1883 / 141 p. 7 (Deutscher Reichsanzeiger, Tue, 19 Jun 1883 18:00:01 GMT) scan diff

. 4 8 Bekanntmachung, [26932] Zufolge Verfügung vom 13. Juni 1883 ist an demselben Tage in das hier geführte Firmenregister bei Nr. 47 eingetragen, daß die Firma H. Schilling (Inhaber Kaufmann, Buch⸗ und Papierhändler Herrmann Schilling in Pr. Stargard, Oct der Niederlassung Pr. Stargard) auf den Buchhindler Edgar Schultz in Pr. Stargard übergegangen ist und sub Nr. 258, daß der Buchhändler Edgar Schultz zu Pr. Stargard unter der Firma: H. Schillings Buchhandlung 1 (E. Schultz) cin Handelsgeschäft in Pr. Stargard betreibt. Pr. Stargard, den 13. Juni 1883. Königliches Amtsgericht, III a.

[26933] Rastatt. Nr. 10 191. Ins Firmenregister O. Z. 170 wurde heute eingetragen: Firma Johann Speck in Durmersheim, In⸗ haber Kaufmann Johann Speck in Durmersheim, Inhaber einer Waldsamenproduktenhandlung. Der⸗ selbe ist verehelicht mit Christine Bian von Steb⸗ bach. Laut Eherertrag vom 21. Mai 1883 wirft jeder Theil 50 in die Gemeinschaft, während alles übrige Vermögen davon ausgeschlossen bleibt.

Rastatt, den 14. Juni 1883. Großh. Amtsgericht

Farenschon.

Rybnik. Berkanntmachung. [26934]

In unser Genossenschaftsregister ist heute zufolge Verfügung vom heutigen Tage folgende Eintragung erfolgt:

1) Laufende Nummer: Nr. 8.

2) Firma der Gesellschaft:

Consum⸗ und Sparkassen Verein zu Pschow, eingetragene Genossenschaft.

3) Sitz der Gesellschaft:

Pschow. 4) Rechtsverhältnisse der Gesellschaft:

Gegenstand des Unternehmens ist der Einkauf von Lebensbedürfnissen aller Art und Vertheilung der⸗ selben an die Mitglieder; die Unterbringung der Ersparnisse der Mitglieder in diesem Verein oder bei anderen Genossenschaften; der Verkauf von Waaren auch an Nichtmitglieder zu gleichen Preisen.

Die zeitigen Vorstandsmitglieder sind:

Kaufmann Christian Bardy, Direktor,

.Stellenbesitzer Carl Kampik, Kontroleur,

„Bauer Simon Maier, Kassirer,

sämmtlich zu Pschow. Vorstand zeichnet für die Gesellschaft in der Weise, daß die Zeichnenden unter die Gesellschafts⸗ firma ihre Namen setzen. Eine solche Zeichnung hat für die Gesellschaft rechtliche Wirkung erst dann, wenn mindestens zwei Mitglieder des Vorstandes unterschrieben haben. Die von der Genossenschaft ausgehenden Bekanntmachungen erfolgen durch das Rvybnik'er Kreisblatt unter der Firma des Vereins und unter Zeichnung von mindestens zwei Vorstands⸗ mitgliedern. Jede Generalversammlung wird durch einmalige Einrückung im Rybnik'er Kreisblatt, sowie durch Aushang in den Verkaufslokalen vom Vorstand oder Ausschuß berufen. Der Gesellschaftsvertrag ist den 15. Mai 1883 geschlossen worden. Rybnik, den 9. Juni 1883.

Königliches Amtsgericht. Abtheilung V. [26935] Salzuflen. Die unter Nr. 29 des Firmenregisters eingetragene Firma Paul Krecke ist auf Antrag des Inhabers Handelsmanns Heinrich Ueckermann in Salzuflen und zufolge heute verkündeter Ver⸗ fügung vom 30. v. M. gelöscht.

Salzuflen, den 8. Juni 1883. 8 Fürstliches Amtsgericht. I. Bröffel.

Sensburg. Bekanntmachung. [26937] In unser Handelsregister ist heute zufolge Ver⸗ fügung vom heutigen Tage eingetragen: Nr. 134 die Firma: Rebekka Herz. Inhaberin der Firma: Frau Rebekka Herz, geborene Loewenstein in Nikolaiken. Ort der Niederlassung: Nikolaiken. Sensburg, den 14. Juni 1883. Königliches Amtsgericht. I. Sensburg. Bekanntmachung. [26936] In unser Prokurenregister ist zufolge Verfügung vom 14. Juni 1883 als Prokurist der in Niko⸗ laiken bestehenden, in unserem Handelsregister sub Nr. 134 unter der Firma Rebekka Herz eingetra⸗ genen und der Frau Rebekka Herz, gebor. Loewen⸗ stein, zu Nikolaiken zugehörigen Handelsnieder⸗ lassung der Kaufmann Jacob Herz zu Nilolaiken unter Nr. 5 heute eingetragen. Sensburg, den 14. Juni 1883. Königliches Amtsgericht. I. Sprottan. Bekanntmachung. [26941] Im hiesigen Gesellschaftsregister ist sub Nr. 28 bei der Firma Meyerotto und Comp. zufolge Verfügung vom 13. dieses Monats in Colonne 4 Folgendes eingetragen worden: „Der Gesellschafter Gustav Adolf Schmitt in Neusalz a./O. ist durch den Tod ausgeschieden, dafür der Kaufmann Woldemar Schmitt zu Neusalz a /O. am 26. Mai 1883 als Gesell⸗ schafter eingetreten.“ Sprottau, 14. Juni 1883. Königliches Amtsgericht.

Sprottau. Bekanntmachung. [26942] Die dem Kaufmann Carl Woldemar Schmitt in Neusalz a./O. von der Handelsgesellschaft Meyerotto u. Comp. in Neusalz a./O. ertheilte Prokura ist erloschen.

Dies ist zufolge Verfügung vom 13. Juni cr. in unser Prokurenregister zur laufenden Nr. 15 heute vermerkt worden.

Sprottau, 14. Ini 1883.

Königliches Amtsgericht.

Ziegenhain. in Merzhausen“ erloschen.

Ziegenhain. in Frielendorf Nr. 64 Firmenregisters ist erloschen.

. P. Berlowitz bestehende Fene —B unter Nr. 66 des (GKesell⸗ schaftsregisters zufolge Verfügung vom 12. Juni 1883 am 13. Juni 1883 eingetragen. 8 Stallupoenen, den 13. Juni 1883. Königliches Amtsgericht. Stallupoenen. Bekanntmachuvg. 26939] In unser Gesellschaftsregister ist heute eingetragen worden: Col. 1. Nr. 66. Col. 2. S. P. Berlawitz. Col. 3. Eydtkuhnen. Col. 4. Die Gesellschafter sind: 1) der Kaufmann Levin Berlawitz zu Eydt⸗ kuhnen, 2) der Kaufmann Isidor Berlawitz daselbst. Die Gesellschaft hat am 3. Juni 1883 begonnen. Eingetragen zufolge Verfügung vom 12. Juni 1883 am 13 Juni 1883. Stallupoenen, den 13. Juni 1883. Königliches Amtsgericht.

126944] Stettin. Gesellschaftsregister ist heute unter Nr. 57 ei der Firma Gutschmidt & Schubbert Folgendes eingetragen: 1 Liquidation ist beendet und die loschen. Stettin, den 26. April 1883. Königliches Amtsgericht.

Firma er⸗

Strasburg. Bekanntmachung. [26943 In das Gesellschaftsregister ist unter Nr. 14 „Firma der Gesellschaft“: „Isidor J. Ascher in Lautenburg“ in Spalte 4 „Rechtsverhältnisse de Gesellschaft“ folgende Eintragung bewirkt worden: Die Rosa Ascher in Lautenburg ist aus der Gesellschaft ausgeschieden. Eingetragen zufolge Verfügung von heute. Strasburg, den 14. Juni 1883. Königliches Amtsgericht. Unna. Handelsregister 26945] des Königlichen Amtsgerichts zu Unna. Unter Nr. 32 des Gesellschaftsregisters ist bei der Firma A. Josephson & Haubold hierselbst fol⸗ gende Eintragung bewirkt: Die Firma ist erloschen; eingetragen zufolge Verfügung vom 13. Juni am 14. Juni 1883.

[26948] Waldenburs. Bekanntmachung. In unserem Gesellschaftsregister ist heut unter Nr. 158 die Handelsgesellschaft: Jordan & Stock zu Hamburg mit einer ““ in Friedland, Kreis Walden⸗ durg, unter dem Beifügen eingetragen worden: 1) daß dieselbe am 2. Februar 1880 begonnen, 2) daß die Gesellschafter, die Kaufleute Carl Julius Adolf Jordan und Carl Valentin Joseph Stock zu Hamburg sind. Waldenburg, den 23. Mai 1883. Königliches Amtsgericht.

[26947]

Waldenburg. Bekanntmachung.

Zufolge Verfügung vom 25. Mai 1883 ist heute

a. in unserem Gesellschaftsregister die Auflösung der unter Nr. 140 eingetragenen Handelsgesell⸗ schaft L. Neustaedt & Comp. zu Gottesberg durch das Ausscheiden des Gesellschafters Leo⸗ pold Neustaedt jun. vermerkt worden;

Hin unserem Firmenregister unter Nr. 580 die Firma „L. Neustaedt & Comp. zu Gottes⸗ berg“ und als deren Inhaberin die verehelichte Frau Kaufmann Hedwig Friede, geb. ner, zu Gottesberg, neu eingetragen, owie

.ʒin unserem Prokurenregister unter Nr. 92 die Prokura des Kaufmanns Otto Friede zu Gottesberg für die Handelsgesellschaft L. Neustaedt & Comp. zu Gottesberg ver⸗ merkt und

in unserem Prokurenragister unter Nr. 115 die Prokura des Kaufmanns Otro Friede zu Gottesberg für die Firma L. Neustaedt & Comp. zu Gottesberg Nr. 580 des Firmenregisters neu eingetragen worden.

Waldenburg, den 26. Mai 1883.

1 [26946] Wiesbaden. In das Prokurenregister ist heute sub Nr. 126 eingetragen worden, daß die dem Adolf Schmitt⸗Manderbach zu Biebrich für die Kommandit⸗ gesellschaft Linn & Co. zu Biebrich ertheilte Pro⸗ kura erloschen ist. Wiesbaden, den 13. Juni 1883. Königliches Amtsgericht. Ahtheilung VIII.

Zeitz. Zufolge Verfügung vom heutigen Tage ist in unserm Firmenregister bei der unter Nr. 423 ein⸗ getragenen Firma: 1 Eugen Strien Verlag in Colonne 3 der Vermerk: „Die Firma ist erloschen“ eingetragen worden. Zeitz, den 12. Juni 1883. Königliches Amtsgericht. IV.

1 [26950] Die Firma Liebmann Spier Nr. 40 Firmenregisters ist

Ziegenhain, am 11. Juni 1883. Kgböhnigliches Amtsgericht.

[26951] Die Firma Benediect Gutkind

[26847]

des Zimmermeisters Paul Riedel zu Görlitz

stehenden offenen Handels gesellschaft in Liquidation, vertreten durch ihren Liquidator August Heinrich Kaufmann zu Bonn, Gesellschafter: Ferdinand und August Heinrich, Beide Kaufleute, zu Bonn wohnend, ist in Folge eines Antrages verschiedener Gläubiger, behufs Entscheidung über die Fortsetzung der Fabrikation in der Fabrik der vorgenannten Handelsgesellschaft, Termin auf Freitag, den 6. Juli 1883, Vormittags 9 Uhr, vor dem hiesigen Königl. Amtsgerichte, Abth. III., Wilhelmstraße 11, Zimmer Nr. 13, anberaumt. Bonn, den 15. Juni 1883. C. Keller, Gerichtsschreiber des Königl. Amtsgerichts.

[26845] Konkurseröffnung.

Ueber das Vermögen des Handelsmannes Ernst Ferdinand Kühne zu Chemnitz ist am heutigen Tage, Vormittags 212 Uhr, Konkurs eröffnet.

5ö.S Irmscher zu Chemnitz Konkursver⸗ walter.

Anmeldefrist bis zum 10. Juli 1883.

Vorläufige Gläubigerversammlung den 4. Juli 1883, Vormittags 10 Uhr.

Prüfung der angemeldeten Forderungen 4. August 1883, Vormittags 10 Uhr.

Offener Arrest mit Anzeigefrist bis zum 14. Juli

1883. en 14. Juni 1883. Der Gerichtsschreiber des Königlichen Amtsgerichts daselbst. Pötzsch.

den

[26846) Konkurseröffnung.

Ueber das Vermögen der Handelsmannes Gottlieb Trangott Koch zu Chemnitz ist am heutigen Tage, Nachmittags 11 Uhr, Konkurs eröffnet.

Rechtsanwalt Löser zu Chemnitz Konkursverwalter.

Anmeldefrist bis zum 10. Juli 1883.

Vorläufige Gläubigerversammlung den 4. Inli 1883, Vormittags 11 Uhr.

Prüfung der angemeldeten Forderungen den LR 3, “X“ 10 Uhr. Offener Arrest mit Anzeigefrist bis zum 14. i 1889 gef 3 4. Juli Chemnitz, den 14. Juni 1883

Der Gerichtsschreiber des Königlichen Amrsgerichts daselbst. [26849] Ueber das Vermögen des Fabrikanten Ca Friedrich Dietz zu Crimmitschau, alleinigen 18 habers der Firma Carl Fr. Dietz daselbst, ist am 16. Juni 1883, Vormittags ½10 Uhr, Kon⸗ kurs eröffnet worden. Konkursverwalter ist Rechts⸗ Cn 1 zu ETö Offener Arrest mit Anzeigefrist bis 7. ZJuli 1883 einschließr. Anmeldungsfrist bis 12. Junj 1883 einschließl. Erste Gläubigerversammlung den 88 Juli Ze n n85 9 Uhr, und Prü⸗ ungstermin: den 31. Juli 1883, V. 58 9 Uhr, Verbandlungsfagl. ht Crimmitschau, 16. Juni 1883. Königliches Amtsgericht. Dr. Fahnert.

Zur Beglaubigung: A. Rabe, Gerichtsschreiber.

[26962] Ueber das Vermögen der unter der Firma „Kaminsky & Müller“ in Dresden bestehenden Handelsgesellschaft (Annenstraße 23) wird heute, am 15. Juni 1883, Vormittags 1 ½ Uhr, das Konkursverfahren eröffnet. Verwalter: Herr Rechtsanwalt Blüher den, Waisenhausstraße 19, I1. Offener Arrest mit Anzeigefrist, sowie frist bis zum 10. Inli 1883. Erste Gläubigerversammlung, ingleichen allgemeiner Prüfungstermin den 18. Juli 1883, Vormittags 110 Uhr, Landhausstraße 12, I., Zimmer 2. Dresden, am 15. Juni 1883.

Königliches Amtsgericht. Bekannt gemacht durch: Hahner, Gerichtsschreiber.

[26853] Ueber das Vermögen des Kaufmanns Gustav Julius Tittel in Eibenstock is am 14. Juni 1883, Nachmittags 6 Uhr, auf Antrag des Ge⸗ meinschuldners Konkurs eröffnet worden. Verwalter: Rechtsanwalt Conrad Landrock in Eibenstock. Offe⸗ ner Arrest mit Anzeigefrist bis zum 24. Juli 1883 einschließlich. Anmeldefrist bis zum 14. Juli 1883 einschließlich. Erste Gläubiger⸗ versammlung 17. Juli 1883, Vormittags 10 Uhr. Allgemeiner Prüfungstermin 11. August 1883, Vormittags 10 Uhr. Eibenstock, den 15. Juni 1883. Königlich Sächs. Amtsgericht . Peschke. 3

in Dres⸗

Anmelde⸗

( ) 8H [269611 Konkursverfahren. Ueber das Vermögen des Hotelbesitzers und Weinhändlers Albert Karl Wilhelm Falcke hier, alleinigen Inhabers der Firma A. Falcke hier, ist heute vom Fürstl. Amtsgericht Gera das Konkursverfahren eröffnet worden. Konkurs⸗ verwalter: Rechtsanwalt Dr. Schmidt hier. An⸗ meldefrist für Forderungen: bis 1. September 1883. Erste Gläubigerversammlung: 2. Juli 1883, Vor⸗ mittags 11 Uhr. Allgemeiner Prüfungstermin: 20. September 1883, Vormittags 10 Uhr. Offener Arrest mit Anzeigefrist: bis 2. Juli 1883. Gera, den 15. Juni 1883. Zur Beglaubigung: Der Gerichtsschreiber des Fürstl. Amtsgerichts: Wendler, Ass.

Konkursverfahren.

In dem Konkursverfahren über das Vermögen

Stallupoenen. Befanntmachung. 26938] In unser Firmenregister ist heute zu Nr. 55 der Firma S. P. Berlowitz zu Eydtkuhnen folgender Vermerk Col. 6 eingetragen worden: Die Firma ist durch Verrrag auf die Kaufleute Levin Berlowitz und Isidor Berlowitz zu Eydt⸗ kuhnen übergegangen und die nunmehr unter der

Ziegenhain, den 11. Juni 1883. Königliches Amtsgericht.

Konkurse. [268592 Konkursverfahren.

In dem Konkursverfahren über das Vermögen

ist in Folge eines von dem Gemeinschuldner ge⸗

machten Vorschlags zu einem Zwangsvergleiche Ver⸗ gleichstermin auf

den 20. Juli 1883, Vormittags 9 Uhr, vor dem Königlichen Amtsgerichte hierselbst, Gerichts⸗ gebäude, Postplatz 18, Zimmer Nr. 59, anberaumt. Görlitz, den 12. Juni 1883.

1269633 Konkursverfahren.

In dem Konkursverfahren über das Vermögen des Mühlenbesitzers Ernst Lindner zu Mittel⸗ mühle bei Bomsdorf ist zur Prüfung der nach⸗ träglich angemeldeten Forderungen Termin auf

den 9. Juli 1883, Vormittags 10 ½ Uhr, vor dem Königlichen Amtsgerichte hierselbst, Zim mer Nr. 9, anberaumt.

Guben, den 11. Juni 1883.

Königliches Amtsgericht. I. Abtheilung.

[268511 Konkursverfahren.

In dem Konkursverfahren über das Vermögen des Kaufmanns Gustav Preuß in Jodlauken ist zur Prüfung der nachträglich angemeldeten Forde⸗ rungen Termin auf

den 5. Juli 1883, Vormittags 11 Uhr, vor dem Königlichen Amtsgerichte hierselbst, Zimm Nr. 17, anberaumt. 1 Insterburg, den 14. Fhrn 1883. Vehr, Erster Gerichtsschreiber des Königlichen Amtsgerichts.

2685 d 2 [268500 Konkurs⸗Cröffnung.

Ueber das Vermögen des abwesenden Schlachters und Viehhändlers Peter Bollig aus Lünebur ist auf begründeten Antrag des Gläubigers Schülke zu Lüneburg durch Beschluß des Königlichen Amtsgerichts Lüneburg I. vom 16. Juni 1883, Nachmittags 5 Uhr, das Konkursverfahren er⸗ öffnet.

8 Konkursverwalter Rechtsanwalt Fricke zu Lüne⸗ urg. Offener Arrest mit Anzeigefrist bis zum 13. Juli 1883.

Anmeldefrist bis zum 15. August 1883.

Gläubigerversammlung am 13. Juli 1883, Mittags 12 Uhr.

Allgemeiner Prüfungstermin am 29. August 1883, Vormittags 10 Uhr.

Lüneburg, am 16. Juni 1883.

Der Gerichtsschreiber Königlichen Amtsgerichts I. Hartmann.

[26854] 8 Das Königliche Amtsgericht München Abtheilung A. für Cövilsachen, hat über den Nachlaß der St. Anna⸗Ordens⸗ stiftsdame Johanna Freifräulein von Münster hier, auf Antrag des praktischen Arztes Dr. Jo⸗ hann Schindler hier am 14. Juni 1883, Nachmittags 4 Uhr, den Konkurs eröffnet. Konkursverwalter: Rechtsanwalt Kgl. Advokat Karl Eckert hier. Offener Arrest erlassen, Anzeigefrist auf Grund desselben und Anmeldefrist für die Konkursforderun⸗ gen bis zum 6. Juli 1883 einschließlich fest⸗ gesetzt. Wahltermin zur Beschlußfassung über die Wahl eines anderen Verwalters, Bestellung eines Gläu⸗ bigerausschusses und die in den §§. 120 und 125 der Konkursordnung bezeichneten Fragen in Verbindung mit dem allgemeinen Prüfungstermine ist auf Freitag, den 13. Juli 1883 Vormittags 9 Uhr, Geschäftszimmer Nr. 9/0 anberaumt. München, den 15. Juni 1883. Der geschäftsleitende Kgl. Gerichtsschreiber Hagenauer.

[26855] Das Kgl. Amtsgericht München I

Abtheilung A. für Civilsachen,

lers Michael Mühlberger, Sendlingerstraße 4,

hier auf dessen Antrag am 14. Juni 1883, Nach⸗

mittags 6 Uhr, den Konkurs eröffnet.

Konkursverwalter: Rechtsanwalt Pailler hier.

Offener Arrest erlassen, Anzeigefrist auf Grund

desselben und Anmeldefrist für die Konkursfor⸗

derungen bis zum 7. Juli 1883 einschließlich

estgesetzt. 8 6

söölegkt. min zur Beschlußfassung über die Wahl

eines andern Verwalters, Bestellung eines Gläu⸗

bigerausschusses und die in §§. 120 und 125 der

Konkursordnung bezeichneten Fragen ist auf

Dienstag, den 10. Juli 1883, Vormittags 9 Uhr,

und der allgemeine Prüfungstermin auf

Dienstag, den 17. Juli 1883, Vormittags 9 Uhr,

beide Termine im diesgerichtlichen Geschäftszimmer

Nr. 9/0 anberaumt. G

München, den 15. Juni 1883.

Der geschäftsleitende Königliche Gerichtsschreiber:

Hagenauer.

[268488 Konkursverfahren.

Ueber das Vermögen des Metzgers Salomon Goldschmidt in Altengronau wird heute, am 13. Juni 1883, Nachmittags 4 Uhr, das Kon⸗ kursverfahren eröffnet. 1 Der Handelsmann Salomon Münz das. wird zum Konkursverwalter ernannt.

Konkursforderungen sind bis zum 4. Juli 1883 bei dem Gerichte anzumelden.

Es wird zur Beschlußfassung über die Wahl eines anderen Verwalters, sowie über die Bestellung eines Gläubigerausschusses und eintretenden Falls über die in §. 120 der Konkursordnung bezeichneten Gegenstände, sowie zur Prüfung der angemeldeten Forderungen auf

den 11. Juli 1883, Vormittags 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte Termin anberaumt. Allen Personen, welche eine zur Konkursmasse ge⸗ hörige Sache in Besitz haben oder zur Konkursmasse etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts an den Gemeinschuldner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Verpflichtung auferlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Befrie⸗ digung in Anspruch nehmen, dem Konkursverwalter bis zum 1. Juli 1883 Anzeige zu machen. Königliches Amtsgericht zu Schwarzeufels.

Neebactenbe Riebdel. Berlin: Verlag der Expedition (Kessel.)

der in Bonn unter der Firma J. Heinrich be⸗

Der Gerichtsschreiber des Königlichen Amtsgerichts.

Druck: W. Elsner.

hat über das Vermögen des Weißwaarenhänd⸗

141.

Dritte Beilage Anzeiger und Königlich Preuß

Berlin, Dienstag, den 19. Juni

Der Inhalt dieser Beilage, in welcher auch die im 1 vom 11. Januar 1876, und die im Patentgesetz, vom 25. Mai 1877, vorge

Central⸗Handels⸗Register für

Das Central⸗Handels⸗Register für das Deutsche Reich kann durch alle Post⸗Anstalten, für

Berlin auch durch die Königliche Expedition des Deutschen Reichs⸗ und Königlich Preußischen Staats⸗ Abonnement beträgt 1 Insertionspreis für den Raum eirn

Anzeigers, SW., Wilhelmstraße 32, bezogen werden.

§. 6 des Gesetzes über den Markenschutz, vom 30. November 1874, sowie die in dem Gesetz, be⸗ schriebenen Bekanntmachungen veröffentlicht werden, erscheint auch in einem besonderen Blatt unter dem Titel 8

das Deutsche Reich.

Das Central⸗Handels⸗Register für das Deutsche Reich erscheint in der Regel täglich. Das 50 für das Vierteljahr. ner Druckzeile 30 ₰.

Urheberrecht an Mustern und Modellen

(Nr. 141 A.)

Einzelne Nummern kosten 20

VBom „Central⸗Handels⸗Register für das Deutsche Reich“ werden heut die Nru. 111 A. und 111 B. ausgegeben.

Ein Handwerker, welcher zur Herstellung von Absatzverbindungen für seine Fabrikate Geschäfts⸗ reisen unternommen hat, erlangt dadurch, nach einem Urtheil des Reichsgerichts, I Strafsenats, vom 12. April d. J, noch nicht die Qualität eines zur Führung von Handelsbüchern verpflichteten Kauf⸗ mannes.

18

Mit dem 1. Juli d. J. wird in Luxem burg ein neues Markenschutzgesetzes in Kraft treten. Die Hrn. Wirth u. Co., Patentanwalte in Frankfurt am Main, theilen uns über dasselbe Folgendes mit: Die wesentlichen Bestimmungen dieses Gesetzes sind folgende: Als Marke wird jedes zur Unterscheidung der betreffenden Waaren die⸗ nende Zeichen sowie auch der in unterscheidender Form angebrachte Name einer Person oder Firma ange⸗ sehen. Um Schutz zu genießen, muß die Marke in doppeltem Abdruck mit einem Bildstock derselben bei der Behörde hinterlegt werden. Nur der erste Benutzer der Marke ist zur Anmeldung derselben berechtigt. Der Anmelder erhält ein amtliches Certi⸗ fikat, auch wird die Marke im Memorial“ abgedruckt. Die Marke gilt nur für die angemeldete Waarengattung. Für die Anmeldung ist eine Gebühr von 10 Francs zu entrichten. Der Anmelder kann durch be⸗ stimmte Erklärung auf seine Rechte verzichten. Ausländer, deren Heimathland Reciprocität übt, können Markenschutz erlangen, der aber mit Erlöschen des im Heimathlande erworbenen Markenschutzes ebenfalls erlischt. Die Marke kann nur mit dem Geschäfte selbst übertragen werden und die Ueber⸗ tragung ist unter Hinterlegung einer Gebühr von 1,70 Franc anzumelden. Marken, die im Wider⸗ spruch mit den Bestimmungen dieses Gesetzes ein⸗ getragen sind, werden auf Antrag jedes Betheiligten für nichtig erklärt. Früher eingetragene Mar⸗ ken müssen nach Maßgabe des vorliegenden Gesetzes neu eingetragen werden, sind aber gebührenfrei. Die Marken können auch bei den von der Regierung dazu ermächtigten im Auslande bestehenden luxemburgischen Konsulaten hinterlegt werden. Widerrechtliche Benutzung der Marke wird mit Geld von 26 bis 2000 Fr. besteaft. Art. 505 des Strafgesetzbuchs findet einschlägige Anwendung. Wiederholte widerrechtliche Benutzung innerhalb eines Zeitraumes von 5 Jahren wird mit Gefängniß von 1 Jahr oder Geldstrafe von 4000 Fr. oder nur einer dieser Strafen belegt. Waaren, welche nachgemachte Marken tragen, können, sofern sie Eigenthum des Ver⸗ urtheilten sind, konfiszirt werden; in gleicher Weise die Instrumente ꝛc., welche zur Ausführung des Ver⸗ gehens gedient haben. Vernichtung der nachge⸗ machten Marken kann angeordnet werden Die Verurtheilung wird nach dem Ermessen des Rich⸗ ters öffentlich angeschlagen oder in bestimmten Zei⸗ tungen bekannt gemacht. Strakverfolgung findet nur auf Antrag statt, der zurückgezogen werden kann Civil⸗Rechtsstreitigkeiten werden vor dem als Handelsgericht fungirenden Bezirkegericht ver⸗ handelt. Frühere einschlägige Bestimmungen sind aufgehoben. Der König⸗Großherzog erläßt die Ausführungsbestimmungen. Das Gesetz datirt vom 28. März d. J.

In der „Eisen⸗Zeitung“ finden wir einen inter⸗ essanten Aufsatz über die Fabrikation von Hufnägeln in der Fabrik von Moeller & Schreiber in Eberswalde bei Berlin, dem wir Folgendes entnehmen: 1

In Deutschland giebt es ca. 3,2 Millionen Pferde, von welchen nach einer ungefähren Schätzung etwa 2 2,5 Millionen regelmäßig beschlagen werden. Man kann nun annehmen, daß jedes Pferd pro Arbeitstag einen Nagel verbraucht. Das macht also, 300 Arbeitstage im Jahre ge⸗ rechnet, 6 750 Millionen Nägel im Jahre bezw. pro Tag 2 2,5 Millionen. Wiegen 1000 Hufnägel durchschnittlich 4,5 kg, so ergiebt sich ein Tages⸗ bedarf von 9000 11 000 kg Selbst wenn diese Ziffern etwas hoch gegriffen sein sollten, so kann man sich doch vorstellen, daß ein ähnlich großer Bedarf durch Handarbeit so lange befriedigt werden mußte, bis eine brauchbare Hufnagelschmiedemaschine erfunden war. XX““ .

Auch jetzt, nach Einführung der Maschine, ist zwar die Handarbeit bedeutend eingeschränkt und wird wahrscheinlich mit der Zeit ganz verschwinden, aber noch muß die Maschine gewaltig mit der Handarbeit rechnen, derart, daß der inländische Bedarf an Maschinennägeln z. Z. kaum 10 000 kg = 200 Ctr. pro Tag übersteigen dürfte.

Die Hufnagelfabrik der Firma Moeller u. Schreiber ist am Finowkanal zu Eberswalde gelegen und hat durch ihre Lage unmittelbar am Wasser den Vortheil, sowohl ihr ausschließlich von Schweden importirtes Eisen direkt aus dem Kahn heranschaffen, als auch die fertige Waare auf dem billigen Wesserwege nach Stettin, Danzig, Königeberg und anderen Seestädten verladen zu können. Das für die Herstellung der Hufnägel benutzte Rohmaterial besteht aus ca. 10 Fuß langen Eisenstangen von 6—14 qamm Quer⸗ schnitt. Diese Stangen kommen über Stettin unter Zollverschluß an und werden im Werke selbst von zwei Zollbeamten in Empfang genommen und gewogen und wandern dann sofort in den Zoll⸗ verschluß des Werkes. Zwei Steuerbeamte sind be⸗ ständig dort angestellt und müssen deren Gehälter vom Werke in Höhe von 3000 an die Zollkasse gezahlt werden. Diejenigen fertigen Nägel, welche exportirt werden, werden von den Zollbeamten

kontrolirt und unter Begleitschein der Zollbehörde des Erporthafens überwiesen. Nach Ausgang der⸗ selben aus dem Zollgebiete wird der für das Roh⸗ material sonst fällige Zoll der Firma erlassen. Diese Einrichtung allein ermöglicht eine recht er⸗ folgreiche Konkurrenz auf dem Weltmarkte und ist der Versandt nach Südamerika, den englischen Kolonien und selbst nach England hinein ein recht bedeutender.

Fragen wir uns nun, wie kommt es, daß dieses deutsche Werk prosperirt, während dies von anderen keineswegs immer behauptet werden kann, so er⸗ halten wir die Antwort darauf, wenn wir einen Gang durch die Fabriksäle selbst unternehmen. Zunächst wird als Rohmaterial das allerbeste Holzkohlenstaͤngeneisen verwendet. In drei ca. 400 langen und 40“ breiten Sälen sind mehrere Hun⸗ dert Schmiedemaschinen aufgestellt Jede dieser Schmiedemaschinen nimmt etwa den dreifachen Raum einer Nähmaschine ein und neben jeder einzelnen steht ein Ofen, in welchem die Stangen auf Schweißhitze erwärmt werden. Der für diese zahlreichen Oefen erforderliche Gebläsewind wird durch vier Gebläsemaschinen von bedeutender Di⸗ mension erzeugt. Der Arbeiter nimmt nun immer einen dieser vorn schweißwarmen Stäbe, steckt ihn mit der Spitze in die Maschine, welche ihn sotort von allen vier Seiten mechanisch ausschmiedet; hierbei fallen gegen 20 Hammerschläge von allen vier Seiten zu gleicher Zeit per Sekunde, es wird also genau der Handschmiedeprozeß nachgeahmt. Die fertigen Nägel fallen ununterbrochen in unter der Maschine stehende Kästen. Sie sind in diesem Zustande mit Kopf und Klinge versehen und vorne noch stumpf. Die Stäbe werden aus dem neben⸗ stehenden Ofen fortwährend durch neue, schweiß⸗ warme ersetzt. Sie lassen sich aber nur bis auf eine Länge von ca. 50 cm abarbeiten; dann wird das Ende zu heiß, um von dem Arbeiter noch ferner angefaßt werden zu können. Diese sehr zahlreichen Enden werden gesammelt und in einem besonderen Raum zu Stangen von ungefähr der unsprünglichen Länge wieder zusammengeschweißt und dann aufs Neue benutzt.

Die rohen Nägel kommen nun in eiserne rotirende Trommeln, worin sie bei der Bewegung durch das gegenseitige Aneinanderreiben sehr bald recht hübsch blank werden. Dieser Trommeln sind in einem be⸗ sonderen 150 Fuß langen und 45 Fuß breiten Saale in bedeutender Anzahl aufgestellt.

Die Klingen der Nägel sind aber noch nicht gerade, sie müssen also gerichtet werden. Dieses Richten, sowie das Zwicken wird gleichzeitig auf einer eigenthümlichen Maschine bewirkt. Diese Richt⸗ und Zwickmaschinen haben aber noch einen be⸗ sonderen Zweck. Es werden nämlich hier die Nägel noch einmal, und zwar diesmal kalt ge⸗ hämmert. Dadurch erhalten sie die zum Einschlagen in den Huf durchaus nöthige Steifigkeit. Solche Maschinen sind in entsprechender Anzahl vorhanden wie die Schmiedemaschinen und befinden sich in cinem Saal von 120 Fuß Länge und 100 Fuß Tiefe.

Mit der Fabrik ist eine vollständige Maschinenbau⸗ Anstalt mit Drehbänken, Hobel⸗ und Bohr⸗ maschinen ꝛc. verbunden. Hier werden auch die Maschinen nach Bedarf neu gebaut. Hier sind 70. bis 80 Maschinenbauer beständig beschäftigt und ca. 30 Werkzeugmaschinen in Thätigkeit.

Die Betriebskraft wird von 6 zu je zwei ge⸗ kuppelten Dampfmaschinen von zusammen 1000. Pferdekraft geliefert. Die dazu erforderlichen 8 großen Dampfkessel sind für jedes Maschinenpaar getrennt angelegt. Von den Maschinen, welche sämmtlich nach den bewährten Systemen konstruirt sind, sind je zwei Paar mit Schiebersteuerung und ein Paar mit Ventil⸗ (Präzisionssteuerung) versehen. Die Anlage repräsentirt sich vortrefflich und ermög⸗ licht, etwaige Störungen bei einer Maschine sofort auszugleichen.

Die von der Zwickmaschine kommenden Nägel haben während der Fabrikation etwas Oel aufge⸗ nommen und obgleich nur feinstes Malaga Baumöl verwendet wird, ist es doch zweckmäßig, dieses Oel wieder zu entfernen, um sowohl dem fertigen Nagel ein besseres Aussehen zu geben, als auch der Mög⸗ lichkeit des Verrostens vorzubeugen. Zum Entfetten werden die Nägel abermals und zwar mit Sägemehl zusammen in Trommeln gebracht und dadurch wieder glänzend hell zugerichtet. Die Herstellung des Säge⸗ mehls geschieht auf einer eigens konstruirten Raspel⸗ maschine, die täglich 2 rm Holz in Sägespähne ver⸗ wandeln muß, also per Jahr das hübsche Quantum von 600 rm. Der Verbrauch von Schmieröl be⸗ trägt 2000 kg monatlich, ein gewiß recht ansehn⸗ liches Quantum.

Die entfetteten Nägel gelangen nunmehr in den Sortirsaal, einen 80“ langen und 50 breiten Raum, in dem ca. 100 Frauen beschäftigt sind. Jede sitzt an einem mit Eisenblech beschlagenen Tisch vor einem Verschlage und hat einen Haufen fertiger Nägel vor sich. Ihre Arbeit ist, jeden einzelnen Nagel sorgfältig zu untersuchen, ob derselbe auch vollkommen gesund ist. Die guten Nägel werden in besondere Kästen geworfen, während die weniger guten in solche geschieden werden, die ganz unbrauch⸗ bar sind und in solche, die auf eine kürzere Nummer verarbeitet werden können.

Aus dem Sortirsaal gelangen die guten Nägel in den Magazin⸗ und Verpackungsraum. Dies ist ein 300 Fuß langer, 45 Fuß tiefer Saal, der ca. 500 Fächer enthält, die mit den einzelnen Nummern oder Fagons bis zu 1000 kg gefüllt sind. Obgleich die

hier lagernden Vorräthe nicht allzu groß sind, wird

an sauberen

ihr Werth mit 500 000 doch kaum zu hoch ge⸗ schätzt sein.

Die Verpackung geschieht in Hülsen aus Pappe, die, je nach der Bestimmung, mit Etiquetten in der Sprache des betreffenden Landes versehen werden. Zur Herstellung dieser Papphülsen ist eine eigene Buchbinderei eingerichtet, die jährlich 40 50 000 kg. Pappe verarbeitet. Die Hülsen nehmen je ¾ oder 1 Mille Nägel auf. Zum Versandt ist es nöthig, die Hülsen in solide Holzkisten zu verpacken. Der Bedarf an solchen beträgt pro Jahr ca. 60 000 Stück von je ½— 4 Ctr. Inhalt. Zur Herstellung der⸗ selben besitzt das Werk eine eigene, durch Dampf betriebene Tischlerei.

Wegen der zahlreichen Einzelmaschinen, die ihre Triebkraft von den Hauptwellen entnehmen, ist der Bedarf an Treibriemen ein sehr bedeutender. Wären sämmtliche Treibriemen 1 Zoll breit, so würden sie, aneinandergelegt, die sehr ansehnliche Länge von circa 60 000 Fuß = 2 deutsche Meilen ergeben. Innerhalb und zwischen den einzelnen Gebäuden liegen Grubengeleise in einer Länge von über 2 km, die durch sogenannte Hunde den Transport der Waaren vermitteln.

Für das Wohl der Arbeiter ist nach Möglichkeit gesorgt. So besitzt die Fabrik z. B. eine eigene Kranken⸗ und Sterbekasse, zu der die Besitzer 50 % der Beiträge der Arbeiter aus eigenen Mitteln zu⸗ schießen, sowie eine Einlagekasse, nach deren Be⸗ stimmungen den Arbeitern, ohne daß sie ihrerseits Beiträge dazu zu leisten hätten, auf den verdienten Jahreslohn bestimmte Prozentsätze gutgeschrieben werden, die sie am Jahresschlusse, gewöhnlich am Weihnachtheiligabend, ausbezahlt erhalten. Eine große Zahl der Arbeiter hat in den letzten Jahren aus dieser Kasse schon zwischen 40 und 50 per Mann, quasi als Weihnachtsgeschenk, erhalten. Die den Arbeitern gezahlten Löhne sind außerdem durchschnittlich 12 ½ % höher, als die ortsüblichen.

Zum Wohlbefinden und dem Comfort der Ar⸗ beiter sind sämmtliche Fabriksäle hoch und luftig hergestellt, und ist ein besonderer, 600 Personen fassender Speisesaal eingerichtet, in dem die Arbeiter Tischen ihr Mittigsmahl einnehmen können.

Die Zahl der beschäftigten Arbeiter beträgt ca. 550, die Zahl der Beamten 34. Das Fabrik⸗ grundstück hat einen Flächeninhalt von 63 440 am, die mit Gebäuden bedeckte Grundfläche beträgt 15 795 qm, die des Fabrikhofes 12 630 qm. Die Gesammtleistungsfähigkeit des Werkes besteht in einer Produktion von ca. 400 Zoll⸗Centnern = 20 000 kg pro Tag; von diesem Quantum kann etwa die Hälfte in Deutschland verkauft werden, die andere Hälfte muß zum Export gelangen.

Deutsche Schiffe verkehrten nach „dem deut⸗ schen Handelsarchiv“ in ausländischen Häfen während des Jahres 1882: Im Hafen von Amster⸗ dam gingen 101 deutsche Fahrzeuge von zusammen 33 420 Reg. Tonnen ein, und zwar 58 Segelschiffe und 43 Dampfschiffe, 1 Segelschiff kam leer ein. Durch Kauf gelangten unter die deutsche Flagge 4 Segelschiffe von zusammen 954 Reg. Tonnen. Von diesen 105 Fahrzeugen sind im Jahre 1882 96 Schiffe (54 Segelschiffe und 42 Dampsschiffe) ausgegangen, darunter 40 Schiffe (23 Segelschiffe und 17 Dampf⸗ schiffe) in Ballast. Am Jahresschlusse waren 9 Fahr⸗ zeuge (8 Segelschiffe und 1 Dampfschiff) im Hafen von Amsterdam anwesend, von denen 4 Segelschiffe über⸗ winterten, während von den übrigen 5 Schiffen 3 Segelschiffe und 1 Dampfer im Januar 1883 ab⸗ gingen, unter ihnen 1 Dampfer in Ballast In den Hafen von Samarang gingen in 1882 37 deutsche Fahrzeuge ein, und zwar 29 Segelschiffe und 8 Dampsschiffe, von ihnen 12 Schiffe (3 Segel⸗ schiffe und 4 Dampfschiffe) in Ballast. Von jenen Fahrzeugen gingen in 1882 36 Schiffe (28 Segel⸗ schiffe und 8 Dampfschiffe) wieder aus, davon 24 Schiffe (16 Segelschiffe und 8 Dampfschiffe) mit Zucker, 7 Segelschiffe in Ballast. Am Jahresschlusse war 1 Segelschiff im Hafen von Samarang an⸗ wesend, welches im Januar 1883 mit einer Ladung Zucker abging. Im Hafen von Neuwediep liefen in 1882 11 deutsche Fahrzeuge ein, und zwar 8 Segelschiffe von zusammen 2296 Reg.⸗Tonnen und 3 Dampfschiffe. 2 Segelschiffe kamen in Folge Haverei ein, 2 der Dampfboote zur Einnahme von Kohle 1 Segelschiff ging in Ballast ein. Von jenen Fahrzeugen gingen in 1882 8 Schiffe (5 Segel⸗ schiffe und 3 Dampfschiffe, letztere mit der ange⸗ brachten Ladung) wieder aus, von ihnen 4 Segelschiffe in Ballast. Am Jahresschlusse waren im Hafen von Neuwediep 3 Schiffe zugegen, die in Winterlage blieben. In den Hafen von Singapore liefen 158 deutsche Fahrzeuge ein, und zwar 95 Dampf⸗ schiffe und 63 Segelschiffe. In Ballast langten 15 Schiffe an, nämlich 7 Dampfschiffe und 8 Segel⸗ schiffe. Von jenen Fahrzeugen liefen in 1882 wie⸗ der 149 Schiffe aus und zwar 95 Dampfer und 54 Segelschiffe, von ihnen 66 Schiffe (36 Dampf⸗ schiffe und 30 Segelschiffe) in Ballast und 3 Dampfer theilweise mit Ballast. 18 Dampfschiffe passirten aus Singapore durch, davon 1 in Ballast, welches sich zur Ausführung von Reparatur im Dock befand. Am Jahresschlusse waren im Hafen von Singapore 9 deutsche Segelschiffe zugegen, von de⸗ nen 3 Ballast luden. Im Hafen von South⸗ ampton sind 132 deutsche Handelsschiffe von zusammen 627 768 cbm oder 221 598 Reg.⸗Tonnen ein⸗ und wieder ausgegangen und zwar 116 Dampf⸗ schiffe und 16 Segelschiffe. Von den 16 Segel⸗

schiffen waren mit Balken und Planken von

Ostseehäfen, 1 mit Weizen von San Franzisko, 1 mit Weizen von St. Petersburg eingegangen; dieselben liefen sämmtlich in Ballast aus. In den Hafen von Abo liefen 16 deutsche Fahrzeuge von zusammen 3434 Reg.⸗Tonnen ein und aus, nämlich 9 Segelschiffe und 7 Dampfschiffe, 2 der Segelschiffe kamen in Ballast, 8 Schiffe (3 Segelschiffe und 5 Dampfer) gingen in Ballast aus. Aus deutschen Häfen kamen überhaupt 55 Fahrzeuge, und zwar 28 Segelschiffe und 27 Dampfschiffe, unter ihnen 12 deutsche (5 Segelschiffe und 7 Dampfschiffe), da⸗ von 15 Schiffe (worunter 2 deutsche Segelschiffe) in Ballast. Nach deutschen Häfen gingen 39 Fahr⸗ zeuge (17 Segelschiffe und 22 Dampfschiffe), von denen 2 deutsche Dampfschiffe, sämmtlich beladen, meist mit Holzwaaren. In den Hafen von Iloilo (Spanien) waren 72 Schiffe von 56 688 t ein⸗ und ausgegangen; davon 15 deutsche Schiffe von 11 819 t; und zwar 14 Segelschiffe von 10 524 t, und 1 Dampfer von 1295 t. 9 der Segelschiffe kamen in Ballast ein und 2 solche gingen in Ballast aus, während 9 Segelschiffe mit Zucker, 3 solche mit Japanholz befrachtet wurden und das Dampfschiff Stückgüter geladen hatte. In den Häfen von Tamsui und Kilong waren eingegangen 150 Schiffe von 57 567 t (davon waren deutsche 18 Schiffe von 6704 t; ausgegangen waren 157 Schiffe von 59 968 t, davon deutsche 20 Schiffe von 7360 t). In den Hafen von Ciudad Bolivar waren 8 deutsche Schiffe von zusammen 1740 Reg.⸗Tonnen eingelaufen, alle mit Stückgütern aus Hamburg kommend. Von den⸗ selben liefen 6 Schiffe von 1282 Reg.⸗Tonnen wie⸗ der aus, darunter 4 Schiffe mit Produkten nach Hamburg und 2 Schiffe in Ballast nach St. Thomas. Am Jahresschlusse waren 2 deutsche Schiffe von 458 Reg.⸗Tonnen im Hafen von Ciudad Bolivar anwesend, die im Jahre 1883 versegelten. Im Hafen von Hiogo⸗Osaka verkehrten in 1882 16 deutsche Schiffe von 11 105 Reg.⸗Tonnen, dar⸗ unter 6 Dampfer von 6608 Reg.⸗Tonnen, und 10 Segelschiffe von 4496 Reg.⸗Tonnen. Dieses Ergeb⸗ niß muß nach dem Bericht als ein verhältnißmäßig günstiges bezeichnet werden, wenn auch die Schiffs⸗ zahl gegen diejenige einiger früheren Jahre zurück⸗ stand, so war doch der mit derselben verbundene Tonnengehalt der bedeutendste, welchen man bisher in Hiogo⸗Osaka hat aufweisen können: das vorher erreichte Maximum betrug nämlich 9483 Reg.⸗ Tonnen. Der Heimathshafen sämmtlicher deutschen Dampfschiffe war Hamburg; die deutschen Segel⸗ schiffe gehörten folgenden Häfen an: Hamburg 2, Apenrade 2, Blankenese 2, Altona, Kiel, Barth und Bremen je 1. Es kamen von deutschen Fahrzeugen ein: aus Yokohama 5 Schiffe, Schanghai 4 Schiffe, Niutschuang 4 Schiffe, Hongkong 1 Schiff, Takao 1 Schiff, Hokodate 1 Schiff; es gingen von solchen aus: nach Pokohama 4 Schiffe, nach Havre 2 Schiffe, nach Tschifu 2 Schiffe, nach Niutschuang 2 Schiffe, nach Tschinkiang, nach Hakodate, nach Nagasaki, nach Iloilo, nach Port Said für Ordre je 1 Schiff. Die eingebrachte Ladung bestand hauptsäch⸗ lich aus Stückgütern, nur führten die aus Niutschuang kommenden Schiffe Oel und Oelbohnen und dasjenige von Takao Zucker. Ein Fahrzeug kam in Ballast ein. Von den ausgegangenen Schiffen waren 11 be⸗ frachtet und zwar: mit Stückgütern 5 Schiffe, mit Reis 2 Schiffe, mit Kampher 2 Schiffe, mit Stein⸗ kohle 1 Schiff, mit Seegras ein Schiff, in Ballast 3 Schiffe, 1 Schiff theilweise mit Ballast. In den Hafen von Cardiff (Großbritannien) langten 206 deutsche Schiffe (142 Segelschiffe und 64 Dampfschiffe) an, davon 165 (107 Segelschiffe und 58 Dampfschiffe) in Ballast. Von ihnen gingen 202 (138 Secggelschiffe und 64 Dampf⸗ schiffe) in 1882 wieder aus, sämmtlich beladen, darunter 192 (132 Segelschiffe und 60 Dampfschirfe) mit Steinkohle, 2 (1 Segelschiff und 1 Dampfschiff) theilweise mit solcher, 4 (3 Segel⸗ schiffe und 1 Dampfschiff) mit Preßkohle, 1 Segel⸗ schiff mit Koke, von den übrigen 1 Segelschiff und 1 Dampfschiff mit Eisenbahnschienen und 1 Dampf⸗ schiff mit Spiegeleisen. Am Jahresschlusse waren 4 deutsche Segelschiffe im Hafen von Cardiff an⸗ wesend, von denen 3 Steinkohlen, 1 Kohlen und Koke in Ladung nahmen. Nichtdeutsche Schiffe kamen aus deutschen Häfen 129 (74 Segelschiffe und 55 Dampfschiffe), von denselben 47 (46 Segel⸗ schiffe und 1 Dampfschiff) in Ballast, 1 Segelschiff theilweise mit Ballast und 41 Dampfschiffe leer. Nichtdeutsche Schiffe gingen nach deutschen Häfen 8 (4 Segelschiffe und 4 Dampfschiffe), sämmtlich mit Steinkohle.

Der Werth der Einfuhr in Puerto Cabello (Venezuela) im Jahre 1882 betrug nach dem „Deutschen Handelsarchiv“ 11 115 059 Bolivianos (1 Boliviano = 1 Franken); davon kamen aus Deutschland Waaren für 3 120 180 Bolivianos. Der Werth der Ausfuhr betrug im Ganzen in 1882 16 004 516 Bolivianos. Nach Deutschland gingen hiervon: Kaffee 5682 463 kg, Bauholz 1 184 231 kg, Farbholz 341 973 kg, Baumwolle 231 012 kg, Kakao 216 201 kg, Dividivi 153 036 kg, Ochsenhäute 120 166 kg, Chinarinde 20 277 kg, Rehfelle 16 837 kg, Indigo 14 858 kg, Ziegen⸗ felle 8269 kg, Kupfer 496 kg, in Summa an Werth 5 797 478 Bolivianos. Deutsche Schiffe gingen in 1882 23 ein, und zwar 12 Dampsschiffe (Hamburger) und 11 Segelschiffe, von denen 1 Dampf⸗ schiff leer. 22 dieser Schiffe (12 Dampfschiffe und 10 Segelschiffe) gingen im Jahre 1882 wieder aus, von ihnen 4 Schiffe (1 Dampfschiff und 3 Segel⸗