durch gehörig legitimirte Bevollmächtigte sich zu melden haben, unter der Verwarnung, daß sie widrigenfalls für todt erklärt werden und ihr Vermögen den in Folge ihres Todes dazu am nächsten Berechtigten ver⸗ abfolgt, auch der Ehefrau Giese die Rechte einer Wittwe beigelegt werden sollen;
II. die Erben der vorgenannten verschollenen Per⸗ sonen und alle etwa sonst zur Nachfolge in deren Vermögen Berufenen, unter dem Verwarnen, daß, soweit nicht ein von dem Verschollenen hinterlassener letzter Wille ein Anderes verfügt:
a. wenn sich Niemand meldet und als berech⸗ tigt legitimirt, das Vermögen des Verscholle⸗
nen für erbloses Gut erklärt, im entgegen⸗ gesetzten Falle aber den sich als berechtigt Legitimirenden eingehändigt werden soll, und der nach dem Ausschlusse sich meldende und legitimirende Berechtigte alle nach dem Aus⸗ schlusse bis zur Anmeldung in Betreff des Vermögens des Verschollenen getroffenen Verfügungen anerkennen muß und keine Rechnungsablage fordern kann, sondern sein Anspruch sich auf die Bereicherung Derjeni⸗ gen, welchen das Vermögen eingehändigt ist, unter Agsschluß der erhobenen Nutzungen be⸗ schränken soll,
ihre Ansprüche gehörig anzumelden haben.
Zugleich werden Alle, welche von dem Leben oder Tode der vorgenannten Verschollenen Nachrichten besitzen, ersucht, davon dem unterzeichneten Gericht Mittheilung zu machen.
Der Ausschlußbescheid und die Todeserklärung er⸗
folgt
am 31. Dezember 1883. und wird nur in den Oldenburgischen Anzeigen öffentlicht.
Elsfleth, den 24. Februar 1883.
Großherzoglich Oldenburgisches Amtsgericht Hemken. [26244] — Aktenzeichen F. 3/83 —
Durch heute verkündetes Ausschlußurtheil des Königlichen Amtsgerichts, Abth. I. zu Hameln ist die von dem Schmiedemeister August Asche zu Hameln ausgestellte Urkunde vom 14. September 1880, laut welcher derselbe bezüglich des von seiner verstorbenen Ehefrau Auguste, geb. Ebeling, ihm in die Ehe eingebrachten Brautschatzes von 3000 ℳ seinen fünf Kindern eine Hypothek an den an hiesiger Neumarktstraße sub Nr. 9 — alte Nummer 337 — belegenen Wohnhause nebst Zubehör bestellt hat, welche an demselben Tage in das Hypothekenbuch der Stadt Hameln Tom. II. Fol. 257 — jetzt Grundbuch von Hameln Band 16 Blatt Nr. 1156, dritte Abtheilung sub A., lauf. Nr. 2 — einge⸗ tragen ist, in Gemäßheit Aufgebots vom 5. März d. J. für kraftlos erklärt.
Hameln, den 11. Juni 1883.
Zur Beglaubigung: Ehrichs, Gerichtsschreiber Kgl. Amtsgerichts I. Hameln.
[26249] Im Namen des Königs!
In Sachen betreffend das Aufgebot der in der Zwangsversteigerung Lachenicht K. 8 — 82 bei der Kaufgeldervertheilung vom 10. Januar 1883 gebildeten, in der nachfolgenden Urtheilsformel be⸗ zeichneten Spezialmassen
erkennt das Königliche Amtsgericht zu Brakel durch den Gerichts⸗Assessor Schmitz
für Recht:
Alle unbekannten Betheiligten werden mit ihren Ansprüchen und Rechten auf die nachfolgenden in der Zwangsversteigerung Lachenicht K. 8 — 82 bei der Kaufgeldervertheilung vom 10. Januar 1883 ge⸗ bildeten Spezialmassen 1) von 375 ℳ für den Joseph Weskamp zu
Driburg, und zwar einhundert Thaler rück⸗ ständige Kaufgelder und fünfundzwanzig Thaler Kaution, eingetragen Band 4 Blatt 18 des Grundbuchs von Driburg Abtheilung III. Nr. 2 und 3 aus der Urkunde vom 24. Oktober 1809 auf dem mitverhafteten Grundstück Flur 8. Nr. 295, von 15 ℳ resp. 5 Thaler für Franz Bönning⸗ hausen zu Driburg,
von 15 ℳ resp. 5 Thaler für Catharina Bönninghausen zu Driburg,
von 15 ℳ resp. 5 Thaler für Theresia Bönninghausen zu Driburg,
als Abdikate aus der Urkunde vom 1. Februar 1836 eingetragen Band 4 Blatt 18 des Grund⸗ buchs von Driburg Abtheilung III. Nr. 4, 5 und 6 in gleicher Priorität auf den mit⸗ subhastirten Grundstücken Flur 8 Nr. 295, Flur 10 Nr. 103 und Nr. 325/105, von 191 ℳ 70 ₰ oder 63 Thaler 27 Sgr. Abdikat für die Minorennen Johann Bönning⸗ hausen aus der Urkunde vom 11. April 1842 eingetragen auf den mitsubhastirten Grundstücken
8 Nr. 295, Flur 10 Ne. 103 und Rr. 325/105, Flur 3 Nr. 315, ausgeschlossen.
Die Kosten des Aufgebotsverfahrens sind aus den
Spezialmassen zu entnehmen. Von Rechts [26262] Amtliche Bekauntmachung.
Wir bringen hiermit zur Kenntniß, daß der zur Vertretung bei dem Gr. Landgerichte der Provinz Rheinhessen und dem Gr. Oberlandesgerichte zuge⸗ lassene Rechtsanwalt Herr Dr. Ludvig Anton Lippert in Mainz am 22. Mai I. T. dahier ver⸗ storben ist.
Mainz, den 12. Juni 1883.
b Der Präsident Gr. Landgerichts ber 1 eveiss Rbeinhessen. ull.
Verkäufe, Verpachtungen, Submissionen ꝛc. [26220] Bekanntmachung.
Für den öffentlichen Verding:
1) der Erd⸗ und Baggerarbeiten,
2) der Lieferung der Packwerksmaterialien
3) der Lieferung von Kalksteinmaterialien,
4) der Zimmerarbeiten und Holzlieferungen zu der Kanalisirung der Unterspree von der Char⸗ lottenburger Schloßbrücke bis zur Spreemündung habe ich einen Submissionstermin auf
Sonnabend, 30. Juni d. J, und zwar:
zu 1) auf 10 ½ Uhr Vormittags,
zu 2) auf 11 ½ Uhr Vormittags,
zu 3) auf 12 Uhr Mittags,
zu 4) auf 12 ½ Uhr Nachmittags, in dem Centralbureau für die Kanalisirung der Unterspree in Charlottenburg, Tegeler Weg Nr. 5, anberaumt.
Die Erössnung der bis zum Termin versiegelt und portofrei an mich unter der oben angegebenen Adresse des Centralbaubureaus für die Kanalisirung der Unterspree einzureichenden Anerbieten mit der Auf⸗ schrift: Angebot
zu 1) Erd⸗ und Baggerarbeiten für die Kanali⸗ sirung der Unterspree,
zu 2) Packwerksmaterialen für die Kanalisirung der Unterspree,
Wegen.
—,—.-—
zu 3) Kalksteinmaterialien für die Kanalisirung der Unterspree, zu 4) — und Holzlieferung für die
1 analisirung der Unterspree, geschieht zu vorangegebener Zeit in Gegenwart der etwa erschienenen Submittenten. Für die Er⸗ theilung des Zuschlages bleibt die Auswahl unter den drei Mindestfordernden vorbehalten.
Die Bedingungen liegen sowohl im Central⸗ Bureau für die Kanalisirung der Unterspree als auch in meinem Bureau in Thiergartenschleuse bei Oranienburg zur Einsicht aus, auch können dieselben nebst Angebotsformular in Abschrift aus beiden Bureaus gegen Erstattung der Schreibgebühren be⸗ zogen werden. Zu den Bedingungen für die Erd⸗ und Baggerarbeiten werden 7 Blatt Situations⸗ pläne mitgegeben und sind die Kosten für diese Pläne und die zugehörigen Bedingungen mit 20 ℳ bei dem Antrag auf Ueberweisung einzusenden.
Thiergartenschleuse b. ODranienbucg, den 4. Juni
1883. Der Wasserbauinspektor. Mohr.
[2621909) Eisenbahn⸗Direktionsbezirk Berlin. Die Ausführung der Erd⸗, Maurer⸗ und Stein metz⸗Arbeiten inkl. Lieferung von Kalk, der Zimmer⸗, Staaker⸗, Klempner⸗, Tischler⸗, Schlosser⸗ Glaser⸗, Anstreicher⸗ und Ofensetzer⸗Arbeiten inkl. Material lieferungen soll im Wege der öffentlichen Submission
verdungen werden.
Termin hierzu ist auf Montag, den 25. Juni er., Mittags 12 Uhr, im Bureau des unterzeich⸗ neten Betriebsamtes anberaumt, bis zu welchem Tage die Offerten versiegelt und frankirt mit der Aufschrift:
„Offerte auf Ausführung der Arbeiten zum Gütterschuppen auf Bahnhof Maltsch“
per Adresse des Königlichen Eisenbahn⸗Betriebsamtes Breslau⸗Sommerfeld eingereicht werden müssen. Die Submissionsbedingungen und Zeichnungen liegen im vorbezeichneten Bureau zur Einsicht aus und können Abschriften bezw. Kopien derselben sowie vorschriftsmäßige Offerten⸗Formulare gegen Erstat⸗ tung der Kosten von 4 ℳ von dem Bureauvorsteher Herrn Volke in Empfang genommen werden.
Breslau, den 7. Juni 1883.
Königliches Eisenbahn⸗Betriebsamt
Breslau⸗Sommerfeld.
† 8 4 1
Verloosung, Amortisation, Zinszahlung u. s. w. von öffentlichen Papieren.
[26254]
Deutsche Hypothekenbank (Act.⸗Ges.) Berlin. Die am 1. Juli a. c. fälligen Coupons der 4⸗ und 5prozentigen Hypothekenbriefe werden schon vom 15. Juni a. c. ab an unserer Casse, Hegelplatz 2, eingelöst. Berlin, im Juni 1883. Die Direktion.
[26379050 8 Lübeckische Staats⸗Anleihe von 1850.
Die auf dem 1. Juli 1883 ausgeloosten Obli⸗ gationen dieser Anleihe: Eitt. . Nr. 252 96 415 696 787 918 9881030 192 246 520 533 748 850 102272 1069 1110 1145 1705 1732 1792 1900 1914 2119 2130 2940 26 285 31 43 58 105 198 352 540 556 604 746 933 1267 1561 1852 1856 1941 2245 2268 2636 2665 2868 3031 3082 I 68 200 278 583 613 756 758 833 950 1047 1415 JTJZ TW55“ sowie die zu gleicher Zeit fälligen halbjährigen Zinsconpons Nr. 67 werden an den Werktagen vom 1. bis 15. Juli 1883 eingelöst: in Berlin durch Herren Gebrüder Schickler und durch Herren Mendelssohn & Cy in Hamburg durch Herren Haller Söhle & Co., in Lübeck an der Stadtkasse, (an der letzteren von 9 bis 12 Uhr Vormittags. Die bei den genannten Bankhäusern in Berlin und Hamburg bis zum 15. Juli 1883 nicht er⸗ hobenen Beträge werden später nur in
à 1000 Thlr.
Lübeck bezahlt.
Den Coyupons ist ein nach Terminen, Littera und Nummern geordnetes, die Stückzahl und den Betrag enthaltendes und unterschriebenes Verzeichniß beizu⸗ fügen.
Die ausgeloosten Obligationen werden über BIEEE hinaus nicht weiter ver⸗ zinst.
Es sind noch nicht abgefordert:
von der 50 sten Ausloosung, fällig im Juli 1880: “; à 200 Thlr. Z1““ ö von der 51 sten Ausloosung, fällig im Januar 1881:
Mitt . à 1000 Thlr
v111111“] von der 52 sten Ausloosung, fällig im Juli 1881: bittrt.. 1 „ D. Nr. 60 574 743 789 LEC11 von der 53sten Ausloosung, fällig im Januar 1882: Uitt 11114““ D616111“ von der 54sten Ausloosung, fällig im Juli 1882: Litt. C. Nr. 1632 2465 2922 à 200 Thlr. „ D. Nr. 802 ö((”-— von der 55 sten Ausloosung, fällig im Januar 1883: Litt. B. Nr. 605 1734 2638 à 500 Thlr. „ C. Nr. 649 1844 2540 à 200 ““
Die Ausloofung von ferneren 24400 Thlr. dieser Anleihe, zur Auszahlung im Januar 1884, wird am 2. Juli 1883, Mittags 12 Uhr, im hiesigen Rath⸗ hause stattfinden.
Lübeck, den 9. Juni 1883. inanz⸗Departement.
2* 9
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Das 25