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IIX.
LXVIII.
LXXII.
H. Breuer & Ce. in Hoecchst a./M. 10. März 1883 ab.
Klasse.
XLVII. Nr. 24 163. Eckverbindung zur Herstellung von Behältern. — J. H. Stiles in London; Vertreter: Wirth & Co. in Fransfurt a./M. Vom 22. März 1883 ab.
Nr. 24 175. Schmiervorrichtung für bewegte Maschinentheile. — C. W. J. Blancke & Co. in Merseburg. Vom 5. Januar 1883 ab. „ Nr. 24 188. Verwendung von Neusilber zu reibenden Maschinentheilen. — Société des Couverts Alfénide in Paris; Vertreter:
J. Brandt & G. W. v. Nawrocki in Verlin W., Leipzigerstr. 124. Vom 27. Februar 1883 ab.
„ Nr. 24 197. Lösbare Kupplung für stoß⸗ freies Einrücken. — M. Haas in Sr. Georgen, Baden, Schwarzwald. Vom 3. April 1883 ab.
„ Nr. 24 198. Neuerung an Schmiergefäßen für schwingende Maschinentheile. — Möll- mann, Kaiserl. Maschinen⸗Inspektor in Bisch⸗ heim, Elsaß. Vom 10. April 1883 ab.
Nr. 24 200. Neuerung an einer Schmier⸗ vorrichtung; IV. Zusatz zu P. R. 3929. — L. Weber in Frankfurt a/Main, Kleine Sand⸗ gasse 4. Vom 14. April 1883 ab.
Nr. 24 202. Neuerung an Riemenverbindern. — J. Bischoff in Hamburg. Vom 20. April 1883 ab.
Nr. 24 203. Stopfbüchsenpackungen aus Holz. — J. Bischoff in Hamburg. Vom 20. April 1883 ab.
XLIX. Nr. 24 190. Selbstthätig wirkende Maschine zum Lochen und Nieten gerader Blech⸗ rohre. — R. Bergfeld in Siegen i. W. Vom 1. März 1883 ab.
Nr. 24 194. Dampfhammer⸗Einsatzstücke zum Stauchen gewöhnlicher Eisenbahnschienen⸗Enden. — Ed. Daelen in Düsseldorf, Wielandstr. 14. Vom 18. März 1883 ab.
Nr. 24 206. Neuerung zur Herstellung und Befestigung punktirter Schnürriem⸗Nadeln. — Firma Zinn, Maruhn & Hackenberg in Barmen. Vom 25. Januar 1883 ab.
Nr. 24 207. Bremskupplung am Decken⸗ vorgelege oder Spindelkastenvorgelege von Dreh⸗ bänken. — G. Kirchhoff in Berlin. Vom 6. Februar 1883 ab.
Nr. 24 208. Neuerung in der Herstellung eiserner oder stählerner Harken. — Th. Carlsson in Eskilstuna, Schweden; Vertreter: C. Kesseler in Berlin SW., Königgrätzerstr. 47. Vom 11. Fcbruar 1883 ab.
Nr. 24 212. Mittelst Schraubspindeln ver⸗ stellbare Klemmklauen für Stauchmaschinen. — P. Anerbach in Saalfeld i. Thür. Vom
117. März 1883 ab.
LIII. Nr. 24 169. Verfahren zur Conservirung von Milch unter Anwendung von Oel ꝛc. — 0. von Roden in Hamburg. Vom 26. Mai
887 a
LVII. Nr. 24 189. Neuerungen im photo⸗ graphischen Kopirverfahren. — E. B. West und B. C. West in Quilford, Connecticut, V. St. A.; Vertreter: C. Pieper in Berlin SW., Gneisenaustr. 109/110. Vom 27. Februar 1883 ab.
Nr. 24 205. Pumpe mit oscillirendem Kolben, auch als Wassermesser und Motor an⸗ zuwenden. — P. J. Carmien in Issy bei Paris; Vertreter: C. Kesseler in Berlin SW., Königgrätzerstr. 47. Vom 5. Dezember 1882 ab.
LXVII. Nr. 24 138. Vertikal verstellbarer Tisch für Schleif⸗ und Polirmaschinen mit örtlich fester Schleifscheibe — Firma Sackur's galvanisches Institut in Berlin. Vom 1. März 1883 ab.
Nr. 24 148. Kombinationsschloß für Geldschränke. — A. Adorno in Duisburg a. Rhein. Vom 7. Dezember 1882 ab.
Nr. 24 185. Neuerung an dem unter Nr. 1585 patentirten Ade'schen Kassenschlosse, abhängig vom Patent Nr. 1585. — B. Löffler in Frankfurt a. M. Vom 18. Februar 1883 ab.
Nr. 24 192. Auromatischer Thürschließer. — L. Stiehler in Schaffhausen, Schweiz; Vertreter: J. Brandt & G. W. v. Nawrocki in Berlin W., Leipzigerstraße 124. Vom 8. März 1883 ab.
Nr. 24 210. Vorrichtung zum selbstthätigen Schließen von Thüren. — R. Dietrich in Dresden. Vom 20. Februar 1883 ab.
Nr. 24 211. Neuerung an Einsteckschlössern. — Gebrüder Sucharowski in Ratibor. Vom 15. März 1883 ab.
XIX. Nr. 24 131. Messer zur Oeffnung der durch Verschnürung geschlossenen Säcke. — Veil, Ober⸗Postsekretär in Stuttgart. Vom 10. Dezember 1882 ab.
LXX. Nr. 24 213. Federhalter mit Tinten⸗ behälter. — J. E. Cousté und F. Mac Donald Robertson in London; Vertreter: G. Mil- czewski in Frankfurt a. M., Liebigstr. 40. Vom 19. Dezember 1882 ab.
Nr. 24 223. Herstellung von Heftklammern. — A. Lotz in Paris; Vertreter: G. Stumpf ern SW., Ritterstr. 61. — Vom 20. März
3 ab.
LXXI. Nr. 24 157. Bestech⸗ und Einstech⸗ apparat für Schuhwaaren. — C. Stiekel in Ditzingen, Württemberg. Vom 6. Februar
1883 ab. B Nr. 24 182. Flachköpfiges Artillerie⸗
Geschoß. — A. Krupp, Kgl. Geh. Kom⸗ merzien⸗Rath in Essen. Vom 13. Februar 1883 ab.
„ Nr. 24 187. Vorrichtung zum selbstthätigen Abfeuern von Geschützen bei bestimmten Ele⸗
vationen. — A. Bonilly in Saumur, Frank⸗
reich; Vertreter: R. Lüders in Görlitz. Vom 21. Februar 1883 ab. LXXVI. Nr. 24 171. Brems⸗Einrichtung für die durch Patent Nr. 19 250 geschützte Art von Feinspinnmaschinen; I. Zusatz zu P. R. 19 250.
— J. J. Bourcart in Zürich; Vertreter:
Dr. H. Grothe in Berlin SW., Alte Jakob⸗ straße 172. Vom 2. Dezember 1882 ab.
. Nr. 24 199. Maschine zum Aufwinden von Nähzwirn auf Rohrspulen nebst zugehöriger Signalvorrichtung. — R. Voigt in Chemnitz, Limbacherstr. 36. Vom 11. April 1883 ab.
LXXVII. Nr. 24 176. Spiel, genannt Na⸗ tionalspiel. — E. Boizet in Paris; Vertreter: A. Zeivbig in Leipzig. Vom 13. Januar 1883 ab.
XXX. Nr. 24 146. Neuerungen in der Be⸗
feuerungsweise von Gaskammeröfen mit auf⸗
Flamme. — Dannenberg in
Vom 27. Oktober 1882 ab.
Görlitz. Klasse. LXXX. Nr. 24 153. Verfahren zur Herstellung von
marmoränlichem Porzellan. — Morgenroth
& Co. in Gotha. Vom 12. Januar 1883 ab.
„ Nr. 24 158. Neuerung in der Befeuerung kontinuirlicher Oefen, die durch Sandwände ge⸗ theilt sind. — H. Rasch in Bad Oeynhausen.
Vom 20. Februar 1883 ab.
LXXXVI. Nr. 24 144. Schneidapparat für Doppelsammt. — Th. Diéderichs in Bour⸗ gonn, Isère, Frankreich; Vertreter: Wirth & Co. in Frankfurt a. M. Vom 13. April 1883 ab.
Nr. 24 165. Webstuhl für Doppelsammt. — S. C. Lister und J. Reixach in Man⸗ ningham, York, England; Vertreter: J. Moeller in Würzburg, Domstr. 34. Vom 10. August 1882 ab.
Nr. 24 209. Webstuhl für Doppelsammt. — C. Gronert in Berlin 0., Aleranderstr. 25. Vom 13. Februar 1883 ab.
LXXXVIII. Nr. 24 180. Steuerung für Motoren, welche durch Dampf, Wasser oder Luft betrieben werden. — G. Hövelmann in Barmen. Vom 6. Februar 1883 ab.
LXXXIX. Nr. 24 129. Reinigung von Rüben⸗ saft und Melasse vermittelst Wasserglaslösung — E. A. Schott in Kreiensen. Vom 23. No⸗ vember 1882 ab.
Nr. 24 181. Verfahren zum Entfärben kry⸗ stallisirten wasserfreien Traubenzuckers. — Th. von Korvin-Sakoviez und D. Rosen- blum in Warschau, Rußland; Vertreter: J. Braudt & G. W. v. Nawrocki in Berlin W., Leipzigerstr. 124. Vom 7. Februar 1883 ab.
Nr 24 193. Neuerungen an dem unter Nr. 17,066 patentirten Filtrirapparat für Zuckersäfte, abhängig vom Patente Nr. 17 066. — Fr. Rassmus in Magdeburg. Vom 16. März 1883 ab.
Berlin, den 13. August 1883.
Kaiserliches Vatentamt.
Stüve.
Versagung eines Patents. Auf die nachstehend bezeichnete, im Reichs⸗An⸗ zeiger an dem angegebenen Tage bekannt gemachte
Anmeldung ist ein Patent versagt worden. Die
Wirkungen des einstweiligen Schutzes gelten als
nicht eingetreten.
Klasse.
XXII. K. 2622. Verfahren zur Gewinnung von Gerbsäure und Farbholzextrakten durch Dia⸗ lyse. Zusatz zu P. R. 12 296. Vom 25. Ja⸗ nuar 1883.
Berlin, den 13. August 1883. 8 Kaiserliches Patentamt.
1 Stüve.
Nichtigkeits⸗Erklärung eines Patents. Das an Adolph Grabow in Berlin auf Her⸗ stellung von Barockleisten durch Wailzen ertheilte, inzwischen durch Verzicht erloschene Patent Nr. 20 507 ist durch rechtskräftige Entscheidung des Patentamts vom 17. Mai 1883 für nichtig erklärt.
Berlin, den 13. August 1883. Kaiserliches Patentamt. [35508]
Stüve.
[35506]
[35507]
Dem Jahresbericht der Pfälzischen Handels⸗ und Gewerbekammer zu Ludwigshafen für das Jahr 1882, welcher in seinem zweiten „That⸗ sächliches“ behandelnden Theil eine allgemeine Besserung der Industrie und des Handels im Jahre 1882 in Folge der jetzigen Wirthschaftspolitik kon⸗ statirt, entnehmen wir folgende Daten: Das Erträg⸗ niß an Bau⸗, Nutz⸗ und Werkholz in den Staats⸗ und Gemeindewaldungen hat sich im Jahre 1882, wie folgt, gestaltet: von dem gesommten Erlös im Betrage von 2 337 492 ℳ entfielen auf die Staatswaldungen 1 505 334 ℳ und auf die Gemeindewaldungen 832 157 ℳ; es wurden für den Kubikmeter erzielt: aus den Staatswaldungen: in 1882 16,53 ℳ gegen in 1881 18,51 ℳ, aus den Gemeindewaldungen: in 1882 15,53 ℳ, gegen in 1881 17,32 ℳ; hinter der aus dem Durchschnittserlös des Jahres 1881 berechneten Taxe blieb in 1882 der Erlös in den Staatswaldungen um 6,49 %, in den Gemeinde⸗ waldungen um 0,70 %, im Ganzen also um 4,50 % zurück. An Eichen⸗Lohrinden wurden in 1882 in Staats⸗ und Gemeindewaldungen ge⸗ erntet 4 382 981 kg, und dafür 432 717 ℳ er⸗ löst; per 100 kg in 1882 9 ℳ 88 ₰, gegen in 1881 9 ℳ 94 ₰. Der am 14. März in Kaisers⸗ lautern stattgehabte Lohrindenmarkt war gut besucht, und es gelangten etwa 25 000 Ctr. zum Ausgebot, die auch sämmtlich zugeschlagen wurden. Der Erlös war günstig und einzelne Loose kamen über Taxe. So große Hoffnung die pfälzische Landwirth⸗ schaft auf eine günstige Ernte zu setzen berechtigt war, so wenig sollte dieselbe nach dem Bericht in Erfüllung gehen. Kurz vor der Ernte trat Regen⸗ wetter ein, das ununterbrochen während der ganzen Erntezeit andauerte, und die Landwirthe zwang, die Früchte in feuchtem Zustande einzuführen. Die natürliche Folge war, daß die Qualität der Körnerfrüchte bei sonst befriedigender Menge als eine äußerst geringe sich herausstellte, die eine als⸗ baldige Verwerthung unmöglich machte. Hart be⸗ troffen wurde namentlich die Gerste, die als Brau⸗ gerste das Beregnen am allerwenigsten vertragen kann. Der Getreidehandel brachte daher wenig Nutzen, und mußte das fehlende Korn aus Nord⸗ amerika, Rußland und Ungarn beschafft werden. Die Hoffnungen auf ein gutes Weinerträgniß sind auch im Jahre 1882 in Folge des nassen Som⸗ mers nicht in Erfüllung gegangen. Der Gesammtaus⸗ fall der Weinernte gab der Spekulation und den Wein⸗ händlern Veranlassung, sich mehr den noch lagernden 1880er und 1881er Weinen zuzuwenden, und es fanden diese daher willige Abnehmer, so daß damit stark aufgeräumt wurde. Der Bericht gedenkt noch einer Erscheinung im Weinbau, die auf den durch die jetzige Wirthschaftspolitik erhöhten Weinzoll zurückzuführen ist. Seit Einführung eines Zolles von 24 ℳ hat die Nachfrage nach sog. Portugiesen⸗ Trauben bezw. deutschen Rothweinen beträchtlich zugenommen und wurden gute Preise dafür bezahlt. Da nun bis jetzt in der Pfalz diese Traubensorte wenig angebaut ist, so verlegen sich neuerdings große und kleine Weingutsbesitzer auf den Anbau von portugieser Trauben und es sind namentlich in den Gemarkungen von Kallstad!, Ungstein, Herxheim
und Dürkheim im letzten Jahre viele Morgen ange⸗
8
pflanzt worden. Der im pfälzischen Handelskammer⸗ bericht in Aussicht gestellte Rückschlag im Taback⸗ bau ist im vollsten Umfange eingetreten. Mit dem Jahre 1882 ist die volle Steuer von 45 ℳ in Gel⸗ tung getreten und sie hat einen so erheblichen Ein⸗ fluß auf die Preise des allerdings theilweise auch nicht sehr gut gerathenen Tabacks ausgeübt, daß ein fernerer Rückgang im Tabackbau für die nächste Zeit nach Ansicht der Handelskammer nicht ausbleiben wird. Der Obstertrag war ein äußerst geringer, was sich in einzelnen Gegenden, die in ausgedehnter Weise Obstbau betreiben, sehr empfindlich fühlbar machte. Dabei ermangelte das Obst des Wohl⸗ geschmackes, denn die Sonne hatte gefehlt, und war zudem von geringer Haltbarkeit. Die Weiden⸗ zucht, die sich schon seit einer Reihe von Jahren der besonderen Fürsorge der Königlichen Regierung erfreut, hat im Verlauf der letzten 4—5 Jahre recht hübsche Fortschritte gemacht. Die Rindviehzucht hatte auch in 1882, wie schon seit Jahren, erfreu⸗ liche Fortschritte gemacht, und dem landwirthschaft⸗ lichen Bezirkscomité war es zum ersten Male mög⸗ lich, in den Bezirken Kaiserslautern und Kusel schöne Fassel der Glan⸗ und Donnersberger Rasse anzu⸗ kaufen und an Vereinsmitglieder zu versteigern unter der Bedingung, daß dieselben längere Jahre zur Nachzucht benutzt werden. Die Pferdezucht erfreute sich namentlich in einigen Bezirken an⸗ dauernder Pflege der Landwirthe, die Schafzucht verminderte sich, wie in Deutschland überhaupt, auch in der Pfalz von Jahr zu Jahr und die meisten Heerden gehörten Händlern und Trupp⸗ metzgern an, die selbstverständlich sich mit Zucht nicht abgeben. — Die Förderung von Stein⸗ kohlen innerhalb des Pfälzer Bezirks hat sich während 1882 wieder etwas gehoben, ist aber immerhin noch gegen 1880 zurückgeblieben. Von der gesammten Förderung entfielen in 1882 auf die dem Staate gehörigen drei Gruben 1 666 567 Dovppelcentner, nur wenig mehr als 1881, während die Privat⸗ gruben in 1882 105 053 Doppelcentner gegen nur 97 526 Doppelcentner in 1881 lieferten. In der Glasfabrikation ist in 1882 gegen 1881 eine wesentliche Besserung nicht eingetreten. Die Baumwollspinnerei und Weberei klagte in 1882 über ein nicht befriedigendes Geschäft, und schrieb ihren verminderten Absatz den allgemeinen ungünstigen Verhältnissen zu, sowie der gesteigerten Konkurrenz, die ein Herabgehen der Preise ver⸗ anlaßt habe; trotzdem hatte sich in 1882 die Zahl der Arbeiter vermehrt, allerdings zumeist der jugendlichen Arbeitskräfte, die meist dem weiblichen Geschlecht angehörten. Der Verkauf der Garne sowohl wie der Gewebe beschränkte sich auf das Inland, und war hier der gunstige Einfluß des neuen Zolltarifs unverkennbar; ähnlich äußerte sich auch die Baumwollspinnerei Öund Sammtfabrikation über die erhöhten Zölle, beklagte jedoch gleichzeitig, daß gezwirnte Garne, die bei der Sammtfabrikation Verwendung fänden, immer noch aus England bezogen werden muͤßten, weil gleichwerthige Waare im Inlande noch nicht hergestellt werde. Die Kammgarnspinnerei und die Streichgarn bezw. Strickwollefabrikation hat gegenüber 1881 über wesentliche Aenderungen nicht zu berichten. Befriedigend lauteten die Nachrichten über den Geschäftsgang der Tuchindustrie in Lambrecht und dem Neu⸗ städter Thale. In 1882 waren in Lambrecht und Umgegend in Thätigkeit: 10 Tuchfabriken, in denen der gesammte Fabrikationsprozes sich abspielte, 4 Genossenschaftsfabriken, bei deren Betrieb sich 20 Firmen betheiligten, 1 Filzfabrik, 1 Genossen⸗ schaftsfärberei und 1 Lohnfärbecei. Die zehn Tuch⸗ fabriken waren das ganze Jahr über vollauf be⸗ schäftigt, und stellte sich deren Ge ammtumsatz um etwa 10 % höher als in 1881. Die Fabrikation von Herrenkleidern beklagte den stetigen Rück⸗ gang der Ausfuhr bei herabgedrückten, wenig lohnenden Preisen, und fand die Hauptschuld in dem neuen Zolltarif und in dem Bestreben des Auslandes, durch Schuzzölle die eigene Produktion zu heben, den Bedarf im eigenen Lande zu decken. Es ist diese Befürchtung seiner Zeit ziemlich allge⸗ mein von den deutschen Konfektionären getheilt worden, allein die Thatsache hat, wie der Bericht konstatirt, gelehrt, daß din deutsche Ausfuhr von Bekleidungsgegenständen nicht etwa abgenommen, sondern recht erheblich zugenommen hat, so daß man annehmen muß, es sind nicht die Zölle, son⸗ dern andere, unbekannte Ursachen, welche die gedeihliche Fortentwickelung der Herrenkl iderfabrikation in der Pfalz beeinträchtigen. Auch im Jahre 1882 haben sich die Eisenzölle in vortheilhafter Weise für die Pfälzer Hüttenwerke fühlbar gemacht, indem dieselben der belgischen und englischen Konkurrenz nicht gestatteten, am inländischen Markt schädigend auf den Absatz der inländischen Erzeug⸗ nisse zu wirken. Das St. Ingberter Hüttenwerk beschäftigre 845 Arbeiter gegen 820 in 1881 bei einem durchschnittlichen Monatsverdienst von 65 ℳ; die Roheisenproduktion belief sich auf 12 367 t im Werthe von 618 371 ℳ gegen 7275 t in 1881 im Werthe von 363 756 ℳ Die Eisen⸗ und Stahl⸗ fabriration sprach sich über das Jahr 1882 ebenfalls günstig aus. Die Herstellung chemischer Erzeugnisse der verschiedensten Art bildet bekanntlich einen Hauptzweig der groß⸗ induftriellen Thätigkeit in der Pfalz; der Geschäfts⸗ gang dieser Fabrikation war in 1882 gleich günstig wie in 1881. Die erste Hälfte des Jahres 1882 war für die Mühlenindustrie gleich ungünstig wie das ganze Jahr 1881. Mit dem August 1882 trat jedoch nach dem Bericht eine wesentliche Besse⸗ rung ein, die auf zwei Ursachen zurückzuführen sein dürfte; erstlich gestatteten die mit dem ersten Juli ins Leben getretenen neuen Zollrückvergütungs⸗ Bestimmungen den norddeutschen Mühlen, ihr Ge⸗ schäft mit dem Auslande wieder aufzunehmen, bezw. in größerem nutzenbringenden Umfang zu be⸗ treiben, so daß eine Erleichterung im Angebot die Folge war; dann aber veranlaßte die schlechte Kartoffelernte, bezw. die hohen Preise einen stärkeren Brotverbrauch. Der Geschäftsgang der Rohzucker⸗ Fabriken gestaltete sich in 1882 sehr befrie⸗ digend; dieselben verarbeiteten in 1882/83 17 928 t Ruüͤben gegen nur 14 538 t in 1881/82. Die Zuckerraffinerie hatte lebhaften, regelmäßigen Geschäftsgang, welche Thatsache der Bericht der er⸗ höhten Verbrauchsfähigkeit in Folge besserer wirth⸗ schaftlicher Verhaͤltnisse zuschreibt. Eine Zusammen⸗ stellung der Preise einer Anzahl hervorragender Nahrungsmittel in 1882, verglichen mit dem Jahre 1881, ergab, daß die Brotpreise gegen 1881 im
Durchschnitt billiger gewesen sind, eine Folge der billige⸗
ren Brotfrüchte; ergab aber auch weiter, daß örtliche Verhältnisse in erster Linie preisbestimmend waren, und daß z. B. der Zoll von 1 ℳ auf 100 kg Ge⸗ treide nicht vertheuernd auf den Brotpreis wirkte. Im Telegraphenverkehr waren 64 mit der Post vereinigte oder selbständige und 61 Bahn⸗ verwaltungsstellen in Thätigkeit Zu erwähnen ist noch, daß in Ludwigshafen und in Verbindung mit Mannheim die erste Telephoneinrichtung in Bayern errichtet worden ist, die, im November der Benutzung übergeben, sich zunehmender Beliebtheit erfreute. Die Gesammtzahl der aus⸗ und eingegange⸗ nen Depeschen auf den pfälzischen Stationen stellte sich für 1882 auf 272 153 gegen in 1881 244 770. In den Postanstalten der Pfalz waren in 1882: Briefe abgegangen 7 307 326, angekommen 7 658 020, Packete ohne Werth waren abgegangen 660 060, mit Werthangabe 81 666 im Werthe von 95 314 032 ℳ; angekommene Packete ohne Werth 701 226, Packete mit Werthangabe 84 348 im Werthe von 103 689 450 ℳ; Postanweisungen waren abgegangen 547 652 Stück im Betrage von 34 400 250 ℳ, an⸗ gekommen 484 586 Stück im Betrage von 32 750 408 ℳ; zur Einziehung von Geldern waren 75 507 Postaufträge eingegangen im Werthe von 7 022 726 ℳ, 38 829 Zeitungen wurden im Post⸗ wege bezogen.
Die Rheinschiffahrt konnte das Jahr 1882 nicht zu den zufriedenstellenden rechnen. Zu Beginn der Schiffahrt bis Ende April war der Wasserstand so niedrig, daß zu befürchten stand, es müsse der Betrieb bei dem Mangel an Schnee im Schwarz⸗ wald und der Schweiz demnächst ganz eingestellt werden, und dann von Monat Mai an fielen heftige und andauernde Regengüsse ein, welche zu mehr⸗ maligen Hochwasserständen führten und ihrerseits den Betrieb in der empfindlichsten Weise beeinträch⸗ tigten. Während das Jahr 1881 gegen das vor⸗ angegangene Betriebsjahr den pfälzischen Eisen⸗ bahnen eine geringere Frequenz gebracht hatte, ist diese im Verlaufe des Jahres 1882 wieder in erfreulicher Weise gestiegen, und es betrug die Mehreinnahme in 1882 576 797 ℳ, an welcher Personen⸗, Güter⸗ und Kohlenverkehr, die Viehtrans⸗ porte und die Steinbrüche betheiligt waren, während die sonstigen Einnahmequellen geringere Erträge ge⸗ liefert haben.
Der allgemein lebhaftere Geschäftsverkehr hatte die Nachfrage nach Geld während des Jahres 1882 im Gefolge, weshalb der Diskonto sich etwas höher stellte als 1881; der Bankzinsfuß war im Durch⸗ schnitt des Johres 1882 4,54 % für Wechsel und 5,54 % für Lombarddarlehen, gegen 4,42 % bezw. 5,42 % im Jahre 1881. Von den Reichsbank⸗ Nebenstellen der Pfalz wurden in 1882 1644 Wechsel zum Betrage von 6 964 400 ℳ mehr gekauft als in 1881 und an Diskonto⸗Erträgniß im Ganzen vereinnahmt in 1882: 247 600 ℳ gegen in 1881 201 100 ℳ
Nach dem sehr eingehenden Berichte des König⸗ lichen Fabrik⸗Inspektors sind im Jahre 1882. 263 gewerbliche Unternehmungen einer einmaligen, 59 einer zweimaligen und 9 einer dreimaligen Be⸗ sichtigung unterzogen worden. Das Verhältniß des Königlichen Fabrik⸗Inspektors zu den Arbeitgebern wird als ein befriedigendes bezeichnet, da sich die⸗ selben angelegen sein ließen, ihm mit Vertrauen zu begegnen und seinen Forderungen und Anordnungen Folge zu leisten, wenn auch stellenweise die Noth⸗ wendigkeit in Zweifel gezogen, überhaupt die bezüg⸗ liche Gesetzgebung als lästig bezeichnet werde. Die Arbeiter hingegen ständen ihm nach wie vor gleich⸗ gültig gegenüber und, wenige Fälle ausgenommen, in denen er um Rath befragt, erachteten sie seine Thätigkeit sogar vielfach als gegen ihr Interesse ge⸗ richtet, so namentlich betrefts der Verwendung jugendlicher Arbeiter.
Zurückgegangen ist in 1882 die Verwendung der Arbeiter im Bergbau und Hüttenwesen, in der Metallverarbeitung, in der chemischen Industrie, in der Textilindustrie, in der Papier⸗ und Lederfabrika⸗ tion und bei den polygraphischen Gewerben.
Eine Zunahme ist zu verzeichnen für die Indu⸗ strie der Steine und Erden, für Maschinen⸗ und⸗ Werkzeugfabrikation, für die Industrie der Holz⸗ und Schnitzstoffe und endlich in ziemlich erheblichem Umfange bei der Erzeugung von Nahrungs⸗ un Genußmitteln (3,7 %) und bei der Bekleidung und Reinigung (3,4 %), bei Beschäftigungsweisen also, die theils eine in erfreulicher Weise zunehmende Berücksichtigung des Handwerks bekunden, theils a die Körperkraft der jungen Leute geringere Anforde⸗ rungen stellen.
Von den 2243 jugendlichen Arbeitern gehörten 1386 dem männlichen und 857 dem weiblichen Ge⸗ schlechte an, also 61,8 % gegen 38,2 %; ferne
standen 1292 im Alter von 14 — 16 Jahren und nur 94 im Alter von 12— 14 Jahren, oder 95,8 „%
gegen 4,2 %.
Was die Höhe der Arbeitslöhne betrifft, so stellt der Bericht fest, daß gegen das Jahr 1881
eine, wenn auch geringe Erhöhung in 1882 einge⸗
treten sei, indem in 1881 das Mittel 14,52 ℳ be⸗
tragen habe, dagegen in 1882 14,65 ℳ
Die überseeische Auswanderung aus der Pfalz hat nach dem Bericht in 1882 im Vergleich zu 1881. nicht unbedeutend abgenommen, indem nur 2695 gegen 3235 Personen in 1881, als über Hamburg, heehe und Havre ausgewandert aufgezeichnet wor⸗
en sind.
Die bayerische Landes⸗Industrie⸗, Gewerbe⸗ und Kunstausstellung in Nürnberg, welche einem Bedürf⸗ nisse der bayerischen Gewerbethätigkeit entsprungen und in ihrem ganzen Verlaufe von einem ausge⸗ zeichneten Erfolg gekrönt war, war auch von der Pfalz recht gut beschickt. Es erhielten auf derselben
Prämien: von den pfälzischen Ausstellern goldene
Medaillen 15 Aussteller, silberne Medaillen 21 Aus⸗ steller, bronzene Medaillen 29 Aussteller.
Den Schluß des Handelskammerberichts bildet ein am 15. Juni d. J. mit Entschließung der König⸗ lichen Kreisregierung, Kammer des Innern, vom 2. Juli d. J. datirter Erlaß, betreffend die Vor⸗ schriften über den Nachrichtendienst bei Hochwasser.
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Der Berggeist. Zeitung für Berg⸗, Hütten⸗ wesen und Industrie. Nr. 64. — Inhalt: In⸗ dustrielle Rundschau. — Die Kollektivausstellung für Bergbau und Hüttenwesen auf der Hygieine⸗Aus⸗ stellung in Berlin (Fortsetzung). — Mittheilungen. — Vermischtes. — Markt⸗ und Metallpreise. — Submissionen ꝛc. — Anzeigen.
Npotizen. — stockungen. —
Bleichen vegetabilischer Fasern und Fabrikate. — Bkleichstoff⸗Zusammensetzung. —
deutschen Zollgebiet pro Juni. — Kleine Notizen. Nahrung und Leistungsfähigkeit des Menschen. — Geheimmittel zur Verhütung des Kesselsteins. —
Getreides gegen ungünstige Witterung. — Gegen Naupen am Weißkohl. —
dem Großherzogthum Hessen werden Dienstags,
des Königlichen Amtsgerichts zu Altena i. Westf.
Der Metallarbeiter. Nr. 32. — Inhalt: Artikel: Industrielle Rundschau. — Die inter⸗ nationale elektrische Ausstellung in Wien 1883. — Verfahren zur Herstellung von vergrößerten, resp. verkleinerten Abgüssen von plastischen Gegenständen. — Zur IV. Fachausstellung des Vereins deutscher Blecharbeiter. — Die Fabrikation ron Weißb lech in England. — Das Schmiedeeisen in der Kunst⸗ industrie. — Sicherung der Arbeiter im Gießerei⸗ betriebe. — Schmiedeeiserne Riemenscheiben und Wagenräder. — Herstellung von Stahl⸗Matrizen. — Chemische Metallbearbeitung. — Technische Mittheilungen: Das Zerspringen der Wasserstands⸗ gläser. — Kautschuk⸗Kitt. — Neue Zapfenlager⸗ Legirung. — Geriffelte Dachplatten aus Eisenblech. — Glänzender schwarzer Eisenüberzug auf Zink. — Neues Isolationsmittel von elektrischen Leitungs⸗ drähten. — Härten und Anlassen von Stahl. — Neuheiten: Holzzerkleinerungsapparat für die Küche. — Mittel, um die Widerstandsfähigkeit von Stahl zu erhöhen. — Technische Anfragen. — Technische Beantwortungen. — Verschiedenes. — Patent⸗ Register. — Der Geschäftsmann. — Briefkasten. — Inserate.
Centralblatt für die deutsche Metall⸗ Industrie. Nr. 32. — Inhalt: Künstlerische Adresse der deutschen Großindustriellen. — Die Ab⸗ fassung von Patentgesuchen. — Patent⸗Dachfenster mit selbstthäligem Hebelverschluß. — Ueber Gas⸗ feuerungen. — Die internationale elektrische Aus⸗ stellung in Wien. — Verschiedene Patentsachen. (Patentanmeldungen. Patentertheilungen. Er⸗ löschung von Patenten. Britische Patentanmel⸗ dungen. Britische Patentertheilungen). — Handels⸗ kammerberichte. — Vermischtes. — Tcechnische Submissionskalender. — Zahlungs⸗
Bücherschau. — Briefkasten Marktberichte. — Inserate.
Das Deutsche Wollen⸗Gewerbe. Nr. 63. — Inhalt: II. Preisarbeit: Der Krempelprozeß. —
Das Einölen der Wolle mit Mineralölen. — Revue der Fachjournale des Auslandes. — Die Erfindung der Wollkämm⸗ maschine. — Aus China. — Ein⸗ und Ausfuhr im
Industrie⸗Blätter. Inhalt:
Nr. 32. —
Das Tellur. — Betrug mit Düngemitteln. — Kos⸗ metische Präparate. — Der Schutz des gemähten
Neuerungen in der Destillation von Steinkohle. — Fabrikation von Chromstahl. — Beerenwein. — Hopfenersparniß. — Baumwachs. — Absorption von Feuchtigkeit durch trockenes Getreide. — Deutsche Reichspatente. — Tamar⸗Indien. — Schwarzfärben von Eisen. — Schutz des Wandputzes gegen Einwirkung schwefliger Säure. — Nachweis von Strontium im Stron⸗ tianit. — Bleichen von Oelen.
Handels⸗Register.
Die Handelsregistereinträge aus dem Königreich Sachsen, dem Königreich Württemberg und
bezw. Sonnabends (Württemberg) unter der Rubrik Leipzig, resp. Stuttgart und Darmstadt veröffentlicht, die beiden ersteren wöchentlich, die letzteren monatlich.
Altena i. Westf. Handelsregister [35515]
Die dem Kaufmann Fr. Kohlhage zu Neuenrade für die Firma C. Schniewindt zu Neuenrade er⸗ theilte, unter Nr. 2 des Prokurenregisters eingetragene Prokura ist am 6. August 1883 gelöscht.
Altena i. Westf. Handelsregister 135516] des Königlichen Amtsgerichts zu Altena i. Westf. Die dem Kaufmann Fritz Ballot zu Berentrop bei Neuenrade für die Firma C. Schniewindt zu Altena und Neuenrade ertheilte unter Nr. 34 des Prokurenregisters eingetragene Prokura ist am 5. August 1883 gelöscht.
Altena i. Westf. Handelsregister [35517] es Königlichen Amtsgerichts zu Altena i. Westf. Die Kaufleute Carl Schniewindt zu Altena und Albert Schniewindt zu Berentrop haben für ihre zu Altena und Neuenrade, unter den Nrn. 3 und 4 des Gesellschaftsregisters mit der Firma C. Schniewindt ingetragene Handelsniederlassung den Kaufmann Carl Philipp Schniewindt zu Berentrop bei Neuenrade als Prokuristen bestellt, was am 6. August ver⸗
18ssrnn Barmen. Im hiesigen Handelsregister ist heute gelöscht worden: a. Unter Nr. 22 des Gesellschaftsregisters die Firma Gebrüder Böker & von der Nahmer in Remscheid in Folge Auflösung der Gesell⸗ schaft durch gegenseitige Uebereinkunft, b. unter Nr. 52 des Prokurenregisters die Prokura dieser Firma, ertheilt dem Carl Mainzhausen, Handlungscommis in Remscheid. Barmen, den 9. August 1883. Königliches Amtsgericht, Abtheilung I.
8 [35519] DBarmen. In das hiesige Handels⸗Prokuren⸗ register ist heute eingetragen worden unter Nr. 885 die Prokura der Firma: August Königsberg Sohn in Remscheid, ertheilt an den daselbst woh⸗ nenden Kaufmann August Königsberg senior. Buarmen, den 9. August 1883. Königliches Amtsgericht. Abtheilung I.
8 . 3 [35520 Warmen. In das hiesige Handelsregister 9 heute eingetragen worden unter Nr. 195 und 746
Unter dem ersten August 1883 ist der Kaufmann Heinrich Teipel zu Remscheid in das mit dem Sitze zu Remscheid bezw. Lennep bestehende Handels⸗ geschäft unter der Firma F. Teipel & Lütke bezw. Teipel & Lütke als Gesellschafter eingetreten, und ist derselbe gleich den anderen Gesellschaftern zur Vertretung der Gesellschaften berechtigt. Barmen, den 9. August 1883. 8 Königliches Amtsgericht. Abtheilung I.
[35521] Barmen. Im hiesigen Handels⸗Gesellschafts⸗ register ist heute gelöscht worden unter Nr. 466 die Firma J. H. Hödig Söhne in Barmen infolge Auflösung der Gesellschaft durch gegenseitige Ueber⸗ einkunft; ferner unter Nr. 291 des Prokurenregisters die Prokura dieser Firma ertheilt an Johann Heinrich Hödig in Barmen. Barmen, den 10. August 1883. 1— Königliches Amtsgericht. Abtheilung I.
8 —
Berlin. Handelsregister [35536 des Königlichen Amtsgerichts I. zu Berlin. Zufolge Verfügung vom 11. August 1883 sind am selben Tage folgende Eintragungen erfolgt:
Die Gesellschafter der hierselbst unter der Firma:
Bischoff & Hauer
am 1. Juli 1883 begründeten offenen Handels⸗ gesellschaft (Geschäftslokal: Jerusalemerstraße Nr. 48/49) sind der Kaufmann Robert Carl August Bischoff und der Posamentier Ferdinand Emil Hauer, Beide zu Berlin. Dies ist unter Nr. 8714 unseres Gesellschaftsregisters eingetragen worden.
In unser Firmenregister ist mit dem Sitze zu Berlin unter Nr. 14,525 die Firma:
Stern's galvan. Institut (Geschäftslokal: Holzmarktstraße 2) und als deren Inhaberin die Frau Kaufmann Hulda Stern, geb. Tausk, hier eingetragen worden.
Dem Wilhelm Stern zu Berlin ist für vorge⸗ nannte Firma Prokura ertheilt und ist dieselbe unter Nr. 5731 unseres Prokurenregisters cingetragen worden. 1 .“ 8
Gelöscht ist: Firmenregister Nr. 12,241. Die igt Götsch & Mann. 8 Berlin, den 11. August 1883. Königliches Amtsgericht I., Abtheilung 561 3 8 DBDunfen.
8
— —õ]
Bonn. Bekanntmachung. 135523] In das Handels⸗Prokurenregister ist heute auf Anmeldung unter Nr. 232 die von Sara Cahn, geb. Polack⸗Daniels, Wittwe des Commerzienraths Hugo Cahn, Inhaberin eines Bankgeschäftes zu Bonn,
1) dem Carl Cahn, 8 2) dem Jakob Meyer,
Beide Banquiers zu Bonn, “ 6 für die Firma „Jonas Cahn in Bonu“ ertheilte Einzelprokura eingetragen worden. b Bonn, den 10. August 1883.
Königliches Amtsgericht, Abtheilung III.
Boxberg. Bekanntmachung. [35524] Nr. 8085. In das diesseitige Firmenregister sab O. Z. 88 Firma: „Wilh. Waldecker in Bobstabht“ wurde heute eingetragen: „Inhaber der Firma ist mit Ermächtigung ihres Ehemanns Wilhelm Waldecker, Ehefrau Mar⸗ gareta, geb. Lind, in Bobstadt.“ Boxberg, den 9. August 1883. Gr. Bad. Amtsgericht Dr. Hic.
“ [35526] Brandenburg a. H. Bekanntmachung. In unser Genossenschaftsregister ist zufolge Ver⸗ fügung vom 1. August 1883 unter Nr. 3 „Lehniner Vorschuß⸗ und Sparverein, eingetragene Ge⸗ nossenschaft“ heute eingetragen worden: Zufolge Beschlusses der Generalversammlung vom 16. Juli d. J. besteht der Vorstand aus dem 1) Direktor Kaufmann J. Rosenberg, 2) Kassirer, Zimmermeister A. Krause, 3) Controleur Maurermeister G. Koeber, sämmtlich zu Lehnin. Brandenburg a. H., den 1. August 188.2 8 Königlichet Amtsgericht. 8 8 [35525] Braunschweig. Bei der im Handelsregister Band IV. Seite 47 eingetragenen Firma: „Richardson & Kramer“ ist heute vermerkt, daß aus der unter derselben be⸗ gründeten offenen Handelsgesellschaft der Kaufmann Robert Kramer hieselbst ausgeschieden, und daß das Handelsgeschäft von dem anderen Mitinhaber, Kauf⸗ mann John Richardson, bei unveränderter Firma fortgesetzt wird. Braunschweig, den 8. August 1883. Herzogliches Amtsgericht. 8 Rt. Engelbrecht.
Breslau. eimntmnehansg.
In unser Gesellschaftsregister ist heute bei Nr. 1834 die durch den Tod des Kaufmanns Carl Wilhelm Katzler zu Breslau erfolgte Auflösung der offenen Handelsgesellschaft Karl Katzler hierselbst und in unser Firmenregister
und Hotelbesitzer Karl Katzler hier
worden.
Breslan, den 8. Angust 1883. “ Königliches Amtsgericht
———
Bekanntmachung.
Breslau.
Normal⸗Woll⸗Bazar Friedrich Bach
[35529]
Nr. 6207 die Firma Karl
Katzler hier und als deren Inhaber der Kaufmann eingetragen
[35527] In unser Firmenregister ist Nr. 6208 die Firma:
Breslau. Bekanntmachung. [35528] In unser Firmenregister ist bei Nr. 6020 das Er⸗ löschen der Firma Oscar Heutschel hier heute eingetragen worden. Breslau, den 10. August 1883.
Königliches Amtsgericht.
[35531] Coblenz. In unser Handelsregister ist heute ein⸗ getragen worden: 1) unter Nr. 3540 des Firmen⸗ registers: Daß in das unter der Firma „A. Dey & Cie.“ zu Coblenz bestehende Handelsgeschäft ein Kommanditist eingetreten ist, demgemäß 2) unter Nr. 942 des Gesellschaftsregisters die Kommandit⸗ gesellschaft unter der Firma „A. Dey & Cie.“ mit dem Sitze zu Coblenz und als alleiniger persönlich haftender Gesellschafter der zu Coblenz wohnende Kaufmann Carl Joseph Etscheit.
Caoblenz, den 10. August 1883.
Königliches Amtsgericht. Abtheilung II.
Colberg. Bekanntmachung. 1835530) In das Firmenregister ist folgender Vermerk ein⸗ getragen:
1) Nr. 117.
2) Bezeichnung des Firmeninhabers: der Kaufmann Paul August Ferdinand Kahlen⸗ berg zu Colberg.
3) Ort der Niederlassung:
Colberg. 4) Bezeichnung der Firma: Paul Kahlenber
5) Zeit der Eintragung:
Eingetragen zufolge Verfügung vom 7. August
1883 am 8. August 1883.
Colberg, den 7. August 1883.
Königliches Amtsgericht. II. Durlach. Bekanntmachung. [35533] Nr. 8678. Unter O. Z. 133 des Firmenresisters (Firma Lonis Morlock in Durlach) wurde unterm Heutigen eingetragen:
Der seitherige Inhaber ist gestorben und ist
die Firma auf dessen Wittwe Karoline, geb.
Schmitt, dahier übergegangen.
Durlach, den 6. August 1883. Gr. Amtsgericht. Dr. Reiß. 8
W1“
[35534] Eberbach. Nr. 7446/7447. In das hiesige Handelsregister wurde eingetragen: I. Am 31. Juli l. Js. zu O. Z. 28 des Gesell⸗ schaftsregisters — Firma H. A. Gütschow & Comp. in Eberbach —: b Die Gesellschaft ist durch Uebeinkunft aufge⸗ öst. Die Auflösung erfolgte 1883. II. Am 31. Juli I. Js. ins Firmenregister: a. Zu O. Z. 57 — Firma Hermann Seibert in Eberbach —: Verheirathet unterm 23. Januar 1883 mit Karoline Preis von Unterschüpf. Nach Ehevertrag vom 13. Januar 1883 wirft jeder Theil 30 ℳ in die Gemeinschaft, während alles übrige Vermögen von der Ge⸗ meinschaft auf Grund des L. R. S. 1500 von der Gemeinschaft ausgeschlossen ist. „Unter O. Z. 136: Die Firma „H. A. Gütschow in Eber⸗ bachr. Inhaber der Firma ist Ingenieur H. A. Gütsch in Eberbach, verheirathet ohne Ehevertrag mit Bertha, geb. Schmilinsky. Eberbach, den 31. Juli 1883. Großh. Amtsgericht. öI
unterm 25. Juli
Elberfeld. Bekanntmachung. [35535] In unser Prokurenregister, bei Nr. 1135 — Pro⸗ kura der Firma:
Carl von Scheven in Elberfeld an die Mathilde von Scheven daselbst — ist heute vermerkt worden:
Die Prokura ist erloschen. Elberfeld, den 10. August 1883. Königliches Amtsgericht. Abtheilung V.
Elberfeld. Bekanntmachung. [35641] In unser Gesellschaftsregister, bei Nr. 618, wo⸗ selbst sich die Handelsgesellschaft in Firma Ge⸗ schwister Elberding hier eingetragen befindet, ist heute vermerkt worden: Die Handelsgesellschaft ist erloschen. Elberfeld, den 10. August 1883. Königliches Amtsgericht, Abtheilung VN.
Elberfeld. Bekanntmachung. ([35642] In unser Gesellschaftsregister, unter Nr. 2006, ist heute eingetragen worden die Handelsgesellschaft in
Firma: Sonnenschein & Borg mit dem Sitze zu Weyer, Gemeinde Mer⸗ scheid, und als deren Theilhaber die Fabrikanten Carl Sonnenschein und Emil Borg, Beide zu be⸗ sagtem Weyer wohnhaft.
*
gonnen. Elberfeld, den 10. August 1883. Königliches Amtsgericht. Abtheilung V.
Fallersleben. Bekanntmachung.
eingetragene Firma: b E. Behrens heute gelöscht.
Fallersleben, 10. August 1883. u“ Königliches Amtsgericht. 8 Reinking.
Bach hier, heute eingetragen worden. Breslau, den 9. August 1883. Käönigliches Amtsgericht.
des Gesellschaftsregisters folgender Vermerk:
hier und als deren. Inhaber der Kaufmann Friedrich
Die Gesellschaft hat am 1. August d. Js. be⸗
Im hiesigen Handelsregister ist die auf Fol. 28
Fiensburg. Bekanntmachung. (35588. Die Gesellschafter der zu Rödding unter der Firma:
Brödr. Stephansen am 1. August 1883 begonnenen Handelsgesellschaft
1) der Kaufmann Mads Stephansen,
r„2) der Kaufmann Jens Stephansen,
Beide zu Rödding. “
Dies ist in unserem Gesellschaftsregister unter Nr.
221 heute eingetragen.
Flensburg, den 10. August 1883.
Koönigliches Amtsgericht. Abtheilung III. Petersen.
[35539] M.-Gladbach. Der Kaufmann Franz Ludwig Friedrich Drees zu Wevelinghoven ist am 30. Ja⸗ nuar 1883 gestorben, das von demselben unter der F. L. F. Drees zu Wevelinghoven geführte andelsgeschäft zufolge Erbgang bezw. Uebereinkunft vom 30. Mai 1883 mit allen Aktiven und Passiven und der Berechtigung zur Fortführung der Firma auf die zu Wevelinghoven wohnenden Kaufleute und Müller Fritz Drees und August Drees übergegangen, welche dasselbe und die zwischen ihnen errichtete Handelsgesellschaft unter der bisherigen Firma F. L. F. Drees in Wevelinghoven fortführen. Dieses wurde heute bei Nr. 670 des Firmen⸗ registers vermerkt, beziehungsweise unter Nr. 1155 des Gesellschaftsregisters eingetragen. M.⸗Gladbach, den 8. August 1883. Königliches Amtsgericht. Abtheilung I.
v“ ¶[35540] M.-Gladbach. Die zu Rheydt unter der Firma Geschwister Cahn bestandene Handelsgesellschaft ist zufolge Uebereinkunft am 1. Juli d. J. aufgelöst worden, das Handelsgeschäft mit allen Aktiven und Passiven und der Berechtigung zur Fortführung der Firma auf die bisherige Gesellschafterin Emma Cahn, Kauffrau, zu Rheydt wohnend, übergegangen, welche dasselbe für ihre alleinige Rechnung unter der Firma Geschwister Cahn zu Rheydt fortführt. Dieses wurde heute bei Nr. 976 des Gesellschafts⸗ registers vermerkt, bezw. unter Nr. 1934 des Firmen⸗ registers eingetragen. M.⸗Gladbach, den 8. August 1883.
Königliches Amtsgericht,
Abtheilung I.
1 [35541] 11 Aus der Handelsgesellschaft Albert Hoffmann et Comp. zu Görlitz sind die bisherigen drei Gesellschafter Albert Hoffmann, Julius Burck⸗ hardt und Gustav Stehelin ausgeschieden und ist die Firma bei Nr. 117 unseres Gesellschaftsregisters heut gelöscht und auf die neue Nr. 262 unseres Gesell⸗ schaftsregisters heut übertragen. Die jetzigen Gesell⸗ schafter obiger Firma sind: 1) der Kaufmann Carl Friedrich Adolf Bredner zu Görlitz, 2) der Kaufmann Bruno Andreas Oskar Joch⸗ mann zu Görlitz. Görlitz, den 5. August 1883. Königliches Amtsgericht. b. Kittlt.
[35481] Heidelberg. Nr. 30 757. In das diesseitige Firmenregister wurde eingetragen:
u 8. 3. — Firma „H. Fuchs“ in Heidelberg —:
Die dem Friedrich Fuchs ertheilte Prokura ist erloschen.
2) Zu O. Z. 104 — Firma „Jakob Kraft“ in Dossenheim —:
Obige Firma ist erloschen.
3) Zu O. Z. 203 — Firma „Magdalena Kraft“ in Dossenheim —:
Obige Firma ist erloschen.
4) Zu O. Z. 291 — Firma „Louis Klaiber“ in Heidelberg —:
Obige Firma ist erloschen.
5) Sub O. Z. 718:
Die Firma „J. Remler“ mit Sitz in Heidel⸗ berg. Inhaber der Firma Maurermeister Johann Remler in Heidelberg. Derselbe ist verehelicht mit Elise Klar von hier. Nach Art. 2 des Ehevertrags wirft jeder Theil 50 Fl. in die Gemeinschaft, wäh⸗ rend alles Uebrige davon ausgeschlossen bleibt.
6) Sub O. Z. 719:
Die Firma „Karl Riel“ mit Sitz in Neckar⸗ gemünd. Inhaber der Firma ist Gerbermeister Karl Riel, von da. Verehelicht ist derselbe mit Elisabetha Fuchs von Neckargemünd. Nach Art. 1 des Ehe⸗ vertrags wirft jeder Theil 30 Fl. in die Gemein⸗ scheft. während alles Uebrige davon ausgeschlossen bleibt.
7) Sub O. Z. 720:
Die Firma „Friedrich Mutschler“ mit Sitz in Heidelberg. Inhaber derselben ist Bierbrauer Fried⸗ rich Mutschler von hier. Verehelicht ist derselbe mit Margaretha Jost von Lützelsachsen. Nach Arr. 1 des Ehevertrags wirft jeder Theil 30 ℳ in die Ge⸗ se ht während alles Uebrige davon ausgeschlossen bleibt.
8) Sub O. Z. 721:
Die Ferms „Ph. Reinhard“ mit Sitz in Heidel⸗ berg. Inhaber derselben ist Flaschner Philipp Rein⸗ hard von hier. Verehelicht st derselbe mit Greschen Ewald von Dossenheim ohne Ehevertrag.
9) Sub O. Z. 722: b 1
Die Firma „Gallus Mahler“ mit Sitz in Heidel⸗ berg. Inhaber der Firma ist Bürstenfabrikant Gallus Mabhler in Heidelberg. Derselbe ist verehelicht mit Emma Bürgenberg von Elberfeld ohne Ehevertrag.
10) Sub O. Z. 723:
Die Firma „Robert Kranth“ mit Sitz in Heidelberg. Inhaber der Firma ist Kaufmann Robert Kilian Krauth von Heidelberg. Derselbe ist ledig.
11) Sub O. Z. 724:
Die Firma „Jakob Sondheimer“ mit Sitz in Kirchheim. Inhaber derselben ist Kaufmann Jacob Sondheimer von Kirchheim. Derselbe ist verehelicht mit Bernardina Schmitt von Guttenbach. Nach §. 1 des Ehevertrags ist unter den Eheleuten gesetz⸗ liche Gütergemeinschaft bedungen.
12) Sub O. Z. 725:
Die Firma „M. Arnold“ mit Sitz in Heidelberg. Inhaberin der Firma ist die Ehefrau des Georg Arnold, Magdalena, geb. Schulz, von hier. Die⸗ selbe hat gegen ihren Ehemann Vermögensabsonde⸗ rung erwirkt. 1.“ “
sind:
13) Sub H. Z. 726: